Schwangere Frau

Dass werdende Väter die Geburt im Kreißsaal begleiten, ist der Wunsch vieler werdender Mamas. Seit Corona gelten aber auch hier andere Spielregeln. Viele Geburtsstationen bzw. Kreißsäle in Deutschland lassen derzeit keine Ehemänner oder Partner zu einer Geburt mehr zu. Der Grund dafür sind fehlende Schutzanzüge, Masken und Desinfektionsmittel. Das geht aus Berichten des SWR hervor, der dazu mehrere Beiträge veröffentlicht hat.

Betreten der Kreißsäle für viele werdende Väter verboten

So heißt es zum Beispiel auf der Seite von swr.de:

„(…)Weil es derzeit in vielen Kliniken im Land durch die Corona-Krise zu wenig Schutzmaterial gibt, dürfen Väter oft nicht mehr bei Geburten dabei sein. Das bereitet Familien große Sorge. Ingrid Mollnar vom Hebammen-Landesverband Rheinland-Pfalz sagt: „Ganz dringendes Problem bei uns ist im Moment sowohl in der Klinik als auch in der Freiberuflichkeit die Versorgung mit Schutzkleidung.“ Durch die Corona-Krise fehle es an Schutzkitteln, Häubchen, Handschuhen, geeignetem Mundschutz und Desinfektionsmittel. Auch wenn man volles Verständnis dafür habe, dass Väter bei der Geburt dabei sein wollen: Um Schutzkleidung zu sparen, müsse es derzeit ohne Väter gehen.(…)“

Verständlich, dass die werdenden Mütter – und Väter! – über diese Maßnahme nicht erfreut sind, ganz klar. Aber dennoch sollten die Frauen, die in diesen Tagen ein Kind erwarten, den Mut nicht verlieren und an die Millionen Frauen denken, die ihre Kinder auch ohne den Partner an der Seite zur Welt gebracht haben.

Dass Väter bei der Geburt dabei sind, gibt es noch nicht allzu lange

Es war ja nicht immer so, dass der Ehepartner oder Lebensgefährt mit in den Kreißsaal durfte. In Westdeutschland ist das seit den siebziger Jahren üblich, in der DDR gab es das gar nicht.

Zudem verträgt so mancher Mann den Anblick seiner gebärenden Frau im Kreißsaal eher schlecht, nicht wenige Partner der werdenden Mamas sind auch schon mal umgefallen. Dass sie dann eher eine Last für das Kreißsaal-Personal sind, ist klar.

Und auch unter heutigen Bedingungen – in Zeiten der Corona-Krise und der fehlenden Schutzausrüstungen – wäre ein begleitender Partner wohl auch eher Last denn Bereicherung. Insofern sollte die Vernunft siegen, auch wenn das für die eine oder andere werdende Mutter keine leichte Situation ist.

Wie bereits erwähnt: Der Trost, dass es so viele andere Frauen auch ohne den Partner geschafft haben, muss jetzt gelten.

Alles andere wäre fahrlässig. Für alle Beteiligten!

Bildnachweis: stock.adobe.com / Tomsickova
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Auch das stylishste Anwesen hat sie meist: Eine Abstellkammer. Der kleine Nebenraum, der oftmals versteckt in der Nähe der Küche liegt, ist allerdings häufig ein einrichtungstechnisches Stiefkind. Egal, ob in der Luxusimmobilie oder im Reihenhaus der Nachbarn von nebenan. Nicht selten herrscht in Räumlichkeiten dieser Art Unstrukturiertheit, die schnell auch mal im Chaos enden kann. Kein Wunder – müssen doch Altpapier, alte (Pfand)Flaschen, Getränkekästen, der gelbe Sack, Besen, Eimer und Schrubber dort untergebracht werden. Und häufig vielerlei Krimskrams mehr. Geschenkpapier, Geschenktüten, Geschenkband, Vorräte, Küchenrollen, Toilettenpapier sind weitere Dinge, die zumeist in der Abstellkammer gelagert werden und deren Anordnung – wenn sie ohne Struktur aufbewahrt werden – schnell in einem großen Durcheinander enden kann.

Abstellkammer – oft das räumliche Stiefkind im Haus

Wer hier die eigene Situation in seinem Haushalt wieder erkennt und schon immer mal seine Abstellkammer besser strukturieren und aus dem kleinen Nebenraum einen Hort der Ordnung machen wollte, sollte jetzt weiterlesen. Denn ich möchte Ihnen den Weg vorstellen, den ich in Sachen Neuordnung meiner Abstellkammer gegangen bin.

Unser „Vorher“!

Unser Kämmerchen war – das muss man einfach sagen – am Anfang nach dem Einzug in`s Haus ein Stiefkind in Sachen geordneter Einrichtung. Wir hatten ein Regal dort drin, zwei Behälter für die gelben Säcke und eine Kiste für Papiere. Letztere war meist nach sieben bis zehn Tagen schon rappelvoll und im Regal stapelten sich mit der Zeit allerlei Dinge, die weder geordnet noch strukturiert dort untergebracht waren.

Meist wurden Sachen wie Geschenkpapier, die Bauklebebandrolle, Fliegenbänder, Vorräte und Putzmittel einfach in das Regal dazugestellt. Zwar in separate Etagen aufgeteilt, aber dennoch mit dem Ergebnis, dass man kaum fand, was man brauchte und viel Zeit zum Suchen aufwenden musste. Die großen Taschen mit leergetrunkenen Pfandflaschen,

die auch noch dort herumstanden, bis der nächste Supermarkt-Trip anstand, taten ihr übriges…! Das nebenstehende „Vorher“-Bild spricht sicher für sich.

Zeit also, nun auch der Abstellkammer eine Schönheitskur zu verpassen. Nachdem sich unsere Familie zunächst auf die Haupträume konzentriert und diese saniert hat.

Behältnisse für Papier, Altglas & Co. am wichtigsten

Ich beschloss deshalb, mich im Internet nach Mobiliar für unsere Kammer umzutun. Am wichtigsten waren mir Behältnisse für Papier, Altglas und Pfandflaschen. Ausschau wollte ich auch nach einer Hängeaufbewahrung für Besen, Schrubber und Kehrblech halten.

Inspirieren ließ ich mich von toll eingerichteten und strukturierten Abstellkammern auf Pinterest. Sie dienten als Vorlage für meinen Streifzug nach Produkten für unsere Abstellkammer im Web. Zunächst klickte ich auf Amazon.de. Und wurde fündig. Komplett. Der Versandriese hielt tatsächlich alles parat, was wir für das schmale Räumchen benötigten.

