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Thomas Anders – der einstige Sunnyboy des Pop-Duos Modern Talking ist wieder (oder immer noch) gut im Geschäft. Wenn auch nicht so präsent wie einst, als die zwei so unterschiedlichen Popgiganten Thomas und Dieter in den Radios und Diskotheken auf- und abgespielt wurden. Jahrzehnte sind seit damals ins Land gegangen und auch wenn sich der Eindruck aufdrängt, dass Thomas Anders eher etwas in der Versenkung war, so ist es nicht an dem. Der einstige Mädchenschwarm hat vielmehr nach dem Modern-Talking-Aus etliche Auftritte im Ausland bestritten. Seit einiger Zeit aber ist er auch wieder in Deutschland sehr präsent, fehlt bei kaum einem Schlager-Gig im Fernsehen. Und: äußert sich zum Thema Mütter. Und zwar zu einem Thema, das für Mütter tatsächlich nicht so ohne ist. Stichwort: Achtsamkeit und auch mal an sich selbst denken!

In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung, Ausgabe 11. Januar 2019,  sagte Thomas Anders, gefragt nach speziellen Themen, die ihm im Kopf herumschwirren:

„Beim letzten Album „Pures Leben“ beschäftigte mich etwa das Thema Frau und Mutter. Es gibt so viele Frauen, die ihre Kinder großziehen und das Leben rauscht einfach so an ihnen vorbei“

Das kann wohl fast jede Mutter unterschreiben! Allein schon das Erschrecken, alljährlich vor Silvester: „Was, schon wieder ein Jahr rum?“. Und nicht zuletzt beweist immer auch das rasche Wachstum des Nachwuchses, wie die Zeit vergeht.

Stichwort Zeit: hier hat Anders eine wichtige Botschaft für Mütter, im Zusammenhang mit seinem Song „Träume“:

„Es geht um die Botschaft, seine Träume trotz Alltag nie zu vergessen und an ihnen festzuhalten“

Zugegeben: das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Zumal es elend lange Regale im Buchladen zum Thema „Lebe Deinen Traum“ gibt.

Aber sich doch dann und wann mal wieder auf eigene Wünsche zu konzentrieren, gerade als Mutter – das ist nicht verkehrt. Es muss ja nicht gleich der Aussteigertraum sein, zweimal die Woche ins nahegelegene Wellness-Center wären auch ein guter Anfang!

Und wer mag, hört mal in die Musik des einstigen Modern-Talking-Sängers rein. Er singt jetzt auch deutsch.

Bildnachweis: Stephan Pick

Wenn Sie zu den Frauen (oder Männern) gehören, die es sich in dieser Jahreszeit, an unwirtlichen Tagen, gern auf dem Sofa oder im Ohrensessel mit einem spannenden Schmöker gemütlich machen, der möglichst auch immer mal ein Gänsehaut-Gefühl hervorrufen soll, dann lege ich Ihnen „Eisige Schwestern“ ans Herz.

Der von dem britischen Autor S. K. Tremayne verfasste Psychothriller hat es in sich und dürfte vor allem Müttern unter die Haut gehen.

Im Mittelpunkt des Buches steht ein Londoner Ehepaar, das Eltern von Zwillingen war. Zwei Mädchen, Kirstie und Lydia.

„War“ deshalb, weil ein Zwilling tot ist – ums Leben gekommen bei einem tragischen Unfall. Um diesen Unfall dreht sich denn auch alles. Vor allem die Tatsache, dass das lebende Zwillingsmädchen, Kirstie, steif und fest behauptet, Lydia zu sein, die tote Schwester.

Sarah und Angus, die Eltern des Mädchens, sehen sich nach dem Unfalltot ihrer zweiten Tochter den Belastungen im heimischen London nicht mehr gewachsen und beschließen, samt Kind auszusteigen. Und zwar auf eine einsame Insel, die Angus von seiner Familie geerbt hat.

Der Umzug dorthin ist verbunden mit dem Wunsch, die Tragödie zu verarbeiten, zu vergessen und neu anzufangen. In einem eindrucksvollen Erzählstil – abwechselnd kommen im „Ich“-Tenor Sarah und Angus zu Wort – gelingt es dem Autor, das neue Zuhause der kleinen Familie auch bildhaft exzellent darzustellen, so dass der Leser einen Eindruck von der eher unwirtlichen Landschaft rund um die Insel bekommt.

Schon diese Bilder, die sich im Kopf aufbauen, verbunden mit der Spannung, die das Buch vom ersten Moment an zu bieten hat, machen „Eisige Schwestern“ zu einem wahren Hochgenuss für Thriller-Freunde. Nicht zuletzt deshalb, weil sich beunruhigende und auch mystisch anmutende Begebenheiten zutragen.

Parallel zu den mysteriösen Vorkommnissen wird im Buch auch die Eingewöhnungsphase der drei Protagonisten in ihrer Wahlheimat geschildert.

Vor allem die Schilderung von Kirsties Zeit an der neuen Schule, in der sie schnell zur Außenseiterin wird, dürfte vordergründig Mütter mitten ins Herz treffen. Man sieht das kleine Mädchen im Grundschulalter förmlich vor sich, wie es auf seine Weise versucht, den Tod ihrer geliebten Schwester zu verarbeiten und dabei in ihrem Umfeld immer wieder auf Probleme und Ablehnung stößt.

Aber auch die bis zum Schluss aufrecht erhaltenen Geheimnisse, die die Eltern Sarah und Angus, im Zusammenhang mit dem Tod ihres Kindes, mit sich herumtragen und die nur schrittweise enthüllt werden, machen das Buch zu einem Thriller-Genuss!

