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Sie zählen leider schon zu den alltäglichen Nachrichten: die Meldungen über Brände in Wohnungen oder Häusern, bei denen es Verletzte oder gar Tote gab. Nicht selten sind Kinder betroffen, die schlimme Verbrennungen davontragen oder sogar sterben. Um solche Katastrophen mehr und mehr einzudämmen, gibt es viel Bewegung in Sachen Rauchmelder.

Die kleinen, piepsigen Warner sind mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht, zumindest was Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, die zu Rettungswegen führen, betrifft.

Allerdings kann auch eine so gute Erfindung wie der Rauchmelder nicht verhindern, dass es Menschen gibt, die einen so festen Schlaf haben, dass sie das gellende Piepsen nicht hören. Auch Kinder gehören dazu. Wer einmal erlebt hat, wie selig ein Kind schläft, während draußen ein Flugzeug über die Dächer hinweg brummt, wird wohl wissen was gemeint ist…!

Diese Überlegungen waren es sicher, die Forscher eines amerikanischen Hospitals dazu bewegt haben, herauszufinden, wie es wäre, wenn im Ernstfall das gellige Piepsen durch die Mutterstimme ersetzt würde.

Auf dem Portal pressetext.de liest sich das wie folgt:

„Viele kleine Kinder reagieren bei Bränden im heimischen Bereich nicht auf die durchdringenden Töne von Rauchmeldern, sondern viel eher auf die Stimme der eigenen Mutter. Forscher des Nationwide Children’s Hospital haben die Eigenschaften von vier Rauchmeldern untersucht. Sie wollten feststellen, welche am besten dazu geeignet sind, Kinder bei einem Brandalarm zuverlässig aufzuwecken.(…)
Getestet wurden drei Alarme, bei denen die Stimme der Mutter zusätzlich zu den höhen Tönen zum Einsatz kam. An der Studie nahmen 176 Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren teil, die im Schlafforschungszentrum in Columbus im US-Bundesstaat Ohio beobachtet wurden. Es zeigte sich, dass ein schlafendes Kind rund drei Mal so wahrscheinlich von einem der drei Sprachalarme geweckt wurde als wenn nur die gebräuchlichen Signale verwendet wurden. Die Rauchmelder mit der Stimme der Mutter weckten 86 bis 91 Prozent der Kinder. 84 Prozent flohen darauf aus dem Schlafzimmer. Bei reinen Tonsignalen lagen diese Werte bei nur 53 beziehungsweise 51 Prozent.
Zusätzlich wurde untersucht, wie sich die verschiedenen Arten der Alarme auf die Zeit auswirkten, die die Kinder benötigten, um aus dem Schlafzimmer zu gelangen. Bei einem wirklichen Feuer können Sekunden entscheidend sein. Wacht ein Kind zwar auf, braucht aber zu lange, um das brennende Gebäude zu verlassen, kann es zu ernsten Verletzungen und Todesfällen kommen. Durchschnittlich benötigten die Kinder bei einem schrillen Tonsignal dafür 282 Sekunden, das entspricht fast fünf langen Minuten. Bei den Alarmen, die eine Stimme einsetzten, lag dieser Wert zwischen 18 und 28 Sekunden.(…)
Das menschliche Gehirn reagiert auf das Hören des eigenen Namens anders als auf andere Klänge. Das ist selbst dann der Fall, wenn ein Mensch schläft. Daher wollten die Forscher auch herausfinden, ob das Hören des eigenen Vornamens bei der Effektivität der Rauchmelder einen Unterschied macht. Hier konnten jedoch keine Unterschiede nachgewiesen werden.
Laut Co-Autor Mark Splaingard sind schlafende Kinder gegenüber Tönen bemerkenswert resistent. „Kinder schlafen länger und tiefer als Erwachsene. Es sind auch lautere Töne erforderlich, damit sie aufwachen. Aus diesem Grund wachen sie auch bei einem nächtlichen Feuer weniger wahrscheinlich auf und finden den Weg ins Freie.“ Die im „Journal of Pediatrics“ veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten daher, so der Experte, ganz konkret helfen, Menschenleben zu retten.“

Klingt einleuchtend! Die Chancen dürften gut stehen, dass diese Forschungsergebnisse dazu dienen, ein solches Gerät zu entwickeln. Im Hinblick auf die vielen, vielen Brände, die jedes Jahr weltweit in Privatdomizilen ausbrechen und so viele minderjährige Opfer fordern, wäre das zumindest einen Versuch wert.

Es bleibt deshalb abzuwarten, ob uns die Mutterstimme im Rauchmelder nicht schon bald im Baumarkt begegnet!

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Das Social-Media-Team der Sendung Frau-TV postete dieser Tage auf der gleichnamigen Facebook-Seite einen kurzen Film über eine geschiedene Mutter mit vier Kindern, die nach der Trennung von ihrem Mann als Alleinerziehende kurzerhand ein neues Haus baute. Der Grund ist simpel und wird wohl vielen Frauen, die Trennungen hinter sich haben, einleuchten: alles im Haus erinnerte die Geschiedene an ihren einstigen Partner.

Also macht sie Nägel mit Köpfen und baute – als auch der Kauf neuer Möbel nichts an der Atmosphäre im Haus änderte und die Erinnerungen blieben – für sich und den Nachwuchs ein neues Domizil.

Die Reaktionen der Userinnen auf der Frau-TV-Facebook-Seite fallen teilweise heftig aus, eines der häufigsten Wörter, das man in den Kommentaren dazu liest, lautet: „unrealistisch!“.

Viele Frauen beklagen auf der Facebook-Seite der Frauensendung, dass eine solche Situation doch den wenigsten getrennten Frauen vergönnt ist und verweisen auf die oftmals prekäre Lage, in der sich doch recht viele Frauen, die nach einer Scheidung mit Kind(ern) alleine dastehen, befinden.

Eine Userin kommentiert den Film so:

„Schon toll so eine finanzielle Möglichkeit zu haben und ich gönne es ihr und ihren vier Kindern. Toller Neustart!! Für die Mehrheit jedoch absolut unrealistisch…“

Eine andere findet eine konkretere Bezeichnung für das Beispiel der Bauherrin, sie redet von „Luxusbeispiel“.

Nun, es dürfte wahrlich eine Ausnahme sein, dass sich eine geschiedene Frau mit vier Kindern für den familiären Neustart ein Haus baut oder bauen lässt.

