Beiträge

Frau am Weihnachtsbaum

Weihnachten alleine zu Haus – eine Horrorvorstellung für viele Singles. Vor allem, wenn die Trennung frisch ist und der Liebeskummer noch sehr weh tut, dann sind die sich langsam nähernden Advents- und Weihnachtstage eine große emotionale Belastung. Das erste Weihnachten ohne den Partner? Kaum vorstellbar! Viele haben dann einfach nur einen Wunsch – sich zu Hause zu verkriechen und die Zeit möglichst schnell vorüber gehen zu lassen. Klingt verständlich, ist aber alles andere als empfehlenswert. Auch wenn es im ersten Moment absurd klingt: Gerade jetzt sollten Sie aktiv gegen diese dunklen Gefühle angehen.

Gestalten Sie die Festtage als IHRE Zeit – ganz bewusst als Single!

Machen Sie die Weihnachtstage bewusst zu Ihrem Fest. Mit diesen Tipps gelingt es Ihnen!

  1. Keinen Kontakt zum Ex

Ja, das ist sicherlich eine besonders schwierige Aufgabe. Ich weiß, der Griff zum Handy ist so verführerisch. Eben mal kurz hören, was er vorhat, wie es ihm geht… Vielleicht ist er ja auch allein. Bitte lassen Sie es! Vermeiden Sie gerade in der akuten Phase nach der Trennung jeden Kontakt, und ich meine wirklich jeden: Keine WhatsApp, keine Mail, nichts! Ihr Ex hat sich entschieden, machen Sie sich das immer wieder klar. Auch wenn Sie es sich wünschen: Es gibt kein Zurück! Jeder Kontakt nach einer Trennung reißt eine frische Wunde auf. Stellen Sie sich das so vor wie eine Verletzung, die mit einem Pflaster abgeklebt wurde. Sie kennen sicher diesen scharfen Schmerz, wenn man das Pflaster von einer frischen Wunde abreißt. Je häufiger Sie die Wunde aufreißen, desto schlechter heilt sie. Banal, aber das gilt auch für verwundete Herzen.           

  1. Sie sind eine starke Frau – Ihr Wohlbefinden ist nicht von Ihrem Ex abhängig

Auch wenn Sie sich im Moment eher klein, unattraktiv und elend fühlen – tief in Ihrem Innern gibt es diese Frau. Diese starke, autonome, neugierige und lebenslustige Frau, die Sie vielleicht einmal waren oder zu der Sie werden können. Sie müssen es nur wollen! Eine Trennung zu überwinden hat leider viel mit Disziplin und Wollen zu tun. Machen Sie jetzt den ersten Schritt. Ihre Weihnachtsfreude sollte nicht von Ihrem Expartner abhängig sein. Sie schaffen das auch alleine. Nehmen Sie dazu einmal eine andere Perspektive ein.

Welchen Rat würde man der Single-Freundin geben?

Was würden Sie Ihrer Freundin in genau Ihrer Situation raten? Machen Sie ein inneres Brainstorming und fragen Sie sich, was Ihnen jetzt guttun würde. Ich bin sicher, es fällt Ihnen etwas dazu ein. Und dann: Setzen Sie Ihre Ideen um. Aber setzen Sie sich bitte nicht unter Druck: Es müssen nicht die großen, bahnbrechenden Pläne sein: Im Moment geht es um kleine, erste Schritte in Richtung Autonomie. Wenn Sie das schaffen, sind Sie schon ein ganzes Stück weiter.     

  1. Gute Planung hilft

Jetzt bloß nichts dem Zufall überlassen. Werden Sie zur Strategin Ihres eigenen Festes. Füllen Sie die Weihnachtstage mit schönen Dingen. Treffen Sie sich mit Freunden, machen Sie es sich mit Büchern und Musik auf dem Sofa oder im Bett richtig gemütlich, besuchen Sie Konzerte, gehen Sie ins Kino, ins Theater – die Möglichkeiten sind vielfältig. Vor allem machen Sie etwas, was Ihnen Freude macht und Sie ablenkt. Wichtig ist jetzt, dass Sie nicht in ein emotionales Loch fallen.

Tapetenwechsel an Feiertagen hat sich bewährt

Falls Sie es zu Hause gar nicht aushalten, dann denken Sie über eine Reise nach. Ein Tapetenwechsel kann sehr hilfreich sein, denn nichts erinnert Sie an daheim. Es gibt Reiseanbieter, die sich auf Singles spezialisiert haben. Sie treffen dort garantiert auf Gleichgesinnte. Und wer weiß, vielleicht wartet sogar ein kleiner Flirt auf Sie.             

  1. Helfen Sie anderen Menschen   

Klingt paradox, funktioniert aber! Wenn Sie anderen Menschen helfen, helfen Sie sich selber. Einer meiner Klienten hat sich nach der Trennung entschieden, Weihnachten Obdachlosen zu helfen. Er hat sich ein Weihnachtsmannkostüm besorgt, einen Jutesack mit Obst gefüllt, zwei Flaschen Schnaps besorgt und etwas Bargeld mitgenommen. Heiligabend ist er dann losgezogen, hat die Obdachlosen besucht und sie mit seinen Geschenken versorgt.

Sich sozial zu engagieren kann helfen

Aber das Wichtigste und Schönste: Er ist mit Ihnen ins Gespräch gekommen und hat viel über deren Sorgen und Träume gehört. So hat er die Weihnachtsnacht auf den Straßen Hamburgs verbracht und sich um andere Menschen gekümmert, die es noch viel schwerer hatten als er. Noch nie sei er Weihnachten so nahe gewesen, hat er mir später erzählt. Es waren glückliche und berührende Momente, die er an dem Abend hatte. Sein Liebeskummer hat in diesen Stunden keine Rolle gespielt. Ich bin mir sicher, dass er sich an dieses Weihnachten immer erinnern wird.     

  1. Schauen Sie nach vorne! 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Zeitmaschine und würden ein paar Jahre weiter in Ihre Zukunft reisen. Dieses erste Weihnachten alleine, das Sie jetzt so quält, liegt dann weit zurück. Nutzen Sie die ruhige Zeit der Weihnachtstage, um sich ein wenig in die Zukunft zu träumen: Wie wollen Sie leben, haben Sie vielleicht eine Familie, einen spannenden Job?

Die Zukunft imaginieren

Was ist Ihnen wichtig, was macht Sie und Ihr Leben aus? Mentale Distanz hilft, um Abstand zu sich selbst zu gewinnen. Ich verspreche Ihnen, ihr Liebeskummer wird vergehen. Ja, es wird dauern, aber im kommenden Jahr wird sich Weihnachten schon viel leichter anfühlen. Und denken Sie immer daran: Sie sind das Beste in Ihrem Leben! 

In diesem Sinne: Kümmern Sie sich gut um sich selber. Ich wünsche Ihnen eine gute Adventszeit und schöne Weihnachtstage.   

Über die Gastautorin:

Heike Klopsch ist Herzkümmerin aus Leidenschaft. Als ausgebildeter systemischer Coach und Prozessbegleiterin (aetk.de, DCV zertifizierte Ausbildung) begleitet sie Menschen durch schwere Liebeskummer-Phasen. Was sie besonders an dem Thema fasziniert? „Liebeskummer hat ein enormes Powerpotenzial, es ist toll zu sehen, was Klienten ab einem bestimmten Punkt alles in ihrem Leben bewegen.“ Mehr Informationen finden Sie auf: www.herzkuemmerei.de. 

Bildnachweis: stock.adobe.com / Kalim
"    

Se Frentzen

Geburtstage, Jubiläen, Junggesellinnen-Abschiede – so vieles wird hierzulande gefeiert. Aber eine Scheidung? Das ist für viele noch Neuland. Nicht aber für Se Frentzen. Die sympathische Unternehmerin aus Nordrhein-Westfalen (im Bild zweite von rechts) hat sich auf Scheidungspartys spezialisiert und der Erfolg gibt ihr recht. Ausschlaggebend war ein Stück weit auch ihre eigene Scheidung, die sie – als sie nach langer Zeit durch war – als Befreiung empfand. Sie zelebrierte den neuen Lebensabschnitt mit einer eigenen Party und stellte fest, dass auch andere geschiedene Frauen so ticken wie sie und die amtliche Trennung gern feierlich begehen würden. Und weil das so ist, hat Se für die Ex-Bräute und deren Party mittlerweile alles im Angebot, was dem Start in das Single-Leben so richtig Schwung gibt. Vom Make-up-Artisten über die individuelle Scheidungsrede bis hin zur Limousine: Agenturchefin Frentzen lässt die einstigen Bräute auf ihrer Scheidungsparty Königinnen sein. Dass da auch die Location stimmen muss, versteht sich. Im Interview berichtet Se über ihre pfiffige Geschäftsidee:

FB: Se, Ihre eigene Scheidung liegt schon ein paar Jahre zurück. Wie haben Sie das Ende dieses Lebensabschnitts gefeiert?

Mit einer großen Party! Da sich mein Scheidungstermin wie Kaugummi in die Länge“ gezogen hatte, konnte ich alles bis ins kleinste Detail planen. Ich wählte meine Lieblings-Location, bestellte ein Menü für meine Gäste, es gab eine offizielle Einladung mit dem Vermerk für den Dresscode (white), der Saal wurde geschmückt und mit vielen Ballons dekoriert. Alles in weiß. Und vieles mehr…

Eine Scheidungsparty war 2005 noch ungewöhnlich

Meine Freunde und Familie warteten ungeduldig auf mich, denn eine Scheidungsparty war damals (2005) neu für alle und sie waren gespannt und aufgeregt. Wichtig war mir, dass ich an diesem Abend mein Brautkleid zum zweiten Mal „ausführte“. Ich fand es sehr passend und außerdem musste ich mir keine Gedanken um ein Outfit machen. Ich wollte meinen Neuanfang feiern – und ehrlich gesagt wollte ich gefeiert werden. Positiv durchs Leben gehen, durch mein neues Leben. Nach vorne schauen und das alte Leben hinter mir lassen. Diese Party war mein Neuanfang!

Se Frentzen

Se organisiert ihre Partys bundesweit.

FB: War das der Start für Ihre Agentur FINALLY DIVORCED?

Nicht ganz. Im Laufe der Jahre ergaben sich zwei Scheidungsfälle in meinem Bekanntenkreis. Hier durfte ich die Organisation der Feierlichkeiten übernehmen. Mir gefiel die Aufgabe. Ich hatte Spaß, meine Ideen umzusetzen und die Feier so schön es ging, auszurichten. Während der Vorbereitungen fielen mir noch mehr Ideen ein.  Ich hatte so viele Ideen – teilweise auch sehr außergewöhnliche Einfälle. Ich merkte, dass ich alles umsetzen konnte und fing an, alles zu dokumentieren und erstellte mir ein Konzept. Nun hatte ich ein Ziel vor Augen: Mein Ziel war es, Menschen, deren Ehe gescheitert war, mit einer Scheidungsparty den neuen Weg zu „pflastern“.

Es gab auch reichlich Kritik, was meine Geschäftsidee betraf, denn viele waren der Meinung, dass eine Heirat  immer noch  ein einmaliges Ereignis ist und für immer dieses Versprechen eingehalten wird. Nun – „bis dass der Tod uns scheidet “- dafür gibt es keinen Garant. Sicherlich wäre der Tod die denkbar einfachste Möglichkeit einer Scheidung. Doch was, wenn wir unseren Ehering vorher „verlieren“?

