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Inmitten der herrlichen Natur der Dübener Heide gelegen, befindet sich das imposante Wasserschloss Reinharz. Eingebunden in das Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt zählt die Schlossanlage zu den schönsten Schlossanlagen in der Region. Dazu zählt auch der weiträumige – sich direkt an das Schloss anschließende – Park. Nur wenige Kilometer weiter liegt die verträumte Kurstadt Bad Schmiedeberg. Hier versprüht eine zauberhafte Kuranlage mondänes Flair – unweit von Leipzig und Wittenberg.

Erbaut wurde das Schloss Reinharz wurde zwischen 1690 und 1701. Erbauer und erster Besitzer war der sächsische Erbmarschall Heinrich von Löser. Dieser wollte den Erzählungen nach seinen stets einkehrenden Jagdgesellschaften eine stilvolle Unterkunft bieten. Somit schaffte er ein Domizil, das bis heute sowohl wehrhaft als auch prunkvoll anmutet.

Außenanlage von Schloss Reinharz mutet wehrhaft an

Wehrhaft deshalb, weil die Außenanlage von Schloss Reinharz an eine Burg erinnert. Die Innenräume jedoch wurden zur damaligen Zeit edel und barock ausgestaltet. Dazu trugen auch die diversen Besitzer bei, denn das Ensemble wechselte selbige im Laufe der Jahrhunderte mehrmals. In DDR-Zeiten diente Schloss Reinharz als Genesungsheim, stand nach der Wende lange ungenutzt leer, wurde Ende der 90iger Jahre privatisiert und wird bis heute schrittweise saniert. Mehr Informationen zu der außergewöhnlichen Schlossanlage finden sich hier.

Blick zum Wasserschloss Reinharz vom Schlosspark aus

Nähert man sich dem Schloss durch den Bad Schmiedeberger Ortsteil Reinharz fällt sofort der offenbar neu angelegte Spielplatz auf. Auf einer huckeligen Straße, auf der man sich in alten Zeiten berittene Adelige vorstellen kann, geht es direkt Richtung Schloss, vorbei an der Kirche. Fallen zu Beginn noch etwas morbide bzw. eingefallene Häuser auf, kommt man rechter Hand schnell an einem langgestreckten, hellen Gebäude vorbei, das modern anmutet. Dies ist die ehemalige Schlossgärtnerei, in der sich heute komfortable Ferienappartments befinden.

Geht man rechter Hand weiter, erreicht man den weitläufigen Schlosspark, der mit sehr alten Bäumen und so mancher Überraschung aufwartet.

Vor der Führung eine Runde im Schlosspark flanieren

Wer sich für eine Führung im Schloss entschieden hat, tut gut daran, im Vorfeld eine Runde durch den Schlosspark zu drehen. Dieser muss vor einigen Jahren noch eine Menge mehr Bäume besessen haben, man sieht, dass tüchtig gefällt wurde. Dennoch lässt sich hervorragend durch den Schlosspark spazieren, dessen Lage eine wohltuende Ruhe ausströmt. Linker Hand liegt ruhig der – seinerzeit künstlich angelegte – See und wenn man sich umdreht, bietet sich ein geheimnisvoller Blick auf das Schloss. Siehe Bild links.

Am Wegesrand entdeckt man zudem noch eine gewaltige Blutbuche, die wohl schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Ein kleines Schild weist auf eine Patenschaft für den Baum hin. Schade jedoch ist, dass keine weiteren Angaben zu dem uralten Gewächs ausgewiesen sind!

Geht man den an eine Allee erinnernden Weg weiter, entdeckt man irgendwann – fast schon am Ufer des Sees – ein imposantes Grabmal. Dessen Inschrift verweist auf einen einstigen Schlossbesitzer, der samt Hund und Pferd tödlich verunglückte.

Neben dem Grabmal findet sich ein verwitterter Stein, der nur noch mit Mühe als Grabstein identifiziert werden kann, ebenso wie dessen Inschrift.

Sophienquelle Wasserschloss Reinharz

Hier handelt es sich um den Grabstein für das verunglückte Pferd, wie man im Rahmen der Schlossführung auf freundliche Nachfrage hin erfährt. Allerdings sind diese Grabmale nicht die einzige Überraschung, die sich im Schlosspark bieten. Auf der anderen Seite des Weges liegt – fast ein wenig versteckt – eine kleine Quellanlage, die sich beim näheren Betrachten als „Sophienquelle“ herausstellt.

Den Rückweg dann am See entlang

Auch hier weist kein Schild nähere Informationen zu dieser Quelle aus (im Bild) und auch im Internet gibt es kaum Informationen darüber. Schade! Nichtsdestotrotz kann man seinen Rundgang dann am See entlang fortsetzen.

Ganz versteckt findet sich zuvor eine kaum wahrnehmbare Treppe, deren Stufen auf einen schmalen Weg, parallel zum See, führen.

Hier kann man ganz gemütlich zurückschlendern, in Erwartung der Schlossführung. Zwischendurch lässt sich das Treiben inmitten der Natur genießen. Vögel zwitschern, Schilf wiegt sich im Wind und auf dem See zieht ein Schwan vorbei. In der Ferne lassen sich sogar Störche beobachten. Herrlich! Schwan auf See Schlosspark Reinharz

Wieder am Schloss angekommen, betritt man durch ein Tor den weitläufigen Innenhof des Anwesens. Links vom Eingang – eher unauffällig – schmiegt sich ein flaches, etwas morbid anwirkendes Gebäude in das Ensemble ein: das Café „Graf Löser“. Tritt man ein, erwartet einen ein gemütlicher schmaler Raum, der von einem Kamin und einem Bewirtungstresen dominiert wird. Einige kleine und große Tische laden zum Verweilen ein. Man kann sich hier mit einem Imbiss versorgen oder aber von dem leckeren Kuchen kosten.