Allerdings gilt auch hier: wer die Möglichkeit hat, der macht es eben. Es sind aber halt nur ganz wenige weibliche Zeitgenossinnen, die sowas umsetzen können. Viele andere Frauen, die sich nach einer Trennung oder Scheidung neu sortieren müssen, sind meist sogar gezwungen, sich für den neuen Lebensabschnitt eher zu verkleinern – zum Beispiel dann, wenn die einst gemeinsam genutzte Immobilie aufgrund der Trennung verkauft wird. Oder wenn das Familien-Budget um Längen knapper ist.

Diese und andere Situationen – meist eigene Lebenserfahrungen – skizzieren einige Frauen in den Kommentaren unter dem Film. Es ist durchaus interessant, sich einmal quer durch diese Meinungen zu lesen.

Wenn Sie das auch tun wollen und sich zugleich die besagte Sequenz anschauen wollen:

sie wurde am 27. September 2018 auf der Facebook-Seite von Frau-TV veröffentlicht und zwar hier.

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Mehr Zeit mit der eigenen Familie – das wünschen sich die meisten Kinder! Wie wäre es, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs auf eine spannende Entdeckungstour durch die eigene Heimatstadt oder durch fremde Städte begeben?

Möglich macht das das Stadtspiel, eine Art Schnitzeljagd, auf der Sie immer wieder Rätsel lösen müssen, um den nächsten Hinweis zu finden.

Das Stadtspiel ist eine neue und andere Art, mit der Familie oder mit Freunden etwas über die eigene Heimatstadt oder fremde Städte zu lernen. Denn mit der Stadtspiel-Box kann man die gewünschte Stadt auf eigene Faust erkunden und muss keine normale Stadtführung buchen.

Durch das Lösen von spannenden Rätseln entdeckt man gemeinsam mit seiner Familie und/oder Freunden den Weg durch die jeweilige Stadt und erfährt dabei an jeder Station wissenswerte Details zum Standort und zu den Sehenswürdigkeiten.

Hinter dem Stadtspiel „Handmade in Dresden“ verbirgt sich kein großer Konzern, sondern pure Frauenpower der zweifachen Mutter Anja Gena (im Bild). Zusammen mit vier festangestellten Mitarbeiterinnen und einer Aushilfe kümmert sich Anja um die Weiterentwicklung der Stadtspiele.

FB: Anja, wie kamst Du auf die Idee, Stadtspiele zu produzieren?

Direkt nach dem Studium wusste ich zunächst nicht so recht, was ich eigentlich arbeiten soll und wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Seit der Schulzeit hatte ich immer wieder verschiedene Nebenjobs, unter anderem als Tierarzthelferin, Kellnerin und Bürokraft in einer Fahrschule. So konnte ich zunächst in verschiedenste Bereiche hineinschnuppern und wusste daher zumindest schon einmal, was ich nicht wollte. Mit diesem Wissen gründete ich 2005 ein eigenes Unternehmen, doch diese Idee scheiterte zunächst. Vor einigen Jahren kam ich auf die Idee, eine ganz andere Art der Stadtführung zu erfinden. Die Stadtspiele entwickelte ich aber zunächst nebenberuflich, erst 2013 traf ich die Entscheidung, auch hauptberuflich Unternehmerin zu sein. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Ganz im Gegenteil: angestellt zu sein ist für mich heute keine berufliche Option mehr.

FB: Wie viele Stadtspiele gibt es denn inzwischen?

Mittlerweile gibt es die Schnitzeljagden unter anderem von Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg, München und auch von Wien und Prag. Innerhalb der Städte sind meist auch verschiedene Touren verfügbar, je nachdem ob man lieber die Altstadt bzw. Innenstadt entdecken möchte oder vielleicht doch lieber einen bestimmten Stadtteil. Insgesamt gibt es 32 verschiedene Stadtspiele zur Auswahl und es kommen immer wieder neue dazu. Als Nächstes ist das schöne Rom geplant.

FB: Stemmst Du das alles allein oder hast Du auch Mitarbeiter?

Momentan beschäftige ich vier festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Aushilfe, mit denen ich mich im eigenen Laden in Dresden, der auch als Büro, Lager und Produktionsstätte dient, um die Weiterentwicklung der Stadtspiele kümmere. In den nächsten Jahren wollen wir stetig und nachhaltig weiterwachsen. Ich plane, jedes Jahr mehrere neue Schnitzeljagden zu entwickeln, so dass wir in fünf Jahren an die 50 verschiedene Stadtspiele haben werden. Auch neue Mitarbeiter möchte ich einstellen.

FB: Wie entsteht ein Stadtspiel, kannst Du das genauer beschreiben?

Begonnen wird erst einmal immer mit einer gründlichen Recherche zur geplanten Tour vom Schreibtisch aus. Ausgerüstet mit Fotokamera und Notizbuch folge ich dann der am Schreibtisch grob ausgearbeiteten Schnitzeljagd in der jeweiligen Stadt. Nachdem die Texte zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten recherchiert und geschrieben wurden, werden die Rätsel an den einzelnen Stationen für die Schnitzeljagd erfunden. Danach folgt die grafische Gestaltung der jeweiligen Postkarten. Nach dem Druck der Karten werden alle Stadtspiele per Hand verpackt bei uns im Laden, dazu werden die Stadtspiel-Boxen gefaltet und mit den eigens designten Produktaufklebern händig beklebt. 

FB: Und wie läuft so eine Schnitzeljagd dann genau ab?

Um loszulegen, benötigt man lediglich die entsprechende Stadtspiel-Box und entscheidet dann selbst, wie viele Personen man mitnehmen, wann man starten und wie viel Zeit man sich an jeder Sehenswürdigkeit lassen möchte. In der Stadtspiel-Box liegt eine kurze Erklärung mit dem Hinweis zum Startpunkt. Außerdem findet man darin 8 bis 16 Briefumschläge, je nach gewählter Tour, und einen Lösungsumschlag. Die Hinweise und Foto-Karten führen dann von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Durch die Antwort auf jede Frage erfährt man, welchen Umschlag man als Nächstes öffnen soll und wie es weitergeht. Die etwas andere Stadtführung kann auch jederzeit in einem Café oder Restaurant unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt fortgesetzt werden. Ganz nach Lust und Laune.

FB: Für wen eignen sich die Stadtspiel-Boxen?

