Frau mit modischer Tasche

Hier ein tolles Posing, dort der coole Drink und da mal noch der Schnappschuss vom Luxushotel. Auf Instagram werden zum größten Teil sehr profane Dinge präsentiert. Essen, Getränke, Menschen und Mode. Der Hype um dieses soziale Netzwerk ist manchmal schwer zu verstehen, zumal die wenigen Text-Botschaften dort meist in einem Meer aus Hashtags untergehen. Aber dennoch: die Plattform hat sich vor allem bei ganz jungen Menschen etabliert. Vielleicht können „wir älteren“ (also ab 35 aufwärts….) das nicht so nachvollziehen, weil wir nicht wirklich etwas Wertiges darin sehen, wenn Nichtigkeiten in Szene gesetzt werden? Sei`s drum. Das Bilderparadies hat sich inzwischen einen Namen als Werbeplattform gemacht und es ist wohl vor allem Instagram zu verdanken, dass es für weibliche Instagram-User, die sehr erfolgreich mit ihrem Account sind, den Begriff Influencerin gibt. Solche – meist jungen – Userinnen warten oftmals mit einer riesigen Followerschar, gutem Aussehen und einem großen Hang zur Selbstdarstellung auf.

Manche Influencerin hat sprudelnde Werbeeinnahmen

Firmen nutzen das und so manche Influencerin kann sich über sprudelnde Werbeeinnahmen freuen. Prominenz hilft dabei ganz gut. Obwohl man keine alteingesessene Prominente sein muss. Nein – auf Instagram kann man bei Erfolg sogar in rasend kurzer Zeit selbst prominent werden. Viele Insta-VIP`s dürften im Offline-Leben den wenigsten Leuten bekannt sein, aber im digitalen Raum spielen sie eine berühmte Rolle.

Das dürfte auch auf die Influencerin Arii zutreffen. Die 18jährige ist eine Berühmtheit, die wohl nur kennt, wer regelmäßig zwischen den Instagram-Bildern und – hashtags umhersurft. Das Mädchen spielt allerdings digital in der Oberliga, denn sie hat über 2 Millionen Follower vorzuweisen. „Eine Menge Reichweite“ scheint sich da so mancher jetzt zu denken. Allerdings: ganz so einfach ist es nicht.

Denn die Influencerin hat jüngst einen ziemlichen Flop hingelegt. Trotz ihrer Millionen Fans. Was war passiert? Nun – wie so viele andere Insta-Sternchen wollte auch Arii ihre eigene Modekollektion herausbringen. Einem Bericht von WELT.de zufolge soll der Instagram-VIP für diese Idee auch einen Partner gefunden haben. Der aber wollte die Shirts, die die junge Frau produzieren lassen wollte, erst in die finale Produktion geben, wenn es der Influencerin gelingt, 36 T-Shirts über ihren Insta-Account zu verkaufen. 36 T-Shirts bei über 2 Millionen Followern sollten ja keine Hürde sein. Denkt man zuerst einmal.

Trotz hoher Reichweite gelang vorgegebener Produktverkauf nicht

Aber Pustekuchen! Falsch gedacht.

Denn: Arii bekam die geforderten 36 verkauften T-Shirts nicht zusammen. Dies berichtet WELT.de in dem erwähnten Beitrag auf der zu WELT.de gehörenden Publikation ICONIST.

Wortwörtlich heißt es da über den Flop der Influencerin:

„Wie es nun eben auch zum guten Ton bei siebenstelligen Fanzahlen gehört, startete Arii eine eigene Modelinie, „Era“. Damit die Kollektion regulär in Produktion geht, musste sie – so soll ihr Deal gewesen sein – 36 Shirts verkaufen. Und das hat nicht geklappt. Unter diesen vielen, vielen Menschen fanden sich keine 36, die wirklich Geld investieren wollten.“

Das beweist mal wieder, dass der alte Grundsatz, dass PR noch keine Produkte verkauft, auch in Zeiten von Facebook, Instagram & Co. gilt.

