Jeden Tag treffen wir tausende von Entscheidungen, kleine und auch große. Für den einen ist es leicht, eine Entscheidung zu treffen und für den anderen weniger leicht. Wie ist es mit Ihnen, liebe Leserin? Gehören Sie zu denjenigen, die erst gefühlt hundert Mal darüber nachdenken müssen, bis sie zum Entschluss kommen?

Wir Frauen sind ja in der Regel eher emotionaler unterwegs, als viele Männer.

Gefühle sind guter Kompass – auch bei Entscheidungen

Im Grunde sind Gefühle ein guter Kompass, um zu erkennen, was einem wichtig ist. Die Kunst besteht eben darin, dabei nicht den Verstand komplett auszuschalten, sondern eine Balance zwischen Herz und Verstand zu herzustellen. Leichter gesagt als getan? Ich selbst bin ein absoluter Herzmensch, doch habe ich gelernt, meine Gefühle zu prüfen.

Daher kann ich inzwischen schnelle Entscheidungen treffen und fühle mich auch gut dabei.

Wenn ich ein Angebot bekomme und mein Herz und mein Verstand leider nicht gleicher Meinung sind, nehme ich mir einen Moment Zeit und notiere alle Pros und Contras. Danach schreibe ich mir nochmal zu jedem Punkt den emotionalen Aspekt dazu auf. Dabei ist es wichtig, zu schauen, ob das jeweilige Gefühl einfach eine Vermeidungsstrategie ist, zum Beispiel wenn ich das Angebot annehme, bleibe ich in meiner Komfortzone; ich brauche mich um weniger zu kümmern, aber komme ab von meinem Weg.

Je tiefer wir in das Gefühl gehen, desto klarer wird die wahre Intention und wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir von Anfang an, was das Richtige für uns ist. Doch wollen wir es manchmal nicht wahr haben.

Auch die gute alte Münze ist eine Option

Eine weitere Möglichkeit ist, die gute alte Münze zu werfen. Vielleicht denken Sie jetzt, das kenn ich schon…Geben Sie mir einen Moment Zeit, zu erklären, was ich meine.

Beispiel:

Sie brauchen eine Ja – Nein Entscheidung. Nehmen Sie eine Münze und legen Sie vor dem Werfen fest, welche Seite für ja steht und welche für nein. Wir stellen uns jetzt mal vor, Kopf ist Ja und Zahl steht für Nein.

Am besten, Sie werfen Sie in Anwesenheit einer Person, die Ihnen nahe steht. Sie soll SIE ganz genau beobachten, während Sie die Münze werfen.

Also; Sie stellen die Frage, werfen den Taler und sehen, nachdem er auf Ihrer Hand gelandet ist, dass die Zahl oben liegt.

Das ist der entscheidende Moment! Was macht es mit Ihnen, zu sehen, dass die Antwort NEIN lautet? Was fühlen Sie in diesem Augenblick?

Fällt eine Last von Ihnen ab oder kommt in Ihnen das Gefühl hoch, auf etwas zu verzichten? Und wie stark ist es? Wenn Sie das Gefühl in diesem kurzen Moment nicht wahrnehmen, fragen Sie Ihren Beobachter. Er sollte anhand Deiner Mimik erkennen können, was in Ihnen vorging, als Sie das Ergebnis gesehen haben.

In Ruhe abwägen!

Natürlich gibt es Dinge, die so weitreichende Auswirkungen haben, dass man mit Menschen des Vertrauens darüber spricht und in Ruhe abwägt. Wichtig ist dabei, dass die Person mit der Sie darüber sprechen, Sie nicht nur emotional unterstützt, sondern auch sachlich dazu Stellung nimmt.

Seien Sie sich bewusst, dass Entscheidungen Klarheit bringen und Ihnen eine Menge Zeit und Energie sparen. Es lohnt sich also, zügig zum Entschluss zu kommen und dabei nicht kopflos, sondern bewusst zu reagieren.

In diesem Sinne entscheiden Sie sich ….für Sie und Ihr persönliches Glück!

