Mann im Kran

Da hat aber jemand die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Oder besser gesagt: ohne die Angebetete. Die Rede ist von einem Bauarbeiter, der in Nürnberg einen ganz besonderen Liebesbeweis starten wollte. Er hatte die Idee, seiner Herzensdame einen Blumenstrauß per Baukran zu liefern. Nur klappte das nicht ganz so, wie er sich die Sache vorgestellt hatte.

Laut einem Bericht des SPIEGEL hatte er das Gebinde an einen schwenkbaren Kran gebunden und gen Balkon der Adressatin navigiert. Statt jedoch in Rührung zu zerfließen, rief die Frau die Polizei. Einen Korb für den Mann gab es außerdem.

Für den verhinderten Romeo, der zudem angetrunken war, steht nun also ein Ordnungswidrigkeitsverfahren statt einem romantischen Dinner an…So kann`s eben auch gehen…! Gewisse Aktionen sollte man(n) sich deshalb vorher überlegen.

 

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Frau schaut aus Wohnwagen

Wut, Verzweiflung, Entsetzen und Tränen. Diese Gefühle vereinen sich zu einer fiesen Melange, wenn einen der Herzschmerz ereilt. Eine aufgeflogene Affäre, eine Trennung oder ein halbherziges „Die-Gefühle-reichen-nicht“ in einer Kennenlernphase – es gibt viele Gründe, warum Leute Liebeskummer haben. Wer ihn je hatte, wird bestätigen können, dass man in diesem Zustand eines nicht bewerkstelligen kann: die Herausforderungen, die der Berufsalltag mit sich bringt.

Wer gerade erfahren hat – womöglich noch aus zweiter Hand – dass der eigene Partner sich mit einer anderen Frau vergnügte oder sich via Singlebörse in jemanden verliebt hat, der ihn aber eiskalt abserviert, der will erstmal nur seine Ruhe. Um den Schmerz zu verarbeiten und den Liebeskummer rauszulassen. Meistens geschieht dies bei Frauen durch Dauergespräche oder – telefonate mit der besten Freundin, mit viel Schokolade und oft auch mit viel Alkohol und Nikotin.

Manche können bei Liebeskummer ihr Zuhause nicht ertragen

Hinzu kommen schlaflose Nächte. Denn die wenigsten können in so einer Situation abends ins Bett gehen und ganz normal schlafen. Meist ist das Gegenteil der Fall: Man liegt (weinend) wach oder aber verbringt die Abende und Nächte außer Haus, weil man die Leere in den vier Wänden nicht ertragen kann.

Obgleich Liebeskummer hierzulande offiziell nicht als Krankheit eingestuft ist, so gibt es doch verschiedene Möglichkeiten, sich mit den Symptomen, die Liebeskummer verursacht, an einen Arzt oder auch an einen Psychologen zu wenden. Inwieweit man dann krank geschrieben wird, entscheidet natürlich der jeweilige Experte.

Nur: wie sinnvoll ist es, sich mit tränendickem Gesicht und ohne Konzentration an seinen Arbeitsplatz zu begeben? Vor allem dann, wenn man in Berufen arbeitet, von denen auch Menschenleben abhängen können? Wo die kaufmännische Angestellte im Büro vielleicht den Tag noch irgendwie herumbringt, ohne ein Menschenleben zu schaden, dürfte es bei einem Piloten oder einer Krankenschwester, die mit spezieller Medikamenten-Vergabe zu tun hat, schon anders aussehen.

Herzschmerz verursacht in der Wirtschaft hohen Schaden

So oder so: für die jeweiligen Unternehmen verursacht Liebeskummer definitiv einen Schaden. Wie hoch, das veröffentlichte jetzt das Magazin infranken.de. Hier ist dazu folgendes zu lesen:

„(…)Damit entpuppt sich Liebeskummer als milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor: Angenommen jeder der 16 Prozent wäre nur genau einen einzigen Tag zu Hause geblieben, ergeben sich laut Studie insgesamt mindestens 6,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage. Das bedeute einen Produktionsausfall von über 774 Millionen Euro und ein Verlust an Bruttowertschöpfung von mehr als 1,4 Milliarden Euro. Die Rechnung basiert auf der Gesamtarbeitnehmerzahl von 40,61 Millionen und einem durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt von 42.984 Euro jährlich.(…)“

Da kommt schon was zusammen – und das alles nur wegen dem gehassten Herzschmerz…!

Dass dagegen aber ein Kraut gewachsen ist, dem ist bekanntlich nicht so. Denn Liebeskummer wird es geben, solange es die Liebe gibt. Trennungen, Affären, Lügen und Heimlichkeiten sind leider ein Bestandteil vieler Beziehungen in der heutigen Zeit. Von den Herzen, die in den vielen Singlebörsen gebrochen werden, ganz abgesehen. Denn auch sehr kurze Verbindungen wie Kennenlern- und Beziehungsauftaktphasen können heftiges Herzeleid verursachen, wenn die Gefühle einseitig sind.

Das Internet ist voll davon.

Viele Singlefrauen haben deshalb auch die Nase voll vom Online-Dating. Der Herzschmerz, der nicht selten auf eine Verliebtheit folgt, ist zu deprimierend. Allerdings ist das freilich kein Alleinstellungsmerkmal der Partnersuche im Internet. Auch offline wird betrogen und gelogen, was das Zeug hält. Der fiese Liebeskummer kann überall zuschlagen. Von jetzt auf gleich – was ja das Tückische an ihm ist.

In der Liebe geht´s nicht ohne Risiko…!

Ihm entrinnt nur, wer sich nicht bindet und die Partnersuche nicht angeht. Aber das ist natürlich keine Alternative, logisch! Insofern gilt: volles Risiko in der Liebe. Alles oder nichts. Oder: Wer wagt gewinnt. Und Gewinner gibt es trotz so vieler Liebeskummer-Fälle immer noch genug!

Sollte er auch Sie (irgendwann) mal wieder ereilen, dann gilt aber definitiv: Zuhause bleiben und den Herzschmerz verarbeiten, ist nicht die schlechteste Variante. Die Wirtschaft wird es verkraften können.

Wer aktuell im Liebeskummer-Dilemma steckt, dem sei unsere große Liebeskummer-Serie empfohlen!

Recherchenachweis: infranken.de

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Paar am Meer

„Deutsche Sprache, schwere Sprache“ – wer hat diesen Ausspruch noch nicht benutzt?! Meist seufzt man ihn dahin, wenn man über eine bestimmte Kommasetzung grübelt. Oder ein anderes Problem mit der manchmal tückischen deutschen Rechtschreibung hat. Diese schöne Sprache löst aber auch noch andere Reaktionen aus. Und zwar lustige! Ich stellte das immer wieder in der Kommunikation mit Leuten aus dem ehemaligen Westen fest. Und zwar stets im Zusammenhang mit einer Ost/West-Liebe.

Denn es gibt eine Menge Begriffe aus DDR-Tagen, die – abseits von Dialekten, was noch mal was anderes ist – Menschen aus Westdeutschland nicht kennen. Und deshalb auch nicht verstehen.

„Heftzunge“ regte in Ost/West-Liebe zum Schmunzeln an

Das erste Mal bemerkte ich das, als ich vor langen Jahren mit einem Partner aus Baden-Württemberg zusammenlebte und er das Wort „Aktendully“ nicht kannte. Er meinte, das hieße „Heftzunge“. Ich hatte diesen sperrigen Namen noch nie gehört und benutze bis heute den Begriff „Aktendully“ für eine gelochte Plastikklammer, die man für das Einheften in Ordner verwendet.

