Ein Gastbeitrag von Vera. Herbstzeit – Abnehm-Zeit. Zumindest für mich, die den Sommer über ziemlich geschlemmt hat. So gut wie jeden Nachmittag des vergangenen Super-Sommers gab es bei uns Eis und das auch immer mit einer gehörigen Portion Sahne obendrauf. Und: die vielen Schlemmereien bei diversen sommerlichen Familienfeiern und Treffen mit Freunden (Torte, Grillen und wieder Eis) haben Spuren auf meinen Hüften hinterlassen, so dass ich nun abnehmen will.

Natürlich nicht mit einer Crash-Diät oder irgendwelchen Tipps zum Abnehmen aus Frauenzeitschriften – nein: eigentlich möchte ich nur drei, vier Kilo verlieren, um mein normales Wohlfühlgewicht wieder zu haben. Dann dürften auch meine Klamotten wieder passen.

Natürlich habe ich das alles schon -zigmal durch. Nach saisonalen Schlemmerphasen gehe ich regelmäßig das Projekt „Abnehmen“ an und nicht selten scheitert es an der Organisation dieses Projekts. Oder besser gesagt: an der Nicht-Organisation.

Sprich: ich plane meine Speise-Auswahl nicht im Vorfeld. Das aber sollte zwingend tun, wer etwas an Gewicht verlieren  möchte.

Denn: unterbleibt das, rutscht man sofort wieder in die alte Schiene und isst am Ende des Tages wieder die Dinge, die man doch eigentlich weglassen wollte.

Damit Sie wissen, wie ich das meine, skizziere ich das mal anhand einer typischen Situation aus meinem Leben.

Nehme ich mir zum Beispiel an einem Wochenende vor, ab der kommenden Woche mit der Gewichtsreduktion zu starten, muss ich unbedingt auch planen, was für Mahlzeiten abends (unsere Familie isst täglich abends ein warmes Essen) gekocht werden.

Mache ich das nicht, werden beim Familieneinkauf dann doch wieder die typischen Zutaten gekauft, aus denen dann eher fettige Mahlzeiten entstehen. Sprich: Schnitzel, Braten, Pasta und Sahnesaucen und, und, und…

Natürlich ist gegen diese Speisen nichts einzuwenden, aber wenn sie immer und immer wieder auf dem abendlichen Speisezettel stehen, wird es kaum was werden mit der Gewichtsreduktion.

Hierzu muss man sich schon anderen Mahlzeiten widmen. Rezepte dafür habe ich genug, sowohl in Kochbüchern, als auch im Internet und sogar noch aus einem Weight-Watchers-Kurs, den ich vor ewigen Zeiten mal belegt habe.

Das Geheimnis heißt nur: Planung!

Sprich: wer gesünder und kalorienarmer essen will, muss sich hierfür vorher einen Plan machen. Das muss nicht kompliziert, sondern einfach nur strukturiert sein.

Klappt das nicht, klappt es mit dem ganzen Abnehmen nicht, so zumindest ist meine Erfahrung. Weil – wie erwähnt – der Einkauf dann vonstatten geht wie immer und man die Lebensmittel wenig bewusster auswählt, sondern dann doch wieder eher auf Hausmannskost setzt. Ich muss dazu  sagen, dass in unserer Familie immer schon eher nach Hausmacher Art und sehr kalorienreich gekocht wurde.

Widme ich mich beim Abnehmen dann eher fettarmen Rezepten, macht das allerdings geschmacklich überhaupt keinen Unterschied und satt wird man davon auch.

Nur – und das will ich damit sagen – will die Zubereitung einer Zucchini-Suppe schon im Vorab geplant sein, damit auf dem Abendbrot-Teller nicht schon wieder die Hackfleisch-Bulette präsent ist.

Gehe ich beim Abnehmen diesen Part diszipliniert an, ist der Rest eigentlich ein Kinderspiel.

Sprich: jemand, der ein paar Kilo verlieren will, sollte seinen fettärmeren Speiseplan jeweils wöchentlich vorplanen und die Zutaten ruhig auch schon auf den Einkaufszettel schreiben.

Das funktioniert super und für mich kann ich sagen, dass ich mit dieser Disziplin, die sich reinweg auf die Planung und das Einkaufen meiner Speisen bezieht, durchweg gute Erfahrungen gemacht und beim Abnehmen auch Erfolge erzielt habe.

So ein „halbes Durchschmuggeln“ zählt hier übrigens nicht! Nach dem Motto: „na, für Montag und Dienstag plant man vor und dann mal schauen“.

Hab ich nämlich auch alles durch und nach zwei disziplinierten Tagen und im Vorab raus gesuchter Rezepte kam ich häufig schon ab Mitte der Woche ins Schludern und Pizza, Braten & Co. landeten dann wieder fröhlich im Wagen, wenn ich die Planung der fettarmen Speisen vernachlässigt habe.

Um das zu verhindern, plane ich mein Abnehmen derzeit sehr sorgfältig und suche für jeweils eine Woche im Vorab die Speisen aus, für die ich dann in der Woche meine Zutaten einkaufe.

Ist hier erstmal eine gewisse Disziplin eingekehrt und setzt man dann kontinuierlich auf gesunde, eher fettarme Speisen, ist die Gewichtsreduktion eigentlich kein Thema mehr.

Denn: wie schon gesagt – satt wird man auch mit Mahlzeiten aus dem „Gesund-Kochen“-Buch.

Nur der innere Schweinehund, der sich meldet, wenn es darum geht, den Einkauf der Zutaten komplett umzustellen und ganz strikt vorzuplanen – der muss erstmal überwunden werden. Gelingt das, ist viel gewonnen!

Versuchen Sie es mal, es lohnt sich!

Bildnachweis: pexels.com

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