Ihre Nicole Szopinski

Wir leben in einem Zeitalter, in dem das Thema weibliche Emanzipation groß geschrieben wird. Bis vor kurzem waren Verhaltensstrukturen und Richtlinien, wie eine Frau zu sein hat und wie sich Weiblichkeit definiert, streng begrenzt.

Immer mehr erlauben wir uns, ein individuelles Frauenbild zu leben. Die Rolle der Frau entwickelt sich rasant und ermöglicht es, unser Leben so zu gestalten, wie wir es für richtig halten. Parallel verändern sich auch unsere Wünsche, wie ein Mann im Bestfall zu sein hat. Einerseits genießen wir es, wenn der Partner uns in den Mantel hilft und uns seine starke Schulter zum Anlehnen gibt, andererseits darf er auch nicht zu dominant sein. Er soll Gefühle zeigen, offen sein und gerne auch ein bisschen spirituell, aber auch nicht zu sehr, und ein Weichei bitte auch nicht! Ist ja schließlich unmännlich…

Die Messlatte liegt da schon sehr weit oben und es ist anzunehmen, dass sich viele Männer doch ganz schön überfordert fühlen.

Auch Männer dürfen loslassen

Geprägt vom alten Männerbild, sind wir es gewohnt, dass ein Mann nur selten weint und wenn, dann nur kurz. Fakt ist, dass Männer, ebenso wie Frauen, Gefühle haben und es brauchen, sich fallen zu lassen. Was läge da näher, dies bei der eigenen Partnerin zu tun?

Wie gehe ich überhaupt damit um, wenn mein Partner plötzlich in Tränen ausbricht?

Gerade weil wir uns emanzipieren, sollten wir dies auch den Männern zugestehen. Gleichberechtigung darf ja schließlich in beide Richtungen gehen. Wenn mein Partner also unverhofft zu weinen beginnt, darf ich auch die Rolle der starken Schulter übernehmen und einfach für ihn da sein. Ich zeige ihm, dass es okay ist, sich zu öffnen und gebe ihm das Gefühl, loslassen zu dürfen und nicht non stop die Rolle des starken Mannes erfüllen zu müssen.

Wenn wir Frauen emotional überreagieren, gilt das als nichts Unübliches. Überlegen wir uns mal, wann ein Mann vermeintliche Schwäche zeigen „darf“. Um ehrlich zu sein nie oder zumindest nicht zu 100%. Die Gefahr, als Weichei dazustehen, besteht nahezu permanent.

Wenn Partner sich fallen lassen kann, ist das Vertrauensbeweis

Dabei ist es enorm wichtig, dass Männer auch einen geschützten Raum haben, in dem sie sich fallen lassen können. Allerdings haben sie auf unterbewusster Ebene eher die Tendenz keine Schwäche zeigen zu wollen. Daher fällt es ihnen noch schwerer, offen ihre Gefühle zu zeigen, wenn sie wahrnehmen, dass die eigene Partnerin gar nicht in der Lage ist, ihn aufzufangen oder ihn vielleicht sogar unterschwellig dafür als Schwächling verurteilt.

Im Gegenzug ist es ein wundervoller Vertrauensbeweis, wenn sich der Partner einfach fallen lässt und zeigt, dass er die Frau an seiner Seite für stark genug hält, auch im emanzipierten Sinne für ihn da zu sein.

Immer stark zu sein, ist eine Illusion.

Wir alle haben „Baustellen“ und Herausforderungen in unserem Leben, die uns emotional fordern.

Sich und anderen vorzumachen, dabei immer stark zu sein, führt zu einem enormen Druck und Daueranspannung, was sich sowohl psychisch als auch physisch auswirkt. Diesen ständig erhöhten Stresspegel können wir sicherlich aushalten, doch berauben wir uns dadurch eine Menge Lebensqualität und verlängern den Prozess der Bearbeitung der „Baustelle“ und verschwenden unnötig Energie. Energie, die wir weitaus effizienter nutzen können und vor allem um glücklich zu sein.