Dass diese Irritationen in Sachen Sprache und Ausdruck anhalten sollten, erfuhr ich in der darauffolgenden Zeit, in der ich wiederum mit einem Partner aus Westdeutschland liiert war. Die Worte „Kaufhalle“ (für Supermarkt) oder „Zellstofftaschentuch“ (für ein Tempotaschentuch) waren ihm völlig fremd. Ich dagegen kannte – zum Beispiel – den Begriff „Trinkhalle“ nicht. Er steht vor allem im Ruhrgebiet für eine Art Imbiss.

Mittlerweile habe ich eine Familie und mein jetziger Partner stammt – wieder aus Westdeutschland. Obwohl die Thematik der verschiedenen Begriffe, bei denen einer nur Bahnhof versteht lange Zeit vom Tisch war, flammte sie kürzlich wieder auf. Wir renovierten und wollten in einem Raum Teppichboden verlegen. Obwohl mir das Wort „Teppichboden“ lange schon in Fleisch und Blut übergegangen ist, verwandte ich den Begriff „Auslegware“. Den aber kannte mein Partner gar nicht und fragte, was ich wohl meine? Ich erklärte es ihm, er schüttelte schmunzelnd den Kopf.

Auch andere Ost/West-Paare kennen das

Nur kurze Zeit später waren wir erneut bei einem speziellen DDR-Begriff, diesmal ging es um die „LPG“. Wir wohnen ländlich und fuhren kürzlich an bäuerlichen Stallungen vorbei. „War wahrscheinlich früher mal LPG“ antwortete ich, als mein Kind mich etwas im Zusammenhang des ländlichen Gewerbe-Anwesens fragte. Natürlich verstand der Nachwuchs ebenso wie mein Partner nur Bahnhof und ich erklärte, dass „LPG“ in der DDR für „Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft“ stand.

Offenbar ist die Bezeichnung für Leute, die nicht mit dem Begriff aufgewachsen sind, sehr sperrig und schwer zu merken, denn als wir auf der Rückfahrt wieder an dem Gelände vorbeifuhren, fragte mein Partner: „Wie nannte man das damals nochmal?“. Er fragt das bis heute, wenn wir dort lang kommen…!

Dass es auch anderen Paaren, die in einer Ost/West-Liebe verbunden sind, so geht, las ich vor kurzem in der Zeitung. Da wurde eine Frau porträtiert, die der Liebe wegen aus dem Rheinland nach Thüringen gezogen ist.

Ihr Mann trug ihr eines Tages – in Abwesenheit, er war auf Dienstreise – auf, dass sie eine „Eidechse“ voller Sand bestellen solle. Die Frau wusste mit dem Begriff „Eidechse“ im Zusammenhang mit Sand überhaupt nichts anzufangen. Dabei handelt es sich hier um einen kleinen LKW, einen Multicar. Er kam in der DDR ständig zum Einsatz und wurde „Eidechse“ oder auch „Echse“ genannt.

Von „Polylux“ bis „Dederon“

Erst, als sie über den Begriff aufgeklärt wurde, konnte die besagte Frau dann agieren. Was ja auch logisch ist! Ähnlich nur Bahnhof verstanden hat auch ein Kollege von mir, mit dem ich mich irgendwann mal über die DDR-Schulzeit unterhielt und das Wort „Polylux“ einband. Er fragte, was ich meine, denn er hatte diesen Begriff nie zuvor gehört. Ich klärte ihn auf, dass der „Polylux“ im Unterricht als Overheadprojekter zum Einsatz kam. Einen solchen kannte er natürlich.

Ich bin mir sicher, dass es anderen Paaren, die ebenso eine Ost/West-Liebe leben, ähnlich geht und unterschiedliche Wortschöpfungen, die aus der langen deutschen Teilung resultieren und die im Alltag noch immer rege genutzt werden, für so manches Schmunzeln im Alltag sorgen.

Kein Wunder – manche Begriffe muten tatsächlich putzig an. „Dedoron“ zum Beispiel oder das hart ausgesprochene „Plaste“. Auch alles spezielle DDR-Begriffe, die beim in Westdeutschland oder West-Berlin aufgewachsenen Gegenüber auch heute noch für fragende Blicken sorgen (könnten).

Mal schauen, wie lange sie sich noch halten. Über die nächste Generation hinaus bestimmt nicht!

Wer sich schlau machen mag, über Dederon, Plaste & Co. kann hier klicken und in einer Liste weiterer skurriler Ossi-Begriffe schmökern! Schmunzeln garantiert…

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Frau sitzt und schreibt

30 Jahre ist kein Alter. Sollte man meinen. Und doch scheint diese 30 für eine Singlefrau, die von ihrem Freund verlassen wurde, ein Fluch zu sein. Denn sie wähnt sich nun auf der Resterampe. Aber von vorn. Die Frau um die es geht, hat auf dem Portal beziehungsweise-magazin.de einen Beitrag verfasst. Anonym. So jedenfalls lautet die Angabe des besagten Portals. Das ist ein wenig schade, denn so hätte man einmal zu der Frau Kontakt aufnehmen und ihre Sichtweise nochmal hinterfragen können.

Singlefrau sieht sich auf Resterampe

Denn ihr Beitrag klingt ziemlich verbittert. Sie schreibt darin, dass sie gebundenen Freundinnen nichts gönnt – nicht die Schwangerschaftsbäuche, nicht das Haus, nicht die Verlobung und schon gar nicht das Liebesglück. Sie selbst wurde von ihrem Freund verlassen, kurz vor dem 30. Geburtstag. Und wähnt sich nun selbst auf der Resterampe.

Nun – dazu muss man sagen, dass das alles eine Einstellungssache ist. Die Gefühle der Frau sind wahrscheinlich die eines schlimmen Liebeskummers. Eigentlich sollte man in so einer Akutphase am besten gar nichts für die Nachwelt veröffentlichen, da die Welt meist in einigen Monaten wieder ganz anderes aussieht. Auch und gerade mit 30!

Man könnte auch auch eine Vier vor die Null setzen, es würde sich trotzdem nichts ändern. Weil auch Frauen mit (Mitte) 40 noch alle Chancen haben, einen Partner zu finden. Insofern wirkt der Vergleich mit einer Resterampe aus dem Mund einer gerade mal 30jährigen Singlefrau grotesk.

Irritierend auch, dass Sie schreibt, dass man in diesem Alter nicht mehr in Clubs geht. Klar, dort lernt man selten den Mann für`s Leben kennen, aber das ist völlig unabhängig vom Alter.

Was aber spricht faktisch dagegen, dass man als Singlefrau in den 30igern auf dem Abstellgleis landet?

Mit 30 noch lange nicht auf dem Abstellgleis!

Vieles!

Fangen wir an:

  • das Alter – 30 ist nichts, gar nichts!
  • die Lebenssituation in diesen Jahren bietet viele Möglichkeiten, einen Mann kennenzulernen (Job, Freizeit, Social-Media),
  • Singlebörsen im Internet werden von Frauen in den Dreißigern gern und rege genutzt – warum sollte da nicht auch Mr. Right warten?
  • Reisen – mit 30 und darüber hinaus entdecken viele Menschen die Welt, sind unterwegs. Ideale Aktivitäten, um (zufällig) jemanden kennenzulernen!
  • In Sachen Hobby testen viele, die 30 Jahre jung und aufwärts sind, diverse Freizeitmöglichkeiten aus. Auch hier gibt es gleichgesinnte Singles!