Nachher…

Zuerst musste ein neues Regal her. Und zwar eines, das sehr hoch war und mit mehr Stauraum aufwartete. Immerhin muss bei uns neben den Basic-Dingen, wie Putzmittel, Pfandflaschen, Vorräte, Papier und Zubehör aus Haus und Hof auch allerlei Krimskrams, wie Geschenktüten (irgendwie kommen immer neue nach, die ich aufhebe, siehe Bild), Bastelzeug und Haushaltskleinigkeiten untergebracht werden.

Da war es mir nur recht, dass Amazon Regale anbot, die von der Höhe her so beschaffen waren, dass sie in unserer Abstellkammer fast bis an die Decke reichten. Ich schlug online zu! Parallel dazu besorgte ich mir bei ALDI im Angebot (war Zufall, dass die das gerade in der Aktion hatten) noch Aufbewahrungsboxen, die in Regalen noch mal zusätzlich für Ordnung sorgen sollten.

Das Ergebnis ist im Bild links zu sehen. Eher per Zufall entdeckte ich auf Amazon einen Getränkekasten-Halter, der im Bild in der Mitte zu sehen ist. Er bietet insgesamt Platz für drei Getränkekästen und ist ziemlich praktisch. Auch, weil er sich schmal macht.

Im Regal gut zu sehen sind auch die schwarzen Aufbewahrungsboxen, die es bei ALDI im Angebot gab. Auch online. Leider sind sie derzeit – Stand Mitte März 2020 – nicht im Discounter erhältlich. Hier kann nur wer mit diesen Ordnungshelfern liebäugelt, darauf hoffen, dass die Behälter demnächst einmal wieder im Angebot sind.

Natürlich gibt es solche Plastikboxen auch anderswo, allerdings kaum zum unschlagbaren Preis von 2,99 Euro pro Stück, wie ALDI sie anbot. Aber wie gesagt: Die Dinger kamen mir in meiner Planungsphase für die Abstellkammer eher zufällig unter.

Endlich Struktur in der Abstellkammer!

Gezielt geschaut habe ich noch nach Sortierbehältern für die oben erwähnten Dinge, die im Alltag stets anfallen und schnell Chaos oder/und Unordnung verursachen. Also: Pfandflaschen, Papier, Altglas und so weiter.

Endlich Ordnung für Papier & Co.!

Auch hier bietet der Online-Riese Amazon eine große Auswahl. Entschieden habe ich mich für die auf dem Foto abgebildeten hellen Sortierbehälter, die allerdings sehr lange auf sich warten ließen. Gelohnt hat sich der Kauf dieser Dinger aber auf jeden Fall, denn hier sind nun ganz entspannt so Sachen wie unsere Pfandwasserflaschen, Küchenrollen, Papiermüll und Altglas untergebracht. Sortiert und ordentlich, kein Vergleich zu unserer früheren Unstrukturiertheit!

Wer also jetzt Lust bekommen hat, seine Abstellkammer in ein Ordnungsparadies zu verwandeln: Ich stelle nachfolgend alle Produkte mit der erwähnten Amazon-Bezugsquelle online. Auch die Halterung für Besen, Schrubber und Kehrblech, die auf dem Foto, das das Regal abbildet, rechts im Bild etwas zu sehen ist. Daneben haben wir noch eine Staubsauger-Halterung angebracht, die nicht zu sehen ist, aber sich auch als überaus nützlicher Helfer für uns entpuppt hat.

Mein Fazit zur Umgestaltung der Abstellkammer: Es lohnt sich und ist mit den Produkten aus dem Internet auch ruckzuck bewerkstelligt. Wobei ich natürlich auf männliche Hilfe in der Familie zurückgegriffen habe.

Das Kämmerchen wurde im Vorfeld noch mal durch gestrichen, die hässliche Decke wurde entfernt und auch den Aufbau der georderten Ordnungshelfer hat der Mann im Hause übernommen. Samt Bohrmaschine, Dübel & Co….! Wer sich in diesem Zusammenhang allerdings professioneller Hilfe bedienen mag, der kann in Sachen Abstellkammer auch einen Ordnungscoach buchen – siehe hier.

Bildnachweise: stock.adobe.com / Valerii Honcharuk, privat

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Bett

Einmal ausschlafen. Oder einfach nur mal durchschlafen. Überhaupt: Schlafen. Dieser Wunsch entsteht wohl bei fast allen Müttern oder Vätern, die erst seit Kurzem ein Kind in ihrem Leben haben! Schlafmangel prägt seit jeher das Leben junger Eltern in der Zeit nach der Geburt des Nachwuchses.

Wohl dem, der dann eine Oma, Geschwister oder andere Verwandte in der Nähe hat, die das Kleine auch mal abnehmen, damit Mama oder Papa (oder beide) einfach mal in Ruhe (aus)schlafen können. Bedingt dadurch, dass heutzutage aber viele Familien nicht mehr am selben Ort wohnen, dürfte es zur Genüge Familien geben, die nicht in den Genuss solcher verwandtschaftlicher Hilfe kommen. Viele setzen auf Freunde oder/und andere Eltern, was auch gut klappen kann, aber nicht muss.

Manche frisch gebackenen Eltern haben keine helfenden Hände in der Nähe

Und dann sind da noch jene Mütter und Väter, die auf gar keine Hilfe im Umfeld zählen können. Sei es, weil die Freunde nicht mehr in der Nähe leben oder man selbst als Paar oder junge Familie berufsbedingt in eine andere Stadt gezogen ist, in der man keinen kennt. Ganz zu schweigen von der Situation in Ein-Eltern-Familien, in denen nur ein Erwachsener die Verantwortung für das Kind trägt.

Für all jene dürfte Schlaf wohl der allergrößte Luxus in den ersten Lebensjahren des Kindes sein.

Ein hippes Hotel in Schottland hat dieses Problem erkannt und bietet einen ungewöhnlichen Service an: Die Verlosung eines kostenlosen Zimmers für Eltern mit Schlafmangel! Dem nicht genug, bietet das YOTEL – so der Name des Hauses – sogar einen Milch-Lieferservice. Das heißt, dass die glückliche Mutter, die ein Zimmer im YOTEL zum Ausschlafen ergattert hat, ihre Muttermilch abpumpen und von einem Boten zum Vater des Kindes oder einer anderen Vertrauensperson liefern lassen kann.

Offerte dürfte ziemlich gefragt sein

So umsorgt kann er dann kommen: Der langersehnte Schlaf! Dass der Run auf diese Offerte groß ist, davon kann man ausgehen. Eltern bzw. einzelne Mütter oder Väter müssen dafür im Vorab dem sogenannten „Sleep Club“ des Hotels beitreten. Unter dessen Teilnehmern werden dann die kostenlosen Nächte für je ein Elternteil verlost.

