Beiträge

Die Kinder, der Beruf und nicht zuletzt die mehr oder weniger lästigen Pflichten, die tagtäglich anfallen: als Mama ist man oft diejenige, die den Familienalltag von A bis Z organisiert – als alleinerziehende Mutter sowieso. Dass man dabei schnell an seine Grenzen kommt, ist klar. Viele berufstätige Frauen mit Kindern fühlen sich deshalb oft ausgebrannt, erschöpft und ohne Energie. Mit dem Kind dem Sonnenuntergang entgegen träumen – wie im Bild links zu sehen – ist, wenn überhaupt, nur im Urlaub möglich.

Denn im Alltag muss freilich alles seinen Gang gehen, ganz gleich, ob das Kind krank, die Mama erschöpft oder der Job gerade extrem anstrengend ist.

Sich in dieser Situation als Mutter klar zu strukturieren ist eine Kunst, die mal mehr und mal weniger gut beherrscht wird.

Um hier neue Energie zu tanken und sich selbst als Mama und Frau nicht zu verlieren, gibt es die Möglichkeit des Mama-Coachings. Julia Ressel aus Niesky (im Bild) bietet diese Art der Unterstützung an. Sie kennt das Alltagsleben mit Nachwuchs, denn sie hat selbst zwei Kinder im Vorschulalter.

Neben ihrer Arbeit als Mama-Coach ist sie zudem als virtuelle Assistentin tätig und kann dadurch ihre Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf gut händeln. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihren Mama-Alltag und die Bedürfnisse ihrer Kundinnen, die Mama-Coachings bei ihr buchen. Auch über ihr spannendes Online-Business, das sie in Kontakt mit Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet bringt, verrät Julia interessante Details.

FB: Julia, Du bist Mama-Coach – was genau muss man sich darunter vorstellen?

Ich unterstütze Mamas dabei ihren Alltag mit ihren Kindern bedürfnisorientierter zu gestalten. Wir Mamas vergessen uns selbst viel zu schnell selbst in unserem Familien Alltag. Ich leite Mamas in meinen Coachings dazu an, wieder sich selbst an erste Stelle zu setzen und sich ihren Bedürfnissen bewusst zu werden und diese dann auch im Alltag mit ihren Kindern zu erfüllen. Das mache ich alles online über Skype, in Einzel- und Gruppencoachings.

FB: Um welche Themen geht es in Deinem Coaching vordergründig?

Selbstliebe & Selbstbewusstsein, mehr Gelassenheit, mehr Energie im Mama Alltag.

FB: Wie läuft ein Mama-Coaching bei Dir konkret ab?

Im Einzelcoaching gibt es erst ein kostenloses Kennenlern Gespräch, in dem ich den Coachee kennenlerne und von seiner Situation erfahre. Sollten wir beide dann feststellen, dass wir gut zueinander passen, entscheidet sich die Mama für eines meiner Coaching Pakete. Eine Session dauert etwa 60 Minuten. Die Gruppen Coachings finden monatlich statt. Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto und es nehmen maximal drei Mamas pro Gruppe teil.

FB: Was für Mamas melden sich bei Dir und wo liegt deren Bedarf?

Da sind die unterschiedlichsten Mamas dabei. Von 20 bis 40, 1 Kind bis 4 Kinder, alleinerziehend oder mit Partner. Bei vielen Mamas ist wirklich der Knackpunkt „Wie finde ich wieder mehr Zeit für mich?“ und „Wie ziehe ich aus dieser Zeit besonders viel Energie für den Familien Alltag?“

FB: Parallel arbeitest Du auch als virtuelle Assistentin – erzähl doch hierüber mal etwas mehr!

Mir war als alleinerziehende Mama wichtig, ein weiteres Standbein in der Selbständigkeit zu haben. Aus meinen Hobbys und Leidenschaften hat sich dann meine Spezialisierung als Virtuelle Assistentin ergeben. Ich berate Unternehmer, Coaches, Selbständige rund um ihre Auftritte in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube. Außerdem vertone ich für meine Kunden Podcast, Werbefime, Ebooks und Onlinekurse.

FB: Du bist selbst Mama von zwei Kindern – wie stemmst Du persönlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Ein riesen Vorteil ist, dass ich für meinen Beruf brenne, ihn leidenschaftlich gern tue. Außerdem bin ich durch die Selbständigkeit und das Arbeiten von zu Hause sehr flexibel für meine Kinder bei zum Beispiel Krankheit. Und nebenbei wasche ich schnell mal Wäsche oder sauge die Wohnung durch.

FB: Ist die Thematik der Vereinbarkeit auch Thema bei Deinen Klientinnen? Wenn ja, inwiefern?

Viele Mamas sind einfach schon von ihrem Job erschöpft und haben dann kaum noch Kraft für ihren Familien Alltag. Einige sind auch genervt von der mangelnden Flexibilität ihrer Arbeitgeber, wenn es um die Kinder geht.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Wenn ich aus dem Kindergarten wieder zu Hause bin und das Chaos beseitigt und ein bisschen Haushalt gemacht habe, starte ich meist mit meinen eigenen Social Media Aktivitäten, bevor ich dann Kundenaufträge bearbeite oder coache. Meist arbeite ich bis 13 Uhr, um danach noch einzukaufen und alles andere zu erledigen, bevor die Kinder gegen 15.00 Uhr wieder nach Hause kommen.

FB: Wenn in Deinem Alltag einmal Zeit nur für Dich bleibt, wie nutzt Du sie? Gibt es Hobbys?

Julia: Ich meditiere, lese oder mache Yoga. Mir sind aber auch die Beziehungen zu meinen Freunden sehr wichtig und ich pflege sie sehr stark.

Bildnachweis:  pexels.com / Julia Ressel

Ein Gastbeitrag von Manuela

So viele Jahre habe ich keinen Sport gemacht und entsprechend auch einige Kilochen zugelegt. Ich bin Mitte Vierzig und irgendwann an den Punkt gekommen, wo ich aus dem eigenen Wohlfühlbefinden heraus das starke Bedürfnis hatte, abzunehmen.

Etwas runder zu sein, stört mich so im Alltag nicht, ich hasse Diäten und Sport eigentlich auch. Aber was tun, wenn die Sachen nicht mehr passen, schöne Markenkleidung noch dazu?

Als ich irgendwann nämlich meinen Hosenknopf nur noch mit Mühe zubekam (bei der letzten Hose, die mir passte) und ich mit einem schon fast schmerzhaft einschneidenden Hosenbund den Tag überstehen musste, stand für mich fest: „so und nicht weiter“.

Wie den Sport in den Alltag integrieren?

Allerdings stand ich vor zwei Problemen:

in Sachen Sport kommen für mich – vor allem aus gesundheitlichen Gründen – nur sehr leichte Sportarten in Frage und zwar Schwimmen und Walken.