Der Leser taucht regelrecht in die regnerische und neblige Landschaft rund um das kleine Eiland, auf dem die Familie zur Ruhe kommen versucht und sich doch immer wieder aufs Neue mit einer Katastrophe konfrontiert sieht, ein. Die spannende Erzählweise von S. K. Tremayne, der es versteht,  mystisch-dunkle Situationen im Buch herausragend und ohne in Kitsch oder Klamauk zu beschreiben, sorgen ein ums andere Mal für Spannung, die einem den Atem anhalten lässt.

Das gilt auch für die dramatischen Wendungen, die sich innerhalb der Handlung rund um das verstorbene Mädchen und seine trauernde Schwester Kristie, die steif und fest behauptet, die ums Leben gekommene Lydia zu sein, immer wieder aufbaut.

Das Ende ist deshalb auch mehr als überraschend und zeigt einmal mehr, dass der Autor die Kunst des Thriller-Schreibens phantastisch beherrscht.

Nach der Lektüre bleibt man, vor allem als Mutter, betroffen und nachdenklich zurück – das Buch wirkt nach, keine Frage!

Und ist deshalb allen, die gute Thriller lieben, wärmstens zu empfehlen. Am besten kuscheln Sie sich an einem verregneten Wochenende mit dem Werk in Ihren bequemsten Sessel und genießen „Eisige Schwestern“!

Es muss ja sicher nicht betont werden, dass es sich bei dem Buch um DIE Art Thriller handelt, den man an einem Wochenende – oder gar in einer Nacht – weg liest!

Das Buch ist erschienen bei DROEMER KNAUR, mehr dazu hier.

Bildnachweis: DROEMER KNAUR

Sie dürften bislang alles versucht haben – und müssen dennoch mit der Tatsache leben, dass es von ihrem Kind weiterhin kein Lebenszeichen gibt: das Erfolgsduo Albano und Romina Power. Wie tausende andere Menschen auch, in deren Leben ein Angehöriger, der als vermisst gilt, eine Rolle spielt, müssen auch sie mit der Ungewissheit hinsichtlich dem Verbleib ihrer Tochter leben.

Ylenia, so der Name des vermissten Kindes der Schlagerstars, verschwand 1993 in den USA spurlos und bis heute hat sich daran nichts geändert.

Dass die beiden alles Menschenmögliche versucht haben, um ihre als vermisst gemeldete Tochter, zu finden, dürfte klar sein. Schon allein deshalb, weil die beiden vom finanziellen Background her viel mehr unternehmen könnten, als der Otto-Normalo, der einen Angehörigen als vermisst meldet und bei eigenen Recherchen irgendwann wohl schon aus Geldgründen an seine Grenze kommen dürfte.

Dennoch: obgleich Romina Power 2011 sogar in der ZDF-Sendung „Aktenzechen XY …ungelöst“ aufgetreten ist, hat sich nicht wirklich etwas getan und beide müssen mit der mürbenden Ungewissheit, ob Ylenia ja vielleicht doch noch lebt oder gar einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, leben. Ein Lebenszeichen gibt es nicht.

Tragödie um vermisste Tochter dürfte bei Trennung große Rolle gespielt haben

Dass dieser Schicksalsschlag erheblich zur Scheidung des beliebten Sänger-Paares beigetragen haben dürfte auf der Hand liegen.

Auch heute noch – so viele Jahre nach Ylenias Verschwinden – haben die gebürtige Amerikanerin und der Italiener unterschiedliche Auffassungen im Umgang mit der Tragödie um ihre Tochter, die 2014 von einem italienischen Gericht für tot erklärt wurde.

So gibt Romina Power die Hoffnung, doch noch ein Zeichen von oder im Zusammenhang mit Ylenia zu erhalten, nicht auf – ganz im Gegensatz zu ihrem Ex-Mann Al Bano, der zwischenzeitlich auch ein erfolgreicher Winzer ist.

Auf Schlager.de ist dazu am 26. Oktober 2018 folgendes Statement von ihm zu lesen:

„Ich bin genau anderer Meinung als Romina. Ich bin Realist. Natürlich respektiere ich ihre Meinung, aber die Realität ist meiner Meinung nach eine andere. Und immer, wenn wir darüber reden, ist es, als ob eine Wunde aufgerissen wird, eine Wunde, die wieder aufreißt. Und es ist schrecklich für mich, darüber zu reden. Es ist immer ein Schmerz, ein großer Schmerz. Ich bevorzuge es, nicht darüber zu sprechen.“

Seine Ex-Frau jedoch, tut das, was wohl jede liebende Mutter der Welt tun würde: sie sucht weiter beziehungsweise lässt suchen.

In dem besagten Artikel auf Schlager.de ist dazu auch eine Aussage von ihr zu lesen, sie lautet:

„Eine Mutter wird nie mit dem Suchen aufhören – und ich tue das immer noch. Ich habe Menschen engagiert, die das für mich machen.“, so Romina im Interview auf VOX. „Ich glaube, dass sie irgendwo sein könnte, dass sie jemand irgendwo festhält. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber irgendetwas war da. Der Straßenmusiker, mit dem sie zusammen war, war einige Male im Gefängnis. Eine wirkliche Untersuchung wurde nie durchgeführt, alles wurde vertuscht.“ Zudem beschuldigt die Sängerin die Polizei: „Das ist auch einigen anderen Eltern passiert. Eine Menge Mädchen verschwinden in New Orleans jedes Jahr. Nichts wird deswegen gemacht. Die Polizei vertuscht diese Dinge. Sie versucht, die Eltern loszuwerden.“

Harter Tobak, an dem aber vielleicht auch was dran sein könnte, so intensiv wie sich die beiden der Suche ihrer Tochter gewidmet haben! Und der sich Romina Power noch immer widmet.

Zahlen der Personen, die als vermisst gelten, sind hoch

Dass das prominente Paar sich einreiht in ein Heer von Menschen, die einen lieben Angehörigen vermissen, ist bekannt.

Weniger bekannt aber dürften die hohen Zahlen derer sein, die hierzulande als vermisst gelten.

