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Ein Gastbeitrag von Jana. Viele Frauen, die die Erziehung des Nachwuchses ganz allein stemmen müssen, kennen das: im Alltag ist das Geld meist knapp, zu viele Kosten des täglichen Lebens schmälern das Familienbudget. Wer alleinerziehend ist – so wie ich – , für den bedeutet oft schon eine kaputte Waschmaschine oder der defekte Spüler eine Katastrophe.

Auch viele Extras für die Kinder fallen aufgrund der Kosten, die vorrangig bedient werden müssen (Miete, Lebensmittel, Strom, usw.) meistens weg.

Insofern bringt es der Status „alleinerziehend“ (die meisten Alleinerziehenden sind Frauen) mit sich, dass sich ein Großteil der Produkte, die gekauft werden müssen, aus dem Gebrauchtwaren-Markt speist. Für die meisten ist es selbstverständlich, in Sachen Kinderkleidung auf bereits getragene Produkte zurückzugreifen, unzählige Secondhandshops leben mittlerweile davon. Auch ich selbst kaufe die Kleidung für meine zwei Kinder –  beide im Vorschulalter – von Anfang an gebraucht.

Extras stehen im Alltag Alleinerziehender hintenan

Da, wer alleinerziehend ist, seinen Fokus im Alltag eher auf die Dinge lenkt, die wirklich benötigt werden, stehen Extras eher ganz hinten auf der Agenda. Aber auch diese sind – man mag es manchmal kaum für möglich halten – auch für jemanden, der alleinerziehend und stets knapp bei Kasse ist, gut zu bekommen. Zum Mini-Preis oder sogar kostenlos. Der Schlüssel hierfür sind Kleinanzeigen-Portale im Internet. Man fasst es manchmal gar nicht, was manche Leute hier zum absoluten Spottpreis anbieten oder gar verschenken!

Vom Trampolin über das Spielhaus bis hin zum Pool: hier ist nahezu alles superpreiswert oder sogar kostenlos zu haben. Das zumindest ist meine Erfahrung – ich bin mittlerweile zu einer richtigen Schnäppchenjägern mutiert, der Status „alleinerziehend“ bringt es mit sich.

Allerdings: wer in diesen digitalen Gefilden auf Schnäppchenjagd gehen will, sollte Zeit mitbringen. Denn die braucht, wer gute, gebrauchte Produkte kostenfrei oder zum schmalen Preis erwerben möchte.

Dass man natürlich nicht ganztägig am Web hängen und nach Schnäppchen suchen kann, ist natürlich ebenso klar.

Internet für Alleinerziehende tolle Fundgrube für Schnäppchen

Deshalb hier meine erprobten Tipps zu einer Vorgehensweise, die einem schon bald heiß begehrte Produkte bescheren kann:

  • Abends etwas Zeit in die Suche nach dem gewünschten Produkt auf den Kleinanzeigen-Portalen investieren. Ab 19.00 Uhr – zu einer Zeit, zu der viele andere Leute auch daheim sind haben – werden erfahrungsgemäß viele gebrauchte Produkte online gestellt, kostenfrei oder zum Mini-Preis. Wer hier schnell ist, hat durchaus die Gelegenheit, das Superschnäppchen zu machen.
  • Überregional suchen: Sie haben im Familien- oder Freundeskreis jemanden, der einen Fahrzeug-Anhänger oder sogar einen kleinen Transporter hat? Klären Sie vorher ab, ob der- oder diejenige bereit wäre, für ein tolles Schnäppchen ein paar Kilometer zu fahren. Denn wenn Sie auch über Ihre Region hinaus suchen, erhöhen sich die Chancen sehr, ein begehrtes Stück für den Nachwuchs (Puppenhaus, Spielhaus, Markenfahrrad usw.) geschenkt oder sehr billig zu bekommen. Natürlich muss vorher geklärt sein, was derjenige, der Ihnen den Transport stemmt, haben möchte. Geht es hier fair zu und Sie müssen maximal die Spritkosten bezahlen, ist das Ganze äußerst lohnenswert, vor allem, wenn es sich um hochwertige (Marken)Artikel handelt.
  • Steht eine besondere Anschaffung für Ihr Kind an, die eigentlich so gar nicht in Ihr Alleinerziehend-Budget passt, sollten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf die Rubrik „Zu verschenken“ lenken. Auch hier werden erfahrungsgemäß  am frühen Abend  viele Angebote online gestellt, Schnelligkeit ist das A und O. Sind Sie auf der Suche nach einem bestimmten Artikel, macht es Sinn, sowohl in der Verkaufsrubrik als auch in der „Zu-verschenken“-Rubrik einen Suchauftrag zu erstellen. Dies ist binnen weniger Sekunden erledigt. Ein, zwei Klicks genügen und Sie werden ab diesem Zeitpunkt über alle Angebote informiert, die – passend zu Ihrer Suche – reinkommen.

Ich habe auf diese Weise – gemeinsam mit weiteren Familien hier in unserem Wohnkomplex, der aus zwei Mehrfamilienhäusern besteht und in dem einige alleinerziehend sind – sogar schon einen riesigen, gebrauchten Swimmingpool gekauft – für läppische 180,00 €. Er steht heute bei uns im Hof des Mehrfamilienhauses, die Kosten dafür (Strom, Wasser) teilen sich mehrere Ein- und Zwei-Eltern-Familien, darunter zwei Frauen und ein Mann, die alleinerziehend sind.

Natürlich haben wir das Ganze im Vorfeld mit dem Vermieter abgeklärt – er hatte keine Einwände. Derzeit sind wir, mit weiteren Familien, alleinerziehend und nicht alleinerziehend, auf der Suche nach einem Klettergerüst. Natürlich fahnden wir via Kleinanzeigenportal danach und es sieht ganz gut aus, dass wir fündig werden. Mehrfach in der Woche werden derlei Spielgeräte angeboten, sowohl in der „Zu-verschenken“- als auch in der „Zu-verkaufen“-Rubrik. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den Kindern ein Klettergerüst neben den Swimminpool stellen können.

Klar – die hier geschilderte Situation mag eine Ausnahmesituation sein, nicht jeder wohnt mit anderen Müttern oder Vätern, die auch alleinerziehend sind, in trauter Nachbarschaft. Aber – wie oben schon erwähnt – lohnt sich die Stöberei auf dem digitalen Kleinanzeigenmarkt, für jemanden, der alleinerziehend ist, auch in Sachen Fahrrad, Kasperletheater, Hochbett & Co.

Auch Unternehmungen am Wochenende gibt`s oft zum Mini-Preis

Ein weiteres Thema im Leben von Leuten, die alleinerziehend sind: Unternehmungen. Fast jedes Wochenende stellt sich die Frage, was man mit den Kindern wohl unternehmen könnte?

Auch hier gibt es diverse Möglichkeiten, preiswert „in die Komödie“ zu kommen, Stichwort: Veranstaltungen und Feste. Natürlich werde ich jetzt keine Veranstaltungen aufzählen, die pro Person 12,00 € Eintritt kosten, nein: die Rede ist von Festen, die ohne Eintritt zu besuchen sind.

