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Pamela Schwietzke

Wenn das Gleichgewicht des weiblichen Körpers aus der Balance gerät – dann kann das viele Ursachen haben. Fest steht, dass bei vielen Frauen der stressige Alltag eine Rolle spielt. Hormone im Trink- und Badewasser sowie Umwelt- und Nahrungsgifte tun ihr Übriges. Fühlt man sich auf Dauer überfordert, müde und nicht belastbar, dann liegt definitiv ein Problem vor – der Körper signalisiert es. In solchen Situationen suchen Frauen Pamela Schwietzke (im Bild) auf. Die Heilpraktikerin führt ihre Naturheilpraxis in Berlin und arbeitet mit einer speziellen Hormon Therapie. Diese wendet sie gegen Periodenbeschwerden ebenso an wie gegen seelische Ursachen. Damit tanken die Patientinnen Kraft und können aus sich selbst heraus wieder sehr viel mehr für die eigene Balance tun.

Zudem hilft die von Pamela Schwietzke entwickelte Natürliche Hormon Therapie (NHT) Frauen auch bei unerfülltem Kinderwunsch. Wir haben mit der sympathischen und engagierten Heilpraktikerin gesprochen.

FB: Frau Schwietzke, wann ist Ihnen aufgefallen, dass so viele Frauen im Ungleichgewicht sind – gesundheitlich gesehen?

In meiner Praxistätigkeit ist es mir aufgefallen. Die Symptome von Krankheiten sind vielfältig, doch die Ursachen sind oftmals gleich und ähneln sich auffällig. Wir Frauen müssen uns ja nicht nur nach den Jahreszeiten, Tag und Nacht Rhythmus, Mondphasen, sondern auch noch nach unserem ganz eigenem Monatszyklus richten. 

Stressiger Alltag oft die Ursache für weibliches Ungleichgewicht

Und dabei haben wir ja auch noch mehrere Jobs unter einen Hut zu bringen. Mutter, Frau, Geliebte, Arbeitskraft, Haushälterin, Animateurin,…Da kann Frau schon mal aus dem Ungleichgewicht geraten.

FB: Was sind die Ursachen dafür? 

Die Ursachen aus dem Gleichgewicht zu kommen, sind oftmals geringfügig. Fühlt man sich überfordert, ist geschwächt, übermüdet. So kann dies schon ein Auslöser sein. Oder psychische Probleme, die sich aus der Kindheit schleppen und nie wirklich behandelt wurden, brechen hervor. Hormone in Trink- und Badewasser, Umwelt- und Nahrungsgifte, Stress ganz allgemein, allem gerecht zu werden, 

Krankheiten und Medikamente – jedes für sich kein Problem für einen gesunden Körper. Doch irgendwann kann es nicht mehr kompensiert werden. Die vielen „Kleinigkeiten“, geraten nun zu einem Problem.

Frauen und Kinder jeden Alters kommen in die Praxis

FB: In welchem Alter sind die Frauen, die zu Ihnen kommen?

Meine Praxis ist für Frauen und Kinder jeden Alters. Zur Natürlichen Hormon Therapie war meine jüngste Klientin gerade mal 12 Jahre alt und hatte jeden Monat mit Zyklusbeginn wahnsinnige Bauchschmerzen und Launen. Nach der erfolgreichen Therapie hatte sie keine Schmerzen mehr und die entspannte Situation zu Hause, war für die Mutter eine ernorme Erleichterung.

Meine älteste Klientin ist  75 Jahre alt gewesen. 

FB Sie selbst haben eine natürliche Hormontherapie entwickelt – wie kam es dazu? 

Ich habe festgestellt, dass es nicht „die Eine“ Lösung für scheinbar gleiche Ursachen gibt. Sondern es ist stets das Gesamte zu betrachten. Damit meine ich, sowohl die Klientin in ihrer gesamten Konstitution, als auch die Summe der äußeren Einflüsse. Auch bemerkte ich dabei, dass die Klienten die „Lösung“ bereits in sich trugen, sogar aktiv auf eigene Defizite und Zusammenhänge hinwiesen, aber nicht selbstständig in der Lage waren, sich zu helfen, aktiv zu werden.

Seelisches Ungleichgewicht geht oft mit der Schwächung der hormonellen „Rüstung“ einher

An diesem Punkt setzt meine Hormontherapie an. Denn vielfach geht ein seelisches Ungleichgewicht mit einer Schwächung der hormonellen „Rüstung“ einher. Stärke ich also den Hormonhaushalt über meine Therapie, so helfe ich der Klientin, selbst die Kraft zu finden, sich von den Symptomen zu lösen und an den Ursachen zu arbeiten. 

FB: Wie genau läuft Ihre Hormontherapie ab? 

Beim ersten Termin verschaffe ich mir einen Überblick über die Klientin. Ihre Rolle in der Familie, in Schule und Beruf, ihren empfundenen und tatsächlichen Status in der Gesellschaft. Ich nehme ich mir ausgesprochen viel Zeit. Wir reden nicht nur, sondern ich schaue mir auch die Reflexzonen der Füße an. Hier erkenne ich Blockaden des Organsystems, Verspannungen, sowie die tatsächliche Gemütsfassung. Bereits im ersten Termin zeichnet sich ab, ob die selbst wahrgenommene körperliche Verfassung stimmig ist und sich tatsächlich mit den in den Fußreflexzonen erkennbaren Fehlfunktionen des Körpers deckt. 

Sanfte Massage an verschiedenen Körperzonen

Zum nächsten Termin behandle ich die Zonen des Nackens, des Rückens und des Bauchraums in Form einer sehr sanften Massage. Auch hierbei reden wir miteinander. Zumeist stellen wir gemeinsam Schritt für Schritt fest, dass durch die Behandlung  andere mögliche Ursachen, die bisher völlig außer Beachtung geratenen  sind, ans Tageslicht kommen. 

Diese Massage wiederhole ich dann wöchentlich, bis eine Besserung eintritt. Das kann schon mal 6-10 Wochen dauern, je nachdem wie lange die Klientin schon mit ihren Symptomen lebt.

FB: Mit welchen Beschwerden kommen Frauen zu Ihnen, die sich dieser Therapie unterziehen?

Das ist die ganze Bandbreite. Bei jungen Mädchen sind es vor allem Bauch- und Kopfschmerzen, bei jungen Frauen kommen noch Verstimmungen, Fress-Attacken, Wassereinlagerungen, Zyklusunregelmässigkeiten und Stress dazu.

Verlust der Libido oder Blasenschwäche bei Älteren ein Thema

Bei Älteren besteht oft der Verlust der Libido, Hitzewallungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Blasenschwäche.

FB: Sie sagen, dass Ihre Methode auch bei unerfülltem Kinderwunsch helfen kann, inwiefern? 

Ich habe die NHT aus der Fruchtbarkeitsmassage von Birgit Zart entwickelt. Sie hatte mich, wie auch andere Therapeuten,  in ihre wundervolle sanfte Massage eingeweiht, mit der sie schon sehr vielen kinderlosen Paaren zum langersehnten Wunschkind verholfen hat. Diese Fruchtbarkeitsmassage von Frau Zart war für mich ein ganz wesentlicher Auslöser. Ich habe lediglich das „handwerkliche Arbeiten“ am Klienten um verschiedener Elemente aus anderen Therapieformen erweitert. Im Ergebnis leistet die NHT daher deutlich mehr. Denn die jeweilige Kombination der Therapieformen, kann somit sehr fein auf das individuelle Erfordernis abgestimmt werden. 

Kinderwunsch bei Klientinnen schon erfüllt

Und – ja – natürlich ist auch bei Klientinnen in meiner Praxis der Kinderwunsch schon erfüllt worden. Sehr zu meiner eigenen Freude.

FB: Wie äußern sich Frauen, die Ihre Hormontherapie in Anspruch genommen haben – wie sind die Rückmeldungen? 

Also für mich ist es immer das Schönste, wenn meine Klienten nicht mehr wiederkommen. Das klingt zwar jetzt sehr ungewöhnlich, aber wenn die Frauen sich nach einer Therapie nicht mehr melden, stimmt mich das eher froh, denn dann war sie erfolgreich.

Aus dem Rücklauf an Empfehlungen kann ich davon ausgehen, dass ich Ihnen helfen konnte und sie wieder in Balance leben. Ich hatte zumindest noch keine Frau in meiner Praxis, die nach der NHT nicht begeistert war oder ausdrücklich Unzufriedenheit geäußert hätte. Im Gegenteil, die Bereicherung und das Wohlempfinden der Klientinnen ist durchweg positiv, selbst wenn der Behandlungserfolg nicht unmittelbar sofort eintritt. 

Mehr Informationen finden Sie direkt auf der Homepage der Naturheilpraxis von Pamela Schwietzke.

Bildnachweis: Pamela Schwietzke

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Von der Bankkauffrau zur Feng Shui-Beraterin in Singapur und Deutschland: Diesen Berufsweg hat Christine Kronshage aus Taunusstein gemeistert. Erfolgreich! Dass sie sich professionell der Feng Shui-Lehre widmet, ist einem Auslandsaufenthalt zu verdanken, der gerade zu dem Zeitpunkt in ihr Leben kam, als sie eigentlich in den alten Beruf zurückkehren wollte. Es kam – wie so oft im Leben – alles anders und heute ist Christine als Feng Shui-Beraterin erfolgreich. Das Rüstzeug dafür hat sie sich in Singapur geholt – der asiatischen Region, in der ohne Feng Shui-Regeln gar nichts geht. Was dort zum Alltag gehört, wird hierzulande teilweise ins Esoterische transportiert oder als Lifestyle abgetan. Über beides kann Feng Shui-Profi Christine nur mit den Kopf schütteln. Im Interview gibt sie spannende Einblicke in die asiatische Harmonielehre und räumt zudem mit einigen Klischees auf, die ihr diesbezüglich immer wieder begegnen. Interessant ist es auch zu lesen, wie die dreifache Mutter in Asien den Grundstein für ihre heutige berufliche Existenz legte.

FB: Christine, was hast Du beruflich gemacht, bevor Du Dich auf Feng Shui fokussiert hast?

In meinem „ersten Leben“ habe ich als Bankkauffrau bei einer großen deutschen Bank gearbeitet. Zunächst in der Kundenberatung, später dann in Projekten zur Prozessoptimierung. Das war soweit auch alles ganz interessant. Bis ich Ende der 90er Jahre ein Schlüsselerlebnis hatte, als ich für diese Bank 15 Monate in Asien arbeitete. Damals kam ich durch die lokalen Kollegen zum ersten Mal mit Feng Shui in Berührung. 

Durch meiner Arbeitskollegen bekam ich kleine Einblicke in die für mich unbekannte Welt der Chinesischen Metaphysik und erfuhr, quasi am eigenen Leib, dass es möglich ist, die Raumenergie zu beeinflussen um meine Ziele schneller und leichter zu erreichen. Und damit war ich infiziert…

Auslandsaufenthalt war Glücksfall

FB: Mit Feng Shui – so sagst Du – begann ein zweites Leben für Dich. Wie kam das? 

Als wir in 2011 als Familie mit drei Kindern nach Singapur umzogen, hatte ich gerade neun Jahre Elternzeit hinter mir. Eigentlich wollte ich zurück in meinen alten Beruf, doch der Auslandsaufenthalt machte mir einen Strich durch die Rechnung. Heute sage ich: Zum Glück! In Singapur ergriff ich die Gelegenheit, als eine der wenigen Ausländer, das faszinierende Thema Feng Shui an der Universität zu studieren. Und stellte fest, dass es riesige Unterschiede gibt zwischen dem, was ich mir vorher in Deutschland aus Büchern angelesen hatte und dem echten, asiatischen Feng Shui. 

FB: Die chinesische Harmonielehre wird in Asien ganz anders angegangen als in Deutschland. Wie muss man sich das vorstellen? 

Die Grundlagen von Feng Shui sind in der Bevölkerung allgemein bekannt. Kaum eine Familie, die in ihrem Haus nicht auf die wichtigen Kompetenten für Gesundheit, Wohlstand und gute Beziehungen achtet. Feng Shui gehört zum Alltag, fließt bereits in die Stadtplanung ein. Schulen, Bürogebäude, Einkaufszentren, Museen und Konzerthallen – in fast allen Gebäude wird auf gutes Feng Shui geachtet. Umgekehrt wird bei Unglücksfällen oder Umsatzeinbußen schnell ein Feng Shui Master zu Rate gezogen, um durch geeignete Maßnahmen die Energie wieder zum Fliessen zu bringen.  

Fernöstliche Lehre machte glücklich

FB: Was hat Dich persönlich an dieser fernöstlichen Lehre so fasziniert? 

Ganz einfach: Sie hat mich glücklicher gemacht. Seit ich nach diesen Regeln lebe und unser Haus so ein- und ausgerichtet habe, bin ich achtsamer geworden, zufriedener, mein Leben verläuft viel häufiger so, wie ich es mir wünsche. Und das finde ich klasse!

FB: Wann hast Du die Entscheidung getroffen, Dich mit Feng Shui selbständig zu machen?

Eigentlich war das gar nicht meine Entscheidung, sondern die meines ersten Lehrers. „Geh raus und sammle Erfahrungen“ sagte er. „Das ist nicht nur gut für Dich, sondern so kannst Du Dein Wissen teilen und anderen helfen.“ Mit seinem Empfehlungsschreiben in der Hand und ziemlich weichen Knien, stand ich dann irgendwann tatsächlich bei der zuständigen Behörde und bat um die Erlaubnis, ein Geschäft als Feng Shui Beraterin anzumelden. Als Deutsche. In Singapur. Und sie wurde erteilt … und damit war ich „die deutsche Asiatin“ und durfte offiziell als Feng Shui Beraterin unterwegs sein. Und andere Menschen glücklicher machen.

Feng Shui funktioniert einfach – kein Glaube daran nötig

FB: Was ist das stärkste Argument für Feng Shui?  

Es funktioniert. Und man muß nicht daran glauben! Wie oft ich bei uns zu Hause testweise Möbel umgestellt oder Bilder ab- und umgehängt habe, lässt sich gar nicht mehr zählen. Meinen Söhnen und meinem Mann habe ich gewöhnlich nicht vorher erklärt, warum ich dies tue, sondern nur aufmerksam zugehört – oder beiläufig nachgefragt – wenn sie dann in den folgenden Tagen von positiven Ereignissen oder Erfolgen berichtet haben.

FB: Wie siehst Du die esoterische Komponente im Zusammenhang mit dieser Harmonielehre? 

Feng Shui hat nichts mit Esoterik zu tun, ist weder mystisch noch spirituell. Es ist wirklich schade, dass Feng Shui hier teilweise belächelt oder als Humbug abgetan wird. Feng Shui sei „nicht mehr modern“ wurde mir neulich in einer Buchhandlung mitgeteilt. Leider werden tatsächlich viele merkwürdige und teils absurde Praktiken und Formeln verbreitet, die auf Aberglauben oder falschen Übersetzungen basieren. Echt bedauerlich. Das klassische, traditionelle Feng Shui, das auch heute noch im modernen Singapur angewandt wird, hat nichts mit Esoterik zu tun. In Asien ist Feng Shui eine anerkannte Wissenschaft, die logisch aufgebaut ist und auf Natur-Beobachtungen beruht. 

Mehr Harmonie wird oft gewünscht – vor allem in Beziehungen

FB: Was wünschen sich Deine Kunden, für die Du Projekte umsetzt und wie gestaltest Du die Herausforderungen der Kundschaft?

Christine Kronshage

Feng Shui-Beraterin Kronshage

Meine Kundinnen wünschen sich mehr Harmonie, Gesundheit und ein liebevolleres Miteinander in ihrer Familie. Manchmal geht es auch um mehr Erfolg im Beruf oder (für ihre Kinder) in der Schule oder im Studium. Aber meist handelt es sich um Beziehungsprobleme.  Gleichzeitig hängt in vielen Köpfen immer noch der Vorbehalt, das sich durch eine Feng Shui Beratung der gesamte Einrichtungsstil ändern müsste. Dem ist nicht so. Die Prinzipien des Feng Shui lassen sich wirklich in jedem Stil umsetzen. Gutes Feng Shui sieht man nicht – aber man spürt es!

Ich beginne immer mit einem Gespräch und finde dabei heraus, was die Kundinnen sich wünschen. Bei der Wohnungsbesichtigung geht es mir zuerst um eine Balance von Yin und Yang. Bereits während ich die Räume mit meinem Kompass vermesse, fallen mir Unregelmäßigkeiten auf, die ich sofort anspreche. Manchmal entfernen wir spontan kleinere Gegenstände oder Bilder und spüren die Energieveränderung! 

Rasche Lösungen, die nicht zu teuer sind, kommen zum Einsatz

Viele Menschen haben Dekorationsobjekte, Lampen, Bilder oder andere Objekte in ihren Wohnungen, die sie überhaupt nicht mögen. Oder die schlicht und einfach am falschen Platz stehen / hängen. Mit solchen „Kleinigkeiten“ beginnt schon ein Prozeß. Mir ist es wichtig, dass meine Lösungen schnell umsetzbar und nicht allzu kostspielig sind. Vor allem in Mietwohnungen ist es oft nicht möglich, „mal eben“ eine Tür zu versetzen. Und auch neue Wandfarbe ist für manche Menschen mit viel Aufwand verbunden. 

