Beiträge

Janine Harmjanz

Janine Harmjanz aus Hamburg hat als gelernte Erzieherin und Psychologin einen umfassenden Einblick in die aktuelle Betreuungssituation in Kindergärten bekommen. Schnell stellte sie fest, dass die individuelle Betreuung hier kaum möglich ist. Kurzerhand stieg sie aus und machte sich mit einer Kinderbetreuung für Privathaushalte selbständig. Schon kurz darauf konnte sie sich vor Aufträgen kaum retten, was die Kinderbetreuung Harmjanz – so der Name des Unternehmens – rasch wachsen ließ. Heute hat die engagierte Frau aus dem Norden eine Vielzahl an Kunden und agiert mit einem breit aufgestellten Team.

Janine hatte in Kita umfassenden Einblick in Betreuungssituation

Vom Unternehmer über den Prominenten bis hin zum eingespannten Arzt lassen beruflich engagierte Eltern den Nachwuchs von Janine und ihrem Team betreuen. Die Tendenz für diese Art Dienstleistung ist steigend: Janine arbeitet aktuell bereits mit 60 Leuten, um den Bedarf an privater Kinderbetreuung ihrer Kundschaft zu decken. Darüberhinaus hat sie sich auch auf die Betreuung der Kleinen auf Feierlichkeiten spezialisiert, was vor allem bei Anlässen wie Hochzeiten oder Jubiläen gut ankommt.

Wir haben mit der sympathischen Unternehmerin über ihr Business und die Belange ihrer Kunden gesprochen.

FB: Janine, Du bist von Hause aus gelernte Erzieherin, hast auch einen Kindergarten geleitet. Wie kam es dazu, selbst eine private Kinderbetreuung zu gründen?

Ich bin gelernte Erzieherin und Psychologin mit den Schwerpunkten Management, Personalwesen und Entwicklungspsychologie. Bevor ich die Kinderbetreuung Harmjanz gegründet habe, arbeitete ich als Kinderbetreuerin in Privathaushalten, im Personalmanagement bei einem renommierten Unternehmen in Hamburg und darauffolgend im Leitungsbereich einer Kita.

Viele Eltern sind mit Kitasystem unzufrieden

Die „Kinderbetreuung Harmjanz“ habe ich vor drei Jahren gegründet. Damals war ich neben dem Studium als Kinderbetreuerin in mehreren Familien tätig und merkte schnell, welch großer Unmut und Sorgen bei vielen Eltern vorherrschten. Eine Vielzahl dieser Eltern war mit dem Kitasystem sehr unzufrieden und wollte seinen Kindern eine individuelle und flexible Betreuung im gewohnten Umfeld ermöglichen.

Schon als ich in der Kita arbeitete, stellte ich fest, wie eingefahren das klassische Kitasystem ist und dass eine individuelle sowie interessen- und bedürfnisorientierte Betreuung einzelner Kinder kaum möglich ist. Daher stieg ich aus diesem System aus und machte mich selbstständig mit der Kinderbetreuung in Privathaushalten. Da ich mich rasch nicht mehr vor Aufträgen retten konnte und ich mich eigentlich noch im Studium befand, stellte ich daraufhin meine erste Mitarbeiterin ein. Sie unterstützt mich mittlerweile sogar in der Geschäftsführung und hat den Bereich Hochzeits- und Eventbetreuung komplett übernommen.

Aufträge kamen rasch – Businessplan und Gründung folgten

Es folgten rasch weitere Aufträge, so dass mehr Personal her musste. Ich schrieb einen Businessplan und die Gründung folgte umgehend.

FB: Was denkst Du, woran es liegt, dass Kindergarten-Einrichtungen oftmals nicht die Qualität bieten (können), die Eltern sich wünschen?

Das liegt an vielen Faktoren. Grundlegend ist es der Betreuungsschlüssel, der eine individuelle Betreuung schwer macht und zum Anderen das System der Inklusion in den Kitas. Ich finde es toll, dass Kinder mit einem höheren Förderbedarf in den normalen Kitas betreut werden sollen, doch es sollte dann zumindest eine weitere pädagogische Fachkraft eingesetzt werden und nicht alles, auf die eh schon überlasteten Erzieher abgewälzt werden.

FB: Konntest Du all das, was Dir an herkömmlichen Kindergärten nicht gefallen hat, in Dein privates Betreuungskonzept einfließen lassen? Wenn ja, nenn uns doch mal ein paar Beispiele!

Ja absolut. Da wir entsprechend der Bedürfnisse der Familie agieren, setzen wir passgenau eine Betreuerin ein, die langfristig den Kindern zur Seite steht und diese ganz individuell und kompetent fördert. Wir haben die Freiheit, die Kinder ganz ohne Vorbehalte kennenlernen zu dürfen und können so eine langfristige Bindung zu ihnen herstellen. Auf dieser Grundlage ist eine individuelle und kreative Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen viel tiefgreifender als wenn die Themen nur an der Oberfläche ankratzt werden können. Wir überlegen immer mit den Kindern gemeinsam, was bei der  zur jeweiligen Betreuungseinheit unternommen werden soll. Dadurch lernen die Kinder schnell, dass ihr Wort ernstgenommen wird und sie wertgeschätzt werden.

FB: Wie viele Leute hast Du zwischenzeitlich im Team?

Wir sind enorm gewachsen! 60 Mitarbeiter unterstützen nunmehr mein Team!

FB: Wie muss man sich euren Service vorstellen?

„Es beginnt mit einer detaillierten Bedarfsanalyse seitens des Kunden, geht dann über die Personalsuche und gegebenenfalls Einstellung geeigneter Kinderbetreuer(innen) und schließt mit dem Vorstellungsprozess ab. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Chemie zwischen den Kindern, den Eltern und dem/ der Betreuer(in) stimmt. Regelmäßige Feedback – und Entwicklungsgespräche mit den Eltern als auch Mitarbeitern stärken das Vertrauen und Offenheit. Qualifizierte Schulungen aller Mitarbeiter zu Themen wie „Erste-Hilfe am Kind“ oder “Wie fördere/fordere ich das Kind, ohne es zu überfordern“ bereiten uns hierbei besonders große Freude.

Auch Notfallservice wird vorgehalten

Somit bieten wir ein umfangreiches und individuelles Betreuungskonzept in Privathaushalten. Die Betreuung kann stundenweise , halb- oder ganztägig und auch über Nacht oder mehrere Tage am Stück gebucht werden.

Ebenso bieten wir einen Notfallservice an, wenn die Kinder beispielsweise erkrankt sind und nicht in die Kita gehen können. Urlaubsbegleitung, Nachhilfe sowie Hochzeits- & Eventbetreuung bereiten uns ebenfalls größten Spaß.“

FB: Was für Leute sind es, die bei euch ihre Kinder privat betreuen lassen?

Unsere Kunden sind meist Vollzeit berufstätig oder selbstständig. Ebenso haben wir viele Unternehmer, Berater, Ärzte, Führungskräfte, Prominente, Firmen, Hotels und angehende Eheleute als Kunden.

Einsatzbereit auch nachts und an Feiertagen

FB: Wie stellt ihr sicher, dass die Kinderbetreuung beim Kunden auch gewährleistet ist, wenn – zum Beispiel – die Betreuungsperson auf dem Weg zum Kunden eine Reifenpanne hat?

Wir haben mehrere Springer im Team, die im Notfall sofort einsatzbereit sind, so dass  wir die Betreuung immer gewährleisten können.

FB: Seid ihr nachts und an Feiertagen erreichbar? 

Selbstverständlich! Wir arbeiten auch an Feiertagen.

FB: Mit Deinem Unternehmen bist Du auch auf Festivitäten präsent – zum Beispiel auf Hochzeiten. Welche Argumente sprechen da für eine professionelle Kinderbetreuung? Und: Wird der Service gut angenommen oder sind Gastgeber, die Profis für die Beschäftigung Kleinen buchen noch die Ausnahme?

Man sollte sich die Frage stellen, ob man allen Gästen eine schöne Feier ermöglichen möchte. Es liegt nicht in der Natur der Kleinen, stundenlang leise zu sein und sich wenig zu bewegen. Kinder wollen alles erkunden und Spaß haben. Wir bieten Entertainment für Groß und Klein und hatten sogar schon die Eltern einiger Kinder bei uns am Tisch sitzen, weil diese auch geschminkt werden wollten.

Kinderschminken und Basteln, wenn die Großen feiern

Im Endeffekt können wir je nach Wetterlage viele Aktivitäten und Attraktionen anbieten. Dazu zählen unter anderem Kinderschminken, zahlreiche Bewegungsspiele, Experimente, Tischkickern, Torwandschießen, Bastelideen mit dem Ziel, für die Kinder ein schönes Andenken an die Hochzeit zu schaffen oder auch Riesendart. Unser Bällebad, die Hüpftiere, Bobbycars und den Krabbeltunnel nutzen wir gerne für einen spannenden Erlebnisparcours. Zur späteren Stunde bauen wir unsere Schlaflandschaft auf und ermöglichen somit auch eine Übernachtbetreuung.

FB: Gibt es Zukunftspläne für Dein Unternehmen? Wenn ja, welche sind das?

Absolut! Wir werden demnächst Filialen in anderen Städten in Deutschland eröffnen.

FB: Der Job, den Du machst, ist ja mit sehr viel Zeit, die investiert werden muss, verbunden. Wenn es trotzdem freie Stunden gibt: Was machst Du in der Freizeit? Gibt es Hobbys?

