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Sarina Hilser

Die eigenen vier Wände anstarren, wenn alle um einen herum Silvester feiern oder sich in den Osterurlaub verabschieden – eine solche Situation dürfte für nicht wenige Singles das blanke Horrorszenario sein. Alle Jahre wieder. Wohl dem, der einen Freundeskreis hat, in dem weitere Solisten unterwegs sind. Allerdings ist das bei vielen Singles nicht der Fall. Wenn die Freunde Familie gründen oder der Karriere wegen weg ziehen, verändert sich oftmals die Lebenssituation. Gleichgesinnte, die ebenso alleine durchs Leben gehen, sind auf einmal Mangelware. Vielen Singles, die mit ihrem Solisten-Status ansonsten kein Problem haben, fällt dieser Umstand zumeist auf, wenn Urlaube, freie Wochenenden oder Feiertage anstehen.

Zielgruppe Singles: picotours aus Freiburg bietet Alleinreisenden einiges

Da kann die gute Freundin, die jetzt Mutter oder jobbedingt an einem anderen Ort ist, nicht mal eben als Reisepartnerin zusagen. Eine andere Freundin fährt vielleicht lieber mit dem Liebsten ins Kuschelwochenende…Oftmals ist es aufgrund solcher oder ähnlicher Situationen für Singles – weiblich wie männlich – schwer, eine nette Reisebegleitung zu finden.

Reiseveranstalter wie picotours aus Freiburg haben deshalb die Zielgruppe der Singles im Blick und schneiden etliche Reisen auf Alleinreisende zu. Diese finden hier sympathischen Anschluss in der Gruppe und bekommen an wunderschönen Orten einiges geboten. Sarina Hilser (im Bild), die sich bei picotours um Reisen für Solisten kümmert, stand uns im Interview Rede und Antwort und gab uns einen Einblick in ihre Arbeit:

FB: Frau Hilser, was war für Ihr Reiseunternehmen der Grund, verstärkt Reisen für Singles anzubieten?

Hauptgrund war sicherlich die große Nachfrage von Alleinreisenden an unseren Gruppenreisen. Wir konnten in den letzten Jahren einen hohen Anteil an Singles auf unseren geführten Wanderreisen verzeichnen. Daran wollten wir anknüpfen, um den Bedürfnissen von Alleinreisenden noch besser gerecht zu werden.

„Allein reisen ohne allein zu sein“ – Motto der Reisen für Singles

Hinzu kommt, dass Gruppenreisen für Alleinreisende für ja mehr oder weniger prädestiniert sind, da das Entdecken von Land und Leuten in der Regel mehr Spaß macht, wenn man seine Erlebnisse mit anderen teilen kann. Das Motto „Allein reisen ohne allein zu sein“ gilt daher als Leitsatz für unsere Single-Reisen.

FB: Wohin reisen Solisten am liebsten, hat sich da bei Ihren Reisezielen schon ein Top-Favorit herauskristallisiert?

Ein Top-Reiseziel für Singles konnten wir bisher nicht erkennen. Die Nachfrage verteilt sich recht gleichmäßig auf all unsere Destinationen. So haben wir sowohl Alleinreisende auf unseren Portugal-Festland-Gruppenreisen als auch auf unseren geführten Touren auf den Azoren, den Kapverden und Madeira.

FB: Kommen mehr Frauen oder mehr Männer zu Ihnen, um eine Singlereise zu buchen? 

Ich denke das Verhältnis von Männern und Frauen ist auf unseren Gruppenreisen recht gleich.

FB: Wie ist die Altersstruktur und der Charakter Ihrer alleinreisenden Kundschaft?  

Küstenwanderung

Mit anderen reiselustigen Singles eine entspannte Küstenwanderung zu unternehmen, hat was!

