Nudeln

Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern. Der Sommer steht vor der Tür und freilich hat in dieser Jahreszeit kein Mensch Lust auf schwere Kost. Nudel-, Grün- und andere Salate haben wieder Hochkonjunktur. Zeit, Ihnen eines unserer Lieblingsrezepte zu präsentieren: einen sommerlich leichter Nudelsalat.

Dieses Gericht ist für das Abendessen mit der Familie ebenso geeignet, wie für den Treff mit Freunden. Klassisch angerichtet oder mit exotischen Zutaten versehen, ist diese Mahlzeit im Handumdrehen zubereitet und macht zudem stets satt.

Außerdem kann man zumeist noch am nächsten Tag davon essen und spart sich das lästige Kochen, das gerade an warmen Sommertagen so gar keinen Spaß macht.

Sie benötigen:

  • 250 g Nudeln (Penne, Spirelli)
  • 1 kleinen Becher Naturjoghurt (für Figurbewusste mit 0,1 %)
  • 1 Becher Frischkäse, normal oder fettreduziert
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 Essiggurken
  • Gurkenflüssigkeit
  • 2 Tomaten
  • 1/2 halber Apfel
  • 1/2 TL Senf

Zunächst die Nudeln kochen und abkühlen lassen. Dann den Joghurt mit dem Frischkäse mischen, dazu etwas Essig und Öl, geben, Salz und Pfeffer dazu, glattrühren (diese Mischung dient als Mayo-Ersatz!). Dies alles unter die Nudeln geben. Dann die Tomaten achteln und entkernen. Zwiebel, Gurken, Tomaten und den Apfel klein schneiden. Alles dazugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, durchziehen lassen, nach Belieben mit Kräutern garnieren und – genießen!

Guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

Erdbeeren und ein Teelöffel Zucker

Jeder weiß, Zucker ist ungesund. Also verzichtet man mal am Zucker im Kaffee oder Tee, man trinkt keine Cola mehr. Trotzdem nehmen wir weiterhin Zucker zu uns. Denn:
 auch die Industrie weiß, dass der Verbraucher darauf achtet, weniger Zucker zu sich zunehmen. 
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für einen Erwachsenen über den ganzen Tag verteilt, 25 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Das sind mal umgerechnet auf Würfelzucker 8 Stück, denn ein Würfelzucker hat ca. 3g Zucker.

Damit es schmeckt, wird an Zucker nicht gespart

Mit Lebensmitteln, die industriell hergestellt wurden, ist das kaum zu schaffen. Sollen diese Lebensmittel auch noch schmecken, muss da reichlich Zucker rein. Wie wir im ersten Teil gelesen haben, werden die Zutaten nach der Menge geordnet aufgeführt. Wenn nun auf der Zutatenliste Zucker an erster oder zweiter Stelle steht, dann werden die Verbraucher aufmerksam und entscheiden sich dagegen. 
Doch gibt es leider jede Menge Tricks, wie man Zucker im Lebensmittel verstecken kann. Manchmal ist Zucker doch scheinbar „notwendig“, je nach Rezeptur, damit man den Geschmack verbessern kann oder die Eigenschaft. Für den Verbraucher eine Zuckerfalle, die er schwer erkennen kann.

Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat Lebensmittel getestet. Da ist zum Beispiel ein Müsliriegel, der mit 30% weniger Fett wirbt. Er hat einen Fettgehalt, der reduziert ist. ABER:
 Es sind neun süßende Zutaten in dem Riegel enthalten. Damit ist der Gesamtzucker- und Kaloriengehalt genau so hoch, wie bei einem „normalen“ Müsliriegel. In dem Riegel sind 35 Stück Würfelzucker enthalten bei 500g. Wahnsinn. Der empfohlene Zuckerwert pro Tag fast das Fünffache drüber.

Hersteller tricksen beim Thema versteckter Zucker

Wenn nun der Hersteller ehrlich wäre, dann müsste er 105g Zucker auf 500g auf dem Müsliriegel angeben. Würde er es tun, stünde Zucker in der Zutatenliste ganz oben. Mal ehrlich, würden sie den dann kaufen? 
Daher nimmt er von allen süßen Zutaten immer nur ein bisschen. Damit stehen die Zutaten ganz hinten und der Verbraucher wird so getäuscht. 

Eine weitere Falle sind die fehlenden %-Angaben. Nehmen wir mal die Milchschnitte. Die kennt jeder, man sieht sie auch täglich in der Werbung. Abgesehen davon ist sie von Ferrero, die gehören zu Nestlé, und allein deswegen würde ich sie nicht kaufen.

Auf der Zutatenliste steht nun 40% Milch. Da ist eine Prozentangabe. Es folgen andere Zutaten ohne Prozente, wie Palmöl, Zucker, Weizenmehl, Magermilchpulver. Dann gibt es den Honig mit einer 5%-Angabe. Dem Kunden wird so suggeriert, die Milchschnitte besteht aus Milch und Honig. Also gesund. Jedoch sind in einer Milchschnitte 3 Stück Würfelzucker enthalten. Klingt wenig, ist aber trotzdem eine Zuckerfalle.

Eine weitere Methode ist, man versteckt den Zucker in der Fruchtsüße. Auf der Verpackung steht „natürliche Fruchtsüße“. Nur ist in den industriell hergestellten Lebensmitteln selten noch was natürlich. Für die angeblich gesunde „Fruchtsüße“ wurden auf keinen Fall Früchte verarbeitet. Meist ist es ein hochkonzentriertes, getrocknetes Pulver, dessen einziger Zweck es ist, zuckersüß zu sein. Ein Mischmasch aus Glucose und Fructose, dem man den normalen Haushaltszucker psychologisch „gleichsetzen“ kann. 
Und schon sind wir bei dem letzten Punkt angelangt. Man kann Zucker in so viele Worte kleiden, dass der Verbraucher den Zucker gar nicht erkennt. Bei Sirup weiß jeder sofort, das ist Zucker. Somit wird man auf der Zutatenliste niemals Ahornsirup finden.

Woran erkenne ich den Zucker in Lebensmitteln?

Stellen wir uns die Frage, woran kann ich Zucker erkennen? 
Da wären alle Dinge auf einer Zutatenliste, die mit -ose enden. Z.b. Glukose, Dextrose, Fructose, usw. Desweiteren sind die Dextrine zu nennen, wie Maltodextrin oder Weizendextrin. Malze sind versteckter Zucker, wie Maltose (endetet auch mit -ose) oder Malzextrakt, Gerstenmalz. Milchzucker oder Süßmolkepulver ist ebenfalls versteckter Zucker, genau wie Traubensüße. 
Auch bei dem Versprechen aus der Werbung, wie „weniger süß“, ist Vorsicht geboten. Die „Fruchtzwerge weniger süß“ enthalten trotzdem noch 10,6g Zucker auf 100g oder „Cappuccino ohne Zuckerersatz“ hat aber auf 100g noch 46,6g Zucker. Das ist fast die Hälfte nur Zucker!