So schreibt dazu SPIEGEL.de im März 2018:

„Rund 11.400 Menschen gelten in Deutschland als vermisst. Täglich erfassen die Polizeidienststellen im ganzen Land bis zu 300 Fahndungen. Genauso viele werden laut dem Bundeskriminalamt (BKA) jeden Tag auch wieder gelöscht, weil die Vermisstenfälle abgeschlossen sind.“

Und auf die Frage:

„Wie viele Menschen gelten in Deutschland als vermisst?“,

die das Blatt im Artikel stellt, gibt es gleich dazu die Antwort:

Am 1. Februar 2018 umfasste die Datei „Vermisste/Unbekannte Tote“ des BKA insgesamt rund 13.400 Personen, darunter etwa 11.400 Fälle in Deutschland. Geführt werden auch deutsche Staatsbürger, die im Ausland als vermisst gelten.“

Allerdings wird circa die Hälfte der vermissten Personen binnen einer Woche wieder gefunden – lebendig oder nicht mehr am Leben.

Im SPIEGEL.de-Artikel heißt es dazu weiter:

„Laut BKA finden die Beamten etwa 50 Prozent der Vermissten innerhalb einer Woche wieder – tot oder lebendig. In beiden Fällen werden die Namen von der Liste gestrichen, wenn die Identität gesichert ist. Binnen eines Monats liegt die Aufklärungsquote bei mehr als 80 Prozent. Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr verschollen sind, liegt bei etwa drei Prozent.“

Das sind Zahlen, die in der Tat nicht ohne sind, vor allem, wenn man sich einmal den Kindern widmet, die als vermisst gelten.

Hierzu schreibt SPIEGEL.de folgendes:

„Knapp zwei Drittel aller Vermissten sind laut BKA männlich, etwa die Hälfte ist minderjährig. Im Jahr 2017 wurden 8.234 Kinder vermisst gemeldet, aufklären konnte die Polizei 7.886 Vermisstenfälle, was einer Quote von etwa 96 Prozent entspricht.“

Vielen wird bei diesem Thema die kleine Maddie aus England einfallen, die wohl bekannteste minderjährige Vermisste. Aber auch die kleine Inga, die 2015 als fünfjährige in Sachsen-Anhalt verschwand, ist bis heute nicht gefunden.

Das Leid der Eltern und Verwandten kann man sich als nicht Betroffener wohl kaum vorstellen – es muss höllisch sein!

Man darf davon ausgehen, dass sicher auch die Eltern – wenn auch meist im Verborgenen – alles in ihrer Macht stehende tun, um an Informationen zu dem Verbleib ihres Kindes zu gelangen. Im Falle der vermissten Maddie gab es allerdings lange Zeit eine riesengroße Öffentlichkeit um die Suche der Eltern nach ihrem verlorenen Kind.

Derartig öffentlich ist eine Suche aber selten – nicht bei Romina Power und nicht bei Eltern und Angehörigen, die keine Prominenten sind.

Schmerz ist unendlich

Dass sie aber in der einen oder anderen Weise aktiv sind und so wie Romina Power die Hoffnung nicht aufgeben, das dürfte klar sein. Was als die Hoffnung soll einem in einem derartig tragischen Fall, der unendliche seelische Schmerzen bereitet, auch die Energie geben, weiter zu leben? Zumindest die jeweilige Frau, die das Kind geboren hat, wird wohl niemals abschließen können. Und das ist gut so!

Allen Eltern und Angehörigen, denen so ein Schicksal widerfahren ist, kann man denn auch nur viel Kraft wünschen. Alles andere wäre vermessen.

Bildnachweis: picture alliance

Sie zählen leider schon zu den alltäglichen Nachrichten: die Meldungen über Brände in Wohnungen oder Häusern, bei denen es Verletzte oder gar Tote gab. Nicht selten sind Kinder betroffen, die schlimme Verbrennungen davontragen oder sogar sterben. Um solche Katastrophen mehr und mehr einzudämmen, gibt es viel Bewegung in Sachen Rauchmelder.

Die kleinen, piepsigen Warner sind mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht, zumindest was Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, die zu Rettungswegen führen, betrifft.

Allerdings kann auch eine so gute Erfindung wie der Rauchmelder nicht verhindern, dass es Menschen gibt, die einen so festen Schlaf haben, dass sie das gellende Piepsen nicht hören. Auch Kinder gehören dazu. Wer einmal erlebt hat, wie selig ein Kind schläft, während draußen ein Flugzeug über die Dächer hinweg brummt, wird wohl wissen was gemeint ist…!

Diese Überlegungen waren es sicher, die Forscher eines amerikanischen Hospitals dazu bewegt haben, herauszufinden, wie es wäre, wenn im Ernstfall das gellige Piepsen durch die Mutterstimme ersetzt würde.

Auf dem Portal pressetext.de liest sich das wie folgt:

