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Fällt Ihnen das auch manchmal auf? Im Freundes-, Bekannten-, oder Kollegenkreis lässt sich ein Paar scheiden, das gerade erst den gemeinsamen Hausbau gestemmt hat. Oder sie hören von einem Pärchen in Ihrem Umfeld, das gar nur wenige Monate, nachdem gemeinsamer Nachwuchs da ist, die Scheidung einreicht.

Bestimmt sind Ihnen solche Fälle auch schon zu Ohren gekommen und bestimmt haben Sie innerlich mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, wie das denn sein kann, dass nun ausgerechnet in der jeweiligen Situation an Scheidung gedacht wird?

Dazu ist mir jetzt ein Artikel untergekommen, der zwar schon vor einiger Zeit in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, aber nichts an Aktualität verloren hat. Vor allem, wenn ich mir so mein eigenes persönliches Umfeld anschaue, in dem sich auch viele Paare scheiden lassen.

Anwältin für Scheidung hat Überblick über Gründe der Trennung

In dem erwähnten Artikel kommt – im Rahmen eines Interviews – eine Scheidungsanwältin zu Wort, die ganz klar und ohne Umschweife, die häufigsten Gründe für eine Trennung benennt.

So sagt Helene Klar – so der Name der Anwältin – beispielsweise klipp und klar, dass nach ihren Erfahrungen her das zweite Kind ein ganz häufiger Trennungsgrund ist.

Zitat:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. Sicher, selbst Leute, die zehn Jahre verheiratet sind, kriegen das erste Kind, und schwupp, geht die Ehe den Bach runter. Aber selbst wenn man die erste Krise überstanden hat, kommt mit dem zweiten Kind die größere Krise.“

Dass der Nachwuchs relativ häufig ein Grund für die Trennung ist, ist mir – wie oben bereits geschrieben – ja auch in meinem Umfeld schon aufgefallen. Dass häufig mit dem zweiten Kind die große Krise kommt, war mir allerdings neu.

Bei vielen Paaren folgt auf Nachwuchs die Scheidung

Aber interessant sind hierzu auch die weiteren Ausführungen der Scheidungsanwältin – lesen Sie mal:

„Kein Sex am Nachmittag. Kein ungestörtes Essen mehr. Keine Gespräche mehr über Literatur und Theater. Ich habe ja selbst zwei Kinder. Das erste Kind war schwierig und anstrengend. Wenn Besuch kam, hat einer von uns das brüllende Kind herumgetragen, der andere hat die Gäste charmant unterhalten. Als wir zwei Kinder hatten, ist jeder in einem Zimmer verschwunden, und die Gäste haben nicht mehr gewusst, warum sie da sind.“

Nun – das werden wohl alle kennen, die Eltern sind: sind die Kinder (oder das Kind) erst einmal da, treten andere Dinge in den Hintergrund und viele eigene Interessen müssen hintenanstehen oder extrem eingekürzt werden.

Klar, dass man da auch als Paar nach dem Motto „Augen zu und durch“ verfahren und sich nicht an kleinen und großen Unwägbarkeiten aufreiben sollte. Doch freilich ist das meist leichter gesagt als getan, denn der Alltag, den die meisten Paare leben, fordert nun mal alles. Vor allem dann, wenn auch die Frau in Teilzeit oder Vollzeit arbeitet.

Überhaupt die Arbeit! Für Scheidungsanwältin Helene Klaar ist die einer der häufigsten Gründe für eine Scheidung.

Sie sagt:

„Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.“

Und weiter führt sie aus:

„Man ist am Abend müde und geschafft, kocht das Nötigste und lässt die Unordnung Unordnung sein. Wer das nicht aushält, sondern aufräumt und bügelt, ist danach zu müde für Sex. Das ist, als würde man versuchen, einen Tisch mit einem zu kleinen Tischtuch zu bedecken. Irgendwo ist immer eine nackerte Stelle. Also kommt die Frau drauf, der Mann ist schuld, denn er ist zu wenig da und macht nix. Das stimmt ja meistens. Und der Mann findet, die Frau ist nicht mehr für ihn da, sondern kümmert sich nur um die Kinder.“

Mit diesen Worten spricht die Scheidungsanwältin etwas ganz Wichtiges an – nämlich das permanente Aufreiben im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn der Preis dafür, dass Männer und/oder Frauen, ein gutes Gehalt nach Hause bringen, ist hoch – geht doch diese Situation meist zulasten des Haushalts oder/und der gemeinsamen Zeit mit den Kindern.

Arbeit, Haushalt, Kinder – oft zermürben die Verpflichtungen im Alltag

Es stimmt schon: wer stundenlang im Betrieb, im Geschäft oder im Büro gearbeitet oder sich in selbständiger Tätigkeit seinen Kunden gewidmet hat, ist nach Feierabend in der Tat oft kaputt. Aber genau dann fordern Nachwuchs und der mehr oder weniger lästige Haushalt ihren Tribut.

Gut – viele Paare, die sehr gut verdienen, federn zumindest das lästige Problem mit dem Saubermachen ab, indem sie häufig eine Putzfrau engagieren.

Aber trotzdem: diese Lösung zaubert noch lange nicht mehr Zeit für die Kinder und überhaupt die ganze Familie her, das steht natürlich auch fest!

Treten dann noch Partnerschaftsprobleme auf und zerreibt sich ein Paar zwischen Kinder, Haushalt, Job und weiteren lästigen Aufgaben und Verpflichtungen, die der Alltag nun mal so mit sich bringt, ist nicht selten einer der beiden empfänglich für eine andere Person, für einen Flirt, ein Anbändeln oder gar eine Affäre.

Ist das schon schlimm genug, wenn es innerhalb einer Partnerschaft mit Kind und Kegel passiert, wird es meistens noch schlimmer, wenn der Mann oder die Frau sich gefühlsmäßig komplett einer neuen Person zuwendet und beziehungstechnisch etwas Ernstes anfängt.

Scheidung wegen neuem Partner – und häufig diesselbe Alltagssituation

Schlimmer auch deshalb, weil viele dieser Leute, die sich – ganz gleich, ob langsam oder Hals über Kopf – beziehungsmäßig und erotisch jemand anderem zuwenden, häufig der Ansicht sind, dass sich ihr Leben mit diesem Menschen verbessert. Ein Trugschluss, wie sich so oft herausstellt!

Denn: egal, wie aufregend ein Flirt oder auch eine Affäre für den Moment ist, der Alltag macht auch um Turteltauben keinen Bogen. Soll heißen: trennen sich Paare oder reichen die Scheidung ein, weil es eine andere oder einen anderen in ihrem Leben gibt, ist die Vision vom neuen, aufregenden Leben meist nichts anderes als eine Illusion.

Denn wenn der Flirt- oder Affären-Partner irgendwann zu einem festen Bestandteil des eigenen Alltags wird, zeigt sich, dass die Illusion vom „Superpartner“ oder vom „Traumpartner“ lediglich eine Projektionsfläche war. Klar – es kann schon jemand DER Traumpartner oder DIE Traumpartnerin sein – keine Frage, aber eben keine ÜBER-Person in einem stressigen Alltag, zu dem dann vielleicht auch wieder Kinder gehören.

Leider ist es aber eine Tatsache, dass viele gebundene Menschen, die innerhalb ihres Alltags sowohl Partnerschaft als auch Kinder und lästige „Rundum-Verpflichtungen“ stemmen müssen und irgendwie in eine affären-artige Situation geschlittert sind, oft denken, dass das Leben mit dieser neuen Person auf jeden Fall angenehmer ist.

Wahrscheinlich ist diese Einstellung bei vielen Männern und Frauen, die die Scheidung einreichen, weil eine neue Person im Spiel ist, vorhanden.

Nicht umsonst gibt es ja auch das alte Sprichwort von den Kirschen in Nachbars Garten!

Und auch die Fachanwältin für Scheidung, Helene Klaar, benennt diese Tatsache in dem Interview ganz konkret – sie sagt:

„(…)Dann sind beide der Meinung, mit einem anderen Partner ginge es besser. In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche.“

Wahre Worte!

Würden sich mehrere Menschen darauf besinnen und nicht immer gleich an Scheidung denken, wäre die Welt wohl eine bessere. Das soll keinesfalls heißen, dass nicht auch manchmal wirklich nur noch die Scheidung in Frage kommt – ganz und gar nicht!

Aber es ist leider ein Fakt, dass viele Paare (mit Kindern) sich eben auch wegen falscher Illusionen („Das Leben mit der/dem Neuen wird besser“)  trennen.

Anwältin benennt häufige Gründe für Scheidung bei älteren Paaren

Auch nicht ohne sind die Gründe, die oft vorliegen, wenn ältere Paare die Scheidung realisieren. Hier ist es interessant zu erfahren, was die Fachfrau dazu sagt, wenn sich Männer und Frauen trennen, die zuvor dreißig Jahre zusammen waren, nämlich:

„Manchmal verändern sich auch die Männer sehr, wenn sie zu Hause sitzen und sich nicht mehr an ihren Lehrlingen oder im Büro abreagieren können. Dann kriegen die Frauen das ab, was vorher die Kollegen abgekriegt haben. Oder die Männer sind mit ihren Frauen plötzlich unzufrieden, weil sie ganz andere Lebensgewohnheiten und Interessen entwickelt haben, während sie neben ihnen herlebten.“

Das kommt sicher mancher Frau bekannt vor…!

Falls sich jetzt vielleicht jemand daran stößt, dass die Anwältin eher die Frauen als die Leidtragenden darstellt, nun – auch hier hat Frau Klaar ihre Erfahrungen. Sie sagt in diesem Zusammenhang:

„(…)Ich kann Ihnen tausend Beispiele nennen. Die Frau, die gekocht und geputzt und die Kinder betreut und gearbeitet und gespart und sich gefreut hat auf die Zeit, in der sie zusammen die Rente genießen, die dann erfährt, dass er sich in eine andere, jüngere verliebt hat. Eine meiner Klientinnen, die einen guten Job hatte und einen Mann im Rentenalter, schied zum frühestmöglichen Zeitpunkt aus ihrer Firma aus. Ihr Mann hatte sich gewünscht, dass sie auch in Rente geht, wenn er geht. Nachher stellte sich heraus, dass er schon eine andere hatte, als sie kündigte. Er wusste, dass er bei nächster Gelegenheit weg sein würde. Wenn er ihr das gesagt hätte, hätte sie noch fünf Jahre arbeiten können und ihr Aktivgehalt gehabt. Plus: eine höhere Rente. Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.“

Und wo schon der schnöde Mammon zur Sprache kommt, darf natürlich der Hinweis auf den Ehevertrag nicht fehlen, ist er doch bei so mancher Scheidung DER Knackpunkt überhaupt.

Warnung vor Ehevertrag

Leider ist es eine Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die Frauen bei einer Scheidung oft den Kürzeren ziehen, zumindest hat Anwältin Klaar das mehr als genug erlebt.

Auf die Frage, ob sie zu Eheverträgen rät, sagt sie folgendes:

„Nein. Denn die schließt man, bevor man heiratet. Der schlechteste Zeitpunkt. Gerade ausgebildete junge Frauen, die ein gutes Einkommen haben, können sich nicht vorstellen, dass sie jemals in ein Abhängigkeitsverhältnis von ihrem Mann geraten, wie ihre Mütter oder ihre Großmütter. Die unterschreiben stolz, dass sie auf Unterhalt verzichten, denn wenn der Mann sie nicht mehr will, möchten sie nicht von seinem Geld leben und finden es unappetitlich, die Hälfte seines Sparvermögens zu beanspruchen. Nur: Wenn die Frau Kinder kriegt und nicht arbeiten geht, hat sie nichts Erspartes. Und wenn er kontrolliert, was sie kauft, wenn er ihr die Strumpfhosen und den Lippenstift verbietet, merkt sie, was sie da unterzeichnet hat. Die meisten Eheverträge werden auf Wunsch des gut verdienenden Mannes geschlossen und sind Verzichtserklärungen von Frauen.“

Klingt logisch – oder?