In diesem Zusammenhang macht es sich gut, in kostenfreie, regionale Veranstaltungsmagazine oder ins Internet zu schauen. Es gibt nahezu in jeder Region an fast jedem Wochenende Veranstaltungen für die ganze Familie, die ohne Eintritt auskommen. Oftmals werden auf solchen Festivitäten auch kostenfreie Attraktionen geboten – von der Hüpfburg bis hin zum Kinderschminken. Klar, die obligatorische Bratwurst gibt es meist auch auf solchen Festen nicht umsonst, aber die Preise sind meist human und kein Vergleich zu kommerziellen Veranstaltungen, wo man für einen Imbiss pro Person schon mal 8,00 bis 10,00 € hinlegen muss.

Veranstaltet werden diese Feste meist von Vereinen, Verbänden oder auch Genossenschaften. Diesbezüglich lohnt auch ein Blick in die örtliche Tageszeitung, die meist bereits am Freitag viele Wochenend-Termine für Familienfeste veröffentlicht.

Alleinerziehend und Urlaubsplanung: finanzieller Zuschuss möglich

Last but not least das Thema Urlaub. Meist ist das ja eine Sache, die jemandem, die oder der alleinerziehend ist, besondere Magenschmerzen bereitet, Stichwort: teuer.

Wenn man nicht unbedingt das Ziel hat, unter Palmen zu urlauben, gibt es in einigen Bundesländern die Möglichkeit, einen Zuschuss für einen Urlaub zu erhalten. Dieser richtet sich an Personen, die alleinerziehend oder als Zwei-Eltern-Familie in einer finanziell schwierigen Lage sind.

Welche Voraussetzungen nötig sind, um diesen Zuschuss zu erhalten, kann man bei Wohlfahrtsverbänden, Jugendämtern oder Familienverbänden erfragen, so zum Beispiel beim Familienverband SHIA e. V.

Ich selbst, die ich nun schon lange alleinerziehend bin, nutze diesen Zuschuss alljährlich. Er gilt zwar nur für einen Urlaub in Deutschland, aber das stört mich und meine Kinder nicht.

Wir haben hierdurch schon wunderbare Ferientage erleben dürfen, ganz nach dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“.

In diesem Sinne: vielleicht probieren Sie ja den einen oder anderen Tipp von mir mal aus?! Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall jetzt schon einmal viel Spaß bei der Schnäppchenjagd. Sie wissen ja: die strahlenden Kinderaugen sind das allemal wert!

Mehr zum Thema auch hier.

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Die Zeit geht mit riesigen Schritten in Richtung Sommer und wer das Meer liebt, sollte genau jetzt – im Frühsommer – an die Ostsee fahren. Vorausgesetzt natürlich, man hat keine schulpflichtigen Kinder und kann das Frühjahr für einen Ostseeurlaub nutzen! Wer hier flexibel ist, ist mit dem Mai als Reisezeit äußerst gut bedient, denn: der große Urlauberansturm kommt erst noch. Und die oft schon sehr warmen Tage im Mai machen oftmals keinen Unterschied zur Hochsaison.

Wer jetzt an die Ostsee reist, genießt sozusagen die Ruhe vor dem (Urlauber)Sturm und hat sogar bei der einen oder anderen Unterkunft noch die Chance auf gute Preise. In der Hochsaison nämlich ist die Küste kein wirklich preiswertes Reiseziel, aber die vielen Vorteile machen das wieder wett.

Und lassen sich jetzt – in der Vorsaison – am besten genießen.

Fahrradfahren, in den kleinen Küstenstädtchen oder Fischerdörfern bummeln gehen, Hafenflair spüren, die herrliche Natur genießen,  Meerluft atmen, am Strand spazieren gehen – das alles gehört zu einem richtigen Ostseeurlaub einfach dazu! Und natürlich das richtige Ziel, wobei die Auswahl an der (Ost)Ostsee unglaublich schwerfällt. Wir versuchen es dennoch mal mit einigen Tipps und zwar persönlich von uns ausgewählten – los geht’s:

Der Darß:

Bekannt für seine herrlichen Strände, wunderbaren Radwege, viel Wald und Heimat der Kraniche – das ist der Darß. Zingst, Prerow, Ahrenshoop – man könnte von den attraktiven Orte, die sich wie eine Perlenschnur an der Küste lang schlängeln, noch einige mehr aufzählen.

Fakt ist, dass es hier einmalig schön und die Auswahl der Freizeitmöglichkeiten groß ist. Den Tag im Strandkorb verträumen oder die Halbinsel per Drahtesel entdecken – hier kommt vieles infrage. In den letzten Jahrzehnten hat sich hier außerdem eine gefragte Hotel- und Appartmentlandschaft gebildet, die für jeden Geldbeutel angenehme Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Im Gegensatz zu anderen Regionen ist hier nichts zugebaut und mit Beton verschandelt – Neubauten gliedern sich harmonisch in die Landschaft ein und vermietet wird allermeist sowieso in Häusern, die lange schon dort stehen.

Das Motto für viele Urlauber lautet hier: Auszeit in der Ferienwohnung. Diese Art der Domizile auf Zeit sind jedes Jahr aufs Neue gefragt – vor allem die romantischen Bauten unter Reetdach machen einen Ostseeurlaub erst richtig perfekt.

Den Darß muss man erlebt haben – mindestens einmal  im Leben. Allerdings: wer einmal da war, den zieht es meist immer wieder auf die außergewöhnliche Halbinsel. Wer hier Erholung sucht, wird auf viele Stammgäste stoßen, die dieses schöne Fleckchen Erde in ihr Herz geschlossen haben.

Insel Usedom:

Wer das Mondäne liebt, der ist auf der Insel Usedom richtig. Um genau zu sein, in Ahlbeck. Hier fühlt man sich fast wie in alten Filmen, so stilvoll geht es hier zu. Das fängt schon mit der außergewöhnlichen Bäderarchitektur an, für die Usedom bekannt ist. Großzügige Veranden finden sich hier an vielen Häusern, die auf Usedom meist „Bädervillen“ genannt werden.

Rechteck- oder Rundbogenfenster, Halbsäulen, Dreiecksgiebel, Türmchen und Jugendstilornamente – wer hier vorbei flaniert, dem bietet sich auch was für`s Auge!

Das Schöne ist, dass viele dieser Bädervillen Ferienwohnungen beherbergen, so dass man sich hier stilecht auf Zeit einmieten kann. Am besten in der Vorsaison, denn gerade Usedom ist in der Ferienzeit ein äußerst beliebtes Ziel und es kann in der Hochsaison voll werden! Allerdings ist die Ostsee nicht dafür bekannt, von Juli bis September so derartig mit Urlaubern überfüllt zu sein, dass sich einem hier Bilder á la Rimini oder Playa de Ingles bieten.

Der Landstrich ist überaus großzügig, so dass hier niemand zusammengepfercht sein Sonnenbad nehmen muss (nach dem Motto: „Wie die Heringe“).

Auch direkt am Meer geht es gesittet zu, hier lässt man die Seele in Strandkörben baumeln. Diese verteilen sich meist harmonisch über die Strandabschnitte, so dass für alle ein Plätzchen mit Privatsphäre gewährleistet ist.

