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Ältere Dame

Ein, zwei nette Sätze, eine Nachfrage, eine empathische Kommunikation – die erlebt man heutzutage in den Supermärkten der Großstädte nur noch ganz selten. Vor Jahrzehnten dagegen war es durchaus noch üblich, dass die Kassiererin selbst in städtischen Supermärkten die Kundin mit „Na, Frau Müller, geht es Ihrem Mann besser?“ begrüßte. Oder den netten, älteren Stammkunden fragte, wie es denn beim Besuch bei den Enkeln so war.

Lange her!

Senioren-Einsamkeit in Westeuropa leider eine Massen-Erscheinung

Wer dagegen heutzutage in einer langen Schlange an der Kasse eines Supermarktes steht, der weiß, wie es abläuft. Genervtes, hörbares Ein- oder Ausatmen, unruhige Körperbewegungen, die Ungeduld signalisieren und hastiges Wegpacken der Produkte, wenn man denn einmal abkassiert ist. So geht es zu in den Supermärkten, in denen sich zudem häufig nur wenige Mitarbeiter um alles kümmern. Kassieren, auspacken, Brötchenback-Automat anwerfen, Pfandrückgabestelle ausleeren, und, und, und…Zeitdruck und Stress beherrschen Kundschaft wie Personal gleichermaßen, weshalb das persönliche Gespräch an der Kasse so gut wie nie stattfindet. Zumindest in (Groß)Städten nicht.

Dabei sind gerade das die Zonen, in denen viele Menschen unvorstellbar einsam sind. Zumeist alte Menschen. Man sieht sie oft am Fenster, wo sie stundenlang rausschauen. Sie sitzen nicht selten auch lange Zeit in den Wartezimmern der Städte, geduldig auf die Audienz beim Arzt wartend. Die fürsorglichen Weißkittel sind für manche Senioren, die weder Freunde noch Familie in der Nähe haben, oftmals der einzige reale „Gesprächs-Kontakt“. Da wird ein harmloser Schnupfen schon mal zum Anlass genommen, sich dem Doktor vorzustellen. Selbst mancher Krankenkassen-Anruf ist für den einen oder anderen alten Menschen eine willkommene Abwechslung im grauen Einsamkeits-Alltag.

Gegen die ungeliebte Abgeschiedenheit, in der viele betagte Frauen und Männer in westeuropäischen Ländern leben, hat man nun in den Niederlanden eine geniale Idee entwickelt: „Plauderkassen“. Bestimmte Kassenzonen in Supermärkten werden dort zu Kommunikations-Inseln. Sprich: Einsame Menschen haben an diesem Ort die Möglichkeit, das eine oder andere Wörtchen mit der Kassiererin zu wechseln, ohne dass genervtes Getrappel und Gemurmel aus der hinteren Schlange dringt.

Plauderkassen in niederländischen Supermärkten

Eine grandiose Idee, über die das Portal stern.de wie folgt berichtet:

„(…)Im niederländischen Vlijmen, in der Nähe von ’s-Hertogenbosch, jedoch, startete eine Supermarktkette im Juli mit einem Gegenentwurf zum Einkauf unter Zeitdruck. Der Jumbo-Supermarkt richtete dort eine „Kletskassa“ ein, eine „Plauderkasse“, an der es nicht um Tempo geht. Wer sich hier anstellt, bringt Zeit mit und kann sich sicher sein, dass die Kassiererin das gleiche tut: Hier geht es auch ums Quatschen, so wie früher im Tante-Emma-Laden.(…)Neben der Plauderkasse hat der Jumbo-Supermarkt noch einen Platz für Kaffeeklatsch eingerichtet, eine weitere Initiative gegen die Einsamkeit. Dort nehmen sich Freiwillige der niederländischen Stiftung „Alles Voor Mekaar“ (Alles für einander) Zeit, um sich mit Menschen zu unterhalten, die Lust auf ein Gespräch haben. Darüber hinaus kommen durch die Stiftung einsame Senioren auch mit Freiwilligen zusammen, die ihnen beim Einkaufen, im Haushalt oder Garten helfen oder ihnen ganz schlicht Gesellschaft leisten, berichtet die Supermarktkette.

„Wir fühlen uns unserer Umgebung verpflichtet und wollen ein guter Nachbar sein“, erklärt Colette Cloosterman-van Eerd, CCO von Jumbo. „Unsere Filialmitarbeiter kennen die Kunden und nehmen regelmäßig Anzeichen von Einsamkeit im Geschäft wahr.(…)“

Klingt wunderbar!

Und sollte auch hierzulande unbedingt Schule machen. Denn: Die Einsamen werden nicht weniger. Leider. Schon vor einigen Jahren brachte das Magazin DER SPIEGEL hierzu einen erschütternden Bericht. Dass es seitdem besser geworden ist, darf bezweifelt werden.

Hierzulande gibt es einige Initiativen gegen Senioren-Einsamkeit

Obgleich es in Deutschland natürlich Initiativen gegen Einsamkeit gibt. Die bekannteste dürfte die von Schauspielerin Mariella Ahrens sein. Die aus dem Fernsehen bekannte Aktrice setzt sich lange schon für ältere Menschen, die allein sind, ein.

Bleibt zu hoffen, dass auch Deutschland bald Kassenzonen für das ältere Kundenklientel bekommt. Zumindest in Großstädten. Im Ländlichen kann man es nämlich – sowohl in kleinen Läden als auch in Supermärkten – durchaus noch beobachten: Das freundliche Wort an die betagte Kundin, das ehrliche Interesse an dem alten Mann, der aller paar Tage zum Einkaufen kommt, das Lächeln gegenüber der eleganten Dame, die erst seit kurzem verwitwet und um die 80 ist.

Möge dieses Miteinander nie aussterben. Wir sind alle darauf angewiesen. Früher oder später…!

Bildnachweis: stock.adobe.com/GordonGrand

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Sanduhr mit rotem Sand

Gestern besuchte ich einen ganz besonderen Ort – eine kleine Lichtung mitten im Wald, wo seit über 30 Jahren ein Einsiedler lebt. Er hat sich dort mit tausenden von der Sonne ausgebleichten Seidenblumen, die in angeschlagenen Plastiktöpfen schmale, mit verwitterten Steinplatten ausgelegte Wege säumen, und unbeholfen gezimmerten, dämmerigen Holzhütten voller vergilbter Heiligenbildchen, ein skurriles Refugium geschaffen. Fernab vom hektischen Treiben, allumfassender Konsumgier und der rasenden, uns immer mehr in ihren Strudel aus Verpflichtungen und Begehrlichkeiten hineinreißenden Geschwindigkeit unserer Welt.

Betritt man einen der verwinkelten Pfade, die durch ein unübersichtliches Labyrinth im dichten Nadelwald im Kreis führen, befindet man sich schlagartig in einer Welt der Stille, einem kleinen buntgemusterten Universum aus gelebter, zu Herzen gehender Frömmigkeit und innerer Einkehr. Alle Hektik fällt von einem ab, und man durchwandert selbstvergessen diese Enklave, den manifestierten Traum eines introvertierten Einzelgängers, der für sich selbst beschlossen hat, dass ihn das Treiben „dort draußen“ nicht mehr interessiert, weil er nicht dazugehören möchte.

Dieser Einsiedler verzichtet auf jede Art von Konsum seit mehr als drei Jahrzehnten, läuft fast immer barfuß und bezeichnet seine Eremitage selbst als einen heiligen Ort. Ab und zu besuche ich ihn und lausche in der flüsternden Kühle dieser aus der Welt gefallenen Insel der Seligen dem gequälten Wispern meiner gehetzten Seele, fernab von Trubel, Alltagssorgen, übervollen Terminkalendern und dem lästigen Vibrieren meines Mobiltelefons. Dieses Stück Wald ist ein wunderbarer Ort zur Einkehr, eine Herausforderung für uns „digitale“ Arbeitssklaven, eine kleine Flucht ins Unwirkliche.

