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Weißeritztalbahn

Hoffentlich fällt kommendes Wochenende im Erzgebirge Schnee! Denn er sorgt für die ultimative Atmosphäre, die diese wunderbare Region erst so richtig zum Weihnachtsland werden lässt. Aber auch ohne die weiße Pracht erwartet Besucher, die sich am ersten Adventswochenende 2019 auf die weihnachtliche Zeit einstimmen wollen, ein echtes Highlight: Deutschlands erster befahrbarer Weihnachtsmarkt! Unter dem Motto „Bimmelbahn & Lichterglanz“ lädt die Weißeritztalbahn am kommenden 1. Adventswochenende dazu ein, im Rahmen von außergewöhnlichen Fahrten an verschiedenen Erzgebirgs-Weihnachtsmärkten Station zu machen.

„Bimmelbahn & Lichterglanz“- Vorweihnachtliches Familien-Highlight

Die Initiatoren werben für das stimmungsvolle Erlebnis so:

„Wie einer Perlenschnur gleich, reihen sich die Themen-Bahnhöfe der Weißeritztalbahn von Freital über Rabenau, Dippoldiswalde bis zum Kurort Kipsdorf. In weihnachtlicher Atmosphäre werden erzgebirgische Traditionen lebendig: Schauen Sie Handwerkern über die Schulter, basteln gemeinsam mit Ihren Kindern und lauschen den spannenden Erzählungen der Märchenfee. Lassen Sie sich vom Wintersport wie zu Großvaters Zeiten beeindrucken, helfen Sie beim Pyramide anschieben oder entspannen einfach mit einem köstlichen Glühwein-Dippl am Feuer.“

Eine wirklich schöne Idee, die vor allem bei Familien toll ankommen dürfte!

Das ist aber längst noch nicht alles, was in der Erzgebirgsregion auf Schienen in der kalten Jahreszeit – auch über die Weihnachtszeit hinaus – geboten wird.

Wie die Verantwortlichen mitteilen, haben auch die beiden Schwesternbahnen der Weißeritztalbahn, die Lößnitzgrundbahn (Radebeul Ost – Moritzburg – Radeburg) und die Fichtelbergbahn (Cranzahl – Kurort Oberwiesenthal), tolle Angebote in petto.

Fichtelbergbahn lockt mit „Dampf- & Räuchertour“

So dürfte bei der Lößnitzgrundbahn wohl die originelle Glühweinfahrt „Weiß & Heiß erobert Dampfzug“ am 18. Januar 2020 und am 08. Februar 2020 zahlreiche Besucher anlocken.

Voranmeldungen hierfür sind denn auch erwünscht.

Die Fichtelbergbahn lockt unter anderem mit der „Dampf- & Räuchtertour“, bei der sich die Gäste im Räucherkerzen herstellen ausprobieren können. Zudem gibt es hier die „bewirtete Lichterfahrt“, mit Glühwein und Weihnachtsmarktbesuch, die in diesem Jahr aber bereits ausverkauft ist. Wer mag, reserviert sich diesen Weihnachtsknüller gleich für das nächste Jahr und ist dabei, wenn das charmante Gefährt durch das vorweihnachtliche Erzgebirge fährt.

Alle Infos zu den außergewöhnlichen Touren erhalten Sie hier und hier.

Bildnachweis: Andreas Schmidt / SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH

 

 

 

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Grabstein

Nur ein sanfter Fingertipp auf einen Bildschirm und schon sind auf dem Friedhof Sequenzen aus dem Leben der verstorbenen Oma zu sehen. Als Kind, zur Hochzeit, mit ihren Kindern, im Alter…Alles untermalt von einer geschmackvollen Animation, die dezent daherkommt.

Was zunächst befremdlich klingt, ist in der Praxis vielleicht bald schon gang und gäbe: Grabsteine mit integriertem Bildschirm. Peter Lutz, ein 34jähriger Steinmetz aus Tirol hat einen solchen speziellen Grabstein entwickelt. Und sogar schon die erste Kundin dafür gewonnen: Die Innsbruckerin Sandra Massimiani hat die digitale Technik in das Vorsorgefamiliengrab installieren lassen. Die Gründe, warum sie das tat, äußerte sie in einem Artikel von tirol.ORF.at. Demnach sieht sie die Möglichkeit der Darstellung von Verstorbenen mit einem digitalen Grabstein besser gegeben, als wenn nur die kurze Inschrift auf dem Stein Informationen über den oder die Verstorbenen preisgibt.

Digitaler Grabstein kommt mit Bildschirm daher

Wie der Entwickler Peter Lutz gegenüber dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL sagte, muss man sich die Nutzung des Bildschirms so vorstellen, dass man ihn per Handy, mittels QR-Code, der auf dem Grabstein zu finden ist, aktiviert. Dabei ist freilich im Vorfeld schon eine Zugangskontrolle eingerichtet worden, so dass die Angehörigen entscheiden können, wer die digitalen Inhalte am Grab sehen soll.

Die Zuschauer können sowohl Videos als auch Bilder betrachten, sogar Audio ist möglich. Hier würden diese Audiodateien dann über das Smartphone abgespielt – per Kopfhörer.

Steinmetz Peter Lutz glaubt nicht daran, dass sich kleine Gemeinden, die dem digitalen Trauern bislang kritisch oder ablehnend gegenüberstehen, diesem Fortschritt auf Dauer verwehren können. Das geht ebenfalls aus dem Artikel im SPIEGEL hervor.

Doch wie ist das eigentlich mit der Wetterfestigkeit? Immerhin bedeutet ein digitaler Grabstein auch sensible Technik und die sollte nun nicht gleich beim ersten Starkregen kaputt gehen.

Die Technik einer solchen Grabstätte muss wind- und wetterfest sein.

Steinmetz Lutz hat sich hierauf bei der Entwicklung des neuartigen Grabsteins fokussiert, denn natürlich muss sowas wind- und wetterfest sein. Auf tirol.ORF.at kann man dazu folgendes nachlesen:

„(…)Der Bildschirm werde deshalb mit speziellen Folien abgedichtet und aussilikoniert. Zugleich werde er in ein Gehäuse eingebaut, vergleichbar mit einer Blackbbox in einem Flugzeug. Betrieben wird der Bildschirm mit Solarenergie.(…)“

Klingt professionell! Und der Tüftler hat im Zusammenhang mit seiner Erfindung noch weitere Asse im Ärmel. Zitat von tirol.ORF.at:

„(…)Neben Fotos und Videos bietet der digitale Grabstein auch ein virtuelles Gästebuch, in dem Angehörige und Bekannte Nachrichten hinterlassen können. Gerade bei einer großen Verwandtschaft oder wenn die Familie im Ausland verstreut lebt sei das eine gute Lösung, so Massimiani. Man müsse nicht mehr am Friedhof stehen, um zu zeigen, dass man an einen Verstorbenen denke.(…)“

Interessante Möglichkeiten also, die jedoch auch viel Kritik auf den Plan rufen. Viele erinnern an die jahrhundertealte Tradition, ein Grab lediglich mit Blumen, Kerzen und auch mal einer kleinen Figur zu schmücken und sehen in der Digitalisierung des Trauerns einen Eingriff in das herkömmliche Gedenken.

Auch in Deutschland schon interessante Entwicklungen

Es wird zukünftig also an den Angehörigen liegen, was sich durchsetzt. Und an den zukünftigen Toten selbst. Denn schon heute kann man – im Falle, die örtliche Friedhofsverwaltung erlaubt es – seine digitale Grabstätte planen. Auch in Deutschland gibt es dahingehend interessante Entwicklungen.

So hat es auch Peter Lutz schon gemacht.