Alles mögliche wird gefeiert – warum nicht auch die Scheidung?

Wir feiern ständig einen neuen Lebensabschnitt! Sei es eine Geburt, Geburtstage, Hochzeiten, Abitur, ja – sogar der Tod wird „ gefeiert“. Eine Scheidung ist auch ein neuer Lebensabschnitt und sollte  gefeiert werden.

FB: In welcher Stimmung befinden sich die Frauen, die zu Ihnen kommen? 

Deko Scheidungsparty

Auf der Scheidungsparty wird nichts dem Zufall überlassen – die Deko stimmt von A bis Z

Die Frauen, die mich aufsuchen, haben das Kapitel Ehe abgeschlossen und möchten ihren Neuanfang mit einer Scheidungsparty feiern. Da sind die seelischen Wunden definitiv verheilt!

FB: Wie planen Sie die Scheidungsparty für die jeweilige Kundin?

Die Planung ist ganz individuell. Wichtig ist, dass ich mich dem vorgegebenem Budget anpasse.

Je nach Wunsch kann ich die Feier in verschiedenen Räumlichkeiten ausführen, wie zum Beispiel in der Lieblings Bar, im heimischen Garten, oder in einer exclusiven  Location (z.B. Rooftop Bar).  Bei dem persönlichen Gespräch halte ich nicht nur die Planung, wie die Farbe der Dekoration, Menü oder Buffet, Songauswahl für den DJ etc. und den Ablauf der Party fest, sondern der Mensch, meine Auftraggeberin, ist der wichtigste Punkt. Ich erfahre auch viel über die Person – privates, viele lustige Ereignisse,  über ihre Ehe und warum es zur Scheidung gekommen ist. Diese Gespräche sind sehr wertvoll. Vor allem richte ich die Scheidungsrede, die ich für meine Auftraggeberin halte, nach ihr.

Make-up, Hairstyling und Limousinen-Service – der Ex-Braut fehlt es an nichts!

Auf Wunsch steht der Ex-Braut an Ihrem unvergesslichen Tag ein Make-up Artist, sowie ein Hairstylist zur Verfügung. Ein professionelles Fotoshooting, Limousinen-Service, Scheidungstorte, Scheidungsring, Highlights wie Tänzerinnen oder Magier, Feuerwerk – alles ist machbar und garantiert eine unvergessliche Scheidungsparty!

FB: Wie muss man sich das Event vorstellen?

Im Grunde ähnlich wie bei einer Hochzeit- das einzige was fehlt ist der ( Ex) Mann – er landet meist „geköpft“ auf der Scheidungstorte! Ich empfehle bei den Einladungskarten einen zusätzlichen Vermerk zu einem strengen  Dresscode – nur in weiß !

FB: In was für einem Umfeld wird gefeiert? Eher daheim oder in außergewöhnlichen Locations?

Es ist unterschiedlich. Ich kann eine unvergessliche Scheidungsparty im eigenen Garten ausrichten, oder auch in einer Top-Location. Ich richte mich nach den Wünschen meiner Auftraggeber und dem Budget.

FB: Wie sieht das „Drumherum“ bei einer Scheidungsparty aus? Gibt es Torte? Eine Ansprache? Wie läuft das ab? Und was trägt die Auftraggeberin?

Auf der Scheidungsparty

Auf der Scheidungsparty lässt FRAU es krachen

Die Ex Braut trägt an diesem Abend ihr Brautkleid. Sie eröffnet die Party mit einem Tanz. Im Anschluss folgt eine Scheidungsrede. Diese Rede ist persönlich für die Ex Braut und sehr bedeutsam.
In der Scheidungszeremonie wird der Ex- Braut ein Scheidungsring angesteckt. Dann möchte die „ Braut „ auch endlich aus ihrem „alten“ Kleid heraus und zieht sich um.

Brautkleid wird auf Scheidungsparty vernichtet

Anschließend wird das Brautkleid vernichtet. Es wird ausgiebig gefeiert und auf Wunsch gibt es Showacts , ein Feuerwerk etc.

Später wird die Scheidungstorte angeschnitten. Meist ist es eine Torte, die in der Mitte durchtrennt ist –  könnte auch durchaus passieren,  dass sich der Ex-Mann mit auf die Torte geschlichen hat…!

FB: Da Sie ja einen umfassenden Einblick in das Thema „Trennungen“ haben – bekommen Sie mit, aus welchen Gründen Paare sich trennen? Gibt es einen Grund, der Ihnen immer wieder begegnet?

Sehr oft ist die Begründung, dass man sich auseinandergelebt hat. Gründe, wie Vertrauensbruch und häusliche Gewalt sind leider auch Tatsachen, warum sich Paare trennen.
Einmal habe ich als Grund gehört, dass die Geburt des Kindes zur Trennung geführt hat. Das hat mich so sehr beschäftigt, dass ich mich wochenlang damit auseinandergesetzt habe. Ich habe mich im Laufe der letzten Jahre speziell auf das Thema Trennung/ Scheidung konzentriert und muss feststellen, dass die meisten Ehen an fehlender Kommunikation scheitern.

FB: Wie fühlen sich die Frauen nach einer Scheidungsparty mental? Bekommen Sie Feedback?

Scheidungsparty

Für Frauen ist die Scheidungsparty ein Befreiuungsschlag

Sie sind glücklich und freuen sich auf ihren Neubeginn. Sie sehen Ihre Scheidungsparty auch als Befreiung. Nicht falsch verstehen – das hat nichts mit Rachegelüsten zu tun. Es ist ein Abschluss mit der Vergangenheit und gleichzeitig ein Neubeginn. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich schon des Öfteren gesagt bekommen habe, dass die Scheidungsparty besser als die eigene Hochzeit war.

Scheidungsservice ist deutschlandweit buchbar

FB: Wo kann man Sie buchen?

Ich biete meinen Service deutschlandweit an. Ich bin ständig auf der Suche nach verschiedenen Locations, um meinen Kunden eine große Auswahl anbieten zu können. Auf Mallorca und Ibiza schaue ich aktuell gezielt nach besonderen Objekten, um diese bei Anfragen auch anbieten zu können.

FB: Denken Sie, dass manche Frauen (und Männer) zu jung heiraten? Gibt es Ihrer Ansicht nach ein „richtiges“ Alter, um zu heiraten?

Ja, davon bin ich überzeugt! Ich war auch mal 20 und hatte eine ganz bestimmte Vorstellung von meinem Leben. Alles war durchdacht – meinte ich zumindest. In Deinen 20ern  hast du schon deinen Traummann vor Augen- Du weißt genau wie er aussieht und sogar wie er duftet. Der Vater deiner Kinder – Du musst ihn nur finden! Und zwar schnell, denn du hast ja schon dein Traumkleid gefunden – wir wollten doch alle wie Sissy heiraten.

Falsche Vorstellungen lassen viele Leute jung heiraten

Du findest ihn und verliebst dich. Und du denkst, dass das die „Ich kann nicht mehr ohne dich leben Liebe“ ist.

Also wird mit 23 oder 24 geheiratet. Alles ist schön – doch dann holt dich die Realität ein und mit Ende 20 bist du schon geschieden. Wenn du Glück hast und schlau bist!  Das war deine Lektion!

Mit 20 ist Mann oder Frau noch in der Entwicklung. Verliebt euch, zieht in die erste gemeinsame Wohnung, lernt einen Beruf. Aber heiratet nicht! Man benötigt die 20iger um erwachsen zu werden. Eine Beziehung/Ehe heißt Kompromisse eingehen -wie lange ist deine Bereitschaft? Du“ wächst“, deine Einstellung ändert sich und du hast mehr Erwartungen.

Mit 30 sieht die Welt schon anders aus!

Mit 30 steht man schon eher im Leben. Man hat einen Beruf, der einen erfüllt und Zukunftspläne. Wenn du mit 30 deine Drinks selber bezahlen kannst, dann kannst du dir auch Gedanken um Familie und Hochzeit machen.

FB: Wie schauen Ihre Pläne für die nächsten Monate in Sachen Ihrer Agentur aus? Können Sie schon etwas verraten?

Ich plane aktuell eine exclusive Scheidungsparty. Mein Wunsch ist, dass das Thema Scheidungsparty nicht mehr tabuisiert wird. Mein Ziel ist es, dass sich diese Partys etablieren. Scheidungen sind nichts negatives. Es sollte mehr darüber berichtet werden. Es ist ein sehr wichtiger psychologischer Aspekt, diesen Neuanfang zu feiern.

Bisher habe ich nur für Ex-Bräute eine Scheidungsfeier ausgerichtet. Liebe Ex- Männer, „traut“ euch, denn für die Herren habe ich ein besonderes Special vorbereitet!

In diesem Sinne: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet!

Mehr zur Agentur von Se Frentzen hier.

Mehr zum Thema auch hier.

Bildnachweis: Finally Divorced, Se Frentzen, Schreiber Photografie

"

Frau schaut aus Wohnwagen

Wut, Verzweiflung, Entsetzen und Tränen. Diese Gefühle vereinen sich zu einer fiesen Melange, wenn einen der Herzschmerz ereilt. Eine aufgeflogene Affäre, eine Trennung oder ein halbherziges „Die-Gefühle-reichen-nicht“ in einer Kennenlernphase – es gibt viele Gründe, warum Leute Liebeskummer haben. Wer ihn je hatte, wird bestätigen können, dass man in diesem Zustand eines nicht bewerkstelligen kann: die Herausforderungen, die der Berufsalltag mit sich bringt.

Wer gerade erfahren hat – womöglich noch aus zweiter Hand – dass der eigene Partner sich mit einer anderen Frau vergnügte oder sich via Singlebörse in jemanden verliebt hat, der ihn aber eiskalt abserviert, der will erstmal nur seine Ruhe. Um den Schmerz zu verarbeiten und den Liebeskummer rauszulassen. Meistens geschieht dies bei Frauen durch Dauergespräche oder – telefonate mit der besten Freundin, mit viel Schokolade und oft auch mit viel Alkohol und Nikotin.

Manche können bei Liebeskummer ihr Zuhause nicht ertragen

Hinzu kommen schlaflose Nächte. Denn die wenigsten können in so einer Situation abends ins Bett gehen und ganz normal schlafen. Meist ist das Gegenteil der Fall: Man liegt (weinend) wach oder aber verbringt die Abende und Nächte außer Haus, weil man die Leere in den vier Wänden nicht ertragen kann.

Obgleich Liebeskummer hierzulande offiziell nicht als Krankheit eingestuft ist, so gibt es doch verschiedene Möglichkeiten, sich mit den Symptomen, die Liebeskummer verursacht, an einen Arzt oder auch an einen Psychologen zu wenden. Inwieweit man dann krank geschrieben wird, entscheidet natürlich der jeweilige Experte.

Nur: wie sinnvoll ist es, sich mit tränendickem Gesicht und ohne Konzentration an seinen Arbeitsplatz zu begeben? Vor allem dann, wenn man in Berufen arbeitet, von denen auch Menschenleben abhängen können? Wo die kaufmännische Angestellte im Büro vielleicht den Tag noch irgendwie herumbringt, ohne ein Menschenleben zu schaden, dürfte es bei einem Piloten oder einer Krankenschwester, die mit spezieller Medikamenten-Vergabe zu tun hat, schon anders aussehen.