Außerdem beeindrucken mich Konsequenz, Beharrlichkeit und der tiefe Glauben an eine übergeordnete Macht, mit denen dieser Mensch sein eigenes kleines Reich gestaltet hat, in dem er schon so lange ohne Strom oder fließendes Wasser (außer dem kleinen Bach, der an dem Grundstück vorbeifließt) lebt und jetzt bei allerbester Gesundheit bald seinen 80ten Geburtstag feiern darf.
Wobei ich mir nicht sicher bin, was „feiern“ bei ihm bedeutet.

Gestern nun, als ich mit einer Freundin die wispernde Ruhe des Waldes durchschritt, wie jedes Mal beeindruckt von der Frömmigkeit und Bescheidenheit, die dieser von Menschenhand geschaffene Ort ausstrahlt, sah ich den Eremiten stehen, der sich mit jemandem unterhielt. Bei ihm verweilte ein Ehepaar Mitte 50. Der Mann klammerte sich in grotesk verzerrter, gebückter Haltung an einen Rollstuhl und starrte mich mit einer Eindringlichkeit an, die bekommen machte. Er wirkte, als würde er sich an mich erinnern, oder sich zu erinnern versuchen, obwohl ich ihn nicht kannte. Man sah ihm an, dass er sich verzweifelt bemühte, nicht zusammenzusacken, als sei er gerade hingefallen und beim Aufstehen auf halber Höhe daran gehindert worden.

Meine Freundin und ich taten, was uns angemessen schien – wir grüßten höflich und gingen weiter. Aber das Bild des Mannes, der sich an diesen Stuhl klammert und aussieht, als würde er gleich in sich zusammenfallen, lässt mich seitdem nicht mehr los.

Ich bin ganz sicher, für diese beiden Menschen, ein dem Anschein nach altgedientes Ehepaar, hat sich die ganze Welt innerhalb von Sekundenbruchteilen für immer verändert. Vielleicht machten sie früher regelmäßig Radtouren, feierten ausgelassen mit Freunden auf der Terrasse ihres Hauses, zogen Kinder groß, gingen samstags zum Einkaufen und hatten alles durchgeplant bis zur Rente. Vielleicht stritten sie gelegentlich über die Freizeitgestaltung, probierten regelmäßig neue Diäten aus und überlegten, ob sie die Oma ins Pflegeheim bringen sollten. Manchmal hatten sie unter Umständen das Gefühl, das Geld reiche nicht und bekamen sich in die Wolle, weil er unbedingt ein neues Auto kaufen wollte, sie aber meinte, man müsse fürs Alter etwas sparen. Eventuell hatten sie Sorgen, weil eines ihrer Kinder über die Stränge schlug. Die Möglichkeiten sind unendlich.

Und dann… kam dieser Schicksalsschlag, der alles zunichte machte. Vielleicht ein Schlaganfall, vielleicht ein Verkehrsunfall oder eine gemeine Krankheit. Eine Millisekunde, die ihr künftiges Leben unter einer von Kummer eingetrübten Käseglocke für alle Zeiten konservierte, unter welcher sie seitdem zu existieren gezwungen sind. Dieser eine Moment, in dem unsere Wünsche, Hoffnungen und Träume, all unser Ärger um Kleinigkeiten, in sich zusammenfallen wie ein angestochener Helium-Ballon, er hängt über jeden einzelnen Schicksal wie ein Damokles-Schwert. Übrig bleibt dann nur noch die leere Hülle unserer vorherigen Existenz: unter Umständen ein nicht abbezahltes Haus, zu wenig Krankengeld und … Schmerz. Jede Menge Schmerz und die Frage: „Warum ausgerechnet ich?“

Wissen Sie, was ich am häufigsten von meinen Freunden höre, wenn ich vorschlage, mal wieder was zu unternehmen? „Ich habe keine Zeit.“

Durch die Bank sind sie gestresst, reiben sich zwischen Arbeit, Gartenpflege, Kindererziehung oder Hobbies auf, streamen gelegentlich zur Entspannung einen Film oder gönnen sich einen Kino-Besuch und denken, sie hätten alles im Griff, denn nichts ist wichtiger heutzutage, als gut durchorganisiert zu sein. Ihre Urlaube planen sie mindestens ein Jahr im Voraus wegen dem Frühbucher-Rabatt, sie zahlen pünktlich jeden Monat in ihre Altersvorsorge ein und sparen fleißig („Damit ich mir in der Rente was gönnen und auch mal eine Kreuzfahrt machen kann“). Sie verschwenden, außer auf Beerdigungen von alten Freunden, keinen Gedanken dran, dass ihr Lebensplan nicht in Stein gemeißelt sein könnte, wie sie das zu glauben scheinen. Glauben müssen, denn die Wahrheit ist einfach zu grausam.

Aber das Leben nimmt keine Kreditkarten und unterschreibt keine Verträge. Auch nicht, wenn man 17 verschiedene Versicherungen abgeschlossen hat, unter anderem gegen Asteroideneinschlag oder Poltergeister. „Willst du Gott amüsieren, dann mach’ einen Plan“, las ich neulich.

Wer oder was auch immer unsere Geschicke lenken sollte – es/er ist unberechenbar, manchmal boshaft … und sehr, sehr mächtig. „Unter jedem Dach ein Ach“, sagte meine Mutter immer, und heute – mit all meiner Lebenserfahrung – muss ich ihr leider zustimmen.

Bestimmt kennen auch Sie Geschichten von Leuten, die 40 Jahre gearbeitet haben und dann kurz vor Antritt der Rente todkrank wurden und verstarben. „Das mache ich später, jetzt geht es nicht“, versichern mir Freunde, wenn ich einen Ausflug vorschlage. Auf dem Balkon zu sitzen und versonnen den Mond zu betrachten oder die nackten Füße in einem Bach baumeln zu lassen ist unmodern geworden – seit es Netflix und Handys gibt.

Manchmal hat man den Eindruck, die meisten fürchten sich vor der Besinnlichkeit, die sie zwingen könnte, darüber nachzudenken, was morgen sein wird, und wir versuchen deshalb, „was ist“, bis ins Unendliche zu verlängern, denn „was sein wird“, könnte sich für uns als unerträglich herausstellen. Wir Menschen sind nicht allzu gut in Schicksalsschlägen, habe ich das Gefühl. Feiern können wir definitiv besser.

Es gibt ja auch die sogenannten Stoiker, die sich jeden Morgen ungefähr 10 Minuten lang alles Schlimme vorstellen, das ihnen im Laufe des Tages zustoßen könnte – die werden dann wenigstens immer nur angenehm überrascht. („Gottseidank ist mir heute kein Klavier auf den Kopf gefallen.“)

Alle anderen rennen wie kreischende, von Besessenheit getriebene Hamster im sich immer schneller drehenden Rad einem imaginären Ziel hinterher, bis sie aufgrund der Fliehkraft oder vor Erschöpfung herausfallen und liegenbleiben. Manche stehen nie wieder auf. Andere nehmen Anlauf, hechten erneut ins Hamsterrad und fangen von vorn an.
Meine Bewunderung sei ihnen gewiss.

Ein Freund von mir erlitt mit 26 Jahren beim Rasenmähen einen Schlaganfall. Er konnte sich davon restlos erholen und lebt heute beschwerdefrei seit vielen Jahrzehnten, allerdings sehr viel dankbarer als vorher. Der andere verstarb mit 47 an Krebs. Und erst kürzlich musste ich einen alten Bekannten beerdigen, der mit 53 Jahren einfach umgefallen ist, trotzdem er nie rauchte oder trank. Im Gegenteil: Ich kannte niemanden, der gesünder lebte als er. Dann steht man beklommen am offenen Grab und denkt: „Er hatte doch eigentlich gar nichts vom Leben – immer nur gearbeitet und sich um seine alten Eltern gekümmert.“

Unser eigener Kilometerzähler läuft kontinuierlich mit jedem Tag schneller, und dann drehen wir einfach unser Leben „lauter“, um das bedrohliche weiße Hintergrundrauschen der Unendlichkeit auszublenden.