Gegenüber dem SPIEGEL sagte er, auf die Frage, ob er sich denn schon Gedanken zu seinem eigenen Grabstein gemacht hätte, folgendes:

„Ich habe darüber nachgedacht. Mein Grabstein wird auch einen Bildschirm tragen. Der soll ein Foto von mir zeigen und wohl auch etwas über unsere Firma. Unser Betrieb existiert ja bereits in der sechsten Generation.“

Nun denn: auch in Sachen Trauer bleibt es also spannend!

Bildnachweis (Symbolfoto): pixabay.com

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Ältere Dame

Ein, zwei nette Sätze, eine Nachfrage, eine empathische Kommunikation – die erlebt man heutzutage in den Supermärkten der Großstädte nur noch ganz selten. Vor Jahrzehnten dagegen war es durchaus noch üblich, dass die Kassiererin selbst in städtischen Supermärkten die Kundin mit „Na, Frau Müller, geht es Ihrem Mann besser?“ begrüßte. Oder den netten, älteren Stammkunden fragte, wie es denn beim Besuch bei den Enkeln so war.

Lange her!

Senioren-Einsamkeit in Westeuropa leider eine Massen-Erscheinung

Wer dagegen heutzutage in einer langen Schlange an der Kasse eines Supermarktes steht, der weiß, wie es abläuft. Genervtes, hörbares Ein- oder Ausatmen, unruhige Körperbewegungen, die Ungeduld signalisieren und hastiges Wegpacken der Produkte, wenn man denn einmal abkassiert ist. So geht es zu in den Supermärkten, in denen sich zudem häufig nur wenige Mitarbeiter um alles kümmern. Kassieren, auspacken, Brötchenback-Automat anwerfen, Pfandrückgabestelle ausleeren, und, und, und…Zeitdruck und Stress beherrschen Kundschaft wie Personal gleichermaßen, weshalb das persönliche Gespräch an der Kasse so gut wie nie stattfindet. Zumindest in (Groß)Städten nicht.

Dabei sind gerade das die Zonen, in denen viele Menschen unvorstellbar einsam sind. Zumeist alte Menschen. Man sieht sie oft am Fenster, wo sie stundenlang rausschauen. Sie sitzen nicht selten auch lange Zeit in den Wartezimmern der Städte, geduldig auf die Audienz beim Arzt wartend. Die fürsorglichen Weißkittel sind für manche Senioren, die weder Freunde noch Familie in der Nähe haben, oftmals der einzige reale „Gesprächs-Kontakt“. Da wird ein harmloser Schnupfen schon mal zum Anlass genommen, sich dem Doktor vorzustellen. Selbst mancher Krankenkassen-Anruf ist für den einen oder anderen alten Menschen eine willkommene Abwechslung im grauen Einsamkeits-Alltag.

Gegen die ungeliebte Abgeschiedenheit, in der viele betagte Frauen und Männer in westeuropäischen Ländern leben, hat man nun in den Niederlanden eine geniale Idee entwickelt: „Plauderkassen“. Bestimmte Kassenzonen in Supermärkten werden dort zu Kommunikations-Inseln. Sprich: Einsame Menschen haben an diesem Ort die Möglichkeit, das eine oder andere Wörtchen mit der Kassiererin zu wechseln, ohne dass genervtes Getrappel und Gemurmel aus der hinteren Schlange dringt.

Plauderkassen in niederländischen Supermärkten

Eine grandiose Idee, über die das Portal stern.de wie folgt berichtet:

„(…)Im niederländischen Vlijmen, in der Nähe von ’s-Hertogenbosch, jedoch, startete eine Supermarktkette im Juli mit einem Gegenentwurf zum Einkauf unter Zeitdruck. Der Jumbo-Supermarkt richtete dort eine „Kletskassa“ ein, eine „Plauderkasse“, an der es nicht um Tempo geht. Wer sich hier anstellt, bringt Zeit mit und kann sich sicher sein, dass die Kassiererin das gleiche tut: Hier geht es auch ums Quatschen, so wie früher im Tante-Emma-Laden.(…)Neben der Plauderkasse hat der Jumbo-Supermarkt noch einen Platz für Kaffeeklatsch eingerichtet, eine weitere Initiative gegen die Einsamkeit. Dort nehmen sich Freiwillige der niederländischen Stiftung „Alles Voor Mekaar“ (Alles für einander) Zeit, um sich mit Menschen zu unterhalten, die Lust auf ein Gespräch haben. Darüber hinaus kommen durch die Stiftung einsame Senioren auch mit Freiwilligen zusammen, die ihnen beim Einkaufen, im Haushalt oder Garten helfen oder ihnen ganz schlicht Gesellschaft leisten, berichtet die Supermarktkette.

„Wir fühlen uns unserer Umgebung verpflichtet und wollen ein guter Nachbar sein“, erklärt Colette Cloosterman-van Eerd, CCO von Jumbo. „Unsere Filialmitarbeiter kennen die Kunden und nehmen regelmäßig Anzeichen von Einsamkeit im Geschäft wahr.(…)“

Klingt wunderbar!

Und sollte auch hierzulande unbedingt Schule machen. Denn: Die Einsamen werden nicht weniger. Leider. Schon vor einigen Jahren brachte das Magazin DER SPIEGEL hierzu einen erschütternden Bericht. Dass es seitdem besser geworden ist, darf bezweifelt werden.

Hierzulande gibt es einige Initiativen gegen Senioren-Einsamkeit

Obgleich es in Deutschland natürlich Initiativen gegen Einsamkeit gibt. Die bekannteste dürfte die von Schauspielerin Mariella Ahrens sein. Die aus dem Fernsehen bekannte Aktrice setzt sich lange schon für ältere Menschen, die allein sind, ein.

Bleibt zu hoffen, dass auch Deutschland bald Kassenzonen für das ältere Kundenklientel bekommt. Zumindest in Großstädten. Im Ländlichen kann man es nämlich – sowohl in kleinen Läden als auch in Supermärkten – durchaus noch beobachten: Das freundliche Wort an die betagte Kundin, das ehrliche Interesse an dem alten Mann, der aller paar Tage zum Einkaufen kommt, das Lächeln gegenüber der eleganten Dame, die erst seit kurzem verwitwet und um die 80 ist.

Möge dieses Miteinander nie aussterben. Wir sind alle darauf angewiesen. Früher oder später…!

Bildnachweis: stock.adobe.com/GordonGrand

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Pamela Schwietzke

Wenn das Gleichgewicht des weiblichen Körpers aus der Balance gerät – dann kann das viele Ursachen haben. Fest steht, dass bei vielen Frauen der stressige Alltag eine Rolle spielt. Hormone im Trink- und Badewasser sowie Umwelt- und Nahrungsgifte tun ihr Übriges. Fühlt man sich auf Dauer überfordert, müde und nicht belastbar, dann liegt definitiv ein Problem vor – der Körper signalisiert es. In solchen Situationen suchen Frauen Pamela Schwietzke (im Bild) auf. Die Heilpraktikerin führt ihre Naturheilpraxis in Berlin und arbeitet mit einer speziellen Hormon Therapie. Diese wendet sie gegen Periodenbeschwerden ebenso an wie gegen seelische Ursachen. Damit tanken die Patientinnen Kraft und können aus sich selbst heraus wieder sehr viel mehr für die eigene Balance tun.

Zudem hilft die von Pamela Schwietzke entwickelte Natürliche Hormon Therapie (NHT) Frauen auch bei unerfülltem Kinderwunsch. Wir haben mit der sympathischen und engagierten Heilpraktikerin gesprochen.

FB: Frau Schwietzke, wann ist Ihnen aufgefallen, dass so viele Frauen im Ungleichgewicht sind – gesundheitlich gesehen?