Den Kopf in den Sand zu stecken, gilt also nicht. Und schon gar nicht in diesem Alter!

Man wünscht der Frau, die so verbittert und sogar mit ein klein wenig Hass rüberkommt, dass sie ihre gekränkte Phase so schnell wie möglich überwindet und den Alltag normal stemmen kann. Alles relativiert sich mit der Zeit und die meisten Liebeskummer-Wunden verheilen.

Zumal mit Druck `eh nichts zu machen ist, das weiß jeder, der je einmal eine Singlefrau war. Oder noch ist. Krampfhaft suchen und Aktivitäten nach „Mr.Right“-tauglichen Freizeitgestaltungen abzuklopfen hat bislang noch immer zu Frust geführt.

Lieber dem Zufall eine Chance geben!

Und wenn man sich umhört, bei welchen Gelegenheiten Singlefrauen ihre jetzigen Männer kennengelernt haben, stellt sich oft heraus, dass Gevatter Zufall eine ziemlich große Geige spielte! Warum also nicht erst einmal auf ihn warten, bevor man als Singlefrau zu Torschlußpanik neigt? Auf den Zufall?

Einen Versuch ist es definitiv wert! Probieren Sie es mal aus, ganz gleich, ob Sie die „Resterampe“-Meinung teilen oder ganz lässig auf Partnersuche sind.

Den Originalartikel finden Sie hier.

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Valentinstag – alljährlich der Tag der Verliebten. Wer ihn begeht, wird meistens auch für die Partnerin oder den Partner eine kleine Überraschung parat haben. Blumen sind hier natürlich der Dauerbrenner, gefolgt von Pralinen und Gutscheinen. Letztere werden oft für einen Wochenend-Trip oder ein besonderes Eventhighlight am Valentinstag verschenkt.

So weit – so normal. In unseren Breitengraden.

In Japan sieht Tradition am Valentinstag anders aus

Denn ganz anders wird der 14. Februar in Japan begangen. Dort sind es am Valentinstag ausschließlich Frauen, die Männern etwas schenken. Allerdings nicht nur den eigenen, sondern beispielsweise auch Kollegen.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt dazu in ihrer Online-Ausgabe am 13. Februar 2019 folgendes:

„In Japan machen am Valentinstag nur die Frauen Geschenke, sie verschenken dabei fast ausschließlich Schokolade. Angaben des Branchenverbands „Chocolate & Cocoa-Association of Japan“ zufolge generieren Nippons Chocolatiers die Hälfte ihres Jahresumsatzes in den letzten zwei Januar- und ersten beiden Februarwochen. Die Japanerinnen beschenken nicht nur ihre Ehemänner, Freunde und Freundinnen, sondern auch Kollegen, Mitschüler und Lehrer. Sie unterscheiden dabei zwischen „Honmei“-Schoko und „Giri“-Schoko. „Honmei“ steht für „wahre Gefühle“, „giri“ für Verpflichtung.“

Valentins-Präsent in Fernost eher eine Verpflichtung

„Verpflichtung“ hört sich relativ streng an und so scheint das in Fernost auch gesehen zu werden. Auf der Plattform heißt es nämlich weiter:

„Wenn eine Mitarbeiterin oder eine Untergebene – in Japan sind die Frauen im Berufsleben fast immer Untergebene und werden oft auch dann so behandelt, wenn sie es eigentlich nicht sind – ihren Kollegen und Chefs am 14. Februar „Giri-Schoko“ zusteckt, dann gilt das als kleiner Dank für eine gute Zusammenarbeit. Ein Dank, den zu unterlassen allerdings ein Affront wäre.“

Tja, andere Länder, andere Sitten – man kennt das.

Dennoch dürfte die private Variante, so wie wir sie hier begehen, die romantischere sein. Denn zum Schenken verpflichtet wird bekanntlich niemand und nicht wenige Menschen sehen den Valentinstag sowieso nur als einen Tag voller Kommerz, der die Kasse bei Blumenhändlern klingeln lässt.

Sich einfach an Präsent oder gemeinsamer Zeit erfreuen!

Wer ihn aber begeht, der tut das meist mit voller Hingabe und Freude am Schenken (und Empfangen). Insofern: wer nun nicht ganz und gar zu den Valentinsmuffeln gehört, der sollte sich über das Präsent des Partners – oder die gemeinsame Zeit, die er oder sie mit der oder dem Liebsten auf besondere Art verbringen mag – freuen!

In diesem Sinne also: Happy Valentine!

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„Zu viel Auswahl“, „Zu hohe Ansprüche“, „Kein Aufeinander zugehen mehr“, „Zu oberflächlich“. Das hört man immer wieder im Zusammenhang mit Dating und Kennenlernen. Meist werden auch dem Online-Dating diese Attribute zugeschrieben. Aber ganz gleich, ob eine Singlefrau online oder offline datet: dass es heutzutage ab circa 30plus nicht wirklich einfach ist, einen Mann kennenzulernen, ist fakt.

Der Beweis fand sich dieser Tage im Zusammenhang mit einem Posting, das vom Blogmagazin „Single in der Großstadt“ auf Facebook erstellt wurde.

Darin heißt es unter anderem:

“(…)Paris ist die Stadt der Liebe, Hamburg die Stadt der Singles!” Single in Hamburg, da denkt manch einer, es kann ja nicht so schwer sein! Denkste, denn dort ist es besonders schwierig. Angebot und Nachfrage fallen extrem hoch aus.(…)WAS DENKT IHR? UND WARUM IST DAS SO? IN WELCHER STADT LEBT IHR?(…)“

Posting traf einen Nerv bei Singlefrauen

Die Zeilen müssen einen Nerv getroffen haben, denn die Kommentare dazu werfen ein grelles Schlaglicht auf das daten und kennenlernen in den Metropolen dieses Landes. Viele der weiblichen Kommentatoren meldeten sich unter dem Post und berichteten von ihren Erfahrungen. Auffällig auch: viele Kommentare decken sich inhaltlich und bestätigen, dass es auf den großstädtischen Singlemärkten tatsächlich recht turbulent zugeht. Im Negativen gemeint.

Denn: trotz vieler Menschen in großen Städten und den parallel verfügbaren, unzähligen Singlebörsen und Kontakte-Portalen scheinen sich unendlich viele Singles eben gerade nicht zu finden.

So schreibt eine Sandra aus Düsseldorf:

Düsseldorf (…)Ich hab auch das Gefühl das es viel zu schnelllebig ist .Man bekommt überhaupt kaum noch die Chance jemanden richtig kennenzulernen .Entweder sie sollen keine Beziehung , sind völlig überfordert mit einer selbstbewussten Frau oder meinen Sie hätten noch 20. Frauen zur Auswahl.
Ich bin mittlerweile glücklicher Single(…)“

Ellen aus Frankfurt schreibt:

Komme aus Frankfurt, hier dasselbe in grün. Man denkt man lebt in einem Ballungsgebiet, aber ist genau so schwer jemanden zu finden wie anderswo(…)deshalb nutze ich das Netz zur Unterstützung, allerdings…naja, was sich hier mitunter tummelt…aber ich gebe nicht auf!“

Conny aus Magdeburg konstatiert:

Durch die Dating Apps ist es schwieriger geworden, weil keiner sich mehr traut den Anderen anzusprechen.(…)“

Partnersuche auch in kleineren Städten nicht ohne

Auch in Städten, die nun nicht gerade zu den Metropolen zählen, scheint sich die Partnersuche für Singlefrauen schwer zu gestalten. So schreibt Ramona aus Reutlingen:

(…)Hier ist es dasselbe, aber man macht das beste daraus
Hier aus Magdeburg“

Und was ist mit Berlin? Dem Hotspot, in den es doch so viele Menschen alljährlich zieht? Gehen auch hier die Singlefrauen oft leer aus?