Wäre das alles hier ein Computerspiel, dann säße an den Steuerungselementen ein frustrierter, unberechenbarer Spieler, der willkürlich die „Delete“-Taste drückt und uns scheinbar nach Belieben löscht. Es gibt da die wahre Geschichte einer früheren Nachbarin, die aus dem Supermarkt kam, ihre Einkäufe im Auto verstaute, und in dem Moment, als sie den Motor startete, mit dem Kopf aufs Lenkrad knallte und starb. Einfach so.

Mittlerweile denke ich: „Hätte schlimmer kommen können, wenigstens war sie gut drauf, weil sie vielleicht noch ein Sonderangebot erwischt hat und musste nicht jahrelang leiden.“

Auf einem Friedhof sah ich mal ein steinernes Herz auf dem Grab einer Frau, die mit gerade mal 40 Jahren gestorben war mit der Inschrift: „Wir haben sie von Herzen geliebt.“ Es tut weh, so etwas zu lesen.

Geliebt zu werden schützt einen nicht vor Unabwägbarkeiten. Versicherungen oder Vitaminpillen übrigens auch nicht. Jeden Moment des Lebens darauf gefasst zu sein, dass das Schicksal mit dem Hammer draufhaut, scheint mir sinnvoller. Wären 10minütige Achterbahnfahrten denn schöner, wenn sie Stunden oder Tage dauerten? Ich denke nicht.

Alles ist endlich. Das Glück und auch das Leid. Nur kommt‘s einem bei zweiterem länger vor.

„Ich habe keine Zeit.“ Von wegen. Sie „haben“ gar nichts, das ist das Problem. Die Zeit gehört nicht Ihnen, sie ist nur eine Art Cluster, ein virtuelles Schwimmbecken, innerhalb dessen Sie sich bewegen dürfen, trotzdem Sie sich bemühen, Ihre Existenz in kontrollierbare Strukturen zu packen, unterstützt von tickenden Uhren, vollgepackten Kalendern und eng gesetzten Terminen.

Wir haben nichts. Es bleibt immer nur der Augenblick.

Und genau das sollte uns eindringlich bewusst werden. Eine Sandburg aus Träumen „haben“ wir, eine im Mahlstrom der Ereignisse trudelnde Seifenblase, inmitten derer wir schweben und uns bemühen müssen, nicht deren Rand zu berühren, weil diese sonst platzt und wir unsanft auf dem Boden unserer eigenen Sterblichkeit landen. Unser Sein ist voller unabwägbarer Ereignisse, die einen urplötzlich und ohne jede Vorwarnung treffen und einem den Boden unter den Füßen wegziehen können.
Schrecklicher Gedanke, nicht wahr?

Was oder wer auch immer unsere Geschicke lenkt, er ist unbestechlich und macht uns vielleicht einen Strich durch Hoffnungen oder Vorstellungen, ehe wir „ab in den Urlaub“ sagen, geschweige denn die Koffer packen können. Und genau um das zu verdrängen, lenken wir uns ab auf Teufel komm raus, denn wir wollen nicht mit der hässlichen Tatsache konfrontiert werden, dass wir nichts sind und keinen Einfluss darauf haben, was das Schicksal demnächst mit uns plant.

Neulich machte ich einen Stadtbummel und wollte mir zum Abschluss noch eine Tasse Cappuccino in einem Straßencafé gönnen. Da alle Tische an den Rändern besetzt waren, musste ich in der Mitte des bunten Pulks Platz nehmen und wurde von allen Seiten unfreiwilliger Zeuge sämtlicher Gespräche.

„Nächstes Jahr fliegen wir wieder auf die Malediven. Das hat uns vor vier Jahren so gut gefallen.“

„Letzte Woche hat der … zu mir gesagt, er hält das nicht mehr lange aus. Das macht er jetzt seit Jahren.“

„Ich freue mich so auf nächste Woche, da kriegen wir endlich die neue Küche. Und Ende August lade ich euch alle zum Essen sein.“

Und so weiter und so fort. Keiner von all diesen Menschen war wirklich da. Anwesend. Präsent. „Gestern, heute, morgen, nächstes Jahr, letzten Monat …“. Wir sind wirklich nie zuhause. In unserem Leben, meine ich.

Ich wiederhole: Wir haben nichts. Alles, das uns ausmacht, kann von der einen zur nächsten Sekunde Vergangenheit sein. Und die schöne neue digitalisierte Welt hilft uns vortrefflich dabei, diesen Gedanken zu verdrängen.

Es gibt nichts Zerbrechlicheres als die menschliche Existenz, und nur, um dessen nicht gewahr zu werden, packen wir unser Leben voll mit Pflichten, Verbindlichkeiten und scheinbarer Zeitnot. Außerdem haben wir doch Netflix, Online-Medien, Bungee-Jumping und Yoga-Kurse. Wir werden das wohl hinkriegen, jede Minute des Tages mit „sinnvollen“ Aktivitäten zu füllen, so dass unser Hirn nicht zur Ruhe kommt. Denn wenn es zur Ruhe käme… Um Himmels Willen!

Erst kürzlich sagte mir eine liebe Nachbarin, die vor kurzem ihren 60ten Geburtstag gefeiert hat: „ich werde nichts mehr hinausschieben, aufs nächste Jahr oder nächsten Monat, wie zum Beispiel einen Urlaub oder ein Treffen mit netten Leuten, denn ich lebe jetzt. Und es ist mir neulich erst bewusst geworden, dass es vielleicht irgendwann keine Gelegenheit mehr zum Verschieben geben werden wird.“

Wissen Sie: DAS könnte der Grund sein, warum Rentner so viel und oft verreisen. Worauf sollen sie denn noch warten? Bis zu ihrem 90ten Geburtstag? DANN gönnen sie sich aber wirklich was?

Aber zurück zu gestern. Diese Frau und ihr bedauernswerter Ehemann, auch sie hatten mit Sicherheit ein ganz normales Leben und vielleicht fürs Alter gespart. Sie hatten Pläne für ihre Rentenzeit geschmiedet, sich eventuell auf ein Enkelkind gefreut oder vor kurzem ihr Badezimmer renoviert.

Jetzt schiebt die Frau den Rollstuhl des Mannes, der verzweifelt versucht, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, weil in seinem Gehirn vielleicht ein Rest von Autonomiebestreben erhalten blieb, vielleicht auch Scham darüber, dass er jede Minute des Tages auf jemanden angewiesen ist (Wir Menschen sind merkwürdige Wesen…). Vielleicht erinnert er sich daran, wie schön es war, zu laufen, zu schwimmen, Auto zu fahren oder den Rasen zu mähen.

Es hätte auch andersherum laufen können und seine Frau treffen. Es hätte auch gar nichts passieren können, und beide wären zusammen in gepflegter Langeweile alt geworden.

Ich hätte es ihnen so gegönnt.

„Wenn du schon etwas tun musst, dann tu es gern“, ermahnte mich während meiner Schulzeit ein Lehrer. Das habe ich bis heute beherzigt, denn unser ganzes Leben besteht unter anderem aus vielen ungeliebten Tätigkeiten wie bei mir zum Beispiel Putzen oder schwere Gartenarbeit, einem Job, den man nur ausübt, weil man die Kohle braucht oder pflegebedürftigen Eltern hat.

„Tu es gern“, verwandelt verhasste Aufgaben vielleicht in die Erkenntnis, dass auch das Hacken von Unkraut von unserer Lebenszeit abgezogen wird. Und diese Lebenszeit sollten wir nicht mit Groll im Herzen verbringen. Stellen Sie sich doch einfach vor, Sie hätten keine Möglichkeit mehr, all das zu tun, was Sie nicht mögen.

„So eine miese Bude, in der ich wohne, ausgerechnet im dritten Stock, und all diese Treppen.“ Und wenn man nicht mehr dazu imstande ist, ein paar Stufen zu nehmen, dann erinnert man sich wehmütig daran, wie schön es noch war, einen Fuß vor den anderen setzen zu können.

