Sonntag, 26. September, 2021

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„Nur Gutes kann Gutes tun“ – Interview mit Seifensiederin Karina Wimmer

Karina Wimmer lebt dort, wo andere Urlaub machen: Im schönen Salzkammergut in Österreich. Dort geht sie einer Arbeit nach, die gleichzeitig ihr Hobby ist – dem Seifensieden. Ihre kleine Manufaktur La Saponetta Carina kommt im historischen Ambiente daher, denn sie fertigt ihre Seifen in einer ehemaligen Seifensiederei, in der schon 1870 Seifen von Hand entstanden.

Dass die junge Österreicherin ihr Handwerk nicht nur beherrscht, sondern auch mit Herzblut betreibt, merkt man sofort.

Wie Karina Wimmer (im Bild) zum Seifensieden kam, wie sie die Besonderheiten ihrer Heimat mit ihrer Arbeit verbindet und welche Seifen bei ihrer Kundschaft gefragt sind, hat sie uns in einem Interview verraten:

FB: Liebe Frau Wimmer, wie sind Sie zum Seifensieden gekommen? 

Meine Liebe zur Seife entstand aus der Not. Ich habe eine sehr trockene Haut, die zum Jucken und Schuppen neigt, wenn sie nicht richtig gepflegt wird.

Leider fand ich nie das richtige Produkt, mit dem ich mich in meiner Haut wohlgefühlt hätte.

Dann stolperte ich eines Tages über einen Beitrag zu reiner Olivenölseife und dachte: „So schwierig kann das ja nicht sein, oder?“ und machte mich ans Werk. Als Seifensiederin muss man geduldig sein, aber letztendlich zahlte sich meine Geduld aus.

Seifensiederin Karina lässt sich vielseitig inspirieren

Das Hautgefühl nach der Verwendung reiner, handgefertigter Olivenölseife war sofort fantastisch und ich spürte, dass ich am richtigen Weg der Hautpflege war.

FB: Ein Streifzug durch Ihre Produktpalette macht richtig Spaß. Von der Brombeer-Seife über die Edelhirsch-Seife bis hin zur Bier-Honig-Seife ist die Auswahl groß. Wie gehen Sie an die Kreation der Seifen heran, was inspiriert Sie wie zu welcher Seife? 

Mich inspiriert vieles. Ganz oft sind es meine Kunden, die spannende Ideen haben; meine Lieferanten, die mit tollen Rohstoffen zu mir kommen; die Natur, die mir wunderbare Stoffe bietet; mein Umfeld, Urlaube und natürlich verschiedene Anlässe und Jahreszeiten.  

FB: Das Seifensieden ist ja ein sehr traditionelles, althergebrachtes Handwerk. Ist es ein eher anstrengendes Handwerk oder geht es leicht von der Hand?

Früher war das Seifensieden sicher ein Knochenjob und nicht sehr appetitlich obendrein. Vorwiegend wurden fette Abfälle verseift, die ein entsprechendes Odeur mit sich brachten. Alles war Handarbeit, vom Auslassen des Fettes, über das Vermengen, Rühren und Einformen, bis hin zum Schneiden und Stempeln. Je nach Größe der Seifensiederei war es sicher harte Arbeit.

Mit vielen Neuerungen wird das Fertigen von Seifen einfacher gemacht

Heute gibt es viele Neuerungen, die das Fertigen einfacher machen, ohne dass die Seife ihren „handmade“ Charakter verliert. Die Magie, wenn aus Fett und Lauge Seife wird, trägt natürlich auch dazu bei, dass die Arbeit Spaß macht und dann ist es nicht so schlimm, wenn man manchmal etwas anpacken muss.   

FB: Aufgrund der vielen Zeit, die Sie ins Sieden investieren, öffnen Sie Ihren Shop nur einmal wöchentlich. Wie sieht der Rest der Arbeitswoche bei Ihnen aus?