Unsere Alleinreisenden sind in der Regel zwischen 40 und 60 Jahren alt. Hin und wieder reisen aber natürlich auch Singles mit uns, die unter- oder oberhalb dieser Spanne liegen. Generell haben all unsere Solisten ein starkes Interesse daran, Land und Leute so authentisch wie möglich kennenzulernen. Sie lieben das Wandern und die Natur, haben Spaß am gemeinsamen Erleben und sind gleichzeitig weltoffen.

Vielseitiges Interesse von Singles schafft angenehme Reiseatmosphäre

All dieses Eigenschaften verbinden und schaffen eine angenehme Atmosphäre auf unseren Gruppenreisen. Verstärkt wird dieses Gefühl durch unsere einheimischen Reiseleiter, welche sich darauf verstehen, eine Gruppe zu bilden und alle Reisenden zu integrieren.

FB: Was für saisonale Zeiträume bevorzugen Singles zum Reisen?

Bisher lässt sich hier kein Trend erkennen. Die Anfragen verteilen sich bunt über das ganze Jahr.

FB: Gibt es bestimmte Anlässe, an denen Singles lieber in der Ferne bzw. unterwegs sein wollen, als daheim? 

Wie alle Reisenden bevorzugen auch Singles Anlässe wie Silvester, Ostern und Pfingsten zum Reisen. Dies liegt zum einen daran, dass Urlaubstage eingespart werden können und zum anderen am Wunsch, an diesen Tagen etwas Besonderes zu erleben. Denn: Alleine daheim zu sein, wenn alle Welt feiert, ist vor allem für Singles etwas, das man vermeiden möchte.

Silvesterangebot mit vielen Annehmlichkeiten

Bei der Planung unserer Gruppenreisen berücksichtigen wir dieses Verhalten und legen unsere Termine stets um und in die Feier- und Ferienzeit. Zusätzlich haben wir für 2020 drei exklusive Single-Termine im Programm. Einen im Mai, einen im Juli und einen im Oktober. Besonders erwähnenswert ist auch unsere Azoren Silvester-Gruppenreise vom 30. Dezember 2019 bis 06. Januar 2020, bei welcher unter anderem fünf geführte Wanderungen sowie ein Silvesterdinner und ein Neujahrs-Brunch inklusive sind.

FB: Mag es der Single auf Reisen eher aktiv oder ist Seele baumeln lassen und Wellness angesagt? 

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Singles auf Reisen gerne eine Mischung aus beidem schätzen. In der Regel nehmen unsere Alleinreisenden zunächst an einer geführten Wanderreise teil und machen im Anschluss eine individuelle Verlängerung, um zum Beispiel am Meer zu entspannen oder die Gegend auf eigene Faust zu erkunden.

Solisten müssen auf Freiraum nicht verzichten

Außerdem legen wir bei unseren geführten Reisen stets Wert darauf, jedem Gast den nötigen Freiraum zu lassen und haben daher auf jeder Reise mindestens einen Tag zur freien Verfügung eingeplant. 

FB: Gab es schon Reisen, bei denen sich Paare gefunden haben? Und: Freundschaften werden doch sicher auf jeden Fall geschlossen, oder? Bekommen Sie hiervon etwas mit? 

Wanderung Feuersee Azoren

Mit anderen Singles spektakuläre Eindrücke teilen – das mögen viele Solisten auf Reisen.

Da haben Sie auf jeden Fall Recht! Freundschaften werden bei unseren Reisen mit Sicherheit geschlossen. Es kommt sogar vor, dass Gäste, die sich bei einer unserer Reisen kennengelernt haben, ein zweites Mal gemeinsam mit uns reisen. Ich selbst konnte dies im vergangenen Jahr aus erster Hand erfahren, als ich gemeinsam mit meiner Mutter an der geführten Azoren Reise „Best of Sao Miguel“ teilgenommen habe.