Vermeintliche Schwäche ist Stärke

Stark ist, wer vermeintliche Schwäche zeigt. Was im Allgemeinen als schwach gilt, ist in Wahrheit ein vertrauensvolles Bekenntnis. Denn Gefühle zu zeigen, erfordert wahre Stärke und Mut. Von innen her stark zu sein, bedeutet weder Härte, noch die Zurückhaltung und Unterdrückung von Emotionen. Stattdessen handelt es sich dabei um vertrauensvoll und mutig zu seinen Gefühlen zu stehen.

Eine erwachsene Beziehung auf Augenhöhe ist dafür einer der bestgeeignetsten Räume und führt zu wahrhaftiger, aufrichtiger und heilsamer Begegnung- für Mann und Frau.

Ihre Nicole Szopinski- Hypnosespezialistin und Coach

Ein Thema über das schon viel geschrieben wurde und über das es sich lohnt immer weiter zu schreiben.

Wie oft sagst du ja, obwohl du eigentlich gar nicht willst? Es ist viel einfacher ja zu sagen, als den Mut zu haben, nein zu sagen. Dabei kann es so einfach sein! Wir brauchen uns nur selbst zu erlauben, dass ein klares freundliches Nein okay ist. Es ist sogar ein entscheidender Schritt in ein noch glücklicheres selbstbestimmteres Leben.

Es geht nicht darum, dass wir alles krampfhaft durchsetzen, was wir möchten, doch gerade in wichtigen Themen sollten wir zu uns stehen. Welche Bereiche sind denn wichtig und welche weniger wichtig?

Ich lade dich dazu ein, dir einen Moment Zeit zu nehmen und dir Gedanken darüber zu machen. Denn für jeden sind unterschiedliche Themen wichtig.

Viele von uns haben in der Kindheit gelernt, dass wir mit Liebesentzug abgestraft werden, wenn wir nicht funktionieren und nein sagen. Das führt oft in Beziehungen dazu, dass wir aus Verlustängsten lieber funktionieren, eine unechte Harmonie schaffen und unseren Frieden haben. Selbstverständlich ist das ein Modell, das Vorteile hat. In erster Linie ist es bequem und spart scheinbar Energie.

Nur leider verleugnen wir dabei unsere eigenen Bedürfnisse. Und damit meine ich nicht, bedürftig zu sein, sondern tatsächliche Selbstliebe in Form von Eigenverantwortung.

Das heißt, ich stehe zu meinen Bedürfnissen und Grenzen und kommuniziere diese auch. Gerade bei Menschen, die uns nahe sind, ist es wichtig, dass wir vertrauensvoll Grenzen setzen.

Es ist in Ordnung, bzw. sogar wichtig, sich Freiraum zu bewahren.

Wenn wir offen darüber reden und den anderen teilhaben lassen, schafft das auch eine geschützten Raum, in der eine tiefere Verbindung und letztendlich mehr Nähe entstehen kann.

Wenn mein Partner weiß, dass Grenzen willkommen sind und nicht zur Ablehnung führen, kann er sich auch fallen lassen und einfach sein, wie er ist. Der Druck gut funktionieren zu müssen, fällt ab und verwandelt sich in Entspannung und Vertrauen. Je mehr wir uns selbst kennen und uns trauen, unsere Grenzen mit einem guten Gefühl zu setzen, desto mehr kommen wir in unsere eigene Kraft.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir unser Gegenüber unterstützen, sich besser zu orientieren.

Ich werde so wahrgenommen, wie ich mich benehme. Wenn ich also zu allem Ja und Amen sage, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn Menschen mit mir entsprechend umgehen.

Wenn ich aber freundlich klar und direkt sage, was ich mir wünsche oder was ich nicht möchte, bekomme ich auch die entsprechende Reaktion. Mein Partner hat die Chance, zu entscheiden ob er auf meine Bedürfnisse und Grenzen eingeht. Und wenn er es nicht tut, ist es auch okay. Falls es so sein sollte ist es sinnvoll, darüber zu sprechen, welche Gründe dazu führen und zu überlegen, wie eine gemeinsame Lösung, bei der beide zufrieden sind, aussehen kann.

Selbstverständlich kann sich dabei auch zeigen, dass die Liebe nicht ausreicht und dass es Zeit wird, getrennte Wege zu gehen. Auch das gehört zur verantwortungsvollen Selbstliebe. Und nicht zuletzt auch aus Respekt zum Partner.

