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Schnittmuster übertragen

Leute, die gern nähen, kennen das sicher: das Hobby macht riesigen Spaß aber die Vorbereitung der Übertragung der jeweiligen Schnittmuster nervt. Denn diese müssen zumeist aufwändig abgepaust oder via ausgedrucktem PDF-Dokument zusammengeklebt und daraus die einzelnen Schnitteile ausgeschnitten werden. Dieser Prozess ist nicht unbedingt der angenehmste Teil beim Nähen. Bislang aber kam man als Hobbynäher nicht umhin, diesen Aufwand zu betreiben. Immerhin gehört das dazu, um am Ende ein individuelles Einzelstück in den Händen zu halten.

Doch die moderne Technik macht auch vor der Nähmaschine nicht halt und so gibt es für Menschen, die sich gern schöne Kleidung nähen, aber das Gefummel mit dem Schnittmuster nicht mögen, bald Abhilfe. Das Start-up Patterina hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen werden können. Viele Hobbynäher, die von dem Produkt schon erfahren haben, sind begeistert. Der Gründerin, Dr. Nora Baum, hätte man ihre App am liebsten schon auf Messen, auf denen sie interessierten Nähern ihre Erfindung präsentierte, abgekauft.

Mit Patterina gehört umständliche Schnittmuster-Übertragung der Vergangenheit an

Doch gut Ding braucht Weile und so ging noch einige Zeit ins Land, in der das Start-up Patterina an der App, die das Nähen um so vieles einfacher machen wird, feilte. In ein paar Wochen, im August 2019, soll es nun soweit sein und die umständliche Übertragung der Schnittmuster der Vergangenheit angehören.

Wir haben mit Gründerin Nora Baum (im Bild) über Ihre Erfindung gesprochen.

FB: Nora, was nervt begeisterte Näherinnen (und Näher) beim Nähen am meisten?

NB: Also erstmal muss man ja sagen, dass die Leute ihr Hobby, das Nähen, eigentlich lieben. Vor allem den Umgang mit Stoff, das Arbeiten an der Nähmaschine und die Kreativität. Aber 80% aller Hobbynäher mögen es nicht, Schnittmuster vorzubereiten. Die muss man ja meistens abpausen aus Zeitschriften und Büchern, oder man muss ein PDF-Dokument ausdrucken, zusammenkleben und dann daraus die einzelnen Schnittteile ausschneiden.

FB: Nun haben Sie diesbezüglich ein regelrechte Sensation auf den Markt gebracht. Denn Ihr Start-up Pattarina hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das jetzt schon bei Menschen, die gern nähen, heiß begehrt ist. Erzählen Sie doch mal!

Mit unserer App Pattarina können Näher ein Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen. Die Technologie, die dafür verwendet wird, ist Augmented Reality – das kennt man vielleicht von Pokemon Go. Bei uns werden eben keine Pokemon angezeigt, sondern Schnittteile. Und die kann man dann direkt auf den Stoff zeichnen.

Wir sind grad in den letzten Schritten der Entwicklung, und hoffen die App noch im Sommer herausbringen zu können.

FB: Sie sind Unternehmensberaterin und haben Politikwissenschaften und Soziologie studiert – heute betreiben Sie dieses Start-up. Wie kam es dazu?

Ich habe schon als Kind nähen gelernt, und dann nach der Geburt meiner eigenen Kinder wieder damit angefangen – wie so viele junge Frauen. Und schon immer war ich von der Vorbereitung der Schnittmuster genervt. Eines Nachts, nach der Silvesterparty, ist mir eingefallen, dass man Schnittmuster doch mit Licht auf dem Stoff anzeigen könnte – so eine Art Schnittmusterbeamer.

Geschäftsidee kam nach Silvesterparty – Mitgründer ging an Bord

Ein halbes Jahr bin ich mit dieser Idee durch die Welt gelaufen. Dann habe ich meinen späteren Mitgründer Markus Uhlig und unseren Mentor Prof. Lewerentz von der BTU Cottbus kennengelernt. Zusammen haben wir uns entschieden, es mal mit Augmented Reality auszuprobieren. Und es hat geklappt!

FB: Wie muss man sich das Übertragen der Schnittmuster mithilfe Ihrer App vorstellen?

Das ganze kann man sich so vorstellen: Auf den Stoff wird ein kleines Referenzbild gelegt, das man sich selbst ausdrucken kann. Dort hält man das Handy drüber. Sobald das Handy das Referenzbild erkennt, zeigt es das erste Schnittteil an. Durch Schieben des Referenzbildes kann man das Schnittteil dahin schieben, wo man es gern haben möchte. Ist man mit der Lage zufrieden, nimmt man einen Trickmarker und zeichnet die markanten Punkte des Schnittteils direkt auf den Stoff. Dabei blickt man durch den Bildschirm. Man malt quasi die virtuelle Linie unter dem Handy auf den Stoff ab.

Die Schnittmuster erhält man bei den Designern mit denen wir zusammenarbeiten. Sie verkaufen spezielle QR-Codes zum Schnittmuster dazu, mit denen das Schnittmuster in der Pattarina-App aktiviert werden kann.

Runterladen und loslegen!

Die Pattarina-App gibt es übrigens für iOS und Android. Man kann sie einfach im App Store oder Play Store herunterladen.

FB: Welche Hürden waren zu meistern, um Ihr Unternehmen auf den Weg zu bringen?

So einige. Mit der App waren wir ja in einem großen Livetest, Anfang diesen Jahres. Wir haben sehr viel Feedback von den Testern erhalten, und haben daraufhin festgestellt, dass wir im „Hintergrund“ der App vieles umbauen müssen, weil ein Framework, das wir gern verwendet hätten, leider nicht so funktioniert hat wie erwartet. Dieses auszutauschen und durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen hat lange gedauert und war sehr nervenaufreibend.

Auch die richtige Finanzierung zu sichern war nicht immer einfach. Zuerst haben wir ein Gründungsstipendium erhalten. Für die Zeit danach ist es uns gelungen, Geld über Kickstarter einzusammeln, und wir haben einen Business Angel an Bord geholt. Bis das aber alles in Sack und Tüten war – das war ganz schön aufregend.

Crowdfunding und erster Mitarbeiter – Pattarina setzt auf Zukunft

FB: Eine Crowdfundingkampagne für Ihre Geschäftsidee war sehr erfolgreich – dürfen wir fragen, wieviel zusammen gekommen ist?

Knapp 20.000 Euro von fast 800 Unterstützern. Wir haben uns sehr über diese tolle Unterstützung gefreut!

FB: Wieviele Leute arbeiten in Ihrem Team?

Neben meinem Mitgründer Markus und mir haben wir gerade unseren ersten richtigen Mitarbeiter eingestellt. Außerdem haben wir gerade einen tollen Praktikanten und einen Werkstudenten.