Fans und Follower sind noch keine Käufer

Natürlich werden viele Follower die Influencerin Arii gut finden, aber deshalb öffnen sie noch lange nicht ihre Geldbörse und geben Geld für Produkte ihres Insta-Stars aus.

Auf WELT.de heißt es in diesem Zusammenhang weiter:

„Zielgruppe und Produkt müssen genau zusammenpassen – und da muss die Community des Influencers auch gar nicht riesig sein. Ein Special-Interest-Account mit vielleicht vierstelligen Abonnentenzahlen kann mit der richtigen Ansprache in absoluten Zahlen mehr Käufe generieren als ein riesiger Account, der etwas völlig wahllos und unpassend unter die Menge bringen will. Luxusfirmen, die 18-jährige Social-Media-Phänomene mit teurem Schmuck ausstatten, merken schnell, dass Zigtausende minderjähriger Follower praktisch nichts wert sind.“

Genau so ist es! Unter den vielen Followern vieler sogenannter Insta-Stars sind oftmals sehr viele junge Leute, die nicht selten noch zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Dass die nun nicht gerade zur Zielgruppe für hochpreisige Produkte gehören und auch für preiswerte Artikel meist kein Geld haben, dürfte klar sein.

PR bringt selten sofort neue Kunden

Ebenso ist klar, dass – zum Beispiel – auch die Präsenz in einer großen Tageszeitung mit einem Riesenartikel über eine Person, die kommerzielle Produkte verkauft, keinen großartigen Verkaufsschub bringen muss.

All das ist und bleibt PR. Die bringt zwar Öffentlichkeit und Interesse, aber oft keine neuen (oder nur wenige neue) Kunden.

Das gilt für die Online- als auch für die Offline-Welt.

Der Originalartikel über die Influencerin Arii ist hier nachzulesen.

Mehr zum Thema.

Bildnachweis (Symbolfoto): pexels.com

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90 Jahre alt und noch immer in der Mode- und Modelszene aktiv: Daphne Selfe denkt noch lange nicht ans aufhören! Im Gegenteil: Die stilvolle Britin ist nach wie vor ein gefragtes Supermodel und hat auch ihr eigenes Business am Laufen. Auf ihrer Homepage bietet sie Onlinekurse für potentielle Models an und veröffentlicht zudem regelmäßig News aus der Welt der Laufstege.

Dass sie lange schon in dieser Szene arbeitet, merkt man auch in Sachen der Ratschläge, die sie Frauen von heute gibt. Zum einen fordert sie – so schreibt es der SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 18. Mai 2019 – dass sich ein jeder um Stil und Schönheit kümmern möge. Und zum anderen bemängelt sie, dass weibliche Zeitgenossinnen von heute nicht mehr in den Spiegel schauen. Ihr Rat laut SPIEGEL: „Man müsse eben wissen, was einem steht.“

Nachlässige Kleidung im Theater für betagtes Supermodel „respektlos“

Nun – ganz so nachlässig, dass der Blick in den heimischen Spiegel unterbleibt, dürfte wohl das Gros der Frauen von heute nicht handeln, aber Daphne Selfe wird aufgrund ihrer Erfahrungen wissen, wovon sie spricht. Und nicht selten gibt ihr ja ein Blick in die Fußgängerzonen unserer Städte recht. Oder auch nur der Gang ins Theater! Den allzu viele Leute heutzutage tatsächlich nicht mehr in stilvoller Kleidung absolvieren.

Das betagte Model sagte hierzu folgendes, Zitat SPIEGEL:

„Wenn ich ins Theater gehe, mache ich mich schick“.

All jene, die auf dieses schick machen verzichten, findet Selfe den Schauspielern gegenüber respektlos. Ja, da ist was dran! Das gilt auch für die Sache mit dem Altern. Hier scheint das 90jährige Model mit sich im reinen zu sein und das Ganze mit Humor zu nehmen.