FB: Was für Räumlichkeiten lässt Deine Klientel bevorzugt umgestalten und wo liegen bei Neubauten die Prioritäten in Sachen Feng Shui? 

Vielfach wird Feng Shui im gleichen Atemzug mit Innenarchitektur und Raumgestaltung genannt. Dabei geht es aber eigentlich eher um Optimierung der Energie innerhalb von Räumen. Wir spüren, dass es uns nicht gut geht, machen es allerdings nur selten an den Räumen fest. Ich werde nicht direkt zur Umgestaltung gerufen, sondern um Probleme zu lösen. Dafür schaue ich mir die Räume an. 

Eingangsbereich ist am wichtigsten

Aus Feng Shui Sicht ist der Eingangsbereich am wichtigsten, denn – und das wird leider oft vergessen – die gute Energie kommt von draußen ins Haus. Und die Haustür, die täglich mehrfach geöffnet wird, ist nun mal der Zugang der Energie. Daher sollte der Eingang bereits draußen so gestaltet sein, dass Besucher sich willkommen fühlen. Mülltonnen direkt neben der Eingangstür sind daher keine gute Idee. Eine schöne Fußmatte, eine der Jahreszeit entsprechend dekorierte Haustür, eine funktionierende Klingel, eine schöne Lampe, ein gut lesbares Namensschild, bzw. die Hausnummer, vielleicht sogar noch eine oder zwei schöne Kübelpflanzen und eine Bank – so heißt man die Energie willkommen. 

Negative Energien vermeiden

Auch bei Neubauten ist der Eingangsbereich sehr wichtig. Außerdem wird geschaut, dass der Grundriss so gestaltet wird, dass alle Bewohner ihre positiven Bereiche gut nutzen können. Man versucht, negative Energie weitestgehend zu vermeiden, indem man bei der Platzierung von Treppen, Türen und Fenstern auf die Einhaltung der Regeln des Feng Shui achtet. 

FB: Du arbeitest bundesweit – woran derzeit? 

Mein Fokus liegt auf Einzelberatungen. Im Rhein/Main Gebiet erarbeite ich individuelle Lösungen für meine Kunden vor Ort in ihren Räumen. Außerdem biete ich über die Landesgrenzen hinaus online Beratungen an. Momentan plane ich beispielsweise bei einem Neubau in Österreich mit. Das wunderschön gelegene Grundstück hat einen tollen Blick, ist durch seine Hanglage aber auch eine Herausforderung, der ich mich gern stelle. 

Digitaler Workshop für kleinen Teilnehmerkreis geplant

Um für alle Interessierten gut erreichbar zu sein und das Wissen über Feng Shui zu verbreiten, biete ich in Kürze einen Online-Tagesworkshop an. Bei diesem Workshop arbeite ich intensiv und exklusiv mit einem kleinen Teilnehmerkreis. So kann ich mich optimal auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen konzentrieren. Ziel des Workshops ist es, an nur einem Tag den Energiefluss und damit das Wohlbefinden des Teilnehmers spürbar zu verbessern. Besonders viel Freude habe ich auch bei der Produktion von Videos, die ich gern bei YouTube oder auf meinem Facebook Account veröffentliche.

Weitere Informationen zu Feng Shui und Christines Leistungsspektrum finden Interessierte auf ihrer Homepage.

Bildnachweis: Christine Kronshage

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Frau im Home Office

Von daheim aus arbeiten, sich die Arbeitszeit selbst einteilen können, flexibel sein. Das ist nicht nur ein Modell für Freiberufler und Selbständige, sondern auch für etliche Angestellte in mittleren und großen Unternehmen. Vor allem Frauen nutzen die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, rege und gern. Dass hiermit nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gegeben ist, ist in den letzten Jahren zu immer mehr Unternehmen vorgedrungen, die nun ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen.

Home-Office wird zumeist für bessere Vereinbarkeit von Familie und Job genutzt

Freilich sind diese Firmen noch immer in der Unterzahl, wird gesamtgesellschaftlich um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Job immer noch gerungen. Vor allem Familienverbände fordern, dass Unternehmen noch viel mehr von diesen Home-Office-Arbeitsplätzen zur Verfügung stellen sollen. Hier übertrifft die Nachfrage das Angebot aktuell um Längen.

Doch parallel zu dem Wunsch vieler (weiblicher) Arbeitnehmer, von daheim aus arbeiten zu können, wird häufig auch Kritik am Home-Office laut. Fundierte Kritik. Damit zielt man aber nicht auf den gemeinen Home-Worker ab, der ja doch zwischendurch die Waschmaschine befüllt und in schlapperiger Jogginghose ungeduscht am Schreibtisch sitzt – dieses Gerücht hält sich, solange es die Heimarbeitsplätze gibt. Nebenbei erwähnt: Diese Verlockungen werden in diversen Web-Gruppen, in denen sich Leute, die im Home-Office arbeiten, austauschen und vernetzen auch immer wieder thematisiert. So mancher gibt freimütig zu, dass er sehr wohl die Waschmaschine nebenher laufen lässt und sich bis Mittag erstmal nur im Bademantel beruflich betätigt. Andere wiederum berichten davon, dass sie es sehr diszipliniert halten, sich ordentlich angezogen und – als Frau – sogar geschminkt an den Heimarbeitsplatz setzen.

So weit, so gut.

Karriere-Expertin sieht im Home-Office etliche Nachteile

Ganz andere Gründe führt nun Petra Rohner von der PR Consulting GmbH ins Feld. Auf dem Karriere- und Vernetzungsportal XING veröffentlichte sie einen Beitrag unter der Überschrift:

„Frauen und New Work: das Homeoffice als Karrierefalle“

Ihre Gründe, die sie im Beitrag nennt, sind nachvollziehbar. So schreibt sie unter anderem:

„(…)Zu Hause arbeiten bedeutet jedoch auch, in vielen wichtigen Momenten in der Firma nicht dabei zu sein. Da Homeoffice noch immer besonders von Frauen beansprucht wird, ist genau dies einer der Schwachpunkte der sonst so guten Entwicklung. Wer zu Hause arbeitet, merkt mit der Zeit, dass viele Themen, die im Team in den Pausen oder über Mittag besprochen werden, an einem vorbeigehen. Von Beförderungen erfährt man oft erst, wenn sie offiziell mitgeteilt werden – sogar wenn man selbst Interesse an der Position gehabt hätte.(…)“

Da ist natürlich etwas dran und nicht erst seit gestern ist bekannt: Im Home-Office arbeiten kann ziemlich einsam sein. Fernab von Kollegen, der Firma und alles was sich in diesem Zusammenhang abspielt, kann es tatsächlich passieren, dass man etwas isoliert wird. Nicht beabsichtigt freilich, aber eben als sich ergebende Konsequenz.

Mancher kennt nur das von Zuhause aus arbeiten

Wobei man hier wahrscheinlich unterscheiden muss, zwischen Leuten, die neu ins Home-Office gehen und Menschen, die es gar nicht anders kennen. Leute, die zunächst in einem Unternehmen und inmitten eines Kollegenkreises, eines Teams, gearbeitet haben, tun sich im Home-Office eventuell tatsächlich schwer und vermissen mitunter die Atmosphäre zwischen Büroflur und Kantine.

Wieder andere, die von Anfang an alleine von zuhause aus arbeiten, kennen es nicht anders und werden wohl auch nichts vermissen. Vor allem viele Freiberufler, die schreiben, konzipieren oder anderweitig geistig tätig sind kennen kein anderes Arbeitsumfeld, als die eigenen vier Wände. Wahrscheinlich ist es auch eine Sache der Gewohnheit.

Für Menschen, die zwar sehr gern im Home-Office arbeiten, sich aber auf Dauer isoliert fühlen, eignet sich deshalb eine Aufteilung der Arbeit sehr gut. So kann beispielsweise von Montag bis Mittwoch in der Firma und Donnerstag und Freitag von zuhause aus gearbeitet werden. Oder umgekehrt. Immer vorausgesetzt, der Arbeitgeber macht mit – klar!

Durch ein solches Modell würde der Draht zu den Kollegen inhouse nicht ganz so arg gekappt und die von Expertin Petra Rohner ins Feld geführten Nachteile lassen sich so ein Stück weit umschiffen.

Home-Office immer auch eine Typ-Frage

Am Ende ist es wohl eine Typ-Frage: Den einen stört es nicht im Geringsten, aus einem Kollegenkreis gänzlich ins Home-Office zu wechseln, während der andere zu dem erwähnten Teilungs-Modell tendiert. Schon immer von Zuhause aus Arbeitenden wird sich die Frage sowieso nicht stellen. Siehe oben. Erfahrungsgemäß vernetzt sich diese Klientel ganz gut, zumeist online. Gerade für Frauen gibt es hierfür im Netz diverse Gruppen, vor allem auf Facebook. Von den Mompreneurs über die Frauen Business Lounge bis hin zu der She preneuer Community gibt es in dem sozialen Netzwerk interessante Gruppen und Communitys für Frauen, in denen auch viele Mitglieder dabei sind, die im Home-Office arbeiten. Hier wird sich untereinander geholfen, mit Tipps versorgt oder auch mal Luft gemacht. Zwar findet alles digital statt, aber nicht wenige Frauen vernetzen sich auch offline, gehen mal einen Kaffee trinken, sehen sich. Eine gute Alternative zu fehlenden Kollegen ist dies gerade für Leute, die es nicht anders kennen, als stets allein zu arbeiten, allemal.

Mann muss es wollen (und mögen)!

Insofern: Es gibt sicher nicht nur DIE negativen oder nur DIE positiven Seiten in Sachen Home-Office. Und es ist garantiert nicht jedermanns Sache, auch klar. Wie bei allem im Leben gilt: Man muss es mögen.

Wer den erwähnten Artikel von Petra Rohner im Original lesen will, hier ist er.

Bildnachweis: pixabay.com

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Rothenburg ob der Tauber

Suchen Sie noch ein Ausflugsziel für den sonnigen Herbst, einen malerischen Ort, an dem Sie bummeln, nach Herzenslust shoppen oder einfach nur die Seele baumeln lassen können? Dann kann ich Ihnen heute ans Herz legen: Lernen Sie Rothenburg ob der Tauber bei Ihrem nächsten Städtetrip kennen. Gleich, ob Sie ein romantisches Wochenende verbringen, sich durch üppige Speisenkarten schlemmen oder einfach nur hemmungslos einkaufen wollen – hier werden Sie auf jeden Fall fündig, denn die Stadt bietet ein reichhaltiges Repertoire an Galerien, kleinen, aber feinen Boutiquen mit handgefertigten Einzelstücken, unzählige Souvenir-Shops, oder den sprichwörtlichen exklusiven „Porzellan-Laden“, in dem Sie endlich eine Untertasse aus Meißener Porzellan erwerben können – gesetzt den Fall, Sie haben eben mal 2000 € übrig, oder Ihre Kreditkarte ist noch nicht zu ausgefranst …

Egal, ob verliebt oder auf Nostalgie-Trip: Rothenburg ob der Tauber begeistert!

Ob Verliebte, Nostalgiker, Souvenirjäger, Feinschmecker oder Wanderer: Jeder findet hier und im angrenzenden Taubertal, was er sucht. Das Tolle an Rothenburg ist außerdem für mich persönlich, dass ich dort hemmungslos einfach nur Tourist sein und sogar wie einer aussehen darf. Niemand stört sich hier an einer vor der Brust baumelnden Kamera, dem ständig gezückten Smartphone, riesigen Sonnenbrillen unter monströsen Hüten (kann man nur im Urlaub tragen…), neugierigen Blicken in romantisch bewachsene Hof-Einfahrten oder verwirrtes Herumtippen im digitalen Reiseführer – die Rothenburger kennen das bei jährlich über 2 Millionen Besuchern alles und nehmen es gelassen.

Aber zuerst einmal ein paar trockene Zahlen: Rothenburg ob der Tauber ist eine mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach (Bayern) mit knapp über 11.000 Einwohnern. Einen Teil ihrer Berühmtheit verdankt die Stadt nicht nur ihren einzigartigen Baudenkmälern, sondern auch dem sogenannten „Meistertrunk“ aus dem Jahre 1631, als Generalissimus von Tilly – ein katholischer Feldherr (Rothenburg war protestantischund wollte es auch bleiben) – mit 60.000 Mann am 30. Oktober 1631 die Stadt stürmte und den Bürgermeister sowie alle Räte der Stadt zum Tode verurteilte. Einfach so.

Anschließend war das damals allgemein übliche Plündern und Brandschatzen eingeplant, denn Tillys Armee aus rauen Gesellen war für seine Gründlichkeit in diesen beiden Tätigkeiten weithin bekannt. In ihrer Not boten ihm die Rothenburger Ratsherren einen gläsernen Humpen, gefüllt mit 3 ¼ Litern Wein, an, vielleicht um ihn milde zu stimmen. Niemand war wohl mehr überrascht als die verzweifelten Ratsherren selbst, als Tilly den Humpen eine Weile betrachtete und dann meinte, wenn es jemand fertigbrächte, das Gefäß in einem Zug zu leeren, dann würde er die Stadt verschonen.

„Meistertrunk“ machte Rothenburg berühmt

Gottseidank hatte die Stadt damals einen trinkfesten Bürgermeister namens Georg Nusch, der sich freiwillig meldete und es tatsächlich hinkriegte, sich die 3 ¼ Liter in einem Zug hinter die Binde zu kippen. Daraufhin musste Tilly Wort halten und Rothenburg verschonen. Da er, wie erwähnt, mit 60.000 Mannen angerückt war, wäre das Brandschatzen und Plündern wohl ziemlich übel für die Reichshauptstadt Rothenburg und ihre Einwohner ausgegangen, hätte Nusch nicht eine Leber aus Gusseisen besessen. Dieser „Meistertrunk“ wird seit langer Zeit jährlich am Pfingstwochenende mit einem riesigen Fest gefeiert, und wer sich unterm Jahr zur vollen Stunde zwischen 10.00 und 22:00 Uhr am Marktplatz einfindet, kann oberhalb der Rathausuhr beobachten, wie sich zwei Türchen öffnen, in deren Öffnungen zwei Figuren erscheinen, von denen dann eine den berühmten Humpen leert.

Ei

Frühstücksei mit asiatischem Schriftzeichen.

Aber es ist nicht nur der Meistertrunk, der die Menschen anzieht: Wegen seiner größtenteils erhaltenen historischen Altstadt ist Rothenburg bis heute ein Magnet für Touristen aus der ganzen Welt. Auf einem Rundgang über die beinahe vollständig begehbare Stadtmauer treffen Sie Japaner, Amerikaner, Italiener oder Koreaner. Rothenburg ist wahrlich multikulturell. Und es ist einzigartig. Sogar die Frühstückseier begrüßen Sie hier mehrsprachig (siehe Bild).

Rothenburg ob der Tauber fesselte von Anfang an

Seitdem ich im zarten Alter von 20 Jahren eigentlich nur zufällig in dieser Stadt gelandet bin, weil ich mich wie üblich verfahren hatte, ließ sie mich niemals wieder los. Ich habe dort schon in unzähligen Hotels genächtigt, in charmanten Lokalen gespeist, und natürlich von jeder Reise die Rothenburger Spezialität, den sogenannten „Schneeballen“ mit nach Hause gebracht – eine aus Brandteig geformte, in Fett gebackene Kugel – die dann zuhause, eingewickelt in eine fleckige Tüte, vor sich hin trocknete, bis ich sie jemandem andrehen konnte, denn eigentlich sind „Schneeballen“ eine recht staubige Angelegenheit, trotz der Füllung aus Nougat, Marzipan oder Kokosnuss.

Ihnen jetzt hier sämtliche Sehenswürdigkeiten zu nennen, die Ihnen die Stadt bietet, würde den Rahmen sprengen. Ich selbst habe meine absoluten Favoriten in Rothenburg, die ich seit Jahrzehnten bei jedem Besuch ablaufe, wie zum Beispiel die „Schäferkirche“, auch „Wolfgangs-Kirche“ genannt.

Sie wurde im Jahre 1475 zu Ehren des heiligen Wolfgang errichtet und stellt insofern eine Besonderheit dar, weil sie neben den Gebetsbänken in die Mauern eingelassene Schießscharten besitzt. Immerhin liegt die Kirche direkt neben dem Klingentor und bot daher ein gutes Angriffsziel für solche plündernden und brandschatzenden Truppen, wie sie im 30jährigen Krieg leider öfter zu finden waren. Wird Ihnen Herr Tilly gerne bestätigen.

Kirche

Schäferkirche in Rothenburg ob der Tauber.