Herzschmerz verursacht in der Wirtschaft hohen Schaden

So oder so: für die jeweiligen Unternehmen verursacht Liebeskummer definitiv einen Schaden. Wie hoch, das veröffentlichte jetzt das Magazin infranken.de. Hier ist dazu folgendes zu lesen:

„(…)Damit entpuppt sich Liebeskummer als milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor: Angenommen jeder der 16 Prozent wäre nur genau einen einzigen Tag zu Hause geblieben, ergeben sich laut Studie insgesamt mindestens 6,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage. Das bedeute einen Produktionsausfall von über 774 Millionen Euro und ein Verlust an Bruttowertschöpfung von mehr als 1,4 Milliarden Euro. Die Rechnung basiert auf der Gesamtarbeitnehmerzahl von 40,61 Millionen und einem durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt von 42.984 Euro jährlich.(…)“

Da kommt schon was zusammen – und das alles nur wegen dem gehassten Herzschmerz…!

Dass dagegen aber ein Kraut gewachsen ist, dem ist bekanntlich nicht so. Denn Liebeskummer wird es geben, solange es die Liebe gibt. Trennungen, Affären, Lügen und Heimlichkeiten sind leider ein Bestandteil vieler Beziehungen in der heutigen Zeit. Von den Herzen, die in den vielen Singlebörsen gebrochen werden, ganz abgesehen. Denn auch sehr kurze Verbindungen wie Kennenlern- und Beziehungsauftaktphasen können heftiges Herzeleid verursachen, wenn die Gefühle einseitig sind.

Das Internet ist voll davon.

Viele Singlefrauen haben deshalb auch die Nase voll vom Online-Dating. Der Herzschmerz, der nicht selten auf eine Verliebtheit folgt, ist zu deprimierend. Allerdings ist das freilich kein Alleinstellungsmerkmal der Partnersuche im Internet. Auch offline wird betrogen und gelogen, was das Zeug hält. Der fiese Liebeskummer kann überall zuschlagen. Von jetzt auf gleich – was ja das Tückische an ihm ist.

In der Liebe geht´s nicht ohne Risiko…!

Ihm entrinnt nur, wer sich nicht bindet und die Partnersuche nicht angeht. Aber das ist natürlich keine Alternative, logisch! Insofern gilt: volles Risiko in der Liebe. Alles oder nichts. Oder: Wer wagt gewinnt. Und Gewinner gibt es trotz so vieler Liebeskummer-Fälle immer noch genug!

Sollte er auch Sie (irgendwann) mal wieder ereilen, dann gilt aber definitiv: Zuhause bleiben und den Herzschmerz verarbeiten, ist nicht die schlechteste Variante. Die Wirtschaft wird es verkraften können.

Wer aktuell im Liebeskummer-Dilemma steckt, dem sei unsere große Liebeskummer-Serie empfohlen!

Recherchenachweis: infranken.de

Bildnachweis: pexels.com

 

"

Teil 3 – Nachdem wir in unserem großen Liebeskummer-Special ausgiebig – mit Teil 1 und Teil 2 – die ersten beiden Phasen dieses verhassten Herzschmerzes beleuchtet und dazu Ratschläge gegeben haben, widmen wir uns mit dem dritten und letzten Teil erneut diesem schmerzlichen Gefühl.

Nachdem es im ersten Teil um die Phase des Schocks nach der Trennung ging, dem Liebeskummer kurz nach dem Verlassenwerden, und wir uns im zweiten Teil auf die Phase der Realisierung konzentriert haben, soll es nun um die letzte Phase gehen – den Neustart ins Leben nach dem fiesen Liebeskummer.

Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass es bis zu sechs Phasen sind, die in Sachen Herzschmerz und der Bewältigung desselben, im Umlauf sind.

Wir konzentrieren uns auf die drei beschriebenen Phasen, weil es – streng genommen – auch wirklich nur darum geht beziehungsweise es so abläuft. Schock, Realisierung und sich dann wieder zurück ins Leben boxen.

Liebeskummer: man kann von drei Phasen sprechen, die sich lange hinziehen können

Dieser gesamte Prozess kann sich gut und gerne über Monate oder gar Jahre hinziehen. Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Menschen, die haben den Schmerz schon nach einem dreiviertel Jahr verarbeitet, während andere Liebeskummer-Geplagte auch noch 1 ½ Jahre nach der Trennung einen fiesen Schmerz in sich spüren, wenn sie an die verflossene Person denken.

Nun aber konkret zur dritten Phase.

Nachdem man vor Verzweiflung und Wut kurz nach der Trennung / dem Verlassenwerden meinte, den Verstand vor lauter Kummer zu verlieren und dann in Phase zwei schmerzlich realisieren musste, dass das aktuelle Single-Dasein nun real ist, ist die Phase drei eigentlich die Phase der Hoffnung, des Aufbruchs.

Freilich realisiert der oder die unter Liebeskummer Leidende das noch nicht wirklich, aber da die Erkenntnis da ist, dass der Ex-Partner nicht wiederkommt, nistet sich so ein kleines Aufbruchsgefühl zumindest im Unterbewusstsein schon mal ein.

Vielen gelingt es in dieser Zeit sogar schon, mal einige Minuten nicht an den Ex zu denken – ein Wahnsinns-Fortschritt!

Um Liebeskummer hinter sich zu lassen, gilt: Neues angehen!

Ganz viele Leute, denen der Liebeskummer übel mitspielt(e), gehen in dieser Zeit neue Dinge an.

Sei es, dass sie eine bestimmte Sportart ausprobieren oder sich im Fitness-Studio anmelden, eine ehrenamtliche Tätigkeit wahrnehmen oder sich einem kreativen Hobby widmen. Viele Singles nehmen in Phase drei auch wieder Einladungen im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Leben wahr, besuchen hier eine Vernissage und dort einen lifestyligen Event.

Alles Aktivitäten, die noch Wochen zuvor, als das Herz zu brechen drohte, undenkbar waren! Natürlich kreist auch bei diesen Unternehmungen bei fast allen Liebeskummergeplagten der Ex noch im Kopf herum, schließlich ist der Liebeskummer immer noch präsent.

In dieser Zeit genügt denn auch manchmal schon ein bestimmtes Erlebnis, um gefühlstechnisch wieder in Phase eins – die Schockstarre – zu verfallen. In kleineren Städten oder Ortschaften kann beispielsweise das unvorhergesehene Zusammentreffen mit dem Ex erneuten Herzschmerz auslösen. Brutal wird es meist, wenn der Ex mit seiner Neuen ins Blickfeld gerät. Freilich: Liebeskummer-Geplagte werden auch in Phase drei um jeden Preis ein Zusammentreffen mit dem Verflossenen und damit Orte, wo auch ER aufkreuzen könnte, meiden – das ist klar.

Doch – wie das so ist – kann der einstige Partner unverhofft auch dann auf der Bildfläche erscheinen, wenn man gar nicht mit ihm rechnet. Wie erwähnt, lauert dieses Risiko mehr in kleineren Ortschaften.

Aber: es muss nicht mal der Expartner höchstselbst sein, der unverhofft das Parkett betritt und den einstigen Partner in ein tiefes Gefühlschaos stürzt. Schon die Bemerkung eines Freundes oder Bekannten, den einstigen Beziehungspartner mit einer Neuen gesehen zu haben, kann Leute mit Liebeskummer, die gerade dabei sind, wieder normal am Leben teilzunehmen, in tiefste Phase-1-Welten zurück katapultieren.

Das zeigt: die dritte Phase ist zwar mit einem – im übertragenen Sinne – gewissen Aufbruch verbunden, doch binnen Sekunden kann die Pein des Liebeskummers wieder zuschlagen. Und das unverhofft und tückisch!

In manchen Situationen kommt Melancholie durch und der Herzschmerz zurück

Manchmal aber ist auch Melancholie im Spiel, die den Liebeskummer-Schmerz wieder zurückbringt.

Ein schöner – zusammen mit der besten Freundin verbrachter – Abend bei Freunden oder unter Leuten kann deshalb schnell zum persönlichen Desaster werden, wenn man am Ende wieder allein in seiner Wohnung sitzt und in weinseliger Stimmung vergangenen Tagen nachtrauert.

Derselbe Effekt stellt sich auch schnell ein, wenn man zwar unter Leuten war, aber diese fast nur aus Paaren bestanden. In solchen Momenten denkt man freilich, dass man für immer alleine bleibt und es so eine Liebe, wie die verflossene, nie,  nie, nie, nie wieder geben wird.

Solche Momente – und da muss man ehrlich sein – wird es bei Liebeskummer immer wieder geben, egal, in welcher Phase. Aber: sie werden in der dritten Phase dann irgendwann weniger. Denn das Leben geht weiter – Liebeskummer hin oder her. Und selbst wenn dieser Spruch abgelutscht erscheinen mag: es ist so. Das Leben geht weiter, die Tage gehen ins Land, die Monate auch.

Und irgendwann gibt es ihn – den Moment, an dem Sie eines Sonntagmorgens aufwachen und Ihr erster Gedanke nicht IHM gilt, sondern anderen Dingen. Das kann das schöne Wetter sein, das draußen vor den Scheiben lockt, ein interessanter Artikel in der Tageszeitung oder auch nur die Vorfreude auf eine Unternehmung. Denn langsam – gaaaaaanz laaaangsam – wechseln Sie nun aus dem Liebeskummer- in den Alltagsrhythmus.

Klar, immer noch mit Herzschmerz, keine Frage! Aber weil eben die Zeit dahingeht und jeder neue Tag mehr Abstand zwischen die Trennung und dem JETZT bringt, wird er weniger – der Schmerz, das ist einfach so.

Manchmal hilft übrigens auch ein Tapetenwechsel in Phase drei. Wenn man nun durch die Hölle des anfänglichen Schocks gegangen und bei der Phase des neuen Aufbruchs angelangt ist, bietet es sich total an, irgendetwas in seinem Leben zu verändern.

Veränderungen und die verrinnende Zeit lassen Liebeskummer zurück

Oft ist das ein Wohnungswechsel, den aber – zugegeben – eher nur Singles spielend bewältigen. Mit Kind und Kegel ist das oft schwierig und sollte nicht übers Knie gebrochen werden. Dann eher neuer Schwung in Sachen Innenraum. Tapezieren Sie neu oder/und stellen Sie die Couch anders hin (oder kaufen gleich eine Neue), gönnen Sie sich die schnuckelige Kommode von ebay.de oder werden Sie anderweitig in Ihren vier Räumen aktiv.

Ist solch` ein Tapetenwechsel erstmal vollzogen, ist auch der „Geist“ des Verflossenen raus und eine Wohnsituation hergestellt, die mit dem Expartner nichts, aber auch gar nichts, zu tun hat.

Wenn Sie sich dann noch parallel eine neue Frisur zulegen und bald schon in einen tollen Urlaub fahren, ist der Liebeskummer in Phase drei schnell Geschichte!

Sie können alternativ freilich auch nur eines von den aufgezählten Dingen machen – auch das hilft (und ist billiger…!). Ganz gleich, ob Sie nur das Sofa verrücken oder sich nur einen Bob schneiden lassen oder nur mal eben zum Wellness in den Harz fahren – wichtig ist: tun Sie etwas, verändern Sie etwas, seien oder werden Sie aktiv!

Auch wenn`s nur kleine Dinge sind, das macht überhaupt nichts. Alles ist besser, als die Gedanken weiterdrehen und dem Liebeskummer alle Chancen zu lassen.