Unsere Kunden sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen. Das sind Familien, aber auch Mamas, die einen Kindergeburtstag planen und sich die Fragen nicht selbst überlegen wollen. Aber auch Touristen zählen dazu oder Lehrer –  für Klassenfahrten sind die Stadtspiele nämlich auch eine coole Idee. Auch für Junggesellenabschiede werden die Boxen gern gekauft.

FB: Wie schaffst Du es, als zweifache Mama, Beruf und Familie unter einen Hut zur kriegen?

Das ist für mich immer noch eine große Herausforderung. Denn es ist leider für Frauen immer noch sehr schwierig, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Gerade wenn man kleinere Kinder hat und auf die leider immer noch unflexiblen Betreuungszeiten angewiesen ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Frauen als Unternehmerinnen, gerade wenn sie noch jung sind, oft nicht ernst genommen werden und sich den Respekt erst erarbeiten müssen. Am Herzen liegt es mir deshalb ganz besonders, Frauen darin zu bestärken, eigene Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Deshalb engagiere ich mich unter anderem im Vorstand des Landesverbandes Sachsen / Sachsen-Anhalt im Verband deutscher Unternehmerinnen e.V.

Ein Gastbeitrag von Ricarda. Wer kennt es nicht? Zieht der neue Tag heran, bringt er im Alltag zumeist ein durchgetaktetes Stundenkonstrukt aus Terminen, Pflichten, Aufgaben, Telefonaten und Fahrereien mit sich.

Wer sich heutzutage als Frau im Berufsleben befindet, hat zumeist alles – nur kaum Zeit für sich. Vor allem dann, wenn man (Frau) auch Mutter ist. Familienleben, Haushalt, Partnerschaft, Alltagsorganisation – unzählige Mütter dürften abends erschöpft ins Bett sinken und vielen Singlefrauen mit stressigen Jobs geht es ebenso.

Logisch, dass das auf Dauer schlaucht und auch frustriert. Da manche Lebenssituationen naturgemäß von heute auf morgen nicht zu ändern sind (wer kann schon final aussteigen, auswandern oder beruflich nur noch das machen, worauf er Lust hat?) geht es meist nicht anders, als die Dinge erstmal im Kleinen zu ändern. Wenn man denn bereit ist, auf diese Art etwas für sich zu tun.

Prima geeignet für die Änderung im Kleinen ist das Morgenritual. Meist bleibt ja in der Frühe nicht gerade Zeit für Muße, vor allem dann nicht, wenn eine ganze Familie erst aus dem Bett und dann aus dem Haus muss.

Warum sich aber nicht davor etwas Zeit gönnen und den Tag in aller Ruhe alleine beginnen? Klar, das kappt natürlich ein Stück von der Schlafenszeit, für Leute mit hohem Schlafbedarf mag das vielleicht anfangs gar wie eine Horrorvorstellung erscheinen. Aber man muss es ja nicht übertreiben. Und: die Umstellung zum etwas eher Aufstehen gelingt meist sehr gut!

Ich – Mama von zwei Kindern, verheiratet – handhabe das für mich so:

Ich stehe 40 Minuten vor dem allgemeinen Familien-Aufstehen auf und knipse die Kaffeemaschine (abends schon befüllt) an. Während ich kurz ins Bad husche, wabert schon Kaffeeduft durch den Raum, was ich sehr mag.

Mit dem warmen Getränk und einer Zeitung ziehe ich mich gemütlich auf meinen Lieblingssessel zurück und genieße die morgendliche Stille. Sowohl im Haus als auch draußen (wir leben abseits von lautem Straßenverkehr) ist alles ruhig – perfekt, um in dieser Atmosphäre den Kaffee zu genießen und die Zeitung zu lesen.

Ein kleines Zeitfenster, in dem ich mich in Ruhe mal dem Lesen widmen kann – wahrhaft ein Luxus für mich! Ganz ehrlich! Alternativ lese ich in diesem morgendlichen Zeitrahmen auch mal ein Buch oder setzte mich an den Computer, um ganz in Ruhe durch die Neuigkeiten zu surfen.

Sind die besagten 40 Minuten um, wecke ich den Rest der Familie und das quirlige Familienleben beginnt. Ich für mich ziehe aus dem kleinen Morgenritual viel Kraft und gehe mit mehr Ruhe und Energie in den Tag. Absolut empfehlenswert!

Und auch für viel beschäftigte Single-Frauen habe ich einen Tipp, mit dem es sich energievoll in den Tag starten lässt.

Auch eigenerprobt, natürlich. Für mich nur leider in meiner derzeitigen Lebenssituation mit kleinen Kindern und nicht unmittelbar in einem Stadtzentrum lebend, nicht umsetzbar. Aber als Single, als ich mitten in der City lebte, gestaltete ich einst mein Morgenritual mit:

Schwimmen gehen.

Morgens um sieben oder eher.

Natürlich kostet das – vor allem in der dunklen Jahreszeit – erstmal Überwindung. Aber erstens ist es gerade zu so einer Uhrzeit meistens noch relativ leer in öffentlichen Schwimmhallen und Schwimmhallen in Fitness-Studios und zweitens ist es ein unbeschreibliches relaxtes Gefühl, nach dem Schwimmen in den Tag zu starten. Ob man direkt vom Schwimmen zum Job fährt oder sich daheim noch ein gesundes Frühstück gönnt, hängt wohl von der Lage der Schwimm-Örtlichkeit ab. Ich habe es damals, als ich meine Tage mit Schwimmen begonnen habe, so gehandhabt, dass ich danach zuhause noch gefrühstückt habe, da es zu meiner Wohnung nicht weit war.

Wer allerdings doch ein Stückchen länger zur nächsten Schwimm-Location fahren oder laufen muss und diesen Aufwand nicht täglich betreiben will, sollte circa zweimal wöchentlich auf diese Art in den Tag starten. Das ist dem körperlichen Wohlbefinden mehr als zuträglich und immerhin besser als nichts.

Hat man sich erstmal an die eine oder andere Art, den Tag so zu beginnen, gewöhnt, will man einen solchen Start im Alltag nicht mehr missen.

Und fühlt sich natürlich um Längen entspannter, als ohne ein solches Ritual!

Natürlich kann es gut sein, dass es trotz allem nicht jedermanns Sache ist, aber mein Tipp wäre: ausprobieren lohnt! Dem eigenen Wohlbefinden zuliebe.