Im Inneren der Kirche kann man über eine enge Wendeltreppe ins Schäfermuseum gelangen, das einen kleinen Einblick in die Welt dieser Zunft während der Zeit des 30jährigen Krieges bietet. Achtung – die Treppe ist nicht unbedingt etwas für schwache Gemüter. Von der Kirche aus gelangen Sie auch in die Gänge zu den unterirdischen Kasematten oder den Geschützboden. Das ist den Eintrittspreis allemal wert.

Historisches auf Schritt und Tritt

Mein zweiter regelmäßiger Anlaufpunkt sind die unter dem gotischen Rathaustrakt liegenden historischen Gewölbe. Oberhalb, im Erdgeschoss, bietet ein Museum eine beeindruckende Sammlung von Artefakten, Schautafeln und mit Puppen nachgestellte Szenen aus der Zeit des 30jährigen Krieges. Nach diesem informativen Rundgang begeben Sie sich über eine steile steinerne Treppe abwärts in diese finsteren, „Verließe“ genannten, Löcher, in denen manch armer Teufel ohne Licht oder Hoffnung bei Wasser und Brot dahinvegetierte, bis er entweder durch seine Hinrichtung oder einen natürlichen Tod erlöst wurde. Ich tippe aber eher auf Hinrichtung, wie ich das Mittelalter kenne.

Wenn Sie möchten, können Sie sogar eines der Verließe betreten, sich beklommen in der nur von einer spärlichen Glühbirne beleuchteten Kammer mit Steinboden, ohne Fenster oder einen Funken Licht, umsehen und noch einen Hauch der alten Verzweiflung spüren. Wer hier von Schergen auf den Boden geschmissen wurde, für den galt vermutlich der Spruch: „Lasst alle Hoffnung fahren.“

Auch das Kriminalmuseum in der Burggasse (direkt an der Großen Schmiedgasse auf dem Weg zum Rathaus gelegen) ist immer wieder einen Besuch wert und bietet etliche eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel eine eiserne Jungfrau, die interessanterweise aus Holz besteht. Im Mittelalter war man recht erfinderisch, wenn es darum ging, Verhafteten ein Geständnis abzupressen, das werden Sie bei einem Besuch des Kriminalmuseums merken. Sie finden dort unter anderem ein originales Richtschwert, sogenannte „Schandmasken“, vermutlich vielbenutzte Daumenschrauben, die komplette Einrichtung einer Folterkammer, oder den sogenannten „Landstreicherstuhl“, auf dem obdachlose Gesellen gerne mal fixiert und gepiesackt wurden, bis sie „freiwillig“ die Stadt wieder verließen. Da war man nicht sonderlich zimperlich.

Keuschheitsgürtel zeugen von alten Ritualen

Meine Lieblings-Vitrine ist die mit der Sammlung von Keuschheitsgürteln, welche mit Sicherheit ihren Zweck erfüllten, wenn der Herr Ritter sich auf einen längeren Kreuzzug begab, („Ich gehe eben mal Zigaretten holen“ war noch nicht erfunden…). Das eiserne Ding wurde abgeschlossen und dann wahrscheinlich der Schlüssel in die Tauber geworfen, denn sicher war sicher.
Und wenn der Edelmann tatsächlich von seinem Kampfeinsatz (mit Plündern und Brandschatzen?) zurückkam, konnte er sich immer noch an den Schmied seines Vertrauens wenden, um die holde Dame zu befreien und neue kleine Edelleute zu zeugen, denn bei einem Durchschnittsalter von 29 Jahren bei Frauen und 32 Jahren bei Männern (wegen der hohen Sterblichkeitsrate bei männlichen Kleinkindern) konnte man gar nicht schnell genug damit anfangen, Nachwuchs zu produzieren. Außerdem starben um die 40 % aller Kinder vor Erreichen der Pubertät. Da war Eile geboten.

Der Keuschheitsgürtel diente aber nicht nur zur Bewahrung des „Eigentums“ des Hausherrn, sondern auch als Sicherheitsmaßnahme vor plündernden und brandschatzenden Horden (ich freunde mich gerade mit diesen Begriffen an…), denn an Ritters Kleinod sollte niemand Hand legen außer dem Ritter. Versteht sich ja von selbst.

Im Freien vor dem Kriminalmuseum, wenn Sie atemlos von den vielen Eindrücken, das Gebäude verlassen, können Sie sich dann in einen echten Pranger begeben, der vor dem Eingang steht, Kopf und Hände durchstecken und sich vorstellen, mit Eiern oder Schlimmerem beworfen und beschimpft zu werden. Heute macht man das elektronisch und nennt es „Shitstorm“, damals ging das alles manuell, war aber genauso effizient.

Untergewichtige Brötchen waren damals ein Strafbestand

Außerdem hängt vor dem Tor für jeden sichtbar der Käfig für die sogenannte „Bäckertaufe“, denn untergewichtige Brötchen wurden seinerzeit als strafbarer Tatbestand eingeordnet und sanktioniert, man höre und staune.

Der betreffende Bäcker wurde in den Käfig gesperrt und ein paar Mal unter Wasser getunkt, bis er glaubhaft schwor (falls er nicht ertrank), niemals wieder zu kleine Brötchen zu backen. Immerhin winkte ihm da nämlich ja sonst das nächste Bad. Auch den Karren, in dem Delinquenten zu ihrer Hinrichtung über die Galgengasse ihre letzte Fahrt antraten, können Sie anfassen und sich die Hoffnungslosigkeit in den Gesichtern der Verurteilten vorstellen, denn es ging zur Hinrichtung. „Lasst alle Hoffnung fahren“, bekommt hier eine neue Bedeutung.

Übrigens liegt in der Galgengasse mein persönliches Lieblingslokal, die Pizzeria „Roma“. Jedes Jahr an meinem Geburtstag gönne ich mir dort Ravioli mit Frischkäse und Salbei, Butter und Parmesan – einfach zum Reinknien. Gegenüber, im Wirtshaus „Butz“, einem Lokal mit gut bürgerlicher Küche, speisen Sie wie ein Edelmann oder mindestens ein honoriger Kaufmann zu moderaten Preisen und sitzen dabei noch in einem herrlich eingewachsenen Innenhof mit ganz besonderem Charme.

Für Henker galten im Mittelalter besondere Regeln

Stadtmauer

In Rothenburg ob der Tauber ist die Stadtmauer begehbar.

Jeder einzelne Stein, jeder alte gemauerte Brunnen, jeder Hinterhof in Rothenburg atmet Geschichte, und solch eine atmosphärische Dichte wie in den verwinkelten Gassen dieser Stadt findet man selten. Spaziert man abends durch die stillen Gassen und ignoriert ein oder zwei geparkte Autos, dann fühlt man sich mit einem Schlag um mindestens 500 Jahre zurückversetzt in eine Welt, wo der städtische Henker in keinem Lokal etwas zu essen bekam, wenn nicht jeder einzelne Gast sich damit einverstanden erklärte. Und nach seinem Besuch wurde sein Geschirr an die Wand genagelt, damit niemand jemals von seinem benutzten Teller äße. Man brauchte ihn, aber man mochte ihn nicht wirklich.

Wie gesagt: Rothenburg ist jede Minute wert, die man sich dort aufhält. Ob Sie in der „Trinkstube zur Höll‘“, einem tausend Jahre alten Gebäude in der Nähe des Kriminalmuseums, einen edlen Tropfen genießen, ob Sie durch den Garten des ehemaligen Dominikanerinnenklosters lustwandeln, ob Sie die Gerlachschmiede direkt an der Stadtmauer besichtigen oder in der gotischen Jakobskirche den Tilmann-Riemenschneider-Altar bewundern – die Zeit ist immer viel zu kurz, um alle Sehenswürdigkeiten zu schaffen.

Auch ein Spaziergang ins Handwerker-Museum ist äußerst lohnenswert, denn dort können Sie auf einer Fläche von zwei eng bemessenen Stockwerken nachempfinden, wie im Mittelalter eine durchschnittliche Familie samt Gesinde lebte und schlief. Alles Kochgerät, der Alkoven des Knechtes, die Schlafstatt der Hausherrn oder der Kinder – ist im Originalzustand erhalten und führt einem das Spartanische dieser Zeit vor Augen.

Während Reichsstadttage verwandelt sich Stadt in mittelalterliches Lager

Rathaus

So gut wie alle Häuser in Rothenburg ob der Tauber sind eine Augenweide!

Letztes Wochenende besuchte ich wieder einmal „mein“ Rothenburg anlässlich der sogenannten Reichsstadttage. Dann verwandelt sich nämlich die gesamte Stadt in ein mittelalterliches Lager. Auf der Straße begegnen Ihnen trommelnde Landsknechte, bunte Marketenderinnen oder sogar, wenn Sie Glück haben, ein Dudelsackspieler oder ein Herold in prächtigem Gewand. Sie werden von prunkvoll herausgeputzten Rittern auf edlen Rössern überholt, können das Lager des Schillingsfürster-Bauernhaufens vor der Franziskanerkirche bestaunen oder der Tanztruppe im Garten der Kirche beim Reigen zusehen – immer wieder ein Genuss, mit wie viel Hingabe und Engagement die Rothenburger Einwohner sich alle an diesem Spektakel beteiligen.

Dieses Mal mietete ich mich im „Goldenen Hirsch“ an der Schmiedgasse ein, der seit nunmehr 350 Jahren Gäste beherbergt.

Das Hotel ist ein besonders geschichtsträchtiges Gemäuer. An einzelnen Zimmertüren weisen Schilder darauf hin, wer schon alles hier logierte, zum Beispiel Willy Brandt, Francois Mitterand, König Maximilian von Bayern (1806) oder Friedrich Karl Ludwig Konstantin, Prinz zu Hessen. Gerade der offene Salon im ersten Stock verströmt einen solch bezaubernden Charme von vergangenem Glanz, dass ich meine Hotelwahl nicht bereute, denn wenn man für einen Moment die Augen schloss, konnte man sich vorstellen, wie hier prächtig ausstaffierte adelige Damen, flankiert von ihren hurtig huschenden Zofen, die Räume bevölkerten und naserümpfend im Salon ihren Tee zu sich nahmen. Selbstverständlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich in einem der kuscheligen Sessel im ersten Stock des Salons zu fläzen, in dem eventuell sogar schon Willy Brandt seine Zigarette zum Kaffee geraucht hat. Eine schöne Vorstellung.

Aber natürlich war ich nicht gekommen, um mich ausschließlich im Hotel aufzuhalten und so zu tun, als sei ich Frau von und zu, im Gegenteil.

Winziges Fachwerkhaus ist begehrtes Fotomotiv

Der „Goldene Hirsch“ liegt nur 50 Meter vom meist fotografierten Flecken in Rothenburg entfernt, dem „Plönlein“, einem winzigen Fachwerkhaus neben dem Kobolzeller Tor. Selbstverständlich musste ich wieder mal, wie immer, vorsichtig die ausgetreten Stufen hinabsteigen und einen Finger in den Springbrunnen tauchen. Keine Ahnung, warum ich das immer mache. Versuchen Sie es einfach, es hat was.

„Wo wollen wir zuerst hin?“, ist immer die obligatorische Frage, für mich allerdings keiner Rede wert, denn ich muss ganz einfach meinen Abstecher ins Weihnachtsmuseum von Käthe Wohlfahrt machen, wo auf mehreren Etagen ganzjährig Advent herrscht. Schon im Eingang wird man von einem mehrere Meter hohen schneeweißen, geschmückten Christbaum und weihnachtlicher Musik begrüßt (auch im Juli bei 30 Grad im Schatten…) und schlendert dann auf mehreren Stockwerken an Weihnachtsbaum-Deko, Tischdecken, Teddybären, Spieluhren oder edlem Porzellan vorbei. Stellen Sie sich einfach einen riesigen Raum, gefüllt mit unzähligen Körben voller Christbaumkugeln vor. Ich schaffe es wahrlich nie, dort mit leeren Händen hinauszugehen.

Traumhafte Shoppingmöglichkeiten locken

Dieses Mal war es eine Plätzchenschale von Villeroy & Boch, die mir zurief: „Nimm mich mit, bitte!!“. Ich habe sie erhört, man ist ja kein Unmensch. Einen 60 cm hohen Rauschgoldengel habe ich gleichfalls „erlöst“ und bruchsicher verpacken lassen. Im Grunde ist er größer als mein Baum, aber das lasse ich jetzt mal drauf ankommen. Und da es sinnlos ist, sich etwas vorzumachen, bin ich seit letztem Wochenende stolze Besitzerin einer Kundenkarte. Endlich.

Zurück an der frischen, gar nicht weihnachtlichen Luft, steht man wieder vor der Qual der Wahl. Wohin denn nur? Ich jedenfalls muss noch zu „Eigen-Art“ am Markt Nr. 10, einem kleinen ausgefallenen Laden, der handgefertigte Accessoires und vor allem eine ansehnliche Sammlung von Vendula-Bags bietet, schicken, außergewöhnlichen Handtaschen, die in Deutschland nicht ganz einfach zu bekommen sind. Mittlerweile besitze ich zwei. Aber genug des Einkaufens, immerhin war ich ja wegen der Kultur hierher gereist. Nehme ich an…

So viele schöne Ecken, so viele hübsche Läden, so viele Sehenswürdigkeiten und nur ein Wochenende Zeit. Wo fängt man an? Wenn Sie möchten, können Sie eine Tour im Elektromobil machen, das einem Automobil um die Jahrhundertwende herum nachempfunden ist, und wo Ihnen ein beschlagener Führer detailliert die Stadt erklärt und sie dabei CO2-freundlich an alten Gemäuern entlang transportiert. Sehr empfehlenswert sind übrigens auch die „Henker“-Tour oder die „Nachtwächter-Tour“ – Stadtführungen mit besonderem Flair, die Sie ohne vorherige Anmeldung mitmachen können. Jede davon hat ihren eigenen Reiz, und es gibt nach einem opulenten Abendessen schlechtere Methoden, sich die Beine zu vertreten.

Fackelzug in Rothenburg ob der Tauber einzigartiges Erlebnis

Festumzug Ritter

Mittelalterlicher Umzug in Rothenburg ob der Tauber.

Als ich schwer beladen aus dem Weihnachtsmuseum stolperte, blieb aber gerade noch Zeit für einen Cappuccino gegenüber der Franziskanerkirche, denn es war schon wieder tatsächlich Zeit fürs Abendessen und den anschließenden jährlich stattfindenden Fackelzug, bei dem immerhin 27 historische Gruppen mitwirken.

Es war ein Erlebnis: ein Meer von Fackeln, getragen von mittelalterlich gewandeten gutgelaunten Menschen, die endlos an einem vorbeizogen. Ich hörte Dudelsäcke, Zimbeln, Flöten, Trommeln, Gesänge, lautes Lachen – eine ergreifende Angelegenheit, die einen schwupps ins Mittelalter zurückversetzte, wenn man bereit war, sich auf diese stimmungsvolle Zeitreise einzulassen.

Anschließend fand am Rathaus ein Fassaden-Feuerwerk statt, das mit großen Beifall aufgenommen wurde. Später verteilten sich die Menschenmassen und verloren sich in den Gassen und Winkeln der Stadt, bis ein wenig Ruhe einkehrte. Auch ich bettete mein müdes Haupt auf das fluffige Kissen meines luxuriösen Hotelzimmers. Immerhin hat in meinem Appartement laut dem Schild an der Tür Herzog Friedrich-Ferdinand von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg gepennt. Das will schon was heißen. Wer war das überhaupt? Prompt schlief ich todmüde von all den Eindrücken ein und erwachte ausgeruht am nächsten Morgen.

Nur einmal schreckte ich von dem Ruf „Lasst uns plündern!“ hoch, der von der Straße gedämpft ins Zimmer gellte – dann erinnerte ich mich an den Fackelzug und nahm richtig an, dass es sich bei den Schreihälsen um ein paar angeschickerte übriggebliebene „Landsknechte“ handelte, die am nächsten Tag wohl einen rechten Brummschädel haben würden.

Fackelzug in Rothenburg

Der Fackelzug in Rothenburg ob der Tauber ist ein grandioses Erlebnis!

Am nächsten Tag war leider schon wieder die Abreise angesagt, und nach einem letzten ausgedehnten Bummel, einem Besuch bei der Falknerei, die wie jedes Jahr ihren Stand bei der Jakobskirche hat und einem Besuch im Cafe „Lebenslust“, in dessen beinahe mediterran wirkendem Innenhof ich eine sehr angenehme Stunde verbrachte, musste ich mich schweren Herzens auf den Heimweg begeben.

Aber ich verrate Ihnen mal was: Mein nächster Besuch ist schon geplant, am 31.10.2019 habe ich vor, die stillen Winkel und Gassen Rothenburgs erneut unsicher zu machen und eine ganz spezielle „Henkers-Tour“ zu buchen, der Veranstalter bietet nämlich auch vorgetäuschte Enthauptungen an.

