Frau auf Wiese in der Sonne

Spüren Sie, dass da noch viel mehr in Ihnen steckt? – Sie wissen nur nicht so recht, was es ist?  Dann geht es Ihnen wie so vielen anderen Menschen!  Wahrscheinlich sind Sie im Alltag gut eingespannt, haben viele Termine und kaum noch Zeit mal richtig Luft zu holen. Innerlich spüren Sie, wie so langsam die Unzufriedenheit in Ihnen aufsteigt und Sie wissen, das kann es doch nicht sein. Kennen Sie das?

Weibliche Stärke schlummert oft im Verborgenen

Damit Sie wieder herausfinden, was noch in Ihnen steckt, möchte ich Ihnen nun folgendes empfehlen: investieren Sie etwas Zeit in sich und fragen sich:

  • Was mache ich gerne?  
  • Bei welcher Tätigkeit vergesse ich Raum und Zeit? 
  • Was würde ich am liebsten gleich nach dem Aufstehen tun? 
  • Wofür schätzen mich meine Freunde? 

Spüren Sie mal in sich hinein und seien Sie ganz ehrlich zu sich selbst – unabhängig, ob diese Tätigkeiten jetzt Sinn ergibt oder nicht. Schreiben Sie alles, was Ihnen einfällt.

Gehen Sie dem nach, das Sie begeistert! 

Nun suchen Sie sich 1-2 dieser Tätigkeiten aus und machen sie. Finden Sie wieder die Freude am Tun und integrieren Sie diese Tätigkeiten in Ihren Alltag. Versuchen Sie so oft, wie möglich, das zu tun, was Ihnen Freude macht und Sie zum Strahlen bringt. 

Je öfter Sie wieder das tun, was Ihnen Spaß macht, desto mehr kommen Sie wieder zurück in Ihre Kraft. Sie beginnen wieder, sich wahrzunehmen und zu spüren, was Sie erfüllt und was nicht. Probieren Sie es aus! 

Mit diesem Wissen können Sie nun beginnen, auszumisten und sich von den Tätigkeiten und Terminen trennen, die Sie nur aus Pflichtbewusstsein und/oder Mitgefühl gemacht haben, aber schon lange keine Freude mehr daran hatten. Glauben Sie mir, Sie werden sich danach sehr befreit und gelöst fühlen. 

Dies ist ein sehr wichtiger Meilenstein, um wieder Ihre Stärken dauerhaft zu reaktivieren! 

Zeigen Sie Ihre Stärken und Talente! 

Denn je befreiter Sie sind und Sie dadurch auch wieder mehr Zeit für sich gefunden haben, zeigen sich ihre Stärken und Talente. Sie spüren immer deutlicher, was noch alles in Ihnen steckt und sich zeigen will. Lassen Sie es zu und probiere weitere Dinge aus!

Wenn Sie einmal erkannt haben, was Sie wirklich gerne tun und wie Sie wirklich sind, beginnt meist auch die Veränderung im Außen.  Nicht selten stoßen Sie dann auf Kritik und Unverständnis! Wenn dies auch noch aus Ihrem unmittelbaren Umfeld kommt, kann das schon sehr weh tun und Sie dazu verführen, wieder in das alte Fahrwasser zurück zu rudern. 

Um dem zu widerstehen, dürfen Sie innerlich spüren, warum Sie diese Dinge tun wollen. 

Frau lachend

Weibliche Stärke hat viele Facetten

Was ist Ihr Warum? 

Mein „Warum“ ist, dass es mich erfüllt, Frauen zu ermutigen, wieder selbstbewusst zu sich zu stehen und ihre Potenziale zu leben.  Das möchte ich ortsunabhängig und selbstbestimmt tun können. 

Je klarer Sie ihr „Warum“ innerlich spüren, desto stärker entfacht sich eine Kraft und ein Feuer in Ihnen, die Ihnen helfen, jeder Kritik selbstsicher entgegen zu treten – egal von wem sie kommt. Zusätzlich werden Sie feststellen, dass sich die anfängliche Kritik in Respekt Ihnen gegenüber wandelt! 

Glauben Sie an sich und Ihre Fähigkeiten

Lassen Sie sich nicht verunsichern oder zurückwerfen, sondern glauben Sie an sich und spüren Sie Ihre Kraft! Das ist oft leichter gesagt als getan. Daher möchte ich Ihnen hierfür noch 3 Tipps geben:  

Verbinden Sie sich mit Gleichgesinnten! 

Gleichgesinnte wissen selbst genau, welche Schwierigkeiten auftreten können und bestärken Sie in Ihrem Tun! Dies gibt unheimliche Kraft und diese positive Energie trägt Sie über Tiefs hinweg.

Nehmen Sie sich selbst wichtig! 

Nehmen Sie sich mindestens genauso wichtig wie Ihre Familie. Nehmen Sie sich einmal in der Woche Zeit für sich selbst und machen Sie dann das, was Ihnen Freude macht. Sie haben dann Zeit nur für sich, keiner redet  Ihnen rein und nur Sie entscheiden, was Sie tun! Das ist Selbstfürsorge pur und enorm wichtig, um sich selbst zu spüren und zu leben! 

Nein ist ein vollständiger Satz! 

Wenn Sie gefragt werden, ob Sie wieder Verabredungen oder Aufgaben übernehmen können zu denen Sie aber keine Lust haben, dürfen Sie NEIN sagen und zwar ohne schlechtes Gewissen!  Nein ist ein vollständiger Satz und braucht keine Rechtfertigung. Ihr Gegenüber darf das akzeptieren und lernt dadurch, Sie noch mehr zu respektieren, wenn Sie dann auch mal wieder „Ja!“ sagen! 

Selbsterkenntnis bringt Sie zurück in Ihre Kraft

Je besser Sie sich kennen und spüren, was Ihnen gut tut, umso leichter und schneller können Sie Situationen, Verhalten und Gewohnheiten ändern, um das zu erreichen, was Sie wirklich wollen. Sie kennen Ihre Stärken und können diese gezielt einsetzen. Sie kennen Ihre Bedürfnisse und richten Ihr Leben danach aus. Schritt für Schritt gestalten Sie sich so ein erfülltes Leben, das wirklich zu Ihnen passt und Ihnen gefällt!

Hört sich das nicht wundervoll an? Dann starten Sie am Besten jetzt gleich und werden Sie zu der besten Version Ihrer Selbst! 

Viel Erfolg! 

Silke Kromer 

Über die Gastautorin:

Frau in rotem Kleid

Silke Kromer coacht Frauen, denen bewusst ist, dass weibliche Stärke in ihnen steckt

Silke Kromer (im Bild) hilft mit ihren numerologisch-basierten Beratungen bewussten Frauen, die spüren, dass noch mehr in ihnen steckt, zu sich und ihren Stärken zu stehen, ihre Potenziale zu entfalten und sich mit gesundem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ihr Leben so zu gestalten, wie es wirklich zu ihnen passt und sie erfüllt.

Mehr Informationen hier.

Bildnachweise: Canvas, Simone Wuchenauer

"

Ein Gastbeitrag von Birgit. „Immer müde“ – das soll hier im Gastartikel mein Thema sein. Denn ich habe die Erfahrung vor kurzem gemacht und denke, dass es bestimmt vielen Frauen da draußen ebenso ergeht und ich mit meinem Erfahrungsbericht ein wenig Orientierung bieten kann.

Die totale Müdigkeit erreichte mich vor Weihnachten. Von jetzt auf gleich, ohne Vorwarnung. Wenn ich morgens aus dem Bett stieg, fühlte es sich an, es hätte ich höchstens eine Stunde geschlafen. In der Stunde, in der sich mein Kind für die Schule fertig machte und ich in der Zeit die Schulbrote bestrich, kam ich kaum heraus aus dem Gähnen.

Müde bis in den letzten Knochen

Die extreme Müdigkeit machte es mir sogar schwer, eine Zeitlang stehend zu verbringen. Ich fühlte mich bis in den letzten Knochen müde und war froh, wenn ich die Pausenbrote geschmiert und eine Gelegenheit zum Hinsetzen hatte. Da mein Kind im Bad stets seine Zeit braucht, trank ich in der Zeit in Ruhe einen Tee in der Küche. Vom Kaffee bin ich schon lange weg, weil ich ihn auf Dauer schlecht vertrage. Aber ich denke, dass er mir auch nicht viel bei meinem Problem, stets müde zu sein, geholfen hätte.

Und während meiner ruhigen Minuten bei einer dampfenden Tasse Tee, schlug sie dann auch wieder zu: die Müdigkeit. Aber wie! Ich kann mich an keine Zeiträume in meinem Leben erinnern, in denen ich nach dem Aufstehen so unendlich müde war.

Wie mit dieser Müdigkeit die nächsten Tage überstehen?

Ich weiß noch, wie mich die blanke Panik befiel: es war kurz vor Weihnachten und mein einziger Gedanke war, wie ich das Fest wohl überstehen sollte, mit dieser Müdigkeit? Da ich eine verständnisvolle Frauenärztin habe, habe ich sofort einen Termin bei ihr bekommen, denn meine Ahnung war, dass es bereits die Wechseljahre sein könnten. Ich bin etwas über Mitte Vierzig.

Das wollte ich abklären lassen.

Die Tage bis dahin verbrachte ich manches Mal so, dass ich, nachdem mein Kind zur Schule gegangen war, wieder ins Bett ging und noch ein, zwei Stunden schlief. Ich arbeite von Zuhause aus, muss also nicht alltäglich mein Haus für den Job verlassen.

Wenn ich mich doch soweit fühlte, die Arbeit am Schreibtisch anzugehen, dann musste ich nach circa drei Stunden schon wieder abbrechen. Ich war zu müde und konnte mich kaum auf den Beinen – beziehungsweise auf dem Stuhl – halten…!

