Sonntag, 2. Oktober, 2022

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„Geld weg, sobald es auf dem Konto ist“ – Alleinerziehende und die Teuerung

Hohe Spritpreise, Lebensmittel, die teilweise fünfzig Prozent mehr kosten und Energiekosten, die historisch sind: Die aktuelle Teuerung belastet Millionen Familien in Deutschland sehr. Zwei-Eltern-Familien genauso wie Ein-Eltern-Familien.

Dass Alleinerziehende von der Inflation besonders hart betroffen sind, ist klar. Hatten sie vorher schon oft zu tun, den Alltag kostenmäßig zu stemmen, scheinen nun selbst normale Anschaffungen und Lebenshaltungskosten zum Luxusgut zu werden.

Die Teuerung ist für viele Alleinerziehende eine Katastrophe

Im Web geben verschiedene Alleinerziehende Einsicht in ihre aktuelle Situation. Darunter Marisa, die auf rbb24.de ihr derzeitiges Leben schildert:

„(…)1.400 Euro habe ich für mich und meinen Sohn im Monat zur Verfügung. 830 Euro davon bekomme ich vom Arbeitsamt, dazu kommen noch Kindergeld und Unterhalt. Das meiste Geld ist aber schon wieder weg, kurz nachdem es auf meinem Konto angekommen ist: 625 Euro zahle ich für die Miete, 18 Euro für Haftpflicht- und Hausratversicherungen, 13 Euro fürs Handy. Dazu kommen noch Strom- und Internetkosten, Kosten für das Kabelfernsehen und drei Euro, die ich jeden Monat an das Tierheim spende. Unterm Strich haben wir 130 Euro zur freien Verfügung – und davon müssen wir alles stemmen: Klamotten, Freizeitaktivitäten oder den neuen Schulrucksack. Gerade in den Zeiten, in denen ich die komplette Garderobe meines Sohnes aufbessern muss, weil er wieder einen Wachstumsschub hatte, sind 130 Euro sehr wenig.(…)“

Wie die Frau und ihr Sohn, die in Berlin leben, mit diesem Mini-Budget über die Runden kommen, schildert sie im Artikel ebenso:

„(…)Wir Eltern wissen mittlerweile, dass Montag der Tag ist, an dem die Arche im Wedding Lebensmittelspenden ausgibt. Wir melden uns dann bei der Leitung an und können zur Lebensmittelausgabe kommen. Meistens hat das Team für uns schon Boxen mit Lebensmitteln zusammengestellt. Wir packen die dann in unsere Tüten um und können die Lebensmittel kostenlos mit nach Hause nehmen.(…)“

So an den Rand der Existenz gebracht, werden einst profane Aktivitäten nun zum Luxus. Pizza bestellen beispielsweise. Hier gibt Marisa folgendes zu Protokoll:

„(…) Einfach mal spontan aus der Laune heraus eine Pizza bestellen – das ist purer Luxus mittlerweile und nicht oft drin.(…)“

Dass auch 2.500 Euro für eine Alleinerziehende nicht das große Geld sind, zumal mit drei Kindern, zeigt das Beispiel von Sabrina, die auf swr.de porträtiert wird.

Tagesausflüge statt Urlaub

Die aktuelle Situation der Ludwigsburgerin, die nach einer Ausbildung als Krankenpflegerin in der Gefäßchirurgie arbeitet, wird folgendermaßen beschrieben:

„(…)Ihr Verdienst in der Klinik liegt netto bei 1.700 Euro. Dazu kommt Unterhalt von ihrem geschiedenen Mann und Kindergeld. Zusammen sind das 2.500 Euro pro Monat, die Sabrina Scholz zur Verfügung stehen. Davon gehen 830 Euro Miete ab, außerdem Stromkosten und Müllgebühren. Wenn sie an die gerade explodierenden Heizkosten und den Winter denkt, wird der 38-Jährigen oft mulmig.(…)“

Auch der Urlaub ist bei der aktuellen Teuerung das Erste, was auf die „Gestrichen“-Liste kommt. Im Falle von Sabrina heißt das:

„(…)“Ich werde Tagesausflüge machen. Ich hab mir vor zwei Jahren ein Stand-Up-Paddling-Board gekauft. Damit suche ich mir immer einen Fluss oder einen See aus, pack meine Getränkekiste, mein Kind ein und dann erkunde ich mit Freundinnen Flüsse oder Seen in der Gegend.“(…)“

Eine schöne Alternative! Doch zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass auch kontinuierlich unternommene Tagesausflüge bei etlichen Alleinerziehenden längst gestrichen sind! Stichwort: Spritkosten.

Doch was tun, wenn man eher in der Lage der eingangs porträtierten Marisa ist und nicht einmal 2000 € monatlich zur Verfügung hat?

Verbände für Alleinerziehende unbedingt kontaktieren!

Neben den Sparmaßnahmen, von denen die Alleinerziehenden berichten, lohnt sich auch der Gang zu Alleinerziehenden-Verbänden, die es nahezu in jeder Region Deutschlands gibt (alternativ: Wohlfahrtsverbände, wie AWO, DRK, usw.).

So gibt es zum Beispiel für sächsische Alleinerziehende (und auch finanziell schwache Zwei-Eltern-Familien) einen Urlaubszuschuss, der beim SHIA e. V. Landesfamilienverband in Leipzig beantragt werden kann. Ob er ausgezahlt wird, hängt von bestimmten Einkommensgrenzen ab. Hier sollte man sich im Vorab beraten lassen.

Apropos Beratung: Ebenfalls in Sachsen kommt man den engen Zeiträumen vieler Alleinerziehender toll entgegen und berät alleinstehende Mütter und Väter auch abends. Sicher nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein, aber ehe die Verzweiflung und Mutlosigkeit das Ruder in diesen Tagen übernimmt, macht es Sinn, mit offiziellen Stellen zu kommunizieren, die speziell Alleinerziehende im Fokus haben.

Aus zweiter Hand kaufen & sich organisieren – das machen viele Ein-Eltern-Familien schon

Desweiteren lohnt es sich, in Sachen Kleidung, Schulbedarf und Spielzeug auf Kleinanzeigen-Portale im Netz zu schauen und organisiert zu kochen – am besten mit einem festen Speiseplan, den man nach den Angeboten von Supermärkten der Gegend ausrichten kann.

Natürlich – das sind alles gute und sinnvolle Tipps, doch ob sie auch dann noch reichen, wenn die Preise in allen Segmenten weiter steigen? Sicher nicht! Auch wenn die Regierung erste Maßnahmen schon erarbeitet hat: Selbst diese kleinen Zuschüsse werden nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, wenn sich im Alltag alles, aber auch alles, weiter verteuert.

Insofern stirbt die Hoffnung zuletzt, dass diese existenzbedrohende Abwärtsspirale wieder Maß und Mitte findet…!

Quellen: rbb24.de vom 24.07.22, swr.de vom 25.07.22

Bild (Symbolfoto): pexels.com / Karolina Grabowska

 

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