Ich habe keine Mitarbeiter, abgesehen von den Stoßzeiten wie z.B. Weihnachten, wo mich einige fleißige Bienchen unterstützen. Das heißt, die restlichen Arbeitstage verbringe ich mit dem Fertigen und Verpacken der Seifen, mit Besuchen bei meinen Lieferanten oder Kunden, da mir der persönliche Kontakt sehr am Herzen liegt, mit Experimenten an neuen Produkten und natürlich muss auch mal im Büro gearbeitet werden.

Für Seifenliebhaber bin ich aber fast immer erreichbar und wenn’s auch nur für einen kleinen Plausch über Seife & Co am Telefon ist.

Die Rohstoffe kommen meist direkt vom Hersteller

FB: Die Rohstoffe für Ihre Seifen sind sehr hochwertig. Wo beziehen Sie sie?

Wenn möglich beziehe ich direkt vom Hersteller, d.h. Rinderfett vom Rinderzüchter, Schweineschmalz vom Metzger, Schaf- oder Ziegenmilch vom Bauern, Salzquellwasser aus der Salzkammergut Salzwasserquelle, Olivenöl vom Olivenölbauern, etc. Einige Stoffe können natürlich nicht vor Ort bezogen werden, bei denen ist mir gute Qualität sehr wichtig und die kommen von guten Händlern.

Nur Gutes kann Gutes tun und das trifft besonders bei Toiletteseifen zu, aber auch Reinigungsseifen können mit guten Rohstoffen gefertigt werden und sind so vielleicht für die Umwelt verträglicher. 

FB: Sie sagen, Sie können die Herkunft Ihrer Seifen bis ins Detail erklären. Kommen hierzu entsprechende Fragen von Ihrer Kundschaft? 

Oh, ja! Gerade diese spezielle Zeit hat bei vielen Menschen ein Umdenken bewirkt. Viele sind kritischer geworden, lassen sich nicht mehr von Werbung und bunten Verpackungen täuschen und wollen wirklich nur ein gutes Stück Seife.

Kundschaft freut sich über Detailinformationen

Das finde ich großartig und unterstütze das auch sehr gerne. Ich erkläre den Kunden, was tatsächlich verarbeitet wurde, wie man die Inhaltsstoffe genau liest oder worauf man beim Vergleich achten kann.

Wenn Zeit ist, dann zeige ich den Kunden auch gerne, wie unterschiedlich eine Seife sein kann, abhängig von der Verseifungsart, der Rohstoffwahl oder der Rezeptzusammenstellung. Viele begrüßen diese Detailinformationen und freuen sich über das dazugewonnene Wissen.

FB: Apropos Kundschaft: So mancher Kunde regt auch schon mal an, eine Seife mit dem oder dem Rohstoff herzustellen. Wie oft setzen Sie solche Kundenwünsche um und können Sie ein Beispiel nennen?

Da ich eine kleine Seifensiederei betreibe, habe ich natürlich die Möglichkeit, sehr flexibel zu produzieren. Spezielle Kundenwünsche sind auch immer ein besonderer Ansporn und machen sehr viel Spaß. Eher weniger Freude bereitet die Bürokratie hinter jeder Toiletteseife, denn jedes Rezept bedarf eines Gutachtens.

Ist der Kunde bereit, den Weg trotz dieser Hürde zu gehen, dann meistern wir auch das gemeinsam und am Ende ist immer noch ein tolles Produkt entstanden. Wenn es denn sein muss, dann wird eben eine Untersuchung der Kräuter aus Großmutters Garten gemacht. Sie hätten zwar bestimmt niemanden gefährdet, aber zumindest weiß man dann um die Großartigkeit der heimischen Heilkräuter …!

FB: Auch die gute alte Schmierseife kommt bei Ihnen zu neuen Ehren. Was kann dieses Produkt? 

