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Zellweger

Was hat man sich amüsiert vor Jahren – über Renée Zellweger und ihre „Schokolade zum Frühstück“-Komödie! Auch die Anschluss-Movies waren allesamt Publikumsschlager, was natürlich in erster Linie an Hauptdarstellerin Zellweger lag.

Mit der von ihr verkörperten Singlefrau, die mit Übergewicht und für den Mann des Lebens kämpft, konnte man sich seinerzeit nur allzu gut identifizieren. Ging es einem doch selbst so oder ähnlich. Zellweger spielte sich vor allem wegen ihrer Unperfektheit in die Herzen der Zuschauer. Mit nettem Durchnittsgesicht und Bauch-weg-Slip wirkte sie wie die beste Freundin und war schon allein dadurch weit entfernt von der Optik der üblichen Verdächtigen aus Hollywood.

Renée Zellweger war eine von uns!

Sympathisch wirkte auch, dass die Aktrice offenbar kein Problem damit hatte, sich für ihre Rollen etwas Bauchspeck anzufuttern.

Jahrelang kannte man Renée Zellweger mit einem natürlich attraktiven Gesicht und mal mehr und mal weniger schlank. Alles bestens und sympathisch also.

Heute ist davon kaum mehr etwas übrig und wer sich ihre aktuelle Rolle in der Netflix-Serie „What/If“ anschaut, der wird vielleicht sogar erschrecken. Zunächst: im eng anliegenden weißen Kleid und superschlank sieht Zellweger eher aus wie Kim Basinger in Basic-Instinkt. Aber das ist es nicht, was einen erschrecken lässt, wenn man das Bild anschaut. Es ist das Gesicht von Renée Zellweger, das einer eingefrorenen Maske gleicht.

Klar, wir alle werden älter und kein Mensch erwartet, dass die einstige „Schokolade-zum-Frühstück“-Frau heute noch so ausschaut wie seinerzeit im Film an der Seite von Hugh Grant. Aber: jede Wette, dass Zellweger heute OHNE Botox oder chirurgische Eingriffe, die ganz bestimmt zum Einsatz gekommen sind, immer noch supergut ausschauen würde! Sympathisch und mit lebender Mimik.

Ihr Gesicht wirkt wie eine Maske

Davon scheint nichts mehr da. Im Gegenteil: ihr Gesicht wirkt wie eine eingefrorene Maske, die aufpolierte Optik verleiht der Schauspielerin etwas Kaltes und Abstoßendes. Und man fragt sich einmal mehr, warum Darstellerinnen dieses Formats nicht einfach mit dem was sie – ja sowieso schon im Überfluss – haben, zufrieden sind? Ein attraktives Äußeres, Geld, Erfolg – warum es nicht dabei belassen?

Ja klar, das Argument, dass Frauen „beim Film“ „sowas“ eben machen, kommt in solchen Fällen so gut wie immer. Aber warum wird das als normal angesehen? Und warum können die wenigsten erfolgreichen Schauspielerinnen ihr Leben mit ihrer naturgegebenen Optik genießen? Zumal vor dem Hintergrund, dass bereits mehrere Millionen eingespielt sind und FRAU doch auch ein Leben ganz ohne diesen Beauty-Wahn führen könnte? Warum tun die sich das an und lassen für vermeintlich attraktive Rollen ihr Äußeres so immens verunstalten?

Oder nehmen die das gar nicht als verunstaltet wahr? Weil um sie herum sowieso jeder gesichts- und körpertechnisch getunt ist?

Fragen über Fragen….!

Manche Otto-Normalo-Frau wäre froh über diese Optik!

Die wahrscheinlich nur für uns „Otto-Normalo“-Frauen nachvollziehbar sind. Ein Hollywood-Star stellt sich diese offenbar nicht. Geld und Erfolg sind für diese Leute wahrscheinlich so viel wichtiger, als der eigene Köper, das individuelle ICH. Man hat das kürzlich auch bei Sylvie Meis sehen können, die ja noch um einiges jünger ist als Zellweger, aber mit demselben Maskengesicht in der Öffentlichkeit auftauchte.

Schade, dass diese VIP-Frauen offenbar so wenig Selbstvertrauen haben, dass sie ihre naturgegebene Optik – die ja sowohl bei Zellweger als auch bei Meis top gewesen sind! – nicht zu schätzen wissen. So manche „Frau von nebenan“ wäre wohl begeistert, hätte sie das Original-Aussehen von einer der beiden.

Aber nun ja: „Frauen von nebenan“ und VIP-Ladys trennen nun mal Welten. Und Falten.

Bildnachweis: picture alliance/Everett Collection

 

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Ein Gastbeitrag von Daniela. Wenn jetzt wieder die Zeit anbricht, in der vermehrt geschlemmt und genascht wird, wollen etliche Frauen parallel dagegen steuern und sich sportlich betätigen. Da in dieser dunklen Jahreszeit eher die wenigsten Lust auf Sport im Freien haben, liebäugelt man wieder mehr mit einem Fitness-Studio. Doch meist ist ein Training dort nur im Rahmen eines Vertrages möglich, was die viel gestellte Frage aufwirft: „Lohnt sich für mich eine Fitness-Studio-Mitgliedschaft?“

Da ich selbst die eine und die andere Seite kenne – also sowohl „Karteileiche“ war, als auch ein wirklich fast täglich trainierendes Mitglied im Fitness-Studio, möchte ich mir erlauben, hierzu einige Tipps beziehungsweise Erfahrungswerte weiterzugeben. So kann der ein oder andere, der mit einer solchen Fitness-Studio-Mitgliedschaft liebäugelt, vorher vielleicht noch mal abwägen.

Also: mein Erfahrungswert besagt, dass man eine Mitgliedschaft eher einhält, wenn das Fitness-Studio auf ganz kurzen Wegen erreichbar oder total in der Nähe ist. Günstig macht es sich außerdem auch, wenn ein solcher Sport-Tempel auf dem Arbeitsweg liegt.

Beispiel:

Ich wohnte einige Jahre gegenüber eines Fitness-Studios, welches zu einer großen Kette gehörte und mich für eine Mitgliedschaft auf der Straße warb. Ja, das mag sich jetzt absurd anhören und auch ich bin alles andere als jemand, der sich auf offener Straße etwas aufschwatzen lässt, aber damals vergaben die im Rahmen ihrer Neueröffnung Fitness-Studio-Mitgliedschaften für sage und schreibe 39,00 € pro Person im Monat und da das Studio vom Schwimmbad über coole Kurse bis hin zu modernsten Trainingsgeräten wirklich alles aufbot, was man für sein Fitnesstraining braucht, ging ich diese Mitgliedschaft ein.

Ich fuhr wirklich gut damit, denn ich behielt den Preis bis zum Schluss, während später hinzugekommene Mitglieder bis zu fast 100,00 € pro Monat zahlen mussten. Aber das nur am Rande, denn ich wollte ja davon berichten, ob sich diese Mitgliedschaft lohnte.

Antwort: definitiv ja!

Dadurch, dass – wie gesagt – das Studio direkt gegenüber meiner Wohnung lag, ging ich jeden Morgen vor der Arbeit dort schwimmen und etwas an den Geräten trainieren. Es war einfach ein Leichtes, diese sportliche Aktivität in meinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Aufgrund einer Beziehung aber zog ich irgendwann aus diesem Wohnviertel weg und fand mich dann in einer Umgebung wieder, in der nicht ein einziges Fitness-Studio in der Nähe war.

Da ich aber – logisch! – meine antrainierte Figur und Fitness behalten wollte, hielt ich Ausschau nach einem neuen Studio. Ich wurde fündig, allerdings lag der Sport-Tempel weder auf meinem Arbeitsweg, noch wirklich in der Nähe.

Aber das schien mir zunächst egal, denn ich hatte ja ein Auto.

Und so unterschrieb ich auch dort eine Mitgliedschaft. Allerdings mutierte ich – wie oben schon angedeutet – tatsächlich zur Karteileiche, denn: durch die Entfernung des Studios war das Aufsuchen selbiges immer irgendwie mit Umständen verbunden. Der Fahrtweg selbst, die ewig verstopften Straßen, das nervige Hin- und Zurück-Kutschen.

All das kostete Zeit und auch Nerven. Und eine Menge Disziplin, die ich nicht imstande war, an den Tag zu legen, ganz ehrlich!

