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Haus und Garten

Bezahlbare Häuser bald aus dem 3D-Drucker? Häuser aus dem 3D-Drucker – was noch immer wie eine irre Sciene-Fiction-Idee klingt, ist längst Wirklichkeit. Allerdings sind die Firmen, die diese Häuser fertigen noch rar gesät. Das dürfte sich jedoch schnell ändern, wenn man sieht, was für Quartiere mit dieser neuen Methode schon gebaut werden können. Oder besser gesagt: gedruckt, denn mit dem klassischen Bauen hat das, was vielleicht die Zukunft des Wohnens ist, nur noch wenig zu tun.

Aktuell fertigt ein Start-up aus Texas (USA) Domizile für finanziell bedürftige Familien und zwar in Lateinamerika (Video am Ende des Artikels). Die Häuser sehen aus wie kleine Wohnträumchen und sollte sich das Druck-Konzept bewähren, dann kann man nur hoffen, dass es auch bald hierzulande umgesetzt wird.

Häuser aus 3D-Drucker wären hierzulande Revolution

Es wäre wohl in Sachen Wohnen eine Revolution! Denn: aktuell wird das Wohnen in Deutschland ja bekanntlich immer teurer, sowohl das Mieten als auch das Kaufen. Zumindest in gefragten Lagen. Selbst wer eine gebrauchte Immobilie erwirbt, sieht sich schnell mit Beträgen konfrontiert, die in die Hunderttausende gehen (können). Wie würde es sein, wenn man sich ein Haus aus dem 3D-Drucker fertigen ließe und dafür nicht mal 15.000,00 € bezahlen müsste? Das wäre genial!

Wahrscheinlich würde es dann von Hausbesitzern nur so wimmeln, denn das eigene Heim steht seit Jahren auf der Wunschliste von (jungen) Familien. Zudem ist in letzter Zeit auch der Trend entstanden, dass sich Singles eine Immobilie zulegen oder gar bauen lassen.

Mit dem 3D-Verfahren könnte man allen Wohnwünschen gerecht werden. Und das zu einem Preis, der einem den Atem stocken lässt. Doch wie realistisch ist es, dass man diese Häuser auch hierzulande bald bauen kann?

In Deutschland wiehert noch der Amtsschimmel

Nun – da sieht es noch etwas mau aus, selbst eine Recherche im Netz fördert nicht wirklich viel zutage. Woran das liegt, kann man sich denken: am Amtsschimmel. Zumindest scheint der seine Hufe derzeit noch tüchtig im Spiel zu haben, wie das Online-Magazin manonamission.de berichtet.

Das sieht bei den europäischen Nachbarn in Frankreich schon anders aus. Dort wurde in Nantes innerhalb von 54 Stunden ein Einfamilienhaus mit dem 3D-Druck-Verfahren gebaut.

Das Portal musterhaus.net schreibt hierzu folgendes:

„Mit einem Budget von 195.000 Euro hat man das Einfamilienhaus Names „Yhnova“ in Nantes innerhalb von 54 Stunden erbaut. Ziel des Pilotprojekts der örtlichen Stadtverwaltung und der Universität Nantes ist es, neue Möglichkeiten für kostengünstigen Wohnraum aufzuzeigen. Die Forscher nehmen an, dass sich die Baukosten mit dem 3D-Druck-Verfahren im Vergleich zum traditionellen Hausbau um bis zu 70% reduzieren ließen. Das 3D-Drucker Haus in Nantes ist einstöckig und verfügt über fünf Zimmer auf einer Grundfläche von 95 Quadratmetern.(…)“

Klingt ziemlich cool! Und noch cooler wird es freilich, wenn man das eigene Haus für einen noch günstigeren Preis bekommt. Wie eingangs erwähnt, möchte das Start-up aus Texas (ICON) nun für Bedürftige in Lateinamerika Häuser aus dem 3D-Drucker errichten. Und nicht nur das: ganze Siedlungen sollen entstehen! Das im Video (siehe unten) gezeigte Haus, das den Tüftlern dabei vorschwebt, entstand in 24 Stunden und sieht aus, wie aus einem SCHÖNER WOHNEN-Heft. Die Kosten lagen dabei unter 5.000,00 Euro. Dieser Haustyp soll nun für eine ganze Häusersiedlung gefertigt werden.

3D-Häuser würden vielen Leuten den Traum vom Eigenheim erfüllen

Ein tolles Konzept!

Von dem man sich wünscht, dass es sich bitte auch bald in Deutschland durchsetzen möge. Dann wäre es vorbei mit der Verschuldung auf viele Jahre, die eine Menge Leute für den Traum vom eigenen Haus auf sich nehmen.