Das war das erste Problem – diese Eingeschränktheit. Das zweite: ich habe in meinem Alltag so gut wie keine zeitlichen Kapazitäten, Sport zu integrieren. Zumindest keinen, der damit einhergeht, dass ich ein Fitness-Studio oder eine Schwimmhalle besuche. Zwar gab es solche Einrichtungen in meiner Nähe – aber mit so grottenschlechten Öffnungszeiten, dass ich das vergessen konnte.

Dass etwas Sport aber sein muss, stand für mich fest, schon deshalb, weil ich ein Genussmensch bin und sehr gerne esse. Natürlich hatte ich mir auch hier vorgenommen, etwas zurückhaltender zu sein, aber um ein wirklich gutes Ergebnis in Sachen Gewichtsverlust zu erzielen, war für mich ein wenig Sport unabdingbar.

Aber wie das Ganze nun umsetzen?

Nun – der Zufall kam mir zur Hilfe. Durch eine Nachbarin erfuhr ich, dass in meinem Ort einmal wöchentlich ein Gymnastikkurs stattfindet. Obendrein zu einer Uhrzeit, die ich ermöglichen konnte und zudem nur wenige Schritte von meinem Zuhause entfernt. Das hatte ich vorher nicht gewusst!

Ich meldete mich sofort an und stieß schon bald zu der Sportgruppe dazu, die aus einigen Frauen aus der Umgebung bestand.

Eine versierte Physiotherapeutin leitete uns mit Pilates-Übungen an. Ich als Neuling schaffte – ehrlich gesagt – manche Einheit überhaupt nicht, zu sehr machte mir die jahrelange Sportabstinenz zu schaffen. Aber ich merkte dennoch, dass die Übungen was für mich waren, mir guttaten, auch wenn ich die Erste war, die außer Puste kam. Eine ganze Stunde musste durchgehalten werden, es kam mir vor wie eine Ewigkeit!

Am Schluss gab mir die Übungsleiterin einige Blätter mit Übungen für daheim mit. Am nächsten Tag war natürlich nicht daran zu denken, dass ich Gymnastik in den eigenen vier Wänden machte, denn ich hatte einen tierischen Muskelkater!

Sanft und moderat – nur nicht übertreiben!

Erst drei Tage später machte ich mich daran, sanft einige Übungen durchzuführen. Und wenig später war schon die Woche rum und die nächste Übungsstunde im Ort stand auf dem Plan. Diesmal konnte ich schon besser mithalten, obgleich ich natürlich noch immer schnell aus der Puste kam!

Aber ich blieb dran und machte daheim weiter. Gerade mal zweimal die Woche, mehr nicht, aber mit der Zeit bemerkte ich eine neue Leichtigkeit an mir.

Ich hatte auch essenstechnisch etwas umgestellt – allerdings nur auf FDH, das berühmte „Futtere die Hälfte“! Hinzu kam der wöchentliche Gymnastiktermin im Ort, den ich nie versäumte.

Nach wenigen Monaten schon waren einige Kilos weg – um die fünf Kilo, um genau zu sein.

Private Übungen meist besser als Diäten, Fitness-Studio & Co.

Meine Entscheidung, ein wenig Sport zu integrieren und mich beim Essen etwas zu mäßigen, war goldrichtig. Meine Klamotten passten mir wieder und mein Wohlfühlgefühl stieg immens. Und das mit dieser zeitlich geringen Investition, ganz ohne Bücher von vermeintlichen Diätgurus, Diäten, Workshops, Wunder-Crash-Abnehmkonzepten & Co.

Zudem dankte mir mein Körper die moderate sportliche Betätigung mit einer neuen Geschmeidigkeit. Das Gefühl, meine Knochen seien eingerostet, verschwand schon nach kurzer Zeit und heute, wo ich konsequent darauf achte, sowohl in meiner Sportgruppe als auch daheim kräftigende Übungen für Bauch, Beine und Po in Eigenregie durchzuführen, habe ich das Gefühl, in einem elastischeren Body zu wohnen.

Für mich ein wahnsinnig tolles Körpergefühl, das ich behalten möchte. Auf diesem Niveau! Mehr muss nicht, zu mehr habe ich auch keine große Lust.

Und da ich mir vorstellen kann, dass es eine Menge Frauen gibt, für die Sport so überhaupt nichts ist und schon gar nicht die Mitgliedschaft in einem Sportstudio, habe ich mir die Freiheit genommen, über diese – meine – persönliche Erfahrung zu schreiben. Vielleicht macht es ja dem einen oder anderen weiblichen Sportmuffel mit zu engen Hosen Mut, dem Körper zumindest etwas Beweglichkeit zu gönnen.

Seien Sie versichert: es lohnt sich!

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Doris Kamps. Vor etwa 100 Jahren war es Standard in jeder normalen Grundschule: rund um das Schulgebäude befand sich ein Garten mit Gemüsebeeten und Obstbäumen. Im praktischen Unterricht lernten die Kinder von klein auf, Obstbäume zu schneiden und Gemüse anzubauen.

Eine wichtige Voraussetzung für ihr Leben, war doch ein Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Jeder kleinere Bauer versorgte sich und seine Familie zum Großteil selbst. Kartoffeln, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten, Obst und seine Zubereitungen wie Kompott und Marmelade, im Wald gesammelte Beeren und Pilze sowie Milch(produkte), Eier und selten Fleisch der eigenen Tiere standen auf dem Speiseplan.

Mit fortschreitender Industrialisierung und mittlerweile der Digitalisierung ist unseren Kindern (und auch uns Erwachsenen) das über Jahrhunderte erworbenes Wissen rund um den Anbau im eigenen Garten verloren gegangen.

Seit einigen Jahren gibt es jedoch wieder eine regelrechte Nutzgarten-Renaissance. Zu viel hören wir von mit Glyphosat vergifteten Feldern, Bienensterben oder Pestizidrückständen auf unseren Lebensmitteln.

Wie können Sie also möglichst einfach frisches Gemüse aus dem eigenen Garten gewinnen und noch dazu Ihr(e) Kind(er) zur Mithilfe begeistern?

 Mit einigen pfiffigen Ideen hat die gesamte Familie Spaß and der Gartenarbeit und noch dazu frisches Bio-Gemüse.

Kartoffeln anbauen in der Kartoffelpyramide

Die Kartoffelpyramide besteht aus vier etwa 20 cm Holzrahmen. Der erste Rahmen hat eine ideale Größe von 100 x 100 cm. Die weiteren, immer kleineren Rahmen werden um jeweils 90° versetzt übereinander gestellt und jeweils zur Hälfte mit guter Bio-Erde aufgefüllt. Setzen Sie in jede Ecke ein bis zwei Stück Bio-Pflanzkartoffel und bedecken Sie diese mit Erde.

Besonders interessant sind bunte Sorten, z.B. violette oder rotschalige Kartoffeln. Mit einer Kartoffelpyramide lässt sich eine Ernte von 15-20 kg Kartoffeln erzielen und das auf nur einem Quadratmeter. Und was gibt es leckereres, als selbst geerntete Kartoffeln direkt auf den Grill zu geben?

