Mittwoch, 29. Mai, 2024

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Zeitmanagement im Familienalltag: Diese Tricks empfehlen Mütter

Früh aufstehen, den Nachwuchs wecken und fertigmachen (oder es zumindest im Auge haben), arbeiten, einkaufen, Haushalt und Organisatorisches: Der Familienalltag ist oft zehrend und anstrengend. Vor allem für Frauen. Wenn sie dann abends nur noch in den Sessel sinken und mit TV oder Netflix entspannen wollen, ist das mehr als nachvollziehbar. Doch da die to to-Listen über Nacht nicht abgearbeitet und auch die Klein-Klein-Aufgaben nicht erledigt werden, fragt sich manche Frau, wie man sowas besser in den Griff bekommen kann.

Die anstehenden Aufgaben adäquat erledigen, aber auch noch Zeit für sich und das Tanken von Kraft und Energie haben. Denn nur zu oft lauert im Alltag die “Verzettelungs-Falle”, die die freie Stunden in weite Ferne rücken lässt.

Zeitmanagement: Gerade bei Müttern im Familienalltag ein Thema

Diese Problematik dürfte häufiger auftreten, als man denkt (man geht ja immer davon aus, dass andere Frauen alles reibungslos wuppen…) und in einer Web-Community wurde sie von einer Mutter dieser Tage öffentlich gemacht.

Die Userin mit dem Nickname “Baileymalou” schildert ihr Problem ganz offen und fragt die anderen Frauen im Forum nach Tipps und Tricks zur Alltagsstrukturierung. Sie schreibt unter anderem (Rechtschreibung wie immer im Original):

“(…)Ich habe im Alltag ein extrem schlechtes Zeitmanagement, verknüpft mit sehr blöden Gewohnheiten. Irgendwie funktioniert am ende alles immer irgendwie. Aber alles immer nur gerade so. Zb. Schicke ich erst bei letzter Mahnung Briefe zurück oder bezahle Rechnungen zu spät/ ich vergesse wichtige Termine auszumachen /ich habe (noch) keinen Messi- Haushalt, aber hasse es wenn spontan Besuch vor der Türe steht, weil es nie wirklich sauber u. ordentlich ist /Nach der Geburt unserer Tochter habe ich nie wirklich Beckenbodentraining gemacht und merke das heute deutlich, generell wiege ich zu viel aber schaffe es nicht mich darum zu kümmern/ ich schlummer täglich bis auf die letzte Minute und kann dies auch gut eine Stunde oder länger durchziehen/
Zu meinen Gewohnheiten gehört das typische schlummern am morgen/Ich räume häufig die Dinge ich ich nicht benutzt habe weg, sondern sie sammeln sich an. Oft fehlt mir auch Energie.(…)Auch mein Mann übernimmt viele Aufgaben. Dennoch bekomme ich es zeitlich nicht gut geregelt. Manchmal merke ich auch dass ich Zeit nicht gut wahrnehme, mich abendends vor den Fernseher setze und die Zeit dahin fliegt …

Ich habe mal versucht meine Aufgaben oder Beschäftigungen als Liste (im groben) fest zu halten. 1-2 Dinge schreibe ich mit rein, auch wenn sie in den nächsten Tagen erst frisch dazu bzw. Wieder dazu kommen:

– Familie (Kind, fast 3) und Freunde
– Kaninchen
– Job + Fortbildungen
– Hobby, 1x pro Woche in einem Verein
Andere Hobbys kann ich gut zu Hause machen wie lesen oder Gesellschaftsspiele , wobei hier natürlich auch oft die Zeit fehlt.
– Organisation ( Briefe, Telefonate, Termine usw.)
– Gesundheit ( Ernährung- ich möchte eig auch mehr kochen, Bewegung usw.)
– Erholung und Zeit für mich
– jeglicher Haushalt

Es kommen noch ein paar Dinge dazu. Z.b. möchte ich gerne an meinem Allgemeinwissen arbeiten usw.  Wie bekommt ihr das hin oder würdet mir empfehlen wie ich mich hier zeitlich am besten Sturkuriere?”

Die Tricks, die die anderen Mütter empfehlen, haben es in sich – positiv gesehen. Und dürften Welten entfernt liegen von den “Ratschlägen”, die so mancher via Podcast im Internet gibt.

So empfiehlt beispielsweise eine Userin mit dem ungewöhnlichen Nicknamen “Obstkorb1234” eine Strategie, die ganz nützlich sein dürfte.