In meiner Praxistätigkeit ist es mir aufgefallen. Die Symptome von Krankheiten sind vielfältig, doch die Ursachen sind oftmals gleich und ähneln sich auffällig. Wir Frauen müssen uns ja nicht nur nach den Jahreszeiten, Tag und Nacht Rhythmus, Mondphasen, sondern auch noch nach unserem ganz eigenem Monatszyklus richten. 

Stressiger Alltag oft die Ursache für weibliches Ungleichgewicht

Und dabei haben wir ja auch noch mehrere Jobs unter einen Hut zu bringen. Mutter, Frau, Geliebte, Arbeitskraft, Haushälterin, Animateurin,…Da kann Frau schon mal aus dem Ungleichgewicht geraten.

FB: Was sind die Ursachen dafür? 

Die Ursachen aus dem Gleichgewicht zu kommen, sind oftmals geringfügig. Fühlt man sich überfordert, ist geschwächt, übermüdet. So kann dies schon ein Auslöser sein. Oder psychische Probleme, die sich aus der Kindheit schleppen und nie wirklich behandelt wurden, brechen hervor. Hormone in Trink- und Badewasser, Umwelt- und Nahrungsgifte, Stress ganz allgemein, allem gerecht zu werden, 

Krankheiten und Medikamente – jedes für sich kein Problem für einen gesunden Körper. Doch irgendwann kann es nicht mehr kompensiert werden. Die vielen „Kleinigkeiten“, geraten nun zu einem Problem.

Frauen und Kinder jeden Alters kommen in die Praxis

FB: In welchem Alter sind die Frauen, die zu Ihnen kommen?

Meine Praxis ist für Frauen und Kinder jeden Alters. Zur Natürlichen Hormon Therapie war meine jüngste Klientin gerade mal 12 Jahre alt und hatte jeden Monat mit Zyklusbeginn wahnsinnige Bauchschmerzen und Launen. Nach der erfolgreichen Therapie hatte sie keine Schmerzen mehr und die entspannte Situation zu Hause, war für die Mutter eine ernorme Erleichterung.

Meine älteste Klientin ist  75 Jahre alt gewesen. 

FB Sie selbst haben eine natürliche Hormontherapie entwickelt – wie kam es dazu? 

Ich habe festgestellt, dass es nicht „die Eine“ Lösung für scheinbar gleiche Ursachen gibt. Sondern es ist stets das Gesamte zu betrachten. Damit meine ich, sowohl die Klientin in ihrer gesamten Konstitution, als auch die Summe der äußeren Einflüsse. Auch bemerkte ich dabei, dass die Klienten die „Lösung“ bereits in sich trugen, sogar aktiv auf eigene Defizite und Zusammenhänge hinwiesen, aber nicht selbstständig in der Lage waren, sich zu helfen, aktiv zu werden.

Seelisches Ungleichgewicht geht oft mit der Schwächung der hormonellen „Rüstung“ einher

An diesem Punkt setzt meine Hormontherapie an. Denn vielfach geht ein seelisches Ungleichgewicht mit einer Schwächung der hormonellen „Rüstung“ einher. Stärke ich also den Hormonhaushalt über meine Therapie, so helfe ich der Klientin, selbst die Kraft zu finden, sich von den Symptomen zu lösen und an den Ursachen zu arbeiten. 

FB: Wie genau läuft Ihre Hormontherapie ab? 

Beim ersten Termin verschaffe ich mir einen Überblick über die Klientin. Ihre Rolle in der Familie, in Schule und Beruf, ihren empfundenen und tatsächlichen Status in der Gesellschaft. Ich nehme ich mir ausgesprochen viel Zeit. Wir reden nicht nur, sondern ich schaue mir auch die Reflexzonen der Füße an. Hier erkenne ich Blockaden des Organsystems, Verspannungen, sowie die tatsächliche Gemütsfassung. Bereits im ersten Termin zeichnet sich ab, ob die selbst wahrgenommene körperliche Verfassung stimmig ist und sich tatsächlich mit den in den Fußreflexzonen erkennbaren Fehlfunktionen des Körpers deckt. 

Sanfte Massage an verschiedenen Körperzonen

Zum nächsten Termin behandle ich die Zonen des Nackens, des Rückens und des Bauchraums in Form einer sehr sanften Massage. Auch hierbei reden wir miteinander. Zumeist stellen wir gemeinsam Schritt für Schritt fest, dass durch die Behandlung  andere mögliche Ursachen, die bisher völlig außer Beachtung geratenen  sind, ans Tageslicht kommen. 

Diese Massage wiederhole ich dann wöchentlich, bis eine Besserung eintritt. Das kann schon mal 6-10 Wochen dauern, je nachdem wie lange die Klientin schon mit ihren Symptomen lebt.

FB: Mit welchen Beschwerden kommen Frauen zu Ihnen, die sich dieser Therapie unterziehen?

Das ist die ganze Bandbreite. Bei jungen Mädchen sind es vor allem Bauch- und Kopfschmerzen, bei jungen Frauen kommen noch Verstimmungen, Fress-Attacken, Wassereinlagerungen, Zyklusunregelmässigkeiten und Stress dazu.

Verlust der Libido oder Blasenschwäche bei Älteren ein Thema

Bei Älteren besteht oft der Verlust der Libido, Hitzewallungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Blasenschwäche.

FB: Sie sagen, dass Ihre Methode auch bei unerfülltem Kinderwunsch helfen kann, inwiefern? 

Ich habe die NHT aus der Fruchtbarkeitsmassage von Birgit Zart entwickelt. Sie hatte mich, wie auch andere Therapeuten,  in ihre wundervolle sanfte Massage eingeweiht, mit der sie schon sehr vielen kinderlosen Paaren zum langersehnten Wunschkind verholfen hat. Diese Fruchtbarkeitsmassage von Frau Zart war für mich ein ganz wesentlicher Auslöser. Ich habe lediglich das „handwerkliche Arbeiten“ am Klienten um verschiedener Elemente aus anderen Therapieformen erweitert. Im Ergebnis leistet die NHT daher deutlich mehr. Denn die jeweilige Kombination der Therapieformen, kann somit sehr fein auf das individuelle Erfordernis abgestimmt werden. 

Kinderwunsch bei Klientinnen schon erfüllt

Und – ja – natürlich ist auch bei Klientinnen in meiner Praxis der Kinderwunsch schon erfüllt worden. Sehr zu meiner eigenen Freude.

FB: Wie äußern sich Frauen, die Ihre Hormontherapie in Anspruch genommen haben – wie sind die Rückmeldungen? 

Also für mich ist es immer das Schönste, wenn meine Klienten nicht mehr wiederkommen. Das klingt zwar jetzt sehr ungewöhnlich, aber wenn die Frauen sich nach einer Therapie nicht mehr melden, stimmt mich das eher froh, denn dann war sie erfolgreich.

Aus dem Rücklauf an Empfehlungen kann ich davon ausgehen, dass ich Ihnen helfen konnte und sie wieder in Balance leben. Ich hatte zumindest noch keine Frau in meiner Praxis, die nach der NHT nicht begeistert war oder ausdrücklich Unzufriedenheit geäußert hätte. Im Gegenteil, die Bereicherung und das Wohlempfinden der Klientinnen ist durchweg positiv, selbst wenn der Behandlungserfolg nicht unmittelbar sofort eintritt. 

Mehr Informationen finden Sie direkt auf der Homepage der Naturheilpraxis von Pamela Schwietzke.