Freie Sekunden und Stunden verbringe ich mit meinem Hund und meinem Freund. Ansonsten bin ich sehr gerne in der Natur.

Mehr zu Janine und ihrem Unternehmen hier.

"

Kindergeburtstag Tisch

Sackhüpfen, Eierlaufen, Blinde Kuh und Topfschlagen – das dürfte für so ziemlich jede Familie mit Kindern das Programm zum Kindergeburtstag sein, wenn die Kinder noch klein sind. Ein paar Jahre kann man den großen Tag der Kleinen tatsächlich so ausrichten. Gar kein Problem. Doch mit den Jahren verändert sich das. Die Kinder werden älter und spätestens, wenn die erste Einladung von einer Freundin ins Haus flattert, die den Kindergeburtstag außer Haus feiert, ist man damit konfrontiert, dass der eigene Nachwuchs nun auch mal ein anderes Programm fahren will.

Vor dem Kindergeburtstag steht die Recherche

So war es auch bei uns und bedeutete zunächst: recherchieren. Unsere Tochter wurde acht Jahre alt und hatte sich zunächst keinen bestimmten Ort für ihren Kindergeburtstag gewünscht. Sondern überließ es mir zunächst, mich erst einmal umzuschauen, was überhaupt so angeboten wurde. Immerhin waren wir nach all den Jahren des Zuhause-Feierns mit Luftballontanz, Stuhl-Polonaise & Co. in diesem Zusammenhang noch „unbeleckt“.

Ich legte also los mit der Recherche. Und stellte fest: An Angeboten mangelte es nicht. Wir wohnen in der Region Leipzig und da wurde einiges geboten. Die ersten Angebote, die ich meinem Kind zeigte (in der Kreativwerkstatt ein eigenes Kunstwerk basteln oder im Tortenatelier kindgerecht mit einem Profi backen) wurden abgelehnt. Das war wohl noch nicht aufregend genug…!

Andere Möglichkeiten – wie der Kindergeburtstag in einem Irrgarten – waren mir in Sachen Wetter zu heikel. Denn der Kindergeburtstag sollte Mitte September stattfinden, da kann man auf schönes Sommerwetter nicht wirklich mehr setzen, Klimawandel hin oder her.

Irritierendes Angebot in der Badelandschaft

Letztlich blieben das Kino Cinestar und das Heide-Spa. Letzteres ist eine Badelandschaft im Kurort Bad Düben, in der Nähe von Leipzig. Da dieses Spa auch ganzjährig ein Ausflugsfavorit meiner Tochter ist, stand das Bad ganz oben auf der Wunschliste für die Feier mit ihren Freunden. Und weil die Ausrichtung des Kindergeburtstages dort auch angeboten wurde, rief ich da an, nachdem unser Wunschtermin feststand. Am Telefon jedoch erlebte ich dann eine Überraschung. Denn: Obwohl der Kindergeburtstag für drei Stunden mit Animation ausgewiesen war, erfuhr ich, dass die Animation, von der im Angebot die Rede ist, lediglich 20 Minuten umfassen sollte.

Aufgrund dieser Auskunft war der Kindergeburtstag in dieser Location für mich natürlich gestorben. Denn immerhin sollten an die zehn Kinder am Kindergeburtstag teilnehmen, da ist es nicht damit getan, dass der Trupp von drei Stunden Aufenthalt lediglich 20 Minuten animiert wird. Zumal die Offerte tatsächlich so klingt, dass die Kinder während der ganzen Zeit betreut werden. Dem ist aber nicht so. Und auch, dass jede erwachsene Begleitperson für die Kinder voll zahlen muss, ist nicht unbedingt super-kundenfreundlich.

Aber das ist meine persönliche Meinung.

Kein Anschluss unter dieser Nummer im CineStar?

Weiter gehts mit der nächsten Erfahrung: Dem Kino Cinestar Leipzig. Denn das war der nächste Favorit meines Kindes, nachdem wir das Feiern im Heide-Spa als Flop verbucht haben. CineStar ist bekanntlich eine bundesweit tätige Kette und bietet auf ihrer Homepage die Ausrichtung eines Kindergeburtstages an. Auch ein Kalender findet sich auf der Homepage, zum Check des Wunschtermins für den Kindergeburtstag. Dumm nur, dass der von 2016 ist.

Ich schnappte mir also mein Handy, um unseren Wunschtermin in dem Kino persönlich anzufragen. Allein – es ging keiner ans Telefon. Tagelang probierte ich es, sowohl auf der Leipziger Nummer des CineStars, als auch auf der Nummer  in der Hauptzentrale von CineStar in Lübeck. Ohne Erfolg. Nach ein paar Tagen schrieb ich eine E-Mail, allerdings hatten wir da schon eine Alternative für den großen Tag der Kleinen gefunden und ich gebe zu, dass ich beim Verfassen der Zeilen schon gar nicht mehr mit einer Antwort rechnete.

Die kam allerdings tatsächlich. Sogar recht rasch. Und enthielt einige Terminvorschläge. Zwischenzeitlich aber haben wir uns dann doch für eine andere Variante des Feierns entschieden: Eine Schatzsuche mit anschließender Kremserfahrt. Selbst organisiert.

Das ist in der Servicewüste Deutschlands bei solchen Anlässen offenbar die sicherste Variante…!

Bildnachweis: pixabay.com

"

Paar

Was tun, wenn man sich als Paar sehnlichst ein Kind wünscht, es aber nicht klappt? Nicht wenige Männer und Frauen, die verheiratet sind oder zusammenleben, weichen dann auf einen Samenspender aus. Die wenigsten Paare allerdings werden es wohl so handhaben, wie es Schauspielerin Viola Wedekind („Sturm der Liebe“) und ihr Mann (mittlerweile der Ex) getan haben. Sie suchten per Tinder einen Samenspender.

Tinder: Bislang nicht als Plattform für Samenspender bekannt

Als Plattform für Singles ist das Portal in aller Munde, dass jedoch dort nach einem Samenspender gefahndet wird, ist neu. Die rechtliche Situation bezüglich eines anonymen Samenspenders ist in Deutschland heikel. Viele Paare und auch Singlefrauen mit Kinderwunsch weichen deshalb zumeist ins unkompliziertere Ausland aus. Insofern ist es schon erstaunlich, dass eine Schauspielerin, wie Viola Wedekind, die ja einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, ausgerechnet über eine Datingplattform einen Mann für diese gewisse Aufgabe gesucht hat. Ob ihr damaliger Ehemann, Jaques Breuer, da wirklich hundertprozentig zugestimmt hat?

Denn der Schauspielerin ist passiert, was nicht hätte passieren dürfen: Sie hat sich in den so gar nicht anonymen Samenspender verliebt, ist schwanger von ihm und lebt jetzt mit ihm zusammen. Laut gala.de heißt der Neue Michael Fischer und ist Lehrer. Der einstige Gatte hatte das Nachsehen, die Liebe war – laut Angaben der Schauspielerin – stärker. Dabei hatten die beiden mehrere zehntausende Euro investiert, damit Viola Wedekind schwanger wird. Doch künstliche Befruchtungen und vorherige Samenspenden haben nichts genützt. Ob die vorhergehenden Samenspender anonym waren oder ebenso reale Männer, ist nicht bekannt.

Auf einmal hat es gefunkt!

Fakt ist, dass der Wunsch des Paares, durch fremden Samen ein Kind zu bekommen, gescheitert ist. Wedekind verliebte sich in den Tinder-Mann, es prickelte. Auf gala.de heißt es zum Kennenlernen des Lehrers über Tinder:

„Es hat sich dann nicht nur darauf beschränkt. Wir hatten eine Kennenlernphase, in der mehr entstanden ist.“

Für die TV-Frau lief das Ganze außer Kontrolle, denn am Ende stand die Trennung von Ehemann Jaques Breuer an. Doch wer ist schon gegen starke Gefühle gefeit? Schnell wurde die 41jährige vom neuen Partner schwanger, verlor jedoch das Kind. Jetzt jedoch hat es geklappt – im Herbst erwarten Viola Wedekind und Michael Fischer ein gemeinsames Baby. Im Netz posiert die Schauspielerin hochschwanger. Wie der einstige Ehemann auf die Bilder reagiert, ist nicht bekannt. In Zeiten von Instagram & Co. muss er das aushalten, obgleich Wedekind aufgrund der Vorgeschichte der beiden ein wenig Medienzurückhaltung sicher besser zu Gesicht gestanden hätte.

Aber wie heißt es so schön in der Welt der Stars, Sternchen und Serien-Darsteller? „The Show must go on!“

Mehr zum Thema Samenspende und wie das juristisch mit einem Samenspender hierzulande ausschaut, finden Sie hier.

Bildnachweis: picture alliance

"

Haus Dorf

Pulsierendes Leben, Lärm, Restaurants an jeder Ecke und permanent irgendwelche Veranstaltungen, die zum Feiern einladen – das ist das Leben in der Großstadt. Wie anders dagegen lebt es sich auf dem Dorf, wo sich das Leben zwischen Feldern, Pferdekoppeln und dem Dorfplatz abspielt. Wenn sich überhaupt was abspielt. Wer immer mal durch Dörfer fährt, hat manches Mal den Eindruck, dass der Ort ausgestorben ist, weil man keine Menschenseele auf der Straße sieht. Aber das täuscht. Denn: auch im Ländlichen gibt es reges Leben. Nur eben anders.