Noch ein Trick ist, die Zuckermenge gering reden. Manchmal kann man auf Verpackungen lesen, wie viel Prozent des Packungsinhalts den Tagesbedarf deckt. Mal ein Beispiel:
Auf einer Packung von Kellogg steht, dass 30g den Tagesbedarf decken. Wenn man nun 30g in eine Schüssel gibt, ist das wenig. So „viel“ isst kein Kind in Deutschland. Nehmen wir mal 50g als Portion und gehen wir von 37g Zucker in 100g Kellogg an, dann sind das schon 18,5g Zucker, also 6 Würfelzucker. Und das ohne die Milch mit gerechnet.

Nicht auf die Werbung hereinfallen!

Es lohnt sich, auf die Zutatenliste zu schauen und der Werbung keinen Glauben zu schenken. „Activia“ von Danone verspricht mit „avtiv“ und Cerealien gesund zu sein. Cerealien ist ein Reklamewort für Getreide. Nach Joghurt ist die zweite Zutat auf der Liste schon Zucker aus Joghurt und Apfel. Am Ende sind es 5,5 Würfelzucker in einem Becher. Die Cerealien sind nur sehr gering enthalten. 0,6% Weizen, 0,4% Gerste, 0,3% Hafer und 0,2% Weizenkleie. Meine Alternative dazu wäre eine Scheibe Vollkorn.

Ein fertiger Krautsalat aus der Frischetheke, das klingt doch gesund, oder? Gemüse mit einem leichten Dressing… Falsch! Es sind zum Beispiel in dem 400g Krautsalat von Nadler 17 Würfelzucker drin. Wenn ich mir einen Krautsalat mache, denke ich doch nicht daran, auch nur einen Zuckerwürfel dran zu machen, oder?

Mein Fazit: Beachten Sie die Zutatenliste auf der Verpackung, glauben Sie nicht der Werbung und machen Sie soviel wie möglich selber. „Industriel hergestellte Lebensmittel“ sind keine Lebensmitte, sondern Geldmittel.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Karsten Stockhecker

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Frau im Supermarkt

Will man eine Zutatenliste auf einem Produkt lesen, braucht man zuerst einmal eine Lupe. Kann man dann lesen, was auf der Zutatenliste steht, ist sie für uns Normalverbraucher schwer zu verstehen.
 
Alle Lebensmittel, die verpackt sind, müssen eine Zutatenliste haben. Das ist eine Pflicht.

Zutaten von Zutaten und mehr: Zutatenliste ist oft „böhmisches Dorf“

Doch es gibt, wie sollte es anders sein, Ausnahmen. Von dieser Pflicht befreit sind Lebensmittel, die nur eine Zutat haben. Zucker z.B., oder Milch. Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 % Alkohol sind ebenfalls von der Pflicht befreit. Bei Bier allerdings gibt es eine Ausnahme von der Ausnahme. Bei Bier müssen die Zutaten aufgelistet sein.

 Auf dem Etikett sind die Zutaten nach der enthaltenen Menge sortiert. Die am meisten enthaltene Zutat steht an erster Stelle. 
Es müssen auch die Zutaten der Zutaten genannt werden. Nehmen wir einen Fruchtjoghurt. Dort müssen die Zutaten der Fruchtzubereitung stehen. Das können die verschiedensten Zuckerarten sein, Essenzen und Genusssäuren.

Auf der Zutatenliste

Fettgedrucktes ist für Allergiker besonders wichtig. Diese Zutaten können Unverträglichkeiten hervorrufen oder Allergien auslösen. Es sind 14 Stoffe, die zu den Allergenen gezählt werden. Dazu zählen glutenhaltiges Getreide, wie z.B. Weizen, Roggen, Gerste oder Hafer. Desweiteren Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte, z.B. Mandeln, Haselnüsse,, Walnüsse, u.v.m., Sellerie, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulphite (ab 10mg /Kg oder Liter), Lupinen und Weichtiere.

Die E-Nummern sind Zusatzstoffe, die eingesetzt werden, um dem Lebensmittel eine bestimmte Eigenschaft zu geben. Es wird haltbarer, der Geschmack verstärkt oder die Textur verbessert. Doch sind die E-Nummern bei uns Verbrauchern in Verruf geraten, Krebs, Neurodermitis, und anderes zu begünstigen. Deshalb haben die Hersteller reagiert und man findet sehr wenig bis gar keine E-Nummern mehr. Man schreibt nun den Namen der Zutat auf die Liste anstatt der E-Nummer. Der normale Verbraucher kann mit dem Namen ebenso wenig was anfangen wie mit der E-Nummer. 

Um den versteckten Zucker in Lebensmitteln zu entdecken, dazu werde ich einen eigenen Artikel schreiben.

Hinter mehr als 70 Namen und Stoffe kann sich Zucker verbergen

Nur soviel: Es gibt mehr als 70 Namen und Stoffe, hinter denen sich Zucker verstecken kann. 

Steht auf dem Label, z.B. Ihres Lieblingsjoghurts Erdbeer„Aroma“, wird der Erdbeergeschmack im Labor chemisch hergestellt. „Natürliches Aroma“ oder „natürlicher Aromastoff“ bedeutet, dass der Geschmack nach Erdbeeren zwar aus einem natürlichen Rohstoff stammt. Es muss aber nicht zwangsläufig aus einem Lebensmittel sein. Es kann aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen gewonnen werden, aus Mikroorganismen, wie z.B. Schimmelpilzen oder aus einem gentechnologischem Verfahren stammen. 
Das „natürliche Aroma“ muss mindestens zu 95% aus echten Erdbeeren stammen. Übrigens gilt das für alle anderen Früchte auch, nicht nur für Erdbeeren.

In einem weiteren Artikel werde ich auf die Nährwerttabelle eingehen. 

Mein Rat ist:
Kaufen Sie möglichst unverarbeitete Lebensmittel ein, die gar keine oder eine kurze Zutatenliste haben. Und vertrauen Sie auf keinen Fall den Werbeversprechen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Karsten Stockhecker

Die Wetterküche

Was kommt dabei heraus, wenn eine Meterologin und ein Spitzenkoch ein gemeinsames Projekt angehen? Das kann doch eigentlich nur was Kulinarisches sein…! Als Michaela Koschak und Herbert Frauenberger miteinander in Kontakt kamen, ging es zunächst um ein anderes Projekt. Am Ende stand die Idee zu einem gemeinsamen Buch im Raum und herausgekommen ist: „Die Wetterküche“. Ein Rezeptband, der sich mit dem Einfluß der Jahreszeiten auf unsere Ernährung befasst.

Das außergewöhnliche Kochbuch lädt geradezu ein, die Autoren zu ihren Intentionen in Sachen „Wetterküche“ zu befragen. Wir haben sowohl Michaela Koschak als auch Herbert Frauenberger dazu interviewt.

Interview mit Michaela Koschak – Co-Autorin der „Wetterküche“

Ladies first – fangen wir mit Michaela Koschak (im Bild) an. Die Diplom-Meterologin ist vielen Menschen sicher aus dem MDR bekannt. Hier erscheint sie bei diversen Sendungen auf dem Bildschirm und moderiert das Wetter. Dass sie privat ein Faible für Kochen und Backen hat, verriet sie uns im Interview. Los gehts:

FB: Frau Koschak, welchen Bezug haben Sie zum Thema „Kochen“?

