Mittwoch, 17. April, 2024

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Kohlrabisuppe & Flammkuchen als relaxtes Party-Food: Kolumne aus der Chefredaktion

Dass die einfachsten Dinge häufig die besten sind, besagt der Volksmund schon lange. Die alte Weisheit hat wohl jeder von uns in seinem Alltag schon zu spüren bekommen. Nämlich dann, wenn sich Dinge, über die man sich im Vorhinein wahnsinnig den Kopf zerbrochen hat, sehr viel einfacher und unkomplizierter gestalten, als erwartet. So erging es auch mir dieser Tage, als eine lange geplante private Feier immer näher rückte. Geplant war ein aufwendiges Party-Food als 3-Gänge-Menü, gekocht von meinem Mann – zuzüglich einer mediterranen Wurst-/Käse-Platte, für die er im Freundeskreis, bedingt durch seine südländischen Hintergrund, schon bekannt ist.

Party-Food: Was sollen die Gäste essen und vor allem, wo?!

Aber wie so oft kam es anders als gedacht: Die Heizung im Esszimmer fiel aus unerfindlichen Gründen aus und bis zur Feier war kein Handwerker mehr zu bekommen. Die anderen Räume waren nicht betroffen und so disponierte ich sofort um und entschied, dass die Gästeschar auf den Sesseln und der Wohnlandschaft im Wohnzimmer platziert wird. Da es für den Essbereich in der Küche zu viele Leute waren, war nun aber guter Rat teuer, wie dann alle wohl essen sollten. Man kennt es: Nahrungszufuhr am Couchtisch ist nicht wirklich was Genaues. Ich lehne das sogar im Alltag strikt ab und lasse familiär lediglich die Knabberei vor dem Fernseher zu. Ein mehrgängiges Menü lässt sich so nun wirklich nicht einnehmen. Einzig die mediterrane Platte kam noch in Frage, aber als nur eine Hauptmahlzeit am Partyabend wäre das zu wenig gewesen.

Da ich Suppen liebe und es ja immerhin noch tiefster Winter – und damit Suppenzeit – ist, entschied ich, dass ich meine leckere Kohlrabisuppe koche und wir danach Flammkuchen reichen. Die Wurst-/Käseplatte kann dann gegen Mitternacht zum Einsatz kommen. Nachdem ich meinem Mann diese Pläne offenbarte, zeigte der mir den Vogel. Suppe, auf der Couch löffeln – geht doch alles gar nicht. Wäre es nach ihm gegangen, hätten wir den ausziehbaren Küchentisch aufwendig und sperrig für die paar Stunden ins Wohnzimmer gebuckelt. DAS wiederum kam für mich nicht in Frage.

Vorbereitung ist alles

Und da nun eben nur das Wohnzimmer-Mobiliar zum Dinieren blieb, fand ich die Sache mit der Suppe als die beste Lösung. Zudem hatte ich erst vor kurzem hammermäßige Suppenbowls gekauft. Die waren so handlich, dass aus ihnen selbst in lässiger Lümmelposition auf der Couch gegessen werden konnte.

Super war auch, dass sich so eine Suppe schon einen Tag zuvor vorbereiten ließ. Bei einem aufwändigen Menü steht man bekanntlich lange in der Küche oder saust zwischen Gästen und Herd hin und her und bekommt viele Gespräche nicht mit.

Also setzte ich mich durch, kaufte Flammkuchen und gefühlte Unmengen an Kohlrabi. Einen Abend vor der Party legte ich los und kochte die Suppe vor. Die cremige Kartoffel-Gemüse-Variation schmeckt sowieso besser, wenn sie eine Nacht durchgezogen ist.

Und was soll ich sagen: Es war DIE Entscheidung schlechthin! Auch – oder gerade – in der Kombination mit dem Flammkuchen. Die Gäste saßen entspannt auf Sesseln und Sofa und löffelten bis zu drei Nachschläge meiner Suppe. Kurz danach kam der Flammkuchen zum Einsatz und alle waren satt.

Weniger ist oft eben mehr…

Sogar so sehr, dass die angedachte mediterrane Platte gar nicht mehr aufgefahren wurde, da keiner mehr Hunger hatte. Und ich als Gastgeberin? Fand das Suppen/Flammkuchen-Ding mega entspannt. Kaum Arbeit, kaum Aufwand und gaaanz viel Zeit für die Gäste.

Aber klar: Ganz ohne hin und her flitzen ging es natürlich nicht, denn Wein schenkt sich freilich nicht alleine ein…Darum hat sich mein Mann gekümmert. Fazit: Wir hatten eine schöne Feier, Gäste, die sich wohl fühlten und denen es schmeckte. Und das ganz ohne großartigen Vorbereitungsstress. Manchmal ist weniger eben wirklich mehr…

Das Rezept zu der Suppe, die sich im Handumdrehen kochen lässt, finden Sie hier.

Bildnachweis: pexels.com / Elina Fairytale

 

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