Um daran so gut wie möglich teilhaben zu können, sollte man einige ungeschriebene Regeln beachten, wenn man als Ex-Großstädter aufs Dorf zieht. Mancherorts ist es freilich eine Herausforderung, als neuer Mitbewohner anerkannt zu werden, aber die allermeisten Dorfbewohner haben nichts gegen Neulinge und beziehen diese gern mit ins Dorfleben ein. Vorausgesetzt natürlich, man passt sich etwas an. Deshalb nachfolgend drei Regeln, die sich lohnen beachtet zu werden, wenn man ein „Neu-Dörfler“ ist.

Kaltes Bier im Kühlschrank haben macht sich gut auf dem Dorf

Joghurt, gesundes Gemüse, Wurst und leckeren Weißwein – das hat man meist so im Kühlschrank. Bier ist nicht jedermanns Sache, vor allem viele Frauen trinken es nicht. Aber – liebe Damen, ganz gleich, ob Sie den Gerstensaft mögen oder eher nicht: haben Sie was von dem Gebräu da. Es lohnt sich! Warum? Ganz einfach! Es wird der Tag kommen, an dem Sie aus der Nachbarschaft Hilfe benötigen. Sei es, weil ein Wasserrohr genau dann platzt, wenn Sie kein anderes männliches Familienmitglied in Reichweite haben oder aber die Außenjalousie genau dann klemmt, wenn Sie abends alles dichtmachen wollen und der Partner zwei Tage auf Dienstreise ist.

Schnelle Hilfe eilt in solchen Fällen meist durch einen hilfsbereiten Nachbarn mit goldenen Händen herbei, man kennt das. Oftmals wollen die als Dankeschön kein Geld und brummeln nur: „Nee, lass mal….“. Um sich hier trotzdem erkenntlich zu zeigen, ist das kaltgestellte Bier jetzt der Joker! Bieten Sie es mit den Wort: „`n kaltes Bier?“ an und Sie werden sehen, dass man diese Offerte nicht ausschlägt. Entspinnt sich während der Zeit, in dem der hilfsbereite Zeitgenosse das kühle Blonde genießt, noch ein nettes Gespräch, können Sie Gift darauf nehmen, auch beim nächsten Missgeschick wieder auf nachbarschaftliche Hilfe zählen zu können!

Deshalb: Kleine Ursache, große Wirkung!

Gepflogenheiten der Gemeinde kennenlernen

Ihr Vorgarten-Rasen ist perfekt in Form gebracht und exakt gemäht, nur zwei Meter weiter, kurz vor dem Bürgersteig, wuchern Unkraut und undefinierbare Sträucher? Doch der kommunale Reinigungsservice lässt sich nicht blicken? Nun – es könnte sein, dass niemand anderes als Sie selbst für das wuchernde Gestrüpp zuständig ist. In manchen Gemeinden gilt: alles was noch sieben Meter nach dem Grundstück kommt, müssen Sie selbst in Ordnung halten. Sprich: Keiner wird im orangenen Arbeitsdress auftauchen und das Zeug entfernen. Insofern macht es sich gut, nach einem Umzug auf`s Land bei der Gemeinde zu erfragen, wie solche Dinge gehandhabt werden. Ist man erstmal im Bilde, kann man sich auf die zusätzliche Arbeit einstellen und läuft nicht Gefahr, als jemand beäugt zu werden, der sein Grundstück womöglich nicht in Ordnung hält.

Sich bei Dorffesten einbringen

„Wir wünschen uns viele fleißige Kuchenbäcker. Bitte bringt den Kuchen am Morgen der Veranstaltung ins Festzelt“. Wenn Sie so eine Botschaft im Briefkasten haben, dann steht garantiert ein Heimat- oder Dorffest bevor.  In Deutschland ist es bei derlei Anlässen Traditionen, dass die Frauen des Dorfes dann Kuchen vor Ort verkaufen. Oder zumindest einen backen. Letzteres wird zumeist IMMER erwartet. Bringen Sie sich hier unbedingt ein! Wer dann noch Zeit und Muße hat, am Tag der Veranstaltung den Kuchentisch zu bespielen und kleine Aufgaben, wie zum Beispiel das Führen der Kasse, übernimmt, punktet noch mehr bei den Alteingesessenen. Aber: erwarten Sie nicht gleich zu viel, wenn Sie noch neu sind und sich bei so einem Anlass einbringen und vielleicht mit den anderen Frauen vom Kuchenverkauf ein Schwätzchen halten wollen. Meist geht es hier zu wie in einem Taubenschlag. Alle wollen was haben von den selbst gebackenen Köstlichkeiten. Zeit für einen Plausch mit den Alteingesessenen vom Dorf ist zumeist nicht drin.

Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Aber: beherzigen Sie einen der oben genannten Punkte oder – am allerbesten!!!! – alle, dann sind Sie schon recht bald ein vollwertiges Mitglied in der Dorfgemeinschaft und die Möglichkeit zu einem netten Plausch ergibt sich von ganz alleine. Sei es beim Warten auf den rollenden Eismann auf dem Dorfplatz oder – ja, auch das ist auf dem Land mega angesagt! – auf der Tupperparty.

Im Zweifel gilt: einfach zusagen und mitmachen, denn lockerer kommen Sie als Neu-Dörfler garantiert nicht an die einheimischen Kontakte heran!

Viel Glück und Spaß! Und: Genießen Sie die Natur vor der Haustür in vollen Zügen. Vorsätze, öfter an die frische Luft zu gehen, können hier optimal umgesetzt werden.

Bildnachweis: pexels.com

 

 

 

 

 

Kuchen backen

 

 

Rasen mähen

"

Schnittmuster übertragen

Leute, die gern nähen, kennen das sicher: das Hobby macht riesigen Spaß aber die Vorbereitung der Übertragung der jeweiligen Schnittmuster nervt. Denn diese müssen zumeist aufwändig abgepaust oder via ausgedrucktem PDF-Dokument zusammengeklebt und daraus die einzelnen Schnitteile ausgeschnitten werden. Dieser Prozess ist nicht unbedingt der angenehmste Teil beim Nähen. Bislang aber kam man als Hobbynäher nicht umhin, diesen Aufwand zu betreiben. Immerhin gehört das dazu, um am Ende ein individuelles Einzelstück in den Händen zu halten.

Doch die moderne Technik macht auch vor der Nähmaschine nicht halt und so gibt es für Menschen, die sich gern schöne Kleidung nähen, aber das Gefummel mit dem Schnittmuster nicht mögen, bald Abhilfe. Das Start-up Patterina hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen werden können. Viele Hobbynäher, die von dem Produkt schon erfahren haben, sind begeistert. Der Gründerin, Dr. Nora Baum, hätte man ihre App am liebsten schon auf Messen, auf denen sie interessierten Nähern ihre Erfindung präsentierte, abgekauft.

Mit Patterina gehört umständliche Schnittmuster-Übertragung der Vergangenheit an

Doch gut Ding braucht Weile und so ging noch einige Zeit ins Land, in der das Start-up Patterina an der App, die das Nähen um so vieles einfacher machen wird, feilte. In ein paar Wochen, im August 2019, soll es nun soweit sein und die umständliche Übertragung der Schnittmuster der Vergangenheit angehören.

Wir haben mit Gründerin Nora Baum (im Bild) über Ihre Erfindung gesprochen.

FB: Nora, was nervt begeisterte Näherinnen (und Näher) beim Nähen am meisten?

NB: Also erstmal muss man ja sagen, dass die Leute ihr Hobby, das Nähen, eigentlich lieben. Vor allem den Umgang mit Stoff, das Arbeiten an der Nähmaschine und die Kreativität. Aber 80% aller Hobbynäher mögen es nicht, Schnittmuster vorzubereiten. Die muss man ja meistens abpausen aus Zeitschriften und Büchern, oder man muss ein PDF-Dokument ausdrucken, zusammenkleben und dann daraus die einzelnen Schnittteile ausschneiden.

FB: Nun haben Sie diesbezüglich ein regelrechte Sensation auf den Markt gebracht. Denn Ihr Start-up Pattarina hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das jetzt schon bei Menschen, die gern nähen, heiß begehrt ist. Erzählen Sie doch mal!

Mit unserer App Pattarina können Näher ein Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen. Die Technologie, die dafür verwendet wird, ist Augmented Reality – das kennt man vielleicht von Pokemon Go. Bei uns werden eben keine Pokemon angezeigt, sondern Schnittteile. Und die kann man dann direkt auf den Stoff zeichnen.

Wir sind grad in den letzten Schritten der Entwicklung, und hoffen die App noch im Sommer herausbringen zu können.

FB: Sie sind Unternehmensberaterin und haben Politikwissenschaften und Soziologie studiert – heute betreiben Sie dieses Start-up. Wie kam es dazu?

Ich habe schon als Kind nähen gelernt, und dann nach der Geburt meiner eigenen Kinder wieder damit angefangen – wie so viele junge Frauen. Und schon immer war ich von der Vorbereitung der Schnittmuster genervt. Eines Nachts, nach der Silvesterparty, ist mir eingefallen, dass man Schnittmuster doch mit Licht auf dem Stoff anzeigen könnte – so eine Art Schnittmusterbeamer.

Geschäftsidee kam nach Silvesterparty – Mitgründer ging an Bord

Ein halbes Jahr bin ich mit dieser Idee durch die Welt gelaufen. Dann habe ich meinen späteren Mitgründer Markus Uhlig und unseren Mentor Prof. Lewerentz von der BTU Cottbus kennengelernt. Zusammen haben wir uns entschieden, es mal mit Augmented Reality auszuprobieren. Und es hat geklappt!