Ich koche sehr gern und auch täglich, denn jeden Abend wird bei uns warm gegessen. Allerdings experimentiere ich gern herum, somit schmeckt jedes Essen immer ein bisschen anders. Das ist manchmal schwierig, wenn wir Besuch haben und die Gäste gern das Rezept haben wollen, da ich eher nach dem Bauch, den vorhandenen Zutaten und nach Laune koche und sehr selten nach Rezept.

FB: Bleibt in Ihrem Alltag Zeit, wochentags frisch zu kochen? Wenn ja, welche Gerichte bevorzugen Sie?

Ja, das schaffen wir eigentlich immer, im Notfall greifen wir auf TK-Gemüse zurück, aber auch das ist ja quasi frisch, wenn auch eingefroren – die Vitamine bleiben ja zum Glück erhalten. Wir kochen sehr unterschiedlich, mit viel Gemüse, mindestens 1 mal die Woche Fisch und für die Kinder muss es mindestens einmal die Woche Nudeln geben, aber auch da sind die Soßen oft sehr unterschiedlich.

Mein Favorit ist gerade weißer Fisch mit einer Garnelen-Champions-Zwiebel-Soße und Reis dazu.

Keine Koch-Show, aber ein gemeinsames Buch

FB: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Herrn Frauenberger?

Ein Agent hat uns zusammengebracht, eigentlich wollte er mit uns beiden eine Wetter-Koch-Show konzipieren. Daraus ist leider nichts geworden, aber Herbert und ich fanden uns so sympathisch, dass wir in Kontakt geblieben sind. Durch den Verlag für die Frau konnten wir nun unser eigentliches Projekt in abgewandelter Form, nämlich als Buch doch umsetzen – darüber sind wir, glaub ich, beide froh, denn die Zusammenarbeit hat großen Spaß gemacht.

FB: Was hat sie speziell an einem Buchprojekt gereizt, das das Thema Wetter mit Ernährung verbindet?

Beide Themen beschäftigen uns alle tagtäglich: Wie wird heute das Wetter und was essen wir heute? Man ist erstaunt wieviel Berührungspunkte es zwischen beiden Themen gibt und das war sehr reizvoll zusammenzubringen. Zudem liegt mir das Thema Klimawandel sehr am Herzen und auch beim Thema Ernährung kann da jeder Einzelne eine Menge für tun – so sind wir auf die regionale und saisonale Küche gekommen. Außerdem war uns wichtig, dass wir mal wieder etwas bewusster in der heutigen hektischen Zeit ans Essen denken, dementsprechend Einkaufen und auch den Himmel und die Natur mal wieder beobachten, denn im Alltag macht das kaum jemand.

FB: Wonach hat sich die Auswahl der Rezepte gerichtet, die Sie gemeinsam mit Herrn Frankenberger veröffentlicht haben?

Ja, vor allem nach saisonaler und regionaler Kost. Wir haben das Buch in die Jahreszeiten aufgeteilt und jeweils versucht einfach nachzukochende, leckere, aber auch Rezepte zu finden, wo die Zutaten aus der Region zu bekommen sind und man nicht beispielsweise Kiwis aus Neuseeland benötigt.

Bauernregeln stimmen häufig

FB: In Sachen Wetter und Lebensmittel gibt es ja auch etliche Bauernregeln – im Buch wird das thematisiert. Inwiefern kann man diesen alten Weisheiten trauen?

So einige Bauernregeln sind wirklich gut und an die kann sich der Kleingärtner halten. Klar, durch den Klimawandel wird sich da in den nächsten Jahrzehnten das ein oder andere verändern. Aber bisher stimmen zum Beispiel die „Eisheiligen“ oder die „Siebenschläferregel“ sehr häufig. Die Bauern sind seit Jahrtausenden aufs Wetter angewiesen und haben da einen deutlich geschärfteren Blick als die meisten Städtler heutzutage.

FB: Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch?

Da ich nicht so gern Fleisch esse, sind meine Favoriten: Isländischer Honiglachs auf Blattspinat mit karamellisierten Kartöffelchen und die Spargelstangen in Bärlauch-Crêpes mit einer Tomaten-Frühlingszwiebel-Vinaigrette.

FB: Sie selbst haben als Diplom-Meterologin einen sehr interessanten Beruf und sind privat Mutter. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Alltag wird frisch eingekauft und vorgekocht

Da ich mir den Monat mit zwei Kollegen teile, arbeite ich im MDR nur 10 Tage. Bücher schreiben, Vorträge und andere Moderationsjobs kann ich mir dann ganz gut einteilen und zum Teil von zu Haus aus arbeiten. An den MDR-Tagen bin ich vormittags im Büro, mittags hab ich Zeit frisch einkaufen zu gehen und vorzukochen, sodass dann am Abend die Kinderfrau mit den Kindern warm essen kann. Am Nachmittag muss ich dann wieder in den Sender, mein Arbeitstag endet an diesen Tagen erst um 20:15 Uhr. Aber das ist zum Glück ja nicht jeden Tag so.

FB: Gibt es kulinarisch etwas, worauf Sie sich im kommenden Frühling freuen?

Auf alle Fälle wieder auf die Spargel- und Erdbeersaison. Ich bin gespannt wie dieses Jahr unsere eigenen Erdbeeren aus dem Garten werden. Und natürlich ist das erste Highlight im Frühling der selbstgeerntete Bärlauch aus dem wir Butter machen und sie mit frischem, selbstgebackenen Brot genießen.

Herbert Frauenberger: Spitzenkoch aus Thüringen im Interview

Weiter gehts mit dem Interview mit Herbert Frauenberger (im Bild). Der Privatkoch aus Thüringen, der zu den Spitzenköchen des Landes zählt und mit einer eigenen Kochschule sowie unzähligen Privatbuchungen von Freunden der gehobenen Küche gut beschäftigt ist, bewegte sich schon zu DDR-Zeiten in prominenten Kreisen.

Später präsentierte auch er sich dem Publikum des Mitteldeutschen Rundfunks im Fernsehen. Wir haben mit ihm über seine spannende Tätigkeit und über „Die Wetterküche“ gesprochen:

FB: Die gehobene Küche war von Anfang an ein berufliches Ziel von Ihnen, weshalb Sie sich bei der damaligen INTERHOTEL-Kette beworben hatten. Wiemuss man sich das heute vorstellen, auf welchem Niveau spielte sich dortalles rund um die Kulinarik ab?

Bekanntlich war die Warendecke in der ehemaligen DDR vergleichsweise zu heute sehr dünn „gestrickt“ und wenn dazu die Decke noch zu kurz ist, dann kann man sich nur überlegen, ob man lieber warme Füße oder einen warmen Kopf hat. So muss man sich die einstige Versorgung in Deutschlands Osten vorstellen.

