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Jürgen Domian

Die Fans waren gespannt ohne Ende und auch in den sozialen Netzwerken wurde sie heiß erwartet: Die neue Talkshow von Kult-Talker Domian.

Doch schon ab dem dritten Gast mehrten sich auf Twitter die Stimmen der Kritik, was allerdings auch am Gast lag. War die Geschichte des ersten Gastes – eines jungen Mannes mit Handicap in Form von Tumoren – noch interessant, nahm die Sendung mit der zweiten Dame Kurs in Richtung Langeweile. Ihre Geschichte vom Ausstieg bei den Zeugen Jehovas war kein wirklicher „Kracher“.

Domians Gäste schafften es zum Großteil nicht, Zuschauer in den Bann zu ziehen

Mit dem dritten Gast ging es dann eher Richtung Klamauk und – wie schon erwähnt – mit der digitalen Kritiken richtig los. Die 66jährige Blondine gab sich mehrfach kindisch als Fan von Domian zu erkennen und erzählte zwischendurch ihre persönliche SM-Sexgeschichte. Und das auch noch sehr langatmig, was die Twitter-Gemeinde höhnisch und mit vielen digitalen Spitzen quittierte.

Unter anderem fragte man sich auf Twitter, ob das Publikum zukünftig Leute ertragen muss, die einfach nur mal vor Domian sitzen wollen?

Nun – abwegig ist das nicht. Denn die Infos, die Domain im Vorfeld über das neue Talkformat rausgab, besagten, dass er absolut nicht weiß, welche Gäste kommen.  Bei seinen jahrelangen Telefonaten mit Leuten, die sich einfach mal aussprechen wollten, wusste er das zwar auch nicht, aber das war doch irgendwie was anderes. Gestern Abend wurde man das Gefühl nicht los, dass die letzten beide Gäste einfach nur Bewunderinnen des Moderators sind. Ihre jeweiligen Geschichten rissen absolut nicht vom Hocker.

Die letzte Dame, die auf die Frau mit der Sex-Geschichte folgte, gerierte sich ebenso als Domian-Fan und wartete mit einer Fluchtgeschichte zu DDR-Zeiten auf. Ansonsten ja ein super-interessantes Thema, aber gestern passte das einfach nicht. Zumal schon vorher im Fernsehen auf gefühlt jedem zweiten Sender Mauer- und Fluchtgeschichten aus den Jahren des Honecker-Regimes liefen. Außerdem passt sowas nun wirklich eher in ein zeitgeschichtliches Format und nicht zu Domians Sendung.

Persönliche Fälle, die das Publikum fesseln, sind gefragt

Wenn man ehrlich ist, erwartet man bei dem beliebten Moderator tatsächlich außergewöhnliche Fälle. Persönliche Fälle, die fast einmalig sind und den Zuhörer oder Zuschauer total fesseln.

Screenshot

Statement eines Twitter-Users zu Domian.

Das war beim Live-Talk nicht so. Die Chance, das Publikum in einen Bann zu ziehen, wurde vertan. Das lag definitiv an den letzten zwei Damen, die sich zudem durch ihr Fangebaren  selbst disqualifizierten. Hätte man nach dem ersten jungen Mann weitere, sehr interessante persönliche Schicksale – im Guten, wie im Schlechten – zu hören bekommen, wäre der Funke von Domians Live-Show sicher übergesprungen.

So ist er es nicht. Dazu gibt es in den sozialen Netzwerken auch unzählige Statements – siehe auch Bild links (zum Vergrößern bitte draufklicken!).

Jedoch: Es gibt für alles eine zweite Chance und diese bietet sich schon mit der nächsten Domian Live-Sendung am Freitag, den 15. November 2019 um 23.30 Uhr im WDR. Es kann nur besser werden! Mehr zu dem beliebten Moderator und seiner Sendung hier.

Bildnachweise: Screenshot Twitter, Account @bloggdoch, (c) dpa

 

 

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Roboter

Bei diesem heutigen Beitrag handelt es sich um meine subjektive Meinung. Normalerweise resümiere ich gerne über Schwierigkeiten zwischen Männern und Frauen und sehe die Dinge mit viel Humor. Aber das nachfolgende Thema beschäftigt mich seit einiger Zeit sehr, und darum möchte ich es heute ein wenig erörtern. Danke, dass Sie mir Ihre Zeit schenken.

„Wasser kochen auf die smarte Art! Steuern Sie die Wassertemperatur mit Ihrem Smartphone“, prangte es mir gestern auf der Amazon-Website entgegen, wo mir vorgeschlagen wurde, ich solle doch endlich wieder mal etwas kaufen. Die drehen immer durch, wenn sie zwei Wochen nichts von mir hören…Neugierig geworden, las ich die Beschreibung und musste schallend lachen. Der angepriesene Wi-Fi-fähige Wasserkocher kann mittels App gesteuert werden, indem man Wassertemperatur und Warmhaltezeit damit regelt. Gedankenverloren sah ich mich nachmittags im Büro sitzen und denken: „Wäre doch nett, wenn ich jetzt bei mir zuhause einfach schnell den Wasserkocher einschalte. Weil ich es kann.“ Amazon: So wird das nichts mit uns, denn ehe dieses Gerät nicht zur Spüle fliegen und sich auffüllen oder entkalken kann, bin ich nicht interessiert, obwohl ich ein Faible für alles habe, das mit Elektronik zusammenhängt.

Ich führe einen modernen Haushalt. Sämtliche Unterhaltungselektronik in meinen Räumen ist mittels W-LAN und Bluetooth vernetzt, Lautsprecher und Anlagen untereinander gekoppelt. Der Bluray-Player erledigt seine Updates mit der aktuellen Firmware selbsttätig, mit dem Fernseher kann ich aufs Internet zugreifen, und auf meinem Handy sind über 12.000 Musiktitel gespeichert und zu Playlists sortiert, die ich auf meine bluetoothfähigen Geräte schicke, um beim Putzen gute Laune zu kriegen. Selbstverständlich trage ich hierbei einen schnurlosen Bluetooth-Kopfhörer mit dem ich auch telefonieren kann.

Vielleicht erkennt man daran, dass ich alles andere als ein Technikmuffel bin, denn alles Neue hat mich schon immer fasziniert.

Jede technische Errungenschaft wurde begeistert angenommen, weiterentwickelt und hat sich in beinahe allen Haushalten etabliert wie zum Beispiel Mikrowellengeräte, Waschmaschinen (meine Mama kochte die Unterwäsche noch in einem riesigen Topf auf dem Herd aus…), Farbfernseher, Videokassetten, CDs, DVDs, USB-Sticks, DVD-Player, Smartphones, Skype oder Computerspiele mit täuschend lebensechter Graphik.

