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Nudeln

Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern. Der Sommer steht vor der Tür und freilich hat in dieser Jahreszeit kein Mensch Lust auf schwere Kost. Nudel-, Grün- und andere Salate haben wieder Hochkonjunktur. Zeit, Ihnen eines unserer Lieblingsrezepte zu präsentieren: einen sommerlich leichter Nudelsalat.

Dieses Gericht ist für das Abendessen mit der Familie ebenso geeignet, wie für den Treff mit Freunden. Klassisch angerichtet oder mit exotischen Zutaten versehen, ist diese Mahlzeit im Handumdrehen zubereitet und macht zudem stets satt.

Außerdem kann man zumeist noch am nächsten Tag davon essen und spart sich das lästige Kochen, das gerade an warmen Sommertagen so gar keinen Spaß macht.

Sie benötigen:

  • 250 g Nudeln (Penne, Spirelli)
  • 1 kleinen Becher Naturjoghurt (für Figurbewusste mit 0,1 %)
  • 1 Becher Frischkäse, normal oder fettreduziert
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 Essiggurken
  • Gurkenflüssigkeit
  • 2 Tomaten
  • 1/2 halber Apfel
  • 1/2 TL Senf

Zunächst die Nudeln kochen und abkühlen lassen. Dann den Joghurt mit dem Frischkäse mischen, dazu etwas Essig und Öl, geben, Salz und Pfeffer dazu, glattrühren (diese Mischung dient als Mayo-Ersatz!). Dies alles unter die Nudeln geben. Dann die Tomaten achteln und entkernen. Zwiebel, Gurken, Tomaten und den Apfel klein schneiden. Alles dazugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, durchziehen lassen, nach Belieben mit Kräutern garnieren und – genießen!

Guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

Sängerin Nena

Nanu – wer lächelt denn da aus dem PENNY-Prospekt? Das wird sich so mancher gefragt haben, der aktuell die Prospekte des Discounters durchblättert. Und dort auf niemanden geringeren stößt, als auf Nena. Die Ikone der Achtziger lächelt – in Lederjacke und rot-schwarzem Kleid – aus einem PENNY-Prospekt, der auf Angebote bis Ende dieser Woche hinweist.

Nena repräsentiert die Marke NATURGUT von PENNY

Und Nena (re)präsentiert darin die Marke NATURGUT. Die Produkte aus dieser Reihe sind laut den Erläuterungen in dem Angebotsheft natürlich und zu 100 Prozent Bio.

Das entsprechende Siegel, das diese Produkte ziert, steht für biologischen Landbau nach EU-Vorschriften und deren Kontrollen. Artgerechte Tierhaltung gehört nach Penny-Informationen ebenso dazu, wie natürlicher Pflanzenschutz und der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Die Kampagne mit Nena steht unter der Überschrift „Natürlich für alle“ und soll kommunizieren, dass eine natürlich Ernährung für alle da sind.

Doch was sind das für Produkte, die mit der „99-Luftballons“-Sängerin beworben werden? Der geneigte Verbraucher kann sich dazu auf natürlich-für-alle.de informieren, ein Portal von PENNY.

Von Zitronen bis hin zu Reiswaffeln – NATURGUT-Palette ist umfangreich

Hier kann man sich per Mausklick über Produkte der NATURGUT-Reihe informieren, als da zum Beispiel wären: Apfel-Birnen-Mark, Bio-Apfel-Mango-Mark oder auch Bananen, Zwiebeln, Reiswaffeln, Gemüsebrühe, Spaghetti. Alles versehen mit dem BIO-Siegel und dem Oberbegriff: NATURGUT.

Sieht alles sehr lecker und appetitlich aus, aber natürlich lohnt auch ein Blick zu den professionellen Prüfern, die Produkte, die mit BIO gekennzeichnet sind mit Expertenblick unter die Lupe nehmen.

So zum Beispiel das Greenpeace Magazin, das so mancher Frau sicher schon mal beim Googlen in Sachen Zusatzstoffe in Kosmetika untergekommen ist.

Dort hat man sich den NATURGUT-Produkten bereits mit einem ausführlichen Expertenbericht gewidmet – Interessiert finden ihn hier.

Und Nena? Wie steht sie im normalen Leben zu Bio und Nachhaltigkeit? Es scheint ihr Thema zu sein, wie man hier lesen kann.

Nena auch privat auf dem Nachhaltigkeits-Trip

Sie geht sogar soweit zu sagen, dass sie – der Nachhaltigkeit zuliebe – nicht einmal täglich duscht.

Nun – das ist freilich Ansichtssache. Aber Nena, um die es in letzter Zeit musikalisch etwas still geworden ist, scheint bei diesem Thema authentisch und mit Herzblut dabei zu sein.

Und – ganz klar – : das passt zu ihr! Deshalb nimmt man Nena das Engagement für die Bio-Marke auch tatsächlich ab. Im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Frauen, die beispielsweise für Billig-Klamotten werben, aber in der Öffentlichkeit dann doch im Top-Designer-Outfit daherkommen.

Insofern bleibt abzuwarten, ob PENNY mit dem 80iger-Jahre-Star einen Volltreffer landet!

Bildnachweis: picture alliance/Annette Riedl/dpa-Zentralbild/ZB

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Karsten Stockhecker

Gesunde Ernährung ist in aller Munde. Leider nicht wortwörtlich gesehen. Denn über gesundes Essen wird zwar eine Menge geschrieben und gesendet, doch ein Großteil der Leute spaziert für den Zutaten-Einkauf für`s Abend- oder Wochenend-Essen dann doch wieder in den Supermarkt.

Und hier lauert tatsächlich das eine oder andere Lebensmittel, das kritisch unter die Lupe genommen werden sollte. Doch – mal ehrlich – wer macht das schon? Zumal viele Menschen heutzutage in einen Alltag eingebunden sind, der viel zu wenig Luft lässt und deshalb nach dem Einkauf oft schon das Hausaufgaben machen mit den Kindern, der Haushalt oder halt der nächste Termin warten. Dennoch kann man schon mit wenigen Zutaten und ohne großartigen Aufwand einfache, leckere Gerichte selbst zubereiten – täglich. Der Meinung ist zumindest Karsten Stockhecker (im Bild). Der Koch, der das Internet-Magazin „Der Sex des alten Mannes“ betreibt, hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und ist ein Verfechter der frischen, regionalen Küche. Er verabscheut die Bezeichnung „Industriell hergestelltes Lebensmittel“ und gibt im nachfolgenden Interview Tipps, wie der ungeschulte Verbraucher fragwürdige Lebensmittel erkennt und die frische und saisonale Küche in seinen Alltag integrieren kann.

FB: Karsten, wie bist Du auf den schrägen Namen Deines Internet-Portals gekommen? 

KS: Daran ist meine Oma schuld. Sie hat immer gesagt, kochen lernen ist wichtig, denn später ist  Essen & Trinken der Sex der alten Menschen. Als ich dann meinen Blog angefangen habe, war ich auf der Suche nach einem Titel für die Seite. Dabei kamen mir die Worte meiner Oma wieder in den Sinn. Etwas abgewandelt, da ich „alt“ bin, den Blog schreibe und ein Mann bin, wurde daraus „Der Sex des alten Mannes“. 

In Sachen Lebensmittel werden Verbraucher oft getäuscht

FB: Rezepte, Warenkunde, News zu Lebensmitteln im Netz – Dein Themenspektrum ist vielfältig. Aus welcher Richtung kommst Du selbst? 

KS: Nun, vor 15 Jahren wurde bei mir Diabetes diagnostiziert. Ich habe Kurse belegt, um zu lernen, was darf ich essen und was nicht? Das war so interessant, dass ich bei dem Thema geblieben bin, sehr viel gelesen, gekocht und ausprobiert habe. Um das Ganze zu vertiefen, habe ich, am Anfang nur für mich, den Blog angefangen. 

FB: Was war Deine Motivation, mit einer eigenen Seite im Netz vertreten zu sein? 