FB: Für wann ist der offizielle Start von Pattarina geplant?

August 2019.

FB: Welche Pläne gibt es über den Start hinaus?

Wir wollen die App so gut wie möglich nutzbar für unsere Kunden machen und möglichst schnell viele Schnittmuster integrieren. Und dann wäre es natürlich toll, bald eine englische Version zu haben. Und wir haben tolle Ideen für neue Funktionen, zum Beispiel das Ändern von Schnittmustern. Es bleibt also spannend!

Wer sich ansehen möchte, wie das denn in der Praxis funktioniert, mit der Übertragung der Schnittmuster durch die App, kann sich auf der Homepage von Patterina ein Video dazu ansehen.

Copyright / Bildnachweis:

Dr. Nora Baum, Patterina

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Brautmode von Harald Glööckler

Opulent, barock – pompöös. Diese Attribute treffen allesamt auf die Kreationen des charismatischen Designers Harald Glööckler zu. Der Modemacher, der auch schon etliche Bücher herausgegeben hat, verleiht seinen Kollektionen eine unverwechselbare Note. Seine Kreationen liebt man oder lehnt sie ab – dazwischen dürfte es nichts geben. Von einigen wenigen Kleidungsstücken abgesehen, ist bei Glööckler`s Mode alles ziemlich pompöös. Nicht umsonst gehört dieses Attribut zu seiner Marke. Was nicht zuletzt mit seinem Logo, einer Krone, unterstrichen wird. Dazu gehört nun auch Brautmode.

Glööckler designte opulente Brautmode

Der Designer hat ja bekanntlich von Hosen bin hin zu edlen Kostümen schon so ziemlich alles an Kleidung herausgebracht. Zwischendurch designte er sogar Tapeten, Bettwaren und Zubehör für Pferde.

Brautmoden von Glööckler

Neueste Kreation von Glööckler – diesmal Brautmode

Dass der gelernte Einzelhandelskaufmann nun auch Brautmode designt, verwundert deshalb nicht. Im Gegenteil: Man hätte es von ihm, der nach dem Motto: „Jede Frau ist eine Prinzessin“ verfährt, eigentlich schon eher erwartet. Denn wo kann man sich als Designer denn schon so kreativ „austoben“, wie bei  (pompöser) Brautmode? Eben! Das wird sich Harald Glööckler wohl gedacht haben, als er die Zusammenarbeit mit der Designerin Semiha Bähr (im Bild ganz in weiss) anging und gemeinsam mit der Expertin luxuriöse Brautmode und Abendkleider kreierte. Kürzlich wurden diese – die unter dem Label POMPÖÖS® by Semiha Bähr laufen – in Berlin, im Rahmen einer exclusiven Couture Show, vorgestellt.

Ich habe mir das vor Ort angesehen und erwartungsgemäß ließ Glööckler so einiges an Fantasie-Roben auffahren. Kreationen wie aus dem Märchen wurden ebenso vorgeführt wie tragbare, luxuriöse Brautmode. Auch an Stars und Sternchen mangelte es nicht – so posierte der Designer unter anderem mit „Fast-immer-Nackt“-Model Micaela Schäfer.

Brautkleider entstehen im Atelier einer Modedesignerin

Die Herstellung der Brautmode indes geht unglamouröser zu und wird von einer bodenständigen Frau geleitet: Semiha Bär. Die kreative Designerin arbeitet in ihrem eigenen Atelier in Bruchköbel und lässt Brautherzen höher schlagen. Unter ihren Händen entstehen wahrhafte Traumroben und seit neuestem ist die Brautkollektion von Maestro Glööckler exclusiv bei ihr zu haben.

Da ist es nur logisch, dass Glööckler sein Motto mit den Frauen und dem „Prinzessinnen sein“ kurzerhand auch auf seine Brautkleider überträgt:

„Jede Braut ist eine Prinzessin“

Nun – die opulenten Roben, die aus den Entwürfen von Star-Designer Harald Glööckler und Semiha Bär hervorgegangen sind, sprechen für sich und unterstreichen das Glööckler-Motto einmal mehr. Wann, wenn nicht in so einer Robe und an so einem Tag ist eine Frau schon Prinzessin? Eben!

Glööckler Brautmode

Glööckler Brautmode – Opulenz ist Trumpf

Dass weisse Brautmode allerdings auch eine Rolle auf einer Scheidungsparty spielen kann, beweist diese Dame hier.

Herzlichst,

Ihre Jean Bork!

Bildnachweis: Böttger Management

 

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Meyer-Landrut

Prominente und Glaubwürdigkeit in der Werbung…Das ist so ein Thema für sich. Wohl auch, weil der Preisunterschied von Mode, die Promis tragen und wofür sie werben, oft immens ist. Schon als Verona Pooth mit Werbung für KiK um die Ecke kam, hagelte es viel Kritik. Kaum einer konnte oder wollte glauben, dass die Werbe-Ikone solche Kleidung privat trägt. Und auch Werbung für andere Produkte, bei der VIP´s mitmischen, wird meist kritisch beäugt. Zu oft sieht es so aus, als würden die Prominenten für das jeweilige Produkt nur wegen dem Geld werben. Ob Lena Meyer-Landrut die aktuelle H&M-Kollektion des Geldes wegen bewirbt oder tatsächlich von den Klamotten des Billigkonzerns überzeugt ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass Fans sie für diesen Deal kritisieren.

Auf Instagram hat die Musikerin Stücke aus der aktuellen, eigenen H&M-Kollektion vorgestellt. Getragen von ihr selbst. Ihre Fans forderte sie dazu auf, ihre Meinung zu den Stücken kundzutun. Die ließen sich nicht lange bitten, aber ob deren Reaktion der Künstlerin behagten?

Fans kritisieren fehlende Vorbildfunktion von Meyer-Landrut

Viele Follower stören sich an der Ausrichtung von H&M – an den Arbeitsbedingungen und an den Standards für jene, die die Kleidung herstellen. Auch fehlende Nachhaltigkeit des Moderiesen kam zur Sprache, ebenso wie die fehlende Vorbildfunktion von Lena-Meyer Landrut, die sie – wie jemand schrieb – eigentlich auf junge Mädchen ausüben müsste. Diese aber, so wurde gemutmaßt, laufen nun in die Filialen und kaufen wie wild ein.

„Unreif“ ist denn auch der Vorwurf, der der jungen Promi-Frau aus den Reihen derer, die doch eigentlich ihre Fans sind, gemacht wird.

Bislang ist nicht zu sehen, dass Meyer-Landrut auf Instagram Stellung zu den Kritiken bezieht oder auf Kommentare reagiert. Erfahrungsgemäß muss so ein Shitstorm noch schlimmer kommen, bis Prominente sich äußern. Und ob bei den bisherigen Kommentatoren das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist, ist fraglich. Zu kontrovers ist gerade heutzutage die Thematik „Mode“ und „Handel“. Große Modeketten müssen sich häufig den (oftmals berechtigten) Vorwurf anhören, dass sie ihre Produkte auf unfaire Art herstellen lassen.