Wie ich vorhin schon schrieb: Es gibt schlechtere Methoden, sich nach dem Essen die Beine zu vertreten, und vielleicht buche ich sogar noch ein Gespenst dazu. Wer weiß? Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen eine kleine Anregung für Ihren nächsten Wochenendtrip geben konnte. Wir sehen uns am Plönlein. Oder?

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Frau und verleihen

Gehören Sie auch zu den Menschen, die schlecht „Nein“ sagen können? Willkommen im Club! Viele Jahre lang war ich sozusagen der „Depp vom Dienst“. Egal, ob Sie Hilfe bei der Kinderbetreuung, in stundenlanger Kleinarbeit angerichtete kalte Platten für Partys (zu denen ich nicht eingeladen war), Schlafsäcke fürs Camping oder Arzt- und Besorgungsfahrten brauchten – von mir bekamen Sie es.

Für ein 27seitiges Gedicht, das bei mir „bestellt“ worden war anlässlich der Hochzeit zweier Unbekannter, zu der ich selbstverständlich nicht geladen war, („Du kannst so gut reimen, und ich würde dafür viel länger brauchen“) erhielt ich als Bezahlung ein schiefes Holzbrett zum Zwiebelschneiden, denn der „Auftraggeber“ hatte Beziehungen zu einem Sägewerk, und ihn kostete das Ding nichts. Das Brett besitze ich übrigens heute noch, damit ich nie vergesse, wie billig ich mal gearbeitet habe. Und wie bescheuert ich war.

Ich war allerdings noch nie gut darin, irgendjemandem etwas abzuschlagen und könnte Bücher mit meinen persönlichen Niederlagen füllen. Einmal habe ich beispielsweise mitten in Texas einem chronisch abgebrannten Familienvater einen PC gekauft (Ich war die mit der Kreditwürdigkeit…), weil er mit flehendem Blick schwor: „Wenn du mir diesen Computer schenkst, dann bin ich mein ganzes Leben lang in deiner Schuld.“

Das „Nein“ kommt schwer aus meinem Mund…

Nun – ich hatte keinerlei Interesse daran, dass jemand in meiner Schuld stünde, denn ich wollte hier nur eine Woche Urlaub machen und seine Frau besuchen, also suchte ich nach den richtigen Worten für eine Absage.

Sie haben keine Ahnung, wie sehr sich das „Nein“ anstrengte, aus meinem Mund zu schlüpfen, aber ich war von seinem gequälten Blick so eingeschüchtert (Immerhin handelte es um den Mann einer alten Freundin), dass ich wortlos meine VISA zückte. Bitte sagen Sie nicht, ich sei dumm. Weiß ich selbst.

Mindestens 24 Stunden lang konnte ich anschließend meine eigene Spucke nicht mehr runterschlucken, so sehr schnürte es mir den Hals zu vor lauter Zorn über meine Feigheit. Eine Einladung von anderen Bekannten zum Dinner am selben Tag musste ich deswegen absagen und im Hotel bleiben. Die restliche Zeit verbrachte ich damit, sauer auf mich selbst zu sein.

Diesen treuherzig dreinblickenden Mann habe ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland niemals wiedergesehen, da meine Freundschaft mit seiner Frau in die Brüche ging. Vor kurzem erfuhr ich, dass er sich einige Jahre nach meinem Besuch in den Staaten das Leben genommen hat. Das tut mir sehr, sehr leid, denn er war eine liebenswerte Person. Aber immerhin hat diese bedrückende Nachricht meinen Ärger über mich selbst relativiert, so dass ich nichts mehr bereue. Wenn ich dir eine kleine Freude machen konnte, dann ist es gut. Du warst ein netter Kerl, R., und scheinbar habe ich deine traurigen Augen schon damals richtig interpretiert. Mögest du in Frieden ruhen.

Aber zurück zu dem guten alten „Nein“, das ich jahrzehntelang nicht aussprechen konnte. Angefangen hat alles in grauer Vorzeit mit Büchern und Schallplatten – Sie wissen schon: der analoge Kram ohne Hintergrundbeleuchtung oder Nachschlage-Funktion, und die runden Teile aus Polyvinyl, auf die man tierisch aufpassen musste, um sie nicht zu zerkratzen.

Ich liebte schon immer Musik und knappste mir dafür von meinem kleinen Verdienst regelmäßig etwas für eine Schallplatte ab. Man konnte ja nicht, wie heute bei I-Tunes, einen Song probehören und anschließend aufs Handy streamen, nein, wir mussten in den nächstgelegenen Plattenladen – meist verrauchte Buden mit engagierten, aber geistesabwesenden Verkäufern – und dort in Bergen von riesigen Covern kramen. Eine Scheibe kostete um die 20 Deutsche Mark, das war ein nicht zu unterschätzender Teil meines sauer verdienten Gehalts. Dafür verzichtete ich oft auf vieles andere.

Meine kostbaren Schätze wurden stets ausgeliehen

Bei mir zuhause lagerte ich meine „Schätze“ aus Platzmangel dann in einfachen Regalen an der Wohnzimmerwand. Ich besaß ein Sortiment an fluffigen Tüchern zum Reinigen sowie einen gebraucht gekauften Plattenspieler, dessen teure Nadel ich hütete wie Gollum seinen Ring.

Oft saß man mit Bekannten auf dem Sofa, trank ein Glas Wein und hörte Musik. Leider sah bei solchen Gelegenheiten auch jeder, was ich im Regal stehen hatte, das war gefährlich, denn andere waren nicht so dumm wie ich. Die sparten sich ihr Geld für wichtige Sachen, im Gegensatz zu mir.

„Echt? Mike Oldfields ‘Tubular Bells’?”, fragte zum Beispiel T., ein schlaksiger Bursche mit wuscheligen Haaren und verträumtem Blick aufgeregt nach einem Blick in mein Plattenregal. „Die MUSST du mir unbedingt borgen.“ Ich hasse es, wenn jemand behauptet, ich müsste irgendwas…

Es handelte sich um eine sogenannte „Bildplatte“, die war wesentlich teurer gewesen als meine anderen Scheiben. Natürlich wollte ich diese Kostbarkeit nicht herausrücken, aber T. löcherte mich so lange, bis ich zähneknirschend nachgab. In den nächsten Jahren (!) erinnerte ich ihn bei jedem Treffen an die Bildplatte. „Was? Ich soll mir die geliehen haben? Da kann ich mich nicht dran erinnern. Wie sah die denn aus?“, fragte er immer und schüttelte den Kopf.

Wäre er der einzige gewesen, hätte mich das nicht so geschmerzt, aber bei mir entwickelte es sich epidemisch, Dingen hinterherzulaufen, die ich verborgt hatte. Scheinbar war ich die einzige Blöde im Bekanntenkreis, die Geld für etwas ausgab, das andere auch besitzen wollten. Und schwupps, hatte ICH es plötzlich nicht mehr.

Fünf (!) Jahre später bekam ich die Mike Oldfield-Platte zurück: ein zerkratztes Exemplar in zerfleddertem Cover mit aufgerissenen Ecken, und schon gar keine Bildplatte, sondern eine normale. Sie halten mich für nachtragend? Mittlerweile bin ich es wirklich.

Ich war wohl die einzige, die nie widersprach, wenn jemand was wollte…

Mit Büchern lief es übrigens genauso. Viele Jahre kaufte ich dicke Schmöker sogar nach Gewicht, denn ich las unglaublich viel und wollte lange etwas davon haben. Leider bewahrte ich meine Bücher ebenfalls im Wohnzimmer auf. Oberhalb der Schallplatten.

„Oh, du hast was über die psychologische Deutung von Träumen? Das MUSS ich mir anschauen“, behauptete eine Bekannte, schnappte sich das Buch und verschwand. Ich habe es bis zum heutige Tage nicht wiedergesehen. („Ach das? Ich habe es Heidrun geliehen, die wollte es unbedingt auch mal lesen. Sobald ich es zurückhabe, bringe ich es dir vorbei…“).

Sie wollen gar nicht wissen, wie lange das her ist, sonst erschrecken Sie über mein gutes Gedächtnis. So lief das immer: Wenn ich was hatte, kam kurz darauf jemand an und borgte es sich. Manchmal kam ich mir vor wie eine Bücherei oder ein Plattenladen, in dem es alles gratis gab. Für jeden außer mir. Dabei war ich die einzige im Bekanntenkreis, die ganz allein ihre Kohle verdiente, nicht zu zweit. Jeder wusste, wie sehr ich zu kämpfen hatte, um mich finanziell über Wasser zu halten, und welche Entbehrungen ich gelegentlich auf mich nehmen musste, um über die Runden zu kommen. Das juckte aber niemanden, denn scheinbar war ich die einzige, die nie widersprach, wenn man was von ihr wollte.

Die ganzen Geschichten gingen allmählich so richtig ins Geld, und wenn ich die Leute an meine Leihgaben erinnerte, war ich ein „kleinlicher Korinthenkacker mit einer Buchhalterseele“, wie mir mehr als einmal vorgeworfen wurde.

Sträubte man sich, etwas herauszurücken, bekam man zu hören: „Aber das gilt nicht für mich, oder? Wir kennen uns doch schon so viele Jahre! Traust du mir etwa nicht?“

Erst sehr viel später habe ich bemerkt, dass es wesentlich einfacher gewesen wäre, sofort „Nein“ zu sagen, als seinem Kram über Jahre nachzurennen.
Manche lernen eben nur durch Schmerz. Oder durch Nachkaufen.

Die Schnorrer starben auch in moderneren Zeiten nicht aus

Dann kam die digitale Revolution, und mit einem Mal waren meine geliebten Schallplatten unmodern geworden. Die viel kleineren CDs versteckte ich im Schlafzimmer, und als es erst mit dem Streamen losging, war ich erleichtert. Merkwürdigerweise wollte ab dem Aufkommen der Smartphones niemals mehr jemand ein Buch von mir, obwohl ich der ungeliebten Verleiherei mit dem Kauf eines Kindle entgegengewirkt hatte („Tut mir leid, alles digital, ich habe keine Printausgaben von dem neuen Roman von T.C. Boyle, musst du dir selber kaufen“). Ich könnte heute sogar alle meine Bücher mitten im Wohnzimmer zu einer Pyramide stapeln, das würde keinen mehr interessieren. Versuchen Sie heutzutage mal, welche zu verschenken, dafür müssen Sie sogar noch bezahlen. Zeiten ändern sich.

Die Schnorrer starben aber nicht aus, auch nicht, als die ersten PCs in Privathaushalten auftauchten. Einmal besuchte mich ein Bekannter, der wohnte 300 Kilometer entfernt, und gab ganz offen zu, er unternehme gerade eine „Rundreise“ und frage alle Leute, zu denen er kam, ob sie tolle Spiele hätten, die er sich dann kopierte, damit er sich selbst keine kaufen musste. So viel Unverschämtheit machte mich sprachlos, und ich bat ihn, zu gehen. Sie sehen, sogar ich habe meine Grenzen.

Auch bei Kleidung kannten viele meiner weiblichen Bekannten keine Scham. Gefährlich wurde es, als es mir finanziell besser ging, denn wenn ich mir was Neues kaufte – dummerweise in dieselben Größe wie eine gute „Freundin“, die wegen ihrer Vorliebe für teure Urlaubsreisen, ausgedehnte Barbesuche und große Autos ständig abgebrannt war – hatte ich es nicht mehr lange .

Bis heute fehlen mir etliche Designer-Jeans, Ralph Lauren-Shirts, edle Handtaschen („Bitte, nur einen Abend, kriegst sie nächste Woche wieder!“) und sogar eine Armbanduhr von „Dolce & Gabbana“ („Die passt so gut zu meinem roten Kostüm, Himmel, du kennst mich doch und weißt, dass du dein Zeug immer gleich zurückkriegst.“) Falls Sie glauben, ich spreche immer von derselben Person – weit gefehlt. Es waren mehrere sehr auf ihr Aussehen bedachte Damen mit großem Ego und kleinem Portemonnaie.

„Ist das echt?“, fragte eine Freundin hingerissen, als ich ihr stolz einen eben bei Ebay erstandenen Traum aus Tüll, Strass und Perlen zeigte: ein original Ballkleid aus den 50er-Jahren, das ich an Halloween tragen wollte. Ich hatte ein Vermögen dafür hingelegt.

Den Traum von Ballkleid verliehen…

„Das MUSST du mir leihen“, beschwor sie mich. „Wir gehen doch am Samstag auf den großen Faschingsball. Jetzt komm, sei nicht so. Immer hockst du auf deinem Zeug.“
(S. – ein Jahr jünger als ich, gleiche Kleidergröße – Außenstände in Sachwerten bei mir: 14 Bücher, Schallplatten in unbekannter Anzahl, und außerdem so hohe Geldschulden, dass ich mich schämen würde, Ihnen zu gestehen wie viel ich ihr im Laufe der Jahre geborgt hatte).

„Ich weiß nicht“, zierte ich mich aus o.g. Gründen. „Eigentlich hab ich das nur für mich gekauft.“ „Vertraust du mir nicht?“, entgegnete sie sauer. „Jetzt kennen wir uns schon über 20 Jahre.“

Am Ende hatte sie mich rumgekriegt, so wie immer. Also übergab ich ihr mit einem Knödel im Hals, wie damals in Texas, das herrliche Ballkleid mit der Bitte, darauf aufzupassen. Und fragte anschließend ein (!) Jahr lang immer wieder, wann ich es endlich zurückbekäme. Die Antworten lauteten wie folgt:

„Wir müssen es erst waschen, es ist ein wenig schmutzig geworden, und du weißt ja selbst, wie das bei Tüll so ist.“

„Es liegt gerade in der Reinigung. Kann noch dauern.“

„Ich finde es momentan nicht, keine Ahnung, wo ich es hingelegt habe.“

„Mann, bist du kleinlich, das nervt allmählich. Halloween ist doch schon lange vorbei. Als könntest du ohne diesen Fetzen nicht leben, ist ja peinlich.“

Kurz vor Silvester bekam ich dann die grausame Wahrheit serviert:

„Das Kleid ist so kaputt, das können wir dir nicht mehr zurückgeben“, (Lapidare Handbewegung). „Jemand an der Bar neben mir hat scheinbar mit einer Zigarette Löcher reingebrannt. Ich habe es weggeworfen.“ Total gleichgültig klang sie, als spräche sie von einer leeren Plastiktüte oder einem gebrauchten Küchentuch, als wäre es völlig egal, dass ich dieses herrliche Ballkleid gekauft und teuer bezahlt hatte. War ja nur mein Geld.

Ich bin definitiv zu gutmütig!

Das war für mich persönlich der Moment, in dem ich bemerkte: Ich war zu gutmütig. Oder zu blöde. Oder beides. Und ich beschloss, damit aufzuhören, denn ich hatte die Nase voll von Personen, die auf anderer Leute Kosten lebten und sich ihr eigenes Geld sparten, wie zum Beispiel ein Bekannter aus der Schweiz, der allen stolz erzählte, er besäße aus Umweltschutzgründen kein Auto. Außerdem sei jeder, der heutzutage noch ein Fahrzeug auf sich angemeldet hätte, ein rücksichtsloser Idiot.

Merkwürdigerweise war er aber das ganze Jahr durchgehend in ganz Europa unterwegs, wozu er sich dann Autos von Freunden lieh, die diese gekauft hatten, dafür Steuer und Versicherung bezahlten und im Endeffekt die Angeschmierten waren. Die Bahn war ihm nämlich zu unbequem.

Dieses Verleihen funktioniert eigentlich nur, solange es einen Deppen gibt, der alles kauft und bezahlt und einen, der es benutzen will, ohne was dafür zu tun.
Kann mir mal jemand erklären, warum ich immer der Gelackmeierte sein muss?

Irgendwann hatte ich es auf jeden Fall satt. Die Ausreden ebenfalls:

„Echt? Eine Bluray über Havanna? So was interessiert mich doch gar nicht, du verwechselst mich garantiert und hast das jemand anderem geborgt.“
(Nachgekauft)

„Die braunen Wildlederschuhe? Die habe ich dir doch schon ewig lange zurückgegeben. Du solltest echt mal wieder bei dir aufräumen.“
(Nie mehr erhalten)

„Also, das wüsste ich, wenn ich mir von dir einen DVD-Player geliehen hätte. Der müsste ja hier irgendwo stehen.“
(auf Streaming umgestiegen)

„Welches Waffeleisen? Ich backe doch überhaupt nicht?“
(Nachgekauft)

Und, und, und…

Es musste aufhören!

Ich musste damit aufhören. Es war meine einzige Chance. Denn bis auf mein Auto oder meine Tupperdosen hatte ich immer alles jedem geborgt.

Ja – Sie lesen schon richtig. Bei diesen beiden Dingen hört jeder Spaß auf, vor allem bei Tupperware, denn jede Frau weiß, wie viele Tupperdosen sie besitzt, welche Farbe die Deckel haben, und wann sie diese angeschafft hat. So was gibt man nicht her – da verleiht man eher seinen Ehemann.

Kleiner Scherz.