Oft hielt ich nach der Arbeit erst einmal daheim an, um den Einkauf hoch zu schaffen  (Supermärkte lagen immerhin auf dem Weg von meiner Arbeit nach Hause…) oder um in Ruhe mit einer Freundin zu telefonieren und danach…Nun ja: raffte ich mich häufig nicht mehr zum Sport auf! Obwohl ich meine Sporttasche im Auto deponiert hatte – die kluge Frau baut ja bekanntlich vor!

Allein – es nützte nichts.

Die doch etwas ungünstige Lage des Studios führte dazu, dass ich den Sport dort vernachlässigte und die Lust, ins Fitness-Studio zu gehen, sich recht schnell verflüchtigte.

Ich zahlte meine Mitgliedschaft in dieser Zeit deshalb für umsonst, sprich: für so gut wie nichts.

Okay, es mag Leute geben, die für ihre Fitness-Einheiten bis ans Ende der Welt fahren, aber machen wir uns nichts vor: die Durchschnitts-Frau ist einfach nicht so und verliert bei ungünstigen Umständen schnell mal die Lust am Fitness-Studio.

Wer also mit dem Gedanken spielt, eine Fitness-Studio-Mitgliedschaft einzugehen, sollte genau abwägen, ob sich das lohnt beziehungsweise ob er wirklich bereit ist, das Studio bei Wind und Wetter und auch bei einem längeren Anfahrtsweg aufzusuchen.

Man sollte hier im Vorab wirklich in sich gehen und auch seinen inneren Schweinehund realistisch einschätzen. Sich etwas vorzumachen bringt meist nichts –  höchstens unnötige Kosten.

Wer aber – so wie ich einst – in der Nähe eines Studios wohnt und dieses vielleicht sogar noch fußläufig erreichen kann, muss, sofern er wirklich mit Freude dem Sport frönt, eine feste Fitness-Studio-Mitgliedschaft kaum fürchten!

Hier heißt es dann nur noch: „Sport frei!“

Bildnachweis: pixabay.com

Im Bikini, im Badeanzug, am Pool, am Strand, beim Shoppen und manchmal auch mit dem Partner oder der besten Freundin: viele Frauen inszenieren sich im Web mit Selfies jeglicher Art.

Vor allem viele junge weibliche Zeitgenossinnen – oft auch „Generation Instagram“ genannt – haben kein Problem damit, private Momente aller Welt preiszugeben.

Obwohl: so ganz privat sind diese Momente gar nicht, denn sie werden oft minutiös durchkonzipiert. Das perfekte Selfie ist für viele junge Frauen mittlerweile von hoher Bedeutung.

Aber warum? Immerhin schickt man Aufnahmen von sich ins Web, die so gut wie gar nicht – oder nur schwer – rückgängig zu machen sind, Stichwort: „Das Netz vergisst nichts!“.

Klar, für manche Frauen die als sogenannte Influencerinnen oder Bloggerinnen arbeiten, haben Selfies eine hohe Bedeutung, denn sie gehören meist zur Inszenierung dazu. Zum Beispiel, wenn für Kleidung, Schmuck oder teure Uhren geworben wird, die dann auf den Selfies zu sehen sind.

Längst inszenieren sich nicht nur bekannte Frauen im Web mit Selfies

Aber längst nicht alle weiblichen Web-Userinnen, die sich so privat in der digitalen Öffentlichkeit inszenieren, sind Bloggerinnen oder Influencerinnen und verdienen ihr Geld mit Selfies & Co.

Warum also der Trend zum privaten Seelenstriptease in den Weiten des World Wide Web? Dieser Frage gingen nun auch Wissenschaftler nach und fanden Erstaunliches heraus.

Auf der Website der Saarbrücker Zeitung ist hierzu am 04. November 2018 folgendes zu lesen:

„Provokante Fotos im Bikini, Selfies mit Schmollmund – viele Frauen stellen sich in den sozialen Medien mit aufreizenden Posen zur Schau. Sie tun das jedoch nicht, wie man vermuten könnte, um dem anderen Geschlecht zu gefallen. Forscher der University of New South Wales (UNSW) im australischen Sydney haben herausgefunden, dass Frauen sexy Selfies veröffentlichen, um miteinander zu konkurrieren und ihren sozialen Aufstieg zu beschleunigen.„

Und weiter heißt es:

„Dr. Khandis Blake und ihr Team von der UNSW haben in einer Studie fast 70 000 Beiträge in sozialen Medien aus 113 Ländern untersucht, in deren Beschreibung Wörter wie „sexy“ oder „heiß“ vorkamen. Um die Beweggründe für solche Fotos zu verstehen, wollten die Forscher unter anderem herausfinden, wo die meisten dieser Fotos geschossen werden.

Die Ergebnisse seien eine Überraschung gewesen, erklärt Blake. Nicht dort, wo sie von Männern unterdrückt werden, sondern vor allem in den Ländern, in denen die Gehaltsungleichheit zwischen den Geschlechtern wächst oder bereits besonders hoch ist, veröffentlichen Frauen aufreizende Fotos von sich selbst im Internet.„Frauen tendieren eher dazu, Zeit und Aufwand in sexy Selfies zu investieren, wenn die wirtschaftliche Ungleichheit steigt und nicht in Gesellschaften, in denen Männer mehr Macht besitzen oder die grundsätzliche Ungleichheit der Geschlechter weit verbreitet ist“, sagt Blake. Die Ergebnisse der Forscher seien unabhängig von Faktoren wie Bevölkerungsgröße oder Entwicklungsstand und bestätigten sich in verschiedenen Ländern der Welt. Vielen Menschen werde erst durch wirtschaftliche Unterschiede bewusst, wo sie auf der sozialen Leiter stehen, erklären die australischen Forscher. Verdiene ein anderer mehr als sie, wecke das bei vielen Statusängste und den Wunsch nach mehr Anerkennung, sowohl finanziell als auch sozial. Um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen und sich von Konkurrentinnen abzusetzen, würden Frauen dann häufiger aufreizende Selfies auf Instagram, Twitter und Co. veröffentlichen.“

Aha – die wirtschaftlichen Umstände beziehungsweise der eigene Stand auf der sogenannten sozialen Leiter sollen Gründe dafür sein.

Nun, das könnte tatsächlich auf einige Frauen zutreffen.

Viele Frauen mit hohem Status präsentieren Selfies im Netz

Allerdings inszenieren sich auch gern Promi-Frauen im Netz in Form von Selfies. Von der A-Prominenten über die Fußballfrau bis hin zum weiblichen Z-Promi sind viele Zeitgenossinnen dabei, die sich auf diese Art in Szene setzen. Der gesellschaftliche oder/und finanzielle Status ist hier oftmals mehr als gut aufgestellt, so dass eigentlich die Sehnsucht nach derartiger Anerkennung nicht vorhanden sein dürfte.

Aber vielleicht gibt es ja auch jenseits der Forschungen der Wissenschaftler eine ganz einfache Erklärung für das inflationäre Aufkommen von Selfies?

Dazu reicht dann auch ein Wort aus: Geltungsbedürfnis.

Das muss nicht mal NUR negativ besetzt sein, aber fakt ist, dass, wer sich per Selfie der (Online)Welt präsentiert, definitiv ein gewisses Bedürfnis nach Geltung, einen Drang zur Öffentlichkeit, haben muss.

Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden und solange das Posing für`s ultimative Selfie nicht an irgendeiner Klippe stattfindet, so wie hier,  kann man`s mit dem lässigen Spruch von Friedrich II., dem Großen halten, der da sagte, dass „Jeder nach seiner Facon selig werden solle“.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Bildnachweis: pexels.com

Das ungute Gefühl, ein Kleid oder andere Stücke für die Garderobe zu kaufen, mit deren Erwerb man zu oft Unternehmen unterstützt, die ihre Ware unter fragwürdigen Bedingungen in fernen Ländern produzieren lassen, war der Beweggrund für Kitty aus Leipzig (im Bild), ein eigenes Modelabel zu gründen.

Angelehnt an ihren Namen nennt es sich „Kitty pe“ und besteht bislang aus einem einzigen Kleidungsstück – einem Kleid. Das allerdings hat es in sich und dürfte viele Frauen begeistern. Die Besonderheit an diesem Modell ist eine elegante Schlichtheit, die mit unaufdringlichen Details, die aber doch ins Auge fallen, eine besondere Symbiose eingeht.