Und auch in Sachen Romantik hat die Spezialistin der Scheidung ihre ganz eigene Sichtweise. Eine, bei der ihr das Gesetz Recht gibt, nämlich die:

„Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort. Es ist keine Voraussetzung, dass Menschen sich in Liebe verbinden müssen.“

Das ist wohl wahr! Zusammenleben kann man auch ohne Trauschein und das nicht schlecht. Dennoch aber erlebt die Institution Ehe gerade in diesen Zeiten offenbar ein Revival, denn geheiratet wird schon sehr viel. Siehe auch hier – unser Special zu diesem Thema.

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ – Sprichwort trifft zu

Und wer mit wem am besten kann – Stichwort „Gleich und gleich gesellt sich gern“, nun – auch da hat Anwältin Helene Klaas ihre Erfahrungswerte, Zitat:

„Nach dem Gesetz der Trägheit kann man sich nicht das ganze Leben verstellen und mitmachen, was der andere macht, wenn man das eigentlich gar nicht gut findet. Partylöwe–Mauerblümchen, das wirkt zeitweise sehr attraktiv, aber man muss hart dran arbeiten, dass es gut geht. Die Menschen sind hormongesteuert und blicken in Richtung Fortpflanzung. Da gefallen ihnen Dinge am anderen Geschlecht, die ihnen nicht mehr gefallen, wenn die Fortpflanzung abgeschlossen ist.“

Alles in allem ein überaus interessantes Interview, das Sie hier im Original finden. Es ist am 15. Februar 2016 in der Online-Ausgabe von Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Klicken Sie mal rein, vor allem dann, wenn Sie sich vielleicht aktuell mit dem Gedanken einer Scheidung tragen – vielleicht bekommen Sie hier ja noch einige Inputs….!

Bildnachweis: pixabay.com

Teil 2Teil 1 siehe hier. Liebeskummer – dieser ätzend-brennende Schmerz, auf den jeder verzichten kann, teilt sich bekanntlich in mehrere Phasen. In unserem ersten Teil des Ratgebers „Liebeskummer besiegen“ haben wir die erste Phase beleuchtet (den Schock und den wahnsinnigen Schmerz) und Betroffenen dazu verschiedene Tipps zusammengestellt – siehe Link oben.

Nun soll es weitergehen mit der zweiten Phase, die von Experten oftmals als „Realisierung“ oder „Akzeptanz“ bezeichnet wird. Das heißt, dass der oder die von Liebeskummer Geplagte langsam aber sicher realisiert, dass er oder sie tatsächlich verlassen wurde.

Zweite Phase Liebeskummer: Realisierung Trennung, doch Schmerz riesig

Nimmt man die Welt nach einer – von sich aus nicht gewollten – Trennung in der ersten Phase als eine Art Schockzustand und damit wie in Trance wahr, lichtet sich der emotionale Nebel sehr bald und man begreift, dass man nun wirklich wieder alleine ist.

Diese Phase ist wohl nicht weniger schmerzhaft als die erste – sie gestaltet sich aber anders.

Während man kurz nach dem Verlassenwerden wie ein „falscher Fuffziger“ durch den Alltag geht und in seiner Selbstwahrnehmung gar nicht ganz da ist, ändert sich das in dieser 2. Phase etwas.

Und zwar beginnt man zu begreifen: man ist allein, ER (oder SIE, wir reden hier als ein Frauenmagazin nachfolgend von IHM, da sich unsere Tipps vornehmlich an Frauen mit Liebeskummer richten) ist weg, hat die Trennung vollzogen.

Der im ersten Teil beschriebene große Redebedarf ist auch jetzt noch da, man hat extrem stark das Gefühl, sich ständig mit Freundinnen oder vielleicht der Schwester oder anderen nahestehenden Menschen auszutauschen, darüber zu reden.

Logisch, dass man diesbezüglich meist über dasselbe redet und sich die Gespräche im Kreis drehen. Das ist typisch bei Liebeskummer und jede verständnisvolle Gesprächspartnerin oder auch der gute Freund, der ein offenes Ohr hat, wird das verstehen. Insofern sind in dieser Situation gute Freunde oder liebe Verwandte das absolute A und O!

Allerdings erlaubt es die emotionale und körperliche Verfassung in Phase 2 doch schon auch, dass man in eine Buchhandlung geht und dort – oder im Internet – nach Büchern sucht, die Tipps gegen Liebeskummer bereithalten oder mit Ratschlägen aufwarten, wie sich dieser elende Herzschmerz überwinden lässt.

Und ganz ehrlich: DAS ist gut so! Warum: nun – mit dieser Art der Beschäftigung ist man abgelenkt.

Beim Bummel durch die Buchhandlung, beim Anlesen der Bücher oder auch bei der Recherche im Internet nach Lektüre, die sich mit Liebeskummer befasst, ist man erstmal total auf diese Suche und die Informationen zu gewissen Büchern fixiert.

Meist tut es schon gut, zu wissen, dass es eine ganze Menge Literatur zum Thema gibt und allein die Tatsache schon das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden.

Internet-Foren und Bücher verschaffen Ablenkung vom Liebeskummer

Ablenkung verschafft auch das Lesen in den verschiedenen Foren im Internet. Sowohl bei Brigitte.de, als auch bei urbia.de oder ebenso gofeminin.de gibt es zum Thema Liebeskummer ganze Foren-Threads, die sich nur damit beschäftigen.

Diese Online-Foren sind doppelt gut: zum einen kann man hier begierig mitlesen und feststellen, dass es immer noch krassere Liebeskummer-Fälle gibt, als den eigenen und zum anderen kann man selbst einen Thread eröffnen und seinen eigenen Fall darstellen. Es werden sich garantiert sehr schnell andere User finden, die ihre eigene Sichtweise auf das Problem darstellen und mit Ratschlägen garantiert nicht geizen!

Insofern: diese Möglichkeiten unbedingt nutzen!

Und wenn dann ihre Liebeskummer-Bücher in der Buchhandlung eingekauft oder aus dem Internet geliefert worden sind und Sie sich gleich begierig da drauf stürzen, ist das mehr als gut! Denn erstens vermitteln diese Ratgeber-Bücher vom ersten Moment an Linderung des Liebeskummers und Trost und zweitens beinhalten sie oft wirklich gute Tipps, von denen man den einen oder anderen für sich anwenden kann.

Allerdings – und das ist die Kehrseite der Medaille – wird Ihr Liebeskummer sofort wieder einsetzen, wenn Sie das Buch aus der Hand legen. Idealerweise lesen Sie diese Ratgeber am besten im Bett, vor dem Einschlafen und trinken vorher (oder beizu) ein Glas Rotwein.

Klar – ein Schluck Rotwein ist kein Garant dafür, dass Sie in den Schlaf finden, wenn Sie das Buch beiseite gelegt haben, aber die Chancen dafür stehen gut.

Wenn Sie dies nicht tun und trotzdem gut einschlafen können – umso besser!

Krimis lesen, damit Liebeskummer eine Weile weg ist!

Sollten Sie Rotwein – und Alkohol im Ganzen – rundheraus ablehnen und dennoch nicht schlafen können, dann versuchen Sie in dieser Situation, damit zu leben. Notfalls stehen Sie noch mal auf und lassen sich vom Fernsehprogramm berieseln. Klar – auch hier werden Sie den brennenden Schmerz des Liebeskummers spüren, doch vergessen Sie bitte nicht: Sie MÜSSEN da durch!

Erweisen sich die Einschlafprobleme – mit oder ohne Rotwein – als hartnäckig, dann sollten Sie versuchen, auf andere Lektüre auszuweichen. Am besten eignen sich in Ihrer Situation Krimis. Die bieten gleich zwei Vorteile:

  1. Wenn es ein guter Krimi ist – und davon gibt es nun wahrlich eine Menge! – wird er Sie so fesseln, dass Sie beim Lesen überhaupt nicht mehr bei Ihrer Liebeskummer-Grübelei sind.
  2. Ein solches Buch verführt meist dazu, ganz, ganz lange im Bett zu lesen, insofern: tun Sie das! Irgendwann schlafen Sie schon ein – Liebeskummer hin oder her, versprochen!

Wenn Sie diese Ratschläge für sich beherzigen, ist das in Sachen Liebeskummer schon mal die halbe Miete!

Klar ist aber auch, dass sich selbst in Phase 2 die Gedanken immer noch um IHN drehen. Wahrscheinlich werden Sie Stunden damit zubringen, zu überlegen, wie Sie den Kontakt zu ihm herstellen oder/und ihn wieder sehen können.

Meist überlegt man in einer solchen Situation fieberhaft, was ER denn vielleicht noch an Klamotten oder Gegenständen bei einem selbst deponiert hat, deren eventuelle Abholung ein Wiedersehen mit dem Verflossenen mit sich bringen.

In seinen Gedanken malt man sich selbstverständlich viele Male aus, wie ein solches Wiedersehen ablaufen könnte und ist in schwachen Stunden davon überzeugt, dass man bei dieser Gelegenheit nur ein ausführliches Gespräch miteinander führt und sich danach alles wieder einrenkt.

Die Hoffnung – soviel steht fest – ist auch in Phase 2 extrem vorherrschend. Obgleich es natürlich eine trügerische ist, beziehungsweise eine Hoffnung, die sich nicht erfüllen wird.

Tief in seinem Inneren weiß man das meist auch, aber nicht umsonst gibt es den geflügelten Spruch: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Klar, dass diese Worte auch und vor allem auf Situationen mit Liebeskummer am meisten zutreffen!

Versuche, mit dem Ex in Kontakt zu treten

Aber zurück zu den Gegenständen oder Sachen, die ER ja vielleicht noch bei Ihnen hat.

Die Realität sieht so aus, dass das meistens gar nicht der Fall ist, weil man(n) entweder vorgebaut und wichtige Dinge schon im Vorhinein wohlweislich mitgenommen hat oder – das kommt auch sehr, sehr häufig vor – die Dinge und Klamotten, die noch bei Ihnen sind, gar nicht mehr braucht. Anders verhält es sich freilich bei einer Scheidung, die mit der Teilung von Haus, Hof oder gar Firma einher geht und womöglich noch harte Kämpfe um den Nachwuchs mit sich bringt. Darauf allerdings bezieht sich dieser Artikel hier nicht.

Aber zurück zu den Gegenständen, die die Hoffnung auf ein Wiedersehen in all dem Liebeskummer schüren.

Die alte Jogginghose, das coole Feuerzeug, die zwei Paar Socken, das Akku-Ladegerät….Wenn Sie ehrlich sind, ist das nach einer Trennung, in der ER sich aus dem Staub gemacht hat, doch alles nur überflüssiger Plunder, wegen dem er garantiert nicht mehr ihr trautes Heim aufsucht! Und wegen dem er garantiert auch kein Treffen mit Ihnen ausmacht, damit Sie ihm diese Dinge übergeben.

Allerdings wird diese Erkenntnis so richtig erst in der nächsten Phase reifen, es ist mehr als normal, dass man in Phase 2 des Liebeskummers alle möglichen Szenarien und Möglichkeiten für ein Wiedersehen durchgeht.

Bei Liebeskummer: Finger weg vom Handy!

Viele Frauen übermitteln ihren Herzenswunsch in so einer Situation auch ganz profan, indem sie IHM eine Nachricht mit der Bitte um ein Treffen aufs Handy senden oder ihn auch anrufen, um in einem Telefonat auf das Thema „Wiedersehen“ zu kommen.

Das alles sind natürlich ganz, ganz schlechte Ideen, die Sie bitte bloß nicht umsetzen sollten!

Warum?

Nun – man kennt es doch!