Bohnenzelt: zum Ernten und Verstecken

Gleich einen doppelten Nutzen bringt ein Zelt aus Bambusstämmen oder Weiden. Während rund um die Stangen die Ranken von Kletterbohnen empor ranken, können die Kinder im Zelt verstecken spielen. Bepflanzen Sie Ihr Bohnenzelt mit Feuerbohnen – mit ihren leuchtend roten Blüten wird aus dem Tipi so zusätzlich ein wunderschöner Blickfang im Garten.

Hochbeet für Groß und Klein

Nichts hat im Garten so einen raschen Siegeszug angetreten wie Hochbeete. Und das aus gutem Grund. Sie sind bequem zu bearbeiten. Der Ärger mit Schnecken, Wühlmäusen und Unkraut ist auf ein Minimum reduziert.

Und der Ertrag im Hochbeet ist doppelt so hoch wie auf einem normalen Bodenbeet. Die Höhe des Hochbeetes soll auf die Körpergröße abgestimmt sein. Während Erwachsene mit einer Höhe von etwa 84 cm gut bedient sind, eignet sich für Kinder je nach Alter ein Mittelbeet (56 cm) oder ein Niederbeet (38 cm).

Starten Sie mit einfachen Gemüsearten, die rasch wachsen und den Kindern schmecken. Dazu zählen Radieschen, Pflücksalate, Kohlrabi, Karotten oder Erbsen. Für Fortgeschrittene sind Tomaten und Paprika eine gute Wahl.

Den Winter nutzen

Im Dezember oder Jänner frische Vitamine ernten?

Ja, das geht. Nutzen Sie Ihr Hochbeet auch für die kalten Wintermonate! Ideale Gemüsepflanzen sind Feldsalat, Spinat, frostresistente Pflücksalate (z.B: Venezianer, Misticanza) und Asia Gemüsesorten (z.B: Oriental Mix, Pak Choi).

Naschhecken anlegen

In keinem von Kindern bewohnten Garten sollten Naschhecken fehlen. Gut geeignet dafür sind dornenlose Brombeerstauden, Himbeeren, Ribiseln bzw. Johannisbeeren und Jostabeeren. Neue Geschmackserlebnisse abseits vom üblichen Speiseplan erfahren Kinder mit den  Früchten von Wildobst wie z.B. Felsenbirne, Kornelkirsche oder Schlehe.

Diese Sträucher bieten vielen Vogelarten Unterschlupf und  Nahrung und ermöglichen das Beobachten von verschiedene Vogelarten aus unmittelbare Nähe.

Zur Person: Doris Kampas ist die Autorin des Buches „Biogärten gestalten“ und betreibt mit ihrem Team ein kleines Unternehmen in der Nähe von Wien. Hier wird großen Wert darauf gelegt, alle Produkte und Dienstleistungen ökologisch, fair und nachhaltig anzubieten. Den Einsatz oder Verkauf von chemisch-synthetischen Produkten lehnen Doris Kampas und ihr Team strikt ab.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten von Doris Kampas: hier und hier

Bildnachweise: Doris Kampas

„Sybille“ – so hieß in der DDR das bekannteste Modemagazin. Stets vergriffen und mit Inhalten aufwartend, von denen die normale DDR-Bürgerin nur träumen konnte, stand diese Zeitschrift für einen Hauch von Lifestyle im grauen Ost-Alltag (im Bild links eine Aufnahme aus dem Jahr 1960 von Günther Rubitzsch).

Vergleicht man die Aufnahmen von damals mit der Modefotografie von heute fällt eines auf: die Models wirken authentischer und sie lächeln auch mehr.

Zudem sind sie zumeist in Alltagssituationen abgebildet: auf der Straße, in Fabriken, im ganz normalen Leben…

Die Bilder wurden stets einem hohen Anspruch gerecht und brauchen sich vom künstlerischen Aspekt her auch heute nicht zu verstecken – im Gegenteil! Wahre Fotografie-Kenner wissen solche Aufnahmen zu schätzen und die „Sybille“ hat sich sogar einen kleinen Kultstatus erworben.

Das ist auch daran zu sehen, dass den Fotografien der DDR-Modezeitschrift regelmäßig Berichte und auch Ausstellungen gewidmet werden. Zumeist ist es eine Hommage an die damaligen Fotografen.

So auch in der aktuellen Ausstellung, die im Zusammenhang mit der „Sybille“ derzeit in Berlin zu sehen ist. Sie widmet sich dem einstigen „Sybille“-Fotografen Arnold Fischer, über den  VOGUE.de folgendes schreibt:

„Der journalistische, dokumentarische Ansatz, mit dem Arno Fischer Mode inszenierte, galt als revolutionär. Seine Models, hauptsächlich Studentinnen, fotografierte er bevorzugt in Alltagssituationen, in den Straßen des Berliner Prenzlauer Bergs oder dem Industriegebiet Bitterfeld. Sie posierten auf seinen Bildern nicht starr, sondern in Bewegung. Über seine Arbeit für Sybille und deren Bedeutung in der DDR sagte er: „Oft haben wir Träume verkauft, wohl weil wir selbst geträumt haben.“

Noch bis 6. Juli 2018 zeigt die Galerie Berinson ca. 60 Vintage-Abzüge seiner Werke. Die Ausstellung trägt den Namen „Arno Fischer: Träume verkaufen – Modefotografien für Sibylle“ und ist von Dienstag bis Samstag, 11 bis 18 Uhr, in der Schlüterstraße 28 in 10629 Berlin zu sehen. Infos hier

Bildnachweis: picture alliance / akg

Fotograf: akg-images / Günter Rubitzsch

Die ersten Sonnenstrahlen kommen und viele Großstädter fragen sich: „wohin am Wochenende?“. Für Leute, die in Leipzig, Halle oder Wittenberg leben, ist für einen Nachmittagsausflug das Städtchen Bad Schmiedeberg ideal.

Verträumt und auch ein wenig verschlafen empfangen hier – inmitten der Dübener Heide – die kleinen Straßen und Gassen die Besucher.

Bad Schmiedebergs Altstadt ist zudem eine Rarität – was die kleinen Geschäfte anbelangt.

Hier gibt es noch viele Läden „wie früher“, sprich: von der Drogerie über das Schreibwarengeschäft bis hin zum kleinen Obstlädchen kauft man hier noch persönlich und nicht bei einer Kette ein. Aber das nur nebenbei, denn wer sich das kleine Städtchen als Ausflugsziel vornimmt, wird ganz bestimmt am Wochenende dorthin fahren, wenn die Läden geschlossen haben.

Aber dennoch: ein Bummel durch die Altstadt lohnt definitiv auch bei geschlossenen Geschäften, zumal man so die vielen alten Häuser aus längst vergangenen Zeiten – alle weitestgehend schön hergerichtet – bestaunen kann.