Mein erster PC hatte eine Festplattengröße von 750 Megabyte. Das war damals schon was. Heutezutage reicht das gerade mal für ein einziges meiner Buch-Manuskripte mit 400 Seiten Text. Computer machten uns das Leben in einigen Bereichen tatsächlich leichter, wenngleich ich nach wie vor auf das „papierlose Büro“ warte. Ich kenne genügend Unternehmen und Behörden, in denen eingegangene Emails immer noch zur Sicherheit ausgedruckt und in Leitz-Ordnern archiviert werden. Man kann ja nie wissen…

1980 war das Verzeichnis sämtlicher Telefax-Anschlüsse in Deutschland ungefähr 4 Millimeter dick, ein kleines dünnes Heftchen in der Stärke eines Mickey-Mouse-Comics. In den 20 darauffolgenden Jahren wurde aus diesem schmalen Bändchen ein Nachschlagewerk mit dem Umfang des „Großen Brockhaus“, ist aber seit der Einführung des elektronischen Schriftverkehrs wieder auf die 4-Millimeter-Größe zusammengeschrumpft. Tempora mutantur. Zeiten ändern sich.

Vor 10 Jahren schaffte ich mir eine neue Küche mit einem intelligenten Ceranfeld an. Besagtes Ceranfeld brachte mich im Laufe der Zeit zur Weißglut. Gleich ob ich Schnitzel briet oder Nudeln kochte: Ein Spritzer Fett oder Wasser an der falschen Stelle, und das Ding schaltete sich ab. Wenn die wenigstens einen Warnton eingebaut hätten oder eine blecherne Stimme, die mich aufklärt, wie zum Beispiel: „Sie haben soeben Ihren Herd mit billigem Olivenöl verschmutzt. Reinigen Sie sofort Planquadrat 142 b mit einem feuchten Lappen. Und kaufen Sie künftig extra vergine, Sie Prolet!“ Aber das Ding schaltete sich völlig lautlos aus. Dann starrte man seine Putenschnitzel ratlos an, weil die nach 10 Minuten immer noch schneeweiß waren, bis einem auffiel, dass das Fett in der Pfanne so still ruhte wie der Bodensee an einem nebligen Tag.

Außerdem besaß mein Ceranfeld eine Kindersicherung. Es war wie mit allem, wo „Kindersicherung“ draufsteht: Ich komme damit nicht klar. Das gilt auch für Putzmittel-Verschlüsse, Rohrreiniger-Deckel und Autotüren. Häufig aktivierte ich diese Kindersicherung am Herd versehentlich und konnte dann den Rosenkohl solange nicht dünsten, bis ich eine halbe Stunde lang ratlos auf dem Bedienfeld herum getippt und einen Zufallstreffer gelandet hatte. Die Gebrauchsanleitung für das Ding habe ich nie wieder gefunden, die fürs Backrohr auch nicht. Wer liest denn sowas überhaupt?

Aber dieses boshafte Ceranfeld war nur ein Vorläufer auf dem Weg zum smarten Haushalt. Sie müssen sich heutzutage nicht mehr ächzend vom Sofa hochquälen, um in Ihrem schmucken Eigenheim die Schotten dichtzumachen, nein, Ihre Rollläden können Sie mittlerweile auch von Teneriffa aus schließen oder öffnen. Mitten in der australischen Wüste ist es Ihnen möglich, Ihre Beleuchtung zuhause einzuschalten, um Langfinger zu verunsichern, oder Sie lehnen sich auf Sylt entspannt im Strandkorb zurück, während Sie auf Ihrem Tablet mittels Überwachungs-App und Webcam Ihre siebzehn Katzen beobachten. Ist aber langweilig, die schlafen immer nur.

Smarte Kühlschränke mit Wi-Fi-fähigem Touchscreen und Innenkamera sind der letzte Schrei. Touchscreen! Und Internet! Wird dieser intelligente Kühlschrank dann meinen geliebten Weihenstephan-Quark mit Pfirsich-Maracuja oder „Creme-Fine“-Sahne nachbestellen, wenn das Zeug alle ist? Schickt er mir eine Whats-App-Nachricht, falls die H-Milch ausläuft oder das Haltbarkeitsdatum der Wurst abgelaufen ist? Vermutlich demnächst. Aber unter Umständen erfahre ich über die Innen-Kamera endlich, ob die Beleuchtung ausgeht, wenn ich die Tür schließe. Das wollte ich schon immer wissen.

Die gängige Definition von „smart“ ist „gewitzt oder „geschäftstüchtig“. Ich brauche aber keinen kalauernden, geschäftstüchtigen Kühlschrank, sondern einen kalten.
Da bin ich altmodisch.

Mein Staubsauger-Roboter reinigt die Wohnung nach einem System, das ich bis heute nicht durchschaue. Vor allem würde mich interessieren, warum ich ihn bei jeder Runde vom Boden des Badezimmers pflücken muss, weil er einfach die Tür aufschiebt und sich reinschleicht. Außerdem ist der kleine Mistkerl so flach, dass er sich ständig verirrt und ich ihn dann nicht wiederfinde. Er verklemmt sich zwischen Fliesen und Küchenschrank, schiebt das Tablett mit dem Katzenfutter unter die Spüle, und manchmal habe ich den Eindruck, dass er mir hinter der Türe auflauert mit seinem blinkenden leuchtend blauen Auge. Aber das bilde ich mir bestimmt nur ein. Intelligent ist er jedenfalls nicht. Ich bin übrigens auch nicht scharf drauf, dass der zur KI mutiert. Nichts könnte ich weniger brauchen als ein Haushaltsgerät, das mir nachmault. Dafür gibt es schließlich Kinder.

Wir dürfen uns zweifelsohne darauf einstellen, in Zukunft mit noch mehr smarten Geräten im Haushalt überrascht zu werden. Ich sehe mich schon vor meinem ultramodernen Kühlschrank stehen, der mir das Öffnen verweigert, geschweige denn eine Flasche Bier rausrückt, weil ich heute noch nicht die erforderlichen 30 Minuten auf dem Trimmrad absolviert habe – das übrigens ebenfalls smart ist, mich nach dem Aufsteigen umgehend wiegt und mich während des Trainings daran erinnert, was zu trinken. Wasser natürlich. An das Bier komme ich ja nicht ran, weil der hinterfotzige Heimtrainer mich beim Kühlschrank verpetzt hat. Demnächst erscheint dann die Meldung auf dem Wi-Fi-fähigen Touchscreen meines Kühlschranks, dass beim dritten Verstoß gegen die – nur gutgemeinten – Fitnessregeln ab sofort mein Fernsehkonsum eingeschränkt wird, woraufhin sich das TV-Gerät nicht mehr einschalten lassen wird, ehe ich nicht eine Stunde geradelt bin.