KS: Es gibt sehr viele Blogs zu dem Thema im Netz. Doch alle sind irgendwie auf ein oder zwei Themen spezialisiert. Mein Interesse liegt aber weiter über den Tellerrand hinaus. Warenkunde ist wichtig, Was ist zum Beispiel Salz, welche Arten gibt es, wozu und wie verwende ich es? Für mich ist es wichtig zu wissen, wieso, weshalb, warum ich dieses oder jenes bei einem Rezept hinein gebe. Wie kann ich das Rezept verbessern oder abändern, sodass etwas anderes, in der Grundidee doch gleiches, heraus kommt? Meine Motivation ist es auch, die Menschen dazu zu bringen, mal darauf zu achten, was man da eigentlich isst, nicht einfach glauben, was einem da erzählt oder versprochen wird, sondern zweifeln. Es sollte wieder mehr selber gemacht werden, denn Kochen macht viel Spaß.

FB: Du setzt Dich ernsthaft mit der Thematik „Lebensmittel-Transparenz“ auseinander. Wie ist es um diese in Deutschland bestellt? 

KS: Meiner Meinung nach schlecht. Es gibt zu viele Lücken in den Gesetzen und Verordnungen. Das Geld verdienen steht an erster Stelle. Ein Beispiel:
Wenn auf der Packung von Champignons „Geerntet in Deutschland“ steht, heißt es noch lange nicht, dass sie in Deutschland angebaut wurden. Sie werden in Polen gezüchtet, weil dort die Arbeitskraft billiger ist. Kurz vor der Ernte packt man die Champignons in einen LKW, fährt über die Grenze nach Deutschland. Dann werden sie geerntet und danach wieder in Polen weiter verarbeitet.

Oder Schwarzwälder Schinken. Für mich muss ein Schwarzwälder Schinken komplett aus dem Schwarzwald sein. Damit meine ich das Fleisch, die Räucherware und dass er im Schwarzwald geräuchert wurde. Früher war das bestimmt auch so. Heute kommt das Fleisch z.B. aus China, die Räucherware aus Finnland, nur geräuchert wird es im Schwarzwald, denn sonst darf er nicht so heißen, sagt eine schwammige Verordnung. In meinen Augen ist alles nur Geldmacherei und der Verbraucher wird – Entschuldigung – verarscht.   

Gesunde Ernährung im Alltag will organisiert sein

FB:  Wie kann man es heutzutage überhaupt hinbekommen, sich gesund zu ernähren und Lebensmittel zu sich zu nehmen, die wirklich frei von Schadstoffen oder undefinierbaren Inhaltsstoffen sind? Zumal vor dem Hintergrund, dass die meisten Leute sowieso schon häufig im Alltag mit Job, Kinderbetreuung und Haushalt jonglieren müssen und kaum die Zeit haben, einen regionalen Erzeuger nach dem anderen anzusteuern….  

KS: Gute Frage. Es ist schwer. Beim Einkaufen sollte man auf die Zutaten achten. Sind mehr als fünf aufgelistet, nicht kaufen! Ist eine Zutat dabei, die man nicht aussprechen kann, Finger weg. Klar ist es heute schwer, alles selbst zu machen. Doch gerade beim Selbermachen hat man es in der Hand, was man isst. Wenn man regional und saisonal einkauft, ist man schon einen Schritt näher an der gesunden Ernährung. Erdbeeren im Dezember zum Beispiel können nicht gesund sein und nicht schmecken. Wurst aus den Supermarktregalen ist nicht gesund. Die Chemiewurst hat vielleicht mal ein Schwein gesehen, aber enthalten ist da keins und wenn, dann nur 10%. Der Metzger um die Ecke, der noch selber schlachtet, da ist in der Wurst auch wirklich Fleisch drin. Es kostet zwar ein paar Euros mehr, aber es ist Wurst und kein Chemiecocktail oder Abfall, wie Separatorenfleisch.

Jeder achtet auf Qualität beim Auto, den Klamotten oder beim Handy. Aber bei dem, was man sich jeden Tag einverleibt, machen die meisten sich keinen Kopf. Die schlimmste Bezeichnung ist für mich „Industriell hergestelltes Lebensmittel“. 

FB: Aktuell erwarten wir den Frühling – was tut sich da auf Deinem Portal? Wird es spezielle Rezepte oder/und Projekte kulinarischer Natur geben? 

KS: Meine Rezepte werden das ganze Jahr regional und saisonal sein. Das ist mein Plan. Gerade im Frühling, wenn alles wieder sprießt und blüht, wird es auch wieder bunt auf den Tellern. Es wird Gemüsiger (gibt es das Wort überhaupt?).

Einiges ist in Planung. Am Besten, einfach mal überraschen lassen…! 

Lebensmittel aus der Region für japanischen Käsekuchen

FB: Du beschäftigst Dich auch mit exotischen Lebensmitteln. So zum Beispiel findet man auf Deiner Seite auch ein Rezept für einen japanischen Käsekuchen. Wo nimmst Du diese Rezepte her, wo und wie lässt Du Dich inspirieren? 

KS: Ich lese viel Rezeptbücher und -hefte. Und wie gesagt, ich schaue über den Tellerrand hinaus. Man kann beispielsweise einen japanischen Käsekuchen mit Lebensmitteln aus der Region machen, ebenso die georgische Küche. Ich finde es interessant, was und wie Menschen in anderen Ländern kochen und essen. Schon allein in Deutschland gibt es die unterschiedlichsten Küchen. Beim Lesen der Rezepte werde ich inspiriert. Etwas aus diesem und etwas aus jenem Rezept zu kombinieren und daraus entsteht etwas anderes, leckeres.   

FB: Was sind Deine persönlichen kulinarischen Highlights, die im Hause Stockhecker auf den Tisch kommen?

KS: Da gibt es zum Beispiel meine Hackfleisch-Gemüse-Pfanne. Rinderhack anbraten, Gemüse der Saison dazu und entweder mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis servieren.  Oder einen Lachs anbraten, Mangold mit Zwiebeln und bisschen Knoblauch anschwitzen und dann auf den Lachs geben, dazu Bratkartoffeln. Einfach, schnell und lecker. 

Gemeinsames Essen im Büro fördert die Gemeinschaft

FB: Welche Leistungen bietest Du Kunden und Interessierten offline an? 

KS: Ich biete Catering an, gebe Kochkurse für Kinder und auch für Erwachsene. Ich komme zu meinen Kunden nach Hause und koche dort beispielsweise für eine Geburtstagsfeier oder auch für ein romantisches Diner zu zweit. In manchen Firmen oder Büros gibt es oft eine Küche. Da jedoch keiner die Zeit hat, für alle zu kochen, weil man ja im Büro arbeiten muss, komme ich und koche für alle. Es fördert die Gemeinschaft in einem Büro, wenn alle gemeinsam essen und der Chef tut was Gutes für seine Belegschaft. Wer Interesse hat, einfach mal bei mir melden. 

Magazin „Der Sex des alten Mannes“: www.essen.stockhecker.de

Lesen Sie mit „Die Wetterküche“ einen weiteren Artikel zum Thema Lebensmittel, gesunde Ernährung und regionale Küche.

Copyright: Karsten Stockhecker

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Die Wetterküche

Was kommt dabei heraus, wenn eine Meterologin und ein Spitzenkoch ein gemeinsames Projekt angehen? Das kann doch eigentlich nur was Kulinarisches sein…! Als Michaela Koschak und Herbert Frauenberger miteinander in Kontakt kamen, ging es zunächst um ein anderes Projekt. Am Ende stand die Idee zu einem gemeinsamen Buch im Raum und herausgekommen ist: „Die Wetterküche“. Ein Rezeptband, der sich mit dem Einfluß der Jahreszeiten auf unsere Ernährung befasst.

Das außergewöhnliche Kochbuch lädt geradezu ein, die Autoren zu ihren Intentionen in Sachen „Wetterküche“ zu befragen. Wir haben sowohl Michaela Koschak als auch Herbert Frauenberger dazu interviewt.

Interview mit Michaela Koschak – Co-Autorin der „Wetterküche“

Ladies first – fangen wir mit Michaela Koschak (im Bild) an. Die Diplom-Meterologin ist vielen Menschen sicher aus dem MDR bekannt. Hier erscheint sie bei diversen Sendungen auf dem Bildschirm und moderiert das Wetter. Dass sie privat ein Faible für Kochen und Backen hat, verriet sie uns im Interview. Los gehts:

FB: Frau Koschak, welchen Bezug haben Sie zum Thema „Kochen“?