Ob nachhaltige, dafür aber teurere Sachen besser angekommen wären?

Allerdings weiß niemand, wie die Sache bei Lena Meyer-Landrut ausgegangen wäre, wenn sie eine nachhaltige Modekollektion beworben hätte, bei der ein einziges Teil hunderte Euro kostet. Das zumindest gab ebenso ein Instagram-Follower der jungen Prominenten zu bedenken.

So oder so: jeder sollte sich selbst seine Meinung darüber bilden, wie glaubwürdig Prominente in der Werbung wirklich sind! Und sich selbst hinterfragen, für welche Produkte er sein Geld ausgibt.

Wer die Diskussion der Fans auf dem Instagram-Account von Lena Meyer-Landrut verfolgen will, der kann das hier tun.

Bildnachweis: picture alliance/rtn – radio tele nord

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Frau in weißem Kleid

Auf die Hochzeit einer Freundin, der Schwester oder der Cousine gehen und als festliches Outfit ein langes, weißes Kleid wählen? Diese Idee hatte eine Frau, die sich – ohne Gesicht, sondern nur mit ihrem Kleid – in den sozialen Medien präsentierte. Laut einem Bericht in der Online-Ausgabe der Daily Mail Großbritannien fragte sie die digitale Community nach ein paar Tipps für Haar und Make-up, im Zusammenhang mit der bevorstehenden Hochzeit. Zu der sie als Gast hingehen wollte.

Sie schrieb:

„Ladies, kann ich ein paar Haar- und Makeup-Vorschläge für dieses Kleid bekommen? Ich gehe nächste Woche zu einer Hochzeit auf dem Festland“

Was folgte, war ein unglaublicher Shitstorm. Der brach sich Bahn, als das Bild der Frau in einer Gruppe für Hochzeitssünden veröffentlicht wurde. Diese Gruppe hat um die 80 000 Mitglieder aus aller Welt und dementsprechend war das Echo.

Als Hochzeitsgast in weiß? User sind schockiert!

Die Reaktionen reichten von geschockt über angewidert bis gehässig.

Den meisten der User stieß auf, dass das Kleid der Frau so sehr an ein Hochzeitskleid erinnerte. Einer schrieb ihr, dass das doch „ein verdammtes Hochzeitskleid“ sei. Ein anderer indes bekundete unverblümt, dass er die Frau rauswerfen würde, hätte er auf dieser Hochzeit etwas zu sagen. Viele Kommentatoren warfen der um Rat bittenden Frau zudem vor, sie wolle der Braut die Schau stehlen.

Nun – da ist was dran. Denn die wenigsten Frauen, die auf einer Hochzeit eingeladen sind, tragen ein Outfit, das an ein Hochzeitskleid erinnert. Oftmals wird ein klassisches Kostüm in einer dezenten Farbe oder aber ein edles dunkles Kleid gewählt. Das kleine Schwarze hat sich auch hier bewährt. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man seine Erfahrungen mit Hochzeiten im privaten Umfeld Revue passieren lässt.

Doch was gilt eigentlich als „Go“ oder als „No go“ in Sachen Dresscode für den weiblichen Hochzeitsgast? Googelt man hierzu im Internet, kommen zuallererst Ergebnisse bekannter Mode-Onlineversender und auch ein Treffer zu Guido Maria Kretschmer. Letzterer muss es ja nun wissen, denn er gilt als Koryphäe in Sachen Mode.

Mode-Profi stellt Outfit für den weiblichen Hochzeitsgast vor

Und tatsächlich: auf Kretschmers Seite werden als Tipp für das Outfit eines weiblichen Hochzeitsgastes tatsächlich Outfits gezeigt, die fast alle in zarten, pastelligen Farben daherkommen. Auch Modelle mit Blumenmustern sind zu sehen und sogar Looks in knalligem Pink. Der Modeguru lässt seine Leser eindeutig wissen, warum er genau diese Outfits – darunter auch ein Kleid mit Spitze in rosé – vorstellt. Nämlich deshalb, weil mit dieser Art Garderobe der Braut keine Konkurrenz gemacht wird. So, wie es mit dem Kleid der besagten Frau, die aufgrund ihrer Kleiderwahl zur Hochzeit den Shitstorm kassierte, passieren könnte. Und damit vielleicht die Frau zu einem Hochzeitsgast mutieren lässt, der ungläubigen Blicken, tuscheln und häufigem Kopfschütteln ausgesetzt ist.

Wer sich das ersparen will, sollte also die Finger von einem weißen Kleid lassen.

Denn: „Ganz in Weiß“ ist immer auf die Braut bezogen – niemals auf den Hochzeitsgast.

Wenn sie sich das Outfit der besagten Frau anschauen möchten, so können Sie dies hier tun.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Recherche-Nachweis:

 

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Frau in Unterwäsche

Mal eben im Kaufhaus mitgenommen oder auf die Schnelle bei bekannten Modeketten gekauft, wenn es sich gerade ergab – auf diese Art erwarb ich lange Zeit meine BH`s.

Bis sich durch eine gesundheitsbedingte Gewichtszunahme mein Körper so veränderte, dass auch der Busen nicht mehr der alte war. Das zeigte mir meine letzte Untersuchung bei meiner Frauenärztin deutlich. Sie wies mich zudem darauf hin, dass meine Brüste größentechnisch variierten – also vom Umfang her einen Unterschied aufwiesen. Minimal zwar, aber doch nicht ohne Konsequenzen.

Ich hatte zuvor selbst schon bemerkt, dass meine aktuellen BH`s seit einiger Zeit nicht mehr richtig saßen, verschob aber den Neukauf immer wieder und rückte das Darunter, wenn es zwickte, eher schlecht als recht in Form. Bequem war das wirklich nicht mehr! Aber wie das so ist: man arrangiert sich manchmal mit Dingen, obwohl man weiß, da muß man langsam mal was ändern.

Wäsche im Fachgeschäft kaufen – warum sich das wirklich lohnt!

Nach dem Arztbesuch, bei dem ich aufgrund meines veränderten Brustumfangs den Tipp erhielt,  für den Neukauf in ein Fachgeschäft in Leipzig zu gehen, machte ich Nägel mit Köpfen.

Das erwähnte Geschäft – die Wäsche und Dessous Gabriele Mahler GmbH – hatte ich für den Kauf neuer Wäsche sowieso schon im Hinterkopf. Es liegt mitten im Herzen von Leipzig und ich hatte ein Jahr zuvor dort einen qualitativ erstklassigen Badeanzug gekauft.