Singles bleiben oft auch nach der Reise noch in Kontakt

Es war eine schöne Zeit, man hat viel erlebt und tolle Leute kennengelernt! Mit einigen bin ich noch heute in Kontakt. Schwerer zu beurteilen ist Ihre Frage, inwiefern man auf einer Gruppen- bzw. Singlereise den Mann oder die Frau fürs Leben findet. Möglich ist natürlich alles, da unsere Reisenden ähnliche Interessen haben – allerdings hat uns das noch niemand genauer verraten…

FB: Wie groß sind die Gruppen, bei den Singlereisen, die Sie anbieten?

Unsere Gruppenreisen sind Kleingruppen von mindestens 6 und maximal 16 Teilnehmern.

Tolle Ziele für jede Interessensgruppe

FB: Geben Sie uns einen kleinen Ausblick auf attraktive Reisepakte, die Sie für Singles ab 2020 geschnürt haben?   

Das mache ich natürlich gerne. Zum einen haben wir bei unserer Azoren-Bestseller-Reise „Best of Sao Miguel“ drei exklusive Single-Termine geschaffen. Buchbar sind hier sowohl Einzel- als auch halbe Doppelzimmer. In 8 Tagen lernen unsere Gäste die Azoren-Hauptinsel Sao Miguel kennen – mit grünen Vulkankegeln, heißen Quellen, dampfenden Fumarolen und beeindruckenden Kraterseen. Außerdem haben wir viele weitere Gruppenreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Programm (zum Beispiel Genuss, Trekking, Inselhopping).

Hierbei gilt zu beachten, dass nicht alle dieser Reisen spezielle Single-Termine haben, aber in der Regel sind auf jedem Termin weitere Alleinreisende und Singles gebucht!

Mehr Informationen zu den Reise-Offerten finden Sie hier.

Bildnachweise: Sarina Hilser / picotours

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Tiny House

Ein kleines Tiny-House am Waldrand, idyllisch platziert zwischen Feldern und Tannen und bestmöglich noch flankiert von vorbeischauenden Rehen: So romantisch werden die Mini-Domizile medial meist dargestellt. „Das ist weltfremde Träumerei“, sagt dazu Peter L. Pedersen, der mit seiner Firma Rolling Tiny Houses die gefragten Unterkünfte professionell ausstattet. Als Profi in Sachen Tiny House und profunder Kenner einer wachsenden Mini-Haus-Szene mag er der oftmals mit den außergewöhnlichen Häusern in Verbindung gebrachten Romantik so gar nichts abgewinnen. Im Gegenteil: Peter L. Pedersen verweist darauf, dass es einst die Not war, aus der die heute so beliebten Tiny-Häuser entstanden. Und zwar in den USA, in den Zeiten der Finanzkrise. Damals  verloren bekanntlich unzählige Amerikaner ihr Haus. Kleine mobile Unterkünfte waren für viele Gebeutelte die Rettung in der Not, so dass man Trailerparks für die Tiny Houses schaffte. Als Notprogramm. „Viele der rollenden Unterkünfte in diesen Parks haben nicht einmal Wasser oder Strom“, führt Pedersen aus, der nicht wirklich etwas für das kitschige Tiny-House-Klischee übrig hat. 

Falsche Vorstellungen vom Tiny-House an der Tagesordnung

Nicht zuletzt, weil er es nur allzu oft erlebt, dass Menschen mit falschen Vorstellungen zu ihm kommen und erwarten, für wenig Geld und Aufwand ein solches Häuschen erwerben zu können. 