Ich koche sehr gern und auch täglich, denn jeden Abend wird bei uns warm gegessen. Allerdings experimentiere ich gern herum, somit schmeckt jedes Essen immer ein bisschen anders. Das ist manchmal schwierig, wenn wir Besuch haben und die Gäste gern das Rezept haben wollen, da ich eher nach dem Bauch, den vorhandenen Zutaten und nach Laune koche und sehr selten nach Rezept.

FB: Bleibt in Ihrem Alltag Zeit, wochentags frisch zu kochen? Wenn ja, welche Gerichte bevorzugen Sie?

Ja, das schaffen wir eigentlich immer, im Notfall greifen wir auf TK-Gemüse zurück, aber auch das ist ja quasi frisch, wenn auch eingefroren – die Vitamine bleiben ja zum Glück erhalten. Wir kochen sehr unterschiedlich, mit viel Gemüse, mindestens 1 mal die Woche Fisch und für die Kinder muss es mindestens einmal die Woche Nudeln geben, aber auch da sind die Soßen oft sehr unterschiedlich.

Mein Favorit ist gerade weißer Fisch mit einer Garnelen-Champions-Zwiebel-Soße und Reis dazu.

Keine Koch-Show, aber ein gemeinsames Buch

FB: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Herrn Frauenberger?

Ein Agent hat uns zusammengebracht, eigentlich wollte er mit uns beiden eine Wetter-Koch-Show konzipieren. Daraus ist leider nichts geworden, aber Herbert und ich fanden uns so sympathisch, dass wir in Kontakt geblieben sind. Durch den Verlag für die Frau konnten wir nun unser eigentliches Projekt in abgewandelter Form, nämlich als Buch doch umsetzen – darüber sind wir, glaub ich, beide froh, denn die Zusammenarbeit hat großen Spaß gemacht.

FB: Was hat sie speziell an einem Buchprojekt gereizt, das das Thema Wetter mit Ernährung verbindet?

Beide Themen beschäftigen uns alle tagtäglich: Wie wird heute das Wetter und was essen wir heute? Man ist erstaunt wieviel Berührungspunkte es zwischen beiden Themen gibt und das war sehr reizvoll zusammenzubringen. Zudem liegt mir das Thema Klimawandel sehr am Herzen und auch beim Thema Ernährung kann da jeder Einzelne eine Menge für tun – so sind wir auf die regionale und saisonale Küche gekommen. Außerdem war uns wichtig, dass wir mal wieder etwas bewusster in der heutigen hektischen Zeit ans Essen denken, dementsprechend Einkaufen und auch den Himmel und die Natur mal wieder beobachten, denn im Alltag macht das kaum jemand.

FB: Wonach hat sich die Auswahl der Rezepte gerichtet, die Sie gemeinsam mit Herrn Frankenberger veröffentlicht haben?

Ja, vor allem nach saisonaler und regionaler Kost. Wir haben das Buch in die Jahreszeiten aufgeteilt und jeweils versucht einfach nachzukochende, leckere, aber auch Rezepte zu finden, wo die Zutaten aus der Region zu bekommen sind und man nicht beispielsweise Kiwis aus Neuseeland benötigt.

Bauernregeln stimmen häufig

FB: In Sachen Wetter und Lebensmittel gibt es ja auch etliche Bauernregeln – im Buch wird das thematisiert. Inwiefern kann man diesen alten Weisheiten trauen?

So einige Bauernregeln sind wirklich gut und an die kann sich der Kleingärtner halten. Klar, durch den Klimawandel wird sich da in den nächsten Jahrzehnten das ein oder andere verändern. Aber bisher stimmen zum Beispiel die „Eisheiligen“ oder die „Siebenschläferregel“ sehr häufig. Die Bauern sind seit Jahrtausenden aufs Wetter angewiesen und haben da einen deutlich geschärfteren Blick als die meisten Städtler heutzutage.

FB: Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch?

Da ich nicht so gern Fleisch esse, sind meine Favoriten: Isländischer Honiglachs auf Blattspinat mit karamellisierten Kartöffelchen und die Spargelstangen in Bärlauch-Crêpes mit einer Tomaten-Frühlingszwiebel-Vinaigrette.

FB: Sie selbst haben als Diplom-Meterologin einen sehr interessanten Beruf und sind privat Mutter. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Alltag wird frisch eingekauft und vorgekocht

Da ich mir den Monat mit zwei Kollegen teile, arbeite ich im MDR nur 10 Tage. Bücher schreiben, Vorträge und andere Moderationsjobs kann ich mir dann ganz gut einteilen und zum Teil von zu Haus aus arbeiten. An den MDR-Tagen bin ich vormittags im Büro, mittags hab ich Zeit frisch einkaufen zu gehen und vorzukochen, sodass dann am Abend die Kinderfrau mit den Kindern warm essen kann. Am Nachmittag muss ich dann wieder in den Sender, mein Arbeitstag endet an diesen Tagen erst um 20:15 Uhr. Aber das ist zum Glück ja nicht jeden Tag so.

FB: Gibt es kulinarisch etwas, worauf Sie sich im kommenden Frühling freuen?

Auf alle Fälle wieder auf die Spargel- und Erdbeersaison. Ich bin gespannt wie dieses Jahr unsere eigenen Erdbeeren aus dem Garten werden. Und natürlich ist das erste Highlight im Frühling der selbstgeerntete Bärlauch aus dem wir Butter machen und sie mit frischem, selbstgebackenen Brot genießen.

Herbert Frauenberger: Spitzenkoch aus Thüringen im Interview

Weiter gehts mit dem Interview mit Herbert Frauenberger (im Bild). Der Privatkoch aus Thüringen, der zu den Spitzenköchen des Landes zählt und mit einer eigenen Kochschule sowie unzähligen Privatbuchungen von Freunden der gehobenen Küche gut beschäftigt ist, bewegte sich schon zu DDR-Zeiten in prominenten Kreisen.

Später präsentierte auch er sich dem Publikum des Mitteldeutschen Rundfunks im Fernsehen. Wir haben mit ihm über seine spannende Tätigkeit und über „Die Wetterküche“ gesprochen:

FB: Die gehobene Küche war von Anfang an ein berufliches Ziel von Ihnen, weshalb Sie sich bei der damaligen INTERHOTEL-Kette beworben hatten. Wiemuss man sich das heute vorstellen, auf welchem Niveau spielte sich dortalles rund um die Kulinarik ab?

Bekanntlich war die Warendecke in der ehemaligen DDR vergleichsweise zu heute sehr dünn „gestrickt“ und wenn dazu die Decke noch zu kurz ist, dann kann man sich nur überlegen, ob man lieber warme Füße oder einen warmen Kopf hat. So muss man sich die einstige Versorgung in Deutschlands Osten vorstellen.

Die DDR war auch immer bestrebt, internationales Ansehen zu genießen und so wurden seit 1965 Hotels unter dem Namen Interhotel aufgebaut, die internationalen Kriterien einer modernen Gästebetreuung Rechnung trugen. Mit zum Teil überdurchschnittlichem Engagement, mit Improvisation, Bündelung von sehr knappen Ressourcen, aber auch mit einigen Importen, die der Bevölkerung nicht oder nur zu einem verschwindend kleinen Teil in sogenannten Delikatgeschäften zugänglich waren, wurde versucht, mit internationalen Maßstäben Schritt zu halten. Insbesondere im Küchenbereich wurden durch die vergleichsweise guten Versorgungsbedingungen auch besonders engagierte und interessierte Fachleute angezogen, oder durch gute Ausbildung geschaffen.

Interhotel-Köche waren auf Sonnenseite des DDR-Alltags

Das soll zwar nicht heißen, dass es in anderen Versorgungseinrichtungen kein gutes Personal gab, aber bei der Vereinigung Interhotel arbeiteten insbesondere Köche auf der „Sonnenseite“ des DDR Alltages. Vom fachlichen Anspruch brauchte sich eine Vielzahl von Fachkollegen nicht hinter dem Niveau vergleichbarer Kollegen im westlichen Ausland zu verstecken. Das beweist auch deren Teilnahme an internationalen Koch-Wettbewerben, wo eine Vielzahl Edelmetall mit nach Hause gebracht wurde.