Auch am Nachmittag extrem müde

Meist legte ich  mich in so einer Situation noch einmal hin, aber ein Zustand war das freilich nicht. Zumal sich die Müdigkeit auch in den Nachmittag zog. In Zeiten, in denen mit meinem Kind ein wenig Spielplatz oder ein Spaziergang in der Natur anstand, war ich wiederum extrem müde. Es fiel mir auch sehr schwer, mit dem Nachwuchs dann später die Hausaufgaben anzugehen. Ich schlief fast dabei ein! Das Dilemma betraf freilich auch die Hausarbeit, ich schaffte vor Müdigkeit kaum etwas. Der Horror vor den bevorstehenden Feiertagen wurde denn auch immer größer. Mein Partner war nicht wirklich eine Hilfe, denn er arbeitet wochentags auswärts. Eine Wonne waren natürlich die Wochenenden, an denen er da war und ich ausschlafen konnte. Allerdings braucht man auch keinen Familienausflug anzugehen, wenn einer der Familie erst nach eins aus dem Bett findet…! Nicht schön.

Zwischenzeitlich bemühe ich Google und gab „immer müde“ in den Suchschlitz ein. Das half aber auch nicht viel, denn „Dr. Google“ ist nun wahrlich kein guter Ratgeber in Sachen Symptome. Für mich jedenfalls nicht. Denn dem Wörtchen „müde“ folgten unzählige Treffer, die zu vermeintlichen Krankheitsbildern führten, die man aufgrund von Müdigkeit vielleicht ja schon haben kann.

Nichts für mich!

Gründliche Untersuchung in Sachen Müdigkeit

Umso froher war ich, als der Tag des Termins bei der Frauenärztin anbrach. Sie befragte mich gründlich, untersuchte mich, nahm Blut ab. Kurz darauf hatte ich schon das Ergebnis: eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Und Entwarnung: die Wechseljahre waren es noch nicht. Wie schön! Ich bin zwar – wie erwähnt – noch keine Fünfzig,  aber man (FRAU) weiß ja nie…!

Ich bekam Tabletten verordnet und nehme diese jetzt erst einmal. In zwei Monaten bin ich dann wieder bei der Frauenärztin bestellt, damit die checken können, ob die Arznei was bewirkt hat.

Zusätzlich nehme ich auf Anraten einer Freundin noch Vitamin D-3-Tabletten. Diese sollen das wenige Sonnen- und Tageslicht, das man ja als typischer Home-Office-Mensch zu sehen bekommt, ausgleichen. Der besagten Freundin haben diese Tabletten auch dergestalt geholfen, dass sie nicht immer so müde war. Sie kennt dieses Phänomen nämlich auch! Allerdings hat sie keine Probleme mit ihren Schilddrüsenwerten.

Deshalb – und was ich prinzipiell mit diesem Artikel hier sagen will -: stets müde zu sein, kann die verschiedensten Ursachen haben! Das sollte jedem klar sein. Wichtig ist, dass dieses belastende Phänomen untersucht wird.

Wer über einen längeren Zeitraum hinweg von einer bleiernen Müdigkeit befallen wird, sollte deshalb den Gang zu einem Arzt des Vertrauens nicht scheuen! Ob Hausarzt oder – wie bei mir – der Frauenarzt, das ist ganz egal. Hauptsache, man klärt es ab.

Dauermüdigkeit hat immer eine Ursache!

Denn: eine Ursache hat die Dauermüdigkeit eigentlich immer und kaum jemand kann müde seinen Alltag bewältigen. Ganz klar.

Klar ist aber ebenso, dass die Ursachen der Müdigkeit so individuell sind, wie die verschiedenen Menschen selbst. Und: was „Schlimmes“ ist es selten, was uns müde macht. Deshalb unbedingt einen Arztbesuch ins Auge fassen.

Denn: die Alternative ist nicht wirklich alltagstauglich!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Ein Gastbeitrag von Madeleine. Man sagt ja, dass Freunde oftmals mit Passagieren in Zugabteilen vergleichbar sind – sie kommen und gehen. Oder anders gesagt: manche fahren – sinnbildlich gesehen – eine ganz weite Strecke mit einem, andere steigen rasch wieder aus und wieder andere fahren vielleicht die ganze Strecke mit.

Ich finde, dass das ein sehr guter Vergleich ist, besser kann man es eigentlich in Sachen Freundschaft gar nicht ausdrücken.

Und wenn so Mitte Vierzig ist, schaut man doch schon mal zurück auf die eigene, bisherige „Fahrt“ und stellt fest, dass man schon so manchen „Mitfahrer“ hatte, der dann irgendwann doch ausstieg.

In Sachen Freundschaft beginnt meine reguläre Erinnerung mit der Schule. Grundschule sagte man damals noch nicht, aber heute würde man es so nennen.

Ich wurde eingeschult und freundete mich sogleich mit Katrin an, einem Mädchen, das ebenfalls in meiner Klasse war. Es war eine sehr schöne Mädchenfreundschaft, die allerdings jäh` endete, als Katrin mit ihren Eltern wegzog. Das war vielleicht 18 Monate nach der Schuleinführung. Ich war sehr traurig, aber im Gegensatz zu anderen Freunden, deren Mitfahrt in meinem „Lebenszug“ (wenn man es wieder mit einem Zugabteil vergleicht) auch nicht lange währte, habe ich hier keine Erinnerung an eine lange Traurigkeit. Vielleicht war sie da, vielleicht überwand ich den Verlust aber auch schnell – ich weiß es nicht mehr. Es liegt wohl einfach zu lange zurück.

Wahrscheinlich hatte man aber auch seinerzeit in Sachen Freundschaft eine gewisse Unbeschwertheit, mit der man die Dinge anging, die man SO später nicht mehr hat, auch das kann sein.

Was es heißt, eine Freundschaft, die man verliert, nicht mehr wirklich unbeschwert wegzustecken, erfuhr ich viele Jahre später, vor dem letzten Schuljahr, mit 15.

Ich hatte – nachdem die erste, eingangs erwähnte, Freundin wegzog – schnell wieder Anschluss gefunden und fand das, was man eine Schulfreundin nennt: Ariane, eine Mädchen aus meiner Klasse.

Wir verbrachten die vielen Schuljahre damit, die Zeit nach der Schule zu vertrödeln, verliebten uns auf Klassenfahrten in Jungs, die wir nie wiedersahen und bummelten unzählige Male durch unsere Kleinstadt. Auch die Hausaufgaben erledigten wir nur zu oft zusammen, obwohl das manchmal gar nicht so einfach war, denn: wir waren beide nicht sehr gut in Mathe.

Eines Tages – ich erinnere mich noch wie heute an diesen Tag – eröffnete mir Ariane, dass sie und ihre Eltern umziehen werden.

Ich weiß noch, wie wir zwei zusammen an dem Verkaufsstand eines Kaufhauses standen, den man, da es so heiß war, kurzerhand vor dem Gebäude aufgebaut hatte.

Dass wir dort standen, war der sogenannten „Ferienarbeit“ geschuldet. Viele Schüler unserer Kleinstadt suchten sich in den Sommerferien einen kleinen Job, um etwas Taschengeld zu verdienen, so auch Ariane und ich, die in dem besagten Kaufhaus fündig wurden. Ich erinnere mich, dass wir viel Spaß hatten bei diesem Job, viel lachten und es uns überhaupt nicht wie Arbeit vorkam.

An diesem Tag jedoch war mir das Lachen vergangen. Es waren die letzten Tage vor Schulbeginn, vor der 10. Klasse – unserem letzten Schuljahr. Ariane erzählte mir, dass der Umzug wegen dem Beruf ihres Vaters nötig und die Entscheidung in ihrer Familie bereits gefallen ist. Ihr neuer Wohnort sollte Hunderte Kilometer von unserer Heimatstadt entfernt liegen. Ich war wie betäubt, als ich diese Hiobsbotschaft vernahm und der Ferienjob, den wir `eh nur noch ein paar Tage hatten, war gelaufen.

Wieder einmal stieg ein „Passagier“ auf „meiner Zugfahrt“ aus.

Es war furchtbar. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen, wie ich die vor mir liegende Zeit – und auch das letzte wichtige Schuljahr – ohne meine Ariane meistern soll.

Nun – wie es aber mit fast allem im Leben so ist: es ging. Musste ja. Ariane war weg und ich hing ein bisschen rum wie Falschgeld. Aber irgendwie packte ich es. Musste ich ja.

Nach dem Schulabschluss erfolgte der Start in die Ausbildung. Auch hier wimmelte es wieder von neuen Leuten. Ich fand Anschluss, ein paar Freundinnen, aber nicht wirklich eine „beste Freundin“. Erst später, als ich in meinem Beruf arbeitete, betrat eine neue Person „mein Zugabteil“ und sollte eine ganze Strecke mitfahren: Gesine.

Gesine lernte ich auf meiner damaligen Arbeitsstelle kennen und freundete mich schnell mit ihr an. Damals hatte ich einen Freund und auch Gesine war in einer Beziehung. Auch unsere Partner hatten einen Draht zueinander, so dass wir schöne Zeiten verbrachten: Gartenpartys, Unternehmungen, gemeinsame Urlaube – wunderbar!

Doch auch Gesine verlor ich irgendwann als “Mitfahrerin“ in meinem Lebenszug, der Grund dafür ist schnell erklärt: ich trennte mich irgendwann von meinem damaligen Freund und leider schlug sich unser bis dahin gemeinsamer Freundeskreis auf die Seite meines Exfreundes.

Aber ich überstand das. Und traf irgendwann Manuela wieder – eine junge Frau, die einst in meine Schule ging. Nicht in dieselbe Klasse, aber man kannte sich. Als ich sie wiedertraf, geschah das in meinem nun schon beruflich gefestigtem Umfeld. Wir kamen ins Gespräch, stellten viele Gemeinsamkeiten fest und irgendwann entwickelte sich eine Freundschaft, die Jahrzehnte dauern und eines Tages auf höchst traurige Art zerbrechen sollte.