Damit ist das „Kitty pe“-Modell vielseitig einsetzbar und kann sowohl tagsüber im Büro als auch abends, wenn gleich nach Dienstschluss eine Vernissage oder ein feierlicher Empfang angesagt ist, getragen werden (siehe Bild unten links).

Kitty selbst setzt hohe Maßstäbe an ihre Kreation, der zeitnah weitere Modelle folgen sollen. Sie lässt ausschließlich in Deutschland produzieren und will somit dem ausufernden Konsum, der tagtäglich mit unzähligen Warenlieferungen an die einschlägig bekannten Bekleidungsketten aufs Neue befeuert wird, etwas entgegensetzen.

Wir haben mit Kitty, die die Arbeit für ihr Label zudem mit familiären Herausforderungen in Einklang bringen muss, gesprochen. 

FB: Kitty, Du hast Dein Label „Kitty pe“ als Quereinsteigerin gegründet. Was waren die Beweggründe?

Ich habe mich durch die Angebote der Modeindustrie leider nie wirklich repräsentiert gefühlt und deshalb vor einigen Jahren angefangen, mir Kleidung nach meinen Entwürfen schneidern zu lassen. Die Reaktionen auf meine Kreationen – insbesondere weil sie nicht freizügig sind – waren aus meinem weiblichen Bekanntenkreis durchweg sehr positiv.

Von da war es nicht weit zum Traum vom eigenen kleinen Modelabel, um andere Frauen an meinen Kreationen teilhaben zu lassen.

Einen großen Anstoß gab der Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesh, der auf tragischste Weise die Zustände in der Textilindustrie öffentlich gemacht hat.

In den folgenden Jahren wurde ja immer klarer, dass ein Großteil der führenden Bekleidungsmarken nicht bereit war, die lange überfälligen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensumstände mitzutragen. Aus einem mulmigen Gefühl beim Kleidung kaufen wurden Bauchschmerzen, deren Konsequenz für mich eine nahezu vollständige Konsumverweigerung war.

Als mein Job bei einer Börse Ende 2017 nach Litauen ausgewandert ist, habe ich die folgende Elternzeit genutzt und bin ins eiskalte Wasser gesprungen.

FB: Deine Kollektion umfasst derzeit ein bestimmtes Kleid-Modell, berichte doch mal, was es damit auf sich hat!

Ich habe natürlich viele Entwürfe in der Schublade die ich sehr gerne umsetzen möchte. Da ich aber alles eigenfinanziere und mich in der Branche erstmal zurecht finden musste, habe ich es langsam angehen lassen und mir dieses Kleid als Anfang ausgesucht, weil ich in dem Bereich den größten Bedarf sehe.

Mit Kara habe ich ein Kleid entworfen das Büro/Business-tauglich ist (bedeckte Schultern und Knie und kein übermäßig tiefer Ausschnitt) und trotzdem nicht langweilig (deshalb der außergewöhnliche Ausschnitt und die recht verspielten Ärmel).

Mit Kara ist Frau immer gut, individuell, bequem und unkompliziert gekleidet, egal ob abends in der Oper, im Büro, auf einem Podium oder zum Einkaufsbummel.

Wenn der Verkauf richtig angelaufen ist werde ich nach und nach weitere Modelle herausbringen. Für nächstes Jahr brennen mir zum Beispiel Maxi-Sommerkleider unter den Nägeln.

FB: In welchen Größen ist das Kleid zu haben?

Die Größen-Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich mag den Gedanken nicht, dass jemand wegen seines Körpers von etwas ausgeschlossen wird oder etwas nicht haben kann. Ich habe dazu in großen Facebook-Gruppen Umfragen gemacht und da kam viel Rückmeldung von Frauen die nicht bei den Standardgrößen 36-42 fündig werden. Deshalb habe ich mich entschieden die Spanne so weit wie möglich zu machen: Kara wird in den Größen 34-50 hergestellt.

Nun gibt es genug Frauen die, wenn sie das Kleid sehen sagen „sowas kann ich nicht tragen wegen diesem oder jenem Röllchen.“

Ich empfehle da unbedingt das Kleid anzuziehen und sich selber ein Bild zu machen, denn dieses Kleid kann jede Frau tragen – die Aussage stammt von mehreren meiner Kundinnen mit sehr unterschiedlichen Größen, was mich sehr glücklich macht.

In der Produktbeschreibung im Shop gibt es auch ein Produktvideo, das Model trägt Größe 42 und man sieht sehr gut, dass alles im Verborgenen bleibt was am Selbstbewusstsein kratzen könnte.

FB: Du hast den Anspruch, Dein Produkt komplett in Deutschland fertigen zu lassen – das ist ja gegenwärtig eine Herausforderung. Was sind hier die größten Hürden? 

Es ist im Grunde gar nicht so schwer, je nachdem was man sucht. Da ich bisher nach Standard-Stoffen wie Jersey in uni-Farben gesucht habe, bin ich bei verschiedenen deutschen Herstellern fündig geworden. Man ist aber in der Auswahl natürlich limitiert, wenn man nicht auf den internationalen Markt zugreifen möchte und die Preise sind völlig anders.

Als Branchenfremde ist es für mich eher eine Herausforderung alle deutschen Hersteller zu finden, die es gibt und dadurch sicherzustellen dass ich Zugriff auf die ganze Bandbreite des Angebotes habe.

Der größte Aspekt bei der Produktion in Deutschland ist aber in jedem Fall der Preis. Es ist mir sehr wichtig zu Preisen zu verkaufen, die für eine möglichst breite Masse erschwinglich sind. Da die Herstellungskosten in Deutschland natürlich verhältnismäßig hoch sind, bedeutet das für mich eine wesentlich kleinere Gewinnmarge, wenn ich den Preis im Rahmen halten möchte.

FB: Die Tatsache, dass viele Modeketten nahezu täglich neue Ware bekommen, wirkt befremdlich auf Dich. Dein Konzept ist ja das komplette Gegenteil. Denkst Du, dass es mittelfristig zu einem Umdenken bei den Verbraucherinnen in Sachen Konsum von Kleidung kommt oder wird auch zukünftig weiter im Überfluss (dazu oft noch im Ausland) produziert?

Ich habe den Eindruck, dass es zumindest teilweise aktuell ein Umdenken gibt, hin zu lokalen Produzenten, Capsule Wardrobe und teilweise sogar ausschließlich Second Hand. Es steigt  allmählich das Bewusstsein dafür, dass das so nicht ewig weitergehen kann und es findet immer mehr Bildung in der Richtung statt.

Es wird aber sicher immer diejenigen geben, denen es wichtig ist, ständig Bewegung in ihrer Garderobe zu haben, der Anteil scheint aber kleiner zu werden. Dass die großen Ketten ihr Verhalten mittelfristig ändern, halte ich für unwahrscheinlich. – Ich hoffe es zwar sehr, weil der Schaden momentan für die Natur enorm ist, aber für den Großteil der Investoren hat die Rendite aktuell noch absolute Priorität.

FB: Du sagst, dass Du Dir – im Hinblick auf Dein Label – so gut wie alles erkämpfen musstest. Was genau war das? 

Ich habe bisher im weitesten Sinne im Kundensupport gearbeitet, musste mir also alles selber aneignen. Es scheiterte teilweise schon daran, dass ich lange nicht das gefunden habe, wonach ich gesucht habe weil ich einfach bestimmte Begriffe nicht kannte und nur durch Zufall drauf gestoßen bin. Dazu kommt die permanente Zeitnot: es verlangt schon sehr viel Willensstärke und Durchhaltevermögen, nicht einfach aufzugeben, wenn immer wieder Dinge, die andere an ein bis zwei Arbeitstagen erledigen, sich bei mir über eine Woche oder länger hinziehen.

FB: Dein Kleid war sogar schon einmal bei SPIEGEL-TV zu sehen.  Wer trug es?

Priska von mamalismus.de schrieb mich morgens ganz spontan an, dass sie abends evtl. bei Spiegel-TV ist und mit ihrer Garderobe nicht 100% zufrieden ist. Nachdem die Bestätigung kam, dass sie teilnimmt, habe ich ihr in einer ganz spontanen Aktion ein Kleid zukommen lassen und los ging es für sie ins Studio. Das ist schon sehr spannend, wenn man etwas, was man selbst entworfen hat, in einer national bekannten Live-Sendung sitzen sieht.

