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Roboter

Bei diesem heutigen Beitrag handelt es sich um meine subjektive Meinung. Normalerweise resümiere ich gerne über Schwierigkeiten zwischen Männern und Frauen und sehe die Dinge mit viel Humor. Aber das nachfolgende Thema beschäftigt mich seit einiger Zeit sehr, und darum möchte ich es heute ein wenig erörtern. Danke, dass Sie mir Ihre Zeit schenken.

„Wasser kochen auf die smarte Art! Steuern Sie die Wassertemperatur mit Ihrem Smartphone“, prangte es mir gestern auf der Amazon-Website entgegen, wo mir vorgeschlagen wurde, ich solle doch endlich wieder mal etwas kaufen. Die drehen immer durch, wenn sie zwei Wochen nichts von mir hören…Neugierig geworden, las ich die Beschreibung und musste schallend lachen. Der angepriesene Wi-Fi-fähige Wasserkocher kann mittels App gesteuert werden, indem man Wassertemperatur und Warmhaltezeit damit regelt. Gedankenverloren sah ich mich nachmittags im Büro sitzen und denken: „Wäre doch nett, wenn ich jetzt bei mir zuhause einfach schnell den Wasserkocher einschalte. Weil ich es kann.“ Amazon: So wird das nichts mit uns, denn ehe dieses Gerät nicht zur Spüle fliegen und sich auffüllen oder entkalken kann, bin ich nicht interessiert, obwohl ich ein Faible für alles habe, das mit Elektronik zusammenhängt.

Ich führe einen modernen Haushalt. Sämtliche Unterhaltungselektronik in meinen Räumen ist mittels W-LAN und Bluetooth vernetzt, Lautsprecher und Anlagen untereinander gekoppelt. Der Bluray-Player erledigt seine Updates mit der aktuellen Firmware selbsttätig, mit dem Fernseher kann ich aufs Internet zugreifen, und auf meinem Handy sind über 12.000 Musiktitel gespeichert und zu Playlists sortiert, die ich auf meine bluetoothfähigen Geräte schicke, um beim Putzen gute Laune zu kriegen. Selbstverständlich trage ich hierbei einen schnurlosen Bluetooth-Kopfhörer mit dem ich auch telefonieren kann.

Vielleicht erkennt man daran, dass ich alles andere als ein Technikmuffel bin, denn alles Neue hat mich schon immer fasziniert.

Jede technische Errungenschaft wurde begeistert angenommen, weiterentwickelt und hat sich in beinahe allen Haushalten etabliert wie zum Beispiel Mikrowellengeräte, Waschmaschinen (meine Mama kochte die Unterwäsche noch in einem riesigen Topf auf dem Herd aus…), Farbfernseher, Videokassetten, CDs, DVDs, USB-Sticks, DVD-Player, Smartphones, Skype oder Computerspiele mit täuschend lebensechter Graphik.

Mein erster PC hatte eine Festplattengröße von 750 Megabyte. Das war damals schon was. Heutezutage reicht das gerade mal für ein einziges meiner Buch-Manuskripte mit 400 Seiten Text. Computer machten uns das Leben in einigen Bereichen tatsächlich leichter, wenngleich ich nach wie vor auf das „papierlose Büro“ warte. Ich kenne genügend Unternehmen und Behörden, in denen eingegangene Emails immer noch zur Sicherheit ausgedruckt und in Leitz-Ordnern archiviert werden. Man kann ja nie wissen…

1980 war das Verzeichnis sämtlicher Telefax-Anschlüsse in Deutschland ungefähr 4 Millimeter dick, ein kleines dünnes Heftchen in der Stärke eines Mickey-Mouse-Comics. In den 20 darauffolgenden Jahren wurde aus diesem schmalen Bändchen ein Nachschlagewerk mit dem Umfang des „Großen Brockhaus“, ist aber seit der Einführung des elektronischen Schriftverkehrs wieder auf die 4-Millimeter-Größe zusammengeschrumpft. Tempora mutantur. Zeiten ändern sich.

Vor 10 Jahren schaffte ich mir eine neue Küche mit einem intelligenten Ceranfeld an. Besagtes Ceranfeld brachte mich im Laufe der Zeit zur Weißglut. Gleich ob ich Schnitzel briet oder Nudeln kochte: Ein Spritzer Fett oder Wasser an der falschen Stelle, und das Ding schaltete sich ab. Wenn die wenigstens einen Warnton eingebaut hätten oder eine blecherne Stimme, die mich aufklärt, wie zum Beispiel: „Sie haben soeben Ihren Herd mit billigem Olivenöl verschmutzt. Reinigen Sie sofort Planquadrat 142 b mit einem feuchten Lappen. Und kaufen Sie künftig extra vergine, Sie Prolet!“ Aber das Ding schaltete sich völlig lautlos aus. Dann starrte man seine Putenschnitzel ratlos an, weil die nach 10 Minuten immer noch schneeweiß waren, bis einem auffiel, dass das Fett in der Pfanne so still ruhte wie der Bodensee an einem nebligen Tag.

Außerdem besaß mein Ceranfeld eine Kindersicherung. Es war wie mit allem, wo „Kindersicherung“ draufsteht: Ich komme damit nicht klar. Das gilt auch für Putzmittel-Verschlüsse, Rohrreiniger-Deckel und Autotüren. Häufig aktivierte ich diese Kindersicherung am Herd versehentlich und konnte dann den Rosenkohl solange nicht dünsten, bis ich eine halbe Stunde lang ratlos auf dem Bedienfeld herum getippt und einen Zufallstreffer gelandet hatte. Die Gebrauchsanleitung für das Ding habe ich nie wieder gefunden, die fürs Backrohr auch nicht. Wer liest denn sowas überhaupt?

Aber dieses boshafte Ceranfeld war nur ein Vorläufer auf dem Weg zum smarten Haushalt. Sie müssen sich heutzutage nicht mehr ächzend vom Sofa hochquälen, um in Ihrem schmucken Eigenheim die Schotten dichtzumachen, nein, Ihre Rollläden können Sie mittlerweile auch von Teneriffa aus schließen oder öffnen. Mitten in der australischen Wüste ist es Ihnen möglich, Ihre Beleuchtung zuhause einzuschalten, um Langfinger zu verunsichern, oder Sie lehnen sich auf Sylt entspannt im Strandkorb zurück, während Sie auf Ihrem Tablet mittels Überwachungs-App und Webcam Ihre siebzehn Katzen beobachten. Ist aber langweilig, die schlafen immer nur.

Smarte Kühlschränke mit Wi-Fi-fähigem Touchscreen und Innenkamera sind der letzte Schrei. Touchscreen! Und Internet! Wird dieser intelligente Kühlschrank dann meinen geliebten Weihenstephan-Quark mit Pfirsich-Maracuja oder „Creme-Fine“-Sahne nachbestellen, wenn das Zeug alle ist? Schickt er mir eine Whats-App-Nachricht, falls die H-Milch ausläuft oder das Haltbarkeitsdatum der Wurst abgelaufen ist? Vermutlich demnächst. Aber unter Umständen erfahre ich über die Innen-Kamera endlich, ob die Beleuchtung ausgeht, wenn ich die Tür schließe. Das wollte ich schon immer wissen.

Die gängige Definition von „smart“ ist „gewitzt oder „geschäftstüchtig“. Ich brauche aber keinen kalauernden, geschäftstüchtigen Kühlschrank, sondern einen kalten.
Da bin ich altmodisch.

Mein Staubsauger-Roboter reinigt die Wohnung nach einem System, das ich bis heute nicht durchschaue. Vor allem würde mich interessieren, warum ich ihn bei jeder Runde vom Boden des Badezimmers pflücken muss, weil er einfach die Tür aufschiebt und sich reinschleicht. Außerdem ist der kleine Mistkerl so flach, dass er sich ständig verirrt und ich ihn dann nicht wiederfinde. Er verklemmt sich zwischen Fliesen und Küchenschrank, schiebt das Tablett mit dem Katzenfutter unter die Spüle, und manchmal habe ich den Eindruck, dass er mir hinter der Türe auflauert mit seinem blinkenden leuchtend blauen Auge. Aber das bilde ich mir bestimmt nur ein. Intelligent ist er jedenfalls nicht. Ich bin übrigens auch nicht scharf drauf, dass der zur KI mutiert. Nichts könnte ich weniger brauchen als ein Haushaltsgerät, das mir nachmault. Dafür gibt es schließlich Kinder.

Wir dürfen uns zweifelsohne darauf einstellen, in Zukunft mit noch mehr smarten Geräten im Haushalt überrascht zu werden. Ich sehe mich schon vor meinem ultramodernen Kühlschrank stehen, der mir das Öffnen verweigert, geschweige denn eine Flasche Bier rausrückt, weil ich heute noch nicht die erforderlichen 30 Minuten auf dem Trimmrad absolviert habe – das übrigens ebenfalls smart ist, mich nach dem Aufsteigen umgehend wiegt und mich während des Trainings daran erinnert, was zu trinken. Wasser natürlich. An das Bier komme ich ja nicht ran, weil der hinterfotzige Heimtrainer mich beim Kühlschrank verpetzt hat. Demnächst erscheint dann die Meldung auf dem Wi-Fi-fähigen Touchscreen meines Kühlschranks, dass beim dritten Verstoß gegen die – nur gutgemeinten – Fitnessregeln ab sofort mein Fernsehkonsum eingeschränkt wird, woraufhin sich das TV-Gerät nicht mehr einschalten lassen wird, ehe ich nicht eine Stunde geradelt bin.

Das kann ja heiter werden.

Alle meine coolen Haushaltsgeräte werden sich zusammenschließen und mir das Leben zur Hölle machen. Vielleicht mault der innovative Elektroherd, wenn ich ein Stück Butter in die Pfanne werfe, um mir ein Ei zu braten (gesetzt den Fall, der Kühlschrank lässt sich öffnen, weil er noch nix vom Hometrainer gehört hat…) und informiert mich mit blauer LED auf schwarzem Grund, dass ich meine erforderliche Anzahl an Kalorien heute schon zu mir genommen habe?

Unbedingt auf die Einkaufsliste setzen: Gaskocher.

Wird die smarte Toilette meine Ausscheidungen wiegen, dem Hausarzt meine Harnsäurewerte melden und mir anschließend Intimdusche und Pilzkur verpassen? Ich habe mir sagen lassen, in Japan funktioniert das beinahe schon. Aber ich brauche kein Klo, das mir dreinredet. Da hätte ich auch bei meiner Mutter wohnen bleiben können. Werden sämtliche (mir abgenötigten) Daten irgendwo gesammelt, vielleicht beim Gesundheitsministerium, und ich werde dann zur Strafe für meinen ausufernden Lebenswandel wegen der vielen Marillenknödel und den Linguini in Sahnesauce jährlich sechs Wochen in einer Gesundheits-Anstalt interniert, wo mir gesunde Ernährung und Körper-Ertüchtigung beigebracht wird?
Ja, lachen Sie nur… Und warten Sie ab.

Wie geht es mit smarten, demnächst vorgeschriebenen Stromzählern weiter, die dem E-Werk melden, wann ich etwas einschalte, und wie lange? Kriege ich am Ende jedes Quartals ein Schreiben mit der Mahnung, nicht so viel fernzusehen, weil mit der Energie, die ich eben mit „Two and a half men“ verbraucht habe, die Klimaanlage eines Krankenhauses in Neu-Delhi betrieben werden könnte und ich mich schämen soll, nur so als Beispiel? Und wenn ich überdurchschnittlich viel Strom verbrauche im Dezember, weil mich wieder der Backwahn gepackt hat, darf ich dann dafür anschließend weniger Musik hören oder muss die elektrische Lichterkette für den Weihnachtsbaum im Karton lassen? Ich frage für einen Freund.