Eine klasse Idee, die Schule machen sollte! Und die man sogar noch etwas weiterspinnen könnte. Warum könnte nicht hier und da auch ein „Schlafhotel“ für frisch gebackene Eltern eröffnet werden? Vielleicht gesponsert von großen Bettenherstellern? Der Andrang wäre freilich groß und das Angebot wahrscheinlich nie ausreichend. Aber dass irgendwann einmal irgendetwas in dieser Richtung angeboten wird, das wäre fantastisch!

Das YOTEL hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen, dem andere Macher unbedingt folgen sollten!

Frau mit Gutschein

„Punktesammel-Bon mitnehmen?“ fragt freundlich die Frau an der Tankstelle und ich verneine. Erstens ist mir das zu viel Papierkram in Geldbörse oder Handtasche und zweitens werde ich diese Zusatzpunkte sowieso nie einlösen. Sie werden oft zur Payback-Karte mit ausgereicht, die aufzuschwatzen mir einst meiner Mutter gelang. Es ist die einzige Rabattkarte, die ich benutze und auch noch nie verloren habe. Alles andere aber, was mit Gutscheinen und Rabatten zusammenhängt, kann mir gestohlen bleiben.

Liegen Sie aber doch irgendwann auf meinem Schreibtisch oder tummeln sich in der Handtasche, dann ist Frust und Ärger zumeist vorprogrammiert. Und zwar über mich selbst.

Wertvolle Rabattkarten – bei mir verfallen sie

So erst kürzlich wieder, als ich mich verfluchte, dass ich einen Gutschein, den mir mein Energieversorger Anfang des Jahres schickte, nicht einlöste. Er galt dem Besuch einer teuren Therme, der ich ab und an mal einen Besuch abstatte. Ich hatte ihn, als er in der Post lag, an meine Schreibtischlampe gelehnt. Direkt in mein Blickfeld am Schreibtisch. Immerhin garantierte er einen saftigen Rabatt und ich nahm mir vor, ihn unbedingt einzulösen, wenn ich das nächste Mal in die Therme fahre.

Nun – der Tag kam. Allerdings fuhr ich nicht alleine zum Spa-Spaß, sondern mit der ganzen Familie. Ein nicht ganz preiswertes Vergnügen, wenn man sich dort eine ganze Weile aufhält. Unser Besuch fiel auf den 31. Oktober.

Als ich am nächsten Tag am Schreibtisch saß, fiel mein Blick auf den besagten Gutschein. Ich nahm ihn zur Hand und war auf der Stelle stinksauer. Auf mich. Denn dort stand in großen Lettern geschrieben: „Gültig bis 31. Oktober 2019“.

Sowas passiert mir am laufenden Band. Kürzlich wieder beim Penny. Aus irgendeinem Grund gab mir die Kassiererin einen 5,00-Euro-Gutschein, den ich beim nächsten Einkauf ab 40,00 € einlösen konnte. Diesen Mindestbetrag bekommt man als Familie locker hin, weshalb ich vor dem nächsten Wochenendeinkauf den 5,00-Euro-Gutschein mitnehmen wollte. Allein er war nicht mehr aufzufinden.

Verfallsdatum erreicht…!

Wo ich auch suchte, in Handtasche, Geldbeutel und der Schublade für Kassenzettel: Das Ding blieb verschwunden! Wochen später entdeckte ich den Zettel dann im Auto, sogar noch eine Weile gültig. Ich steckte ihn mir sorgsam in meine Geldbörse, fest entschlossen, ihn bei einem meiner nächsten Einkäufe zu zücken.

Das tat ich dann auch. Einige Zeit später, als mir an der Kasse bei Penny der Rabatt-Wisch in den Sinn kam. Ich zog ihn heraus, um ihn parat zu haben, wenn ich an der Kasse dran bin. Im Überfliegen stellte ich fest, dass er wenige Tage zuvor abgelaufen war.

Und so geht es mir immer wieder. Immer und immer wieder. Es ist zu Mäusemelken!

Vor zwei (!) Jahren bekam ich einen Gutschein für eine Massage geschenkt, 60 Minuten immerhin. Ich legte ihn ins Wohnzimmer und dort blieb er auch liegen. Unangetastet zwischen Büchern auf dem Bücherbord. Ich wurde jedesmal beim Putzen an ihn erinnert und nahm mir dann immer vor, die Massage endlich einmal einzulösen. Irgendwann war allerdings auch dieser Gutschein abgelaufen.

Morgen zur Massage, aber dann bitte nie wieder was mit Gutscheinen!

Mein Glück war hier nur, dass der Mann der Masseurin ein guter Bekannter von mir ist. Ich rief ihn an und schilderte die Situation. Er lachte und versprach, mir einen neuen auszustellen. Da es kurz vor Weihnachten war und ich zudem ein schlechtes Gewissen hatte, orderte ich noch einen weiteren Gutschein, als Geschenk für meinen Partner.

Beide Gutscheine kamen. Zeitlich ist das nun schon wieder über ein Jahr her.

Die Gutscheine stecken in einer Zettelbox auf – wie sollte es anders sein – meinem Schreibtisch. Als dieser Tage mein Blick darauf fiel, überlegte ich nicht lange und buchte für mich und meinen Partner einen Termin. Zur Massage. Per Gutschein-Einlösung. Der Termin ist morgen.

Ansonsten sind dann aber erst mal keine Gutscheine mehr im Haus. Ich will auch keine mehr. Die nächsten, die aus irgendwelchen Gründen eintrudeln oder mir aufgeschwatzt werden, werde ich verschenken. Und mir welche ausstellen lassen, werde ich auch nicht mehr!

Aus und Basta!

Bildnachweis: stock.adobe.com / puhhha

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Kindergeburtstag Tisch

Sackhüpfen, Eierlaufen, Blinde Kuh und Topfschlagen – das dürfte für so ziemlich jede Familie mit Kindern das Programm zum Kindergeburtstag sein, wenn die Kinder noch klein sind. Ein paar Jahre kann man den großen Tag der Kleinen tatsächlich so ausrichten. Gar kein Problem. Doch mit den Jahren verändert sich das. Die Kinder werden älter und spätestens, wenn die erste Einladung von einer Freundin ins Haus flattert, die den Kindergeburtstag außer Haus feiert, ist man damit konfrontiert, dass der eigene Nachwuchs nun auch mal ein anderes Programm fahren will.

Vor dem Kindergeburtstag steht die Recherche

So war es auch bei uns und bedeutete zunächst: recherchieren. Unsere Tochter wurde acht Jahre alt und hatte sich zunächst keinen bestimmten Ort für ihren Kindergeburtstag gewünscht. Sondern überließ es mir zunächst, mich erst einmal umzuschauen, was überhaupt so angeboten wurde. Immerhin waren wir nach all den Jahren des Zuhause-Feierns mit Luftballontanz, Stuhl-Polonaise & Co. in diesem Zusammenhang noch „unbeleckt“.