FB: Wie muss man sich das Übertragen der Schnittmuster mithilfe Ihrer App vorstellen?

Das ganze kann man sich so vorstellen: Auf den Stoff wird ein kleines Referenzbild gelegt, das man sich selbst ausdrucken kann. Dort hält man das Handy drüber. Sobald das Handy das Referenzbild erkennt, zeigt es das erste Schnittteil an. Durch Schieben des Referenzbildes kann man das Schnittteil dahin schieben, wo man es gern haben möchte. Ist man mit der Lage zufrieden, nimmt man einen Trickmarker und zeichnet die markanten Punkte des Schnittteils direkt auf den Stoff. Dabei blickt man durch den Bildschirm. Man malt quasi die virtuelle Linie unter dem Handy auf den Stoff ab.

Die Schnittmuster erhält man bei den Designern mit denen wir zusammenarbeiten. Sie verkaufen spezielle QR-Codes zum Schnittmuster dazu, mit denen das Schnittmuster in der Pattarina-App aktiviert werden kann.

Runterladen und loslegen!

Die Pattarina-App gibt es übrigens für iOS und Android. Man kann sie einfach im App Store oder Play Store herunterladen.

FB: Welche Hürden waren zu meistern, um Ihr Unternehmen auf den Weg zu bringen?

So einige. Mit der App waren wir ja in einem großen Livetest, Anfang diesen Jahres. Wir haben sehr viel Feedback von den Testern erhalten, und haben daraufhin festgestellt, dass wir im „Hintergrund“ der App vieles umbauen müssen, weil ein Framework, das wir gern verwendet hätten, leider nicht so funktioniert hat wie erwartet. Dieses auszutauschen und durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen hat lange gedauert und war sehr nervenaufreibend.

Auch die richtige Finanzierung zu sichern war nicht immer einfach. Zuerst haben wir ein Gründungsstipendium erhalten. Für die Zeit danach ist es uns gelungen, Geld über Kickstarter einzusammeln, und wir haben einen Business Angel an Bord geholt. Bis das aber alles in Sack und Tüten war – das war ganz schön aufregend.

Crowdfunding und erster Mitarbeiter – Pattarina setzt auf Zukunft

FB: Eine Crowdfundingkampagne für Ihre Geschäftsidee war sehr erfolgreich – dürfen wir fragen, wieviel zusammen gekommen ist?

Knapp 20.000 Euro von fast 800 Unterstützern. Wir haben uns sehr über diese tolle Unterstützung gefreut!

FB: Wieviele Leute arbeiten in Ihrem Team?

Neben meinem Mitgründer Markus und mir haben wir gerade unseren ersten richtigen Mitarbeiter eingestellt. Außerdem haben wir gerade einen tollen Praktikanten und einen Werkstudenten.

FB: Für wann ist der offizielle Start von Pattarina geplant?

August 2019.

FB: Welche Pläne gibt es über den Start hinaus?

Wir wollen die App so gut wie möglich nutzbar für unsere Kunden machen und möglichst schnell viele Schnittmuster integrieren. Und dann wäre es natürlich toll, bald eine englische Version zu haben. Und wir haben tolle Ideen für neue Funktionen, zum Beispiel das Ändern von Schnittmustern. Es bleibt also spannend!

Wer sich ansehen möchte, wie das denn in der Praxis funktioniert, mit der Übertragung der Schnittmuster durch die App, kann sich auf der Homepage von Patterina ein Video dazu ansehen.

Copyright / Bildnachweis:

Dr. Nora Baum, Patterina

"

Se Frentzen

Geburtstage, Jubiläen, Junggesellinnen-Abschiede – so vieles wird hierzulande gefeiert. Aber eine Scheidung? Das ist für viele noch Neuland. Nicht aber für Se Frentzen. Die sympathische Unternehmerin aus Nordrhein-Westfalen (im Bild zweite von rechts) hat sich auf Scheidungspartys spezialisiert und der Erfolg gibt ihr recht. Ausschlaggebend war ein Stück weit auch ihre eigene Scheidung, die sie – als sie nach langer Zeit durch war – als Befreiung empfand. Sie zelebrierte den neuen Lebensabschnitt mit einer eigenen Party und stellte fest, dass auch andere geschiedene Frauen so ticken wie sie und die amtliche Trennung gern feierlich begehen würden. Und weil das so ist, hat Se für die Ex-Bräute und deren Party mittlerweile alles im Angebot, was dem Start in das Single-Leben so richtig Schwung gibt. Vom Make-up-Artisten über die individuelle Scheidungsrede bis hin zur Limousine: Agenturchefin Frentzen lässt die einstigen Bräute auf ihrer Scheidungsparty Königinnen sein. Dass da auch die Location stimmen muss, versteht sich. Im Interview berichtet Se über ihre pfiffige Geschäftsidee:

FB: Se, Ihre eigene Scheidung liegt schon ein paar Jahre zurück. Wie haben Sie das Ende dieses Lebensabschnitts gefeiert?

Mit einer großen Party! Da sich mein Scheidungstermin wie Kaugummi in die Länge“ gezogen hatte, konnte ich alles bis ins kleinste Detail planen. Ich wählte meine Lieblings-Location, bestellte ein Menü für meine Gäste, es gab eine offizielle Einladung mit dem Vermerk für den Dresscode (white), der Saal wurde geschmückt und mit vielen Ballons dekoriert. Alles in weiß. Und vieles mehr…

Eine Scheidungsparty war 2005 noch ungewöhnlich

Meine Freunde und Familie warteten ungeduldig auf mich, denn eine Scheidungsparty war damals (2005) neu für alle und sie waren gespannt und aufgeregt. Wichtig war mir, dass ich an diesem Abend mein Brautkleid zum zweiten Mal „ausführte“. Ich fand es sehr passend und außerdem musste ich mir keine Gedanken um ein Outfit machen. Ich wollte meinen Neuanfang feiern – und ehrlich gesagt wollte ich gefeiert werden. Positiv durchs Leben gehen, durch mein neues Leben. Nach vorne schauen und das alte Leben hinter mir lassen. Diese Party war mein Neuanfang!

Se Frentzen

Se organisiert ihre Partys bundesweit.

FB: War das der Start für Ihre Agentur FINALLY DIVORCED?

Nicht ganz. Im Laufe der Jahre ergaben sich zwei Scheidungsfälle in meinem Bekanntenkreis. Hier durfte ich die Organisation der Feierlichkeiten übernehmen. Mir gefiel die Aufgabe. Ich hatte Spaß, meine Ideen umzusetzen und die Feier so schön es ging, auszurichten. Während der Vorbereitungen fielen mir noch mehr Ideen ein.  Ich hatte so viele Ideen – teilweise auch sehr außergewöhnliche Einfälle. Ich merkte, dass ich alles umsetzen konnte und fing an, alles zu dokumentieren und erstellte mir ein Konzept. Nun hatte ich ein Ziel vor Augen: Mein Ziel war es, Menschen, deren Ehe gescheitert war, mit einer Scheidungsparty den neuen Weg zu „pflastern“.

Es gab auch reichlich Kritik, was meine Geschäftsidee betraf, denn viele waren der Meinung, dass eine Heirat  immer noch  ein einmaliges Ereignis ist und für immer dieses Versprechen eingehalten wird. Nun – „bis dass der Tod uns scheidet “- dafür gibt es keinen Garant. Sicherlich wäre der Tod die denkbar einfachste Möglichkeit einer Scheidung. Doch was, wenn wir unseren Ehering vorher „verlieren“?

Alles mögliche wird gefeiert – warum nicht auch die Scheidung?

Wir feiern ständig einen neuen Lebensabschnitt! Sei es eine Geburt, Geburtstage, Hochzeiten, Abitur, ja – sogar der Tod wird „ gefeiert“. Eine Scheidung ist auch ein neuer Lebensabschnitt und sollte  gefeiert werden.

FB: In welcher Stimmung befinden sich die Frauen, die zu Ihnen kommen? 

Deko Scheidungsparty

Auf der Scheidungsparty wird nichts dem Zufall überlassen – die Deko stimmt von A bis Z

Die Frauen, die mich aufsuchen, haben das Kapitel Ehe abgeschlossen und möchten ihren Neuanfang mit einer Scheidungsparty feiern. Da sind die seelischen Wunden definitiv verheilt!

FB: Wie planen Sie die Scheidungsparty für die jeweilige Kundin?

Die Planung ist ganz individuell. Wichtig ist, dass ich mich dem vorgegebenem Budget anpasse.

Je nach Wunsch kann ich die Feier in verschiedenen Räumlichkeiten ausführen, wie zum Beispiel in der Lieblings Bar, im heimischen Garten, oder in einer exclusiven  Location (z.B. Rooftop Bar).  Bei dem persönlichen Gespräch halte ich nicht nur die Planung, wie die Farbe der Dekoration, Menü oder Buffet, Songauswahl für den DJ etc. und den Ablauf der Party fest, sondern der Mensch, meine Auftraggeberin, ist der wichtigste Punkt. Ich erfahre auch viel über die Person – privates, viele lustige Ereignisse,  über ihre Ehe und warum es zur Scheidung gekommen ist. Diese Gespräche sind sehr wertvoll. Vor allem richte ich die Scheidungsrede, die ich für meine Auftraggeberin halte, nach ihr.

Make-up, Hairstyling und Limousinen-Service – der Ex-Braut fehlt es an nichts!