FB: Was sagen Deine Kundinnen über das Kleid, wie kommt es an?  

Von allen Frauen die es besitzen, habe ich einstimmig die Rückmeldung bekommen, dass es sehr figurschmeichelnd ist und der Stoff sehr schön fällt und sich toll anfühlt. Der Ausschnitt kommt natürlich auch immer sehr gut an.

Bis jetzt ist es bei allen – vor allem auch weil es vielfältig einsetzbar ist – durchweg ein Lieblingsteil geworden was mich natürlich sehr stolz macht.

FB: Du bist auch Mama eines zweijährigen Sohnes. Als Familie steht ihr derzeit vor der Herausforderung, die Genesung Deines Mannes von einer schweren Krankheit zu begleiten. Wie sieht momentan Dein Alltag in dieser Situation aus?

Ich habe mich in den letzten zwei Jahren zum größten Teil alleine um unseren Sohn und das gesamte Leben unserer Familie, inklusive Umzug, gekümmert.

Jetzt wird mein Mann langsam wieder kräftiger und kann mit unserem Sohn auch alleine rausgehen, sodass ich etwas mehr Zeit für Erledigungen habe. Den Haushalt mache aber zum absolut überwiegenden Teil nach wie vor ich, so dass ich mich um kitty pe kümmere, wenn unser Sohn schläft. Das wird abends auch gerne mal 22:00 Uhr bis ich den Laptop aufklappen und anfangen kann.

Aber mit viel Geduld und kleinen Tageszielen ist es machbar. Sozialleben und Freizeitaktivitäten liegen seit zwei Jahren auf Eis, das wird sich jetzt aber auch ganz langsam wieder ändern. 

FB: Wie gestaltet sich ein ganz normaler Tag bei Dir? 

Ich mache mich und den Kleinen fertig für den Tag, richte das Frühstück und wir frühstücken als Familie. Danach geht es entweder raus in den Garten, zum Spielplatz oder einkaufen, oder ich mache Haushalt und meistens das Mittagessen.

Nach dem Essen schnappen wir uns den Kinderwagen und gehen spazieren, das ist dann auch gleich der Anfang des Mittagschlafes.

Sobald unser Sohn dann schläft, geht es ganz zügig nach Hause und ich habe ein bis eineinhalb Stunden Freizeit, die ich entweder nutze, um etwas im Haushalt zu machen oder um mich mit kitty pe zu beschäftigen (z. B. für dieses Interview).

Wenn Sohnemann wieder wach ist, gibt es für ihn noch Programm bis zum Abendessen und dann bringe ich ihn ins Bett. Wenn er dann gegen 21. 30 Uhr schläft, habe ich wieder Freizeit um alles zu machen was so liegen geblieben ist. Das Licht geht selten vor 1.00 Uhr aus.

Der aufmerksamen Leserin wird aufgefallen sein, dass unser Sohn nicht in den Kindergarten geht. Das ist zum Teil der Tatsache geschuldet, dass die Gefahr, sich zum Beispiel mit Kinderkrankheiten anzustecken, aktuell ein viel zu hohes Risiko für meinen Mann ist, da sein Immunsystem sich nach der Stammzellentransplantation erst wieder aufbauen muss und er momentan keinerlei Impfschutz hat. Sein Immunsystem ist im Prinzip das eines Neugeborenen.

FB: Da Du mit Deinem Label noch am Anfang stehst, wirst Du sicherlich schon weitere Schritte geplant haben. Was steht in den kommenden Monaten auf dem Programm – kannst Du schon aus dem Nähkästchen plaudern?

Zunächst einmal gibt es noch die ein oder andere Bloggerin, die das Kleid mal unter die Lupe nehmen und darüber schreiben wird und dann würde ich natürlich liebend gerne neue Modelle rausbringen – das hängt aber von den Verkaufszahlen ab. Für nächsten Sommer plane ich zum Beispiel zwei richtig lange Maxikleider ohne Schlitz und ähnliche Dinge, einfach nur ganz elegante, richtig lange, fließende Kleider.

Davor würde ich für den Frühling gerne noch einen Rock und ein bis zwei Oberteile in den Shop bringen.

Mehr Details und Infos zu dem Label finden Sie hier.

Bildnachweis: kitty pe

Lästerzunge, Satirikerin und Skandalnudel – Désirée Nick ist von allem etwas. Die mittlerweile 62jährige hat sich noch nie was daraus gemacht, was andere über sie denken und sagt ihre Meinung rundheraus.

Vielen Frauen dürfte sie ziemlich sympathisch sein – trotz ihrer manchmal etwas überkandidelten Erscheinung. Wer die Nick aber je auf der Bühne erlebte und perfekte Spitzen über das Verhältnis zwischen Männer und Frauen – ein Lieblingsthma der Unterhaltungskünstlerin – zu hören bekam, der wird vieles aus seinem Leben in den überspitzten Aussagen von Désirée Nick wiedererkennen.

Insofern verwundert es nicht, dass auch in Nicks aktuellem Buch „NEIN ist das neue Ja“ ziemlich viele Tipps stehen, die sich im Großen und Ganzen an die ganz normale Frau von nebenan richten.

Von Dating über Männer bis hin zum digitalen Alltag ist alles dabei und es klingt ziemlich nah dran am echten Leben. Kein Wunder: immerhin bringt die Autorin viele Jahrzehnte satte Lebenserfahrung mit! Auch ein Punkt, in dem sich viele Frauen der Generation 40plus wiederfinden dürften – Single-Ladies ebenso wie verheiratete Frauen.

Einem Bericht auf stern.de zufolge sind es diese Tipps, die wie ein authentischer Appell seitens der Nick an die Frauen wirken.

Damit dürfte sie ihre Leserinnen nicht nur breit erreichen, sondern auch begeistern – selbst die inflationären Instagram-Selbstdarstellerinnen bekommen ihr Fett weg.

Die besagten Tipps lauten:

  1. „Nein zum Verstecken!“,
  2. „Nein zu einem Mann, bloß um (irgend-)einen Mann zu haben!“,
  3. „Nein zu Sex ohne Liebe“,
  4. „Nein zu Schönheits-OPs!“,
  5. „Nein zum Sex mit dem Ex!“,
  6. „Nein zu verheiraten Männern!“,
  7. „Nein zu Tinder-Dates!“,
  8. „Nein zu Likes!“,
  9. „Nein zu Altlasten!“,
  10. „Nein zu Instabitches!“.

Sicher: nicht jeder weibliche Nick-Fan wird sich mit jedem dieser Ratschläge identifizieren können, aber: wer hat nicht schon (s)eine Affäre mit dem verheirateten Mann oder den One-Night-Stand ohne Liebe verflucht beziehungsweise sich darüber geärgert, wertvolle Lebenszeit und Energie in sinnlose Internet-Dates gesteckt zu haben?!

Eben… Insofern dürfte die eine oder andere Nicksche Lebens- und Alltagsweisheit wohl auch auf viele „Otto-Normalo“-Frauen zutreffen und es lohnt sich, mal in den  erwähnten Bericht auf stern.de reinzuklicken oder auch einen Blick in das neue Werk der Kabarettistin zu werfen – hier erfährt man jeweils mehr zu den aufgezählten Ratschlägen.

So oder so: amüsant zu lesen ist ein Buch von Désirée Nick allemal, zumal jetzt im Herbst, wo es nichts Schöneres gibt, als sich mit Büchern für die dunkle Jahreszeit einzudecken und dem gedruckten Wort gemütlich auf der Couch oder im Ohrensessel zu frönen!

Und – wer weiß! – vielleicht erweist sich ja der eine oder andere Tipp der Künstlerin im kommenden Frühjahr, wenn Flirt- oder Ex-Partner wieder ein Thema sind, als ganz brauchbar?!

Bildnachweis: picture alliance/rtn – radio tele nord

Pleite, Liebeskummer oder Job weg – wer als Frau in einer solchen Situation steckt, der dürfte in den meisten Fällen erstmal die Nummer der besten Freundin (oder einer guten Freundin) anwählen. Freundinnen sind in solchen Fällen sofort zur Stelle, geben Lebenshilfe aus dem Stand heraus – ganz gleich, ob persönlich oder erstmal nur am Telefon.