Das kann ja heiter werden.

Alle meine coolen Haushaltsgeräte werden sich zusammenschließen und mir das Leben zur Hölle machen. Vielleicht mault der innovative Elektroherd, wenn ich ein Stück Butter in die Pfanne werfe, um mir ein Ei zu braten (gesetzt den Fall, der Kühlschrank lässt sich öffnen, weil er noch nix vom Hometrainer gehört hat…) und informiert mich mit blauer LED auf schwarzem Grund, dass ich meine erforderliche Anzahl an Kalorien heute schon zu mir genommen habe?

Unbedingt auf die Einkaufsliste setzen: Gaskocher.

Wird die smarte Toilette meine Ausscheidungen wiegen, dem Hausarzt meine Harnsäurewerte melden und mir anschließend Intimdusche und Pilzkur verpassen? Ich habe mir sagen lassen, in Japan funktioniert das beinahe schon. Aber ich brauche kein Klo, das mir dreinredet. Da hätte ich auch bei meiner Mutter wohnen bleiben können. Werden sämtliche (mir abgenötigten) Daten irgendwo gesammelt, vielleicht beim Gesundheitsministerium, und ich werde dann zur Strafe für meinen ausufernden Lebenswandel wegen der vielen Marillenknödel und den Linguini in Sahnesauce jährlich sechs Wochen in einer Gesundheits-Anstalt interniert, wo mir gesunde Ernährung und Körper-Ertüchtigung beigebracht wird?
Ja, lachen Sie nur… Und warten Sie ab.

Wie geht es mit smarten, demnächst vorgeschriebenen Stromzählern weiter, die dem E-Werk melden, wann ich etwas einschalte, und wie lange? Kriege ich am Ende jedes Quartals ein Schreiben mit der Mahnung, nicht so viel fernzusehen, weil mit der Energie, die ich eben mit „Two and a half men“ verbraucht habe, die Klimaanlage eines Krankenhauses in Neu-Delhi betrieben werden könnte und ich mich schämen soll, nur so als Beispiel? Und wenn ich überdurchschnittlich viel Strom verbrauche im Dezember, weil mich wieder der Backwahn gepackt hat, darf ich dann dafür anschließend weniger Musik hören oder muss die elektrische Lichterkette für den Weihnachtsbaum im Karton lassen? Ich frage für einen Freund.

Ja, verrückte Gedanken, ich weiß. Aber so verrückt nun leider auch nicht. Nicht mehr. Nicht in dieser veränderten Welt, wo Daten das neue Erdöl sind und mir ein bekannter junger Philosoph erklärt, dass Menschen Verbote lieben. Herr Precht, rufen Sie mich doch mal an bitte. Die Redaktion hat meine Nummer.

Seit ein paar Wochen besitze ich einen Stand-Ventilator von Dyson. Er reinigt angeblich 290 Liter Luft pro Sekunde mit einem speziellen Hepa-Filter und wird über eine App gesteuert, die mich über Raumtemperatur, Luftqualität und Luftfeuchtigkeit informiert. Außerdem zeigt mir die App auf Wunsch die Luftwerte vor meiner Haustür an. In letzter Zeit lande ich häufig bei „befriedigend“, das ist eine Stufe vor „geht gerade noch, demnächst kippst du wahrscheinlich um“, aber das liegt vermutlich am Landwirt gegenüber, der mit seinem vollen Güllefass unter meinem Schlafzimmer auf- und abfährt.

Ich bin irgendwie gar nicht mehr so entzückt über die technischen Neuerungen wie früher, als ich freudestrahlend den ersten Walkman in den Händen halten durfte. Es geht so schrecklich schnell. Alles.

Viele Innovationen durfte ich in den letzten Jahren miterleben. Etliche habe ich begrüßt, einige skeptisch belächelt wie zum Beispiel den „smarten“ Wasserkocher, dessen praktischer Nutzwert sich mir nach wie vor verschließt, andere machen mir Angst. Denn die Forschung beschränkt sich nicht nur auf den Haushalt und möchte uns das Leben erleichtern, im Gegenteil: Oftmals bekommen wir nur die „Abfallprodukte“ ab. Obwohl ich bis heute nichts gegen Teflon sagen kann, das wir eigentlich der bemannten Raumfahrt zu verdanken haben. Aber in Wirklichkeit geht es um die ganz großen Dinge, um das Weiterführende, um die entscheidende Konsequenz all dessen, das wir uns aneignen, das wir freudig und leichtfertig übernehmen. Wir müssen nur diese Gedanken alle zu Ende denken.

Der gegenwärtige Zustand erinnert mich an den regelmäßig zu hörenden Satz in amerikanischen Kriminalfilmen: „Alles, was Sie aussagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“

Diesen Satz modifiziere ich wie folgt: „Jedes Gerät, das Sie benützen, alle Daten, die Sie preisgeben, können vor Gericht und im realen Leben ebenfalls gegen Sie verwendet werden.“
Ich bin nämlich schon lange nicht mehr der Ansicht, dass alle Regierungen auf diesem Planeten es nur gut mit uns meinen. Und ich erspare uns heute alle Ausführungen über Alexa, Siri oder Echo. Das würde den Rahmen sprengen.

In Japan laufen seit einigen Jahren Langzeit-Experimente mit Pflege-Robotern, da das Land überaltert und qualifiziertes Personal in Seniorenheimen rar ist.
Erst kürzlich sah ich einen Film über einen humanoiden Roboter, der beeindruckend menschlich wirkte. Die Frau, nach deren Vorbild er gebaut worden war, stand daneben und lächelte in die Kamera – der Unterschied war marginal. Ich hatte Mühe, zwischen Roboter und echter Frau zu unterscheiden.

Wer hätte sich vor 20 Jahren träumen lassen, dass in Deutschland mittlerweile Bordelle eröffnet werden, in denen man mit täuschend lebensechten Silikon-Puppen Sex haben kann? Der Betreiber einer solchen Einrichtung ist fein raus: Keine Gesundheitsuntersuchungen beim Gynäkologen, keine Sozialabgaben, keine nörgelnden „Angestellten“, die auf freie Tage bestehen, nur gelegentlich etwas Puder an den wichtigen Stellen, und fertig ist die Laube. Unsere schöne neue Welt ist auch sehr arbeitgeberfreundlich, wissen Sie. Und dabei rede ich noch nicht mal von Kassen zum Selbst-Scannen oder Geldautomaten.