Auch wenn Sie vielleicht jetzt noch nicht zuversichtlich sind, dass all das hilft – es wird helfen! Ganz bestimmt.

Und auch wenn das nun ein Stück weit abgeschmackt und furchtbar kitschig nach diesem berühmten Song klingt – irgendwann werden Sie feststellen, dass das Leben wieder da und Ihre Seele frei ist und ab da werden Sie wissen: „Weiterer Liebeskummer lohnt sich nicht!“.

Viel Glück!

Bildnachweis: pixabay.com

Mehrfach haben sie sich wieder zusammengerauft und 2011 sogar noch einmal – dank einer Leihmutterschaft – Nachwuchs bekommen. Und dennoch: alles vorbei!

Grace Hightower und Robert de Niro (im Bild), die immerhin seit drei Jahrzehnten zusammen und seit zwanzig Jahren verheiratet sind, haben sich getrennt. Dies berichteten übereinstimmend mehrere US-Medien. Zudem soll die Trennung der beiden zeitnah auch offiziell bekannt gegeben werden.

Robert de Niro`s Frau stammt aus London, hat dort einst als Bedienung gearbeitet und lernte damals in Europa den internationalen Schauspiel-Star kennen. Allerdings: schon 1999 beantragte dieser die Scheidung, vollzogen wurde sie aber nie – man raufte sich irgendwie immer wieder zusammen.

Über die Trennung der beiden schreibt n-tv.de folgendes:

„Vor mehr als 30 Jahren lernten sich Robert De Niro und Model und Schauspielkollegin Grace Hightower in London kennen, als sie noch als Bedienung arbeitete. Zehn Jahre später folgte die Hochzeit, die zwei bekamen einen gemeinsamen Sohn. 1999 beantragte de Niro bereits die Scheidung, die allerdings nie rechtskräftig vollzogen wurde. Wohl auch, weil man sich wieder zusammenraufte.

2004 dann gaben sich De Niro und Hightower symbolisch sogar noch einmal das Ja-Wort, bekamen 2011 dank einer Leihmutter noch eine Tochter. Nun soll diese Ehe nach 20 Jahren zerrüttet sein. Das berichtet unter anderem das US-Entertainment-Portal „Page Six“. Dort heißt es, die Trennung solle in Kürze auch offiziell bekannt gegeben werden.(…). Schon in den letzten Monaten war De Niro vermehrt allein bei offiziellen Anlässen erschienen, statt wie sonst üblich an der Seite seiner Ehefrau. So erst vergangenen Montag, als er neben Kollegen wie Harvey Keitel und Leonardo DiCaprio bei einer Benefiz-Veranstaltung zu Ehren von Regisseur Martin Scorsese zu Gast war.“

Nun ja – jetzt bleibt abzuwarten, ob die Filmgröße auch im Alter von Ü-70 noch mal auf Freiersfüßen wandeln wird. In Hollywood wäre das sowieso nichts Besonderes und man darf davon ausgehen, dass der Star selbst im Rentenalter noch unzählige Verehrerinnen hat.

Schade allerdings, dass wieder einmal eine vermeintlich stabile Hollywood-Beziehung in die Brüche ging – an manchen Partnerschaften nagt eben doch der Zahn der Zeit, genauso wie bei Müllers nebenan.

Wer sich ausführlicher über die Trennung des Schauspielers informieren möchte, kann das hier tun.

Bildnachweis: picture alliance/AP/Invision

Fällt Ihnen das auch manchmal auf? Im Freundes-, Bekannten-, oder Kollegenkreis lässt sich ein Paar scheiden, das gerade erst den gemeinsamen Hausbau gestemmt hat. Oder sie hören von einem Pärchen in Ihrem Umfeld, das gar nur wenige Monate, nachdem gemeinsamer Nachwuchs da ist, die Scheidung einreicht.

Bestimmt sind Ihnen solche Fälle auch schon zu Ohren gekommen und bestimmt haben Sie innerlich mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, wie das denn sein kann, dass nun ausgerechnet in der jeweiligen Situation an Scheidung gedacht wird?

Dazu ist mir jetzt ein Artikel untergekommen, der zwar schon vor einiger Zeit in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, aber nichts an Aktualität verloren hat. Vor allem, wenn ich mir so mein eigenes persönliches Umfeld anschaue, in dem sich auch viele Paare scheiden lassen.

Anwältin für Scheidung hat Überblick über Gründe der Trennung

In dem erwähnten Artikel kommt – im Rahmen eines Interviews – eine Scheidungsanwältin zu Wort, die ganz klar und ohne Umschweife, die häufigsten Gründe für eine Trennung benennt.

So sagt Helene Klar – so der Name der Anwältin – beispielsweise klipp und klar, dass nach ihren Erfahrungen her das zweite Kind ein ganz häufiger Trennungsgrund ist.

Zitat:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. Sicher, selbst Leute, die zehn Jahre verheiratet sind, kriegen das erste Kind, und schwupp, geht die Ehe den Bach runter. Aber selbst wenn man die erste Krise überstanden hat, kommt mit dem zweiten Kind die größere Krise.“

Dass der Nachwuchs relativ häufig ein Grund für die Trennung ist, ist mir – wie oben bereits geschrieben – ja auch in meinem Umfeld schon aufgefallen. Dass häufig mit dem zweiten Kind die große Krise kommt, war mir allerdings neu.

Bei vielen Paaren folgt auf Nachwuchs die Scheidung

Aber interessant sind hierzu auch die weiteren Ausführungen der Scheidungsanwältin – lesen Sie mal:

„Kein Sex am Nachmittag. Kein ungestörtes Essen mehr. Keine Gespräche mehr über Literatur und Theater. Ich habe ja selbst zwei Kinder. Das erste Kind war schwierig und anstrengend. Wenn Besuch kam, hat einer von uns das brüllende Kind herumgetragen, der andere hat die Gäste charmant unterhalten. Als wir zwei Kinder hatten, ist jeder in einem Zimmer verschwunden, und die Gäste haben nicht mehr gewusst, warum sie da sind.“

Nun – das werden wohl alle kennen, die Eltern sind: sind die Kinder (oder das Kind) erst einmal da, treten andere Dinge in den Hintergrund und viele eigene Interessen müssen hintenanstehen oder extrem eingekürzt werden.

Klar, dass man da auch als Paar nach dem Motto „Augen zu und durch“ verfahren und sich nicht an kleinen und großen Unwägbarkeiten aufreiben sollte. Doch freilich ist das meist leichter gesagt als getan, denn der Alltag, den die meisten Paare leben, fordert nun mal alles. Vor allem dann, wenn auch die Frau in Teilzeit oder Vollzeit arbeitet.

Überhaupt die Arbeit! Für Scheidungsanwältin Helene Klaar ist die einer der häufigsten Gründe für eine Scheidung.

Sie sagt:

„Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.“

Und weiter führt sie aus:

„Man ist am Abend müde und geschafft, kocht das Nötigste und lässt die Unordnung Unordnung sein. Wer das nicht aushält, sondern aufräumt und bügelt, ist danach zu müde für Sex. Das ist, als würde man versuchen, einen Tisch mit einem zu kleinen Tischtuch zu bedecken. Irgendwo ist immer eine nackerte Stelle. Also kommt die Frau drauf, der Mann ist schuld, denn er ist zu wenig da und macht nix. Das stimmt ja meistens. Und der Mann findet, die Frau ist nicht mehr für ihn da, sondern kümmert sich nur um die Kinder.“

Mit diesen Worten spricht die Scheidungsanwältin etwas ganz Wichtiges an – nämlich das permanente Aufreiben im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn der Preis dafür, dass Männer und/oder Frauen, ein gutes Gehalt nach Hause bringen, ist hoch – geht doch diese Situation meist zulasten des Haushalts oder/und der gemeinsamen Zeit mit den Kindern.

Arbeit, Haushalt, Kinder – oft zermürben die Verpflichtungen im Alltag

Es stimmt schon: wer stundenlang im Betrieb, im Geschäft oder im Büro gearbeitet oder sich in selbständiger Tätigkeit seinen Kunden gewidmet hat, ist nach Feierabend in der Tat oft kaputt. Aber genau dann fordern Nachwuchs und der mehr oder weniger lästige Haushalt ihren Tribut.

Gut – viele Paare, die sehr gut verdienen, federn zumindest das lästige Problem mit dem Saubermachen ab, indem sie häufig eine Putzfrau engagieren.

Aber trotzdem: diese Lösung zaubert noch lange nicht mehr Zeit für die Kinder und überhaupt die ganze Familie her, das steht natürlich auch fest!

Treten dann noch Partnerschaftsprobleme auf und zerreibt sich ein Paar zwischen Kinder, Haushalt, Job und weiteren lästigen Aufgaben und Verpflichtungen, die der Alltag nun mal so mit sich bringt, ist nicht selten einer der beiden empfänglich für eine andere Person, für einen Flirt, ein Anbändeln oder gar eine Affäre.

Ist das schon schlimm genug, wenn es innerhalb einer Partnerschaft mit Kind und Kegel passiert, wird es meistens noch schlimmer, wenn der Mann oder die Frau sich gefühlsmäßig komplett einer neuen Person zuwendet und beziehungstechnisch etwas Ernstes anfängt.

Scheidung wegen neuem Partner – und häufig diesselbe Alltagssituation

Schlimmer auch deshalb, weil viele dieser Leute, die sich – ganz gleich, ob langsam oder Hals über Kopf – beziehungsmäßig und erotisch jemand anderem zuwenden, häufig der Ansicht sind, dass sich ihr Leben mit diesem Menschen verbessert. Ein Trugschluss, wie sich so oft herausstellt!

Denn: egal, wie aufregend ein Flirt oder auch eine Affäre für den Moment ist, der Alltag macht auch um Turteltauben keinen Bogen. Soll heißen: trennen sich Paare oder reichen die Scheidung ein, weil es eine andere oder einen anderen in ihrem Leben gibt, ist die Vision vom neuen, aufregenden Leben meist nichts anderes als eine Illusion.

Denn wenn der Flirt- oder Affären-Partner irgendwann zu einem festen Bestandteil des eigenen Alltags wird, zeigt sich, dass die Illusion vom „Superpartner“ oder vom „Traumpartner“ lediglich eine Projektionsfläche war. Klar – es kann schon jemand DER Traumpartner oder DIE Traumpartnerin sein – keine Frage, aber eben keine ÜBER-Person in einem stressigen Alltag, zu dem dann vielleicht auch wieder Kinder gehören.

Leider ist es aber eine Tatsache, dass viele gebundene Menschen, die innerhalb ihres Alltags sowohl Partnerschaft als auch Kinder und lästige „Rundum-Verpflichtungen“ stemmen müssen und irgendwie in eine affären-artige Situation geschlittert sind, oft denken, dass das Leben mit dieser neuen Person auf jeden Fall angenehmer ist.

Wahrscheinlich ist diese Einstellung bei vielen Männern und Frauen, die die Scheidung einreichen, weil eine neue Person im Spiel ist, vorhanden.

Nicht umsonst gibt es ja auch das alte Sprichwort von den Kirschen in Nachbars Garten!

Und auch die Fachanwältin für Scheidung, Helene Klaar, benennt diese Tatsache in dem Interview ganz konkret – sie sagt:

„(…)Dann sind beide der Meinung, mit einem anderen Partner ginge es besser. In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche.“

Wahre Worte!