Aber nun kommen wir zur Königsdisziplin des Verleihens: dem Geld. Die Kür unter den Gefälligkeiten, und nur Hartgesottenen zu empfehlen. Sobald Sie ihrem Bekannten aus einer pekuniären Klemme helfen, mutieren Sie mit einem Mal nämlich vom netten Menschen zur Spezies „Gläubiger.“ Und den mag keiner so richtig. Jedes weitere Treffen wird künftig zur Belastungsprobe, denn der riesige rosa Elefant steht grundsätzlich dabei und grinst sich einen. Man bemüht sich, Themen zu vermeiden, die das Wort „Geld“ beinhalten, gefährlich sind auch „Euro“, „Betrag“ oder alles, das beim Schuldner eine Assoziationskette in Gang setzen könnte, die ihm signalisiert, Sie wollten ihn darauf ansprechen, wann er Ihnen endlich die Kohle wieder gibt.

In meinem Leben gab es wahrhaftig schon ein paar heikle Situationen, aber die waren nichts gegen den vorsichtigen Versuch, jemandem ins Gedächtnis zu rufen, dass er mir Geld schuldet und ich es wiederhaben möchte.

In den wenigsten Fällen wird man ja von Personen angepumpt, die ihr Leben auf der Reihe haben. Sollte es sich nur um kurzfristige, überschaubare Engpässe handeln, ist es kein Thema. Aber wer verzweifelt vor Ihnen steht und stottert, dass er nicht weiß, wie den Monat überstehen soll, dem wird es vermutlich in vier Wochen nicht wesentlich besser als heute gehen.

Letztes Jahr wurde ich von einem ehemaligen Geschäftsmann angepumpt, der es immerhin geschafft hat, über viele Jahrzehnte einen aufwändigen Lebensstil zu pflegen, mit Liegenschaften in der gesamten Republik, Golfspielen, Maßanzügen, kostspieligen Damenbekanntschaften und weiten Fernreisen, von denen er sich in seinem Luxus-Appartement in einer noblen Gegend erholte. Nun ist er Mitte 70 und so was von pleite, dass ihm die Obdachlosigkeit droht. Alles verjuckt, wirklich alles. Bis auf ein paar Kaschmirpullis und Poloshirts.

Mit der Rückzahlung des Geldes rechnete ich nicht…

Es ist nicht meine Angelegenheit, zu richten, denn auch ich habe in meinem Leben schon Fehler gemacht, also überwies ich ihm einen Betrag, der mir nicht allzu wehtat, denn ich wusste: Das Geld sehe ich nie wieder. Ich wünschte dem Mann alles Gute und wechselte meine Handynummer. Mit der Rückzahlung des Geldes rechnete ich keinen Moment, und damit liege ich vermutlich richtig.

Bitte halten Sie mich nicht für kleinlich – Niemand sagt was bei einem ausgelegten Kaffee für 2,50 €, oder einem Kino-Ticket, das man online im Voraus bezahlt hat. Das kann ich einem guten Freund mal schenken. Aber bei größeren Beträgen verwende ich mittlerweile Kreditvertrags-Vordrucke aus dem Internet, denn an so was zerbrechen Freundschaften.

Und seien Sie vorsichtig mit dem Satz: „Gib es mir zurück, wenn du kannst, es eilt nicht.“ In den meisten Fällen wird man nämlich beim Wort genommen, und auf Sie wartet eine peinliche Odyssee, an deren Ende SIE sich vermutlich fühlen, als hätten Sie was verbrochen.

„Aus Schaden wird man klug“, lautet ein altes Sprichwort. Leider sagt es einem aber nicht, wie lange so was dauern kann – in meinem Falle entschieden zu lange.

Wissen Sie, was mich heute so richtig freut? Dass ich meinem Ärger endlich einmal Luft machen konnte, denn Ihnen habe ich nichts geliehen. Sie können nicht behaupten, ich sei kleinlich oder eine Buchhalterseele, wie die neuen Besitzer meiner Platten, Bücher, Klamotten, DVDs und elektrischen Geräte. Und jetzt gehe ich in meine Küche und zähle Tupperdosen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Barbara Edelmann

Expertin für`s Finanzielle: Christine Aschauer

Haben Sie einen sehnlichen Wunsch, den Sie sich gerne erfüllen würden? Oder einen Kindheitstraum, der noch immer darauf wartet, Realität zu werden? Viele Frauen haben unerfüllte Träume und Ziele. Warum? Immer wieder stoße ich auf Frauen, die sich Ihre Träume schlichtweg nicht erfüllen können, weil das nötige Kleingeld fehlt. Gründe dafür gibt es so einige: familiäre Herkunft, Partnerabhängigkeit, Elternzeit,… – um nur ein paar davon zu nennen.

Fehlendes Geld wirkt sich negativ auf gesamtes Leben aus

Abgesehen davon, dass Sie ohne Geld Ihre Träume und Wünsche nicht finanzieren können, hat fehlendes Geld negative Auswirkungen auf Ihr gesamtes Leben, auf Ihre Entscheidungen und ihr persönliches Wachstum.

3 Gründe, warum ein Mangel an Geld negative Auswirkungen auf Ihr Leben hat

  1. Wachsende Existenzängste
    Was würde passieren, wenn Sie Ihren Job verlieren? Wie lange würden Sie mit Ihren momentanen Ersparnissen über die Runden kommen? Wie lange könnten Sie Ihre Miete oder den Kredit für Ihr Haus bezahlen?
    Haben Sie keinen entsprechenden Geldpolster für diese Themen hinterlegt, werden Sie früher oder später von Existenzängsten geplagt. Die Ausprägung kommt stark auf Ihre Persönlichkeit an. Aus Erfahrung weiß ich, dass im Grunde jeder von uns Existenzängste kennt – manchmal bewusst, manchmal weniger bewusst. Diese Ängste beeinflussen in unserem Unterbewusstsein all unsere Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen (Partner, Job, Karriere, Kinder,…).
  2. Steigende Abhängigkeit
    Haben Sie zu wenig Geld oder das Gefühl, dass Sie mit Geld nicht umgehen können, werden Sie abhängig von anderen Personen. Zuerst sind es Ihre Eltern, die Ihnen lange vorschreiben, wofür Sie Geld ausgeben dürfen und welche Wünsche Sie sich erfüllen dürfen. Später ist es häufig der Partner. Sollten Sie Kredit benötigen, werden Sie wiederum abhängig von Ihrer Bank. Dies führt dazu, dass Sie keine freien Entscheidungen treffen können. Sie werden eingeengt, können sich persönlich nicht entfalten und bleiben unter Ihren Möglichkeiten
  3. Behinderung von Wachstum & Persönlichkeit
    Wann haben Sie das letzte Mal einen Kurs, ein Seminar, einen Vortrag besucht oder in Fachbücher investiert?
    Investition in Ihr Wissen, in Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung ist das

Wichtigste und Beständigste in Ihrem Leben. Bildung kann Ihnen niemand wegnehmen. Vielmehr noch steigert es Ihren inneren und äußeren Wert und bestimmt Ihr künftiges Einkommen und langfristiges Vermögen. Um in Ihrem Leben voran zu kommen und die Karriere zu verfolgen, die Sie sich wünschen und vorstellen, benötigen Sie das nötige Kleingeld und die Möglichkeit sich persönlich weiterzuentwickeln.

Ganz egal, worin die Ursache liegt, warum Ihnen Geld fehlt – mit schnell umsetzbaren Schritten, können Sie bereits zum Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung haben.

Das Geld selbst in die Hand nehmen!

Nehmen Sie Ihr Geld selbst in die Hand! Ihre Existenzängste werden minimiert. Sie werden ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen und in Ihrer Persönlichkeit wachsen. Es werden sich neue Türen für Sie öffnen und ihre langersehnten Träume können dadurch Realität werden.

Ich verrate Ihnen heute ein paar Tipps, wie Sie Ihren Herzenswünschen um ein ganz schönes Stück näher kommen und anderen Frauen in diesem Thema 3 Schritte voraus sind.

Haben Sie Lust? Los geht’s:

6 Tipps, die Sie bereits Morgen umsetzen können:

  1. Ausgaben aufdecken – Werden Sie sich über Ihre laufenden Ausgaben bewusst. Häufig sind es die kleinen Dinge, die zusammengezählt am Monatsende einen großen Anteil an Ihren Ausgaben haben. Ein Haushaltsbuch ist hier empfehlenswert, weil es alle Ausgaben strukturiert aufzeigt. Es reicht, das Haushaltsbuch für 3 Monate zu führen. Sie werden nach dieser Zeit bereits ein gutes Gefühl für Ihre Ausgaben haben und wissen, wo Sie sparen können. Mein persönlicher Rat: Schätzen Sie vorab Ihre monatlichen Ausgaben. Sie werden überrascht sein, wie hoch sie tatsächlich sind. Mir ging es genauso. Bei meinem Haushaltsbuch hatte ich das geschätzte Budget für auswärts Essen bereits nach 2 Wochen aufgebraucht. Bei anderen Ausgaben war es ähnlich. Da war noch sehr viel Monat ohne geplantem Budget übrig.
  2. Ausgaben reduzieren – Wenn Sie einen guten Überblick über Ihre Ausgaben haben, ist es ein Leichtes über mögliche Einsparungen nachzudenken. Notieren Sie sich Ihre Einsparungspotenziale schriftlich, so erhalten Sie mehr Verbindlichkeit. Handys und unnötige Versicherungen – immer wieder sind wir „überversichert“ – sind Kostenpositionen, auf die Sie besonders Augenmerk legen sollten. Decken Sie dadurch Ausgaben auf, von denen Ihnen überhaupt nicht bewusst war, dass es sie gibt und eliminieren Sie diese. Achten Sie auch auf kleine Positionen, denn in Summe können diese einen wesentlichen Einfluss auf Ihr Vermögen haben.
  3. Spar-Rate festlegen – Sie kennen Ihre monatlichen Einkünfte und Sie wissen mittlerweile besser über Ihre Ausgaben und Sparpotenziale bescheid. Nun können Sie Ihre monatliche Sparrate festlegen. Diese zweigen Sie am besten bereits am Anfang des Monats ab und überweisen den Betrag auf ein eigenes Sparkonto. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Sie es schaffen werden, höhere Summen als bisher zu sparen. Werden Sie Ihre eigene Schatzmeisterin!
  4.  Bewusstsein schaffen – Werden Sie sich bewusst, wofür Sie Geld ausgeben möchten. Tun Sie es nicht aus Gewohnheit oder weil Ihr Umfeld sich gewisse Dinge leistet. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Gönnen Sie sich lieber jene Dinge, die Sie in Ihrem Leben vorwärts bringen, mehr Einkünfte schaffen oder die Sie sich sehnlich wünschen.
  5. Ziele festlegen – Setzen Sie sich Ziele, die Sie in Ihrem Leben erreichen möchten. Halten Sie diese schriftlich fest um Verbindlichkeit zu schaffen. Überlegen Sie sich anschließend, wieviel Geld Sie für die Erreichung Ihrer Ziele benötigen. Wichtig: nicht umgekehrt! Zuerst über Ihre Ziele nachdenken und erst im Anschluss über das notwendige Geld.
    Schränken Sie sich hier nicht durch Ihre aktuelle finanzielle Situation ein. Seien Sie kreativ und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Jetzt ist der beste Zeitpunkt über Ihre Zukunft nachzudenken und wie Sie diese gestalten möchten.
  6. Finanziell weiterbilden – Auf Sie warten interessante Blogs, Bücher und Veranstaltungen über Möglichkeiten zum Vermögensaufbau. Viele Frauen schreiben und halten Vorträge zu diesem Thema um Finanzen und Geld anderen Frauen zugänglicher zu machen. Haben Sie keine Scheu vor Börsen und Aktien. Halten Sie sich an gewisse Grundregeln und der Aktienmarkt wird positive Überraschungen für Sie bereit halten. Sie wären nicht die erste Person und insbesondere auch nicht die erste Frau, die vorher keine Ahnung über Finanzen und Vermögensaufbau hatte und nach kurzer Zeit fasziniert ist von diesem Thema.

Haben Sie Vertrauen – Leben Sie ein selbstbestimmtes Leben und Ihre Träume und Herzenswünsche werden Wirklichkeit!

Schauen Sie auf sich!

Zur Person:

Christine Aschauer hat sich ihr Know-How in mehr als 15 Jahren Organisationsentwicklung und im strategischen Management erfolgreicher, international tätiger Unternehmen erworben. Heute lässt sie ihr Wissen bei jungen, engagierten Selbständigen und Unternehmern einfließen und schöpft dabei aus einem vielfältigen Erfahrungsschatz, den sie sich bei Einblicken in unterschiedlichste Branchen angeeignet hat. Diesen weiterzugeben ist der engagierten Österreicherin ein Herzensanliegen.

Mehr zu Christine Aschauer finden Sie hier.

Bildnachweis: by Botagraph

Essen - achtsam sein!

Sind wir doch mal ehrlich:
 Wenn wir Essen, machen wir zu 80% nebenbei noch andere Dinge. Es läuft der Fernseher oder wir schauen auf das Handy, etc. Wir schenken dem Essen keinerlei Aufmerksamkeit. Es ist zu einer Nebensache geworden, weil wir Essen und Trinken müssen. Von Kindesbeinen an sind wir konditioniert worden durch Sprüche, wie „Wenn Du Deinen Teller leer machst, bekommen wir schönes Wetter.“ Oder: „Es wird gegessen, was auf den Teich kommt“. Wer kennt dies Sprüche nicht? 
Es muss schnell gehen beim Einkaufen und noch schneller beim Kochen, erst recht beim Essen. Viel Essen zum günstigsten Preis. Hauptsache satt und es hat ein bisschen Geschmack. 
Auch die Werbeindustrie sagt uns, was gut für uns ist. In Wahrheit werden uns die Lebensmittel der „industriell hergestellten Lebensmittel“ schmackhaft gemacht, damit die Konzerne noch mehr Geld verdienen.

Was ist achtsames Essen?

Durch die Konditionierung haben wir verlernt, auf den Körper zu hören, wann wir Hunger haben, worauf wir Appetit haben und ob wir satt sind. Unserer Körper ist eine tolle Sache. Egal, was wir ihm geben, er holt sich das heraus, was er braucht. Und das aus allem, was wir ihm geben. 
Stellen wir uns mal vor, wir fahren mit einem Auto mit Benzinmotor zum Tanken. Auf dem großen Preisschild sehen wir, dass Diesel viel günstiger ist als Benzin. Wenn wir nun so tanken, wie wir Lebensmittel einkaufen, dann greifen wir zum Günstigsten. Wir machen den Tank unseres Benziners mit Diesel voll und freuen uns, dass wir gespart haben. Nun fahren wir wieder los und kommen nicht weit. Kaum sind wir vom Hof der Tankstelle gefahren, fängt das Auto an zu ruckeln und bleibt stehen. Der Motor kann, wie unser Körper, nicht aus dem Diesel heraus holen, was er braucht. Er geht sofort kaputt. Unser Körper funktioniert weiter, holt sich aus allem heraus, was er braucht. Doch je mehr schlechte Lebensmittel wir Essen, desto kranker wird der Körper. Diabetes z.B. ist eine Folge von zu viel verstecktem Zucker im Essen.

Jetzt stellen wir uns mal vor, wir gehen achtsam Einkaufen. Wir riechen und fühlen vorher am Gemüse und legen es erst in den Einkaufskorb, wenn wir darauf Lust haben. Wir achten beim Einkauf nicht darauf, dass es möglichst billig ist, sondern darauf, wie gesund das Lebensmittel ist.

Kommt es aus der Region?

Oder wurde es tausende Kilometer entfernt unreif gepflückt und auf dem Transport im Flugzeug, Schiff oder LKW nachgereift? Ist da mehr Chemie enthalten als alles andere?
 In der Küche angekommen macht es uns Spaß, die Lebensmittel zu verarbeiten. Man kocht mit Lust und Vorfreude auf das leckere Mahl. Lieber alles selber kochen, dann wissen wir auch, was wir da Essen. Dann ist es soweit. Es duftet köstlich vom Teller vor einem. Nichts kann uns vom Genuss der köstlichen Mahlzeit ablenken. Der Fernseher ist aus, das Handy ausgeschaltet. 
Bevor wir anfangen zu essen, danken wir all denen, die es möglich gemacht haben, dass nun dieses leckere Essen vor uns steht. Dem Bauern, der das Gemüse eingepflanzt und später geerntet hat, der Sonne und dem Regen, die das Gemüse hat wachsen lassen. 
Man nimmt ein wenig auf die Gabel oder Löffel und wir kauen genüsslich. Dabei versuchen wir all die Aromen vom Gemüse zu entdecken, die Gewürze heraus zu schmecken. Während wir kauen, legen wir das Besteck beiseite, um nicht sofort den nächsten Bissen in uns hereinschaufeln zu können. Erst essen wir nur die Kartoffel, dann ein bisschen von der Sauce. Danach eine Kombination von beidem und jedes Mal schmecken wir andere Aromen.