So gestärkt kann es dann zur Schlossführung gehen! Obgleich das Wort „Schlossführung“ etwas irreführend ist, denn genau genommen, ist nur ein winziger Teil von Schloss Reinharz für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eingangsbereich, die Diele und zwei saalartige Räume. Nichtsdestrotrotz erfährt man schon in der geräumigen Eingangshalle, in der man sich gut vorstellen kann, wie anheimelnd sie einst barock-rustikale Gemütlichkeit für die Jagd-Rückkehrer ausstrahlte, einige interessante Details aus vergangener Zeit.

Schloss birgt schaurig-dramatische Sage

So erzählt die Schlossführerin auch von der schaurig-traurigen Sage, die zum Schloss gehört. Einer der einstigen Schlossherrn nämlich soll seine Tochter, die sich in einen nicht standesgemäßen Jäger verliebt hatte, im Keller des barocken Anwesens eingemauert haben – lebendig! Ob es wirklich stimmt oder nicht, wer weiß das schon! Die Schlossführerin jedoch hat immer mal den Eindruck, dass sie nicht alleine im Gebäude ist, wenn sie – vor allem in den Abendstunden – noch auf Schloss Reinharz zu tun hat. Insofern hat diese traurig-bizarre Episode ein Stück weit ihr Gutes – sie erhält den geheimnisvollen Zauber des Schlosses mit aufrecht. Und ein wenig geheimnisvoll wirkt das Ensemble auf jeden Fall. Selbst in der Eingangshalle, von der mehrere Türen   abgehen, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind und von denen man sich vorstellen kann, dass sie weitere Geheimnisse bergen..!

Dann führt die Schlossführerin in einen prachtvollen Raum, in dem sie ausführliche Erläuterungen zur Geschichte und den wechselnden Besitzern des Anwesens gibt. Höchst interessant! Auch, weil man erfährt, dass im hohen Turm des Schlosses einst eine Sternwarte eingerichtet war, die damals ihresgleichen suchte. Astrologische Geräte, die seinerzeit dort entwickelt wurden, sind heute noch im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden zu bestaunen.

Innenbereich Wasserschloß Reinharz

Apropos bestaunen: geht man in den nächsten, sich anschließenden Raum, kann man auch ganz schön in`s Staunen kommen, denn dem Betrachter präsentieren sich unzählige Fliesen, die kunstvoll an der Wand angebracht sind.

Die zugänglichen Räume präsentieren sich in voller Pracht

In dieser Räumlichkeit (siehe links) ist ebenso mit Pracht nicht gespart worden. Laut Auskunft der Schlossführerin finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Im Bild sind die blauen Fliesen etwas zu sehen, ebenso wie eines der prächtigen Gemälde, von denen im Nebenraum weitere hängen und die Bildnisse derer zeigen, die einst in dem Ensemble gelebt und gewirkt haben.

Wer neugierig geworden ist und an einer Schlossführung teilnehmen möchte – diese finden ganzjährig jeweils am Samstag 14:00 und 15:00 Uhr und Sonntags 14:00 und 15:00 Uhr bzw. nach Vereinbarung statt. Das Café „Graf Löser“ hat Samstag und Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildnachweis: Privataufnahmen

 

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Deutschlands einziger Bergzoo liegt in Halle/Saale und gehört zu den eher kleineren zoologischen Gärten. Der höher gelegene Zoo in der Händelstadt hat Charme und ist immer einen Besuch wert. Aktuell umso mehr, denn die schon im Jahre 2018 höchst erfolgreiche Schau, die Installation „Magische Lichterwelten“, die es im Zoo Halle zu bestaunen gab, ist nun auch in diesem Jahr, 2019, in die Stadt an der Saale zurückgekehrt.

Ein Ereignis, das vor allem für Familien ein absolutes Highlight sein dürfte. Ein Highlight, das es erst nach Einbruch der Dunkelheit zu bestaunen gilt, denn dann verwandelt sich der Zoo in ein einzigartiges, faszinierendes Lichtermeer (siehe Bild).

Auf der Homepage des halleschen Zoos kann man dazu folgendes lesen:

„Ab 26. Januar 2019 kehren unter dem Motto “New Worlds” die „Magischen Lichterwelten“ mit fünf neuen Themenwelten nach Halle zurück. Der Bergzoo wird sich dann bis einschließlich 17. März 2019 wieder in eine magische Welt verwandeln, die Kinderherzen höherschlagen lässt und Erwachsene in das Staunen der Kindertage zurückversetzt. Gezeigt werden Tiere und Pflanzen aus den 4 großen Lebensräumen der Erde – Regenwald, Steppe, Wasser und Gebirge, welche von den chinesischen Künstlern aus China als teils gigantische Laternenfiguren gefertigt wurden. Die Highlights sind zum Beispiel ein gigantischer Wal oder die Galerie aus leuchtenden Wasserfontänen zwischen denen Pinguine die Besucher begrüßen zu scheinen. In der Safari-World grasen friedlich Antilopen und Giraffen, während eine Wasserbüffelherde durch die Landschaft galoppiert. In der Bergwelt ist eine Gruppe Schneeleoparden auf der Jagd, während der rote Pandabär sich rührend um seinen possierlichen Nachwuchs kümmert. Über ihnen kreisen Adler – die Könige der Lüfte. Zusätzlich gibt es eine Welt der chinesischen Mythologie mit vielen fantastischen Fabelwesen und natürlich einem neuen Drachen, der diesmal an einer anderen Stelle und mit veränderten Aussehen die Besucher in Erstaunen versetzen wird. Auch eine neue Showproduktion mit Artisten aus ganz China wird die Besucher zwei bis dreimal abendlich begeistern.“

Deshalb unser Tipp: nichts wie hin, am besten mit der ganzen Familie!