Die DDR war auch immer bestrebt, internationales Ansehen zu genießen und so wurden seit 1965 Hotels unter dem Namen Interhotel aufgebaut, die internationalen Kriterien einer modernen Gästebetreuung Rechnung trugen. Mit zum Teil überdurchschnittlichem Engagement, mit Improvisation, Bündelung von sehr knappen Ressourcen, aber auch mit einigen Importen, die der Bevölkerung nicht oder nur zu einem verschwindend kleinen Teil in sogenannten Delikatgeschäften zugänglich waren, wurde versucht, mit internationalen Maßstäben Schritt zu halten. Insbesondere im Küchenbereich wurden durch die vergleichsweise guten Versorgungsbedingungen auch besonders engagierte und interessierte Fachleute angezogen, oder durch gute Ausbildung geschaffen.

Interhotel-Köche waren auf Sonnenseite des DDR-Alltags

Das soll zwar nicht heißen, dass es in anderen Versorgungseinrichtungen kein gutes Personal gab, aber bei der Vereinigung Interhotel arbeiteten insbesondere Köche auf der „Sonnenseite“ des DDR Alltages. Vom fachlichen Anspruch brauchte sich eine Vielzahl von Fachkollegen nicht hinter dem Niveau vergleichbarer Kollegen im westlichen Ausland zu verstecken. Das beweist auch deren Teilnahme an internationalen Koch-Wettbewerben, wo eine Vielzahl Edelmetall mit nach Hause gebracht wurde.

FB: Ihre beruflichen Stationen sind beachtlich. Heute betreiben Sie in Thüringen eine Kochschule und werden auch als Privatkoch gebucht. Wie schaut Ihr beruflicher Alltag aus?

Es macht mich heute nach einem erfüllten Berufsleben glücklich, dass ich immer noch als Koch tätig sein kann. Fast 50 Jahre trage ich die weiße Kochjacke- und zwar mit Stolz und meine Leidenschaft, diesen doch recht schweren Beruf auszuüben, ist noch immer hellwach. Mit viel Freude versuche ich, meine gesammelten Erfahrungen an interessierte Menschen weiterzugeben. In der Tat konnte ich mir in den fast fünf Jahrzehnten meiner Berufspraxis ganz viele Wünsche erfüllen und hoch gesteckte Ziele erreichen. Mitunter war der Weg ziemlich steinig und forderte persönliche Opfer. Mitunter kam da schon mal die Familie zu kurz und Freundschaften konnten zu wenig aufgebaut und gepflegt werden.

Kochshows im Fernsehen zeichnen mitunter falsches Bild

Das ist allerdings das Los ganz vieler Gastronomen und nicht umsonst sucht heute unsere Gastronomie Hände-ringend nach Nachwuchs. Junge Leute sind nur noch selten bereit, die ungünstigen Arbeitszeiten, den Verzicht auf freie Wochenenden und Feiertage, die schwere körperliche Arbeit und dazu noch vergleichsweise schlechte Bezahlung zu tolerieren. Mitunter wird auch im Fernsehen bei der Vielzahl von Kochshows ein falsches Bild vom Alltag eines Koches vermittelt. Wenn ich als Privatkoch bei meinen Gästen unterwegs bin, wird mitunter auch die Vorbereitung, die eigentlich bereits mit dem qualifizierten Einkauf beginnt, ausgeblendet und sogar bei der Rückkehr an heimischen Herd gibt es noch Nacharbeiten. Der Gast sollte das aber auch gar nicht spüren und sich nur am guten Essen erfreuen.

FB: Mit der MDR-Wetterexpertin Michaela Koschak haben Sie das Buch „Die Wetterküche“ geschrieben. Was hat Sie am Thema Wetter, in Verbindung mit Rezepten, gereizt? Wie kam es zu dem gemeinsamen Buchprojekt?

Seit Kindesbeinen bin ich nicht nur an der Zubereitung leckerer Speisen interessiert (Meine Großmutter hatte  daran als wirklich sehr gute Köchin einen großen Anteil)- mein Vater baute mir schon sehr zeitig auf Grund meines Interesses an der Gartenarbeit aus alten Fenstern und mit einigen Steinen ein Mistbeet, in dem ich Gemüse anbaute. Der Erfurter Sämereienkatalog von Chrestensen gehörte zu meiner beliebtesten Lektüre. Irgendwie war mir wahrscheinlich schon als Kind unterschwellig bewusst, dass beide Gebiete zusammengehören. Mein diesbezügliches Interesse hat sich auch bis heute so erhalten.

Wetter beeinflusst Arbeit in der Küche entscheidend

Es war eine glückliche Fügung, dass ich vor mehreren Jahren die Wetterexpertin Michaela Koschak kennenlernen konnte. Schnell stellte sich im Gespräch heraus, dass unsere Wissensgebiete ganz viele Schnittstellen und Berührungspunkte besitzen. Seit Menschen unseren Planeten bevölkern, beobachten sie das Wetter, um die richtigen Saat- und Pflanztermine, aber auch die passenden Erntetermine zu finden. In unseren Breiten bestimmen die Jahreszeiten ganz entscheidend unsere Ernährung und das Wetter beeinflusst damit ganz entscheidend die Arbeit in der Küche.

An heißen Sommertagen ist unser Appetit ganz anders ausgerichtet als an frostigen Wintertagen. Die Wettervorhersage gehört aus den unterschiedlichsten Beweggründen zu den begehrtesten Informationen in unserem Alltag und ist einsamer Spitzenreiter bei den Einschaltquoten in Funk- und Fernsehen. Das Interesse an der sprichwörtlichen Wetterküche reicht in beinahe alle Bereiche unseres Lebens hinein. In unserem Buch bringen wir ganz viele Beispiele dafür. Begünstigend für unser gemeinsames Buch war, dass wir beide einen sehr ähnlichen Schreibstil besitzen und auch bei Bewältigung des Stoffes ganz viel Übereinstimmung in der Herangehensweise fanden. Nicht zu vergessen auch der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des Anderen.

FB: wie sollten sich die Menschen die Jahreszeiten, in Bezug auf Lebensmittel, zunutze machen?

Früher musste man gar nicht nachdenken, da konnte  man nur die Produkte in der Küche verarbeiten, die in der jeweiligen Saison erntefähig waren oder durch Haltbarmachung eben zur Verfügung standen. Heute ist das ganz anders. Unsere Märkte unterscheiden sich im Sortiment nur ganz wenig nach den Jahreszeiten. Moderne Düsenjets und vollkommen neue Produktionsmethoden, Handel im nie dagewesenen Umfang ermöglichen nahezu uneingeschränkt, das schier unersättliche Kaufinteresse der Menschen zu stillen.

Unsere Supermärkte, Wochenmärkte und  Lager sind proppenvoll gestopft mit frischen und haltbar gemachten Lebensmitteln. Nur einen Bruchteil davon verbrauchen wir tatsächlich. Durch den mitunter sehr aufwändigen Transport belasten wir unsere Umwelt im unverträglichen Maße, denn wir alle wissen inzwischen, dass eigentlich der Termin zur notwendigen Mäßigung schon recht lange überschritten ist. Auch wenn das von weither „herangekarrten“ Obst und Gemüse optisch hervorragend aussieht- auch da kann mit Chemie,  Physik  und anderen Wissenschaften bestens nachgeholfen werden- auf dem Transportweg verlieren alle frischen Produkte wertvolle Inhaltstoffe.