Nach dem Aufessen in uns hinein hören

Ist der Teller leer, hören wir in uns hinein. Haben wir noch Hunger? Oder essen wir jetzt nur weiter, weil es so gut schmeckt? 

Durch achtsames Essen werden wir weniger und gesünder Essen. Es wird auch unsere Seele genährt. Wir freuen uns auf das Essen, wir genießen es und wir haben etwas Gutes für unseren Körper getan. Er wird es uns mit Gesundheit und Vitalität danken. Nur 10% unseres Geldes geben wir für Lebensmittel aus, aber 40% für Autos, Kleidung und Entertainment, denn nur da achten wir auf Qualität. Bei Lebensmitteln nur auf Quantität.

Bildnachweis: pexels.com

Claudia Zimmer, Heilpraktikerin

Dass Frauen unter bestimmten Krankheiten leiden, ist bekannt und wird längst nicht mehr als Lappalie abgetan. Gerade in Sachen Schilddrüse und Galle sind viele Frauen von chronischen Krankheiten betroffen. Nicht immer erhalten sie diesbezüglich eine Therapie, die passt. So wird zum Beispiel oftmals die seelische Komponente bei typischen Frauenkrankheiten unterschätzt und lähmt bzw. verhindert den Heilungsprozess. Die Heilpraktikerin Claudia Zimmer (im Bild links) beschäftigt sich seit langer Zeit mit diesen und anderen Tatsachen im Zusammenhang mit der Gesundheit von Frauen. Daraus resultierend hat sie vor fünf Jahren den Frauengesundheitstag in Leipzig ins Leben gerufen.

Das erfolgreiche Expertenforum gibt es auch in diesem Jahr in der Pleißestadt und wird am 31. August 2019 stattfinden, Schwerpunktthema: „Möglichkeiten bei chronischen Krankheiten kennenlernen“. Dass es so guten Anklang findet, resultiert nach Einschätzung von Claudia Zimmer auch daraus, dass vielen Frauen – gerade bei schwierigen Gesundheitsthemen – der persönliche Austausch und die Beratung zu den jeweiligen Möglichkeiten sehr wichtig sind.

Austausch im persönlichen Rahmen – der Frauengesundheitstag Leipzig bietet die Plattform dafür

Dafür steht dieser Tag und bietet betroffenen Frauen die Gelegenheit, mit namhaften Experten in einem persönlichen Rahmen zusammenzukommen. Ärzte, Professoren, Heilpraktiker und Gesundheitsexperten stehen in Vorträgen, Themen-Runden und Interviews zur Verfügung und zeigen vielfältige Möglichkeiten zur Behandlung von chronischen Erkrankungen auf.

Claudia Zimmer stand uns im Vorfeld der Veranstaltung für ein Interview zur Verfügung und gibt nachfolgend einen Einblick, was die Teilnehmerinnen erwartet. Zudem erzählte Sie uns, wie es dazu kam, dass sie diesen Frauengesundheitstag, der mittlerweile eine feste Größe im Leipziger Veranstaltungskalender ist, auf die Beine gestellt hat.

FB: Frau Zimmer, der 5. Frauengesundheitstag am 31. August 2019 in Leipzig, den Sie auch dieses Jahr wieder organisieren, steht ganz im Zeichen chronischer Erkrankungen. Was erwartet die Besucherinnen?

Die Besucher erwartet ein hochinteressantes Informationsangebot, zum Thema was alles möglich ist! Von Kopf, Haar, Darm, Haut, Hormone bis hin zur Prävention. Ganz großes Augenmerk richten wir dieses Jahr auf die seelische Gesundheit, denn alle Erkrankungen haben eine seelische Komponente, die erkannt und verstanden sein will, damit Heilung geschehen kann. Ein Beispiel: Manche haben vielleicht schon vom „Broken Heart Syndrom“ gehört, was eine schwere Erkrankung ist, die bei einem großen Verlust wie zum Beispiel der Tod eines Kindes oder Partners, entsteht. Wenn hierbei nur medikamentös behandelt wird, ergibt sich keine Genesung! Deshalb ist es so wichtig, die seelische Komponente immer mit zu integrieren. Hierzu gibt es Sprechstunden, Vorträge und Expertenrunden.

Frauengesundheitstag wurde 2015 ins Leben gerufen

FB: Mittlerweile ist der Frauengesundheitstag eine feste Größe im Leipziger Veranstaltungskalender. Was hat sie dazu bewogen, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen?

Frauengesundheitstag in Leipzig

Der Frauengesundheitstag ist in jedem Jahr gut besucht.

Als Heilpraktikerin in eigener Praxis kamen immer wieder Patienten, die von all den Therapien noch nie was gehört haben. So begann ich 2015 das Projekt Frauengesundheitstag, um aufzuklären und zu informieren. Es war am Anfang mein Praxisthema: Akupuntktur mit Licht. Um die Veranstaltung rund zu machen lud ich 19 weitere Kollegen und Firmen mit ein, sich zu präsentieren. Nach diesem Erfolg vergrößerten wir dann ab 2016 und es kamen Vorträge dazu. Seitdem gibt es dieses Event einmal jährlich, jeweils mit einem Schwerpunktthema.

FB: Sie selbst sind gelernte Krankenschwester und haben diesen Beruf mit Leib und Seele ausgeführt. Dass Sie sich dann der Ausbildung zur Heilpraktikerin gewidmet haben, hatte mit Ihrem Sohn zu tun. Wie kam das?

Bei einem austherapierten Kind probiert man schon mal Alternativen, wenn nichts mehr geht. Als diese einfache und natürliche Therapie half, begann ich mich zu belesen und war dann so überrascht und begeistert  dass ich meine Ausbildung zur Heilpraktikerin begann. 

FB: In Sachen Gesundheit organisieren Sie schon seit langer Zeit Veranstaltungen, nicht nur den Frauengesundheitstag. Welche Themen stehen bei Ihren anderen Formaten im Fokus und an welches Publikum richten sich diese?

Mein Hauptthema ist die Präventionsmedizin. Aufklärung und aktiv werden, bevor Krankheiten entstehen! Dazu biete ich Vorträge und Kennlernmarkt in den Unternehmen an. Von „Selbstregulation des Körpers anregen“ über „Entgiften können“ und „Durchblutung anregen“ bis hin zu „Immunsystem stärken“. Kurzum – dem Körper helfen, sich selbst zu helfen!

Neue Therapien bei chronischen Krankheiten bekannter machen

FB: Mit welchen Problemen wenden sich Ihre Klienten an Sie?

Sie wollen eine Verbesserung, sich wieder wohlfühlen und vor chronischen Erkrankungen schützen. Hormonproblematiken, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs sind hier ein Thema.

FB: Neben Ihrer Heilpraktiker-Tätigkeit sind Sie auch Fachfortbildungsleiterin für den Verband Deutscher Heilpraktiker. Wie schaut hier Ihr Engagement aus?

Gerade in der Komplementärmedizin findet eine verstärkte Entwicklung statt, weil viele Erkrankungen bereits chronisch sind. Hier zeigen und lehren wir neuste Ideen und Möglichkeiten, wie gerade in diesem Monat zum Beispiel das Thema „Mikroimmuntherapie!“ Leider noch nicht so bekannt, was wir mit unserem Frauengesundheitstag ändern wollen. Es ist wichtig, dass nicht nur die Heilpraktiker davon wissen, sondern auch die Frauen!

Alte Heilkräuter – eine Traditionsmedizin ohne Nebenwirkungen

FB: Sie widmen sich auch der Klostermedizin und Heilkräutern. Wie kommt es eigentlich, dass diese alten Heilmethoden fast in Vergessenheit geraten sind?

Ich denke, es ist unsere schnelle Welt, alles digital und viele Themen „to go“, schnell und herbei! Außerdem, weil es alles zu kaufen gibt. Wer die Heilkräuter in der Familie kennenlernt hat, geht anders im Alltag damit um und integriert diese. Nichtwisser kommen oftmals erst dann darauf, wenn sie ein Thema intensiv belastet oder wenn Kinder kommen, die Probleme in Sachen Darmthematik, Nervosität und so weiter machen. Wer die unglaubliche Kraft dieser alten Traditionsmedizin kennenlernt, ist begeistert; und das alles ohne Nebenwirkungen und kostenfrei!

FB: Gendermedizin steht für die Tatsache, dass Frauen andere Krankheiten haben als Männer. Spielt das schon in die meisten Behandlungsmethoden im medizinischen Alltag mit rein?

Wissen, verstehen, handeln und Komplexitäten erkennen

Ja, es ist interessant – es gibt typische Frauenerkrankungen wie Schilddrüse und Galle. Warum? Weil wir ganzheitlich funktionieren und alles mit allem verbunden ist. Hier spielen wieder die Faktoren der Hormone mit rein, unser Zyklus mit dem Thema Eisen – auch Kupfer – und das emotionale Empfinden, das mit dem Körper kommuniziert. Kann man übrigens im Blut sehen und lesen! Diese ganze Komplexität zu verstehen – darum geht es! Und auch darum, die Möglichkeiten besser nutzen!

WISSEN-VERSTEHEN-HANDELN – Willkommen zum 5. Frauengesundheitstag!

Datum:

31. August 2019

Zeit: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr 

Ort: 04155 Leipzig, Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28

Alles Infos & die Möglichkeit zur Anmeldung zum 5. Frauengesundheitstag finden Sie hier.

Bildnachweis: Claudia Zimmer

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Alleine sein

Jeder Fünfte in Deutschland lebt allein“, las ich gestern in einer großen deutschen Zeitung. Sofort zuckten mir die Finger, ich wollte mich im Kommentarbereich an der Diskussion beteiligen.
„Aber nicht alle freiwillig“, wäre meine Antwort gewesen.

Jedoch bin ich nach einigen Erfahrungen mit Online-Foren aus Schaden klug geworden und las nur mit, denn das Kommentieren bei Facebook gleicht gelegentlich dem Versuch, mit verbundenen Augen ein Minenfeld zu durchqueren: Irgendeiner geht garantiert immer hoch.

„Jeder Fünfte“. Also zwanzig von hundert Menschen oder, auf die gesamte Einwohnerzahl der BRD bezogen, circa 16 Millionen Personen. 16 Millionen Wünsche, Träume, Lebenspläne, Hoffnungen, und entweder freie Entscheidung oder widrige Umstände, die jemanden dazu zwingen.

Mit Sicherheit ist der verwitwete Rentner dabei, der in seiner jetzt leeren Wohnung alten Zeiten nachtrauert und sich wünscht, er wäre wieder zu zweit. Die kürzlich geschiedene Arzthelferin, die sich ihr Leben noch vor 10 Jahren am Tag ihrer Hochzeit ganz anders vorgestellt hat. Der Azubi, der soeben eine neue Stelle angetreten hat in einer fremden Stadt und zum ersten Mal schockiert feststellt, dass sich die Tüte H-Milch nicht automatisch in den Kühlschrank transportiert. Oder der frischgebackene Student, dessen Lebensplan auf dem Macbook ordentlich abgespeichert eine kleine Familie mit Reihenhäuschen, zwei Kinder und einen SUV beinhaltet. 16 Millionen Leben, 16 Millionen Schicksale.

Aber gestern, im Kommentarbereich der Online-Zeitung las sich das ganz anders. Beste Sache überhaupt. Stressfreier Daseinszustand ohne nervige Lebenspartner oder Mitbewohner. Gelegentlich schüttelte ich den Kopf, musste aber dann schmunzeln, wenn ich mir die Profilbilder der jungen Leute anschaute, die von ihrem herrlichen Single-Dasein schwärmten, ungerupft vom Leben, patiniert mit übermütiger Unbefangenheit, was mich ein bisschen neidisch machte, das gebe ich zu. Denn die Unbefangenheit schwindet, wenn einen das Schicksal mal so richtig durchgerüttelt hat und das Leben in den nächsten Gang schaltet. Sobald man das erste Mal jemanden zur letzten Ruhe geleitet, sobald man ernsthaft erkrankt oder einer, den wir lieben, zerfließen unsere Vorstellungen und Glaubenssätze wie zu dünn geratener Kuchenteig. Die Youngster im Kommentarbereich allerdings schienen bisher mehr oder weniger Glück gehabt zu haben. Wie gesagt – ich war ein bisschen neidisch.

Die Verteilung der Meinungen pro/kontra Allein-Leben verhielt sich in etwa 90:10, sprich: Neun von zehn Kommentatoren schworen, dass nichts besser wäre, als allein zu wohnen.

Eine ungefähr 25jährige Frau schrieb: „Alles, was im Kühlschrank ist, gehört mir. Mir ganz allein.“ Das klingt erst mal witzig. Vielleicht kann sie aber einfach nur nicht teilen, weil sie es nie gelernt hat, und ist nicht kompromissfähig. Ich wäre gerne Mäuschen, wenn sie sich irgendwann zu einer Familiengründung entschließt. Mit Kindern bekommen Begriffe wie „mein“ und „dein“ nämlich ganz neue Bedeutungen.

Der nächste junge Mann behauptete, alles andere als allein zu leben sei ihm viel zu anstrengend. Er hätte einen stressigen Job, und „absolut keine Lust, sich nach Feierabend noch um eine Partnerin zu kümmern“. Offengestanden klang das, als vergleiche er die potenzielle Freundin mit einer Rassekatze oder einem Schäferhund, denen man abends eine Schale Trockenfutter hinstellen, das Kistchen säubern und mit ihnen regelmäßig nach draußen gehen muss. Vielleicht kommt ja auch Mutti regelmäßig bei ihm vorbei, befüllt den Kühlschrank und putzt das Klo. Lachen Sie nicht – ich kenne zwei dieser jungen Herren, bei denen das genauso abläuft. Diesen Zustand möchte man natürlich so lange wie möglich aufrechterhalten.

Der dritte schrieb: „Ich lebe nicht allein, ich habe Freunde und Bekannte.“ Beeindruckendes Statement, bis man sich beim Fallschirm-Springen, Freeclimben oder Surfen das Bein bricht und merkt, dass es gar nicht so leicht ist, mit einem Gipsbein und zwei Krücken mehrere Kästen Mineralwasser in den dritten Stock zu schleppen, weil die Freunde und Bekannten alle bei der Arbeit sind und keiner da ist, der einem hilft.

Einer meinte, allein zu sein sei das einzig Wahre, denn er könne nur dann „zocken, wann immer er wolle“. Stellen Sie sich bitte keinen bei dem Wort „Zocken“ keinen Mittvierziger beim Skat vor, sondern einen bleichen Jüngling an der Switch oder der Playstation, der salzsäulengleich mit dem Controller in der Hand zu eigenständiger Kommunikation nur mehr rudimentär fähig ist. Meist reicht es gerade mal für den Pizza-Service. Aber dafür gibt’s jetzt schon eine App.

„Ich bin nicht allein, denn ich habe Freunde und Bekannte.“ Klingt klasse, ganz ehrlich. Allerdings stelle ich fest, dass der Begriff „Freundschaft“ heutzutage inflationär verwendet wird. Weil ich ziemlich sicher bin, dass mir von meinen Facebook-Bekanntschaften im Falle einer schweren Grippe keiner Tomatensuppe oder Klopapier besorgen wird, während ich mich röchelnd in meinem Bett wälze.

Echte, lebendige Freunde, in 3D und Farbe sind selten. Nur weil mich Joschi neulich zu seiner Housewarming-Party eingeladen und beim Verabschieden gemeint hat: „Wir müssen mal einen zusammen saufen, Alter“, ist er nicht mein Freund – den könnte ich nämlich nachts um 1:00 Uhr anrufen, wenn ich mit dem Auto mitten in der Pampa stehe und der ADAC nicht erreichbar ist. Der schaut bei mir vorbei, wenn ich ihn anschreibe: „Bitte komm, mir geht es mies“, der nimmt mich ernst, kennt mich und mag mich auch ungeschminkt und pleite.

Wie viele von denen haben Sie?

Aber zurück zu dieser Debatte im Kommentarbereich über die Tatsache, dass jeder Fünfte in Deutschland allein lebt. Ein Gros der Leserschaft war definitiv noch keine 40 und verteidigte seinen Lifestyle vehement gegen alle vorsichtigen Fragen, „ob das denn wirklich immer so toll sei“. Einzig ein älterer Herr gestand verschämt, dass er seit sieben Jahren verwitwet sei und sich nun daran gewöhnt hätte. Es klang allerdings nicht begeistert.

Fassen wir zusammen: Alleinsein ist klasse. Ihr Klo gehört ihnen. Alles, was im Kühlschrank ist auch. Und gestört werden sie ebenfalls nicht, weder beim Zocken noch beim Binge-Watching (mittlerweile gängige Bezeichnung für Serien-Marathons) oder bei… ach, was weiß ich denn, eventuell bei Ihrer essenziellen Arbeit an einem neuen Wundermittel gegen Krebs oder Laufmaschen.