Ich legte also los mit der Recherche. Und stellte fest: An Angeboten mangelte es nicht. Wir wohnen in der Region Leipzig und da wurde einiges geboten. Die ersten Angebote, die ich meinem Kind zeigte (in der Kreativwerkstatt ein eigenes Kunstwerk basteln oder im Tortenatelier kindgerecht mit einem Profi backen) wurden abgelehnt. Das war wohl noch nicht aufregend genug…!

Andere Möglichkeiten – wie der Kindergeburtstag in einem Irrgarten – waren mir in Sachen Wetter zu heikel. Denn der Kindergeburtstag sollte Mitte September stattfinden, da kann man auf schönes Sommerwetter nicht wirklich mehr setzen, Klimawandel hin oder her.

Irritierendes Angebot in der Badelandschaft

Letztlich blieben das Kino Cinestar und das Heide-Spa. Letzteres ist eine Badelandschaft im Kurort Bad Düben, in der Nähe von Leipzig. Da dieses Spa auch ganzjährig ein Ausflugsfavorit meiner Tochter ist, stand das Bad ganz oben auf der Wunschliste für die Feier mit ihren Freunden. Und weil die Ausrichtung des Kindergeburtstages dort auch angeboten wurde, rief ich da an, nachdem unser Wunschtermin feststand. Am Telefon jedoch erlebte ich dann eine Überraschung. Denn: Obwohl der Kindergeburtstag für drei Stunden mit Animation ausgewiesen war, erfuhr ich, dass die Animation, von der im Angebot die Rede ist, lediglich 20 Minuten umfassen sollte.

Aufgrund dieser Auskunft war der Kindergeburtstag in dieser Location für mich natürlich gestorben. Denn immerhin sollten an die zehn Kinder am Kindergeburtstag teilnehmen, da ist es nicht damit getan, dass der Trupp von drei Stunden Aufenthalt lediglich 20 Minuten animiert wird. Zumal die Offerte tatsächlich so klingt, dass die Kinder während der ganzen Zeit betreut werden. Dem ist aber nicht so. Und auch, dass jede erwachsene Begleitperson für die Kinder voll zahlen muss, ist nicht unbedingt super-kundenfreundlich.

Aber das ist meine persönliche Meinung.

Kein Anschluss unter dieser Nummer im CineStar?

Weiter gehts mit der nächsten Erfahrung: Dem Kino Cinestar Leipzig. Denn das war der nächste Favorit meines Kindes, nachdem wir das Feiern im Heide-Spa als Flop verbucht haben. CineStar ist bekanntlich eine bundesweit tätige Kette und bietet auf ihrer Homepage die Ausrichtung eines Kindergeburtstages an. Auch ein Kalender findet sich auf der Homepage, zum Check des Wunschtermins für den Kindergeburtstag. Dumm nur, dass der von 2016 ist.

Ich schnappte mir also mein Handy, um unseren Wunschtermin in dem Kino persönlich anzufragen. Allein – es ging keiner ans Telefon. Tagelang probierte ich es, sowohl auf der Leipziger Nummer des CineStars, als auch auf der Nummer  in der Hauptzentrale von CineStar in Lübeck. Ohne Erfolg. Nach ein paar Tagen schrieb ich eine E-Mail, allerdings hatten wir da schon eine Alternative für den großen Tag der Kleinen gefunden und ich gebe zu, dass ich beim Verfassen der Zeilen schon gar nicht mehr mit einer Antwort rechnete.

Die kam allerdings tatsächlich. Sogar recht rasch. Und enthielt einige Terminvorschläge. Zwischenzeitlich aber haben wir uns dann doch für eine andere Variante des Feierns entschieden: Eine Schatzsuche mit anschließender Kremserfahrt. Selbst organisiert.

Das ist in der Servicewüste Deutschlands bei solchen Anlässen offenbar die sicherste Variante…!

Bildnachweis: pixabay.com

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Rollrasen

Huckelig, abgeranzt und an manchen Stellen schon ziemlich kahl. So präsentierte sich unser Garten, als wir ihn von den Vorbesitzern übernahmen. Siehe Bild weiter unten. Drei lange Jahre lebten wir mit dem Rest des einst sicher schönen Rasens und stellten den Traum vom Rollrasen erst einmal zurück, weil andere Dinge wichtiger waren. Letzten Frühsommer aber war es soweit: Nachdem wir uns ausgiebig über Rollrasen, seine Verlegung und seine Pflege informiert haben, nahmen wir das Projekt „Schöner Garten“ in Angriff und ließen uns Rollrasen liefern. Wir bezogen das frische Grün aus dem Internet, nachdem Bekannte von uns gute Erfahrungen damit gemacht haben. Geholfen hat uns ein befreundeter Gärtner, was für uns eine Riesen-Ersparnis gegenüber einer Firma bedeutete. Denn Rollrasen verlegen will gekonnt sein! Viele Leute machen es selbst, das ist natürlich auch machbar, aber durch den Gärtner in unserem Freundeskreis überließen wir dies lieber dem Profi. Wobei natürlich die Männer des Hauses auch mit angepackt haben. Denn Anpacken: Das muss man, wenn es darum geht, dem Garten mit einem Rollrasen ein schönes Antlitz zu verpassen.

Rollrasen verlegen – wann ist der beste Zeitpunkt?

Rollrasen vorher

Die Gartenfläche vorher

Bevor ich zu den einzelnen Schritten in Sachen Verlegung des Rasenteppichs komme, etwas zum Zeitpunkt der Verlegung. Sprich: Wann ist die beste Jahreszeit, den Rollrasen zu verlegen?

Nun – da gebe ich gern einen Experten-Tipp weiter. Der da besagt, dass man Rollrasen am besten im Frühjahr/Frühsommer verlegt. Durch die Wärme der Sonne zu dieser Jahreszeit wird der Boden gut durchgewärmt und die regelmäßigen Niederschläge in unseren Breitengraden (ich beziehe mich explizit auf Deutschland) sorgen dafür, dass das schöne Grün regelmäßig durchfeuchtet wird. Zur Beregnung des Rasens später mehr. Was außerdem für das Frühjahr bzw. den Frühsommer spricht: In dieser Jahreszeit steht dem frischen Rollrasen genügend Zeit zur Verfügung, gut anzuwurzeln und gegen den unvermeidlichen Frost eine hohe Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Da es hierzulande bekanntlich auch im späten Frühjahr noch Frost geben kann, wird empfohlen, den Rasen ab Mitte Mai zu verlegen. Wir haben uns daran gehalten und uns als Zeitpunkt den Juni dieses Jahres herausgesucht.