Ja, verrückte Gedanken, ich weiß. Aber so verrückt nun leider auch nicht. Nicht mehr. Nicht in dieser veränderten Welt, wo Daten das neue Erdöl sind und mir ein bekannter junger Philosoph erklärt, dass Menschen Verbote lieben. Herr Precht, rufen Sie mich doch mal an bitte. Die Redaktion hat meine Nummer.

Seit ein paar Wochen besitze ich einen Stand-Ventilator von Dyson. Er reinigt angeblich 290 Liter Luft pro Sekunde mit einem speziellen Hepa-Filter und wird über eine App gesteuert, die mich über Raumtemperatur, Luftqualität und Luftfeuchtigkeit informiert. Außerdem zeigt mir die App auf Wunsch die Luftwerte vor meiner Haustür an. In letzter Zeit lande ich häufig bei „befriedigend“, das ist eine Stufe vor „geht gerade noch, demnächst kippst du wahrscheinlich um“, aber das liegt vermutlich am Landwirt gegenüber, der mit seinem vollen Güllefass unter meinem Schlafzimmer auf- und abfährt.

Ich bin irgendwie gar nicht mehr so entzückt über die technischen Neuerungen wie früher, als ich freudestrahlend den ersten Walkman in den Händen halten durfte. Es geht so schrecklich schnell. Alles.

Viele Innovationen durfte ich in den letzten Jahren miterleben. Etliche habe ich begrüßt, einige skeptisch belächelt wie zum Beispiel den „smarten“ Wasserkocher, dessen praktischer Nutzwert sich mir nach wie vor verschließt, andere machen mir Angst. Denn die Forschung beschränkt sich nicht nur auf den Haushalt und möchte uns das Leben erleichtern, im Gegenteil: Oftmals bekommen wir nur die „Abfallprodukte“ ab. Obwohl ich bis heute nichts gegen Teflon sagen kann, das wir eigentlich der bemannten Raumfahrt zu verdanken haben. Aber in Wirklichkeit geht es um die ganz großen Dinge, um das Weiterführende, um die entscheidende Konsequenz all dessen, das wir uns aneignen, das wir freudig und leichtfertig übernehmen. Wir müssen nur diese Gedanken alle zu Ende denken.

Der gegenwärtige Zustand erinnert mich an den regelmäßig zu hörenden Satz in amerikanischen Kriminalfilmen: „Alles, was Sie aussagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“

Diesen Satz modifiziere ich wie folgt: „Jedes Gerät, das Sie benützen, alle Daten, die Sie preisgeben, können vor Gericht und im realen Leben ebenfalls gegen Sie verwendet werden.“
Ich bin nämlich schon lange nicht mehr der Ansicht, dass alle Regierungen auf diesem Planeten es nur gut mit uns meinen. Und ich erspare uns heute alle Ausführungen über Alexa, Siri oder Echo. Das würde den Rahmen sprengen.

In Japan laufen seit einigen Jahren Langzeit-Experimente mit Pflege-Robotern, da das Land überaltert und qualifiziertes Personal in Seniorenheimen rar ist.
Erst kürzlich sah ich einen Film über einen humanoiden Roboter, der beeindruckend menschlich wirkte. Die Frau, nach deren Vorbild er gebaut worden war, stand daneben und lächelte in die Kamera – der Unterschied war marginal. Ich hatte Mühe, zwischen Roboter und echter Frau zu unterscheiden.

Wer hätte sich vor 20 Jahren träumen lassen, dass in Deutschland mittlerweile Bordelle eröffnet werden, in denen man mit täuschend lebensechten Silikon-Puppen Sex haben kann? Der Betreiber einer solchen Einrichtung ist fein raus: Keine Gesundheitsuntersuchungen beim Gynäkologen, keine Sozialabgaben, keine nörgelnden „Angestellten“, die auf freie Tage bestehen, nur gelegentlich etwas Puder an den wichtigen Stellen, und fertig ist die Laube. Unsere schöne neue Welt ist auch sehr arbeitgeberfreundlich, wissen Sie. Und dabei rede ich noch nicht mal von Kassen zum Selbst-Scannen oder Geldautomaten.

Wir sind ganz schön überflüssig geworden…

Die zwingende Folgerung aus dieser Art des Sexbetriebs werden täuschend menschenähnliche Sex-Roboter sein müssen. Wussten Sie, dass diese lebensechten Silikon-Puppen mit atemberaubenden Figuren, die es mittlerweile für ungefähr 5000 Euro zu kaufen gibt, ursprünglich für Frauen konzipiert worden sind? Die Erfinder gedachten, damit in eine Marktlücke zu stoßen (Entschuldigung), mussten aber feststellen, dass das weibliche Geschlecht beeindruckend wenig für blauäugiges Silikon mit künstlichem Dreitagebart und zerzausten Haaren in Boxer-Shorts übrig hatte, und wären deshalb beinahe pleite gegangen. Danach entschlossen sie sich, Sexpuppen für Männer zu bauen und hatten eine Goldgrube entdeckt. Aber davon ein andermal.
Diese Sexpuppen werden nicht lange stumm bleiben und nur verkrampft lächeln, denn ein bisschen Applaus wünschen sich doch die meisten Männer. Also werden sie in absehbarer Zeit einen Sprachchip erhalten und vielleicht sogar glücklich stöhnen können.

Eventuell werden bald die ersten mit den Zehen zucken oder sich mit den Fingern in den Rücken ihres Besitzers krallen, verschämt die Augen schließen oder um mehr betteln.
Die Sex-Roboter werden kommen. Ich nehme jede diesbezügliche Wette an, meine Damen. Kein umständliches Dating, keine Emails oder Whats-App-Nachrichten, keine mit der letzten Kohle gekauften Blumensträuße, keine Eifersuchts-Szenen, kein Theater, wenn „Mann“ Fußball gucken will. Im Grunde sind diese Puppen für einige Männer der feuchte Traum schlechthin. Die wollen ohnehin nicht reden…

Und ich freue mich auf den Tag, an dem die erste Frauenrechtlerin eine Klage vor dem höchsten Gericht anstrengen wird, weil bezahlter Sex die Persönlichkeitsrechte der Puppe verletzt. Auch darauf nehme ich jede Wette an. Frau Schwarzer, können Sie mich hören?

Das wird alles noch so irre werden, dass man es sich nicht mal vorstellen kann. Glauben Sie mir.

Aber jetzt muss ich ernst werden: Alles, das uns das Leben erleichtert, kann genauso gut gegen uns verwendet werden. Mikrowellen beispielsweise erhitzen nicht nur unseren Kakao:
Das Active Denial System (ADS) ist eine US-amerikanische nicht-tödliche Anti-Personen-Strahlenwaffe, die durch starke und gerichtete Mikrowellen wirkt. Das ADS arbeitet mit Mikrowellen einer Frequenz von 95 Gigahertz, die mit einer Antenne auf menschliche oder andere Ziele in einer Entfernung von mehr als 500 Metern gerichtet werden können. Haushalts-Mikrowellengeräte arbeiten dagegen bei 2,45 Gigahertz. Nach Aussage von Befürwortern sollen dabei keine bleibenden Schäden auftreten. (Quelle: Wikipedia)

Denken Sie daran, wenn Sie die Kartoffeln vom Vortag aufwärmen. Jedes Ding hat zwei Seiten. Nicht nur Ihr Gemüsebratling…

Kennen Sie übrigens „FEDOR“ („Final Experimental Demonstration Object Research“)? Es handelt sich hierbei um einen russischen Kampfroboter, der ständig weiterentwickelt wird.

Bei Interesse können Sie gerne auf YouTube FEDOR beim Schießen, Kämpfen oder Autofahren bewundern. Er turnt übrigens auch, zwar noch ein wenig ungelenk, aber was ihm an Grazie fehlt, macht er durch mechanische Kraft wieder wett. FEDOR lässt sich niemals ablenken, er braucht bei Regen keinen Schirm, kriegt nie Grippe oder Muskelschwund geschweige denn Burnout oder eine posttraumatische Belastungsstörung, FEDOR hat niemals Hunger oder Durst, und: FEDOR hat keinerlei Gefühl. Gar keines. Er wird immer genau das tun, was sein Programmierer ihm aufträgt, und wie ich Menschen kennen und fürchten gelernt habe, werden das nicht die bekannten „Robotergesetze“ von Isaac Asimov sein, die da lauten:

1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert. (Quelle: Wikipedia)

Das alles hat ein findiger Hacker im Nullkommanix geändert…

„FEDORS 180 cm großer Körper ist menschenähnlich und mit einem Sensorsystem sowie Kraftrückkopplung ausgestattet, um sich in für Menschen gebauter Infrastruktur bewegen und mit Werkzeugen und Geräten arbeiten zu können. Gedacht ist FEDOR nicht nur als um sich schießender Robotercowboy oder Polizist, sondern als Rettungsroboter, als Assistent für Astronauten, zum Minenräumen oder für die Arbeit etwa in Umgebungen wie AKWs, die für Menschen zu gefährlich sind. Einsatzbar soll er auch autonom sein, aber er soll auch die Bewegungen eines Menschen in großer Entfernung nachahmen können. Schließlich soll er auch in den Weltraum als Hilfsastronaut und anstelle von Astronauten die ersten Testflüge des Raumschiffs Federazija durchführen.“ (Quelle: Wikipedia)

FEDOR ist nicht allein, das kann ich Ihnen versichern. Machen Sie sich einfach die Gaudi und suchen Sie „Kampfroboter“ bei Google oder YouTube. Und gruseln Sie sich anständig.
Im Grunde genommen ist FEDOR nur der böse große Bruder der Pflegeroboter in japanischen Seniorenheimen. „Robo-Cop“ war gestern. Auf uns wartet eine kalte Zukunft, fürchte ich. Das Schlimmste für mich ist eigentlich, dass viele diese Entwicklung begrüßen werden.

Wenn ich’s nur glauben könnte, das mit dem Minenräumen oder den Arbeiten in AKWs. Ich habe eher den Verdacht, dass FEDOR demnächst auf irgendeinem Schlachtfeld über die Köpfe seiner erlegten Kombattanten steigt und diese, ohne hinzusehen, zertritt, oder eine Demonstration mit Regime-Kritikern aufmischt. Vielleicht habe ich aber auch nur „Terminator“ einmal zu oft angeschaut.

Das derzeitige Meisterstück der amerikanischen Firma „Boston Dynamics“ ist momentan „Atlas“, ein von Boston Dynamics im Auftrag der US-amerikanischen Defense „Advanced Research Projects Agency“ entwickelter humanoider Roboter. Ein anderes, vierbeiniges Modell derselben Firma nennt sich „Spot“ und dient (angeblich) nur niederen Arbeiten wie dem Transport von Gütern (selbstverständlich wird Spot nur Verbandsmaterial an die Front bringen, da er gebaut ist wie ein Kojote, schnell wie ein Dingo und robust wie eine Kakerlake ist. Was dachten Sie denn?)
Wenn Sie Spot eine Weile im Video beobachten, werden Sie sehen, wie schnell und zielstrebig er läuft, wie er lauernd den Kopf senkt, um mit den eingebauten Kameras seine Umgebung zu erfassen, dann wird Ihnen Angst und bange. Und das sage ICH als leidenschaftlicher Science-Fiction und Star-Trek-Fan.