Auf Wunsch steht der Ex-Braut an Ihrem unvergesslichen Tag ein Make-up Artist, sowie ein Hairstylist zur Verfügung. Ein professionelles Fotoshooting, Limousinen-Service, Scheidungstorte, Scheidungsring, Highlights wie Tänzerinnen oder Magier, Feuerwerk – alles ist machbar und garantiert eine unvergessliche Scheidungsparty!

FB: Wie muss man sich das Event vorstellen?

Im Grunde ähnlich wie bei einer Hochzeit- das einzige was fehlt ist der ( Ex) Mann – er landet meist „geköpft“ auf der Scheidungstorte! Ich empfehle bei den Einladungskarten einen zusätzlichen Vermerk zu einem strengen  Dresscode – nur in weiß !

FB: In was für einem Umfeld wird gefeiert? Eher daheim oder in außergewöhnlichen Locations?

Es ist unterschiedlich. Ich kann eine unvergessliche Scheidungsparty im eigenen Garten ausrichten, oder auch in einer Top-Location. Ich richte mich nach den Wünschen meiner Auftraggeber und dem Budget.

FB: Wie sieht das „Drumherum“ bei einer Scheidungsparty aus? Gibt es Torte? Eine Ansprache? Wie läuft das ab? Und was trägt die Auftraggeberin?

Auf der Scheidungsparty

Auf der Scheidungsparty lässt FRAU es krachen

Die Ex Braut trägt an diesem Abend ihr Brautkleid. Sie eröffnet die Party mit einem Tanz. Im Anschluss folgt eine Scheidungsrede. Diese Rede ist persönlich für die Ex Braut und sehr bedeutsam.
In der Scheidungszeremonie wird der Ex- Braut ein Scheidungsring angesteckt. Dann möchte die „ Braut „ auch endlich aus ihrem „alten“ Kleid heraus und zieht sich um.

Brautkleid wird auf Scheidungsparty vernichtet

Anschließend wird das Brautkleid vernichtet. Es wird ausgiebig gefeiert und auf Wunsch gibt es Showacts , ein Feuerwerk etc.

Später wird die Scheidungstorte angeschnitten. Meist ist es eine Torte, die in der Mitte durchtrennt ist –  könnte auch durchaus passieren,  dass sich der Ex-Mann mit auf die Torte geschlichen hat…!

FB: Da Sie ja einen umfassenden Einblick in das Thema „Trennungen“ haben – bekommen Sie mit, aus welchen Gründen Paare sich trennen? Gibt es einen Grund, der Ihnen immer wieder begegnet?

Sehr oft ist die Begründung, dass man sich auseinandergelebt hat. Gründe, wie Vertrauensbruch und häusliche Gewalt sind leider auch Tatsachen, warum sich Paare trennen.
Einmal habe ich als Grund gehört, dass die Geburt des Kindes zur Trennung geführt hat. Das hat mich so sehr beschäftigt, dass ich mich wochenlang damit auseinandergesetzt habe. Ich habe mich im Laufe der letzten Jahre speziell auf das Thema Trennung/ Scheidung konzentriert und muss feststellen, dass die meisten Ehen an fehlender Kommunikation scheitern.

FB: Wie fühlen sich die Frauen nach einer Scheidungsparty mental? Bekommen Sie Feedback?

Scheidungsparty

Für Frauen ist die Scheidungsparty ein Befreiuungsschlag

Sie sind glücklich und freuen sich auf ihren Neubeginn. Sie sehen Ihre Scheidungsparty auch als Befreiung. Nicht falsch verstehen – das hat nichts mit Rachegelüsten zu tun. Es ist ein Abschluss mit der Vergangenheit und gleichzeitig ein Neubeginn. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich schon des Öfteren gesagt bekommen habe, dass die Scheidungsparty besser als die eigene Hochzeit war.

Scheidungsservice ist deutschlandweit buchbar

FB: Wo kann man Sie buchen?

Ich biete meinen Service deutschlandweit an. Ich bin ständig auf der Suche nach verschiedenen Locations, um meinen Kunden eine große Auswahl anbieten zu können. Auf Mallorca und Ibiza schaue ich aktuell gezielt nach besonderen Objekten, um diese bei Anfragen auch anbieten zu können.

FB: Denken Sie, dass manche Frauen (und Männer) zu jung heiraten? Gibt es Ihrer Ansicht nach ein „richtiges“ Alter, um zu heiraten?

Ja, davon bin ich überzeugt! Ich war auch mal 20 und hatte eine ganz bestimmte Vorstellung von meinem Leben. Alles war durchdacht – meinte ich zumindest. In Deinen 20ern  hast du schon deinen Traummann vor Augen- Du weißt genau wie er aussieht und sogar wie er duftet. Der Vater deiner Kinder – Du musst ihn nur finden! Und zwar schnell, denn du hast ja schon dein Traumkleid gefunden – wir wollten doch alle wie Sissy heiraten.

Falsche Vorstellungen lassen viele Leute jung heiraten

Du findest ihn und verliebst dich. Und du denkst, dass das die „Ich kann nicht mehr ohne dich leben Liebe“ ist.

Also wird mit 23 oder 24 geheiratet. Alles ist schön – doch dann holt dich die Realität ein und mit Ende 20 bist du schon geschieden. Wenn du Glück hast und schlau bist!  Das war deine Lektion!

Mit 20 ist Mann oder Frau noch in der Entwicklung. Verliebt euch, zieht in die erste gemeinsame Wohnung, lernt einen Beruf. Aber heiratet nicht! Man benötigt die 20iger um erwachsen zu werden. Eine Beziehung/Ehe heißt Kompromisse eingehen -wie lange ist deine Bereitschaft? Du“ wächst“, deine Einstellung ändert sich und du hast mehr Erwartungen.

Mit 30 sieht die Welt schon anders aus!

Mit 30 steht man schon eher im Leben. Man hat einen Beruf, der einen erfüllt und Zukunftspläne. Wenn du mit 30 deine Drinks selber bezahlen kannst, dann kannst du dir auch Gedanken um Familie und Hochzeit machen.

FB: Wie schauen Ihre Pläne für die nächsten Monate in Sachen Ihrer Agentur aus? Können Sie schon etwas verraten?

Ich plane aktuell eine exclusive Scheidungsparty. Mein Wunsch ist, dass das Thema Scheidungsparty nicht mehr tabuisiert wird. Mein Ziel ist es, dass sich diese Partys etablieren. Scheidungen sind nichts negatives. Es sollte mehr darüber berichtet werden. Es ist ein sehr wichtiger psychologischer Aspekt, diesen Neuanfang zu feiern.

Bisher habe ich nur für Ex-Bräute eine Scheidungsfeier ausgerichtet. Liebe Ex- Männer, „traut“ euch, denn für die Herren habe ich ein besonderes Special vorbereitet!

In diesem Sinne: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet!

Mehr zur Agentur von Se Frentzen hier.

Mehr zum Thema auch hier.

Bildnachweis: Finally Divorced, Se Frentzen, Schreiber Photografie

"

Einstiges Kinderzimmer zum Gästezimmer ausbauen

Vom „Hotel Mama“ zum individuellen Bed & Breakfast für Reisende – so könnte man wohl die Umnutzung einstiger Kinderzimmer bezeichnen! Die nun – nachdem der Nachwuchs aus dem Haus ist – von den Müttern einem neuen Zweck zugeführt werden.

Es gibt nämlich eine Menge Frauen, die hieraus kurzerhand schöne Gästezimmer gestalten und Fremden fern der Heimat ein ansprechendes Zuhause auf Zeit bieten.

Einige davon hat kürzlich die BILD der FRAU in ihrer Ausgabe vom 24. Mai 2019 porträtiert.

Kinder aus dem Haus – Reisende ins umgestaltete Kinderzimmer rein!

Einmal mehr zeigt sich in dieser Reportage, dass es Frauen spielend gelingt, in einer neuen Situation das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden. Sprich: den frei gewordenen Wohnraum für eine zusätzliche Geldquelle zu nutzen. So hat es zum Beispiel die 59jährige Petra aus Schleswig-Holstein gemacht. Als die vier Kinder aus dem Haus waren, funktionierte sie die einstigen Kinder- und Jugenddomizile kurzerhand zu Gästezimmern um und betreibt nun die Pension „Mom`s Bed & Breakfast“.

Als Mama von vier Kindern sind Leidenschaft und Herz natürlich auch dabei, wenn es darum geht, Gäste zu empfangen und zu bewirten. Bei Petra geht so mancher Fremde als Freund und darf sich während seines Aufenthaltes über regionale Leckereien aus „Mom`s“ Garten freuen. Die Gäste honorieren diese nordische Gastfreundschaft und sorgen dafür, dass in dem alten Bauernhaus auch nach dem Auszug der Kinder Leben in der Bude ist.

Das gilt auch für das Domizil der 71jährigen Margarethe aus Hamburg, die ihre stilvolle Altbauwohnung so umgeändert hat, dass drei Gästezimmer entstehen konnten. Mitten im quirligen Hamburg finden hier Fremde jedweder Couleur ein Zuhause auf Zeit und bereichern mit ihrer Art das Leben der rüstigen Powerfrau. Die lernt durch ihr Bed & Breakfast Fremdsprachen fast nebenbei und beherbergte schon Gäste aus über 30 Ländern! Vor allem Musiker lieben das bürgerliche Ambiente unter Stuck, das sie bei Margarethe erwartet. Viele Gäste, die in dieser Jugendstil-Atmosphäre auf Zeit logieren, wurden mit der Zeit zu einer Art Ersatzfamilie für Margarethe, die von ihren Gästen sogar auf Hochzeiten oder Geburtstage eingeladen wird.