„Viele kleine Kinder reagieren bei Bränden im heimischen Bereich nicht auf die durchdringenden Töne von Rauchmeldern, sondern viel eher auf die Stimme der eigenen Mutter. Forscher des Nationwide Children’s Hospital haben die Eigenschaften von vier Rauchmeldern untersucht. Sie wollten feststellen, welche am besten dazu geeignet sind, Kinder bei einem Brandalarm zuverlässig aufzuwecken.(…)
Getestet wurden drei Alarme, bei denen die Stimme der Mutter zusätzlich zu den höhen Tönen zum Einsatz kam. An der Studie nahmen 176 Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren teil, die im Schlafforschungszentrum in Columbus im US-Bundesstaat Ohio beobachtet wurden. Es zeigte sich, dass ein schlafendes Kind rund drei Mal so wahrscheinlich von einem der drei Sprachalarme geweckt wurde als wenn nur die gebräuchlichen Signale verwendet wurden. Die Rauchmelder mit der Stimme der Mutter weckten 86 bis 91 Prozent der Kinder. 84 Prozent flohen darauf aus dem Schlafzimmer. Bei reinen Tonsignalen lagen diese Werte bei nur 53 beziehungsweise 51 Prozent.
Zusätzlich wurde untersucht, wie sich die verschiedenen Arten der Alarme auf die Zeit auswirkten, die die Kinder benötigten, um aus dem Schlafzimmer zu gelangen. Bei einem wirklichen Feuer können Sekunden entscheidend sein. Wacht ein Kind zwar auf, braucht aber zu lange, um das brennende Gebäude zu verlassen, kann es zu ernsten Verletzungen und Todesfällen kommen. Durchschnittlich benötigten die Kinder bei einem schrillen Tonsignal dafür 282 Sekunden, das entspricht fast fünf langen Minuten. Bei den Alarmen, die eine Stimme einsetzten, lag dieser Wert zwischen 18 und 28 Sekunden.(…)
Das menschliche Gehirn reagiert auf das Hören des eigenen Namens anders als auf andere Klänge. Das ist selbst dann der Fall, wenn ein Mensch schläft. Daher wollten die Forscher auch herausfinden, ob das Hören des eigenen Vornamens bei der Effektivität der Rauchmelder einen Unterschied macht. Hier konnten jedoch keine Unterschiede nachgewiesen werden.
Laut Co-Autor Mark Splaingard sind schlafende Kinder gegenüber Tönen bemerkenswert resistent. „Kinder schlafen länger und tiefer als Erwachsene. Es sind auch lautere Töne erforderlich, damit sie aufwachen. Aus diesem Grund wachen sie auch bei einem nächtlichen Feuer weniger wahrscheinlich auf und finden den Weg ins Freie.“ Die im „Journal of Pediatrics“ veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten daher, so der Experte, ganz konkret helfen, Menschenleben zu retten.“

Klingt einleuchtend! Die Chancen dürften gut stehen, dass diese Forschungsergebnisse dazu dienen, ein solches Gerät zu entwickeln. Im Hinblick auf die vielen, vielen Brände, die jedes Jahr weltweit in Privatdomizilen ausbrechen und so viele minderjährige Opfer fordern, wäre das zumindest einen Versuch wert.

Es bleibt deshalb abzuwarten, ob uns die Mutterstimme im Rauchmelder nicht schon bald im Baumarkt begegnet!

Bildnachweis: pexels.com

Das Social-Media-Team der Sendung Frau-TV postete dieser Tage auf der gleichnamigen Facebook-Seite einen kurzen Film über eine geschiedene Mutter mit vier Kindern, die nach der Trennung von ihrem Mann als Alleinerziehende kurzerhand ein neues Haus baute. Der Grund ist simpel und wird wohl vielen Frauen, die Trennungen hinter sich haben, einleuchten: alles im Haus erinnerte die Geschiedene an ihren einstigen Partner.

Also macht sie Nägel mit Köpfen und baute – als auch der Kauf neuer Möbel nichts an der Atmosphäre im Haus änderte und die Erinnerungen blieben – für sich und den Nachwuchs ein neues Domizil.

Die Reaktionen der Userinnen auf der Frau-TV-Facebook-Seite fallen teilweise heftig aus, eines der häufigsten Wörter, das man in den Kommentaren dazu liest, lautet: „unrealistisch!“.

Viele Frauen beklagen auf der Facebook-Seite der Frauensendung, dass eine solche Situation doch den wenigsten getrennten Frauen vergönnt ist und verweisen auf die oftmals prekäre Lage, in der sich doch recht viele Frauen, die nach einer Scheidung mit Kind(ern) alleine dastehen, befinden.

Eine Userin kommentiert den Film so:

„Schon toll so eine finanzielle Möglichkeit zu haben und ich gönne es ihr und ihren vier Kindern. Toller Neustart!! Für die Mehrheit jedoch absolut unrealistisch…“

Eine andere findet eine konkretere Bezeichnung für das Beispiel der Bauherrin, sie redet von „Luxusbeispiel“.

Nun, es dürfte wahrlich eine Ausnahme sein, dass sich eine geschiedene Frau mit vier Kindern für den familiären Neustart ein Haus baut oder bauen lässt.

Allerdings gilt auch hier: wer die Möglichkeit hat, der macht es eben. Es sind aber halt nur ganz wenige weibliche Zeitgenossinnen, die sowas umsetzen können. Viele andere Frauen, die sich nach einer Trennung oder Scheidung neu sortieren müssen, sind meist sogar gezwungen, sich für den neuen Lebensabschnitt eher zu verkleinern – zum Beispiel dann, wenn die einst gemeinsam genutzte Immobilie aufgrund der Trennung verkauft wird. Oder wenn das Familien-Budget um Längen knapper ist.

Diese und andere Situationen – meist eigene Lebenserfahrungen – skizzieren einige Frauen in den Kommentaren unter dem Film. Es ist durchaus interessant, sich einmal quer durch diese Meinungen zu lesen.

Wenn Sie das auch tun wollen und sich zugleich die besagte Sequenz anschauen wollen:

sie wurde am 27. September 2018 auf der Facebook-Seite von Frau-TV veröffentlicht und zwar hier.

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Mehr Zeit mit der eigenen Familie – das wünschen sich die meisten Kinder! Wie wäre es, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs auf eine spannende Entdeckungstour durch die eigene Heimatstadt oder durch fremde Städte begeben?

Möglich macht das das Stadtspiel, eine Art Schnitzeljagd, auf der Sie immer wieder Rätsel lösen müssen, um den nächsten Hinweis zu finden.

Das Stadtspiel ist eine neue und andere Art, mit der Familie oder mit Freunden etwas über die eigene Heimatstadt oder fremde Städte zu lernen. Denn mit der Stadtspiel-Box kann man die gewünschte Stadt auf eigene Faust erkunden und muss keine normale Stadtführung buchen.