Übrigens: wer es ganz nobel mag, ist auf Usedom sehr gut aufgehoben! Im beliebten Ahlbeck empfängt das Luxus-Hotel „Ahlbecker Hof“ seine Gäste. Gediegenes Ambiente und eine großzügige Terrasse, auf der man sich schon morgens in die Zeit der Urlauber der 20iger Jahre, die hier zur Sommerfrische weilten, zurückversetzen und sein Frühstück mit Meerblick einnehmen kann, sind nur einige Pluspunkte dieses Hauses.

Natürlich ist das ein teures Vergnügen, aber man muss ja nicht seinen ganzen Urlaub in diesem edlen Ambiente verbringen.

Ein verlängertes Wochenende im 5-Sterne-Flair dürfte hier ausreichen, um genügend Kraft für den Alltag auf dem Festland zu tanken.

Erholung ist hier absolut garantiert und: man lebt schließlich nur einmal!

Sie ist im Internet DIE junge Koryphäe, die Tipps und Erfahrungswerte rund um das Thema Diabetes auf sympathische Weise rüberbringt: Kathrin Schanz (im Bild).

Selbst seit sechs Jahren mit der Krankheit lebend, hat die Mutter einer Tochter, die gerade mit dem zweiten Kind schwanger ist, verschiedene Social-Media-Kanäle aufgebaut, die vor allem für schwangere Frauen und Mütter eine gutbesuchte, digitale Anlaufstelle sind.

Vor allem der Youtube-Kanal der engagierten Frau kommt bei Diabetes-Patientinnen äußerst gut an. Mittlerweile wird Kathrin Schanz, deren sportliche Leidenschaft Tischtennis ist, auch als Expertin in Sachen Diabetes gebucht. Im Interview berichtet Sie uns über ihr Leben mit der Krankheit und gibt uns mit starken visuellen Impressionen einen Einblick in ihren Alltag. Zudem bekommt man einen Eindruck davon, wie stark sie sich zwischenzeitlich im Netz für dieses Thema, mit dem sie  Schwangeren und Müttern Mut machen möchte, engagiert.

FB: Frau Schanz, Sie sind Diabetikerin – seit wann leben Sie mit der Krankheit?

Typ 1 Diabetes begleitet mich seit meinem 21. Lebensjahr, somit seit 6 Jahren.

FB: Mittlerweile sind Sie im Internet ziemlich bekannt und geben via Ihres Youtube-Kanals Diabeteswelt und Instagram Tipps für andere Menschen mit Diabetes. Vor allem Schwangere sind an Ihrem Know-How interessiert – wie kam es dazu?

In meiner ersten Schwangerschaft suchte ich dringend Tipps/Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen im Internet. Leider fand ich absolut keine Erfahrungsberichte aus erster Hand und da war die „Mission“ für mich eindeutig! Ich gründete meinen YouTube Kanal „Diabeteswelt“, um Frauen die schwanger werden wollen, es sind oder vor ihrem zweiten Kind stehen Mut zu machen.

Selbst viele Ärzte beraten noch nach der „alten Schule“. Es hieß vor etlichen Jahren, Frauen mit Typ 1 Diabetes sollten lieber keine Kinder bekommen, da die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern ausgesprochen hoch war. Mit der heutigen Technik und einem verantwortungsvollen Diabetes Selbst-Management steht die damalige Annahme außer Frage.

FB: Gelingt es Ihnen durch Ihre Internet-Aktivitäten, Unsicherheiten bei schwangeren Frauen abzubauen?  

Glücklicherweise ja. Mich erreichen mittlerweile täglich Nachrichten von Frauen mit Kinderwunsch oder Frauen, die Probleme und Sorgen bezüglich ihres Diabetes während der Schwangerschaft haben. Ich freue mich riesig, dass ich ihnen – alleine durch den Austausch und das Veröffentlichen meiner persönlichen Geschichte – helfen kann. Viele Frauen trauen sich nicht an das Thema Familienplanung heran, nur aufgrund ihres Diabetes. Sie brauchen einfach Menschen, die diesen Weg gegangen sind. Positiv-Beispiele sind so wichtig für Frauen, die verunsichert sind. Diabetes ist definitiv kein Grund, keine Kinder zu bekommen.

FB: Den Alltag als Mama mit Diabetes gestalten – das interessiert viele Frauen, die Ihren Web-Kanälen folgen. Welche Themen sind in diesem Zusammenhang am meisten gefragt?

Wie schaffe ich es mein weiteres „Kind“ namens Diabetes in den Familienalltag zu integrieren? Dies ist die am häufigsten gestellte Frage. Diabetes ist eine 24/7 Aufgabe und läuft im Familienalltag oftmals „nur“ nebenher, da man seine volle Aufmerksamkeit seinem Kind widmet. Allerdings gebe ich hier gerne die Hinweise, dass man erst recht auf sich und seinen Diabetes achten sollte, wenn man Kinder hat.

Eine stabile und gute Blutzucker-Einstellung ist essentiell. Ich persönlich schaffe das nur mit der Hilfe meiner Insulinpumpe und meines CGM-Systems, welches meinen Gewebezucker kontinuierlich misst und mich sogar warnt, sobald ich zu hohe oder zu niedrige Werte habe. Je weniger Unterzuckerungen oder Phasen von viel zu hohem Blutzucker man hat, desto schöner und barrierefreier lässt sich der Familienalltag gestalten.

FB: Sie sind selbst gerade mit dem zweiten Kind schwanger – worauf müssen Sie in dieser Zeit persönlich sehr achten?

Ich muss darauf achten, dass meine Blutzucker Werte in der Zeit der Schwangerschaft die eines Menschen ohne Diabetes ähneln. Mit jedem Hormonschub, welche in der Schwangerschaft sehr häufig vorkommen, steigt mein Insulinbedarf an. Hier habe ich für mich einige Lösungen gefunden. Zum Beispiel die aufgenommenen Kohlenhydrate mit einem Insulinpen abzufangen, sodass sich nicht zu viel Insulin (über meine Pumpe) an einer Stelle verteilt.

Weiterhin muss ich einen recht großen Spritz-Ess-Abstand einhalten was bedeutet, dass man erst spritzt, dann eine ganze Weile wartet und danach isst. Außerdem beobachte ich meine Werte immer 2 Tage am Stück, bis ich Muster erkenne. Dann verändere ich eigenständig etwas an meinen Einstellungen. Diese Art von Empowerment ist für mich unabdingbar.

FB: Dass Sie als Expertin im Internet so viele Menschen erreichen, ist ein wahrer Segen, den die digitale Welt mit sich bringt. Was hat sich parallel im realen Leben für Menschen mit Diabetes in den letzten Jahren zum Positiven verändert?

Zeitgeschichtlich gesehen gibt es CGM-Systeme (von denen ich bereits vorher gesprochen habe) noch nicht sehr viele Jahre. Dadurch, dass man seine Werte kontinuierlich beobachten kann, kann man mit ein wenig Erfahrung und der Hilfe eines guten Diabetologen im Selbst-Management seine Einstellungen nahezu optimieren. Wir sollten uns zum Ziel machen, Experte unserer Erkrankung zu sein, damit wir in jeder Situation das passende Handwerk besitzen, uns selber zu helfen. Denn wie es im Volksmund so schön heißt „jeder Diabetes ist anders“.