FB: Ihre beruflichen Stationen sind beachtlich. Heute betreiben Sie in Thüringen eine Kochschule und werden auch als Privatkoch gebucht. Wie schaut Ihr beruflicher Alltag aus?

Es macht mich heute nach einem erfüllten Berufsleben glücklich, dass ich immer noch als Koch tätig sein kann. Fast 50 Jahre trage ich die weiße Kochjacke- und zwar mit Stolz und meine Leidenschaft, diesen doch recht schweren Beruf auszuüben, ist noch immer hellwach. Mit viel Freude versuche ich, meine gesammelten Erfahrungen an interessierte Menschen weiterzugeben. In der Tat konnte ich mir in den fast fünf Jahrzehnten meiner Berufspraxis ganz viele Wünsche erfüllen und hoch gesteckte Ziele erreichen. Mitunter war der Weg ziemlich steinig und forderte persönliche Opfer. Mitunter kam da schon mal die Familie zu kurz und Freundschaften konnten zu wenig aufgebaut und gepflegt werden.

Kochshows im Fernsehen zeichnen mitunter falsches Bild

Das ist allerdings das Los ganz vieler Gastronomen und nicht umsonst sucht heute unsere Gastronomie Hände-ringend nach Nachwuchs. Junge Leute sind nur noch selten bereit, die ungünstigen Arbeitszeiten, den Verzicht auf freie Wochenenden und Feiertage, die schwere körperliche Arbeit und dazu noch vergleichsweise schlechte Bezahlung zu tolerieren. Mitunter wird auch im Fernsehen bei der Vielzahl von Kochshows ein falsches Bild vom Alltag eines Koches vermittelt. Wenn ich als Privatkoch bei meinen Gästen unterwegs bin, wird mitunter auch die Vorbereitung, die eigentlich bereits mit dem qualifizierten Einkauf beginnt, ausgeblendet und sogar bei der Rückkehr an heimischen Herd gibt es noch Nacharbeiten. Der Gast sollte das aber auch gar nicht spüren und sich nur am guten Essen erfreuen.

FB: Mit der MDR-Wetterexpertin Michaela Koschak haben Sie das Buch „Die Wetterküche“ geschrieben. Was hat Sie am Thema Wetter, in Verbindung mit Rezepten, gereizt? Wie kam es zu dem gemeinsamen Buchprojekt?

Seit Kindesbeinen bin ich nicht nur an der Zubereitung leckerer Speisen interessiert (Meine Großmutter hatte  daran als wirklich sehr gute Köchin einen großen Anteil)- mein Vater baute mir schon sehr zeitig auf Grund meines Interesses an der Gartenarbeit aus alten Fenstern und mit einigen Steinen ein Mistbeet, in dem ich Gemüse anbaute. Der Erfurter Sämereienkatalog von Chrestensen gehörte zu meiner beliebtesten Lektüre. Irgendwie war mir wahrscheinlich schon als Kind unterschwellig bewusst, dass beide Gebiete zusammengehören. Mein diesbezügliches Interesse hat sich auch bis heute so erhalten.

Wetter beeinflusst Arbeit in der Küche entscheidend

Es war eine glückliche Fügung, dass ich vor mehreren Jahren die Wetterexpertin Michaela Koschak kennenlernen konnte. Schnell stellte sich im Gespräch heraus, dass unsere Wissensgebiete ganz viele Schnittstellen und Berührungspunkte besitzen. Seit Menschen unseren Planeten bevölkern, beobachten sie das Wetter, um die richtigen Saat- und Pflanztermine, aber auch die passenden Erntetermine zu finden. In unseren Breiten bestimmen die Jahreszeiten ganz entscheidend unsere Ernährung und das Wetter beeinflusst damit ganz entscheidend die Arbeit in der Küche.

An heißen Sommertagen ist unser Appetit ganz anders ausgerichtet als an frostigen Wintertagen. Die Wettervorhersage gehört aus den unterschiedlichsten Beweggründen zu den begehrtesten Informationen in unserem Alltag und ist einsamer Spitzenreiter bei den Einschaltquoten in Funk- und Fernsehen. Das Interesse an der sprichwörtlichen Wetterküche reicht in beinahe alle Bereiche unseres Lebens hinein. In unserem Buch bringen wir ganz viele Beispiele dafür. Begünstigend für unser gemeinsames Buch war, dass wir beide einen sehr ähnlichen Schreibstil besitzen und auch bei Bewältigung des Stoffes ganz viel Übereinstimmung in der Herangehensweise fanden. Nicht zu vergessen auch der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des Anderen.

FB: wie sollten sich die Menschen die Jahreszeiten, in Bezug auf Lebensmittel, zunutze machen?

Früher musste man gar nicht nachdenken, da konnte  man nur die Produkte in der Küche verarbeiten, die in der jeweiligen Saison erntefähig waren oder durch Haltbarmachung eben zur Verfügung standen. Heute ist das ganz anders. Unsere Märkte unterscheiden sich im Sortiment nur ganz wenig nach den Jahreszeiten. Moderne Düsenjets und vollkommen neue Produktionsmethoden, Handel im nie dagewesenen Umfang ermöglichen nahezu uneingeschränkt, das schier unersättliche Kaufinteresse der Menschen zu stillen.

Unsere Supermärkte, Wochenmärkte und  Lager sind proppenvoll gestopft mit frischen und haltbar gemachten Lebensmitteln. Nur einen Bruchteil davon verbrauchen wir tatsächlich. Durch den mitunter sehr aufwändigen Transport belasten wir unsere Umwelt im unverträglichen Maße, denn wir alle wissen inzwischen, dass eigentlich der Termin zur notwendigen Mäßigung schon recht lange überschritten ist. Auch wenn das von weither „herangekarrten“ Obst und Gemüse optisch hervorragend aussieht- auch da kann mit Chemie,  Physik  und anderen Wissenschaften bestens nachgeholfen werden- auf dem Transportweg verlieren alle frischen Produkte wertvolle Inhaltstoffe.

Besinnung auf erntefrische Produkte

Deshalb sollten wir uns wieder besinnen, dass erntefrische Produkte für unsere Ernährung einfach am wertvollsten sind. Mehr Disziplin beim Einkauf- nur die Mengen kaufen, die man wirklich benötigt und Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege benötigten, sollten immer den Vorrang haben. In unserem Buch „Die Wetterküche“ findet man eine Vielzahl interessanter Rezeptempfehlungen, was man gemäß der Jahreszeiten mit heimischen Produkten herstellen kann. Bei Alledem brauchen wir uns nicht fremdländischer oder gar exotischer Zutaten zu verschließen. Mitunter kann man sie auch perfekt mit unseren heimischen Produkten kombinieren.

FB: Sie sagen, dass heutzutage einige Lebensmittel in Vergessenheit geraten sind und Sie solche Lebensmittel in Ihr berufliches Tun einbeziehen. Welche sind das?

Aus meiner Sicht ist diese Aussage ganz wichtig. Durch unterschiedliche Ursachen ist so Einiges, was einst in unseren Breiten und unter unseren klimatischen Bedingungen angebaut und gezüchtet wurde, aber auch heute noch in unserer Natur vorkommt,  in Vergessenheit geraten und peu a peu von unserem Speisenzettel verschwunden.

Kinder kennen exotische Früchte oft besser, als einheimische Pflanzen

Dazu gehören beispielsweise Mangold , Pastinake, Knollenziest, Tobinambur, aber auch Wildfrüchte wie Hagebutte, Schlehe, Edeleberesche oder Sanddorn, um nur einige zu nennen. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch das Meiste davon und Wildfrüchte haben wir noch mit Freude reichlich gesammelt und verarbeitet. Einige der genannten Vertreter findet man beim Studium unserer „Wetterküche“ wieder. Wenn ich derartige Produkte verarbeite – auch in Verbindung mit hervorragend schmeckenden Wildkräutern oder Pilzen aus der Natur -, dann ernte ich meist große Bewunderung.