Als ich also in die Stadt fuhr, steuerte ich dieses Geschäft sofort an. Ich staunte, denn an der mir bekannten Adresse gab es den Laden nicht mehr. Eine Nachfrage im Geschäft nebenan ergab, dass dieser inzwischen in eine größere Location umgezogen ist, nur wenige Meter weiter.

Ich fand den neuen Standort sofort – ein nobel anmutendes, sehr großzügiges Geschäft, das jedem Designer-Laden alle Ehre macht.

Drinnen angekommen, wurde ich sofort freundlich begrüßt und schilderte mein Problem ohne Umschweife. Ich wurde in die Umkleide gebeten und die sehr angenehme Verkäuferin machte sich wenig später daran, meinen Brustumfang zu vermessen. In der Tat hatte sich mein Busen durch die Gewichtszunahme größentechnisch verändert. Kein Wunder, dass die bisherigen BH`s nicht mehr saßen. Die Frau vom Fach kam mit einigen Modellen zurück, von denen ich alle anprobierte. Gut saßen alle, doch das Tüpfelchen auf dem I der Bequemlichkeit bot sich mir erst mit dem letzten Modell. Ich streifte es über und es saß wie angegossen. Herrlich und kein Vergleich mit den Stücken, die ich bislang von der Stange gekauft hatte! Ich war sofort im 7. Wäschehimmel und wusste: „den nehme ich!“.

DACAPO wird im sächsischen Oelsnitz hergestellt

BH von DACAPO

DACAPO-BH`s sitzen

Um die BH-Unbequemlichkeit ein für allemal zu beenden, beschloss ich, mir zunächst zwei Modelle der Marke, die so top saß, zu kaufen. Die Verkäuferin brachte mir zu dem weißen BH noch einen champagnerfarbenen, der ebenfalls wie angegossen passte. Am liebsten hätte ich ihn gleich anbehalten, aber in Anbetracht der noblen Umgebung unterdrückte ich diesen Wunsch und freute mich lieber auf das Umziehen daheim.

Da ich ein großer Verfechter deutscher Marken bin und ich es unverständlich finde, dass fast die gesamte Textilindustrie schon nach Fernost ausgelagert ist, fragte ich die Verkäuferin, woher denn die Wäsche kommt? „Aus Oelsnitz, hier in Sachsen“ war die freundliche Antwort und ich erfuhr, dass die Modelle, die meinen Busen so bequem und doch fest sitzend umschmeichelten, zur Marke DACAPO gehören.

Da ich diese Marke noch nicht kannte, recherchierte ich zuhause über das Unternehmen und erfuhr, dass die Stoffteile für die DACAPO-BH`s, die später ein nahtloses BH-Körbchen ergeben, von Hand in die dafür vorgesehene Maschine eingelegt werden. Bei dieser Qualitätswäsche war tatsächlich noch echte Handarbeit im Spiel!

All das geschieht im Textilunternehmen „Moritz Hendel und Söhne“, das seinen Standort im vogtländischen Oelsnitz hat und 2015 bereits 150jähriges Jubiläum feierte.

Die Region Vogtland war schon zu DDR-Zeiten und davor für die Herstellung feiner, qualitativ hochwertiger Wäsche bekannt. Vor dem Mauerfall produzierte man dort auch Unterwäsche, die per Export nach Westdeutschland ging.

Sitzt der BH, darf`s auch mal mehr kosten

Die so aufwendig hergestellten Stücke haben natürlich ihren Preis. Ich habe pro BH 72,95 € bezahlt. Allerdings: das sind die DACAPO-BH`s auch wert. Seit ich mich mit diesen Modellen eingedeckt habe, hält das Wohlgefühl beim Darunter an. Die Qualität ist einfach erstklassig!

Das Zwicken und Zwacken im Brustbereich gehört somit für mich endgültig der Vergangenheit an. Man schlüpft früh in den BH rein und es fühlt sich an wie eine zweite Haut. Herrlich!

Dass ich mich mit der Entscheidung für DACAPO zudem noch für einen sächsischen Wäschehersteller entschieden habe, freut mich doppelt, da ich sehr gern von regionalen Herstellern kaufe. Als nächstes werde ich mir von dieser Marke noch dunkle Modelle kaufen. Dass ich hierzu wieder das besagte Fachgeschäft in Leipzig aufsuchen werde, steht für mich fest!

Wer sich beim Kauf eines BH`s dieser Marke ebenso kompetent beraten lassen möchte, der kann hier nachschauen, wo sich das nächste Fachgeschäft, das DACAPO-Wäsche führt, befindet.

Für Produktinformationen oder das ein oder andere Schnäppchen empfiehlt sich ein Blick auf die Website des Unternehmens.

Bildnachweis: DACAPO

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Sylvie Meis

Glamourös, festlich und Stars so weit das Auge reicht: das ist seit vielen Jahren der Semperopernball in Dresden. Das Spitzen-Event kann auf eine lange Tradition zurückblicken – immerhin hat der beliebte Ball von 1925 bis 1939 jährlich stattgefunden. Danach folgten verschiedene Versuche, das Fest wiederzuleben, was erst 2006 adäquat gelang. Seitdem wird der Semperopernball jährlich durchgeführt.

Und jährlich sind es Stars und Sternchen, Reiche und Schöne sowie natürlich Lokalprominente, die sich im festlichen Look ein Stelldichein in der prachtvollen Semperoper geben.

So auch dieses Jahr. Doch gefühlt wird nur über eine Person gesprochen und das ist Sylvie Meis. Die zierliche Niederländerin, die vor Jahren mit dem Nachnamen noch van der Vaart hieß und heute wieder mit ihrem Mädchennamen auftritt, moderierte den Ball, gemeinsam mit Schlagersänger Roland Kaiser.

Für Kleid von Sylvie Meis auf Semperopernball hagelt es Kritik

Das Kleid, das die 40jährige für ihre Semperopernball-Moderation ausgewählt hat, erhitzt die Gemüter. Sowohl auf der Facebook-Seite des Semperopernballs, als auch auf der Seite von Sylvie Meis selbst. Es hagelt Kritik ohne Ende.

Viele fanden die silberne Glitzerrobe – ein Kleid von Designer Brian Rennie – unangemessen. Das Abendoutfit gab viel von den Brüsten der Moderatorin frei und zog sich fast bis zum Bauchnabel.

Hämisch, entsetzt und auch verletzend sind diesbezüglich unzählige Kommentare, die auf Facebook gepostet werden. Die meisten negativen Kommentare zu Sylvie Meis finden sich auf der Facebookseite von Sylvie Meis selbst und auf der Seite des Dresdner Semperopernballs.

So schreibt eine Frau Baehr folgendes:

„Das überweite sowie tiefe bis zum Bauchnabel ausgeschnittene Dekolleté von Sylvie Meis fand ich obszön. Eine Carmen Nebel, die weiß, was sich schickt, wäre die würdevollere und bessere Moderatorin für so eine Veranstaltung gewesen.“

Wäre Carmen Nebel die bessere Wahl gewesen?