Am besten beginnt man den Bummel mit dem Durchschreiten des imposanten Stadttores und lenkt seine Schritte durch die bereits erwähnte Altstadt gen Kurpromenade.

Mondänes Flair inmitten der Heide

Diese überrascht, denn für das Städtchen Bad Schmiedeberg, das weitestgehend von Wald umgeben ist, wirkt diese nämlich fast ein wenig mondän. Blickfang ist der große Schwanenteich, auf dem sogar ein schwarzer Schwan – der sogenannte Trauerschwan – lebt.

Inmitten der poesievollen Szenerie schießt lautlos eine herrliche Wasserfontäne aus dem Teich nach oben – ein wirklich entspannender und schöner Anblick. Bänke und kleine Wege sowie die gepflegte Kurpromenade laden zum Verweilen und promenieren ein.

Und: hier – zwischen Schwanenteich und Kurhaus – steht ein beeindruckendes pavillonartiges Gebäude (siehe Bild), unter dem sich einer der bekannten drei Heilwasserbrunnen der Kurstadt befindet: der Margarethenbrunnen.

Neben dem Kurfürstenbrunnen und dem Moritz-Hauswald-Brunnen, die sich beide ebenfalls in Bad Schmiedeberg befinden, bietet der zentral gelegene Margaretenbrunnen klares Heilwasser aus 136 Metern Tiefe. Probieren erwünscht! Eine kleine Steintafel neben dem Brunnen gibt zusätzlich darüber Auskunft, bei welchen körperlichen Leiden das Wasser eine heilende Wirkung haben kann.

Wem es dann allerdings nach einer schönen Tasse Kaffee, einem Eis oder einem Glas Wein gelüstet – der hat die Qual der Wahl. Rund um das Areal der Kurpromenade laden verschiedene Cafés, Restaurants und auch Eiscafés zu einem Besuch ein. Bad Schmiedeberg ist ein Ausflugsort für die ganze Familie, vor allem, wenn man einen Besuch in diesem attraktiven Heide-Städchen noch mit einem Abstecher in die Natur verbindet.

Auf der Website Heilbad-Bad-Schmiedeberg.de finden sich hierzu unter anderem folgende Tipps:

„Bad Schmiedeberg ist von einer reizvollen Natur umgeben. Hier treffen die großen Mischwälder und sanften Hügel des Naturparks Dübener Heide auf die Auen- und Flusslandschaft der Elbe. Die Umgebung der Kurstadt ist ideal für Wanderungen und Radtouren. Zu entdecken gibt es idyllische Heideseen, Biberburgen, Kräutergärten und Töpferstuben oder romantische Orte, wie das Wasserschloss Reinharz, die Schifferkirche Priesitz, Schloss Pretzsch und die Burg Düben. Lohnend für Naturfreunde ist ein Ausflug in das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe.

Sportlichere Akzente können Sie im Rubicon Kletterpark, im Heidespa Bad Düben oder beim Erkunden unserer Terrain-Kur-Wege setzen. Auch der Landschaftspark Goitzsche ist für Skaten, Surfen, Segeln oder Baden ein Tipp.“

Na denn: auf in die Natur, auf in die Heideperle Bad Schmiedeberg!

Bildnachweis: Fotolia,

Datei: #113256002 | Urheber: pur-life-pictures

Junge liest BUch

Ein Gastbeitrag von Anke zum Thema „Bücher im Kindergarten kaufen“

„Mama, Mama, schau – das will ich haben. Und das. Und das. Und das auch noch….!“

Als ich an diesem Tag den Kindergarten betrete, um meine Tochter abzuholen, zieht sie mich gleich hin zu einem reich bestückten Büchertisch. Kinderbücher aller Art – vom Märchenbuch bis hin zum Kochbuch – türmen sich auf dem Tisch, direkt im Eingangs- und Umkleidebereich des Kindergartens.

Die Bücher sind ein Angebot eines Bücherverlages, der kommerziell agiert. Das wird mir schnell klar, als ich den Büchertisch näher in Augenschein nehme. Noch immer tänzelt mein Kind um mich herum und macht mich auf diverse Bücher aufmerksam, die sie – jetzt am liebsten sofort – haben möchte.

Bücher kann man doch selbst für das Kind kaufen!

Ehrlich gesagt finde ich das ziemlich daneben. Wenn ich Bücher für mein Kind kaufen möchte, dann gehe ich in einen Buchladen, ganz klar! Warum um Himmels willen, werde ich in einer Kindertagesstätte mit Kaufangeboten á la Kassenzone im Supermarkt traktiert? Es reicht doch nun wirklich schon, wenn Kinder beim Einkaufen im Supermarkt für allerlei Kinkerlitzchen und Süßigkeiten gewonnen werden sollen!

Muss ich das „Bitte-Bitte“-Gequengel tatsächlich nun auch noch im Kindergarten ertragen? Ich nehme mir vor, den Chef des Trägers der Kindergarten-Einrichtung anzurufen.
Am nächsten Tag schon habe ich ihn persönlich am Apparat. Seine Antwort auf meine Frage, warum so ein Angebot im Kindergarten sein muss, ist fadenscheinig.

Man habe, so der Tenor, die Sitte, dass dann und wann ein Vertreter für Kinderbücher seine Produkte im Kindergarten auslegt, bei Übernahme der Trägerschaft für diesen Kindergarten mit übernommen. Und bislang hätte sich da auch keine Mama oder kein Papa darüber beschwert.

Aha. Na dann….war ich wohl die Erste, die den Mund aufmachte. Das passiert mir übrigens oft. Ich sage schnell meine Meinung zu Dingen, die mir nicht passen – darin scheine ich mich von den allermeisten Mitmenschen wohl zu unterscheiden. Das Telefonat brachte nicht viel, einzig das Versprechen des Leiters mein Anliegen einmal mit der Leiterin des Kindergartens zu besprechen.

Diese begegnete mir ein paar Tage später zufällig und sprach mich auf das Thema an. Ich erläuterte ihr mein Unverständnis, allerdings brachte sie ein Argument, dass ich – das muss ich zugeben – bis dato überhaupt nicht bedacht hatte.

Bücher im Kindergarten als Offerte für Eltern, die kaum Bücher kaufen

Sie erzählte mir nämlich, dass es durchaus einige Kinder in dem Kindergarten gibt, die im Elternhaus mit Büchern überhaupt nicht in Berührung kommen. Und vordergründig für diese Kinder sei das Angebot gedacht, denn so manche Mama oder Papa mit diesem „Nicht-Bücher“-Hintergrund kauft dann nämlich doch dann und wann ein Buch. Diese besagten Kinder kommen so also doch noch in den Genuss von Kinderbüchern.

Oha! Ein wichtiges Argument – in der Tat! Das hatte ich so nicht bedacht, ganz ehrlich!

Je länger ich über die Worte der Kindergartenleiterin nachdachte, desto einleuchtender erschien mir ihre Begründung.