FB: In Sachen Diabetes sind auch immer mehr Kinder betroffen – was empfehlen Sie betroffenen Eltern, wo sie sich Ratschläge und holen und sich mit anderen Eltern vernetzen können?

Gerade für Eltern mit Kindern mit Typ 1 Diabetes ist der Austausch mit anderen Eltern unglaublich wichtig. Online gibt es Homepages und Foren wie zum Beispiel „Diabetes-Kids“. Dort findet man Anschluss und wundervolle Projekte wie Freizeiten, Segelfahrten oder auch einfach kleine organisierte Treffen. Eltern können sich im Forum austauschen. Außerdem gibt es Antworten auf alle möglichen Fragen. Ebenfalls klasse finde ich die Klassenfahrtbetreuung für Kinder mit Typ 1 Diabetes, organisiert von der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (nähere Informationen hierzu sind auf deren Homepage zu finden).

FB: Wie gestalten Sie Ihren persönlichen Alltag – zwischen Familie, Ihren Internet-Kanälen und Ihrem Diabetes?

Tatsächlich beschäftige ich mich jeden Tag mit dem Thema Diabetes. Meine Social-Media-Aktivitäten nehmen insgesamt so viel Zeit in Anspruch wie ein Halbtagsjob (Videos planen, drehen, schneiden, Artikel schreiben, Beiträge vorbereiten und natürlich Fragen beantworten). Dies mache ich ehrenamtlich, aber es ist mir außerordentlich wichtig meinen Teil in der „Diabeteswelt“ beizutragen und deswegen mache ich das gerne und mit großer Freude. Meine große Tochter ist 4 Tage die Woche bei einer Tagesmutter, wodurch sich alles gut vereinbaren lässt. Meine Familie steht jedoch trotz der vielen Diabetes-Aktivitäten im Mittelpunkt und es ist schön, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann.

FB: In den Social-Media-Gruppen beraten Sie die Leute ebenso ehrenamtlich – wie groß ist mittlerweile die von Ihnen betreute Community?

Beraten darf ich nicht, da ich keinen medizinischen Beruf erlernt habe. Jedoch gebe ich gerne weiter, wie ich meinen Diabetes manage, probiere neuste Hilfsmittel und Geräte aus und teile meine Erfahrungen. Auf YouTube sind es rund 1000 Menschen, die sich regelmäßig meine Videos anschauen und auf Instagram etwas mehr. Es ist quasi täglich eine Menge Austausch vorhanden.

FB: Auch als professionelle Expertin sind Sie inzwischen sehr gefragt. Wofür werden Sie am meisten gebucht und von wem?

Mich macht es unglaublich stolz und glücklich mittlerweile Vorträge und Workshops zu den Themen Schwangerschaft mit Typ 1 Diabetes, Leistungssport mit Typ 1 Diabetes und Diabetes in den Medien halten zu dürfen. Schon immer war das Präsentieren eine meiner großen Leidenschaften und heute über meine anderen Leidenschaften referieren zu dürfen, das ist wundervoll. Gebucht werde ich in der Regel von Diabetes-Firmen oder auch Diabetes Organisationen.

FB: Inwieweit widmen Sie sich Ihrer Leidenschaft – dem Tischtennis? Immerhin haben Sie hier schon einen tollen Sieg – Gold – errungen…!

Bis zur Hälfte der Schwangerschaft war ich noch regelmäßig im Tischtennis Training. Ich spiele seit ca. 20 Jahren Tischtennis und freue mich schon wieder sehr darauf, mit dem Baby im Gepäck in die Halle zu gehen. Tischtennis wird immer ein großer Teil meines Lebens sein, das war es auch bereits vor der Diagnose Typ 1 Diabetes. Ich sehe Diabetes nicht als Hindernis, Leistungssport zu betreiben. Im Gegenteil – es ist noch eine größere Challenge.

FB: Was steht aktuell an Projekten oder Plänen bei Ihnen an?  

Mein Hauptaugenmerk liegt zurzeit darin, auch meine zweite Schwangerschaft detailliert zu dokumentieren. Im Juli werde ich im Rahmen des „Camp D“, einem Zeltlager für Kinder und Jugendliche mit ca. 500 Teilnehmern einen Workshop zum Thema Schwangerschaft/Sexualität mit Typ 1 Diabetes halten dürfen. Dies ist mein erstes Projekt nach der Geburt meiner zweiten Tochter. Jedoch werde ich dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen und mich hauptsächlich auf meine Familie konzentrieren. YouTube und Instagram kommen dabei aber keinesfalls zu kurz.

Den Link zum Kanal „Diabeteswelt“ von Kathrin Schanz finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema auch hier.

Bildnachweise / Copyright: Kathrin Schanz, Martina Schwarz

Mama mit Kind

Familie und Job vereinbaren – ein großes Thema auf allen Kanälen. Vor allem auf Mama-Blogs widmet man sich fast täglich dem Alltag von Müttern, der viel zu häufig mit beruflichen Belangen so gar nicht vereinbar ist. Aus vielen dieser Beiträge klingt oft ein schlechtes Gewissen heraus, viele Mamas gestehen, dass sie die Vereinbarkeit nicht stemmen oder – das ist zuallermeist der Fall – gar nicht realisieren können. Meist kommt irgendwas zu kurz: die Arbeit, der Haushalt, das Familienleben. Oft ist das auch unabhängig davon, ob man eine Partnerschaft hat oder nicht. Natürlich ist es für Alleinerziehende ungleich schwerer, den Alltag gewuppt zu bekommen, als für Menschen, die einen Partner haben. Wenn aber beide Partner (voll) arbeiten gehen und parallel (kleine) Kinder haben, ist die Vereinbarung auch hier kaum gegeben.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist große Herausforderung

Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen vor allem in der Politik und nicht selten auch an den Herausforderungen des beruflichen Alltags. Natürlich sind viele Unternehmen bemüht, ihren Angestellten Vereinbarkeit von Familie und Beruf angedeihen zu lassen, aber nicht immer ist das (gut) möglich.

Wahrscheinlich wird es auch noch einige Zeit dauern, bis von einer wirklich guten Vereinbarkeit hierzulande gesprochen werden kann. Bis dahin aber müssen Eltern oder alleinerziehende Mamas oder Papas ihr Leben mit Kind(ern) gestalten. Und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich kein Elternteil von äußeren Faktoren stressen lässt. Sei es, weil medial viel zu oft regelrechte „Super-Mütter“ vorgestellt oder Mamas, die schon Wochen nach der Geburt ihr Leben mit links regeln in den Himmel gehoben werden.

Wer sich daran orientiert, stresst sich, setzt sich unter Druck und macht sich selbst das Leben schwer. Denn: solche Wesen sind doch nun wirklich die absolute Ausnahme oder aber prominent. Oder adelig. Oder Lottogewinnerinnen. Was auch immer, auf jeden Fall sind sie: selten.

Der normale Alltag mit Kindern wird, wenn die Eltern berufstätig sind, immer seinen Tribut fordern.

Und da ist – ehrlich gesagt – die nicht gebügelte Wäsche oder der Stapel Geschirr in der Spüle wohl das geringste Problem. Auch die Tatsache, dass es an ein, zwei Abenden der Woche mal Pizza oder Frikassee aus der Fertigpackung gibt, ist kein Weltuntergang.