Nur einer darf nicht zu präsent auf der Bildfläche erscheinen: der Amtsschimmel!

Schauen Sie sich hier im Video den besagten Haustyp an und hören Sie von den Plänen des Start-ups. Das superinteressantes Projekt wird Leute, die Wert auf individuelles Wohnen legen, sicher begeistern!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

 

 

 

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Sie zählen leider schon zu den alltäglichen Nachrichten: die Meldungen über Brände in Wohnungen oder Häusern, bei denen es Verletzte oder gar Tote gab. Nicht selten sind Kinder betroffen, die schlimme Verbrennungen davontragen oder sogar sterben. Um solche Katastrophen mehr und mehr einzudämmen, gibt es viel Bewegung in Sachen Rauchmelder.

Die kleinen, piepsigen Warner sind mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht, zumindest was Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, die zu Rettungswegen führen, betrifft.

Allerdings kann auch eine so gute Erfindung wie der Rauchmelder nicht verhindern, dass es Menschen gibt, die einen so festen Schlaf haben, dass sie das gellende Piepsen nicht hören. Auch Kinder gehören dazu. Wer einmal erlebt hat, wie selig ein Kind schläft, während draußen ein Flugzeug über die Dächer hinweg brummt, wird wohl wissen was gemeint ist…!

Diese Überlegungen waren es sicher, die Forscher eines amerikanischen Hospitals dazu bewegt haben, herauszufinden, wie es wäre, wenn im Ernstfall das gellige Piepsen durch die Mutterstimme ersetzt würde.

Auf dem Portal pressetext.de liest sich das wie folgt:

„Viele kleine Kinder reagieren bei Bränden im heimischen Bereich nicht auf die durchdringenden Töne von Rauchmeldern, sondern viel eher auf die Stimme der eigenen Mutter. Forscher des Nationwide Children’s Hospital haben die Eigenschaften von vier Rauchmeldern untersucht. Sie wollten feststellen, welche am besten dazu geeignet sind, Kinder bei einem Brandalarm zuverlässig aufzuwecken.(…)
Getestet wurden drei Alarme, bei denen die Stimme der Mutter zusätzlich zu den höhen Tönen zum Einsatz kam. An der Studie nahmen 176 Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren teil, die im Schlafforschungszentrum in Columbus im US-Bundesstaat Ohio beobachtet wurden. Es zeigte sich, dass ein schlafendes Kind rund drei Mal so wahrscheinlich von einem der drei Sprachalarme geweckt wurde als wenn nur die gebräuchlichen Signale verwendet wurden. Die Rauchmelder mit der Stimme der Mutter weckten 86 bis 91 Prozent der Kinder. 84 Prozent flohen darauf aus dem Schlafzimmer. Bei reinen Tonsignalen lagen diese Werte bei nur 53 beziehungsweise 51 Prozent.
Zusätzlich wurde untersucht, wie sich die verschiedenen Arten der Alarme auf die Zeit auswirkten, die die Kinder benötigten, um aus dem Schlafzimmer zu gelangen. Bei einem wirklichen Feuer können Sekunden entscheidend sein. Wacht ein Kind zwar auf, braucht aber zu lange, um das brennende Gebäude zu verlassen, kann es zu ernsten Verletzungen und Todesfällen kommen. Durchschnittlich benötigten die Kinder bei einem schrillen Tonsignal dafür 282 Sekunden, das entspricht fast fünf langen Minuten. Bei den Alarmen, die eine Stimme einsetzten, lag dieser Wert zwischen 18 und 28 Sekunden.(…)
Das menschliche Gehirn reagiert auf das Hören des eigenen Namens anders als auf andere Klänge. Das ist selbst dann der Fall, wenn ein Mensch schläft. Daher wollten die Forscher auch herausfinden, ob das Hören des eigenen Vornamens bei der Effektivität der Rauchmelder einen Unterschied macht. Hier konnten jedoch keine Unterschiede nachgewiesen werden.
Laut Co-Autor Mark Splaingard sind schlafende Kinder gegenüber Tönen bemerkenswert resistent. „Kinder schlafen länger und tiefer als Erwachsene. Es sind auch lautere Töne erforderlich, damit sie aufwachen. Aus diesem Grund wachen sie auch bei einem nächtlichen Feuer weniger wahrscheinlich auf und finden den Weg ins Freie.“ Die im „Journal of Pediatrics“ veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten daher, so der Experte, ganz konkret helfen, Menschenleben zu retten.“

Klingt einleuchtend! Die Chancen dürften gut stehen, dass diese Forschungsergebnisse dazu dienen, ein solches Gerät zu entwickeln. Im Hinblick auf die vielen, vielen Brände, die jedes Jahr weltweit in Privatdomizilen ausbrechen und so viele minderjährige Opfer fordern, wäre das zumindest einen Versuch wert.