Bildnachweis: Pamela Schwietzke

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Frau mit Gutschein

„Punktesammel-Bon mitnehmen?“ fragt freundlich die Frau an der Tankstelle und ich verneine. Erstens ist mir das zu viel Papierkram in Geldbörse oder Handtasche und zweitens werde ich diese Zusatzpunkte sowieso nie einlösen. Sie werden oft zur Payback-Karte mit ausgereicht, die aufzuschwatzen mir einst meiner Mutter gelang. Es ist die einzige Rabattkarte, die ich benutze und auch noch nie verloren habe. Alles andere aber, was mit Gutscheinen und Rabatten zusammenhängt, kann mir gestohlen bleiben.

Liegen Sie aber doch irgendwann auf meinem Schreibtisch oder tummeln sich in der Handtasche, dann ist Frust und Ärger zumeist vorprogrammiert. Und zwar über mich selbst.

Wertvolle Rabattkarten – bei mir verfallen sie

So erst kürzlich wieder, als ich mich verfluchte, dass ich einen Gutschein, den mir mein Energieversorger Anfang des Jahres schickte, nicht einlöste. Er galt dem Besuch einer teuren Therme, der ich ab und an mal einen Besuch abstatte. Ich hatte ihn, als er in der Post lag, an meine Schreibtischlampe gelehnt. Direkt in mein Blickfeld am Schreibtisch. Immerhin garantierte er einen saftigen Rabatt und ich nahm mir vor, ihn unbedingt einzulösen, wenn ich das nächste Mal in die Therme fahre.

Nun – der Tag kam. Allerdings fuhr ich nicht alleine zum Spa-Spaß, sondern mit der ganzen Familie. Ein nicht ganz preiswertes Vergnügen, wenn man sich dort eine ganze Weile aufhält. Unser Besuch fiel auf den 31. Oktober.

Als ich am nächsten Tag am Schreibtisch saß, fiel mein Blick auf den besagten Gutschein. Ich nahm ihn zur Hand und war auf der Stelle stinksauer. Auf mich. Denn dort stand in großen Lettern geschrieben: „Gültig bis 31. Oktober 2019“.

Sowas passiert mir am laufenden Band. Kürzlich wieder beim Penny. Aus irgendeinem Grund gab mir die Kassiererin einen 5,00-Euro-Gutschein, den ich beim nächsten Einkauf ab 40,00 € einlösen konnte. Diesen Mindestbetrag bekommt man als Familie locker hin, weshalb ich vor dem nächsten Wochenendeinkauf den 5,00-Euro-Gutschein mitnehmen wollte. Allein er war nicht mehr aufzufinden.

Verfallsdatum erreicht…!

Wo ich auch suchte, in Handtasche, Geldbeutel und der Schublade für Kassenzettel: Das Ding blieb verschwunden! Wochen später entdeckte ich den Zettel dann im Auto, sogar noch eine Weile gültig. Ich steckte ihn mir sorgsam in meine Geldbörse, fest entschlossen, ihn bei einem meiner nächsten Einkäufe zu zücken.

Das tat ich dann auch. Einige Zeit später, als mir an der Kasse bei Penny der Rabatt-Wisch in den Sinn kam. Ich zog ihn heraus, um ihn parat zu haben, wenn ich an der Kasse dran bin. Im Überfliegen stellte ich fest, dass er wenige Tage zuvor abgelaufen war.

Und so geht es mir immer wieder. Immer und immer wieder. Es ist zu Mäusemelken!

Vor zwei (!) Jahren bekam ich einen Gutschein für eine Massage geschenkt, 60 Minuten immerhin. Ich legte ihn ins Wohnzimmer und dort blieb er auch liegen. Unangetastet zwischen Büchern auf dem Bücherbord. Ich wurde jedesmal beim Putzen an ihn erinnert und nahm mir dann immer vor, die Massage endlich einmal einzulösen. Irgendwann war allerdings auch dieser Gutschein abgelaufen.

Morgen zur Massage, aber dann bitte nie wieder was mit Gutscheinen!

Mein Glück war hier nur, dass der Mann der Masseurin ein guter Bekannter von mir ist. Ich rief ihn an und schilderte die Situation. Er lachte und versprach, mir einen neuen auszustellen. Da es kurz vor Weihnachten war und ich zudem ein schlechtes Gewissen hatte, orderte ich noch einen weiteren Gutschein, als Geschenk für meinen Partner.

Beide Gutscheine kamen. Zeitlich ist das nun schon wieder über ein Jahr her.

Die Gutscheine stecken in einer Zettelbox auf – wie sollte es anders sein – meinem Schreibtisch. Als dieser Tage mein Blick darauf fiel, überlegte ich nicht lange und buchte für mich und meinen Partner einen Termin. Zur Massage. Per Gutschein-Einlösung. Der Termin ist morgen.

Ansonsten sind dann aber erst mal keine Gutscheine mehr im Haus. Ich will auch keine mehr. Die nächsten, die aus irgendwelchen Gründen eintrudeln oder mir aufgeschwatzt werden, werde ich verschenken. Und mir welche ausstellen lassen, werde ich auch nicht mehr!

Aus und Basta!

Bildnachweis: stock.adobe.com / puhhha

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Huhn

Jeder von Ihnen kennt sie bestimmt. Zumindest eine von jeder Sorte, die Sie als solche bezeichnen würden. Die Rede ist von Rabenmüttern auf der einen und Gluckenmüttern auf der anderen Seite.Wer aber ist eigentlich eine typische Rabenmutter und ab wann gilt eine Mutter als Glucke?

Die Ansichten unterscheiden sich hier vermutlich erheblich, je nachdem, von welchem Standpunkt aus sie vertreten werden. Während den arbeitenden Müttern voreilig vorgeworfen wird, sich nicht ausreichend und angemessen um ihre Kinder zu kümmern, betrachtet man die daheimgebliebenen Mütter gerne als überfürsorglich und gar faul, weil sie außer der bloßen Kindererziehung keiner Beschäftigung nachgehen. Die sind ja den ganzen Tag zuhause und haben schließlich Zeit für alles. Da darf kein Krümelchen auf dem Boden liegen, kein Fenster dreckig, kein schmutziges Wäschestück zu finden sein. Das arbeitende Pendant zur Gluckenmutter hingegen hat sich unmittelbar nach Feierabend gefälligst ausschließlich um die Kinder zu kümmern. Schande über sie, wenn sie es auch noch wagt, ihre Kinder erst nach einer kurzen Verschnaufpause oder nach den Einkäufen, die noch erledigt werden müssen, aus der Betreuung abzuholen. Wie egoistisch.

Ich erfülle das Klischee der Gluckenmutter

Ich selbst erfülle das Klischee der Gluckenmutter par excellence. Seit der Geburt unseres ersten Kindes bin ich nun zuhause und kümmere mich ganz antiquiert um Haushalt und Kinder(erziehung). Es gilt, gesunde Mahlzeiten rechtzeitig auf den Tisch zu bringen, die Kinder zu pflegen, zu beschäftigen, zu lehren und nicht zu vergessen, natürlich auch die perfekte Frau und Partnerin zu sein. Dem Hausfrauendasein fröne ich nun schon seit geraumer Zeit. Aus freien Stücken. Völlig bewusst. Uns war und ist es wichtig, für unsere Kinder da zu sein, sie möglichst jederzeit auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten. Wir wünschen uns, ihnen stets Ansprechpartner in einem liebevollen Zuhause sein zu können, Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen, ihr Anker zu sein in dieser oftmals hektischen Welt. Unsere Kinder sollen durch uns als Eltern betreut und erzogen und auf das Leben vorbereitet werden, unser Zuhause soll ihnen immer als sicherer Hafen dienen, in dem sie allzeit willkommen sein und uns antreffen sollen, ohne dabei jedoch deren eigenes Leben samt eines mitprägenden Umfelds außerhalb dieses Heimathafens außer acht zu lassen. Eine echte Gratwanderung für eine Glucke wie mich.