Klar sind FEDOR, ATLAS oder SPOT tolle Erfindungen, und sie könnten bei Arbeiten in AKWs, auf Ölbohrplattformen, bei der Minenräumen oder in anderen Bereichen großartige Arbeit leisten.
Aber was könnten sie noch tun? Immer bis zum Ende denken.

Drohnen sind ja eigentlich auch nicht übel, oder? Man kann sie mit Kameras bestücken und endlich überprüfen, ob die rattenscharfe Nachbarin oben ohne genauso gut aussieht wie mit Kittelschürze. Man kann sie bei Waldbränden zur Aufklärung einsetzen, vielleicht sogar zum Warentransport. Und man kann Menschen damit töten. Viele Menschen. Völlig emotionslos, mittels eines Joysticks und ein paar Knöpfen. An einem Bildschirm, ohne die schmerzverzerrten Gesichter zu erkennen, den Kummer, die Gram, den Schmerz, all das Leid.
Die Kehrseite. Die dunkle Seite. Nie vergessen.

Roboter wie „Atlas“ wären eine feine Sache, würden sie als eine Art „Robo-Cop“ eingesetzt werden und nur dem Guten dienen. Aber bei Robotern ist das so eine Sache, sie benötigen immer jemanden, der sie steuert oder ihre Subroutinen schreibt. Wer passt auf die auf, die ihre Finger am Schaltpult haben? Wer passt auf die auf, die „Robo-Cops“ programmieren? Ist es immer der, der bezahlt? Und wenn jemand mehr bietet? Was kommt da auf uns zu?

In Anbetracht all dieser Entwicklungen sollten wir Sätze wie „nach menschlichem Ermessen“ oder „nach bestem Wissen und Gewissen“ mehr wertschätzen und uns ihrer essentiellen Bedeutung bewusst werden.

„Menschliches Ermessen“ ist nämlich nicht de facto etwas Schlechtes, nur wegen der eingebauten, immer wieder vorkommenden Irrtümer, denn Menschen machen Fehler. Alle. Sogar Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“. Es gibt Dinge, die können nur Menschen ermessen. Nichts, absolut nichts, das aus Titanlegierung besteht, aus seltenen Erden oder Platin, gespickt mit Hydraulik und Kameras, wird jemals ein Gewissen zu ersetzen vermögen.

Mit jeder Überwachungskamera, die irgendwo im Lande an eine Laterne montiert wird, mit jedem smarten Haushaltsgerät, mit jeder Siri, Alexa oder dem Echo, werden wir ein Stück weit mehr zu diesen durchsichtigen, gedankenlosen Lebewesen, die glauben, sie hätten nichts zu verbergen und alles im Griff – eine amporphe Masse aus vergnügungssüchtigen Hedonisten oder abgestumpften Zynikern, die alles kommentarlos hinnimmt, das ihr aufoktroyiert werden wird.

„Ich habe nichts zu verbergen, die wissen schon, was sie tun“, höre ich häufig. Aber wir haben alle etwas zu verbergen, und die Definition von „was zu verbergen“ wird sich ändern, je nachdem, wer gerade unsere Geschicke lenkt.

Vielleicht habe ich einfach ein bisschen zu viel Phantasie, wenn ich mir ausmale, wie diese militärischen Roboter nicht nur Minen entschärfen, sondern Menschen wehtun, weil wieder einmal „Recht“ oder „Unrecht“ umdefiniert worden ist. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit.

Noch haben wir es in der Hand. Wir sollten ganz genau hinsehen, worauf wir uns einlassen. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass alles, das uns nützt, auch etwas ist, das uns schaden kann. Wir sollten vorsichtig und wachsam bleiben.

Das wäre unsere Aufgabe. Unsere ganz allein. Dafür gibt’s keine Roboter. Und das ist auch gut so.

Mit nachdenklichen Grüßen,

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Nudeln

Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern. Der Sommer steht vor der Tür und freilich hat in dieser Jahreszeit kein Mensch Lust auf schwere Kost. Nudel-, Grün- und andere Salate haben wieder Hochkonjunktur. Zeit, Ihnen eines unserer Lieblingsrezepte zu präsentieren: einen sommerlich leichter Nudelsalat.

Dieses Gericht ist für das Abendessen mit der Familie ebenso geeignet, wie für den Treff mit Freunden. Klassisch angerichtet oder mit exotischen Zutaten versehen, ist diese Mahlzeit im Handumdrehen zubereitet und macht zudem stets satt.

Außerdem kann man zumeist noch am nächsten Tag davon essen und spart sich das lästige Kochen, das gerade an warmen Sommertagen so gar keinen Spaß macht.

Sie benötigen:

  • 250 g Nudeln (Penne, Spirelli)
  • 1 kleinen Becher Naturjoghurt (für Figurbewusste mit 0,1 %)
  • 1 Becher Frischkäse, normal oder fettreduziert
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 Essiggurken
  • Gurkenflüssigkeit
  • 2 Tomaten
  • 1/2 halber Apfel
  • 1/2 TL Senf

Zunächst die Nudeln kochen und abkühlen lassen. Dann den Joghurt mit dem Frischkäse mischen, dazu etwas Essig und Öl, geben, Salz und Pfeffer dazu, glattrühren (diese Mischung dient als Mayo-Ersatz!). Dies alles unter die Nudeln geben. Dann die Tomaten achteln und entkernen. Zwiebel, Gurken, Tomaten und den Apfel klein schneiden. Alles dazugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, durchziehen lassen, nach Belieben mit Kräutern garnieren und – genießen!

Guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

Sängerin Nena

Nanu – wer lächelt denn da aus dem PENNY-Prospekt? Das wird sich so mancher gefragt haben, der aktuell die Prospekte des Discounters durchblättert. Und dort auf niemanden geringeren stößt, als auf Nena. Die Ikone der Achtziger lächelt – in Lederjacke und rot-schwarzem Kleid – aus einem PENNY-Prospekt, der auf Angebote bis Ende dieser Woche hinweist.

Nena repräsentiert die Marke NATURGUT von PENNY

Und Nena (re)präsentiert darin die Marke NATURGUT. Die Produkte aus dieser Reihe sind laut den Erläuterungen in dem Angebotsheft natürlich und zu 100 Prozent Bio.

Das entsprechende Siegel, das diese Produkte ziert, steht für biologischen Landbau nach EU-Vorschriften und deren Kontrollen. Artgerechte Tierhaltung gehört nach Penny-Informationen ebenso dazu, wie natürlicher Pflanzenschutz und der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Die Kampagne mit Nena steht unter der Überschrift „Natürlich für alle“ und soll kommunizieren, dass eine natürlich Ernährung für alle da sind.

Doch was sind das für Produkte, die mit der „99-Luftballons“-Sängerin beworben werden? Der geneigte Verbraucher kann sich dazu auf natürlich-für-alle.de informieren, ein Portal von PENNY.

Von Zitronen bis hin zu Reiswaffeln – NATURGUT-Palette ist umfangreich

Hier kann man sich per Mausklick über Produkte der NATURGUT-Reihe informieren, als da zum Beispiel wären: Apfel-Birnen-Mark, Bio-Apfel-Mango-Mark oder auch Bananen, Zwiebeln, Reiswaffeln, Gemüsebrühe, Spaghetti. Alles versehen mit dem BIO-Siegel und dem Oberbegriff: NATURGUT.

Sieht alles sehr lecker und appetitlich aus, aber natürlich lohnt auch ein Blick zu den professionellen Prüfern, die Produkte, die mit BIO gekennzeichnet sind mit Expertenblick unter die Lupe nehmen.

So zum Beispiel das Greenpeace Magazin, das so mancher Frau sicher schon mal beim Googlen in Sachen Zusatzstoffe in Kosmetika untergekommen ist.

Dort hat man sich den NATURGUT-Produkten bereits mit einem ausführlichen Expertenbericht gewidmet – Interessiert finden ihn hier.

Und Nena? Wie steht sie im normalen Leben zu Bio und Nachhaltigkeit? Es scheint ihr Thema zu sein, wie man hier lesen kann.

Nena auch privat auf dem Nachhaltigkeits-Trip

Sie geht sogar soweit zu sagen, dass sie – der Nachhaltigkeit zuliebe – nicht einmal täglich duscht.

Nun – das ist freilich Ansichtssache. Aber Nena, um die es in letzter Zeit musikalisch etwas still geworden ist, scheint bei diesem Thema authentisch und mit Herzblut dabei zu sein.

Und – ganz klar – : das passt zu ihr! Deshalb nimmt man Nena das Engagement für die Bio-Marke auch tatsächlich ab. Im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Frauen, die beispielsweise für Billig-Klamotten werben, aber in der Öffentlichkeit dann doch im Top-Designer-Outfit daherkommen.

Insofern bleibt abzuwarten, ob PENNY mit dem 80iger-Jahre-Star einen Volltreffer landet!

Bildnachweis: picture alliance/Annette Riedl/dpa-Zentralbild/ZB

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Karsten Stockhecker

Gesunde Ernährung ist in aller Munde. Leider nicht wortwörtlich gesehen. Denn über gesundes Essen wird zwar eine Menge geschrieben und gesendet, doch ein Großteil der Leute spaziert für den Zutaten-Einkauf für`s Abend- oder Wochenend-Essen dann doch wieder in den Supermarkt.

Und hier lauert tatsächlich das eine oder andere Lebensmittel, das kritisch unter die Lupe genommen werden sollte. Doch – mal ehrlich – wer macht das schon? Zumal viele Menschen heutzutage in einen Alltag eingebunden sind, der viel zu wenig Luft lässt und deshalb nach dem Einkauf oft schon das Hausaufgaben machen mit den Kindern, der Haushalt oder halt der nächste Termin warten. Dennoch kann man schon mit wenigen Zutaten und ohne großartigen Aufwand einfache, leckere Gerichte selbst zubereiten – täglich. Der Meinung ist zumindest Karsten Stockhecker (im Bild). Der Koch, der das Internet-Magazin „Der Sex des alten Mannes“ betreibt, hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und ist ein Verfechter der frischen, regionalen Küche. Er verabscheut die Bezeichnung „Industriell hergestelltes Lebensmittel“ und gibt im nachfolgenden Interview Tipps, wie der ungeschulte Verbraucher fragwürdige Lebensmittel erkennt und die frische und saisonale Küche in seinen Alltag integrieren kann.

FB: Karsten, wie bist Du auf den schrägen Namen Deines Internet-Portals gekommen? 

KS: Daran ist meine Oma schuld. Sie hat immer gesagt, kochen lernen ist wichtig, denn später ist  Essen & Trinken der Sex der alten Menschen. Als ich dann meinen Blog angefangen habe, war ich auf der Suche nach einem Titel für die Seite. Dabei kamen mir die Worte meiner Oma wieder in den Sinn. Etwas abgewandelt, da ich „alt“ bin, den Blog schreibe und ein Mann bin, wurde daraus „Der Sex des alten Mannes“. 

In Sachen Lebensmittel werden Verbraucher oft getäuscht

FB: Rezepte, Warenkunde, News zu Lebensmitteln im Netz – Dein Themenspektrum ist vielfältig. Aus welcher Richtung kommst Du selbst? 

KS: Nun, vor 15 Jahren wurde bei mir Diabetes diagnostiziert. Ich habe Kurse belegt, um zu lernen, was darf ich essen und was nicht? Das war so interessant, dass ich bei dem Thema geblieben bin, sehr viel gelesen, gekocht und ausprobiert habe. Um das Ganze zu vertiefen, habe ich, am Anfang nur für mich, den Blog angefangen. 