Bloß kein schlechtes Gewissen!

Sondern ganz normal, wenn man hierzulande als berufstätige Mama (und/oder Papa) den Familienalltag stemmen muss. Hier sollte man sich am besten an gar keinem orientieren, denn die anderen haben die selben Probleme. Ausgenommen Promis und VIP´S – siehe oben. Am besten wäre es, diese „Schlechte-Gewissen“-Thematik würde aus den Themenbereichen der Mama- und Familienblogs verschwinden! Denn diese trägt – wenn auch sicher nicht gewollt – dazu bei, dass das schlechte Gewissen weiterhin sein Existenzrecht bei Müttern und Vätern, die eben keine hundertprozentige Vereinbarkeit für sich verbuchen können, fordert.

Das braucht kein Mensch!

Aber ein Familienleben, das diesen Namen auch verdient hat und für das – trotz Job und Alltag – immer noch genügend Zeit ist, das brauchen Leute mit Kindern. Dafür müssen die Verantwortlichen sich stark machen! Weil das aber offenbar immer noch ziemlich viel Anschub benötigt, gibt es Landesfamilienverbände, die bei diesem Thema auch politisch Druck machen.

So zum Beispiel der SHIA e. V. Landesfamilienverband Sachsen, der in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon vieles auf die Beine gestellt hat und dies auch zukünftig zu tun gedenkt, siehe hier.

Insofern heißt die Devise für alle Eltern, die den Alltag zwischen Kind(ern), Job und den täglichen Pflichten bewältigen: nicht stressen lassen! Und unter Druck setzen lassen schon gar nicht!

Bildnachweis: pexels.com

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Die Kinder, der Beruf und nicht zuletzt die mehr oder weniger lästigen Pflichten, die tagtäglich anfallen: als Mama ist man oft diejenige, die den Familienalltag von A bis Z organisiert – als alleinerziehende Mutter sowieso. Dass man dabei schnell an seine Grenzen kommt, ist klar. Viele berufstätige Frauen mit Kindern fühlen sich deshalb oft ausgebrannt, erschöpft und ohne Energie. Mit dem Kind dem Sonnenuntergang entgegen träumen – wie im Bild links zu sehen – ist, wenn überhaupt, nur im Urlaub möglich.

Denn im Alltag muss freilich alles seinen Gang gehen, ganz gleich, ob das Kind krank, die Mama erschöpft oder der Job gerade extrem anstrengend ist.

Sich in dieser Situation als Mutter klar zu strukturieren ist eine Kunst, die mal mehr und mal weniger gut beherrscht wird.

Um hier neue Energie zu tanken und sich selbst als Mama und Frau nicht zu verlieren, gibt es die Möglichkeit des Mama-Coachings. Julia Ressel aus Niesky (im Bild) bietet diese Art der Unterstützung an. Sie kennt das Alltagsleben mit Nachwuchs, denn sie hat selbst zwei Kinder im Vorschulalter.

Neben ihrer Arbeit als Mama-Coach ist sie zudem als virtuelle Assistentin tätig und kann dadurch ihre Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf gut händeln. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihren Mama-Alltag und die Bedürfnisse ihrer Kundinnen, die Mama-Coachings bei ihr buchen. Auch über ihr spannendes Online-Business, das sie in Kontakt mit Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet bringt, verrät Julia interessante Details.

FB: Julia, Du bist Mama-Coach – was genau muss man sich darunter vorstellen?

Ich unterstütze Mamas dabei ihren Alltag mit ihren Kindern bedürfnisorientierter zu gestalten. Wir Mamas vergessen uns selbst viel zu schnell selbst in unserem Familien Alltag. Ich leite Mamas in meinen Coachings dazu an, wieder sich selbst an erste Stelle zu setzen und sich ihren Bedürfnissen bewusst zu werden und diese dann auch im Alltag mit ihren Kindern zu erfüllen. Das mache ich alles online über Skype, in Einzel- und Gruppencoachings.

FB: Um welche Themen geht es in Deinem Coaching vordergründig?

Selbstliebe & Selbstbewusstsein, mehr Gelassenheit, mehr Energie im Mama Alltag.

FB: Wie läuft ein Mama-Coaching bei Dir konkret ab?

Im Einzelcoaching gibt es erst ein kostenloses Kennenlern Gespräch, in dem ich den Coachee kennenlerne und von seiner Situation erfahre. Sollten wir beide dann feststellen, dass wir gut zueinander passen, entscheidet sich die Mama für eines meiner Coaching Pakete. Eine Session dauert etwa 60 Minuten. Die Gruppen Coachings finden monatlich statt. Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto und es nehmen maximal drei Mamas pro Gruppe teil.

FB: Was für Mamas melden sich bei Dir und wo liegt deren Bedarf?

Da sind die unterschiedlichsten Mamas dabei. Von 20 bis 40, 1 Kind bis 4 Kinder, alleinerziehend oder mit Partner. Bei vielen Mamas ist wirklich der Knackpunkt „Wie finde ich wieder mehr Zeit für mich?“ und „Wie ziehe ich aus dieser Zeit besonders viel Energie für den Familien Alltag?“

FB: Parallel arbeitest Du auch als virtuelle Assistentin – erzähl doch hierüber mal etwas mehr!

Mir war als alleinerziehende Mama wichtig, ein weiteres Standbein in der Selbständigkeit zu haben. Aus meinen Hobbys und Leidenschaften hat sich dann meine Spezialisierung als Virtuelle Assistentin ergeben. Ich berate Unternehmer, Coaches, Selbständige rund um ihre Auftritte in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube. Außerdem vertone ich für meine Kunden Podcast, Werbefime, Ebooks und Onlinekurse.

FB: Du bist selbst Mama von zwei Kindern – wie stemmst Du persönlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Ein riesen Vorteil ist, dass ich für meinen Beruf brenne, ihn leidenschaftlich gern tue. Außerdem bin ich durch die Selbständigkeit und das Arbeiten von zu Hause sehr flexibel für meine Kinder bei zum Beispiel Krankheit. Und nebenbei wasche ich schnell mal Wäsche oder sauge die Wohnung durch.

FB: Ist die Thematik der Vereinbarkeit auch Thema bei Deinen Klientinnen? Wenn ja, inwiefern?

Viele Mamas sind einfach schon von ihrem Job erschöpft und haben dann kaum noch Kraft für ihren Familien Alltag. Einige sind auch genervt von der mangelnden Flexibilität ihrer Arbeitgeber, wenn es um die Kinder geht.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Wenn ich aus dem Kindergarten wieder zu Hause bin und das Chaos beseitigt und ein bisschen Haushalt gemacht habe, starte ich meist mit meinen eigenen Social Media Aktivitäten, bevor ich dann Kundenaufträge bearbeite oder coache. Meist arbeite ich bis 13 Uhr, um danach noch einzukaufen und alles andere zu erledigen, bevor die Kinder gegen 15.00 Uhr wieder nach Hause kommen.

FB: Wenn in Deinem Alltag einmal Zeit nur für Dich bleibt, wie nutzt Du sie? Gibt es Hobbys?

