Ein Gastbeitrag von Babette. Wer hat es nicht schon einmal auf einer Reise erlebt? Egal, ob in Asien, in Dubai oder auch in südeuropäischen Ländern: fast überall dort, wo Touristen hinkommen, gibt es Handtaschen, Uhren oder auch Schuhe zum Schnäppchenpreis. Nahezu überall prangt an diesen Artikeln das Logo irgendeines Designers. Dass diese Artikel so gut wie immer Plagiate sind, weiß fast jeder.

Dennoch ist die Nachfrage nach solchen Gütern da und am beliebtesten bei Schnäppchen-Jägern dürften nach wie vor die Marken Louis Vuitton, Chanel oder Gucci sein. Vor allem Handtaschen sind fast immer gefragt, nicht wenige Frauen bringen sich aus ihrem Urlaub gleich mehrere mit.

Ich muss zugeben, dass ich in jungen Jahren auch dem Zauber des falschen Glanzes erlegen bin und mir auf einem Dubai-Trip Fake-Handtaschen von Louis Vuitton und Chanel mitgebracht habe.

Ich war damals viel auf diversen „Schicki-Micki“-Events unterwegs und wollte seinerzeit – als Endzwanzigerin – einfach mithalten. Markentechnisch.

Das tat ich mit meinen Plagiaten auch ziemlich lange oder dachte zumindest, dass es so ist. Bis ich mich eines Tages mit einer echten Modeexpertin anfreundete, die beruflich viel mit großen Marken zu tun hatte. Im Original – versteht sich!

Wir kamen eines Tages auf die falschen Taschen zu sprechen. Bis dato war ich davon ausgegangen, dass bei abendlichen Events wohl kaum jemand unterscheiden kann, ob mein Designerstück echt ist oder nicht.

Patricia jedoch – die Modeexpertin – belehrte mich eines Besseren.

„Oh doch – Kenner können den Unterschied zwischen einem echten Designerstück und einem Plagiat sehr wohl feststellen!“ klärte sie mich auf.

„Täusche Dich nicht“ riet sie mir und nannte mir tausendundeinen Grund, warum Leute, die sich echte Designerhandtaschen leisten konnten, Plagiate erkennen.

Ich kann sie hier nicht mehr alle aufzählen, dazu ist es zu lange her, aber von dem Moment an war mir die Lust an meinen Fake-Handtaschen vergangen!

Das wäre aber wohl wahrscheinlich auch ohne Patricias Aufklärung so gekommen, denn: eine meiner Handtaschen wies nach einiger Zeit richtige Risse auf und wurde extrem unansehnlich.

Aber – wie ich nun wusste – auch ohne diese Abnutzungserscheinungen, die ein Plagiat nun mal so mit sich bringt, wäre ich wohl DEN Leuten, die echte Markenprodukte von Fake-Artikeln unterscheiden können, sehr wohl aufgefallen und auch wenn mir das vielleicht niemand kommuniziert hätte: peinlich ist sowas doch allemal!

Insofern: ich bin von Plagiaten geheilt und kaufe lieber ein Hausmarken-Handtaschen-Modell bei einem alteingesessenen Kaufhaus, das eine TOP-Qualität hat, als dass ich jemals noch nach Fake-Handtaschen greife!

Bildnachweis: pexels.com

 

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