Würden sich mehrere Menschen darauf besinnen und nicht immer gleich an Scheidung denken, wäre die Welt wohl eine bessere. Das soll keinesfalls heißen, dass nicht auch manchmal wirklich nur noch die Scheidung in Frage kommt – ganz und gar nicht!

Aber es ist leider ein Fakt, dass viele Paare (mit Kindern) sich eben auch wegen falscher Illusionen („Das Leben mit der/dem Neuen wird besser“)  trennen.

Anwältin benennt häufige Gründe für Scheidung bei älteren Paaren

Auch nicht ohne sind die Gründe, die oft vorliegen, wenn ältere Paare die Scheidung realisieren. Hier ist es interessant zu erfahren, was die Fachfrau dazu sagt, wenn sich Männer und Frauen trennen, die zuvor dreißig Jahre zusammen waren, nämlich:

„Manchmal verändern sich auch die Männer sehr, wenn sie zu Hause sitzen und sich nicht mehr an ihren Lehrlingen oder im Büro abreagieren können. Dann kriegen die Frauen das ab, was vorher die Kollegen abgekriegt haben. Oder die Männer sind mit ihren Frauen plötzlich unzufrieden, weil sie ganz andere Lebensgewohnheiten und Interessen entwickelt haben, während sie neben ihnen herlebten.“

Das kommt sicher mancher Frau bekannt vor…!

Falls sich jetzt vielleicht jemand daran stößt, dass die Anwältin eher die Frauen als die Leidtragenden darstellt, nun – auch hier hat Frau Klaar ihre Erfahrungen. Sie sagt in diesem Zusammenhang:

„(…)Ich kann Ihnen tausend Beispiele nennen. Die Frau, die gekocht und geputzt und die Kinder betreut und gearbeitet und gespart und sich gefreut hat auf die Zeit, in der sie zusammen die Rente genießen, die dann erfährt, dass er sich in eine andere, jüngere verliebt hat. Eine meiner Klientinnen, die einen guten Job hatte und einen Mann im Rentenalter, schied zum frühestmöglichen Zeitpunkt aus ihrer Firma aus. Ihr Mann hatte sich gewünscht, dass sie auch in Rente geht, wenn er geht. Nachher stellte sich heraus, dass er schon eine andere hatte, als sie kündigte. Er wusste, dass er bei nächster Gelegenheit weg sein würde. Wenn er ihr das gesagt hätte, hätte sie noch fünf Jahre arbeiten können und ihr Aktivgehalt gehabt. Plus: eine höhere Rente. Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.“

Und wo schon der schnöde Mammon zur Sprache kommt, darf natürlich der Hinweis auf den Ehevertrag nicht fehlen, ist er doch bei so mancher Scheidung DER Knackpunkt überhaupt.

Warnung vor Ehevertrag

Leider ist es eine Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die Frauen bei einer Scheidung oft den Kürzeren ziehen, zumindest hat Anwältin Klaar das mehr als genug erlebt.

Auf die Frage, ob sie zu Eheverträgen rät, sagt sie folgendes:

„Nein. Denn die schließt man, bevor man heiratet. Der schlechteste Zeitpunkt. Gerade ausgebildete junge Frauen, die ein gutes Einkommen haben, können sich nicht vorstellen, dass sie jemals in ein Abhängigkeitsverhältnis von ihrem Mann geraten, wie ihre Mütter oder ihre Großmütter. Die unterschreiben stolz, dass sie auf Unterhalt verzichten, denn wenn der Mann sie nicht mehr will, möchten sie nicht von seinem Geld leben und finden es unappetitlich, die Hälfte seines Sparvermögens zu beanspruchen. Nur: Wenn die Frau Kinder kriegt und nicht arbeiten geht, hat sie nichts Erspartes. Und wenn er kontrolliert, was sie kauft, wenn er ihr die Strumpfhosen und den Lippenstift verbietet, merkt sie, was sie da unterzeichnet hat. Die meisten Eheverträge werden auf Wunsch des gut verdienenden Mannes geschlossen und sind Verzichtserklärungen von Frauen.“

Klingt logisch – oder?

Und auch in Sachen Romantik hat die Spezialistin der Scheidung ihre ganz eigene Sichtweise. Eine, bei der ihr das Gesetz Recht gibt, nämlich die:

„Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort. Es ist keine Voraussetzung, dass Menschen sich in Liebe verbinden müssen.“

Das ist wohl wahr! Zusammenleben kann man auch ohne Trauschein und das nicht schlecht. Dennoch aber erlebt die Institution Ehe gerade in diesen Zeiten offenbar ein Revival, denn geheiratet wird schon sehr viel. Siehe auch hier – unser Special zu diesem Thema.

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ – Sprichwort trifft zu

Und wer mit wem am besten kann – Stichwort „Gleich und gleich gesellt sich gern“, nun – auch da hat Anwältin Helene Klaas ihre Erfahrungswerte, Zitat:

„Nach dem Gesetz der Trägheit kann man sich nicht das ganze Leben verstellen und mitmachen, was der andere macht, wenn man das eigentlich gar nicht gut findet. Partylöwe–Mauerblümchen, das wirkt zeitweise sehr attraktiv, aber man muss hart dran arbeiten, dass es gut geht. Die Menschen sind hormongesteuert und blicken in Richtung Fortpflanzung. Da gefallen ihnen Dinge am anderen Geschlecht, die ihnen nicht mehr gefallen, wenn die Fortpflanzung abgeschlossen ist.“

Alles in allem ein überaus interessantes Interview, das Sie hier im Original finden. Es ist am 15. Februar 2016 in der Online-Ausgabe von Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Klicken Sie mal rein, vor allem dann, wenn Sie sich vielleicht aktuell mit dem Gedanken einer Scheidung tragen – vielleicht bekommen Sie hier ja noch einige Inputs….!

Bildnachweis: pixabay.com

Teil 2Teil 1 siehe hier. Liebeskummer – dieser ätzend-brennende Schmerz, auf den jeder verzichten kann, teilt sich bekanntlich in mehrere Phasen. In unserem ersten Teil des Ratgebers „Liebeskummer besiegen“ haben wir die erste Phase beleuchtet (den Schock und den wahnsinnigen Schmerz) und Betroffenen dazu verschiedene Tipps zusammengestellt – siehe Link oben.

Nun soll es weitergehen mit der zweiten Phase, die von Experten oftmals als „Realisierung“ oder „Akzeptanz“ bezeichnet wird. Das heißt, dass der oder die von Liebeskummer Geplagte langsam aber sicher realisiert, dass er oder sie tatsächlich verlassen wurde.

Zweite Phase Liebeskummer: Realisierung Trennung, doch Schmerz riesig

Nimmt man die Welt nach einer – von sich aus nicht gewollten – Trennung in der ersten Phase als eine Art Schockzustand und damit wie in Trance wahr, lichtet sich der emotionale Nebel sehr bald und man begreift, dass man nun wirklich wieder alleine ist.

Diese Phase ist wohl nicht weniger schmerzhaft als die erste – sie gestaltet sich aber anders.

Während man kurz nach dem Verlassenwerden wie ein „falscher Fuffziger“ durch den Alltag geht und in seiner Selbstwahrnehmung gar nicht ganz da ist, ändert sich das in dieser 2. Phase etwas.

Und zwar beginnt man zu begreifen: man ist allein, ER (oder SIE, wir reden hier als ein Frauenmagazin nachfolgend von IHM, da sich unsere Tipps vornehmlich an Frauen mit Liebeskummer richten) ist weg, hat die Trennung vollzogen.

Der im ersten Teil beschriebene große Redebedarf ist auch jetzt noch da, man hat extrem stark das Gefühl, sich ständig mit Freundinnen oder vielleicht der Schwester oder anderen nahestehenden Menschen auszutauschen, darüber zu reden.

Logisch, dass man diesbezüglich meist über dasselbe redet und sich die Gespräche im Kreis drehen. Das ist typisch bei Liebeskummer und jede verständnisvolle Gesprächspartnerin oder auch der gute Freund, der ein offenes Ohr hat, wird das verstehen. Insofern sind in dieser Situation gute Freunde oder liebe Verwandte das absolute A und O!

Allerdings erlaubt es die emotionale und körperliche Verfassung in Phase 2 doch schon auch, dass man in eine Buchhandlung geht und dort – oder im Internet – nach Büchern sucht, die Tipps gegen Liebeskummer bereithalten oder mit Ratschlägen aufwarten, wie sich dieser elende Herzschmerz überwinden lässt.

Und ganz ehrlich: DAS ist gut so! Warum: nun – mit dieser Art der Beschäftigung ist man abgelenkt.

Beim Bummel durch die Buchhandlung, beim Anlesen der Bücher oder auch bei der Recherche im Internet nach Lektüre, die sich mit Liebeskummer befasst, ist man erstmal total auf diese Suche und die Informationen zu gewissen Büchern fixiert.

Meist tut es schon gut, zu wissen, dass es eine ganze Menge Literatur zum Thema gibt und allein die Tatsache schon das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden.

Internet-Foren und Bücher verschaffen Ablenkung vom Liebeskummer

Ablenkung verschafft auch das Lesen in den verschiedenen Foren im Internet. Sowohl bei Brigitte.de, als auch bei urbia.de oder ebenso gofeminin.de gibt es zum Thema Liebeskummer ganze Foren-Threads, die sich nur damit beschäftigen.

Diese Online-Foren sind doppelt gut: zum einen kann man hier begierig mitlesen und feststellen, dass es immer noch krassere Liebeskummer-Fälle gibt, als den eigenen und zum anderen kann man selbst einen Thread eröffnen und seinen eigenen Fall darstellen. Es werden sich garantiert sehr schnell andere User finden, die ihre eigene Sichtweise auf das Problem darstellen und mit Ratschlägen garantiert nicht geizen!

Insofern: diese Möglichkeiten unbedingt nutzen!

Und wenn dann ihre Liebeskummer-Bücher in der Buchhandlung eingekauft oder aus dem Internet geliefert worden sind und Sie sich gleich begierig da drauf stürzen, ist das mehr als gut! Denn erstens vermitteln diese Ratgeber-Bücher vom ersten Moment an Linderung des Liebeskummers und Trost und zweitens beinhalten sie oft wirklich gute Tipps, von denen man den einen oder anderen für sich anwenden kann.

Allerdings – und das ist die Kehrseite der Medaille – wird Ihr Liebeskummer sofort wieder einsetzen, wenn Sie das Buch aus der Hand legen. Idealerweise lesen Sie diese Ratgeber am besten im Bett, vor dem Einschlafen und trinken vorher (oder beizu) ein Glas Rotwein.

Klar – ein Schluck Rotwein ist kein Garant dafür, dass Sie in den Schlaf finden, wenn Sie das Buch beiseite gelegt haben, aber die Chancen dafür stehen gut.

Wenn Sie dies nicht tun und trotzdem gut einschlafen können – umso besser!

Krimis lesen, damit Liebeskummer eine Weile weg ist!

Sollten Sie Rotwein – und Alkohol im Ganzen – rundheraus ablehnen und dennoch nicht schlafen können, dann versuchen Sie in dieser Situation, damit zu leben. Notfalls stehen Sie noch mal auf und lassen sich vom Fernsehprogramm berieseln. Klar – auch hier werden Sie den brennenden Schmerz des Liebeskummers spüren, doch vergessen Sie bitte nicht: Sie MÜSSEN da durch!