Natürlich war es für mich als Bücherwurm so was von gar nicht nachvollziehbar, dass es Familien gibt, in denen Bücher keine Rolle spielen. Ich selbst war von jeher ein Bücherwurm und habe diese Leidenschaft auch auf meinen Nachwuchs übertragen.

In unserem Zuhause gibt es sowohl im Kinderzimmer- als auch im Wohnzimmerbereich -zig Bücherregale, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht meinem Kind vorlese und nicht auch selbst in einem Buch schmökere.

Und: selbst in digitalen Zeiten würde ich immer und zu jeder Zeit eine Lanze für ein Buch brechen, das ist klar.

Vor diesem Hintergrund sehe ich die Buchauslage im Kindergarten in einem etwas anderem Licht. Zwar ist es immer noch nervig ohne Ende, wenn der Nachwuchs ob des Büchertisches bettelt und quengelt, aber wenn dieses Angebot letzten Endes dazu führt, dass auch nur ein Kind mehr an Bücher heran geführt wird, dann ertrage ich es gern!

Bildnachweis: Fotolia,

Datei: #44915169 | Urheber: lagom

Hobby für das Kind

Kaum ist der Nachwuchs den Windeln entwachsen, steht sie schon im Raum, die Frage: „Welches Hobby passt eigentlich zu meinem Kind?“ Und da diese Frage natürlich eher das Kind als die Mama oder den Papa betrifft, sollte man sich unbedingt an den Interessen des Kindes orientieren.

Natürlich wird ein Kind im Kindergartenalter diese noch nicht hundertprozentig von sich aus kommunizieren (können), aber schon in dieser Zeit bekommen Eltern es ja mit, in welche Richtung sich das eigene Kind entwickelt. Ist es musikalisch, singt oder tanzt es gern? Ist es sportlich? Oder eher den stilleren Aktivitäten zugetan, wie Malen oder Basteln?

Ein Hobby für`s Kind: die Auswahl ist groß!

Je nachdem, wie der Nachwuchs diesbezüglich „drauf ist“, kann man als Mama oder Papa agieren. Dem kommt dann entgegen, dass es hierzulande für Kinder zahlreiche Angebote in Sachen aktiver Freizeitgestaltung gibt. Diese sind zwar zum größten Teil kostenpflichtig, aber natürlich variieren die Preise sehr stark.

Vom Sportverein mit einem sehr günstigen Jahresbeitrag bis hin zur privaten Musikschule, die schon im Monat ein bisschen was kosten kann, ist so gut wie alles dabei. Eher keine Rolle spielt, ob man in der Stadt oder ländlich wohnt. Sowohl in der City als auch auf dem Land bzw. in der Nähe von ländlichen Wohnorten gibt es eigentlich immer entsprechende Angebote.

Und: fahren, um sie wahrzunehmen, muss man fast immer, ganz gleich, wo man nun wohnt.

Allerdings gilt es, beim Schnuppern und Auswählen diverser Hobbymöglichkeiten für das eigene Kind, ein paar Überlegungen anzustellen.

Kinderhobby muss auch zum Familienalltag passen

So sollte man sich als Erziehungsberechtigter fragen, ob man in der Lage ist, das Kind bei einem Hobby zu begleiten – sogar im doppelten Wortsinn – dass sich auch und vor allem am Wochenende abspielt.

Hier seien beispielsweise Karneval-, Theater und Sportvereine genannt. Trainings und Proben für Spiele oder Auftritte finden in dieser Kategorie häufig auch am Wochenende statt, ebenso die eigentlichen Sportspiele und Auftritte selbst.

Auch Chöre sind für Auftritte häufig am Wochenende unterwegs. Wohingegen für ein Hobby, das sich beispielsweise mit kreativem Schreiben beschäftigt, eher weniger die Wochenenden in Frage kommen. Auch Anfängerkurse in Sachen Reiten für Kinder finden meist in der Woche statt am Wochenende statt. Mit solchen Dingen sollte man sich unbedingt im Vorfeld auseinandersetzen. Denn: es wird sonst schwierig für Menschen, die sich das Wochenende eher nicht mit Terminen verplanen wollen. Insofern: vorher einfach gedanklich sondieren, was man selbst – als Eltern, als Mama oder Papa – für Vorstellungen hat.

Ist das geklärt, sollte die Auswahl des (zukünftigen) Hobbies angegangen werden. Hier zählt eigentlich ausschließlich die Devise: „probieren, probieren, probieren!“.

Entsprechend den schon geäußerten oder aufgefallenen Interessen des Kindes, sollte man sich ruhig eine Zeitlang durch passende Angebote „arbeiten“.

Von Kletterhalle bis Chor: die Auswahl ist groß

Da hat man unter Umständen ganz schön zu tun, denn es gibt soooo vieles (zumindest in den meisten Regionen….!).

  • Kletterhalle
  • Eishalle
  • Schwimmbad
  • Reitplatz oder Reithalle
  • Sportverein
  • Musikschule
  • Chor
  • Tanz

Hier heißt es, durch Ausprobieren das passende für das Kind zu finden. Das bedeutet auch, dass man bei den jeweiligen Angeboten, die man gemeinsam mit dem Kind wahrnimmt, ruhig auch erstmal eine Weile am Ball bleibt.

Es kristallisiert sich dann schon heraus, ob es das Richtige für das Kind ist oder nicht. Eine schöne Ausprobiermöglichkeit gibt es übrigens für musikalisch interessierte Kinder: die meisten Musikschulen bieten das sogenannte „Instrumenten-Karussell“ an – hier können die Kleinen schauen ob ihnen ein bestimmtes Instrument zusagt.

Aber ganz gleich, ob sie ein musikalisches oder eher sportlich oder ganz anderweitig interessiertes Kind haben – es gilt der weise Spruch: „Probieren geht über Studieren“

In diesem Sinne – viel Spaß beim Ausprobieren!

Bildnachweis: pexels.com

Annika Senger

Viele Menschen, die gern reisen kennen das: manches Land auf der Welt fesselt einen von Anfang an! So erging es Annika Senger mit Kroatien. Ihre Faszination für das Land ließ sie nicht mehr los und zog sie so in ihren Bann, dass sie aus ihrer Leidenschaft ein digitales Business machte. Hier ist der Name absolut Programm, denn ihr Internet-Portal spiegelt schlichtweg Annika Sengers Gefühl für das vielfältige Land wieder und heißt „Kroatien-Liebe“. Auf dieser Plattform bekommen Kroatien-Liebhaber oder Leute, die sich für das Land interessieren und dorthin reisen wollen, vieles geboten: Informationen, Tipps, Reiseangebote und Erfahrungsberichte.

Aus der Liebe zu Kroatien wurde eine Geschäftsidee

Diese Mischung erwies sich als Volltreffer – „Kroatien-Liebe“ hat sich im Netz prima etabliert und verzeichnet stetig mehr Nutzer. Wir haben mit Frau Senger über ihre Liebe zu Kroatien und ihre Plattform gesprochen.