Das gilt übrigens für so gut wie alles, das einem sauer aufstößt. Uns fehlt nur das Bewusstsein und die Dankbarkeit dafür, dass wir überhaupt KÖNNEN. Die Chance steht täglich bei 50:50, dass das morgen schon ganz anders aussehen könnte, denn wie Friedrich Schiller mal so treffend sagte:

„Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ew’ger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.“

Wenn ich zum Beispiel putze (ich hasse es…), trage ich riesige geräuschunterdrückende Kopfhörer und singe lauthals alle bekannten Lieder mit. Gelegentlich spiele ich mit sogar dem Schrubber Luftgitarre und tue, als wäre ich Ozzy Osbourne. Weil ich Putzen nicht mag, es aber erledigt werden muss. Und weil auch Putzen von meiner kostbaren Lebenszeit abgeht. Wenn ich versuche, es gern zu tun, habe ich mehr davon. Versuchen Sie es einfach mal.

Denn unser aller Leben ist kurz und beschränkt. Vielleicht kommt eine Gelegenheit, bei der Sie sich mit Bedauern daran erinnern, wie Sie flott den Feudel geschwungen haben zu den Klängen von Jethro Tull. Ich wünsche das niemanden, aber es kann uns alle treffen.

Deshalb: Genießen Sie jede Minute Ihres Lebens, und sei sie noch so beschissen. Schlimmer geht schließlich immer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und eine gute Zeit!

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Christine Lehmann bietet die QUANTEC-Methode an

Unkonzentriert, schlapp, ohne Energie und womöglich noch Darm- oder Magenprobleme: viele Menschen kennen Abschnitte in ihrem Leben, in denen die Gesundheit einfach verrückt spielt. Und die Einschränkungen dafür sorgen, dass man seinen Alltag nicht wie gewohnt bewältigen kann. Der erste Gang führt die meisten Leute zunächst einmal zum Hausarzt. Doch rücken alternative Heilmethoden in Sachen Gesundheit immer mehr in den Vordergrund. So auch QUANTEC, eine Methode, bei der man – erstmalig mit ihr konfrontiert – genauer hinschauen bzw. hinhören muss, um sie zu verstehen. Denn hier spielt Quantenphysik eine sehr große Rolle. Ein Umstand, der viele zunächst den Kopf schütteln und dieser gesundheitlichen Maßnahmen skeptisch gegenüber stehen lässt.

Mit QUANTEC zu neuer Vitalität

Christine Lehmann, Gesundheitsberaterin aus Eilenburg (im Bild), in der Nähe von Leipzig, kennt das. Und freut sich immer wieder über Klienten, die – manches Mal trotz persönlicher Skepsis – mit Hilfe der QUANTEC-Methode zu neuer Vitalität gelangen und so manche gesundheitliche Einschränkung ad acta legen können. Seit sich die Fachfrau auf diese Art der Anwendung spezialisiert hat, konnte sie vielen Klienten zu neuer Lebensfreude verhelfen. Sie selbst hat QUANTEC auch für ihre Hunde bereits erfolgreich eingesetzt. Wir haben die engagierte Frau zum Gespräch getroffen.

FBFrau Lehmann, was ist QUANTEC?

Bei QUANTEC handelt es sich um eine instrumentale Biokommunikation zum Scannen und zum Informieren von biologischen Feldern.

FB: Wie sind Sie dazu gekommen?

Dazu gekommen bin ich durch Empfehlung von Bekannten und danach hab ich mich im Internet über die Firma QUANTEC informiert. Als Gesundheitsberaterin haben mich schon immer fortschrittliche Methoden zur Förderung und Unterstützung der Gesundheit des Menschen interessiert. Meine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Quantec sind durchweg positiv.

QUANTEC geht an die Ursachen

FB:Was kann QUANTEC für die Gesundheit von Menschen bewirken?

Durch das Aufdecken psychosomatischer Zusammenhänge durch die Dateien/Scan werden nicht nur die Symptome sondern vor allem deren Ursachen behandelt.

FB: Können Sie dieses Verfahren für Laien einmal kurz grob umreißen – wie es funktioniert und wirkt?

Eine kurze Erklärung ist definitiv nicht möglich, es geht um Quantenphysik.

Wer sich die Quantenphysik etwas erklären lassen möchte, kann dies auf der Website von quantec.eu, auf youtube oder hier, sowie bei Dr. Quantum tun.

FB: Bei welchen Problemen / Leiden gesundheitlicher Art ist das Verfahren anwendbar?

QUANTEC ist grundsätzlich bei allen Problemen und Leiden anwendbar. Hierzu gibt es zum Beispiel eine Studie der Uni Freiburg, siehe hier.

Anwendung ist kinderleicht

FB: Wie gestaltet sich so eine QUANTEC-Anwendung?

Die QUANTEC-Methode erfreut sich großer Beliebtheit

QUANTEC – mit Quantenphysik gesundheitlichen Problemen zu Leibe rücken

Benötigt wird die vollständige Adresse und eine Aufnahme vom Gesicht der Person. Das Foto wird über die Datenbanken abgeglichen. In diese Dateien sind zur Zeit weit über 100 000 Einzelheilmittel integriert. Die Person erhält eine Analyse (Healingsheet) als Auswertung. 

FB: Welche Heilungserfolge konnten mit QUANTEC schon erzielt werden?

Das Verfahren von QUANTEC funktioniert ähnlich wie  in der Homöopathie und in der Akupunktur. QUANTEC bekam in Jekaterinburg (Rußland) eine Goldmedaille für das beste komplementäre Heilverfahren. Die Universität in Princeton, eine der weltweit führenden Universitäten, forscht seit Jahren mit Quantec .

Hier gibt es Informationen hinsichtlich der Studien an der Universität in Princeton. Unter anderem waren das diese Studien:

QUANTEC-Erfolge auf vielen Gebieten

Erfolge gab es mit QUANTEC bereits mit diesen Projekten:

  • Nematodenbefall einer Zierpflanzenfarm, Effekt der Quantec-Behandlung: Nematodenbefall geht zurück, verbessertes Wachstum der Pflanzen, Rekordernte – siehe hier,
  • Weinbau: Schädlingsbefall, Effekt: Krankheiten gehen zurück, Wein nimmt an Qualität zu, erhält Goldmedaillen, 
  • Gewässersanierung zweier toter, stinkender, verseuchter Seen in Berlin, Effekt: innerhalb von 3 Wochen erholen sich die Seen, die Geruchsbelästigung geht zurück, kein Fischsterben mehr, 
  • Pferdesport: das Pferd „Elle et moi“ ist Außenseiter mit wenig Durchhaltevermögen, Effekt durch Quantec-Behandlung: es gewinnt 2006 beim Großen Preis von Madrid, 
  • Unternehmensberatung: Umsatzsteigerung, Effekt: Personal weniger krank, arbeitet harmonischer zusammen, 
  • Kieferchirurgie: Implantate werden nicht zurückgewiesen. Sie werden mit dem Bild des Patienten bewellt, tags vor der OP. Zudem werden diese nicht nur nicht abgewiesen, sondern ossifiziert, Zahnfleisch wächst an. 

FB: Funktioniert QUANTEC auch bei Tieren?

Ja bei allen Tieren ist QUANTEC anwendbar. Ich selbst habe es bei meinen Hunden mehrfach erfolgreich angewandt.

FB: In welchen Bereichen ist QUANTEC noch anwendbar?

QUANTEC ist in unheimlich vielen Bereichen anwendbar. So zum Beispiel in der Medizin, bei Behandlungen von körperlichen und psychischen Problemen, bei der medizinischen Behandlung von Tieren. Aber auch in Sachen Coaching und Lebensberatung kommt QUANTEC oft zum Einsatz. Traumata, unbewusste Verstrickungen  oder zwanghafte Störungen können mit Hilfe dieser Methode aufgelöst werden. Zudem verhilft QUANTEC in der Land- und Forstwirtschaft zu Ertragsverbesserungen.

Menschen, Tiere, Umwelt, Blockaden – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig

In Sachen Umwelt wird die Methode unter anderem zur Sanierung von Gewässern eingesetzt. Aber auch Firmen buchen diese Maßnahme, um Leistungsverbesserungen in ihrer Firma insgesamt zu erreichen.  Nicht zuletzt bedient man sich QUANTEC auch, wenn Häuser, Plätze oder Schlafplätze entstört werden sollen.