Erweisen sich die Einschlafprobleme – mit oder ohne Rotwein – als hartnäckig, dann sollten Sie versuchen, auf andere Lektüre auszuweichen. Am besten eignen sich in Ihrer Situation Krimis. Die bieten gleich zwei Vorteile:

  1. Wenn es ein guter Krimi ist – und davon gibt es nun wahrlich eine Menge! – wird er Sie so fesseln, dass Sie beim Lesen überhaupt nicht mehr bei Ihrer Liebeskummer-Grübelei sind.
  2. Ein solches Buch verführt meist dazu, ganz, ganz lange im Bett zu lesen, insofern: tun Sie das! Irgendwann schlafen Sie schon ein – Liebeskummer hin oder her, versprochen!

Wenn Sie diese Ratschläge für sich beherzigen, ist das in Sachen Liebeskummer schon mal die halbe Miete!

Klar ist aber auch, dass sich selbst in Phase 2 die Gedanken immer noch um IHN drehen. Wahrscheinlich werden Sie Stunden damit zubringen, zu überlegen, wie Sie den Kontakt zu ihm herstellen oder/und ihn wieder sehen können.

Meist überlegt man in einer solchen Situation fieberhaft, was ER denn vielleicht noch an Klamotten oder Gegenständen bei einem selbst deponiert hat, deren eventuelle Abholung ein Wiedersehen mit dem Verflossenen mit sich bringen.

In seinen Gedanken malt man sich selbstverständlich viele Male aus, wie ein solches Wiedersehen ablaufen könnte und ist in schwachen Stunden davon überzeugt, dass man bei dieser Gelegenheit nur ein ausführliches Gespräch miteinander führt und sich danach alles wieder einrenkt.

Die Hoffnung – soviel steht fest – ist auch in Phase 2 extrem vorherrschend. Obgleich es natürlich eine trügerische ist, beziehungsweise eine Hoffnung, die sich nicht erfüllen wird.

Tief in seinem Inneren weiß man das meist auch, aber nicht umsonst gibt es den geflügelten Spruch: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Klar, dass diese Worte auch und vor allem auf Situationen mit Liebeskummer am meisten zutreffen!

Versuche, mit dem Ex in Kontakt zu treten

Aber zurück zu den Gegenständen oder Sachen, die ER ja vielleicht noch bei Ihnen hat.

Die Realität sieht so aus, dass das meistens gar nicht der Fall ist, weil man(n) entweder vorgebaut und wichtige Dinge schon im Vorhinein wohlweislich mitgenommen hat oder – das kommt auch sehr, sehr häufig vor – die Dinge und Klamotten, die noch bei Ihnen sind, gar nicht mehr braucht. Anders verhält es sich freilich bei einer Scheidung, die mit der Teilung von Haus, Hof oder gar Firma einher geht und womöglich noch harte Kämpfe um den Nachwuchs mit sich bringt. Darauf allerdings bezieht sich dieser Artikel hier nicht.

Aber zurück zu den Gegenständen, die die Hoffnung auf ein Wiedersehen in all dem Liebeskummer schüren.

Die alte Jogginghose, das coole Feuerzeug, die zwei Paar Socken, das Akku-Ladegerät….Wenn Sie ehrlich sind, ist das nach einer Trennung, in der ER sich aus dem Staub gemacht hat, doch alles nur überflüssiger Plunder, wegen dem er garantiert nicht mehr ihr trautes Heim aufsucht! Und wegen dem er garantiert auch kein Treffen mit Ihnen ausmacht, damit Sie ihm diese Dinge übergeben.

Allerdings wird diese Erkenntnis so richtig erst in der nächsten Phase reifen, es ist mehr als normal, dass man in Phase 2 des Liebeskummers alle möglichen Szenarien und Möglichkeiten für ein Wiedersehen durchgeht.

Bei Liebeskummer: Finger weg vom Handy!

Viele Frauen übermitteln ihren Herzenswunsch in so einer Situation auch ganz profan, indem sie IHM eine Nachricht mit der Bitte um ein Treffen aufs Handy senden oder ihn auch anrufen, um in einem Telefonat auf das Thema „Wiedersehen“ zu kommen.

Das alles sind natürlich ganz, ganz schlechte Ideen, die Sie bitte bloß nicht umsetzen sollten!

Warum?

Nun – man kennt es doch!

Vor allem, was die Kommunikation mit dem Handy angeht. Sie werden wahrscheinlich damit konfrontiert sein, dass es – sollten Sie zum Hörer greifen – endlos ruft und er nicht rangeht. Oder – auch nicht ohne – Sie senden ihm eine Whatsapp-Nachricht, bekommen durch die zwei blauen Häkchen die Nachricht, dass er Ihre Mitteilung gelesen hat, aber: keine Antwort.

Ganz ehrlich: tun Sie sich das bitte nicht an! Denn meistens läuft es genau so und Sie tun sich selbst keinen Gefallen, den Herzschmerz in Ihrem Liebeskummer durch solche Aktionen noch immens zu vergrößern. Das tut nicht not, wirklich nicht!

Denn, wenn ein Mann sich getrennt hat, dann hat er sich getrennt und in den wenigsten Fällen gibt es ein erneutes Happy-End. Rufen Sie sich das immer wieder ins Bewusstsein!

Und bedenken Sie auch, dass es garantiert nicht besser wird, wenn Sie ihn persönlich am Apparat haben – mehr als nichtssagende Worte werden nicht kommen, ganz ehrlich!

Entweder er fertigt Sie ganz kurz ab, weil er im Stress ist oder er sagt alles und gar nichts und Sie sind auch nicht weiter. Im Gegenteil: dann werden Sie nach einem solchen Telefonat noch mehr rumgrübeln und sich womöglich tiefer in Ihren Liebeskummer verbeißen! Und dabei wollen Sie diesen doch besiegen beziehungsweise überwinden!

Absurde Aktivitäten normal bei Liebeskummer – Konfrontation mit Tatsachen wichtig!  

Oder – wenn`s ganz Dicke kommt, wimmelt er Sie bitterböse ab, sagt Ihnen vielleicht noch einmal klipp und klar am Telefon, dass er weder an einem Kontakt noch am Auffrischen Ihrer früheren Beziehung interessiert ist und das ist doch wahrscheinlich das Letzte, was Sie hören wollen, oder?!

Aber – so absurd es vielleicht auch klingen mag: selbst wenn Sie sich all` diesen Aktivitäten dann doch hingeben – auch das gehört mit zum Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer.

Nur die Konfrontation mit den Tatsachen – und mögen sie auch noch so weh tun – bringen Herzschmerz-Geplagte über diese Zeit. Und apropos Zeit: diese vergeht und das ist wichtig. Natürlich mag Ihnen das in den ersten Phasen des Liebeskummers – vor allem in der 1. und 2. Phase – ganz und gar nicht so vorkommen, aber sie verrinnt. Und mit jeder Stunde, die sie vergeht, vergeht auch der Liebeskummer-Schmerz.

Auch wenn das niemand, der leidet, in den ersten Wochen oder Monaten so wahrnimmt, ganz klar.

Eher macht man – und da sind wir wieder bei den Aktivitäten in Phase 2 – total schräge Sachen, mit denen man seinen Liebeskummer noch verstärkt.

Denn auch in der Phase der Akzeptanz und der langsamen Realisierung der vollzogenen Trennung ist man (FRAU) noch lange nicht so weit, dass man die Finger von irren Aktivitäten lässt – im Gegenteil.

So schauen beispielsweise viele Frauen aufs Handy, um seinen Whatsapp-Status zu checken (falls er sie nicht schon blockiert hat, auch das kommt nicht selten vor) und um zu schauen, wann er zuletzt online war oder gar aktuell online ist.

Ebenso können es viele von Liebeskummer geplagte Frauen nicht lassen, seinen Facebook-Account zu checken, im Falle er hat nicht schon auf „entfreunden“ gedrückt.

Natürlich bohrt sich oftmals das, was man digital mitbekommt, noch tiefer ins Herz – sei es, dass er ewig auf Whatsapp online ist und man sich vorstellen kann, dass da schon der Kontakt mit (s)einer Neuen heißläuft oder er sogar auf Facebook liebesverliebte Fotos oder Botschaften postet.

Jede normale Frau – ganz gleich, ob sie gerade Liebeskummer hat oder nicht – weiß, dass solche Aktionen zu nichts führen, außer zu weiterem Herzschmerz. Aber trotzdem wird kaum eine Frau in einer solchen Situation davon lassen können, das ist einfach so.

Akzeptanz der Situation in Phase 2 bereits gegeben!

Und hat sogar sein Gutes – obwohl das vielleicht im ersten Moment absurd klingt! Denn: selbst solche Schnüffel-Aktionen gehören zu dem Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer unbedingt dazu! Es mag schmerzen, wenn man den Ex vielleicht schon auf eindeutigen Bildern mit der Neuen irgendwo in den sozialen Netzwerken (oder sofort wieder online in der Singlebörse) sieht, aber selbst diese Selbstqual sendet an unser Unterbewusstsein: „Es ist vorbei!“.

Und so gaaaanz langsam gewöhnt sich nicht nur das Unterbewusstsein an diesen Zustand, nein, die betroffene Frau realisiert es selbst, dass keine Aussicht mehr besteht, mit dem betreffenden Mann wieder zusammenzukommen.

Insofern soll keine haarsträubende Aktion, die eine Frau im Liebeskummer-Schmerz ausführt, verurteilt werden (solange, sie denn im Rahmen des Gesetzes bleibt – logisch!).

Schon im ersten Teil unseres Ratgebers haben wir dazu geschrieben, dass es deshalb auch total okay ist, im ersten Schmerz bei Liebeskummer zu rauchen, zu trinken und massenweise Süssigkeiten in sich hinein zu stopfen. Deshalb soll auch dem Ex hinterher schnüffeln, wer mag – all das ist okay und führt nur weiter zum Ziel, das da lautet: den Liebeskummer besiegen.

Und dass er besiegt wird, daran besteht gar kein Zweifel – es ist halt oft nur ein langer Weg!

Auf dem wir Sie aber selbstverständlich begleiten und deshalb schon den nächsten Artikel zu Teil 3 der verschiedenen Phasen bei Liebeskummer vorbereiten.

Bis dahin – bleiben Sie stark! Und lesen Sie gern auch Teil 3 unserer Liebeskummer-Serie!

Bildnachweis: pixabay.com

 

 

 

 

 

Teil 1 – Liebeskummer – wer hat dieses miese Gefühl nicht schon erlebt? Wohl jeder von uns! Ich natürlich auch und jedes Mal, wenn ich einen Liebeskummer überwunden hatte, habe ich mir geschworen bei einem etwaigen weiteren Herzschmerz, nicht mehr so heftig zu reagieren.

Das kennen wahrscheinlich viele.

Und dennoch: trennt sich der Partner und man selbst würde weiterhin gern mit diesem Mann (oder der Frau – als Frauenmagazin thematisieren wir hier nachfolgend den Mann, natürlich trifft umgekehrt vieles genau SO auch auf die Frau zu) zusammen sein, bricht eine Welt zusammen. Jedes Mal aufs Neue, ganz egal, wie jung oder alt man ist.

Herzschmerz aus der persönlichen Perspektive

Ich habe diese Erfahrung auch schon mehrfach gemacht und möchte deshalb hier aus der eigenen, persönlichen Perspektive heraus darüber berichten, wie sich der Liebeskummer besiegen lässt.