Aber bin ich eigentlich wirklich eine Glucke, nur, weil ich meinen Kindern das Beste geben und sie zugegebenermaßen selbst aufwachsen sehen und großziehen möchte? Und ist unsere Vorgehensweise überhaupt die beste und sind somit alle Mütter, die sich für einen anderen Weg entschieden haben oder ihn gehen mussten, tatsächlich Rabenmütter? Klares Nein! Zum einen wünscht sich wohl jede liebende Mutter nur das Beste für ihr Kind, zum anderen ist jedes Kind anders, ebenso die Voraussetzungen, unter denen es aufwächst. Folglich ist das Beste für jedes Kind etwas anderes und was, das wissen in aller Regel die eigenen Eltern am besten. Ein Kind, dessen Eltern beide berufstätig sind, wird deshalb nicht weniger geliebt.

Arbeitende Mutter kann mehr Glucke sein als nicht arbeitende Mutter

Und eine arbeitende Mutter kann sehr wohl sogar mehr Glucke sein als eine nicht arbeitende Mutter, die wiederum hingegen mehr Rabenmutter sein kann als die arbeitende Mutter. Alles ist möglich bei den unterschiedlichsten Familienstrukturen und Hintergründen, die es heute zu beachten gilt. Wer was warum macht, geht die anderen zunächst nichts an, solange es den Kindern dabei gut geht. Meine Tante schrieb mir einmal einen wunderbaren Spruch in mein Poesiealbum, den ich bis heute zu beherzigen versuche: „Verurteile nie einen Menschen, denn es gibt immer Gründe für sein Verhalten.“

Wir Mütter sollten also damit aufhören, uns gegenseitig zu verurteilen. Denn kein Weg als Mutter ist einfach, ist er doch so oder so geprägt von Verzicht und Schuldgefühlen. Während die eine auf ihre individuelle Entfaltung, berufliches Fortkommen oder Geld verzichtet, ist es bei der anderen der Verzicht auf die Zeit mit den Kindern. Und Schuldgefühle hat eine Mutter im Prinzip ab positivem Schwangerschaftstest, für immer und ständig, machen wir uns nichts vor.

Also fragen Sie keine Mutter, ob sie es nicht schade findet, aufgrund ihrer Arbeit nicht immer bei ihren Kindern sein zu können. Natürlich fehlen sie ihr! Und sagen Sie einer Hausfrau niemals den unverschämten Satz, dass Sie sich diesen Lebensstil gar nicht leisten könnte. Das können einige von ihnen auch nicht und dennoch gehen sie diesen Weg. Und zwar mit zahlreichen Einschränkungen, seien sie platzmäßig, was die Mobilität oder andere Luxusgüter angeht, auf die man gut und gerne verzichten kann, wenn man es nur möchte. „Man kann sich stets das leisten, was man zu brauchen meint.“ (dj, 15. September 2018)

Neid oft ein Grund für für Unverständnis gegenüber anderen Müttern

Für die einen ist das eben das Reihenhaus, 2 Autos, mehrere Urlaube und hübsche Klamotten. Für die anderen ist es die kostbare Zeit mit ihren Kindern. Beides ist in Ordnung und kommt den Kindern gleichermaßen zugute, solange sie mit elterlicher Fürsorge und Liebe beschenkt werden.

Es dürfte nicht zuletzt an Neid liegen, dass wir anderen Müttern oftmals mit Unverständnis entgegnen. Während die arbeitende Mutter um ihre Auszeit von den Kindern, die Eigenständigkeit, ihre Unabhängigkeit und ihre berufliche Entfaltung beneidet wird, ist es bei den Hausfrauen die Tatsache, dass sie den ganzen Tag mit ihren Kindern verbringen, keinen Entwicklungsschritt verpassen und sich ohne zusätzlichen Druck durch eine Arbeitsstelle voll und ganz der Familie widmen können. Aber all das ist relativ. Denn weder das eine, noch das andere ist ein Spaziergang und wir Mütter wissen das am allerbesten. Zu gerne würden wir doch am liebsten einmal tauschen.

Also lassen Sie uns Glucken sein. Denn wir sind Mütter. Und gestehen wir uns ebenfalls zu, Rabenmütter zu sein. Denn wir sind auch Frauen. Mit eigenen Bedürfnissen. Fakt ist, wir lieben unsere Kinder mehr als alles andere auf der Welt und wünschen uns nur das Beste für sie! Und um das zu erreichen, reißen wir uns jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und Sekunde den Allerwertesten auf und bringen eben unterschiedliche Opfer dafür. Aus vollem Herzen! Egal, welchen Weg wir auch wählen (müssen), wichtig ist einzig und allein, dass wir ihn zufrieden gehen können.

Denn nur glückliche Mütter sind gute Mütter!

Dana Jungbluth
Bildnachweis: pexels.com

Erkältung

Wer einst im Mauerstaat groß wurde, der wird sich erinnern: Ohne Kamillan und Sanopin ging in der Hausapotheke gar nichts. Zu diesen Mittelchen dürften Millionen von DDR-Bürgern in Zeiten des kalten Krieges gegriffen haben. Und sie tun es heute noch. Denn Sanopin und Kamillan haben die Wende unbeschadet überstanden und stehen frei verkäuflich in den Apotheken wie eh und je.

Ehe die Erkältung zuschlägt: Ost-Klassiker im Hause haben!

Wer die beiden Erkältungshelfer noch nicht kennt, tut gut daran, sie sich für die kommende Erkältungssaison in den heimischen Apothekenschrank zu stellen, denn sie sind nützlich, sobald die ersten fiesen Anzeichen einer Erkältung dem Körper zu schaffen machen.

Doch wobei helfen sie konkret und wie sind sie anzuwenden?

Kamillan – bei Erkältung, die im Hals zu spüren ist, unschlagbar!

Kratzt es im Hals und deutet alles darauf hin, dass eine unangenehme Halsentzündung sich Bahn brechen wird, ist Kamillan das Mittel der Stunde. Man kennt das ja: Mal ein, zweimal den Schal vergessen oder das wärmende Tuch aus Bequemlichkeit beim Tanken nicht umgemacht, während ungemütliches Herbstwetter über den Platz pfiff und schon tut es abends beim Schlucken weh!

Hier ist Kamillan der schnelle Ersthelfer. Ein paar Tropfen in ein Glas mit warmem Wasser gespritzt und schon kann es losgehen mit Gurgeln. Dies sollte man konsequent durchführen, möglichst mehrmals am Tag. Oft setzt eine schnelle Linderung ein und es kommt gar nicht erst zur fiesen Halsentzündung. Das Mittel aus DDR-Zeiten, das heute längst aus hochmoderner Produktion kommt, hilft aber auch zuverlässig gegen wunde Stellen im Mundbereich. Diese tauchen bekanntlich oft über Nacht auf und sind megalästig. Auch hier hilft das Mittel in Form einer Gurgellösung, die man sich mit warmem Wasser mischt.

Ost-Renner enthält Heilpflanzenstoffe der Echten Kamille

Das Arzneimittel, das die Heilpflanzenstoffe der Echten Kamille und der Schafgarbe in sich vereint, hat noch so einiges mehr zu bieten. Interessierte informieren sich einfach hier.

Eine triefende Nase, Heiserkeit, Husten und Schnupfen sind ebenso ungeliebte Begleiter der Herbst-/Wintersaison. Jedes Jahr aufs Neue…Bei anfänglichen Symptomen hat sich der Griff zu einem weiteren Ost-Schlager mehr als bewährt – Sanopin ist der Name des Mittelchens, das wohl ebenfalls bei Millionen DDR-Bürgern durch die Zimmer waberte. Und es weiterhin tut. Mittlerweile in Ost und West.