Es bleibt deshalb abzuwarten, ob uns die Mutterstimme im Rauchmelder nicht schon bald im Baumarkt begegnet!

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Yvonne. Vor ein paar Tagen war ich im Baumarkt. Ich wollte nur – auf dem Rückweg von einem Termin – zwei Hängegeranien für meinen Balkon kaufen und mich traf fast der Schlag, als ich ankam! Schon der Parkplatz war total überfüllt und drinnen ging es munter so weiter.

Gefühlte Massen von Leuten schoben sich Richtung Gartencenter, welches sich am Ende des Marktes befand. Das war auch mein Ziel, nur hatte ich nicht erwartet, dass neben meiner Person Hundertschaften von anderen Leuten ebenso ihre Schritte dorthin lenkten.

Aber da ich schon mal da war, trieb ich sogleich meine Studien über das bunt gemischte Völkchen, das sich hier eingefunden hatte, um  zum Frühlingsanfang das eigene Zuhause / den Kleingarten / den Garten oder den Balkon bzw. die Terrasse saisongerecht aufzuhübschen.

Ich beobachtete Mamas mit dem Baby vor die Brust gewickelt ebenso wie Businessmänner und Hipster-Paare. Alle schoben sie ihre Wagen, beladen mit Stauden, Topfpflanzen oder Blumen für das heimische Beet durch die Gartenfläche des Marktes.

Auch gestylte Lifestyledamen waren vertreten und begutachteten das grüne Angebot ebenso kritisch, wie der alternativ angehauchte Mann, dessen Haare zum Dutt gebunden waren.

Ganz gleich, aus welchen Gesellschaftsschichten sie alle waren – hier im Baumarkt waren sie an diesem Tag alle irgendwie gleich. Nämlich auf der Suche nach dem entspannenden Grün, mit dem sich die warme Jahreszeit – alljährlich aufs Neue – verschönern lässt.

Leute, die ansonsten im Alltag wohl nichts miteinander zu tun haben, prüften Seite an Seite (der überfüllte Markt brachte das mit sich) das botanische Angebot dieses städtischen Baumarktes, griffen zu Hängepflanzen, Rosenstöcken und Buchstöpfen. Mittendrin gefühlte fünfzig Kinder, die – weil ihnen die Auswahl oder die Beratungsgespräche der Eltern mit den Verkäufern wohl zu langweilig waren – zwischen den hohen Blumenregalen und den hüfthoch arrangierten Beet-Attrappen umhertobten.

Die anwesenden Verkäufer waren im Dauerstress. Gerade im Gespräch mit einem Öko-Pärchen war der zuständige Baumarkt-Mitarbeiter bereits mit einer, mit goldenen großen Ohrringen behangenen, Frau im Chanel-Look konfrontiert, die – mit zwei Pflanzen in der Hand – dem Verkäufer ungeduldig zuwinkte, als Zeichen, dass auch sie ungeduldig auf eine Beratung wartete.

Da ich selbst ziemlich genau wusste, was für eine Sorte Pflanzen ich brauchte, steuerte ich zielstrebig das Angebot mit den Hängeblumen an und verließ die Gartenfläche – schmunzelnd über die bunt zusammengewürfelte Menschenschar, die sich hier im Baumarkt zusammen gefunden hatte.

Egal ob Öko oder Schickimicki, ob normal verdienend oder gut situiert, ob Mann ob Frau, ob Paar oder Großfamilie oder aber elegante Singlefrau – locken die ersten Sonnenstrahlen, sind sie alle da und zwar im Baumarkt ihres Vertrauens.

Schließlich möchte sich fast jeder in der warmen Jahreszeit seine private Blütenpracht ins private Ambiente holen und der gemeinen Großstädter lenkt dafür – jedes Jahr aufs Neue – seine Schritte in den nächstgelegenen Baumarkt.

Sehr aufschlussreich – diese Masse an Menschen mal an einem der ersten Frühlingstage zu beobachten! Ich fand es interessant und lustig zugleich – war ich doch ebenso Teil dieser frühlingshungrigen Schar!

Da ich allerdings im nächsten Herbst den Einbau eines Kamins bei mir daheim plane, machte ich, nachdem ich meine Pflanzen hatte, rasch noch einen Abstecher in die schluchtartigen Weiten der Regale 10 bis 12 – der Kaminabteilung.