Fakt ist, dass wir unsere Lebensenergie unterdrücken, wenn wir nicht zu unseren Werten stehen und uns ständig nur anpassen.

Natürlich ist alles oder fast alles schöner, wenn es mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten teilen kann! Es ist wundervoll, wenn mein Partner mein Leben noch schöner macht! Aber hauptverantwortlich für unser Glück sind wir selbst.

Deshalb setze klare Grenzen und lass dich überraschen, wie sehr sich dein Leben positiv verändert und du noch glücklicher wirst.

Deine Nicole Szopinski- Hypnosespezialistin und Coach

natürlich stark

Ihre Nicole Szopinski – natürlich stark

Wir Frauen sind in der Regel emotionaler als Männer. Das absolut okay, nur führt das immer wieder zu Herausforderungen, die gemeistert werden wollen. Ich meine damit nicht, dass Frauen oder Männer sich verbiegen sollten.

Eine mögliche Lösung ist eine respektvolle wertschätzende Kommunikation. Einige Paare praktizieren deshalb die radikale Ehrlichkeit. Da stellt sich die Frage, ob das sinnvoll ist oder nicht?

Am Ende findet jede Form der Beziehung selbst heraus, was funktioniert oder eben nicht. Ich selbst bin ein großer Fan von Offenheit und Ehrlichkeit, doch hier ist Feingefühl angesagt. Es gibt ein paar Aspekte, die wir beachten sollten, wenn es darum geht, radikal ehrlich zu sein. Vor einiger Zeit habe ich ein Interview eines Paares gesehen, das radikal ehrlich zueinander war. Der Vorteil liegt eindeutig darin, dass beide Seiten wissen, woran sie sind.

Allerdings können wir nicht davon ausgehen, dass unser Gegenüber gerade in dem Moment, wo uns gerade danach ist, die Kapazitäten für unsere Offenheit hat. Wenn unser Gesprächspartner vielleicht selbst in dem Augenblick sehr emotional ist oder den Kopf einfach voll hat mit anderen Dingen, kann das zu einem unnötigen ziellosen Streit führen, der sogenannte Nachwehen hat.

Sich zu streiten ist per se nicht verkehrt; ganz im Gegenteil. Es ist sogar sinnvoll eine partnerschaftliche Streitkultur aufzubauen. Jedoch braucht das Vertrauen und am besten haben wir uns schon im Vorfeld dazu Richtlinien bzw. Commitments dazu festgelegt.

Zum Beispiel indem wir vorher abgemacht haben, dass wir uns nach dem emotionalen Dampf ablassen auch sachlich und ruhig darüber unterhalten und jeder den anderen aussprechen lässt. Was auch hervorragend funktioniert:

  1. Jeder hat 5 Minuten komplett freie Redezeit – manchmal sehr herausfordernd.
  2. Nachdem eine Seite gesprochen hat, bekommt der zuhörende Part ein paar Minuten für sich, um das Gesagte sacken zu lassen.
  3. Anschließend tauschen sich beide reflektiert und fair weiter darüber aus und finden gemeinsam eine Lösung, mit der alle einverstanden und zufrieden sind, um sich in der Zukunft besser zu verstehen.

So können wir auch mal über die Stränge schlagen und daran wachsen; vor allem zusammenzuwachsen. Doch sich immer wieder im emotional überlasteten Zustand zu streiten, macht wenig Sinn und entfernt uns meistens voneinander. Auch streiten will gelernt sein.

Die Frage ist immer, was will ich mit meinem Verhalten erreichen und bringt das unsere Partnerschaft auch langfristig weiter?

Wenn ich meinem Partner eine Szene mache, weil er meiner Meinung nach etwas getan oder eben nicht getan hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er das Geforderte nicht aus Verständnis tut, sondern um den emotionalen Stress zu vermeiden, den ich ihm bereitet habe.