Die Veränderung findet auf feinstofflicher, unbewusster Ebene langsam statt. Sensible Menschen können sogar spüren, wenn die Bewellung stattfindet. Sie fühlen sich ausgeglichener oder spüren mehr Energie. Auch wenn man das nicht direkt fühlt, findet diese Veränderung statt. Alte Verhaltensmuster oder negative Gefühle werden wie mit einem Radiergummi langsam ausradiert. Viele kleine Veränderungen können stattfinden, die man erst gar nicht mit der QUANTEC-Bewellung in Verbindung bringt, die aber letztlich eine positive Gesamtentwicklung bewirken.

FB: Wie arbeiten Sie persönlich mit QUANTEC, wenn Sie Klienten betreuen?

Ich nehme die Daten meiner Klienten auf und leite sie weiter. Das Healingsheet, was ich daraufhin erhalte, gebe ich an meine Klienten weiter und erläutere dies, wenn es gewünscht wird.

Mehr Infos zu QUANTEC finden Sie hier.

Kontakt Christine Lehmann: beratung.lehmann@mail.de und Telefon: 03423 / 606 232.

Bildnachweise: Christine Lehmann, Thomas Kreuzer 

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Hausboot auf Fahrt

Als prominenter Haudegen hat er das Leben auf einem Hausboot bis zu seinem Tod gelebt: Gunter Gabriel. Der leutselige Barde war damit lange seiner Zeit voraus und hat Jahrzehnte vor seinem Tod 2017 schon einem Lebensstil gefrönt, den heute viele gerne hätten. Denn: das Wohnen auf einem Hausboot wird immer beliebter. Immer mehr Menschen zieht es ans Wasser, in eine Umgebung, die für ein dauerhaftes Wohnen ihresgleichen sucht.

Doch ein aktuelles Beispiel, das der NDR in seiner Online-Ausgabe aus Niedersachsen veröffentlicht hat, zeigt, dass dieser Traum wohl für die meisten, die ihn träumen, genau das bleiben wird: ein Traum.

Den Traum vom eigenen Hausboot steht Platzknappheit entgegen

Auf der Homepage des Senders kommt ein Unternehmer zu Wort, der Hausboot vertreibt. Er macht wenig Hoffnung, denn die Nachfrage nach den individuellen Wohnsitzen ist sehr viel höher als das Angebot der Plätze, an denen diese schwimmenden Domizile liegen können. Auch neue Liegeplätze sind kaum in Sicht.

In dem Artikel wird auf Hausboote in Oldenburg eingegangen. Gerade mal zwei davon gibt es. Und um die Natur zu schützen, soll es laut der Aussage eines Verantwortlichen dabei auch bleiben. Außerdem hat Oldenburg nur wenig befahrbare Wasserfläche, was die Gestaltung von Hausboot-Projekten zusätzlich erschwert.  Problematisch ist bei dieser Art Häusern auch das behördliche Drum und Dran, das ja schon bei „normalen“ Häusern oftmals eine Odysee ist. So benötigen die schwimmenden Häusern auch eine Baugenehmigung, die man oft erst nach langer Zeit erhält.

Die andere Seite ist die Infrastruktur, die ja auch ein solch schwimmender Wohntraum benötigt. Wer möchte als individuell Wohnender schon auf Strom und frisches Wasser verzichten? Eben!

Hausboote zum Mieten bieten Alternative für den Urlaub

Wen es trotzdem nach dieser Art des Logierens gelüstet, der sollte als Alternative die Anmietung eines Hausbootes in Erwägung ziehen. Das ist in Deutschland durch viele Anbieter möglich und dank der wunderschönen Seen, die es hierzulande gibt, hat man eine vielfältige Auswahl, was die Routen betrifft. Unter anderem ist hier die mecklenburgische Seenplatte ein geeignetes Revier.

Die schwimmenden Ferienparadiese, die man anmieten kann, unterscheiden sich zudem kaum noch von einem feststehenden Ferienhaus und bieten jeglichen Komfort, den man (oder FRAU) sich auch ohne Bootsführerschein gönnen kann.

Bildnachweis: pixabay.com

Recherche-Nachweis: ndr.de

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Frau mit Thermoskanne beim Erlebnisfasten

Zeitdruck, Trubel, Glamour, Stars und Hektik – diese Attribute bestimmten über viele Jahre den Alltag von Kirsten Jahns. Denn die engagierte Leipzigerin arbeitete mehrere Jahrzehnte bei einer großen Event-Agentur und war vordergründig für große und namhafte Veranstaltungen zuständig. Dass dieses Leben aufregend und bunt ist, ist keine Frage! Doch zur Wahrheit gehört auch, dass ein solcher Job einen irgendwann auch auslaugen kann. Die Arbeit am Wochenende, der stetige Terminstress und die oftmals kräftezehrende Organisation verschiedener, gleichzeitig laufender Events waren denn auch ausschlaggebend für Kirsten Jahns, sich beruflich noch einmal neu zu orientieren. Da sie sich lange Zeit schon für das Fasten begeisterte, knüpfte sie hier an und bietet heute – nach Ausbildungen zur Achtsamkeits-Trainerin und Ernährungsberaterin – das Konzept Erlebnisfasten an. 

Mit diesem Erlebnisfasten-Konzept erleben ihre Teilnehmer einen ganzheitlichen Prozess, den es bis dato als Offerte für Gesundheitsbewusste so noch nicht gab. Und: auch auf Familien zugeschnittene Angebote hat Kirsten Jahns ausgearbeitet. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit.  

Erlebnisfasten – ehemalige Event-Managerin erzählt, wie es dazu kam

Was es konkret mit dem Erlebnisfasten, das inmitten herrlicher Natur stattfindet, auf sich hat, hat uns Kirsten Jahns im Interview berichtet. 

FB: Kirsten, Du bist aus der hektischen Eventbranche aus- und in eine gesundheitsorientierte Branche eingestiegen. Wie hast Du diesen Wechsel erlebt und was gab den Ausschlag, dass Du Dich im Bereich Erlebnisfasten selbständig gemacht hast? 

Meine über 30 Jahre im Event-Bereich waren in der Tat durch zahlreiche Überstunden, stetigem Zeitdruck und regelmäßigen Wochenend-Einsätzen geprägt. Daher habe ich bereits vor über 15 Jahren nach einem energiestiftenden Ausgleich für mich selbst gesucht – und das Fasten gefunden. Von Anfang an hat mich, neben den körperlichen Prozessen, auch die geistige Wirkung des Fastens fasziniert: 

Die geschärfte Wahrnehmung, das intensive Erleben des Hier und Jetzt. Das wollte ich ausbauen und mit modernen Techniken der Wahrnehmungslehre kombinieren. Als ich feststellte, dass es jedoch keine derartigen Angebote gab, reifte in mir der Entschluss, es einfach selbst umzusetzen. Nach meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin und Achtsamkeits-Trainerin habe ich dies dann auch getan. Und es noch nicht einmal bereut. Standen früher die „WOW-Effekte“ der lauten Event-Branche im Fokus, so sind es heute die fast lautlosen „Aha-Momente“ meiner Teilnehmer. Über die freue ich mich aber mehr denn je. 

Ausgewählte Hotels in faszinierender Natur zeichnen das Erlebnisfasten aus

FB: Wo bietest Du Dein Fastenkonzept aktuell an? 

Für das „Erlebnisfasten“ kooperiere ich mit ausgesuchten Hotels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – umgeben von schönster Natur. Interessenten werfen am besten einen Blick auf den Kalender meiner Website oder rufen mich einfach an (Infos siehe unten).

FB: Wie führst Du Leute an das Thema, die sich bislang mit Fasten überhaupt noch nicht auseinandergesetzt haben? 