In meinem Leben folgten dann ein neuer Job und auch ein Ortswechsel. Auch Manuela machte Karriere, in einer anderen Stadt. Unserer Freundschaft allerdings tat das keinen Abbruch, wir telefonierten jeden (!) Tag und sahen uns an freien Tagen oder an Wochenenden. Da auch Manuela Single war, konnten wir uns ganz auf unsere Freundschaft konzentrieren, die mit den Jahren immer vertrauter wurde. Wir fuhren gemeinsam in den Urlaub und verbrachten auch viele Feiertage zusammen. Irgendwann waren wir über den Status der Freundschaft fast hinaus, im positiven Sinne gesehen. Wir waren wie Schwestern! Und auch die Entfernung machte uns nichts aus – immerhin wohnten wir ja in verschiedenen Städten, die über Hundert Kilometer voneinander entfernt waren.

Durch das Telefon und die damit geführten, täglichen Telefonate waren wir immer im Alltag der jeweils anderen präsent, es gab nichts, was wir nicht besprachen.

In dieser Zeit, die sich über mehrere Jahrzehnte zog, stiegen in meinen Lebenszug natürlich auch andere „Passagiere“ zu – es entstanden parallel auch Freundschaften zu anderen Frauen. Oftmals lernte ich diese berufsbedingt kennen oder auch in meiner Freizeit.

Allerdings muss ich sagen, dass sich all diese Freundschaften irgendwann wieder gelöst haben – die „Mitfahrer“ sind wieder ausgestiegen aus meinem „Zugabteil“. Im Rückblick gesehen, kann ich bei manchen der verflossenen Freunde gar nicht mal so genau sagen, warum das so war.

Vieles verlief sich – wie man so sagt. Bedingt durch die Umstände des Lebens – Beruf, Familie, Kind, Haus und Hof – lief manche Freundschaft einfach sang- und klanglos aus, so dass man das erst richtig bemerkte, wenn diese Menschen nicht mehr im eigenen Leben präsent waren. Manchmal aber – auch das gehört dazu und soll ja auch bei Passagieren in Zügen vorkommen – gab es auch einen Streit, der dann kein Zurück mehr zuließ.

Ich bedauerte all diese vergangenen Freundschaften sehr, aber diese Verluste zogen mich nicht runter. Was auch daran liegen kann, dass ich seinerzeit ein sehr abwechslungsreiches Leben führte und ständig neue Menschen kennenlernte. Natürlich wurden viele NICHT meine Freunde, sondern blieben einfach Bekannte, aber so manche oder so mancher stieg doch zu – für ein paar Stationen mit mir in ein- und demselben „Zugabteil“.

Manchmal sogar für Jahre, aber nie für ewig.

„Ewig“ – dieses Attribut galt für mich nur für die Freundschaft mit Manuela. Auch sie muss so empfunden haben – was sich darin äußerte, dass wir beide manchmal lachend davon erzählten, wie wir wohl als alte Omis zusammen eine coole Senioren-WG aufzogen und uns am Kamin endlos über alte Zeiten austauschen.

Zwischenzeitlich hatten wir beide feste Partner und auch Kinder, doch unsere Freundschaft glitt dahin, wie eh und je. Mit täglichen Telefonaten, gemeinsam verbrachten Feiertagen, und, und, und…Logisch, dass auch unsere Partner und der Nachwuchs mittlerweile in unsere jahrzehntelange Freundschaft (mittlerweile schauten wir auf über 35 Jahre zurück!) involviert waren.

Dass sie je vor unserem Tod enden könnte, war wohl weder für Manuela noch für mich vorstellbar.

Und doch war es so. Dass der Grund dafür nicht mal ein handfester Streit oder ein anderes einschneidendes Ereignis war, macht mich bis heute betroffen, denn unsere Freundschaft – kein Witz! – ging auseinander durch unsere unterschiedlichen Ansichten in Sachen Politik. Seit 2015 spaltete sich fast ganz Deutschland in zwei politische Lager und davon blieb auch unsere Freundschaft nicht unberührt. Hatten wir bis dato das Thema Politik kaum in unserer Freundschaft thematisiert, war das nun ausgerechnet das, was uns trennen sollte – wahrscheinlich für immer.

Auf die Einzelheiten will ich hier nicht näher eingehen, nur so viel: da wir beide in grundverschiedenen politischen Lagern standen, war kaum mehr eine Annährung möglich – das Thema Politik überstrahlte alles und ließ all das, was die Freundschaft in den vergangenen Jahrzehnten ausmachte und zusammenhielt, in den Hintergrund rücken.

Erschwerend kam hinzu, dass in Manuelas Umfeld alle, wirklich alle, ihrer politischen Meinung waren und ich mit meiner Einstellung ihr gegenüber allein auf weiter Flur stand.

Eines Tages kündigte mir Manuela an, den Kontakt abzubrechen und das tat sie dann auch.

Sie hat sich zu keinem Ereignis mehr gemeldet, nicht einmal zu meiner Hochzeit, von der sie vor dem Zerbrechen unserer Freundschaft lange schon wusste und eigentlich auch eingeladen war. Auf eine kurze Nachricht meinerseits, die ich ihr zu einem wichtigen Anlass schickte, reagierte sie nicht und ich ahne, dass das so bleiben wird.

Manuela ist – um wieder mit der Zugfahrt ins Bild zu kommen – kurz vor dem Ende der „Fahrt“ ausgestiegen. Eine „Fahrt“, die sie so lange gemeinsam mit mir absolvierte. Was bleibt, sind Kisten voller Erinnerungen. Bilder, Souvenirs, Geschenke, Karten, Briefe…Vieles davon habe ich in den Keller gestellt, verpackt in Kisten.

Ich habe heute nur noch wenige Freunde. Eigentlich nur einen kleinen, feinen Kreis. Mit ihnen fühle ich mich wohl, obgleich ich den Verlust von Manuela wohl nie verwinden werde. Oder vielleicht erst in einigen Jahren – ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es einer gewissen Tragik nicht entbehrt, dass ausgerechnet so etwas Profanes wie die Politik eine Freundschaft trennt. Aber so ist es nun einmal – das ist meine Realität.

Eine Realität, die von der Vergangenheit geprägt ist und die ich – etwas abgewandelt – mit den Worten beschreiben kann, die Peter Maffay in seinem Lied „Andy“ (ein Lied über eine Freundschaft, die jäh endet) singt:

„Doch heute bin ich froh, dass ich sagen kann, ich kannte einen Menschen, und er war – ja – er war mein Freund“.

Bildnachweis: pixabay.com

Ein Gastbeitrag von Daniela. Wenn jetzt wieder die Zeit anbricht, in der vermehrt geschlemmt und genascht wird, wollen etliche Frauen parallel dagegen steuern und sich sportlich betätigen. Da in dieser dunklen Jahreszeit eher die wenigsten Lust auf Sport im Freien haben, liebäugelt man wieder mehr mit einem Fitness-Studio. Doch meist ist ein Training dort nur im Rahmen eines Vertrages möglich, was die viel gestellte Frage aufwirft: „Lohnt sich für mich eine Fitness-Studio-Mitgliedschaft?“

Da ich selbst die eine und die andere Seite kenne – also sowohl „Karteileiche“ war, als auch ein wirklich fast täglich trainierendes Mitglied im Fitness-Studio, möchte ich mir erlauben, hierzu einige Tipps beziehungsweise Erfahrungswerte weiterzugeben. So kann der ein oder andere, der mit einer solchen Fitness-Studio-Mitgliedschaft liebäugelt, vorher vielleicht noch mal abwägen.

Also: mein Erfahrungswert besagt, dass man eine Mitgliedschaft eher einhält, wenn das Fitness-Studio auf ganz kurzen Wegen erreichbar oder total in der Nähe ist. Günstig macht es sich außerdem auch, wenn ein solcher Sport-Tempel auf dem Arbeitsweg liegt.

Beispiel:

Ich wohnte einige Jahre gegenüber eines Fitness-Studios, welches zu einer großen Kette gehörte und mich für eine Mitgliedschaft auf der Straße warb. Ja, das mag sich jetzt absurd anhören und auch ich bin alles andere als jemand, der sich auf offener Straße etwas aufschwatzen lässt, aber damals vergaben die im Rahmen ihrer Neueröffnung Fitness-Studio-Mitgliedschaften für sage und schreibe 39,00 € pro Person im Monat und da das Studio vom Schwimmbad über coole Kurse bis hin zu modernsten Trainingsgeräten wirklich alles aufbot, was man für sein Fitnesstraining braucht, ging ich diese Mitgliedschaft ein.

Ich fuhr wirklich gut damit, denn ich behielt den Preis bis zum Schluss, während später hinzugekommene Mitglieder bis zu fast 100,00 € pro Monat zahlen mussten. Aber das nur am Rande, denn ich wollte ja davon berichten, ob sich diese Mitgliedschaft lohnte.

Antwort: definitiv ja!

Dadurch, dass – wie gesagt – das Studio direkt gegenüber meiner Wohnung lag, ging ich jeden Morgen vor der Arbeit dort schwimmen und etwas an den Geräten trainieren. Es war einfach ein Leichtes, diese sportliche Aktivität in meinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Aufgrund einer Beziehung aber zog ich irgendwann aus diesem Wohnviertel weg und fand mich dann in einer Umgebung wieder, in der nicht ein einziges Fitness-Studio in der Nähe war.

Da ich aber – logisch! – meine antrainierte Figur und Fitness behalten wollte, hielt ich Ausschau nach einem neuen Studio. Ich wurde fündig, allerdings lag der Sport-Tempel weder auf meinem Arbeitsweg, noch wirklich in der Nähe.

Aber das schien mir zunächst egal, denn ich hatte ja ein Auto.

Und so unterschrieb ich auch dort eine Mitgliedschaft. Allerdings mutierte ich – wie oben schon angedeutet – tatsächlich zur Karteileiche, denn: durch die Entfernung des Studios war das Aufsuchen selbiges immer irgendwie mit Umständen verbunden. Der Fahrtweg selbst, die ewig verstopften Straßen, das nervige Hin- und Zurück-Kutschen.

