Dienstag, 6. Dezember, 2022

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Sonnenschutz für die Haut: Ein absolutes Muss

Während der warmen Sommermonate zieht es die Menschen nach draußen. Endlich wieder Sonne tanken. Allerdings schädigt zu langes Sonnenbaden die Haut nachhaltig. Deshalb ist es wichtig, das größte Organ des menschlichen Körpers ausreichend zu schützen. Warum ist Sonnenschutz so wichtig und worauf ist bei der Anwendung von Sonnencreme zu achten?

Sonnenstrahlen – die unsichtbare Gefahr

Die Sonne ist der Quell des Lebens. Ohne ausreichend Sonnenlicht wären die Tage nicht nur trist und grau, sondern Leben auf der Erde unmöglich. Darüber hinaus werden Sonnenstrahlen zur Bildung von Vitamin D benötigt und steigern sowohl das körperliche Wohlbefinden als auch die Leistungsfähigkeit.

Zu viel des Guten ist jedoch schädlich. Der Grund: Sonnenlicht besteht unter anderem aus energiereichen UV-Strahlen:

  • UVA-Strahlen
  • UVB-Strahlen
  • UVC-Strahlen

UVC-Strahlung ist kurzwellig und wird aus diesem Grund von der Haut reflektiert. UVA- und UVB-Strahlen dringen demgegenüber tief in diese ein. Speziell UVA-Strahlung dringt in die Basalzellschicht der Haut ein und zerstört bei zu langer Sonnenexposition die elastischen beziehungsweise collagenen Fasern.

Dadurch werden die benannten Fasern des Bindegewebes zerstört, was zu vorzeitiger Hautalterung führt. Zudem verliert die Haut ihre Spannkraft und Faltenbildung wird begünstigt.

Für die charakteristische Bräune nach einem Sonnenbad sind UVB-Strahlen verantwortlich. Allerdings führt eine dauerhafte und wiederkehrende Exposition mit UVB-Strahlen zu einer Verdickung der Haut und Sonnenbrand.

Wer auf ein ausgiebiges Sonnenbad nicht verzichten möchte, sollte sich mit Sonnencreme schützen, um langfristige negative Auswirkungen auf die eigene Gesundheit zu verhindern. Dazu zählen vor allem:

  • Hautveränderungen
  • Hautkrebs
  • Altersflecken
  • Falten

Worauf ist bei der Auswahl von Sonnenschutz zu achten?

Bei der Wahl der richtigen Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor der wichtigste Aspekt. Dabei gilt: Je heller die Haut, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein. Selbst dunkle Haut muss vor UV-Strahlen geschützt werden.

Auf der Verpackung von Sonnenschutzprodukten ist die Höhe des Lichtschutzfaktors vermerkt. Dieser sagt aus, um welchen Faktor sich die Zeit verlängert, die der Anwender nach dem Auftragen des Produktes auf die Haut bedenkenlos in der Sonne sein kann. Kurzum: Nach dem Auftragen einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 verlängert sich die Eigenschutzzeit der Haut um ebendiesen Faktor. Unter der Eigenschutzzeit der Haut versteht man den Zeitraum, den die Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne Schaden zu nehmen.

Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?
Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Vielmehr kommt es auf die individuellen Umstände und dabei vor allem auf den Hauttyp an.

Während ein heller Hauttyp nur kurz in der Mittagssonne verweilen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, kann ein dunkler Hauttyp deutlich länger die Sonnenstrahlen genießen. Experten empfehlen, einen Hautarzt aufzusuchen und mit diesem den eigenen Hauttyp zu bestimmen. Ferner ist es möglich, den individuellen Hauttyp näherungsweise zu ermitteln:

  • Hauttyp 1: Sehr helle Haut; rötliche Haarfarbe; Eigenschutzzeit 5-10 Minuten
  • Hauttyp 2: Helle Haut; blonde Haarfarbe; Eigenschutzzeit 10-20 Minuten
  • Hauttyp 3: Mittelhelle Haut; dunkelblonde Haare; Eigenschutzzeit 10-30 Minuten
  • Hauttyp 4: Hellbraune Haut; braune Haarfarbe; Eigenschutzzeit etwa 45 Minuten
  • Hauttyp 5: Braune Haut; dunkelbraune Haarfarbe; Eigenschutzzeit etwa 60 Minuten
  • Hauttyp 6: dunkelbraune bis schwarze Haut; schwarze Haarfarbe; Eigenschutzzeit etwa 90 Minuten

Für weiterführende Informationen und für die Ermittlung des eigenen Hauttyps ist dieser Ratgeberartikel von Aldi Süd hilfreich. Unabhängig vom Hauttyp wird für Erwachsene eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 empfohlen.

Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Verweildauer in der Sonne kurz und die Haut nicht überaus empfindlich ist. Besser ist es, auf ein Produkt mit Lichtschutzfaktor 30 zurückzugreifen. Bei Kindern gilt aufgrund deren zarter Haut Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 als Mindestwert.

Nicht am falschen Ende sparen

Ein häufiger Fehler bei der Anwendung von Sonnenschutzmittel ist, dass dieses nicht in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen wird. Je weniger Sonnencreme benutzt wird, desto geringer ist die Schutzwirkung. Pro Quadratzentimeter sollten 2 mg Sonnencreme verwendet werden. Für einen Erwachsenen sind dies im Schnitt 4-6 gehäufte Esslöffel.

Zudem muss darauf geachtet werden, sämtliche Stellen des Körpers zu bedecken. Besonders Mund, Nase und Ohren werden oft vergessen.

Fazit: Sonnenschutz nicht vergessen

Aufgrund der langfristigen gesundheitlichen Folgen bei zu häufiger Sonnenexposition sollte das Auftragen von Sonnencreme nicht vernachlässigt werden. Ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor schützt selbst empfindliche Hauttypen vor Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und Co.

Bild: pexels.com / Gustavo Fring

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