Öffnungszeiten:

Montag: Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag: 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Freitag und Samstag: 17:30 Uhr bis 22:30 Uhr
Sonntag: 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr.

Mehr Infos zum Zoo und zur Schau hier.

Bildnachweis: privat

 

Eine der wohl charmantesten Bühnengeschichten der letzten Jahre ist seit wenigen Tagen in München als Musical zu erleben!

DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE erzählt die Geschichte des weltweit erfolgreichen und 5fach Oscar®-nominierten französischen Kinofilms mit stilistischen und traditionellen Mitteln des Musicaltheaters. Bei dem außergewöhnlichen Musical-Genuß im neuen WERK7 Theater der Bayernmetropole ist das Publikum nah am Geschehen dran und kann Amélies Welt auf phantasiereiche und unterhaltsame Art und Weise erleben.

Zur Europa-Premiere am 14. Februar 2019 kamen zahlreiche Prominente, um sich in diese fabelhafte Sphären entführen zu lassen.

So zum Beispiel Bruno Eyron, Alessandra Geissel, Janina Hartwig, Sebastian Höffner, Melissa Hannawald, Peter Illmann, Sabine Kaack, Felix Klare, Viola Kraus, John Jürgens, Emil Kusmirek, Marie Theres Kroetz-Relin, Corny Littmann, Timothy Peach, Prince Damien, Froonck Matthee, Anouschka Renzi, Petra Reiter, Herbert Ulrich, Florian Weiß.

Katja Ebstein

Auch Katja Ebstein (im Bild) und Ralph Siegel waren Gäste der Premiere. Der mit seiner Familie präsente Ralph Siegel zeigte sich von dem Musical und der dargebotenen Live-Musik begeistert. Sein Statement dazu:

„Es war fabelhaft. Es ist eine bezaubernde Aufführung und Besetzung, ein Darsteller besser als der andere. Der Komponist wird sich sehr gefreut haben, der ist ja extra dafür aus den USA gekommen, wunderbar!“

Die Hauptrolle in dem Musical spielt – als AMÉLIE – Sandra Leitner (im Bild im roten Oberteil), die im März 1996 in Ehringhausen geboren wurde.

An der Academy of Stage Arts im Taunus hat sie ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin und Schauspielerin 2016 abgeschlossen. Bühnenerfahrung konnte sie u.a. bereits in Stücken wie „Die Dreigroschenoper“, „Hair“, „Cabaret“, „Peter Pan“, „Der zerbrochene Krug“ oder  „Aladdin“ sammeln. DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE ist als Ensemblestück kreiert, bei dem es auf jeden einzelnen Darsteller ankommt. Alle Beteiligten sind fast durchgehend gemeinsam auf der Bühne. Als Erzähler, im Charakter oder als Teil eines imaginären Bühnenbildes, welches final zunächst im Kopf des Zuschauers entsteht. Gemeinsam kreieren sie Abend für Abend zusammen die fabelhafte Welt der Amélie.

Grund genug also, mal (wieder) in München vorbeizuschauen und sich einen traumhaften Musical-Abend zu gönnen!

Infos dazu & Kontakt:

DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE – DAS MUSICAL
Februar bis Oktober 2019
WERK7 Theater München im Werksviertel (Ostbahnhof)
Karten und Informationen auf musicals.de

Bildnachweise:

MŸünchner Produktion im Werk7 Theater, Werksviertel-Mitte.

Brauer-Photos / G.Nitschke

Presse-Infos von SOCIETY RELATIONS & Communications
Press Work + Public Relations + VIP Guestmanagement + Events, Hamburg

Deutschland nach dem Mauerfall – wer erinnert sich nicht an diese wilde Zeit? Tchibo-Aufkleber an Trabis, Verkauf von Südfrüchten in provisorischen Ladengeschäften oder gleich vom LKW runter…Wohl ein jeder hat bestimmte, persönliche Bilder im Kopf, wenn er an die Zeit nach dem 9. November 1989 denkt.

Vor allem in ostdeutschen Landen veränderte sich das alltägliche Bild seinerzeit rasant.

Einige dieser Momentaufnahmen aus Ostdeutschland werden ab dem 14. Februar 2019 in Berlin gezeigt. In der Kulturbrauerei startet in den nächsten Tagen die Ausstellung mit dem Titel: „Nach dem Mauerfall – Fotografien von Daniel Biskup 1990 – 1995“.