Dafür war etwas Vorbereitung nötig, denn im Allgemeinen benötigt man für dieses Projekt einen Bagger, der die alte Fläche abträgt und mit dem die Voraussetzung geschaffen wird, den Rollrasen auf eine Fläche, die plan ist, zu verlegen. Gartenwerkzeuge, wie Rechen, Schippe & Co. sollten zudem nicht fehlen. Wir haben vorher zudem noch etwas Mutterboden anliefern lassen, um die Fläche in Vorbereitung auf den Rollrasen hier und da ausbessern zu können. Am besten im Vorab mit dem Grünflächenspezialisten bzw. der betreuenden Firma eine Checkliste aufstellen, damit am Tag der Verlegung nichts schief geht! Wir für unseren Teil haben das mit dem befreundeten Gärtner so gemacht und waren – denke ich mal – recht gut vorbereitet.

Rollrasen gleich nach der Lieferung wässern!

Der online bestellte Rasten kam einen Tag vor der Verlegung per Spedition an. Hier haben wir ihn bereits schon gewässert, was sehr wichtig ist, denn im Zusammenhang mit Rollrasen heißt es vor allem am Anfang: wässern, wässern und nochmals wässern.

Bagger Rollrasen verlegen

Vor dem satten Grün kommt der Bagger

Am Verlegungstag dann schien die Sonne freundlich vom Himmel und es war nicht allzu brütend heiß, was von den das Projekt ausführenden Männern erleichtert zur Kenntnis genommen wurde. Der Profi legte sogleich mit dem Bagger los und trug die alte Boden/Rasenschicht ab. Danach wurde der Boden schön glatt gemacht und ein Anfangsdünger kam auf die Fläche, so dass die Rollrasen-Segmente nun darauf verlegt werden konnten (siehe Bild unten). Das war nach dem Baggereinsatz der Hauptpart an diesem Tag und kostete unseren Gärtner-Freund keine großartige Anstrengung, da er sowas in seinem beruflichen Alltag ständig macht. Nach und nach wurde unser Garten von einem schönen Grün bedeckt, wie wir es uns im Vorfeld erträumt hatten. Die Qualität des bestellten Rollrasens entsprach absolut unseren Vorstellungen!

Der Vormittag und der Nachmittag gingen ins Land und am frühen Abend war es vollbracht, das Werk. Unser Garten erstrahlte in sattem Grün! Von jetzt an hieß es gießen, gießen, gießen und nochmals gießen. Das schärfte uns auch unser Gärtner-Freund mehrfach ein. Morgens und abends sollte die Fläche mit dem Schlauch bewässert werden, am Anfang – so hieß es – am besten per Hand. Wir taten, wie uns geheißen und wässerten die Fläche morgens (bevor die Sonne auf die Fläche herab sengte) und abends (nachdem die Sonne weg war) mit dem Schlauch gut durch.

Der Rasen entwickelte sich prächtig und wir hatten Freude daran. Später legten wir uns dann einen Rasensprenger zu, der uns etwas Arbeit abnahm. Nach circa zwei Monaten gingen wir dazu über, den Rasen dreimal die Woche intensiv mit dem Rasensprenger zu bewässern. Das macht übrigens mehr Sinn, als täglich nur oberflächlich mit dem Schlauch drüber zu gehen. Um eine adäquate Bewässerung zu gewährleisten, sollten es schon 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter sein! Wichtig in diesem Zusammenhang: Achten Sie beim Besprengen durch einen Rasensprenger unbedingt darauf, dass das Gerät wirklich jeden Winkel des Rasens bewässert. Wenn dem nicht so ist, macht es sich gut, den Sprenger in verschiedenen Positionen aufzustellen oder/und mit Hand nachzuwässern.

Pflegehinweise für Rollrasen unbedingt umsetzen

Rasen verlegen

Rasen verlegen – das will gekonnt sein

Wer hier schlampt oder den Rasen aus anderen Gründen nicht regelmäßig wässern kann, wird eine bittere Enttäuschung erleben, denn bei großer Hitze und nachlässigem

Rollrasen

Rollrasen – einmal richtig verlegt hat man bei guter Pflege große Freude daran!

Wässern entstehen schnell unschöne bzw. kahle und braune oder gelbe Flecken auf dem Rasenteppich. Oft sind das die Folgen von Vertrocknung. Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, empfiehlt es sich, sich ausführlich zur Pflege des verlegten Rollrasens zu belesen. Immerhin ist auch in Sachen Rollrasen noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Wer die Tipps für seinen Rasen beachtet, wird mit einem satten Grün belohnt, an dem man sich vor allem in den warmen Sommermonaten herrlich erfreuen kann! Wir jedenfalls tun das allemal und stellen immer wieder fest: Der mit dem Rollrasen versehene Garten ist kein Vergleich zur schäbigen Huckel-Gras-Piste vorher (siehe Bild rechts). Deshalb unser Fazit: Es hat sich mehr als gelohnt!

Bildnachweis: pixabay.com/privat

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Einstiges Kinderzimmer zum Gästezimmer ausbauen

Vom „Hotel Mama“ zum individuellen Bed & Breakfast für Reisende – so könnte man wohl die Umnutzung einstiger Kinderzimmer bezeichnen! Die nun – nachdem der Nachwuchs aus dem Haus ist – von den Müttern einem neuen Zweck zugeführt werden.

Es gibt nämlich eine Menge Frauen, die hieraus kurzerhand schöne Gästezimmer gestalten und Fremden fern der Heimat ein ansprechendes Zuhause auf Zeit bieten.

Einige davon hat kürzlich die BILD der FRAU in ihrer Ausgabe vom 24. Mai 2019 porträtiert.

Kinder aus dem Haus – Reisende ins umgestaltete Kinderzimmer rein!

Einmal mehr zeigt sich in dieser Reportage, dass es Frauen spielend gelingt, in einer neuen Situation das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden. Sprich: den frei gewordenen Wohnraum für eine zusätzliche Geldquelle zu nutzen. So hat es zum Beispiel die 59jährige Petra aus Schleswig-Holstein gemacht. Als die vier Kinder aus dem Haus waren, funktionierte sie die einstigen Kinder- und Jugenddomizile kurzerhand zu Gästezimmern um und betreibt nun die Pension „Mom`s Bed & Breakfast“.

Als Mama von vier Kindern sind Leidenschaft und Herz natürlich auch dabei, wenn es darum geht, Gäste zu empfangen und zu bewirten. Bei Petra geht so mancher Fremde als Freund und darf sich während seines Aufenthaltes über regionale Leckereien aus „Mom`s“ Garten freuen. Die Gäste honorieren diese nordische Gastfreundschaft und sorgen dafür, dass in dem alten Bauernhaus auch nach dem Auszug der Kinder Leben in der Bude ist.