Auf meiner Website informiere ich über grundlegende Fasten-Themen und bin bei Fragen auch sehr gern persönlich erreichbar. Rund um das Fasten kursieren ja einige hartnäckige Mythen, mit denen man erstmal aufräumen muss. Meine Erlebnisfasten-Woche starte ich daher stets mit einer kurzen Einführung, die je nach Fastenerfahrung der Gruppe mal mehr, mal weniger ins Detail geht. Anhand der aufkommenden Fragen stellt sich meist schnell heraus, wer als Fasten-Anfänger noch Unterstützung gebrauchen kann. Die biete ich dann ganz individuell jedem Teilnehmer im Rahmen des Aufenthalts – und nach Bedarf auch darüber hinaus. 

FB: Was rätst Du Leuten, die erstmalig ein Fasten bei Dir buchen wollen. Muss man gewisse Vorbereitungen treffen? 

Die Vorbereitung auf ein gesundes Fasten – und gerade auch der Wiedereinstieg in den Alltag danach – ist sehr wichtig. Insbesondere für den Körper. Meine Teilnehmer erhalten daher sowohl vor Ihrer Ankunft als auch am Ende des Erlebnisfastens einige Hinweise wie sie sich mit ihrer Ernährung optimal auf das Fasten vorbereiten können. Zum Beispiel sollte man zwei Tage vor dem Fasten-Start auf eiweißreiche Nahrung verzichten. Auch für die Zeit im Anschluss an das Fasten erhalten sie konkrete Tipps. Wie sie beispielsweise den gefürchteten Jo-Jo-Effekt verhindern können und die positiven Aspekte des Fastens möglichst langfristig in ihren Alltag mitnehmen können.  

Ganzheitliches Fastenerlebnis für alle Teilnehmer

FB: Was genau bietest Du Deinen Teilnehmern mit  dem „Erlebnisfasten“? 

Fasten betrifft nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Seele – also unsere Gedanken und Empfindungen. Mein Konzept kombiniert daher drei Bausteine, die alle drei Ebenen gezielt ansprechen und sich in ihrer Wirkung sogar wechselseitig verstärken: Fasten nach Buchinger, tägliche Bewegung in Form von Wanderungen und Yoga sowie ein integriertes Achtsamkeits-Training. Meine Teilnehmer erhalten somit ein ganzheitliches Fastenerlebnis, dessen Wirkung bis weit über die gemeinsame Erlebnisfasten-Woche selbst wirkt.

FB: Welche Zielgruppen sprichst Du an, wer nimmt teil? 

Fasten kann – die gesundheitliche Eignung vorausgesetzt – prinzipiell jeder erwachsene Mensch. Meine Gruppen sind daher oft recht bunt gemischt. Das empfinden nicht nur meine Teilnehmer als Bereicherung, sondern hält auch meine Arbeit abwechslungsreich und verleiht ihr immer wieder neue Impulse. 

FB: Wie gestaltet sich das Erlebnisfasten mit ganzen Familien?

Erlebnisfasten in der Natur

Beim Erlebnisfasten

Beim Familienfasten bekommt jedes Familienmitglied das, was es braucht: Während die Eltern auf den Fastenwanderungen mal wieder Zeit für sich allein haben und sich ganz auf sich selbst konzentrieren können, erwartet die Kleinen von morgens bis nachmittags ein Erlebnis-Programm mit bester Versorgung und Betreuung. Am Nachmittag bietet sich dann noch ausreichend Zeit für gemeinsame Unternehmungen. 

Erlebnisfasten das ganze Jahr über

FB: Was steht aktuell bei Dir auf dem Programm? 

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das nächste Familienfasten im Elldus Resort in Oberwiesenthal und ich freue mich auf alle großen und kleinen Teilnehmer. Da ich meine Erlebnisfasten-Wochen aber das ganze Jahr über anbiete, arbeite ich mit meinen Partnern derzeit an einem weiteren, passenden Erlebnisfasten-Konzept: das Städtefasten. Mehr Informationen hierzu gibt es bald auf meiner Website.

FB: Da Du beruflich oft unterwegs bist: was machst Du in Deiner Freizeit, gibt es Hobbys?   

Da ich in der glücklichen Lage bin, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben, fehlt mir in meiner freien Zeit nicht viel. Auch außerhalb meiner Erlebnisfasten-Wochen bin ich gern mit meinem Hund Emil unterwegs, treffe mich mit Freunden oder besuche ein schönes Konzert. Da der Themen-Komplex Ernährung – Gesundheit – Achtsamkeit immer in Bewegung ist und es ständig neue Studien oder Erkenntnisse gibt, liegt meist auch ein aktuelles Fachbuch auf meinem Tisch. 

Aktuelle Termine: Erlebnisfasten in Oberwiesenthal oder in Bad Grund (Harz). 

Mehr zu Kirsten Jahns und ihrem Konzept finden Sie hier.

Bildnachweis: Kirsten Jahns

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Kind mit Spielzeugauto

Wenn Kinder sich einer Operation unterziehen müssen, ist das oft für alle Beteiligten eine unangenehme Situation. Für die Kleinen ganz besonders und für die Eltern sowieso. Für diese Situation ist jetzt einem Krankenhaus in den USA die Top-Idee schlechthin gekommen! Nämlich die Idee der Anschaffung von Mini-Autos für die kleinen Patienten.

Das „Doctors Medical Center“ in Kalifornien hat diese kleinen Gefährte angeschafft, um Kinder, denen eine Operation bevorsteht, zu beruhigen. Und natürlich, um sie abzulenken. Die Kids steigen in das Auto (einen Mercedes und einen Beetle in der Mini-Ausgabe) ein und rollen direkt in den Operationssaal. Durch diese Abwechslung konzentrieren sie sich mehr auf den Fahrspaß, als auf ihre Angst und darum geht es ja schlussendlich.

Laut einer Op-Schwester geht der Plan auf, wie gegenüber der Redaktion „CBS News“ zu vernehmen war. Meist verschwindet die Angst der kleinen Patienten dann von ganz allein und im Endeffekt nützt es auch den Eltern was. Denen dürfte nämlich der größte Stein vom Herzen fallen, wenn ihre kleinen Lieblinge so von einem operativen Eingriff, der Ihnen bevor steht, abgelenkt sind.

Wer sich ausschauen möchte, wie die Mini-Autos im Original ausschauen, der klicke hier.

Recherche-Nachweis: Ostsee-Zeitung.de

Bildnachweis: (Symbolbild): pixabay.com

 

Laborantin

An Krebs zu erkranken ist eine Horrorvorstellung für jeden Menschen. Vor allem Frauen, die familiär vorbelastet sind, reagieren oft panisch auf den Gedanken, dass sie selbst von dieser tückischen Krankheit heimgesucht werden. Allerdings nehmen die meisten Frauen eine Krebsvorsorge sehr ernst.

Doch das hiesige Gesundheitssystem ist oft leider so gar nicht auf der Seite der Patientinnen. Das beweist ein aktueller Artikel aus dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, Ausgabe11 / 2019. Dort kommt die Ärztin und Chemikerin Elke Holinski-Feder zu Wort, die in Münschen das Medinzisch-Genetische Zentrum leitet. Sie hat beunruhigende Nachrichten.

Krebsvorsorge – wer die Krankheit in der Familie hat, will Früherkennung

Auf die Frage, welche Menschen denn zu ihr kommen, antwortet sie, dass es unter anderem Menschen sind, in deren Familien viele Krebserkrankungen auftraten und die das eigene Risiko abgeklärt haben wollen.

Wird hier beispielsweise ein genetisch erhöhtes Risiko für Tumoren entdeckt, dann empfiehlt das Team um Dr. Holinski-Feder natürlich eine intensivierte Früherkennung.

Die Ärztin sagt dazu:

„Wenn wir genetisch erhöhtes Risiko für Tumoren entdecken, empfehlen wir natürlich eine intensivierte Früherkennung. Patientinnen mit dem Li-Fraumeni-Syndrom etwa haben ein Risiko von 80 Prozent für Brustkrebs und 20 Prozent für Darmkrebs. Da weiß man, dass man ab dem jungen Erwachsenenalter einmal im Jahr ein Ganzkörper-MRT machen sollte. Die Krankenkassen zahlen das aber nicht, weil bei dieser Krankheit zu geringe Fallzahlen vorliegen, um nachweisen zu können, dass diese Untersuchung sinnvoll ist. Und die genetische Veranlagung selbst wird nicht als Krankheit eingestuft. Die Patienten werden allenfalls an ein Zentrum für seltene Erkrankungen verwiesen“

Überweisung an solche Zentren reicht lange nicht aus!