Unsere Kinder kennen eine exotische Kiwifrucht oder Mango besser, als einen Maipilz oder Sauerampferblätter.

FB: Worauf kommt es – Ihrer Meinung nach – in Sachen guter Ernährung im Alltag an?

Nach meiner Meinung kommt es heute darauf an, wieder zu einer ausgewogenen Ernährung zu finden. Wir Menschen neigen immer zu Extremen. Obwohl  wir mit dem kostbaren Gut der Intelligenz ausgestattet sind, nutzen wir diese insbesondere bei unserer Ernährung nur sehr unzureichend. Das können die Tiere viel besser und durch unser unkontrolliertes und schlechtes Verhalten verführen wir sogar Tiere zu schlechter Ernährung. Massentierhaltung oder das sorglose Wegwerfen von Lebensmitteln, was Wildtiere in unseren Lebensraum lockt, sind vielleicht ganz gute Beispiele dafür.

Mehr Eigendisziplin beim Umgang mit Lebensmitteln!

Unser schier unersättliches Profitstreben führt auch dazu, dass zum Beispiel viel mehr Tiere gezüchtet werden, als eigentlich notwendig wären. Nur die edelsten Fleischteile sind für uns von Wert. Im großen Stil sind wir eben sehr leichtfertig beim Wegschmeißen. Das war früher zu Zeiten der Mangelwirtschaft ganz anders.

Nun wünscht sich natürlich Keiner den Mangel und die Not zurück, aber mehr Eigendisziplin würde uns gut zu Gesicht stehen und unserem Fortbestand auf Mutter Erde gut tun. Jeder kann und sollte einen kleinen Beitrag leisten!

FB: Was raten Sie Leuten, die beruflich eingespannt sind, für die Familie aber dennoch abends was Selbstgekochtes servieren wollen?

Es dürfte erwiesen sein, dass das heutige, beinahe schon unübersichtliche Freizeitangebot die lebensnotwendigen Arbeiten im Haushalt immer unattraktiver machen – leider auch mitunter die Arbeit in der Küche. Umso erfreulicher, dass die Ausstattung und Gestaltung der Küchen in den letzten Jahren einen mächtigen Aufschwung erlebte, was die Wertigkeit der Küche beträchtlich erhöhte.

Offene Küchen fördern familiäre Kommunikation wieder mehr

Die Küche war einst der Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung und auch Ort der Kommunikation in der Familie. Diesen Status bekommt sie durch eine offene Gestaltung, zeitgemäße Wohnraumgestaltung sowie Materialien und natürlich durch moderne Technik mit Gelinggarantie wieder zurück. In den großzügigen Küchen der heutigen Zeit können meist mehrere Personen gleichzeitig arbeiten. So wird Kochen unbedingt zur Freude und keinem Familienmitglied zur Last. Man experimentiert gemeinsam und das „Meckern“  einzelner Familienmitglieder wird schwieriger. Auch Alltagsprobleme werden wieder besser miteinander besprochen – im Zeitalter der Smartphone besonders wichtig!

Wenn wirklich Zeitmangel existiert, dann gibt es eine Vielzahl von schmackhaften Speisen, die in weniger als einer halben Stunde mit frischen Zutaten zuzubereiten sind. Meine Angebote, derartige Gerichte in der Kochschule vorzustellen, sind immer heiß begehrt und die zur Verfügung stehenden Plätze sind schnell ausgebucht. Man sollte nicht meinen, wie viele pfiffige Gerichte es gibt, die dieses Kriterium der Zubereitungszeit erfüllen. Und:  Eine halbe Stunde der Tageszeit sollte uns unser und der Körper unserer Familienmitglieder unbedingt Wert sein!

FB: Welches ist Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch „Die Wetterküche“?

Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht gerne ein Gericht besonders hervorheben. Alle Gerichte haben ihren Charme und natürlich spielt die jeweilige  Stimmung auch immer eine ganz wichtige Rolle. Ich liebe allerdings Suppen und auch bei uns zu Hause steht mindestens einmal in der Woche eine Suppe auf dem Speiseplan. Da kann man sich auch jahreszeitgemäß mit den Zutaten so richtig austoben!

FB: Was steht demnächst bei Ihnen an? Verraten Sie uns aktuelle Projekte?

Natürlich wünsche ich mir, dass ich mit meiner Frau gemeinsam gesund und körperlich fit bleibe. Meine Frau unterstützt mich, damit ich für meine Gäste „den Rücken frei habe“. So kann ich mit meinem Fachwissen und –können noch möglichst viele Gäste bei meinen Einsätzen erfreuen. Natürlich gibt es auch noch einige neue Ideen.

Thüringen hat kulinarisch viel zu bieten!

Sprichwörtlich „im Kasten“ befindet sich mein neues Buch „Die besten Rezepte aus Thüringen“, das am 20. März anlässlich der Leipziger Buchmesse erscheinen wird. Dass ich mit diesem Buchprojekt vom Leipziger Buchverlag für die Frau betraut wurde macht mich besonders stolz, denn schließlich bin ich aus Leib und Seele aber auch sehr gerne Thüringer. Thüringen hat kulinarisch eine Menge zu bieten- weit mehr als nur Bratwurst, Rostbrätel und Klöße! Über Neuigkeiten berichte ich regelmäßig auf meinem Internetportal www.privatkoch-frauenberger.de

Sie dürfen also weiterhin im positiven Sinne gespannt sein.

Tipp: am kommenden Donnerstag, 31. Januar, um 20.15 Uhr, sind beide zu Gast in Lehmanns Buchhandlung in Leipzig. Dort stellen sie das Buch vor & präsentieren ihre „Wetterkochshow“. Herr Frauenberger kocht live bis zu 5 Kostproben aus dem Buch. Interessierte können Karten buchen unter: https://www.lehmanns.de/page/leipzigveranstaltungen

Bezugsquelle: „Die Wetterküche“ hier.

Bildnachweise: Verlag für die Frau, Denise Seibt, Herbert Frauenberger

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wie immer…! Doch warum sich nur auf Vorhaben fokussieren, die man `eh nie großartig durchhält (mehr Sport, weniger Essen, neues Hobby usw….)? Durch eine Freundin, die alleinerziehend und Mitglied in einer Single-Eltern-Gruppe auf Facebook ist, wurde ich auf ein Posting in einer solchen Gruppe aufmerksam, das sich mit bewussterem Einkaufen und Sparen als Vorsatz für`s neue Jahr befasste.

Eine alleinerziehende Mutter hatte den Post erstellt, meine Freundin zeigte ihn mir.

Er lautete:

  • Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusster und sparsamer mit meinem Geld zu wirtschaften …
  • Kaffee to Go wurde letztes Jahr schon verbannt ….
  • Einkaufen geh ich jetzt bei Lidl und nicht mehr bei Edeka ….

Habt ihr noch Tipps – es geht nicht um sparen um zu müssen, sondern um bewusster mit Geld umzugehen, um auch Reserven aufbauen zu können. Ich hab mir zB neue „Tupper“dosen gekauft und koche jetzt öfter mehr – und auf Vorrat, gehe mit mehrfach Einkaufstüten einkaufen etc. Also – alle Tipps: gern gesehen“

Die Zeilen fanden Anklang und die angeregten Tipps kamen reichlich. Natürlich eignen sie sich nicht nur für Ein-Eltern-Familien, sondern auch für Familien und Singles ohne Kinder.

Für`s Sparen haben die meisten ihre individuellen Tipps

Mir fiel auf, dass viele User davon sprachen, auf verpackte Lebensmittel verzichten zu wollen und auch die Alternative „Fahrrad statt Auto“ wurde thematisiert.

Interessant war es vor allem, davon zu lesen, mit welchen coolen, individuellen Tricks sich die User der Gruppe einem bewussteren und sparsameren Alltag widmen.