Wir sind ganz schön überflüssig geworden…

Die zwingende Folgerung aus dieser Art des Sexbetriebs werden täuschend menschenähnliche Sex-Roboter sein müssen. Wussten Sie, dass diese lebensechten Silikon-Puppen mit atemberaubenden Figuren, die es mittlerweile für ungefähr 5000 Euro zu kaufen gibt, ursprünglich für Frauen konzipiert worden sind? Die Erfinder gedachten, damit in eine Marktlücke zu stoßen (Entschuldigung), mussten aber feststellen, dass das weibliche Geschlecht beeindruckend wenig für blauäugiges Silikon mit künstlichem Dreitagebart und zerzausten Haaren in Boxer-Shorts übrig hatte, und wären deshalb beinahe pleite gegangen. Danach entschlossen sie sich, Sexpuppen für Männer zu bauen und hatten eine Goldgrube entdeckt. Aber davon ein andermal.
Diese Sexpuppen werden nicht lange stumm bleiben und nur verkrampft lächeln, denn ein bisschen Applaus wünschen sich doch die meisten Männer. Also werden sie in absehbarer Zeit einen Sprachchip erhalten und vielleicht sogar glücklich stöhnen können.

Eventuell werden bald die ersten mit den Zehen zucken oder sich mit den Fingern in den Rücken ihres Besitzers krallen, verschämt die Augen schließen oder um mehr betteln.
Die Sex-Roboter werden kommen. Ich nehme jede diesbezügliche Wette an, meine Damen. Kein umständliches Dating, keine Emails oder Whats-App-Nachrichten, keine mit der letzten Kohle gekauften Blumensträuße, keine Eifersuchts-Szenen, kein Theater, wenn „Mann“ Fußball gucken will. Im Grunde sind diese Puppen für einige Männer der feuchte Traum schlechthin. Die wollen ohnehin nicht reden…

Und ich freue mich auf den Tag, an dem die erste Frauenrechtlerin eine Klage vor dem höchsten Gericht anstrengen wird, weil bezahlter Sex die Persönlichkeitsrechte der Puppe verletzt. Auch darauf nehme ich jede Wette an. Frau Schwarzer, können Sie mich hören?

Das wird alles noch so irre werden, dass man es sich nicht mal vorstellen kann. Glauben Sie mir.

Aber jetzt muss ich ernst werden: Alles, das uns das Leben erleichtert, kann genauso gut gegen uns verwendet werden. Mikrowellen beispielsweise erhitzen nicht nur unseren Kakao:
Das Active Denial System (ADS) ist eine US-amerikanische nicht-tödliche Anti-Personen-Strahlenwaffe, die durch starke und gerichtete Mikrowellen wirkt. Das ADS arbeitet mit Mikrowellen einer Frequenz von 95 Gigahertz, die mit einer Antenne auf menschliche oder andere Ziele in einer Entfernung von mehr als 500 Metern gerichtet werden können. Haushalts-Mikrowellengeräte arbeiten dagegen bei 2,45 Gigahertz. Nach Aussage von Befürwortern sollen dabei keine bleibenden Schäden auftreten. (Quelle: Wikipedia)

Denken Sie daran, wenn Sie die Kartoffeln vom Vortag aufwärmen. Jedes Ding hat zwei Seiten. Nicht nur Ihr Gemüsebratling…

Kennen Sie übrigens „FEDOR“ („Final Experimental Demonstration Object Research“)? Es handelt sich hierbei um einen russischen Kampfroboter, der ständig weiterentwickelt wird.

Bei Interesse können Sie gerne auf YouTube FEDOR beim Schießen, Kämpfen oder Autofahren bewundern. Er turnt übrigens auch, zwar noch ein wenig ungelenk, aber was ihm an Grazie fehlt, macht er durch mechanische Kraft wieder wett. FEDOR lässt sich niemals ablenken, er braucht bei Regen keinen Schirm, kriegt nie Grippe oder Muskelschwund geschweige denn Burnout oder eine posttraumatische Belastungsstörung, FEDOR hat niemals Hunger oder Durst, und: FEDOR hat keinerlei Gefühl. Gar keines. Er wird immer genau das tun, was sein Programmierer ihm aufträgt, und wie ich Menschen kennen und fürchten gelernt habe, werden das nicht die bekannten „Robotergesetze“ von Isaac Asimov sein, die da lauten:

1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert. (Quelle: Wikipedia)

Das alles hat ein findiger Hacker im Nullkommanix geändert…

„FEDORS 180 cm großer Körper ist menschenähnlich und mit einem Sensorsystem sowie Kraftrückkopplung ausgestattet, um sich in für Menschen gebauter Infrastruktur bewegen und mit Werkzeugen und Geräten arbeiten zu können. Gedacht ist FEDOR nicht nur als um sich schießender Robotercowboy oder Polizist, sondern als Rettungsroboter, als Assistent für Astronauten, zum Minenräumen oder für die Arbeit etwa in Umgebungen wie AKWs, die für Menschen zu gefährlich sind. Einsatzbar soll er auch autonom sein, aber er soll auch die Bewegungen eines Menschen in großer Entfernung nachahmen können. Schließlich soll er auch in den Weltraum als Hilfsastronaut und anstelle von Astronauten die ersten Testflüge des Raumschiffs Federazija durchführen.“ (Quelle: Wikipedia)

FEDOR ist nicht allein, das kann ich Ihnen versichern. Machen Sie sich einfach die Gaudi und suchen Sie „Kampfroboter“ bei Google oder YouTube. Und gruseln Sie sich anständig.
Im Grunde genommen ist FEDOR nur der böse große Bruder der Pflegeroboter in japanischen Seniorenheimen. „Robo-Cop“ war gestern. Auf uns wartet eine kalte Zukunft, fürchte ich. Das Schlimmste für mich ist eigentlich, dass viele diese Entwicklung begrüßen werden.

Wenn ich’s nur glauben könnte, das mit dem Minenräumen oder den Arbeiten in AKWs. Ich habe eher den Verdacht, dass FEDOR demnächst auf irgendeinem Schlachtfeld über die Köpfe seiner erlegten Kombattanten steigt und diese, ohne hinzusehen, zertritt, oder eine Demonstration mit Regime-Kritikern aufmischt. Vielleicht habe ich aber auch nur „Terminator“ einmal zu oft angeschaut.

Das derzeitige Meisterstück der amerikanischen Firma „Boston Dynamics“ ist momentan „Atlas“, ein von Boston Dynamics im Auftrag der US-amerikanischen Defense „Advanced Research Projects Agency“ entwickelter humanoider Roboter. Ein anderes, vierbeiniges Modell derselben Firma nennt sich „Spot“ und dient (angeblich) nur niederen Arbeiten wie dem Transport von Gütern (selbstverständlich wird Spot nur Verbandsmaterial an die Front bringen, da er gebaut ist wie ein Kojote, schnell wie ein Dingo und robust wie eine Kakerlake ist. Was dachten Sie denn?)
Wenn Sie Spot eine Weile im Video beobachten, werden Sie sehen, wie schnell und zielstrebig er läuft, wie er lauernd den Kopf senkt, um mit den eingebauten Kameras seine Umgebung zu erfassen, dann wird Ihnen Angst und bange. Und das sage ICH als leidenschaftlicher Science-Fiction und Star-Trek-Fan.