All das kostete Zeit und auch Nerven. Und eine Menge Disziplin, die ich nicht imstande war, an den Tag zu legen, ganz ehrlich!

Oft hielt ich nach der Arbeit erst einmal daheim an, um den Einkauf hoch zu schaffen  (Supermärkte lagen immerhin auf dem Weg von meiner Arbeit nach Hause…) oder um in Ruhe mit einer Freundin zu telefonieren und danach…Nun ja: raffte ich mich häufig nicht mehr zum Sport auf! Obwohl ich meine Sporttasche im Auto deponiert hatte – die kluge Frau baut ja bekanntlich vor!

Allein – es nützte nichts.

Die doch etwas ungünstige Lage des Studios führte dazu, dass ich den Sport dort vernachlässigte und die Lust, ins Fitness-Studio zu gehen, sich recht schnell verflüchtigte.

Ich zahlte meine Mitgliedschaft in dieser Zeit deshalb für umsonst, sprich: für so gut wie nichts.

Okay, es mag Leute geben, die für ihre Fitness-Einheiten bis ans Ende der Welt fahren, aber machen wir uns nichts vor: die Durchschnitts-Frau ist einfach nicht so und verliert bei ungünstigen Umständen schnell mal die Lust am Fitness-Studio.

Wer also mit dem Gedanken spielt, eine Fitness-Studio-Mitgliedschaft einzugehen, sollte genau abwägen, ob sich das lohnt beziehungsweise ob er wirklich bereit ist, das Studio bei Wind und Wetter und auch bei einem längeren Anfahrtsweg aufzusuchen.

Man sollte hier im Vorab wirklich in sich gehen und auch seinen inneren Schweinehund realistisch einschätzen. Sich etwas vorzumachen bringt meist nichts –  höchstens unnötige Kosten.

Wer aber – so wie ich einst – in der Nähe eines Studios wohnt und dieses vielleicht sogar noch fußläufig erreichen kann, muss, sofern er wirklich mit Freude dem Sport frönt, eine feste Fitness-Studio-Mitgliedschaft kaum fürchten!

Hier heißt es dann nur noch: „Sport frei!“

Bildnachweis: pixabay.com

Ein Gastbeitrag von Laura-Sophie Putschies zum Thema Internet und Kinder. Mittlerweile bewege ich mich in einer Welt, in der das Internet gar nicht mehr wegzudenken ist. Wenn ich in meinem Studium eine Hausarbeit schreibe, werfe ich zunächst einmal Google an und füttere die Suchmaschine mit passenden Schlagwörtern. Mein Nebenjob im Büro würde ohne Internet gar nicht mehr funktionieren. Wenn ich Feierabend habe, ziehe ich meine Jogginghose an, werfe mich auf mein Sofa und schalte Netflix ein.

Ich erinnere mich jedoch noch gut an eine Zeit, und diese Zeit war meine Kindheit, als das Internet noch etwas Besonderes war. Wollte ich Internet auf meinem Handy nutzen, musste ich dafür bezahlen und das nicht wenig. Zu teuer waren ein paar Minuten surfen im Internet. Nach einer Viertelstunde wäre ich arm gewesen oder einen Kopf kürzer, wenn meine Eltern die Rechnung bekommen hätten.

Früher habe ich Begriffe noch in einem Lexikon nachgeschlagen oder einen Erwachsenen um Rat gefragt. Heute nehme ich mein Smartphone aus der Tasche und schaue bei Google oder Wikipedia nach.

Während ich mich jedoch noch zurückerinnern kann, wie es ohne eine Nutzung von YouTube, Facebook oder Google gewesen ist, können das die Kinder von heute nicht mehr.

Für die Kinder von heute sind Smartphones und Tablets ganz alltägliche Gegenstände. Sie wachsen schließlich damit auf. Ich merke immer wieder, dass diese digitale Welt auch schon für die Kleinsten unter uns, sehr spannend ist. Selbst mein kleiner Neffe, mit seinen gerade mal 20 Monaten auf dem Buckel, streckt seinen Kopf neugierig nach vorne, wenn ich mal mein Smartphone heraushole. Zu gerne wüsste er doch was da für Bildchen zu sehen sind und wo diese alle herkommen.

Die Angebote für Kinder werden immer größer. Es gibt Tablets für Kinder im Vorschulalter und in der Grundschule möchten Kinder bereits ein eigenes Smartphone besitzen. In meinem Kopf ist noch immer der Satz aus meiner Kindheit verankert: „Du bekommst noch viereckige Augen, wenn du so viel auf den Bildschirm schaust!“ Ich bin also der Meinung, dass Kinder nicht zu lang und oft vor dem Bildschirm sitzen sollten. Darüber hinaus musste ich bisher bei der Internetnutzung mit Kindern daran denken, wie viele böse Websiten sich im Internet tummeln. Zu schnell sind pornographische, rassistische oder andere beunruhigende Inhalte im Netz zu finden.

Doch die Menge und Qualität an wirklich schönen Angeboten für Kinder im Internet hat mich umgestimmt. Dass es gefährliche Inhalte im Internet gibt, ist unumstritten. Jedoch können Kinder zusammen mit Erwachsenen kleine bunte Welten auf Kinderseiten entdecken.

Ich möchte weiterhin, dass Kinder im Matsch herumspringen, Bücher lesen und toben. Aber wie ich anfangs sagte, leben wir mittlerweile in einer digitalen Welt, in der das Internet und smarte Geräte nicht mehr wegzudenken sind.

Deswegen sollte man Kindern, meiner Meinung nach, die Tür zu der digitalen Welt öffnen. Das impliziert jedoch nicht, dass die Tür der analogen Welt verschlossen werden muss.

Im Matsch herumspringen, schließt nicht aus eine halbe Stunde am Abend ein paar Internetspiele mit Mama und Papa am Laptop zu spielen.

Irgendwann werden Kinder den Weg mit oder ohne Eltern in das Internet finden. Dann sollten sie es doch lieber mit ihren Eltern entdecken. Zu verlockend ist doch das Verbotene. Führen wir die Kinder nicht an das Internet heran, werden sie es zusammen mit Freunden heimlich erforschen.

Meines Erachtens sollten Kinder den Umgang mit dem Internet erlernen. Damit Kinder lernen mit dem Internet umzugehen und nicht im digitalen Dschungel untergehen, brauchen sie die Unterstützung ihrer Eltern. Eltern können zusammen mit ihrem Kind viele großartige Angebote im Internet finden. Internetseiten für Kinder sind an verschiedene Altersgruppen angepasst. Es gibt Websites, auf denen Kinder spielerisch lernen können, rätseln, Hörbücher hören, malen und und und.

Um schöne Kinderseiten zu finden, gibt es bereits Suchmaschinen nur für Kinder. Kinder müssen somit keine Suchmaschinen wie Google nutzen, die sie zu nicht jugendfreien Inhalten schicken können. Suchmaschinen wie FragFINN oder die Blinde Kuh beinhalten nur geprüfte kindgerechte Seiten.

Die Verbindung der analogen mit der digitalen Welt finde ich persönlich besonders schön. Warum nicht im Internet zusammen mit dem Kind nach einem neuen Rezept für einen Apfelkuchen suchen und das Rezept dann ausdrucken, um es gemeinsam in der Küche auszuprobieren?

Wichtig bei der Internetnutzung mit Kindern ist somit, dass sie nicht allein gelassen, sondern langsam von Erwachsenen herangeführt werden. Dabei benötigen Kinder feste Regeln wie beispielsweise zu der Nutzungszeit.

Neben Kindersuchmaschinen gibt es noch weitere Möglichkeiten zu verhindern, dass Kinder zu aufhetzenden Inhalten gelangen. Im Internet gibt es viele Tipps für Erwachsene, die sich mit dem Umgang von Kindern und dem Internet unsicher fühlen. Zum Beispiel hier.

Zur Person: Laura-Sophie Putschies schreibt Vorlesegeschichten für Kinder im Kindergartenalter. Ihre Geschichten handeln von einem kleinen rosa Kuscheltierschwein namens Hansi Heldenschwein, das spannende Abenteuer im Seerosen-Kindergarten erlebt. Auf ihrer neuen Website veröffentlicht sie ihre Geschichten kostenlos. Dabei verfolgt sie ein Konzept, das schon den Kleinsten unter uns ermöglicht, mit Erwachsenen eine kunterbunte Welt im Internet zu entdecken.

Copyright: Laura-Sophie Putschies

 

Bauchgefühl

Ein Gastbeitrag von Andrea. Auf einmal wird’s mulmig in der Magengegend, aber es sind keine Schmerzen, die das komische Gefühl im „Zweiten Gehirn“, wie der menschliche Magen oft genannt wird, verursachen. Nein, es ist was anderes – und jeder, der je in seinem Leben mit Fremdgehen, falschem Spiel in der Liebe oder auch einem schweren Zoff unter Freundinnen konfrontiert war, wird es kennen, dieses besonders angespannte Gefühl.  Das Bauchgefühl. Gleich vorweg: es täuscht nicht. Nie!

Und deshalb sollten Menschen, die vielleicht bislang nicht in einer der oben erwähnten Situationen waren, aber sich aktuell mit einem unguten Gefühl herumschlagen, unbedingt darauf achten, was dieses Organ da aus der Mitte des Körpers signalisiert.

Nicht wenige ignorieren Bauchgefühl

Viele Leute neigen dazu, es (erstmal) zu ignorieren. Besonders dann, wenn es um heikle Dinge geht – zum Beispiel um die eigene Beziehung oder um den gerade erst neu kennengelernten Mann.

Ich bin mittlerweile soweit, dieses so wichtige Bauchgefühl nicht mehr zu ignorieren. Als ich jünger war, habe ich das permanent gemacht und bin auch sehr oft damit auf die Nase gefallen.

Deshalb möchte ich alle weiblichen Zeitgenossinnen, denen etwas schwer im Magen liegt – emotional gesehen – dazu ermutigen, diesem so wichtigen Gefühl zu trauen.