Ihr Trost und ihre Ratschläge, wie es nun weitergehen soll, machen zumeist jedem Coach oder auch Psychologen alle Ehre! Meist nimmt man das im Alltag aber eher nicht so wahr, weil sie eben da ist, wenn es heißt: „Land unter!“: die gute Freundin.

Da glüht schon mal eine Standleitung via Telefon, hockt man stundenlang zusammen, wird umarmt und getröstet, wenn Tränen fließen.

Das kennt wahrscheinlich jede Frau, die das Glück hat, einen oder mehrerer solcher wunderbaren Menschen in ihrem Umfeld zu haben.

Was hier im Rahmen der Freundschaft oftmals geleistet wird, ist in der Tat immens!

Zeit, Energie, Lebenshilfe – eigentlich all das, was professionelle Anbieter im Rahmen ihrer Tätigkeiten kostenpflichtig anbieten, bekommt, wer mit einer guten Freundschaft gesegnet ist, umsonst.

Andererseits: die meisten Frauen, die eine solche Anteilnahme durch die Freundin erfahren, geben selbige auch wieder zurück, wenn irgendwann die Freundin in einer schlechten seelischen Verfassung ist – unter Frauen ist das Ehrensache!

Die meisten von uns werden es wohl schon mehr als einmal erlebt haben, dass das Telefon ging und die (beste) Freundin atemlos durch den Hörer gab, was ihr widerfahren ist.

Das kann im schlimmsten Fall auch eine Fehlgeburt oder eine Krebsdiagnose sein – Ereignisse also, gegen die der Liebeskummer wegen dem frisch kennengelernten Typ aus der Singlebörse nur lari-fari ist.

Auch bei solchen Tragödien können die meisten Frauen darauf zählen, dass die Freundin sie nur kurze Zeit später in die Arme schließt.

Aber – um auf die Frage der Überschrift zurückzukommen: Wieviel Coach steckt denn nun eigentlich in der energie- und kraftspendenden Freundin, die in Krisensituationen da ist?

Am besten schaut man sich zunächst einmal die Leistung an, die ein professioneller Coach für Lebenshilfe anbietet. Per Google werden erwartungsgemäß unzählige Treffer ausgespuckt, wir haben uns mal einen unter den ersten Treffern der Suchanfrage herausgepickt – einen Coach für mehr oder weniger allgemeine Lebenshilfe, ein Mann.

Mit seinem Leistungsspektrum offeriert er – kurz und knapp zusammengefasst – folgendes:

  • Problemanalyse,
  • Methodisches Vorgehen zur Problemlösung,
  • Klarer Blick auf die aktuelle Lebenssituation,
  • Beistand in der Entscheidungsfindung,
  • Motivation in der Umsetzung.

Schaut man sich diese Punkte an, wird man gar nicht so viele gravierende Unterschiede zum Freundinnen-Beistand in tiefen Lebenskrisen finden.

Natürlich soll hier keineswegs das Können und das Know-How erfahrener Coaches oder Psychologen in Abrede gestellt werden. Aber – um die Eingangsfrage abschließend zu beantworten: die Ratschläge der Freundin, ihr Beistand, ihre Unterstützung und ihre enge Begleitung auf dem Weg der Problemlösung – da steckt definitiv einiges von dem drin, was andernorts als kostenpflichtige Leistung angeboten wird.

Deshalb ist es wohl der Joker im Leben, eine oder mehrere gute Freundinnen an seiner Seite zu haben und damit die Gewissheit, beim nächsten Faustschlag, den das Leben verpasst, nicht ganz allein da zu stehen.

Diese schöne Gewissheit – und das soll die Kernaussage unseres Artikels sein – sollte man sich von Zeit zu Zeit immer mal ins Gedächtnis rufen und die liebe Freundin im Alltag lieber einmal mehr als einmal zu wenig verwöhnen. Mal eben ihren Lieblingskuchen vorbeibringen, von unterwegs – auch wenn man nur in heimischen Gefilden seiner Wege geht – mal eine schöne Karte mit einem schönen Zitat, das Wertschätzung ihr Gegenüber zum Ausdruck bringt, schreiben, mal großzügig für sie kochen und, und, und….

All diese Kleinigkeiten – ja! – sie erhalten die Freundschaft. Und: es müssen mitnichten immer Geschenke sein! Kleine Aufheiterungen und Freuden im Alltag, die durch Gesten denn durch Konsum punkten, das hat was.

Und: sie weiß es zu schätzen! Ganz sicher!

Bildnachhweis: pexels.com

Da bricht mir schon der kalte Schweiß aus, wenn ich nur daran denke“ – diesen Satz hört oder liest man oft, wenn es darum geht, dass Frauen auf Partys oder Veranstaltungen eingeladen sind, auf denen es definitiv zu Smalltalk kommt.

Viele schreckt diese leichte Art der Kommunikation ab, so manche weiß nicht, welches Thema er mit – zumeist – fremden Leuten auf einer Veranstaltung anschneiden soll.

Dabei ist Smalltalk freilich kein Hexenwerk und wenn das Eis erst mal gebrochen ist, plaudert es sich locker und leicht auch mit Menschen, die man eine Stunde zuvor noch gar nicht kannte. Das kann eine sehr bereichernde Erfahrung sein und vor allem auch eine lukrative – denn gerade Leute, die beruflich von Kontakten leben, können mit Smalltalk viel erreichen.

Ich selbst wage zu behaupten, Smalltalk ganz gut zu beherrschen – allerdings hatte auch ich anfangs so meine Ängste und war vor allem dann nervös, wenn ich alleine auf einen Event ging.

Allerdings ließ sich das seinerzeit nicht verhindern, da ich einst in eine Stadt zog, in die es mich beruflich verschlagen hatte und in der ich niemanden kannte. Zudem war ich damals Single.

Um überhaupt Leute kennenzulernen, musste ich mir was einfallen lassen (hierfür das Internet zu nutzen, war zu dieser Zeit noch keine wirkliche Option, es war das Zeitalter der knirschenden Modems und das Surfen war alles andere als komfortabel).

Zum Trainieren: Vernissagen besuchen!

Da auch ich wahnsinnigen Respekt vor gekonntem Smalltalk hatte und nicht wirklich wusste, wie ich auf einer Veranstaltung mit wildfremden Leuten in Kontakt kommen soll, suchte ich mir eine Art der Freizeitgestaltung heraus, die einen „Alles-kann-nichts-muss“-Aspekt hatte: ich besuchte Vernissagen.

Diese sind in vielen Städten öffentlich zugänglich, so dass man zur angegebenen Zeit einfach nur in der jeweiligen Galerie erscheinen muss.

„Sollte ich mit keinem ins Gespräch kommen, so kann ich mir immer noch die Bilder angucken“ – redete ich mir selbst Mut zu. Und tatsächlich: es klappte! Ich musste so gut wie keinen Augenblick meinen Blick an Bildern festeisen, nein – ich kam wie von selbst mit anderen Besuchern ins Gespräch.

Ein freundliches Grüßen, ein kleines Lächeln – mehr brauchte es meinerseits nicht, um relativ rasch mit den anderen Gästen zu kommunizieren.

Deshalb kann ich allen Leuten, für die Smalltalk (noch) Horror ist, raten, auf diese Art und Weise die Kunst der leichten Unterhaltung einmal auszuprobieren. Wie gesagt: wenn gar nichts geht, schnappen Sie sich ein Glas Sekt und schauen sich die Bilder an. Und gehen wieder!

Allerdings dürfte es fraglich sein, dass der Abend für Sie so endet. Ich für meinen Teil hatte damals – an meinem Smalltalk-Auftakt-Abend – am Ende der Veranstaltung eine ganze Menge neuer Visitenkarten in meiner Handtasche und zusätzlich sogar noch ein, zwei weitere Einladungen zu anderen Veranstaltungen.

Aber weiter in den Empfehlungen, die ich Ihnen fürs Gespräch ohne Tiefgang an die Hand geben möchte.

Keine Angst vor Smalltalk bei Stehempfängen!