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Eine kurios-irritierende Meldung kommt aktuell aus Schweden – hier hatte sich eine Mutter die Namen ihrer Kinder eintätowieren lassen, aber wohl nicht mit dem Dilettantismus des Tätowierers gerechnet.

Denn der gestaltete die Tätowierung alles andere als gewünscht, machte aus dem Kindernamen „Kevin“ ein „Kelvin“. Sicherlich unbeabsichtigt, aber dennoch folgenreich.

Die Mitteldeutsche Zeitung schreibt hierzu:

Sich den Namen der eigenen Kinder unter die Haut stechen zu lassen, ist quasi Alltag – aber was ist, wenn sich der Tätowierer verschreibt? In der schwedischen Kleinstadt Kyrkhult soll genau das passiert sein, berichtet die schwedische Zeitung „Blekinge Läns Tidning”.

Johanna Sandström wollte die Namen ihrer Kinder Nova und Kevin tätowiert haben, sie bekam aber „Nova & Kelvin“, wie ein Foto zeigt. Statt das Tattoo jedoch entfernen zu lassen, machten die Sandströms etwas Unglaubliches: Sie ließen den Namen ihres Sohnes in Kelvin ändern.

Der Junge sei zu dem Zeitpunkt keine zwei Jahre alt gewesen. Ihn habe das nicht gestört, so die Mutter gegenüber der Zeitung. Zudem habe sie den Namen Kelvin vorher nie gehört, er sei einzigartig. „Wir finden Kelvin inzwischen besser als Kevin“, sagt sie. (mz)“

Nun ja – es ist ein absolut ungewöhnlicher Schritt, ja! Aber: wenn man es recht bedenkt, klingt „Kelvin“ eigentlich auch gar nicht so schlecht und seltener als die Version ohne „L“ ist der Name ohnehin.

Hinzu kommt der an sich glückliche Umstand, dass das Kind noch so klein ist, mit acht oder neun Jahren wäre das schon was ganz anderes gewesen. So oder so – der Fall dürfte einmalig sein und einmal mehr beweisen, dass man sich die Sache mit einer Tätowierung ganz genau überlegen sollte. Heute sind Tattoos in, klar. Aber was ist im Alter – sieht eine Tätowierung auf etwas knittriger Haut wirklich noch gut aus (mehr dazu hier)? Ganz abgesehen davon, dass der Tätowierer sich verschreiben könnte….!

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Familie und Job vereinbaren – ein großes Thema auf allen Kanälen. Vor allem auf Mama-Blogs widmet man sich fast täglich dem Alltag von Müttern, der viel zu häufig mit beruflichen Belangen so gar nicht vereinbar ist.

Aus vielen dieser Beiträge klingt oft ein schlechtes Gewissen heraus, viele Mamas gestehen, dass sie die Vereinbarkeit nicht stemmen oder – das ist zuallermeist der Fall – gar nicht realisieren können.

Meist kommt irgendwas zu kurz: die Arbeit, der Haushalt, das Familienleben. Oft ist das auch unabhängig davon, ob man eine Partnerschaft hat oder nicht. Natürlich ist es für Alleinerziehende ungleich schwerer, den Alltag gewuppt zu bekommen, als für Menschen, die einen Partner haben. Wenn aber beide Partner (voll) arbeiten gehen und parallel (kleine) Kinder haben, ist die Vereinbarung auch hier kaum gegeben.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen vor allem in der Politik und nicht selten auch an den Herausforderungen des beruflichen Alltags. Natürlich sind viele Unternehmen bemüht, ihren Angestellten Vereinbarkeit von Familie und Beruf angedeihen zu lassen, aber nicht immer ist das (gut) möglich.

Wahrscheinlich wird es auch noch einige Zeit dauern, bis von einer wirklich guten Vereinbarkeit hierzulande gesprochen werden kann. Bis dahin aber müssen Eltern oder alleinerziehende Mamas oder Papas ihr Leben mit Kind(ern) gestalten.

Und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich kein Elternteil von äußeren Faktoren stressen lässt. Sei es, weil medial viel zu oft regelrechte „Super-Mütter“ vorgestellt oder Mamas, die schon Wochen nach der Geburt ihr Leben mit links regeln in den Himmel gehoben werden.

Wer sich daran orientiert, stresst sich, setzt sich unter Druck und macht sich selbst das Leben schwer.

Denn: solche Wesen sind doch nun wirklich die absolute Ausnahme oder aber prominent. Oder adelig. Oder Lottogewinnerinnen. Was auch immer, auf jeden Fall sind sie: selten.

Der normale Alltag mit Kindern wird, wenn die Eltern berufstätig sind, immer seinen Tribut fordern.

Und da ist – ehrlich gesagt – die nicht gebügelte Wäsche oder der Stapel Geschirr in der Spüle wohl das geringste Problem. Auch die Tatsache, dass es an ein, zwei Abenden der Woche mal Pizza oder Frikassee aus der Fertigpackung gibt, ist kein Weltuntergang.

Sondern ganz normal, wenn man hierzulande als berufstätige Mama (und/oder Papa) den Familienalltag stemmen muss. Hier sollte man sich am besten an gar keinem orientieren, denn die anderen haben die selben Probleme. Ausgenommen Promis und VIP´S – siehe oben. Am besten wäre es, diese „Schlechte-Gewissen“-Thematik würde aus den Themenbereichen der Mama- und Familienblogs verschwinden! Denn diese trägt – wenn auch sicher nicht gewollt – dazu bei, dass das schlechte Gewissen weiterhin sein Existenzrecht bei Müttern und Vätern, die eben keine hundertprozentige Vereinbarkeit für sich verbuchen können, fordert.

Das braucht kein Mensch!

Aber ein Familienleben, das diesen Namen auch verdient hat und für das – trotz Job und Alltag – immer noch genügend Zeit ist, das brauchen Leute mit Kindern. Dafür müssen die Verantwortlichen sich stark machen! Weil das aber offenbar immer noch ziemlich viel Anschub benötigt, gibt es Landesfamilienverbände, die bei diesem Thema auch politisch Druck machen.

So zum Beispiel der SHIA e. V. Landesfamilienverband Sachsen, der in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon vieles auf die Beine gestellt hat und dies auch zukünftig zu tun gedenkt, siehe hier.