Das gilt auch für das Domizil der 71jährigen Margarethe aus Hamburg, die ihre stilvolle Altbauwohnung so umgeändert hat, dass drei Gästezimmer entstehen konnten. Mitten im quirligen Hamburg finden hier Fremde jedweder Couleur ein Zuhause auf Zeit und bereichern mit ihrer Art das Leben der rüstigen Powerfrau. Die lernt durch ihr Bed & Breakfast Fremdsprachen fast nebenbei und beherbergte schon Gäste aus über 30 Ländern! Vor allem Musiker lieben das bürgerliche Ambiente unter Stuck, das sie bei Margarethe erwartet. Viele Gäste, die in dieser Jugendstil-Atmosphäre auf Zeit logieren, wurden mit der Zeit zu einer Art Ersatzfamilie für Margarethe, die von ihren Gästen sogar auf Hochzeiten oder Geburtstage eingeladen wird.

Auszug des Nachwuchses kann Alltag neue Richtung geben

Diese schönen Beispiele – in der BILD der Frau wurden noch viele mehr vorgestellt – zeigen, dass der Lebensabschnitt von Frauen, der mit dem Auszug der Kinder einhergeht, dem Alltag eine ganz neue Richtung geben kann. Man weiß, dass nicht wenig Mütter damit hadern, wenn sich die Tochter oder der Sohn gen Studienort verabschiedet. Und die eben noch so quirlige Atmosphäre sich umwandelt in ein Ambiente aus Ruhe und Stille.

Wohl dem, der dann nicht auf die frei gewordenen Räumlichkeiten angewiesen ist und daraus ein Zuhause auf Zeit für Reisende schaffen kann. Zumal in Zeiten von booking.com, airbnb & Co., in denen der Großteil der Leute online bucht und das Generieren von Buchungen für Vermieter nahezu zum Kinderspiel geworden ist. Private Domizile dieser Art, wie die erwähnten Frauen sie  geschaffen haben, erfreuen sich außerdem großer Beliebtheit. Denn auch wenn heutzutage Flüge, Unterkünfte und Mietwagen häufig digital und anonym im Internet gebucht werden, so stehen doch individuelle Unterkünfte mit persönlicher Note ganz oben auf der Wunschliste von (Geschäfts)Reisenden.

Private Tipps, die eine oder andere persönliche Umsorgung mehr und ein Gästebett in einem harmonisch-familiären Umfeld, fernab anonymer Hotelketten: Das ist es, was ganz viele Reisende wollen und was wohl auch zukünftig stets gefragt sein wird. Mögen Algorithmen & Co. das Leben immer mehr bestimmen – es geht nichts über eine warmherzig-persönliche Note im Zuhause auf Zeit in der Fremde! Urlauber, Geschäftsreisende und Städte-Hopper wissen und lieben das.

Und deshalb wird es auch in nächster Zeit für viele Mütter, die ein großzügiges Heim ihr Eigen nennen, heißen: „Nachwuchs raus, Reisende rein!“

Bildnachweis: pexels.com

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Frau mit Kind auf dem Arm.

Einen Partner finden und eine Familie gründen – diese Pläne haben wohl die allermeisten Frauen im deutschsprachigen Raum. Allerdings gibt es in diesen Regionen gegenwärtig auch eine Menge  weiblicher Singles. Allein in Deutschland lebten 2018 über 16 Millionen Singles. Darunter viele Frauen, die neben dem Partnerwunsch auch einen Kinderwunsch haben.

Längst ist die Suche nach Mr. Right ins Web verlegt worden, die Anzahl der Singlebörsen ist für normale Leute, die nicht mit der Statistikbrille unterwegs sind, kaum mehr zu erfassen. Allerdings strahlt das Online-Dating oftmals ein trügerisches Bild aus, vermittelt vielleicht sogar auch falsche Vorstellungen. Gerade große Dating-Portale sind mit umfangreichen Kampagnen im Netz und auch offline präsent, die die Botschaft transportieren: „Digital finden sich alle“. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil: man sagt dem Online-Dating auch nach, dass durch selbiges die Partnersuche unverbindlicher geworden ist. Und wie oft hört man – auch im eigenen Freundeskreis – den Satz: „Man lernt heutzutage gar keinen mehr kennen“.

Nun ist es freilich ein Unterschied, ob man mal über einen gewissen Zeitraum keinen Mann kennenlernt oder aber dieser Zustand anhält. Und bei betroffenen Singlefrauen die ersehnte Familie samt Kinder in weite Ferne rückt.

Singlefrau mit Kinderwunsch im Porträt

Ein solches Beispiel ist dieser Tage im SPIEGEL, Ausgabe 18, vom 27. April 2019, veröffentlicht worden.

Dort wird die 42jährige Katja porträtiert. Eine Frau, die im Top-Management einer internationalen Unternehmensberatung arbeitet und nach einer gescheiterten Beziehung über die einschlägigen Datingportale im Netz einen neuen Partner sucht. Denn sie hat einen brennenden Wunsch – ein Kind.

Der richtige Kandidat lässt allerdings auf sich warten und so fasst sie den Entschluss, sich in einem Münchener Kinderzentrum behandeln zu lassen. Dem SPIEGEL erzählte sie ihre Geschichte. Sie handelt davon, wie die taffe Frau ihre regelmäßigen Fahrten zur Behandlung in die Kinderwunschklinik vor den Kollegen geheim hält. Wie sie sich unter Narkose Eizellen entnehmen lässt und diese Prozedur im Zusammenhang mit ihrem Wunsch nach einem Kind schon 14 mal hinter sich hat, als das Nachrichtenmagazin sie porträtiert. Kostenpunkt bis dato dafür: 105 000,00 Euro.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL äußert sie Unverständnis darüber, dass es in der Gesellschaft so wenig Akzeptanz für Solo-Mütter oder solche, die es werden wollen, gibt. Auch rechtlich ist die Lage hierzu alles andere als geklärt. Alleinstehende Frauen in Kinderwunschzentren mit gespendeten Samen zu behandeln, ist hierzulande weder erlaubt noch verboten.  Laut dem SPIEGEL verzeichnet beispielsweise das Kinderwunschzentrum in München wöchentlich zwei bis drei Anfragen von Singlefrauen. Oftmals müssen sie jedoch Nachweise über ihr Vermögen erbringen, damit Ärzte sie behandeln. Die Mediziner wollen nicht selten im Vorab geklärt wissen, wer im Ernstfall für den Unterhalt der Kinder aufkommt, im Falle der Solo-Mutter stößt etwas zu.

Kinderwunsch per Samenspender

Katja K., die im SPIEGEL porträtierte Frau, hat sich von alledem nicht abhalten lassen und sich bei einer dänischen Samenbank einen Spender ausgewählt: 19 Jahre jung, blauäugig und blond.