FB: Frau Senger – mit Kroatien und Ihnen, das war von Anfang an etwas ganz Besonderes, erzählen Sie doch mal!

AS: Schon im allerersten Kroatien-Urlaub in Dubrovnik und Umgebung hat mich das Land mit seiner unglaublichen Schönheit fasziniert. Gleichzeitig habe ich dort vom ersten Moment eine sehr positive Energie gespürt und fühlte mich sofort innerlich mit mir im Reinen. Es war wie eine Art Magie und natürlich wollte ich unbedingt zurück. Ungewöhnlich für mich, weil ich bei der Wahl meiner Urlaubsländer immer auf Abwechslung gesetzt hatte!

Im Sommer 2015 hat mich Kroatien schließlich total geflasht – es hat mich einfach nicht mehr losgelassen. So habe ich angefangen, kurz nach der Reise Kroatisch zu lernen und mich intensiver mit dem Land zu beschäftigen.

FB: Wie war Ihre berufliche Situation in Deutschland, zu dem Zeitpunkt, als Kroatien Ihr Herz eroberte?

AS: Ich arbeitete in einem monotonen Nine-to-Five-Job als Online-Redakteurin und war am Ende extrem unzufrieden mit meiner beruflichen Situation!

FB: Wann kam in Ihnen der Gedanke auf, diese Begeisterung für das Land auch beruflich zu nutzen?

AS: Im Zuge der soeben erwähnten Unzufriedenheit bei der Arbeit. Ich fragte mich: Soll das jetzt schon alles gewesen sein? Im Sommer 2014 begann ich nach einer freiberuflichen Alternative zu suchen und probierte mich aus – in einem Bereich, der nicht zu mir passte.

Lieber was eigenes in Sachen Kroatien an den Start bringen!

Als mir das Ende November 2015 endgültig klar geworden war, hatte ich die Idee, mich bei der kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt am Main als Redakteurin zu bewerben. Meine innere Stimme fragte mich dann: „Was hast du denn vorzuweisen mit Kroatien? Nichts! Mach besser eine eigene Seite auf!“

Ich antwortete in Gedanken: „Ja, und wie soll die heißen?“ Die innere Stimme meinte wie aus der Pistole geschossen: „Kroatien-Liebe“! Und dabei blieb es dann auch.

FB: In den sozialen Netzwerken haben Sie mit Ihrer Seite schon eine beachtliche Fan-Zahl erreicht, wie haben Sie das binnen dieser kurzen Zeit geschafft?

AS: Mit viel Liebe und Engagement. Man muss immer am Ball bleiben und den Kroatien-Liebhabern Top-Inhalte liefern! Anscheinend ist mir das wunderbar gelungen.

FB: War es schwer, an die Partner für Ihr Portal zu kommen?

AS: Ehe ich die passende Webdesignerin gefunden hatte, standen einige Gespräche auf dem Programm, aber es hat sich dann alles ziemlich schnell gefügt. So konnte ich Anfang Januar 2016 mit dem Blog von Kroatien-Liebe starten. Die ersten Artikel hatte ich schon im Monat der Entstehung geschrieben. Was die Reisevermittlung betrifft, die ich seit Ende April des Gründungsjahres zusätzlich betreibe, war eine Menge Recherchearbeit notwendig, aber es hat funktioniert, wie Sie sehen. Inzwischen ist die Sache zum Selbstläufer geworden und neue Partner kommen auch auf mich zu.

FB: Was mögen die deutschen Urlauber an Kroatien am meisten? Und: Welche Gegenden sind die beliebtesten bei Touristen aus Deutschland?

AS: Natürlich die kristallklare Adria! Bei meiner Reisevermittlung ist die Region Zadar, also Norddalmatien, am beliebtesten, dicht gefolgt von Istrien. Das ist aber auch kein Wunder: im Raum Zadar sind besonders spektakuläre Naturschönheiten in nächster Nähe, viele dieser Orte kennen deutsche Touristen schon seit ihrer Kindheit aus den Winnetou-Filmen. Man denke zum Beispiel an den Nationalpark Paklenica, den Fluss Zrmanja oder etwas weiter südlich den Krka Nationalpark.

FB: Was sollte man als jemand, der erstmalig in dieses Land reist, unbedingt sehen, was sind Ihre Tipps?

AS: Mir fällt es wahnsinnig schwer, mich auf eine bestimmte Region festzulegen! Wenn man gegen Trubel resistent ist und ihn sogar wünscht, kann man mit Städten wie Dubrovnik oder Split starten und sich dann zu den umliegenden Inseln vortasten. Mag man es privater, empfehle ich einen Segeltörn, bei dem sich auch abgelegene Strände und Buchten fernab der Touristenmassen ansteuern lassen. Die Weite und die unterschiedlichen Blautöne auf See ziehen mit Sicherheit jeden in ihren Bann!

Zagreb ist persönlicher Favorit

Ein persönlicher Favorit von mir – allerdings nicht am Meer – ist die kroatische Hauptstadt Zagreb. Sie ist nicht nur gemütlich und architektonisch reizvoll, sondern auch kulturell interessant. Es gibt eine Vielzahl von Museen, Festivals und natürlich zur Adventszeit den Weihnachtsmarkt, der schon dreimal in Folge von European Best Destinations zum schönsten in Europa gekürt worden ist. Zu Recht!

FB: Durch das digitale Business ist vieles technischer geworden, aber – bedingt durch Facebook & Co. – auch persönlicher, man ist mit Kunden und Interessenten schnell im Kontakt. Bekommen Sie hierdurch auch Feedback von Kunden, die über Ihr Portal Kroatien kennengelernt haben?

AS: Nach jeder Reise und jedem Ausflug fordere ich bei den Kunden sogar Feedback ein, weil es mir sehr wichtig ist, dass die Leute am Ende zufrieden mit den angebotenen Leistungen sind und genau das bekommen, wofür sie bezahlt haben. Nicht alle, aber viele antworten mir dann und schreiben mir auf der Website unter den Reiseangeboten nette Kommentare.

FB: Ist das Reiseaufkommen deutscher Touristen nach Kroatien gleichbleibend oder ist ein wachsendes Interesse zu verzeichnen?

AS: Es ist auf jeden Fall ein wachsendes Interesse zu beobachten, da ja einige Reiseziele wie beispielsweise die Türkei aus politischen Gründen gerade nicht mehr attraktiv sind. 2017 verzeichnete Kroatien sogar einen Tourismusrekord: Über 17 Millionen Touristen haben das Land besucht!

FB: Sie arbeiten sehr viel für Ihr Portal. Wenn es freie Stunden gibt: was sind Ihre Hobbies?   