Carmen Nebel ist übrigens eine Moderatorin, die schon zu DDR-Zeiten auf Entertainment spezialisiert war und seither für Sender, wie das ZDF große Shows gemeistert hat. Aber das nur am Rande. Denn auch andere Kommentatoren sparten nicht mit Kritik in Sachen Kleid.

Negativ fällt auch die Meinung zur Meis-Robe von einem Herr Pilar aus. Und zwar so:

…..es ist eine Schande, dass man diese Frau mit solch einem Ausschnitt auf die Bühne gelassen hat. Sie hat weder die Grazie noch den Anmut, einen solchen Anlass zu moderieren.

Sehr viel direkter wird eine Frau Süss – sie schreibt:

Das graue Kleid war ein richtiger Pornofummel“.

In diesem Stil sind sehr viele Kommentare gehalten. Selbst mit einer „Discokugel“ wird Sylvie Meis verglichen.

Thematisiert werden von vielen Usern auch die Optik von Frau Meis, sowie ihr glänzendes Hautbild. Über letzteres urteilt ein Herr Kratschmar wie folgt:

Das Kleid der Meis ist eine Katastrophe. Der Ausschnitt ist eine Zumutung. Sie glänzt wie eine Speckschwarte.“

Was wohl Meis selbst davon hält?

Was wohl die Moderatorin selbst von alledem hält? Nun, es ist sehr unwahrscheinlich, dass man es erfährt. Sicherlich wird sie wohl den einen oder anderen negativen Kommentar schon auch lesen.

Zu den vernichtendsten dürfte wohl dieser hier gehören, von einer Frau Wolgethan-Dietz:

„Die Meis war eine Beleidigung für die Semperoper“.

Nun – wahrscheinlich wird es auch Sylvie Meis dämmern – für Dresden darf gern „Weniger ist mehr gelten“. Das Umfeld ist schon barock genug und Glamour hat die Moderatorin auch ohne Busenschau!

Quelle Kommentare: Facebookseiten Sylvie Meis und Semperopernball

Bildnachweis: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

 

 

Von Claudia Schiffer bis Madonna – einst modelte alles, was Rang und Namen hat, für das schwedische Modehaus und selbst Designer internationaler Couleur entwarfen Kleidung für die Billig-Kette. Diese Zeiten wirken lange vorbei, das Unternehmen hat zu kämpfen. Einst mit einer Vorreiterrolle gesegnet, laufen H & M laut einem Bericht des SPIEGEL die Kunden weg.

Das Magazin berichtet in seiner Ausgabe 45 / 2018 darüber, dass der Konzern gegenwärtig dabei ist, sich von Grund auf zu erneuern. In dem Bericht wird deutlich, dass die einst mega-angesagte Modekette den Anschluss in die heutige Zeit ein Stück weit verpasst hat. Auch mit den einstigen Highlights, in Form der von TOP-Designern für H & M kreierten Klamotten, lässt sich nicht mehr wirklich punkten. Neben H & M verkaufen auch längst die ALDI-Läden Bekleidung von Jette Joop…

Deutlich wird – laut SPIEGEL – das „Auf-der-Stelle-treten“ im Zusammenhang mit deren Online-Business.

Zitat SPIEGEL zum Thema Online-Shop des Modekonzerns:

„Der eigene Auftritt im Netz frustriert die Kunden mit hohen Liefergebühren und Behäbigkeit. In 24 von 71 Ländern, in denen H & M aktiv ist, haben die Schweden nicht mal einen Onlineshop.“

Damit aber soll nun Schluss sein – Geschäftsführer Karl-Johan Persson hat verschiedene Ideen, den Konzern dem aktuellen Konsum- und Trendverhalten anzupassen.

Zitat SPIEGEL:

„Er will, weil das Stammgeschäft mit der Marke H & M lahmt, neue Marken schafffen. Er will ganz neue, moderne, digitale Läden bauen und so das Image der Hauptmarke aufpolieren. Er will das Unternehmen zum Vorreiter nachhaltiger Mode machen“

Gerade der letzte Punkt: „nachhaltige Mode“ dürfte ein ziemlich wunder sein. Denn bekanntlich spült H & M mehrfach die Woche neue Klamotten in die Läden – ein Überfluss, der eigentlich nicht sein müsste. Denn damit wird nur die Unsitte unbelehrbarer Fashionistas, sich alle paar Wochen mit neuer Kleidung zu Spottpreisen einzudecken, befeuert – das kann`s ja nun wirklich nicht sein!

Insofern bleibt tatsächlich abzuwarten, wie das Unternehmen diesen Widerspruch meistern will.

Doch zurück zu dem neuen Image, das sich H & M verpassen will.

Hier ist man nämlich schon einige Schritte gegangen, hat Kunden und deren Einkaufsverhalten analysiert, sich angeschaut, auf welche Trends die Zielgruppe tatsächlich abfährt und wann, wo und wie eingekauft wird. Sogar die Wohnungen, in denen die Zielgruppe von H & M lebt, hat man sich angeschaut.

Das Ergebnis all dieser Aktivitäten ist ein neuer Store in einem Stockholmer In-Viertel, in dem laut SPIEGEL vor allem junge Familien leben.

Das Nachrichtenmagazin beschriebt den Shop folgenermaßen:

„Der Laden erinnert nur noch beim Blick auf die Etiketten an einen H & M. Der Boden ist aus weißen Dielen, auf einem Tisch steht eine Vase mit Schnittblumen. In den Regalen liegen wenige, farblich aufeinander abgestimmte Kleidungsstücke und passende Accessoires. An den Wänden in der Umkleidekabine hängen Schwarz-Weiß-Fotografien, wechselnde Leihgaben aus einem Museum, die man auch kaufen kann“

Apropos kaufen: der Kleidungsriese bietet in diesem Store sogar fremde Kosmetikmarken, wie L`Oreal oder Nivea an.

Ein H & M-Mitarbeiter äußert sich dazu im SPIEGEL wie folgt:

„Die Kundinnen kaufen diese Cremes sowieso – wieso sollen sie das nicht gleich bei uns tun?“

Das Magazin liefert zudem weitere Informationen, wie der H &M-Laden der Zukunft wohl aussieht.