FB: Was war Deine Motivation, mit einer eigenen Seite im Netz vertreten zu sein? 

KS: Es gibt sehr viele Blogs zu dem Thema im Netz. Doch alle sind irgendwie auf ein oder zwei Themen spezialisiert. Mein Interesse liegt aber weiter über den Tellerrand hinaus. Warenkunde ist wichtig, Was ist zum Beispiel Salz, welche Arten gibt es, wozu und wie verwende ich es? Für mich ist es wichtig zu wissen, wieso, weshalb, warum ich dieses oder jenes bei einem Rezept hinein gebe. Wie kann ich das Rezept verbessern oder abändern, sodass etwas anderes, in der Grundidee doch gleiches, heraus kommt? Meine Motivation ist es auch, die Menschen dazu zu bringen, mal darauf zu achten, was man da eigentlich isst, nicht einfach glauben, was einem da erzählt oder versprochen wird, sondern zweifeln. Es sollte wieder mehr selber gemacht werden, denn Kochen macht viel Spaß.

FB: Du setzt Dich ernsthaft mit der Thematik „Lebensmittel-Transparenz“ auseinander. Wie ist es um diese in Deutschland bestellt? 

KS: Meiner Meinung nach schlecht. Es gibt zu viele Lücken in den Gesetzen und Verordnungen. Das Geld verdienen steht an erster Stelle. Ein Beispiel:
Wenn auf der Packung von Champignons „Geerntet in Deutschland“ steht, heißt es noch lange nicht, dass sie in Deutschland angebaut wurden. Sie werden in Polen gezüchtet, weil dort die Arbeitskraft billiger ist. Kurz vor der Ernte packt man die Champignons in einen LKW, fährt über die Grenze nach Deutschland. Dann werden sie geerntet und danach wieder in Polen weiter verarbeitet.

Oder Schwarzwälder Schinken. Für mich muss ein Schwarzwälder Schinken komplett aus dem Schwarzwald sein. Damit meine ich das Fleisch, die Räucherware und dass er im Schwarzwald geräuchert wurde. Früher war das bestimmt auch so. Heute kommt das Fleisch z.B. aus China, die Räucherware aus Finnland, nur geräuchert wird es im Schwarzwald, denn sonst darf er nicht so heißen, sagt eine schwammige Verordnung. In meinen Augen ist alles nur Geldmacherei und der Verbraucher wird – Entschuldigung – verarscht.   

Gesunde Ernährung im Alltag will organisiert sein

FB:  Wie kann man es heutzutage überhaupt hinbekommen, sich gesund zu ernähren und Lebensmittel zu sich zu nehmen, die wirklich frei von Schadstoffen oder undefinierbaren Inhaltsstoffen sind? Zumal vor dem Hintergrund, dass die meisten Leute sowieso schon häufig im Alltag mit Job, Kinderbetreuung und Haushalt jonglieren müssen und kaum die Zeit haben, einen regionalen Erzeuger nach dem anderen anzusteuern….  

KS: Gute Frage. Es ist schwer. Beim Einkaufen sollte man auf die Zutaten achten. Sind mehr als fünf aufgelistet, nicht kaufen! Ist eine Zutat dabei, die man nicht aussprechen kann, Finger weg. Klar ist es heute schwer, alles selbst zu machen. Doch gerade beim Selbermachen hat man es in der Hand, was man isst. Wenn man regional und saisonal einkauft, ist man schon einen Schritt näher an der gesunden Ernährung. Erdbeeren im Dezember zum Beispiel können nicht gesund sein und nicht schmecken. Wurst aus den Supermarktregalen ist nicht gesund. Die Chemiewurst hat vielleicht mal ein Schwein gesehen, aber enthalten ist da keins und wenn, dann nur 10%. Der Metzger um die Ecke, der noch selber schlachtet, da ist in der Wurst auch wirklich Fleisch drin. Es kostet zwar ein paar Euros mehr, aber es ist Wurst und kein Chemiecocktail oder Abfall, wie Separatorenfleisch.

Jeder achtet auf Qualität beim Auto, den Klamotten oder beim Handy. Aber bei dem, was man sich jeden Tag einverleibt, machen die meisten sich keinen Kopf. Die schlimmste Bezeichnung ist für mich „Industriell hergestelltes Lebensmittel“. 

FB: Aktuell erwarten wir den Frühling – was tut sich da auf Deinem Portal? Wird es spezielle Rezepte oder/und Projekte kulinarischer Natur geben? 

KS: Meine Rezepte werden das ganze Jahr regional und saisonal sein. Das ist mein Plan. Gerade im Frühling, wenn alles wieder sprießt und blüht, wird es auch wieder bunt auf den Tellern. Es wird Gemüsiger (gibt es das Wort überhaupt?).

Einiges ist in Planung. Am Besten, einfach mal überraschen lassen…! 

Lebensmittel aus der Region für japanischen Käsekuchen

FB: Du beschäftigst Dich auch mit exotischen Lebensmitteln. So zum Beispiel findet man auf Deiner Seite auch ein Rezept für einen japanischen Käsekuchen. Wo nimmst Du diese Rezepte her, wo und wie lässt Du Dich inspirieren? 

KS: Ich lese viel Rezeptbücher und -hefte. Und wie gesagt, ich schaue über den Tellerrand hinaus. Man kann beispielsweise einen japanischen Käsekuchen mit Lebensmitteln aus der Region machen, ebenso die georgische Küche. Ich finde es interessant, was und wie Menschen in anderen Ländern kochen und essen. Schon allein in Deutschland gibt es die unterschiedlichsten Küchen. Beim Lesen der Rezepte werde ich inspiriert. Etwas aus diesem und etwas aus jenem Rezept zu kombinieren und daraus entsteht etwas anderes, leckeres.   

FB: Was sind Deine persönlichen kulinarischen Highlights, die im Hause Stockhecker auf den Tisch kommen?

KS: Da gibt es zum Beispiel meine Hackfleisch-Gemüse-Pfanne. Rinderhack anbraten, Gemüse der Saison dazu und entweder mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis servieren.  Oder einen Lachs anbraten, Mangold mit Zwiebeln und bisschen Knoblauch anschwitzen und dann auf den Lachs geben, dazu Bratkartoffeln. Einfach, schnell und lecker. 

Gemeinsames Essen im Büro fördert die Gemeinschaft

FB: Welche Leistungen bietest Du Kunden und Interessierten offline an? 

KS: Ich biete Catering an, gebe Kochkurse für Kinder und auch für Erwachsene. Ich komme zu meinen Kunden nach Hause und koche dort beispielsweise für eine Geburtstagsfeier oder auch für ein romantisches Diner zu zweit. In manchen Firmen oder Büros gibt es oft eine Küche. Da jedoch keiner die Zeit hat, für alle zu kochen, weil man ja im Büro arbeiten muss, komme ich und koche für alle. Es fördert die Gemeinschaft in einem Büro, wenn alle gemeinsam essen und der Chef tut was Gutes für seine Belegschaft. Wer Interesse hat, einfach mal bei mir melden. 

Magazin „Der Sex des alten Mannes“: www.essen.stockhecker.de

Lesen Sie mit „Die Wetterküche“ einen weiteren Artikel zum Thema Lebensmittel, gesunde Ernährung und regionale Küche.

Copyright: Karsten Stockhecker

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Die Wetterküche

Was kommt dabei heraus, wenn eine Meterologin und ein Spitzenkoch ein gemeinsames Projekt angehen? Das kann doch eigentlich nur was Kulinarisches sein…! Als Michaela Koschak und Herbert Frauenberger miteinander in Kontakt kamen, ging es zunächst um ein anderes Projekt. Am Ende stand die Idee zu einem gemeinsamen Buch im Raum und herausgekommen ist: „Die Wetterküche“. Ein Rezeptband, der sich mit dem Einfluß der Jahreszeiten auf unsere Ernährung befasst.

Das außergewöhnliche Kochbuch lädt geradezu ein, die Autoren zu ihren Intentionen in Sachen „Wetterküche“ zu befragen. Wir haben sowohl Michaela Koschak als auch Herbert Frauenberger dazu interviewt.

Interview mit Michaela Koschak – Co-Autorin der „Wetterküche“

Ladies first – fangen wir mit Michaela Koschak (im Bild) an. Die Diplom-Meterologin ist vielen Menschen sicher aus dem MDR bekannt. Hier erscheint sie bei diversen Sendungen auf dem Bildschirm und moderiert das Wetter. Dass sie privat ein Faible für Kochen und Backen hat, verriet sie uns im Interview. Los gehts:

FB: Frau Koschak, welchen Bezug haben Sie zum Thema „Kochen“?

Ich koche sehr gern und auch täglich, denn jeden Abend wird bei uns warm gegessen. Allerdings experimentiere ich gern herum, somit schmeckt jedes Essen immer ein bisschen anders. Das ist manchmal schwierig, wenn wir Besuch haben und die Gäste gern das Rezept haben wollen, da ich eher nach dem Bauch, den vorhandenen Zutaten und nach Laune koche und sehr selten nach Rezept.

FB: Bleibt in Ihrem Alltag Zeit, wochentags frisch zu kochen? Wenn ja, welche Gerichte bevorzugen Sie?

Ja, das schaffen wir eigentlich immer, im Notfall greifen wir auf TK-Gemüse zurück, aber auch das ist ja quasi frisch, wenn auch eingefroren – die Vitamine bleiben ja zum Glück erhalten. Wir kochen sehr unterschiedlich, mit viel Gemüse, mindestens 1 mal die Woche Fisch und für die Kinder muss es mindestens einmal die Woche Nudeln geben, aber auch da sind die Soßen oft sehr unterschiedlich.

Mein Favorit ist gerade weißer Fisch mit einer Garnelen-Champions-Zwiebel-Soße und Reis dazu.

Keine Koch-Show, aber ein gemeinsames Buch

FB: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Herrn Frauenberger?

Ein Agent hat uns zusammengebracht, eigentlich wollte er mit uns beiden eine Wetter-Koch-Show konzipieren. Daraus ist leider nichts geworden, aber Herbert und ich fanden uns so sympathisch, dass wir in Kontakt geblieben sind. Durch den Verlag für die Frau konnten wir nun unser eigentliches Projekt in abgewandelter Form, nämlich als Buch doch umsetzen – darüber sind wir, glaub ich, beide froh, denn die Zusammenarbeit hat großen Spaß gemacht.

FB: Was hat sie speziell an einem Buchprojekt gereizt, das das Thema Wetter mit Ernährung verbindet?

Beide Themen beschäftigen uns alle tagtäglich: Wie wird heute das Wetter und was essen wir heute? Man ist erstaunt wieviel Berührungspunkte es zwischen beiden Themen gibt und das war sehr reizvoll zusammenzubringen. Zudem liegt mir das Thema Klimawandel sehr am Herzen und auch beim Thema Ernährung kann da jeder Einzelne eine Menge für tun – so sind wir auf die regionale und saisonale Küche gekommen. Außerdem war uns wichtig, dass wir mal wieder etwas bewusster in der heutigen hektischen Zeit ans Essen denken, dementsprechend Einkaufen und auch den Himmel und die Natur mal wieder beobachten, denn im Alltag macht das kaum jemand.

FB: Wonach hat sich die Auswahl der Rezepte gerichtet, die Sie gemeinsam mit Herrn Frankenberger veröffentlicht haben?

Ja, vor allem nach saisonaler und regionaler Kost. Wir haben das Buch in die Jahreszeiten aufgeteilt und jeweils versucht einfach nachzukochende, leckere, aber auch Rezepte zu finden, wo die Zutaten aus der Region zu bekommen sind und man nicht beispielsweise Kiwis aus Neuseeland benötigt.