Julia: Ich meditiere, lese oder mache Yoga. Mir sind aber auch die Beziehungen zu meinen Freunden sehr wichtig und ich pflege sie sehr stark.

Bildnachweis:  pexels.com / Julia Ressel

Ein Gastbeitrag von Liane.

Was haben Kiga- oder Schulbrote, Strumpfhosen und ein (nicht) gefüllter Autotank gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts, auf den zweiten Blick schon viel mehr.

Denn: es sind wohl DIE Zeitfresser, die berufstätigen Mamas an manchem Morgen die Hölle heiß machen. Alleinerziehende Mamas wissen wahrscheinlich noch mehr ein Lied davon zu singen.

Zumindest geht mir das so und Gespräche mit Freundinnen zeigen mir immer wieder, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Auch was den inneren Schweinehund betrifft…Denn: dieser wütet in meinem Inneren mal mehr, mal weniger erfolgreich.

So zum Beispiel beim Thema „tanken“. Komme ich am späten Nachmittag irgendwann heim, die Einkäufe und die Kinder im Gepäck, bin ich meistens ziemlich kaputt.

Obwohl unser Heimweg an einer Tankstelle vorbeiführt, bin ich – das gebe ich zu – häufig zu faul, um noch ranzufahren und den zur Neige gehenden Tank zu befüllen.

Natürlich rächt sich das oft!

Da ich an manchen Tagen erst abends in meinen Kalender schaue, um zu sehen, was am nächsten Tag anliegt, zucke ich so manches Mal zusammen, weil – zum Beispiel – mein nächster Morgen statt um neun früh schon um acht morgens beginnt.

Da braucht man den Zusatzweg über die Tankstelle natürlich wie einen Schuss ins Knie, aber wem sage ich das?

An solchen Tagen kommt in den Morgenstunden sowieso oft schon einiges zusammen: der Nachwuchs bleibt einfach noch ein paar Minütchen länger im Bett liegen, die Schnitten für den Kindergarten sind noch nicht gemacht und kurz vor dem Losgehen fällt der Blick auf die Strumpfhose, in der sich am Fußende eine lange Laufmasche gen Bein hangelt.

So oder ähnlich kennt das doch fast jede Frau – oder?

Ist es in der morgendlichen Routine schon hektisch, kommen garantiert noch ein, zwei Faktoren zusammen, die das Ganze noch „abrunden“.

Meine Tipps – nachdem ich viele solche Desaster-Tagesanfänge erlebt habe – sind deshalb:

  • Das Auto immer (IMMER!) mindestens halb voll getankt haben – das spart unglaublich Zeit und Nerven!
  • Strumpfhosen – auch Neue aus der Packung! – jeden Abend, beim Zurechtlegen der Kleidung auf Laufmaschen überprüfen (meist entdeckt man die Dinger erst, wenn man ins Auto steigt!),
  • die Zubereitung der Kindergarten – oder Schulbrote sollte man auf den Abend verlegen. Sie sind morgens oft ein riesiger Zeitfresser! Eine Nacht im Kühlschrank, in der Tupperdose, tut der Frische keinen Abbruch. Frühmorgens sollte man lediglich noch fünf Minuten für die Zubereitung von frischem Obst, als Beilage für den Pausensnack, einplanen.

Überwindet man für die Verrichungen in der vorgenannten Aufzählung seinen inneren Schweinehund, ist schon viel gewonnen – das ist zumindest meine Erfahrung!

Die (abendliche) Vorbereitung ist tatsächlich das A und O für einen entspannten Tagesstart. Deshalb sollte, wer sich früh oft einer nervenden Hektik ausgesetzt fühlt, schauen, ob die auftauchenden Zeitfresser nicht abgestellt werden können.

Meist ist dies problemlos möglich. Und: hat man das erstmal im Griff, merkt man schnell, wie wertvoll ein relaxter Tagesbeginn ist. Zudem hat man mit so einer Planung auch noch zeitliche Puffer in petto, falls Unvorhergesehenes eintritt.

Dass das dann oft auch so kommt, ist ja meist so sicher, wie das Amen in der Kirche, oder?!

Mehr zum Thema Zeitmanagement für Mamas finden Sie auch hier.

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Ernährung

Endlich warme Temperaturen – wie herrlich! Im Garten liegen oder Sonne tanken im Park, leichte Bekleidung, traumhaft helle Abende und diese gewisse Leichtigkeit, die der Winter einfach nicht bietet. Allerdings muss sich der Mensch sommers wie winters ernähren und hier liegt der Hase in Sachen Ernährung oft im Pfeffer! Zumindest im Sommer.

Ernährung: allzu schwer im Sommer bitte nicht!

Hat man in der dunklen Jahreszeit herrlich reichhaltige Aufläufe gekocht, leckere, schwere Pastagerichte genossen und auch den einen oder anderen schweren Rotwein zur üppigen Mahlzeit getrunken, hat man, sobald das Quecksilber klettert, meist gar keinen Appetit auf allzu schwere Kost.

Zudem zieht es wohl die wenigsten an den heißen Herd, wenn sich das Thermometer gen 30-Grad-Marke bewegt!

Da aber auch in den warmen Monaten eine gesunde Kost in Sachen Hauptmahlzeit wichtig ist und ja vor allem Familien mit Kindern nicht nur auf abendliches Brote schmieren umsteigen können (und auch von dem herrlichen Sommer-Obst niemand auf Dauer wirklich richtig satt wird!), sollte man seinen Speiseplan im Sommer im Voraus planen.

Herzhafte Gerichte locken in warmen Monaten keinen…

Denn leichte und gesunde Kost an nahezu jedem Tag der Woche zuzubereiten, ist gar nicht mal so einfach. Zumal vor dem Hintergrund, dass man ja nicht täglich Salat essen kann und will – immerhin DER Sommerklassiker schlechthin!

In der kalten Jahreszeit ist der Einkauf selbst ohne Planung und Einkaufszettel relativ einfach. Hier ein reichhaltiger Gemüse-Kartoffel-Auflauf, dort ein leckerer Sauerbraten.

Aber – wie gesagt -: diese Gerichte rutschen bei warmem Wetter automatisch auf die hintersten Plätze.

Und die Zutaten für leicht-gesunde Sommergerichte sind längst nicht so im Vorbeigehen eingekauft, wie das halt von Oktober bis März für die jeweilige Familienmahlzeit der Fall ist.

Wie aber kommt man essenstechnisch trotzdem klar – und vor allen Dingen auch in Sachen gesunder Ernährung? Das Zauberwort heißt: Planung.

Planung ist das A und O

Planen, planen und nochmals planen!

Das muss nicht lange Wochen im Voraus sein, aber für die Hälfte der Woche – wenn nicht gar gleich für die gesamten sieben Tage – sollte man seine sommerlichen Speisen schon planen.

Am einfachsten geht das freilich mit Hilfe des Internets. Unter dem Stichwort „leichte Sommergerichte“ eröffnet sich in den Suchmaschinen eine schier unendliche Auswahl.

Beim Klicken auf die leckeren Rezepte aber wird rasch klar, dass eine Vorausplanung dieser Mahlzeiten tatsächlich sehr sinnvoll wäre. Denn für das eine oder andere gesunde Gericht bedarf es Zutaten, die man oft nicht per se im Haus hat. Im Gegensatz zu Schnitzel & Co, denn: wer hat schon keine Semmelbrösel daheim?