Klingt gar nicht gut! Vor allem vor dem Hintergrund der Aussage der Expertin Holinski-Feder, dass die Überweisung an solche Zentren nicht ausreicht und die zumeist sowieso auf Kinder spezialisiert sind.

Sie sagt dazu:

„Eine erwachsene Patientin mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko kann ich nicht in eine Kinderklinik schicken. Es ist den Betroffenen wirklich schwer zu vermitteln, warum wir als Gesellschaft beschlossen haben, zum Beispiel die Behandlung von Bluthochdruck zu bezahlen, weil das ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, die Kosten aber für die Kontrolle bei einem nachgewiesenen genetischen Tumorrisiko nicht übernehmen wollen.“

Die Ärztin weist außerdem darauf hin, dass eine solch wichtige Früherkennung in anderen Ländern durchaus von den Kassen bezahlt wird. So zum Beispiel in Polen oder Frankreich.

Am Ende – so ist von der Expertin im SPIEGEL-Interview zu erfahren – läuft es darauf hinaus, dass der betroffene Patient eine solche Leistung selbst bezahlen muss.

Eine adäquate Gesundheitsvorsorge geht deshalb auch anders…!

Recherche-Nachweis:

DER SPIEGEL, Ausgabe 11 / 2019

Bildnachweis: pixabay.com

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Erdbeeren und ein Teelöffel Zucker

Jeder weiß, Zucker ist ungesund. Also verzichtet man mal am Zucker im Kaffee oder Tee, man trinkt keine Cola mehr. Trotzdem nehmen wir weiterhin Zucker zu uns. Denn:
 auch die Industrie weiß, dass der Verbraucher darauf achtet, weniger Zucker zu sich zunehmen. 
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für einen Erwachsenen über den ganzen Tag verteilt, 25 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Das sind mal umgerechnet auf Würfelzucker 8 Stück, denn ein Würfelzucker hat ca. 3g Zucker.

Damit es schmeckt, wird an Zucker nicht gespart

Mit Lebensmitteln, die industriell hergestellt wurden, ist das kaum zu schaffen. Sollen diese Lebensmittel auch noch schmecken, muss da reichlich Zucker rein. Wie wir im ersten Teil gelesen haben, werden die Zutaten nach der Menge geordnet aufgeführt. Wenn nun auf der Zutatenliste Zucker an erster oder zweiter Stelle steht, dann werden die Verbraucher aufmerksam und entscheiden sich dagegen. 
Doch gibt es leider jede Menge Tricks, wie man Zucker im Lebensmittel verstecken kann. Manchmal ist Zucker doch scheinbar „notwendig“, je nach Rezeptur, damit man den Geschmack verbessern kann oder die Eigenschaft. Für den Verbraucher eine Zuckerfalle, die er schwer erkennen kann.

Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat Lebensmittel getestet. Da ist zum Beispiel ein Müsliriegel, der mit 30% weniger Fett wirbt. Er hat einen Fettgehalt, der reduziert ist. ABER:
 Es sind neun süßende Zutaten in dem Riegel enthalten. Damit ist der Gesamtzucker- und Kaloriengehalt genau so hoch, wie bei einem „normalen“ Müsliriegel. In dem Riegel sind 35 Stück Würfelzucker enthalten bei 500g. Wahnsinn. Der empfohlene Zuckerwert pro Tag fast das Fünffache drüber.

Hersteller tricksen beim Thema versteckter Zucker

Wenn nun der Hersteller ehrlich wäre, dann müsste er 105g Zucker auf 500g auf dem Müsliriegel angeben. Würde er es tun, stünde Zucker in der Zutatenliste ganz oben. Mal ehrlich, würden sie den dann kaufen? 
Daher nimmt er von allen süßen Zutaten immer nur ein bisschen. Damit stehen die Zutaten ganz hinten und der Verbraucher wird so getäuscht. 

Eine weitere Falle sind die fehlenden %-Angaben. Nehmen wir mal die Milchschnitte. Die kennt jeder, man sieht sie auch täglich in der Werbung. Abgesehen davon ist sie von Ferrero, die gehören zu Nestlé, und allein deswegen würde ich sie nicht kaufen.

Auf der Zutatenliste steht nun 40% Milch. Da ist eine Prozentangabe. Es folgen andere Zutaten ohne Prozente, wie Palmöl, Zucker, Weizenmehl, Magermilchpulver. Dann gibt es den Honig mit einer 5%-Angabe. Dem Kunden wird so suggeriert, die Milchschnitte besteht aus Milch und Honig. Also gesund. Jedoch sind in einer Milchschnitte 3 Stück Würfelzucker enthalten. Klingt wenig, ist aber trotzdem eine Zuckerfalle.

Eine weitere Methode ist, man versteckt den Zucker in der Fruchtsüße. Auf der Verpackung steht „natürliche Fruchtsüße“. Nur ist in den industriell hergestellten Lebensmitteln selten noch was natürlich. Für die angeblich gesunde „Fruchtsüße“ wurden auf keinen Fall Früchte verarbeitet. Meist ist es ein hochkonzentriertes, getrocknetes Pulver, dessen einziger Zweck es ist, zuckersüß zu sein. Ein Mischmasch aus Glucose und Fructose, dem man den normalen Haushaltszucker psychologisch „gleichsetzen“ kann. 
Und schon sind wir bei dem letzten Punkt angelangt. Man kann Zucker in so viele Worte kleiden, dass der Verbraucher den Zucker gar nicht erkennt. Bei Sirup weiß jeder sofort, das ist Zucker. Somit wird man auf der Zutatenliste niemals Ahornsirup finden.

Woran erkenne ich den Zucker in Lebensmitteln?

Stellen wir uns die Frage, woran kann ich Zucker erkennen? 
Da wären alle Dinge auf einer Zutatenliste, die mit -ose enden. Z.b. Glukose, Dextrose, Fructose, usw. Desweiteren sind die Dextrine zu nennen, wie Maltodextrin oder Weizendextrin. Malze sind versteckter Zucker, wie Maltose (endetet auch mit -ose) oder Malzextrakt, Gerstenmalz. Milchzucker oder Süßmolkepulver ist ebenfalls versteckter Zucker, genau wie Traubensüße. 
Auch bei dem Versprechen aus der Werbung, wie „weniger süß“, ist Vorsicht geboten. Die „Fruchtzwerge weniger süß“ enthalten trotzdem noch 10,6g Zucker auf 100g oder „Cappuccino ohne Zuckerersatz“ hat aber auf 100g noch 46,6g Zucker. Das ist fast die Hälfte nur Zucker!

Noch ein Trick ist, die Zuckermenge gering reden. Manchmal kann man auf Verpackungen lesen, wie viel Prozent des Packungsinhalts den Tagesbedarf deckt. Mal ein Beispiel:
Auf einer Packung von Kellogg steht, dass 30g den Tagesbedarf decken. Wenn man nun 30g in eine Schüssel gibt, ist das wenig. So „viel“ isst kein Kind in Deutschland. Nehmen wir mal 50g als Portion und gehen wir von 37g Zucker in 100g Kellogg an, dann sind das schon 18,5g Zucker, also 6 Würfelzucker. Und das ohne die Milch mit gerechnet.

Nicht auf die Werbung hereinfallen!

Es lohnt sich, auf die Zutatenliste zu schauen und der Werbung keinen Glauben zu schenken. „Activia“ von Danone verspricht mit „avtiv“ und Cerealien gesund zu sein. Cerealien ist ein Reklamewort für Getreide. Nach Joghurt ist die zweite Zutat auf der Liste schon Zucker aus Joghurt und Apfel. Am Ende sind es 5,5 Würfelzucker in einem Becher. Die Cerealien sind nur sehr gering enthalten. 0,6% Weizen, 0,4% Gerste, 0,3% Hafer und 0,2% Weizenkleie. Meine Alternative dazu wäre eine Scheibe Vollkorn.