Betagtes Supermodel trägt Älter werden mit Fassung

Sie sagt:

„Die Sache ist, du schrumpfst, die Taille befindet sich heute am falschen Platz“.

Nun – wohl dem, der das Älterwerden mit Fassung trägt! Was bei Daphne Selfe definitiv der Fall ist!

Recherchenachweis / Zitate: SPIEGEL, Ausgabe 18.5.19,

Bildnachweis: picture alliance / empics

Frau in weißem Kleid

Auf die Hochzeit einer Freundin, der Schwester oder der Cousine gehen und als festliches Outfit ein langes, weißes Kleid wählen? Diese Idee hatte eine Frau, die sich – ohne Gesicht, sondern nur mit ihrem Kleid – in den sozialen Medien präsentierte. Laut einem Bericht in der Online-Ausgabe der Daily Mail Großbritannien fragte sie die digitale Community nach ein paar Tipps für Haar und Make-up, im Zusammenhang mit der bevorstehenden Hochzeit. Zu der sie als Gast hingehen wollte.

Sie schrieb:

„Ladies, kann ich ein paar Haar- und Makeup-Vorschläge für dieses Kleid bekommen? Ich gehe nächste Woche zu einer Hochzeit auf dem Festland“

Was folgte, war ein unglaublicher Shitstorm. Der brach sich Bahn, als das Bild der Frau in einer Gruppe für Hochzeitssünden veröffentlicht wurde. Diese Gruppe hat um die 80 000 Mitglieder aus aller Welt und dementsprechend war das Echo.

Als Hochzeitsgast in weiß? User sind schockiert!

Die Reaktionen reichten von geschockt über angewidert bis gehässig.

Den meisten der User stieß auf, dass das Kleid der Frau so sehr an ein Hochzeitskleid erinnerte. Einer schrieb ihr, dass das doch „ein verdammtes Hochzeitskleid“ sei. Ein anderer indes bekundete unverblümt, dass er die Frau rauswerfen würde, hätte er auf dieser Hochzeit etwas zu sagen. Viele Kommentatoren warfen der um Rat bittenden Frau zudem vor, sie wolle der Braut die Schau stehlen.

Nun – da ist was dran. Denn die wenigsten Frauen, die auf einer Hochzeit eingeladen sind, tragen ein Outfit, das an ein Hochzeitskleid erinnert. Oftmals wird ein klassisches Kostüm in einer dezenten Farbe oder aber ein edles dunkles Kleid gewählt. Das kleine Schwarze hat sich auch hier bewährt. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man seine Erfahrungen mit Hochzeiten im privaten Umfeld Revue passieren lässt.

Doch was gilt eigentlich als „Go“ oder als „No go“ in Sachen Dresscode für den weiblichen Hochzeitsgast? Googelt man hierzu im Internet, kommen zuallererst Ergebnisse bekannter Mode-Onlineversender und auch ein Treffer zu Guido Maria Kretschmer. Letzterer muss es ja nun wissen, denn er gilt als Koryphäe in Sachen Mode.

Mode-Profi stellt Outfit für den weiblichen Hochzeitsgast vor

Und tatsächlich: auf Kretschmers Seite werden als Tipp für das Outfit eines weiblichen Hochzeitsgastes tatsächlich Outfits gezeigt, die fast alle in zarten, pastelligen Farben daherkommen. Auch Modelle mit Blumenmustern sind zu sehen und sogar Looks in knalligem Pink. Der Modeguru lässt seine Leser eindeutig wissen, warum er genau diese Outfits – darunter auch ein Kleid mit Spitze in rosé – vorstellt. Nämlich deshalb, weil mit dieser Art Garderobe der Braut keine Konkurrenz gemacht wird. So, wie es mit dem Kleid der besagten Frau, die aufgrund ihrer Kleiderwahl zur Hochzeit den Shitstorm kassierte, passieren könnte. Und damit vielleicht die Frau zu einem Hochzeitsgast mutieren lässt, der ungläubigen Blicken, tuscheln und häufigem Kopfschütteln ausgesetzt ist.

