Donnerstag, 30. November, 2023

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Kennenlernphase: “Anti-Ghosting”-Nachrichten für mehr Anstand beim Dating

In Sachen Dating und Kennenlernphase schwappt aktuell wieder mal ein heiß gehandelter Trend aus Amerika in unsere Breitengrade. Es geht um eine “neue” Art des Verhaltens während der Partnersuche. Etikettiert als “Anti-Ghosting”-Nachricht soll es nun der Dating-Anstand gebieten, dass man(n) seinen Datingpartner ganz offiziell darüber informiert, wenn man ihn nicht mehr sehen beziehungsweise weiter daten will. Diese Art Kommunikation soll anstelle des viel gefürchteten Ghostings treten (Ghosting: neudeutsch für “Funkstille”).

Dazu muss zunächst gesagt werden, dass schon in der Vergangenheit Singles, die etwas auf sich halten und Anstand haben, so agiert haben. Es gibt unzählige Leute, die daten, aber dem anderen, im Falle es passt nicht, die Wahrheit sagen. Sei es persönlich, am Telefon, via Handy-Nachricht oder per Mail.

Für die Kennenlernphase: Der “Anti-Ghosting”-Trend kommt

Es ist also nicht so, dass in der Vergangenheit nie jemand so agierte. Dennoch – und das ist eine eher traurig-negative Tatsache – dürfte ein weit größerer Teil jener, die (Online)Dating betreiben und einen bestimmten Kandidaten nicht mehr sehen wollen, den Weg des geringsten Widerstandes – und somit des Ghostings/der Funkstille – wählen. Sprich: Einfach abtauchen. Der andere weiß dann oft gar nicht was los ist und macht sich schlimmstenfalls sogar noch Sorgen, wie man anhand vieler entsprechender Internet-Postings, in denen sich Betroffene von Ghosting melden, erfahren kann.

Doch da es so gut wie nie vorkommt, dass ein Dating-Partner, der von heute auf morgen abtaucht, im Krankenhaus liegt und beide Arme in Gips hat und sich deshalb nicht melden kann, wird auch dem gutgläubigsten Single in einer solchen Situation irgendwann klar, dass der andere eine Funkstille eingeläutet hat. Für viele Singles, die einen Partner suchen, ist das ein großer Schock. Abgehärtet sind meist nur jene, die dieses Gebaren im Zusammenspiel zwischen Dating-Börse, Kennenlernphase und Distanzierung schon kennen.

Um diesem Treiben ein Ende zu setzen, wird nun also der große “Anti-Ghosting”-Trend beschworen. Vornehmlich noch in den USA, hierzulande liest man darüber noch wenig. Doch was steckt dahinter? Nun – nichts weltbewegendes, sondern einzig und allein: Anstand.

Eine kurze Info, wenn es nicht passt, hat Stil und zeugt von Anstand

Wie oben schon angerissen, geht es darum, dem Datingkandidaten, den man man nicht wiedersehen will oder bei dem man in der Kennenlernphase merkt, dass er oder sie doch nicht zu einem passt, schlichtweg eine kurze Info zu übermitteln, dass man ihn oder sie nicht weiter daten will. Das kann eine kleine Mail im Stile von “Für mich passt es nicht” oder auch eine Nachricht am Handy sein, in der man kundtut, dass man keine weiteren Dates wünscht. Natürlich ist eine dahin getippte Nachricht im Smartphone längst nicht so stilvoll, wie das persönliche Gespräch, nur hat kaum jemand den Mut, dem anderen eine solche Information von Angesicht zu Angesicht zu übermitteln.

Insofern dürfte eine E-Mail hier noch das niveauvollste Tool sein. Einfach, weil man mit diesem Stilmittel vielleicht noch etwas leichter ein, zwei Sätze mehr hervorbringen kann, als in einer schnöden WhatsApp. WIE man das Kontakt-Ende kommuniziert, dafür gibt es freilich keine Regeln, nur dass man es kommuniziert – das sollte sein.

Wer auf sich hält, hat schon vor dem “Anti-Ghosting”-Trend so agiert

Man selbst erwartet so ein Verhalten als Single, der andere Singles datet, ja auch irgendwo von seinem Gegenüber. Niemand möchte mit einem plötzlichen Abtauchen und damit der gefürchteten Funkstille konfrontiert werden. Insofern ist dieser neue Dating-Trend, wenn er sich denn etabliert, schon ganz gut. Obwohl – es sei nochmals gesagt – Singles mit Stil schon vor dem Ausrufen eines solchen “Dating-Knigges” bereits wussten, was zu tun ist, wenn es nicht passt. Nämlich: Ehrlich kommunizieren. Eigentlich ganz einfach und auch ohne Regeln von außen zu stemmen…

Bild: pexels.com / Andrea Piacquadio
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