Insofern heißt die Devise für alle Eltern, die den Alltag zwischen Kind(ern), Job und den täglichen Pflichten bewältigen: nicht stressen lassen! Und unter Druck setzen lassen schon gar nicht!

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Die Kinder, der Beruf und nicht zuletzt die mehr oder weniger lästigen Pflichten, die tagtäglich anfallen: als Mama ist man oft diejenige, die den Familienalltag von A bis Z organisiert – als alleinerziehende Mutter sowieso. Dass man dabei schnell an seine Grenzen kommt, ist klar. Viele berufstätige Frauen mit Kindern fühlen sich deshalb oft ausgebrannt, erschöpft und ohne Energie. Mit dem Kind dem Sonnenuntergang entgegen träumen – wie im Bild links zu sehen – ist, wenn überhaupt, nur im Urlaub möglich.

Denn im Alltag muss freilich alles seinen Gang gehen, ganz gleich, ob das Kind krank, die Mama erschöpft oder der Job gerade extrem anstrengend ist.

Sich in dieser Situation als Mutter klar zu strukturieren ist eine Kunst, die mal mehr und mal weniger gut beherrscht wird.

Um hier neue Energie zu tanken und sich selbst als Mama und Frau nicht zu verlieren, gibt es die Möglichkeit des Mama-Coachings. Julia Ressel aus Niesky (im Bild) bietet diese Art der Unterstützung an. Sie kennt das Alltagsleben mit Nachwuchs, denn sie hat selbst zwei Kinder im Vorschulalter.

Neben ihrer Arbeit als Mama-Coach ist sie zudem als virtuelle Assistentin tätig und kann dadurch ihre Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf gut händeln. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihren Mama-Alltag und die Bedürfnisse ihrer Kundinnen, die Mama-Coachings bei ihr buchen. Auch über ihr spannendes Online-Business, das sie in Kontakt mit Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet bringt, verrät Julia interessante Details.

FB: Julia, Du bist Mama-Coach – was genau muss man sich darunter vorstellen?

Ich unterstütze Mamas dabei ihren Alltag mit ihren Kindern bedürfnisorientierter zu gestalten. Wir Mamas vergessen uns selbst viel zu schnell selbst in unserem Familien Alltag. Ich leite Mamas in meinen Coachings dazu an, wieder sich selbst an erste Stelle zu setzen und sich ihren Bedürfnissen bewusst zu werden und diese dann auch im Alltag mit ihren Kindern zu erfüllen. Das mache ich alles online über Skype, in Einzel- und Gruppencoachings.

FB: Um welche Themen geht es in Deinem Coaching vordergründig?

Selbstliebe & Selbstbewusstsein, mehr Gelassenheit, mehr Energie im Mama Alltag.

FB: Wie läuft ein Mama-Coaching bei Dir konkret ab?

Im Einzelcoaching gibt es erst ein kostenloses Kennenlern Gespräch, in dem ich den Coachee kennenlerne und von seiner Situation erfahre. Sollten wir beide dann feststellen, dass wir gut zueinander passen, entscheidet sich die Mama für eines meiner Coaching Pakete. Eine Session dauert etwa 60 Minuten. Die Gruppen Coachings finden monatlich statt. Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto und es nehmen maximal drei Mamas pro Gruppe teil.

FB: Was für Mamas melden sich bei Dir und wo liegt deren Bedarf?

Da sind die unterschiedlichsten Mamas dabei. Von 20 bis 40, 1 Kind bis 4 Kinder, alleinerziehend oder mit Partner. Bei vielen Mamas ist wirklich der Knackpunkt „Wie finde ich wieder mehr Zeit für mich?“ und „Wie ziehe ich aus dieser Zeit besonders viel Energie für den Familien Alltag?“

FB: Parallel arbeitest Du auch als virtuelle Assistentin – erzähl doch hierüber mal etwas mehr!

Mir war als alleinerziehende Mama wichtig, ein weiteres Standbein in der Selbständigkeit zu haben. Aus meinen Hobbys und Leidenschaften hat sich dann meine Spezialisierung als Virtuelle Assistentin ergeben. Ich berate Unternehmer, Coaches, Selbständige rund um ihre Auftritte in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube. Außerdem vertone ich für meine Kunden Podcast, Werbefime, Ebooks und Onlinekurse.

FB: Du bist selbst Mama von zwei Kindern – wie stemmst Du persönlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Ein riesen Vorteil ist, dass ich für meinen Beruf brenne, ihn leidenschaftlich gern tue. Außerdem bin ich durch die Selbständigkeit und das Arbeiten von zu Hause sehr flexibel für meine Kinder bei zum Beispiel Krankheit. Und nebenbei wasche ich schnell mal Wäsche oder sauge die Wohnung durch.

FB: Ist die Thematik der Vereinbarkeit auch Thema bei Deinen Klientinnen? Wenn ja, inwiefern?

Viele Mamas sind einfach schon von ihrem Job erschöpft und haben dann kaum noch Kraft für ihren Familien Alltag. Einige sind auch genervt von der mangelnden Flexibilität ihrer Arbeitgeber, wenn es um die Kinder geht.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Wenn ich aus dem Kindergarten wieder zu Hause bin und das Chaos beseitigt und ein bisschen Haushalt gemacht habe, starte ich meist mit meinen eigenen Social Media Aktivitäten, bevor ich dann Kundenaufträge bearbeite oder coache. Meist arbeite ich bis 13 Uhr, um danach noch einzukaufen und alles andere zu erledigen, bevor die Kinder gegen 15.00 Uhr wieder nach Hause kommen.

FB: Wenn in Deinem Alltag einmal Zeit nur für Dich bleibt, wie nutzt Du sie? Gibt es Hobbys?

Julia: Ich meditiere, lese oder mache Yoga. Mir sind aber auch die Beziehungen zu meinen Freunden sehr wichtig und ich pflege sie sehr stark.

Bildnachweis:  pexels.com / Julia Ressel

Ein Gastbeitrag von Liane.

Was haben Kiga- oder Schulbrote, Strumpfhosen und ein (nicht) gefüllter Autotank gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts, auf den zweiten Blick schon viel mehr.

Denn: es sind wohl DIE Zeitfresser, die berufstätigen Mamas an manchem Morgen die Hölle heiß machen. Alleinerziehende Mamas wissen wahrscheinlich noch mehr ein Lied davon zu singen.