Dazu folgendes:

„Nichts ist hier zufällig. Der Vorzeigeladen ist mit Hunderten Sensoren ausgestattet. Ein Trackingsystem an jedem Kleidungsstück ermöglicht, nachzuverfolgen, wer welches Teil wann und wo in die Hand genommen, bezahlt oder wieder zurückgelegt hat. So wird automatisch der Bestand aufgefüllt. Die Filialleiterin schreibt einen monatlichen Newsletter für die Stammkunden aus der Nachbarschaft“

Und weiter heißt es:

„Der Computer liefert die daten, aber die Analyse und welche Konsequenzen wir daraus ziehen“ sagt Arti Zeighami, „diese Entscheidungen müssen Menschen treffen“

Wie wichtig zudem für H & M zukünftig auch das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist – darüber erfährt man in diesen Zeilen mehr:

„Zeighami, 47, ist bei H & M für Datenanalyse und künstliche Intelligenz zuständig. Seine Techabteilung umfasste bis vor kurzem nur eine Handvoll Nerds. Heute tüfteln mehr als 200 Mitarbeiter etwa an sprachgesteuerten Spiegeln und Tools wie „Perfect Fit“, mit deren Hilfe sich der Kunde zu Hause vermessen lassen kann. Der digitale Doppelgänger kann dann online Kleidungsstücke anprobieren“

Klingt alles ziemlich cool und interessant. Doch wird auch die deutsche Kundin zukünftig so zeitgemäß bei H&M shoppen können? Das bleibt abzuwarten, denn es gibt schon noch ein Problem…

Zitat, SPIEGEL:

„Das Problem: Heute sieht nahezu jede der mehr als 4300 H & M-Filialen weltweit gleich aus(…)Das neue Store-Konzept jedoch ist auf den jeweiligen Standort und seine Kunden zugeschnitten – damit allerdings nicht, wie frühere Ladeneinrichtungen, beliebig kopierbar“

Nun – das ist in der Tat eine Problematik, der sich das H & M-Team wird stellen müssen. Nur: wenn tatsächlich alles – oder vieles – dem Digitalisierungsgedanken geschuldet ist, wer sagt denn, dass die moderne Kundin überhaupt noch so viel offline shoppt? Vielleicht wechselt auch das Shoppen von Bekleidung irgendwann einmal ganz oder fast komplett ins Web? Man weiß es nicht. Zumal vor dem Hintergrund, dass auch das nicht unbedingt wünschenswert wäre – denn dann hätten wir ausgestorbene (Innen)Städte.

So oder so bleibt es spannend und für modebewusste Frauen heißt es dahingehend erst einmal: abwarten. Zudem die nächste H & M-Filiale ja doch irgendwie noch immer in der Nähe ist.

Bildnachweis (Symbolbild): picture-alliance/ dpa

 

  

Ein groteske Meldung in Sachen High-Heels macht derzeit im Internet die Runde. Dabei geht es um eine Strafe für Liebhaberinnen von hohen Schuhen, die offenbar auch in den eigenen vier Wänden nicht darauf verzichten wollten, auf hohen Absätzen herumzulaufen. Warum auch immer….!

Das Internetportal deutsch.rt.com berichtet wie folgt:

„Die Behörden des norditalienischen Vicenza haben drei Einwohnerinnen wegen Ruhestörung eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro auferlegt. Bei den Verklagten handelte es sich um eine Mutter und ihre beiden Töchter, die auch zu Hause abends gerne Stöckelschuhe trugen. Das ständige Geklapper fiel ihren Nachbarn von unten auf die Nerven.

Der Streit brach vor rund vier Jahren aus, als neue Mieter in die untere Wohnung  einzogen, die lange unbewohnt gewesen war. Die Frauen wollten auf ihre alte Gewohnheit nicht verzichten und liefen weiterhin auch spätabends auf Highheels herum. Die Nachbarn beschwerten sich darüber bei dem Hausverwalter, hatten aber keinen Erfolg. Nur die Staatsanwaltschaft fand genug triftige Argumente, damit sich die Mode-Liebhaberinnen ihren Brauch abgewöhnen konnten: Nach 500 Euro Strafe hörte das Geklapper von Absätzen auf. (Life.ru)“

Na da….! Was es nicht alles gibt, kann man da nur sagen. Verwunderlich ist diese Alltagsgewohnheit allemal, denn für die meisten Frauen, die hohe Absatzschuhe zu einem bestimmten Anlass tragen, heißt es, sobald sie daheim angekommen sind: Schuhe aus, bequeme Hausschuhe an oder gleich ganz barfuß gehen.

Es dürfte deshalb das Geheimnis der italienischen Frauen bleiben, warum sie auch zuhause so leidenschaftlich gern den hohen Hacken frönen. Oder – besser gesagt -: gefrönt haben….!

Bildnachweis: pexels.com

Das ungute Gefühl, ein Kleid oder andere Stücke für die Garderobe zu kaufen, mit deren Erwerb man zu oft Unternehmen unterstützt, die ihre Ware unter fragwürdigen Bedingungen in fernen Ländern produzieren lassen, war der Beweggrund für Kitty aus Leipzig (im Bild), ein eigenes Modelabel zu gründen.

Angelehnt an ihren Namen nennt es sich „Kitty pe“ und besteht bislang aus einem einzigen Kleidungsstück – einem Kleid. Das allerdings hat es in sich und dürfte viele Frauen begeistern. Die Besonderheit an diesem Modell ist eine elegante Schlichtheit, die mit unaufdringlichen Details, die aber doch ins Auge fallen, eine besondere Symbiose eingeht.

Damit ist das „Kitty pe“-Modell vielseitig einsetzbar und kann sowohl tagsüber im Büro als auch abends, wenn gleich nach Dienstschluss eine Vernissage oder ein feierlicher Empfang angesagt ist, getragen werden (siehe Bild unten links).

Kitty selbst setzt hohe Maßstäbe an ihre Kreation, der zeitnah weitere Modelle folgen sollen. Sie lässt ausschließlich in Deutschland produzieren und will somit dem ausufernden Konsum, der tagtäglich mit unzähligen Warenlieferungen an die einschlägig bekannten Bekleidungsketten aufs Neue befeuert wird, etwas entgegensetzen.

Wir haben mit Kitty, die die Arbeit für ihr Label zudem mit familiären Herausforderungen in Einklang bringen muss, gesprochen. 

FB: Kitty, Du hast Dein Label „Kitty pe“ als Quereinsteigerin gegründet. Was waren die Beweggründe?

Ich habe mich durch die Angebote der Modeindustrie leider nie wirklich repräsentiert gefühlt und deshalb vor einigen Jahren angefangen, mir Kleidung nach meinen Entwürfen schneidern zu lassen. Die Reaktionen auf meine Kreationen – insbesondere weil sie nicht freizügig sind – waren aus meinem weiblichen Bekanntenkreis durchweg sehr positiv.

Von da war es nicht weit zum Traum vom eigenen kleinen Modelabel, um andere Frauen an meinen Kreationen teilhaben zu lassen.

Einen großen Anstoß gab der Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesh, der auf tragischste Weise die Zustände in der Textilindustrie öffentlich gemacht hat.

In den folgenden Jahren wurde ja immer klarer, dass ein Großteil der führenden Bekleidungsmarken nicht bereit war, die lange überfälligen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensumstände mitzutragen. Aus einem mulmigen Gefühl beim Kleidung kaufen wurden Bauchschmerzen, deren Konsequenz für mich eine nahezu vollständige Konsumverweigerung war.

