Dienstag, 28. Mai, 2024

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to do-Listen des Wahnsinns: So arbeiten Mütter den Familienalltag ab

Nächsten Mittwoch muss die Zahnspange der Tochter nachgestellt werden, übernächsten Samstag ist Eltern-Kind-Naturtag in der Schule und irgendwer muss noch die sperrige Retoure zur Post bringen…So oder ähnlich rattert es unentwegt in den Köpfen von Millionen Müttern hierzulande, ohne die der Familienalltag nur halb so organisiert wäre. Keine Frage: Was Frauen in den Familien leisten, ist immens. Und oft kaum zu schaffen. Aber wie das so ist: Irgendwie wuppt Muttern die Sache dann doch, obwohl sie sich bereits um tausend andere Sache kümmert. Wie das tägliche Klein-klein und Klein-Groß in ihrem Familienalltag aussieht, haben jetzt etliche Mütter verraten.

Frauen geben Einblick in ihren Familienalltag

Auf der Instagramseite der ZDF-Sendung “37 Grad” ging es um “Mental Load” und die nie enden wollenden to do-Listen von Frauen, die eine Familie haben. Unzählige Userinnen gaben Einblick in ihr tägliches Pensum und schnell wurde klar: Es regieren die to do-Listen des Wahnsinns!

Außerdem: Viele der Frauen gaben an, dass der “Göttergatte” gar nicht auf die Idee kommt, die tägliche Flut der Aufgaben und Verpflichtungen adäquat mit abzuarbeiten.

Ziemlich deutlich schreibt in diesem Zusammenhang Userin Lordana, der zudem recht dunkle Gedanken zu schaffen machen. Ihr Statement zum Thema liest sich so:

“(…)mein Mann übernimmt kaum etwas, wenn man ihm das nicht sagt. Keine große Hilfe. Ich Frage mich immer, was ist, wenn es mich nicht mehr gibt? Aber vielleicht macht man sich als Frau zu viele Gedanken darüber.”

Mit dem “Was ist, wenn es mich nicht mehr gibt?” meint die Verfasserin sicher das Szenario, das sich ihrer Familie bieten dürfte, wenn ihr etwas zustoßen würde. Liest man weitere Statements zum Thema, dürfte da wohl so mancher männliche Zeitgenosse, der aktuell den Großteil des Alltagsmanagements seiner Partnerin überlässt, alt aussehen und nicht wissen wie es weitergeht!

Auch knallhart Grenzen setzen hilft!

Manche Frauen setzen deshalb knallhart Grenzen, was ihre Kräfte und den Umfang der familiären to do-Liste betrifft. Eine Kommentatorin namens Inga schreibt dazu folgendes:

“(…)Das einzige, was hilft ist, Grenzen zu setzen und dabei zu bleiben: Wer seine Wäsche nicht in den Korb tut, dessen Wäsche wird nicht gewaschen. Wer seine Termine nicht in den Familienkalender einträgt, dessen Termine finden nicht statt(…)”

Auf Einbeziehung aller Familienmitglieder setzt ebenfalls Userin “herzoginari”. Sie schreibt:

“Ich habe eine Liste oder Poste It. Das gibt mir das gute Gefühl nichts zu vergessen. Dann fange ich an die Aufgaben in der Familie zu verteilen mit Deadline. Dann habe ich einen Wochenkalender aus Papier. Hier stehen alle Termine drin. Dann habe ich immer alles im Blick. Die Teenager müssen ihre Termine im Handy mit Erinnerung speichern. Und, ich habe zu Hause eine Kiste mit Geschenken, falls ich auf die Schnelle noch was brauch. Klappt so ganz gut!”

Sorgen die vielen unterschiedlichen Verpflichtungen im Familienalltag oft schon für Stress, Unstimmigkeiten oder Erschöpfung, sieht das bei Alleinerziehenden nochmal ganz anders aus. Denn Soloeltern tragen diese Last doppelt und auch für sie hat der Tag nur 24 Stunden und der eigene Körper keine magischen Superkräfte.