Zum Inhalt der Schau ist auf dem Museumsportal Berlin folgendes zu lesen:

„Das Museum in der Kulturbrauerei Berlin präsentiert vom 14. Februar bis 25. August 2019 ein bisher unveröffentlichtes Konvolut privater Bilder des Fotografen Daniel Biskup (geb. 1962), die auf Reisen durch Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung von 1990 bis 1995 entstanden sind. In einer Zeit nachhaltiger gesellschaftlicher, politischer und kultureller Transformationen nimmt Daniel Biskup die Menschen in den Blick: Seine Fotos zeigen den Alltag mit Hoffnungen, Visionen, Ängsten und Utopien als eindrucksvolles Stimmungsbild der Atmosphäre der ersten Jahre nach dem Fall der Mauer im Osten.
Wie gestaltete sich die Zeit nach der Wiedervereinigung? Wie erlebten die Menschen den Wandel der Konsumwelt? Der Alltag der Menschen ist auch geprägt von einem ambivalenten Umgang mit der Vergangenheit, einer neuen politischen Landschaft und tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeits- und Berufswelt. Dabei wirft die Ausstellung auch einen Blick auf den desolaten Zustand der Infrastruktur der DDR, zugleich zeigt sie beeindruckende Porträts und Szenen des Alltags – und damit die Dynamik und Energie der Menschen in der Zeit der Transformation.“

Wer diese Zeit bewusst miterlebt hat oder sie den Kindern oder Enkeln nahebringen möchte, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen! Sie wird bis zum 25. August 2019 gezeigt – Eile ist also derzeit noch nicht geboten. Vielleicht nutzt der eine oder andere ja den kommenden Frühling, um den Berlin-Trip mit Zeitgeschichtlichem zu bereichern!

Alle Infos zu der Ausstellung finden Sie hier.

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

Goslar

Wer das angekündigte schöne Wetter im Oktober für einen Wochenendausflug nutzen möchte, der sollte unbedingt Goslar in seine engere Wahl nehmen. Hier taucht man ein in pittoreskes Mittelalter-Flair und kann sich beim Bummel durch das zauberhafte Harzstädtchen wunderbar treiben lassen. Wer hier als Besucher kommt, der kann nachvollziehen, warum die Altstadt von Goslar zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO zählt!

Laut Wikipedia wurde das gepflegte Harz-Städtchen im Jahre 979 erstmals urkundlich erwähnt, was vor allem geschichtlich Interessierte aufhorchen lassen dürfte. Und so ist denn auch an fast jeder Ecke der einstigen Residenzstadt, durch die idyllisch ein kleiner Bach –  Abzucht genannt – plätschert, Historisches vorzufinden.

Goslar – gerade für einen Kurztrip ideal!

Allein rund um den Markt (siehe Bild) finden sich diverse Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. So zum Beispiel der Marktbrunnen, das Rathaus mit Huldigungssaal, der Schuh-Hof und das Glocken- und Figurenspiel.

Mühle Goslar

Die historische Lohmühle in Goslar

Außergewöhnliche Einblicke in die Nutzung alter Techniken finden sich an Abzucht und Gose (ein Nebenfluss der Abzucht) an über vierzig Stellen, an denen innerhalb der letzten tausend Jahre das kostbare Nass für den Antrieb der damals üblichen Mühlrädern genutzt wurde. Geblieben ist davon nur noch eine Mühle. Erbaut im frühen 16. Jahrhundert beherbegte die Mühle am „Klapperhagen“ in ihrer letzten Phase des Betriebs eine Zement- und eine Lohmühle (siehe Bild).

Wer beim Eintauchen in längst vergangene Zeiten Hunger und Durst verspürt, der sollte seinen Rundgang für eine Einkehr in das Brauhaus Goslar unterbrechen. Hier gibt es köstliche regionale Spezialitäten (laut Homepage des Brauhauses beispielsweise „Hackus & Knieste“, „Warmen Linsensalat“ oder auch  „Goslarer Bierbraten mit dunkler Biersoße“) und so mancher Genießer von Gerstensaft schwört Stein und Bein, dass hier das beste Bier überhaupt ausgeschenkt wird.

Wer so gestärkt seinen Bummel durch die Altstadt fortsetzen mag, dem sei auch ein Besuch der historischen Kirchen empfohlen. Als steinerne Zeitzeugen präsentieren diese die spannende Geschichte der Stadt – sei es die Marktkirche, die Neuwerkkirche oder die Kirche St. Stephani.

Wer nach der Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zwischen bunten Fachwerkhäusern und geschichtsträchtigem Kopfsteinpflaster noch Lust auf Natur hat, der sollte einen Tag (oder zwei Tage) mehr einplanen, um in die schöne Harzregion einzutauchen.

Natur- und Weinliebhaber kommen in Goslar auf ihre Kosten

Goslar ist umgeben von einer faszinierenden Harz-Landschaft, die mit einer wunderschönen Gebirgswelt aufwartet. Vor allem Natur- und Wanderliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

Um gestärkt und erholt einen Tag in der Natur anzugehen, sollte man sich in Goslar eine ansprechende Übernachtungsmöglichkeit suchen.

Im Zwinger kann sogar übernachtet werden

Und da an diesem Ort so ziemlich alles von Historie umgeben ist, kann man auch als Besucher sein Haupt stilecht betten – und zwar im Zwinger (siehe Bild). Dieser ist Teil der Befestigungsanlage von Goslar und wurde seinerzeit errichtet, um die Stadt vor feindlichen Angriffen zu schützen. Das imposante Bauwerk ist heute ein Erlebnisturm und beherbergt sogar außergewöhnliche Ferienwohnungen – siehe hier.

Da all das natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten, die man als Tourist in Goslar hat, ist, sollten sich Besucher vor Ort, in der Touristeninfo am Markt 7, oder im Vorab unter Goslar.de über die Stadt informieren.