Bauernregeln stimmen häufig

FB: In Sachen Wetter und Lebensmittel gibt es ja auch etliche Bauernregeln – im Buch wird das thematisiert. Inwiefern kann man diesen alten Weisheiten trauen?

So einige Bauernregeln sind wirklich gut und an die kann sich der Kleingärtner halten. Klar, durch den Klimawandel wird sich da in den nächsten Jahrzehnten das ein oder andere verändern. Aber bisher stimmen zum Beispiel die „Eisheiligen“ oder die „Siebenschläferregel“ sehr häufig. Die Bauern sind seit Jahrtausenden aufs Wetter angewiesen und haben da einen deutlich geschärfteren Blick als die meisten Städtler heutzutage.

FB: Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch?

Da ich nicht so gern Fleisch esse, sind meine Favoriten: Isländischer Honiglachs auf Blattspinat mit karamellisierten Kartöffelchen und die Spargelstangen in Bärlauch-Crêpes mit einer Tomaten-Frühlingszwiebel-Vinaigrette.

FB: Sie selbst haben als Diplom-Meterologin einen sehr interessanten Beruf und sind privat Mutter. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Alltag wird frisch eingekauft und vorgekocht

Da ich mir den Monat mit zwei Kollegen teile, arbeite ich im MDR nur 10 Tage. Bücher schreiben, Vorträge und andere Moderationsjobs kann ich mir dann ganz gut einteilen und zum Teil von zu Haus aus arbeiten. An den MDR-Tagen bin ich vormittags im Büro, mittags hab ich Zeit frisch einkaufen zu gehen und vorzukochen, sodass dann am Abend die Kinderfrau mit den Kindern warm essen kann. Am Nachmittag muss ich dann wieder in den Sender, mein Arbeitstag endet an diesen Tagen erst um 20:15 Uhr. Aber das ist zum Glück ja nicht jeden Tag so.

FB: Gibt es kulinarisch etwas, worauf Sie sich im kommenden Frühling freuen?

Auf alle Fälle wieder auf die Spargel- und Erdbeersaison. Ich bin gespannt wie dieses Jahr unsere eigenen Erdbeeren aus dem Garten werden. Und natürlich ist das erste Highlight im Frühling der selbstgeerntete Bärlauch aus dem wir Butter machen und sie mit frischem, selbstgebackenen Brot genießen.

Herbert Frauenberger: Spitzenkoch aus Thüringen im Interview

Weiter gehts mit dem Interview mit Herbert Frauenberger (im Bild). Der Privatkoch aus Thüringen, der zu den Spitzenköchen des Landes zählt und mit einer eigenen Kochschule sowie unzähligen Privatbuchungen von Freunden der gehobenen Küche gut beschäftigt ist, bewegte sich schon zu DDR-Zeiten in prominenten Kreisen.

Später präsentierte auch er sich dem Publikum des Mitteldeutschen Rundfunks im Fernsehen. Wir haben mit ihm über seine spannende Tätigkeit und über „Die Wetterküche“ gesprochen:

FB: Die gehobene Küche war von Anfang an ein berufliches Ziel von Ihnen, weshalb Sie sich bei der damaligen INTERHOTEL-Kette beworben hatten. Wiemuss man sich das heute vorstellen, auf welchem Niveau spielte sich dortalles rund um die Kulinarik ab?

Bekanntlich war die Warendecke in der ehemaligen DDR vergleichsweise zu heute sehr dünn „gestrickt“ und wenn dazu die Decke noch zu kurz ist, dann kann man sich nur überlegen, ob man lieber warme Füße oder einen warmen Kopf hat. So muss man sich die einstige Versorgung in Deutschlands Osten vorstellen.

Die DDR war auch immer bestrebt, internationales Ansehen zu genießen und so wurden seit 1965 Hotels unter dem Namen Interhotel aufgebaut, die internationalen Kriterien einer modernen Gästebetreuung Rechnung trugen. Mit zum Teil überdurchschnittlichem Engagement, mit Improvisation, Bündelung von sehr knappen Ressourcen, aber auch mit einigen Importen, die der Bevölkerung nicht oder nur zu einem verschwindend kleinen Teil in sogenannten Delikatgeschäften zugänglich waren, wurde versucht, mit internationalen Maßstäben Schritt zu halten. Insbesondere im Küchenbereich wurden durch die vergleichsweise guten Versorgungsbedingungen auch besonders engagierte und interessierte Fachleute angezogen, oder durch gute Ausbildung geschaffen.

Interhotel-Köche waren auf Sonnenseite des DDR-Alltags

Das soll zwar nicht heißen, dass es in anderen Versorgungseinrichtungen kein gutes Personal gab, aber bei der Vereinigung Interhotel arbeiteten insbesondere Köche auf der „Sonnenseite“ des DDR Alltages. Vom fachlichen Anspruch brauchte sich eine Vielzahl von Fachkollegen nicht hinter dem Niveau vergleichbarer Kollegen im westlichen Ausland zu verstecken. Das beweist auch deren Teilnahme an internationalen Koch-Wettbewerben, wo eine Vielzahl Edelmetall mit nach Hause gebracht wurde.

FB: Ihre beruflichen Stationen sind beachtlich. Heute betreiben Sie in Thüringen eine Kochschule und werden auch als Privatkoch gebucht. Wie schaut Ihr beruflicher Alltag aus?

Es macht mich heute nach einem erfüllten Berufsleben glücklich, dass ich immer noch als Koch tätig sein kann. Fast 50 Jahre trage ich die weiße Kochjacke- und zwar mit Stolz und meine Leidenschaft, diesen doch recht schweren Beruf auszuüben, ist noch immer hellwach. Mit viel Freude versuche ich, meine gesammelten Erfahrungen an interessierte Menschen weiterzugeben. In der Tat konnte ich mir in den fast fünf Jahrzehnten meiner Berufspraxis ganz viele Wünsche erfüllen und hoch gesteckte Ziele erreichen. Mitunter war der Weg ziemlich steinig und forderte persönliche Opfer. Mitunter kam da schon mal die Familie zu kurz und Freundschaften konnten zu wenig aufgebaut und gepflegt werden.

Kochshows im Fernsehen zeichnen mitunter falsches Bild

Das ist allerdings das Los ganz vieler Gastronomen und nicht umsonst sucht heute unsere Gastronomie Hände-ringend nach Nachwuchs. Junge Leute sind nur noch selten bereit, die ungünstigen Arbeitszeiten, den Verzicht auf freie Wochenenden und Feiertage, die schwere körperliche Arbeit und dazu noch vergleichsweise schlechte Bezahlung zu tolerieren. Mitunter wird auch im Fernsehen bei der Vielzahl von Kochshows ein falsches Bild vom Alltag eines Koches vermittelt. Wenn ich als Privatkoch bei meinen Gästen unterwegs bin, wird mitunter auch die Vorbereitung, die eigentlich bereits mit dem qualifizierten Einkauf beginnt, ausgeblendet und sogar bei der Rückkehr an heimischen Herd gibt es noch Nacharbeiten. Der Gast sollte das aber auch gar nicht spüren und sich nur am guten Essen erfreuen.

FB: Mit der MDR-Wetterexpertin Michaela Koschak haben Sie das Buch „Die Wetterküche“ geschrieben. Was hat Sie am Thema Wetter, in Verbindung mit Rezepten, gereizt? Wie kam es zu dem gemeinsamen Buchprojekt?

Seit Kindesbeinen bin ich nicht nur an der Zubereitung leckerer Speisen interessiert (Meine Großmutter hatte  daran als wirklich sehr gute Köchin einen großen Anteil)- mein Vater baute mir schon sehr zeitig auf Grund meines Interesses an der Gartenarbeit aus alten Fenstern und mit einigen Steinen ein Mistbeet, in dem ich Gemüse anbaute. Der Erfurter Sämereienkatalog von Chrestensen gehörte zu meiner beliebtesten Lektüre. Irgendwie war mir wahrscheinlich schon als Kind unterschwellig bewusst, dass beide Gebiete zusammengehören. Mein diesbezügliches Interesse hat sich auch bis heute so erhalten.

Wetter beeinflusst Arbeit in der Küche entscheidend

Es war eine glückliche Fügung, dass ich vor mehreren Jahren die Wetterexpertin Michaela Koschak kennenlernen konnte. Schnell stellte sich im Gespräch heraus, dass unsere Wissensgebiete ganz viele Schnittstellen und Berührungspunkte besitzen. Seit Menschen unseren Planeten bevölkern, beobachten sie das Wetter, um die richtigen Saat- und Pflanztermine, aber auch die passenden Erntetermine zu finden. In unseren Breiten bestimmen die Jahreszeiten ganz entscheidend unsere Ernährung und das Wetter beeinflusst damit ganz entscheidend die Arbeit in der Küche.

An heißen Sommertagen ist unser Appetit ganz anders ausgerichtet als an frostigen Wintertagen. Die Wettervorhersage gehört aus den unterschiedlichsten Beweggründen zu den begehrtesten Informationen in unserem Alltag und ist einsamer Spitzenreiter bei den Einschaltquoten in Funk- und Fernsehen. Das Interesse an der sprichwörtlichen Wetterküche reicht in beinahe alle Bereiche unseres Lebens hinein. In unserem Buch bringen wir ganz viele Beispiele dafür. Begünstigend für unser gemeinsames Buch war, dass wir beide einen sehr ähnlichen Schreibstil besitzen und auch bei Bewältigung des Stoffes ganz viel Übereinstimmung in der Herangehensweise fanden. Nicht zu vergessen auch der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des Anderen.

FB: wie sollten sich die Menschen die Jahreszeiten, in Bezug auf Lebensmittel, zunutze machen?

Früher musste man gar nicht nachdenken, da konnte  man nur die Produkte in der Küche verarbeiten, die in der jeweiligen Saison erntefähig waren oder durch Haltbarmachung eben zur Verfügung standen. Heute ist das ganz anders. Unsere Märkte unterscheiden sich im Sortiment nur ganz wenig nach den Jahreszeiten. Moderne Düsenjets und vollkommen neue Produktionsmethoden, Handel im nie dagewesenen Umfang ermöglichen nahezu uneingeschränkt, das schier unersättliche Kaufinteresse der Menschen zu stillen.

Unsere Supermärkte, Wochenmärkte und  Lager sind proppenvoll gestopft mit frischen und haltbar gemachten Lebensmitteln. Nur einen Bruchteil davon verbrauchen wir tatsächlich. Durch den mitunter sehr aufwändigen Transport belasten wir unsere Umwelt im unverträglichen Maße, denn wir alle wissen inzwischen, dass eigentlich der Termin zur notwendigen Mäßigung schon recht lange überschritten ist. Auch wenn das von weither „herangekarrten“ Obst und Gemüse optisch hervorragend aussieht- auch da kann mit Chemie,  Physik  und anderen Wissenschaften bestens nachgeholfen werden- auf dem Transportweg verlieren alle frischen Produkte wertvolle Inhaltstoffe.

Besinnung auf erntefrische Produkte

Deshalb sollten wir uns wieder besinnen, dass erntefrische Produkte für unsere Ernährung einfach am wertvollsten sind. Mehr Disziplin beim Einkauf- nur die Mengen kaufen, die man wirklich benötigt und Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege benötigten, sollten immer den Vorrang haben. In unserem Buch „Die Wetterküche“ findet man eine Vielzahl interessanter Rezeptempfehlungen, was man gemäß der Jahreszeiten mit heimischen Produkten herstellen kann. Bei Alledem brauchen wir uns nicht fremdländischer oder gar exotischer Zutaten zu verschließen. Mitunter kann man sie auch perfekt mit unseren heimischen Produkten kombinieren.

