Samstag, 28. Mai, 2022

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Online als Coach Geld verdienen und die Welt bereisen – SO einfach ist es nicht!

Das Laptop auf ausgestreckten braungebrannten Beinen platziert, vorn im Bild das Meer und rechts noch eine Palme: So oder ähnlich sehen unzählige Bilder aus, die im Netz – vorzugsweise auf Instagram & Co. – gepostet werden. Die Leute, die sich so darstellen, sind fast immer Menschen, die online ihr Geld verdienen, was auch okay und in diesen Zeiten ja nicht unüblich ist.

Allerdings vermitteln nicht wenige dieser Blogger oder Influencer den Leuten am Handy oder Computer das Gefühl, dass es ein Leichtes ist, sein Geld nur mit dem Laptop oder gar nur mit dem Handy zu verdienen. Verschiedene TV-Dokumentationen zum Thema „Digitale Nomaden“ nähren diese Mär.

Teure Tipps vom Online-Coach – damit der digitale Rubel rollt

Es hat sich in diesem Zusammenhang auch etabliert, dass diese „Online-Worker“ ihr Wissen weitergeben und anderen Menschen zeigen wollen, wie sie online Geld verdienen können. Und hier wird es meist kritisch.

Denn solche Tipps kosten meist Geld und werden häufig in Form von Webinaren, Online-Kursen und E-Books angeboten. Vor allem viele Coaches wollen ihr Wissen gegen Gebühr weitergeben und versprechen den Coaching-Himmel auf Erden, wenn das Geld erst einmal online verdient wird.

Doch zuvor verdienen erst einmal sie, denn nicht wenige dieser Offerten kosten richtig viel Geld. Was sie bringen, ist oft mehr als fraglich, denn als Coach online erfolgreich zu sein und Tipps (gegen Gebühr) zu geben ist das eine. Sich als Neuling im Netz erst einmal einen Namen zu machen, mit dem man Geld verdienen kann, das andere.

Schneller Geldsegen als Versprechen

Letzteres ist nämlich sehr, sehr schwer und wird von den Interessenten der „Schnell-online-gut-Geld-verdienen“-Anbieter häufig ausgeblendet.

Im Gegenteil: Sie lassen sich häufig einreden, dass man nur sein Geschäftsfeld finden müsse und dann kommt der Geldsegen von alleine.

Auffällig ist hier, dass Angebote dieser Art tatsächlich sehr oft von Coaches kommen.

Coaches, die ihre Klienten mittels E-Mail, Video-Call und Telefon ortsunabhängig coachen und diesen Geschäftszweig darstellen, als ließe sich mit der Beratung von Menschen sehr schnell sehr viel Geld verdienen.

Oft ist von einer „Nische“ die Rede und von „Traumkunden“, die man finden muss. Damit man diese „Traumkunden“ findet, bucht man am besten kostenpflichtig ein Online-Format von genau ebendiesen Coaches.

Wanne-Eickel statt Malediven

Was recht durchschaubar und fragwürdig klingt, scheint im Web allerdings auf viele Anhänger zu stoßen.

Auf den Seiten von Leuten, die anderen Usern den Weg ins stressfreie Online-Business ebnen wollen (gegen eine satte Gebühr, versteht sich) ist zumeist viel los und etliche User sind interessiert. Oftmals werden sie von Raunereien á la „Mehr finanzielle Leichtigkeit“, „5 Traumkunden an einem Tag“ oder „Mit Onlinecoaching in die finanzielle Freiheit“ angelockt.

Es gibt aber immer wieder auch zahlreiche Kommentare, die darauf schließen lassen, dass der angebotene Kurs, das Webinar oder das „exclusive Telefonat“ nicht gezündet haben und die jeweiligen User noch immer auf der Couch in Wanne-Eickel statt als gefragte Coaches oder Blogger unter Palmen auf den Malediven sitzen.

Das ist nicht natürlich nicht verwunderlich und dürfte eher die Regel denn die Ausnahme sein.

Warum?

Kritisch hinterfragen ist wichtig!

Nun – hier einige Gründe:

Als Online-Coach mal eben so loslegen, ist schwierig – auch mit ausgefeilter Zielgruppen-Fokussierung. Erstens gibt es sehr, sehr viele Coaches und zweitens sitzt das Geld für derartige Beratungen auch nicht locker, aktuell schon gar nicht.

Desweiteren ist es nicht jedermanns Sache, einen Online-Coach zu haben. Viele Menschen bevorzugen einen Experten in der Nähe, dem sie auf Augenhöhe und persönlich entgegen treten können.

Die besten Ratschläge, Tipps und Anweisungen bringen nichts, wenn man ohne ein Netzwerk ist, über das man an Kunden kommt. Sich einfach irgendwo mit „Hallo, ich bin Coach XY“ online vorzustellen, bringt kaum etwas.

Viele Online-Coaches beschäftigen sich mit Themen, die eher traumtänzerisch daherkommen. „Müttern das Frau-Sein beibringen“ oder ähnliches sind absolute Randthemen, die wohl nur wenige Klientinnen buchen würden.

Als Online-Coach anfangen und ein paar Monate später das Ticket für die Weltreise buchen können, weil die Klienten Schlange stehen, dürfte eine Illusion sein und bleiben, auch wenn selbsternannte „Coachng-Gurus“ etwas anderes behaupten.

Sichtbarkeit im Netz dauert und kommt nicht über Nacht

Zudem muss sich die Website eines Online-Coaches im Internet erst einmal hochspielen und das kann dauern. Regelmäßige Blogbeiträge um ein gutes Suchmaschinen-Ranking sicherzustellen, sind hier fast schon Pflicht. Mindestens dreimal in der Woche sollte man in die Tasten hauen und seinen Blog bespielen, um Sichtbarkeit im Netz zu erlangen.

Bis man soweit ist, dass die Leute einen online von alleine finden, dauert es aber – dasselbe trifft auf den so oft versprochenen Geldsegen, der Online-Coaches angeblich rasch heimsucht, zu.

Insofern: Bitte nicht allzu leichtgläubig an Angebote dieser Art rangehen und auf das Bauchgefühl hören, wenn dieses Mißtrauen signalisiert! Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Checken von Erfahrungen anderer Leute, die mit Menschen, die den schnellen Geldsegen versprechen, zu tun hatten und im Web darüber berichten.

Hier gilt: Sich lieber einmal mehr informieren, als letztlich (viel) Geld für nichts und wieder nichts auszugeben!

Bildnachweis: stock.adobe.com / ant

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