Da ist es doch sinnvoller und fairer, wenn ich sachlich erkläre, was ich möchte, warum ich es möchte und was es mit mir macht, wenn das nicht geschieht. Dabei ist eine achtsame Wortwahl sehr wichtig. Viele verwenden Sätze wie „ nie machst du…“, „ ich hab dir schon 100 Mal gesagt, dass…“, …… Alles eindeutig vorwurfsvoll.

Leider macht das dem Partner keine guten Gefühle, sondern ganz im Gegenteil.

Viel zielführender, weil wertschätzender, sind Formulierungen wie „ich wünsche mir dass du, weil…“, „ kannst du ….. für mich tun, denn dadurch fühle ich mich……“. Ja, da kann das Ego schon mal kurz Hallo sagen, doch worum geht es?

Geht es darum, sich Anerkennung zu erkämpfen, um Macht oder sich selbst durchzusetzen? Oder wollen wir eine respektvolle wertschätzende Partnerschaft? Eine glückliche funktionierende Beziehung brauch Investment – von beiden Seiten.

Dazu gehört es einerseits, dem anderen Raum zu geben und andererseits, auch klar zu kommunizieren, wo die eigenen Grenzen liegen. Jeder von uns hat seine Werte und No Go`s und das ist auch völlig legitim. Nur sollten wir auch so erwachsen sein und unserem Partner die Chance geben, uns zu verstehen. Und für mein Verständnis sind Vorwürfe da absolut kontraproduktiv.

In dem Interview mit dem Pärchen, dass radikale Ehrlichkeit praktiziert, passierte eine Situation, die mich dieses Beziehungsmodell überdenken lies.

Die beiden sagten sich nonstop, was sie dachten und fühlten. Im Gespräch sagte der Mann, dass er das Doppelkinn seiner Partnerin nicht mochte. Die Mimik der Frau sprach Bände und es war nicht zu übersehen, dass sie verletzt war. Doch sie überspielte es und tat so, als ob es okay für sie gewesen wäre.

Meiner Meinung nach war das von ihrer Seite nicht radikal ehrlich. Und ich frage mich, ob solche Äußerungen einer Beziehung tatsächlich gut tun?

Auf jeden Fall entstehen dadurch keine guten Gefühle und möglicherweise werden auf diese Weise sogar Hemmungen gefördert. Anderseits weiß sie nun, wie er denkt und kann entscheiden, ob sie das annimmt oder nicht. Für mein Dafürhalten ist es verletzend, vor allem, da sie nun weiß, dass sie ihrem Partner nicht 100% gefällt. Insgesamt ist dieses Beziehungsmodell fraglich.

Ich bin froh, eine für mich gut funktionierende, gesunde Form der Kommunikation innerhalb einer Partnerschaft gefunden zu haben und lerne jeden Tag dazu. Dabei gibt es Werte, die absolut wichtig sind und zusammenschweißen, Ehrlichkeit und Offenheit – allerdings im passenden Kontext.

Daher prüfe ich erstmal, was mich stört und warum. Anschließend lasse ich – meistens – etwas Zeit vergehen und passe einen Moment für ein Gespräch ab, bei dem ich das Gefühl habe, dass es mich und meinen Partner weiterbringt. Dabei steht bei mir an erster Stelle, dass wir einen gemeinsamen Nenner finden und wir beide zufrieden mit der Lösung sind. Nur so funktioniert Wachsen und Zusammenwachsen, in respektvoller wertschätzender Cokreation*.

Mein Fazit: wertschätzende und respektvolle Ehrlichkeit verbindet mehr als radikale Ehrlichkeit. In diesem Sinne: finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert.

Ihre Nicole Szopinski

* Cocreation, statt einschränkender Abhängigkeit, Freiraum und Wachstum innerhalb einer verbindlichen Beziehung.