FB: Sie sagen, dass heutzutage einige Lebensmittel in Vergessenheit geraten sind und Sie solche Lebensmittel in Ihr berufliches Tun einbeziehen. Welche sind das?

Aus meiner Sicht ist diese Aussage ganz wichtig. Durch unterschiedliche Ursachen ist so Einiges, was einst in unseren Breiten und unter unseren klimatischen Bedingungen angebaut und gezüchtet wurde, aber auch heute noch in unserer Natur vorkommt,  in Vergessenheit geraten und peu a peu von unserem Speisenzettel verschwunden.

Kinder kennen exotische Früchte oft besser, als einheimische Pflanzen

Dazu gehören beispielsweise Mangold , Pastinake, Knollenziest, Tobinambur, aber auch Wildfrüchte wie Hagebutte, Schlehe, Edeleberesche oder Sanddorn, um nur einige zu nennen. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch das Meiste davon und Wildfrüchte haben wir noch mit Freude reichlich gesammelt und verarbeitet. Einige der genannten Vertreter findet man beim Studium unserer „Wetterküche“ wieder. Wenn ich derartige Produkte verarbeite – auch in Verbindung mit hervorragend schmeckenden Wildkräutern oder Pilzen aus der Natur -, dann ernte ich meist große Bewunderung.

Unsere Kinder kennen eine exotische Kiwifrucht oder Mango besser, als einen Maipilz oder Sauerampferblätter.

FB: Worauf kommt es – Ihrer Meinung nach – in Sachen guter Ernährung im Alltag an?

Nach meiner Meinung kommt es heute darauf an, wieder zu einer ausgewogenen Ernährung zu finden. Wir Menschen neigen immer zu Extremen. Obwohl  wir mit dem kostbaren Gut der Intelligenz ausgestattet sind, nutzen wir diese insbesondere bei unserer Ernährung nur sehr unzureichend. Das können die Tiere viel besser und durch unser unkontrolliertes und schlechtes Verhalten verführen wir sogar Tiere zu schlechter Ernährung. Massentierhaltung oder das sorglose Wegwerfen von Lebensmitteln, was Wildtiere in unseren Lebensraum lockt, sind vielleicht ganz gute Beispiele dafür.

Mehr Eigendisziplin beim Umgang mit Lebensmitteln!

Unser schier unersättliches Profitstreben führt auch dazu, dass zum Beispiel viel mehr Tiere gezüchtet werden, als eigentlich notwendig wären. Nur die edelsten Fleischteile sind für uns von Wert. Im großen Stil sind wir eben sehr leichtfertig beim Wegschmeißen. Das war früher zu Zeiten der Mangelwirtschaft ganz anders.

Nun wünscht sich natürlich Keiner den Mangel und die Not zurück, aber mehr Eigendisziplin würde uns gut zu Gesicht stehen und unserem Fortbestand auf Mutter Erde gut tun. Jeder kann und sollte einen kleinen Beitrag leisten!

FB: Was raten Sie Leuten, die beruflich eingespannt sind, für die Familie aber dennoch abends was Selbstgekochtes servieren wollen?

Es dürfte erwiesen sein, dass das heutige, beinahe schon unübersichtliche Freizeitangebot die lebensnotwendigen Arbeiten im Haushalt immer unattraktiver machen – leider auch mitunter die Arbeit in der Küche. Umso erfreulicher, dass die Ausstattung und Gestaltung der Küchen in den letzten Jahren einen mächtigen Aufschwung erlebte, was die Wertigkeit der Küche beträchtlich erhöhte.

Offene Küchen fördern familiäre Kommunikation wieder mehr

Die Küche war einst der Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung und auch Ort der Kommunikation in der Familie. Diesen Status bekommt sie durch eine offene Gestaltung, zeitgemäße Wohnraumgestaltung sowie Materialien und natürlich durch moderne Technik mit Gelinggarantie wieder zurück. In den großzügigen Küchen der heutigen Zeit können meist mehrere Personen gleichzeitig arbeiten. So wird Kochen unbedingt zur Freude und keinem Familienmitglied zur Last. Man experimentiert gemeinsam und das „Meckern“  einzelner Familienmitglieder wird schwieriger. Auch Alltagsprobleme werden wieder besser miteinander besprochen – im Zeitalter der Smartphone besonders wichtig!

Wenn wirklich Zeitmangel existiert, dann gibt es eine Vielzahl von schmackhaften Speisen, die in weniger als einer halben Stunde mit frischen Zutaten zuzubereiten sind. Meine Angebote, derartige Gerichte in der Kochschule vorzustellen, sind immer heiß begehrt und die zur Verfügung stehenden Plätze sind schnell ausgebucht. Man sollte nicht meinen, wie viele pfiffige Gerichte es gibt, die dieses Kriterium der Zubereitungszeit erfüllen. Und:  Eine halbe Stunde der Tageszeit sollte uns unser und der Körper unserer Familienmitglieder unbedingt Wert sein!

FB: Welches ist Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch „Die Wetterküche“?

Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht gerne ein Gericht besonders hervorheben. Alle Gerichte haben ihren Charme und natürlich spielt die jeweilige  Stimmung auch immer eine ganz wichtige Rolle. Ich liebe allerdings Suppen und auch bei uns zu Hause steht mindestens einmal in der Woche eine Suppe auf dem Speiseplan. Da kann man sich auch jahreszeitgemäß mit den Zutaten so richtig austoben!

FB: Was steht demnächst bei Ihnen an? Verraten Sie uns aktuelle Projekte?

Natürlich wünsche ich mir, dass ich mit meiner Frau gemeinsam gesund und körperlich fit bleibe. Meine Frau unterstützt mich, damit ich für meine Gäste „den Rücken frei habe“. So kann ich mit meinem Fachwissen und –können noch möglichst viele Gäste bei meinen Einsätzen erfreuen. Natürlich gibt es auch noch einige neue Ideen.

Thüringen hat kulinarisch viel zu bieten!

Sprichwörtlich „im Kasten“ befindet sich mein neues Buch „Die besten Rezepte aus Thüringen“, das am 20. März anlässlich der Leipziger Buchmesse erscheinen wird. Dass ich mit diesem Buchprojekt vom Leipziger Buchverlag für die Frau betraut wurde macht mich besonders stolz, denn schließlich bin ich aus Leib und Seele aber auch sehr gerne Thüringer. Thüringen hat kulinarisch eine Menge zu bieten- weit mehr als nur Bratwurst, Rostbrätel und Klöße! Über Neuigkeiten berichte ich regelmäßig auf meinem Internetportal www.privatkoch-frauenberger.de

Sie dürfen also weiterhin im positiven Sinne gespannt sein.

Tipp: am kommenden Donnerstag, 31. Januar, um 20.15 Uhr, sind beide zu Gast in Lehmanns Buchhandlung in Leipzig. Dort stellen sie das Buch vor & präsentieren ihre „Wetterkochshow“. Herr Frauenberger kocht live bis zu 5 Kostproben aus dem Buch. Interessierte können Karten buchen unter: https://www.lehmanns.de/page/leipzigveranstaltungen

Bezugsquelle: „Die Wetterküche“ hier.

Bildnachweise: Verlag für die Frau, Denise Seibt, Herbert Frauenberger

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wie immer…! Doch warum sich nur auf Vorhaben fokussieren, die man `eh nie großartig durchhält (mehr Sport, weniger Essen, neues Hobby usw….)? Durch eine Freundin, die alleinerziehend und Mitglied in einer Single-Eltern-Gruppe auf Facebook ist, wurde ich auf ein Posting in einer solchen Gruppe aufmerksam, das sich mit bewussterem Einkaufen und Sparen als Vorsatz für`s neue Jahr befasste.

Eine alleinerziehende Mutter hatte den Post erstellt, meine Freundin zeigte ihn mir.

Er lautete:

  • Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusster und sparsamer mit meinem Geld zu wirtschaften …
  • Kaffee to Go wurde letztes Jahr schon verbannt ….
  • Einkaufen geh ich jetzt bei Lidl und nicht mehr bei Edeka ….

Habt ihr noch Tipps – es geht nicht um sparen um zu müssen, sondern um bewusster mit Geld umzugehen, um auch Reserven aufbauen zu können. Ich hab mir zB neue „Tupper“dosen gekauft und koche jetzt öfter mehr – und auf Vorrat, gehe mit mehrfach Einkaufstüten einkaufen etc. Also – alle Tipps: gern gesehen“

Die Zeilen fanden Anklang und die angeregten Tipps kamen reichlich. Natürlich eignen sie sich nicht nur für Ein-Eltern-Familien, sondern auch für Familien und Singles ohne Kinder.

Für`s Sparen haben die meisten ihre individuellen Tipps

Mir fiel auf, dass viele User davon sprachen, auf verpackte Lebensmittel verzichten zu wollen und auch die Alternative „Fahrrad statt Auto“ wurde thematisiert.

Interessant war es vor allem, davon zu lesen, mit welchen coolen, individuellen Tricks sich die User der Gruppe einem bewussteren und sparsameren Alltag widmen.

Eine Frau bekannte:

Ich trinke fast nur Leitungswasser. Schont die Umwelt und den Geldbeutel

Auch bei einer anderen Userin war das ein Thema, sie hatte aber noch einige Tipps mehr auf Lager, vor allem im Hinblick auf das liebe Geld – Zitat:

Ich habe einen Budgetplan gemacht. Alles was vom Konto abgeht bleibt drauf. Der Rest wird abgehoben. Dann nach Haushaltsplan aufgeteilt, der Rest geht sofort in einen Sparpot. Wenn das Budget für Ausgehen aufgebraucht ist, dann geht’s eben in dem Monat nicht mehr. Das Selbe mit Friseur oder Kleidung. Was weg ist ist weg. Klappt super. Vor Allem seit ich nicht mehr mit ec Karte zahle.

Dann haben wir einen Wassersprudler gekauft und ich gehe nur einmal oder maximal 2mal in der Woche einkaufen nach Plan, was ich kochen will. Spart ne Menge Geld, weil man so dieses zusätzlich mal hier Süßkram, mal da Chips spart.“

Das Thema Kochen hatten mehrere Mitglieder der Gruppe auf dem Schirm. Kein Wunder: hier ist gute Planung tatsächlich alles, allein es wird oftmals nicht umgesetzt. Das kenne ich auch von mir. Wie oft schon habe ich mir vorgenommen, am Wochenende einen Kochplan für die gesamte Woche aufzustellen, so richtig umgesetzt habe ich es noch nie.

Selber kochen heißt Sparen!

Dabei dürfte das ein Vorhaben sein, das sich total auszahlt, wenn man es denn wirklich konsequent angeht. Auch wenn es Zeitgenossen gibt, die meinen, das alles sei ein Relikt aus Omas Zeiten. Man bedenke dabei: viele Omas hatten aber doch irgendwie immer was im Sparstrumpf….!

Eine Frau schreibt hierzu folgendes:

„Bei mir hat ein Wochen-Essensplan Wunder bewirkt. Wir planen am Samstag für die ganze Woche und ich mache einen großen Einkauf. Dann muss ich nicht so oft einkaufen und gebe nicht jedes Mal Geld für „Beifang“ aus.“

Für das Wort „Beifang“ bekam diese Userin sehr viel Zuspruch und entsprechendes Feedback. Es scheint also tatsächlich vielen, vielen Leuten so zu gehen, dass sie beim normalen Einkauf oftmals spontan überflüssige – oder sagen wir: nicht wirklich benötigte – Dinge einkaufen. Auch das kenne ich von mir…!