Dazu schreibt unter dem Posting Christiane:

„Berlin. Singlehauptstadt. Ich habe Männer getroffen, die angeblich eine Beziehung wollten. Und dann von heute auf morgen blockiert. Ohne ein Wort, ohne Erklärung. Ich gebe dem nächsten unvoreingenommen eine Chance, um auf der Nase zu landen.“

Tja, es scheint also bei weitem kein Klischee, sondern eine Tatsache zu sein, dass Singles – insbesondere aber wohl die Singlefrauen – heutzutage große Probleme haben, den richtigen Partner zu finden.

Und das, obwohl die Möglichkeiten jemanden kennenzulernen, in den letzten Jahrzehnten ja eher gestiegen sind. Singlebörsen eröffnen gefühlt täglich im Netz  (und das für jedwede Zielgruppe) und außerdem gibt es mittlerweile alle möglichen Club- und Freizeit-Konzepte, die sich ebenso an Singles richten.

Wo viel Angebot, da viel Ernüchterung

Aber der Eindruck täuscht nicht: wo viel Angebot, da viel Ernüchterung. Ganz klar.

Insofern kann das Motto nur lauten: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“! Oder altmodischer gesagt: „Jeder Topf findet seinen Deckel“. Wenn auch nicht gleich, dann aber vielleicht doch irgendwann!

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Langsam geht es Richtung Februar und der triste Januar ist schon mal bald geschafft! Wie jedes Jahr ist der 14. Februar ein viel beachtetes Datum. Kritiker wie Liebhaber thematisieren ihn, denn er steht für den Valentinstag. Von dem böse Zungen behaupten, dass er eine Erfindung der Blumenhändler ist. Aber wer weiß das schon. Fakt ist, dass dieser Tag auch die Gelegenheit bietet, den Mann an der Seite zu überraschen. So viele Möglichkeiten – außer Weihnachten und Geburtstag – bieten sich ja nun nicht. Doch statt, wie bei Weihnachtsgeschenken, auf schnöden Konsum zu setzen, darfs für den Partner zum Valentinstag schon mal eine ganz besondere Überraschung sein.

Das muss weder was mit viel Geld noch mit einem Riesen-Aufwand zu tun haben, denn ich rede von gemeinsamer Zeit.

Es geht wohl den meisten Paaren so, dass der Alltag früher oder später die Regie im Beziehungsleben übernimmt, vor allem, wenn Kinder das Paarglück komplettieren. Romantik, wie zu HOCHzeiten der Verliebtheit ist aus vielen bekannten Gründen dann nur noch selten zu verspüren. Was freilich der Liebe keinen Abbruch tun muss, auch das gemeinsame Stemmen des Alltags ist ja Liebe. Nur auf einer anderen Ebene.

Valentinstag schöner Anlaß für Überraschungen, jenseits von gekauften Produkten

Deshalb darf und sollte der Valentinstag ruhig zum Anlass genommen werden, ihm eine kleine Überraschung zu bereiten. Freilich ein, von der SIE auch was hat. Klar!

Und was böte sich da besser an, als gemeinsame Zeit zu verschenken? In unserer hektischen Welt kommen solche Überraschungen mittlerweile wohl besser an, als zum -zigsten Mal ein Eau de Cologne…! Tja, aber was könnte SIE nun konkret aussuchen, um ihn am Valentinstag zu überraschen?

Nun, in Zeiten von booking.com & Co. ist es keine Kunst mehr, in einem schönen Hotel zum vertretbaren Preis (nicht selten gar zum Schnäppchen-Hammer!) abzusteigen. Warum also nicht mal stöbern, was für Unterkünfte und Hotels im Ort Ihrer Wahl so zur Verfügung stehen? Mittlerweile haben viele Hotels auch Zimmer, die ganz auf eine Pärchen-Auszeit zugeschnitten sind – Whirlpool und Saune inklusive! Auch hier lohnt sich eine Internetrecherche auf jeden Fall.

Das passende Arrangement für ein romantisches Wochenende auswählen

Tipp: checken Sie, welche Zeiträume im Laufe der nächsten Monate für eine kleine Wochenendauszeitfür Sie beide in Frage kommen und buchen Sie ein passendes Arrangement als Überraschung zum Valentinstag! Wer Kinder hat, klärt freilich noch die Betreuungsfrage, die in vielen Fällen durch liebe Omas, Opas oder andere Verwandte klappen sollte.

Danach nichts wie ab zum Schreibwarenhändler und eine stilvolle Gutschein-Karte kaufen. Dort hinein wird die Überraschung geschrieben und einem tollen Valentinstag steht nichts mehr im Wege!

Charmant ist es aber auch, den Partner mit einer Reservierung in ein Restaurant zu überraschen, in das beide schon sooo lange mal gehen wollten. Wann, wenn nicht am Valentinstag sollte ein solches Vorhaben in den Vordergrund rücken? Auch hier kann man (FRAU) mit einem Gutschein verfahren und diesen am 14. Februar entsprechend in Szene setzen. Übrigens: wenn hier von Gutschein die Rede ist: es geht nicht darum, dass ein solches Geschenk voraussetzt, dass die Partnerin dann auch den Romantik-Trip oder Kulinaria-Abend finanziell übernimmt!

Zum Valentinstag Gelegenheiten schaffen, die sonst zu kurz kommen

Nein: es geht schlichtweg darum, Gelegenheiten zu schaffen, die sonst einfach zu kurz kommen.

Wird die Fahrt über`s Wochenende dann angetreten, ist es schon keine große Sache, wenn beide den Trip begleichen. Übernimmt der Mann solche Dinge seit jeher, dann kann er dies natürlich auch bei so einer Gelegenheit tun. Das Gleiche gilt für den angepeilten Restaurantbesuch.

Denn die Finanzen sollen hier eher eine untergeordnete Rolle spielen, es geht schlichtweg um das Thema Zeit. Und zwar: gemeinsame Zeit!! Wie oft denkt man im Alltag, wenn einem ein schönes Hotel oder Restaurant unterkommt: „Mensch, das wäre was für….und mich“.

Und wie oft klickt oder schlägt man dann solche Angebote oder Berichte wieder zu, ohne etwas unternommen zu haben? Eben!

Gemeinsame Zeit als Geschenk ist unschlagbar!

Deshalb gilt zum Valentinstag: Ein Produkt zu schenken, ist silber – Zeit zu verschenken ist Gold!

Viel Spaß mit diesen Anregungen und angenehmes Recherchieren nach vielen weiteren Ideen und Überraschungen für Ihren Liebsten! Die Auswahl in Sachen „gemeinsame Zeit schenken“ ist nahezu unendlich.

Packen Sie`s an und entfliehen Sie mit Ihrem Partner einfach mal dem stressigen Alltag. Es lohnt sich wirklich.

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Singles wird es spätestens am letzten Silvesterabend wieder bewusst geworden sein: das Solo-Dasein.

Zwar hadert nicht jeder Single mit seinem Status, aber die meisten Solisten möchten schon wieder irgendwann jemanden kennenlernen.