Vor allem, was die Kommunikation mit dem Handy angeht. Sie werden wahrscheinlich damit konfrontiert sein, dass es – sollten Sie zum Hörer greifen – endlos ruft und er nicht rangeht. Oder – auch nicht ohne – Sie senden ihm eine Whatsapp-Nachricht, bekommen durch die zwei blauen Häkchen die Nachricht, dass er Ihre Mitteilung gelesen hat, aber: keine Antwort.

Ganz ehrlich: tun Sie sich das bitte nicht an! Denn meistens läuft es genau so und Sie tun sich selbst keinen Gefallen, den Herzschmerz in Ihrem Liebeskummer durch solche Aktionen noch immens zu vergrößern. Das tut nicht not, wirklich nicht!

Denn, wenn ein Mann sich getrennt hat, dann hat er sich getrennt und in den wenigsten Fällen gibt es ein erneutes Happy-End. Rufen Sie sich das immer wieder ins Bewusstsein!

Und bedenken Sie auch, dass es garantiert nicht besser wird, wenn Sie ihn persönlich am Apparat haben – mehr als nichtssagende Worte werden nicht kommen, ganz ehrlich!

Entweder er fertigt Sie ganz kurz ab, weil er im Stress ist oder er sagt alles und gar nichts und Sie sind auch nicht weiter. Im Gegenteil: dann werden Sie nach einem solchen Telefonat noch mehr rumgrübeln und sich womöglich tiefer in Ihren Liebeskummer verbeißen! Und dabei wollen Sie diesen doch besiegen beziehungsweise überwinden!

Absurde Aktivitäten normal bei Liebeskummer – Konfrontation mit Tatsachen wichtig!  

Oder – wenn`s ganz Dicke kommt, wimmelt er Sie bitterböse ab, sagt Ihnen vielleicht noch einmal klipp und klar am Telefon, dass er weder an einem Kontakt noch am Auffrischen Ihrer früheren Beziehung interessiert ist und das ist doch wahrscheinlich das Letzte, was Sie hören wollen, oder?!

Aber – so absurd es vielleicht auch klingen mag: selbst wenn Sie sich all` diesen Aktivitäten dann doch hingeben – auch das gehört mit zum Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer.

Nur die Konfrontation mit den Tatsachen – und mögen sie auch noch so weh tun – bringen Herzschmerz-Geplagte über diese Zeit. Und apropos Zeit: diese vergeht und das ist wichtig. Natürlich mag Ihnen das in den ersten Phasen des Liebeskummers – vor allem in der 1. und 2. Phase – ganz und gar nicht so vorkommen, aber sie verrinnt. Und mit jeder Stunde, die sie vergeht, vergeht auch der Liebeskummer-Schmerz.

Auch wenn das niemand, der leidet, in den ersten Wochen oder Monaten so wahrnimmt, ganz klar.

Eher macht man – und da sind wir wieder bei den Aktivitäten in Phase 2 – total schräge Sachen, mit denen man seinen Liebeskummer noch verstärkt.

Denn auch in der Phase der Akzeptanz und der langsamen Realisierung der vollzogenen Trennung ist man (FRAU) noch lange nicht so weit, dass man die Finger von irren Aktivitäten lässt – im Gegenteil.

So schauen beispielsweise viele Frauen aufs Handy, um seinen Whatsapp-Status zu checken (falls er sie nicht schon blockiert hat, auch das kommt nicht selten vor) und um zu schauen, wann er zuletzt online war oder gar aktuell online ist.

Ebenso können es viele von Liebeskummer geplagte Frauen nicht lassen, seinen Facebook-Account zu checken, im Falle er hat nicht schon auf „entfreunden“ gedrückt.

Natürlich bohrt sich oftmals das, was man digital mitbekommt, noch tiefer ins Herz – sei es, dass er ewig auf Whatsapp online ist und man sich vorstellen kann, dass da schon der Kontakt mit (s)einer Neuen heißläuft oder er sogar auf Facebook liebesverliebte Fotos oder Botschaften postet.

Jede normale Frau – ganz gleich, ob sie gerade Liebeskummer hat oder nicht – weiß, dass solche Aktionen zu nichts führen, außer zu weiterem Herzschmerz. Aber trotzdem wird kaum eine Frau in einer solchen Situation davon lassen können, das ist einfach so.

Akzeptanz der Situation in Phase 2 bereits gegeben!

Und hat sogar sein Gutes – obwohl das vielleicht im ersten Moment absurd klingt! Denn: selbst solche Schnüffel-Aktionen gehören zu dem Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer unbedingt dazu! Es mag schmerzen, wenn man den Ex vielleicht schon auf eindeutigen Bildern mit der Neuen irgendwo in den sozialen Netzwerken (oder sofort wieder online in der Singlebörse) sieht, aber selbst diese Selbstqual sendet an unser Unterbewusstsein: „Es ist vorbei!“.

Und so gaaaanz langsam gewöhnt sich nicht nur das Unterbewusstsein an diesen Zustand, nein, die betroffene Frau realisiert es selbst, dass keine Aussicht mehr besteht, mit dem betreffenden Mann wieder zusammenzukommen.

Insofern soll keine haarsträubende Aktion, die eine Frau im Liebeskummer-Schmerz ausführt, verurteilt werden (solange, sie denn im Rahmen des Gesetzes bleibt – logisch!).

Schon im ersten Teil unseres Ratgebers haben wir dazu geschrieben, dass es deshalb auch total okay ist, im ersten Schmerz bei Liebeskummer zu rauchen, zu trinken und massenweise Süssigkeiten in sich hinein zu stopfen. Deshalb soll auch dem Ex hinterher schnüffeln, wer mag – all das ist okay und führt nur weiter zum Ziel, das da lautet: den Liebeskummer besiegen.

Und dass er besiegt wird, daran besteht gar kein Zweifel – es ist halt oft nur ein langer Weg!

Auf dem wir Sie aber selbstverständlich begleiten und deshalb schon den nächsten Artikel zu Teil 3 der verschiedenen Phasen bei Liebeskummer vorbereiten.

Bis dahin – bleiben Sie stark! Und lesen Sie gern auch Teil 3 unserer Liebeskummer-Serie!

Bildnachweis: pixabay.com

 

 

 

 

 

„Und dann hat die Caro immer Kerzen angezündet und langsame Musik aufgelegt. Da wusste ich, es war wieder Zeit für Sex. Wir haben nur einmal im Jahr miteinander geschlafen, und wenn sie die Kerzen aufstellte, war es das Zeichen.“ Langer trauriger Seufzer. Es ist knapp 30 Jahre her, dass mir ein gutaussehender junger Mann mit blitzenden Augen und lockigem Haar diese Geschichte in einer Cocktailbar in Bad Wörishofen erzählte, nachdem wir uns gerade erst kennengelernt hatten. Wir saßen seit ungefähr einer Stunde an der Theke und schlürften genussvoll einen „Karibischen Traum“. Allerdings hatte ich innerhalb dieser 60 Minuten nichts anderes von meiner neuen Bekanntschaft erfahren als „alles über Caro“, die unbekannte Ex des Mannes.

Sie hatte ihn nach über 7 Jahren verlassen, und er schien darüber tief betrübt. Scheinbar jedoch nicht betrübt genug, denn den gesamten Abend über baggerte er mich hartnäckig an. Vielleicht sah ich auch nur aus, als könnte ich gut zuhören.

Und genau darum zahlte ich, verweigerte ihm meine Telefonnummer und machte mich erleichtert aus dem Staub.

Damals – im analogen Zeitalter vor Google, Instagram oder Facebook – hatten wir einen geflügelten, wenn auch gemeinen Spruch: „Hier hast du 20 Pfennig, erzähl‘ das einer Parkuhr.“

Sie denken, das sei herzlos? Sicher nicht. Denn meine neue Bekanntschaft war auf der Suche nach einer „Placebo“-Frau, die ihm helfen würde, seine vorherige Beziehung zu verarbeiten. Wer auch immer sich darauf einließ, würde mächtig draufzahlen. Denn eine Placebo-Frau ist nur etwas für den Übergang, eine Art Mülleimer auf zwei Beinen, die, nachdem sie ausgedient hat, zusammen mit der Bio-Tonne rausgestellt wird.

Gelegentlich gehen solche Bekanntschaften gut aus, jedoch beileibe nicht immer.

Ich bin heute noch sicher, damals das Richtige getan zu haben, und die Erfahrungen in meinem breiten Umfeld bestätigten mir das über die Jahrzehnte immer wieder.

„Der Rainer bringt seine schmutzige Wäsche immer noch zu seiner Ex, als wäre ich zu blöd zum Waschen“ klagte Lena, eine Bekannte von mir, vor einiger Zeit am Telefon. „Jetzt sind wir schon 6 Monate zusammen, und tagein, tagaus höre ich nix anderes als ‚Uschi hier, Uschi da‘. Das geht mir tierisch auf die Nerven.“

Abgesehen davon, dass manche Frau froh wäre, wenn es jemanden gäbe, dem man die Schmutzwäsche bringen könnte, verstand ich Lena recht gut.

Sie war, als sie ihren Rainer kennenlernte, seit 2 Jahren Single, aber sicher nicht aus Mangel an Gelegenheit. Ihre vorige Beziehung hatte in einer schmerzhaften Trennung geendet, und sie musste sich erst einmal davon erholen, wie sie sagte.

Rainer war ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – 10 Minuten nach seiner Scheidung vor dem Eingang des Amtsgerichts über die Füße gestolpert und hatte sie angerempelt. Und weil Lena ein Herz für alle Gestrauchelten hat, lud sie ihn auf einen Kaffee ein, aus dem mittlerweile ein halbes Jahr in ihrer Wohnung wurde. Rainer ist so alt wie Lena, hat einen guten Job und seit neuestem eben auch eine Exfrau. Das reibt er Lena jeden Tag unter die hübsche Nase, damit sie nicht in Versuchung kommt, es zu vergessen.

„Der beschreibt mir sogar im Bett, was seine Ex gerne mochte. Diese Tussi sitzt quasi auf der Bettkante“ jammerte Laura weiter.

„Er hat keine Ahnung, wie sehr mir das auf den Wecker geht. Ich kann nicht mal mehr mit ihm schlafen, ohne dass ich an sie denke und mich beobachtet fühle oder Kopfkino habe, weil er ständig detailliert beschreibt, auf was sie stand. Manchmal komme ich mir vor wie ein Abziehbild von ihr. Ein paar Mal hat er mich sogar schon mit ihrem Namen angesprochen. Da weiß man nicht mehr, wie man reagieren soll.“

Nun, Lena, ich würde Rainer darauf hinweisen und es mir verbitten. Ich würde ihn fragen, ob er sich überhaupt so weit gefestigt fühlt, mit einer völlig anderen Frau eine neue Beziehung zu führen, oder ob er einfach nur da weitermachen möchte, wo er aufgehört hat?

Lena, eine taffe Frau mit einer Menge Herz und Verstand, hat eben diesen beim Kennenlernen komplett ausgeschaltet, denn sie müsste aus eigener Erfahrung gelernt haben, dass man nicht von einer Beziehung in die nächste taumeln sollte, weil die Möglichkeit riskanter Fettnäpfchen, die sich einem in solch einem Falle anbieten, unterschätzt wird. Trotzdem hat sie es mit Rainer riskiert und ist dabei auf die Nase gefallen.

Mittlerweile ist sie hauptsächlich mit Zuhören beschäftigt, denn ihre gemeinsam verbrachte Zeit ist durchwoben mit feinen, äußerst haltbaren Fäden, die aus Rainers Vergangenheit mit Uschi bestehen und kontinuierlich in ihr tägliches Leben eingeflochten werden, ohne Aussicht auf Besserung.

Lena ist kein Einzelfall. Leider.

