Mittwoch, 29. Mai, 2024

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Wohnen mit Stil trotz Katzenhaltung – So klappt’s

Katzen sind wunderbare Haustiere, die unser Leben allein mit ihrer Anwesenheit bereichern können. Allerdings stellen sie selbiges auch gern gehörig auf den Kopf. Die Samtpfoten sind bekannt für ihre Unabhängigkeit und ihren Charme, aber auch für ihre Fähigkeit, gelegentlich Chaos und Verwüstung zu stiften. Zudem muss das sorgfältig eingerichtete Zuhause durch einige Möbelstücke und Utensilien ergänzt werden, wenn Katzen einziehen sollen. Kratzbaum, Katzenklo und Co. fügen sich optisch jedoch nicht immer vorteilhaft in die Einrichtung ein. Viele Katzenhalterinnen und –halter verwandeln ihr Zuhause aus Liebe zu ihren Tieren in ein echtes Katzenparadies. Dabei vergessen sie jedoch manchmal, dass auch sie selbst sich wohlfühlen sollen. Stilvolles Wohnen und Katzenhaltung schließen sich nicht gegenseitig aus!

In diesem Artikel finden Sie einige Tipps, wie Ihr Zuhause katzengerecht gestaltet werden kann und dennoch schick und elegant wirkt.

Möbel, die Krallen standhalten

Abgenutzte und beschädigte Möbel sind alles andere als stilvoll, deshalb sollte man immer darauf achten, dass sie gut in Schuss gehalten werden. Katzenkrallen sind jedoch eine große Gefahr für die Einrichtung. Nur zu gern werden Sofa oder Tischbeine als Kratzbaum missbraucht, was unschöne Spuren hinterlassen kann. Gute Erziehung kann das Risiko zwar minimieren, aber nicht ganz ausräumen. Deshalb ist es sinnvoll, von vorneherein auf Möbelstücke zu setzen, die robust sind und sich nicht so schnell zerkratzen lassen. Kunstfasern, ganz besonders Microfaser, sind strapazierfähig und eignen sich dadurch gut für katzenfeste Polstermöbel. Bei engmaschigen Textilien können einzelne Fäden nicht so leicht herausgelöst werden. Außerdem kann es sinnvoll sein, Möbel mit abnehmbaren Bezügen auszuwählen.

Wenn der Bezug in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann er unkompliziert ausgewechselt werden und das Möbelstück sieht wieder aus wie neu. Wer unbedingt Ledermöbel haben möchte, sollte nur Echtleder ins Haus holen. Kunstleder ist viel dünner und kann von Katzenkrallen in kürzester Zeit regelrecht zerfetzt werden. Dickes Echtleder ist deutlich robuster. Mit Lederpflegemittel können leichte Kratzspuren zudem in der Regel gut kaschiert werden. Hartholz ist ebenfalls eine gute Wahl für Möbelstücke, die Katzen ausgesetzt sind. Sie sind widerstandsfähiger als beispielsweise Fichte oder Pinie. Die Hartholzmöbel sollten nach Möglichkeit nicht lackiert werden, sondern geölt oder gewachst. So kann man die Oberflächen einfach abschleifen, wenn die Spuren der Abnutzung zu stark werden.

Dann nur noch erneut ölen beziehungsweise wachsen und Esstisch, Stuhl und Co. können sich wieder sehen lassen. Wer bereits Möbel hat, die krallenempfindlich sind, kann Vorkehrungen treffen. Möbelstücke wie beispielsweise Kommoden können mit kratzfester Folie in Holzoptik beklebt werden, um sie zu schützen. Für Sofas gibt es speziellen Kratzschutz, der an die Lehnen angebracht werden kann.

Für Kratzmöglichkeiten sorgen

Am besten ist es natürlich, wenn die Stubentiger die Möbel gänzlich mit ihren Krallen in Ruhe lassen. Dazu müssen sie attraktivere Möglichkeiten haben, um ihre Krallenpflege zu betreiben. Der klassische Kratzbaum dient dazu, gleich mehrere Katzenbedürfnisse zu befriedigen. Er ist nicht nur zum Kratzen da, sondern dient oft auch zum Klettern, als Schlaf- und Rückzugsort. Allerdings nehmen solche Kratzbäume in der Regel viel Platz ein und können den Look eines Raumes dominieren. Deshalb lohnt es sich, bei Bedarf etwas tiefer in die Tasche zu greifen und ein Modell auszuwählen, dass optisch etwas hermacht und sich in den Einrichtungsstil gut einfügt.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Designer-Kratzbäume, die verhältnismäßig dezent und teilweise sogar richtig edel sind. Außerdem können Kratzbretter oder –matten in neutralen Farben angeboten werden. Diese fallen nicht groß auf, sind aber ideal, um die Krallen zu wetzen.