AS: Ich mache gerne Musik, das heißt, ich singe und komponiere Songs. Außerdem widme ich mich der Fotografie und drehe hin und wieder Videos. Wenn ich bei meinen Eltern bin, stelle ich mich manchmal an die Staffelei und male ein Bild. Das überlasse ich aber lieber meiner Mutter, denn die kann viel besser den Pinsel schwingen als ich!

Zur Website von Annika Senger (kroatien-liebe.de) geht es hier entlang.

Bildnachweis: Annika Senger

"

Schloss Rochlitz

Geschichte und alte Gemäuer – dafür begeistert sich Antje Krahnstöver von jeher.  Diese Leidenschaft trieb sie auch im Berufsleben an und so gelangte sie über Umwege zu ihrem Traumjob. Als Museumspädagogin auf Schloss Rochlitz in Sachsen ist sie täglich von steinernen Zeugen der Vergangenheit und historisch interessierten Besuchern umgeben. Dass sie in diesem Umfeld die notwendige Inspiration für die Konzeption von Ausstellungen und musealen Inhalten findet, ist da nur logisch. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihr spannendes Arbeitsumfeld und stellt uns auch ihren Arbeitsplatz – das Schloss Rochlitz –  näher vor.

FB: Frau Krahnstöver – ihr Arbeitsplatz ist umgeben von alten Gemäuern, Sie arbeiten auf Schloss Rochlitz als Museumspädagogin. Wie kamen Sie zu diesem Beruf und zu diesem spannenden Arbeitsplatz?

AK: Meinen Arbeitsplatz verdanke ich einer Reihe von Zufällen, Fügungen und viel Engagement.

Vor mehr als 10 Jahren begann ich auf einer benachbarten Burg als Gästeführerin auf Honorarbasis zu arbeiten. Bald wurde klar, dass diese Arbeit  richtig gut zu mir passt und vor allem die Kindergruppen mein Herz aufgehen lassen.

Irgendwann kam der Arbeitsplatz im Schloss Rochlitz

Schritt für Schritt kam ich dann meinem heutigen Arbeitsplatz näher und kann mir im Moment keinen besseren vorstellen. Aber eigentlich habe ich schon 2 andere Berufe: Fotografin und Textildesignerin. Auch diese Fertigkeiten sind immer wieder nützlich.

FB: Wie muss man sich Ihren beruflichen Alltag auf dem Schloss vorstellen?

AK: Meinem Biorhythmus sehr entgegen kommt der relativ späte Arbeitsbeginn. Einen festen Tagesablauf gibt es nicht. Genau das finde ich sehr positiv. Ich mag es nämlich gar nicht, immer das gleiche zu machen. Es gibt natürlich ein sogenanntes „Tagesgeschäft“ mit E-Mails lesen, Anrufe beantworten etc.

Ich spreche viel mit Gästen, welche im Schloss etwas buchen wollen, bereite Angebote vor, netzwerke mit anderen Museen oder Einrichtungen und arbeite an Inhalten für neue Formate.

Wochenendarbeit auf dem Schloss gehört dazu

Dann gibt es noch die vielen tausend Kleinigkeiten, die in so einer großen Anlage auch zu leisten sind, sei es die Blumenkübel zu gießen, Kostüme zu flicken, oder einen Abend lang nach einer Veranstaltung in der Küche das Geschirr zu spülen. Auch Wochenendarbeit ist keine Seltenheit, wenn man da arbeitet, wo andere ihre Freizeit verbringen.

FB: Sie sind auch privat geschichtlich interessiert. Welchen Einfluss hat die Vergangenheit auf Ihren Alltag, wenn Sie nicht gerade Ihrem Beruf nachgehen?

AK: Das Geschichtsinteresse habe ich von meinem Vater, welcher noch bis vor kurzem selbst Stadtführungen machte. Mit meiner Familie lebe ich auch in einem Denkmal, welches schon fast 500 Jahre alt ist. Mein Mann ist Restaurator und wir nehmen uns gern mal die Zeit museale Orte in Nah und Fern zu besuchen. Letztes Wochenende waren wir in den Kunstsammlungen Chemnitz und begeistert. Es gibt viele kluge Sprüche über den Zusammenhang von Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Ich finde das wirklich klug.

FB: Sie vertreten das Schloss auch auf regionalen Märkten und Veranstaltungen – auf was für ein Interesse an Geschichtlichem bei den Leuten treffen Sie da? Sind die Menschen noch neugierig auf Vergangenes?

AK: Ja, es gibt viele Menschen, bei denen man nur den richtigen „Knopf“ finden muss und schon hat man sie. Bei dem einen ist es ein Küchengerät aus Omas Zeiten, beim anderen pausbäckige Engelchen die von der Decke hängen und der nächste entdeckt wieder, wie schön es sein kann, seinem Liebsten ein paar Zeilen mit Tusche und Feder zu schreiben. Und mal ehrlich, in eine Rüstung, oder ein Kostüm zu schlüpfen ist doch für viele noch ein Traum aus der Kindheit.

Besucher finden auch im Nachgang Weg ins Museum

So finden immer wieder Leute im Nachgang auch den Weg ins Museum.

FB: Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten Spaß?

Ich gehe zufrieden nach Hause, wenn ich ein direktes Feedback von unseren Besuchern bekomme und Begeisterung spüre. Am meisten berühren mich immer wieder Kinder mit ihren geistreichen Kommentaren, welche mich nicht selten auf neue Ideen bringen.

FB: Ihr Arbeitsplatz war auch Wirkungsort verschiedener Frauen. Welche waren das?

AK: Vom späten Mittelalter bis ins frühe 18. Jahrhundert war das Schloss des Öfteren Witwensitz für Familienangehörige der Wettiner. Zum Beispiel  Amalie von Bayern-Landshut, Elisabeth von Sachsen und Sophie von Brandenburg. Wohl alles recht unterschiedliche Charaktere, welche trotz gewisser Reglementierungen, wie sich eine Witwe standesgemäß zu verhalten hat, ihre Interessen durchzusetzen verstanden. Ich finde allesamt sehr spannende Persönlichkeiten.

FB: Was mögen Sie am Schloss Rochlitz am meisten, gibt es einen Lieblingsplatz?

Ich staune immer wieder, mit welch traumwandlerischer Sicherheit sich die Bauherren vor vielen hundert Jahren die schönsten geografischen Plätze für so einen Herrschaftssitz ausgesucht haben.

Sonnenuntergang über dem Flusslauf ist Highlight für die Museumspädagogin

Arbeiten auf dem Schloss

Museumspädagogin Antje Krahnstöver bei der Arbeit

Wenn man in einer ruhigen Minute auf der Südterrasse sitzt, im Sonnenuntergang über den Flusslauf der Mulde in Richtung Rochlitzer Berg schaut, dann kann man glatt den Feierabend verpassen.

FB: Was sollten sich Besucher auf „ihrem“ Schloss unbedingt anschauen und was bietet die altehrwürdige Immobilie noch? 

