Mittwoch, 17. August, 2022

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Nachdem ihr Hund weglief, wird Frau erpresst – miese Masche kein Einzelfall!

Wem das geliebte Haustier wegläuft, der dürfte als Tierfreund sowieso schon verzweifelt sein. Wenn dann noch miese Erpresser aus so einem Vorfall versuchen, Geld rauszuschlagen, bringt es Halter, die um ihr felliges Familienmitglied bangen, schier an den Rand des Wahnsinns.

Im Internet macht derzeit ein Fall die Runde, der fassungslos macht.

Nachdem Hund weglief, begann bei älterer Dame das Drama

Einer älteren Hundehalterin in Berlin ist beim Spazierengehen der Dackel weggelaufen und bislang offenbar nie wieder gesehen worden. Der Hundehalterin macht der Verlust so zu schaffen, dass daraufhin die Tochter der Frau die Suche nach dem Hund organisierte. So berichten es verschiedene Medien und legen in ihrer Berichterstattung den Fokus auf eine Masche, vor der jeder Halter gewarnt sein sollte, dessen Tier wegläuft.

Nachdem nämlich die junge Frau die Suche nach dem Hund öffentlich machte, wurden an ihre fast 70jährige Mutter dreiste Erpressungsversuche herangetragen.

„Hund ist im Ausland – Geld wird benötigt“ – Dreiste Masche kein Einzelfall!

Diese Masche wurde verschiedentlich durchgeführt. Einmal wurde behauptet, der Hund sei im Ausland, für den Rücktransport verlangte man Geld. Ein anderes Mal wurden gleich 1000,00 Euro verlangt – eine Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht!

Vereine, wie der Hundeverein TASSO, bei dem Halter ihre Tiere registrieren und markieren lassen können, wissen von dieser Masche.

Sie besteht darin, dass Kriminelle die Suchanzeigen im Internet nach Such-Aufrufen im Zusammenhang mit vermissten Tieren durchforsten und die verzweifelten Halter dann mit derlei Methoden zu erpressen versuchen.

Dabei sollen sie nicht einmal davor zurückschrecken, zu behaupten, dass das Tier verletzt sei. Gut möglich, dass in solch` einer Situation der eine oder andere Tierbesitzer vielleicht ja doch zahlt.

Das jedoch ist tunlichst zu vermeiden. Besser ist es, hier den Gang zur Polizei anzutreten und das kriminelle Treiben anzuzeigen.

Wie von der Berliner Polizei zu vernehmen ist, gibt es zu den Erpressungsversuchen keine Zahlen. Der Hintergrund ist, dass es bislang an einer zentralen Erfassung  solcher Erpressungsversuche fehlt.

Dunkelziffer dürfte hoch sein

Was darauf schließen lässt, dass die Dunkelziffer höher sein dürfte. Nicht umsonst haben Kriminelle jedweder Couleur ihr Treiben komplett ins Internet verlegt. Auch die miese Masche des Romance Scammings, dass das finanzielle „Ausnehmen“ von – vorzugsweise – weiblichen Opfern zum Ziel hat, gehört dazu. Da dieser Zweig nicht wirklich eingedämmt ist und tagtäglich weiter wuchert, kann man davon ausgehen, dass auch die Erpressungsversuche von Tierhaltern ein Phänomen ist, dass der Welt noch eine Weile erhalten bleibt. Und sich garantiert noch verschlimmert. Denn je mehr diese Erpressungen in den medialen Fokus geraten, desto mehr Kriminelle werden ganz bestimmt als Trittbrettfahrer aufspringen.

Nicht zuletzt deshalb, weil verzweifelte Tierbesitzer in der Öffentlichkeit oft sehr präsent sind. Nicht nur im Netz. Man schaue nur einmal auf die vielen Aushänge in Großstädten, auf denen es um vermisste Tiere geht. Oder die sogenannten „Schwarzen Bretter“ in den Supermärkten, die eine Art Kunden-Kleinanzeigenmarkt bieten.

Hier würde schnell fündig, wer eine miese Erpressung plant. Selbst ohne Internet-Anschluss.

Wer eigenes Tier öffentlich sucht, sollte einiges beachten

Deshalb sollte man, im Falle das eigene Tier gilt als vermisst und man möchte die Öffentlichkeit einschalten, auf Alternativen setzen. Diese werden hier sehr gut erklärt.

All das sollte man tunlichst bedenken, wenn womöglich das eigene Tier entlaufen ist oder man bei Freunden oder Bekannten mitbekommt, dass miese Geldforderungen im Zusammenhang mit dem verschwundenen Liebling eingehen.

Vorsicht ist also geboten! Und der Weg zur Polizei – im Falle man selbst ist betroffen – auch!

Quelle Recherche: noz.de

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

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