Besinnung auf erntefrische Produkte

Deshalb sollten wir uns wieder besinnen, dass erntefrische Produkte für unsere Ernährung einfach am wertvollsten sind. Mehr Disziplin beim Einkauf- nur die Mengen kaufen, die man wirklich benötigt und Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege benötigten, sollten immer den Vorrang haben. In unserem Buch „Die Wetterküche“ findet man eine Vielzahl interessanter Rezeptempfehlungen, was man gemäß der Jahreszeiten mit heimischen Produkten herstellen kann. Bei Alledem brauchen wir uns nicht fremdländischer oder gar exotischer Zutaten zu verschließen. Mitunter kann man sie auch perfekt mit unseren heimischen Produkten kombinieren.

FB: Sie sagen, dass heutzutage einige Lebensmittel in Vergessenheit geraten sind und Sie solche Lebensmittel in Ihr berufliches Tun einbeziehen. Welche sind das?

Aus meiner Sicht ist diese Aussage ganz wichtig. Durch unterschiedliche Ursachen ist so Einiges, was einst in unseren Breiten und unter unseren klimatischen Bedingungen angebaut und gezüchtet wurde, aber auch heute noch in unserer Natur vorkommt,  in Vergessenheit geraten und peu a peu von unserem Speisenzettel verschwunden.

Kinder kennen exotische Früchte oft besser, als einheimische Pflanzen

Dazu gehören beispielsweise Mangold , Pastinake, Knollenziest, Tobinambur, aber auch Wildfrüchte wie Hagebutte, Schlehe, Edeleberesche oder Sanddorn, um nur einige zu nennen. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch das Meiste davon und Wildfrüchte haben wir noch mit Freude reichlich gesammelt und verarbeitet. Einige der genannten Vertreter findet man beim Studium unserer „Wetterküche“ wieder. Wenn ich derartige Produkte verarbeite – auch in Verbindung mit hervorragend schmeckenden Wildkräutern oder Pilzen aus der Natur -, dann ernte ich meist große Bewunderung.

Unsere Kinder kennen eine exotische Kiwifrucht oder Mango besser, als einen Maipilz oder Sauerampferblätter.

FB: Worauf kommt es – Ihrer Meinung nach – in Sachen guter Ernährung im Alltag an?

Nach meiner Meinung kommt es heute darauf an, wieder zu einer ausgewogenen Ernährung zu finden. Wir Menschen neigen immer zu Extremen. Obwohl  wir mit dem kostbaren Gut der Intelligenz ausgestattet sind, nutzen wir diese insbesondere bei unserer Ernährung nur sehr unzureichend. Das können die Tiere viel besser und durch unser unkontrolliertes und schlechtes Verhalten verführen wir sogar Tiere zu schlechter Ernährung. Massentierhaltung oder das sorglose Wegwerfen von Lebensmitteln, was Wildtiere in unseren Lebensraum lockt, sind vielleicht ganz gute Beispiele dafür.

Mehr Eigendisziplin beim Umgang mit Lebensmitteln!

Unser schier unersättliches Profitstreben führt auch dazu, dass zum Beispiel viel mehr Tiere gezüchtet werden, als eigentlich notwendig wären. Nur die edelsten Fleischteile sind für uns von Wert. Im großen Stil sind wir eben sehr leichtfertig beim Wegschmeißen. Das war früher zu Zeiten der Mangelwirtschaft ganz anders.

Nun wünscht sich natürlich Keiner den Mangel und die Not zurück, aber mehr Eigendisziplin würde uns gut zu Gesicht stehen und unserem Fortbestand auf Mutter Erde gut tun. Jeder kann und sollte einen kleinen Beitrag leisten!

FB: Was raten Sie Leuten, die beruflich eingespannt sind, für die Familie aber dennoch abends was Selbstgekochtes servieren wollen?

Es dürfte erwiesen sein, dass das heutige, beinahe schon unübersichtliche Freizeitangebot die lebensnotwendigen Arbeiten im Haushalt immer unattraktiver machen – leider auch mitunter die Arbeit in der Küche. Umso erfreulicher, dass die Ausstattung und Gestaltung der Küchen in den letzten Jahren einen mächtigen Aufschwung erlebte, was die Wertigkeit der Küche beträchtlich erhöhte.

Offene Küchen fördern familiäre Kommunikation wieder mehr

Die Küche war einst der Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung und auch Ort der Kommunikation in der Familie. Diesen Status bekommt sie durch eine offene Gestaltung, zeitgemäße Wohnraumgestaltung sowie Materialien und natürlich durch moderne Technik mit Gelinggarantie wieder zurück. In den großzügigen Küchen der heutigen Zeit können meist mehrere Personen gleichzeitig arbeiten. So wird Kochen unbedingt zur Freude und keinem Familienmitglied zur Last. Man experimentiert gemeinsam und das „Meckern“  einzelner Familienmitglieder wird schwieriger. Auch Alltagsprobleme werden wieder besser miteinander besprochen – im Zeitalter der Smartphone besonders wichtig!

Wenn wirklich Zeitmangel existiert, dann gibt es eine Vielzahl von schmackhaften Speisen, die in weniger als einer halben Stunde mit frischen Zutaten zuzubereiten sind. Meine Angebote, derartige Gerichte in der Kochschule vorzustellen, sind immer heiß begehrt und die zur Verfügung stehenden Plätze sind schnell ausgebucht. Man sollte nicht meinen, wie viele pfiffige Gerichte es gibt, die dieses Kriterium der Zubereitungszeit erfüllen. Und:  Eine halbe Stunde der Tageszeit sollte uns unser und der Körper unserer Familienmitglieder unbedingt Wert sein!

FB: Welches ist Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch „Die Wetterküche“?

Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht gerne ein Gericht besonders hervorheben. Alle Gerichte haben ihren Charme und natürlich spielt die jeweilige  Stimmung auch immer eine ganz wichtige Rolle. Ich liebe allerdings Suppen und auch bei uns zu Hause steht mindestens einmal in der Woche eine Suppe auf dem Speiseplan. Da kann man sich auch jahreszeitgemäß mit den Zutaten so richtig austoben!

FB: Was steht demnächst bei Ihnen an? Verraten Sie uns aktuelle Projekte?

Natürlich wünsche ich mir, dass ich mit meiner Frau gemeinsam gesund und körperlich fit bleibe. Meine Frau unterstützt mich, damit ich für meine Gäste „den Rücken frei habe“. So kann ich mit meinem Fachwissen und –können noch möglichst viele Gäste bei meinen Einsätzen erfreuen. Natürlich gibt es auch noch einige neue Ideen.

Thüringen hat kulinarisch viel zu bieten!

Sprichwörtlich „im Kasten“ befindet sich mein neues Buch „Die besten Rezepte aus Thüringen“, das am 20. März anlässlich der Leipziger Buchmesse erscheinen wird. Dass ich mit diesem Buchprojekt vom Leipziger Buchverlag für die Frau betraut wurde macht mich besonders stolz, denn schließlich bin ich aus Leib und Seele aber auch sehr gerne Thüringer. Thüringen hat kulinarisch eine Menge zu bieten- weit mehr als nur Bratwurst, Rostbrätel und Klöße! Über Neuigkeiten berichte ich regelmäßig auf meinem Internetportal www.privatkoch-frauenberger.de

Sie dürfen also weiterhin im positiven Sinne gespannt sein.