Wie kommen Männer eigentlich auf die Idee, dass wir nichts lieber hören als Geschichten über die Ex? Wie kommen sie darauf, dass wir begierig sind, zu erfahren, was sie gern aß oder trank, was sie mochte und was nicht? Klar sind wir Frauen sehr interessiert an zwischenmenschlichen Geschichten, das liegt in unserer Natur. Jedoch müssen wir spätestens dann das mitfühlende Zuhören beenden, wenn es unser eigenes Wohlbefinden empfindlich stört.

Diese fiktive Ex, der viele Frauen im Laufe ihres Lebens begegnen (manche sogar mehrmals) sind wie Lieder auf unserer Playlist in Dauerschleife. Und zwar so lange, bis unser neuer Lebensgefährte die Melodie selbst nicht mehr hören möchte. Das kann dauern, darum machen Sie sich auf einiges gefasst.

Sie liegen gerade mit Ihrer neuen Liebe am Strand, weil Sie sich einen gemeinsamen Urlaub gegönnt haben. Zwar ist die Bekanntschaft noch frisch, aber wo findet man schneller heraus, ob man zusammenpasst, als während 14 Tagen all inklusive am Ballermann? Die Möwen krächzen heiser, das sanfte Rauschen der Wellen wiegt Sie in einen angenehm trägen Zustand, als eine Stimme Ihre Tagträume unterbricht: „He, du hast da eine rote Stelle am Brustbein. Uschi hat immer Lichtschutzfaktor 5000 genommen. Die verstand was davon, denn sie hat in einer Apotheke gearbeitet. Und Fleisch mochte die gar nicht, die war so was von krass vegetarisch drauf, mit der hätte ich nie ein Steakhouse gehen können wie gestern mit dir. Weil die so tierlieb war, hat die gar nix gegessen, das Augen hatte. Du isst ja alles. Und die ganze Zeit wollte sie alte Kirchen besichtigen. War gelegentlich echt stressig. Ich bin froh, dass du so locker drauf bist.“

Schwupps sitzt Uschi quasi im Liegestuhl nebenan und cremt sich mit Lichtschutzfaktor 5000 ein, während sie uns hämisch angrinst. Selbstverständlich sieht sie rattenscharf aus und wiegt mindestens 10 Kilo weniger als wir. Das ist bei Uschis in unserer Vorstellung immer so.

„Ich bin froh, dass du so locker drauf bist“ ist in diesem Fall ein ziemlich halbgares Kompliment, in etwas Wehmut gewickelt, gespickt mit subtilen Vorwürfen und der Mahnung, Sie könnten vielleicht auch ein klitzekleines bisschen vegetarischer oder spiritueller sein. Und eingecremter.

Schon sitzen Sie da und überlegen, ob Sie mit dem Neuen doch mal eine Kirche oder eine Synagoge besichtigen sollten, oder eventuell sogar einen „Veggie-Day“ einlegen. Damit er nicht denkt, Sie wären bildungsfern, eine Heidin oder desinteressiert an Tierleid. Im schlimmsten Fall sind Sie „schlechter“ als Uschi, was Sie auf keinen Fall sein möchten. Zack, sitzen Sie in der Falle.

Irgendwann weiß man von der ominösen Uschi so ziemlich alles, angefangen vom Umgang mit Geld („Uschi hätte nie ein Kleid für 400 Euro gekauft, so wie du neulich, die war irre sparsam“) über ihren Fernsehgeschmack („Uschi mochte nur Komödien und hat immer gesagt, sie lehnt explizit dargestellte Gewalt ab“) bis hin zu ihrer Krankheitsgeschichte („Die konnte ohne Benzodiazepine nicht mal über die Straße gehen, du solltest mal deinen Hausarzt danach fragen, weil du doch auch immer so nervös bist. Das Zeug ist der Hammer.“)

Für Sie bedeuten diese Sätze: „Huch, ich sollte weniger Geld ausgeben, über meine Vorliebe für Horror-Filme nachdenken und Baldrian schlucken.“ Klar. Man will ja auf keinen Fall nervöser sein als Uschi, oder?

Sie sind nicht Uschi. Nur für den Fall, dass Sie es vergessen haben sollten. Irgendwann ist man aufgrund der täglichen Dauerberieselung mürbe geworden, weil die unerreichbare Traumgestalt, seine Ex, einen zementierten Platz in unserem Alltag eingenommen hat.

Sagen Sie es also Ihrem Neuen. Möglichst täglich. In Dauerschleife. Männer kapieren recht langsam, also haben Sie Geduld. Es ist außerdem gut möglich, dass Uschi weder so schlank noch so klug oder vorausschauend war, wie Ihr Neuer ständig behauptet. Die Vergangenheit verklärt vieles, und kein Mann wird gerne zugeben, dass er die letzten Jahre mit einer dauernörgelnden Xanthippe verbracht hat, die sein Geld zum Fenster rauswarf, als wären es Staubflusen. Gestünde er das ein, dann wüssten Sie ja, dass Sie im Gegensatz zu seiner Uschi eine enorme Verbesserung in seinem Leben sind.

Wir erfahren im schlimmsten Fall weiterhin täglich, ob wir wollen oder nicht, über Uschi Dinge, die wir nie wissen wollten, nur merkt das der Neue nicht, denn der ist noch vollauf damit beschäftigt, seine vorherige Beziehung zu verarbeiten, und zwar mit uns, meine Damen.

Das kommt davon, dass wir beim Kennenlernen nicht aufgepasst haben. Zwar fanden wir, unsere neue Liebe hätte wahnsinnigen Tiefgang, weil er mit traurigen Augen tiefschürfende Dinge von sich gab wie zum Beispiel: „Das Leben ist manchmal saumäßig hart“, aber wie hätten wir ahnen können, dass jemand, den die Ex vor kurzem rausgeschmissen hatte, nicht schon vollständig mit allem abgeschlossen hat? Na? Dämmert’s?

Exfreundinnen sind ständig präsent, wenn wir einen Mann erwischen, der immer noch in der vorherigen Beziehung wie in einer Zeitschleife festhängt und das Murmeltier täglich wehmütig grüßt.

Exfreundinnen sitzen mit uns auf der Couch, wenn wir fernsehen, stehen am Herd, wenn wir kochen („Tust du da keinen Chili rein? Ich fand das immer so lecker, wenn Uschi das gemacht hat“).

Sie beeinflussen unsere Kleiderwahl („Uschi hatte so eine schlanke Taille, sie konnte super Tellerröcke tragen, ich finde die voll weiblich, hast du überhaupt einen?“). Uschis greifen in jeden unserer privaten Bereiche ein. Sie sind jetzt Teil unserer neuen Beziehung. Herzlichen Glückwunsch!

Besonders strapaziös sind Fälle, in denen die Uschis zu unseren Lebensgefährten noch gute Kontakte pflegen und sich mit ihm regelmäßig zum Kaffee/Essen/Kneipenbummel treffen. Es gibt nämlich Damen, die haben mit dem Loslassen so ihre Probleme. Sprich: Sie wollen ihn nicht mehr, trotzdem soll ihn auch keine andere haben.

Das ist, als ob man ein Grundstück verlottern lässt und es verschenkt, aber nicht möchte, dass jemand anderer sich dort ein Häuschen baut. Solche Uschis existieren öfter, als Sie glauben. Die rufen an, schreiben SMS oder Whats-App-Nachrichten, melden sich über Facebook und schrecken sogar vor analogen Fossilien wie Postkarten nicht zurück, um mit ihrem Ehemaligen irgendwie in Verbindung zu bleiben. Jede Hämorrhoide ist einfacher zu behandeln.

Vielleicht werden die Uschis einfach nicht gern vergessen. Wer möchte das schon. Im Gedächtnis unseres neuen Lebensgefährten haben die sich jedenfalls bombenfest verankert. Die sind mental gedübelt, die kriegen Sie da so schnell nicht raus.

Warum auch? Die Ex ist ein Teil des Lebens Ihres neuen Partners. Selbstverständlich gab es schon Frauen vor Ihnen, es sei denn, Sie hätten eine männliche Jungfrau erwischt. Das ist zu respektieren und zu akzeptieren. Auch wir selbst schleppen unsere Altlasten, unsere Vorbehalte und miesen Erfahrungen mit uns herum. Es kommt nur immer darauf an, wie man damit umgeht.

„Mit der Uschi und mir läuft sexuell gar nix mehr, Ute. Kannst du schon glauben. Wir waren immerhin 10 Jahre zusammen. Da hat man noch einiges zu reden miteinander. Und ich bin ein freier Mensch, oder? Du kannst nix dagegen haben, dass wir mal einen Kaffee miteinander trinken und über alte Zeiten quatschen.“

Viel Vergnügen beim Souverän-Sein, beim Locker-Bleiben, beim „So-tun-als-macht-mir-das-nichts-aus“. Denken Sie daran: Vom Knirschen lockern sich die Zahnwurzeln. Also besorgen Sie sich rechtzeitig eine Beißschiene.

Einige Uschis rufen ihre Exfreunde mitten in der Nacht an, weil die Batterien ihrer Taschenlampe gewechselt werden müssen. Und während Sie noch fassungslos über diese Dreistigkeit im Bett sitzen, ist der Neue schon in seine Jeans geschlüpft und auf dem Weg, denn Uschi ist komplett hilflos ohne ihn. Bei der Gelegenheit kann er auch gleich noch die Biotonne auf die Straße stellen, weil morgen die Müllabfuhr kommt. Hat er immerhin 10 Jahre lang gemacht.

Ja. Unser Neuer hat das alles wirklich voll verarbeitet. Merken Sie selbst, oder?

Wie Sie reagieren, bleibt Ihnen überlassen. Wobei die Gefahr bei immer noch anrufenden Uschis relativ groß für Sie ist, demnächst selbst zu einer „Uschi“ zu werden. Denn es wäre möglich, dass sich die alte Uschi fürs Mülltonne-Rausstellen mit einem Akt der Nächstenliebe bedanken möchte. Es wäre möglich, dass momentan bei ihr kein Mann in Sicht ist, und jetzt, wo Sie den Neuen klasse finden, ist er auch für Uschi wieder interessant geworden. Ehe Sie sich versehen, sind Sie die Ex. So schnell kann das gehen. Darum sollte man mit Dingen wie Souveränität oder Toleranz in solch einem Falle etwas sparsam umgehen.

Wenn Sie von Anfang an beteuert haben, dass Sie „das alles“ vollkommen verstehen und akzeptieren“, haben Sie nun mal schlechte Karten. Denn Ihr Verständnis setzt eben unausgesprochen auch voraus, dass der Neue sich weiterhin um seine Uschi kümmert. Man ist ja gelassen. Und kein bisschen eifersüchtig. Ach, trinken Sie doch einfach ein Glas Wodka. Oder lassen Sie sich endlich diese Beruhigungsmittel verschreiben. Seiner Ex haben die auch gutgetan. Die braucht jetzt übrigens keine mehr.

Uschis, die nicht loslassen können, sind die eine Seite der Medaille. Aber es gibt noch die andere Sorte: Exfreundinnen/Frauen, über die der Neue schon beim Kennenlernen so richtig vom Leder zieht. An denen er kein gutes Haar lässt, so dass Sie denken: „Das müssen wirklich üble Weibsbilder gewesen sein“ und sofort an den Film „Der Club der Teufelinnen“ mit Roseanne und Goldie Hawn denken müssen.

  • „Uschi war rasend eifersüchtig, die hat mein Handy kontrolliert und mir nachspioniert. Total verrückt, diese Frau, die bräuchte mal eine Therapie.“

Ja. Möglich. Oder sie hat schlechte Erfahrungen gemacht mit dem König der Lügen, der Ihnen gerade gegenübersitzt und dachte sich: „Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.“ Oft existiert ein realer Grund für tiefschürfendes Misstrauen, auch wenn der Mann ums Verrecken nicht begreifen will, dass sein hemmungsloses Fremdknutschen auf dem letzten Faschingsball sehr wohl ein Grund für Misstrauen sein könnte. Er hat doch gar nix gemacht?