Eine Frau bekannte:

Ich trinke fast nur Leitungswasser. Schont die Umwelt und den Geldbeutel

Auch bei einer anderen Userin war das ein Thema, sie hatte aber noch einige Tipps mehr auf Lager, vor allem im Hinblick auf das liebe Geld – Zitat:

Ich habe einen Budgetplan gemacht. Alles was vom Konto abgeht bleibt drauf. Der Rest wird abgehoben. Dann nach Haushaltsplan aufgeteilt, der Rest geht sofort in einen Sparpot. Wenn das Budget für Ausgehen aufgebraucht ist, dann geht’s eben in dem Monat nicht mehr. Das Selbe mit Friseur oder Kleidung. Was weg ist ist weg. Klappt super. Vor Allem seit ich nicht mehr mit ec Karte zahle.

Dann haben wir einen Wassersprudler gekauft und ich gehe nur einmal oder maximal 2mal in der Woche einkaufen nach Plan, was ich kochen will. Spart ne Menge Geld, weil man so dieses zusätzlich mal hier Süßkram, mal da Chips spart.“

Das Thema Kochen hatten mehrere Mitglieder der Gruppe auf dem Schirm. Kein Wunder: hier ist gute Planung tatsächlich alles, allein es wird oftmals nicht umgesetzt. Das kenne ich auch von mir. Wie oft schon habe ich mir vorgenommen, am Wochenende einen Kochplan für die gesamte Woche aufzustellen, so richtig umgesetzt habe ich es noch nie.

Selber kochen heißt Sparen!

Dabei dürfte das ein Vorhaben sein, das sich total auszahlt, wenn man es denn wirklich konsequent angeht. Auch wenn es Zeitgenossen gibt, die meinen, das alles sei ein Relikt aus Omas Zeiten. Man bedenke dabei: viele Omas hatten aber doch irgendwie immer was im Sparstrumpf….!

Eine Frau schreibt hierzu folgendes:

„Bei mir hat ein Wochen-Essensplan Wunder bewirkt. Wir planen am Samstag für die ganze Woche und ich mache einen großen Einkauf. Dann muss ich nicht so oft einkaufen und gebe nicht jedes Mal Geld für „Beifang“ aus.“

Für das Wort „Beifang“ bekam diese Userin sehr viel Zuspruch und entsprechendes Feedback. Es scheint also tatsächlich vielen, vielen Leuten so zu gehen, dass sie beim normalen Einkauf oftmals spontan überflüssige – oder sagen wir: nicht wirklich benötigte – Dinge einkaufen. Auch das kenne ich von mir…!

Weitere Tipps zum Thema zeigten auf, was man mit Kreativität alles so zaubern kann, so zum Beispiel dieser Kommentar:

Viele Dinge selber machen. Gekocht wird nur frisch, keine Fertigprodukte. Aber auch Dinge wie Waschmittel, Shampoo möchte ich dieses Jahr selbst herstellen, der Umwelt zuliebe, der Gesundheit zuliebe. Weiter bewusster einkaufen. Weniger plastikverpackungen. Nur, was aich verarbeitet und gegessen wird kaufen. Reste besser verwerten, haltbar machen. Habe mir zB einen Dörrautomat gekauft, um zB Äpfel zu dörren, die anstelle von Süßkram gegessen werden können. Was ich ebenfalls ändern möchte, mehr mit dem Fahrrad fahren, sobald es das Wetter zulässt. Spart Benzin, tut der Gesundheit gut.

So manche(r) geht seine Vorhaben richtig profimäßig an, das zumindest geht aus den Zeilen einer Frau vor, die sich wie folgt organisiert:

Ich habe alle Fixkosten des Jahres gezwölftelt und addiert. Dieser Betrag geht jeden Monat auf ein Girounterkonto. Wenn die Abbuchung in dem jeweiligen Monat kommt, nehme ich den Betrag von diesem Konto wieder auf mein normales Girokonto. Da ist eine Pauschale für Tierarzt, Urlaub, Elektrogeräte, Klassenfahrt, Autoreparatur, Versicherungen, alles, was nicht mtl. abgebucht wird. Und dann verzichte ich auch auf jegliches auf der Straße zu kaufendes a la Café to go… Ich gehe recht gern zu Aldi und Lidl und meide Rewe und Edeka.
Ich kaufe kaum noch mehrPackungen von etwas, nur weil der Artikel im Angebot ist. Die Werbeprospekte schaue ich dreimal durch, um wirklich zu hinterfragen, ob ich das wirklich brauche, sollte mir was gefallen haben. Wir essen den Kühlschrank leer, bevor ich neu plane, also bis auf Butter, Marmelade…

Beim Thema Geld erhielt die Möglichkeit, monatlich eine gewisse Summe des Familienbudgets ohne Wenn und Aber vom Konto abzuheben und zu sparen, Zuspruch. Allerdings klappt das nicht bei jedem und da geht es mal wieder den „Menschen so, wie den Leuten“….wie man so sagt.

Aber lesen Sie selbst, was ein Mann diesbezüglich kommentierte:

„Ich versuche das jedes Jahr aber klappt nicht weil sobald ich ein kleine Summe erspart habe geht was genau in der Höhe kaputt! Spare ich nicht bleibt alles heile!“

Auch eine Möglichkeit, ohne viele finanzielle Einbußen durch den Alltag zu kommen…So oder so: diese Tipps und Vorhaben zum Thema Sparen und bewusster leben sind es auf jeden Fall wert, dass man sie sich einmal durch den Kopf gehen lässt. Und sie mit dem eigenen Lebensstil abgleicht.

Warum nicht das eine oder andere davon umsetzen, vor allem jetzt, am Jahresanfang, wo die Motivation, Dinge neu anzugehen, bei vielen ja doch noch hoch ist?

Und wenn die Motivation erst einmal über gegangen ist in ein reguläres Alltagsverhalten, dann hat man es geschafft. Vor allem dann, wenn der Blick auf`s Konto und in den Abfalleimer doch ein wenig mehr (Geld) und auf der anderen Seite weniger (Müll) verheißt.

Insofern: mit diesen coolen Tipps sollte sich doch das neue Jahr gut angehen lassen!

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Essbare Blüten – in kulinarischen Kreisen oft Essblüten genannt – haben sich in den letzten Jahren bei Profi- und Hobbyköchen immer mehr etabliert. Vor allem optisch geben sie vielen Gerichten den letzten Schliff. Und dass man sie dann auch noch essen kann, ist doch wunderbar.

Oder etwa nicht? Nun – Skepsis ist angebracht, wie ein Artikel in dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL, Ausgabe 47 / 2018, zeigt.

Dort heißt es:

„Sind die Blüten (…) wirklich essbar? Das wollten Forscher des Lebensmittel-Instituts der Dänischen Technischen Universität wissen und haben sich in einer Übersichtsstudie 23 Pflanzen angesehen, die häufig Verwendung in der Küchen finden. 14 davon enthielten potenziell giftige Substanzen. So finden sich in den hübschen Borretschblüten oder Natternköpfen Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und krebserzeugend sind. Hohe Dosen an Scharfgarbe schädigten in Studien ds Hodengewebe von Ratten und Mäusen. Und – ebenfalls in höheren Dosen – geht auch das Waldmeisterkraut auf die Leber. Ein erwachsener Mensch solle nicht mehr als wenige Gramm der Blüten pro Tag verzehren. Für alle Blüten gilt: Die Dosis macht das Gift. Die im Salat beliebten Wilden Stiefmütterchen hat die European Medicines Agency 2010 schon als Heilkraut eingestuft, gleichzeitig aber davon abgeraten, sie Kindern und Jugendlichen zu servieren. Wer Zweifel hat, sollte die Blüten-Deko deshalb einfach als solche behandeln – und sie an den Tellerrand schieben“

Also: im Zweifel lieber aufs eigene Bauchgefühl hören!

Und dann: guten Appetit!

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Es ist wohl in vielen Familien dasselbe: man möchte die Ernährung im Alltag gut gestalten und selbst kochen, aber aufwändige Festmahlzeiten sollen`s ja nun gerade nicht sein. Viele bemühen deshalb das Kochbuch oder Internet, um gute Alltagsgerichte, die sich auf die Schnelle zaubern lassen, zu finden.

Auch uns geht das so und – wie wohl bei vielen anderen Leuten auch – haben wir eine gewisse Anzahl an Gerichten, die wir immer wieder gern kochen und die definitiv in die Kategorie „schnelle Rezepte“ fallen.