Also, alles gehört ihnen. Sie müssen „alles, das Ihnen allein gehört“, aber auch allein saubermachen, befüllen und mit einer Grippe und zittrigen Knien das Wasser für ihre Wärmflaschen erhitzen. Sie müssen allein zum Wertstoffhof, allein den Urlaub buchen, allein Ihren Vater im Krankenhaus besuchen, wenn er dann gestorben ist, allein weinen, sich allein darüber Gedanken machen, was in fünf Jahren sein mag oder in zehn, und im Supermarkt genau überlegen, ob Sie wirklich die Großpackung Nudeln brauchen. Gibt’s eben wieder ein Wurstbrot.

Freunde haben nämlich oft keine Zeit und was anderes vor, wenn man sie dringend bräuchte und unter Umständen dieselbe Lebenseinstellung wie man selbst…

Jemanden mit Hühnerbrühe und frischen Papiertaschentüchern zu bemuttern, der gerade mit Grippe im Bett vor sich hin dämmert, ist unbequem, macht Arbeit und ist gefährlich, denn man könnte sich eventuell anstecken.

Außerdem läuft die neue Serie bei Amazon, und man hat sich eben eine Pizza bei „Lieferando“ bestellt. „Tut mir leid, Hendrik-Thorben, äh, es geht grad nicht, muss gleich weg. Du kommst schon klar. Melde dich, wenn du wieder gesund bist, dann machen wir was zusammen, ok?“

Hendrik, ruf einfach deine Mutter an. Die ist ohnehin dein bester Freund. Aber das wirst du noch lernen.

Man hat manchmal das Gefühl, Freunde seien heutzutage nur noch eine Art Lifestyle-Accessoire, wie eine winzige strassbesetzte Handtasche oder ein glitzerndes Paar Sandaletten. Sehen klasse aus, sind aber nicht wirklich praktisch. Freundschaften können sich abnutzen, schneller als Kunstleder, das bei Gebrauch abzublättern beginnt, hässlicher als Baumwollstrick mit ausgebleichten Rändern am Bündchen nach der Wäsche. Man sollte sie nicht überstrapazieren. Denn Freunde haben alle ein eigenes Leben, und genau das vergessen wir gelegentlich.

Zwar vertrete ich nicht die Ansicht, dass man sich allein aus pragmatischen Gründen einen Mitbewohner oder Lebenspartner zulegen sollte, nur damit Hausarbeit und Einkommen geteilt werden können. Aber ich habe so eine leise Ahnung, dass einige der Kommentatoren in ihrem jugendlichen Überschwang überhaupt nicht damit rechnen, dass ihnen das sogenannte „Real Life“ vielleicht irgendwann einen Strich durch die Rechnung machen könnte. In Farbe, 3D und Stereo.

Im echten Leben geht es nämlich nicht zu wie in einer Sitcom (alle 20 Sekunden der vorgeschriebene Lacher), da kriegt man Zahnschmerzen oder Bauchweh, muss dringend in die Ambulanz wegen unklarer Oberbauch-Schmerzen, hat sich den Fuß verknackst und kommt nicht mal bis zum Bad, um sich ein Aspirin zu angeln, geschweige denn ins Bistro, wo heute die witzige Runde mit den schlagfertigen Dialogen ohne einen stattfindet. Im echten Leben passieren schlimme Dinge und wenn eine Freundschaft ein Schirm wäre, der uns vor dem Regen beschützt, dann lassen sich manche nicht mal aufklappen, sobald die ersten Tropfen fallen.

Ganz ehrlich, manchmal beneide ich die Jugend um ihre herrliche Unbefangenheit, mit der sie durchs Leben trudelt und sich sicher ist, ihnen würde nie etwas Übles zustoßen. Den Glauben, dass alles immer so weitergeht. Die absolute Sicherheit, dass schreckliche Dinge nur immer anderen passieren, die man sich dann bei YouTube reinzieht, um sich wohlig zu gruseln.

Es genügt aber ein einziger kleiner Unfall mit dem E-Roller, und man lernt schnell, dass die „Rückwärts“-Taste nur auf der Fernbedienung funktioniert um einen wieder in den unberührten gesunden Wunsch-Zustand zu versetzen. Es gibt keine App für die Schicksals-Verwaltung, höchstens einen fiesen Zufallsgenerator, der willkürlich Grausamkeiten auswirft, die unser bisheriges Leben innerhalb von Sekundenbruchteilen verändern. Immer wieder sehe ich Fotos von Autos, die von jungen Leuten gefahren und an einem Baum zerquetscht wurden. Rollstuhl, Krankenhaus, Reha, Job weg, das war’s.

Und DANN wird sich zeigen, wie viele Freunde man hat. Ein richtiger Augenöffner.

„Ich lebe allein und finde das super.“ Dann verstehe ich nicht, warum Online-Partnerbörsen einen seit Jahren andauernden Boom erleben und die „Hallo Partner“-Seite im örtlichen Käseblatt von beinahe verzweifelt klingenden Bekanntschaftsanzeigen überquillt.

Wie viele der eifrigen Hüter ihrer Single-Appartements tindern regelmäßig auf der Suche nach Mr. oder Mrs. Right? Wie erklärt es sich, dass Liebes-Schnulzen nie aus der Mode kommen, egal, wie bescheuert sie sind, dass am Ende jedes Films immer noch das Happy-End in Form einer weißen Hochzeit stehen muss? Mir scheint, als seien die meisten weiterhin klammheimlich verbissen und gelegentlich verbittert auf der Suche. Und solange sie suchen, behaupten sie, dass sie es gar nicht tun. So wird natürlich auch ein Schuh draus.

Wenn dann Mr. oder Mrs. Right auftauchen, wie geht’s weiter? Besucht ihr euch immer gegenseitig in euren Lofts mit vollgepackten Reisetaschen, in die irgendwann noch der hoffnungsvolle Nachwuchs passen sollte? Oder fängt man dann doch an, sein Lebensmodell zu überdenken? Wohin mit den ganzen selbstverwirklichenden, hedonistischen Einzelgängern?

Und ich rede jetzt nicht von den Leuten, die gezwungenermaßen allein leben, weil sie momentan metaphorisch gesehen „aus der Kurve geflogen“ sind, sondern von allen, die immer krähen, wie super sie es finden, dass sie nicht teilen, nicht kümmern, nicht nachgeben, keine Kompromisse anstreben wollen. Ich rede von denen, die behaupten, ihr Leben wäre super. Immer auf Hochglanz, immer irgendwo ein brennendes Teelicht auf dem frisch abgeschliffenen Vintage-Tisch vom Flohmarkt. Und zack – rein zu Instagram damit, weil alle sehen sollen, wie gut es mir geht.

Wenn ein großer Bekanntenkreis oder Freunde genügen („Ich lebe nicht allein, ich habe Freunde und Bekannte“), warum dann diese permanente Eigenwerbung in Form von Selfies mit Duckface und verführerischem Blick hinter halbgeschlossenen Lidern? Wenn dieser Lebensstil das Non plus Ultra ist, wenn alle wirklich so zufrieden sind, zocken können, wann immer sie wollen, fernsehen bis der Arzt kommt, warum suchen dann so viele? Ach, ich würde so gerne mal fragen. Aber ich bekäme vermutlich nur eine ausweichende Antwort.

Ich gestehe ganz ehrlich: Auch ich genieße Zeiten des Alleinseins. Da kann ich mich in der Trainingshose auf meiner Couch fläzen, mir acht Folgen meiner Lieblingsserie am Stück angucken, das schmutzige Geschirr auf der Spüle stehen lassen und hemmungslos mit meiner Freundin chatten, bis der Finger blutet. Ab und zu ist das so richtig schön.

Freiwillig allein zu sein ist etwas anderes, als es dauernd sein zu müssen. Wenn man erst mal ein gewisses Alter erreicht hat, dann fühlt es sich nicht mehr ganz so toll an. Als stünde man verloren auf einem riesengroßen menschenleeren Platz, schutzlos allem ausgeliefert, was das Schicksal uns zukommen lässt. Je älter man wird, um so geringer wird auch die Aussicht, dass es sich dabei um den edlen Ritter auf dem weißen Ross handelt, und man sollte besser täglich, statt mit einem Schimmel plus Ritter, mit einem führerlosen Müll-Laster rechnen, der einen plattwalzt. Irgendwann ist der Spaß vorbei. Auch das gehört dazu. Man nennt es „Erfahrung“.

Wenn jeder so zufrieden mit sich ist, warum gehören zum modernen, hippen „Allein-Leben“ Hipsterbärte, Ganzkörperrasuren, Ohrringe, Herren-Manikür-Sets, Fitness-Studios, Body-Öle mit Erdbeer-Aroma, Eiweiß-Nahrung für schnelleren Muskelaufbau, Brazilian-Waxing, Gelnägel, künstliche Wimpern und ständig neue Klamotten? Wofür all die Instagram-Accounts mit gephotoshoppten Selfies, auf denen man aussieht, als hätte jemand die Kameralinse des Handys mit Butter eingeschmiert?

Da sitzen sie dann in ihren Single-Wohnungen, polieren ihr Angebot, epilieren es, gelen es, cremen es ein, pudern und schminken und frisieren es. Und merken es nicht. Denn auch Beziehungen sind kein Accessoire – die erfordern harte Arbeit, täglich neue Kompromisse und ein gerüttelt Maß an Toleranz. Jemand, der aber an einem eingerissenen Gelnagel verzweifelt, wird sich da schwertun…

Ich mag Authentizität. Und die finde ich heutzutage selten. Mein junger, durchaus attraktiver Neffe, sitzt nächtens in seiner gestylten Single-Wohnung und sucht online ein nettes Mädel. „Ich fühle mich wohl, pah, wer braucht schon eine Freundin“, tönt er. Und trotzdem benimmt er sich wie ein Süchtiger auf „cold turkey“ – kaltem Entzug.

Sehen Sie, DAS meine ich. Alleinsein ist nur schön, wenn man es freiwillig tun kann. Wird es einem vom Leben aufgezwungen, benennt man es um in „Einsamkeit“. Und die hat scharfe Krallen.

Alleinsein ist das Design-Accessoire unter den Zuständen, ein delikater Luxus, der uns Freiraum verschafft für Dinge, die wir gern tun oder für die wir keine Zeugen gebrauchen können. Aber die Übergänge zur großen, bösen Schwester, der Einsamkeit, sind fließend. Ehe man sich versieht, hat man die unsichtbare Grenze überschritten. Und da wartet sie, um uns Löcher ins Herz zu schlagen, uns den Mut zu nehmen, uns auf uns selbst zurückzuwerfen, der flüsternden Stille auszusetzen, die lauter sein kann als jedes Konzert von Rammstein.

Erinnern Sie sich noch an die Serie „Golden Girls“ aus dem Jahre 1985? Rose, Blanche, Dorothy und Sophia, alle zwischen 55 und 80, leben in der Villa von Blanche zusammen, wo jede ein eigenes Zimmer bewohnt. Sie amüsieren sich mit verschiedenen Männern, trösten sich gegenseitig mit Käsekuchen und guten Ratschlägen bei Liebeskummer und vermitteln dem Zuschauer vor allem eines: dass Leid tatsächlich halbiert und Freude verdoppelt werden können, wenn man sie mit anderen teilen kann.

„Freundschaften“ sind die neue Ehe, die ermöglichen einem ein unabhängiges Leben voller Spaß mit null Verzicht oder Kompromissen, das Äquivalent von Zucker-Ersatz beim Backen, das Kunstleder unter den Halbschuhen, das Low-Carb bei der neuen Diät. Genuss ohne Reue.

Meiner Meinung nach war die Serie „Golden Girls“ nicht ausschließlich wegen der charismatischen Hauptdarstellerinnen Betty White (Rose), Bea Arthur (Dorothy), Estelle Getty (Oma Sophia) und Rue McClanahan (Blanche) so erfolgreich, sondern weil sie dem Zuschauer etwas Wichtiges vermittelte: eine allen Krisen und Anfechtungen standhaltende Freundschaft – allerdings in Ermangelung von passenden Lebensgefährten.

Dieses Prinzip wurde später von der Serie „Friends“ sehr erfolgreich fortgeführt und fand anschließend in Produktionen wie zum Beispiel „New Girl“ mit der bildhübschen Zooey Deschanel oder „How I met your mother“ seinen vorläufigen Abschluss.

In unseren schnelllebigen Zeiten der Ent-Solidarisierung („Will mich nicht um jemanden kümmern, das ist nur Stress“) scheint der Wunsch nach echten zwischenmenschlichen Beziehungen, nach Halt und sozialen Auffangnetzen, eine tiefsitzende menschliche Sehnsucht zu sein, auch wenn es nicht zugegeben wird. Fast alle von uns fühlen sich irgendwann einmal einsam, so ganz tief im Inneren, an diesem beängstigend dunklen Fleck in unserem Herzen, in den wir nie jemanden hereinlassen, und der nur mit Spezialausrüstung zugänglich ist. Da schauen wir nie hin, wir vermeiden es, uns dieser unheimlichen Stelle zu nähern. Das könnte wehtun.

Tut es.

Und so tönen sie ganz laut, wie glücklich sie sind, dass sie es gar nicht anders wollen. Wenn ich ehrlich bin, macht mich das ein wenig traurig. Ich höre Kinder im dunklen Keller pfeifen, sehe Lebensmodelle, die über kurz oder lang der Wirklichkeit zum Opfer fallen werden, registriere diese herrliche Unbefangenheit, und ich nehme Unschuld wahr. Aber ich erkenne auch Hedonismus, Egoismus und eine soziale Kälte, Vereinsamung, auf eine ganz perfide Art und Weise

Denn zufrieden sind sie nicht. Alle wollen wir doch sie haben, diese Freundschaft, die immer hält, ein paar Menschen – es müssen ja nicht viele sein – auf die wir uns verlassen können, die uns in schwarzen, sepiagefärbten Tagen zur Seite stehen, uns trösten, uns zur Beerdigung des Opas begleiten. Nicht jeder von uns hat das Glück, einen Partner fürs Leben zu finden, mit dem man alles teilen kann, darum sind echte Freunde wichtiger als je zuvor. Und es ist schwieriger als je zuvor geworden, welche zu finden. Zwischen Binge-Watching, Zocken und coolen Freizeitaktivitäten bleibt man auf der Strecke, wenn man nicht mithalten kann in diesem Wettbewerb um das coolste Dasein, die größtmögliche Abgeklärtheit und die exzentrischste Selbstdarstellung. Da sind „Freunde“ dann nur noch unbezahlte Claqueure. Sie klatschen und loben uns, wir sie auch. Und wenn es nichts mehr zu beklatschen gibt?

Der Kern meiner Aussagen ist folgender: Wer Alleinsein als andauernden Glückszustand enpfindet, braucht Freunde, die auch im Schleudergang des Lebens zu einem halten, nicht nur während der Weichspülung. Aber dafür ist uns dank unzähliger Hollywood-Produktionen und immer mehr „Ich, ich, ich“ das Gespür verlorengegangen.

Wer fängt diese jungen Menschen auf beim ersten rauen Wind, wer holt sie aus den versifften Schlammgruben des Schicksals, in denen jeder von uns mal landet? Was haben wir vergessen, der Instagram- Snapchat- und Facebookgeneration beizubringen? Ist es wirklich nur der Übermut der Jugend, oder haben wir etwas Essentielles übersehen? Sind Begriffe wie „Anstand, Pflichtgefühl“ tatsächlich komplett überholt? Oder möchte ich nur ein paar unbefangenen jungen Menschen Dinge aufbürden, die nicht mehr in Mode sind?

Mich um andere zu kümmern, denen es schlecht geht, hat mich auch mit 25 schon „gestresst“. Das gebe ich zu. Ich hab‘s aber trotzdem getan, denn irgendwann war ich dann die, um die sich jemand gekümmert hat. Und ich war sehr dankbar und bin es heute noch. Mit dem „Kümmern“ hab ich übrigens nie aufgehört…

Man kriegt immer nur das raus, was man selbst auch gegeben hat. Im Falle von „Alles im Kühlschrank gehört mir, mir allein“, frage ich mich, wie es dann mit der Liebe aussieht – dem Wichtigsten, das wir zu verschenken haben? Oder mit emotionalen Bedürfnissen anderer? Sind solche Menschen überhaupt zu selbstlosem Tun imstande? Jemanden zu lieben, bis dass der Tod einen scheidet, eines Kindes wegen auf vieles zu verzichten?

Freunde sind wichtig. Keine Frage. Allein zu leben kann nett sein und komfortabel. Aber Dinge ändern sich. Manchmal schneller, als einem lieb ist.

Eins ist aber sicher: Keine der „Golden Girls“ wäre sechs Wochen tot in ihrem Zimmer gelegen, ehe es jemandem auffällt. Bei Hendrik-Thorben bin ich mir nicht so sicher. Wenn der sich zwei Monate nicht meldet, könnte er ja grade auch mit dem Mountainbike im Himalaya auf Selbstfindungstrip sein. Und da er allein lebt, muss er auch niemandem Bescheid geben. Er wirft einfach Power-Bank, Solar-Ladegerät und Prepaidkarte in einen nachhaltig erzeugten Rucksack, checkt ein und fliegt los. Wir sehen ihn dann garantiert bei Instagram oder Facebook, wo er seine lachenden Selfies vor dem Abgrund mit allen Freunden teilt.