Auszug des Nachwuchses kann Alltag neue Richtung geben

Diese schönen Beispiele – in der BILD der Frau wurden noch viele mehr vorgestellt – zeigen, dass der Lebensabschnitt von Frauen, der mit dem Auszug der Kinder einhergeht, dem Alltag eine ganz neue Richtung geben kann. Man weiß, dass nicht wenig Mütter damit hadern, wenn sich die Tochter oder der Sohn gen Studienort verabschiedet. Und die eben noch so quirlige Atmosphäre sich umwandelt in ein Ambiente aus Ruhe und Stille.

Wohl dem, der dann nicht auf die frei gewordenen Räumlichkeiten angewiesen ist und daraus ein Zuhause auf Zeit für Reisende schaffen kann. Zumal in Zeiten von booking.com, airbnb & Co., in denen der Großteil der Leute online bucht und das Generieren von Buchungen für Vermieter nahezu zum Kinderspiel geworden ist. Private Domizile dieser Art, wie die erwähnten Frauen sie  geschaffen haben, erfreuen sich außerdem großer Beliebtheit. Denn auch wenn heutzutage Flüge, Unterkünfte und Mietwagen häufig digital und anonym im Internet gebucht werden, so stehen doch individuelle Unterkünfte mit persönlicher Note ganz oben auf der Wunschliste von (Geschäfts)Reisenden.

Private Tipps, die eine oder andere persönliche Umsorgung mehr und ein Gästebett in einem harmonisch-familiären Umfeld, fernab anonymer Hotelketten: Das ist es, was ganz viele Reisende wollen und was wohl auch zukünftig stets gefragt sein wird. Mögen Algorithmen & Co. das Leben immer mehr bestimmen – es geht nichts über eine warmherzig-persönliche Note im Zuhause auf Zeit in der Fremde! Urlauber, Geschäftsreisende und Städte-Hopper wissen und lieben das.

Und deshalb wird es auch in nächster Zeit für viele Mütter, die ein großzügiges Heim ihr Eigen nennen, heißen: „Nachwuchs raus, Reisende rein!“

Bildnachweis: pexels.com

"

Zwei Anwältinnen

Sich als Frau in einer männerdominierten Branche zu behaupten – das ist den beiden Frauen Thirza Höfer und Katja Haug gelungen. Die beiden engagierten Juristinnen führen eine Steuerberatungs- und Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Leipzig. Spannend sind die verschiedenen Lebensläufe der beiden. Hat doch die eine noch die DDR erlebt, während die andere im Raum Stuttgart aufwuchs. Das Unternehmen, das sie heute führen, gibt es schon eine ganze Weile und hier lernten sich die beiden Frauen auch kennen. Neben den beruflichen Gemeinsamkeiten verbindet sie auch die Rolle als Mutter. Denn sowohl Thirza Höfer als auch Katja Haug haben eine Familie gegründet.

Im Gespräch erzählen sie, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut gebracht haben und berichten aus ihrem Alltag, den vor allem männliche Zeitgenossen prägen.

FB: Frau Haug, Frau Höfer, Sie sind beide Anfang vierzig, studierte Juristinnen, und Sie führen seit fünf Jahren miteinander ein Unternehmen in Leipzig. Was machen Sie da genau?

TH: Wir sind Dienstleister für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Unsere Idee ist eine Paketlösung, die einfach alles enthält, was irgendwie mit Geld, Recht, Verwaltung und Steuern zu tun hat. Unsere Klienten sparen dadurch enorm Zeit und Kosten. Sie müssen nicht mehr, je nach Situation und Anliegen, immer neue Berater suchen, die sich dann erst mit viel Aufwand in ihre Verhältnisse hineinfragen müssen. Diese Hintergründe kennen wir alle schon. Das macht alles wesentlich effektiver.

Hohes Beratungspotenzial muss vorgehalten werden

Allerdings müssen wir eine Menge Beratungspotential vorhalten, um auf ganz verschiedenen Gebieten glaubwürdig kompetent zu sein. Finanzbuchhaltung zum Beispiel ist ein völlig anderes Thema als Forderungseinzug. Und Personalmanagement oder Geldbeschaffung stehen ebenfalls auf ganz anderen Blättern. Unternehmerinnen und Unternehmer müssen dieser Themenvielfalt aber gewachsen sein, auch wenn sie keine eigene Rechtsabteilung oder sonstige Kompetenzpools ihrer Betriebe hinter sich stehen haben.

FB: Sie beide sind ursprünglich gelernte Rechtsanwältinnen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf.

KH: Stimmt. Ich stamme aus Neubrandenburg, bin später in der Nähe von Jena aufgewachsen und habe damit noch einige, vielleicht prägende Erinnerungen an die DDR. Thirza kommt dagegen aus dem Stuttgarter Raum und damit aus einer ganz anderen Himmelsrichtung. Thirza hat ihre ersten Berufserfahrungen in einer Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüferkanzlei gesammelt. Meine eigene Entwicklung verlief nicht so gradlinig. Ich war erst Rechtsanwältin, und dann eine Zeitlang Geschäftsführerin von Fondsgesellschaften. Dadurch kenne ich mich auf dem Kapitalmarkt gut aus. Als sich unsere gemeinsame Geschäftsidee abzeichnete, war ich noch im Vorstand einer Aktiengesellschaft, die Popmusik produziert.

Von der Welt des Glamours in eine bodenständige Branche

Die Welt der Stars und der Prominenz, der Galas und der Preisverleihungen war zugegeben aufregend, und ich bin heute noch meinem großen Mentor aus dieser Szene dankbar, dass er mich damals diesen Job hat machen lassen. Dann aber wurde ich Mutter, und damit verstärkte sich das Bedürfnis nach Bodenständigerem. Daraus wurde die Haug & Höfer Steuerberatungs- und Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Das klingt nüchtern und bodenständig, und das soll es auch sein.

FB: Ein paar Jahre fehlen aber in Ihrer Schilderung.

TH: Wir sind kein Start Up. Gegründet wurde unser Unternehmen schon 1991, damals natürlich nicht von uns. Katja und ich gingen 1991 schließlich noch in die Schule. Wir haben uns erst 2008 dort kennengelernt. Ich selbst stand damals gerade vor meinem Steuerberaterexamen, und die Kanzlei durchlief in dieser Zeit einige Veränderungsprozesse. Es waren neue Ideen und Begriffe aufgetaucht, von denen Katja und ich bis dahin eigentlich noch gar nichts gehört hatten. Beispielsweise Mediation oder systemische Unternehmensberatung. Darüber gab es damals sehr gespaltene Meinungen. Etliche Kollegen hielten dies für neumodisches Affentheater und gingen. Dies waren hauptsächlich Männer. Dabei ging es eigentlich nur um eine einzige Frage, die sich jedes Dienstleistungsunternehmen unablässig stellen muss: Wie kann ich meinen Kundinnen und Kunden noch nützlicher sein? Vor dieser Frage drückt man sich gern, weil sich für die Antwort immerzu etwas verändern muss.

Richtige Entscheidungen führten zu Umsatzplus

Katja und ich haben darin den richtigen Weg gesehen, und im Ergebnis spülte es uns nach vorn. Wir haben noch andere Unternehmen dazugekauft, um unser Beratungsportfolio abzurunden und neue Gruppen von Klienten dazuzugewinnen. Seit 2015 führen wir die Geschäfte und halten auch die Mehrheit der Anteile. Die Umsätze haben sich seitdem verdreifacht. Falsch war es offenbar nicht.

FB: Das hört sich nach Frauenpower an. 

KH: Auf den ersten Blick mag es danach aussehen. Hinter allen Zimmertüren unseres Büros sitzt tatsächlich nur noch ein einziger Mann. Forciert haben wir das aber keineswegs. Dass es so gekommen ist, war eher Zufall.

TH: Vielleicht ist es einfach so, dass sich Männer unter einer weiblichen Geschäftsführung unwohl fühlen. Dies ist aber nur eine Vermutung, ich weiß es nicht, und ich habe bislang auch über diese Frage überhaupt nicht nachgedacht. Von unserer Seite hätten wir nichts dagegen, wenn mehr Männer bei uns mitmachen würden.

FB: Sie sind beide Mütter. Deshalb kommt jetzt die unvermeidliche Frage, wie Sie Ihren Beruf mit dieser Rolle in Einklang gebracht haben.

KH: Mittlerweile habe ich zwei Kinder, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass dies immer reibungslos geklappt hätte. Organisationstalent ist in dieser Hinsicht schon gefragt. Wenn die Kinder allmählich größer werden, löst sich diese Doppelbelastung nach und nach auf. Es gab bis dahin aber viele Situationen, in denen ich mich gefragt habe, wie es Frauen in normalen Anstellungsverhältnissen gelingt, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. 

TH: Genau. Unser Vorteil ist, dass wir im wahrsten Sinn des Wortes zu den freien Berufen zählen. Darunter fällt auch die Freiheit, eine Lösung zu gestalten, wie wir es für richtig halten. Als meine Tochter im Säuglingsalter war, habe ich sie einfach ins Büro mitgenommen, schon wenige Tage nach der Geburt.