Bildnachweis: GOSLAR marketing gmbh

Verwunschene Pfade

Eine der schönsten Landschaften in Mitteldeutschland ist die Dübener Heide. Gelegen zwischen Elbe und Mulde bietet sich hier eine herrliche Natur, die zum Großteil aus Wald besteht. Ideal zum Wandern, Spaziergengehen, die Seele baumeln lassen. Vor allem für Ausflüge mit Kindern bietet diese herrliche Landschaft vielfältige Möglichkeiten. Eine davon ist, bei schönem Wetter nach Trossin, zu dem Anwesen Hachemühle zu fahren – ein Örtchen, das selbst viele Menschen aus der Region Dübener Heide gar nicht kennen.

Hotel Hachemühle

Idyllisch in der Dübener Heide gelegen: das Restaurant/Hotel Hachemühle

Hier gibt es das gleichnamige Waldhotel, einen Spielplatz und eine kleine Ansammlung von Häusern, die teilweise so verwunschen aussehen, dass man sich unwillkürlich in einen Rosamunde-Pilcher-Roman versetzt fühlt.

Wo Dübener Heide nach Rosamunde Pilcher aussieht

Rund um die kleine Häusersiedlung gibt es viel Wald – ideal also, um mit Kind und Kegel diese Gegend zu erkunden und bei dieser Gelegenheit einige Schätze aus Wald und Flur zu sammeln. Letzteres macht sich vor allem in den jetzigen Herbst-Tagen sehr gut, von der Eichel bis hin zu verschiedensten Blättern breitet die Natur ihr Angebot bereitwillig aus.

Von dem kleinen idyllischen Örtchen, das von dem „Waldhotel Hachemühle“ (im Bild) dominiert wird, gehen einige Wanderwege ab. Einer davon führt zu einem verwunschen wirkenden Feuchtgebiet, dem sich ein verträumt anmutender See anschließt. Fast hat man das Gefühl, in einer märchenhaften Feen-Welt gelandet zu sein!

Kleine Häuser am Weg rund um Waldhotel Hachemühle

Der Weg dahin ist gesäumt von kleinen Wochenendhäusern, die rechts und links eines Weges liegen, von dem man auch einen Blick auf die rückwärtige Sicht des Waldhotels hat.

Naturlehrpfad Nähe Hachemühle

In der Dübener Heide laden viele Naturlehrpfade zum Entdecken der Region ein.

Auch hier ist so mancher Naturschatz zu finden, wenn man nur ausgiebig danach sucht. So zum Beispiel schöne Steine oder auch Holzstücke, aus denen sich beispielsweise kleine Waldmännchen basteln lassen. Der Hauptweg zum See selbst ist ein Naturlehrpfad, an dem sich auch eine Tafel mit Hinweisen auf die Bewohner und Pflanzen an diesem entrückt wirkenden Fleckchen Erde befindet.

Direkt gegenüber des Sees laden Bänke zum Verweilen ein, ganz in der Nähe wurde auch an einen überdachten Holzrastplatz für jene gedacht, die in dieser schönen Umgebung ein eigenes Picknick genießen möchten.

In dieser Gegend (wir waren schon häufiger dort) ist man manchmal fast für sich alleine und trifft auf nur wenige Menschen. Diejenigen, die des Weges kommen, sind Wanderer oder einfach Spaziergänger bzw. Familien mit Kindern.

Wer sich nach einer kleinen Erkundungstour durch dieses wunderschöne, geheimnisvolle Idyll stärken möchte, dem sei das Restaurant des „Waldhotels Hachemühle“  ans Herz gelegt. Hier speist man auf gutbürgerliche Art und zu moderaten Preisen.

Zum Areal des Hauses gehört außerdem ein Biergarten, in dem es sich sommers sehr, sehr lauschig entspannen lässt und ein kleiner Spielplatz, auf dem Kinder – fernab von Hektik und Großstadtlärm – toben können. Und: wer das  Ambiente des Anwesens Hachemühle mehr als nur für ein paar Stunden genießen will – der checkt am besten gleich im Waldhotel ein und gönnt sich einen längeren Aufenthalt in dieser wunderbaren Natur!

Wandern, entdecken, Natur genießen – die Dübener Heide ist ideal dafür!

Ob zum Wandern (im Bild die verschiedenen Ziele, die man von Hachemühle aus ansteuern kann), für eine Entdeckungstour mit den Kindern oder vielleicht auch als (frisch) verliebtes Paar – ganz egal!

Hier hat man das Gefühl, dass die Zeit stehen bleibt und man eintaucht in eine verwunschene Traumwelt – logisch, dass der Entspannungseffekt an einem Ort wie diesem nicht lange auf sich warten lässt!

Die Anfahrt zur Hachemühle können Sie hier einsehen.

Aschenbrödel-Ausstellung

Alle Jahre wieder…begegnet uns im Fernsehen das Aschenbrödel. Und zwar in der Kultverfilmung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Die deutsch-tschechische Produktion aus dem Jahre 1973 gehört zu der Kategorie Film, die man jedes Jahr aufs Neue anschauen kann, obwohl man ja nun wirklich jede Szene in- und auswendig kennt.

Wahrscheinlich ist der Zauber, der dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ innewohnt, auch nicht wirklich mit logischen Argumenten zu erklären. Er zieht -zigtausende Menschen in seinen Bann, das ist eben so.

In den kalten Monaten ist Aschenbrödel-Ausstellung der Renner

Vielleicht macht die Jahreszeit, zu der der Film alljährlich ausgestrahlt wird, etwas aus. Wenn es draußen kalt ist und die Advents- bzw. Weihnachtszeit mit ihrem besonderen Flair aufwartet, ist man wohl auch in der richtigen Stimmung für Märchenfilme. Ob der Filmklassiker auch so ein Dauerbrenner geworden wäre, wenn er in den letzten Jahrzehnten im Sommerprogamm der Fernsehsender gelaufen wäre, ist stark zu bezweifeln.