AK: Ein echtes „Alleinstellungsmerkmal“ ist zum Beispiel unsere historische Schlossküche, welche noch voll funktionstüchtig ist. Hier kann man selbst noch richtig kochen, oder sich bekochen lassen. Auch die Schlosskapelle ist ein kleines Juwel mit seiner wunderbaren Akustik – einfach mal ein Lied anstimmen, Geräuschempfindlich ist unser Museum nicht.

Es gibt so viele spannende Themen aus der Geschichte, zu welchen wir Führungen anbieten: vom Schachspiel, über die Feuerstätten bis zur Toilette. Alles zu erleben im Schloss Rochlitz. Ich freue mich auf neue, interessierte Gäste!

Mehr zu alten Gemäuern, die ebenso einen Besuch wert sind, finden Sie hier.

Bildnachweis: Antje Krahnstöver, Iliya Kirillov

"

Wenn die Luft nach Frühling schnuppert und süße Blütendüfte schon Vorfreude auf den Sommer machen, dann zieht es die meisten Menschen raus in die Natur. Vor allem Schlösser, Parks und imposante Burganlagen erfreuen sich nach langen Wintermonaten eines regen Besucherzuspruchs. Deutschland hat so eine Fülle von Schlössern und Burgen, dass man in nahezu jeder Region des Landes eine solche Anlage aus vergangenen Zeiten in der Nähe hat und ein Ausflug dorthin rasch möglich ist. Die meisten Betreiber oder Besitzer der alten Gemäuer stecken viel Liebe, Zeit und Energie in diese geschichtsträchtigen Immobilien und warten mit den verschiedensten Veranstaltungen auf.

Schloss-Veranstaltungen – immer eine Reise wert!

Einige davon stellen wir Ihnen nachfolgend vor – vielleicht inspirieren unsere Tipps Sie ja für Ihren nächsten Ausflug?! Los geht’s:

Tag der Burgen und Schlösser auf Schloss Berlepsch, 29. April, ab 11.00 Uhr

Wie aus dem Märchenbuch entsprungen, so präsentiert sich Schloss Berlepsch in Hessen (oben links im Bild). Malerisch im Werratal gelegen, thront es nahezu majestätisch auf einem Hügel, umgeben von verwunschen anmutenden Wäldern.

Märchenhaftes auf Schloss Berlepsch

Den 29. April 2018 sollten sich vor allem Familien mit Kindern für einen Ausflug zum Schloss Berlepsch vormerken, denn dann wird es dort einzigartig märchenhaft! Zu erleben sind bekannte Märchenfiguren, wie Hänsel und Gretel, Dornröschen, Aschenbrödel und viele mehr.

Die Kinder können an diesem Tag auf dem Schlossareal mit den Märchenfiguren Spiele spielen (links im Bild) und den Zauber vergangener Zeiten erleben.

Infos: am 29. April 2018, 11.00 Uhr, alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Schloss Wörlitz – Einblicke in Lebensart vergangener Zeiten

International bekannt und zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel: der Wörlitzer Park. Die vielfältige Grünanlage in der Nähe der Bauhausstadt Dessau, die neben einem mystisch-barocken Ambiente auch viele weitere Stile zu bieten hat, wurde von 1769 bis 1773 angelegt und zählt zu den größten deutschen Landschaftsparks nach englischem Vorbild.

Verschlungene Wege, diverse Bauten aus vergangenen Tagen, die sich märchenhaft in die traumhafte Parklandschaft einfügen und reichlich Kanäle, auf denen man einer romantischen Gondelfahrt frönen kann, machen dieses wunderschöne Fleckchen Erde aus. All jenen, die sich an Orten wie diesen in vergangene Zeiten träumen wollen, sei ein Blick hinter die Kulissen des Schlosses im Wörlitzer Parks empfohlen.

Schlossführung am 2. Mai 2018 in Wörlitz

Schloss Wörlitz

Das Schloss im Wörlitzer Park – erhaben und schön

Unter dem Motto: „Schloss Wörlitz -Blick hinter die Kulissen. Wie bequem war ein Schloss im 18. Jahrhundert?“ gibt es am 2. Mai 2018 eine Sonderführung mit Herrn Dr. Pfeifer, dem Referatsleiter in der Abteilung Schlösser und Sammlungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

Historisch Interessierte können solche spannenden Einblicke mit einem Tages- oder Nachmittagsbesuch in dem beliebten Park verbinden. An die Grünanlage schließt sich das Städtchen Wörlitz an und wartet mit verschiedenen gastronomischen Angeboten auf.

Infos: die Führung am 2. Mai 2018 beginnt um 17.00 Uhr, Treffpunkt ist das Schloss Wörlitz, Details finden Interessierte hier

„Markt der feinen Dinge“ auf Schloss Rochlitz

Hoch über der Zwicker Mulde, in Sachsen, thront mystisch das Schloss Rochlitz. Seine Mauern können auf eine 1000jährige Geschichte verweisen und auch im Hier und Jetzt ist das historische Gebäude ein beliebter Anziehungspunkt. Wer schöne Dinge liebt, kann einen Ausflug zum Schloss Rochlitz zum Anlass nehmen, sowohl das altehrwürdige Anwesen in Augenschein zu nehmen, als sich auch von schönen Dingen begeistern zu lassen.

Am Samstag, den 14. April 2018 und am Sonntag, den 15. April 2018 sind Familien herzlich eingeladen, nach Rochlitz zu kommen. Handwerklich, kulturell und kulinarisch wird einiges geboten.

Und: vor allem Kinder wird das bunten Treiben begeistern, die Veranstalter machen in Ihrem Hinweis auf den Markt wie folgt Lust: „Zahlreiche Aussteller aus ganz Deuschland präsentieren feinstes Kunsthandwerk im Schloss Rochlitz. Holzgestalter, Schmuckmacher, Keramiker, Puppenbauer und Seifensieder – um nur eine Auswahl an Verarbeitungstechniken und Produkten zu

Schloss Rochlitz

Auf Schloss Rochlitz gibt es stets lohnenswerte Veranstaltungen

nennen. Verschiedenste Materialien und Designs – wie etwa Kerzen, Damenkleider, Grafiken und Glas – werden den Besucherinnen und Besuchern dargeboten. Sie erwartet ein vielseitiges Angebot: Ob Geschenke, Spielzeug, Kleidung, Gebrauchswaren – für jeden ist etwas dabei! (…)Der Markt wird an verschiedenen Orten durch Live-Musik begleitet. Unsere jungen Gäste können bei verschiedenen Handwerkern selbst tätig werden und erhalten einen Kindergesellenbrief.“

Infos: Sa: 14.04.2018 bis So 15.04.2018 10:00 – 18:00 Uhr | Schloss Rochlitz,

 

 

 

 

Bildnachweise:

pixabay, Flickr – Schloss Berlepsch

Gartenträume Sachsen-Anhalt e. V., Felicitas Remmert

Schloss Rochlitz / M. Kreskowsky

"