Tipp: am kommenden Donnerstag, 31. Januar, um 20.15 Uhr, sind beide zu Gast in Lehmanns Buchhandlung in Leipzig. Dort stellen sie das Buch vor & präsentieren ihre „Wetterkochshow“. Herr Frauenberger kocht live bis zu 5 Kostproben aus dem Buch. Interessierte können Karten buchen unter: https://www.lehmanns.de/page/leipzigveranstaltungen

Bezugsquelle: „Die Wetterküche“ hier.

Bildnachweise: Verlag für die Frau, Denise Seibt, Herbert Frauenberger

Wer eine Schwäche für leckere Backwaren hat, der hat es sich bestimmt schon immer mal gewünscht: das ultimative Rezept für einen Schokokuchen, der ohne die lästigen Kalorien daherkommt und nicht gleich auf der Hüfte landet.

Für all jene, denen solche Gedanken nicht fremd sind, gibt es in diesem Zusammenhang gute Neuigkeiten, denn eine Frau erfand genau so ein spezielles Rezept.

Es handelt sich um Dana Altekrüger aus Hamburg, die ihre ganz persönlichen Gründe hatte, sich dem Experimentieren mit Zutaten für fettarme Rezepte zu widmen.

Gegenüber BILD.de vom 28.11.18 sagte sie:

„Schuld sind die fünfundzwanzig Kilo, die ich in der zweiten Schwangerschaft zugenommen habe. Die wollte ich wieder loswerden und trotzdem nicht auf leckere Sachen verzichten.“

Und weiter heißt es bei BILD.de

„Weil ihr die bekannten Diäten nicht gefielen, erprobte sie eigene Rezepte, die viel Ballaststoffe und Eiweiß enthalten, daher lange sättigen. „Bei mir kommt zum Beispiel in die Schokotarte statt Butter ungesüßtes Apfelmus, die Brötchen mache ich mit Haferkleie, Nutella mit Möhren.“

Doch beim Herumprobieren und dem Erfinden neuer Rezepte blieb es nicht – Dana Altekrüger schrieb das alles auf und bündelte ihre Kreationen in einem selbst verlegten Buch.

Dem gab sie den Namen „Abnehmen mit Brot & Kuchen“ und landete damit einen Bestseller!

BILD.de schreibt dazu:

„Beim Onlinehändler Amazon schoss ihr 128-Seiten-Werk in der Kategorie „Backen“ sofort auf Platz 1, sahnte über 100 Bewertungen ab – ausschließlich mit fünf Sternen.“

Und veröffentlicht das Rezept gleich mit – und hier ist es:

  • Ofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 2 Eier und 200 g ungesüßtes Apfelmus in einer Schüssel cremig rühren.

  • 60 g Dinkelmehl, 20 g Backkakao und 1 TL Backpulver zur Apfelmuscreme geben, Süßen (z.B. Honig) nach Wunsch, alles mit dem Mixer verrühren.

  • Springform (18 cm) mit Backpapier auslegen, die Ränder einfetten, dann den Teig in die Form füllen und etwa 35 Minuten backen.

Wer mehr über die kreative Privat-Bäckerin wissen möchte, hier der ganze Bericht.

Quelle Artikel: BILD.de, 28.11.18, Bildnachweis: pixabay, la-fontaine

Blüten

Essblüten – in kulinarischen Kreisen lange schon bekannt – haben sich in den letzten Jahren bei Profi- und Hobbyköchen immer mehr etabliert. Vor allem optisch geben sie vielen Gerichten den letzten Schliff. Und dass man sie dann auch noch essen kann, ist doch wunderbar.

Essblüten: Skepsis ist angebracht

Oder etwa nicht? Nun – Skepsis ist angebracht, wie ein Artikel in dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL, Ausgabe 47 / 2018, zeigt.

Dort heißt es:

„Sind die Blüten (…) wirklich essbar? Das wollten Forscher des Lebensmittel-Instituts der Dänischen Technischen Universität wissen und haben sich in einer Übersichtsstudie 23 Pflanzen angesehen, die häufig Verwendung in der Küchen finden. 14 davon enthielten potenziell giftige Substanzen. So finden sich in den hübschen Borretschblüten oder Natternköpfen Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und krebserzeugend sind. Hohe Dosen an Scharfgarbe schädigten in Studien ds Hodengewebe von Ratten und Mäusen. Und – ebenfalls in höheren Dosen – geht auch das Waldmeisterkraut auf die Leber. Ein erwachsener Mensch solle nicht mehr als wenige Gramm der Blüten pro Tag verzehren. Für alle Blüten gilt: Die Dosis macht das Gift. Die im Salat beliebten Wilden Stiefmütterchen hat die European Medicines Agency 2010 schon als Heilkraut eingestuft, gleichzeitig aber davon abgeraten, sie Kindern und Jugendlichen zu servieren. Wer Zweifel hat, sollte die Blüten-Deko deshalb einfach als solche behandeln – und sie an den Tellerrand schieben“

Also: im Zweifel lieber aufs eigene Bauchgefühl hören!

Und dann: guten Appetit!

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

Es ist wohl in vielen Familien dasselbe: man möchte die Ernährung im Alltag gut gestalten und selbst kochen, aber aufwändige Festmahlzeiten sollen`s ja nun gerade nicht sein. Viele bemühen deshalb das Kochbuch oder Internet, um gute Alltagsgerichte, die sich auf die Schnelle zaubern lassen, zu finden.

Auch uns geht das so und – wie wohl bei vielen anderen Leuten auch – haben wir eine gewisse Anzahl an Gerichten, die wir immer wieder gern kochen und die definitiv in die Kategorie „schnelle Rezepte“ fallen.

Nachfolgend stellen wir Sie Ihnen vor. Jeweils für vier Personen.

Makkaroni auf Ossi-Art oder auch Makkaroni mit Tomatensauce – eines der Alltagsgerichte, das im Handumdrehen fertig ist!

Gut – zugegeben, die echten Makkaroni werden für dieses Rezept nicht verwendet (siehe unten, bei Zutaten). Trotzdem wurde dieses Mahl im Alltag der DDR, wo man es total oft kochte, „Makkaroni“ genannt. Bis heute ist das vor allem in den neuen Bundesländern so. Das aber nur am Rande. Wer mag, nimmt einfach echte Makkaroni – siehe Bild.

Sie benötigen:

  • 500 g Jagdwurst,
  • 500 g Nudeln (Sorte Penne oder Spirelli),
  • 1 Zwiebel,
  • 1 kleines Tetra-Pack passierte Tomaten,
  • Rapsöl für die Pfanne,
  • Pfeffer und Salz.

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzen, salzen und zum Kochen bringen. Die Jagdwurst und die Zwiebel klein schneiden (die Jagdwurst in Würfel). Wenn das Wasser kocht, die Nudeln reingeben und nach persönlicher Bissfestigkeit weich kochen. Parallel dazu das Öl in der Pfanne erhitzen und dann die Zwiebeln zuerst scharf anbraten, danach die Jagdwurst-Würfel beigeben und ebenfalls scharf anbraten.