Hier war ich alleine.

Übrigens: egal, ob Baumarkt oder IKEA – Menschen beim Einkaufen zu beobachten, ist häufig sehr interessant – siehe auch diesen Beitrag hier.

Bildnachweis: pexels.com

Inzwischen sind sie in fast allen Bundesländern Pflicht, aber noch immer wird der Einbau von Rauchmeldern von ganz vielen Menschen vernachlässigt. Obgleich die Montage eine Sache von Minuten und ein solches Teil auch nicht teuer ist, unterlassen es viele Bewohner von Wohnungen und Häusern, ihre Räume mit einem solchen Gerät auszustatten.

Wahrscheinlich ist das Szenario, selbst einmal Opfer eines Brandes zu werden, für die meisten Bürger so weit weg, wie die Vorstellung, mit dem Auto zu verunglücken.

Das passiert eben immer nur den anderen. Denkt man. Oft.

Dass dies aber absolut nicht so sein muss, beweisen die erneuten Todesfälle, die sich über Ostern bei Bränden zugetragen haben. Die Opfer waren Frauen.

Das Online-Portal wz.de schreibt hierzu:

„Zwei Frauen sind bei Wohnungsbränden während der Ostertage in der Region gestorben. Offenbar gab es in keiner der Wohnungen einen Rauchmelder. Dabei sind diese seit dem vergangenen Jahr Pflicht.

In Giesenkirchen ist in der Nacht zu Ostermontag eine 63 Jahre alte Frau bei einem Brand gestorben. Das Feuer breitete sich ersten Erkenntnissen nach in dem Ein-Zimmer-Appartement aus, in dem die Frau lebte. Die 63-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden und starb noch an der Einsatzstelle. Frank Nießen, Sprecher der Feuerwehr Mönchengladbach erklärt, dass es in der Wohnung keinen Rauchmelder gegeben hat – obwohl seit 2017 in allen Haushalten in NRW Rauchmelder Pflicht sind.„     

Nochmal: die Investition in die Rauchmelder ist äußerst gering – manche Geräte gibt es bereits für um die 5,00 €. Ausstatten sollte man damit auf jeden Fall die Kinderzimmer sowie die Wohn- und die Schlafbereiche.

Für Küchen und Bäder, in denen es naturgemäß immer mal stark dampft, gibt es mittlerweile spezielle Rauchmelder, die ebenfalls erschwinglich sind.

Eine Beratung im Baumarkt oder in Elektronikfachmärkten ist in diesem Zusammenhang definitiv sinnvoll.

Denn: die kleinen runden und unscheinbaren Dinger sind unverzichtbar, wenn es darauf ankommt, wenn es brennt.

Zögern Sie also nicht und tun Sie sich und Ihrer Familie den Gefallen und rüsten Sie – falls Sie es noch nicht getan haben – Ihr Zuhause mit diesen diskreten Warngeräten aus.

Eine Übersicht, in welchen Bundesländern Rauchmelder bereits Pflicht sind, gibt es hier 

Bildnachweis: pexels.com

Dekoartikel, Möbel, Handyhalter und einiges mehr aus Treibholz gefertigt – darauf hat sich Thomas Süssner (im Bild) spezialisiert. Dass sich der Naturliebhaber aus dem Allgäu dieser Art des kreativen Wirkens gewidmet hat, ist einer Sinnkrise geschuldet, in der der Holzkünstler seinen Job gekündigt und sich nach und nach diesem Naturprodukt zugewandt hat. Seine handwerklichen Arbeiten kamen gut an und so baute sich Thomas Süssner mit der Zeit einen Kundenstamm auf.

Gefragt sind vor allem kunstvolle Objekte aus Treibholz, die auch einen Nutzen haben. Wichtig hierbei ist das Thema Nachhaltigkeit. Diese steht auch beim neuesten Produkt des Kreativkünstlers im Vordergrund: einer Smartphone-Ladestation aus Treibholz. Thomas Süssner, zu dessen Kundschaft auch viele Frauen gehören, stand uns im Interview Rede und Antwort.

FB: Thomas, Du stellst Gegenstände aus Treib- und Naturholz her – sowohl künstlerisch als auch mit einem Nutzwert für den Alltag. Erzähl doch mal, wie es dazu kam.

Die Weichen zu dieser Tätigkeit wurden schon sehr früh gestellt. Ein reiner Bürojob wäre für mich nie in Frage gekommen. Deshalb habe ich mich für eine Ausbildung als Industriemechaniker entschieden. Dort erlernte ich die Grundkenntnisse für meine spätere Berufung – aber erstmals mit Metall.