So auch Singlefrauen ab 30plus. Die Frage ist nur: wo die Partnersuche starten? Denn obwohl einem an gefühlt jeder Straßenecke attraktive Personen von Werbeplakaten anlächeln, die angeblich im Web ihre große Liebe gefunden haben, wird es für viele Frauen ab Anfang/Mitte 30 offenbar schwerer, einen Partner zu finden. Das hört man nicht nur immer wieder in Medien, Studien & Co., nein: das zeigt oft auch die Erfahrung im eigenen Freundeskreis.

Partnersuche? Man lernt keinen mehr kennen!

„Man lernt keinen mehr kennen“ – das ist ein geflügelter Satz, den man heutzutage vor allem von Frauen hört, die im Leben stehen. Die einen attraktiven Beruf haben, auf eigenen Beinen stehen und mit schöner Wohnung und einem herzlichen Freundeskreis eigentlich rundum zufrieden sein könnten. Bis auf das eine Detail, die Partnerschaft.

Sie wird vor allem dann ersehnt, wenn die ersten Freunde Familie gründen – mit Hochzeit, Kindern und allem drum und dran. Klar, es mag Ausnahmen in Form überzeugter Singles geben, aber das dürfte noch immer eine Minderheit sein.

Irgendwann steht wohl für die meisten Singles die Frage im Raum: „Wo einen neuen Partner finden?“.

Dass man dieses Gefühl oftmals am Ende bzw. am Anfang eines Jahres hat, verwundert nicht. Gerade in der (Vor)Weihnachtszeit sind Singles mit ihrem Solo-Status nicht selten unzufrieden und viele Menschen, die bereit sind für eine neue Partnerschaft, sagen sich am Anfang eines neuen Jahres: „Also in diesem Jahr gehe ich es mal wieder an, mit der Partnersuche!“

Wo nur jemanden kennenlernen?

Ist diese Entscheidung getroffen, steht die Frage im Raum, wo man eigentlich jemanden kennenlernen könnte? Denn wie eingangs schon erwähnt, ist es für Frauen, die der Disko-Generation entwachsen sind und die im Freundes- oder Kollegenkreis eher wenige Singles um sich haben, nicht wirklich immer leicht,  jemanden kennenzulernen.

Scheidet das Arbeitsumfeld aus (zum Beispiel in einem Berufsumfeld mit vielen weiblichen Kollegen), können auch die gebundenen Freunde nicht mit lässigen Singlefreunden zum Verkuppeln aufwarten und bietet auch der Sport- oder Freizeitverein nicht wirklich männliche Singles, sollte FRAU kreativ werden. Was die Suche nach einem neuen Mann anbetrifft.

Partnersuche kreativ – jenseits von Singlebörse & Co.

Da Online-Dating mittlerweile ein alter Hut ist, lassen wir diese Möglichkeit einmal außen vor, denn viele Singlefrauen bedienen sich sowieso der Partnersuche im Internet. Obwohl es auch nicht wenige gibt, die sagen: „Online-Dating – nie wieder!“.

Sei`s drum! Wir möchten Ihnen zwei andere Möglichkeiten der Partnersuche aufzeigen. Möglichkeiten, die Sie bislang vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen haben.

Also – los geht`s:

Kontaktanzeige – Partnersuche mit Stil

Kontaktanzeigen sind was aus dem vorigen Jahrhundert? Denken Sie? Nein, mitnichten! Mag diese Form der Partnersuche auch etwas verstaubt daherkommen – es ist nicht an dem.

Wenn Sie auf der Suche nach einem intelligenten Partner mit Niveau sind, ist die Kontaktanzeige wahrlich nicht das Schlechteste! Vorteil: mit einem Partnerschafts-Inserat, das persönlich und mit einem gewissen Pfiff geschrieben ist, kann es gelingen, die Aufmerksamkeit von Interessenten zu fesseln. Und zwar von solchen, die es auch in den heutigen Zeiten vorziehen, mal noch eine Zeitung in die Hand zu nehmen, statt nur hastig im Web unterwegs zu sein.

Wer hier Ihre Zeilen liest, ist mit Sicherheit vielseitig interessiert, gebildet und mit Umgangsformen und Niveau ausgestattet. Ein Versuch lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Zumal auch die Kontaktanzeige heutzutage schon im digitalen Kosmos angekommen ist und man(n) auf solche Inserate per E-Mail antwortet. Obwohl: mit klopfendem Herzen die eingegangenen Chiffe-Briefe abzuholen und daheim zu öffnen, das hat was.

Wer diese Form der Kommunikation bevorzugt, sollte bei dem jeweiligen Medium anfragen, ob die Chiffre-Möglichkeit (noch) besteht. Mehr zum Thema Partnersuche via Kontaktanzeige hier.

Diskussionsbeiträge bei Facebook & Co.

Wissen Sie, wie ich meinen Partner kennengelernt habe? Dadurch, dass er auf einen Kommentar, den ich bei Facebook, bei einem Nachrichtensender, der dort eine Fan-Seite hat, abgegeben habe, geantwortet hat.

Und ich kenne eine Kollegin, die ebenfalls auf diese Art ihren jetzigen Ehemann kennengelernt hat. Bei ihr war es so, dass Sie ihren heutigen Partner in einer Gruppe zu einem speziellen Gesundheitsthema kennenlernte.

Beide – sie als auch ich – waren zu den jeweiligen Zeitpunkten des Kennenlernens nicht auf Partnersuche.

Man kann aber diese Möglichkeit durchaus in Betracht ziehen, wenn es darum geht, jemanden kennenzulernen. Treten Sie – zum Beispiel auf Facebook – ruhig Gruppen bei, die sich mit Themen befassen, für die Sie sich interessieren oder von denen Sie betroffen sind (Gesundheit, das eigene Umfeld, usw.). Auch Facebook-Seiten der eigenen Heimatstadt oder der Heimatregion eignen sich, um dort auf Gleichgesinnte zu stoßen. Natürlich sollte man sich dort nicht vordergründig mit dem Gedanken der Partnersuche einbringen, aber die Wahrscheinlichkeit, hier mit Leuten, die so ticken wie Sie, in Kontakt zu kommen, die ist schon ziemlich hoch!

Und: warum nicht im Rahmen einer Diskussion auch mal auf den Kommentar eines für Sie interessanten Mannes antworten, so dass er vielleicht auf Sie aufmerksam wird? Alles ist möglich, erwartet werden sollte nichts.

Locker an die Sache rangehen!

Wer so an die Sache und damit an das Thema Partnersuche heran geht, kann eigentlich nur gewinnen. Und wenn vielleicht doch nicht die Liebe des Lebens, dann eventuell ja den Kontakt zu dem einen oder anderen interessanten Zeitgenossen. Durch die sozialen Netzwerke haben schon viele Leute Freundschaft miteinander geschlossen, die sich im realen Leben wohl niemals begegnet wären!

So oder so: solche Tools auch zu nutzen, wenn man (FRAU) auf Partnersuche ist, macht definitiv Sinn!

Probieren Sie`s ruhig mal aus! Zu verlieren haben Sie nichts.

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Teil 3 – Nachdem wir in unserem großen Liebeskummer-Special ausgiebig – mit Teil 1 und Teil 2 – die ersten beiden Phasen dieses verhassten Herzschmerzes beleuchtet und dazu Ratschläge gegeben haben, widmen wir uns mit dem dritten und letzten Teil erneut diesem schmerzlichen Gefühl.

Nachdem es im ersten Teil um die Phase des Schocks nach der Trennung ging, dem Liebeskummer kurz nach dem Verlassenwerden, und wir uns im zweiten Teil auf die Phase der Realisierung konzentriert haben, soll es nun um die letzte Phase gehen – den Neustart ins Leben nach dem fiesen Liebeskummer.

Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass es bis zu sechs Phasen sind, die in Sachen Herzschmerz und der Bewältigung desselben, im Umlauf sind.

Wir konzentrieren uns auf die drei beschriebenen Phasen, weil es – streng genommen – auch wirklich nur darum geht beziehungsweise es so abläuft. Schock, Realisierung und sich dann wieder zurück ins Leben boxen.

Liebeskummer: man kann von drei Phasen sprechen, die sich lange hinziehen können

Dieser gesamte Prozess kann sich gut und gerne über Monate oder gar Jahre hinziehen. Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Menschen, die haben den Schmerz schon nach einem dreiviertel Jahr verarbeitet, während andere Liebeskummer-Geplagte auch noch 1 ½ Jahre nach der Trennung einen fiesen Schmerz in sich spüren, wenn sie an die verflossene Person denken.

Nun aber konkret zur dritten Phase.

Nachdem man vor Verzweiflung und Wut kurz nach der Trennung / dem Verlassenwerden meinte, den Verstand vor lauter Kummer zu verlieren und dann in Phase zwei schmerzlich realisieren musste, dass das aktuelle Single-Dasein nun real ist, ist die Phase drei eigentlich die Phase der Hoffnung, des Aufbruchs.

Freilich realisiert der oder die unter Liebeskummer Leidende das noch nicht wirklich, aber da die Erkenntnis da ist, dass der Ex-Partner nicht wiederkommt, nistet sich so ein kleines Aufbruchsgefühl zumindest im Unterbewusstsein schon mal ein.

Vielen gelingt es in dieser Zeit sogar schon, mal einige Minuten nicht an den Ex zu denken – ein Wahnsinns-Fortschritt!

Um Liebeskummer hinter sich zu lassen, gilt: Neues angehen!

Ganz viele Leute, denen der Liebeskummer übel mitspielt(e), gehen in dieser Zeit neue Dinge an.

Sei es, dass sie eine bestimmte Sportart ausprobieren oder sich im Fitness-Studio anmelden, eine ehrenamtliche Tätigkeit wahrnehmen oder sich einem kreativen Hobby widmen. Viele Singles nehmen in Phase drei auch wieder Einladungen im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Leben wahr, besuchen hier eine Vernissage und dort einen lifestyligen Event.

Alles Aktivitäten, die noch Wochen zuvor, als das Herz zu brechen drohte, undenkbar waren! Natürlich kreist auch bei diesen Unternehmungen bei fast allen Liebeskummergeplagten der Ex noch im Kopf herum, schließlich ist der Liebeskummer immer noch präsent.

In dieser Zeit genügt denn auch manchmal schon ein bestimmtes Erlebnis, um gefühlstechnisch wieder in Phase eins – die Schockstarre – zu verfallen. In kleineren Städten oder Ortschaften kann beispielsweise das unvorhergesehene Zusammentreffen mit dem Ex erneuten Herzschmerz auslösen. Brutal wird es meist, wenn der Ex mit seiner Neuen ins Blickfeld gerät. Freilich: Liebeskummer-Geplagte werden auch in Phase drei um jeden Preis ein Zusammentreffen mit dem Verflossenen und damit Orte, wo auch ER aufkreuzen könnte, meiden – das ist klar.

Doch – wie das so ist – kann der einstige Partner unverhofft auch dann auf der Bildfläche erscheinen, wenn man gar nicht mit ihm rechnet. Wie erwähnt, lauert dieses Risiko mehr in kleineren Ortschaften.

Aber: es muss nicht mal der Expartner höchstselbst sein, der unverhofft das Parkett betritt und den einstigen Partner in ein tiefes Gefühlschaos stürzt. Schon die Bemerkung eines Freundes oder Bekannten, den einstigen Beziehungspartner mit einer Neuen gesehen zu haben, kann Leute mit Liebeskummer, die gerade dabei sind, wieder normal am Leben teilzunehmen, in tiefste Phase-1-Welten zurück katapultieren.

Das zeigt: die dritte Phase ist zwar mit einem – im übertragenen Sinne – gewissen Aufbruch verbunden, doch binnen Sekunden kann die Pein des Liebeskummers wieder zuschlagen. Und das unverhofft und tückisch!

In manchen Situationen kommt Melancholie durch und der Herzschmerz zurück

Manchmal aber ist auch Melancholie im Spiel, die den Liebeskummer-Schmerz wieder zurückbringt.

Ein schöner – zusammen mit der besten Freundin verbrachter – Abend bei Freunden oder unter Leuten kann deshalb schnell zum persönlichen Desaster werden, wenn man am Ende wieder allein in seiner Wohnung sitzt und in weinseliger Stimmung vergangenen Tagen nachtrauert.

Derselbe Effekt stellt sich auch schnell ein, wenn man zwar unter Leuten war, aber diese fast nur aus Paaren bestanden. In solchen Momenten denkt man freilich, dass man für immer alleine bleibt und es so eine Liebe, wie die verflossene, nie,  nie, nie, nie wieder geben wird.

Solche Momente – und da muss man ehrlich sein – wird es bei Liebeskummer immer wieder geben, egal, in welcher Phase. Aber: sie werden in der dritten Phase dann irgendwann weniger. Denn das Leben geht weiter – Liebeskummer hin oder her. Und selbst wenn dieser Spruch abgelutscht erscheinen mag: es ist so. Das Leben geht weiter, die Tage gehen ins Land, die Monate auch.

Und irgendwann gibt es ihn – den Moment, an dem Sie eines Sonntagmorgens aufwachen und Ihr erster Gedanke nicht IHM gilt, sondern anderen Dingen. Das kann das schöne Wetter sein, das draußen vor den Scheiben lockt, ein interessanter Artikel in der Tageszeitung oder auch nur die Vorfreude auf eine Unternehmung. Denn langsam – gaaaaaanz laaaangsam – wechseln Sie nun aus dem Liebeskummer- in den Alltagsrhythmus.

Klar, immer noch mit Herzschmerz, keine Frage! Aber weil eben die Zeit dahingeht und jeder neue Tag mehr Abstand zwischen die Trennung und dem JETZT bringt, wird er weniger – der Schmerz, das ist einfach so.

Manchmal hilft übrigens auch ein Tapetenwechsel in Phase drei. Wenn man nun durch die Hölle des anfänglichen Schocks gegangen und bei der Phase des neuen Aufbruchs angelangt ist, bietet es sich total an, irgendetwas in seinem Leben zu verändern.

Veränderungen und die verrinnende Zeit lassen Liebeskummer zurück

Oft ist das ein Wohnungswechsel, den aber – zugegeben – eher nur Singles spielend bewältigen. Mit Kind und Kegel ist das oft schwierig und sollte nicht übers Knie gebrochen werden. Dann eher neuer Schwung in Sachen Innenraum. Tapezieren Sie neu oder/und stellen Sie die Couch anders hin (oder kaufen gleich eine Neue), gönnen Sie sich die schnuckelige Kommode von ebay.de oder werden Sie anderweitig in Ihren vier Räumen aktiv.

Ist solch` ein Tapetenwechsel erstmal vollzogen, ist auch der „Geist“ des Verflossenen raus und eine Wohnsituation hergestellt, die mit dem Expartner nichts, aber auch gar nichts, zu tun hat.

Wenn Sie sich dann noch parallel eine neue Frisur zulegen und bald schon in einen tollen Urlaub fahren, ist der Liebeskummer in Phase drei schnell Geschichte!