Danach die Hitze auf „mittel“ stellen, weiter braten und nach ca. 10 Minuten die passierten Tomaten hinzugeben.

Rühren, nach Belieben würzen, die Nudeln abseihen und fertig ist ihr schnelles Pasta-Alltagsgericht, das übrigens deshalb „nach Ossi Art“ genannt wird, weil man dieses Rezept unglaublich oft in der DDR gekocht hat! Dort war es eines der absolut beliebtesten Alltagsgerichte! Bis heute dürfte es wohl vor allem in Familien mit Kindern großen Anklang finden!

Weiter geht es mit einem Rezept für eine schmackhafte Suppe, die sich ebenfalls auf die Schnelle zubereiten lässt:

eine Zucchini-Cremesuppe.  

Diese total leckere Suppe eignet sich vor allem in der aktuellen Jahreszeit sehr gut, um dem Körper mit einem Mal eine Menge an Vitaminen zuführen zu können. Immerhin ist das grüne Gemüse in diesem Zusammenhang ein echter Alleskönner.

In die Abteilung „Alltagsgerichte“ kommt die Suppe, weil man sie in etwas mehr als dreißig Minuten zubereitet hat.

Und hierfür benötigen Sie:

1 ½ Kilo Zucchini,

4 große Kartoffeln,

3 Esslöffel Instant-Gemüsebrühe,

100 ml Schlagsahne aus dem Becher,

1 bis 3 Knoblauchzehen (ganz nach Geschmack, die meisten nehmen zwei Zehen),

Salz und Pfeffer.

Und so bereiten Sie das gesunde Alltagsgericht zu:

Sowohl die Kartoffeln als auch die Zucchini in Würfel schneiden. In der Zwischenzeit 1,5 bis 2,0 Liter Wasser aufkochen, die Gemüsebrühe hinein rühren und dann die Kartoffel- und Zucchini-Würfel dazugeben. Den Knoblauch klein hacken und dazu geben. Nun die Suppe ca. 15 bis 20 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Dann nach Bedarf würzen und abschließend pürieren.

Wer mag, bestreut die Suppe noch mit Petersilie, aber meist ist das nur vonnöten, wenn man dieses Alltagsgericht als Vorsuppe für eine festliche Gäste- oder Familienmahlzeit reicht. Im Alltag bestreut ja kaum einer seine Suppe mit Kräutern – oder? Aber wer mag: klar, immerzu!

Zum Abschluss noch ein weiteres Gericht, das sich ebenfalls im Handumdrehen und auf die Schnelle zubereiten lässt und deshalb ein ganz klarer kulinarischer Alltags-Favorit ist:

Schweinegeschnetzeltes mit Erbsen und Ananas!   

Klingt erst mal exotisch und so gar nicht nach Alltagsgericht – ist aber eines.

Hierfür benötigen Sie:

700 g Schweinefilet,

1 Zwiebel,

2 Esslöffel Butter,

150 g TK-Erbsen,

150 g Ananas-Stücke aus der Dose,

Salz,

Pfeffer,

1 Esslöffel Currypulver,

125 ml Gemüsebrühe,

Rapsöl für die Pfanne,

100 ml Sahne.

Und so bereiten Sie dieses leckere Rezept zu:

Schweinefilet zuerst in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Derweil die Butter in einer Pfanne erhitzen. Danach die Fleischstreifen darin unter Rühren anbraten. Dann die Zwiebelringe hinzufügen und diese circa drei Minuten mitschmoren.

Danach werden die gefrorenen Erbsen und die Ananas-Stücke hinzugegeben. Mit Pfeffer, Salz und Curry würzen, dann die Gemühsebrühe mit der Sahne hinzugeben und alles etwa zehn Minuten schmoren lassen. Die Flüssigkeit sollte um 1/3 einkochen. Danach ist dieses kinderleichte Alltagsgericht servierbereit, am besten schmeckt dazu Reis, der sich parallel zubereiten lässt.

Dieses Rezept eignet sich übrigens das ganze Jahr über als eine Mahlzeit, die auf die Schnelle für die ganze Familie fertig ist!

Für alle hier genannten Gerichte wünschen wir viel Spaß beim Nachkochen und natürlich guten Appetit!

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…den macht noch immer Mutter oder Oma, stimmts?! Oder – wenn diese Familienangehörigen nicht mehr da sind – man selbst. Aber dann garantiert mit dem über Generationen hinweg weitergegebenen Familienrezept. Obwohl sich alle Rezepte für Kartoffelsalat hierzulande gleichen dürften, variieren die Zubereitungsarten natürlich erheblich.

Ein Grund mehr freilich, auch mal eine andere kulinarischeVariation auszuprobieren – für Fans dieser beliebten Speise dürfte das ein Genuss sein!

Und deshalb möchten wir Ihnen heute das Rezept unserer Oma, das einst auch an die Mutter weitergegeben wurde, vorstellen. Wir bereiten nach diesem Rezept den Kartoffelsalat traditionell an Feiertagen wie Heiligabend (ja, vor der Bescherung und mit Wiener Würstchen als Beilage!) zu und auch am letzten Tag des Jahres: an Silvester.

Weiterhin kommt der – wie wir finden – superleckere Salat im Sommer zum Einsatz, wenn Grillpartys, Geburtstage oder sonstige Sommerfeste im Kreise der Familie oder mit Freunden anstehen.

Bislang gab es viel Lob für unser Rezept, ob Ihnen der Kartoffelsalat nach unserer Anleitung ebenso schmeckt, können Sie gern herausfinden – indem Sie unser Rezept einfach mal ausprobieren.

Hier ist es:

Rezept für 8 Personen (wir waren eine große Familie, bitte für kleinere Mengen einfach weniger portionieren):

  • 1 bis 2 Kilo mittelgroße Kartoffeln,
  • 2 Gläser Mayonnaise,
  • 1 großes Glas Gewürzgurken,
  • 3 bis 4 Zwiebeln mittlerer Größe,
  • 1 Kilo Jagdwurst (nach Bedarf mehr),
  • 2 Äpfel.

Zubereitung:

Kartoffeln mit Schale waschen und anschließend (immer noch mit Schale) in einem großen Topf kochen. Dabei beachten, dass das Kochwasser die Kartoffeln gut bedeckt. Mit einer Gabel immer mal prüfen, ob sie nicht zu weich werden, das sollte nämlich nicht sein.

Wenn die Kartoffeln gar gekocht sind, das Wasser abgießen und die Kartoffeln etwas auskühlen lassen.

Dann die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Jagdwurst ebenso würfeln, die Gurken in kleine Scheiben schneiden (bitte etwas Gurkenbrühe aus dem Glas aufheben), dasselbe bitte mit den Äpfeln tun (kleine Stücke!).

Die Zwiebeln klein hacken. Dann alles zusammen in eine große Schüssel tun und etwas Gurkenbrühe darüber gießen. Dann die Mayonnaise dazu geben und alles kräftig und gut durchmischen.

Nach Belieben salzen und pfeffern und abschmecken.

Danach den Kartoffelsalat circa 3 Stunden kühl stellen. Es empfiehlt sich, die Speise über Nacht ziehen zu lassen, da der Salat meist erst am nächsten Morgen seine volle kulinarische „Genuss-Wucht“ entfaltet.