Weitere Tipps zum Thema zeigten auf, was man mit Kreativität alles so zaubern kann, so zum Beispiel dieser Kommentar:

Viele Dinge selber machen. Gekocht wird nur frisch, keine Fertigprodukte. Aber auch Dinge wie Waschmittel, Shampoo möchte ich dieses Jahr selbst herstellen, der Umwelt zuliebe, der Gesundheit zuliebe. Weiter bewusster einkaufen. Weniger plastikverpackungen. Nur, was aich verarbeitet und gegessen wird kaufen. Reste besser verwerten, haltbar machen. Habe mir zB einen Dörrautomat gekauft, um zB Äpfel zu dörren, die anstelle von Süßkram gegessen werden können. Was ich ebenfalls ändern möchte, mehr mit dem Fahrrad fahren, sobald es das Wetter zulässt. Spart Benzin, tut der Gesundheit gut.

So manche(r) geht seine Vorhaben richtig profimäßig an, das zumindest geht aus den Zeilen einer Frau vor, die sich wie folgt organisiert:

Ich habe alle Fixkosten des Jahres gezwölftelt und addiert. Dieser Betrag geht jeden Monat auf ein Girounterkonto. Wenn die Abbuchung in dem jeweiligen Monat kommt, nehme ich den Betrag von diesem Konto wieder auf mein normales Girokonto. Da ist eine Pauschale für Tierarzt, Urlaub, Elektrogeräte, Klassenfahrt, Autoreparatur, Versicherungen, alles, was nicht mtl. abgebucht wird. Und dann verzichte ich auch auf jegliches auf der Straße zu kaufendes a la Café to go… Ich gehe recht gern zu Aldi und Lidl und meide Rewe und Edeka.
Ich kaufe kaum noch mehrPackungen von etwas, nur weil der Artikel im Angebot ist. Die Werbeprospekte schaue ich dreimal durch, um wirklich zu hinterfragen, ob ich das wirklich brauche, sollte mir was gefallen haben. Wir essen den Kühlschrank leer, bevor ich neu plane, also bis auf Butter, Marmelade…

Beim Thema Geld erhielt die Möglichkeit, monatlich eine gewisse Summe des Familienbudgets ohne Wenn und Aber vom Konto abzuheben und zu sparen, Zuspruch. Allerdings klappt das nicht bei jedem und da geht es mal wieder den „Menschen so, wie den Leuten“….wie man so sagt.

Aber lesen Sie selbst, was ein Mann diesbezüglich kommentierte:

„Ich versuche das jedes Jahr aber klappt nicht weil sobald ich ein kleine Summe erspart habe geht was genau in der Höhe kaputt! Spare ich nicht bleibt alles heile!“

Auch eine Möglichkeit, ohne viele finanzielle Einbußen durch den Alltag zu kommen…So oder so: diese Tipps und Vorhaben zum Thema Sparen und bewusster leben sind es auf jeden Fall wert, dass man sie sich einmal durch den Kopf gehen lässt. Und sie mit dem eigenen Lebensstil abgleicht.

Warum nicht das eine oder andere davon umsetzen, vor allem jetzt, am Jahresanfang, wo die Motivation, Dinge neu anzugehen, bei vielen ja doch noch hoch ist?

Und wenn die Motivation erst einmal über gegangen ist in ein reguläres Alltagsverhalten, dann hat man es geschafft. Vor allem dann, wenn der Blick auf`s Konto und in den Abfalleimer doch ein wenig mehr (Geld) und auf der anderen Seite weniger (Müll) verheißt.

Insofern: mit diesen coolen Tipps sollte sich doch das neue Jahr gut angehen lassen!

Bildnachweis: pixabay.com

Es ist wohl in vielen Familien dasselbe: man möchte die Ernährung im Alltag gut gestalten und selbst kochen, aber aufwändige Festmahlzeiten sollen`s ja nun gerade nicht sein. Viele bemühen deshalb das Kochbuch oder Internet, um gute Alltagsgerichte, die sich auf die Schnelle zaubern lassen, zu finden.

Auch uns geht das so und – wie wohl bei vielen anderen Leuten auch – haben wir eine gewisse Anzahl an Gerichten, die wir immer wieder gern kochen und die definitiv in die Kategorie „schnelle Rezepte“ fallen.

Nachfolgend stellen wir Sie Ihnen vor. Jeweils für vier Personen.

Makkaroni auf Ossi-Art oder auch Makkaroni mit Tomatensauce – eines der Alltagsgerichte, das im Handumdrehen fertig ist!

Gut – zugegeben, die echten Makkaroni werden für dieses Rezept nicht verwendet (siehe unten, bei Zutaten). Trotzdem wurde dieses Mahl im Alltag der DDR, wo man es total oft kochte, „Makkaroni“ genannt. Bis heute ist das vor allem in den neuen Bundesländern so. Das aber nur am Rande. Wer mag, nimmt einfach echte Makkaroni – siehe Bild.

Sie benötigen:

  • 500 g Jagdwurst,
  • 500 g Nudeln (Sorte Penne oder Spirelli),
  • 1 Zwiebel,
  • 1 kleines Tetra-Pack passierte Tomaten,
  • Rapsöl für die Pfanne,
  • Pfeffer und Salz.

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzen, salzen und zum Kochen bringen. Die Jagdwurst und die Zwiebel klein schneiden (die Jagdwurst in Würfel). Wenn das Wasser kocht, die Nudeln reingeben und nach persönlicher Bissfestigkeit weich kochen. Parallel dazu das Öl in der Pfanne erhitzen und dann die Zwiebeln zuerst scharf anbraten, danach die Jagdwurst-Würfel beigeben und ebenfalls scharf anbraten.

Danach die Hitze auf „mittel“ stellen, weiter braten und nach ca. 10 Minuten die passierten Tomaten hinzugeben.

Rühren, nach Belieben würzen, die Nudeln abseihen und fertig ist ihr schnelles Pasta-Alltagsgericht, das übrigens deshalb „nach Ossi Art“ genannt wird, weil man dieses Rezept unglaublich oft in der DDR gekocht hat! Dort war es eines der absolut beliebtesten Alltagsgerichte! Bis heute dürfte es wohl vor allem in Familien mit Kindern großen Anklang finden!

Weiter geht es mit einem Rezept für eine schmackhafte Suppe, die sich ebenfalls auf die Schnelle zubereiten lässt:

eine Zucchini-Cremesuppe.  

Diese total leckere Suppe eignet sich vor allem in der aktuellen Jahreszeit sehr gut, um dem Körper mit einem Mal eine Menge an Vitaminen zuführen zu können. Immerhin ist das grüne Gemüse in diesem Zusammenhang ein echter Alleskönner.

In die Abteilung „Alltagsgerichte“ kommt die Suppe, weil man sie in etwas mehr als dreißig Minuten zubereitet hat.

Und hierfür benötigen Sie:

1 ½ Kilo Zucchini,

4 große Kartoffeln,

3 Esslöffel Instant-Gemüsebrühe,

100 ml Schlagsahne aus dem Becher,

1 bis 3 Knoblauchzehen (ganz nach Geschmack, die meisten nehmen zwei Zehen),

Salz und Pfeffer.

Und so bereiten Sie das gesunde Alltagsgericht zu:

Sowohl die Kartoffeln als auch die Zucchini in Würfel schneiden. In der Zwischenzeit 1,5 bis 2,0 Liter Wasser aufkochen, die Gemüsebrühe hinein rühren und dann die Kartoffel- und Zucchini-Würfel dazugeben. Den Knoblauch klein hacken und dazu geben. Nun die Suppe ca. 15 bis 20 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Dann nach Bedarf würzen und abschließend pürieren.

Wer mag, bestreut die Suppe noch mit Petersilie, aber meist ist das nur vonnöten, wenn man dieses Alltagsgericht als Vorsuppe für eine festliche Gäste- oder Familienmahlzeit reicht. Im Alltag bestreut ja kaum einer seine Suppe mit Kräutern – oder? Aber wer mag: klar, immerzu!

Zum Abschluss noch ein weiteres Gericht, das sich ebenfalls im Handumdrehen und auf die Schnelle zubereiten lässt und deshalb ein ganz klarer kulinarischer Alltags-Favorit ist:

Schweinegeschnetzeltes mit Erbsen und Ananas!   

Klingt erst mal exotisch und so gar nicht nach Alltagsgericht – ist aber eines.

Hierfür benötigen Sie:

700 g Schweinefilet,

1 Zwiebel,

2 Esslöffel Butter,

150 g TK-Erbsen,

150 g Ananas-Stücke aus der Dose,

Salz,

Pfeffer,

1 Esslöffel Currypulver,

125 ml Gemüsebrühe,

Rapsöl für die Pfanne,

100 ml Sahne.

Und so bereiten Sie dieses leckere Rezept zu:

Schweinefilet zuerst in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Derweil die Butter in einer Pfanne erhitzen. Danach die Fleischstreifen darin unter Rühren anbraten. Dann die Zwiebelringe hinzufügen und diese circa drei Minuten mitschmoren.

Danach werden die gefrorenen Erbsen und die Ananas-Stücke hinzugegeben. Mit Pfeffer, Salz und Curry würzen, dann die Gemühsebrühe mit der Sahne hinzugeben und alles etwa zehn Minuten schmoren lassen. Die Flüssigkeit sollte um 1/3 einkochen. Danach ist dieses kinderleichte Alltagsgericht servierbereit, am besten schmeckt dazu Reis, der sich parallel zubereiten lässt.

Dieses Rezept eignet sich übrigens das ganze Jahr über als eine Mahlzeit, die auf die Schnelle für die ganze Familie fertig ist!

Für alle hier genannten Gerichte wünschen wir viel Spaß beim Nachkochen und natürlich guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

 

 

 

 

 

…den macht noch immer Mutter oder Oma, stimmts?! Oder – wenn diese Familienangehörigen nicht mehr da sind – man selbst. Aber dann garantiert mit dem über Generationen hinweg weitergegebenen Familienrezept. Obwohl sich alle Rezepte für Kartoffelsalat hierzulande gleichen dürften, variieren die Zubereitungsarten natürlich erheblich.

Ein Grund mehr freilich, auch mal eine andere kulinarischeVariation auszuprobieren – für Fans dieser beliebten Speise dürfte das ein Genuss sein!

Und deshalb möchten wir Ihnen heute das Rezept unserer Oma, das einst auch an die Mutter weitergegeben wurde, vorstellen. Wir bereiten nach diesem Rezept den Kartoffelsalat traditionell an Feiertagen wie Heiligabend (ja, vor der Bescherung und mit Wiener Würstchen als Beilage!) zu und auch am letzten Tag des Jahres: an Silvester.

Weiterhin kommt der – wie wir finden – superleckere Salat im Sommer zum Einsatz, wenn Grillpartys, Geburtstage oder sonstige Sommerfeste im Kreise der Familie oder mit Freunden anstehen.

Bislang gab es viel Lob für unser Rezept, ob Ihnen der Kartoffelsalat nach unserer Anleitung ebenso schmeckt, können Sie gern herausfinden – indem Sie unser Rezept einfach mal ausprobieren.