Tierbedarf in dezenten Farben

Wer im Geschäft für Tierbedarf einkaufen möchte, wird häufig von knallbunten Farben förmlich erschlagen. Was im Laden noch toll aussehen mag, kann Zuhause schnell unruhig und chaotisch wirken. Der Trend geht immer mehr zu dezenten Farbpaletten für zuhause: Weiß, Schwarz, Grau, Beige und Naturtöne. Lustig bedruckte Tierdecken, quietschend bunte Spielzeuge und dergleichen können da zum optischen Störfaktor werden.

Zum Glück ist es Tieren in der Regel egal, ob ihr Bett nun gelb, grün oder grau ist. Deshalb wählen Sie ruhig zurückhaltende Designs, die zu Ihrer Einrichtung passen und sich optisch nicht in den Vordergrund drängen. Online findet man eine große Auswahl an Katzenmöbeln, Accessoires und Spielzeugen, sodass für jeden Geschmack das Passende zu finden sein sollte. So können Sie zum Beispiel gemütliche Katzenbetten online kaufen, die einfarbig und in einem sanften Farbton gehalten sind oder deren Look von Holz und Sisal bestimmt wird, und sich somit gut in einen Raum voller Holzmöbel und Pflanzen einfügt.

Herausforderung Katzenklo

Selbst das Katzenklo kann stilvoll sein. Mittlerweile ist es beliebt, das Katzenklo als Schrank oder Truhe zu tarnen, sodass Unwissende erst bei genauerem Hinsehen entdecken, dass mehr dahintersteckt. Dafür gibt es spezielle Möbelstücke, doch es ist auch möglich, herkömmliche Möbelstücke entsprechend anzupassen. Wichtig ist, dass die Katze jederzeit Zugang zum Katzenklo hat. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Katzenklo inklusive des „Tarnmöbels“ leicht gereinigt werden kann.

Dadurch, dass das Katzenklo nicht offen herumsteht, wird zudem weniger Streu in der Wohnung verteilt und der Geruch breitet sich nicht so schnell aus. Es gibt jedoch auch Katzen, die auf ein offenes Katzenklo bestehen. Dieses kann dann aber ja vielleicht an einer Stelle untergebracht werden, wo es weniger präsent ist.

Sauberkeit

Damit ein Zuhause stilvoll ist, ist Sauberkeit das A und O. Obwohl Katzen reinliche Tiere sind, ist es nicht immer einfach, einen Haushalt mit Stubentigern sauber zu halten. Katzenstreu und Futterbröckchen werden gern verteilt. Und die Haare erst. Überall Haare! Um diese unter Kontrolle zu bringen, lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Tierhaarstaubsaugers. Die gibt es von vielen bekannten Marken, zum Beispiel Miele, AEG oder Dyson. In null Komma nichts lassen sich damit Haare vom Boden entfernen. Für kleine Stellen mit vielen Haaren können auch Tierhaarhandschuhe übergestreift werden, an denen die Haare haften bleiben.

Darüber hinaus gibt es spezielle Wischtücher, die Tierhaare besonders effektiv anziehen. Damit die Katze weniger Haare verliert, kann sie regelmäßig gebürstet werden. Die meisten Katzen mögen diese Pflege gern, sodass die Behandlung zugleich die Bindung stärkt. Generell muss in einem Katzenhaushalt aber mehr und häufiger geputzt werden, als in einem tierfreien Zuhause. Wer es sich leisten kann und selbst eher ein Putzmuffel ist, kann darüber nachdenken, eine Haushaltshilfe oder Putzkraft anzustellen, um sich das Leben zu erleichtern.

Damit das Zuhause trotz tierischem Mitbewohner stilvoll  bleibt, ist es also sinnvoll, vorausschauend zu planen und Möglichkeiten für Schäden und Schmutz zu minimieren. Außerdem sollten die Katzenmöbel sorgfältig ausgewählt werden, damit sie nicht nur den Ansprüchen der Katze gerecht werden, sondern auch den Look der Einrichtung nicht negativ beeinflussen. Zugegeben – es kann trotzdem zu den ein oder anderen unschönen Zwischenfällen kommen. Dennoch können Katzenhaltung und Stilvolles Wohnen erfolgreich miteinander versöhnt werden, sodass die eigenen vier Wände zum Wohlfühlort für Mensch und Tier werden.

Sie überlegen nun, sich Katzen anzuschaffen? Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht darüber, wie es ist, Katzen aus dem Tierheim zu holen.

Bild: stock.adobe.com / BOMB8

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