Nachfolgend stellen wir Sie Ihnen vor. Jeweils für vier Personen.

Makkaroni auf Ossi-Art oder auch Makkaroni mit Tomatensauce – eines der Alltagsgerichte, das im Handumdrehen fertig ist!

Gut – zugegeben, die echten Makkaroni werden für dieses Rezept nicht verwendet (siehe unten, bei Zutaten). Trotzdem wurde dieses Mahl im Alltag der DDR, wo man es total oft kochte, „Makkaroni“ genannt. Bis heute ist das vor allem in den neuen Bundesländern so. Das aber nur am Rande. Wer mag, nimmt einfach echte Makkaroni – siehe Bild.

Sie benötigen:

  • 500 g Jagdwurst,
  • 500 g Nudeln (Sorte Penne oder Spirelli),
  • 1 Zwiebel,
  • 1 kleines Tetra-Pack passierte Tomaten,
  • Rapsöl für die Pfanne,
  • Pfeffer und Salz.

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzen, salzen und zum Kochen bringen. Die Jagdwurst und die Zwiebel klein schneiden (die Jagdwurst in Würfel). Wenn das Wasser kocht, die Nudeln reingeben und nach persönlicher Bissfestigkeit weich kochen. Parallel dazu das Öl in der Pfanne erhitzen und dann die Zwiebeln zuerst scharf anbraten, danach die Jagdwurst-Würfel beigeben und ebenfalls scharf anbraten.

Danach die Hitze auf „mittel“ stellen, weiter braten und nach ca. 10 Minuten die passierten Tomaten hinzugeben.

Rühren, nach Belieben würzen, die Nudeln abseihen und fertig ist ihr schnelles Pasta-Alltagsgericht, das übrigens deshalb „nach Ossi Art“ genannt wird, weil man dieses Rezept unglaublich oft in der DDR gekocht hat! Dort war es eines der absolut beliebtesten Alltagsgerichte! Bis heute dürfte es wohl vor allem in Familien mit Kindern großen Anklang finden!

Weiter geht es mit einem Rezept für eine schmackhafte Suppe, die sich ebenfalls auf die Schnelle zubereiten lässt:

eine Zucchini-Cremesuppe.  

Diese total leckere Suppe eignet sich vor allem in der aktuellen Jahreszeit sehr gut, um dem Körper mit einem Mal eine Menge an Vitaminen zuführen zu können. Immerhin ist das grüne Gemüse in diesem Zusammenhang ein echter Alleskönner.

In die Abteilung „Alltagsgerichte“ kommt die Suppe, weil man sie in etwas mehr als dreißig Minuten zubereitet hat.

Und hierfür benötigen Sie:

1 ½ Kilo Zucchini,

4 große Kartoffeln,

3 Esslöffel Instant-Gemüsebrühe,

100 ml Schlagsahne aus dem Becher,

1 bis 3 Knoblauchzehen (ganz nach Geschmack, die meisten nehmen zwei Zehen),

Salz und Pfeffer.

Und so bereiten Sie das gesunde Alltagsgericht zu:

Sowohl die Kartoffeln als auch die Zucchini in Würfel schneiden. In der Zwischenzeit 1,5 bis 2,0 Liter Wasser aufkochen, die Gemüsebrühe hinein rühren und dann die Kartoffel- und Zucchini-Würfel dazugeben. Den Knoblauch klein hacken und dazu geben. Nun die Suppe ca. 15 bis 20 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Dann nach Bedarf würzen und abschließend pürieren.

Wer mag, bestreut die Suppe noch mit Petersilie, aber meist ist das nur vonnöten, wenn man dieses Alltagsgericht als Vorsuppe für eine festliche Gäste- oder Familienmahlzeit reicht. Im Alltag bestreut ja kaum einer seine Suppe mit Kräutern – oder? Aber wer mag: klar, immerzu!

Zum Abschluss noch ein weiteres Gericht, das sich ebenfalls im Handumdrehen und auf die Schnelle zubereiten lässt und deshalb ein ganz klarer kulinarischer Alltags-Favorit ist:

Schweinegeschnetzeltes mit Erbsen und Ananas!   

Klingt erst mal exotisch und so gar nicht nach Alltagsgericht – ist aber eines.

Hierfür benötigen Sie:

700 g Schweinefilet,

1 Zwiebel,

2 Esslöffel Butter,

150 g TK-Erbsen,

150 g Ananas-Stücke aus der Dose,

Salz,

Pfeffer,

1 Esslöffel Currypulver,

125 ml Gemüsebrühe,

Rapsöl für die Pfanne,

100 ml Sahne.

Und so bereiten Sie dieses leckere Rezept zu:

Schweinefilet zuerst in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Derweil die Butter in einer Pfanne erhitzen. Danach die Fleischstreifen darin unter Rühren anbraten. Dann die Zwiebelringe hinzufügen und diese circa drei Minuten mitschmoren.

Danach werden die gefrorenen Erbsen und die Ananas-Stücke hinzugegeben. Mit Pfeffer, Salz und Curry würzen, dann die Gemühsebrühe mit der Sahne hinzugeben und alles etwa zehn Minuten schmoren lassen. Die Flüssigkeit sollte um 1/3 einkochen. Danach ist dieses kinderleichte Alltagsgericht servierbereit, am besten schmeckt dazu Reis, der sich parallel zubereiten lässt.

Dieses Rezept eignet sich übrigens das ganze Jahr über als eine Mahlzeit, die auf die Schnelle für die ganze Familie fertig ist!

Für alle hier genannten Gerichte wünschen wir viel Spaß beim Nachkochen und natürlich guten Appetit!

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…den macht noch immer Mutter oder Oma, stimmts?! Oder – wenn diese Familienangehörigen nicht mehr da sind – man selbst. Aber dann garantiert mit dem über Generationen hinweg weitergegebenen Familienrezept. Obwohl sich alle Rezepte für Kartoffelsalat hierzulande gleichen dürften, variieren die Zubereitungsarten natürlich erheblich.

Ein Grund mehr freilich, auch mal eine andere kulinarischeVariation auszuprobieren – für Fans dieser beliebten Speise dürfte das ein Genuss sein!

Und deshalb möchten wir Ihnen heute das Rezept unserer Oma, das einst auch an die Mutter weitergegeben wurde, vorstellen. Wir bereiten nach diesem Rezept den Kartoffelsalat traditionell an Feiertagen wie Heiligabend (ja, vor der Bescherung und mit Wiener Würstchen als Beilage!) zu und auch am letzten Tag des Jahres: an Silvester.

Weiterhin kommt der – wie wir finden – superleckere Salat im Sommer zum Einsatz, wenn Grillpartys, Geburtstage oder sonstige Sommerfeste im Kreise der Familie oder mit Freunden anstehen.

Bislang gab es viel Lob für unser Rezept, ob Ihnen der Kartoffelsalat nach unserer Anleitung ebenso schmeckt, können Sie gern herausfinden – indem Sie unser Rezept einfach mal ausprobieren.

Hier ist es:

Rezept für 8 Personen (wir waren eine große Familie, bitte für kleinere Mengen einfach weniger portionieren):

  • 1 bis 2 Kilo mittelgroße Kartoffeln,
  • 2 Gläser Mayonnaise,
  • 1 großes Glas Gewürzgurken,
  • 3 bis 4 Zwiebeln mittlerer Größe,
  • 1 Kilo Jagdwurst (nach Bedarf mehr),
  • 2 Äpfel.

Zubereitung:

Kartoffeln mit Schale waschen und anschließend (immer noch mit Schale) in einem großen Topf kochen. Dabei beachten, dass das Kochwasser die Kartoffeln gut bedeckt. Mit einer Gabel immer mal prüfen, ob sie nicht zu weich werden, das sollte nämlich nicht sein.

Wenn die Kartoffeln gar gekocht sind, das Wasser abgießen und die Kartoffeln etwas auskühlen lassen.

Dann die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Jagdwurst ebenso würfeln, die Gurken in kleine Scheiben schneiden (bitte etwas Gurkenbrühe aus dem Glas aufheben), dasselbe bitte mit den Äpfeln tun (kleine Stücke!).