Hier ist es:

Rezept für 8 Personen (wir waren eine große Familie, bitte für kleinere Mengen einfach weniger portionieren):

  • 1 bis 2 Kilo mittelgroße Kartoffeln,
  • 2 Gläser Mayonnaise,
  • 1 großes Glas Gewürzgurken,
  • 3 bis 4 Zwiebeln mittlerer Größe,
  • 1 Kilo Jagdwurst (nach Bedarf mehr),
  • 2 Äpfel.

Zubereitung:

Kartoffeln mit Schale waschen und anschließend (immer noch mit Schale) in einem großen Topf kochen. Dabei beachten, dass das Kochwasser die Kartoffeln gut bedeckt. Mit einer Gabel immer mal prüfen, ob sie nicht zu weich werden, das sollte nämlich nicht sein.

Wenn die Kartoffeln gar gekocht sind, das Wasser abgießen und die Kartoffeln etwas auskühlen lassen.

Dann die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Jagdwurst ebenso würfeln, die Gurken in kleine Scheiben schneiden (bitte etwas Gurkenbrühe aus dem Glas aufheben), dasselbe bitte mit den Äpfeln tun (kleine Stücke!).

Die Zwiebeln klein hacken. Dann alles zusammen in eine große Schüssel tun und etwas Gurkenbrühe darüber gießen. Dann die Mayonnaise dazu geben und alles kräftig und gut durchmischen.

Nach Belieben salzen und pfeffern und abschmecken.

Danach den Kartoffelsalat circa 3 Stunden kühl stellen. Es empfiehlt sich, die Speise über Nacht ziehen zu lassen, da der Salat meist erst am nächsten Morgen seine volle kulinarische „Genuss-Wucht“ entfaltet.

Wir handhaben das stets so, dass wir am Vorabend von Feierlichkeiten, bei denen der Kartoffelsalat gereicht werden soll, den Kartoffelsalat zubereiten.

Aber: natürlich wird meist am selben Abend zu später Stunde schon ein Teller genascht. Einfach weil er uns supergut schmeckt!

Wir hoffen, Ihnen ebenso!

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigene tolle Rezepte für Kartoffelsalat haben, schicken Sie uns diese gern an redaktion@frauenboulevard.de

Und nun: guten Appetit!

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Ernährung

Endlich warme Temperaturen – wie herrlich! Im Garten liegen oder Sonne tanken im Park, leichte Bekleidung, traumhaft helle Abende und diese gewisse Leichtigkeit, die der Winter einfach nicht bietet. Allerdings muss sich der Mensch sommers wie winters ernähren und hier liegt der Hase in Sachen Ernährung oft im Pfeffer! Zumindest im Sommer.

Ernährung: allzu schwer im Sommer bitte nicht!

Hat man in der dunklen Jahreszeit herrlich reichhaltige Aufläufe gekocht, leckere, schwere Pastagerichte genossen und auch den einen oder anderen schweren Rotwein zur üppigen Mahlzeit getrunken, hat man, sobald das Quecksilber klettert, meist gar keinen Appetit auf allzu schwere Kost.

Zudem zieht es wohl die wenigsten an den heißen Herd, wenn sich das Thermometer gen 30-Grad-Marke bewegt!

Da aber auch in den warmen Monaten eine gesunde Kost in Sachen Hauptmahlzeit wichtig ist und ja vor allem Familien mit Kindern nicht nur auf abendliches Brote schmieren umsteigen können (und auch von dem herrlichen Sommer-Obst niemand auf Dauer wirklich richtig satt wird!), sollte man seinen Speiseplan im Sommer im Voraus planen.

Herzhafte Gerichte locken in warmen Monaten keinen…

Denn leichte und gesunde Kost an nahezu jedem Tag der Woche zuzubereiten, ist gar nicht mal so einfach. Zumal vor dem Hintergrund, dass man ja nicht täglich Salat essen kann und will – immerhin DER Sommerklassiker schlechthin!

In der kalten Jahreszeit ist der Einkauf selbst ohne Planung und Einkaufszettel relativ einfach. Hier ein reichhaltiger Gemüse-Kartoffel-Auflauf, dort ein leckerer Sauerbraten.

Aber – wie gesagt -: diese Gerichte rutschen bei warmem Wetter automatisch auf die hintersten Plätze.

Und die Zutaten für leicht-gesunde Sommergerichte sind längst nicht so im Vorbeigehen eingekauft, wie das halt von Oktober bis März für die jeweilige Familienmahlzeit der Fall ist.

Wie aber kommt man essenstechnisch trotzdem klar – und vor allen Dingen auch in Sachen gesunder Ernährung? Das Zauberwort heißt: Planung.

Planung ist das A und O

Planen, planen und nochmals planen!

Das muss nicht lange Wochen im Voraus sein, aber für die Hälfte der Woche – wenn nicht gar gleich für die gesamten sieben Tage – sollte man seine sommerlichen Speisen schon planen.

Am einfachsten geht das freilich mit Hilfe des Internets. Unter dem Stichwort „leichte Sommergerichte“ eröffnet sich in den Suchmaschinen eine schier unendliche Auswahl.

Beim Klicken auf die leckeren Rezepte aber wird rasch klar, dass eine Vorausplanung dieser Mahlzeiten tatsächlich sehr sinnvoll wäre. Denn für das eine oder andere gesunde Gericht bedarf es Zutaten, die man oft nicht per se im Haus hat. Im Gegensatz zu Schnitzel & Co, denn: wer hat schon keine Semmelbrösel daheim?

Gesunde Sommermahlzeiten beinhalten schon häufiger mal die eine  oder andere exotische Zutat, was wahrscheinlich daran liegt, dass sommerliche Gerichte sich von der Zusammensetzung eher an Speisen in warmen – und nicht selten fernen – Ländern orientieren.

Die Woche ernährungstechnisch planen

Wer also eine Familie zu bekochen oder auch für sich allein ein Faible für bewusste Ernährung hat, sollte sich in der warmen Jahreszeit am Wochenende oder Wochenanfang hinsetzen und aus den Rezeptvorschlägen – ganz gleich, ob via Internet oder dem Kochbuch im Küchenregal – eine Auswahl für die nächsten Tage treffen.

Mit diesen Zutaten auf der Einkaufsliste kommt man dann nämlich beim Einkaufen nicht in die Situation, aus der Gewohnheit heraus und weil man sich an dem Tag noch keine Gedanken über die Hauptmahlzeit gemacht hat, danach zu greifen, was schnell zuzubereiten geht.

Denn bekanntlich ist das dann meist eben nicht das Gesündeste – Bratkartoffeln, Fleisch oder gar Fertignahrung lassen grüßen! Nicht, dass das nicht auch mal auf dem Speisezettel stehen kann, klar! Aber: wirklich gesunde Mahlzeiten sollten im Sommer tatsächlich im Vorab geplant werden.

Satt, aber nicht vollgefuttert – so soll gute Ernährung sein!

Auszahlen tut sich`s dann mit der Zufriedenheit, sich nach dem Essen nicht total vollgefuttert, aber trotzdem satt zu fühlen und zudem noch sehr gesund gegessen zu haben.

Das ist ja bekanntlich gerade im Sommer nicht das Schlechteste – und zeigt sich nicht zuletzt in Form des eigenen Wohlfühlgewichts!

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Diät - Einschränkungen sind an der Tagesordnung

Diverse Diät-Mythen werden aktuell im Netz – mal wieder – widerlegt und es wird auf den Ungesundheits-Faktor solcher Ernährungsexperimente hingewiesen. Worum geht’s? Um die sogenannten Mono-Diäten.

Diäten, bei denen man sich ausschließlich auf ein Lebensmittel konzentriert. So zum Beispiel die berühmt-berüchtigte Kohlsuppe oder Bananen. Abgesehen davon, dass wohl gar keine Diät etwas nützt, sondern Menschen, die abnehmen wollen, langfristig ihre Ernährung umstellen müssen, gehören diese Mono-Diäten zum Schrägsten, was es im Kosmos der Diäten und Crash-Diäten gibt.

Manche Diät fördert Vitaminmangel

Sieht man zudem von der absolut einseitigen Ernährung über mehrere Tage, die die wenigsten Menschen durchhalten, ab, droht mit diesen Abnehm-Experimenten ein grober Mangel an Vitaminen und Nährstoffen.  

Das sollte eigentlich jedem, der nur im Ansatz vorhat, diese Variante auszuprobieren, einleuchten. Scheinbar gibt es aber noch immer viel zu viele Leute, die kein Problem damit haben, für viele Tage nur Kohlsuppe oder nur Bananen zu essen. Schuld daran sind diverse Leute im Netz, die kund tun, mit so einer Methode abgenommen zu haben. Viel zu viele User fallen noch immer darauf rein.

Überhaupt das Netz: hier wimmelt es von Diäten, Ernährungstipps und schrägen Ratschlägen zu noch schrägeren Abnehm-Konzepten. Vertrauenswürdig dürften nur die Allerwenigsten sein. Aktuell schreibt zu dieser Thematik FOCUS online:

„(…)Denn im Internet berichten zahlreiche Blogger über den beeindruckenden Erfolg dieser einseitigen Ernährungsweisen. Mono-Diäten sollen in wenigen Wochen schlank, schön und gesund machen.(…)

„Tatsächlich kann man auf diese Weise schnell abnehmen“, bestätigt Daria Kähler, Ökotrophologin an der Psychosomatischen Tagesklinik für Essstörungen, Jungerwachsene und Adipositas, Asklepios Westklinikum Hamburg. Die Mono-Diät ist also eine effektive Crash-Diät. Und jede Mono-Diät funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Die Kalorienaufnahme ist geringer als die verbrauchte Energie. Dabei ist es egal, welche Lebensmittel oder welches Getränk für die Mono-Diät gewählt werden. „Sogar, wer täglich eineinhalb Tafeln Schokolade isst und sonst nichts, nimmt ab“, sagt die Expertin.(…)Allerdings ist das sehr kurzfristig gedacht. „Denn jede Mono-Diät führt zu einem extremen Nährstoffmangel“, warnt die Ökotrophologin. Kein einziges Lebensmittel kann nämlich allein den vielschichtigen Nährstoffbedarf eines Menschen decken.

Eiweißmangel, ein Minus an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien, aber auch an Fett, kann zu deutlichen Mangelsymptomen führen. Denn sogar Fett sollte nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden, weil es wichtig für die Zellbildung und die Nervenfunktion ist.“

Klare Worte also von einer Expertin, die es wissen muss. Allerdings – wie eingangs bereits angerissen: man muss keine Expertin sein, um zu durchschauen, dass es sich bei derlei Ernährungskonzepten um den reinsten Hokuspokus handelt. Wer je mit einer Kohlsuppen-Diät abnehmen wollte, dürfte in schauriger Erinnerung haben, wie große die Lust auf diese Speise ab Tag 2 dieser Diät war.

Auf Bananen, Orangen oder was auch immer auszuweichen, ist keine Alternative. Schon rein vom Menschlichen her ist es so, dass man eines solch öden Speiseplanes spätestens am zweiten oder dritten Tag überdrüssig wird.

Ernährungsumstellung statt Diät

Gut beraten ist, wer gänzlich auf eine Ernährung dieser Art verzichtet und sich in Sachen Gewichtsverlust für das einzig Richtige entscheidet: die langfristige Ernährungsumstellung. Parallel begleitet von (moderater) sportlicher Betätigung, sollte es mittelfristig gute Ergebnisse geben. Die Herausforderung hierbei ist allerdings auch nicht ohne: durchhalten und eine Ernährungsumstellung auf Dauer in den Alltag zu integrieren, sollte schon drin sein.

Und ganz ehrlich: anders geht’s auch nicht. Wunderdiäten hin – Mono-Diäten her!

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