Durch das Lösen von spannenden Rätseln entdeckt man gemeinsam mit seiner Familie und/oder Freunden den Weg durch die jeweilige Stadt und erfährt dabei an jeder Station wissenswerte Details zum Standort und zu den Sehenswürdigkeiten.

Hinter dem Stadtspiel „Handmade in Dresden“ verbirgt sich kein großer Konzern, sondern pure Frauenpower der zweifachen Mutter Anja Gena (im Bild). Zusammen mit vier festangestellten Mitarbeiterinnen und einer Aushilfe kümmert sich Anja um die Weiterentwicklung der Stadtspiele.

FB: Anja, wie kamst Du auf die Idee, Stadtspiele zu produzieren?

Direkt nach dem Studium wusste ich zunächst nicht so recht, was ich eigentlich arbeiten soll und wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Seit der Schulzeit hatte ich immer wieder verschiedene Nebenjobs, unter anderem als Tierarzthelferin, Kellnerin und Bürokraft in einer Fahrschule. So konnte ich zunächst in verschiedenste Bereiche hineinschnuppern und wusste daher zumindest schon einmal, was ich nicht wollte. Mit diesem Wissen gründete ich 2005 ein eigenes Unternehmen, doch diese Idee scheiterte zunächst. Vor einigen Jahren kam ich auf die Idee, eine ganz andere Art der Stadtführung zu erfinden. Die Stadtspiele entwickelte ich aber zunächst nebenberuflich, erst 2013 traf ich die Entscheidung, auch hauptberuflich Unternehmerin zu sein. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Ganz im Gegenteil: angestellt zu sein ist für mich heute keine berufliche Option mehr.

FB: Wie viele Stadtspiele gibt es denn inzwischen?

Mittlerweile gibt es die Schnitzeljagden unter anderem von Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg, München und auch von Wien und Prag. Innerhalb der Städte sind meist auch verschiedene Touren verfügbar, je nachdem ob man lieber die Altstadt bzw. Innenstadt entdecken möchte oder vielleicht doch lieber einen bestimmten Stadtteil. Insgesamt gibt es 32 verschiedene Stadtspiele zur Auswahl und es kommen immer wieder neue dazu. Als Nächstes ist das schöne Rom geplant.

FB: Stemmst Du das alles allein oder hast Du auch Mitarbeiter?

Momentan beschäftige ich vier festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Aushilfe, mit denen ich mich im eigenen Laden in Dresden, der auch als Büro, Lager und Produktionsstätte dient, um die Weiterentwicklung der Stadtspiele kümmere. In den nächsten Jahren wollen wir stetig und nachhaltig weiterwachsen. Ich plane, jedes Jahr mehrere neue Schnitzeljagden zu entwickeln, so dass wir in fünf Jahren an die 50 verschiedene Stadtspiele haben werden. Auch neue Mitarbeiter möchte ich einstellen.

FB: Wie entsteht ein Stadtspiel, kannst Du das genauer beschreiben?

Begonnen wird erst einmal immer mit einer gründlichen Recherche zur geplanten Tour vom Schreibtisch aus. Ausgerüstet mit Fotokamera und Notizbuch folge ich dann der am Schreibtisch grob ausgearbeiteten Schnitzeljagd in der jeweiligen Stadt. Nachdem die Texte zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten recherchiert und geschrieben wurden, werden die Rätsel an den einzelnen Stationen für die Schnitzeljagd erfunden. Danach folgt die grafische Gestaltung der jeweiligen Postkarten. Nach dem Druck der Karten werden alle Stadtspiele per Hand verpackt bei uns im Laden, dazu werden die Stadtspiel-Boxen gefaltet und mit den eigens designten Produktaufklebern händig beklebt. 

FB: Und wie läuft so eine Schnitzeljagd dann genau ab?

Um loszulegen, benötigt man lediglich die entsprechende Stadtspiel-Box und entscheidet dann selbst, wie viele Personen man mitnehmen, wann man starten und wie viel Zeit man sich an jeder Sehenswürdigkeit lassen möchte. In der Stadtspiel-Box liegt eine kurze Erklärung mit dem Hinweis zum Startpunkt. Außerdem findet man darin 8 bis 16 Briefumschläge, je nach gewählter Tour, und einen Lösungsumschlag. Die Hinweise und Foto-Karten führen dann von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Durch die Antwort auf jede Frage erfährt man, welchen Umschlag man als Nächstes öffnen soll und wie es weitergeht. Die etwas andere Stadtführung kann auch jederzeit in einem Café oder Restaurant unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt fortgesetzt werden. Ganz nach Lust und Laune.

FB: Für wen eignen sich die Stadtspiel-Boxen?

Unsere Kunden sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen. Das sind Familien, aber auch Mamas, die einen Kindergeburtstag planen und sich die Fragen nicht selbst überlegen wollen. Aber auch Touristen zählen dazu oder Lehrer –  für Klassenfahrten sind die Stadtspiele nämlich auch eine coole Idee. Auch für Junggesellenabschiede werden die Boxen gern gekauft.

FB: Wie schaffst Du es, als zweifache Mama, Beruf und Familie unter einen Hut zur kriegen?

Das ist für mich immer noch eine große Herausforderung. Denn es ist leider für Frauen immer noch sehr schwierig, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Gerade wenn man kleinere Kinder hat und auf die leider immer noch unflexiblen Betreuungszeiten angewiesen ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Frauen als Unternehmerinnen, gerade wenn sie noch jung sind, oft nicht ernst genommen werden und sich den Respekt erst erarbeiten müssen. Am Herzen liegt es mir deshalb ganz besonders, Frauen darin zu bestärken, eigene Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Deshalb engagiere ich mich unter anderem im Vorstand des Landesverbandes Sachsen / Sachsen-Anhalt im Verband deutscher Unternehmerinnen e.V.

