Ein Gastbeitrag von Rosanna. Die meisten Frauen kennen das sicher: da hat man einen Mann kennengelernt, das erste Date erfolgreich hinter sich gebracht, sich vielleicht mal zwischenzeitlich schon wieder getroffen – aber dennoch passiert nicht wirklich was. Und so dümpeln viele Kennenlernphasen öde vor sich hin.

Problematisch ist das vor allem für Frauen, die sich in den jeweiligen Mann verliebt haben und verständlicherweise genervt und ungeduldig sind, wenn es irgendwie nicht weitergeht.

Sprich: von ihm keine aktiven und zeitlich kurz aufeinanderfolgende Vorschläge für ein nächstes Treffen oder/und gemeinsame Unternehmungen kommen.

Viele Frauen klagen in unzähligen Online-Foren im Internet ihr Leid über zähe Kennenlernphasen, dabei ist das Ganze eigentlich recht einfach.

Denn: eine Kennenlernphase, in der es nicht voran geht und die vor allem aufseiten des betreffenden Kandidaten nicht forciert wird, dürften so gut wie immer zum Scheitern verurteilt sein.

Betroffene Frauen sollten deshalb die Zeichen und Signale klar erkennen und sich nicht verrennen, wenn sie bemerken, dass da von ihm sehr wenig kommt. Es kann in einer solchen Situation nämlich gut sein, dass er noch mehrere Eisen im Feuer hat und der Grund seiner kärglichen Meldefrequenz im Treffen weiterer Frauen liegt.

Dass er zwischendurch immer mal von sich hören lässt, ist klar, denn ein solcher Dating-Typ bedient sich lediglich der Taktik des Warmhaltens.

Da Sie aber bestimmt auf keinen Fall (s)ein Topf auf seinem „Warmhalte-Herd“ sein wollen, sollten sie sein Agieren in einer solchen Situation kennen und selbiges durchschauen.

Das geht nämlich ziemlich schnell, man (FRAU) muss nur seine Kommunikation richtig einzuordnen wissen.

Insofern liefere ich Ihnen hier mal zwei Beispiele aus meiner Datingwelt. Die zwei Kandidaten, um die es geht, hatte ich jeweils online kennengelernt und mit beiden befand ich mich in einer – wenn auch stockenden – Kennenlernphase.

Dass eine Fortsetzung dieser von den jeweiligen Herren nicht wirklich gewünscht war, brachten zwei simple Ausreden, die auch umgehend von mir als Ausreden erkannt wurden, ans Tageslicht.

Da war zum Beispiel Thomas (Name geändert). Mit ihm befand ich mich bereits in einer fortgeschrittenen Kennenlernphase. Allerdings nervten mich seine festen Anruf- und „Melde“-Zeiten, neben denen kaum weitere Telefonate oder eine anderweitige Kommunikation möglich waren.

So meldete sich Thomas jeweils morgens mit einer „Gute-Morgen“-SMS und abends um Punkt 20.15 Uhr in Form eines Anrufes.

Davor und danach war Funkstille. Als ich ihn abends mal nach 22.00 Uhr erreichen wollte, war sein Handy aus. Leider sahen wir uns auch sonst sehr selten, da Thomas nach eigenen Aussagen geschäftlich zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden pendelte.

Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, weiter in der Singlebörse, in der wir uns kennengelernt hatten, aktiv zu sein. Ich bemerkte das, als ich eine Newsletter-E-Mail des besagten Dating-Portals erhielt und diesen abbestellen wollte. Versehentlich gelangte ich jedoch mit einem Klick auf das Portal, direkt in der großen Kandidaten-Galerie. Und siehe da: sein Profil wurde sofort als eines der Profile, die gerade online sind, angezeigt.

Nachtigall ick hör Dir trapsen!

Natürlich konfrontierte ich ihn beim nächsten 20.15-Uhr-Anruf sofort mit meiner Entdeckung.

Die Ausrede folgte freilich auf dem Fuße und sie lautete:

„Du, ja – das stimmt, ich war online, aber weißt Du warum?! Weil ich mich gerade abmelden wollte!“

Ja, ist klar….Ich glaubte ihm natürlich kein Wort und diese Kennenlernphase hatte sich somit auch überlebt.

Dass diese plumpe Ausrede allerdings noch getoppt werden sollte, erfuhr ich bei einem anderen Kandidaten – Enrico (Name natürlich wieder geändert!).

Auch hier zog sich die Kennenlernphase schon eine ganze Weile hin, ohne dass wir erkennbar „weiter kamen“.

Zwar waren Enrico und ich schon nach kurzer Zeit im Bett gelandet, aber das sagt heute ja nicht wirklich was aus.

Sein Meldeverhalten jedenfalls war schleppend und mit den Erfahrungen von heute, weiß ich, dass es eher Desinteresse war, aber leider, leider wollen ja auch solche Erfahrungen erstmal gemacht sein…

Jedenfalls wartete ich eines Tages auf einen vereinbarten Anruf von ihm, der nicht kam. Irgendwann ging ich ins Bett.

Am nächsten Tag las ich seine Nachricht, die da lautete – und jetzt kommt´s! – dass er beim Wäschewaschen eingeschlafen war.

Beim Wäschewaschen!

Wie man sich das vorzustellen hatte, blieb nebulös, in seiner Nachricht schilderte er es so, dass man annehmen musste, er hätte seine Wäsche aufgetürmt und gen Waschmaschine bugsiert und ist währenddessen eingeschlafen.

Wie auch immer – Einzelheiten zu dieser schrägen Ausrede kamen nicht mehr. Dafür aber zwei Tage später eine Mail von Enrico.

Er wollte mich nicht mehr treffen. Seine Gefühle reichten für „mehr“ nicht aus.

Ob ihm diese Erkenntnis beim Wäschewaschen gekommen ist, ist unklar.

Klar ist, dass manche (nein: viele) Männer während der Kennenlernphase um schräge Ausreden nicht verlegen sind. Vor allem dann nicht, wenn sie diesen Prozess eigentlich beenden wollen.

Wichtig ist in solchen Fällen nur, dass Frauen den Sinn hinter diesen schrägen Ausreden auch erkennen.

Also: bleiben Sie beim Dating wachsam und hören Sie vor allem auf Ihren Bauch. Und auf Ihren gesunden Menschenverstand!

Der besagt ganz sicher, dass verliebte Männer eher beim Herzblatt Ihrer Wahl sind, als Waschmaschinenknöpfe zu bedienen – oder?!

Bildnachweis: pexels.com

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