Ich plaudere einfach mal selbst aus dem Nähkästchen, denn ich habe in meinem Leben vieles erlebt – Partner die fremdgehen und Dating-Kandidaten, die lügen, waren zuhauf dabei. All diese Dramen waren immer begleitet von einem anfänglich unguten Bauchgefühl.

Aber: so oft habe ich diesem Gefühl eben NICHT vertraut, nur um mich kurze Zeit später der Erkenntnis stellen zu müssen, dass mein „Bauch-Navigator“ tatsächlich richtig lag.

So zum Beispiel beim Thema Fremdgehen – DER Klassiker im Zusammenhang mit dem schlechten Bauchgefühl.

Bei neuer Bekanntschaft meldete sich der Bauch

Ich hatte vor langer Zeit einen Freund, bei dem es schon kurze Zeit, nachdem wir zusammenkamen, heftig in der Magengegend rumpelte. Ich registrierte das, ignorierte es aber komplett. Selbst als das flaue Gefühl sich in manchen Situationen zu einem unangenehmen Zwicken ausweitete, setzte ich weiter unverdrossen darauf, dass ich meinen „Mr. Right“ an der Seite hatte.

Was aber waren das für Situationen, in denen meine Körpermitte rebellierte? Nun – da gab es einige.

Zum Beispiel unser absurdes Anruf-Ritual. Mein damaliger vermeintlicher Mr. Right, Thomas, rief nämlich nur zu einer bestimmten Uhrzeit an. Nicht davor und nicht danach. Und zwar abends halb zehn.

Ich – als damals voll naive Verliebte – dachte mir lange Zeit nichts dabei (schon gar nicht tangierte ich gedanklich das Thema Fremdgehen) und war, die rosarote Brille auf der Nase, froh, wenn er abends anrief. Man muss nämlich dazu sagen, dass tagsüber mit Thomas so gut wie keine Kommunikation ablief, lediglich eine karge „Guten-Morgen“-SMS (Whatsapp gab es damals noch nicht) ließ er mir zukommen.

Immerhin war er der total eingespannte Geschäftsmann und kam zu privatem Kram fast gar nicht. Warum ich seinerzeit nicht früher gesehen habe, dass wir gar nicht zusammen passten – schon von unseren jeweiligen Lebensstilen her nicht – kann ich mir heute auch nicht mehr erklären.

Aber ich war eben auf Wolke 7, total verliebt und pfiff auf das Magendrücken, das sich immer stärker bemerkbar machte.

Auf Bauchgefühl hören lohnt sich!

Hätte ich doch dem Bauchgefühl nur früher meine Aufmerksamkeit geschenkt und mir die vielen Sprüche, die Thomas mir auftischte oder schräge Aktionen, die er brachte, nicht bieten lassen!

So kündigte er sich einmal am späten Nachmittags bei mir an und teilte am Telefon mit, dass er später am Abend – er war zu diesem Zeitpunkt noch in Berlin – bei mir sein würde, so gegen 22.00 Uhr. Na ja, nicht gerade die ideale Uhrzeit, aber da ich ihn ohnehin so selten sah, den vielbeschäftigten Business-Mann, freute ich mich natürlich.

Ich badete ausgiebig und schmiss mich in raffinierte Unterwäsche und zog mir was Schönes an. Das hätte ich aber ebenso gut auch bleiben lassen können, denn Thomas erschien nicht. Und nicht nur das: er ließ auch telefonisch nicht von sich hören.

Mein Bauchgefühl war eindeutig und so langsam horchte ich mal ausgiebiger in mich rein.

Der Abend verging, es ging auf Mitternacht zu und von Thomas noch immer keine Spur. An seinem Handy meldete sich nur die Mailbox.

Ich pellte mich also aus meinem sexy Outfit und legte mich ins Bett, das Handy auf dem Nachttisch und auf laut gestellt.

Irgendwann rief er tatsächlich an. Da war es gegen 2.00 Uhr in der Nacht. Faselte was von einem Geschäftstermin, der ewig gedauert hat und dass er – ACHTUNG: Bauchgefühl-Alarm! – sein Handy in der Sporttasche seines Geschäftspartners, der ebenso bei dem Termin zugegen war, gelassen (oder vergessen, so genau weiß ich das heute nicht mehr) hatte.

Und diese Sporttasche befand sich im Auto des Geschäftspartners.

Na ja, ich war natürlich bedient, obwohl Thomas sich für den nächsten Morgen ankündigte, zum Frühstück.

Der innere Navigator ist verlässlich

Natürlich sind das alles – im Nachgang gesehen – absolut alberne Spielchen, die nur jemand spielt, der dem Fremdgehen frönt. Und dass er das ausgiebig getan haben musste, bewiesen wenig später meine Nachforschungen, die ich dann – alarmiert durch mein Bauchgefühl – anstellte.

Ich mache es kurz, denn: ich wurde in einer Online-Singlebörse, in der er sich rumtrieb, fündig.

Noch Fragen?

Oder ein anderes Beispiel aus meiner Singlezeit.

Ich hatte jemanden kennengelernt und wir begannen das Übliche: Miteinander ausgehen, sich kennenlernen, irgendwann im Bett landen. Soweit so gut. Als es dann „ernster“ wurde, kam mein Bauchgefühl. Es war ungut. Aber auch in diesem Fall überhörte ich es geflissentlich.

Bis zu einem Abend, als ich mit dem betreffenden Mann zum Telefonieren verabredet war – wir waren zu diesem Zeitpunkt schon in einer ziemlich fortgeschrittenen Kennenlernphase.

Er wollte mich gegen acht anrufen, aber es kam kein Anruf. Mein dumpfes Bauchgrummeln reagierte entsprechend…Ich beließ es aber dabei und ging zu Bett. Als ich aufwachte, hatte ich eine SMS auf dem Handy (nein, es war noch immer kein Whatsapp-Zeitalter) von ihm.

Mit recht krudem Inhalt, der mein schlechtes Bauchgefühl abermals verstärkte. Und zwar rechtfertigte er den nicht getätigten Anruf am Abend zuvor damit, dass er erst den Keller aufgeräumt und sich danach auf die Couch begeben hat. Dort ist er dann eingeschlafen.

Vorahnung bestätigte sich

Mir kam das mehr als spanisch vor! Wenn dieser Typ nur im Ansatz an einer Beziehung mit mir interessiert wäre, schliefe er doch nicht vor einem verabredeten Telefonat auf der Couch ein – oder?! Ich hätte aufgrund der Nachricht gleich die weitere Kennenlernphase kündigen sollen, mein Gefühl war gar nicht gut! Aber wie das eben meist so ist: man (FRAU) denkt ja dann doch oft, dass man vielleicht falsch liegt und lässt es weiterlaufen.

Bis man dann – logisch! – die volle Breitseite abkriegt und doch verliert.

So kam es hier.

Der Typ ließ erstmal ein, zwei Tage gar nichts von sich hören und schickte dann eine dürre Mail mit dem Inhalt, dass „seine Gefühle nicht ausreichen würden“.

Ganz ehrlich: das hätte er mir auch Tage zuvor am Telefon sagen und sich seine vollends blöden Ausreden sparen können.

Mal wieder bereute ich es, nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben!

Dass aber das sensible Organ nicht nur im Bereich von Mann und Frau, sondern generell im Zwischenmenschlichen funktioniert, bewies dann später das Zerbrechen einer langjährigen Freundschaft zu einer guten Freundin.

Mittlerweile war eine hochpolitische Zeit in Deutschland angebrochen und die Menschen sortieren sich – so ist es bis heute – in zwei Lager.

Viele Leute tun ihre Meinung auf Facebook oder/und im Freundeskreis kund.

Und so bildete auch ich mir meine eigene Meinung zu den aktuellen Geschehnissen, gab dann und wann in den sozialen Netzwerken meine Meinung kund und – zack! – war die Freundschaft hin. Na ja, ganz so rasch ging es nicht, klar.

Auch bei Frauenfreundschaft täuschte das Bauchgefühl nicht

Es fing damit an, dass meine Freundin – sie wohnt relativ weit weg von mir und wir sehen uns nur ein paarmal im Jahr – auf meine Nachrichten (mittlerweile war das Whatsapp-Zeitalter angebrochen) einfach nicht reagierte, obwohl sie sie gelesen hatte.

Ich ahnte, dass es was mit meiner Einstellung zum aktuellen Zeitgeschehen zu tun hatte, mein Bauchgefühl war megaschlecht.

Und als sie sich nach weiteren Nachrichten, die sie gelesen, aber nicht beantwortet hatte, immer noch nicht zuckte, habe ich sie eines Tages kurzerhand angerufen. Bis dahin waren immerhin schon ganz viele Wochen ins Land gekommen, fast ein Vierteljahr!

Volltreffer! Sie sagte mir auf den Kopf zu, dass ihr meine Einstellung zu aktuellen Themen nicht passt. Leider war die Verbindung zum Zeitpunkt des Telefonats sehr schlecht, so dass das Gespräch sehr abgehackt war. Irgendwann war es ganz weg. Ich rief noch einmal an und landete auf der Mailbox.

Hier sprach ich meiner Freundin eine kurze Nachricht auf, mit dem Hinweis, dass sie mich jederzeit anrufen und dass man reden könne. Zwei verschiedene Meinungen sind doch kein Grund, eine über 15jährige Freundschaft zu kündigen!

Dachte ich.

Es war aber leider genau an dem – die besagte Freundin ist mittlerweile meine Exfreundin. Ich hätte also den Anruf schon früher tätigen und Gewissheit haben können. Mein Bauchgefühl lag richtig.

Schlechtes Bauchgefühl? Klarheit schaffen!

Und deshalb mein Tipp an alle, die ein schlechtes Gefühl in der Bauchgegend haben, wenn es um Fremdgehen, Dating oder Verstimmungen in einer Freundschaft geht: meldet sich Ihr schlechtes Bauchgefühl, dann finden Sie den Mut und schaffen Sie für sich Klarheit! Haben Sie das Gefühl, ein Dating-Kandidat lügt Sie haushoch an, dann wird da was dran sein. Haben Sie ganz stark das Gefühl, dass ihr Partner dem Fremdgehen frönt – nun: sie werden sehr wahrscheinlich richtig liegen.