Wer sich das ersparen will, sollte also die Finger von einem weißen Kleid lassen.

Denn: „Ganz in Weiß“ ist immer auf die Braut bezogen – niemals auf den Hochzeitsgast.

Wenn sie sich das Outfit der besagten Frau anschauen möchten, so können Sie dies hier tun.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Recherche-Nachweis:

 

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Von Claudia Schiffer bis Madonna – einst modelte alles, was Rang und Namen hat, für das schwedische Modehaus und selbst Designer internationaler Couleur entwarfen Kleidung für die Billig-Kette. Diese Zeiten wirken lange vorbei, das Unternehmen hat zu kämpfen. Einst mit einer Vorreiterrolle gesegnet, laufen H & M laut einem Bericht des SPIEGEL die Kunden weg.

Das Magazin berichtet in seiner Ausgabe 45 / 2018 darüber, dass der Konzern gegenwärtig dabei ist, sich von Grund auf zu erneuern. In dem Bericht wird deutlich, dass die einst mega-angesagte Modekette den Anschluss in die heutige Zeit ein Stück weit verpasst hat. Auch mit den einstigen Highlights, in Form der von TOP-Designern für H & M kreierten Klamotten, lässt sich nicht mehr wirklich punkten. Neben H & M verkaufen auch längst die ALDI-Läden Bekleidung von Jette Joop…

Deutlich wird – laut SPIEGEL – das „Auf-der-Stelle-treten“ im Zusammenhang mit deren Online-Business.

Zitat SPIEGEL zum Thema Online-Shop des Modekonzerns:

„Der eigene Auftritt im Netz frustriert die Kunden mit hohen Liefergebühren und Behäbigkeit. In 24 von 71 Ländern, in denen H & M aktiv ist, haben die Schweden nicht mal einen Onlineshop.“

Damit aber soll nun Schluss sein – Geschäftsführer Karl-Johan Persson hat verschiedene Ideen, den Konzern dem aktuellen Konsum- und Trendverhalten anzupassen.

Zitat SPIEGEL:

„Er will, weil das Stammgeschäft mit der Marke H & M lahmt, neue Marken schafffen. Er will ganz neue, moderne, digitale Läden bauen und so das Image der Hauptmarke aufpolieren. Er will das Unternehmen zum Vorreiter nachhaltiger Mode machen“

Gerade der letzte Punkt: „nachhaltige Mode“ dürfte ein ziemlich wunder sein. Denn bekanntlich spült H & M mehrfach die Woche neue Klamotten in die Läden – ein Überfluss, der eigentlich nicht sein müsste. Denn damit wird nur die Unsitte unbelehrbarer Fashionistas, sich alle paar Wochen mit neuer Kleidung zu Spottpreisen einzudecken, befeuert – das kann`s ja nun wirklich nicht sein!

Insofern bleibt tatsächlich abzuwarten, wie das Unternehmen diesen Widerspruch meistern will.

Doch zurück zu dem neuen Image, das sich H & M verpassen will.

Hier ist man nämlich schon einige Schritte gegangen, hat Kunden und deren Einkaufsverhalten analysiert, sich angeschaut, auf welche Trends die Zielgruppe tatsächlich abfährt und wann, wo und wie eingekauft wird. Sogar die Wohnungen, in denen die Zielgruppe von H & M lebt, hat man sich angeschaut.

Das Ergebnis all dieser Aktivitäten ist ein neuer Store in einem Stockholmer In-Viertel, in dem laut SPIEGEL vor allem junge Familien leben.