Und so heißt es eben Jahr für Jahr aufs Neue: in den Fernsehsessel oder aufs Sofa gekuschelt und sich dem romantischen Märchen vom armen Mädchen, das am Ende dann doch ihren Prinzen findet, hingegeben. Erfahrungsgemäßg läuft „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ alljährlich ab Mitte November bei den verschiedensten Sendern. Und über die Weihnachtsfeiertage sowieso.

Allerdings wird das Filmprogramm schon seit geraumer Zeit durch eine Ausstellung ergänzt, die an einem der Originaldrehorte – dem Schloss Moritzburg in Sachen – gezeigt wird.

Ist das Schloss alleine schon ein Traum und jede ferne Reise wert, so hat es einen besonderen Reiz, das historische Ensemble in Verbindung mit der dort befindlichen Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu besuchen. Seit 2017 wartet das Moritzburger Schloss mit der Aschenbrödel-Ausstellung auf und den Initiatoren ist mit diesem Projekt – in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern – ein wahrlich besonderer Coup gelungen!

Aschenbrödel-Fans pilgern ins Schloss

Allein im vorigen Jahr pilgerten über Hunderttausend Märchen-Liebhaber in diese besondere Winterausstellung und ließen Neues, Altvertrautes und auch Verblüffendes rund um die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf sich wirken.

Was genau den Besucher in der Ausstellung, die in diesem Jahr am 17. November startet und bis 3. März 2019 läuft, erwartet, verraten die Macher bereits jetzt auf der Homepage von Schloss-Moritzburg.de – dort heißt es:

„Bei Anbruch der kalten Jahreszeit erobert Aschenbrödel das Schloss. In der deutsch-tschechischen Verfilmung von 1973 berührt es mit seiner selbstbewussten, gewitzten Art bis heute auf einzigartige Weise. Als Original-Drehort erzählt das Märchenschloss Moritzburg in seiner Winterausstellung einige Hintergrundgeschichten zum Film und zum Werdegang des Märchens. Liebevoll nachgebildete Filmszenen, Originalkostüme und multimediale Inszenierungen vermitteln die Magie des Films. Am Ende des Rundgangs lockt die Schlossküche mit leckerem Kaffee und Kuchen. Für große und kleine Fans hält der Museumsshop liebevolle Kleinigkeiten bereit.“

Wer also schon Vorfreude auf den kommenden Winter und die damit beginnende Märchenzeit verspürt und vielleicht sogar DER Aschenbrödel-Fan schlechthin ist, sollte es nicht versäumen, das Schloss Moritzburg zu besuchen. Zumal das gleichnamige Örtchen in der Nähe von Dresden immer einen Ausflug oder Kurztrip wert ist.

Vielleicht hat der eine oder andere auch mit dem Wetter Glück und die prächtige, barocke Kulisse des eindrucksvollen Schlosses zeigt sich von Schnee umsäumt.

Ein solches Ambiente dürfte für DIE romantische Märchenstimmung schlechthin sorgen und so manchem scheint es wohl in solchen Momenten fast physisch anwesend: das Aschenbrödel, wie es die geschwungene Außentreppe hinunter zu seinem Pferd eilt.

Einfach nur märchenhaft!

Alle Infos zur Ausstellung finden Sie hier.

Wer sich generell für alte Gemäuer begeistert, dem sei auch dieses schöne Schloss hier empfohlen.

Bildnachweis: SCHLÖSSERLAND SACHSEN

 

Wies`n, Bier und gute Laune – dafür ist das Oktoberfest bekannt. Und natürlich als ein Treffpunkt unzähliger Singles. So manche Frau (und auch so mancher Mann) hat hier schon das passende Gegenstück gefunden, mal für`s Leben, mal für eine Nacht.

Überraschend ist es jedoch, dass die große Bayern-Sause auf der Wies`n auch online, beim Dating im Internet, eine große Rolle spielt.

Das legt zumindest die Erhebung eines Online-Vergleichs-Portals nahe. Hier wurden die Dating-Gepflogenheiten von weiblichen und männlichen Singles aus verschiedenen Ländern, im Zusammenhang mit dem Oktoberfest, beleuchtet.

Die Ergebnisse reichen von überraschend bis –  nun ja – auch etwas skurril…!

Lesen Sie selbst. Den ganzen Beitrag dazu finden Sie hier.

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Christine. Wer kennt es nicht?! Situationen, in denen spontaner Besuch kommt.

Natürlich wird dann die aktuelle Verrichtung, bei der man gerade war, unterbrochen, es wird Kaffee aufgesetzt und sich dem unvorhergesehenen Gast gewidmet. So oder ähnlich läuft es wahrscheinlich überall, wenn auf einmal die Freundin, die Nachbarin oder eine gute Bekannte ganz unverhofft in der Küche sitzt.

Doch nicht bei allen Leuten stoßen solche Spontanbesuche auf positive Resonanz, im Gegenteil: viele Menschen mögen das gar nicht und machen dann halt nur gute Miene zum bösen Spiel.

Andere wiederum pflegen die Gastlichkeit eines offenen Hauses und haben überhaupt kein Problem mit unvorhergesehenem Besuch.