Meist ist diesen Leuten gar nicht bewusst, dass man für ein Tiny-House eine Baugenehmigung benötigt. „Die braucht man in Deutschland – egal, ob ein Haus Räder oder Kufen hat“, weiß Peter L. Pedersen, der mit dieser Information schon so manchen potentiellen Käufer überrascht hat. Dazu kommt der Preis, der für jene unerwartet hoch ausfällt, die sich ihr Tiny-House hundertprozentig ökologisch ausstatten lassen möchten. „Diese Version ist die teuerste“, spricht Pedersen aus Erfahrung und verweist auf einen Kunden, für dessen gewünschte Öko-Version für ein Tiny-House letztlich um die 120.000 Euro auf der Rechnung standen. Mal eben einen Bauwagen mit Mobiliar ausstatten und ihn zum Wald ziehen, ist also nicht drin. Zumal es hierzulande auch gar nicht erlaubt ist, sich in Wald und Flur häuslich niederzulassen. 

Tiny House Innenraum

Paßgenau geplant, bietet ein Tiny House genügend Platz.

Nichtsdestotrotz spricht natürlich auch vieles für den Erwerb eines Tiny-Houses. Vor allem zu Vermietungszwecken, denn Übernachtungen in den kleinen außergewöhnlichen Quartieren sind äußerst gefragt. „Buchungen für Tiny-Houses überholen derzeit Buchungen für Ferienhäuser um Längen“, weiß Experte Pedersen und gibt Tipps, wie man mit professioneller Tiny-House-Vermietung stabile Einnahmen generieren kann.

Tiny-House vermieten – ein lohnenswertes Modell

Interessant dürfte das vor allem für jene sein, die auf ihrem Grundstück Platz haben oder ihre Ferienimmobilie in idyllischer Natur um ein solches Quartier erweitern wollen.  Steuerrechtlich wird die trendige Unterkunft als „mobil“ eingeordnet – so wie der Firmenwagen auch.  

Mit einem Tiny-House ist man vorsteuerabzugsberechtigt und kann dann mit 7 Prozent des Gastgeberzuschlages vermieten. Eine AfA – Absetzung für Abnutzung – wird über circa 8 Jahre gewährt. Um die 8.000 Euro AfA pro Jahr sind nach Abzug der Kosten denn auch als steuerfreie Einnahme drin.
Ein Modell, das genauer zu betrachten sich also durchaus lohnt. Nicht zuletzt deshalb, weil eine Übernachtung im Tiny-House ab circa 90-100 € zu Buche schlägt. Billig-Tourismus ist woanders!

Das zeigt sich auch an Pedersens neuestem Projekt – ein Tiny-House-Dorf, das er gerade am Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern plant. In herrlicher Natur und mit eigener Marina können Interessierte hier ein Tiny-House erwerben, das sie selbst nutzen, aber auch vermieten können. Die Waldrandlage lädt zum Entspannen und „eins-sein-mit-der-Natur“ ein. Etwas, worauf jene, die mit einem Tiny-House liebäugeln, großen Wert legen. Die Eröffnung ist für 2020 angesetzt und noch können Grundstücke gepachtet werden. Steht dann ein komfortables Tiny-House drauf, dürften Urlauber, die sich für eine bestimmte Zeit in den charmanten Häusern einmieten, nicht lange auf sich warten lassen. Und wer weiß? Vielleicht sind das ja dann die Tiny-House-Käufer von morgen? 

Wer sich für Tiny-Houses begeistert, kommt meist nicht mehr los

Grünes Tiny House

Kompakt, komfortabel und im Grünen – so wünschen sich Tiny-House-Begeisterte ihr kleines Domizil.

Denn wer einmal Feuer und Flamme für diese Art der Unterkunft ist, wird vom Tiny-House nicht mehr loskommen. Auch davon weiß Pedersen zu berichten. Und er hat einen Tipp, für alle, die sich für ein Tiny-House begeistern: „Wie beim Autokauf die Probefahrt, so ist eine Probe-Übernachtung im Tiny-House unbedingt zu empfehlen.“ Er selbst bietet solche Übernachtungen schon seit geraumer Zeit an. Interessenten melden sich einfach über seine Homepage bei ihm. Unter dem Stichwort „Probewohnen“ sind dort zudem die wichtigsten Infos dazu zusammengefasst.