Das Nachrichtenmagazin beschriebt den Shop folgenermaßen:

„Der Laden erinnert nur noch beim Blick auf die Etiketten an einen H & M. Der Boden ist aus weißen Dielen, auf einem Tisch steht eine Vase mit Schnittblumen. In den Regalen liegen wenige, farblich aufeinander abgestimmte Kleidungsstücke und passende Accessoires. An den Wänden in der Umkleidekabine hängen Schwarz-Weiß-Fotografien, wechselnde Leihgaben aus einem Museum, die man auch kaufen kann“

Apropos kaufen: der Kleidungsriese bietet in diesem Store sogar fremde Kosmetikmarken, wie L`Oreal oder Nivea an.

Ein H & M-Mitarbeiter äußert sich dazu im SPIEGEL wie folgt:

„Die Kundinnen kaufen diese Cremes sowieso – wieso sollen sie das nicht gleich bei uns tun?“

Das Magazin liefert zudem weitere Informationen, wie der H &M-Laden der Zukunft wohl aussieht.

Dazu folgendes:

„Nichts ist hier zufällig. Der Vorzeigeladen ist mit Hunderten Sensoren ausgestattet. Ein Trackingsystem an jedem Kleidungsstück ermöglicht, nachzuverfolgen, wer welches Teil wann und wo in die Hand genommen, bezahlt oder wieder zurückgelegt hat. So wird automatisch der Bestand aufgefüllt. Die Filialleiterin schreibt einen monatlichen Newsletter für die Stammkunden aus der Nachbarschaft“

Und weiter heißt es:

„Der Computer liefert die daten, aber die Analyse und welche Konsequenzen wir daraus ziehen“ sagt Arti Zeighami, „diese Entscheidungen müssen Menschen treffen“

Wie wichtig zudem für H & M zukünftig auch das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist – darüber erfährt man in diesen Zeilen mehr:

„Zeighami, 47, ist bei H & M für Datenanalyse und künstliche Intelligenz zuständig. Seine Techabteilung umfasste bis vor kurzem nur eine Handvoll Nerds. Heute tüfteln mehr als 200 Mitarbeiter etwa an sprachgesteuerten Spiegeln und Tools wie „Perfect Fit“, mit deren Hilfe sich der Kunde zu Hause vermessen lassen kann. Der digitale Doppelgänger kann dann online Kleidungsstücke anprobieren“

Klingt alles ziemlich cool und interessant. Doch wird auch die deutsche Kundin zukünftig so zeitgemäß bei H&M shoppen können? Das bleibt abzuwarten, denn es gibt schon noch ein Problem…

Zitat, SPIEGEL:

„Das Problem: Heute sieht nahezu jede der mehr als 4300 H & M-Filialen weltweit gleich aus(…)Das neue Store-Konzept jedoch ist auf den jeweiligen Standort und seine Kunden zugeschnitten – damit allerdings nicht, wie frühere Ladeneinrichtungen, beliebig kopierbar“

Nun – das ist in der Tat eine Problematik, der sich das H & M-Team wird stellen müssen. Nur: wenn tatsächlich alles – oder vieles – dem Digitalisierungsgedanken geschuldet ist, wer sagt denn, dass die moderne Kundin überhaupt noch so viel offline shoppt? Vielleicht wechselt auch das Shoppen von Bekleidung irgendwann einmal ganz oder fast komplett ins Web? Man weiß es nicht. Zumal vor dem Hintergrund, dass auch das nicht unbedingt wünschenswert wäre – denn dann hätten wir ausgestorbene (Innen)Städte.

So oder so bleibt es spannend und für modebewusste Frauen heißt es dahingehend erst einmal: abwarten. Zudem die nächste H & M-Filiale ja doch irgendwie noch immer in der Nähe ist.

Bildnachweis (Symbolbild): picture-alliance/ dpa

 

  

Wer die aktuellen Bilder von Karl Lagerfeld anschaut (siehe links), sieht, dass der große Modezar doch etwas älter geworden ist. Wie alt – das wissen wohl nur engste Vertraute von ihm oder gar nur er selbst.