Ich selbst hatte eine Mutter, die spontanen Besuch überhaupt nicht mochte, aber relativ oft welchen bekam. Der Grund lag nahe, denn wir wohnen inmitten der Innenstadt, direkt ein paar Meter von der Fußgängerzone unserer Kleinstadt entfernt. Wer immer also Erledigungen und Einkäufe in der Stadt machte, kam kurz auf einen Sprung vorbei – im Laufe der Zeit kamen viele. Kolleginnen meiner Mutter, Freundinnen, gute Bekannte…

Obwohl meine Mutter das nicht mochte, machte sie aber immer gute Miene zum bösen Spiel, kochte Kaffee, servierte Gebäck oder – wenn im Hause – Kuchen und plauderte mit dem Besuch.

Erst im Nachgang, wenn der Gast – manchmal erst abends – wieder aufbrach, machte meine Mama ihrem Ärger gegenüber dem Rest der Familie Luft. Meist dann, wenn sie die für den Besuch unterbrochene Hausarbeit wieder aufnahm und nun bis spät abends damit beschäftigt war, womit sie doch längst schon fertig sein wollte. „Das hat mich nun ganz aus der Ordnung gebracht“ pflegte sie dann zu sagen.

Dazu muss man erwähnen, dass meine Mutter seinerzeit – das war in den Siebzigern und Achtzigern – ein paar Stunden arbeitete, sich dann um die Buchhaltung meines selbständigen Vaters kümmerte und natürlich parallel uns Kinder und den Haushalt in ihrer Verantwortung hatte.

Dass man da irgendwann auch mal mit der Hausarbeit fertig sein und nicht über Stunden unvorhergesehenen Besuch unterhalten möchte, ist klar.

Das komplette Gegenteil erlebte ich als Kind bei meiner Oma, die ebenfalls – und zwar direkt gegenüber von uns – lebte und das führte, was man ein offenes Haus nannte.

Da sie ihre komplette Verwandtschaft auf dem Land hatte, kehrten diese, wenn sie denn Besorgungen in der Stadt machen mussten, fast immer bei Oma ein – unangekündigt, versteht sich. Denn dazumal, in der DDR, hatte kaum jemand Telefon. Da aber meine Oma ein zu damaligen Zeiten außergewöhnliches Leben führte, als Unternehmer-Gattin und mit Putzfrau, musste sie sich nicht wirklich mit Haushaltsstress herumplagen und war deshalb auch nicht verschnupft, wenn unverhofft Besuch kam. Im Gegenteil: es wurde aufgetischt, geschwatzt, gelacht und der neueste Klatsch ausgetauscht, oft über Stunden. Und nicht selten schneiten noch andere Verwandte vom Land, die ebenfalls an dem Tag in der Stadt unterwegs waren, herein und das Kaffeekränzchen war perfekt!

Und ich – ich gehe ganz anders mit spontanem Besuch um. Es mag hart klingen, aber ich empfange keinen spontanen Besuch.

Ich hasse es, „aus der Ordnung“, wie es meine Mutter früher nannte, gebracht zu werden.

Und – ja – ich habe sogar schon die Klingel abgestellt, wenn ich meine Ruhe haben wollte oder auf Klingeln gar nicht reagiert, wenn ich hinter den Gardinen unvorhergesehenen Besuch anrücken sah.

Ich geb`s zu: ich mag das nicht. Ich habe selbst ein ziemlich ausgefülltes Leben, mit einem stressigen Job, eigenen Hobbys und einem eigenen Haushalt. Und wenn ich mal in Ruhe den Luxus eines guten Buches genießen will, dann will ich eines ganz bestimmt nicht: dass jemand unverhofft vorbei kommt! Ist so.

Natürlich habe ich auch einen Freundeskreis, aber wir alle treffen uns nach Absprache – immer. Ohne Verabredung vorher läuft nichts. Vielleicht ist das auch dem jetzigen Zeitgeist geschuldet – die schnelllebige Zeit, das Business, der Alltag, der oft genug Stress mit sich bringt, und, und, und…..Zumindest scheint keiner Lust auf spontane Treffen zu haben, ich für mein Teil kenne es jedenfalls aus dem eigenen Freundeskreis nicht, dass jemand spontan zu irgendwem geht.

Obgleich – da bin ich mir sicher – es auch heute bestimmt noch unzählige Leute gibt, die gegen Spontanbesuche nix haben und sich sogar darüber freuen.

So oder so – es ist wie mit allem. Was für den einen okay geht, ist für den anderen ein absolutes NO GO. Das ist in Ordnung so und absolut legitim!

Bildnachweis: pexels.com

Mehr Zeit mit der eigenen Familie – das wünschen sich die meisten Kinder! Wie wäre es, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs auf eine spannende Entdeckungstour durch die eigene Heimatstadt oder durch fremde Städte begeben?

Möglich macht das das Stadtspiel, eine Art Schnitzeljagd, auf der Sie immer wieder Rätsel lösen müssen, um den nächsten Hinweis zu finden.

Das Stadtspiel ist eine neue und andere Art, mit der Familie oder mit Freunden etwas über die eigene Heimatstadt oder fremde Städte zu lernen. Denn mit der Stadtspiel-Box kann man die gewünschte Stadt auf eigene Faust erkunden und muss keine normale Stadtführung buchen.

Durch das Lösen von spannenden Rätseln entdeckt man gemeinsam mit seiner Familie und/oder Freunden den Weg durch die jeweilige Stadt und erfährt dabei an jeder Station wissenswerte Details zum Standort und zu den Sehenswürdigkeiten.