Und wenn sich eine sehr gute Freundin von heute auf morgen nicht mehr meldet oder auf Nachrichten von Ihnen nicht reagiert, obwohl sie sie gelesen hat – auch hier liegt dann ganz höchstwahrscheinlich der Hase im Pfeffer, jede Wette!

Machen Sie also bloß nicht den Fehler und übergehen Sie dieses so wichtige Signal, das Ihnen Ihr Körperorgan zwischen Beinen und Brust übermittelt.

Es hat sich bislang so gut wie immer bewiesen, dass das dumpfe Gefühl im Bauch etwas bedeutet. Viele Frauen, die es übergehen, ärgern sich im Nachgang, nicht schon früher gehandelt zu haben. Ich gehöre auch dazu.

Und selbst wenn sich das „Zweite Gehirn“ zu Unrecht grummelig geäußert hat und alles in Butter ist – na dann: umso besser!

Nur: das ist meist leider nicht so…Mehr rund uns Thema Bauchgefühl finden Sie auch hier.

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Dorothea zum Thema Mobbing.

Eine der wohl schlimmsten Erfahrungen, die Frauen in ihrem Berufsleben machen, ist Mobbing.

Die häufige Hilflosigkeit darüber und auch der Frust spiegeln sich beispielsweise in diversen Internet-Foren und -Artikeln wider, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Auf welche Art und Weise Frauen Mobbing erleben, ist total unterschiedlich und auch, wie sie damit umgehen.

Ich möchte hier meine eigene Mobbing-Geschichte erzählen – so wie sie mir widerfahren ist.

Es ist schon einige Jahre her. Ich arbeitete damals bei einem renommierten Unternehmen, das jedoch nach einigen Jahren seine Filiale in der Stadt, in der ich damals lebte und arbeitete, schloss. Ich war gezwungen, mir einen neuen Job zu suchen.

Als ausgebildete Marketingfachfrau war das nicht einmal schwer, ja – ich hatte sogar ein wirklich gutes Angebot.

Allerdings traf ich durch einen Zufall auf einen kreativen Mann, der ein riesiges Kulturprojekt plante und marketingmäßig jemanden brauchte. Er wollte unbedingt, dass ich bei ihm anfange. Das Ganze klang verlockend und so ganz anders als der eher trockene Bürojob, der mich definitiv bei dem anderen Angebot erwartete und so sagte ich zu.

Keine drei Tage später war ich bei dem Kreativen vor Ort – und fand erst einmal das totale Chaos vor. Er plante eine absolut außergewöhnliche Kunstinstallation, die sich schon weit über die Grenzen unserer Stadt herumgesprochen hatte und somit streiften auch immer wieder Medienvertreter auf dem Gelände herum.

Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass die Eröffnung seiner Installation nur fünf Tage nach meinem Antritt geplant war, deshalb auch das Chaos. Wie es eben bei Künstlern so ist…!

Dennoch blieben alle irgendwie cool und jeder verrichtete sein Werk. Ich wurde für Medienarbeit und Marketing abgestellt und begann vom Fleck weg mit meiner Arbeit, die mir von der ersten Minute an riesigen Spaß machte.

Wenige Tage später wurde die Installation mit einem Riesen-Brimborium und unzähligen Lokal-Prominenten in unserer Stadt eröffnet. Das Medienecho war riesig und überaus positiv. Kurz darauf war das kreative Gesamtkunstwerk für die Öffentlichkeit zugänglich. Es schlug absolut ein – die Leute waren begeistert. Da allerdings noch immer keine richtige Struktur in den Bereichen, die nun zu betreuen waren (Event, Ausstellung, Führungen, Reisegruppen), zu verzeichnen war, bat mich mein Chef, der besagte Künstler, dies in die Hand zu nehmen und auch Leute einzustellen.

Er gab mir freie Hand und ich begann damit, jeweils ein Team für die verschiedenen Bereiche, die es abzudecken galt, ein- und zusammenzustellen.

Parallel begleitete ich meinen Chef zu diversen Medienterminen, darunter große Sender, bei denen er in bekannten Talk-Shows auftrat.

Es brachte es mit sich, dass ich bei solchen Auftritten als seine berufliche Begleitung stets einen Platz in der ersten Reihe zur Verfügung gestellt bekam. Das wäre an und für sich keine Information wert, ich erwähne es aber, weil es eine Rolle bei dem Mobbing, das mir noch widerfahren sollte, spielt.

Tja – und das Mobbing: es kam schneller, als ich gucken konnte und zwar in Form einer neuen Mitarbeiterin. Aber nicht irgendeiner! Die Geliebte des Chefs persönlich wurde eines Tages in der Firma angestellt. Dass sie tatsächlich die Geliebte von ihm war, war nicht nur bekannt, sondern man bekam es im täglichen Arbeits-Miteinander auch mit.

Auch sie selbst machte keinen Hehl daraus. Der Künstler selbst lebte getrennt von seiner Partnerin, aber so oder so war es ja sein Leben.

Nun gut.

Die Frau bekam also einen Job in dem mittlerweile sehr gut laufendem Kulturbetrieb (die Kunstinstallation hat zwischenzeitlich viele tausende Besucher am Tag!).

Man druckte ihr eine Visitenkarte und schrieb „Account Managerin“ darauf, warum auch immer. Ich selbst hatte erst einmal nicht wirklich viel mit ihr zu tun, zumal ihr Büro am anderen Ende des Ganges lag.

Das änderte sich allerdings rasch. Eines Tages, an dessen Abend für den Künstler wieder einmal ein Auftritt in einer bekannten Sendung auf dem Plan stand, zu der ich ihn begleiten sollte (ich hatte Wochen zuvor immer wieder Kontakt mit dem Redaktionsteam des Fernsehsenders gehabt und ihn schlussendlich tatsächlich in die Sendung bekommen), rief mich diese besagte Frau – nennen wir sie hier Verena – von ihrem Büro aus in meinem Büro an.

„Du, Dorothea, Du kannst Dir heute Abend frei nehmen, in die Sendung gehe ich mit ihm“ tönte es aus dem Hörer.

„Ach so, ja – wie das?“ fragte ich. „Weil ich halt mit ihm gehe“ war die kurze Antwort – dann legte sie auf.

Ich war natürlich verunsichert. Als ich später am Tag meinen Chef an meinem Büro vorbeigehen sah, folgte ich ihm kurz und fragte ihn, ob es tatsächlich so sei, dass sie ihn begleitet. Er nickte zerstreut.

Nun, okay – ich wusste Bescheid. Irgendwie schwante mir da schon was, obgleich ich das freilich nicht einordnen konnte.

Aber gut, ich bereitete mich meinerseits auf einen netten Feierabend mit meinem Partner vor, denn den gab es in meinem Job selten. Meist kamen wir – als das Team des Künstlers – nicht vor zehn abends heim, konnten aber am nächsten Morgen kommen, wann wir wollten. Ein wenige Laissez-faire…wie bei vielen Künstlern halt üblich.

Allerdings: am nächsten Morgen erwartete mich eine weitere Überraschung. Keine gute.

Meine Sekretärin, die ich zu diesem Zeitpunkt schon geraume Zeit hatte, setzte mich in Kenntnis, dass sie ab sofort für Verena arbeiten sollte. Und dass Verena sich auch ab sofort um das Buchungsgeschäft mit den Reiseveranstaltern – ein Zweig, den ich mühsam aufgebaut hatte – kümmern würde.

Anweisung von selbiger…Ich konnte es nicht fassen und stürmte zu Verena ins Büro.

„Wieso arbeitet Frau Müller ab jetzt für Dich?“ fragte ich sie. „Und wieso willst Du jetzt die Reisebusse übernehmen?“ schob ich nach.

Verena saß im Sessel ihrer Büro-Sitzgruppe, rauchte und lächelte maliziös. „Ach, weißt Du, Doro, Du solltest langsam ein wenig entlastet werden!“ sagte sie scheinheilig.

Ich eilte zurück in meine Büro und versuchte mich zu fassen, zu sammeln. An Mobbing dachte ich in diesem Moment nicht. Noch nicht. Statt dessen überstand ich den Tag irgendwie und ging abends fix und fertig nach Hause. Ich bemerkte einmal mehr, dass ich Magen- und Darmprobleme hatte – wie auch in den letzten Wochen schon.

Ich rief meine Freundin Katrin an und erzählte ihr, was sich zugetragen hatte. Katrin hörte mir lange zu, während sie dabei einen Apfel aß.

Als ich geendet hatte, sagte sie nur vier Worte: „Du – das ist Mobbing“.

Mobbing? Ich war verstört, weil ich bis dato mit diesem Phänomen überhaupt keine Erfahrung hatte (wer will die auch schon?).

Ich ließ Katrins Fazit an diesem Abend sacken und machte mich am nächsten Vormittag wie gewohnt zur Arbeit, mit einem leichten Magendrücken.

Verena kam in mein Büro, kaum das ich den Computer hochgefahren hatte. „Hier – schau mal: heute Morgen stand ein Reisebus schon um 9.00 Uhr vor der Ausstellung, die meinten, die hätten die Info von Dir!“

Ich schaute auf den Wisch, den sie mir auf den Schreibtisch klatschte und verstand überhaupt nichts.

Klar, die gesamten Buchungen liefen bei mir und meinem Team zusammen, aber warum sollte ich einer Reisegruppe die Auskunft geben, dass sie schon um 9.00 Uhr reinkann? Die Ausstellung öffnete um 10.00 Uhr.

Ich verstand es nicht.

Da Verena den Zettel auch blitzschnell wieder wegnahm, konnte ich mir die Aufzeichnungen, die er enthielt, nicht anschauen.