Klar sind FEDOR, ATLAS oder SPOT tolle Erfindungen, und sie könnten bei Arbeiten in AKWs, auf Ölbohrplattformen, bei der Minenräumen oder in anderen Bereichen großartige Arbeit leisten.
Aber was könnten sie noch tun? Immer bis zum Ende denken.

Drohnen sind ja eigentlich auch nicht übel, oder? Man kann sie mit Kameras bestücken und endlich überprüfen, ob die rattenscharfe Nachbarin oben ohne genauso gut aussieht wie mit Kittelschürze. Man kann sie bei Waldbränden zur Aufklärung einsetzen, vielleicht sogar zum Warentransport. Und man kann Menschen damit töten. Viele Menschen. Völlig emotionslos, mittels eines Joysticks und ein paar Knöpfen. An einem Bildschirm, ohne die schmerzverzerrten Gesichter zu erkennen, den Kummer, die Gram, den Schmerz, all das Leid.
Die Kehrseite. Die dunkle Seite. Nie vergessen.

Roboter wie „Atlas“ wären eine feine Sache, würden sie als eine Art „Robo-Cop“ eingesetzt werden und nur dem Guten dienen. Aber bei Robotern ist das so eine Sache, sie benötigen immer jemanden, der sie steuert oder ihre Subroutinen schreibt. Wer passt auf die auf, die ihre Finger am Schaltpult haben? Wer passt auf die auf, die „Robo-Cops“ programmieren? Ist es immer der, der bezahlt? Und wenn jemand mehr bietet? Was kommt da auf uns zu?

In Anbetracht all dieser Entwicklungen sollten wir Sätze wie „nach menschlichem Ermessen“ oder „nach bestem Wissen und Gewissen“ mehr wertschätzen und uns ihrer essentiellen Bedeutung bewusst werden.

„Menschliches Ermessen“ ist nämlich nicht de facto etwas Schlechtes, nur wegen der eingebauten, immer wieder vorkommenden Irrtümer, denn Menschen machen Fehler. Alle. Sogar Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“. Es gibt Dinge, die können nur Menschen ermessen. Nichts, absolut nichts, das aus Titanlegierung besteht, aus seltenen Erden oder Platin, gespickt mit Hydraulik und Kameras, wird jemals ein Gewissen zu ersetzen vermögen.

Mit jeder Überwachungskamera, die irgendwo im Lande an eine Laterne montiert wird, mit jedem smarten Haushaltsgerät, mit jeder Siri, Alexa oder dem Echo, werden wir ein Stück weit mehr zu diesen durchsichtigen, gedankenlosen Lebewesen, die glauben, sie hätten nichts zu verbergen und alles im Griff – eine amporphe Masse aus vergnügungssüchtigen Hedonisten oder abgestumpften Zynikern, die alles kommentarlos hinnimmt, das ihr aufoktroyiert werden wird.

„Ich habe nichts zu verbergen, die wissen schon, was sie tun“, höre ich häufig. Aber wir haben alle etwas zu verbergen, und die Definition von „was zu verbergen“ wird sich ändern, je nachdem, wer gerade unsere Geschicke lenkt.

Vielleicht habe ich einfach ein bisschen zu viel Phantasie, wenn ich mir ausmale, wie diese militärischen Roboter nicht nur Minen entschärfen, sondern Menschen wehtun, weil wieder einmal „Recht“ oder „Unrecht“ umdefiniert worden ist. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit.

Noch haben wir es in der Hand. Wir sollten ganz genau hinsehen, worauf wir uns einlassen. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass alles, das uns nützt, auch etwas ist, das uns schaden kann. Wir sollten vorsichtig und wachsam bleiben.

Das wäre unsere Aufgabe. Unsere ganz allein. Dafür gibt’s keine Roboter. Und das ist auch gut so.

Mit nachdenklichen Grüßen,

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Hollywoodschauspieler

Hollywoods A-Liga gab sich letzten Donnerstag in der Hauptstadt die Ehre: Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, und Margot Robbie stellten in Berlin gemeinsam mit Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Quentin Tarantino dessen neunten Film ONCE UPON A TIME… IN HOLLYWOOD vor.

Anlässlich der Deutschlandpremiere des Films, zeigten sich die Superstars im SONY CENTER am Potsdamer Platz über den Dächern Berlins, bevor es anschließend direkt weiter zur Pressekonferenz ging. Vorher gaben sie sich bei den über 2000 Fans die Ehre, die am Roten Teppich mit gezückten Handys und Autogrammstiften auf ein Zeichen ihrer Idole warteten. Vor allem der ewige Sunnyboy Brad Pitt war es, auf den die vielen weiblichen Fans gespannt waren. Strahlend betrat er denn auch die Szenerie, ließ Selfies mit sich machen, gab Autogramme, lächelte geduldig.

Hollywoods Elite gab sich auf Rotem Teppich die Ehre

Die Fans waren begeistert – nicht zuletzt, weil es äußerst selten ist, dass sich gleich drei Hollywood-Stars auf einen Schlag in der Hauptstadt blicken lassen. Okay – Margot Robbie dürften vielleicht noch nicht so viele Leute kennen, doch das wird sich mit dem Streifen, der in Deutschland ab Mitte August 2019 in die Kinos kommt, sicherlich ändern.

Doch worum geht es in dem Film, für den Altmeister Tarantino einmal mehr verantwortlich zeichnet, überhaupt? Once Upon a Time in Hollywood – übersetzt „Es war einmal in Hollywood“ ist eine Verfilmung über die Morde der Manson Family.

Über den berüchtigten Manson schreibt Wikipedia folgendes:

„Charles Manson hatte im Frühjahr 1967 eine siebenjährige Haftstrafe verbüßt und wurde (…) entlassen. Er hatte im Gefängnis Gitarrespielen gelernt und reiste nach seiner Entlassung (…)  durch die USA.“

Danach scharte er eine Gruppe von – zumeist labilen – Leuten um sich und das Drama nahm seinen Lauf.

Wikipedia schreibt dazu:

„Manson führte die Gruppe (…), er entwickelte außerdem eine ganz eigene Weltsicht, die er mit Elementen aus Liedtexten (…) begründete.  Die Manson Family zeichnete Ende der 1960er verantwortlich für mehrere Morde“.