Als mein Job bei einer Börse Ende 2017 nach Litauen ausgewandert ist, habe ich die folgende Elternzeit genutzt und bin ins eiskalte Wasser gesprungen.

FB: Deine Kollektion umfasst derzeit ein bestimmtes Kleid-Modell, berichte doch mal, was es damit auf sich hat!

Ich habe natürlich viele Entwürfe in der Schublade die ich sehr gerne umsetzen möchte. Da ich aber alles eigenfinanziere und mich in der Branche erstmal zurecht finden musste, habe ich es langsam angehen lassen und mir dieses Kleid als Anfang ausgesucht, weil ich in dem Bereich den größten Bedarf sehe.

Mit Kara habe ich ein Kleid entworfen das Büro/Business-tauglich ist (bedeckte Schultern und Knie und kein übermäßig tiefer Ausschnitt) und trotzdem nicht langweilig (deshalb der außergewöhnliche Ausschnitt und die recht verspielten Ärmel).

Mit Kara ist Frau immer gut, individuell, bequem und unkompliziert gekleidet, egal ob abends in der Oper, im Büro, auf einem Podium oder zum Einkaufsbummel.

Wenn der Verkauf richtig angelaufen ist werde ich nach und nach weitere Modelle herausbringen. Für nächstes Jahr brennen mir zum Beispiel Maxi-Sommerkleider unter den Nägeln.

FB: In welchen Größen ist das Kleid zu haben?

Die Größen-Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich mag den Gedanken nicht, dass jemand wegen seines Körpers von etwas ausgeschlossen wird oder etwas nicht haben kann. Ich habe dazu in großen Facebook-Gruppen Umfragen gemacht und da kam viel Rückmeldung von Frauen die nicht bei den Standardgrößen 36-42 fündig werden. Deshalb habe ich mich entschieden die Spanne so weit wie möglich zu machen: Kara wird in den Größen 34-50 hergestellt.

Nun gibt es genug Frauen die, wenn sie das Kleid sehen sagen „sowas kann ich nicht tragen wegen diesem oder jenem Röllchen.“

Ich empfehle da unbedingt das Kleid anzuziehen und sich selber ein Bild zu machen, denn dieses Kleid kann jede Frau tragen – die Aussage stammt von mehreren meiner Kundinnen mit sehr unterschiedlichen Größen, was mich sehr glücklich macht.

In der Produktbeschreibung im Shop gibt es auch ein Produktvideo, das Model trägt Größe 42 und man sieht sehr gut, dass alles im Verborgenen bleibt was am Selbstbewusstsein kratzen könnte.

FB: Du hast den Anspruch, Dein Produkt komplett in Deutschland fertigen zu lassen – das ist ja gegenwärtig eine Herausforderung. Was sind hier die größten Hürden? 

Es ist im Grunde gar nicht so schwer, je nachdem was man sucht. Da ich bisher nach Standard-Stoffen wie Jersey in uni-Farben gesucht habe, bin ich bei verschiedenen deutschen Herstellern fündig geworden. Man ist aber in der Auswahl natürlich limitiert, wenn man nicht auf den internationalen Markt zugreifen möchte und die Preise sind völlig anders.

Als Branchenfremde ist es für mich eher eine Herausforderung alle deutschen Hersteller zu finden, die es gibt und dadurch sicherzustellen dass ich Zugriff auf die ganze Bandbreite des Angebotes habe.

Der größte Aspekt bei der Produktion in Deutschland ist aber in jedem Fall der Preis. Es ist mir sehr wichtig zu Preisen zu verkaufen, die für eine möglichst breite Masse erschwinglich sind. Da die Herstellungskosten in Deutschland natürlich verhältnismäßig hoch sind, bedeutet das für mich eine wesentlich kleinere Gewinnmarge, wenn ich den Preis im Rahmen halten möchte.

FB: Die Tatsache, dass viele Modeketten nahezu täglich neue Ware bekommen, wirkt befremdlich auf Dich. Dein Konzept ist ja das komplette Gegenteil. Denkst Du, dass es mittelfristig zu einem Umdenken bei den Verbraucherinnen in Sachen Konsum von Kleidung kommt oder wird auch zukünftig weiter im Überfluss (dazu oft noch im Ausland) produziert?

Ich habe den Eindruck, dass es zumindest teilweise aktuell ein Umdenken gibt, hin zu lokalen Produzenten, Capsule Wardrobe und teilweise sogar ausschließlich Second Hand. Es steigt  allmählich das Bewusstsein dafür, dass das so nicht ewig weitergehen kann und es findet immer mehr Bildung in der Richtung statt.

Es wird aber sicher immer diejenigen geben, denen es wichtig ist, ständig Bewegung in ihrer Garderobe zu haben, der Anteil scheint aber kleiner zu werden. Dass die großen Ketten ihr Verhalten mittelfristig ändern, halte ich für unwahrscheinlich. – Ich hoffe es zwar sehr, weil der Schaden momentan für die Natur enorm ist, aber für den Großteil der Investoren hat die Rendite aktuell noch absolute Priorität.

FB: Du sagst, dass Du Dir – im Hinblick auf Dein Label – so gut wie alles erkämpfen musstest. Was genau war das? 

Ich habe bisher im weitesten Sinne im Kundensupport gearbeitet, musste mir also alles selber aneignen. Es scheiterte teilweise schon daran, dass ich lange nicht das gefunden habe, wonach ich gesucht habe weil ich einfach bestimmte Begriffe nicht kannte und nur durch Zufall drauf gestoßen bin. Dazu kommt die permanente Zeitnot: es verlangt schon sehr viel Willensstärke und Durchhaltevermögen, nicht einfach aufzugeben, wenn immer wieder Dinge, die andere an ein bis zwei Arbeitstagen erledigen, sich bei mir über eine Woche oder länger hinziehen.

FB: Dein Kleid war sogar schon einmal bei SPIEGEL-TV zu sehen.  Wer trug es?

Priska von mamalismus.de schrieb mich morgens ganz spontan an, dass sie abends evtl. bei Spiegel-TV ist und mit ihrer Garderobe nicht 100% zufrieden ist. Nachdem die Bestätigung kam, dass sie teilnimmt, habe ich ihr in einer ganz spontanen Aktion ein Kleid zukommen lassen und los ging es für sie ins Studio. Das ist schon sehr spannend, wenn man etwas, was man selbst entworfen hat, in einer national bekannten Live-Sendung sitzen sieht.

FB: Was sagen Deine Kundinnen über das Kleid, wie kommt es an?  

Von allen Frauen die es besitzen, habe ich einstimmig die Rückmeldung bekommen, dass es sehr figurschmeichelnd ist und der Stoff sehr schön fällt und sich toll anfühlt. Der Ausschnitt kommt natürlich auch immer sehr gut an.