Zumindest geht mir das so und Gespräche mit Freundinnen zeigen mir immer wieder, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Auch was den inneren Schweinehund betrifft…Denn: dieser wütet in meinem Inneren mal mehr, mal weniger erfolgreich.

So zum Beispiel beim Thema „tanken“. Komme ich am späten Nachmittag irgendwann heim, die Einkäufe und die Kinder im Gepäck, bin ich meistens ziemlich kaputt.

Obwohl unser Heimweg an einer Tankstelle vorbeiführt, bin ich – das gebe ich zu – häufig zu faul, um noch ranzufahren und den zur Neige gehenden Tank zu befüllen.

Natürlich rächt sich das oft!

Da ich an manchen Tagen erst abends in meinen Kalender schaue, um zu sehen, was am nächsten Tag anliegt, zucke ich so manches Mal zusammen, weil – zum Beispiel – mein nächster Morgen statt um neun früh schon um acht morgens beginnt.

Da braucht man den Zusatzweg über die Tankstelle natürlich wie einen Schuss ins Knie, aber wem sage ich das?

An solchen Tagen kommt in den Morgenstunden sowieso oft schon einiges zusammen: der Nachwuchs bleibt einfach noch ein paar Minütchen länger im Bett liegen, die Schnitten für den Kindergarten sind noch nicht gemacht und kurz vor dem Losgehen fällt der Blick auf die Strumpfhose, in der sich am Fußende eine lange Laufmasche gen Bein hangelt.

So oder ähnlich kennt das doch fast jede Frau – oder?

Ist es in der morgendlichen Routine schon hektisch, kommen garantiert noch ein, zwei Faktoren zusammen, die das Ganze noch „abrunden“.

Meine Tipps – nachdem ich viele solche Desaster-Tagesanfänge erlebt habe – sind deshalb:

  • Das Auto immer (IMMER!) mindestens halb voll getankt haben – das spart unglaublich Zeit und Nerven!
  • Strumpfhosen – auch Neue aus der Packung! – jeden Abend, beim Zurechtlegen der Kleidung auf Laufmaschen überprüfen (meist entdeckt man die Dinger erst, wenn man ins Auto steigt!),
  • die Zubereitung der Kindergarten – oder Schulbrote sollte man auf den Abend verlegen. Sie sind morgens oft ein riesiger Zeitfresser! Eine Nacht im Kühlschrank, in der Tupperdose, tut der Frische keinen Abbruch. Frühmorgens sollte man lediglich noch fünf Minuten für die Zubereitung von frischem Obst, als Beilage für den Pausensnack, einplanen.

Überwindet man für die Verrichungen in der vorgenannten Aufzählung seinen inneren Schweinehund, ist schon viel gewonnen – das ist zumindest meine Erfahrung!

Die (abendliche) Vorbereitung ist tatsächlich das A und O für einen entspannten Tagesstart. Deshalb sollte, wer sich früh oft einer nervenden Hektik ausgesetzt fühlt, schauen, ob die auftauchenden Zeitfresser nicht abgestellt werden können.

Meist ist dies problemlos möglich. Und: hat man das erstmal im Griff, merkt man schnell, wie wertvoll ein relaxter Tagesbeginn ist. Zudem hat man mit so einer Planung auch noch zeitliche Puffer in petto, falls Unvorhergesehenes eintritt.

Dass das dann oft auch so kommt, ist ja meist so sicher, wie das Amen in der Kirche, oder?!

Mehr zum Thema Zeitmanagement für Mamas finden Sie auch hier.

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Mit Leib und Seele Floristin und dazu noch mit einer hochkreativen Ader ausgestattet: das ist Heike aus Düsseldorf.

In der Rheinmetropole hat sie sich mit „Flowers & Emotions“ nicht nur den Traum vom eigenen Laden verwirklicht, sondern hier auch ihren Partner – ebenfalls Florist – kennengelernt. Beide bieten Stamm- und Neukunden viele Dienstleistungen rund um die verführerischen Blüten und urige Naturprodukte an.

Workshops, Shootings, Kindergeburtstage, und, und, und…In Heikes Alltag kommt keine Langeweile auf! Auch weil die herzliche Geschäftsfrau eine begnadete Netzwerkerin ist. Im Privatleben bedeutet ihr die gemeinsame Familienzeit mit Mann und Tochter viel – ist sie doch das entspannende Pendant zum prall gefüllten Arbeitsrhythmus. Im Interview gibt uns Heike (im Bild) einen Einblick in ihr buntes Leben.

FB: Heike, Du hast bereits im zarten Alter von 6 Jahren ein Faible für`s Gestalten entwickelt. Was genau hast Du im Kindesalter so alles kreiert? 

Angefangen hat alles mit Wald- und Wiesensträußchen auf Wanderungen – die ich für ein paar Pfennige verkauft habe – und Adventskränzen, damals aus Blaufichte und stupfig ohne Ende. Nachdem der erste fertig war, kamen 10 weitere hinzu …

Die Hände waren total verstupft und wenn ich zurückdenke (lacht) hat es mir damals wie heute nicht so viel ausgemacht – der Duft der Blaufichte war eine tolle Entschädigung dafür. Heute hat sich das Material zum Glück komplett geändert und nicht nur aus Nordmanntanne und Moosarten ist vieles möglich, sondern beispielsweise auch aus Seedatteln und Succulenten.

Und natürlich darf der Klassiker vergessen werden: das GÄNSEBLÜMCHENARMBAND. Das liebe ich heute noch genauso wie als Kind. Mittlerweile ist es eine Tradition – sobald sie aus der Erde blicken, wird die erste Gänseblümchenkette gefrickelt und entweder für den Kopf oder für den Arm verwendet.

Meine Tochter Amber ist da ebenfalls schon in meine Fußstapfen getreten. Mit ihren 12 Jahren gibt es bei uns immer eine kreative Überraschung!

FB: Wie ging es später in Sachen beruflicher Werdegang weiter?

Ich habe mit 13 verschiedene Praktika besucht. In der Floristik, in der Verkaufsgärtnerei in der Wilhelma in Stuttgart, aber die Liebe zu den geschnitten Blumen ist die größere gewesen und daher habe ich mit 16 Jahren meine Ausbildung als Floristin absolviert und damals bei den ersten Flower Olympics mit einer Freundin den 1. Platz gewonnen. Nach der Ausbildung habe ich dann die Ausbildereignungsprüfung absolviert und ausgebildet.  Mit 20 habe ich 2 Jahre lang die Meisterschule besucht und mich dann in Düsseldorf mit Flowers & Emotions auf ca. 60 Quadratmetern selbstständig  gemacht. Diese haben sich in den letzten 15 Jahren mit einer Blütenwerkstatt vergrössert.