Unter den Opfern waren die Schauspielerin Sharon Tate und auch ein Ehepaar, das eine Supermarktkette besaß. Das ganze Drama ist bei Wikipedia nachzulesen.

Im Film um das Drama spielen Brad Pitt, Leonardo DiCaprio und Margot Robbie die Hauptrollen.

Manson-Drama von Altmeister Tarantino umgesetzt

Das Manson-Drama, das bis heute Menschen weltweit bewegt, in einem Film wiederzugeben, ist gewiss kein leichtes Unterfangen. Nicht zuletzt deshalb sind Cineasten und Filmkritiker gespannt, wie Regisseur Tarantino dieses Drama auf der Leinwand umgesetzt hat.

All jene können sich ab dem 15. August 2019 vom neuesten Streifen der Hollywood-Größe überzeugen und die Manson-Geschichte im Kinosaal erleben. Der Stoff dieser Story und die Besetzung der Hauptdarsteller durch Hollywoods Superstars garantieren hier Filmgenuss vom Feinsten! Einen Vorgeschmack auf den Film gibt es hier.

Bildnachweis:

Bild-ID: shutterstock_10241964dm

© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/Photo Anthony Harvey/REX/Shutterstock

v.l.n.r.: Brad Pitt, Leonardo DiCaprio und Margot Robbie

Photo by Anthony Harvey/REX/Shutterstock

Die Schauspielerin Ursula Karusseit (im Bild links) ist am heutigen Freitag, 1. Februar 2019, gestorben.

Das berichten verschiedene Medien, unter Berufung auf dpa. Dem gesamtdeutschen Publikum dürfte ihr Gesicht wohl am meisten aus dem ARD-Dauerbrenner „In aller Freundschaft“ bekannt sein. Dort spielte sie seit vielen Jahren die Serienfigur Charlotte Gauss.

Karusseit ist zu Lebzeiten aber längst nicht auf Filmrollen abonniert gewesen. Vielmehr bestach die Künstlerin, die auch als Regisseurin tätig war, durch aufseherregende Rollen am Theater.

Die Kulturhäuser, auf deren Bühnen sie spielte, gehören zu den renommiertesten. So zum Beispiel das Deutsche Theater, das Maxim-Gorki-Theater und die Volksbühne. Alles namhafte Theater in Berlin.  Ab Mitter der 80iger Jahre trat Karusseit zudem in Westdeutschland auf – als Mutter Courage am Kölner Schauspiel.

Für ihr Lebenswerk wurde Ursula Karusseit 2009 mit der GOLDENEN HENNE ausgezeichnet. Sie verstarb im Alter von 79 Jahren in Berlin.

Bildnachweis: picture alliance/dpa-Zentralbild

 

 

Der große Blonde mit den Entertainer-Genen – er kann`s offenbar nicht lassen! Thomas Gottschalk kehrt auf die Mattscheibe zurück. Mit einer neuen Show. Diesmal macht er in Literatur. „Gottschalk liest“ ist der Name des neuen Sendeformates, das ab dem 19. März 2019 im bayerischen Fernsehen ausgestrahlt werden soll. Allerdings nur viermal im Jahr. Gottschalk und Literatur – nun ja, so richtig hat man das bislang nicht in Zusammenhang gebracht.

Klar, der Fernsehmann war, wie so viele Prominente, bereits zu Gast in der ZDF-Sendung „Das literarische Quartett“ (siehe Bild). Aber an und für sich bringt man den humorvollen Entertainer doch eher mit großen Shows in Verbindung.

Germanistikstudium sieht Gottschalk für neue Show von Vorteil

Der Sunnyboy kokettiert diesbezüglich mit seinem Germanistikstudium, tag24.de schreibt hierzu:

„Zum Lesen haben die meisten heute eine App – ich habe zumindest drei Semester Germanistik“, hatte Gottschalk erklärt, als der BR das Projekt Ende des vergangenen Jahres ankündigte.

Nun ja…!

Fakt ist doch, dass er sein einstiges „Wetten, dass?!“ mit nichts mehr toppen kann. Auch scheint ihm der Misserfolg seiner letzten Show nicht davon abzuhalten, sich erneut auf ein riskantes Fernsehprojekt einzulassen. Den meisten wird es nicht gleich auf Anhieb geläufig sein, aber wenn man den Show-Namen „Gottschalk live“ in die Runde wirft, wird es bei dem einen oder anderem doch dämmern.

Vorabend-Show im Ersten floppte vor Jahren

Das war doch…diese kleine Vorabend-Live-Show? Vor den Nachrichten, im Ersten? Ja, genau! Allerdings ist das schon wieder sieben Jahre her und die Sendung kam auch 2012, dem Jahr der Erstausstrahlung, nicht in die Gänge. Vom Konzept her lief es damals so, dass Gottschalk über tagesaktuelle Lifestyle-, Promi- und Gesellschaftsthemen plauderte. Er empfing Studio-Gäste und initiierte Live-Schaltungen in alle Welt.

Gebracht hat es wenig, denn die Sendung wurde schon im selben Jahr wieder eingestellt. Mangels Publikumsinteresse. Und – ganz ehrlich! – sie wirkte auch extrem gestellt und aufgesetzt. Man hatte tatsächlich immer das Gefühl, dass da was „gewollt und nicht gekonnt“ wurde.

Auch hatte es irgendwie den Anschein, dass sich ein einflussreicher Fernsehmensch dem großen Blonden, der offenbar so gar nicht vom TV-Metier lassen kann, einen Gefallen tun und olle Gottschalk wieder auf die Mattscheibe holen wollte.

„Wetten, dass?!“ passte am besten zu Gottschalk!

Hat alles nichts genützt – das Interesse der Leute war einfach nicht so groß.

Und nun Literatur. In der ersten Sendung startet er mit Sarah Kuttner und Martin Mosebach. Leute, die eher einem speziellen Publikum, denn der Masse der Leute bekannt sind.

Warum sich der einstige Radiomoderator nicht einfach ein schönes Leben in seiner langjährigen Wahlheimat Kalifornien macht – darüber wird wohl so mancher Zuschauer sinnieren! Zumal man bei diesen halbgewalkten „Nach-Wetten-dass?!“-Präsenzen den Eindruck nicht los wird, dass Gottschalk doch wirklich besser diese Original-Show hätte weitermachen sollen.

In diesem Falle wäre ihm doch sicher ein Millionenpublikum treu. Wetten, dass?!

Bildnachweis: ZDF, Svea Pietschmann

Jens Büchner war auf Mallorca bekannt

Der durch die VOX-Kultserie „Goodbye Deutschland“ bekannt gewordene Jens Büchner ist verstorben. Diese – für seine Familie und Fans schockierende – Nachricht macht seit gestern Abend in den sozialen Netzwerken die Runde.