Bis jetzt ist es bei allen – vor allem auch weil es vielfältig einsetzbar ist – durchweg ein Lieblingsteil geworden was mich natürlich sehr stolz macht.

FB: Du bist auch Mama eines zweijährigen Sohnes. Als Familie steht ihr derzeit vor der Herausforderung, die Genesung Deines Mannes von einer schweren Krankheit zu begleiten. Wie sieht momentan Dein Alltag in dieser Situation aus?

Ich habe mich in den letzten zwei Jahren zum größten Teil alleine um unseren Sohn und das gesamte Leben unserer Familie, inklusive Umzug, gekümmert.

Jetzt wird mein Mann langsam wieder kräftiger und kann mit unserem Sohn auch alleine rausgehen, sodass ich etwas mehr Zeit für Erledigungen habe. Den Haushalt mache aber zum absolut überwiegenden Teil nach wie vor ich, so dass ich mich um kitty pe kümmere, wenn unser Sohn schläft. Das wird abends auch gerne mal 22:00 Uhr bis ich den Laptop aufklappen und anfangen kann.

Aber mit viel Geduld und kleinen Tageszielen ist es machbar. Sozialleben und Freizeitaktivitäten liegen seit zwei Jahren auf Eis, das wird sich jetzt aber auch ganz langsam wieder ändern. 

FB: Wie gestaltet sich ein ganz normaler Tag bei Dir? 

Ich mache mich und den Kleinen fertig für den Tag, richte das Frühstück und wir frühstücken als Familie. Danach geht es entweder raus in den Garten, zum Spielplatz oder einkaufen, oder ich mache Haushalt und meistens das Mittagessen.

Nach dem Essen schnappen wir uns den Kinderwagen und gehen spazieren, das ist dann auch gleich der Anfang des Mittagschlafes.

Sobald unser Sohn dann schläft, geht es ganz zügig nach Hause und ich habe ein bis eineinhalb Stunden Freizeit, die ich entweder nutze, um etwas im Haushalt zu machen oder um mich mit kitty pe zu beschäftigen (z. B. für dieses Interview).

Wenn Sohnemann wieder wach ist, gibt es für ihn noch Programm bis zum Abendessen und dann bringe ich ihn ins Bett. Wenn er dann gegen 21. 30 Uhr schläft, habe ich wieder Freizeit um alles zu machen was so liegen geblieben ist. Das Licht geht selten vor 1.00 Uhr aus.

Der aufmerksamen Leserin wird aufgefallen sein, dass unser Sohn nicht in den Kindergarten geht. Das ist zum Teil der Tatsache geschuldet, dass die Gefahr, sich zum Beispiel mit Kinderkrankheiten anzustecken, aktuell ein viel zu hohes Risiko für meinen Mann ist, da sein Immunsystem sich nach der Stammzellentransplantation erst wieder aufbauen muss und er momentan keinerlei Impfschutz hat. Sein Immunsystem ist im Prinzip das eines Neugeborenen.

FB: Da Du mit Deinem Label noch am Anfang stehst, wirst Du sicherlich schon weitere Schritte geplant haben. Was steht in den kommenden Monaten auf dem Programm – kannst Du schon aus dem Nähkästchen plaudern?

Zunächst einmal gibt es noch die ein oder andere Bloggerin, die das Kleid mal unter die Lupe nehmen und darüber schreiben wird und dann würde ich natürlich liebend gerne neue Modelle rausbringen – das hängt aber von den Verkaufszahlen ab. Für nächsten Sommer plane ich zum Beispiel zwei richtig lange Maxikleider ohne Schlitz und ähnliche Dinge, einfach nur ganz elegante, richtig lange, fließende Kleider.

Davor würde ich für den Frühling gerne noch einen Rock und ein bis zwei Oberteile in den Shop bringen.

Mehr Details und Infos zu dem Label finden Sie hier.

Bildnachweis: kitty pe

Wer die aktuellen Bilder von Karl Lagerfeld anschaut (siehe links), sieht, dass der große Modezar doch etwas älter geworden ist. Wie alt – das wissen wohl nur engste Vertraute von ihm oder gar nur er selbst.

Nach einem Bericht des Online-Magazins madonna.oe.24.at soll der bekannte Modemacher dieses Jahr im September bereits seinen 85. Geburtstag gefeiert haben. Wäre das so, würde Lagerfeld auf die 90 zugehen. Das Magazin schreibt:

„Seit Jahren ist das wahre Alter von Karl Lagerfeld ein streng gehütetes Geheimnis, welches der Designer mit sagenhaften Geschichten selbst zu verschleiern gelingt. Sein Mutter soll ihn schon in der Kindheit auf Dokumenten jünger geschummelt haben. 2007 durfte man ihm zum 70. Geburtstag gratulieren, doch mittlerweile vermutet man, dass diese Angaben von ihm nach unten korrigiert wurden. In der Personendatenbank Munzinger heißt es nämlich, dass er am 10. September 1933 geboren wurde – und somit dieses Jahr seinen 85. Geburtstag feierte.
Obwohl Lagerfeld schon vor zwei Jahrzehnten die Pension hätte antreten können, ließ er keine Altersmüdigkeit aufkommen. Neben seiner Arbeit für Chanel – seit 1983 hält er dort die Zügel in der Hand – designt er auch für Fendi und sein eigenes Label. Mindestens 14 Kollektionen bringt er so im Jahr heraus – wie der Designer dieses Arbeitspensum halten kann, ist vielen ein Rätsel. Dass den Workaholic nun doch das Alter einholt, zeigen aktuelle Bilder aus Paris. Nach der Kollektionspräsentation von Chanel zeigte sich Karl Lagerfeld müder und fragiler als sonst. Mit unsicherem Gang nahm er den Schlussapplaus der Gäste entgegen.“

Nun – ganz gleich, ob der Modeguru erst 79 oder doch vielleicht schon bald 90 ist: Karl Lagerfeld wird wahrscheinlich solange arbeiten, wie er kann. Aus Interviews weiß man, dass die Arbeit für ihn eine Passion ist, die ihn immer wieder neu inspiriert und dass das Konzipieren neuer Ideen alles und Stillstand ganz und gar nicht sein Ding ist.

Das ist auch gut so, denn der Mann ist nunmal einer der größten Modemacher weltweit und dass er in einem Alter, in dem andere sich längst aufs Altenteil zurückgezogen haben, noch so kreativ und aktiv für seine Sache – die Mode – brennt, davor kann man nur den Hut ziehen.

Insofern: jemandem wie Lagerfeld traut man zu, dass er auch noch mit 100 Lenzen bei den Fashion-Shows dabei ist und sich huldvoll zwischen Models und Modebegeisterten präsentiert.

Warten wir`s mal ab!

Wer sich im Chanel-Look kleiden mag – hier mehr dazu.

Bildnachweis: picture alliance / abaca