Nach einem Bericht des Online-Magazins madonna.oe.24.at soll der bekannte Modemacher dieses Jahr im September bereits seinen 85. Geburtstag gefeiert haben. Wäre das so, würde Lagerfeld auf die 90 zugehen. Das Magazin schreibt:

„Seit Jahren ist das wahre Alter von Karl Lagerfeld ein streng gehütetes Geheimnis, welches der Designer mit sagenhaften Geschichten selbst zu verschleiern gelingt. Sein Mutter soll ihn schon in der Kindheit auf Dokumenten jünger geschummelt haben. 2007 durfte man ihm zum 70. Geburtstag gratulieren, doch mittlerweile vermutet man, dass diese Angaben von ihm nach unten korrigiert wurden. In der Personendatenbank Munzinger heißt es nämlich, dass er am 10. September 1933 geboren wurde – und somit dieses Jahr seinen 85. Geburtstag feierte.
Obwohl Lagerfeld schon vor zwei Jahrzehnten die Pension hätte antreten können, ließ er keine Altersmüdigkeit aufkommen. Neben seiner Arbeit für Chanel – seit 1983 hält er dort die Zügel in der Hand – designt er auch für Fendi und sein eigenes Label. Mindestens 14 Kollektionen bringt er so im Jahr heraus – wie der Designer dieses Arbeitspensum halten kann, ist vielen ein Rätsel. Dass den Workaholic nun doch das Alter einholt, zeigen aktuelle Bilder aus Paris. Nach der Kollektionspräsentation von Chanel zeigte sich Karl Lagerfeld müder und fragiler als sonst. Mit unsicherem Gang nahm er den Schlussapplaus der Gäste entgegen.“

Nun – ganz gleich, ob der Modeguru erst 79 oder doch vielleicht schon bald 90 ist: Karl Lagerfeld wird wahrscheinlich solange arbeiten, wie er kann. Aus Interviews weiß man, dass die Arbeit für ihn eine Passion ist, die ihn immer wieder neu inspiriert und dass das Konzipieren neuer Ideen alles und Stillstand ganz und gar nicht sein Ding ist.

Das ist auch gut so, denn der Mann ist nunmal einer der größten Modemacher weltweit und dass er in einem Alter, in dem andere sich längst aufs Altenteil zurückgezogen haben, noch so kreativ und aktiv für seine Sache – die Mode – brennt, davor kann man nur den Hut ziehen.

Insofern: jemandem wie Lagerfeld traut man zu, dass er auch noch mit 100 Lenzen bei den Fashion-Shows dabei ist und sich huldvoll zwischen Models und Modebegeisterten präsentiert.

Warten wir`s mal ab!

Wer sich im Chanel-Look kleiden mag – hier mehr dazu.

Bildnachweis: picture alliance / abaca

Wer schon immer der Ansicht war, dass die großen Designer oftmals fernab dieser Welt sind, fühlt sich mit dem neusten Coup, den Gucci nun gelandet hat, bestätigt.

Aktuell macht ein Badeanzug des bekannten Modelabels Schlagzeilen, der  wohl für so ziemlich alles  geeignet ist, allerdings nicht zum Schwimmen. Und Sonnencreme sollte auch nicht unbedingt ans teure Stöffchen kommen!

Der Badeanzug, der – im Gegensatz zu vielen Modellen, die Gucci auf dem Laufsteg anbietet – tragbar und ansprechend daherkommt, macht derzeit in den sozialen Netzwerken die Runde.

Große Magazine schreiben über ihn, es wird getwittert und ja: viel gespottet. Vor allem auf Twitter, wo unzählige Frauen, aber auch Männer, ihr Unverständnis über dieses Kleidungsstück äußern.

