Einmal am Tag raus in die Natur und man hat etwas für`s Wohlbefinden getan. Das ist keine neue Erkenntnis – natürlich nicht -, aber wen zieht es an grauen Herbsttagen denn wirklich raus ins Freie?

Die meisten eher nicht. Zumal gerade die Herbstzeit auch als „Indoor-Kuschelzeit“ genutzt wird, Kamin, heißer Tee und Plätzchen locken allemal mehr als der womöglich matschige Wald- oder Parkweg.

Aber dennoch: dass man seinen inneren Schweinehund überwinden sollte, ist wichtig. Auch vor dem Hintergrund der neuesten Erkenntnisse, die sich dem Zusammenhang zwischen der Psyche und der Gesundheit widmen.

So gilt es als erwiesen, dass die Natur die psychische Gesundheit festigt. Auf dem Land sogar noch stärker als in der Stadt! Aber ganz egal, ob man in der pulsierenden City wohnt oder auf einem verträumten Dorf: raus, raus und nochmals raus lautet die Devise der Gesundheitsexperten!

So wurde auf pressetext.de aktuell das Ergebnis von Wissenschaftlern aus Barcelona veröffentlicht, die sich am Barcelona Institute for Global Health diesem Thema gewidmet haben.

Hier heißt es:

„Der Aufenthalt in einer natürlichen Umgebung stärkt die psychische Gesundheit. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Wissenschaftlern des Barcelona Institute for Global Health, die in vier europäischen Städten durchgeführt worden ist. Den Ergebnissen zufolge schnitten jene, die täglich Zeit in der Natur verbringen, bei einer Skala für psychische Gesundheit um 2,74 Punkte besser ab als die restlichen Probanden.(…)
An der Studie nahmen 3.599 Personen aus Barcelona in Spanien, Doetinchem in den Niederlanden, Kaunas in Litauen und Stoke-on-Trent in England teil. Diese beantworteten einen Fragebogen hinsichtlich ihrer Lebensgewohnheiten sowie ihres seelischen Wohlbefindens. Der Zusammenhang zwischen einer natürlichen Umgebung und der psychischen Gesundheit war bei aktiven Bewegungsformen wie Gehen oder Radfahren besonders stark.
Die Definition von natürlicher Umgebung meint hier sowohl öffentliche als auch private Plätze, die grüne oder blaue natürliche Elemente, beispielsweise Bäume, Wälder, Stadtparks, Naturparks, Naturreservate sowie verschiedene Arten von Gewässern, beinhalten. „Von vorhergehenden Studien wissen wir, dass physische Aktivitäten in der Natur Stress reduzieren, die Stimmung heben und die psychische Regeneration in einem größeren Ausmaß ankurbelt als die gleiche Bewegung in urbaner Umgebung“, schildert Studienautorin Wilma Zijlema.“

Tja – das ist eindeutig! Und solange es draußen vor der Tür nicht wirklich regnet oder stürmt, sollte man versuchen, so oft wie möglich in die Natur zu gehen.

Natürlich wird das den meisten nicht täglich gelingen, aber so dreimal die Woche sollte man sich dazu schon durchringen!

Leute, die auf dem Land wohnen, benötigen zudem meist nur wenige Schritte aus ihrem Dorf raus, um sofort in Wald und Flur zu sein.

Deshalb sollten Städter überlegen, was für sie als kleine Stippvisite am besten in Frage kommt. Wer zu bequem ist, den langen Weg zum Stadtpark oder zum städtischen Wald zu laufen, kann auch das Auto dorthin nehmen und direkt ab einem der Parkplätze, die im Zusammenhang mit städtischen Naherholungsgebieten meist vorhanden sind, seinen Spaziergang (oder die Jogging-/Walking-Runde) starten.

Selbst Leuten, die ab dem Herbst zu Stubenhockern mutieren, werden sich eingestehen, dass einem was fehlt, wenn man den Großteil der Arbeitswoche über so gut wie gar keinen Baum oder Strauch zu Gesicht bekommen hat. Meist wird einem das freilich erst direkt in der Natur richtig klar, die man total genießt, wenn man sich in ihr aufhält.

Es ist ein bisschen wie mit dem Sport: raffen sich Sportmuffel erst mal zu der gesunden Aktivität auf, genießen sie das wohlige „Danach“-Gefühl in vollen Zügen und freuen sich darüber, dass sie den inneren Schweinehund überwunden haben.

Meist werden in solchen Situationen gute Vorsätze geschmiedet, ganz nach dem Motto: „Das muss ich einfach öfter machen“.

Wer dies an trüben Herbsttagen mit Spaziergängen in der Natur ähnlich handhabt – also sich auch aufrafft, wenn es draußen grau in grau ist – der sollte vor allem eines: an guten Vorsätzen dran bleiben! Zumal sich der knisternde Kamin, die dampfende Tasse Tee und der Ohrensessel nach einer Spazier- oder Joggingrunde, zu der man sich aufgerafft hat, im Nachgang noch intensiver genießen lassen…

Bildnachweis: pexels.com

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