  • „Uschi hat in den letzten zwei Jahren keinen Finger mehr in der Küche gerührt und was für uns gekocht. Hat immer gesagt, ich soll zum Essen gehen. Stinkfaul war die.“

Ja. Möglich. Oder er hat seinerzeit so oft an Uschi herumgenörgelt, dass ihr irgendwann die Hutschnur geplatzt ist und sie ihm die Bratpfanne an den Kopf geschmissen hat und das Nudelholz gleich hinterher. Denn die Narbe an seiner Schläfe kommt nicht vom Holzfällen in Alaska. Er will nur, dass Sie das glauben, doch in Wirklichkeit ist es eine Beziehungs-Fleischwunde. Kann man rauspolieren. Mit einer Käsereibe – falls Sie sauer sind…

  • „In unserer Wohnung hat es ausgesehen wie bei Luis Trenker im Rucksack. Das glaubst du nicht, wie schlampig die war. Nie hat die aufgeräumt. Eine richtige Messie-Frau war das.“

Ja. Möglich. Oder er selbst war die Faulheit in Person, und Uschi hatte eines Tages die Nase voll davon, ehrenamtlich und unbezahlt verschimmelte Badetücher einzusammeln und die Toilette zu schrubben. Frau will nämlich auch noch was vom Leben haben außer vom Wischwasser aufgequollene Fingerkuppen.

  • „Wir haben so gut wie gar nicht mehr miteinander geschlafen. Immer war die müde oder hatte Kopfweh.“

Ja. Möglich. Vielleicht war Uschi aber auch der Werbeblock zwischen zwei Fußball-Übertragungen einfach zu kurz, als dass sie hätte anständig in Fahrt kommen können. Und wenn mal kein Fußball lief, musste er mit seinen Kumpels feiern gehen. Da darf man schon die Lust verlieren und den Laden dichtmachen.

  • „Mit der konnte man nie was unternehmen. Immer war die erschöpft und schlecht drauf. Alles musste ich allein machen.“

Ja. Möglich. Oder Uschi hatte eine Vollzeitstelle + einen Nebenjob, um die Heizölrechnung zu bezahlen, weil „irgendwas mit Medien“ – der Job unseres Neuen – sich als Rohrkrepierer mit staatlicher Aufstockung entpuppte und Uschi einfach nicht gerne friert. Kein Wunder, dass die erledigt war. Und ob Uschi vielleicht keine Lust auf Freizeitgestaltung à la: „Jede versiffte Pilsbar sieht nach dem 14. Korn gut aus“ hatte, entzieht sich unserer Kenntnis. Denn wir hören immer nur eine Variante. Seine.

  • „Uschi war so eine militante Emanze, die hat einen förmlich kastriert. Mit der konnte man gar nicht mehr reden. Hat immer auf Gleichberechtigung gepocht. Das war, als würde Alice Schwarzer bei uns am Tisch sitzen und sie aufhetzen.“

Ja. Möglich. Oder Uschi hat lediglich darauf bestanden, dass Hausarbeit zu gleichen Teilen erledigt wird, seine schmutzstarrenden Socken nicht mehr in den Wäschepuff geschmissen und verlangt, dass er sich an den Ausgaben beteiligt. So eine Zumutung. Wieder kennen Sie nur eine Seite. Ihnen werden spätestens dann die Augen aufgehen, wenn seine dreckigen Jeans zukünftig von allein in die Waschküche wanken und er lediglich den Kühlschrank leerfrisst, aber nie etwas zum Lebensunterhalt beisteuert.

Meine Erfahrung nach all den Jahrzehnten voller Berichten frustrierter Frauen ist, dass Uschis in den wenigsten Fällen so gemein und böse sind wie behauptet. Sollten Sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen Ihres Neuen haben, empfehle ich Ihnen, obwohl es Ihnen mit Sicherheit schwerfällt, den Kontakt zur Ex zu suchen.

Meiner Nachbarin Petra erging es so ähnlich. Sie hörte über ein Jahr lang nur Horrorgeschichten über die Verflossene ihres neuen Lebensgefährten. Die hatte die Wohnung komplett vermüllen lassen, ihn kaltschnäuzig betrogen, herzlos verlassen, ihm zuvor noch den letzten Cent aus der Tasche gezogen, ihn sexuell auf das Trockendock geschickt und außerdem gemein beschimpft.

Wollte man seinen Worten Glauben schenken, war diese Frau eine Mischung aus Imelda Marcos, Lucrezia Borgia und Katharina der Großen gewesen. Immer, wenn ihre neue Liebe von seiner früheren Beziehung erzählte, konnte Petra die traurigen Geschichten gar nicht fassen und bedauerte den armen Mann, bis sie sich endlich einmal ein Herz fasste, die ominöse „bitterböse“ Dame anrief und sich mit ihr verabredete.

Völlig überrascht war Petra, als ihr, während sie mit klopfendem Herzen vor der Wohnung der Ex stand, eine liebenswerte, hübsche und humorvolle Mitt-Dreißigerin die Tür öffnete und sie sofort auf eine Tasse Kaffee in eine sauber aufgeräumte Küche einlud.

Als Petra sich mit der „Inkarnation des Bösen“ eine Weile unterhalten hatte, waren sämtliche Irrtümer ausgeräumt.

Denn diese Uschi hatte niemandem den letzten Cent aus der Tasche gezogen, sondern sich lediglich geweigert, ihr gesamtes Erspartes in eine riskante Anleihe zu investieren. In der Beziehung war auch nicht die Ex schlampig gewesen. Der den Boden bedeckende Wust aus getragener Kleidung, offenen Chipstüten, vollgeschnäuzten Küchentüchern und zerfledderten Comics hatte damals allein dem männlichen Teil dieser Wohngemeinschaft gehört. Und war beim Auszug liegengeblieben.

Diese Frau hatte niemanden betrogen, sondern nach Jahren voller halbgarer Kompromisse ermattet einen Schluss-Strich gezogen, die Beziehung beendet und etwas später einen anderen Mann kennengelernt.

„Das einzige, das diese Uschi zugeben musste, war die Sache mit dem Schimpfen“ berichtete mir Petra später grinsend. „Sie hat ihn alles Mögliche genannt, doch wie ich im Nachhinein zugeben muss, völlig zu Recht. Er hat auch mich angelogen, dass sich die Balken biegen. Und als ich ihn damit konfrontiert habe, dass ich mit seiner Ex Kontakt habe, zog es ihm förmlich den Boden unter den Füßen weg.“

Petras Beziehung endete kurz darauf, denn sie ist die Sorte Frau, die es nicht erträgt, wenn sie so dreist belogen wird. Immerhin hat sie eine neue gute Freundin hinzugewonnen, 85 überflüssige Kilos verloren und ihre Seelenruhe wiedergefunden. Das ist ja auch schon was.

Wenn Ihnen, wie einigen meiner weiblichen Bekannten, einmal ein armer Gestrandeter vor die Füße taumelt, sollten Sie genau hinhören, was er Ihnen anvertraut, wie oft, und in welchem Ton.

Bitte bedenken Sie: Wer von Anfang an schlecht über seine Ex (Ex-Frau oder Ex-Freundin) redet, der wird vielleicht eines Tages über Sie so sprechen. Dann sind Sie die Böse, das Biest, die Hexe.

Wer andererseits die Ehemalige in den Himmel hebt, bei dem werden Sie es ebenfalls nicht leicht haben. Denn die von einem Heiligenschein umgebene Vorgängerin wird Ihnen sekündlich als leuchtendes Beispiel vor Augen gehalten werden gleich einer Karotte an einer Schnur, mit der Esel zum Vorwärtslaufen motiviert werden sollen. Natürlich können Sie sämtliche Vorbehalte unter den Tisch fallen lassen und sich Hals über Kopf in eine Beziehung mit einem Mann stürzen, der soeben erst eine Partnerschaft hinter sich gelassen hat und sichtbar daran krankt.

Die tagtäglich aufgewärmten Geschichten von seiner Ehemaligen werden irgendwann aufhören. Das kann in einem Vierteljahr der Fall sein oder in zwei Jahren. Sie werden Geduld, Toleranz und jede Menge Souveränität aufbringen müssen.

Als probates Gegenmittel haben sich Schwärmereien über unsere eigenen männlichen Verflossenen bestens bewährt. Jede von uns hat doch mindestens einen aufzubieten. Manchmal muss man von der eigenen Medizin kosten, um geheilt zu werden. Und wenn der Neue tagtäglich nur Geschichten von „Heiner, dem Herrlichen“ („Der Heiner konnte zwei volle Mülltonnen auf einmal tragen, mit verbundenen Augen eine Kurbelwelle ausbauen, war schon 13mal Telefonjoker beim Fernseh-Quiz, hat gekocht wie Jamie Oliver und war und der beste Liebhaber von allen!“) hört, merkt er vielleicht, wie sich das anfühlt.

Das liegt ganz allein bei Ihnen. Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der richtigen Auswahl Ihrer Mittel.

Beruhigungstabletten sollten es übrigens nicht sein. Sie schaffen das auch ohne.

Und bei allen Damen, die „Uschi“ heißen, möchte ich mich im Voraus entschuldigen. Sie waren nicht gemeint. Der Name diente nur als Beispiel.

Herzlichst

Ihre

Barbara Edelmann

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Bauchgefühl

Ein Gastbeitrag von Andrea. Auf einmal wird’s mulmig in der Magengegend, aber es sind keine Schmerzen, die das komische Gefühl im „Zweiten Gehirn“, wie der menschliche Magen oft genannt wird, verursachen. Nein, es ist was anderes – und jeder, der je in seinem Leben mit Fremdgehen, falschem Spiel in der Liebe oder auch einem schweren Zoff unter Freundinnen konfrontiert war, wird es kennen, dieses besonders angespannte Gefühl.  Das Bauchgefühl. Gleich vorweg: es täuscht nicht. Nie!

Und deshalb sollten Menschen, die vielleicht bislang nicht in einer der oben erwähnten Situationen waren, aber sich aktuell mit einem unguten Gefühl herumschlagen, unbedingt darauf achten, was dieses Organ da aus der Mitte des Körpers signalisiert.

Nicht wenige ignorieren Bauchgefühl

Viele Leute neigen dazu, es (erstmal) zu ignorieren. Besonders dann, wenn es um heikle Dinge geht – zum Beispiel um die eigene Beziehung oder um den gerade erst neu kennengelernten Mann.

Ich bin mittlerweile soweit, dieses so wichtige Bauchgefühl nicht mehr zu ignorieren. Als ich jünger war, habe ich das permanent gemacht und bin auch sehr oft damit auf die Nase gefallen.

Deshalb möchte ich alle weiblichen Zeitgenossinnen, denen etwas schwer im Magen liegt – emotional gesehen – dazu ermutigen, diesem so wichtigen Gefühl zu trauen.

Ich plaudere einfach mal selbst aus dem Nähkästchen, denn ich habe in meinem Leben vieles erlebt – Partner die fremdgehen und Dating-Kandidaten, die lügen, waren zuhauf dabei. All diese Dramen waren immer begleitet von einem anfänglich unguten Bauchgefühl.

Aber: so oft habe ich diesem Gefühl eben NICHT vertraut, nur um mich kurze Zeit später der Erkenntnis stellen zu müssen, dass mein „Bauch-Navigator“ tatsächlich richtig lag.

So zum Beispiel beim Thema Fremdgehen – DER Klassiker im Zusammenhang mit dem schlechten Bauchgefühl.

Bei neuer Bekanntschaft meldete sich der Bauch

Ich hatte vor langer Zeit einen Freund, bei dem es schon kurze Zeit, nachdem wir zusammenkamen, heftig in der Magengegend rumpelte. Ich registrierte das, ignorierte es aber komplett. Selbst als das flaue Gefühl sich in manchen Situationen zu einem unangenehmen Zwicken ausweitete, setzte ich weiter unverdrossen darauf, dass ich meinen „Mr. Right“ an der Seite hatte.