Auf Gala.de ist zu lesen, welche Empfehlungen Gucci selbst über das Teil herausgibt, Zitat:

„Wir empfehlen, dass Sie den Anzug nicht zum Schwimmen tragen“, schreibt der Online-Shop in der Produktbeschreibung. Zudem soll das Kunststoff-It-Piece aus Polamyd und Elastan nur mit der Hand gewaschen werden. Wer plant, den Anzug zum Sonnenbaden zu tragen, wird ebenfalls enttäuscht: „Lotion, Sonnencreme, Öl und Chlor können zu Verfärbungen dieses Anzugs führen“, heißt es in der Beschreibung weiter.“

Wie auf den Fotos in dem Gala-Artikel zu sehen, sieht der Badeanzug ziemlich gefällig aus, wenn auch mit einem riesigen Logo versehen. Aber das haben ja nun mal viele Designer-Klamotten so an sich.

Was aber soll man nun mit diesem Badeanzug, der sich zum Baden nicht eignet und dennoch 320,00 € kostet, machen?

Nun – vielleicht im Schatten auf einer Sonnenliege liegen und eine gute Figur machen. Viel mehr bleibt ja nicht, denn bekanntlich kommt man in Cafés und Restaurants in Badebekleidung nicht rein.

Insofern darf man gespannt sein, zu welchen Gelegenheiten die Frauen, die sich das Teil gekauft haben, den Gucci-Badeanzug ausführen. Dass es Bedarf hierfür gibt, zeigt der Umstand, dass das Teil ausverkauft ist!

Na dann – warten wir mal auf erste Bilder auf Fashion-Blogs und Instagram-Accounts im Netz. Irgendwo wird er an Fashionistas schon auftauchen, ganz bestimmt auch fernab von Sonnenliege, Meer & Co!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Zitat: Gala.de

Oder: warum ich mit den ständig neuen Trends nichts anfangen kann!

Auch das hätte meine Überschrift sein können. Denn: kaum sind die heißen Sommertage vorbei, begegnen einem überall Bilder und Videos mit dem angesagten Herbstlook großer Designer. Wie immer wird das als „Trend“ verkauft.

Doch  mal ehrlich: auf den meisten Fotos sind mürrisch drein schauende Frauen oder Mädchen zu sehen, die Kleider am Leib tragen, mit der die Frau von nebenan nicht mal zum Briefkasten laufen würde. Und die Models, die diese Trends vorstellen, sehen ganz oft krank aus oder sind – wahrscheinlich ist das eine bewusste Auswahl – häufig eher unattraktiv.

Vor allem in sehr teuren Hochglanzmagazinen begegnet man diesem Paradox ständig: das Medium selbst richtet sich an die gutsituierte, im Leben stehende, Frau, aber auf den Bildern der Modestrecke oder/und in den Anzeigen im Heft sind Outfits an superjungen, dürren Mädchen zu sehen, die eher nicht tragbar – und oft auch nicht schön – sind.

Viele Models wirken zudem magersüchtig oder sehen aus wie Junkies – im Zusammenhang mit den oft sehr hässlich wirkenden Outfits verstärkt das die negative Wahrnehmung noch.

Am besten kann man sich von derlei Szenerien im Internet ein Bild machen, zum Beispiel beim Flaggschiff aller Modemagazine, der Vogue.

Für mich ist kein einziges dieser Outfits tragbar, geschweige denn, dass sie mir gefallen.

Ich nehme an, dass ich diese Auffassung mit ganz vielen Frauen teile und möchte deshalb eine Lanze für den klassischen Look brechen – für mich persönlich immer schon, zu jeder Jahreszeit, DIE gute Wahl schlechthin.

Und: man muss nicht permanent neu kaufen, klassische Stücke sind über viele Jahre, oft auch Jahrzehnte, modern.

Aber weil man sich als Frau ja immer mal – vor allem zu Saisonbeginn – was Schönes gönnen möchte, zieht man meist im Frühjahr und im Herbst los, um neue Klamotten zu kaufen oder shoppt im Internet. Ich habe ein Großteil meiner Kleidung früher fast ausschließlich bei ELEGANCE geordert, leider gibt es dieses Versandhaus nicht mehr.