Copyrights: Katharina Kraus / Seelenportraits pexels.com

Stark und trotzdem emotional… geht das? Ich sage ja, das geht. Durch unsere Sensibilität und auch unsere Hormonschwankungen neigen wir Frauen manchmal dazu, Dinge sehr emotional zu werten. Wir alle kennen das und wissen, dass das zu Konflikten führt. Klischees wie zum Beispiel, dass Frauen generell zickig sind und mit einem Verschlüsselungscode durch die Blume reden, finden dadurch ihre Bestätigung und lassen Emotionalität und Sensibilität in einem schlechten Bild darstehen. Dies ist ein Trugschluss und tut diesen so wertvollen Eigenschaften ein großes Unrecht. Allerdings haben wir verschiedene Möglichkeiten unsere wundervolle Emotionalität zu kanalisieren und positiv zu nutzen. Wir Frauen haben eine unfassbare naturgegebene Stärke.

Denken wir doch mal ans Gebären! Während viele Männer schon bei leichten Erkältungserscheinungen out of order sind, wobei ich auch genug kenne, die das Gegenteil beweisen, bleiben die meisten Frauen erst dann im Bett, wenn gar nichts mehr geht, oder ganz knapp davor. Was sagt uns das? Sind wir tatsächlich so stark oder wollen wir einfach nur nicht als „Mädchen“ deklariert werden?  Warum überhaupt haben die meisten Menschen bei dem Wort Mädchen in diesem Zusammenhang das Bild von einem süßen naiven wehrlosen Mädchen im rosa Kleid im Kopf? Ich hoffe, diese werden immer weniger, denn ich kenne eine Menge starke Mädchen, die sehr stark sind und sich absolut nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber gut, das hat tiefere Gründe und würde jetzt zu weit führen.

Back to topic. Ich behaupte, es gibt beides. Viele Frauen, die das Gefühl haben, sich behaupten zu müssen, weil sie glauben, sonst als schwach eingestuft zu werden, gehen leider oft über ihre Grenzen hinaus und schädigen sich. Zum Glück hat sich das Thema Achtsamkeit inzwischen etabliert und unterstützt sowohl Mann als auch Frau, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.

Sowieso ist die Nicht-Achtung der Alarmsignale des Körpers und der Psyche eine Milchmädchenrechnung, da die Quittung kommt; früher oder später. Ob es nun im privaten Bereich oder im Business ist, eine Großzahl an Frauen hat nonstop das Gefühl, sich beweisen zu müssen und geht dabei in die Härte und in Richtung Männlichkeit. Dabei übersehen sie einen entscheidenden Faktor: die eigene authentische weibliche Urkraft.

Unser Körper und unser Geist sind darauf ausgerichtet, sogar für zwei zu sorgen. Sowohl die Zeit der Schwangerschaft, als auch die Strapazen der Geburt und die Zeit, in der das Kind bedürftig ist, sind unfassbare Herausforderungen und eine immense Verantwortung. Um diese Leistung zu erbringen, sind wir von Natur aus stark und mit allen Vorteilen, die die Natur zu bieten hat, ausgestattet. Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass wir niemandem Stärke beweisen müssen.

Wir SIND stark. Und je authentischer wir unsere Art des FrauSeins leben, desto mehr verbinden wir uns mit unserer eigenen Urkraft. Dabei spielt es keine Rolle, wie wir uns als Frau definieren. Manche definieren ihre Weiblichkeit durch die Rolle als Mutter, andere wiederum haben nicht den Wunsch, Kinder zu bekommen. Jede ist individuell und empfindet anders. Darum wäre es fatal, festzulegen, was weiblich ist und was nicht.

Während ich an meinem Laptop sitze und diesen Artikel schreibe, lasse ich kurz meine Gedanken treiben. Ich denke über meine Freundinnen und andere Frauen in meinem Umfeld nach und überlege, was ich bei ihnen wahrnehme und stelle überrascht fest, dass ein Großteil von ihnen sehr männlich durch die Welt läuft. Manche offensichtlicher, manche weniger offensichtlich. Einige von ihnen sind nach meinem Verständnis absolute Vollweiber und andere wiederum switchen je nach Situation. Für mich sehr spannend dies festzustellen und natürlich überlege ich, wo ich mich selbst platziere und wie ich für mich FrauSein definiere. Eins steht für mich fest: je mehr ich zu meiner Essenz finde, zu ihr stehe und sie lebe, desto stärker verbinde ich mich mit meiner eigenen Urkraft.