Sich Pausen zu gönnen, ist vor allem für Alleinerziehende wichtig

Und so gibt Userin “friedrca” einen kleinen Einblick in den Alltag ihrer Einelterfamilie:

“(…)Ich, 45, alleinerziehende Vollzeitbeschäftigte habe “schmerzhaft” gelernt: Dinge sein lassen (Ist das jetzt wirklich wichtig?), nicht alles perfekt machen, bewusst allein sein, baden mit Buch und quatschen mit Freunden außerhalb der eigenen vier Wände UND ab und zu mir von meiner Schwester sagen zu lassen, dass ich eine gute Mama bin(…)hilft mir, im alltäglichen Wahnsinn gesund zu bleiben… ich glaube, Anerkennung für das, was man da leistet, fehlt oft, häufig sogar in der eigenen Familie…”

Interessant auch der Kommentar von “kochedda”:

“Ja ich kenne das sehr gut und glaube, dass ich auch gut darin bin, das fast immer zu meistern. Aber ich brauche mal Zeit für mich. Wenn das nicht mehr klappt, dann ist ‘mental overload’ und ich kann dann nicht mehr schlafen, weil ich die Dinge, die zu erledigen sind, nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Am besten kann ich bei einem Spaziergang in der Natur völlig alleine abschalten. Mein Mann versteht das Problem eh nicht. Der kümmert sich um seine Dinge und checkt nicht, dass unsere Familie nicht funktionieren würde, wenn ich mich nicht um die vielen kleinen Dinge kümmern würde.”

Dass sich Frauen – natürlich! – auch die eine oder andere Möglichkeit schaffen sollten, um vom Alltagswahnsinn abzuschalten, gibt Userin “daggy.me” zu bedenken und empfiehlt:

“To-Do-Liste, Kalender und ansonsten improvisieren… (…)Z. B . Geschenke in großes Janosch-Kalenderblatt verpacken oder aus Zeitungspapier was falten… Kind ne Breze und nen Apfel mitgeben auf die Schnelle… Es muss nicht immer die perfekt vorbereitete Brotdose sein… usw. Ein Stück weit loslassen…”

Sämtliche Tipps, die die Instagram-Community in dieses Schwarmwissen gibt, sind durch die Bank weg hochinteressant und zum Großteil auch ruck-zuck umsetzbar. Dass es bei letzterem oft hapert, ist allerdings bekannt.

Frauen gönnen sich häufig wenige Auszeiten und stellen den Familienalltag über alles

Denn gerade Frauen neigen doch sehr dazu, die offenen to do-Listen erst einmal abzuarbeiten, bevor sie sich einen Spaziergang, den Saunabesuch oder auch nur etwas Müßiggang im eigenen Garten gönnen.

Das ist allerdings falsch und sollte nicht verinnerlicht werden. Im Gegenteil: Lieber die Wäsche mal liegen lassen und erst am Wochenende statt hundemüde noch bügeln. Stattdessen abends mal in die Sauna gehen, einen Waldspaziergang machen, sich mit der Freundin im Café treffen oder ein ausgiebiges Wannenbad genießen.

Die Instagram-Community gibt viele wertvolle Tipps und Anregungen

Immerhin gibt es ja in den meisten Fällen noch eine “bessere Hälfte”, die sich ebenso einbringen kann – ausgenommen natürlich Alleinerziehende. Letztere müssen selbstverständlich noch mehr darauf achten, dass sie sich Auszeiten gönnen. Denn: Fallen sie weg, bricht alles zusammen.

Um das zu vermeiden, sollte man auf alle Fälle versuchen, einige persönliche “Verschnauf-Inseln” ins stressige Alltagsleben zu integrieren. Was sich hier – neben Wellness, Yoga oder einfach mal hinlegen – so anbietet, verraten die Frauen im erwähnten Insta-Posting sehr ausführlich.

Wer selbst nachlesen will, kann das hier tun.

Quelle: instagram/zdf37grad

Bild: stock.adobe.com / nicoletaionescu
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