Es gibt nämlich nur einen Weg, egal, was andere Leute, (selbsternannte) Experten oder gar die schwarzen Schafe mit ihrem „Exfreund zurück im Handumdrehen“ auch sagen.

Natürlich kann man sich einen Coach nehmen, einen Therapeuten, Bücher wälzen, das Internet nach Themen zu Liebeskummer abgrasen, und, und, und….Alles richtig und teilweise auch sehr zu empfehlen. Allerdings wird niemand bei all dem Angebot auch nur einen einzigen Weg finden, der dafür sorgt, dass der Liebeskummer per Handumdrehen – praktisch wie mit einem Zauberstaub – verschwindet.

Das gibt es nicht und wird es wohl nie geben.

Insofern – wie erwähnt – möchte ich hier Einblicke geben in die Gefühlswelt, wie ich sie erlebte, nachdem ich verlassen wurde.

So wie auch ich in meinem Leben schon mehrfach jemanden verlassen habe, so wurde umgekehrt auch ich schon dann und wann einmal verlassen und der Weltschmerz war natürlich groß.

Deshalb will ich mich jetzt auch gar nicht lange mit einer Einführung oder ellenlangen Abhandlungen, wie man sie aus Artikeln für E-Books oder im Zusammenhang mit irgendwelchen E-Mail-/Newsletter-Anmeldungen kennt, die nie zum Punkt kommen bzw. erst dann, wenn Sie sich irgendwo (womöglich noch kostenpflichtig) registriert oder das E-Book gekauft haben, aufhalten.

Diverse Bezeichnungen für 1. Phase des Kummers

Sondern tatsächlich zum Punkt kommen. Und zwar zum ersten. Oder zur ersten Phase des Liebeskummers – das kann man nennen wie man will.

Demensprechend viele Bezeichnungen für die erste Phase gibt es – sie reichen von „Schockzustand“, „Starre“ oder auch „Verlassenwerden“. Ich persönlich würde es Schockstarre nennen. Denn natürlich ist es ein Schock, wenn man verlassen wird, womöglich noch völlig ohne Vorwarnung.

Passiert einem das, dann fühlt man sich von jetzt auf gleich, wie in einen Trance-Zustand versetzt. Ich hatte beim Verlassenwerden oft auch das Gefühl, mein Kopf – ja, mein ganzer Körper – befindet sich auf einmal wie in einem Schraubstock oder auch wie von einer Lähmung befallen, wie in Watte – man kann es schlecht beschreiben.

Aber so oder ähnlich fühlte es sich für mich beim Anfang des Liebeskummers jedes Mal an. Ich verrichtete zwar das, was zu tun war, aber alles irgendwie mechanisch, wie nicht ganz da. Ruft einen jemand an (jemand, der nicht im Zusammenhang mit einem Trost in Sachen Liebeskummer steht), will man sich das, wenn überhaupt, nur kurze Zeit anhören und hat überhaupt keinen Nerv, sich darauf zu konzentrieren.

Ich für mein Teil sah in dieser Phase zu, dass ich die meisten Telefonate rasch beendete, ich konnte mich darauf oft gar nicht wirklich einlassen, weil mein ganzes ICH komplett von der Vereinnahmung des Schocks eingenommen war.

Auch nötige Einkäufe verrichtet man ganz automatisch, wie ein Roboter, es ist in einer solchen Situation zumeist so, dass es einen nach Hause zieht, weg von den sprechenden, lärmenden Mitmenschen.

Allerdings: ist man daheim, fühlt man sich nach kurzer Zeit wie ein gehetztes Tier, man hält auch das nicht lange aus, fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt.

Man hält sich allein schlecht aus, hat aber auch kaum Lust auf andere Leute

Ich erlebte es bei Liebeskummer oft so, dass ich in meinen eigenen vier Wänden selbige hätte hochgehen können, ich kam nicht klar.

Es war paradox: war ich in meiner Wohnung, hielt es nicht lange aus, ging ich raus, war das aber auch nichts – eine ständige innere Unruhe ist gerade in dem Schockzustand bei Liebeskummer ein ständiger, unangenehmer Begleiter.

Ich habe mich manchmal für eine Art Zwischenlösung entschieden und bin mit dem Auto umhergefahren. Das ist zwar auch nicht das Wahre, aber irgendwie muss man ja die erste Phase nach einer Trennung – und die besteht nun mal in den meisten Fällen aus einer Art Schock – bewältigen.

Auch das Konsumieren von Zigaretten, Alkohol und Schokolade gehört in dieser Phase dazu und dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden – vorausgesetzt man (FRAU) ist schon 18 Jahre alt.

Kaum eine Frau, die gerade begreift, dass der Mann, mit dem sie eigentlich alt werden wollte, sie verlassen hat, kann sich in so einer Zeit der normalen (und schon gar nicht einer gesunden) Ernährung widmen, wenn sie der Liebeskummer voll im Griff hat.

Ich für meinen Teil habe so gut wie gar nichts normales an Essen herunterbekommen, sondern mich in der ersten Zeit nach dem Verlassenwerden fast nur von Schokolade und richtig ungesundem Zeug ernährt. Meist aß ich gar nicht richtig und rauchte dafür früh am Morgen schon. Unzählige Glimmstengel schlossen sich daran im Laufe des Tages an.

Meine Arbeit brachte ich mehr schlecht als recht zustande, als jemand, der im Home-Office arbeitet, habe ich dazu noch meine Hygiene und mein Outfit total vernachlässigt.

Mit Liebeskummer tut man Dinge, die man sonst kaum tun würde

Meist stand ich auf, putzte mir die Zähne, wusch mich ein wenig und steckte mir dann die erste Zigarette an (hierzu sei angemerkt, dass ich eigentlich Nichtraucherin bin), dann die zweite, die dritte und irgendwann – gaaaanz langsam – setzte ich mich an die verfluchte Arbeit.

Ja, zu Zeiten des Liebeskummers verfluchte ich die Arbeit total, denn ich konnte sie nicht wirklich mit Konzentration angehen.

Stattdessen versuchte ich zwischendurch immer wieder, Freundinnen zu erreichen, um mit ihnen darüber, was mir widerfahren ist, zu sprechen.

Das kennen sicher viele: ist der Liebeskummer stark, hat man einen immensen Redebedarf – auch wenn es immer wieder dasselbe ist, was man erzählt. Wer hier verständnisvolle und geduldige Freundinnen hat, hat in Sachen Liebeskummer wirklich den Jackpot gezogen! Erledigungen, die an Tagen, wo ich mich in Herzschmerz suhlte, anstanden – so zum Beispiel Behördengänge – verrichtete ich mehr schlecht als recht. Ich schleppte mich regelrecht nach draußen, die innere Unruhe im Bauch und IHN im Kopf immer mit dabei.

Apropos IHN: meist ist es ja so, dass man in dieser ersten Schockphase immer noch denkt, dass Ganze sei irgendwie ein Missverständnis oder mindestens ein übler Scherz.

Dementsprechend oft guckt man aufs Handy, weil man denkt, dass dort jeden Moment die erlösende Nachricht aufploppt, die kundtut, dass er natürlich schon im Begriff ist, zurückzukommen.

Ist natürlich nicht so, die einzigen Anrufe und Nachrichten, die reinkommen, sind von Muttern oder den Freundinnen – logisch…!

Abends kommt der Blues

Die Endgültigkeit der Entscheidung des (Ex)Partners wird einem in Zeiten des Liebeskummers denn auch meist erst allabendlich total bewusst.

Geht der Tag, kommt der Schmerz mit noch vollerer Wucht. Viele fühlen sich in solchen Stunden extrem einsam und verlassen, doch ist das ein Wunder, wenn man soeben erst eröffnet bekam, dass man von jetzt an wieder Single ist?

Ich habe die Abend- und Nachtstunden in Zeiten des Liebeskummers jedes Mal als besonders unerträglich empfunden und entsprechend agiert.

Neben dem immensen Zigarettenkonsum, dem ich frönte, erlaubte ich – die ich sonst ganz selten und wenn, dann gemäßigt trinke – mir den tiefen Blick in die Rotweinflasche. Unter einer Pulle am Abend ging das – ich muss es so sagen – nie ab, dazu rauchte ich Kette.

Abendbrot fiel zumeist gänzlich aus, die Glimmstengel und der Alkohol ersetzten für mich abends, wenn keine Arbeit oder womöglich Termine anstanden, alles!

Wenn dann erstmal das Blut mit der ungesunden Flüssigkeit angereichert ist, kommen dann meist auch dumme Gedanken – zumindest war das bei mir oft so.

Man ruft IHN an oder überlegt sich Nachrichten, die man ihm schreiben möchte, setzt – gedanklich oder auf Papier – schmalzige Briefe auf, und, und, und…Der letzte Mann, der mich verlassen hatte, war jemand, den ich beim Online-Dating kennengelernt hatte. Insofern – Sie ahnen vielleicht schon, was kommt – hing ich allabendlich am Computer und schaute, ob er in der Singlebörse, die uns einst zusammengebracht hatte, wieder online war.

Und er war es in den meisten Fällen, was meinen Liebeskummer schier unerträglich machte.

Der grün leuchtende Online-Button, der wie zum Hohn dauerhaft eingeschaltet war, machte mich fast wahnsinnig! Herzschmerz, Wut, Selbstmitleid – so ziemlich alles, was der negative Gefühls-Reigen hergab, tobte in mir. Ich malte mir in den wildesten Vorstellungen aus, was er den anderen Frauen schrieb, wie sie flirtig miteinander chatteten, sich ein Date ausmachten….

Und als sei die allabendliche Qual nicht schon genug, malträtierte ich meine geschundene Seele auch an den Feiertagen, die in meine Schockphase des beschriebenen Liebeskummers fielen und hing in dieser Zeit ebenso tagsüber vor der Singlebörse ab – den grünen, fiesen Online-Button  immer vor Augen.

Es war furchtbar!

Man denkt, der Schmerz währt für immer

Kein Ratgeber der Welt, keine Tipps der besten Freundin oder Ideen aus dem Internet, hätten mir zu dieser Zeit mit der Aussage kommen können, dass ich eines Tages über diese Aktionen lachen und den Kerl ganz vergessen würde! Ein Ding der Unmöglichkeit in diesem Zustand.

Und weil es aber eben eher ein AusnahmeZUSTAND, als ein Zustand ist, neigt man in solchen Phasen zu allerlei kruden Aktivitäten.

Ich für mein Teil legte mir sogar einen neuen Handy-Ton zu. Denn: während ich kettenrauchend am Computer hing und ihn online stalkte, gingen natürlich auch immer mal Nachrichten auf meinem Handy ein (damals noch via SMS – Whatsapp war noch nicht erfunden).

Und da ich in den Zeiten meiner Beziehung mit IHM textete und simste, was das Zeug hielt, waren die meisten Nachrichten vor dem Aus natürlich auch vom „Jetzt-leider-Ex“ und trudelten mit der vertrauten Melodie ein. Dementsprechend zuckte ich bei jeder eingehenden Nachricht zusammen, weil mich der Eingangs-Klingel-Ton für SMS-Nachrichten so sehr an ihn erinnerte. Die helle Melodie brachte mich fast um den Verstand und schnitt sich gefühlt jedesmal aufs Neue in mein Herz, wenn sie ertönte.

