Nichts nervt Single-Frauen, die sich wieder eine Beziehung wünschen, wohl so sehr, wie die Partnersuche. Es ist seit Jahren bekannt, dass sich diese in den aktuellen Zeiten schwieriger gestaltet, als vor Jahrzehnten noch.

Und das trotz immens gestiegener Möglichkeiten, wie Online-Dating, Date-Veranstaltungen und sozialen Netzwerken, wo sich viele Solisten herumtreiben.

Wer aber als Frau aktiv im Leben steht, einen Job und einen Freundeskreis hat, weiß: die Suche kann nervig werden, vor allem, wenn sie online stattfindet. Und auch offline scheinen sich – trotz diverser Events, die sowohl im Berufs – als auch im Privatleben fast permanent geboten werden – immer weniger Leute zu finden, die eine Partnerschaft eingehen.

Genau eine solche Situation porträtierte am letzten Dienstagabend die ZDF-Doku „37 °“ mit „Sag mir wo die Frauen sind“. Nur dass es sich, wie der Titel schon sagt, in dem Film ausschließlich um Männer handelte, die von ihrer schwierigen Suche nach einer Partnerin berichteten. Zudem waren alle drei Protagonisten aus Ostdeutschland und auf dem Land zuhause.

Bezeichnend: keiner der drei vorgestellten Männer, deren Singledasein in ihrer ländlichen Heimat porträtiert wurde, betreibt Online- oder Speed-Dating. Im Gegenteil: bis auf einen Mann, Uwe, bleiben sie eher passiv in ihren Bemühungen, eine Partnerin zu finden.

Allerdings waren sie ziemlich auskunftsfreudig und beschrieben auf sympathische Weise, welche Vorstellungen sie von einer zukünftigen Partnerin haben. Neben dem schon erwähnten Uwe aus Leuna wurde auch ein Biobauer aus dem Erzgebirge vorgestellt – Stefan. Er hat Haus, Hof und Tiere und hätte es schon gern, dass seine spätere Herzensdame zu ihm auf den Hof ins schöne Sachsen zieht.

Auch Olaf (im Bild), ein weiterer Protagonist aus der Sendung, ist mehr oder weniger ortsgebunden – er betreibt auf der Insel Usedom eine Pferdezucht und bietet in der Saison Ausritte mit seinen Tieren für Touristen an.

Uwe, der bereits schon erwähnte dritte Single, lebt ländlich im mitteldeutschen Leuna und findet ohne Partnerin „alles öde“.

Für die drei porträtierten Singlemänner ist es nicht unbedingt leicht, in ihrem Umfeld eine Partnerin zu finden, da vom dörflichen Raum viele (junge) Frauen in die Stadt abwandern. Und da die Jungs – wie eingangs schon erwähnt – weder in Sachen Online-Dating aktiv werden noch entsprechende Single-Events besuchen, ist ihre Situation wie sie ist.

Doch suchenden Frauen sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, denn: alle drei Männer sind sympathische Typen, bodenständig, ohne Allüren und berufstätig ebenso. Mitten im Leben also – wie die meisten Frauen ab Anfang / Mitte Dreißig aufwärts auch. Die Altersklasse also, die auch in Singlebörsen häufig vertreten ist und so selten fündig wird.

Warum sich also – selbst wenn man (FRAU) in der Stadt lebt – nicht auch im dörflichen Raum nach einem Partner umschauen?

Eigentlich eine gute Idee, wenn nicht die Frage wäre, wie man überhaupt mit solchen Männern in Kontakt kommt? Die Protagonisten aus der Doku bleiben – wie gesagt – passiv und sind demzufolge auch in keiner Online-Singlebörse vertreten.

Man darf davon ausgehen, dass auch viele andere Landsingles so verfahren. Was also tun, wenn doch hier – trotz allem – vielleicht die Chancen, auf einen kernigen Naturtypen, der Single ist, recht gut stehen?

Unser Tipp:

schauen Sie in die (Online)Ausgaben der ländlichen Zeitungen in Ihrer Region. Es gibt kaum ein Wochenende, auf denen auf den Dörfern nicht irgendwas los ist. Vom Frühlings-, Sommer-, Herbst und Winterfest über Osterfeuer und kulinarische Märkte bis hin zu zünftigen Bauernfeten – es wird viel geboten auf dem Lande. Viele Feste werden am jeweiligen Vorabend zudem mit einer Disko-Veranstaltung eingeleitet.

Klar – den städtischen Schick sollte man in einem Festzelt auf dem Land vielleicht nicht erwarten, aber die Chancen stehen hoch, dass man hier auf  Singlemänner trifft. Ebenso wie auf den aufgezählten Festivitäten, bei denen die Dorf-Jungs sich oft auch aktiv einbringen.

Warum also nicht mal vor Ort schauen, was so geht? Klar, eine gewisse Affinität für diesen Schlag Mann sollte FRAU schon mitbringen. Wer mehr auf den durchgestylten Porsche-Fahrer im Designer-Look steht, ist hier fehl am Platz, das ist natürlich fakt.

Wer sich aber nach einem Partner sehnt, der nicht abgehoben und auch Realist ist, eine positive Einstellung zu Natur und Heimat hat und das Herz meist am rechten Fleck, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf den Dörfern in seiner Umgebung riskieren! Und dann natürlich auch den Mut haben, ein paar Worte zu sagen, ein Gespräch zu beginnen.

Denn: auch echte Kerle vom Land können schüchtern sein. Hier als Frau dezenten den Anfang zu machen, kann sich lohnen!

Wer nun auf die 37°-Doku und die drei beschriebenen Protagonisten neugierig geworden ist, kann diese noch bis 20.08.19 anschauen und zwar hier.

Bildnachweis: © ZDF/Thomas Henk Henkel

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