Sanopin – ebenfalls ein Dauerbrenner aus DDR-Zeiten

Sanopin ist ein frei verkäufliches Arzneimittel in Tropfenform, das man bei Erkältungssymptomen in eine Schüssel mit dampfendem, heißen Wasser gibt und sich das Gefäß abends, beim Schlafengehen, neben das Bett stellt. Die Dämpfe wirken sofort auf verschnupfte Nasen und erkältete Atemwege. Alternativ kann man die Dämpfe auch am Waschbecken unter einem großen Handtuch aufsteigen lassen. Einige Minuten sollte man allerdings schon ausharren, damit die pflanzliche Kombination aus Kiefernnadelöl und Eucalyptusöl ihre Wirkung entfalten kann.

Kinder verlieren hier schnell mal die Geduld, sollten aber ein kleines „Dampfbad“ unter dem Handtuch schon mal ein paar Minütchen durchhalten. Es lohnt sich wirklich. Auch für erkältete Erwachsene, die sich die Dämpfe am heimischen Waschbecken um die Nase wehen lassen.

Wer die beiden Ost-Produkte, die sich auch heute noch einer wahnsinnigen Beliebtheit erfreuen, bis dato nicht kannte, dem sei empfohlen, sie einfach mal auszuprobieren. Die nächsten Wochen dürften bei dem einen oder anderen sicher Gelegenheit dazu bieten, denn die Erkältungszeit naht mit großen Schritten.

Bildnachweis: pixabay.com
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Janine Harmjanz

Janine Harmjanz aus Hamburg hat als gelernte Erzieherin und Psychologin einen umfassenden Einblick in die aktuelle Betreuungssituation in Kindergärten bekommen. Schnell stellte sie fest, dass die individuelle Betreuung hier kaum möglich ist. Kurzerhand stieg sie aus und machte sich mit einer Kinderbetreuung für Privathaushalte selbständig. Schon kurz darauf konnte sie sich vor Aufträgen kaum retten, was die Kinderbetreuung Harmjanz – so der Name des Unternehmens – rasch wachsen ließ. Heute hat die engagierte Frau aus dem Norden eine Vielzahl an Kunden und agiert mit einem breit aufgestellten Team.

Janine hatte in Kita umfassenden Einblick in Betreuungssituation

Vom Unternehmer über den Prominenten bis hin zum eingespannten Arzt lassen beruflich engagierte Eltern den Nachwuchs von Janine und ihrem Team betreuen. Die Tendenz für diese Art Dienstleistung ist steigend: Janine arbeitet aktuell bereits mit 60 Leuten, um den Bedarf an privater Kinderbetreuung ihrer Kundschaft zu decken. Darüberhinaus hat sie sich auch auf die Betreuung der Kleinen auf Feierlichkeiten spezialisiert, was vor allem bei Anlässen wie Hochzeiten oder Jubiläen gut ankommt.

Wir haben mit der sympathischen Unternehmerin über ihr Business und die Belange ihrer Kunden gesprochen.

FB: Janine, Du bist von Hause aus gelernte Erzieherin, hast auch einen Kindergarten geleitet. Wie kam es dazu, selbst eine private Kinderbetreuung zu gründen?

Ich bin gelernte Erzieherin und Psychologin mit den Schwerpunkten Management, Personalwesen und Entwicklungspsychologie. Bevor ich die Kinderbetreuung Harmjanz gegründet habe, arbeitete ich als Kinderbetreuerin in Privathaushalten, im Personalmanagement bei einem renommierten Unternehmen in Hamburg und darauffolgend im Leitungsbereich einer Kita.

Viele Eltern sind mit Kitasystem unzufrieden

Die „Kinderbetreuung Harmjanz“ habe ich vor drei Jahren gegründet. Damals war ich neben dem Studium als Kinderbetreuerin in mehreren Familien tätig und merkte schnell, welch großer Unmut und Sorgen bei vielen Eltern vorherrschten. Eine Vielzahl dieser Eltern war mit dem Kitasystem sehr unzufrieden und wollte seinen Kindern eine individuelle und flexible Betreuung im gewohnten Umfeld ermöglichen.

Schon als ich in der Kita arbeitete, stellte ich fest, wie eingefahren das klassische Kitasystem ist und dass eine individuelle sowie interessen- und bedürfnisorientierte Betreuung einzelner Kinder kaum möglich ist. Daher stieg ich aus diesem System aus und machte mich selbstständig mit der Kinderbetreuung in Privathaushalten. Da ich mich rasch nicht mehr vor Aufträgen retten konnte und ich mich eigentlich noch im Studium befand, stellte ich daraufhin meine erste Mitarbeiterin ein. Sie unterstützt mich mittlerweile sogar in der Geschäftsführung und hat den Bereich Hochzeits- und Eventbetreuung komplett übernommen.

Aufträge kamen rasch – Businessplan und Gründung folgten

Es folgten rasch weitere Aufträge, so dass mehr Personal her musste. Ich schrieb einen Businessplan und die Gründung folgte umgehend.

FB: Was denkst Du, woran es liegt, dass Kindergarten-Einrichtungen oftmals nicht die Qualität bieten (können), die Eltern sich wünschen?

Das liegt an vielen Faktoren. Grundlegend ist es der Betreuungsschlüssel, der eine individuelle Betreuung schwer macht und zum Anderen das System der Inklusion in den Kitas. Ich finde es toll, dass Kinder mit einem höheren Förderbedarf in den normalen Kitas betreut werden sollen, doch es sollte dann zumindest eine weitere pädagogische Fachkraft eingesetzt werden und nicht alles, auf die eh schon überlasteten Erzieher abgewälzt werden.

FB: Konntest Du all das, was Dir an herkömmlichen Kindergärten nicht gefallen hat, in Dein privates Betreuungskonzept einfließen lassen? Wenn ja, nenn uns doch mal ein paar Beispiele!

Ja absolut. Da wir entsprechend der Bedürfnisse der Familie agieren, setzen wir passgenau eine Betreuerin ein, die langfristig den Kindern zur Seite steht und diese ganz individuell und kompetent fördert. Wir haben die Freiheit, die Kinder ganz ohne Vorbehalte kennenlernen zu dürfen und können so eine langfristige Bindung zu ihnen herstellen. Auf dieser Grundlage ist eine individuelle und kreative Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen viel tiefgreifender als wenn die Themen nur an der Oberfläche ankratzt werden können. Wir überlegen immer mit den Kindern gemeinsam, was bei der  zur jeweiligen Betreuungseinheit unternommen werden soll. Dadurch lernen die Kinder schnell, dass ihr Wort ernstgenommen wird und sie wertgeschätzt werden.

FB: Wie viele Leute hast Du zwischenzeitlich im Team?

Wir sind enorm gewachsen! 60 Mitarbeiter unterstützen nunmehr mein Team!

FB: Wie muss man sich euren Service vorstellen?

„Es beginnt mit einer detaillierten Bedarfsanalyse seitens des Kunden, geht dann über die Personalsuche und gegebenenfalls Einstellung geeigneter Kinderbetreuer(innen) und schließt mit dem Vorstellungsprozess ab. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Chemie zwischen den Kindern, den Eltern und dem/ der Betreuer(in) stimmt. Regelmäßige Feedback – und Entwicklungsgespräche mit den Eltern als auch Mitarbeitern stärken das Vertrauen und Offenheit. Qualifizierte Schulungen aller Mitarbeiter zu Themen wie „Erste-Hilfe am Kind“ oder “Wie fördere/fordere ich das Kind, ohne es zu überfordern“ bereiten uns hierbei besonders große Freude.