In einer Sinnkrise 2008 habe ich dann meinen Job gekündigt und stand erstmals ohne alles da. Da ich aber wieder was tun wollte, habe ich in einer kleinen Werkstatt angefangen für mich und meine Familie Gegenstände aus Holz herzustellen. Da ich mit der Bearbeitung von Holz relativ wenig Erfahrung hatte, musste ich mir alles selber beibringen. Im Rückblick betrachtet, war es wie eine Lehre zum Kunsthandwerker oder Holzkünstler.

Als ich dann merkte, dass die Werke gut ankommen, habe ich dann im Jahr 2012 angefangen auch für fremde Menschen Dinge herzustellen. Mein Unternehmen Woodstoneart war geboren.

Komischerweise kamen aber die Objekte, die noch einen Nutzen haben besser an, als rein künstlerische Werke. So sind dann künstlerische Objekte, die noch einen Nutzen haben, gewissermaßen zu meinem Markenzeichen geworden.

FB: Welche Gegenstände stellst Du aus diesem Naturmaterial am meisten her?

Hmm, schwierig zu sagen. Das ist ganz unterschiedlich. Die Männer, speziell die Grillliebhaber, stehen total auf meine Messer (im Bild) und Kochbretter. Aber auch die ein oder andere (Haus-)frau bestellt diese Objekte bei mir.

Garderoben (siehe Bild unten),  Schlüsselbretter und Kleinmöbel aus Treibholz sind ebenfalls Kassenschlager, die recht gut ankommen. Dann habe ich noch Vasen, Schnapsbretter, Handyhalter und weitere kleine Dekoartikel. Da ich auch viele Auftragsarbeiten mache, kommen auch die oft Kunden mit einer Grundidee daher und ich setze sie dann in meinem Stil um.

FB: Dein Material kommt aus Deiner Heimatregion – dem Allgäu. Von wo genau?

Also beim Treibholzsammeln ist es wie mit dem Pilzesammeln. Die genauen Orte bleiben natürlich geheim. Aber soviel darf ich sagen: es sind die großen Seen bei uns, wo sich das Schwemmholz meistens sammelt.

Viele denken auch, Treibholz gibt es nur am Meer. Aber ich würde fast sagen, bei uns in den Alpen gibt es fast noch mehr Holz, da es bei uns jedes Jahr mit der Schneeschmelze von den Gipfeln und Bergwäldern hinunter ins Tal getragen wird.

FB: Neben Deinem handwerklichen Tun hast Du Dich auch digital aufgestellt – mit einem Blog und auch auf Facebook, wie ist die Resonanz?

Ja, das mit dem Blog ist vor circa einem Jahr entstanden. Die Resonanz ist sehr gut. Mir macht es unwahrscheinlich viel Spaß mein Wissen weiter zu geben. Ich habe mich da mit meinem Freund und Kollegen Jens Gürtler von Treibholzkunst Bodensee zusammengetan. Da wird dieses Jahr noch einiges von uns zu sehen sein, sowohl auf unserem Blog, als auf unserem kürzlich eröffneten YouTube-Kanal Gipfelholz.

Und nun zu Facebook. Diese Plattform ist der Ort, an den alle Drähte bei mir zusammenfließen. Auf meiner Unternehmensseite Holz Design Woodstoneart, veröffentliche ich immer meine neusten Werke. Des Weiteren bin ich mittlerweile sehr gut in der Szene – dank Gruppen und Freundschaften – sehr gut vernetzt. Dadurch kann ich meinen Kunden und Follower fast alles aus dem Holzkunstbereich anbieten oder erklären.

FB: Für Treibholz begeistern sich auch viele Frauen – treten sie eher als Kundinnen von Auftragsarbeiten in Erscheinung oder interessieren sie sich für Treibholz im Zusammenhang mit kreativer Gestaltung? 

Das ist unterschiedlich. Da ich nicht die typische Bastelarbeit, sondern eher hochwertige Handwerksarbeit anbiete, kaufen schon viele Frauen gerade meine Dekoartikel.

Aber es sind mindestens eine Handvoll Frauen in meinem Netzwerk, die auch sehr hochwertige Holzobjekte herstellen. Diese sind natürlich dankbar, wenn sie bei mir Wissen, Tipps und Tricks aus meinem täglichen Arbeitsalltag erhalten.

FB: Da Du im Zusammenhang mit dem Treibholz auch künstlerisch tätig bist, die Frage, ob und wie Du dieses urige Material auch als Künstler präsentierst?