Die Zwiebeln klein hacken. Dann alles zusammen in eine große Schüssel tun und etwas Gurkenbrühe darüber gießen. Dann die Mayonnaise dazu geben und alles kräftig und gut durchmischen.

Nach Belieben salzen und pfeffern und abschmecken.

Danach den Kartoffelsalat circa 3 Stunden kühl stellen. Es empfiehlt sich, die Speise über Nacht ziehen zu lassen, da der Salat meist erst am nächsten Morgen seine volle kulinarische „Genuss-Wucht“ entfaltet.

Wir handhaben das stets so, dass wir am Vorabend von Feierlichkeiten, bei denen der Kartoffelsalat gereicht werden soll, den Kartoffelsalat zubereiten.

Aber: natürlich wird meist am selben Abend zu später Stunde schon ein Teller genascht. Einfach weil er uns supergut schmeckt!

Wir hoffen, Ihnen ebenso!

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigene tolle Rezepte für Kartoffelsalat haben, schicken Sie uns diese gern an redaktion@frauenboulevard.de

Und nun: guten Appetit!

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Endlich warme Temperaturen – wie herrlich! Im Garten liegen oder Sonne tanken im Park, leichte Bekleidung, traumhaft helle Abende und diese gewisse Leichtigkeit, die der Winter einfach nicht bietet.

Allerdings muss sich der Mensch sommers wie winters ernähren und hier liegt der Hase oft im Pfeffer! Zumindest im Sommer.

Hat man in der dunklen Jahreszeit herrlich reichhaltige Aufläufe gekocht, leckere, schwere Pastagerichte genossen und auch den einen oder anderen schweren Rotwein zur üppigen Mahlzeit getrunken, hat man, sobald das Quecksilber klettert, meist gar keinen Appetit auf allzu schwere Kost.

Zudem zieht es wohl die wenigsten an den heißen Herd, wenn sich das Thermometer gen 30-Grad-Marke bewegt!

Da aber auch in den warmen Monaten eine gesunde Kost in Sachen Hauptmahlzeit wichtig ist und ja vor allem Familien mit Kindern nicht nur auf abendliches Brote schmieren umsteigen können (und auch von dem herrlichen Sommer-Obst niemand auf Dauer wirklich richtig satt wird!), sollte man seinen Speiseplan im Sommer im Voraus planen.

Denn leichte und gesunde Kost an nahezu jedem Tag der Woche zuzubereiten, ist gar nicht mal so einfach. Zumal vor dem Hintergrund, dass man ja nicht täglich Salat essen kann und will – immerhin DER Sommerklassiker schlechthin!

In der kalten Jahreszeit ist der Einkauf selbst ohne Planung und Einkaufszettel relativ einfach. Hier ein reichhaltiger Gemüse-Kartoffel-Auflauf, dort ein leckerer Sauerbraten.

Aber – wie gesagt -: diese Gerichte rutschen bei warmem Wetter automatisch auf die hintersten Plätze.

Und die Zutaten für leicht-gesunde Sommergerichte sind längst nicht so im Vorbeigehen eingekauft, wie das halt von Oktober bis März für die jeweilige Familienmahlzeit der Fall ist.

Wie aber kommt man essenstechnisch trotzdem klar – und vor allen Dingen auch in Sachen gesunder Ernährung? Das Zauberwort heißt: Planung.

Planen, planen und nochmals planen!

Das muss nicht lange Wochen im Voraus sein, aber für die Hälfte der Woche – wenn nicht gar gleich für die gesamten sieben Tage – sollte man seine sommerlichen Speisen schon planen.

Am einfachsten geht das freilich mit Hilfe des Internets. Unter dem Stichwort „leichte Sommergerichte“ eröffnet sich in den Suchmaschinen eine schier unendliche Auswahl.

Beim Klicken auf die leckeren Rezepte aber wird rasch klar, dass eine Vorausplanung dieser Mahlzeiten tatsächlich sehr sinnvoll wäre. Denn für das eine oder andere gesunde Gericht bedarf es Zutaten, die man oft nicht per se im Haus hat. Im Gegensatz zu Schnitzel & Co, denn: wer hat schon keine Semmelbrösel daheim?

Gesunde Sommermahlzeiten beinhalten schon häufiger mal die eine  oder andere exotische Zutat, was wahrscheinlich daran liegt, dass sommerliche Gerichte sich von der Zusammensetzung eher an Speisen in warmen – und nicht selten fernen – Ländern orientieren.

Wer also eine Familie zu bekochen oder auch für sich allein ein Faible für bewusste Ernährung hat, sollte sich in der warmen Jahreszeit am Wochenende oder Wochenanfang hinsetzen und aus den Rezeptvorschlägen – ganz gleich, ob via Internet oder dem Kochbuch im Küchenregal – eine Auswahl für die nächsten Tage treffen.

Mit diesen Zutaten auf der Einkaufsliste kommt man dann nämlich beim Einkaufen nicht in die Situation, aus der Gewohnheit heraus und weil man sich an dem Tag noch keine Gedanken über die Hauptmahlzeit gemacht hat, danach zu greifen, was schnell zuzubereiten geht.

Denn bekanntlich ist das dann meist eben nicht das Gesündeste – Bratkartoffeln, Fleisch oder gar Fertignahrung lassen grüßen! Nicht, dass das nicht auch mal auf dem Speisezettel stehen kann, klar! Aber: wirklich gesunde Mahlzeiten sollten im Sommer tatsächlich im Vorab geplant werden.

Auszahlen tut sich`s dann mit der Zufriedenheit, sich nach dem Essen nicht total vollgefuttert, aber trotzdem satt zu fühlen und zudem noch sehr gesund gegessen zu haben.

Das ist ja bekanntlich gerade im Sommer nicht das Schlechteste – und zeigt sich nicht zuletzt in Form des eigenen Wohlfühlgewichts!

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Kartoffeln kochen, Teig ausrollen und Schnitzel panieren: das haben wohl die meisten Frauen von ihren Müttern gelernt. Zumindest die weiblichen Zeitgenossinnen der Generation Mitte Dreißig plus.

Nicht wenige dieser Frauen tauschen sich – vorausgesetzt natürlich, die eigene Mama lebt noch – auch dann noch mit Muttern in Sachen Kochen und Backen aus, wenn sie längst einen eigenen Haushalt (und meist auch Familie) haben.

Doch obwohl die Mutter-Tochter-Kommunikation via Telefon in Sekundenschnelle zu bewerkstelligen ist, scheint doch gerade der schnelle Klick ins Web ein Telefonat bei Muttern abzulösen. Kein Wunder – auf unzähligen Koch- und Backseiten gibt es nahezu stündlich neue Rezepte, Tipps und Erfahrungswerte zu jedem erdenklichen Gericht.

„Wie viel Schmand genau sollte an den leckeren Frühlingskuchen gegeben werden“ oder „Wie gelingt die Soße zum Kotelett auf die Schnelle?“  – die kulinarischen Seiten im Netz sind voll mit diesen und ähnlichen Ratschlägen.

Wer eine Frage hat, googelt diese oder gibt sie gleich auf der jeweiligen Seite ein und hat in Millisekunden –zig Antworten.

Dass diese extrem schnelle Hilfe heutzutage häufig mehr genutzt wird, als die telefonische Nachfrage bei Mama – davon darf man ausgehen.

Allerdings dürfte das auch situationsabhängig sein. Wer im Büro sitzt und in Gedanken seinen abendlichen Speiseplan durchgeht und überlegt, was er noch im Hause hat und was er einkaufen muss, klickt wahrscheinlich eher ins Netz für einen schnellen Ratschlag, als jemand, der offline am Herd steht und schnell eine Info in Sachen Zubereitung benötigt.

Hier – das ist sonnenklar, wird wohl immer, immer, immer die Mama die erste Wahl sein, denn so gut wie ihr Rat, ist wohl kein einziger Internet-Tipp weltweit.

Warum?! Weil Mamas Tipps so individuell sind, wie jede Mama selbst.

Und – ganz ehrlich – : eine leckere Mahlzeit, die durch Muttern`s Tipp veredelt wurde, schmeckt doch am Ende nochmal so gut!

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