Was aber waren das für Situationen, in denen meine Körpermitte rebellierte? Nun – da gab es einige.

Zum Beispiel unser absurdes Anruf-Ritual. Mein damaliger vermeintlicher Mr. Right, Thomas, rief nämlich nur zu einer bestimmten Uhrzeit an. Nicht davor und nicht danach. Und zwar abends halb zehn.

Ich – als damals voll naive Verliebte – dachte mir lange Zeit nichts dabei (schon gar nicht tangierte ich gedanklich das Thema Fremdgehen) und war, die rosarote Brille auf der Nase, froh, wenn er abends anrief. Man muss nämlich dazu sagen, dass tagsüber mit Thomas so gut wie keine Kommunikation ablief, lediglich eine karge „Guten-Morgen“-SMS (Whatsapp gab es damals noch nicht) ließ er mir zukommen.

Immerhin war er der total eingespannte Geschäftsmann und kam zu privatem Kram fast gar nicht. Warum ich seinerzeit nicht früher gesehen habe, dass wir gar nicht zusammen passten – schon von unseren jeweiligen Lebensstilen her nicht – kann ich mir heute auch nicht mehr erklären.

Aber ich war eben auf Wolke 7, total verliebt und pfiff auf das Magendrücken, das sich immer stärker bemerkbar machte.

Auf Bauchgefühl hören lohnt sich!

Hätte ich doch dem Bauchgefühl nur früher meine Aufmerksamkeit geschenkt und mir die vielen Sprüche, die Thomas mir auftischte oder schräge Aktionen, die er brachte, nicht bieten lassen!

So kündigte er sich einmal am späten Nachmittags bei mir an und teilte am Telefon mit, dass er später am Abend – er war zu diesem Zeitpunkt noch in Berlin – bei mir sein würde, so gegen 22.00 Uhr. Na ja, nicht gerade die ideale Uhrzeit, aber da ich ihn ohnehin so selten sah, den vielbeschäftigten Business-Mann, freute ich mich natürlich.

Ich badete ausgiebig und schmiss mich in raffinierte Unterwäsche und zog mir was Schönes an. Das hätte ich aber ebenso gut auch bleiben lassen können, denn Thomas erschien nicht. Und nicht nur das: er ließ auch telefonisch nicht von sich hören.

Mein Bauchgefühl war eindeutig und so langsam horchte ich mal ausgiebiger in mich rein.

Der Abend verging, es ging auf Mitternacht zu und von Thomas noch immer keine Spur. An seinem Handy meldete sich nur die Mailbox.

Ich pellte mich also aus meinem sexy Outfit und legte mich ins Bett, das Handy auf dem Nachttisch und auf laut gestellt.

Irgendwann rief er tatsächlich an. Da war es gegen 2.00 Uhr in der Nacht. Faselte was von einem Geschäftstermin, der ewig gedauert hat und dass er – ACHTUNG: Bauchgefühl-Alarm! – sein Handy in der Sporttasche seines Geschäftspartners, der ebenso bei dem Termin zugegen war, gelassen (oder vergessen, so genau weiß ich das heute nicht mehr) hatte.

Und diese Sporttasche befand sich im Auto des Geschäftspartners.

Na ja, ich war natürlich bedient, obwohl Thomas sich für den nächsten Morgen ankündigte, zum Frühstück.

Der innere Navigator ist verlässlich

Natürlich sind das alles – im Nachgang gesehen – absolut alberne Spielchen, die nur jemand spielt, der dem Fremdgehen frönt. Und dass er das ausgiebig getan haben musste, bewiesen wenig später meine Nachforschungen, die ich dann – alarmiert durch mein Bauchgefühl – anstellte.

Ich mache es kurz, denn: ich wurde in einer Online-Singlebörse, in der er sich rumtrieb, fündig.

Noch Fragen?

Oder ein anderes Beispiel aus meiner Singlezeit.

Ich hatte jemanden kennengelernt und wir begannen das Übliche: Miteinander ausgehen, sich kennenlernen, irgendwann im Bett landen. Soweit so gut. Als es dann „ernster“ wurde, kam mein Bauchgefühl. Es war ungut. Aber auch in diesem Fall überhörte ich es geflissentlich.

Bis zu einem Abend, als ich mit dem betreffenden Mann zum Telefonieren verabredet war – wir waren zu diesem Zeitpunkt schon in einer ziemlich fortgeschrittenen Kennenlernphase.

Er wollte mich gegen acht anrufen, aber es kam kein Anruf. Mein dumpfes Bauchgrummeln reagierte entsprechend…Ich beließ es aber dabei und ging zu Bett. Als ich aufwachte, hatte ich eine SMS auf dem Handy (nein, es war noch immer kein Whatsapp-Zeitalter) von ihm.

Mit recht krudem Inhalt, der mein schlechtes Bauchgefühl abermals verstärkte. Und zwar rechtfertigte er den nicht getätigten Anruf am Abend zuvor damit, dass er erst den Keller aufgeräumt und sich danach auf die Couch begeben hat. Dort ist er dann eingeschlafen.

Vorahnung bestätigte sich

Mir kam das mehr als spanisch vor! Wenn dieser Typ nur im Ansatz an einer Beziehung mit mir interessiert wäre, schliefe er doch nicht vor einem verabredeten Telefonat auf der Couch ein – oder?! Ich hätte aufgrund der Nachricht gleich die weitere Kennenlernphase kündigen sollen, mein Gefühl war gar nicht gut! Aber wie das eben meist so ist: man (FRAU) denkt ja dann doch oft, dass man vielleicht falsch liegt und lässt es weiterlaufen.

Bis man dann – logisch! – die volle Breitseite abkriegt und doch verliert.

So kam es hier.

Der Typ ließ erstmal ein, zwei Tage gar nichts von sich hören und schickte dann eine dürre Mail mit dem Inhalt, dass „seine Gefühle nicht ausreichen würden“.

Ganz ehrlich: das hätte er mir auch Tage zuvor am Telefon sagen und sich seine vollends blöden Ausreden sparen können.

Mal wieder bereute ich es, nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben!

Dass aber das sensible Organ nicht nur im Bereich von Mann und Frau, sondern generell im Zwischenmenschlichen funktioniert, bewies dann später das Zerbrechen einer langjährigen Freundschaft zu einer guten Freundin.

Mittlerweile war eine hochpolitische Zeit in Deutschland angebrochen und die Menschen sortieren sich – so ist es bis heute – in zwei Lager.

Viele Leute tun ihre Meinung auf Facebook oder/und im Freundeskreis kund.

Und so bildete auch ich mir meine eigene Meinung zu den aktuellen Geschehnissen, gab dann und wann in den sozialen Netzwerken meine Meinung kund und – zack! – war die Freundschaft hin. Na ja, ganz so rasch ging es nicht, klar.

Auch bei Frauenfreundschaft täuschte das Bauchgefühl nicht

Es fing damit an, dass meine Freundin – sie wohnt relativ weit weg von mir und wir sehen uns nur ein paarmal im Jahr – auf meine Nachrichten (mittlerweile war das Whatsapp-Zeitalter angebrochen) einfach nicht reagierte, obwohl sie sie gelesen hatte.

Ich ahnte, dass es was mit meiner Einstellung zum aktuellen Zeitgeschehen zu tun hatte, mein Bauchgefühl war megaschlecht.

Und als sie sich nach weiteren Nachrichten, die sie gelesen, aber nicht beantwortet hatte, immer noch nicht zuckte, habe ich sie eines Tages kurzerhand angerufen. Bis dahin waren immerhin schon ganz viele Wochen ins Land gekommen, fast ein Vierteljahr!

Volltreffer! Sie sagte mir auf den Kopf zu, dass ihr meine Einstellung zu aktuellen Themen nicht passt. Leider war die Verbindung zum Zeitpunkt des Telefonats sehr schlecht, so dass das Gespräch sehr abgehackt war. Irgendwann war es ganz weg. Ich rief noch einmal an und landete auf der Mailbox.

Hier sprach ich meiner Freundin eine kurze Nachricht auf, mit dem Hinweis, dass sie mich jederzeit anrufen und dass man reden könne. Zwei verschiedene Meinungen sind doch kein Grund, eine über 15jährige Freundschaft zu kündigen!

Dachte ich.

Es war aber leider genau an dem – die besagte Freundin ist mittlerweile meine Exfreundin. Ich hätte also den Anruf schon früher tätigen und Gewissheit haben können. Mein Bauchgefühl lag richtig.

Schlechtes Bauchgefühl? Klarheit schaffen!

Und deshalb mein Tipp an alle, die ein schlechtes Gefühl in der Bauchgegend haben, wenn es um Fremdgehen, Dating oder Verstimmungen in einer Freundschaft geht: meldet sich Ihr schlechtes Bauchgefühl, dann finden Sie den Mut und schaffen Sie für sich Klarheit! Haben Sie das Gefühl, ein Dating-Kandidat lügt Sie haushoch an, dann wird da was dran sein. Haben Sie ganz stark das Gefühl, dass ihr Partner dem Fremdgehen frönt – nun: sie werden sehr wahrscheinlich richtig liegen.

Und wenn sich eine sehr gute Freundin von heute auf morgen nicht mehr meldet oder auf Nachrichten von Ihnen nicht reagiert, obwohl sie sie gelesen hat – auch hier liegt dann ganz höchstwahrscheinlich der Hase im Pfeffer, jede Wette!

Machen Sie also bloß nicht den Fehler und übergehen Sie dieses so wichtige Signal, das Ihnen Ihr Körperorgan zwischen Beinen und Brust übermittelt.

Es hat sich bislang so gut wie immer bewiesen, dass das dumpfe Gefühl im Bauch etwas bedeutet. Viele Frauen, die es übergehen, ärgern sich im Nachgang, nicht schon früher gehandelt zu haben. Ich gehöre auch dazu.

Und selbst wenn sich das „Zweite Gehirn“ zu Unrecht grummelig geäußert hat und alles in Butter ist – na dann: umso besser!

Nur: das ist meist leider nicht so…Mehr rund uns Thema Bauchgefühl finden Sie auch hier.

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Lästerzunge, Satirikerin und Skandalnudel – Désirée Nick ist von allem etwas. Die mittlerweile 62jährige hat sich noch nie was daraus gemacht, was andere über sie denken und sagt ihre Meinung rundheraus.

Vielen Frauen dürfte sie ziemlich sympathisch sein – trotz ihrer manchmal etwas überkandidelten Erscheinung. Wer die Nick aber je auf der Bühne erlebte und perfekte Spitzen über das Verhältnis zwischen Männer und Frauen – ein Lieblingsthma der Unterhaltungskünstlerin – zu hören bekam, der wird vieles aus seinem Leben in den überspitzten Aussagen von Désirée Nick wiedererkennen.

Insofern verwundert es nicht, dass auch in Nicks aktuellem Buch „NEIN ist das neue Ja“ ziemlich viele Tipps stehen, die sich im Großen und Ganzen an die ganz normale Frau von nebenan richten.

Von Dating über Männer bis hin zum digitalen Alltag ist alles dabei und es klingt ziemlich nah dran am echten Leben. Kein Wunder: immerhin bringt die Autorin viele Jahrzehnte satte Lebenserfahrung mit! Auch ein Punkt, in dem sich viele Frauen der Generation 40plus wiederfinden dürften – Single-Ladies ebenso wie verheiratete Frauen.

Einem Bericht auf stern.de zufolge sind es diese Tipps, die wie ein authentischer Appell seitens der Nick an die Frauen wirken.

Damit dürfte sie ihre Leserinnen nicht nur breit erreichen, sondern auch begeistern – selbst die inflationären Instagram-Selbstdarstellerinnen bekommen ihr Fett weg.