Ein Gastbeitrag von Ricarda. Wer kennt es nicht? Zieht der neue Tag heran, bringt er im Alltag zumeist ein durchgetaktetes Stundenkonstrukt aus Terminen, Pflichten, Aufgaben, Telefonaten und Fahrereien mit sich.

Wer sich heutzutage als Frau im Berufsleben befindet, hat zumeist alles – nur kaum Zeit für sich. Vor allem dann, wenn man (Frau) auch Mutter ist. Familienleben, Haushalt, Partnerschaft, Alltagsorganisation – unzählige Mütter dürften abends erschöpft ins Bett sinken und vielen Singlefrauen mit stressigen Jobs geht es ebenso.

Logisch, dass das auf Dauer schlaucht und auch frustriert. Da manche Lebenssituationen naturgemäß von heute auf morgen nicht zu ändern sind (wer kann schon final aussteigen, auswandern oder beruflich nur noch das machen, worauf er Lust hat?) geht es meist nicht anders, als die Dinge erstmal im Kleinen zu ändern. Wenn man denn bereit ist, auf diese Art etwas für sich zu tun.

Prima geeignet für die Änderung im Kleinen ist das Morgenritual. Meist bleibt ja in der Frühe nicht gerade Zeit für Muße, vor allem dann nicht, wenn eine ganze Familie erst aus dem Bett und dann aus dem Haus muss.

Warum sich aber nicht davor etwas Zeit gönnen und den Tag in aller Ruhe alleine beginnen? Klar, das kappt natürlich ein Stück von der Schlafenszeit, für Leute mit hohem Schlafbedarf mag das vielleicht anfangs gar wie eine Horrorvorstellung erscheinen. Aber man muss es ja nicht übertreiben. Und: die Umstellung zum etwas eher Aufstehen gelingt meist sehr gut!

Ich – Mama von zwei Kindern, verheiratet – handhabe das für mich so:

Ich stehe 40 Minuten vor dem allgemeinen Familien-Aufstehen auf und knipse die Kaffeemaschine (abends schon befüllt) an. Während ich kurz ins Bad husche, wabert schon Kaffeeduft durch den Raum, was ich sehr mag.

Mit dem warmen Getränk und einer Zeitung ziehe ich mich gemütlich auf meinen Lieblingssessel zurück und genieße die morgendliche Stille. Sowohl im Haus als auch draußen (wir leben abseits von lautem Straßenverkehr) ist alles ruhig – perfekt, um in dieser Atmosphäre den Kaffee zu genießen und die Zeitung zu lesen.

Ein kleines Zeitfenster, in dem ich mich in Ruhe mal dem Lesen widmen kann – wahrhaft ein Luxus für mich! Ganz ehrlich! Alternativ lese ich in diesem morgendlichen Zeitrahmen auch mal ein Buch oder setzte mich an den Computer, um ganz in Ruhe durch die Neuigkeiten zu surfen.

Sind die besagten 40 Minuten um, wecke ich den Rest der Familie und das quirlige Familienleben beginnt. Ich für mich ziehe aus dem kleinen Morgenritual viel Kraft und gehe mit mehr Ruhe und Energie in den Tag. Absolut empfehlenswert!

Und auch für viel beschäftigte Single-Frauen habe ich einen Tipp, mit dem es sich energievoll in den Tag starten lässt.

Auch eigenerprobt, natürlich. Für mich nur leider in meiner derzeitigen Lebenssituation mit kleinen Kindern und nicht unmittelbar in einem Stadtzentrum lebend, nicht umsetzbar. Aber als Single, als ich mitten in der City lebte, gestaltete ich einst mein Morgenritual mit:

Schwimmen gehen.

Morgens um sieben oder eher.

Natürlich kostet das – vor allem in der dunklen Jahreszeit – erstmal Überwindung. Aber erstens ist es gerade zu so einer Uhrzeit meistens noch relativ leer in öffentlichen Schwimmhallen und Schwimmhallen in Fitness-Studios und zweitens ist es ein unbeschreibliches relaxtes Gefühl, nach dem Schwimmen in den Tag zu starten. Ob man direkt vom Schwimmen zum Job fährt oder sich daheim noch ein gesundes Frühstück gönnt, hängt wohl von der Lage der Schwimm-Örtlichkeit ab. Ich habe es damals, als ich meine Tage mit Schwimmen begonnen habe, so gehandhabt, dass ich danach zuhause noch gefrühstückt habe, da es zu meiner Wohnung nicht weit war.

Wer allerdings doch ein Stückchen länger zur nächsten Schwimm-Location fahren oder laufen muss und diesen Aufwand nicht täglich betreiben will, sollte circa zweimal wöchentlich auf diese Art in den Tag starten. Das ist dem körperlichen Wohlbefinden mehr als zuträglich und immerhin besser als nichts.

Hat man sich erstmal an die eine oder andere Art, den Tag so zu beginnen, gewöhnt, will man einen solchen Start im Alltag nicht mehr missen.

Und fühlt sich natürlich um Längen entspannter, als ohne ein solches Ritual!

Natürlich kann es gut sein, dass es trotz allem nicht jedermanns Sache ist, aber mein Tipp wäre: ausprobieren lohnt! Dem eigenen Wohlbefinden zuliebe.

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Eine kurios-irritierende Meldung kommt aktuell aus Schweden – hier hatte sich eine Mutter die Namen ihrer Kinder eintätowieren lassen, aber wohl nicht mit dem Dilettantismus des Tätowierers gerechnet.

Denn der gestaltete die Tätowierung alles andere als gewünscht, machte aus dem Kindernamen „Kevin“ ein „Kelvin“. Sicherlich unbeabsichtigt, aber dennoch folgenreich.

