Sonntag, 25. September, 2022

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Getrennte Betten? Nein – getrennte Küchen! Gastbeitrag von Melinda

Getrennte Betten in Beziehungen – darüber liest man viel. Und weiß, dass der räumlich separierte Nachtschlaf in einer Partnerschaft zumeist dem Schnarchen oder/und dem eingeschlafenen Sexlebens geschuldet ist. Von getrennten Küchen indes habe ich noch nie gehört.

Und doch bräuchte ich in meiner Partnerschaft genau DAS! Warum? Nun – nachfolgend drei Gründe, warum ich meinen Mann am liebsten in (s)ein eigenes Küchenreich verbannen würde. Und: Ich bin mir sicher, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht alleine dastehe.

Also – los geht`s:

Grund 1:

Brutzeln nach Küchenschluss – lieber in getrennten Küchen

Die Ex-Frau von Sido hat mal in einem Interview über „Öffnungszeiten“ für ihre private Küche gesprochen. So verkehrt ist das nicht und ich habe vollstes Verständnis dafür. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und für meine Küche nach 20.00 Uhr den Küchenschluss ausrufen. Also dergestalt, dass dann, wenn ich das Kochreich nach dem Abendbrot wieder auf Hochglanz gebracht habe, keiner mehr irgendetwas zu brutzeln, zu toasten oder zu kochen hat.

Leider aber kommt mein Mann auf genau diese Ideen – zumeist ein bis anderthalb Stunde nach dem Abendessen, wenn ich es mir vor dem Fernseher bei einem guten Netflix-Film gemütlich gemacht habe.

Lasse ich ihn gewähren und den Stream weiterlaufen, ereilt mich, spätestens wenn ich ins Bett gehen und mir aus der Küche mal noch eine Flasche Wasser holen will, der blanke Horror: Wahlweise wartet eine fettige Pfanne, ein eingebuttertes Messer oder eine vollgekrümelte Kücheninsel inklusive einem offenen Nutella-Glas auf mich.

Und so geht es fast jeden Abend – kaum zum aushalten!

Grund 2:

Küchenschlacht am Herd endet im Chaos

Mein Mann kocht gerne. Und gut. Viele Speisen manchmal für sich allein, weil der Rest der Familie so reichhaltig und fettig nicht essen mag. So weit, so okay. Allerdings ist die Küche nach einer seiner berühmten Küchenschlachten am Herd meist nicht wieder zu erkennen und es braucht Ewigkeiten, bis sie dann wieder in Ordnung gebracht wird (von mir, denn der „Koch“ fühlt sich nur für die Zubereitung des Essens zuständig). Wäre es nicht herrlich, der Mann brutzelt seine Speisen in einer Extra-Küche, für deren Ordnung „danach“ auch er alleine zuständig ist?

Grund 3:

Kaffeepfützen auf der Arbeitsplatte

Den Kaffee umrühren und danach den Kaffeelöffel in die Spüle legen? Für den Großteil der Leute – und auch für mich – völlig normal. Nicht so für meinen Mann: Der rührt Morgen für Morgen seinen Kaffee mit Milch um und legt den Löffel allmorgendlich auf die Kücheninsel. Obwohl nur wenige Zentimeter entfernt die Spüle wäre, in der der benutzte Löffel eindeutig besser aufgehoben wäre.

Ist er dann aus dem Haus und beginne ich später meine Morgenroutine, nehme ich Tag für Tag den verdammten Löffel zur Hand – und trage ihn zur Spüle. Ich habe es mittlerweile aufgegeben, ihn auf diesen kleinen Handgriff hinzuweisen oder ihn gar darum zu bitten, den benutzten Löffel doch einfach nur in die Spüle zu tun…

Aber ich träume! Von zwei getrennten Küchen…

Bild: pexels.com / Ron Lach

Gastautorin Melinda ist frauenboulevard.de-Leserin und wohnt in Bad Reichenhall
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