Dienstag, 27. September, 2022

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Netflix-Serie „Die Schlange“: Story des Serienmörders Sobhraj erschüttert!

Auf Reisen nette Leute kennenlernen, mit ihnen zusammen was trinken oder auch Party machen: Diese Situation kennen viele Leute. Sind solche Begegnungen doch ein Teil dessen, was reisen ausmacht. Neue Eindrücke, neue Menschen. Nicht umsonst heißt es: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Doch genau das konnten etliche Reisende in den 70er Jahren nicht mehr – weil sie umgebracht wurden. Von einem charismatisch-gutaussehenden Typen namens Charles Sobhraj, der es in Asien unter falschem Namen vor allem auf Hippies abgesehen hatte und später aufgrund seiner Taten „Die Schlange“ genannt wurde.

Er nahm stets junge Rucksacktouristen in den Fokus, die damals in Heerscharen Länder wie Thailand, Kathmandu und Indien bereisten – seinerzeit Stationen des berühmten „Hippie trail“.

Charles Sobhraj ist „Die Schlange“ – ein Serienmörder ohne Gnade

Einige von ihnen begegneten Charles Sobhraj und überlebten die Begegnung mit dem Sohn einer Vietnamesin und eines Inders nicht. Die Masche des berüchtigten Serienmörders war fast immer dieselbe: Mit Hilfe seiner Komplizin Marie-Andrée Leclerc freundete er sich zum Schein mit reisenden Hippies an, um diese später zu töten und sich deren Wertsachen, Geld und Pässe anzueignen.

Er gab seinen Opfern etwas in den Drink, wovon sie sich eine Vergiftung holten. Danach gaukelten Sobhraj und seine Gefährtin den sich vor Schmerzen windenden Gepeinigten – die sie zwischenzeitlich in ihr Appartment geholt hatten – vor, sie gesund zu pflegen. Der Hintergrund war, sich diese Leute gefügig zu machen.

Etliche dieser Touristen wurden dann jedoch von Sobhraj getötet. Bei den grausamen Taten (Opfer wurden erstochen, ins Meer geworfen und sogar verbrannt) war oft ein weiterer Komplize – ein junger Inder, der als eine Art Stellvertreter des Serienmörders, der sich gern und oft mit einer „Entourage“ umgab – dabei. Die Clique um den Mörder lebte – wenn man nicht gerade mit den Papieren getöteter Opfer reiste und der Justiz falsche Fährten legte – ein vermeintlich lässig-glamouröses Leben in einem schicken Appartment-Komplex mit Pool in Bangkok. Auf dem Foto ist Hauptdarstellerin Jenna Coleman als Gespielin des Gangsters im Bild rechts in der Appartment-Location der Serie zu sehen. Neben ihr eine Nachbarin, die in der Serie dazu beiträgt, dass der Mörder dingfest gemacht wird.

Im schicken Appartmenthaus lauerte der Tod

Auf die Opfer, die im realen Leben in den damaligen Appartment-Komplex gebracht wurden, wartete stets ein grausames Schicksal.

Diese Geschehnisse – die Verbrechen und das unstete Leben von Charles Sobhraj – wurden in der Netflix-Serie „Die Schlange“ (so nennt man Sobhraj, weil er Behörden und Justiz so oft entwischte) verfilmt.

In den Folgen, die in einer Staffel zu sehen sind, verkörpern Tahar Rahim und Jenna Coleman das schwerkriminelle Pärchen. Im echten Leben sahen die beiden SO HIER aus.

Die Serie, von der einige Leute sagen, dass sie lahm und uninteressant beginnt, nimmt schnell Fahrt auf, so dass man geneigt ist, die ganze Staffel in einem Rutsch zu schauen. Gebannt und erschüttert verfolgt man als Zuschauer, wie der Serienmörder und seine Geliebte seelenruhig Menschen töten, es sich nebenbei gut gehen lassen und immer auf der Hatz nach dem nächsten großen Ding sind, um sich ein luxuriöses Leben zu finanzieren.

Botschaftsmitarbeiter verschrieb sich der Jagd nach dem Mörder

Grandios auch die Rolle von Billy Howle, der den jungen niederländischen Botschafter Herman Knippenberg spielt, der Sobhraj auf den Fersen ist.

Knippenberg (hier in einer englischsprachigen Doku zu sehen) war in der Netflix-Staffel sowie im realen Leben als Angestellter der Botschaft der Niederlande in Bangkok der Kontrahent von Sobhraj, der auf eigene Faust und mit detektivischer Kleinarbeit versuchte, den Verbrecher dingfest zu machen. Ihn hatte der Tod eines niederländischen Paares in Asien misstrauisch gemacht.

Seine Jagd auf den Kriminellen mit der attraktiven Optik und dem lässigen Charme ist auf Netflix grandios dargestellt.

Die ganze Serie ist alles in allem sehr gut gemacht und ein absoluter Zuschauermagnet. Die meisten Leute, die sich die Staffel ansehen, dürften jedoch zuvor von dem Serienmörder noch nie gehört haben.

Die Netflix-Serie ist definitiv sehenswert!

Wer sich in diesem Zusammenhang für die Verbrechen von Sobhraj – der in Nepal noch immer einsitzt – interessiert, für den ist zum Beispiel WIKIPEDIA eine gute Quelle. Ansonsten sind Informationen, Dokus und Interviews zu dem Fall auf deutsch rar gesät.

Vielleicht ändert sich das nach dieser Netflix-Staffel. Sehenswert ist sie definitiv und eine Empfehlung für Netflix-User unbedingt wert!

Bild: media.netflix.com / Fotograf angefragt

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