2016 startete sie ihren ersten Versuch. Doch die in ihren Uterus eingeführten Samen führten nicht zu einer Schwangerschaft. Vier fehlgeschlagene Versuche folgten. Danach ließen die Ärzte durch eine Hormonbehandlung mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen, entnahmen diese unter Narkose und spritzten die Spermien außerhalb des Körpers von Katja K. in einer Petrischale direkt in die Eizelle. Kommt es bei dieser Methode zu einer Befruchtung, ist die weitere Verfahrensweise so, dass zwei bis fünf Tage später ein oder zwei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Zweimal wurde Frau K. auf diese Art schwanger, zweimal waren es Fehlgeburten. In ihrer Hoffnung hatte die Singlefrau schon nach einer Hebamme Ausschau gehalten…Die Enttäuschung dürfte groß gewesen sein, doch sie gab nicht auf. Zumal sie sich im Alter von 39 und 40 Jahren Eizellen hat entnehmen und diese einfrieren lassen.

Im SPIEGEL findet sich auch der Hinweis darauf, wie stark sich Katja K. für den Wunsch, ein eigenes Kind zu haben, finanziell einschränkt. Urlaub, Karriere, die weitere Partnersuche – alles steht hintenan für das Bestreben nach eigenem Nachwuchs. Trost, Rat und Unterstützung wird solchen Frauen vor allem im Internet geboten – in speziellen Kinderwunsch-Foren, in denen zukünftige Solo-Mütter jedweder Couleur unterwegs sind.

Die Zielstrebigkeit nach dem eigenen Kind zahlt sich für die porträtierte Karrierefrau Katja aus: eines Tages ist sie tatsächlich schwanger. Und hofft, dass das Kind diesmal bei ihr bleibt, ihr eine weitere Fehlgeburt erspart wird. Sachen für das Kind bestellt sie in verschiedenen Geschäften, macht aber aus, dass sie all das erst nach der Geburt abholt. Verständlich. Wer möchte in so einer Situation und nach einer womöglich erneuten Fehlgeburt schon von lauter Dingen für`s Baby umgeben sein?

Die Odyssee zahlt sich aus – die Solo-Frau ist schwanger!

Und tatsächlich: Katja K. wird im Frühherbst 2018 Mutter – bekommt eine Tochter. Alles verläuft ohne Komplikationen, das Kind ist gesund. Im SPIEGEL erfährt man dann am Ende des Artikels, dass die frischgebackene Mutter nun neue Pläne hat:  ein weiteres Kind! Dafür hat sie bereits bei der Samenbank und im Kinderwunschzentrum vorgesorgt.

Eine einerseits schöne, andererseits aber auch irritierende Geschichte.

Schön deshalb, weil man der Frau ihr Glück gönnt und irritierend deshalb, weil man sich schon die Frage stellt, wie dieses – ja, man kann es ruhig sagen – „Erzwingen“ eines Kindes zu bewerten ist? Zumal vor dem Hintergrund, dass parallel dazu unzählige alleinerziehende Frauen ihren Familienstatus als nicht wirklich optimal einschätzen. Und es auch kein leeres Gerede ist, wenn es heißt, dass zu einem Kind Mama UND Papa gehören. Andererseits gibt es auch viele, viele Familien, die aus Mutter, Vater und Kind(ern) bestehen und in denen es dem Nachwuchs gar nicht gut geht. Die Medien sind voll von Berichten über Missbrauch und Gewalt.

Fazit: letztlich kann man sich in einem Fall wie diesem kein Urteil erlauben, finde ich. Die Frau ist glücklich, dem Kind geht es gut – warum eigentlich nicht? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese kinderliebende Frau und Mutter (die für ihren Nachwuchs ganz alleine sorgte) mit solch` einem Job, der ein Top-Einkommen garantiert, auch nicht die Regel ist. Letztlich konnte sich die im SPIEGEL porträtierte Frau ihren Wunsch nach Nachwuchs nur erfülen, weil die finanziellen Voraussetzungen gegeben waren.

So oder so ist es auf jeden Fall eine Geschichte, die nachdenklich macht!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

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Kind mit Spielzeugauto

Wenn Kinder sich einer Operation unterziehen müssen, ist das oft für alle Beteiligten eine unangenehme Situation. Für die Kleinen ganz besonders und für die Eltern sowieso. Für diese Situation ist jetzt einem Krankenhaus in den USA die Top-Idee schlechthin gekommen! Nämlich die Idee der Anschaffung von Mini-Autos für die kleinen Patienten.

Das „Doctors Medical Center“ in Kalifornien hat diese kleinen Gefährte angeschafft, um Kinder, denen eine Operation bevorsteht, zu beruhigen. Und natürlich, um sie abzulenken. Die Kids steigen in das Auto (einen Mercedes und einen Beetle in der Mini-Ausgabe) ein und rollen direkt in den Operationssaal. Durch diese Abwechslung konzentrieren sie sich mehr auf den Fahrspaß, als auf ihre Angst und darum geht es ja schlussendlich.

Laut einer Op-Schwester geht der Plan auf, wie gegenüber der Redaktion „CBS News“ zu vernehmen war. Meist verschwindet die Angst der kleinen Patienten dann von ganz allein und im Endeffekt nützt es auch den Eltern was. Denen dürfte nämlich der größte Stein vom Herzen fallen, wenn ihre kleinen Lieblinge so von einem operativen Eingriff, der Ihnen bevor steht, abgelenkt sind.

Wer sich ausschauen möchte, wie die Mini-Autos im Original ausschauen, der klicke hier.

Recherche-Nachweis: Ostsee-Zeitung.de

Bildnachweis: (Symbolbild): pixabay.com

 

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wie immer…! Doch warum sich nur auf Vorhaben fokussieren, die man `eh nie großartig durchhält (mehr Sport, weniger Essen, neues Hobby usw….)? Durch eine Freundin, die alleinerziehend und Mitglied in einer Single-Eltern-Gruppe auf Facebook ist, wurde ich auf ein Posting in einer solchen Gruppe aufmerksam, das sich mit bewussterem Einkaufen und Sparen als Vorsatz für`s neue Jahr befasste.

Eine alleinerziehende Mutter hatte den Post erstellt, meine Freundin zeigte ihn mir.

Er lautete:

  • Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusster und sparsamer mit meinem Geld zu wirtschaften …
  • Kaffee to Go wurde letztes Jahr schon verbannt ….
  • Einkaufen geh ich jetzt bei Lidl und nicht mehr bei Edeka ….

Habt ihr noch Tipps – es geht nicht um sparen um zu müssen, sondern um bewusster mit Geld umzugehen, um auch Reserven aufbauen zu können. Ich hab mir zB neue „Tupper“dosen gekauft und koche jetzt öfter mehr – und auf Vorrat, gehe mit mehrfach Einkaufstüten einkaufen etc. Also – alle Tipps: gern gesehen“

Die Zeilen fanden Anklang und die angeregten Tipps kamen reichlich. Natürlich eignen sie sich nicht nur für Ein-Eltern-Familien, sondern auch für Familien und Singles ohne Kinder.