Sie können alternativ freilich auch nur eines von den aufgezählten Dingen machen – auch das hilft (und ist billiger…!). Ganz gleich, ob Sie nur das Sofa verrücken oder sich nur einen Bob schneiden lassen oder nur mal eben zum Wellness in den Harz fahren – wichtig ist: tun Sie etwas, verändern Sie etwas, seien oder werden Sie aktiv!

Auch wenn`s nur kleine Dinge sind, das macht überhaupt nichts. Alles ist besser, als die Gedanken weiterdrehen und dem Liebeskummer alle Chancen zu lassen.

Auch wenn Sie vielleicht jetzt noch nicht zuversichtlich sind, dass all das hilft – es wird helfen! Ganz bestimmt.

Und auch wenn das nun ein Stück weit abgeschmackt und furchtbar kitschig nach diesem berühmten Song klingt – irgendwann werden Sie feststellen, dass das Leben wieder da und Ihre Seele frei ist und ab da werden Sie wissen: „Weiterer Liebeskummer lohnt sich nicht!“.

Viel Glück!

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Fällt Ihnen das auch manchmal auf? Im Freundes-, Bekannten-, oder Kollegenkreis lässt sich ein Paar scheiden, das gerade erst den gemeinsamen Hausbau gestemmt hat. Oder sie hören von einem Pärchen in Ihrem Umfeld, das gar nur wenige Monate, nachdem gemeinsamer Nachwuchs da ist, die Scheidung einreicht.

Bestimmt sind Ihnen solche Fälle auch schon zu Ohren gekommen und bestimmt haben Sie innerlich mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, wie das denn sein kann, dass nun ausgerechnet in der jeweiligen Situation an Scheidung gedacht wird?

Dazu ist mir jetzt ein Artikel untergekommen, der zwar schon vor einiger Zeit in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, aber nichts an Aktualität verloren hat. Vor allem, wenn ich mir so mein eigenes persönliches Umfeld anschaue, in dem sich auch viele Paare scheiden lassen.

Anwältin für Scheidung hat Überblick über Gründe der Trennung

In dem erwähnten Artikel kommt – im Rahmen eines Interviews – eine Scheidungsanwältin zu Wort, die ganz klar und ohne Umschweife, die häufigsten Gründe für eine Trennung benennt.

So sagt Helene Klar – so der Name der Anwältin – beispielsweise klipp und klar, dass nach ihren Erfahrungen her das zweite Kind ein ganz häufiger Trennungsgrund ist.

Zitat:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. Sicher, selbst Leute, die zehn Jahre verheiratet sind, kriegen das erste Kind, und schwupp, geht die Ehe den Bach runter. Aber selbst wenn man die erste Krise überstanden hat, kommt mit dem zweiten Kind die größere Krise.“

Dass der Nachwuchs relativ häufig ein Grund für die Trennung ist, ist mir – wie oben bereits geschrieben – ja auch in meinem Umfeld schon aufgefallen. Dass häufig mit dem zweiten Kind die große Krise kommt, war mir allerdings neu.

Bei vielen Paaren folgt auf Nachwuchs die Scheidung

Aber interessant sind hierzu auch die weiteren Ausführungen der Scheidungsanwältin – lesen Sie mal:

„Kein Sex am Nachmittag. Kein ungestörtes Essen mehr. Keine Gespräche mehr über Literatur und Theater. Ich habe ja selbst zwei Kinder. Das erste Kind war schwierig und anstrengend. Wenn Besuch kam, hat einer von uns das brüllende Kind herumgetragen, der andere hat die Gäste charmant unterhalten. Als wir zwei Kinder hatten, ist jeder in einem Zimmer verschwunden, und die Gäste haben nicht mehr gewusst, warum sie da sind.“

Nun – das werden wohl alle kennen, die Eltern sind: sind die Kinder (oder das Kind) erst einmal da, treten andere Dinge in den Hintergrund und viele eigene Interessen müssen hintenanstehen oder extrem eingekürzt werden.

Klar, dass man da auch als Paar nach dem Motto „Augen zu und durch“ verfahren und sich nicht an kleinen und großen Unwägbarkeiten aufreiben sollte. Doch freilich ist das meist leichter gesagt als getan, denn der Alltag, den die meisten Paare leben, fordert nun mal alles. Vor allem dann, wenn auch die Frau in Teilzeit oder Vollzeit arbeitet.

Überhaupt die Arbeit! Für Scheidungsanwältin Helene Klaar ist die einer der häufigsten Gründe für eine Scheidung.

Sie sagt:

„Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.“

Und weiter führt sie aus:

„Man ist am Abend müde und geschafft, kocht das Nötigste und lässt die Unordnung Unordnung sein. Wer das nicht aushält, sondern aufräumt und bügelt, ist danach zu müde für Sex. Das ist, als würde man versuchen, einen Tisch mit einem zu kleinen Tischtuch zu bedecken. Irgendwo ist immer eine nackerte Stelle. Also kommt die Frau drauf, der Mann ist schuld, denn er ist zu wenig da und macht nix. Das stimmt ja meistens. Und der Mann findet, die Frau ist nicht mehr für ihn da, sondern kümmert sich nur um die Kinder.“

Mit diesen Worten spricht die Scheidungsanwältin etwas ganz Wichtiges an – nämlich das permanente Aufreiben im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn der Preis dafür, dass Männer und/oder Frauen, ein gutes Gehalt nach Hause bringen, ist hoch – geht doch diese Situation meist zulasten des Haushalts oder/und der gemeinsamen Zeit mit den Kindern.

Arbeit, Haushalt, Kinder – oft zermürben die Verpflichtungen im Alltag

Es stimmt schon: wer stundenlang im Betrieb, im Geschäft oder im Büro gearbeitet oder sich in selbständiger Tätigkeit seinen Kunden gewidmet hat, ist nach Feierabend in der Tat oft kaputt. Aber genau dann fordern Nachwuchs und der mehr oder weniger lästige Haushalt ihren Tribut.

Gut – viele Paare, die sehr gut verdienen, federn zumindest das lästige Problem mit dem Saubermachen ab, indem sie häufig eine Putzfrau engagieren.

Aber trotzdem: diese Lösung zaubert noch lange nicht mehr Zeit für die Kinder und überhaupt die ganze Familie her, das steht natürlich auch fest!

Treten dann noch Partnerschaftsprobleme auf und zerreibt sich ein Paar zwischen Kinder, Haushalt, Job und weiteren lästigen Aufgaben und Verpflichtungen, die der Alltag nun mal so mit sich bringt, ist nicht selten einer der beiden empfänglich für eine andere Person, für einen Flirt, ein Anbändeln oder gar eine Affäre.

Ist das schon schlimm genug, wenn es innerhalb einer Partnerschaft mit Kind und Kegel passiert, wird es meistens noch schlimmer, wenn der Mann oder die Frau sich gefühlsmäßig komplett einer neuen Person zuwendet und beziehungstechnisch etwas Ernstes anfängt.

Scheidung wegen neuem Partner – und häufig diesselbe Alltagssituation

Schlimmer auch deshalb, weil viele dieser Leute, die sich – ganz gleich, ob langsam oder Hals über Kopf – beziehungsmäßig und erotisch jemand anderem zuwenden, häufig der Ansicht sind, dass sich ihr Leben mit diesem Menschen verbessert. Ein Trugschluss, wie sich so oft herausstellt!