Also falls du meinst, dass ich auf Märkten fahre und ständig eine Ausstellung habe, muss ich das leider verneinen. Klar, es gibt hin und wieder schon mal eine Ausstellung bei einem Optiker oder einem Kurhaus bei uns im Allgäu. Aber die Regel ist das nicht.

Sonst ist wie oben schon erwähnt Facebook mein Ausstellungsraum. Ich glaube, da sind schon weit über 1.000 Fotos hochgeladen und es kommen jede Woche neue dazu. Leider ist es in Deutschland auch sehr schwer als Künstler anerkannt zu werden. Rein formal zähle ich eher als Handwerker. Wobei das wahrscheinlich steuerliche Hintergründe hat, denn als anerkannter Künstler hätte ich mehr Vorteile.

FB: Was ist bislang das außergewöhnlichste Produkt, das Du aus Treibholz hergestellt hast?

Ich habe schon einiges Skurriles und Außergewöhnliches gebaut. Aber mein größtes Objekt war ein Thron aus Treibholz. Diesen habe ich für eine Handwerkermesse gebaut.

FB: Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit – bei Dir und auch bei Deiner Kundschaft?

Für mich ist Nachhaltigkeit ein sehr wichtiges Thema. Ich benutze für die Holzbehandlung zu 99% rein natürliche Öle oder Wachse, die ich teilweise auch selber herstelle. Nur wenn es gar nicht anders geht, zum Beispiel beim Griff verkleben von Messern, greife ich auf chemische Produkte zurück. Ich achte aber dann darauf, dass sie lebensmitteltechnisch unbedenklich sind.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass bei uns im Allgäu die Natur zu großen Teilen noch in Ordnung ist. Und da will ich unbedingt dazu beitragen, dass das so bleibt. Etwas weiter nördlich sieht man leider schon die Ausmaße, wenn nur noch Mais angebaut wird und die kleinen Betriebe immer mehr durch Großunternehmen ersetzt werden. Ich finde das traurig, da dort nicht nur die Landschaften zerstört werden, sondern auch das Lebensgefühl.

FB: Welche Projekte sind derzeit in der Planung?  

Dieses Jahr steht der Blog und YouTube ganz oben auf der Liste. Wir wollen unsere Unternehmen einfach auf mehreren Standbeinen aufstellen.

Ein weiterer Baustein ist, nachhaltige und nützliche Dinge in Kleinserien herzustellen. Unser erstes Produkt ist da der „Allgaier Handyhebar„. Das ist eine Ladestation für Smartphones, die für fast alle Handys nutzbar ist. So hat man eine Ladestation, die sich auch noch in Jahren verwenden lässt, obwohl man mittlerweile ein anderes Smartphone hat.

Die Dockingstation besteht aus Holz, das im Allgäu nachhaltig geschlagen wurde. Auch unsere Produktion findet ausschließlich in der Region statt.

Das sind so die nächsten Pläne, wobei ich eher ein impulsiver Mensch bin. Ich plane nicht mehr Jahre voraus, sondern mache einfach das, was ansteht. Damit bin ich die letzten Jahre immer ganz gut gefahren.

Copryright: Woodstoneart

Ein Gastbeitrag von Doris Kamps. Vor etwa 100 Jahren war es Standard in jeder normalen Grundschule: rund um das Schulgebäude befand sich ein Garten mit Gemüsebeeten und Obstbäumen. Im praktischen Unterricht lernten die Kinder von klein auf, Obstbäume zu schneiden und Gemüse anzubauen.

Eine wichtige Voraussetzung für ihr Leben, war doch ein Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Jeder kleinere Bauer versorgte sich und seine Familie zum Großteil selbst. Kartoffeln, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten, Obst und seine Zubereitungen wie Kompott und Marmelade, im Wald gesammelte Beeren und Pilze sowie Milch(produkte), Eier und selten Fleisch der eigenen Tiere standen auf dem Speiseplan.

Mit fortschreitender Industrialisierung und mittlerweile der Digitalisierung ist unseren Kindern (und auch uns Erwachsenen) das über Jahrhunderte erworbenes Wissen rund um den Anbau im eigenen Garten verloren gegangen.

Seit einigen Jahren gibt es jedoch wieder eine regelrechte Nutzgarten-Renaissance. Zu viel hören wir von mit Glyphosat vergifteten Feldern, Bienensterben oder Pestizidrückständen auf unseren Lebensmitteln.

Wie können Sie also möglichst einfach frisches Gemüse aus dem eigenen Garten gewinnen und noch dazu Ihr(e) Kind(er) zur Mithilfe begeistern?

 Mit einigen pfiffigen Ideen hat die gesamte Familie Spaß and der Gartenarbeit und noch dazu frisches Bio-Gemüse.