Der Mann aus Bad Schmiedeberg (Sachsen-Anhalt), den die Kamera jahrelang bei seiner Auswanderung nach Mallorca begleitet hat, ist nach Angaben der BILD-Zeitung an Lungenkrebs gestorben. Dem Vernehmen nach hatte der Krebs wohl schon gestreut. Das würde auch im Nachhinein das Erscheinungsbild des polarisierenden Doku-Stars erklären, der in letzter Zeit sehr schlecht aussah und auffällig schmal geworden ist.

Agentur äußert sich zum Tod von Jens Büchner

Nach Angaben von derwesten.de teilte Büchners Agentur auf Facebook folgendes mit:

„Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist. Bitte geben Sie seiner Frau Daniela und den Kindern den Raum und Zeit in Ruhe zu trauern und sehen Sie von Anfragen an die Familie bis auf Weiteres ab.“

Tragisch: mit seiner Frau Daniela (im Bild) hatte der kantige Auswanderer – nach vielen Liebesturbulenzen – wieder sein Glück in der Liebe gefunden, süße Zwillinge inklusive. Die blonde Mutter von drei Kindern lernte Büchner 2015 kennen, rasch zog sie zu ihm. Die Kinder kamen 2016 und 2017 heirateten die beiden.

Nun dieser Schicksalsschlag, der vor allem die Kinder schwer treffen dürfte. Insgesamt hat Büchner – neben den Zwillingen – zwei Kinder aus seiner allerersten Ehe und ein gemeinsames mit seiner Ex-Partnerin Jenny. Selbst Opa war der Auswanderer schon und hinterlässt neben den Kindern auch eine Enkelin.

Derzeit drücken Freunde und Wegbegleiter ihr Entsetzen und Mitgefühl über den viel zu frühen Tod des Auswanderers aus – mehr dazu hier.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Die Olsenbande und das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (im Bild Rolf Hoppe) begleiteten wohl Millionen von Menschen, die heute ab Mitte Dreißig plus sind, durch ihre Kindertage. Beide Produktionen avancierten zu Kultfilmen, was vor allem an den charakteristischen Darstellern lag.

Hoppe & Grundwald: Darsteller der beliebten Filme über die Olsenbande

Wer konnte nicht über die drei schrägen Kauze, die zusammen die Olsenbande ergaben, lachen und sich immer wieder in den kurzweiligen Filmen, deren Handlung immer auch von sympathischem Chaos begleitet war, verlieren?

In diesem Dreier-Gespann war „Benny“ eine prägende Figur – mit gelben Socken und tänzelndem Gang. Der Schauspieler Morten Grunwald (Bild unten) war bis vor kurzem der einzige von den Darstellern der Olsenbande, der noch lebte. Nun ist auch er verstorben.

Hoppe & Grundwald: Zwei beliebte Schauspieler totAuf mdr.de ist dazu am 16. November 2018 folgendes zu lesen:

„Der dänische Schauspieler Morten Grunwald ist tot. Wie seine Familie der schwedischen Zeitung „Politiken“ mitteilte, starb Grunwald im Alter von 83 Jahren an Krebs.Grunwald wurde 1934 im dänischen Odense geboren. Er besuchte die Schauspielschule und gab Anfang der 60er-Jahre seinen Einstand beim Film. 1968 wurde er mit dem ersten Olsenbande-Film international bekannt.Insgesamt wirkte Grunwald im Laufe seiner Karriere an mehr als 50 Filmen mit, darunter insgesamt 14 der Olsenbande. Hier spielte er den Benny mit kariertem Sakko, gelben Socken und dem tänzelnden Gang, dessen Markenzeichen in der deutschen Version der Spruch „Mächtig gewaltig!“ war.“

Abschied von zwei beliebten Schauspielern

Aber auch in Deutschland ist dieser Tage der Tod eines ganz großen Schauspielers zu beklagen, den viele Menschen aus Märchenfilmen und DDR-Produktionen wie „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ kennen. In dem Kult-Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ spielte er den Vater des jungen Prinzen, den König, der die Vermählung seines Sohnes vorantrieb. Nun ist auch dieser beliebte Schauspieler – Rolf Hoppe (siehe Bild oben) –  im Alter von 87 Jahren verstorben.

Auf tagesspiegel.de findet sich dazu folgender Text, Stand: 16. November 2018:

„Viele kannten ihn aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, aber Rolf Hoppe füllte mehr als 400 Film- und Bühnenrollen aus – nun ist der Schauspieler mit 87 Jahren gestorben. Er sei am Mittwoch nach einem erfüllten Leben im Kreise seiner Familie entschlafen, teilte die Familie am Donnerstag mit. Erst im vergangenen Jahr hatte Hoppe mehrere Preise gewonnen – den Märchenfilmfestival-Preis für sein Lebenswerk in Annaberg-Buchholz und den Orden des Dresdner Semperopernballs. „Am meisten hänge ich an den kleinen Rollen“, sagte Hoppe vor rund drei Jahren in einem Interview kurz vor seinem 85. Geburtstag.“

Nun – die beiden Männer sind verstorben, aber ihre Rollen werden wohl unvergessen bleiben! Und wie schön, dass sie in ihren Filmen, die vor allem an den bevorstehenden, winterlichen Feiertagen wieder über viele Fernsehschirme flimmern, ewig weiterleben.

Mögen Sie in Frieden ruhen!

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Die Schlagzeilen um die „Zuhause-im-Glück“-Teilnehmer, die sich mit hohen Finanzamt-Forderungen konfrontiert sehen, schlugen hohe Wellen. So hat beispielsweise der bekannte TV-Moderator Peter Escher auf seiner Facebook-Seite auf diese Fälle aufmerksam gemacht, wonach die Familien, die bei der beliebten Fernsehsendung ein wunderschönes Zuhause vom Sender (RTL II) bekommen hatten, nun verzweifelt sind.

Der Grund: das Finanzamt sieht naturgemäß die Verschönerungen und Sanierungen in den jeweiligen Immobilien, die in den einzelnen Folgen im Mittelpunkt standen, als einen Erhalt an, auf den Steuern gezahlt werden müssen.

Mehrere zehntausend Euro, so berichteten sowohl Peter Escher als auch andere Medien, sollen wohl bei so mancher Familie, die sich über das neue Zuhause gefreut hat, im Raume stehen.

Nun wird Hilfe versprochen. Aber nicht etwa in Form von Geld, sondern durch einen Steuerberater, der vom Sender gestellt wird und den betroffenen Familien, die jetzt eher im „Zuhause-im-Pech“ sitzen, zur Seite stehen soll.