Hinter dem Stadtspiel „Handmade in Dresden“ verbirgt sich kein großer Konzern, sondern pure Frauenpower der zweifachen Mutter Anja Gena (im Bild). Zusammen mit vier festangestellten Mitarbeiterinnen und einer Aushilfe kümmert sich Anja um die Weiterentwicklung der Stadtspiele.

FB: Anja, wie kamst Du auf die Idee, Stadtspiele zu produzieren?

Direkt nach dem Studium wusste ich zunächst nicht so recht, was ich eigentlich arbeiten soll und wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Seit der Schulzeit hatte ich immer wieder verschiedene Nebenjobs, unter anderem als Tierarzthelferin, Kellnerin und Bürokraft in einer Fahrschule. So konnte ich zunächst in verschiedenste Bereiche hineinschnuppern und wusste daher zumindest schon einmal, was ich nicht wollte. Mit diesem Wissen gründete ich 2005 ein eigenes Unternehmen, doch diese Idee scheiterte zunächst. Vor einigen Jahren kam ich auf die Idee, eine ganz andere Art der Stadtführung zu erfinden. Die Stadtspiele entwickelte ich aber zunächst nebenberuflich, erst 2013 traf ich die Entscheidung, auch hauptberuflich Unternehmerin zu sein. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Ganz im Gegenteil: angestellt zu sein ist für mich heute keine berufliche Option mehr.

FB: Wie viele Stadtspiele gibt es denn inzwischen?

Mittlerweile gibt es die Schnitzeljagden unter anderem von Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg, München und auch von Wien und Prag. Innerhalb der Städte sind meist auch verschiedene Touren verfügbar, je nachdem ob man lieber die Altstadt bzw. Innenstadt entdecken möchte oder vielleicht doch lieber einen bestimmten Stadtteil. Insgesamt gibt es 32 verschiedene Stadtspiele zur Auswahl und es kommen immer wieder neue dazu. Als Nächstes ist das schöne Rom geplant.

FB: Stemmst Du das alles allein oder hast Du auch Mitarbeiter?

Momentan beschäftige ich vier festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Aushilfe, mit denen ich mich im eigenen Laden in Dresden, der auch als Büro, Lager und Produktionsstätte dient, um die Weiterentwicklung der Stadtspiele kümmere. In den nächsten Jahren wollen wir stetig und nachhaltig weiterwachsen. Ich plane, jedes Jahr mehrere neue Schnitzeljagden zu entwickeln, so dass wir in fünf Jahren an die 50 verschiedene Stadtspiele haben werden. Auch neue Mitarbeiter möchte ich einstellen.

FB: Wie entsteht ein Stadtspiel, kannst Du das genauer beschreiben?

Begonnen wird erst einmal immer mit einer gründlichen Recherche zur geplanten Tour vom Schreibtisch aus. Ausgerüstet mit Fotokamera und Notizbuch folge ich dann der am Schreibtisch grob ausgearbeiteten Schnitzeljagd in der jeweiligen Stadt. Nachdem die Texte zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten recherchiert und geschrieben wurden, werden die Rätsel an den einzelnen Stationen für die Schnitzeljagd erfunden. Danach folgt die grafische Gestaltung der jeweiligen Postkarten. Nach dem Druck der Karten werden alle Stadtspiele per Hand verpackt bei uns im Laden, dazu werden die Stadtspiel-Boxen gefaltet und mit den eigens designten Produktaufklebern händig beklebt. 

FB: Und wie läuft so eine Schnitzeljagd dann genau ab?

Um loszulegen, benötigt man lediglich die entsprechende Stadtspiel-Box und entscheidet dann selbst, wie viele Personen man mitnehmen, wann man starten und wie viel Zeit man sich an jeder Sehenswürdigkeit lassen möchte. In der Stadtspiel-Box liegt eine kurze Erklärung mit dem Hinweis zum Startpunkt. Außerdem findet man darin 8 bis 16 Briefumschläge, je nach gewählter Tour, und einen Lösungsumschlag. Die Hinweise und Foto-Karten führen dann von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Durch die Antwort auf jede Frage erfährt man, welchen Umschlag man als Nächstes öffnen soll und wie es weitergeht. Die etwas andere Stadtführung kann auch jederzeit in einem Café oder Restaurant unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt fortgesetzt werden. Ganz nach Lust und Laune.

FB: Für wen eignen sich die Stadtspiel-Boxen?

Unsere Kunden sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen. Das sind Familien, aber auch Mamas, die einen Kindergeburtstag planen und sich die Fragen nicht selbst überlegen wollen. Aber auch Touristen zählen dazu oder Lehrer –  für Klassenfahrten sind die Stadtspiele nämlich auch eine coole Idee. Auch für Junggesellenabschiede werden die Boxen gern gekauft.

FB: Wie schaffst Du es, als zweifache Mama, Beruf und Familie unter einen Hut zur kriegen?

Das ist für mich immer noch eine große Herausforderung. Denn es ist leider für Frauen immer noch sehr schwierig, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Gerade wenn man kleinere Kinder hat und auf die leider immer noch unflexiblen Betreuungszeiten angewiesen ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Frauen als Unternehmerinnen, gerade wenn sie noch jung sind, oft nicht ernst genommen werden und sich den Respekt erst erarbeiten müssen. Am Herzen liegt es mir deshalb ganz besonders, Frauen darin zu bestärken, eigene Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Deshalb engagiere ich mich unter anderem im Vorstand des Landesverbandes Sachsen / Sachsen-Anhalt im Verband deutscher Unternehmerinnen e.V.