Eine Zeit lang habe ich vermehrt Veranstaltungen besucht, wo hauptsächlich Frauen teilnahmen und auch da machte ich eine interessante Beobachtung. Dadurch, dass kaum Männer anwesend waren, war eine ganz andere Atmosphäre zu spüren. Unser Unterbewusstsein steuert zu 95% unser Verhalten und darum reagieren heterosexuelle Frauen auf männliche Reize und prüfen innerhalb von Bruchteilen von Sekunden, ob ein vorbeilaufender Mann, ein potentieller Partner sein könnte und ob es mögliche Konkurrentinnen gibt. Wir nehmen das nicht unbedingt bewusst wahr, aber diese natürlichen Prozesse laufen subbewusst ab und lenken sogar unser Verhalten.

Was geschieht also, wenn wir diesen Reizen nicht ausgesetzt sind? Wir sind weniger triebgesteuert und mehr wir selbst. Um sich selbst besser wahrzunehmen und sich bewusst zu machen, wer bin ich eigentlich, wie will ich sein und wie definiere ich mich als Frau, ist es sinnvoll immer wieder männerfreie Zeit zu zelebrieren und sich selbst zu begegnen. Umso schöner ist es dann auch, wieder Zeit mit Männern zu verbringen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Fan von Männern und halte es für gesund und wichtig, dass wir uns in Richtung Balance zwischen unserer männlichen und weiblichen Seite bewegen.

Auch das Switchen je nach Situation und dem, was wir erreichen wollen ist absolut okay. Wichtig ist nur, dass wir unser Bewusstsein und das Verständnis für unser individuelles Frau sein erweitern und damit beschäftigen. Denn dann verstehen wir, dass wir sowieso stark sind und brauchen uns nicht zu behaupten. Denn was tut eine Löwin? Sie weiß, dass sie stark ist und kämpft nur dann, wenn es Sinn macht, aber nicht aus Prinzip. Das wäre Energieverschwendung. Es ist ein großes Thema und hat unzählige Aspekte, die jeder unterschiedlich wertet. Daher sind meine Zeilen nur als Inspiration und Denkanstoß zu verstehen und trägt hoffentlich einen Teil dazu bei, dass jede Frau zu ihrer wahren Stärke findet. Eins ist jedenfalls klar, je authentischer wir sind, desto stärker sind wir auch und können den Status einer Löwin innehaben. In diesem Sinne, sei die Frau, die du sein willst und erfinde dich immer wieder neu.

Ihre Nicole Szopinski – natürlich stark

Copyrights: Katharina Kraus / Seelenportraits pexels.com

Im Bikini, im Badeanzug, am Pool, am Strand, beim Shoppen und manchmal auch mit dem Partner oder der besten Freundin: viele Frauen inszenieren sich im Web mit Selfies jeglicher Art.

Vor allem viele junge weibliche Zeitgenossinnen – oft auch „Generation Instagram“ genannt – haben kein Problem damit, private Momente aller Welt preiszugeben.

Obwohl: so ganz privat sind diese Momente gar nicht, denn sie werden oft minutiös durchkonzipiert. Das perfekte Selfie ist für viele junge Frauen mittlerweile von hoher Bedeutung.

Aber warum? Immerhin schickt man Aufnahmen von sich ins Web, die so gut wie gar nicht – oder nur schwer – rückgängig zu machen sind, Stichwort: „Das Netz vergisst nichts!“.

Klar, für manche Frauen die als sogenannte Influencerinnen oder Bloggerinnen arbeiten, haben Selfies eine hohe Bedeutung, denn sie gehören meist zur Inszenierung dazu. Zum Beispiel, wenn für Kleidung, Schmuck oder teure Uhren geworben wird, die dann auf den Selfies zu sehen sind.

Längst inszenieren sich nicht nur bekannte Frauen im Web mit Selfies

Aber längst nicht alle weiblichen Web-Userinnen, die sich so privat in der digitalen Öffentlichkeit inszenieren, sind Bloggerinnen oder Influencerinnen und verdienen ihr Geld mit Selfies & Co.

Warum also der Trend zum privaten Seelenstriptease in den Weiten des World Wide Web? Dieser Frage gingen nun auch Wissenschaftler nach und fanden Erstaunliches heraus.