Oder auch nicht…

Herzlichst,

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

 

Liebeskummer-Beratung

Liebeskummer – schlägt er zu, hebt sich die Welt aus den Angeln und man ist von jetzt auf gleich kaum mehr handlungsfähig. Die Standleitung zur besten Freundin – ja, das bekommt man noch hin und diese Menschen sind meist auch die ersten Retter in der seelischen Not. Doch es ist für nahestehende Menschen bei Liebeskummer kaum möglich, professionell zu agieren. Zumal die oder der Leidende im Herzschmerz stets dieselben Themen zur Sprache bringt. Eine Endlosschleife, die oft auch mit einem belastenden Kopfkino bei den Betroffenen einhergeht. Freunde oder Familienmitglieder kommen hier schnell an ihre Grenzen. Vor allem, wenn sich der Herzschmerz hartnäckig festsetzt.

Spätestens hier sehen viele Betroffene ein, dass fachkundige Unterstützung von Experten hilfreich sein kann und wenden sich an einen Liebeskummer-Coach. Mittlerweile gibt es von diesen professionellen Helfern in der emotionalen Not eine ganze Menge und das bundesweit. Kurzfristig erreichbar und für den Klienten da, gehen diese Berater den Kummer mit ihrem Know-How an und sorgen dafür, dass die Lebensfreude zurückkehrt. Dabei kommen bei den Liebeskummer-Coaches verschiedene Methoden zum Einsatz. Wie die aussehen können und welche Herangehensweisen helfen, den fiesen Herzschmerz loszuwerden, schildern nachfolgend fünf Liebeskummer-Beraterinnen bei uns. Die porträtierten Coaches kommen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands und haben uns Auskunft über ihre Arbeit gegeben. An Herzschmerz Leidende können somit sichergehen, dass adäquate Hilfe zumeist ganz in der Nähe zu finden ist. Lesen Sie selbst:

„Wut bei Liebeskummer als Energiequelle nutzen“

Die Methode der systemischen Familientherapie steht bei Bianca Bontempo im Mittelpunkt. Die amtsärztlich geprüfte Heilpraktikerin für Psychotherapie, DGSF (Deutsche Gesellschaft für Familientherapie) zertifizierte systemische (Familien)Therapeutin und Life-Coach arbeitet mit Klienten in Berlin. Ihren Focus legt sie bei akuten Krisen der von Liebeskummer Betroffenen auf das „innere Team“. Bei dieser Methode, die aus der Familientherapie stammt, schaut die Expertin darauf, welche Persönlichkeitsanteile durcheinander gekommen sind und woher das kommt. Dabei legt Bianca Bontempo ihr erstes Augenmerk auf die Ohnmacht und die Trauer, mit denen ihre Klienten bei Liebeskummer konfrontiert sind.

Bianca Bontempo

Bianca Bontempo hilft Liebeskummer-Betroffenen in der Hauptstadt.

 „Die Gefühle sollen ihren Raum bekommen, man darf erstmal emotional alles rauslassen“ gibt Bianca Bontempo einen Einblick in ihre Arbeit. Damit wirft sie auch ein Schlaglicht auf ein Gefühl, das wohl jeder kennt: Wut. Diese kann sich auch in Form von Rachegedanken manifestieren. Auch diese haben ihre Berechtigung, solange es nur in Gedanken geschieht. Es kann auch helfen, diese in einer Coaching-Session einfach mal frei heraus zu verbalisieren. „Diese Wut im Zusammenhang mit Liebeskummer gibt Energie, man sollte sie dazu im positiven Sinne nutzen, unter anderem um das Leben wieder neu aufzustellen“ konstatiert die Fachfrau. Und führt bei ihrem Coaching stets auch die Frage ins Feld, was denn für die Klienten wichtig wäre, wenn sie ihr Leben mit 70 Jahren betrachten?  

„Lebensvisionen zusammen mit dem Coach zu entwickeln, hilft“ sagt Bianca Bontempo und weiß, dass diese Strategie auch bei anderen Lebenskrisen nützlich ist. Ihr Coaching nehmen längst auch (junge) Männer in Anspruch. Vorbei die Zeiten, als Hilfe in Form von Liebeskummer-Beratung ein reines Frauenthema war. Das dürfte nicht zuletzt am Online-Dating liegen. Hier vergessen viele Partnersuchende ihre gute Kinderstube, was häufig Herzeleid beim anderen, der das Dating im Web offen und ehrlich angeht, verursacht. Aber egal, ob Liebeskummer offline oder online ausgelöst wurde – zur Bewältigung desselben spielen auch persönliche Vorlieben mit rein. 

„Der eine macht eine Weltreise, der andere igelt sich erst einmal daheim ein“ berichtet Bianca Bontempo. Man sollte erstmal das tun, was einem gut tut und ablenkt. Bei einer Liebeskummer-Beratung werden auch die eigenen Ressourcen und die innere Stärke herausgearbeitet. Der Fokus des Klienten liegt auf dem ICH, eigene Bedürfnisse und Selbstfürsorge. Im Ergebnis führt das dazu, dass Schritt für Schritt die Lebensfreude zurückkehren kann. Kontakt: bontempo-psychotherapie.de

Neue Wege mit geheilter Seele gehen

Seelenheilung ist für Bewusstseinstrainerin Anja Schönborn eine wichtige Komponente im Liebeskummer-Coaching.

Wer bei Liebeskummer professionelle, einfühlsame, tiefgründige und mediale Hilfe sucht, ist bei Anja Schönborn genau richtig. Denn sie holt Sie mit Ihrer liebevollen Art da ab, wo Sie jetzt stehen! Die Kombination ihrer Arbeitsweise ist einzigartig und bringt seit fast 30 Jahren unzählige positive Rückmeldungen von begeisterten Kunden. Krisen sind als Hinweis des Lebens zu sehen, um die innere Einstellung und damit die Richtung zu ändern. Das ist das Credo der Bewusstseinstrainerin. „Liebeskummer ist eine Form der Trauer“ sagt Anja Schönborn. „Man betrauert auch sich selbst und die verlorene Lebensvision.“

Aus ihrer Erfahrung heraus weiß sie, dass in Kennenlernphasen und in bestehenden Beziehungen die Anfangs-Warnsignale oft überhört und verdrängt werden. „Die anfängliche Hormonelle Großhirnvergiftung und die tiefe Sehnsucht nach Ankommen in der Partnerschaft, lassen uns Dinge in Kauf nehmen, die zwar der Seele dienlich sind, aber einem ebenbürtigen, harmonischen Miteinander im Weg stehen“ konstatiert die Expertin. Somit arbeitet sie mit ihren Klienten darauf hin, sich erst einmal selbst neu zu erfinden und durch das Wissen um den Seelenplan, die Sprache der verschiedenen Ich-Anteile für den Alltag und die Partnerschaft zu nutzen. 

Interessant ist dann auch, sich den Seelenweg des (Wunsch-)Partners anzuschauen! Wo sind unsere Triggerpunkte? Warum hat uns das Leben zusammengeführt? Wie kann ich durch kleine Veränderungen  eine bessere Partnerschaft leben? Was macht es mit meinem Partner, wenn ich so bin, wie ich bin?  Anja Schönborn umschreibt ihre Herangehensweise mit einem einzigen Satz: „Wenn der Verstand versteht, kann die Seele in die Heilung gehen und neue Wege kreieren!“

Kontakt: anjaschoenborn.de

Mit dankbaren Gefühlen den Herzenskummer loslassen

Gisela Berg hat für ihre Klienten ein Selbstliebe-Coaching entwickelt.

Ein eigener, starker Liebeskummer war für Gisela Berg der Grund, sich dieser Thematik beruflich zu widmen. Die Heilpraktikerin und psychologische Beraterin aus Hamburg setzt in ihrem Coaching darauf, Zeuge der jeweiligen Geschichte, die zum Liebeskummer führte, zu werden. Das heißt: reden, reden, reden.

„Das nimmt den Druck raus und meine Klienten wechseln in die Beobachter-Rolle“ spricht Gisela Berg aus Erfahrung. Kompetent in Reiki-Übungen integriert sie in ihre professionelle Hilfe auch solche fernöstlichen Methoden, um die Energie-Frequenz der oder des Liebeskummer-Geplagten zu erhöhen. „Viele Menschen distanzieren sich dann von ihrem Liebeskummer und können so Informationen besser aufnehmen und verarbeiten“ erläutert die Expertin dieses Vorgehen. Da ihre oberste Priorität darin liegt, die betroffenen Personen wieder handlungsfähig zu machen, hat sie ein spezielles Selbstliebe-Coaching entwickelt, das den Klienten zum Beispiel hilft, das Kopfkino auszuschalten. Oder sich wieder gesünder zu ernähren, um so Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. All` das gehört zur Neuausrichtung des eigenen Lebens nach dem schmerzlichen Herzeleid und ist das A und O des Coachings bei Gisela Berg.

Hierin integriert sind auch Reisen zum inneren Kind, die bei den meisten Klienten ein tiefes Mitgefühl mit dem eigenen ICH auslösen. All das führt dazu, dass sich unter Liebeskummer leidende Menschen wieder selbst in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen. Auch Dankbarkeit, Vergeben und Loslassen spielen dabei eine große Rolle. „Ich erinnere die Menschen daran, wofür sie dankbar sein sollten. Und Dankbarkeit führt direkt ins Herz“ führt Gisela Berg aus und verweist darauf, dass dankbare Gefühle und dankbare Gedanken das Gehirn umprogrammieren und die Betroffenen den Herzenskummer somit leichter loslassen können.  Kontakt: beziehungstherapie-hamburg.de 

Den Trennungsschmerz mit Kinesiologie und Hypnose angehen

Silke Ludwig

Silke Ludwig hat sich auf Kinesiologie und Hypnose spezialisiert.

Geht der Partner fremd, ist der Liebeskummer oft groß und Frauen, die betroffen sind, melden sich bei Silke Ludwig in der Praxis. Die Expertin bietet Liebeskummer-Coaching in Isernhagen nahe Hannover an und hat sich hier auf Kinesiologie und Hypnose spezialisiert. „Wenn Menschen verlassen werden, kann aus Liebeskummer schnell eine Depression entstehen“ spricht die professionelle Beraterin aus Erfahrung und verweist darauf, dass an Herzschmerz Leidende in Japan Sonderurlaub in einer solchen Stress-Situation bekommen.

In Deutschland gibt es das bekanntlich nicht, weshalb Expertinnen, wie Silke Ludwig, gut zu tun haben. „Weinen, shoppen, naschen, exzessiv fernsehen – das ist bei Liebeskummer alles okay“ sagt Silke Ludwig und berichtet davon, dass beste Freundinnen bei dieser Art von Schmerz oft überfordert sind. „Freundschaften werden bei Liebeskummer oft überstrapaziert“ ist sich die Fachfrau sicher. Als Expertin für Trennungsschmerz weiß sie, wovon sie redet. Die meisten ihrer Klienten möchten in diesem Zusammenhang ausführlich über ihren Liebeskummer reden und können in ihrer Praxis ihr Herz vollends ausschütten.

Davon machen auch Männer oft Gebrauch. „Männliche Zeitgenossen überhören IN der Beziehung oftmals jegliche Warnsignale, entwickeln sich aber NACH der Beziehung und überstandenem Liebeskummer in ihrer Persönlichkeit immens weiter“. So fasst Silke Ludwig die Erfahrung mit Männern in ihrer beruflichen Tätigkeit zusammen. Dass sie viele ihrer Klienten durch Krisen adäquat begleiten kann, liegt unter anderem auch an der Kinesiologie, die sie in ihrer Praxis anwendet. Hierbei werden negative Körperemotionen aufgespürt und der daraus resultierende, im Körper abgespeicherte Stress, der Blockaden verursacht, aufgelöst.

Mit Hypnose wiederum erreicht die Expertin, die auch Paare in einer Versöhnungsphase begleitet, dass verschiedene Ängste aufgelöst werden können. Vielfältige Möglichkeiten also, um dem verhassten Herzeleid Paroli zu bieten und zu neuer Stärke zu gelangen. Dazu passt auch das Credo von Silke Ludwig, dem wohl viele ihrer Klienten erst im Rückblick zustimmen können: „Jede Krise ist eine Chance“! 

Kontakt: www.kinesiologie-isernhagen.de, www.expertinfuertrennungsschmerz.de, www.kommunikations-leine.de

Nach dem Herzschmerz durch innere und äußere Schönheit strahlen

Sandra Damke

Empathisch und sehr einfühlsam gestaltet Sandra Damke in Minden ihr Coaching.

„Komm nicht auf Scherben zu stehen“ zitiert Sandra Damke, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Expertin für gebrochene Herzen, eine bekannte Songtextzeile.

In ihrer Praxis in Minden, Nordrhein-Westfalen, bietet sie insbesondere für Frauen in emotionalen Krisen ein umfassendes Coachingangebot an, welches lösungsorientiert und tiefenpsychologisch wirkt. Mit viel Herz und Empathie kümmert sie sich auch um die Wiederherstellung des nach Trennungen oftmals verletzten Selbstwertgefühls. Ihr Klientel besteht vorwiegend aus weiblichen Zeitgenossinnen, die professionelle Unterstützung vor allem nach Trennungen benötigen.

In den hellen und freundlichen Räumlichkeiten bei Sandra Damke nehmen aber auch viele Liebeskummer-Geplagte Platz, die schlechte Erfahrungen im Bereich Online-Dating gemacht haben. Nicht selten verursacht diese Art der Partnersuche schon in der erweiterten Kennenlern- oder Beziehungsauftaktphase Liebeskummer. Neben den therapeutischen und psychologischen Ansätzen bietet die Liebeskummer-Expertin auch Beratungen im Bereich Farb- und Stilberatung an. Gerade in der abklingenden Phase des Liebeskummers lassen sich Frauen von ihr gern rund um den weiblichen Look coachen. Nicht selten geben schon kleine Stiländerungen oder eine neue Friseur einen Schub neuer Lebensfreude. Ihren Coaching-Stil fasst die sympathische Mindenerin folgendermaßen zusammen: „Ich verhelfe Frauen zu einem Leben in innerer und äußerer Schönheit, weil wir es uns das wert sein sollten“. Kontakt: heilpraxis-liebeskummer.de

„Liebeskummer gehört zum Leben dazu“

Coach Frau Dr. Berle

Ist in München und Stuttgart präsent: Life-Coach Dr. Berle

Als Life-Coach ist Dr. Fiona Waltraud Berle in München und Stuttgart vertreten. Sie sagt: „Liebeskummer gehört zum Leben dazu und ist deshalb auch Thema meiner Arbeit “. Viele ihrer Klienten kommen ins Coaching, weil es im Beruf hakt. Probleme im Beruf, sind laut Dr. Berle meistens Selbstwert-Probleme im sozialen und kommunikativen Kontext. Diese Thematik wirkt sich entsprechend auf alle Beziehungen und auch die Liebe in Paarbeziehung aus – und macht den Kummer. Die Expertin sagt: „Je stärker, selbstbewusster, ganz bei mir und authentisch ich als Mensch bin, desto leichter lassen sich Konflikte lösen. Ganz gleich, ob im Beruf oder in der Liebe“.

Die meisten Menschen steckten, sagt sie aus ihrer beruflichen Erfahrung heraus, in Bedürftigkeits-Beziehungen. „Krückstock-Beziehung“ nennt Dr. Berle das mit einem drastischen Bild: „Es ist, als würde jemand mit einem linken amputierten Bein sich zusammentun mit einem, der ein rechtes amputiertes Bein hat und so humpelt man gemeinsam durch`s Leben“. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, ist klar und so trennen sich viele solcher Paare irgendwann.

Oft geht das mit schwerem Liebeskummer einher, weshalb sich die Klienten an die Fachfrau wenden. Unter dem fiesen Herzweh leiden aber auch Menschen, die im schnelllebigen Online-Dating an den Falschen geraten sind und sich nach professioneller Hilfe umschauen.

Kontaktieren diese Frauen oder Männer Dr. Berle, so führt diese ihre gesamte Autorität und Kraft ins Feld, um ihre Klienten davon zu überzeugen, zunächst einmal das eigene ICH zu sehen und sich auf sich selbst einzulassen. Hier zu neuer Stärke zu gelangen, ist der Schwerpunkt ihres Anti-Liebeskummer-Coachings. Den Klienten verhilft sie so zu einem neuen Selbstvertrauen, mit dem man bei sich selbst ankommt. Aus Liebeskummer-Qual wird Freiheit. Wer frei ist statt liebe- und hilfe-bedürftig findet auch den richtigen Partner. Denn Liebe gedeiht unter Gleichen, nicht unter Bedürftigen. Kontakt: dr-berle.de

Bildnachweise: Dorothee Elfring, Silke Ludwig, picture people, Anja Schönborn, BEAUTYSHOTS DAS FOTOSTUDIO//, Sandra Damke, pixabay.com