Nach den ersten 5 Jahren bin ich mit dem Laden um`s Eck gezogen und habe dadurch ca. 80 Quadratmeter mehr Außenstellfläche dazugewonnen und  liebevolle Vermieter gleich dazu!

FB: Als Süddeutsche hat es Dich nach Düsseldorf verschlagen, wo Du dann in Sachen Selbständigkeit richtig losgelegt hast.  Erzähl doch mal von den Anfängen! 

Ja – die Anfänge, sie bedeuten vor allem viel Arbeit und wenig Freizeit. Ich hatte fast keinen Urlaub, morgens früh ging es auf den Großmarkt, dann  im Laden ca. 10 Stunden und abends müde auf der Couch eingeschlafen. Glücklicherweise wurden die Stammkundschaft und die Firmenkunden für wöchentliche Abos immer mehr! Ich habe 2004 meinen jetzigen Mann kennen gelernt, Floristikmeister und damals noch selbstständig mit einem eigenen Laden. Da hat man dann doch denselben Tagesrhythmus und die gleichen Interessen. Vor 12 Jahren hat unsere Tochter Amber unser Leben bereichert und wir haben uns auch geschäftlich zusammen auf meinen Laden konzentriert.

Das ermöglicht mehr Freizeit für uns und unsere Familie. Heute muss ich nicht mehr jeden Tag früh aufstehen, da ich beliefert werde. Jeden Tag frisch – direkt in den Laden, das ist ein Luxus den ich liebe!

FB: Im Gegensatz zu anderen Blumengeschäften hat Dein Laden auch eine Werkstatt und Du bietest vom Kindergeburtstag bis hin zu Junggesellinnen-Abschiede so einiges an. Was genau alles und wie läuft das jeweils ab? 

Ja genau, ich gebe schon immer Workshops, das bereichert die Teilnehmer und mich genauso. Der Unterschied bei uns ist, dass wir oft das gleiche Material und den gleichen Werkstoff zur Auswahl haben, jeder aber sein eigenes Werkstück produzieren kann. Das macht es interessant und meine Kunden und Teilnehmerinnen lieben es. Natürlich darf ein leckerer Kaffee Latte und was zum Naschen nicht fehlen! Das sind dann die sogenannten offenen Workshops, wo ich die Daten auf der Homepage, im Laden oder via Whatsapp und Social Media bewerbe und öffentlich stelle.

Ebenso kann man diese Workshops als geschlossene Gruppe buchen – als Geburtstagsgeschenk oder auch als Jungesellinnen-Abschied. Da wird dann vorab beschlossen, was wir machen werden. So beispielsweise Flowercrowns und Armbänder, die dann farblich zum Thema oder Outfit passen.

Gerne auch noch in der Kombi mit einem Fotoshootingtermin. So hat man einen tollen Nachmittag mit seinen Liebsten und bekommt ein schönes florales Endergebnis mit nach Hause

Kinderworkshops gebe ich auch alle zwei Monate. Es ist ein öffentlicher Workshop und wir arbeiten ein passendes floristisches Werkstück zur Jahreszeit – immer wieder spannend! Daraus sind auch die Kindergeburtstage entstanden. Man kann bei uns feiern und kreativ arbeiten.

Die Mütter bringen alles mit – von Kuchen über Snacks bis hin zu den Getränken. So können wir den Nachmittag erst mit Geburtstagskuchen einläuten und dann geht es los mit dem kreativ werden. Im Schnitt arbeiten wir 2 bis 3 verschiedene, tolle Werkstücke (kleine und große). Alles natürlich nach Absprache und Budget.

Ich liebe diese Kindergeburtstage, sie sind so voller Leben – rund und bunt! Da wird etwas ausgedrückt, was wir Erwachsenen leider oft verlernt haben: dass nicht immer alles perfekt sein muss, sondern dass wir es selbst gestaltet haben, ist es, was unser Herz erfüllt!

FB: Du hast sogar schon die Prominenz mit Deinen floristischen Kreationen versorgt – berichte doch mal, wie es dazu kam. 

Ja, unter anderem Harpe Kerkeling mit seinem „Kein Pardon“. Zur Eröffnung durften wir mit unseren blumigen Emotions 25 Präsent-Sträuße und die Eventdekoration im Raum übernehmen.

Ein Kunde hat uns damals weiterempfohlen und das war einfach klasse. Ich bekam die Farbthemen und musste einen Probestrauß abgeben und so hatten wir den Zuschlag erhalten. Ebenso konnten wir uns für SWAROWSKI auf der KÖ bei einem tollen EVENT einbringen, das war auch sehr spannend.

Aber eigentlich ist jeder Auftrag wie eine kleine oder größere Prominenz für mich, denn wenn der Kunde glücklich ist – haben wir alles richtig gemacht.

FB: Auch Shootings gehören zu Deinem Portfolio – wer bucht diese Shootings und wie läuft das Ganze ab? 

Da gibt es einmal, wie schon erwähnt, die Jungesellinnenabschiede. Dann haben wir Kunden, die konkrete Wünsche haben, wie zum Beispiel ein Dekorationsgesteck für ihre neue Homepage, das dann perfekt stimmig sein muss.

Dann gibt es – mit verschiedenen Dienstleistern aus der Hochzeitsbranche – die Möglichkeit, ein Inspirationsshooting zu organisieren. Oder auch für ein Medium wie das „Braut- und Bräutigam Magazin“. Das habe ich in Münster besucht und wir haben dort einen Workshop für Flowercrowns und Armbänder gegeben und diesen dann mit einem Shooting abgerundet.

FB: Als engagierte, energiegeladene Frau bist Du im beruflichen Alltag viel am Netzwerken und hast so bereits einige Kooperationen für Dein Geschäft eingefädelt. Wie schauen diese aus? 

Die einfachsten und schnellsten Gespräche finden ja im Laden statt, beim Strauß binden. Hier erfährt man ja so Einiges. „Ich suche…, „Ich brauche…“,  „Kennst du vielleicht…?“ und so hat man in den vielen Jahren viele Dienstleister kennen gelernt. Und Kontakte, die man gerne weiter geben kann!