So ist auf express.de zu lesen:

„Verzweifelt wenden sich einige Hausbesitzer an die RTL2-Renovierungsshow „Zuhause im Glück“ – klar, die will ja eigentlich auch Familien in Not helfen. Prompt rückt ein Handwerker-Team an und nimmt sich die in die Jahre gekommenen Häuser der Kandidaten vor. Im Handumdrehen entstehen so schicke neue Heime. Doch für einige Teilnehmer der Show kommt später das böse Erwachen – nämlich dann, wenn sich das Finanzamt meldet.(…)„Bild“ berichtet vom Fall einer Familie, die nach ihrer Teilnahme vor drei Jahren jetzt 35.000 Euro Steuern nachzahlen muss. Für das Finanzamt ist die Sache eindeutig.

Die Auftritte der Familien stehen in einem „gegen­seitigen Leistungs­verhältnis“. Für ihre schauspielerische Arbeit erhalten die Kandidaten in der Sendung eine sanierte Wohnung. Und darauf müssen Steuern gezahlt werden. Laut der Zeitung sind mindestens sechs Familien von hohen Forderungen betroffen.(…)Die Macher der Sendung reagieren jetzt. Wie die Zeitung berichtet, erhalten die Betroffenen Hilfe von einem Steuerberater. Zudem sollen künftige Kandidaten noch besser darauf hingewiesen werden, dass nach der Sendung Post vom Finanzamt droht. Bisher habe das lediglich als Klausel in den Verträgen gestanden.“

Nun ja – ein Steuerberater, das ist gut und schön und sicherlich zunächst hilfreich. Aber ob dieser es schafft, die monströsen Finanzamt-Forderungen für die betroffenen Familien abzuwehren? Jeder, der mit einem Steuerberater zu tun hat oder es mal hatte, weiß, dass das Know-How dieser Experten in Steuerangelegenheiten zwar unabdingbar, aber doch auch begrenzt ist.

Sprich: es dürfte kaum einen Steuerberater geben, der Finanzamt-Forderungen mit einem Handstreich auf Null jonglieren kann. Das heißt, dass – selbst wenn der Profi nachverhandelt – wahrscheinlich wohl auf jeden Fall Kosten auf die einst so glücklichen Sendungs-Teilnehmer zukommen werden. Nur in welcher Höhe, das bleibt erst einmal abzuwarten.

Fair wäre es deshalb, wenn der Sender den betroffenen Familien finanziell zur Seite steht, denn es dürfte kaum helfen, wenn sich – beispielsweise – eine Finanzamt-Forderung am Ende des Tages von ehemals 30.000,00 € auf – sagen wir – 19.000,00 € reduzieren lässt.

Auch solche Summen dürften die Leute, die sich eben tatsächlich „Zuhause-im-Glück“ gefühlt haben, wohl kaum mal eben so aus der Portokasse begleichen können.

Der Sender sollte also reagieren und seine ehemaligen Protagonisten auch über das Stellen eines Steuerberaters hinaus unterstützen.

Nur so ist sichergestellt, dass die Betroffenen auch weiterhin ihr „Zuhause-im-Glück“-Gefühl genießen können!

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Quellen-Nachweis: https://www.express.de/30572188 ©2018

Melanie Müller

Da wo die Garde der B- und C-Promis noch vor einigen Monaten einen Massenauflauf von Fans verursachte, erinnert heute nichts mehr an Glamour. Der „Grillmüller“ – eine Imbissbude von Melanie Müller in Leipzig – ist schon wieder Geschichte. Dabei sollte die zentral gelegene Imbissbude ein weiteres Standbein der geschäftstüchtigen Sächsin werden. Doch es lief wohl nicht so wirklich gut mit dem Business der Ex-Dschungelkönigin. Die gebürtige Oschatzerin wird in Leipzig zukünftig keine Bratwürste nebst Champagner mehr an die Frau oder den Mann bringen – der Laden ist bereits wieder anderweitig vergeben.

Suchte Melanie Müller den falschen Ort aus?

Schuld an der Misere sollen laut Melanie Müller auch die berüchtigten Plätze rund um den Imbiss, der sich gleich gegenüber dem Leipziger Hauptbahnhof befindet, sein. Und tatsächlich ist die Gegend seit Jahren schon als Drogenumschlagplatz bekannt und immer wieder auch Einsatzort der Polizei.

Die düsteren Gestalten schrecken schon so manchen Passanten ab, deshalb könnte Melanie Müller recht haben, wenn sie darüber sinniert, ob sich vielleicht die Mama mit Kindern nicht in ihren Imbiss traute, weil es rundum von dubiosen Gesellen nur so wimmelt.

Gegenüber der BILD-Zeitung äußerte sie sich folgendermaßen, Zitat BILD.de:

„Die Lage ist nicht optimal. Die Leipziger wissen, dass sich in dem Park nebenan Leute herumtreiben, die nicht ganz koscher sind. Es gab nur Ärger! Die sind mich und meine Gäste angegangen!“

Und weiter: „Logisch, dass sich eine Mutter mit ihren Kindern dann nicht mehr rein traut, um Autogramme zu holen. In Zukunft gehe ich nur noch Projekte an, für die ich mit meinem Namen stehen kann.“

Das ist wahrscheinlich unter südlicher Sonne eher der Fall, denn: auf Mallorca scheinen Müllers Geschäfte besser zu gehen. Vor wenigen Tagen erst hat Melanie Müller dort ihren zweiten Imbiss eröffnet.

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Könnte man sich Mario Barth oder Dieter Nuhr auf öffentlicher Bühne vorstellen, wie sie über ihre eigenen Körperteile Witze reissen? Eher nicht!

Weibliche Comedians indes machen sich oft auf öffentlichen Bühnen und in TV-Sendungen über die eigenen Körperzonen lustig oder thematisieren Hängebrüste und schlaffe Oberarme bei Frauen anderweitig. Das kennt man aus eigener Erfahrung und auch manchem Prominenten ist dieses Agieren nicht entgangen.

So war kürzlich im SPIEGEL, Ausgabe 16 / 2018, folgendes zu lesen:

„Die Moderatorin und Journalistin Lisa Ortgies, 52, kritisiert weibliche Comedians dafür, dass sie „auf der Bühne das „Welkfleisch“ an ihren Oberarmen zum Schaukeln bringen oder über Brüste witzeln, die sich in den Knien verfangen.

Und weiter heißt es seitens der Frau-TV-Moderatorin:

„Ich stelle mir vor, wie Dieter Nuhr oder Mario Barth über ihre eigenen Hängehoden frotzeln. Das wäre irgendwie unsouverän. Und schlichtweg nicht witzig. Sondern undenkbar. Weil – würdelos“

Die Einschätzung von Lisa Ortgies stimmt hundertprozentig – und dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Bildnachweis:

Fotograf: Horst Galuschka / picture alliance