Ich registrierte noch, dass meine Sekretärin, Frau Müller, die im Vorzimmer saß, zu dem die Türe meines Büros geöffnet war, betreten ins Nichts starrte – offenbar war ihr die Szene peinlich.

Der Spuk war aber genau so schnell vorbei, wie er gekommen war, denn Verena funkelte noch einmal wütend mit ihren Augen, machte dann auf dem Absatz kehrt und verließ das Büro. Ich war wie benommen und fuhr wie in Trance meinen Rechner hoch, um nachvollziehen zu können, worauf die Panne beruhte.

Hier lauerte allerdings die nächste Überraschung: in meinem Computer war nichts mehr, wie es war. Es fehlten Dateien und auf dem Desktop herrschte das reinste Chaos.

Ich war mir sofort sicher, dass hier Verena ihre Hände im Spiel hatte.

Immerhin hatte ich kein Passwort zu dem Rechner, das hat damals, in der Eile und Hektik zu Beginn des Kunstprojektes, eigentlich keiner gemacht – wir sind immer untereinander auch an die Rechner der Kollegen gekommen.

Nun ja, ich war bedient.

Ich schützte noch einen Auswärts-Termin vor und fuhr nach Hause, unter größten Magen- und Darmbeschwerden. Ich muss dazu sagen, dass sich Ärger bei mir immer auf diese Organe legt.

Als ich im Abend erneut meiner Freundin Katrin von den Geschehnissen im Büro berichtete, bekräftige diese ihren Verdacht und deklarierte das Treiben als Mobbing. Das sah auch mein Partner so, der das natürlich mitbekam und mit dem ich ebenso darüber sprach.

„Klar – das ist Mobbing – such Dir was anderes, Du kommst gegen niemanden an, der mit dem Chef ins Bett geht“ sagte er zu mir.

Apropos Chef. Ich nahm mir vor, am nächsten Tag mit dem Künstler höchstpersönlich zu sprechen.

Am nächsten Morgen wählte ich seine Nummer, noch bevor ich ins Büro fuhr und erreichte ihn sofort. Ich schilderte ihm die Geschehnisse und sagte ihm klipp und klar, dass ich mich als Opfer von Mobbing sah.

Er hörte mir zu, aber was er letzten Endes zu dem Ganzen sagte, ließ mich mut- und hoffnungslos werden. Denn er meinte nur kurz und knapp: „Macht das unter euch aus“. Dann entschuldigte er sich, dass er gleich einen wichtigen Termin hätte und legte auf.

Ich war fassungslos.

Dennoch zwang ich mich, meinen Arbeitstag zu beginnen und fuhr ins Büro. Heute sollte ein Treffen mit bekannten Veranstaltungs-Managern unserer Stadt stattfinden, die in unserer Ausstellung einen Event durchführen wollten. Auch die Vertreter des Sponsoring-Unternehmens, die mit involviert waren, hatten sich angekündigt.

Ich muss dazu sagen, dass es bei diesem Projekt mittlerweile normal war, dass Unternehmen das Umfeld der Kunstinstallation als Event-Location buchten. Auch darum kümmerte ich mich und bis Verena mitmischte, verlief auch alles reibungslos. Zudem: bei jedem Event verdiente der Künstler mit einer Miete, die er verlangte, Geld. Und da ich in der Szene gut vernetzt war, kamen viele meiner Kontakte, um die Location gegen Gebühr zu mieten.

So war es auch diesmal. Die Leute, die sich angekündigt hatten, waren einige Tage zuvor schon mit mir über das Ausstellungsgelände gegangen und wir hatten alle Details in Sachen der geplanten Veranstaltung besprochen.

Heute sollten die Verträge dazu unterzeichnet werden, ich hatte alles vorbereitet.

Als alle Beteiligten gegen 12.00 Uhr eingetroffen waren, traf ich mich mit ihnen – wie bis dato immer – in unserem Konferenzraum.

Es dauerte keine zehn Minuten und Verena – die mit diesem Metier gar nichts zu tun hatte – betrat den Raum. „Also mit dieser Veranstaltung, das wird nichts“ schleuderte sie den Managern, die verblüfft auf Verena schauten, entgegen.

„Sie hat sich da vermacht, wir haben an diesem Tag schon die Firma XY als Buchung drinstehen“ ließ sie sich vernehmen und deutete gleichzeitig auf mich.

Ich wusste nicht, wie mir geschah, als alle Gesichter fragend in meine Richtung starrten.

Wie lange ich da so saß, ohne auch nur ein Wort heraus zu bringen, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass – nach einer gefühlten Ewigkeit – ein herrisches „So, meine Herren, ich bedanke mich trotzdem, dass sie da waren“ von Verena ertönte und die Männer sich erhoben.

Irgendwann (so ganz bekomme ich das bis heute nicht zusammen…) stand ich wieder in meinem Büro, doch das bizarre Schauspiel hatte noch kein Ende, denn auch hier tauchte Verena auf. „Du bist gefeuert“ ließ sie mich wissen.

Wie ein Roboter packte ich meine Bürosachen zusammen, mir war endgültig klar, dass hier ein fieses Mobbing gegen mich lief.

Ich fuhr nach Hause und erhielt schon am nächsten Tag meine Kündigung per Post. Verena hatte ganze Arbeit geleistet. Als Grund wurde angegeben, dass ich meine Arbeit nicht zufriedenstellend ausgeführt habe, doch das war ja vorhersehbar.

Ehe ich es mich versah, war ich also zum Mobbing-Opfer geworden – so richtig fassen konnte ich das alles noch nicht.

Nun – der Rest meiner Geschichte ist schnell erzählt: ich ging zu einem Anwalt, berichtete ihm, dass ich Mobbing erlebt hatte und klagte gegen die Kündigung, so wie sie war. Natürlich wollte ich dorthin nicht zurück, aber es ging noch um -zig andere Sachen. Arbeitszeugnis, Urlaubsgeld & Co.

Ich startete in diesem Zusammenhang auch noch mal einen Versuch, mit meinem Chef zu sprechen und die Lage zu (er)klären. Es war mir nicht möglich. Er hielt zu Verena, Mobbing hin, Mobbing her.

Aber: am Ende stand ich das Ganze durch und es wurde seitens des Gerichtes auch in meinem Sinne geurteilt.

Allerdings dauerte es eine Weile, bis ich wieder soweit war, mich beruflich neu aufzustellen. Heute bin ich schon über 15 Jahre selbstständig und habe seitdem nie wieder Mobbing erlebt. Das Kunstprojekt indes, bei dem sich dies alles zutrug und ich tatsächlich zum Mobbing-Opfer wurde, gibt es noch heute, es ist eines der bekanntesten in Deutschland.

Verena arbeitet schon lange nicht mehr dort. Ich habe sie ein einziges Mal gegoogelt und fand sie in einem ganz anderen beruflichen Umfeld wieder.

Allerdings blieb es bei dieser einmaligen Nachforschung. Ich möchte mit diesen Leuten nie wieder etwas zu tun haben und bin froh, dass Mobbing in meinem Leben nie wieder ein Thema war! Bis heute nicht. Und ich gehe davon aus, dass das so bleibt!

Hilfe bei Mobbing gibt es – unter anderem – hier.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Ein Gastbeitrag von Andrea über eine zerbrochene Jugendliebe.

Als ich Marko (Name geändert) heute zufällig bei meinem Spaziergang durch die Wiesen und Felder nahe meines ländlichen Heimatortes traf, erschrak ich. Ich hätte ihn fast nicht erkannt.

Er sah fahl und eingefallen aus – von Weitem dachte ich noch, da ist ein Opa, der sich da am Zaun seines Grundstücks zu schaffen machte. Mein Spaziergang führte mich nämlich über einen schmalen Pfad, der von der einen Seite von Feldern und einem kleinen Bach begrenzt wurde und auf dessen anderer Seite Zäune die rückwärtigen Seiten der Grundstücke,  die zu imposanten Hof-Anwesen gehörten, markierten.

Vor einem Zaunabschnitt also saß Marko und er erhob sich, als ich näherkam. „Mensch, ich hätte Dich fast gar nicht erkannt“ sagte ich und sah seine traurigen Augen.

Dennoch versuchte er zu lächeln und deutete auf den Zaun, an dem er etwas richtete. „Einer muss es ja machen“ murmelte er. Bevor wir uns weiter unterhalten konnten, sah ich seinen Vater auf ihn zukommen. „Ist der Mann von Ebay schon da?“ fragte Marko ihn. Der Vater – der, das wusste ich, mit Markos Mutter ebenso mit auf dem Hof wohnte – nickte.

„Ich verkaufe jetzt relativ viel, was für die Kinder uninteressant geworden ist. Die Kleine ist 15 und der Große 17, für einiges interessieren die sich einfach nicht mehr, so dass ich nach und nach einiges an Spielzeug und so einen Kram bei Ebay verkaufe. Ich habe schon ein Jugendfahrrad darüber losbekommen, ein Trampolin und der Mann, der jetzt kommt, will den Bollerwagen“.

Ich nickte wissend, da auch ich eine begeisterte Ebay-Ver- und Käuferin bin.

„Na ja – und außerdem, jetzt sind `se ja alle weg“. „Wer ist weg?“ fragte ich, da ich nicht wusste, worauf er hinauswollte.

„Na – meine Frau. Mit den Kindern“ erwiderte er.

„Wie jetzt, ihr habt euch getrennt?“ fragte ich ungläubig? Mir dämmerte, dass ich Monika (Name geändert), seine Frau, tatsächlich schon lange nicht mehr gesehen habe. Hier in der Kleinstadt gibt es in den Sommer- und Herbstmonaten jeden Dienstag so einen Frauen- und Kinder-Treff am Spielplatz, wenn der Bäckerei-Wagen in den Ort kommt (leider hat die letzte Bäckerei hier in der Stadt vorletztes Jahr dicht gemacht und bis heute ist kein einziger Bäcker mehr im Ort).