Für`s Sparen haben die meisten ihre individuellen Tipps

Mir fiel auf, dass viele User davon sprachen, auf verpackte Lebensmittel verzichten zu wollen und auch die Alternative „Fahrrad statt Auto“ wurde thematisiert.

Interessant war es vor allem, davon zu lesen, mit welchen coolen, individuellen Tricks sich die User der Gruppe einem bewussteren und sparsameren Alltag widmen.

Eine Frau bekannte:

Ich trinke fast nur Leitungswasser. Schont die Umwelt und den Geldbeutel

Auch bei einer anderen Userin war das ein Thema, sie hatte aber noch einige Tipps mehr auf Lager, vor allem im Hinblick auf das liebe Geld – Zitat:

Ich habe einen Budgetplan gemacht. Alles was vom Konto abgeht bleibt drauf. Der Rest wird abgehoben. Dann nach Haushaltsplan aufgeteilt, der Rest geht sofort in einen Sparpot. Wenn das Budget für Ausgehen aufgebraucht ist, dann geht’s eben in dem Monat nicht mehr. Das Selbe mit Friseur oder Kleidung. Was weg ist ist weg. Klappt super. Vor Allem seit ich nicht mehr mit ec Karte zahle.

Dann haben wir einen Wassersprudler gekauft und ich gehe nur einmal oder maximal 2mal in der Woche einkaufen nach Plan, was ich kochen will. Spart ne Menge Geld, weil man so dieses zusätzlich mal hier Süßkram, mal da Chips spart.“

Das Thema Kochen hatten mehrere Mitglieder der Gruppe auf dem Schirm. Kein Wunder: hier ist gute Planung tatsächlich alles, allein es wird oftmals nicht umgesetzt. Das kenne ich auch von mir. Wie oft schon habe ich mir vorgenommen, am Wochenende einen Kochplan für die gesamte Woche aufzustellen, so richtig umgesetzt habe ich es noch nie.

Selber kochen heißt Sparen!

Dabei dürfte das ein Vorhaben sein, das sich total auszahlt, wenn man es denn wirklich konsequent angeht. Auch wenn es Zeitgenossen gibt, die meinen, das alles sei ein Relikt aus Omas Zeiten. Man bedenke dabei: viele Omas hatten aber doch irgendwie immer was im Sparstrumpf….!

Eine Frau schreibt hierzu folgendes:

„Bei mir hat ein Wochen-Essensplan Wunder bewirkt. Wir planen am Samstag für die ganze Woche und ich mache einen großen Einkauf. Dann muss ich nicht so oft einkaufen und gebe nicht jedes Mal Geld für „Beifang“ aus.“

Für das Wort „Beifang“ bekam diese Userin sehr viel Zuspruch und entsprechendes Feedback. Es scheint also tatsächlich vielen, vielen Leuten so zu gehen, dass sie beim normalen Einkauf oftmals spontan überflüssige – oder sagen wir: nicht wirklich benötigte – Dinge einkaufen. Auch das kenne ich von mir…!

Weitere Tipps zum Thema zeigten auf, was man mit Kreativität alles so zaubern kann, so zum Beispiel dieser Kommentar:

Viele Dinge selber machen. Gekocht wird nur frisch, keine Fertigprodukte. Aber auch Dinge wie Waschmittel, Shampoo möchte ich dieses Jahr selbst herstellen, der Umwelt zuliebe, der Gesundheit zuliebe. Weiter bewusster einkaufen. Weniger plastikverpackungen. Nur, was aich verarbeitet und gegessen wird kaufen. Reste besser verwerten, haltbar machen. Habe mir zB einen Dörrautomat gekauft, um zB Äpfel zu dörren, die anstelle von Süßkram gegessen werden können. Was ich ebenfalls ändern möchte, mehr mit dem Fahrrad fahren, sobald es das Wetter zulässt. Spart Benzin, tut der Gesundheit gut.

So manche(r) geht seine Vorhaben richtig profimäßig an, das zumindest geht aus den Zeilen einer Frau vor, die sich wie folgt organisiert:

Ich habe alle Fixkosten des Jahres gezwölftelt und addiert. Dieser Betrag geht jeden Monat auf ein Girounterkonto. Wenn die Abbuchung in dem jeweiligen Monat kommt, nehme ich den Betrag von diesem Konto wieder auf mein normales Girokonto. Da ist eine Pauschale für Tierarzt, Urlaub, Elektrogeräte, Klassenfahrt, Autoreparatur, Versicherungen, alles, was nicht mtl. abgebucht wird. Und dann verzichte ich auch auf jegliches auf der Straße zu kaufendes a la Café to go… Ich gehe recht gern zu Aldi und Lidl und meide Rewe und Edeka.
Ich kaufe kaum noch mehrPackungen von etwas, nur weil der Artikel im Angebot ist. Die Werbeprospekte schaue ich dreimal durch, um wirklich zu hinterfragen, ob ich das wirklich brauche, sollte mir was gefallen haben. Wir essen den Kühlschrank leer, bevor ich neu plane, also bis auf Butter, Marmelade…

Beim Thema Geld erhielt die Möglichkeit, monatlich eine gewisse Summe des Familienbudgets ohne Wenn und Aber vom Konto abzuheben und zu sparen, Zuspruch. Allerdings klappt das nicht bei jedem und da geht es mal wieder den „Menschen so, wie den Leuten“….wie man so sagt.

Aber lesen Sie selbst, was ein Mann diesbezüglich kommentierte:

„Ich versuche das jedes Jahr aber klappt nicht weil sobald ich ein kleine Summe erspart habe geht was genau in der Höhe kaputt! Spare ich nicht bleibt alles heile!“

Auch eine Möglichkeit, ohne viele finanzielle Einbußen durch den Alltag zu kommen…So oder so: diese Tipps und Vorhaben zum Thema Sparen und bewusster leben sind es auf jeden Fall wert, dass man sie sich einmal durch den Kopf gehen lässt. Und sie mit dem eigenen Lebensstil abgleicht.

Warum nicht das eine oder andere davon umsetzen, vor allem jetzt, am Jahresanfang, wo die Motivation, Dinge neu anzugehen, bei vielen ja doch noch hoch ist?

Und wenn die Motivation erst einmal über gegangen ist in ein reguläres Alltagsverhalten, dann hat man es geschafft. Vor allem dann, wenn der Blick auf`s Konto und in den Abfalleimer doch ein wenig mehr (Geld) und auf der anderen Seite weniger (Müll) verheißt.

Insofern: mit diesen coolen Tipps sollte sich doch das neue Jahr gut angehen lassen!

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