Schwangere Frau

Dass werdende Väter die Geburt im Kreißsaal begleiten, ist der Wunsch vieler werdender Mamas. Seit Corona gelten aber auch hier andere Spielregeln. Viele Geburtsstationen bzw. Kreißsäle in Deutschland lassen derzeit keine Ehemänner oder Partner zu einer Geburt mehr zu. Der Grund dafür sind fehlende Schutzanzüge, Masken und Desinfektionsmittel. Das geht aus Berichten des SWR hervor, der dazu mehrere Beiträge veröffentlicht hat.

Betreten der Kreißsäle für viele werdende Väter verboten

So heißt es zum Beispiel auf der Seite von swr.de:

„(…)Weil es derzeit in vielen Kliniken im Land durch die Corona-Krise zu wenig Schutzmaterial gibt, dürfen Väter oft nicht mehr bei Geburten dabei sein. Das bereitet Familien große Sorge. Ingrid Mollnar vom Hebammen-Landesverband Rheinland-Pfalz sagt: „Ganz dringendes Problem bei uns ist im Moment sowohl in der Klinik als auch in der Freiberuflichkeit die Versorgung mit Schutzkleidung.“ Durch die Corona-Krise fehle es an Schutzkitteln, Häubchen, Handschuhen, geeignetem Mundschutz und Desinfektionsmittel. Auch wenn man volles Verständnis dafür habe, dass Väter bei der Geburt dabei sein wollen: Um Schutzkleidung zu sparen, müsse es derzeit ohne Väter gehen.(…)“

Verständlich, dass die werdenden Mütter – und Väter! – über diese Maßnahme nicht erfreut sind, ganz klar. Aber dennoch sollten die Frauen, die in diesen Tagen ein Kind erwarten, den Mut nicht verlieren und an die Millionen Frauen denken, die ihre Kinder auch ohne den Partner an der Seite zur Welt gebracht haben.

Dass Väter bei der Geburt dabei sind, gibt es noch nicht allzu lange

Es war ja nicht immer so, dass der Ehepartner oder Lebensgefährt mit in den Kreißsaal durfte. In Westdeutschland ist das seit den siebziger Jahren üblich, in der DDR gab es das gar nicht.

Zudem verträgt so mancher Mann den Anblick seiner gebärenden Frau im Kreißsaal eher schlecht, nicht wenige Partner der werdenden Mamas sind auch schon mal umgefallen. Dass sie dann eher eine Last für das Kreißsaal-Personal sind, ist klar.

Und auch unter heutigen Bedingungen – in Zeiten der Corona-Krise und der fehlenden Schutzausrüstungen – wäre ein begleitender Partner wohl auch eher Last denn Bereicherung. Insofern sollte die Vernunft siegen, auch wenn das für die eine oder andere werdende Mutter keine leichte Situation ist.

Wie bereits erwähnt: Der Trost, dass es so viele andere Frauen auch ohne den Partner geschafft haben, muss jetzt gelten.

Alles andere wäre fahrlässig. Für alle Beteiligten!

Bildnachweis: stock.adobe.com / Tomsickova
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