Auf der Website der Saarbrücker Zeitung ist hierzu am 04. November 2018 folgendes zu lesen:

„Provokante Fotos im Bikini, Selfies mit Schmollmund – viele Frauen stellen sich in den sozialen Medien mit aufreizenden Posen zur Schau. Sie tun das jedoch nicht, wie man vermuten könnte, um dem anderen Geschlecht zu gefallen. Forscher der University of New South Wales (UNSW) im australischen Sydney haben herausgefunden, dass Frauen sexy Selfies veröffentlichen, um miteinander zu konkurrieren und ihren sozialen Aufstieg zu beschleunigen.„

Und weiter heißt es:

„Dr. Khandis Blake und ihr Team von der UNSW haben in einer Studie fast 70 000 Beiträge in sozialen Medien aus 113 Ländern untersucht, in deren Beschreibung Wörter wie „sexy“ oder „heiß“ vorkamen. Um die Beweggründe für solche Fotos zu verstehen, wollten die Forscher unter anderem herausfinden, wo die meisten dieser Fotos geschossen werden.

Die Ergebnisse seien eine Überraschung gewesen, erklärt Blake. Nicht dort, wo sie von Männern unterdrückt werden, sondern vor allem in den Ländern, in denen die Gehaltsungleichheit zwischen den Geschlechtern wächst oder bereits besonders hoch ist, veröffentlichen Frauen aufreizende Fotos von sich selbst im Internet.„Frauen tendieren eher dazu, Zeit und Aufwand in sexy Selfies zu investieren, wenn die wirtschaftliche Ungleichheit steigt und nicht in Gesellschaften, in denen Männer mehr Macht besitzen oder die grundsätzliche Ungleichheit der Geschlechter weit verbreitet ist“, sagt Blake. Die Ergebnisse der Forscher seien unabhängig von Faktoren wie Bevölkerungsgröße oder Entwicklungsstand und bestätigten sich in verschiedenen Ländern der Welt. Vielen Menschen werde erst durch wirtschaftliche Unterschiede bewusst, wo sie auf der sozialen Leiter stehen, erklären die australischen Forscher. Verdiene ein anderer mehr als sie, wecke das bei vielen Statusängste und den Wunsch nach mehr Anerkennung, sowohl finanziell als auch sozial. Um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen und sich von Konkurrentinnen abzusetzen, würden Frauen dann häufiger aufreizende Selfies auf Instagram, Twitter und Co. veröffentlichen.“

Aha – die wirtschaftlichen Umstände beziehungsweise der eigene Stand auf der sogenannten sozialen Leiter sollen Gründe dafür sein.

Nun, das könnte tatsächlich auf einige Frauen zutreffen.

Viele Frauen mit hohem Status präsentieren Selfies im Netz

Allerdings inszenieren sich auch gern Promi-Frauen im Netz in Form von Selfies. Von der A-Prominenten über die Fußballfrau bis hin zum weiblichen Z-Promi sind viele Zeitgenossinnen dabei, die sich auf diese Art in Szene setzen. Der gesellschaftliche oder/und finanzielle Status ist hier oftmals mehr als gut aufgestellt, so dass eigentlich die Sehnsucht nach derartiger Anerkennung nicht vorhanden sein dürfte.

Aber vielleicht gibt es ja auch jenseits der Forschungen der Wissenschaftler eine ganz einfache Erklärung für das inflationäre Aufkommen von Selfies?

Dazu reicht dann auch ein Wort aus: Geltungsbedürfnis.

Das muss nicht mal NUR negativ besetzt sein, aber fakt ist, dass, wer sich per Selfie der (Online)Welt präsentiert, definitiv ein gewisses Bedürfnis nach Geltung, einen Drang zur Öffentlichkeit, haben muss.

Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden und solange das Posing für`s ultimative Selfie nicht an irgendeiner Klippe stattfindet, so wie hier,  kann man`s mit dem lässigen Spruch von Friedrich II., dem Großen halten, der da sagte, dass „Jeder nach seiner Facon selig werden solle“.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Bildnachweis: pexels.com