Auch Notfallservice wird vorgehalten

Somit bieten wir ein umfangreiches und individuelles Betreuungskonzept in Privathaushalten. Die Betreuung kann stundenweise , halb- oder ganztägig und auch über Nacht oder mehrere Tage am Stück gebucht werden.

Ebenso bieten wir einen Notfallservice an, wenn die Kinder beispielsweise erkrankt sind und nicht in die Kita gehen können. Urlaubsbegleitung, Nachhilfe sowie Hochzeits- & Eventbetreuung bereiten uns ebenfalls größten Spaß.“

FB: Was für Leute sind es, die bei euch ihre Kinder privat betreuen lassen?

Unsere Kunden sind meist Vollzeit berufstätig oder selbstständig. Ebenso haben wir viele Unternehmer, Berater, Ärzte, Führungskräfte, Prominente, Firmen, Hotels und angehende Eheleute als Kunden.

Einsatzbereit auch nachts und an Feiertagen

FB: Wie stellt ihr sicher, dass die Kinderbetreuung beim Kunden auch gewährleistet ist, wenn – zum Beispiel – die Betreuungsperson auf dem Weg zum Kunden eine Reifenpanne hat?

Wir haben mehrere Springer im Team, die im Notfall sofort einsatzbereit sind, so dass  wir die Betreuung immer gewährleisten können.

FB: Seid ihr nachts und an Feiertagen erreichbar? 

Selbstverständlich! Wir arbeiten auch an Feiertagen.

FB: Mit Deinem Unternehmen bist Du auch auf Festivitäten präsent – zum Beispiel auf Hochzeiten. Welche Argumente sprechen da für eine professionelle Kinderbetreuung? Und: Wird der Service gut angenommen oder sind Gastgeber, die Profis für die Beschäftigung Kleinen buchen noch die Ausnahme?

Man sollte sich die Frage stellen, ob man allen Gästen eine schöne Feier ermöglichen möchte. Es liegt nicht in der Natur der Kleinen, stundenlang leise zu sein und sich wenig zu bewegen. Kinder wollen alles erkunden und Spaß haben. Wir bieten Entertainment für Groß und Klein und hatten sogar schon die Eltern einiger Kinder bei uns am Tisch sitzen, weil diese auch geschminkt werden wollten.

Kinderschminken und Basteln, wenn die Großen feiern

Im Endeffekt können wir je nach Wetterlage viele Aktivitäten und Attraktionen anbieten. Dazu zählen unter anderem Kinderschminken, zahlreiche Bewegungsspiele, Experimente, Tischkickern, Torwandschießen, Bastelideen mit dem Ziel, für die Kinder ein schönes Andenken an die Hochzeit zu schaffen oder auch Riesendart. Unser Bällebad, die Hüpftiere, Bobbycars und den Krabbeltunnel nutzen wir gerne für einen spannenden Erlebnisparcours. Zur späteren Stunde bauen wir unsere Schlaflandschaft auf und ermöglichen somit auch eine Übernachtbetreuung.

FB: Gibt es Zukunftspläne für Dein Unternehmen? Wenn ja, welche sind das?

Absolut! Wir werden demnächst Filialen in anderen Städten in Deutschland eröffnen.

FB: Der Job, den Du machst, ist ja mit sehr viel Zeit, die investiert werden muss, verbunden. Wenn es trotzdem freie Stunden gibt: Was machst Du in der Freizeit? Gibt es Hobbys?

Freie Sekunden und Stunden verbringe ich mit meinem Hund und meinem Freund. Ansonsten bin ich sehr gerne in der Natur.

Mehr zu Janine und ihrem Unternehmen hier.

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Frau im Home Office

Von daheim aus arbeiten, sich die Arbeitszeit selbst einteilen können, flexibel sein. Das ist nicht nur ein Modell für Freiberufler und Selbständige, sondern auch für etliche Angestellte in mittleren und großen Unternehmen. Vor allem Frauen nutzen die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, rege und gern. Dass hiermit nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gegeben ist, ist in den letzten Jahren zu immer mehr Unternehmen vorgedrungen, die nun ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen.

Home-Office wird zumeist für bessere Vereinbarkeit von Familie und Job genutzt

Freilich sind diese Firmen noch immer in der Unterzahl, wird gesamtgesellschaftlich um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Job immer noch gerungen. Vor allem Familienverbände fordern, dass Unternehmen noch viel mehr von diesen Home-Office-Arbeitsplätzen zur Verfügung stellen sollen. Hier übertrifft die Nachfrage das Angebot aktuell um Längen.

Doch parallel zu dem Wunsch vieler (weiblicher) Arbeitnehmer, von daheim aus arbeiten zu können, wird häufig auch Kritik am Home-Office laut. Fundierte Kritik. Damit zielt man aber nicht auf den gemeinen Home-Worker ab, der ja doch zwischendurch die Waschmaschine befüllt und in schlapperiger Jogginghose ungeduscht am Schreibtisch sitzt – dieses Gerücht hält sich, solange es die Heimarbeitsplätze gibt. Nebenbei erwähnt: Diese Verlockungen werden in diversen Web-Gruppen, in denen sich Leute, die im Home-Office arbeiten, austauschen und vernetzen auch immer wieder thematisiert. So mancher gibt freimütig zu, dass er sehr wohl die Waschmaschine nebenher laufen lässt und sich bis Mittag erstmal nur im Bademantel beruflich betätigt. Andere wiederum berichten davon, dass sie es sehr diszipliniert halten, sich ordentlich angezogen und – als Frau – sogar geschminkt an den Heimarbeitsplatz setzen.

So weit, so gut.

Karriere-Expertin sieht im Home-Office etliche Nachteile

Ganz andere Gründe führt nun Petra Rohner von der PR Consulting GmbH ins Feld. Auf dem Karriere- und Vernetzungsportal XING veröffentlichte sie einen Beitrag unter der Überschrift:

„Frauen und New Work: das Homeoffice als Karrierefalle“

Ihre Gründe, die sie im Beitrag nennt, sind nachvollziehbar. So schreibt sie unter anderem:

„(…)Zu Hause arbeiten bedeutet jedoch auch, in vielen wichtigen Momenten in der Firma nicht dabei zu sein. Da Homeoffice noch immer besonders von Frauen beansprucht wird, ist genau dies einer der Schwachpunkte der sonst so guten Entwicklung. Wer zu Hause arbeitet, merkt mit der Zeit, dass viele Themen, die im Team in den Pausen oder über Mittag besprochen werden, an einem vorbeigehen. Von Beförderungen erfährt man oft erst, wenn sie offiziell mitgeteilt werden – sogar wenn man selbst Interesse an der Position gehabt hätte.(…)“

Da ist natürlich etwas dran und nicht erst seit gestern ist bekannt: Im Home-Office arbeiten kann ziemlich einsam sein. Fernab von Kollegen, der Firma und alles was sich in diesem Zusammenhang abspielt, kann es tatsächlich passieren, dass man etwas isoliert wird. Nicht beabsichtigt freilich, aber eben als sich ergebende Konsequenz.

Mancher kennt nur das von Zuhause aus arbeiten

Wobei man hier wahrscheinlich unterscheiden muss, zwischen Leuten, die neu ins Home-Office gehen und Menschen, die es gar nicht anders kennen. Leute, die zunächst in einem Unternehmen und inmitten eines Kollegenkreises, eines Teams, gearbeitet haben, tun sich im Home-Office eventuell tatsächlich schwer und vermissen mitunter die Atmosphäre zwischen Büroflur und Kantine.