Denn: egal, wie aufregend ein Flirt oder auch eine Affäre für den Moment ist, der Alltag macht auch um Turteltauben keinen Bogen. Soll heißen: trennen sich Paare oder reichen die Scheidung ein, weil es eine andere oder einen anderen in ihrem Leben gibt, ist die Vision vom neuen, aufregenden Leben meist nichts anderes als eine Illusion.

Denn wenn der Flirt- oder Affären-Partner irgendwann zu einem festen Bestandteil des eigenen Alltags wird, zeigt sich, dass die Illusion vom „Superpartner“ oder vom „Traumpartner“ lediglich eine Projektionsfläche war. Klar – es kann schon jemand DER Traumpartner oder DIE Traumpartnerin sein – keine Frage, aber eben keine ÜBER-Person in einem stressigen Alltag, zu dem dann vielleicht auch wieder Kinder gehören.

Leider ist es aber eine Tatsache, dass viele gebundene Menschen, die innerhalb ihres Alltags sowohl Partnerschaft als auch Kinder und lästige „Rundum-Verpflichtungen“ stemmen müssen und irgendwie in eine affären-artige Situation geschlittert sind, oft denken, dass das Leben mit dieser neuen Person auf jeden Fall angenehmer ist.

Wahrscheinlich ist diese Einstellung bei vielen Männern und Frauen, die die Scheidung einreichen, weil eine neue Person im Spiel ist, vorhanden.

Nicht umsonst gibt es ja auch das alte Sprichwort von den Kirschen in Nachbars Garten!

Und auch die Fachanwältin für Scheidung, Helene Klaar, benennt diese Tatsache in dem Interview ganz konkret – sie sagt:

„(…)Dann sind beide der Meinung, mit einem anderen Partner ginge es besser. In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche.“

Wahre Worte!

Würden sich mehrere Menschen darauf besinnen und nicht immer gleich an Scheidung denken, wäre die Welt wohl eine bessere. Das soll keinesfalls heißen, dass nicht auch manchmal wirklich nur noch die Scheidung in Frage kommt – ganz und gar nicht!

Aber es ist leider ein Fakt, dass viele Paare (mit Kindern) sich eben auch wegen falscher Illusionen („Das Leben mit der/dem Neuen wird besser“)  trennen.

Anwältin benennt häufige Gründe für Scheidung bei älteren Paaren

Auch nicht ohne sind die Gründe, die oft vorliegen, wenn ältere Paare die Scheidung realisieren. Hier ist es interessant zu erfahren, was die Fachfrau dazu sagt, wenn sich Männer und Frauen trennen, die zuvor dreißig Jahre zusammen waren, nämlich:

„Manchmal verändern sich auch die Männer sehr, wenn sie zu Hause sitzen und sich nicht mehr an ihren Lehrlingen oder im Büro abreagieren können. Dann kriegen die Frauen das ab, was vorher die Kollegen abgekriegt haben. Oder die Männer sind mit ihren Frauen plötzlich unzufrieden, weil sie ganz andere Lebensgewohnheiten und Interessen entwickelt haben, während sie neben ihnen herlebten.“

Das kommt sicher mancher Frau bekannt vor…!

Falls sich jetzt vielleicht jemand daran stößt, dass die Anwältin eher die Frauen als die Leidtragenden darstellt, nun – auch hier hat Frau Klaar ihre Erfahrungen. Sie sagt in diesem Zusammenhang:

„(…)Ich kann Ihnen tausend Beispiele nennen. Die Frau, die gekocht und geputzt und die Kinder betreut und gearbeitet und gespart und sich gefreut hat auf die Zeit, in der sie zusammen die Rente genießen, die dann erfährt, dass er sich in eine andere, jüngere verliebt hat. Eine meiner Klientinnen, die einen guten Job hatte und einen Mann im Rentenalter, schied zum frühestmöglichen Zeitpunkt aus ihrer Firma aus. Ihr Mann hatte sich gewünscht, dass sie auch in Rente geht, wenn er geht. Nachher stellte sich heraus, dass er schon eine andere hatte, als sie kündigte. Er wusste, dass er bei nächster Gelegenheit weg sein würde. Wenn er ihr das gesagt hätte, hätte sie noch fünf Jahre arbeiten können und ihr Aktivgehalt gehabt. Plus: eine höhere Rente. Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.“

Und wo schon der schnöde Mammon zur Sprache kommt, darf natürlich der Hinweis auf den Ehevertrag nicht fehlen, ist er doch bei so mancher Scheidung DER Knackpunkt überhaupt.

Warnung vor Ehevertrag

Leider ist es eine Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die Frauen bei einer Scheidung oft den Kürzeren ziehen, zumindest hat Anwältin Klaar das mehr als genug erlebt.

Auf die Frage, ob sie zu Eheverträgen rät, sagt sie folgendes:

„Nein. Denn die schließt man, bevor man heiratet. Der schlechteste Zeitpunkt. Gerade ausgebildete junge Frauen, die ein gutes Einkommen haben, können sich nicht vorstellen, dass sie jemals in ein Abhängigkeitsverhältnis von ihrem Mann geraten, wie ihre Mütter oder ihre Großmütter. Die unterschreiben stolz, dass sie auf Unterhalt verzichten, denn wenn der Mann sie nicht mehr will, möchten sie nicht von seinem Geld leben und finden es unappetitlich, die Hälfte seines Sparvermögens zu beanspruchen. Nur: Wenn die Frau Kinder kriegt und nicht arbeiten geht, hat sie nichts Erspartes. Und wenn er kontrolliert, was sie kauft, wenn er ihr die Strumpfhosen und den Lippenstift verbietet, merkt sie, was sie da unterzeichnet hat. Die meisten Eheverträge werden auf Wunsch des gut verdienenden Mannes geschlossen und sind Verzichtserklärungen von Frauen.“

Klingt logisch – oder?

Und auch in Sachen Romantik hat die Spezialistin der Scheidung ihre ganz eigene Sichtweise. Eine, bei der ihr das Gesetz Recht gibt, nämlich die:

„Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort. Es ist keine Voraussetzung, dass Menschen sich in Liebe verbinden müssen.“

Das ist wohl wahr! Zusammenleben kann man auch ohne Trauschein und das nicht schlecht. Dennoch aber erlebt die Institution Ehe gerade in diesen Zeiten offenbar ein Revival, denn geheiratet wird schon sehr viel. Siehe auch hier – unser Special zu diesem Thema.

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ – Sprichwort trifft zu

Und wer mit wem am besten kann – Stichwort „Gleich und gleich gesellt sich gern“, nun – auch da hat Anwältin Helene Klaas ihre Erfahrungswerte, Zitat:

„Nach dem Gesetz der Trägheit kann man sich nicht das ganze Leben verstellen und mitmachen, was der andere macht, wenn man das eigentlich gar nicht gut findet. Partylöwe–Mauerblümchen, das wirkt zeitweise sehr attraktiv, aber man muss hart dran arbeiten, dass es gut geht. Die Menschen sind hormongesteuert und blicken in Richtung Fortpflanzung. Da gefallen ihnen Dinge am anderen Geschlecht, die ihnen nicht mehr gefallen, wenn die Fortpflanzung abgeschlossen ist.“

Alles in allem ein überaus interessantes Interview, das Sie hier im Original finden. Es ist am 15. Februar 2016 in der Online-Ausgabe von Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Klicken Sie mal rein, vor allem dann, wenn Sie sich vielleicht aktuell mit dem Gedanken einer Scheidung tragen – vielleicht bekommen Sie hier ja noch einige Inputs….!

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