Unangenehmes mit angenehmen Dingen verbinden

Und praktikabel. Sie schreibt:

“(…) Ich mag Wäsche waschen, Falten überhaupt nicht… aber ich liebe Tv schauen! Also falte ich Wäsche wenn ich TV schauen will….Fenster putzen ist doof, zur Weihnachtszeit dekoriere ich aber immer die Fenster, denn das finde ich schön… um zu dekorieren müssen die Fenster sauber sein…. Also werden sie geputzt…Merkst du wie ich es mache? Ich verbinde etwas für mich unangenehmes/nerviges mit etwas angenehmen….(…)”

Neben dieser Taktik empfiehlt “Obstkorb 1234” fixe Zeiten für ständig anstehende Dinge. So zum Beispiel für das Überweisen von Rechnungen:

“(…)Rechnungen bezahle ich immer gleich sofort, auch wenn sie erst zu Datum xy fällig wären, denn wenn ich es nicht gleich mache, vergesse ich es….
Bestimme doch für Dich einen Moment in der Woche (vielleicht ist ein fixer Tag ok, vielleicht aber auch nicht, denn diesen Tag könntest du ja „vergessen) wo du immer Rechnungen ins Ebanking eingibst… zb. Immer wenn du eine Waschmaschine startest…. Oder um 16h wenn du Kaffe trinkst….(…)”

Strukturen und Gewohnheiten: Sie sind ein immer wiederkehrender Tipp in der Community.

Feste Tage für Alltagsaufgaben können helfen

So gewährt Userin “tr357” folgenden Einblick in ihren Alltag, den sie konsequent strukturiert hat:

“(…)Jeden Samstag putzen, jeden Dienstag saugen.
Jeden Morgen während dem Zähleputzen Waschbecken + Klo putzen, so mach ich das.
Jeden Morgen Wäsche anschmeissen, damit du es nach dem MIttagessen aufhängen/in den Trockner machen kannst. Usw…Sonntags Bett abziehen etc… Jeden Abend alles Geschirr einsammeln und nochmal eine Spülmaschine über Nach anschmeissen. Nimm dir eins nach dem anderen vor und zieh es durch, die Gewohnheit durchzusetzten.(…)”

Davon abgesehen, dass es eine Kunst sein dürfte, während dem Zähneputzen das Klo zu putzen, ist Struktur tatsächlich der Schlüssel zu einem organisierterem Alltag. Das geht auch aus vielen anderen Web-Beiträgen zum Thema hervor. Und das ist an sich ja auch keine Neuigkeit.

Disziplin ist das A und O, um ein gutes Zeitmanagement zu führen

Die Herausforderung besteht nunmal darin, diszipliniert zu sein. Und sich an die eigene Struktur – wenn sie denn erst einmal aufgestellt ist – zu halten. Hier ist es wie mit allem im Leben, wo Durchhaltevermögen und Konsequenz gefragt sind: Der innere Schweinehund muss zu oft noch besiegt werden.

Mann kennt diese Thematik von anderen “Baustellen” – Stichwort: Ernährungsumstellung. Oder der Beendigung des Zigarettenkonsums. Alles Dinge, die für die meisten Menschen nicht mal so eben von jetzt auf gleich umzusetzen sind.

Mit Struktur lässt sich auch die Entspannung besser genießen

Doch während zum Beispiel das Einstellen des Rauchens mit Entzugserscheinungen einhergeht und sich somit oft schwer umsetzen lässt, müssen Aufgaben im Alltag einfach nur gemacht werden.

Und das eben mit Struktur. Hat man das verinnerlicht, klappt vieles besser. Und am Ende ist die eigene Entspannung nicht planetenweit entfernt, sondern vielleicht nur noch eine halbe Stunde. Sitzt man (FRAU) dann endlich und kann die Beine hochlegen, lässt sich der Abend und vielleicht ein spannender Film gleich viel besser genießen.

Einen Versuch ist es für jene, die zum Verzetteln neigen oder unter Aufschieberitis leiden, bestimmt wert. Und – ganz wichtig! – das Einbeziehen von Mann (wenn vorhanden) und älteren Kindern sollte sich beim Zeitmanagement im Zusammenhang mit Erledigungen im Haushalt oder außer Haus ganz von selbst verstehen. Kneifen gilt nicht!

Quelle: Forum urbia.de vom 20. Oktober 2023

Bild: stock.adobe.com / ABCreative
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