Wenn Sie in die Situation kommen, geschäftlich eine Veranstaltung besuchen zu müssen, bei der es – wie es zumeist üblich ist – im Vorhinein einen Stehempfang gibt, dann seien Sie unbesorgt!

Sie können hier sowohl einen Stehtisch ansteuern, an dem noch niemand steht oder aber direkt einen Tisch ins Visier nehmen, an dem schon andere Gäste stehen und an den sie sich dazu gesellen wollen.

Bleiben wir erstmal bei der erstgenannten Variante: an einem Stehtisch, an dem sie als Erste alleine stehen, bleiben Sie nicht lange allein – versprochen! Und das Beste: der- oder diejenige, der oder die sich zu Ihnen gesellt, wird als Einstieg mit Smalltalk beginnen! Sie sind also fein raus und müssen nur noch eines tun: in die Unterhaltung mit einsteigen (ich stand einmal bei einer Veranstaltung alleine am Stehtisch und der Sänger der Gruppe Die Prinzen gesellte sich dazu mit den Worten „Sie stehen hier noch allein, da komme ich doch mal zu Ihnen“).

Also: die Leute, die dazu kommen, werden aktiv. Ebenso wird es mit anderen Leuten, die sich weiterhin dazu gesellen, laufen.

Sind Sie gezwungen, sich an einen Stehtisch zu begeben, an dem schon andere stehen – zum Beispiel, weil kein einzelner, freier Stehtisch mehr verfügbar ist – dann braucht es eine andere Strategie.

Aber – keine Sorge! Alles keine Kunst…

Nehmen wir an, es handelt sich um einen Stehtisch, an dem zwei Personen stehen. Diese können sich kennen, das muss aber nicht sein. Ihnen kann`s egal sein, denn für Sie macht es in Sachen Smalltalk keinen Unterschied, in welchem Bezug diese Leute zueinander stehen und ob überhaupt. Begeben Sie sich einfach auch an diesen Stehtisch und grüßen Sie nett.

Man wird zurückgrüßen – logisch.

Danach warten Sie einfach ab, denn ein Gespräch wird sich ganz sicher ergeben. Man wird sie in das Gespräch mit einbeziehen. Entpuppen sich die anderen zwei Personen als Gäste, die nicht miteinander bekannt und vielleicht alle beide Small-Talk-Muffel sind, nun: dann beginnen Sie doch ganz einfach ein Gespräch.

Es darf belanglos sein

Keine Angst – tiefgründiges Reden ist hier nicht angesagt! Irgendwas Belangloses reicht vollkommen! Zum Beispiel können Sie sich zu der Location, in der die Veranstaltung stattfindet, äußern.

Zum Beispiel so: „Das ist ja eine tolle Architektur hier“

Oder sie lassen eine Bemerkung über die Häppchen und das Catering vor Ort fallen, beispielsweise diese hier: „Sehr ansprechend gemacht und wirklich lecker“.

Auch eine leichte Bemerkung zum Inhalt der Veranstaltung kommt meist gut an. Diese könnte lauten: „Auf das Programm kann man ja gespannt sein, es klingt ziemlich vielversprechend“.

Ganz gleich, wie Sie das Gespräch beginnen – meist werden die anderen Personen am Stehtisch hierzu ebenso ein Feedback geben und schon ist man mittendrin in – zumeist – interessanten Gesprächen.

Wenn gar nichts geht: Wetter geht immer!

Probieren Sie es ruhig einmal aus und, wie schon erwähnt, alle vorgenannten Tipps sind von mir selbst erprobt und somit wirklich alltagstauglich.

Führen Sie sich bitte immer wieder vor Augen, das Smalltalk alles ist – aber bestimmt kein Hexenwerk!

Und noch was: falls Sie Sorge haben, dass all` diese Tipps Sie im Fall des Falles noch immer überfordern, dann ziehen Sie den Klassiker-Joker: plaudern Sie über`s Wetter!

Funktioniert auch und das ziemlich gut!

Und: all diese Tipps gelten natürlich auch, wenn Sie auf Veranstaltungen gehen, bei der von Anfang an alle sitzen (beispielsweise beim Ladies Lunch, Ladies Dinner usw.).

Und jetzt drücke ich Ihnen alle Daumen und sage: toi, toi, toi!

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Man möchte meinen, die Zeiten seien vorbei, in denen man Verbrauchern obskure Produkte in Sachen Diät und Gesundheit verkaufen konnte. Immerhin sind die Themen ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise in den letzten Jahren eingehend behandelt und – vor allem – weibliche Verbraucher sensibilisiert worden. Ganze Abfolgen von Fernsehdokumentationen haben sich beispielsweise mit fragwürdigen Schlankheitsdrinks in Form von Pulvern oder „Wunderpillen“ zum Abnehmen beschäftigt.

Meist kam heraus, dass nicht nur die Produkte nichts nützen, sondern hinter den Angeboten oft auch unseriöse Geschäftemacher stecken.

Wer je eine Diät durchführte, bei der er sich Getränke anrühren musste, die so schmecken, wie man sich Tapetenkleister im Mund vorstellt, weiß sicher, wovon die Rede ist. Ebenso dürften Leute, die auf Werbung für Abnehmkapseln in billigen Fernsehzeitschriften hereingefallen sind, ihre Erfahrungen gemacht haben und die Finger von solchen Produkten lassen.

Auch dürften mittlerweile unzählige Frauen über die wöchentlich angepriesenen Blitz-Diäten in einschlägigen Frauenzeitschriften nur noch müde lächeln und diese Tipps einfach überblättern, sofern sie diese Medien, in denen es von schlanken, in Designerkleidung gehüllten, Frauen nur so wimmelt, überhaupt noch konsumieren.

Vor diesem Hintergrund verwundert es deshalb sehr, dass aktuell wieder Produkte zum Lifestyle erhoben werden, die mehr als fragwürdig rüber kommen. Vor allem die, die Abnehmen in Windeseile versprechen.

Selbst in einer Start-up-Doku werden Kapseln angepriesen, die Leuten, die wenig Schlaf bekommen, einen Ausgeich für kurze Nächte per Pille verschaffen sollen.

Wie leichtsinnig es ist, diese Produkte in einer Art Lifestyle-Hype zu feiern, hat wird in einem aufschlussreichen Beitrag zu diesem Thema ausführlich dargestellt, bitte lesen Sie hier weiter.

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Handgemachtes liegt im Trend – immer mehr Menschen ziehen ein außergewöhnliches Produkt, das in Handarbeit und nur in kleinen Stückzahlen hergestellt wurde, den Massenartikeln in den Regalen der Kaufhäuser, Handelsketten oder Innenstadtläden vor. Dass viele Leute hierzulande handgemachte Artikel (neu) für sich entdecken, ist nicht zu übersehen:

Kreativmärkte haben Hochkonjunktur, in vielen Städten entstehen ganze Straßenviertel, in denen kreativ Begabte wirken und ihre Produkte anbieten, Zeitschriften, die mit ausgefallenen Bastelideen aufwarten, ziehen interessierte Leser an und nicht zuletzt das Internet hat sich als ein riesiger Marktplatz für ausgefallene Produkte entwickelt.

Sowohl für sich selbst als auch als Geschenk greifen immer mehr Verbraucher eher zu dem mit Liebe gefertigten, ausgefallenen Produkt als zum  Allerweltsartikel aus der Massenproduktion.

Hinter vielen dieser einzigartigen Stücke stehen Frauen. Kreative Frauen, die sich der Schaffung handgemachter Artikel mit Liebe und Hingabe widmen und so ihre jeweilige Zielgruppe begeistern. Drei solcher Frauen stellen wir Ihnen hier vor – erfahren Sie mehr über deren Freude am ideenreichen Schaffen und über ihre originellen Produkte!

Katrin Marschner: Kunstwerke aus filigraner Papiertechnik zum Verschenken & selbst basteln

Kreativität spielte im Leben von Katrin Marschner (links im Bild) schon immer eine große Rolle. Bereits als Kind beschäftigte sich die gelernte Floristin leidenschaftlich mit Basteln, Malen und Tüfteln.

Was spielerisch begann, ist zum Lebensinhalt der sympathischen Leipzigerin geworden: unter ihrem eigenen Label Kamary-Gallery kreiert sie mittels einer filigranen Papier-Falt-Technik einzigartige Collagen und Bilder. Eine Vielzahl der Motive ist als Bastel-Set erhältlich.