Kartoffeln anbauen in der Kartoffelpyramide

Die Kartoffelpyramide besteht aus vier etwa 20 cm Holzrahmen. Der erste Rahmen hat eine ideale Größe von 100 x 100 cm. Die weiteren, immer kleineren Rahmen werden um jeweils 90° versetzt übereinander gestellt und jeweils zur Hälfte mit guter Bio-Erde aufgefüllt. Setzen Sie in jede Ecke ein bis zwei Stück Bio-Pflanzkartoffel und bedecken Sie diese mit Erde.

Besonders interessant sind bunte Sorten, z.B. violette oder rotschalige Kartoffeln. Mit einer Kartoffelpyramide lässt sich eine Ernte von 15-20 kg Kartoffeln erzielen und das auf nur einem Quadratmeter. Und was gibt es leckereres, als selbst geerntete Kartoffeln direkt auf den Grill zu geben?

Bohnenzelt: zum Ernten und Verstecken

Gleich einen doppelten Nutzen bringt ein Zelt aus Bambusstämmen oder Weiden. Während rund um die Stangen die Ranken von Kletterbohnen empor ranken, können die Kinder im Zelt verstecken spielen. Bepflanzen Sie Ihr Bohnenzelt mit Feuerbohnen – mit ihren leuchtend roten Blüten wird aus dem Tipi so zusätzlich ein wunderschöner Blickfang im Garten.

Hochbeet für Groß und Klein

Nichts hat im Garten so einen raschen Siegeszug angetreten wie Hochbeete. Und das aus gutem Grund. Sie sind bequem zu bearbeiten. Der Ärger mit Schnecken, Wühlmäusen und Unkraut ist auf ein Minimum reduziert.

Und der Ertrag im Hochbeet ist doppelt so hoch wie auf einem normalen Bodenbeet. Die Höhe des Hochbeetes soll auf die Körpergröße abgestimmt sein. Während Erwachsene mit einer Höhe von etwa 84 cm gut bedient sind, eignet sich für Kinder je nach Alter ein Mittelbeet (56 cm) oder ein Niederbeet (38 cm).

Starten Sie mit einfachen Gemüsearten, die rasch wachsen und den Kindern schmecken. Dazu zählen Radieschen, Pflücksalate, Kohlrabi, Karotten oder Erbsen. Für Fortgeschrittene sind Tomaten und Paprika eine gute Wahl.

Den Winter nutzen

Im Dezember oder Jänner frische Vitamine ernten?

Ja, das geht. Nutzen Sie Ihr Hochbeet auch für die kalten Wintermonate! Ideale Gemüsepflanzen sind Feldsalat, Spinat, frostresistente Pflücksalate (z.B: Venezianer, Misticanza) und Asia Gemüsesorten (z.B: Oriental Mix, Pak Choi).

Naschhecken anlegen

In keinem von Kindern bewohnten Garten sollten Naschhecken fehlen. Gut geeignet dafür sind dornenlose Brombeerstauden, Himbeeren, Ribiseln bzw. Johannisbeeren und Jostabeeren. Neue Geschmackserlebnisse abseits vom üblichen Speiseplan erfahren Kinder mit den  Früchten von Wildobst wie z.B. Felsenbirne, Kornelkirsche oder Schlehe.

Diese Sträucher bieten vielen Vogelarten Unterschlupf und  Nahrung und ermöglichen das Beobachten von verschiedene Vogelarten aus unmittelbare Nähe.

Zur Person: Doris Kampas ist die Autorin des Buches „Biogärten gestalten“ und betreibt mit ihrem Team ein kleines Unternehmen in der Nähe von Wien. Hier wird großen Wert darauf gelegt, alle Produkte und Dienstleistungen ökologisch, fair und nachhaltig anzubieten. Den Einsatz oder Verkauf von chemisch-synthetischen Produkten lehnen Doris Kampas und ihr Team strikt ab.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten von Doris Kampas: hier und hier

Bildnachweise: Doris Kampas

Ein Gastbeitrag von Lisa. Wann immer es darum geht, monströse Schränke oder lange Regale bei IKEA zu kaufen und diese dann gen eigenes Zuhause zu kutschieren braucht FRAU meist einen (starken) Mann.

Das kennen sicher die meisten weiblichen Zeitgenossinnen aus eigener Erfahrung.

Zwar bietet der schwedische Möbelriese einen Lieferservice an, aber zumeist findet sich mit dem Partner, einem guten Freund oder dem eigenen Vater eine Möglichkeit, die sperrige Ware auf privatem Wege nach Haus fahren und in die eigenen vier Wände tragen zu lassen.