Dann wird gekauft, geplaudert, die Frauen bringen Kaffee in der Thermoskanne mit und es wird vor Ort schon das eine oder andere leckere Kuchenstückchen verzehrt. Monika habe ich da – wenn ich es mir recht überlegte – vielleicht im Frühsommer das letzte Mal gesehen.

Ich muss dazu sagen, dass ich selbst erst vor Jahren in diese Kleinstadt hier gezogen bin, in der ich jetzt lebe, ich kenne nun wirklich erst wenige Leute. Aber durch diesen dienstäglichen Treff habe ich einige Frauen und ihre Kinder kennengelernt und Marko kenne ich von den Festivitäten, die in der Kleinstadt, in der ich nun zuhause bin, gern und ausgiebig gefeiert werden.

Auch entdeckte ich ihn einmal auf einer Demo gegen eine Kindergartenschließung, die im Ort durchgeführt wurde. Dazumal war so gut wie die ganze Kleinstadt auf den Beinen, egal ob man noch kindergartenpflichtige Kinder hatte oder nicht. Damals hatte ich auch ziemlich lange mit Marko geplaudert und ihn als sympathischen Kerl wahrgenommen.

Als ich im Sommer mal mit meinem Freund an seinem Hof vorbeibummelte und er gerade das Hoftor strich, lud er uns spontan zu einem Glas selbst gemachten Apfelsaft ein. Damals gesellte sich auch Monika dazu und ich habe mir – natürlich nicht! – nie großartig Gedanken über die beiden gemacht.

Sooo gut kannte ich sie ja nun auch nicht.

Aber – dennoch: die Nachricht, die Marko mir da übermittelte, die traf mich doch.

„Na ja, es war eine Jugendliebe, wir sind nach der Schule zusammengekommen, insgesamt waren wir 27 Jahre zusammen“ ließ Marko mich wissen.

Er wirkte, als fiele er bald zusammen. „Tja, sie wollte es so, ist dann ausgezogen mit den Kindern, in die nächste Kleinstadt, in der sie auch arbeitet“.

Ich sah, wie Marko mit den Schultern zuckte, er wirkte so, als ob das soeben Ausgesprochene für ihn immer noch unfassbar war.

„Und nun hänge ich hier, die große Bude und…“

Er brach abrupt ab, aber ich ahnte, was er sagen wollte. „Ich gehe dann mal, der Mann von der Ebay-Anzeige wartet“.

„Mach`s gut, Marko – und komm gern mal bei uns vorbei, wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt“ bot ich ihm an.

Er hob schlapp die Hand und ging in Richtung seines Hofes.

Ich schaute ihm nach, wie er mit hängenden Schultern und schleppendem Gang die Wiese entlang schritt, die Trennung von seiner Jugendliebe wahrscheinlich noch immer nicht realisierend.

Und ich fragte mich: „Leiden Männer vielleicht doch mehr, wenn eine Beziehung, die immerhin fast 30 Jahre dauerte und einst eine Jugendliebe war, nach so langer Zeit dann doch zerbricht?“

Ich denke schon…!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Ein Gastbeitrag von Katrin. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt und am Computer arbeitet, hört es wahrscheinlich gar nicht mehr – das leise Summen der Hardware, die die Basis für alle Rechner ist. Was da aus den Lüftern kommt, ist verbrauchte warme Luft, die die meist sowieso schon trockene Luft im Büro oder Home-Office noch trockener macht. Dass dieses Element auch verantwortlich sein kann für trockene (und oft auch juckende) Kopfhaut, wurde mir bewusst, als mich dieser Tage eine Friseuse darüber aufklärte.

Aufgrund eines Langzeiturlaubs meiner Stamm-Friseuse musste ich auf einen anderen Salon ausweichen und staunte nicht schlecht, als ich hier – zusätzlich zum Strähnchen färben – noch den einen oder anderen Gesundheitstipp bekam.

Meine trockene Kopfhaut wurde von der Fachfrau sofort erkannt und als ich ihr erklärte, dass ich ganztags in einem kleinen Büro, das ich für mich alleine habe, arbeite, schlussfolgerte sie, dass die trockene Luft aus meinem Bürocomputer wohl für meine trockene Kopfhaut verantwortlich sei.

Die Empfehlung, was ich dafür tun kann, folgte auf dem Fuße: gewisse Büropflanzen um mich herum drapieren, da einige Sorten die Luft reinigen beziehungsweise filterten.

Nun – da ich alles andere als einen grünen Daumen habe und mir Blumen und Pflanzen häufig eingehen, habe ich drauf verzichtet, meinen Arbeitsplatz mit diesen grünen Gewächsen auszustatten, zumal ich das Büro von meinem Vorgänger, der wohl auch kein Fan von Grünem war, pflanzenlos übernommen habe.

Das aber ist ein Fehler, wie ich von der Expertin aufgeklärt wurde.

Diese – selbst im Salon tagtäglich mit trockener Fön-Luft konfrontiert – zeigte mir einige Pflanzen mit Filtereffekt, die sie im Laden verteilt aufgestellt hatte.

„Machen Sie das unbedingt!“ riet sie mir, das macht wirklich was aus, glauben Sie mir!

Daheim angekommen, machte ich mich via Google an die Recherche, um erst einmal herauszufinden, was es alles für Pflanzensorten gibt, die sich dazu eignen, die trockene Büroluft etwas zu filtern. Zwar hatte mir die Dame in dem Salon einige Sorten genannt, aber ehrlich: gemerkt hatte ich mir das nicht…

Ich staunte nicht schlecht, denn: selbst die NASA hat sich bereits mit Pflanzen, die imstande sind, Schadstoffe aus der Luft herauszufiltern, beschäftigt. Sieh mal einer an!

Auf dem Portal Pflanzenfreude.de wird das supergut erklärt und es werden die Sorten an Pflanzen, die filternde Eigenschaften haben, gleich aufgeführt.

Als da wären: Bogenhanf, Einblatt, Kentiapalme, Diffenbachia und Efeu.

Stöbern Sie einfach selbst mal auf der Seite herum, vielleicht finden Sie die passende Pflanze für Ihren Arbeitsplatz, sofern Sie nicht schon eingedeckt sind.

Ich für meinen Teil habe mir nun ganz fest vorgenommen, meine berufliche Umgebung mit solchen schlauen Pflanzen zu verschönern und deren Filter-Eigenschaften für mich zu nutzen.

Wer übrigens konkret wissen möchte, welche Pflanze welchen Schadstoff filtert, beziehungsweise beseitigt, der schaue hier.

Dieses Beispiel zeigt erneut, dass man (FRAU) nie auslernt und immer wieder neue Inspirationen im Leben bekommt. Insofern: ich bin dann mal kurz weg! Auf dem Weg zum Pflanzenmarkt.

Allgemeine Infos zum Problem mit trockener Kopfhaut finden Betroffene auch hier.

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Babette. Wer hat es nicht schon einmal auf einer Reise erlebt? Egal, ob in Asien, in Dubai oder auch in südeuropäischen Ländern: fast überall dort, wo Touristen hinkommen, gibt es Handtaschen, Uhren oder auch Schuhe zum Schnäppchenpreis. Nahezu überall prangt an diesen Artikeln das Logo irgendeines Designers. Dass diese Artikel so gut wie immer Plagiate sind, weiß fast jeder.

Dennoch ist die Nachfrage nach solchen Gütern da und am beliebtesten bei Schnäppchen-Jägern dürften nach wie vor die Marken Louis Vuitton, Chanel oder Gucci sein. Vor allem Handtaschen sind fast immer gefragt, nicht wenige Frauen bringen sich aus ihrem Urlaub gleich mehrere mit.

Ich muss zugeben, dass ich in jungen Jahren auch dem Zauber des falschen Glanzes erlegen bin und mir auf einem Dubai-Trip Fake-Handtaschen von Louis Vuitton und Chanel mitgebracht habe.

Ich war damals viel auf diversen „Schicki-Micki“-Events unterwegs und wollte seinerzeit – als Endzwanzigerin – einfach mithalten. Markentechnisch.

Das tat ich mit meinen Plagiaten auch ziemlich lange oder dachte zumindest, dass es so ist. Bis ich mich eines Tages mit einer echten Modeexpertin anfreundete, die beruflich viel mit großen Marken zu tun hatte. Im Original – versteht sich!

Wir kamen eines Tages auf die falschen Taschen zu sprechen. Bis dato war ich davon ausgegangen, dass bei abendlichen Events wohl kaum jemand unterscheiden kann, ob mein Designerstück echt ist oder nicht.

Patricia jedoch – die Modeexpertin – belehrte mich eines Besseren.

„Oh doch – Kenner können den Unterschied zwischen einem echten Designerstück und einem Plagiat sehr wohl feststellen!“ klärte sie mich auf.

„Täusche Dich nicht“ riet sie mir und nannte mir tausendundeinen Grund, warum Leute, die sich echte Designerhandtaschen leisten konnten, Plagiate erkennen.

Ich kann sie hier nicht mehr alle aufzählen, dazu ist es zu lange her, aber von dem Moment an war mir die Lust an meinen Fake-Handtaschen vergangen!

Das wäre aber wohl wahrscheinlich auch ohne Patricias Aufklärung so gekommen, denn: eine meiner Handtaschen wies nach einiger Zeit richtige Risse auf und wurde extrem unansehnlich.

Aber – wie ich nun wusste – auch ohne diese Abnutzungserscheinungen, die ein Plagiat nun mal so mit sich bringt, wäre ich wohl DEN Leuten, die echte Markenprodukte von Fake-Artikeln unterscheiden können, sehr wohl aufgefallen und auch wenn mir das vielleicht niemand kommuniziert hätte: peinlich ist sowas doch allemal!

Insofern: ich bin von Plagiaten geheilt und kaufe lieber ein Hausmarken-Handtaschen-Modell bei einem alteingesessenen Kaufhaus, das eine TOP-Qualität hat, als dass ich jemals noch nach Fake-Handtaschen greife!

Bildnachweis: pexels.com

 

Bildnachweis: pexels.com