Dass die handgemachten Papierkunstwerke mit Liebe gemacht sind, sieht man ihnen an. Dies spüren auch die Kunden, wenn sie Katrin Marschner auf Kreativmärkten, auf denen sie ihre Kunstwerke verkauft, treffen. Mittlerweile hat das Label Kamary-Gallery eine große Fangemeinde – Tendenz steigend. Die Leipzigerin möchte mit ihren kreativen Produkten auch Menschen erreichen, die (noch) keine Hobby-Bastler sind. Und: sie möchte für den Entspannungsfaktor beim Basteln werben. Sich auf eine Sache ganz und gar zu konzentrieren und den Alltagstrott komplett auszublenden – das ist beim Basteln möglich. Für Katrin Marschner selbst hat das Basteln zudem eine ganz persönliche Bedeutung, holte diese schöpferische Beschäftigung sie doch einst aus einer Depressionsphase heraus.

Für den heimischen Bastelspaß ihrer Kunden gestaltet Frau Marschner ihre Basteln-nach-Zahlen-Sets (siehe Bild) so einfach, dass sich ein 8jähriges Kind an die außergewöhnliche Papierfalttechnik ebenso heranwagen kann, wie eine 80jährige Seniorin. Das kommt gut an und lässt Katrin Marschner zu der Überzeugung gelangen, dass das Basteln wohl nie aus der Mode kommen wird.

Ihre Kunstwerke sind online zu erwerben, ebenso wie die verschiedenen Bastel-Sets. Stöbern Sie doch einfach mal durch den Online-Shop von Kamary-Gallery und tauchen Sie ein in die Welt der filigranen Papier-Falt-Technik!  Vielleicht entdecken ja auch Sie den hohen Entspannungsfaktor des Bastelns bald schon für sich!

Outfits individuell aufpeppen – Catharina Frenzkes Aufnäher sind gefragt!

Aufnäher, die lediglich dazu dienen, kaputte Kleidung zu flicken? Das war einmal! Heute sind die simplen Stoffstücke fast schon Kult und für viele Menschen von ihren Outfits nicht mehr wegzudenken. Entsprechend groß, kreativ und vielfältig ist die Auswahl der unterschiedlichsten Aufnäher. Dass das so ist, liegt auch an Menschen wie Catharina Frenzke (im Bild), deren Herz für solche Stoffkreationen schlägt. Und weil das so ist, stellt die sympathische Frau aus Cottbus diese begehrten Teile unter ihrem Label „Stickstübchen“ her. Vorgezeichnet allerdings war dieser Weg nicht ganz.

Catharina Frenzke, die früher auch Bilder malte, wollte während ihres BWL-Studiums lediglich etwas Kreatives machen und kaufte sich kurzerhand eine Stickmaschine und legte los. Zupass kam ihr, dass seinerzeit schon Portale wie Dawanda am Markt waren und die individuellen Aufnäher unkompliziert präsentiert werden konnten. Was klein begann, hat Catharina Frenzke inzwischen adäquat etabliert – inzwischen zählt sie viele Unternehmen und Vereine zu ihren Kunden. Die haben naturgemäß viel zu besticken, das individuelle Firmenlogo ist genauso gewünscht wie das traditionelle Vereinswappen, so dass die leidenschaftliche Stickerin gut zu tun hat.

Catharina Frenzke arbeitet sowohl von daheim aus, als auch in einem Ladengeschäft, in das vor allem Privatkunden mit Stickaufträgen kommen. Die Wunschpalette ist groß – personalisierte Stickereien auf Handtüchern oder ein besticktes Präsent anlässlich einer Geburt sind beispielsweise sehr gefragt. Firmenkunden hingegen beauftragen die kreative Geschäftsfrau oftmals mit großen Aufträgen, das „Stickstübchen“ wird hier zumeist via Mundpropaganda weiter empfohlen.

Dass dabei die Palette der unterschiedlichsten Aufnäher für Privatkunden nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst. „Der Trend mit Aufnähern boomt“ spricht die „Stickstübchen“-Inhaberin aus Erfahrung. Und liefert die Antwort gleich dazu: „Die Leute wollen ihre Kleidung damit aufpeppen“ (siehe Bild). Das glaubt man sofort! Denn obwohl die Auswahl an Bekleidung in den Läden und Kaufhäusern riesig ist, ist das vielen Individualisten zu eintönig. Wirklich individuell wird`s modisch eben nur, wenn man sich mit dem eigenen Stil abhebt.

Die pfiffigen Aufnäher von Catharina Frenzke sind hierfür ideal! Und das für Groß und Klein. Stöbern Sie einfach mal rein ins „Stickstübchen“ – die (werdende) Mama wird hier genauso fündig, wie die Romantikerin im Teeniealter oder der Liebhaber frischer Meeresbrisen. Dass Catharina Frenzke nämlich ein großer Fan der Ostsee – speziell des zauberhaften Darß-Örtchens Zingst – ist, geht aus vielen Motiven ihrer Aufnäher hervor. Matrosen, Boote und Anker als ausgefallene Stoffkreation machen Lust auf den nächsten Urlaub in der Kult-Region. Vielleicht wandert ja auch bei Ihnen bald ein maritim aufgepepptes Lieblingsteil in den Ferien-Koffer?

Marion Lönnig – unter ihren Händen werden Tontöpfe zu ausgefallenen Design-Unikaten!

Wer einen Blick in Malös Dekoparadies wirft, wird schnell feststellen, dass hier die unterschiedlichsten Tontöpfe eine Rolle spielen. Und zwar auf eine so kreative Weise umgestaltet, dass die sonst eher praktischen Behältnisse schon echte Designerstücke sind.

Kaum jemand wird ahnen, dass es diese ausgefallenen Kreationen nur gibt, weil Marion Lönnig (im Bild) einst ein solcher Blumentopf herunterfiel und auf eine Art zerbrach, die zuließ, dass man daraus noch etwas machen konnte. Gesagt – getan: die kreative Frau lackierte das gute Stück, brachte eine Verzierung an und fertig war der einzigartige Blickfang, den es so nirgends zu kaufen gab. Kurze Zeit später schon fertige Marion Lönnig solche Töpfe für begeisterte Freunde an und so kam eines zum anderen. Heute kann, wer in Malös Dekoparadies stöbert, zwischen einer vielfältigen Auswahl unterschiedlich gestalteter Tontöpfe wählen. Die gefragten Unikate werden auch als Auftragsarbeit gestaltet. So stellte Marion Lönnig zum Beispiel einen Tontopf mit dem Bild einer verstorbenen Katze her. Deren Besitzerin hat so eine wunderschöne Erinnerung an das einstige kuschelige Familienmitglied.

Selbstverständlich gibt es die ausgefallenen Dekotöpfe mit den unterschiedlichsten Motiven. Hierfür hat Marion Lönnig ein ganzes Jahr lang mit den verschiedensten Schablonen experimentiert. Herausgekommen sind Motive unterschiedlichster Couleur: romantisch, verspielt, blumig. Auch Hochzeits – und Babyfotos sind hier sehr gefragt, die meisten Kunden kommen durch Mundpropaganda. Erst kürzlich gestaltete Dekofee Marion eine Tischdekoration zum 50. Geburtstag eines Mannes – mit dem Kinderfoto des Jubilars. Eine Sonderanfertigung, wie so oft. Sehr gefragt sind – vor allem bei Kindern – auch die Nachtlichter aus Tontopf (siehe Bild). Sie eignen sich für die Dekoration des Zimmers des eigenen Nachwuchses ebenso wie als ausgefallenes Geschenk für die Freundin oder Kollegin, die gerade Mama geworden ist.

Inzwischen bestellen auch Vereine bei Marion Lönnig. Neben den Tontöpfen, die – weihnachtlich gestaltet – vor allem für Weihnachtsfeiern als Tischdeko bestellt werden, sind auch Schlüsselanhänger in größerer Stückzahl gefragt. Auch diese werden im Dekoparadies mit fantasievollen Motiven gestaltet, ebenso wie kleine Engelchen, die sowohl zu Anlässen wie dem Muttertag als auch in der Adventszeit gern geordert werden.