Lange hielt ich das nicht aus und stellte einen anderen SMS-Ton ein. Verrückt, klar, aber wenn man in einer solchen Situation ist, tut man alles, um zumindest eine winzige Linderung des Kummers zu erfahren!

Über den Berg hilft einem sowas in einer solchen Zeit aber leider noch lange nicht. Dazu braucht es noch eine Weile…

Mehr dazu erfahren Sie in unserem zweiten Teil, den Sie auch bei uns finden – seien Sie gespannt!

Und: falls Sie aktuell in einer Liebeskummer-Situation sind, rate ich Ihnen eindringlich, stark zu bleiben. Es lohnt sich! Auch wenn`s derzeit noch nicht danach aussieht.

Bildnachweis: pexels.com

 

 

Schlagerqueen Michelle ist wieder solo – so melden es seit einigen Tagen viele Medien und verweisen auf die Trennung der Sängerin von ihrem Freund, Karsten Walter, der ebenfalls in der Schlagerbranche zuhause ist.

Besonders prägnant wird bei den Meldungen der Altersunterschied des getrennten Paares hervorgehoben: Michelle ist 46 und ihr jetziger Ex 25 Jahre jung. Ob es daran wohl gelegen hat? Und: kann eine Beziehung zu einem so immens jüngeren Mann überhaupt funktionieren? Eine gute Frage, die wohl ein Großteil der über 45jährigen Frauen mit „Nein“ beantworten wird.

Zumindest ergab das eine kleine Blitzumfrage unter unseren Freundinnen und Kolleginnen, die „Ü-40“ sind. Als Hauptgrund wurden die ungleichen Interessen genannt, die bei diesem Thema eine ziemlich große Rolle zu spielen scheinen.

Beispiel Urlaub: Altersunterschied macht sich bemerkbar

Viele Frauen mit Mitte / Ende Vierzig würden nicht im Traum daran denken, ihre kostbare Ferienzeit an einem lauten Ort zu verbringen, an dem womöglich noch 24 Stunden lang Partytreiben herrscht. Genau das aber suchen viele junge Männer, die Anfang bis Ende Zwanzig sind. Bei den Frauen, die diese Alterskategorie längst hinter sich gelassen haben, sind indes eher gediegene Ziele gefragt: das solide Wellnesshotel oder das niedliche Airbnb-Appartment fernab des touristischen Trubels.

Beispiel Wochenendgestaltung: Viele Interessen sind altersabhängig

Während sich Leute, die alterstechnisch zwischen Zwanzig und Mitte Dreißig sind, an den zwei arbeitsfreien Tagen der Woche auf Events und Veranstaltungen freuen, zieht es viele Ü-40-Frauen eher zu einem guten Buch, einem Ausflug zu einem Schloss oder einer Burg oder einfach nur zum schönen Ausflugslokal inmitten der Natur.

Das mag jetzt ein wenig spießig und langweilig klingen, aber wer von den Frauen in dieser Alterskategorie schlägt sich die Abende und Nächte am Wochenende denn in Clubs oder Discotheken um die Ohren? Zumal viele dieser weiblichen Zeitgenossinnen schon Kinder groß gezogen und diese aus dem Haus oder im Teenie-Alter um sich haben. Jede Frau, die Mutter ist, weiß, was es bedeutet, über Jahrzehnte für einen kleinen bzw. wachsenden Menschen (oder auch für mehrere Kinder) da zu sein.

Das kostet auch Energie und Kraft und je älter die Kinder werden, desto mehr können sich Frauen auch mal wieder um eigene Interessen kümmern.

Und diese sind nunmal in den seltensten Fällen auf Spaß, Action oder Party ausgerichtet.

Das dürfte zudem auch auf kinderlose Singlefrauen in dem Alter zutreffen, die oftmals beruflich sehr eingespannt sind und sich in ihren freien Stunden zumeist keinen Aktivitäten widmen, die hochanstrengend oder/und energie- und kräftezehrend sind.

Beispiel Sexualität: Der Sex ändert sich im Alter

Natürlich steht eine Frau mit Mitte Vierzig in der Blüte ihres Lebens. Das heißt aber erotisch gesehen nicht, dass sie nun alltäglich die Nacht zum Tag und jedes Wochenende zum ultimativen Sexspektakel macht.

Im Gegenteil: nicht wenige Frauen erleben in dieser Altersspanne auch Phasen der Unlust und sind hormonell eher das Gegenteil eines jungen Mannes, der mit Mitte Zwanzig voll und ganz in der sogenannten „Sturm- und Drangzeit“ lebt.

Natürlich weiß kein Mensch, ob eines der aufgeführten Beispiele in die Trennung von Michelle und ihrem jungen Freund rein spielte, aber sie sollen aufzeigen, dass es durchaus Probleme in einer Partnerschaft geben kann, wenn der Mann um so vieles jünger ist als die Frau.

Parallel dazu gibt es aber natürlich genügend Paare, die trotz eines solchen Altersunterschiedes sehr glücklich sind – gar keine Frage!

Altersunterschied – oft funktioniert die Beziehung trotzdem

Ist es an dem, dann umso besser, wenn der Altersunterschied keine Rolle spielt.

Jede Frau, die vor der Situation steht, eine Beziehung mit einem sehr viel jüngeren Partner eingehen zu wollen, sollte deshalb einfach in sich hineinhorchen, was IHR wichtig ist. Und diese Bedürfnisse mit dem Charakter und den Vorlieben ihres Angebeteten vergleichen.

Manchmal kann schon genau DAS vor späteren bösen Überraschungen bewahren. Oder aber – noch besser – die jeweilige Frau in den Liebeshimmel katapultieren. Altersunterschied hin oder her!

Bildnachweis: picture alliance/Geisler-Fotopress

Ein Gastbeitrag von Andrea über eine zerbrochene Jugendliebe.

Als ich Marko (Name geändert) heute zufällig bei meinem Spaziergang durch die Wiesen und Felder nahe meines ländlichen Heimatortes traf, erschrak ich. Ich hätte ihn fast nicht erkannt.

Er sah fahl und eingefallen aus – von Weitem dachte ich noch, da ist ein Opa, der sich da am Zaun seines Grundstücks zu schaffen machte. Mein Spaziergang führte mich nämlich über einen schmalen Pfad, der von der einen Seite von Feldern und einem kleinen Bach begrenzt wurde und auf dessen anderer Seite Zäune die rückwärtigen Seiten der Grundstücke,  die zu imposanten Hof-Anwesen gehörten, markierten.

Vor einem Zaunabschnitt also saß Marko und er erhob sich, als ich näherkam. „Mensch, ich hätte Dich fast gar nicht erkannt“ sagte ich und sah seine traurigen Augen.

Dennoch versuchte er zu lächeln und deutete auf den Zaun, an dem er etwas richtete. „Einer muss es ja machen“ murmelte er. Bevor wir uns weiter unterhalten konnten, sah ich seinen Vater auf ihn zukommen. „Ist der Mann von Ebay schon da?“ fragte Marko ihn. Der Vater – der, das wusste ich, mit Markos Mutter ebenso mit auf dem Hof wohnte – nickte.

„Ich verkaufe jetzt relativ viel, was für die Kinder uninteressant geworden ist. Die Kleine ist 15 und der Große 17, für einiges interessieren die sich einfach nicht mehr, so dass ich nach und nach einiges an Spielzeug und so einen Kram bei Ebay verkaufe. Ich habe schon ein Jugendfahrrad darüber losbekommen, ein Trampolin und der Mann, der jetzt kommt, will den Bollerwagen“.

Ich nickte wissend, da auch ich eine begeisterte Ebay-Ver- und Käuferin bin.

„Na ja – und außerdem, jetzt sind `se ja alle weg“. „Wer ist weg?“ fragte ich, da ich nicht wusste, worauf er hinauswollte.

„Na – meine Frau. Mit den Kindern“ erwiderte er.

„Wie jetzt, ihr habt euch getrennt?“ fragte ich ungläubig? Mir dämmerte, dass ich Monika (Name geändert), seine Frau, tatsächlich schon lange nicht mehr gesehen habe. Hier in der Kleinstadt gibt es in den Sommer- und Herbstmonaten jeden Dienstag so einen Frauen- und Kinder-Treff am Spielplatz, wenn der Bäckerei-Wagen in den Ort kommt (leider hat die letzte Bäckerei hier in der Stadt vorletztes Jahr dicht gemacht und bis heute ist kein einziger Bäcker mehr im Ort).

Dann wird gekauft, geplaudert, die Frauen bringen Kaffee in der Thermoskanne mit und es wird vor Ort schon das eine oder andere leckere Kuchenstückchen verzehrt. Monika habe ich da – wenn ich es mir recht überlegte – vielleicht im Frühsommer das letzte Mal gesehen.

Ich muss dazu sagen, dass ich selbst erst vor Jahren in diese Kleinstadt hier gezogen bin, in der ich jetzt lebe, ich kenne nun wirklich erst wenige Leute. Aber durch diesen dienstäglichen Treff habe ich einige Frauen und ihre Kinder kennengelernt und Marko kenne ich von den Festivitäten, die in der Kleinstadt, in der ich nun zuhause bin, gern und ausgiebig gefeiert werden.

Auch entdeckte ich ihn einmal auf einer Demo gegen eine Kindergartenschließung, die im Ort durchgeführt wurde. Dazumal war so gut wie die ganze Kleinstadt auf den Beinen, egal ob man noch kindergartenpflichtige Kinder hatte oder nicht. Damals hatte ich auch ziemlich lange mit Marko geplaudert und ihn als sympathischen Kerl wahrgenommen.

Als ich im Sommer mal mit meinem Freund an seinem Hof vorbeibummelte und er gerade das Hoftor strich, lud er uns spontan zu einem Glas selbst gemachten Apfelsaft ein. Damals gesellte sich auch Monika dazu und ich habe mir – natürlich nicht! – nie großartig Gedanken über die beiden gemacht.

Sooo gut kannte ich sie ja nun auch nicht.

Aber – dennoch: die Nachricht, die Marko mir da übermittelte, die traf mich doch.

„Na ja, es war eine Jugendliebe, wir sind nach der Schule zusammengekommen, insgesamt waren wir 27 Jahre zusammen“ ließ Marko mich wissen.

Er wirkte, als fiele er bald zusammen. „Tja, sie wollte es so, ist dann ausgezogen mit den Kindern, in die nächste Kleinstadt, in der sie auch arbeitet“.

Ich sah, wie Marko mit den Schultern zuckte, er wirkte so, als ob das soeben Ausgesprochene für ihn immer noch unfassbar war.

„Und nun hänge ich hier, die große Bude und…“

Er brach abrupt ab, aber ich ahnte, was er sagen wollte. „Ich gehe dann mal, der Mann von der Ebay-Anzeige wartet“.

„Mach`s gut, Marko – und komm gern mal bei uns vorbei, wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt“ bot ich ihm an.

Er hob schlapp die Hand und ging in Richtung seines Hofes.

Ich schaute ihm nach, wie er mit hängenden Schultern und schleppendem Gang die Wiese entlang schritt, die Trennung von seiner Jugendliebe wahrscheinlich noch immer nicht realisierend.

Und ich fragte mich: „Leiden Männer vielleicht doch mehr, wenn eine Beziehung, die immerhin fast 30 Jahre dauerte und einst eine Jugendliebe war, nach so langer Zeit dann doch zerbricht?“

Ich denke schon…!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com