Ein fertiger Krautsalat aus der Frischetheke, das klingt doch gesund, oder? Gemüse mit einem leichten Dressing… Falsch! Es sind zum Beispiel in dem 400g Krautsalat von Nadler 17 Würfelzucker drin. Wenn ich mir einen Krautsalat mache, denke ich doch nicht daran, auch nur einen Zuckerwürfel dran zu machen, oder?

Mein Fazit: Beachten Sie die Zutatenliste auf der Verpackung, glauben Sie nicht der Werbung und machen Sie soviel wie möglich selber. „Industriel hergestellte Lebensmittel“ sind keine Lebensmitte, sondern Geldmittel.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Karsten Stockhecker

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Was waren das für Jubelmeldungen vor einigen Wochen! Medial wurde von verschiedenen Redaktionen überschwenglich über einen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs berichtet. Er wurde am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt und schon als eine Art „Durchbruch“ beschrieben. Das war und ist er allerdings keinesfalls, wie sich nun herausstellt.

Im Nachrichtenmagazin SPIEGEL, in der Ausgabe 09/2019, kommt eine Wissenschaftlerin zu Wort, die die Dinge ganz anders darlegt. Und zwar Ingrid Mühlhausen. Die 65jährige Hamburger Gesundheitswissenschaftlerin antwortet in dem Magazin auf die Frage, was von dem als „Meilenstein“ bezeichneten Bluttest zu halten ist, wie folgt:

„(…)Es wird so überschwenglich über diesen Test berichtet, als wäre er der Durchbruch; doch in Wahrheit befindet er sich noch in einer sehr frühen Phase der Erprobung. Die Studie, in der der Test untersucht wird, ist noch nicht einmal abgeschlossen. Und ich konnte auch sonst keine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesem Bluttest finden. Das ist sehr ärgerlich, denn so gibt es keinerlei Möglichkeit, den Wahrheitsgehalt der Jubelmeldungen zu überprüfen.“

Bluttest klingt noch nicht mal vielversprechend….!

Gefragt danach, ob denn die Meldungen zu dem Bluttest aber nicht irgendwo auch vielversprechend klingen, sagt Frau Mühlhauser:

„Nein. Grundsätzlich wäre es ja sehr zu begrüßen, wenn ein neues Testverfahren zur Früherkennung von Brustkrebs zur Verfügung stünde. Aber ein solcher Test müsste natürlich besser sein als die bisherigen Methoden, also vor allem besser sein als die herkömmliche Mammografie. Bei Frauen über 50 Jahren, die viel häufiger als jüngere Frauen Brustkrebs bekommen, scheint die Sensivität der neuen Bluttests (…) aber nur bei 60 Prozent zu liegen. Das wäre sehr viel schlechter als bei der Mammografie.“

Mit „Sensivität“ ist übrigens die Zuverlässigkeit, mit der Brustkrebs durch den besagten Test erkannt werden kann, gemeint. Da scheint es mit dem neuen, so hoch gejubelten, Bluttest, leider nicht sehr weit her zu sein…!

Werden einige Frauen mit falschen Ergebnissen unnötig in Angst versetzt?

Das bestätigt auch die Aussage von Ingrid Mühlhausen, im Zusammenhang mit der Zulassung des besagten Bluttests, Zitat:

„(…)ich habe die große Sorge, dass der neue Bluttest nach der Marktzulassung jungen Frauen vom Arzt als sogenannte Igel-Leistung angeboten wird, für die sie selbst bezahlen müssen. Ich befürchte, dass möglicherweise viele Frauen diesen Test machen werden, obwohl eine ganz wichtige Frage den bislang mitgeteilten Ergebnissen zufolge noch völlig offen ist: Wie oft hat dieser Test ein falsch positives Ergebnis – wie oft zeigt er also Krebs an, obwohl gar kein Krebs da ist? Wenn das häufiger vorkäme, müssten viele Frauen überflüssige Untersuchungen über sich ergehen lassen – und hätten unnötig Angst“.

Also – hier scheint doch das Gebot der Stunde, mit einem gesunden Misstrauen auf diese Neuerung zu blicken! Und in diesen Tagen und Wochen zu verfolgen, was es Neues zu diesem Bluttest gibt. Denn immerhin scheint es Nachbesserungsbedarf zu geben – und das dringend. So oder so muss allerdings auch anerkannt werden, dass es gut ist, dass Forscher sich einem solchen Test widmen, denn er ist überfällig!

Fortschritt des Bluttests zu verfolgen macht Sinn

Und dass die Perfektion nicht von heute auf morgen gelingen kann, ist auch klar.

Ebenso, wie Klarheit darüber herrschen dürfte, dass nur ein wirklich ausgereiftes Produkt auf den Markt kommen darf. Deshalb ist interessierten – und vor allem familiär vorbelasteten – Frauen unbedingt angeraten, die Fortschritte bzw. den weiteren Verlauf der Entwicklung dieses Bluttests stetig zu verfolgen!

Bildnachweis: pexels.com

Recherche Inhalt: SPIEGEL, Ausgabe 9, 2019

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Essen für bessere Schulergebnisse? Kulinarisches genießen, um mehr Leistung und Konzentration im Beruf zu erlangen? Mit adäquater Ernährung schon jetzt Krankheiten wie Alzheimer und Demenz aktiv entgegenwirken?

All das ist ein Thema, wenn am Sonntag, den 7. April 2019 das Hamburger Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg unter dem Motto ‚Brainfood – Iss Dich schlau & fit‘ zum Gesundheitstag einlädt.

Ab 13.00 Uhr erfahren Besucher des Zentrums, welche Lebensmittel gut für uns sind und wie diese unser Gehirn beeinflussen.

Beliebter TV- und Internet-Arzt Dr. Johannes Wimmer zu Gast

Der beliebte TV- und Internet-Arzt Dr. Johannes Wimmer (im Bild) ist an diesem Tag bis 18.00 Uhr der Stargast dieser Veranstaltung. Hintergrund des Aktionstages sind neue Studien, die belegen, dass wir sehr wohl etwas tun können, um unser Gedächtnis und unsere geistige Fitness zu schützen. Wie genau man hier vorgehen kann, wird Doktor Wimmer in einem Vortrag professionell und unterhaltsam erläutern.

Im Gepäck hat er die interessantesten, neuesten Food Facts für`s Genießen mit Köpfchen.

Bekannt ist der praktizierende Arzt durch seine Videos auf Facebook und Youtube, wo er – ohne medizinisches Fachchinesisch – Tipps und Neuigkeiten im Zusammenhang mit Gesundheitsthemen veröffentlicht. Zudem ist er vor allem im Norden der Republik sehr bekannt, da er in dieser Region eigene Sendungen, wie „Dr. Wimmer. Wissen ist die beste Medizin‘ oder „Dr. Wimmer auf Hausbesuch‘ hat.

Einkäufe vom Experten persönlich überprüfen lassen

Kundinnen und Kunden erhalten am Gesundheitstag im Alstertal-Einkaufszentrum außerdem ein tolles Goodie und können am 7. April 2019 ihre Einkäufe von Dr. Wimmer persönlich überprüfen lassen. Möglich macht das die einmalige Aktion „Check your Bag“. Konkret und individuell zeigt der Experte Interessierten auf, wo eventuell noch kleine Ergänzungen oder Änderungen zu einem besseren Lebensstil in Sachen kluger Ernährung getätigt werden können. Besucher, die ihre Einkaufstaschen öffnen, erhalten somit einfach umsetzbare Empfehlungen für den Alltag oder den nächsten Einkauf.

Und Fans, denen einfach nur an einem Selfie, Autogramm oder signierten Buch von Dr. Johannes Wimmer liegt, erhalten in Norddeutschlands größter Shoppingmall ebenfalls die Chance dazu.

Datum und Uhrzeit:

Sonntag, 7. April 2019, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Location: Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg 

Bildnachweis: Copyright: MedServation GmbH

Quelle:

SOCIETY RELATIONS & Communications
Press Work + Public Relations + VIP Guestmanagement + Events Relations und Communications, Hamburg

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