Das Kinderbett stand im Arbeitszimmer

Mich hat es nicht gestört, dass in meinem Arbeitszimmer ein Kinderbett stand, und etwa für Besprechungen mit Klienten haben wir eigene Räume, bis zu denen die unvermeidlichen Kindergeräusche nicht vordringen können. Ein Patentrezept für andere Frauen kann dies natürlich nicht sein, aber es wäre wünschenswert, wenn sich Arbeitgeber durchringen könnten, Frauen ähnliche Freiheiten zuzugestehen, wie ich sie in dieser Situation hatte: einfach improvisieren und ausprobieren lassen.

KH: Ach, das wird nicht gehen! Das Arbeitsrecht ist für legere Lösungen viel zu starr. Arbeitsschutz und Mutterschutz sind gut gemeinte rechtliche Anliegen, verhindern aber Improvisation und Einfallsreichtum. Die meisten Arbeitgeber befürchten viel zu sehr, womöglich ein Dutzend Rechtsverstöße zu begehen, wenn sie solche Freiheiten von Fall zu Fall zugestehen würden, und dies nicht ohne Grund. Mir fallen gleich ein paar Gesetze ein, mit denen man hierdurch in Konflikt kommen könnte. 

TH (nickt zustimmend): Sehr wahrscheinlich. Aber genau das ist unser Produkt: Wir lassen uns dazu eine Lösung einfallen, die funktioniert. Und das ist auch das Reizvolle an unserem Beruf, kreativ sein, gestalten, sich etwas ausdenken und Starres überwinden. Dies mag vielleicht nach typisch weiblicher Herangehensweise klingen, aber mir macht das jeden Tag aufs Neue Spaß.

FB: Sind Ihre Klienten eigentlich überwiegend Frauen oder Männer?

TH: Männer natürlich. Die Mehrzahl der Unternehmer ist männlich. Nach wie vor.

FB: Würden Sie sich mehr Frauen wünschen?

KH: Als Klienten? Darüber habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nie den Kopf zerbrochen. Es gibt da kein Besser oder Schlechter. Es gibt sehr respektvolle Männer, die gute Leistung zu schätzen wissen und einen nicht in erster Linie als Frau sehen. Männer verlieren sogar eher mal ein Wort der Anerkennung, wenn etwas gut gelaufen ist, als Frauen.

Männer tun sich mit Anerkennung gegenüber Frauen offenbar nicht schwer

Vielleicht spricht sich so etwas für Männer gegenüber einer Frau auch leichter aus als gegenüber einem Mann.

FB: Was halten Sie von Frauenquoten?

TH: Nichts. Überhaupt nichts. Ich will für meine Leistung und für meine Kompetenz geachtet werden, aber nicht dafür, dass ich eine Frau bin und trotzdem etwas kann. Frauen in bestimmte Positionen zu hieven, nur weil sie Frauen sind, ist kein fairer Wettbewerb. In einem fairen Wettbewerb darf es ausschließlich um Können und um Leistung gehen, aber nicht um das Geschlecht. Es ist so wie beim Sportunterricht, wo der schlechtere Läufer manchmal Vorsprung bekommt. Es ist kein gutes Gefühl, mit Vorsprung starten zu dürfen, weil man von vornherein als der schlechtere Läufer gilt. Genau das finde ich diskriminierend.

KH: Gut gemeint ist und bleibt das Gegenteil von gut gemacht.

FB: Kann man sagen, Sie tummeln sich überwiegend in einer Männergesellschaft?

KH: In gewisser Weise schon. Man muss halt ihre Regeln kennen, dann klappt das auch. Diese Regeln sind am Anfang nicht ganz einleuchtend, aber man kann sie lernen. Ich habe mir beispielsweise früher nie Gedanken gemacht, was für ein Auto ich fahre, wahrscheinlich, weil ich eine Frau bin. Wenn einen der männliche Klient in einem typischen niedlichen Frauenauto vorfahren sieht, fühlt er sich unwillkürlich überlegen und lässt sich nichts sagen.

Status-Symbole für Männer wichtig

Bei Zwanzig-Zoll-Felgen klappt die Zusammenarbeit aber plötzlich ganz gut. Männer denken in Statuskategorien und stellen unentwegt heimliche Vergleiche an, wer die tollere Uhr oder das bessere Smartphone hat. Da muss man halt mitziehen.

FB: Woher nehmen Sie denn solche Weisheiten?

TH (lacht): Von unseren Männern natürlich. Die haben uns das verraten.

FB: Ja, dann – vielen Dank für das Gespräch.  

Informationen zu Haug & Höfer finden Sie hier.

"

Frau mit Kind auf dem Arm.

Einen Partner finden und eine Familie gründen – diese Pläne haben wohl die allermeisten Frauen im deutschsprachigen Raum. Allerdings gibt es in diesen Regionen gegenwärtig auch eine Menge  weiblicher Singles. Allein in Deutschland lebten 2018 über 16 Millionen Singles. Darunter viele Frauen, die neben dem Partnerwunsch auch einen Kinderwunsch haben.

Längst ist die Suche nach Mr. Right ins Web verlegt worden, die Anzahl der Singlebörsen ist für normale Leute, die nicht mit der Statistikbrille unterwegs sind, kaum mehr zu erfassen. Allerdings strahlt das Online-Dating oftmals ein trügerisches Bild aus, vermittelt vielleicht sogar auch falsche Vorstellungen. Gerade große Dating-Portale sind mit umfangreichen Kampagnen im Netz und auch offline präsent, die die Botschaft transportieren: „Digital finden sich alle“. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil: man sagt dem Online-Dating auch nach, dass durch selbiges die Partnersuche unverbindlicher geworden ist. Und wie oft hört man – auch im eigenen Freundeskreis – den Satz: „Man lernt heutzutage gar keinen mehr kennen“.

Nun ist es freilich ein Unterschied, ob man mal über einen gewissen Zeitraum keinen Mann kennenlernt oder aber dieser Zustand anhält. Und bei betroffenen Singlefrauen die ersehnte Familie samt Kinder in weite Ferne rückt.

Singlefrau mit Kinderwunsch im Porträt

Ein solches Beispiel ist dieser Tage im SPIEGEL, Ausgabe 18, vom 27. April 2019, veröffentlicht worden.

Dort wird die 42jährige Katja porträtiert. Eine Frau, die im Top-Management einer internationalen Unternehmensberatung arbeitet und nach einer gescheiterten Beziehung über die einschlägigen Datingportale im Netz einen neuen Partner sucht. Denn sie hat einen brennenden Wunsch – ein Kind.

Der richtige Kandidat lässt allerdings auf sich warten und so fasst sie den Entschluss, sich in einem Münchener Kinderzentrum behandeln zu lassen. Dem SPIEGEL erzählte sie ihre Geschichte. Sie handelt davon, wie die taffe Frau ihre regelmäßigen Fahrten zur Behandlung in die Kinderwunschklinik vor den Kollegen geheim hält. Wie sie sich unter Narkose Eizellen entnehmen lässt und diese Prozedur im Zusammenhang mit ihrem Wunsch nach einem Kind schon 14 mal hinter sich hat, als das Nachrichtenmagazin sie porträtiert. Kostenpunkt bis dato dafür: 105 000,00 Euro.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL äußert sie Unverständnis darüber, dass es in der Gesellschaft so wenig Akzeptanz für Solo-Mütter oder solche, die es werden wollen, gibt. Auch rechtlich ist die Lage hierzu alles andere als geklärt. Alleinstehende Frauen in Kinderwunschzentren mit gespendeten Samen zu behandeln, ist hierzulande weder erlaubt noch verboten.  Laut dem SPIEGEL verzeichnet beispielsweise das Kinderwunschzentrum in München wöchentlich zwei bis drei Anfragen von Singlefrauen. Oftmals müssen sie jedoch Nachweise über ihr Vermögen erbringen, damit Ärzte sie behandeln. Die Mediziner wollen nicht selten im Vorab geklärt wissen, wer im Ernstfall für den Unterhalt der Kinder aufkommt, im Falle der Solo-Mutter stößt etwas zu.

Kinderwunsch per Samenspender

Katja K., die im SPIEGEL porträtierte Frau, hat sich von alledem nicht abhalten lassen und sich bei einer dänischen Samenbank einen Spender ausgewählt: 19 Jahre jung, blauäugig und blond.

2016 startete sie ihren ersten Versuch. Doch die in ihren Uterus eingeführten Samen führten nicht zu einer Schwangerschaft. Vier fehlgeschlagene Versuche folgten. Danach ließen die Ärzte durch eine Hormonbehandlung mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen, entnahmen diese unter Narkose und spritzten die Spermien außerhalb des Körpers von Katja K. in einer Petrischale direkt in die Eizelle. Kommt es bei dieser Methode zu einer Befruchtung, ist die weitere Verfahrensweise so, dass zwei bis fünf Tage später ein oder zwei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Zweimal wurde Frau K. auf diese Art schwanger, zweimal waren es Fehlgeburten. In ihrer Hoffnung hatte die Singlefrau schon nach einer Hebamme Ausschau gehalten…Die Enttäuschung dürfte groß gewesen sein, doch sie gab nicht auf. Zumal sie sich im Alter von 39 und 40 Jahren Eizellen hat entnehmen und diese einfrieren lassen.

Im SPIEGEL findet sich auch der Hinweis darauf, wie stark sich Katja K. für den Wunsch, ein eigenes Kind zu haben, finanziell einschränkt. Urlaub, Karriere, die weitere Partnersuche – alles steht hintenan für das Bestreben nach eigenem Nachwuchs. Trost, Rat und Unterstützung wird solchen Frauen vor allem im Internet geboten – in speziellen Kinderwunsch-Foren, in denen zukünftige Solo-Mütter jedweder Couleur unterwegs sind.

