Montag, 4. März, 2024

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Der Bauernhof-Effekt: Studie bescheinigt Dorfkindern gute Gesundheit

Echtes Landleben statt Dorfidylle auf Hochglanz? Das scheint momentan DAS Motto von Familien mit Kindern zu sein. Immer mehr von ihnen ziehen aufs Land. Vor Jahren war die Situation noch eine andere: Da reichte es vielen, sich einfach nur an hochwertigen Magazinen, die das Landleben und seine spezielle Lebensart in sensationellen Fotos einfingen, zu erfreuen. Gleich raus auf`s Dorf zog man eher nicht. Heute indes hat sich das gedreht. So rutscht ein soeben noch heiß begehrtes Print-Landhaus-Magazin ins Minus und parallel dazu zieht es unzählige Deutsche raus aus der Stadt. In urige Landhäuser, ausgebaute Scheunen oder gleich auf den Bauernhof. Es scheint fast so, dass der Blick von außen auf das Leben im Dorf nicht mehr reicht – “Mittendrin statt nur dabei” ist wohl die die neue Devise.

Aufwind bekommt dieser Trend zusätzlich von Wissenschaftlern, die aktuell ein Ergebnis vorstellen, das wohl Eltern, die die Stadtwohnung gegen ein Domizil auf dem Land getauscht haben oder genau das möchten, in ihrer Entscheidung bestätigt. Eine Studie des Helmholtz Zentrums München liefert handfeste Argumente dafür, dass eine Kindheit im Ländlichen nicht nur idyllisch, sondern auch äußerst gesundheitsfördernd ist.

Bauernhof und rohe Milch als Schutz vor Krankheiten

Die internationale Forschergruppe des Helmholtz Zentrums hat in ihrer Studie herausgefunden, dass Kinder, die auf dem Land aufwachsen, insbesondere jene, die regelmäßig in einem Kuhstall herumtoben oder vermehrt rohe Milch konsumieren, seltener krank werden. Der Hauptgrund für diese positive Entwicklung liegt laut der Studie in den Mikro-Organismen im Darm der Kinder.

Mikro-Organismen im Darm: Schlüssel zur Gesundheit

Die Untersuchungen zeigen, dass Mikro-Organismen wie Bakterien, Pilze und Würmer eine schützende Wirkung gegen Allergien entfalten. Jedoch lässt sich nicht bestätigen, dass weniger Hygiene im Haushalt vor Allergien schützt. Die Darmgesundheit spielt hier eine entscheidende Rolle, insbesondere in den ersten Lebensjahren. Vielfältige Darm-Mikroorganismen schützen unter anderem vor Asthma. Das Landleben mit regelmäßigen Aufenthalten auf Bauernhof & Co. trägt dabei maßgeblich zur optimalen Reifung des Darmmikrobioms bei.

Der Bauernhof-Effekt: Eine erklärte Schutzwirkung

Die Forscher sprechen hier vom Bauernhof-Effekt, der die positive Gesundheitswirkung des Landlebens aufzeigt. Von Geburt an sind wir einer Umwelt voller kleiner Organismen ausgesetzt, die unser Immunsystem herausfordern. Der Darm, in dem das Darmmikrobiom in den ersten Lebensjahren reift, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Je vielfältiger sich dieses Mikrobiom entwickelt, desto besser ist auch der Schutz vor Asthma. Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen oder häufiger in diesem Umfeld zugange sind, profitieren besonders von dieser effektiven Förderung der Darmgesundheit.

Das Landleben als natürliche Gesundheitsvorsorge für Kinder

Die Studie des Helmholtz Zentrums München liefert überzeugende Ergebnisse: Kinder, die auf dem Land aufwachsen und in Kontakt mit Bauernhofumgebungen kommen, entwickeln ein gesundes Darmmikrobiom. Dies wiederum schützt effektiv vor verschiedenen Krankheiten, insbesondere Allergien und Asthma. Der Bauernhof-Effekt ist somit eine Bestätigung für Eltern, mit der Entscheidung für das Landleben auch die Lebensqualität ihrer Kindern zu erhöhen.

Die vollständige Studie des Helmholtz Zentrums München können Sie auf deren offizieller Webseite nachlesen.

Mehr zu Menschen, die sich bewusst für das Landleben entschieden haben, lesen Sie hier.

Quelle: kommunal.de vom 16. Januar 2024

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