Soweit – so gut und wohl auch bekannt. Allerdings sollte man auf die Begleitung eines Manns bei IKEA tunlichst verzichten, wenn man nur Kleinigkeiten einkaufen möchte, Deko, Accessoires und Zubehör. Mit einem quengelnden Typen in der Nähe wird das nämlich nichts. Ich weiß das eigentlich, aber leider unterlief mir dieser Fehler erst dieser Tage wieder.

Mein Partner und ich waren – was eigentlich nie vorkommt – binnen zwei Wochen zweimal bei IKEA.  Das erste Mal kauften wir ziemlich viel sperriges Mobiliar für ein neu hergerichtetes Zimmer, inklusive Lampen.

Da diese sich als Fehlkauf herausstellten, brachten wir sie wieder zurück. Die Dinger waren so schwer, dass mein Partner deswegen mitkam.

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, noch schöne Bilderrahmen für den neu renovierten Raum zu kaufen, da viele Fotos bei mir daheim nur darauf warten, schön eingerahmt zu werden.

Wir tauschten also die Lampen um und ich nahm Kurs auf die Dekoabteilung.

Das passte meinem Partner so gar nicht, denn er dachte, dass wir nun – nach dem Umtausch – gleich wieder fahren. Ich hatte nichts weiter von meinem Vorhaben erzählt, weil ich es für eine Lappalie hielt.

Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass wir erst knapp ein Jahr zusammen sind.

Es kam, wie es kommen musste: ich stöberte ausgiebig in der Bilderrahmen-Abteilung, die ja nicht gerade klein ist, verglich Preise und Deko-Stile und war keineswegs in Hast.

Mein Freund schlich ungeduldig um mich herum, was mich absolut stresste. Wir verabredeten, dass er eben nach draußen, eine rauchen und vielleicht im Bistro noch einen Kaffee trinken, geht.

Ich wähnte mich also in Sicherheit, nun weiter entspannt nach meinen Dekorations-Utensilien Ausschau halten zu können.

Da ich viele Fotos, die ich in diversen unterschiedlichen Formaten habe anfertigen lassen, zur Probe mitgebracht habe, um zu schauen, ob das Maß hinhaut, brauchte ich schon etwas Zeit, um alles in Ruhe zu prüfen.

Mit der Ruhe – nun ja….das war dann aber nichts.

Denn: ehe ich es mich versah, stand mein Partner schon wieder neben mir und scharrte mit den Hufen.

„Bist Du denn nun soweit?“ fragte er ungehalten und ich fühlte mich sogleich unter Druck und echt gestresst.

Er entfernte sich wieder etwas, aber – mal ehrlich! – in so einer Atmosphäre ist an entspanntes Herumstöbern doch nicht ansatzweise zu denken!

Binnen weniger Minuten erschien er wieder und wiederholte seine Frage, wann wir denn nun endlich gehen?

Das Ende der Geschichte? Nun, ich gab auf. Ich hatte unter diesen Umständen nicht im Ansatz die Ruhe, die ich für meine Auswahl benötigte. Mit nur wenigen Bilderrahmen unter dem Arm nickte ich ihm seufzend zu und wir steuerten die Kasse an.

„Am besten, Du fährst für diese Kleinigkeiten das nächste Mal allein“ schlug mein Freund vor.

Logisch, dass ich diesen Vorsatz für mich schon längst gefasst habe, denn – wie wahrscheinlich viele Frauen – brauche ich für den Kauf solcher Kleinigkeiten Ruhe und Zeit. Die hat man – allermeist – mit einem Mann nicht.

Es sei denn, man (FRAU) hat ein Exemplar ergattert, dass ebenso deko-verrückt ist, wie man selbst.

Das ist allerdings wohl eher selten der Fall!

Ich musste an einen Zeitungsartikel denken, den ich vor ewigen Zeiten mal gelesen habe. Er handelte davon, dass Geschäftsinhaber irgendeiner Stadt – ich glaube, es war sogar in Deutschland – eine Art Männertreff konzipiert haben, wo Frauen, die Sonnabends in der Innenstadt bummeln wollen, ihre Männer „abgeben“ können. Mit Fußball-Lounge, Billardtisch und so weiter.

Ganz ehrlich: ich möchte fast darauf wetten, dass diese Idee von einer Frau stammt!

Die wahrscheinlich vorher mit ihrem Mann bei IKEA war!

Übrigens: was man (FRAU) für Beobachtungen im Baumarkt, wenn die Leute shoppen gehen, betreiben kann, findet sich hier.

Bildnachweis: Fotolia,

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