Die besagten Tipps lauten:

  1. „Nein zum Verstecken!“,
  2. „Nein zu einem Mann, bloß um (irgend-)einen Mann zu haben!“,
  3. „Nein zu Sex ohne Liebe“,
  4. „Nein zu Schönheits-OPs!“,
  5. „Nein zum Sex mit dem Ex!“,
  6. „Nein zu verheiraten Männern!“,
  7. „Nein zu Tinder-Dates!“,
  8. „Nein zu Likes!“,
  9. „Nein zu Altlasten!“,
  10. „Nein zu Instabitches!“.

Sicher: nicht jeder weibliche Nick-Fan wird sich mit jedem dieser Ratschläge identifizieren können, aber: wer hat nicht schon (s)eine Affäre mit dem verheirateten Mann oder den One-Night-Stand ohne Liebe verflucht beziehungsweise sich darüber geärgert, wertvolle Lebenszeit und Energie in sinnlose Internet-Dates gesteckt zu haben?!

Eben… Insofern dürfte die eine oder andere Nicksche Lebens- und Alltagsweisheit wohl auch auf viele „Otto-Normalo“-Frauen zutreffen und es lohnt sich, mal in den  erwähnten Bericht auf stern.de reinzuklicken oder auch einen Blick in das neue Werk der Kabarettistin zu werfen – hier erfährt man jeweils mehr zu den aufgezählten Ratschlägen.

So oder so: amüsant zu lesen ist ein Buch von Désirée Nick allemal, zumal jetzt im Herbst, wo es nichts Schöneres gibt, als sich mit Büchern für die dunkle Jahreszeit einzudecken und dem gedruckten Wort gemütlich auf der Couch oder im Ohrensessel zu frönen!

Und – wer weiß! – vielleicht erweist sich ja der eine oder andere Tipp der Künstlerin im kommenden Frühjahr, wenn Flirt- oder Ex-Partner wieder ein Thema sind, als ganz brauchbar?!

Bildnachweis: picture alliance/rtn – radio tele nord

Schlagerqueen Michelle ist wieder solo – so melden es seit einigen Tagen viele Medien und verweisen auf die Trennung der Sängerin von ihrem Freund, Karsten Walter, der ebenfalls in der Schlagerbranche zuhause ist.

Besonders prägnant wird bei den Meldungen der Altersunterschied des getrennten Paares hervorgehoben: Michelle ist 46 und ihr jetziger Ex 25 Jahre jung. Ob es daran wohl gelegen hat? Und: kann eine Beziehung zu einem so immens jüngeren Mann überhaupt funktionieren? Eine gute Frage, die wohl ein Großteil der über 45jährigen Frauen mit „Nein“ beantworten wird.

Zumindest ergab das eine kleine Blitzumfrage unter unseren Freundinnen und Kolleginnen, die „Ü-40“ sind. Als Hauptgrund wurden die ungleichen Interessen genannt, die bei diesem Thema eine ziemlich große Rolle zu spielen scheinen.

Beispiel Urlaub: Altersunterschied macht sich bemerkbar

Viele Frauen mit Mitte / Ende Vierzig würden nicht im Traum daran denken, ihre kostbare Ferienzeit an einem lauten Ort zu verbringen, an dem womöglich noch 24 Stunden lang Partytreiben herrscht. Genau das aber suchen viele junge Männer, die Anfang bis Ende Zwanzig sind. Bei den Frauen, die diese Alterskategorie längst hinter sich gelassen haben, sind indes eher gediegene Ziele gefragt: das solide Wellnesshotel oder das niedliche Airbnb-Appartment fernab des touristischen Trubels.

Beispiel Wochenendgestaltung: Viele Interessen sind altersabhängig

Während sich Leute, die alterstechnisch zwischen Zwanzig und Mitte Dreißig sind, an den zwei arbeitsfreien Tagen der Woche auf Events und Veranstaltungen freuen, zieht es viele Ü-40-Frauen eher zu einem guten Buch, einem Ausflug zu einem Schloss oder einer Burg oder einfach nur zum schönen Ausflugslokal inmitten der Natur.

Das mag jetzt ein wenig spießig und langweilig klingen, aber wer von den Frauen in dieser Alterskategorie schlägt sich die Abende und Nächte am Wochenende denn in Clubs oder Discotheken um die Ohren? Zumal viele dieser weiblichen Zeitgenossinnen schon Kinder groß gezogen und diese aus dem Haus oder im Teenie-Alter um sich haben. Jede Frau, die Mutter ist, weiß, was es bedeutet, über Jahrzehnte für einen kleinen bzw. wachsenden Menschen (oder auch für mehrere Kinder) da zu sein.

Das kostet auch Energie und Kraft und je älter die Kinder werden, desto mehr können sich Frauen auch mal wieder um eigene Interessen kümmern.

Und diese sind nunmal in den seltensten Fällen auf Spaß, Action oder Party ausgerichtet.

Das dürfte zudem auch auf kinderlose Singlefrauen in dem Alter zutreffen, die oftmals beruflich sehr eingespannt sind und sich in ihren freien Stunden zumeist keinen Aktivitäten widmen, die hochanstrengend oder/und energie- und kräftezehrend sind.

Beispiel Sexualität: Der Sex ändert sich im Alter

Natürlich steht eine Frau mit Mitte Vierzig in der Blüte ihres Lebens. Das heißt aber erotisch gesehen nicht, dass sie nun alltäglich die Nacht zum Tag und jedes Wochenende zum ultimativen Sexspektakel macht.

Im Gegenteil: nicht wenige Frauen erleben in dieser Altersspanne auch Phasen der Unlust und sind hormonell eher das Gegenteil eines jungen Mannes, der mit Mitte Zwanzig voll und ganz in der sogenannten „Sturm- und Drangzeit“ lebt.

Natürlich weiß kein Mensch, ob eines der aufgeführten Beispiele in die Trennung von Michelle und ihrem jungen Freund rein spielte, aber sie sollen aufzeigen, dass es durchaus Probleme in einer Partnerschaft geben kann, wenn der Mann um so vieles jünger ist als die Frau.

Parallel dazu gibt es aber natürlich genügend Paare, die trotz eines solchen Altersunterschiedes sehr glücklich sind – gar keine Frage!

Altersunterschied – oft funktioniert die Beziehung trotzdem

Ist es an dem, dann umso besser, wenn der Altersunterschied keine Rolle spielt.

Jede Frau, die vor der Situation steht, eine Beziehung mit einem sehr viel jüngeren Partner eingehen zu wollen, sollte deshalb einfach in sich hineinhorchen, was IHR wichtig ist. Und diese Bedürfnisse mit dem Charakter und den Vorlieben ihres Angebeteten vergleichen.

Manchmal kann schon genau DAS vor späteren bösen Überraschungen bewahren. Oder aber – noch besser – die jeweilige Frau in den Liebeshimmel katapultieren. Altersunterschied hin oder her!

Bildnachweis: picture alliance/Geisler-Fotopress

Wer hätte das gedacht? Ein Spielgerät, das von kaum einem Kinderfest mehr wegzudenken ist, ist aktuell auch der letzte Schrei auf der Hochzeitsparty: die Hüpfburg! Aber nicht irgendeine: ein überdimensionales, romantisches Schloss in weiss, auf dem es sich hüpfen lässt, ist derzeit DAS Highlight, mit dem Hochzeiter ihre Gäste – vor allem die minderjährigen –  überraschen. Allerdings mehr oder weniger in Großbritannien, denn in Deutschland bleibt die Suche nach einer Hochzeits-Hüpfburg ergebnislos. Zumindest ging uns das beim recherchieren via Internet-Suchmaschine so.

Aber auch bei den Briten ist wohl eher kein leichtes Rankommen an das Hochzeits-Tool angesagt, denn dem Vernehmen nach ist der Anbieter in Sachen Hüpfburg für die Hochzeitsparty die meiste Zeit ausgebucht.

Mit Hüpfburg kommt auf Hochzeitsparty Stimmung in die Bude

Allerdings: das ist nur allzu verständlich! Denn mit diesem Teil kommt garantiert sofort Stimmung in die Bude – beziehungsweise in den Garten – wenn nach dem offiziellen Teil die Hochzeitsparty beginnt.

Wunderschön geschmückt ist diese Hochzeitsparty vor allem in Gärten ein zauberhaftes Highlight, mit dem wohl keiner der Gäste der feiernden Gesellschaft rechnet! Einen ersten Eindruck von dem außergewöhnlichen Teil sehen Sie hier.

Das Unternehmen, das die Hüpfburgen verleiht, heißt „aweddingwonderland“ und der Name ist wohl wirklich Programm! Mal bunt, mal märchenhaft und mal romantisch geschmückt kommen die Hochzeits-Hüpfburgen daher – mehr Hochzeitsdeko geht wohl kaum!

Anbieter in Deutschland gesucht!

Eine total charmante Idee, wie wir finden! Nun fehlt nur noch ein stilechter Anbieter in Deutschland, der Paare so einen festlichen Eyecatcher für die Hochzeitsparty liefert.

Lange dauert das bestimmt nicht mehr, denn irgendwann kommt auch dieser Hochzeitstrend in good old Germany an – wetten, dass?!

Wenn Sie ein wenig bei dem besagten Anbieter rund um die Hochzeitsparty stöbern wollen, dann hier entlang.

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Ein Gastbeitrag von Bianca. Es gibt in einem Frauenforum im Internet eine Rubrik, die sich „Der gebrauchte Mann“ nennt. Dort geht es ausschließlich um Frauen, die einen – mehr oder weniger – neuen Partner haben, in dessen Leben kontinuierlich die Ex reinfunkt. Ganz gleich ob sie das aktiv tut oder ob die einstige Partnerin beim neuen Freund eher wie ein Gespenst im Raume schwebt.

Ich hatte einst mit der zweiten Version zu tun und damals lange gebraucht, bis ich merkte, dass ich eigentlich nur als bessere Therapeutin für IHN fungierte. Aber von vorn:

seinerzeit lernte ich Maik (Name geändert) über ein Datingportal im Internet kennen. Nach dem üblichen Hin- und Her per E-Mail, bei dem ich auch erfuhr, dass Maik eine kleine Tochter hat, die bei der Mutter lebte, verabredeten wir uns und trafen uns in einer Kneipe auf der angesagtesten Kneipenmeile unserer Stadt. Maik sah ganz passabel aus, aber ihn optisch zu beschreiben, fällt schwer. Er hatte eine Glatze und wirkte insgesamt wie jemand, der Stammkunde in Outdoorläden ist. Zumindest wirkte das auf mich so.

Er hatte als Ingenieur einen Job bei einem Maschinenbauunternehmen und lebte in einer stinknormalen Zwei-Zimmer-Altbau-Wohnung.

Wir verstanden uns auf Anhieb und so ließ ich mich auf ihn ein.

Den Abend, als wir das erste Mal im Bett landeten, vergesse ich so schnell nicht, denn er blieb mir in mehrfacher Hinsicht in Erinnerung. Zum einen, weil Maik als abendliches Programm „davor“ den Film „The Blair Witch Project“ einwarf und zum anderen, weil er mir an diesem Abend sagte, dass seine Ex im selben Haus wohnt. Drei Etagen höher. Mit dem gemeinsamen Kind, das zu dem Zeitpunkt vier Jahre alt war.

Ich war erstaunt über eine solche Konstellation, die mir bis dato noch nicht begegnet war.

Maik erklärte die Situation damit, dass es sich nach der Trennung ergab, dass in dem Haus eine Wohnung frei war und man(n) das ja dann auch gut mit der abwechselnden Kinderbetreuung deichseln könnte.

Ich nahm diese Info zur Kenntnis und wir widmeten uns dem weiteren Verlauf dieses Abends, der erst in den frühen Morgenstunden endete. Ich fuhr „danach“ dann heim und erinnere mich noch gut an meine Angst, in meine Tiefgarage zu fahren, da der blöde Horrorfilm in mir nachwirkte.