Gesunde Sommermahlzeiten beinhalten schon häufiger mal die eine  oder andere exotische Zutat, was wahrscheinlich daran liegt, dass sommerliche Gerichte sich von der Zusammensetzung eher an Speisen in warmen – und nicht selten fernen – Ländern orientieren.

Die Woche ernährungstechnisch planen

Wer also eine Familie zu bekochen oder auch für sich allein ein Faible für bewusste Ernährung hat, sollte sich in der warmen Jahreszeit am Wochenende oder Wochenanfang hinsetzen und aus den Rezeptvorschlägen – ganz gleich, ob via Internet oder dem Kochbuch im Küchenregal – eine Auswahl für die nächsten Tage treffen.

Mit diesen Zutaten auf der Einkaufsliste kommt man dann nämlich beim Einkaufen nicht in die Situation, aus der Gewohnheit heraus und weil man sich an dem Tag noch keine Gedanken über die Hauptmahlzeit gemacht hat, danach zu greifen, was schnell zuzubereiten geht.

Denn bekanntlich ist das dann meist eben nicht das Gesündeste – Bratkartoffeln, Fleisch oder gar Fertignahrung lassen grüßen! Nicht, dass das nicht auch mal auf dem Speisezettel stehen kann, klar! Aber: wirklich gesunde Mahlzeiten sollten im Sommer tatsächlich im Vorab geplant werden.

Satt, aber nicht vollgefuttert – so soll gute Ernährung sein!

Auszahlen tut sich`s dann mit der Zufriedenheit, sich nach dem Essen nicht total vollgefuttert, aber trotzdem satt zu fühlen und zudem noch sehr gesund gegessen zu haben.

Das ist ja bekanntlich gerade im Sommer nicht das Schlechteste – und zeigt sich nicht zuletzt in Form des eigenen Wohlfühlgewichts!

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Wer Kinder hat, kennt das Dilemma: alle paar Monate braucht man neue Kleidung für den Nachwuchs – von der Strumpfhose bis zum Schuh. Eine teure Angelegenheit – wenn man die Sachen neu kauft!

Dabei ist hier der Kauf aus zweiter Hand die bessere Alternative. Und: das Ganze hat auch nichts mit der Brieftasche zu tun. Soll heißen: gebrauchte Kinderbekleidung zu kaufen, ist keine Sache des finanziellen Status.

Längst kauft auch die finanziell gutsituierte Mama die Kleidung für den Nachwuchs oft gebraucht.

Und das hat gute Gründe. Zunächst tatsächlich monetäre. Denn auch die gutsituierteste Familie mag es kaum einsehen, alle paar Monate für teuer Geld neue Kindersachen zu erwerben, die Wochen später schon wieder fast verwachsen sind.

Ein weiterer Grund: bei gebrauchter Kinderkleidung dürften die giftigen Chemikalien, die heutzutage wohl in sehr vielen Kleidungsstücken vorhanden sind, schon rausgewaschen bzw. nur noch geringfügig vorhanden sein.

Natürlich wäscht man neue Sachen nach dem Erwerb auch, aber das dumpfe Gefühl, dass wohl nicht alle Stoffe, die in der Kleidung enthalten sind, hundertprozentig frei von schädlichen Materialien und zudem da noch drin sind – das bleibt.

Und leider ist es ja auch so, dass selbst Markenkleidung im großen Stil in Billiglohnländern hergestellt wird, die vermuten lassen, dass schlechte Arbeitsbedingungen und Schadstoffe eine Rolle spielen. Das heißt: selbst wer neue, sehr hochwertige Kleidung kauf, ist nicht davor gefeit, Kleidung zu erwerben, die vielleicht ja Schadstoffe in sich birgt.

Natürlich bleibt dahingehend auch in Sachen Second-Hand ein Restrisiko. Es dürfte aber sehr gering sein.

Außerdem – ein weiterer Grund für gute gebrauchte Kinderkleidung – hilft die Vermarktung über die zweite oder dritte Hand dabei, den Konsum-Irrsinn einzudämmen. Nur noch neu, neu, neu – und das womöglich vier- bis sechsmal im Jahr – das ist einfach nur ein Wahnsinn!

Und dass sich viele Eltern genau diesem verschließen, beweisen die kontinuierlich stattfindenden Kleiderbörsen für Babys und Kinder. Diese gibt es mittlerweile überall. In Städten und auch im kleineren Umfang in ländlichen Regionen. Auch online gibt es dafür spezielle Portale.

Ein sehr positiver Trend, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen wird.

Denn immer mehr Mamas und Papas setzen auf Nachhaltigkeit. Und selbst wenn nicht: sparen und auf das Geld achten muss wohl mittlerweile der Großteil der Ein- und Zwei-Eltern-Familien.

So oder so…!

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Hier eine Web-Analyse für den Eisprung, dort eine für den Kalorienverbrauch – im Zeitalter des Digitalen wird vieles im Internet gemanaged, meistens über Apps.

Parallel laufen die gesellschaftlichen Diskussionen heiß, inwieweit man zukünftig – vor allem im ländlichen Raum – Ärzte einsetzen sollte, die virtuell auf dem Bildschirm oder Smartphone statt im eigenen Wohnzimmer erscheinen.

Das kann alles gut und innovativ sein, muss es aber nicht.

So wird kontinuierlich durch Tests festgestellt, dass Internet-Anbieter für – zum Beispiel – das Managen des Eisprungs der Frau mit Vorsicht zu genießen sind. Sich bei der Verhütung gänzlich aufs Digitale zu verlassen, kann verheerend sein!

Falsche Diagnose bei Gentests kann verheerend sein!

Ebenso schlimme Auswirkungen kann es haben, wenn man einen Hinweis auf ein Krebsrisiko bekommt, das man gar nicht hat! Darauf verweist der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe Nummer 14 / 2018.

In einer Meldung dort heißt es:

„40 Prozent der Gentests, die Privatfirmen wie 23andMe direkt an Kunden verkaufen, enthalten falsche positive Befunde – etwa Hinweise auf ein Krebsrisiko, das in Wahrheit gar nicht besteht. Das ergab die Nachkontrolle einer Stichprobe von 49 Genanalysen, die das Fachjournal „Genetics in Medicine“ veröffentlichte. Ohne ärztliche Beratung, warnen die Forscher, könnten Laien solche Resultate kaum richtig einschätzen“

Klingt sehr, sehr übel und das ist es auch! Man stelle sich nur vor, dass man eine solche Analyse sofort für bare Münze nimmt und sie nicht durch einen realen Mediziner gegenchecken lässt!

Davon ist dringend abzuraten, so wie viele angeblich tolle Leistungen aus dem World Wide Web mit absoluter Vorsicht zu genießen sind!

Reale Ärzte werden immer gefragt sein

Natürlich entwickelt sich auch das medizinische Know-How rasant, aber zum derzeitigen Zeitpunkt – und das beweist diese Meldung aus dem Nachrichtenmagazin einmal mehr – sollte man in solchen heiklen Angelegenheiten, wie ein Gentest oder die Kontrolle der Verhütung via Internet, kein bedingungsloses Vertrauen in die schöne neue Welt des Digitalen haben.