Wir handhaben das stets so, dass wir am Vorabend von Feierlichkeiten, bei denen der Kartoffelsalat gereicht werden soll, den Kartoffelsalat zubereiten.

Aber: natürlich wird meist am selben Abend zu später Stunde schon ein Teller genascht. Einfach weil er uns supergut schmeckt!

Wir hoffen, Ihnen ebenso!

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigene tolle Rezepte für Kartoffelsalat haben, schicken Sie uns diese gern an redaktion@frauenboulevard.de

Und nun: guten Appetit!

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Eierlikör in Gläsern

Eierlikör – wer kennt es nicht, das klebrige Getränk, das in Kindheitserinnerungen vor allem bei Familienfeiern gereicht wurde? Seinerzeit – und irgendwie auch bis heute – als Likörchen für Frauen serviert, gehörten stets Schokobecherchen zu diesem Tropfen. Eine leckere Sache! Genauso lecker ist Eierlikör aber auch als Zutat im Kuchen – dem beliebten Eierlikörkuchen.

Eierlikörkuchen – ein kulinarischer Renner!

Gerade im Frühjahr ein kulinarischer Renner, denn die meisten haben in dieser vorsommerlichen Zeit keine Lust auf zu schwere Sachen und ziehen den Blechkuchen meist einer allzu süßen Torte vor.

Deshalb hier für Sie unser mehrfach erprobtes Rezept für einen wirklich leckeren Eierlikörkuchen – streng genommen einen Kirsch-Eierlikör-Blechkuchen mit Schmand-Sahne. Wenn Ihnen schon jetzt das Wasser im Mund zusammen läuft, dann lesen Sie weiter – hier die Zutaten nebst Zubereitung:

Zutaten:

350 g weiche Margarine

350 g Zucker

300 g Mehl

6 Eier

½ Packung Backpulver

250 ml Eierlikör

100 g Schokoblättchen

2 Gläser saure Kirschen (entkernt)

800 ml Sahne

4 Päckchen Vanillinzucker

2 Packungen Sahnesteif

200 g Schmand

Fett für das Blech

Paniermehl – ebenso für das Blech.

Zubereitung:

Den Backofen vorheizen (Ober-/Unternhitze: 175 Grad / Umluft: 150 Grad). Kirschen zunächst abtropfen lassen.

Margarine, Zucker und Salz mit einem Handrührgerät cremig rühren. Die Eier dann nach und nach zugeben und unterrühren. Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit den 250 ml Eierlikör unterrühren.

Dann die Schokoblättchen untermischen. Danach den Teig auf ein gefettetes und mit Paniermehl ausgestreutes Backblech geben und glatt streichen. Sodann die Kirschen darauf verteilen. In den heißen Backofen schieben und auf mittlerer Schiene um die 50 bis 55 Minuten backen.

Im Anschluss auskühlen lassen.

Kuchen kalt stellen – mindestens 2 Stunden!

Dann die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen. Den Schmand vorsichtig dazu geben. Diese Masse dann auf den Kuchen geben und glatt streichen. Wer mag, sprenkelt als Deko Eierlikör auf den Kuchen.

Schokoplättchen sollten auf jeden Fall drüber gestreut werden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Dann muss der Kuchen kaltgestellt werden. Vor Verzehr mindestens 2 Stunden kalt stellen, besser mehr. Gekühlt hält er sich zwei bis drei Tage.

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„Köstlicher Wein vom Winzer XY“ – das war bisher wohl die geläufigste Beschreibung, wenn es um einen edlen Tropfen eines bestimmten Winzers ging.

Dieses Berufsbild war lange männlich dominiert, das ändert sich aber gerade. Immer mehr Frauen werden Winzerinnen und haben beruflich mit dieser nicht alltäglichen Arbeit zu tun. Das inspirierte auch den Filmemacher Christoph Koch dazu, die mehr und mehr in dieser Branche vertretenen Frauen zu porträtieren.

„Wein weiblich. Die erste Generation“ heißt seine 90minütige Filmdoku über die Winzerinnen, die derzeit in Arbeit ist.

Diesbezüglich widmete sich die Allgemeine Zeitung Mainz in ihrer Ausgabe am 17.3.18 in einem ausführlichen Artikel diesem neuen Phänomen. Waren vor circa anderthalb Jahrzehnten so gut wie gar keine Frauen vertreten, die eine Ausbildung zur Winzerin machten, so sprechen die aktuellen Zahlen eine deutliche Sprache. Und weisen die Tatsache, dass nun eine Generation von weiblichen Winzern entsteht, als neue Selbstverständlichkeit aus.

Immer mehr Frauen arbeiten als Winzerinnen

Laut der Allgemeinen Zeitung ist unter den angehenden Winzern am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Oppenheim rund jeder fünfte weiblich.

Zudem beruf sich das Blatt auf Zahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, die belegen, dass im Wintersemester 2016 / 2017, bei insgesamt 139 eingeschriebenen Studenten im ersten Studiengang Weinbau und Ökologie, 37 Frauen eingeschrieben waren.

Filmemacher Koch spricht denn auch von einem „gesellschaftlichen Umbruch“, der sich in der Welt der Weine hierzulande gerade abspielt. In seiner Dokumentation werden insgesamt fünf Winzerinnen zu Wort kommen – Ende 2019 soll das Werk im Kino ausgestrahlt werden.

Doch ungewöhnlich und exotisch sind weibliche Winzer nicht wirklich – warum auch?! Die meisten von ihnen werden in Winzerfamilien hineingeboren und lernen die Winzerwelt von klein auf kennen – und oft eben auch lieben. Da liegt es nahe, in die Fußstapfen der Eltern zu treten und sich beruflich in die Sphäre der edlen Tropfen zu begeben.

Mittlerweile ist es auch keine Besonderheit mehr, wenn sich weibliche Winzerinnen auf entsprechenden Fachmessen präsentieren. Dem Vernehmen nach war das „früher“ noch eine absolute Ausnahme, die großes Erstaunen bei männlichen Messeteilnehmern auslöste.

Wein von Frauen intuitiver

Doch welche Unterschiede gibt es ja vielleicht doch hinsichtlich der männlichen und weiblichen Winzer und vielleicht sogar beim Wein selbst? Filmemacher Koch hat hierzu folgenden Eindruck und sagt gegenüber der Allgemeinen Zeitung folgendes:

„Weiblicher Wein sei intuitiver, mehr vom Gefühl und der inneren Stimme geleitet, weniger technisch und rational!“

Dr. Eva Vollmer, die sich mit ihrem gleichnamigen Weingut in Mainz-Ebersheim einen Namen gemacht hat, hat ebenso eine eigene Erklärung zum weiblichen Wein. Gegenüber der Allgemeinen Zeitung führt sie diese wie folgt aus:

„Die Frauen haben einen anderen Blick, andere Talente.“

Inwiefern das zutrifft, davon werden sich Frauen (und Männer) in dem erwähnten Film selbst ein Bild machen können. Bislang werden für diesen noch einige Gelder benötigt, weshalb eine entsprechende Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen wurde.

Dieser ist zu erreichen unter www.wein-weiblich.de

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