Die Wochen vergingen und Maik und ich verbrachten immer mehr Zeit miteinander. Allerdings ging diese zum Großteil für Erzählungen über seine Ex und sein Kind drauf. War ich zunächst noch relativ mitfühlend, merkte ich bald, dass Maik die Trennung – die über ein halbes Jahr zurück lag – überhaupt noch nicht verarbeitet hat. Nahezu über jede Aktivität seiner Ex wusste er – dadurch, dass er nunmal im selben Haus wohnte – Bescheid und bei unseren Treffen redete er brühwarm fast nur darüber. Einmal war ich bei ihm, als seine Tochter da war, ein süßes kleines Mädchen. Als sie abends im Bett lag, kam das Gespräch erneut auf seine Ex – diesmal im Zusammenhang mit seiner Tochter.

Lange Rede – kurzer Sinn: unsere gemeinsame Zeit dauerte keine drei Monate, ich beendete die Beziehung, in der es es so oft nur um seine verflossene Liebe ging und nannte ihm das auch als Grund für die Trennung. Langsam wurde mir klar, dass ich für ihn als eine Art Therapeutin fungierte, nur dass es ihn nichts kostete. Immer wieder gab ich ihm Ratschläge, ging mit ihm sein jeweils aktuelles Problem mit der Ex durch und, und, und…Das ist natürlich Gift für eine junge Beziehung und mir fiel fast schon ein Stern vom Herzen, als ich wieder Single war.

Danach muss Maik wohl erst richtig tief in ein Loch gefallen sein. Die Ex noch tief in ihm drin und die neue Freundin schon wieder weg – das war offenbar zu viel für ihn.

Jedenfalls begann er nach der Trennung erst richtig, mich mit seinen Problemen zu behelligen. Kein Witz: jeden Abend, wenn ich von der Arbeit heimkam, rief er an. Diese Telefonate waren irgendwie eine Mischung aus seinem Wunsch, ich möge es mir nochmal anders überlegen und dem Heraussprudeln seines Gefühlszustandes, bei dem wie immer die Ex eine große Rolle spielte. Mal hat sie etwas getan, was ihm nicht passte, mal hat sie wohl ein Date mit einem Mann gehabt, dann wieder eine Entscheidung im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Kind getroffen, die er nicht guthieß und so weiter und so fort.

Ich agierte wie eine tibetanische Gebetsmühle, gab ihm immer wieder die gleichen Ratschläge. Wir drehten uns im Kreis. Warum ich mich da mitdrehte, ist eine gute Frage, die wohl hier die eine oder andere Leserin zu Recht stellt.

Keine Ahnung!

Zum einen war ich damals, wenn ich von der Arbeit heim kam, auch meist einsam und zum anderen bin ich nicht der Mensch, der andere harsch am Telefon abwimmelt.

Allerdings ging mir das Ganze irgendwann mehr und mehr gegen den Strich.

Es war über viele Wochen dasselbe: ich kam von Arbeit und keine halbe Stunde später läutete das Telefon und zeigte im Display (das war noch zu Festnetz-Zeiten) seine Nummer an.

In dieser Zeit wurde Maik auch von Tag zu Tag depressiver, manchmal hing er nur in der Leitung und reagierte lange Zeit gar nicht auf meine Ratschläge oder aber nur mit einem nichtssagenden „Hm“.

Die Anrufe belasteten mich immer mehr und obwohl ich Maik bat, sich professionelle Hilfe zu suchen und mich in Ruhe zu lassen, läutete er wieder und wieder an.

Seine Stimmung wurde immer gedrückter, um nicht zu sagen deppressiver. Nur: mir reichte es! Ich hatte für ihn lange genug die Ersatztherapeutin gespielt, in unserer kurzen Beziehung und auch danach.

Es kam, wie es kommen musste: ich ging irgendwann nicht mehr ans Telefon.

Und verbrachte meine Feierabende wieder normal. Heute lebe ich längst in einer langjährigen Beziehung und bin glücklich. Im Rückblick gesehen, kann ich über meine Geduldsamkeit mit Maik nur den Kopf schütteln. Über mich selbst. Über meine unendliche Geduld.

Und wenn ich manchmal in dem eingangs erwähnten Frauenforum stöbere, klicke ich nicht selten auch mal in die besagte Rubrik über den gebrauchten Mann. Und stelle oft fest, dass ganz, ganz viele Frauen ihren neuen Partnern, bei denen die Ex auf irgendeine Art und Weise noch Themaoder/und präsent ist, eher Therapeutin als gleichberechtigte Partnerin und viel zu verständnisvoll sind.

Deshalb mein Rat: machen Sie nicht den Fehler und lassen Sie sich je auf sowas ein! Vor allem, wenn Sie frisch mit dem Mann zusammen sind, kann die Devise nur heißen: „Finger weg!“.

Was Besseres findet sich allemal. Meine Meinung…!

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Frau auf Bett

„Ist es schon Fremdgehen?“, „Genüge ich ihm nicht mehr?“, „Hat er das Interesse an mir verloren?“, „Habt ihr das ebenso in euren Beziehungen?“ oder auch: „Vergleicht er?“ – diese Fragen und ähnliche mehr werden nahezu täglich in den vielen Online-Foren für Frauen im Internet gestellt.

Das Thema, um das es geht, ist auf der einen Seite ein altes und auf der anderen Seite auch wieder ein neues.

Neu deshalb, weil es täglich neue Frauen gibt, die mit dieser Thematik konfrontiert werden und für die dieses Thema dann – logischerweise – neu ist. Antworten bekommen Sie dabei oft von „alten Hasen“ oder coolen Geschlechtsgenossinnen, hier: Frauen, die auch schon (mehrfach) mit dem Thema konfrontiert wurden, das aber entweder von Anfang an oder irgendwann nicht mehr ernst nahmen beziehungsweise dahingehend niemals irgendetwas negatives für sich hineininterpretierten.

Sie ahnen es vielleicht schon, es geht um Männer in Beziehungen, die  – mehr oder weniger heimlich – Hardcore-Erotik-Filme konsumieren.

Ein Umstand, der gebundene Zeitgenossinnen in zwei Lager teilt:

die einen, die es locker sehen und häufig schon viele lange Beziehungsjahre oder verschiedene Beziehungen hinter sich haben und die anderen, für die der Konsum solcher Filme durch den Partner schon die halbe Trennung bedeutet. Neben den erwähnten Frauen, die neu mit dieser Situation konfrontiert sind, gibt es hier auch jene, die zwar lange Jahre Beziehungserfahrung haben, aber mit diesem pikanten Thema innerhalb ihrer Partnerschaft  so gar nicht umgehen können.

Und so kommt es, dass Postings mit der Botschaft: „Mein Partner schaut Pornos“ so gut wie täglich in Massen hochgeladen und dahingehende Ratschläge von Mit-Userinnen von den Betroffenen erwartet werden.

Doch was ist hier ein „guter Rat“?

Gar nicht so leicht zu beantworten, denn dadurch, dass jede Frau mit diesem Fakt anders umgeht, kann nicht pauschal DER eine gute Rat gegeben werden.

Das beweist schon die riesige Trefferquote, die einem die Google-Eingabe „Mein Mann schaut Pornos 2018“ beschert. Natürlich spuckt die Suchmaschine nicht nur Ergebnisse von 2018 aus, aber um zu mehr oder weniger aktuellen Postings zu gelangen, haben wir für unsere Recherche das Jahr 2018 einmal mit eingegeben.

Die Anzahl der Ergebnisse beträgt bei dieser Suche  4.520.000 (!) Treffer.

Man ahnt, wie viele Frauentypen dahinter stecken, die sich in einer stillen Minute an den Rechner gesetzt und ihr Problem in den digitalen Kosmos gesandt haben.

Darunter dürften unsichere Frauen ebenso sein, wie Frauen, die unter Verlustangst leiden und auch Frauen, die aufgrund ihrer Figur Komplexe haben und damit hadern, ob der Partner sie vielleicht insgeheim mit der gutgebauten Blondine aus dem Sexfilmchen vergleicht.

Natürlich wird es noch 1000 Gründe oder/und Ängste mehr geben, die betroffene Frauen an- oder umtreibt – schon deshalb kann kein Allerwelts-Ratschlag das Problem (das für die Männer meist gar keines ist) für die Frauen aus der Welt schaffen.

Wie aber sehen nun die meisten aller Fragen in Sachen „Partner und Pornos“ aus? Zumal sich mit diesem Thema – man glaubt es kaum! – schon Medien wie die Süddeutsche beschäftigen.

Nun – verallgemeindernd kann man sagen, so hier sehen sie aus, die Fragen:

„Hallo zusammen..
mein Mann streitet ab dass er pornos guckt wenn er auf der Arbeit ist… in seinem Verlauf aufm iPhone hab ich sämtliche porno Seiten gefunden… er meint dass es garnicht stimmen würde und dass es ein Virus sei .. aber ist es nicht so dass wenn man auf den Seiten drauf war die sich im Verlauf abspeichern?!
Ich bin total verzweifelt…
Was meint ihr dazu ?!
Bitte um Rat!“

Das Posting wurde im Forum von Brigitte.de erstellt, eines der größten Frauen-Foren überhaupt.

Es steht stellvertretend für unzählige mehr, denn in diesem Stil sind die meisten Threads von Frauen, die dieses Thema diskutieren und Rat einholen wollen, gehalten.

Auch das „verzweifelt sein“ ist häufig zu lesen, wenn es darum geht, dass Frauen bemerkt haben, dass der Partner Filme dieser Art schaut.

Insofern gehört diese Thematik wohl – neben Liebeskummer, Mobbing, Dating und Gewicht/Körpergefühl – zu den „heißen Eisen“, die viele, viele Frauen einfach wahnsinnig machen.

Allerdings, um abschießend doch mit einem kleinen Ratschlag aufzuwarten, dürften sich die allermeisten Frauen in Beziehungen umsonst an dem Thema reiben – denn der Großteil der Männer koppelt den Konsum solcher Filme komplett von der eigenen Beziehung/der eigenen Partnerin ab.

Wunderbar erklärt ist das im bereits oben verlinkten Artikel von lottafrei.de – betroffene Frauen sollten dort unbedingt intensiv stöbern und sich belesen!

In diesem Sinne: machen Sie sich nicht verrückt! Und – ganz wichtig – ja: in anderen Beziehungen ist das genau so!

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„Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – dieser bekannte Ausspruch betrifft die Menschen in Baden-Württemberg, denen man nicht nur Fleiß, sondern auch einen gewissen Geiz nachsagt.

Wie das aber meist so mit Gerüchten ist, bleibt nicht viel, wenn man mal hinter die Kulissen guckt.

Zumindest was den emotionalen Bereich der Schwaben angeht. Wenn sie den Bund fürs Leben schließen, scheinen sie sich diesen nämlich eine Menge kosten zu lassen!

Das geht zumindest aus einem Artikel der Online-Zeitung schwarzwälder-bote.de hervor, die hierzu schreibt:

„Von wegen „Schwaben sind geizig“: Bis zu 15.000 Euro investieren Baden-Württemberger im Durchschnitt in ihre Hochzeit. Damit liegen sie über dem nationalen Durchschnitt von 5000 bis 10.000 Euro. Dies geht aus einer Studie der Agentur Peak Ace zum Thema „so heiratet Deutschland“ hervor.“

15.000 Euro – das ist eine Stange Geld! Allerdings kann dann der eingangs genannte Spruch nun doch nicht sooo weit hergeholt sein, denn – klar! – so eine Summe kann wirklich nur hinlegen, wer fleißig schafft. Und – etwas skurril: die Überschrift des erwähnten Artikels lautet:

„Schwarzwälder heiraten vor allem aus Liebe“.

Na denn! Bis der Tod sie scheidet!

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