Die Zielstrebigkeit nach dem eigenen Kind zahlt sich für die porträtierte Karrierefrau Katja aus: eines Tages ist sie tatsächlich schwanger. Und hofft, dass das Kind diesmal bei ihr bleibt, ihr eine weitere Fehlgeburt erspart wird. Sachen für das Kind bestellt sie in verschiedenen Geschäften, macht aber aus, dass sie all das erst nach der Geburt abholt. Verständlich. Wer möchte in so einer Situation und nach einer womöglich erneuten Fehlgeburt schon von lauter Dingen für`s Baby umgeben sein?

Die Odyssee zahlt sich aus – die Solo-Frau ist schwanger!

Und tatsächlich: Katja K. wird im Frühherbst 2018 Mutter – bekommt eine Tochter. Alles verläuft ohne Komplikationen, das Kind ist gesund. Im SPIEGEL erfährt man dann am Ende des Artikels, dass die frischgebackene Mutter nun neue Pläne hat:  ein weiteres Kind! Dafür hat sie bereits bei der Samenbank und im Kinderwunschzentrum vorgesorgt.

Eine einerseits schöne, andererseits aber auch irritierende Geschichte.

Schön deshalb, weil man der Frau ihr Glück gönnt und irritierend deshalb, weil man sich schon die Frage stellt, wie dieses – ja, man kann es ruhig sagen – „Erzwingen“ eines Kindes zu bewerten ist? Zumal vor dem Hintergrund, dass parallel dazu unzählige alleinerziehende Frauen ihren Familienstatus als nicht wirklich optimal einschätzen. Und es auch kein leeres Gerede ist, wenn es heißt, dass zu einem Kind Mama UND Papa gehören. Andererseits gibt es auch viele, viele Familien, die aus Mutter, Vater und Kind(ern) bestehen und in denen es dem Nachwuchs gar nicht gut geht. Die Medien sind voll von Berichten über Missbrauch und Gewalt.

Fazit: letztlich kann man sich in einem Fall wie diesem kein Urteil erlauben, finde ich. Die Frau ist glücklich, dem Kind geht es gut – warum eigentlich nicht? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese kinderliebende Frau und Mutter (die für ihren Nachwuchs ganz alleine sorgte) mit solch` einem Job, der ein Top-Einkommen garantiert, auch nicht die Regel ist. Letztlich konnte sich die im SPIEGEL porträtierte Frau ihren Wunsch nach Nachwuchs nur erfülen, weil die finanziellen Voraussetzungen gegeben waren.

So oder so ist es auf jeden Fall eine Geschichte, die nachdenklich macht!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

"

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ein Thema, das als „Neverending Story“ durch die Medien kreist. Familienverbände, Politiker, Initiativen und Aktivistinnen beschäftigen sich damit und kommen bislang leider immer wieder zu dem Fazit, dass diese Vereinbarkeit für den Großteil der Frauen und Männer, die sie leben wollen, schlichtweg nicht existiert. Natürlich – nicht wenige Unternehmen bieten diverse Optionen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Familie und Beruf in einen ausgewogenen Einklang bringen wollen, an.

Aber noch immer sind das Ausnahmen, über die sich nur ein Bruchteil berufstätiger Mütter und Väter freuen kann. Umso interessanter ist es, von Frauen, die in diesem Zusammenhang selbst aktiv werden und in Eigeninitiative ihre Vereinbarkeit schaffen, zu erfahren. Juliane Derra (Bild) ist so eine Frau.

Im Interview erzählt sie uns die 32jährige, wie sie schon heute die Vereinbarkeit schafft, die ihr auch später als Mutter zugute kommen soll.

FB: Frau Derra, was machen Sie derzeit beruflich?

Aktuell arbeite ich als Merchandise Plannerin in einem deutschen Einzelhandelsunternehmen. Zusammen mit meinem Team sorge ich kurz gesagt jeden Tag dafür, dass die richtige Menge der Ware zum richtigen Preis und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Ich genieße die Mischung aus dem Kontakt mit den Filialen, dem Einkauf und anderen internen Abteilungen, aber auch die Kopfarbeit, wenn es um die Analyse in Excel geht.

Vereinbarkeit: Konflikt zwischen Familienzeit und Geldverdienen ist präsent

FB: Wann kam Ihnen der Gedanke, sich jobtechnisch so zu orientieren, dass die Vereinbarkeit Familie und Beruf besser gewährleistet ist?

In den letzten Jahren haben viele meiner Freunde eine Familie gegründet und was mir besonders aufgefallen ist, war der Konflikt zwischen den Themen Zeit für die Familie und auf der anderen Seite des Geldverdienens. Viele Freundinnen haben mir sogar unter vorgehaltener Hand verraten, dass sie es vermissen, ihr eigenes Geld auszugeben. Eigenes Geld zu verdienen und somit unabhängiger zu sein, gibt anscheinend schon ein gutes Gefühl.

FB: Für welche Möglichkeit haben Sie sich dann entschieden?

Ich habe mich für den Aufbau meines eigenen Network Marketing Geschäfts entschieden. Dabei arbeite ich mit einem Partnerunternehmen aus Deutschland zusammen, dessen Produkte – auch made in Germany – ich selbst schon seit Jahren selbst nutze.

FB: Was ist Network Marketing und was genau ist dann Ihre Aufgabe bzw. die Ihrer Geschäftspartner?

Network Marketing ist eine Sonderform des Direktvertriebs und entstand in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als einige Unternehmen sich entschlossen, ihre in der Regel hochwertigen und erklärungsbedürftigen Produkte nicht mehr über den bekannten Handelsweg zu vermarkten, sondern über Empfehlungen zufriedener Kunden und Geschäftspartner. So sparten die Unternehmen Kosten für Werbung und konnten ihre Partner entsprechend gut belohnen. Heute werden viele Produkte und Dienstleistungen über das bewährte Geschäftskonzept Network Marketing an den Kunden gebracht. Etwa 70% der haupt- und nebenberuflichen Geschäftspartner sind Frauen, die ihre Stärken in dieses Geschäft einbringen und neben den finanziellen Aspekten für ihre Arbeit Anerkennung erfahren, von Zuhause und bei freier Zeiteinteilung arbeiten können, Spaß haben und sich in viele Richtungen weiterentwickeln können.

Die Aufgabe besteht darin, Produkte, die Frau selbst nutzt und mit denen sie zufrieden ist, weiterzuempfehlen. Das schließt den Verkauf und damit den Erlös einer Handelsspanne ein sowie den Aufbau eines eigenen Teams und dessen Ausbildung ein. 

Mütter können als Organisationstalent in Sachen Vereinbarkeit viel erreichen

FB: Sie halten diese berufliche Orientierung vor allem für Mütter ideal. Warum?

Mütter sind Organisationstalente und absolute Netzwerker. Sie helfen sich gegenseitig und tauschen ihre Erfahrungen, Sorgen und Ängste aus. In der Regel sind auch die Frauen die treibende Kraft beim Thema gesunde Lebensweise, was gerade unser Geschäft begünstigt, da wir persönliche und finanzielle Freiheit mit einer gesunden Lebensweise kombinieren.

FB: Was raten Sie Müttern, die in ihrem jetzigen Job keine Vereinbarkeit gewährleistet sehen?

Ich denke immer wieder, dass es sich lohnt über den Tellerrand hinaus zu schauen. Welche Möglichkeiten gibt es noch? Mütter managen einen Großteil der familiären Angelegenheiten und sind Dreh- und Angelpunkt für jegliche Belange. Mit diesem Können sollten sie selbstbewusst umgehen. Warum nicht mit dieser Energie ihr eigenes Business aufbauen? Nicht umsonst sind es zum größten Teil Frauen, die im Network Marketing sehr erfolgreich sind.

FB: Haben Sie selbst vor, Familie zu gründen?

Ja, in meiner Lebensplanung ist das Thema Familie elementar wichtig.

Internetseite für Frauen, die Vereinbarkeit leben wollen, wurde gestartet

FB: Wohin können sich Frauen wenden, die den Weg, den Sie für sich ausgewählt haben, ebenfalls gehen bzw. mehr Informationen haben wollen?

Zusammen mit zwei Müttern habe ich eine Internetseite ins Leben gerufen, welche unsere Kernthemen kurz zusammenfasst und auch eine Kontaktmöglichkeit bietet. An alle Frauen oder Muttis da draußen: Wir freuen uns auf euch!

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Den Großteil meines Tages bestimmt natürlich mein Hauptjob. Abends habe ich mir angewöhnt mit Interessenten und Geschäftspartnerinnen zu telefonieren sowie Erfahrungen weiterzugeben. Die Ausbildung läuft überwiegend über die elektronischen Medien, so dass jeder Partner zu einer ihm passenden Zeit aktiv werden kann.

FB: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich bin absolut sportbegeistert und spiele mit Vorliebe Beachvolleyball im Verein. Dieser Sport ist für mich der perfekte Ausgleich: Körperlich rundum auspowern, ganzjähriges Strandfeeling und nicht zu vergessen unsere lustige Mädelstruppe. 

Und natürlich verbringe ich auch gerne ruhigere Stunden mit meinem Freund und meiner Familie. Als Familienmensch zieht es mich alle zwei Monate in die Heimat und da genieße ich jeden Augenblick.

Bildnachweis: Juliane Derra