Aber auch auf Facebook und Instagram geht das ganz toll mit dem Netzwerken, wie ich finde. So auch unser Beispiel, liebe Anja –  das passte ja auch sofort!

Zudem bin ich Mitglied bei den Business Frauen Hilden und dort seit zwei Jahren für die Mitgliederbetreuung zuständig. Hier tauschen sich Frauen unter Frauen aus und das einmal im Monat, bei einem entspannten Business Lunch. Dadurch ergab sich schon die die eine oder andere Geschäftskooperation.

Ich liebe es, neue Menschen kennen zu lernen und das fällt mir auch glücklicherweise nicht schwer. Man muss einfach nur manchmal ausselektieren, was zu einem passt und was nicht. So sehe ich das auch bei allen Netzwerken die monatlich richtig Geld dafür nehmen.

Ich bin in erster Linie Netzwerkerin mit Herzblut und das was ich an Kontakten in den 15 Jahren gesammelt habe, gebe ich gerne mit einer ehrlichen Empfehlung weiter

Nicht zu vergessen, habe ich Anfang des Jahres ein tolles Ticket gewonnen: für den W.I.N- Business Kongress in München – da bin ich wahrlich eine GeWINnnerin, so ein fantastisches Ticket gewonnen zu haben! Hierbei ergab sich dann auch eine Kooperation mit W.I.N.-Gründerin Petra Polk, so dass wir den Kongress mit unseren blumigen Emotions begleiten werden. Was gibt es Schöneres?

FB: Du bist neben Deiner Rolle als Unternehmerin auch Mama und Ehefrau. Wie gelingt Dir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? 

Das stimmt! Ich finde, jede Unternehmerin ist erstmal eine Frau – Mutter oder Ehefrau oder auch alles in allem! Mir fällt es nicht schwer, gut zu organisieren, das war, als unsere Tochter klein war, einer der wichtigsten Punkte. Dazu haben wir Leihomas und -opas hinzugenommen, die uns unter der Woche immer wieder unterstützt haben. Jetzt mit ihren 12 Jahren ist es entspannter – da verabredet sich Amber  schon selbst mit Freudinnen. Ich bin aber auch jemand, der gerne loslässt. Mein Mann und ich haben unsere Tochter zur Selbstständigkeit erzogen, ich bin keine Vollzeitmama. Dennoch genieße ich die Zeit, die wir haben, sehr intensiv, auch mit meiner Familie.

In einer Partnerschaft ist das natürlich auch kein Rosarot mehr mit Herzchenbrille – nach 12 Jahren Ehe und sechs Tage die Woche zusammen arbeiten, plus den siebten dann gemeinsam zu verbringen.

Wichtig ist mir, dass jeder seine Bedürfnisse immer klar ausspricht und diese ändern sich auch in den Jahren. Das erlauben mein Mann und uns immer wieder: zu zweit auszugehen und den Abend zu genießen.

Aber: wenn man so eng zusammen arbeitet – und bei uns kommt auch noch ein Altersunterschied von 13 Jahren hinzu – fliegen schon mal die Fetzen, gibt es Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten. Ich bin mit unserer Familie glücklich, so turbulent sie auch manchmal sein mag

FB: Aktuell steht der Frühling vor der Tür, worauf können sich Deine Kunden freuen, gibt es Pläne, über die Du schon sprechen kannst?

Da wir gerade die ersten Osterworkshops und Ostern hinter uns haben, kommt der Sommer –  und die Hochzeitssaison beginnt in vollen Zügen. Im Mai werde ich mich zu diesem Thema zwei Tage weiterbilden. Dann gibt es noch eine Erweiterung bei Flowers & Emotions zu unseren floristischen Hochzeitsdekoration und auch ein Vermietungskonzept.

Das bleibt aber noch etwas geheim….!

Weitere Infos auf Flowers & Emotions.

Copyrights:

Hannah Conda Fotografie Benrath/ Goldlichtstudios

Kartoffeln kochen, Teig ausrollen und Schnitzel panieren: das haben wohl die meisten Frauen von ihren Müttern gelernt. Zumindest die weiblichen Zeitgenossinnen der Generation Mitte Dreißig plus. Nicht wenige dieser Frauen tauschen sich – vorausgesetzt natürlich, die eigene Mama lebt noch – auch dann noch mit Muttern in Sachen Kochen und Backen aus, wenn sie längst einen eigenen Haushalt (und meist auch Familie) haben.

Lieber ins Web statt Muttern fragen?

Doch obwohl die Mutter-Tochter-Kommunikation via Telefon in Sekundenschnelle zu bewerkstelligen ist, scheint doch gerade der schnelle Klick ins Web ein Telefonat bei Muttern abzulösen. Kein Wunder – auf unzähligen Koch- und Backseiten gibt es nahezu stündlich neue Rezepte, Tipps und Erfahrungswerte zu jedem erdenklichen Gericht.

„Wie viel Schmand genau sollte an den leckeren Frühlingskuchen gegeben werden“ oder „Wie gelingt die Soße zum Kotelett auf die Schnelle?“  – die kulinarischen Seiten im Netz sind voll mit diesen und ähnlichen Ratschlägen.

Wer eine Frage hat, googelt diese oder gibt sie gleich auf der jeweiligen Seite ein und hat in Millisekunden –zig Antworten.

Dass diese extrem schnelle Hilfe heutzutage häufig mehr genutzt wird, als die telefonische Nachfrage bei Mama – davon darf man ausgehen.

Mutter bei solchen Ratschlägen oft 1. Wahl

Allerdings dürfte das auch situationsabhängig sein. Wer im Büro sitzt und in Gedanken seinen abendlichen Speiseplan durchgeht und überlegt, was er noch im Hause hat und was er einkaufen muss, klickt wahrscheinlich eher ins Netz für einen schnellen Ratschlag, als jemand, der offline am Herd steht und schnell eine Info in Sachen Zubereitung benötigt.

Hier – das ist sonnenklar, wird wohl immer, immer, immer die Mama die erste Wahl sein, denn so gut wie ihr Rat, ist wohl kein einziger Internet-Tipp weltweit.

Warum?! Weil Mamas Tipps so individuell sind, wie jede Mama selbst.

Und – ganz ehrlich – : eine leckere Mahlzeit, die durch Muttern`s Tipp veredelt wurde, schmeckt doch am Ende nochmal so gut!

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