Die Mitteldeutsche Zeitung schreibt hierzu:

Sich den Namen der eigenen Kinder unter die Haut stechen zu lassen, ist quasi Alltag – aber was ist, wenn sich der Tätowierer verschreibt? In der schwedischen Kleinstadt Kyrkhult soll genau das passiert sein, berichtet die schwedische Zeitung „Blekinge Läns Tidning”.

Johanna Sandström wollte die Namen ihrer Kinder Nova und Kevin tätowiert haben, sie bekam aber „Nova & Kelvin“, wie ein Foto zeigt. Statt das Tattoo jedoch entfernen zu lassen, machten die Sandströms etwas Unglaubliches: Sie ließen den Namen ihres Sohnes in Kelvin ändern.

Der Junge sei zu dem Zeitpunkt keine zwei Jahre alt gewesen. Ihn habe das nicht gestört, so die Mutter gegenüber der Zeitung. Zudem habe sie den Namen Kelvin vorher nie gehört, er sei einzigartig. „Wir finden Kelvin inzwischen besser als Kevin“, sagt sie. (mz)“

Nun ja – es ist ein absolut ungewöhnlicher Schritt, ja! Aber: wenn man es recht bedenkt, klingt „Kelvin“ eigentlich auch gar nicht so schlecht und seltener als die Version ohne „L“ ist der Name ohnehin.

Hinzu kommt der an sich glückliche Umstand, dass das Kind noch so klein ist, mit acht oder neun Jahren wäre das schon was ganz anderes gewesen. So oder so – der Fall dürfte einmalig sein und einmal mehr beweisen, dass man sich die Sache mit einer Tätowierung ganz genau überlegen sollte. Heute sind Tattoos in, klar. Aber was ist im Alter – sieht eine Tätowierung auf etwas knittriger Haut wirklich noch gut aus (mehr dazu hier)? Ganz abgesehen davon, dass der Tätowierer sich verschreiben könnte….!

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Mama mit Kind

Familie und Job vereinbaren – ein großes Thema auf allen Kanälen. Vor allem auf Mama-Blogs widmet man sich fast täglich dem Alltag von Müttern, der viel zu häufig mit beruflichen Belangen so gar nicht vereinbar ist. Aus vielen dieser Beiträge klingt oft ein schlechtes Gewissen heraus, viele Mamas gestehen, dass sie die Vereinbarkeit nicht stemmen oder – das ist zuallermeist der Fall – gar nicht realisieren können. Meist kommt irgendwas zu kurz: die Arbeit, der Haushalt, das Familienleben. Oft ist das auch unabhängig davon, ob man eine Partnerschaft hat oder nicht. Natürlich ist es für Alleinerziehende ungleich schwerer, den Alltag gewuppt zu bekommen, als für Menschen, die einen Partner haben. Wenn aber beide Partner (voll) arbeiten gehen und parallel (kleine) Kinder haben, ist die Vereinbarung auch hier kaum gegeben.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist große Herausforderung

Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen vor allem in der Politik und nicht selten auch an den Herausforderungen des beruflichen Alltags. Natürlich sind viele Unternehmen bemüht, ihren Angestellten Vereinbarkeit von Familie und Beruf angedeihen zu lassen, aber nicht immer ist das (gut) möglich.

Wahrscheinlich wird es auch noch einige Zeit dauern, bis von einer wirklich guten Vereinbarkeit hierzulande gesprochen werden kann. Bis dahin aber müssen Eltern oder alleinerziehende Mamas oder Papas ihr Leben mit Kind(ern) gestalten. Und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich kein Elternteil von äußeren Faktoren stressen lässt. Sei es, weil medial viel zu oft regelrechte „Super-Mütter“ vorgestellt oder Mamas, die schon Wochen nach der Geburt ihr Leben mit links regeln in den Himmel gehoben werden.

Wer sich daran orientiert, stresst sich, setzt sich unter Druck und macht sich selbst das Leben schwer. Denn: solche Wesen sind doch nun wirklich die absolute Ausnahme oder aber prominent. Oder adelig. Oder Lottogewinnerinnen. Was auch immer, auf jeden Fall sind sie: selten.

Der normale Alltag mit Kindern wird, wenn die Eltern berufstätig sind, immer seinen Tribut fordern.

Und da ist – ehrlich gesagt – die nicht gebügelte Wäsche oder der Stapel Geschirr in der Spüle wohl das geringste Problem. Auch die Tatsache, dass es an ein, zwei Abenden der Woche mal Pizza oder Frikassee aus der Fertigpackung gibt, ist kein Weltuntergang.

Bloß kein schlechtes Gewissen!

Sondern ganz normal, wenn man hierzulande als berufstätige Mama (und/oder Papa) den Familienalltag stemmen muss. Hier sollte man sich am besten an gar keinem orientieren, denn die anderen haben die selben Probleme. Ausgenommen Promis und VIP´S – siehe oben. Am besten wäre es, diese „Schlechte-Gewissen“-Thematik würde aus den Themenbereichen der Mama- und Familienblogs verschwinden! Denn diese trägt – wenn auch sicher nicht gewollt – dazu bei, dass das schlechte Gewissen weiterhin sein Existenzrecht bei Müttern und Vätern, die eben keine hundertprozentige Vereinbarkeit für sich verbuchen können, fordert.

Das braucht kein Mensch!

Aber ein Familienleben, das diesen Namen auch verdient hat und für das – trotz Job und Alltag – immer noch genügend Zeit ist, das brauchen Leute mit Kindern. Dafür müssen die Verantwortlichen sich stark machen! Weil das aber offenbar immer noch ziemlich viel Anschub benötigt, gibt es Landesfamilienverbände, die bei diesem Thema auch politisch Druck machen.

So zum Beispiel der SHIA e. V. Landesfamilienverband Sachsen, der in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon vieles auf die Beine gestellt hat und dies auch zukünftig zu tun gedenkt, siehe hier.