Hier setzte man seinerzeit zum Großteil auf klassische Mode, was mir supergut gefiel. Bis heute habe ich Teile dieser Marke, die kein bißchen out sind, im Kleiderschrank hängen. Da ich mich natürlich, nachdem das Unternehmen eingestellt wurde, alternativ umgeschaut  habe, bin ich unter anderem auf MADELEINE gestoßen – hier kann ich nahtlos an meinen einstigen Favorit ELEGANCE anknüpfen.

Um zu verdeutlichen, was ich mit dem Klassik-Look meine, habe ich diesen Artikel hier mit Bildmaterial aus aktuellen MADELEINE-Kollektionen versehen, denn das ist alles genau der Stil, den ich liebe!

Deshalb also weiter mit den Tipps zur aktuellen Herbstkleidung.

Hier ist, wer auf klassisch setzt, mit sogenannten Basics supergut beraten. Die da heißen: klassische schwarze Hosen im schlanken Look, Pullover oder Langarm-Shirts in Uni-Farben und natürlich den guten, alten Trenchcoat. Parallel dazu oder statt dessen kann man auch zu einer chicken Steppjacke (siehe Bild oben) greifen – ebenso ein Klassiker, der irgendwie nie out wird.

 

Auch bei abendlichen Privat- oder Business-Terminen kann man mit der klassischen Schiene supergut punkten – und Weiblichkeit zeigen. Finde ich zumindest. So in der Art wie auf dem Foto links stelle ich mir beispielsweise ein klassisches Abendoutfit für eine abendliche Veranstaltung mitten in der Woche vor. Sowohl Oberteil als auch Unterteil sind so gestaltet, dass beides auch in – sagen wir – drei Jahren niemals out ist! Was will man (FRAU) mehr?

Dass Kleidung dieses Kalibers natürlich nicht unbedingt zum Schnäppchenpreis zu haben ist, steht fest, aber offen gesagt, hat sich hier das Sprichwort „Wer billig kauf, kauft zweimal“ doch noch immer bewahrheitet – finden Sie nicht? Wer hat nicht schon auch mal in Sachen Kleidung -zig Schnäppchen geshoppt, nur um sich ein paar Monate später darüber zu ärgern, dass entweder die Nähte aufgehen, der Knopf an der Hose abfällt oder das Teil nach der ersten Wäsche ausleiert?

Mir zumindest ist das in früheren Jahren häufig so ergangen. Meist mit Teilen aus den üblichen Klamotten-Billig-Ketten, in denen man als sehr junge Frau ja doch immer mal kaufte und auch später noch so manchem Sonderangebot erlag….

Das hat sich bei mir alles erledigt! Einfach, weil es nichts bringt. Man hat an diesen Stücken ganz oft keine Freude, weil die Lebensdauer gering ist.

Ich fahre viel besser mit meiner Basic-Garderobe aus Klassikern, die ich alljährlich um weitere schöne Teile ergänze. Natürlich klassisch – denn für mich währt dieser Look einfach am längsten.

Zudem kann ich mich als im Leben stehende Frau viel mehr mit den Models von MADELEINE & Co. identifizieren, als mit den angeblichen Laufsteg-Schönheiten der Designer, deren Kollektionen jedes Jahr aufs Neue als DER Trend schlechthin gefeiert werden.

Und dass das sehr wahrscheinlich auch Frauen so sehen, die über ein sehr üppiges Budget für Klamotten verfügen, kann man erahnen, wenn man mal auf einen Kaffee im nächsten Luxushotel vorbeischaut. Dort sind die Ladies nämlich so gut wie alle eher im Klassik-Look zu sehen, als dass sie in Teile gehüllt sind, die man in der VOGUE oder in der ELLE sieht.

Warum wohl?!

Bildnachweis: MADELEINE Mode GmbH