Apropos Advent: die Winterzeit nutzt Marion Lönnig, um durchzuatmen und sich in der ruhigeren Zeit der Ideenfindung für neue Bastelkreationen zu widmen. Inspirationen liefert ihr so manches Mal auch ihr Kind, das wie die Mama eine hochkreative Ader und nie genug vom basteln und gestalten hat.

Gemeinsam wird dann gebastelt und dabei die eine oder andere Anregung für neue Produkte aufgenommen. Diese ruhigen Monate bieten die nötige Kraftquelle, die Marion Lönnig dazu dient, ab dem Frühjahr wieder durchzustarten. Dann werden die Produkte übrigens auch auf dem einen oder anderen Kreativmarkt präsentiert. Vor allem in Mitteldeutschland haben Sie gute Chancen, Marion Lönnig persönlich zu treffen. Wer sich online über die ausgefallenen Dekostücke informieren möchte, klickt hier.

Bildnachweise: pexels.com /Kamary Gallery

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Malös Dekoparadies

„5-Euro-Trick“, „Miracle Morning“, „hippe Kräuter“ und „Intervallfasten“ – surft man in Sachen Lifestyle ein wenig im Internet herum, kommen einem die schrägsten Dinge unter, die jetzt gerade (angeblich) DER Lifestyle-Trend sein sollen.

Nun ja, manches ist – wie so oft – einfach nur zum Schmunzeln, da kann man den Kopf darüber schütteln. Zumal selbst unsere Bundeskanzlerin in der Lifestyle-Rubrik auftaucht. Weshalb, bleibt nebulös, denn sie hat sich nicht etwa einen strassbesetzten Hosenanzug zugelegt, sondern es geht um ihren Portugal-Besuch. Entweder dem Redakteur ist die Rubrik verrutscht oder aber – auch eine Möglichkeit – er sieht in diesem Besuch schon eine Art Lifestyle, gemeint als „durchatmen“ der Kanzlerin von den Geschehnissen in Deutschland.

Nun ja, so genau weiß man das nicht, deshalb widmen wir uns doch einfach den Lifestyle-Themen, die nichts mit Politik zu tun haben und im Moment DIE angesagtesten überhaupt sein sollen. So zum Beispiel „Intervall-Fasten“.

Was sich anhört wie eine Durchsicht für`s Auto, ist mal wieder eine neue Methode, die wohl Abnehmwilligen schmackhaft gemacht werden soll.

Die Abendzeitung München schreibt hierzu:

„Beim Intervallfasten geht es darum, dem Körper bewusst für einen bestimmten Zeitraum Nahrung vorzuenthalten und unserem System so die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren. In welchem Rhythmus das geschieht, hängt von der jeweiligen Form ab.“

Jeder, der schon mal solche Ernährungskonzepte ausprobiert hat, weiß, dass das wohl zum Scheitern verurteilt ist. Wenn überhaupt hilft doch langfristig nur die Umstellung der Ernährung, alles andere ist meist nur heiße Luft. Oder – in diesem Fall – schon Sommerloch, wer weiß?! Wir senken hier eher den Daumen, so richtig lifestylig ist das nicht.

Schauen wir mal, was es mit den „hippen Kräutern“ auf sich hat.

Denn auch das Grünzeug ploppt in der News-Lifestyle-Kategorie („Kräuter sind hip“) auf, und zwar darum (Zitat aus Volksfreunde.de):

 „Immer mehr Freunde des guten Geschmacks empfinden ihren Selbstversorgergarten als den wahren Luxus unserer Zeit. Kräuteranbau ist dabei die einfachste Art, gesunde Lebensmittel in den täglichen Speiseplan einzubauen und Vielfalt auf kleinstem Raum zu genießen. Damit der Anbau zum Erfolg wird, muss man die Standortansprüche der verschiedenen Kräuter berücksichtigen. Mit der Küchenschürze in den Garten gehen, einmal quer durchs Kräuterbeet ernten und schon hat man den Kräutermix für das Salat-Dressing, die Pasta-Soße oder eine Fleischmarinade beisammen. Der Anbau von Würz- und Aromapflanzen kommt für jeden infrage, der eine Gartenecke mit mindestens fünf Stunden Sonne täglich besitzt.“

Daumen hoch! Das ist wirklich cool und gesund noch dazu! Hat was. Zumindest dann, wenn man den erwähnten sonnigen Standort hat und derlei Gewächse heranzüchten kann.  

Das nächste angebliche Lifestyle-Thema hat nichts mit Essen und Genuss zu tun, es geht um Kleidung, genauer gesagt: um den „5,00-Euro-Trick“.

Dieser wird in zwei dürren Absätzen auf abendblatt.de erklärt und besagt eigentlich – nichts. Aber lesen Sie selbst, vielleicht erschließt sich Ihnen beim Lesen der Lifestyle-Gedanke:

„München. Ein Kleid alleine ist nicht mehr hipp genug. Gemäß des derzeit angesagten Prinzips Mix and Match werden von den Modevorbildern gerne Kleidungsstücke kombiniert. Die Styling-Experten der Zeitschrift „Instyle“ (Onlineausgabe) raten, zum Beispiel unter ein langes weites Maxikleid ein einfaches weißes T-Shirt zu ziehen. Sie sprechen vom Fünf-Euro-Trick. Auch das ärmellose Top, das Business-Kleid oder ein Bustierkleid lassen sich so aufwerten.“

Na ja…lassen wir das mal so stehen, es möge jeder selbst entscheiden, ob er das als Lifestyle sieht oder nicht.

Last but not least: der „Miracle Morning“ – der angeblich letzte Lifestyle-Schrei…Man kennt das ja: kaum wird ein althergebrachtes Phänomen mit einem neuen Schlagwort (gern und meist auf englisch) versehen, ist es angeblich sofort der neueste Megatrend.

Beim „Miracle Morning“ ist das nicht anders, steckt doch hinter diesem hippen Begriff der Vorschlag, einfach früh aufzustehen und sich in diesen frühen Morgenstunden schönen Dingen zu widmen. Da der gesamte „Miracle Morning“-Artikel im News-Feed nur zahlenden Abonnenten vorbehalten ist, reicht ein Klick und man gelangt auf Amazon, wo es Bücher zum Thema gibt.

Zu einem wird folgendes geschrieben:

„Dieses Buch ist auf den ersten Blick eine Zumutung, vor allem für die Nachteulen unter uns. Trotzdem stehen inzwischen zehntausende Menschen für Miracle Morning gerne morgens früh auf. Denn Hal Elrod hat damit ein genial einfaches Morgenprogramm entwickelt, dass nicht nur sein eigenes Leben um 100 Prozent verbessert hat, sondern auch das seiner vielen Fans und Leser. Wer Miracle Morning praktiziert, wird endlich der Mensch werden, der er immer sein wollte – und zwar in allen Lebensbereichen. Was man dafür tun muss? Jeden Morgen vor 8 Uhr eine Stunde lang nur sich selbst widmen. Diese Zeit verbringt man mit Meditation, Affirmationen, Visualisierungen, Sport, Lesen und Tagebuchschreiben. Wenn sich der neue Ablauf als Gewohnheit etabliert hat, startet man voller positiver Energie in den Tag. Für ein gesünderes, glücklicheres und zufriedeneres Leben!“

Da das Buch bereits 2016 auf den Markt kam, mutet es seltsam an, dass „Miracle Morning“ aktuell bei Google News als der neue Lifestyle-Trend aufgeführt wird, aber gut.

Wie schon vermutet ist es tatsächlich alter Wein in neuen Schläuchen, denn schon zu allen Zeiten dürften Menschen das „Miracle-Morning“-Gefühl ausgekostet haben. Sei es der Steinzeitmensch vor tausenden Jahren oder der sportbegeisterte Jogger, der schon 1979 früh seine Runden im Park drehte.

Also kein wirklich neues Zeitgeist-Phänomen und einmal mehr nur ein angeblich neuer Trend.

Macht aber nichts, denn es ist amüsant und aufschlussreich zugleich, was sich so alles bei den Suchmaschinen in der Rubrik „Lifestyle“ unter „News“ tummelt. Und da wir oben unsere Kanzlerin erwähnten – Sie werden es nicht glauben, aber wenn man bei den Lifestyle-News etwas herunter scrollt, ist dort sogar etwas zu Nordkorea und dessen Diktator veröffentlicht. Soviel nur zu angeblich angesagten Lifestyle-Themen im Netz….!

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