Insofern heißt die Devise für alle Eltern, die den Alltag zwischen Kind(ern), Job und den täglichen Pflichten bewältigen: nicht stressen lassen! Und unter Druck setzen lassen schon gar nicht!

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Die Kinder, der Beruf und nicht zuletzt die mehr oder weniger lästigen Pflichten, die tagtäglich anfallen: als Mama ist man oft diejenige, die den Familienalltag von A bis Z organisiert – als alleinerziehende Mutter sowieso. Dass man dabei schnell an seine Grenzen kommt, ist klar. Viele berufstätige Frauen mit Kindern fühlen sich deshalb oft ausgebrannt, erschöpft und ohne Energie. Mit dem Kind dem Sonnenuntergang entgegen träumen – wie im Bild links zu sehen – ist, wenn überhaupt, nur im Urlaub möglich.

Denn im Alltag muss freilich alles seinen Gang gehen, ganz gleich, ob das Kind krank, die Mama erschöpft oder der Job gerade extrem anstrengend ist.

Sich in dieser Situation als Mutter klar zu strukturieren ist eine Kunst, die mal mehr und mal weniger gut beherrscht wird.

Um hier neue Energie zu tanken und sich selbst als Mama und Frau nicht zu verlieren, gibt es die Möglichkeit des Mama-Coachings. Julia Ressel aus Niesky (im Bild) bietet diese Art der Unterstützung an. Sie kennt das Alltagsleben mit Nachwuchs, denn sie hat selbst zwei Kinder im Vorschulalter.

Neben ihrer Arbeit als Mama-Coach ist sie zudem als virtuelle Assistentin tätig und kann dadurch ihre Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf gut händeln. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihren Mama-Alltag und die Bedürfnisse ihrer Kundinnen, die Mama-Coachings bei ihr buchen. Auch über ihr spannendes Online-Business, das sie in Kontakt mit Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet bringt, verrät Julia interessante Details.

FB: Julia, Du bist Mama-Coach – was genau muss man sich darunter vorstellen?

Ich unterstütze Mamas dabei ihren Alltag mit ihren Kindern bedürfnisorientierter zu gestalten. Wir Mamas vergessen uns selbst viel zu schnell selbst in unserem Familien Alltag. Ich leite Mamas in meinen Coachings dazu an, wieder sich selbst an erste Stelle zu setzen und sich ihren Bedürfnissen bewusst zu werden und diese dann auch im Alltag mit ihren Kindern zu erfüllen. Das mache ich alles online über Skype, in Einzel- und Gruppencoachings.

FB: Um welche Themen geht es in Deinem Coaching vordergründig?

Selbstliebe & Selbstbewusstsein, mehr Gelassenheit, mehr Energie im Mama Alltag.

FB: Wie läuft ein Mama-Coaching bei Dir konkret ab?

Im Einzelcoaching gibt es erst ein kostenloses Kennenlern Gespräch, in dem ich den Coachee kennenlerne und von seiner Situation erfahre. Sollten wir beide dann feststellen, dass wir gut zueinander passen, entscheidet sich die Mama für eines meiner Coaching Pakete. Eine Session dauert etwa 60 Minuten. Die Gruppen Coachings finden monatlich statt. Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto und es nehmen maximal drei Mamas pro Gruppe teil.

FB: Was für Mamas melden sich bei Dir und wo liegt deren Bedarf?

Da sind die unterschiedlichsten Mamas dabei. Von 20 bis 40, 1 Kind bis 4 Kinder, alleinerziehend oder mit Partner. Bei vielen Mamas ist wirklich der Knackpunkt „Wie finde ich wieder mehr Zeit für mich?“ und „Wie ziehe ich aus dieser Zeit besonders viel Energie für den Familien Alltag?“

FB: Parallel arbeitest Du auch als virtuelle Assistentin – erzähl doch hierüber mal etwas mehr!

Mir war als alleinerziehende Mama wichtig, ein weiteres Standbein in der Selbständigkeit zu haben. Aus meinen Hobbys und Leidenschaften hat sich dann meine Spezialisierung als Virtuelle Assistentin ergeben. Ich berate Unternehmer, Coaches, Selbständige rund um ihre Auftritte in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube. Außerdem vertone ich für meine Kunden Podcast, Werbefime, Ebooks und Onlinekurse.

FB: Du bist selbst Mama von zwei Kindern – wie stemmst Du persönlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Ein riesen Vorteil ist, dass ich für meinen Beruf brenne, ihn leidenschaftlich gern tue. Außerdem bin ich durch die Selbständigkeit und das Arbeiten von zu Hause sehr flexibel für meine Kinder bei zum Beispiel Krankheit. Und nebenbei wasche ich schnell mal Wäsche oder sauge die Wohnung durch.

FB: Ist die Thematik der Vereinbarkeit auch Thema bei Deinen Klientinnen? Wenn ja, inwiefern?

Viele Mamas sind einfach schon von ihrem Job erschöpft und haben dann kaum noch Kraft für ihren Familien Alltag. Einige sind auch genervt von der mangelnden Flexibilität ihrer Arbeitgeber, wenn es um die Kinder geht.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Wenn ich aus dem Kindergarten wieder zu Hause bin und das Chaos beseitigt und ein bisschen Haushalt gemacht habe, starte ich meist mit meinen eigenen Social Media Aktivitäten, bevor ich dann Kundenaufträge bearbeite oder coache. Meist arbeite ich bis 13 Uhr, um danach noch einzukaufen und alles andere zu erledigen, bevor die Kinder gegen 15.00 Uhr wieder nach Hause kommen.

FB: Wenn in Deinem Alltag einmal Zeit nur für Dich bleibt, wie nutzt Du sie? Gibt es Hobbys?

Julia: Ich meditiere, lese oder mache Yoga. Mir sind aber auch die Beziehungen zu meinen Freunden sehr wichtig und ich pflege sie sehr stark.

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