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Zu angestaubt: Ex-IKEA Managerin soll C&A auf Vordermann bringen

Etwas betulich, weit weg von „hip“ und zu angestaubt: So nehmen viele Menschen beim Shopping die Kette C&A wahr. Obgleich in den Innenstädten stets präsent und nie weg gewesen, hat der Bekleidungsriese über die Jahre irgendwie ein seltsames Image bekommen.

Klar – man kauft dort nach wie vor das eine oder andere Unterwäsche-Set oder nimmt Socken für den Partner mit. Doch so richtig gezielt, nach dem Motto: „Jetzt gehe ich bei C&A shoppen“ (so wie es bei Ketten wie ZARA oder H&M der Fall ist), dürften die wenigsten Kurs auf das Kaufhaus nehmen. Eher nimmt man nebenbei eine Bluse oder ein Kleid mit.

Der Kauf bei C&A wird auch schon mal verheimlicht

Das ist der Kette wohl auch selbst bewusst, denn sogar ein Familienmitglied der Brenninkmeijers – der Familie, die hinter C&A steht – wurde im aktuellen SPIEGEL mit der Aussage

„Es geht heute niemand zu seiner Freundin, zeigt ein Teil und sagt, schau, das habe ich bei C&A gekauft(…)Das verheimlicht man doch lieber(…)“

zitiert.

Irgendwie stimmt das, aber irgendwie auch nicht. Denn natürlich geht man beim Stadtbummel auch mal bei C&A rein und natürlich nimmt man sich dort mal eben ein Oberteil oder eine Hose mit. Und wenn die Klamotten toll aussehen, verrät man der Freundin schon, dass das bei C&A gekauft wurde.

Zudem: In Sachen Jeans ist die Kette sogar Marktführer – die günstigen Beinkleider kommen an.

Währenddessen wirken die Filialen selbst allerdings etwas angestaubt – die neue Chefin der Modekette, Giny Boer (59), möchte das ab sofort ändern. Die einstige IKEA-Managerin hat so einiges bei ihrem neuen Arbeitgeber zu monieren und hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg.

Neue Chefin hat klare Vorstellungen, um das Bekleidungshaus moderner zu machen

Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL widmet der Businessfrau in seiner Ausgabe Nummer 25/2022 ein mehrseitiges Porträt und schreibt darüber, wie Frau Boer beispielsweise heftige Kritik am Standort der Socken und Unterhosen übt, die bei C&A seit Ewigkeiten gegenüber der Kasse angeboten werden. Ihrer Meinung nach sollte man dort Herrenanzüge präsentieren.

Die neue Chefin hat zudem ganz klare Vorstellungen, mit welcher Bekleidung sie den Modedampfer in Schräglage wieder auf Kurs bringen will.

Sie hält „Kleidung für jeden Tag“ für das Gebot der Stunde. So wurde die Damenkollektion bereits runderneuert, auffällige Muster und großformatige Drucke durch schlichte, nahezu elegante Töne und Schnitte ersetzt, zum Einsatz kamen viele Naturmaterialien.

Um die neue Strategie publik zu machen und die aktuelle Mode vorzustellen, lässt das Unternehmen auch schon mal bekannte Modeblogger nach Wien einfliegen, um den neuen Stil vorzustellen.

Konzentration auf vorhandenes Kundenklientel ist wichtig

Das alles klingt tatsächlich danach, dass sich C&A mittelfristig in einem ganz neuen Look präsentiert und auch die angebotene Bekleidung moderner und frischer daherkommt.

Ganz ohne Kritik geht es aber auch bei so einer engagierten Managerin wie Giny Boer nicht: Etliche Mitarbeiter befürchten, dass mit dieser Strategie die Stammkunden vertrieben werden und regen an, sich doch auf das Kundenpotential zu konzentrierten, was da ist – und das nicht zu knapp. Immerhin könnte die hipp angehauchte Neuausrichtung das Ziel verfehlen und jene neuen Kunden, die kaufen kommen sollen, bleiben aus.

Doch wie bei allem in der Wirtschaft, bleibt abzuwarten, ob das Make-over der einstigen IKEA-Frau aufgeht oder nicht. Hier kann niemand in der Glaskugel orakeln.

Ob die neue Strategie der Ex-IKEA-Frau aufgeht, bleibt abzuwarten

So oder so: Niemand wird bestreiten können, dass es dem betulichen Modeanbieter sicher guttun wird, etwas frischen Wind in die Bude zu bringen. Wie der auf Dauer daherkommen wird, wird man sehen. Fakt ist: Von dem Konzept der neuen Chefin dürften die Verbraucher erst einmal profitieren – in Form modernerer Klamotten.

Bild: picture alliance / NurPhoto | Jaap Arriens

Quelle: SPIEGEL Nr. 25 / 18.06.2022

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