Die Schmierseife ist ein alter Klassiker, der jetzt wieder mehr nachgefragt wird. Sie hat viele Einsatzbereiche, z.B. die Reinigung von Echtholzfußböden, diverser Oberflächen oder sogar Terrassen. Schmierseife wird auch erfolgreich als natürliches Mitteln im Kampf gegen Blattläuse eingesetzt.

Schmierseife als Allroundtalent

Sie lässt Flecken aus Teppichen oder anderen Textilien verschwinden. Besonders beliebt ist sie aber auch als Zusatz im Fußbad, oder zum Aufweichen der Haut, wenn man sich einen Splitter eingezogen hat.

FB: Sie verknüpfen Ihre Seifen auch mit dem Tourismus-Marketing für Ihre Heimat, dem schönen Salzkammergut. Erzählen Sie doch mal! 

Ich habe tatsächlich das Glück in einer Region zu Hause zu sein, in die viele in den Urlaub fahren. Im Salzkammergut lässt es sich nicht nur wunderbar urlauben, sondern auch toll Seifen herstellen und zwar mit einem großartigen Rohstoff – dem Salz.

Das Salz hat in unserer Region Tradition, aber mir war der gesundheitliche Aspekt am wichtigsten. Der Kurort Bad Ischl wurde unter anderem für seine Solebäder berühmt und auch heute bietet das Bad im Salzwasser vielen Patienten die ersehnte Linderung ihrer Leiden.

Alte Heilmittel haben auch heute noch ihre Berechtigung

Aus diesem Grund verseife ich äußerst gerne das Heilwasser einer kleinen Salzquelle in Bad Ischl. Meine handgefertigten, natürlichen Soleseifen sind sehr mild und auch bei empfindlicher Haut oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Hautpilz in den meisten Fällen sehr gut verträglich (im Bild).

Oft erkennen die Kunden dann, dass man das Rad nicht neu erfinden muss und Heilmittel, die früher gut geholfen haben, auch heute durchaus noch ihre Berechtigung haben.

FB: Ihr Seifenshop befindet sich in einem geschichtsträchtigen Haus, in dem lange Seife hergestellt wurde. Ist das richtig?

Das stimmt genau. Mein Seifenshop befindet sich in Bad Goisern in der Kirchengasse 11, jenem Haus, in dem 1870 die Seifensiederei Zopf gegründet wurde. Drei Seifensieder fertigten hier Kern- und Schmierseife. Die Tochter des letzten Seifensieders stellte selbst noch Schmierseife her und betrieb bis zur Pensionierung einen Parfümerieladen.

Führungen durch die alte Seifensiederei

Die alten Herstellungsräumlichkeiten samt aller Geräte sind noch fast vollständig im ursprünglichen Zustand erhalten (siehe Bild) und für Interessierte biete ich immer wieder Führungen an.

Die Besucher haben die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und dabei zu entdecken, wie ein Seifensieder 1870 gearbeitet hat.

Vieles funktioniert noch einwandfrei, z.B. die alte Stempelmaschine, mit der die Besucher am Ende der Führung noch ein Stück Seife selbst prägen dürfen.

FB: Sie investieren viel Zeit in Ihren Beruf. Was machen Sie, wenn Sie Freizeit haben? Wie entspannen Sie sich – gibt es Hobbys?   

Es ist schön, dass die Seifensiederei mein Beruf, aber auch mein Hobby ist. Ich kann meiner Kreativität und Phantasie oft freien Lauf lassen und muss dafür nicht auf den Feierabend warten.

An freien Tagen bietet das Salzkammergut fantastische Entspannung

Wenn ich mal nicht mit den Seifen beschäftigt bin, genieße ich im Sommer wahrscheinlich einen der Salzkammergut Seen oder entspanne mich bei einem Spaziergang mit einem lieben Menschen an meiner Seite.   

Wer sich für die Seifen von Karina Wimmer interessiert, kann auf ihrer Homepage stöbern und die handgemachten Stücke auch online bestellen. Einfach hier klicken.

Bildnachweise / Copyright: Karina Wimmer

Dieser Artikel ist eine bezahlte Promotion
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