Wieder andere, die von Anfang an alleine von zuhause aus arbeiten, kennen es nicht anders und werden wohl auch nichts vermissen. Vor allem viele Freiberufler, die schreiben, konzipieren oder anderweitig geistig tätig sind kennen kein anderes Arbeitsumfeld, als die eigenen vier Wände. Wahrscheinlich ist es auch eine Sache der Gewohnheit.

Für Menschen, die zwar sehr gern im Home-Office arbeiten, sich aber auf Dauer isoliert fühlen, eignet sich deshalb eine Aufteilung der Arbeit sehr gut. So kann beispielsweise von Montag bis Mittwoch in der Firma und Donnerstag und Freitag von zuhause aus gearbeitet werden. Oder umgekehrt. Immer vorausgesetzt, der Arbeitgeber macht mit – klar!

Durch ein solches Modell würde der Draht zu den Kollegen inhouse nicht ganz so arg gekappt und die von Expertin Petra Rohner ins Feld geführten Nachteile lassen sich so ein Stück weit umschiffen.

Home-Office immer auch eine Typ-Frage

Am Ende ist es wohl eine Typ-Frage: Den einen stört es nicht im Geringsten, aus einem Kollegenkreis gänzlich ins Home-Office zu wechseln, während der andere zu dem erwähnten Teilungs-Modell tendiert. Schon immer von Zuhause aus Arbeitenden wird sich die Frage sowieso nicht stellen. Siehe oben. Erfahrungsgemäß vernetzt sich diese Klientel ganz gut, zumeist online. Gerade für Frauen gibt es hierfür im Netz diverse Gruppen, vor allem auf Facebook. Von den Mompreneurs über die Frauen Business Lounge bis hin zu der She preneuer Community gibt es in dem sozialen Netzwerk interessante Gruppen und Communitys für Frauen, in denen auch viele Mitglieder dabei sind, die im Home-Office arbeiten. Hier wird sich untereinander geholfen, mit Tipps versorgt oder auch mal Luft gemacht. Zwar findet alles digital statt, aber nicht wenige Frauen vernetzen sich auch offline, gehen mal einen Kaffee trinken, sehen sich. Eine gute Alternative zu fehlenden Kollegen ist dies gerade für Leute, die es nicht anders kennen, als stets allein zu arbeiten, allemal.

Mann muss es wollen (und mögen)!

Insofern: Es gibt sicher nicht nur DIE negativen oder nur DIE positiven Seiten in Sachen Home-Office. Und es ist garantiert nicht jedermanns Sache, auch klar. Wie bei allem im Leben gilt: Man muss es mögen.

Wer den erwähnten Artikel von Petra Rohner im Original lesen will, hier ist er.

Bildnachweis: pixabay.com

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Kindergeburtstag Tisch

Sackhüpfen, Eierlaufen, Blinde Kuh und Topfschlagen – das dürfte für so ziemlich jede Familie mit Kindern das Programm zum Kindergeburtstag sein, wenn die Kinder noch klein sind. Ein paar Jahre kann man den großen Tag der Kleinen tatsächlich so ausrichten. Gar kein Problem. Doch mit den Jahren verändert sich das. Die Kinder werden älter und spätestens, wenn die erste Einladung von einer Freundin ins Haus flattert, die den Kindergeburtstag außer Haus feiert, ist man damit konfrontiert, dass der eigene Nachwuchs nun auch mal ein anderes Programm fahren will.

Vor dem Kindergeburtstag steht die Recherche

So war es auch bei uns und bedeutete zunächst: recherchieren. Unsere Tochter wurde acht Jahre alt und hatte sich zunächst keinen bestimmten Ort für ihren Kindergeburtstag gewünscht. Sondern überließ es mir zunächst, mich erst einmal umzuschauen, was überhaupt so angeboten wurde. Immerhin waren wir nach all den Jahren des Zuhause-Feierns mit Luftballontanz, Stuhl-Polonaise & Co. in diesem Zusammenhang noch „unbeleckt“.

Ich legte also los mit der Recherche. Und stellte fest: An Angeboten mangelte es nicht. Wir wohnen in der Region Leipzig und da wurde einiges geboten. Die ersten Angebote, die ich meinem Kind zeigte (in der Kreativwerkstatt ein eigenes Kunstwerk basteln oder im Tortenatelier kindgerecht mit einem Profi backen) wurden abgelehnt. Das war wohl noch nicht aufregend genug…!

Andere Möglichkeiten – wie der Kindergeburtstag in einem Irrgarten – waren mir in Sachen Wetter zu heikel. Denn der Kindergeburtstag sollte Mitte September stattfinden, da kann man auf schönes Sommerwetter nicht wirklich mehr setzen, Klimawandel hin oder her.

Irritierendes Angebot in der Badelandschaft

Letztlich blieben das Kino Cinestar und das Heide-Spa. Letzteres ist eine Badelandschaft im Kurort Bad Düben, in der Nähe von Leipzig. Da dieses Spa auch ganzjährig ein Ausflugsfavorit meiner Tochter ist, stand das Bad ganz oben auf der Wunschliste für die Feier mit ihren Freunden. Und weil die Ausrichtung des Kindergeburtstages dort auch angeboten wurde, rief ich da an, nachdem unser Wunschtermin feststand. Am Telefon jedoch erlebte ich dann eine Überraschung. Denn: Obwohl der Kindergeburtstag für drei Stunden mit Animation ausgewiesen war, erfuhr ich, dass die Animation, von der im Angebot die Rede ist, lediglich 20 Minuten umfassen sollte.

Aufgrund dieser Auskunft war der Kindergeburtstag in dieser Location für mich natürlich gestorben. Denn immerhin sollten an die zehn Kinder am Kindergeburtstag teilnehmen, da ist es nicht damit getan, dass der Trupp von drei Stunden Aufenthalt lediglich 20 Minuten animiert wird. Zumal die Offerte tatsächlich so klingt, dass die Kinder während der ganzen Zeit betreut werden. Dem ist aber nicht so. Und auch, dass jede erwachsene Begleitperson für die Kinder voll zahlen muss, ist nicht unbedingt super-kundenfreundlich.

Aber das ist meine persönliche Meinung.

Kein Anschluss unter dieser Nummer im CineStar?

Weiter gehts mit der nächsten Erfahrung: Dem Kino Cinestar Leipzig. Denn das war der nächste Favorit meines Kindes, nachdem wir das Feiern im Heide-Spa als Flop verbucht haben. CineStar ist bekanntlich eine bundesweit tätige Kette und bietet auf ihrer Homepage die Ausrichtung eines Kindergeburtstages an. Auch ein Kalender findet sich auf der Homepage, zum Check des Wunschtermins für den Kindergeburtstag. Dumm nur, dass der von 2016 ist.

Ich schnappte mir also mein Handy, um unseren Wunschtermin in dem Kino persönlich anzufragen. Allein – es ging keiner ans Telefon. Tagelang probierte ich es, sowohl auf der Leipziger Nummer des CineStars, als auch auf der Nummer  in der Hauptzentrale von CineStar in Lübeck. Ohne Erfolg. Nach ein paar Tagen schrieb ich eine E-Mail, allerdings hatten wir da schon eine Alternative für den großen Tag der Kleinen gefunden und ich gebe zu, dass ich beim Verfassen der Zeilen schon gar nicht mehr mit einer Antwort rechnete.

Die kam allerdings tatsächlich. Sogar recht rasch. Und enthielt einige Terminvorschläge. Zwischenzeitlich aber haben wir uns dann doch für eine andere Variante des Feierns entschieden: Eine Schatzsuche mit anschließender Kremserfahrt. Selbst organisiert.

Das ist in der Servicewüste Deutschlands bei solchen Anlässen offenbar die sicherste Variante…!

Bildnachweis: pixabay.com

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