Donnerstag, 4. Juni, 2020

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Hausputz & Co: unperfekt ist stressfreier!

Ein Gastbeitrag von Mona.

Kennen Sie das? Es hat sich Besuch angekündigt und nun wird in Erwartung der Gäste im Vorab erstmal die Bude geputzt. Also – so richtig geputzt. So ging es mir letzte Woche Sonnabend. Ich hatte eine anstrengende Woche hinter mir, bin zu nichts gekommen und hatte dementsprechend auch den Hausputz vor mir hergeschoben.

Obwohl ich mich auf den Besuch freute, nervte mich das Geputze, zumal mein Partner schon fröhlich auf der Terrasse saß und seine Putz-Einheit schon erledigt hatte.

Als modernes Paar teilen wir uns die Hausarbeit und er war in Sachen Besuchs-Vorbereitung für  Küche und Wohnzimmer zuständig und ich für den Rest, inklusive Bad.

Eigentlich funkelte ja schon alles, aber – wie das so ist – auf einmal sah ich noch tausend andere Dinge, die mir nicht gefielen. „Wieso liegen da die Bürsten so schief im Regal?“ oder „Muss der nasse Lappen da am Wäschetrockner noch vor sich hin hängen?“. Ich sah eins ums andere, um das sich meiner Meinung nach noch gekümmert werden musste und machte mich dementsprechend ans Werk.

Als ich fertig war, inspizierte ich die Küche, die mein Freund ja schon gemacht hatte. Sah alles prima aus, bis auf Kleinigkeiten, die mich auch hier wieder störten. Dort ein herumliegendes Kochbuch, da der Einkaufszettel für nächste Woche – das gehörte bloß noch rasch irgendwo schön hindrapiert oder weg gelegt. Dachte ich und machte mich ans Werk.

Irgendwann kam mein Liebster von der Terrasse und sah meinem Treiben zu. „Warum machst Du das?“ fragte er stirnrunzelnd. „Na schau doch, wie liederlich das aussieht, wenn das hier so rumliegt“ erwiderte ich.

„Hey – wir leben hier – mach` mal halblang“ entgegnete er, schüttelte den Kopf und schlurfte mit einer kalten Cola aus dem Kühlschrank wieder Richtung Garten.

„Wir leben hier“. Was für ein Satz!

Ich dachte eine Weile über diese drei Worte nach und schaute mich im Wohnzimmer um. Im Gegensatz zu meiner Detailversessenheit hat Rico, so der Name meines Freundes, unseren Lieblingsraum zwar aufgeräumt, aber auch dort und da etwas liegengelassen. Meine aufgeklappte Zeitschrift zum Beispiel oder seine angebrochene Packung Zigaretten.

Fast war ich im Begriff, diese Sachen noch schnell weg zu räumen, aber sein „Wir leben hier“ ließ mich nicht los.

Denn es stimmte ja: wir leben hier und niemand erwartet von uns, dass wir unser Zuhause für das Eintreffen von Besuch auf das „Schöner-Wohnen“-Niveau der gleichnamigen Zeitschrift trimmen.

Je länger ich über seine Bemerkung nachdachte, umso mehr gefiel sie mir.

Auch im Bad, so fand ich, muss nicht alles kerzengerade gerichtet, die Kämme streng nebeneinander gelegt oder der Duschvorhang in sechs dekorative Falten geschlagen sein.

Wir lebten ja hier.

Aber – ganz ehrlich: die meisten Menschen rotieren dennoch wie die Verrückten, wenn Besuch kommt und präsentieren ein blitzblankes und super-super-ordentliches Haus.

Warum eigentlich? So wie man selbst sich ja nicht an den Alltagsgegenständen der Freunde, bei denen man zu Besuch ist, stört, so werden sich echte Freunde kaum daran stoßen, wenn dort vielleicht noch Zeitschriften herumliegen oder sich da mal noch zwei Kissen unperfekt auf dem Sofa tummeln. Zum Beispiel.

Auf jeden Fall tun Leute, die vor einem angekündigten Besuch immer alles superperfekt putzen und schön machen wollen, unheimlich gut daran, sich das Mantra “Wir leben hier“ immer mal wieder im Stillen aufzusagen.

Ganz ehrlich: es entlastet ungemein! Ich jedenfalls verfahre nunmehr nach dem Motto und der Druck, den ich mir einst selbst gemacht habe: der ist weg. Denn – klar! –: WIR LEBEN HIER!

Bildnachweis: pexels.com

 

 

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