Nicht umsonst wird menschliche Arbeit und Leistung wohl niemals durch virtuelle Welten ersetzbar sein, da kann noch so viel vom Wegfallen unzähliger Arbeitsplätze und virtueller Intelligenz erzählt werden.

Realer ist: die Menschen werden sich auch zukünftig – wenn unsere Welt noch durchdigitalisierter ist – bei heiklen medizinischen Angelegenheiten eher in ein Wartezimmer als an die Tastatur setzen wollen.

Schon allein, weil Falschdiagnosen, wie die in dem Zitat beschriebenen bei einem Gentest, vor allem psychisch eine ungeheure Belastung sind.

Ärzte in der realen Welt dürften sich also keine Sorgen um  ihren Arbeitsplatz machen müssen. Sie werden gebraucht. Heute und in vielen Jahren garantiert auch noch!

Weiterführende Informationen zu Gentests im Internet bietet auch dieser Artikel hier.

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Die eigenen Liebsten für die Ewigkeit auf Fotografien festhalten – dieses Bedürfnis ist trotz einer stark durchdigitalisierten Welt ungebrochen. Es gehört einfach dazu, besondere Anlässe fotografisch so in Szene zu setzen, dass das fertige Bild ein Blickfang auf der Kommode oder der Wohnzimmerschrankwand ist.

Vor allem frischgebackene Eltern lassen es sich meist nicht nehmen, für den Nachwuchs einen Termin im Fotostudio zu vereinbaren. Das Angebot an Fotografen ist groß. Allerdings sind wenige Fotostudios so professionell und kreativ auf Neugeborene eingestellt wie Janine Fischer mit ihrem Fotostudio Memory Art.

Die Leipzigerin liebt es, wenige Tage alte Babys zu fotografieren und hat sich auch in Sachen Requisiten voll auf diese kleinen Erdenbürger eingestellt. So können die Eltern der Babys für das Neugeborenen-Shooting einen Dschungel oder einen Wald wählen. Zum Beispiel.

Mit Liebe schafft Janine Fischer eine kreative Umgebung für ihre kleinen Kunden und tut vor Ort alles, damit diese sich wohlfühlen und die Impressionen fürs Babyalbum oder den Bilderrahmen etwas ganz Besonderes werden. Dass hier viel persönliches Herzblut im Spiel ist, sieht man den Bildern an. Wir haben mit Janine Fischer (im Bild) über ihre außergewöhnliche Arbeit gesprochen.

FB: Janine, in Deinem eigenen Foto-Atelier bist Du mit Fotoshootings gut beschäftigt. Am meisten haben es Dir Neugeborene angetan, wie kam es dazu?

Das hat sich mit der Zeit heraus kristallisiert. Die Arbeit mit den Mini`s hat mir einfach am meisten Spaß gemacht und ich liebe es, kreativ zu arbeiten und mich ständig neu zu erfinden. Und es mag vielleicht seltsam klingen, aber es sind die unkompliziertesten „Kunden“. Denn bei schlechter Tagesform macht man einfach einen neuen Termin, böse kann man den kleinen Mäusen ja nicht sein.

FB: In Sachen Deko, Requisiten und Kulissen bist Du immens kreativ und dekorierst auch schon mal einen Dschungel. Woher nimmst Du Deine Ideen und welche Kulisse ist eigentlich am meisten gefragt?

Wenn es die Zeit erlaubt, bastle ich gern selbst an neuen Accessoires. Ich lege sehr viel Wert auf Individualität. Aber das Meiste lasse ich speziell anfertigen, wie die Requisiten aus Holz, gefilzte und gestrickte Sachen usw. Und manchmal wird auch die ganze Familie mit eingespannt. Mein Studio ist ganz auf die Baby –und Kinderfotografie orientiert. Die Größe erlaubt es mir, aufwendige Kulissen zu kreieren, wie z.B. einen Wald, Strand oder aktuell einen Dschungel. Die Ideen dazu entstehen ständig neu und naturelle sowie tierische Kulissen kommen bei allen gut an.

FB: Wie läuft so eine Gestaltung ab – von der Idee bis zur Umsetzung? Und: wie lange arbeitest Du an einem so außergewöhnlichen Hintergrund?

Nun, zunächst muss ich mir Gedanken über den Hintergrund machen, ihn selbst gestalten oder als Leinwand bestellen. Dann arbeite ich mich schrittweise voran, mit allen möglichen Requisiten die dazu passen könnten und arbeite sie babygerecht ein, so dass am Ende das Ganze in einer 3D-Optik erscheint. Die Dauer bis zur Fertigstellung ist sehr unterschiedlich und hängt vom Aufwand ab. Aber eigentlich wird man nie wirklich fertig, weil ständig neue Ideen dazu kommen und ich immer irgendetwas verändere.

FB: Bei so viel geballter Kreativität und Freude an Deinem Beruf: wie kamst Du zur Fotografie?

Die Fotografie war anfangs nur ein großes Hobby. Mein Ziel war damals ein Studium zur Zahnmedizin. Aber nach der Uni fand ich gar keinen Gefallen mehr daran, wollte aber auch nicht noch länger die Schulbank drücken. Also besuchte ich Workshops, machte ein Fernstudium usw. Und vor gut 10 Jahren eröffnete ich dann mein eigenes Studio. Ich denke, es ist nicht wichtig, wie man zu seinem Job gekommen ist, vielmehr, mit wieviel Herzblut man etwas betreibt – wie bei allem im Leben.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Typisch gibt es bei mir nicht, das ist ja gerade das Schöne. Aber prinzipiell folgt den Shootings die Bildbearbeitung, die dann ja eigentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als das Shooting selbst.

FB: Wann ist für frischgebackene Eltern die beste Zeit, mit ihrem neugeborenen Kind zu einem Fotoshooting zu kommen? Und was gibt es dabei zu beachten?

Die ersten 10 Tage eignen sich am besten für ein Neugeborenen-Shooting. Da schlafen die Kleinen noch sehr viel bzw. verschlafen im Idealfall das Ganze. Und je jünger, um so besser lassen sie sich in allen möglichen Posen und Accessoires in Szene setzen. Zu beachten gibt es nichts weiter. Nur, dass man für „Flaschenbabys“ etwas mehr Proviant einpacken sollte. Hier braucht es manchmal ein Schlückchen mehr für zwischendurch. Und reichlich Zeit ist mitzubringen. Ich plane auch sehr großzügig, damit so ein Shooting auch entspannt ablaufen kann. Das ist mir sehr wichtig.

FB: Der Frühling steht vor der Tür. Was liegt dahingehend bei Dir an?

Nun, ab Mai beginnt für mich die Hochzeitssaison. Ein Genre, dass ich neben der Baby –und Schwangerschaftsfotografie auch bediene. Da bin ich bis September sehr oft an den Wochenenden dahingehend unterwegs. Aber für meine kleinen Mäuse finde ich dennoch immer Zeit. Da stelle ich vieles hinten an. Und wenn man dann mit einem so dankbarem Lachen wie das der glücklichen Eltern belohnt wird, ist das alle Mühe wert.

Bildnachweis: Fotostudio Memory Art