Experten beim Bau der kleinen Domizile zu Rate ziehen!

Wie wichtig es ist, einen Experten beim Bau der kleinen Domizile zu Rate zu ziehen, zeigt das Gespräch mit Jörg Angermann. Er ist mittlerweile darauf spezialisiert, Käufern der gefragten Domizile schon im Vorfeld als Experte zur Verfügung zu stehen. Als Zimmerer weiß er, worauf es beim Herstellen dieser Unterkünfte ankommt und geht die Konzeption des jeweilige Tiny-Houses mit seinem professionellen Know-How an. Im Gespräch gibt er einen Einblick in seinen beruflichen Alltag, in dem Tiny Houses mittlerweile eine große Rolle spielen.

FB: Herr Angermann – zum Thema Tiny-House hat Sie eigentlich Ihre Tochter gebracht. Wie kam es dazu?

Meine Tochter hat mir eines Tages ein Bild von einem ausgebauten Überseecontainer gezeigt und mich gebeten, ihr doch so etwas zu bauen. Der Container hatte ein Wohn- und Schlafbereich, Küche und einem kleinem Bad, sowie einer Holzterrasse über die gesammte Breite des Containers. Daraufhin habe ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Tiny-Houses beschäftigt. Da ich noch ein altes Wohnwagengestell hatte, haben wir dann darauf ein TinyHouse geplant. Doch als ich mich dann mit einem Architekten und Statiker darüber unterhalten habe, wurde mir schnell klar, dass ich so nicht das geforderte Baurecht erfüllen kann.

Der Zimmerer hat besseres Gefühl für Statik

FB: Warum ist es so wichtig, beim Bau oder der Ausgestaltung eines Tiny-Houses einen Zimmermann zu Rate zu ziehen?

Tiny House im Grünen

So ein Tiny-House lässt Fans die Herzen der Mini-Haus-Fans garantiert höher schlagen!

Der Zimmerer hat ein besseres Gefühl für die Anforderungen der Statik, weil das ein Thema in der Ausbildung ist. Aus eigener Erfahrung mit Tischlern ist das in den meisten Fällen nicht gegeben. Es besteht doch ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Bau von Möbeln und Dachstühlen.

FB: Wie läuft eine Beratung für potentielle Tiny-House-Kunden bei Ihnen ab?

Da ich zur Zeit ein Musterhaus von der Firma Rolling Tiny House bei mir auf meinem Grundstück stehen habe, lade ich alle Interessenten zu einer Besichtigung ein. So habe ich die Möglichkeit, ihnen unser Tiny-House im einzelnen vorzustellen. Da wir eine sehr umfangreiche Liste an Sonderausstattung haben, bitte ich sie, mir einmal per E-mail, ihre Wünsche aufzulisten, so dass ich dann ein individuelles Angebot für jeden Kunden erstellen kann. Welches dann in einem zweiten Termin persönlich besprochen wird.

FB: Wie gestaltet sich Ihre Zusammenarbeit mit Herrn Pedersen?

Herr Pedersen steht mir in der Beratung der Kunden zur Seite. Wir veranstalten zum Beispiel einmal im Monat gemeinsam einen Schautag in dem Musterhaus, das auf meinem Betriebsgelände steht.

FB: Gibt es bestimmte Vorhaben, die Leute gern für ihr Tiny-House umsetzen wollen, von denen Sie aber abraten würden? Wenn ja, was sind das für Pläne?

Ich bin der Meinung, dass ein Tiny-House, ein Singlehaus ist. Im Einzelfall spricht auch nichts gegen 2 Bewohner. Wenn aber einige Paare planen, ein Tiny-House mit ein oder zwei Kindern zu bewohnen, sehe ich das als problematisch an. Das mag ja alles noch funktionieren, wenn die Kinder klein sind, aber wenn sie dann älter werden, sollte auch genug Raum für die Kinder gegeben sein.

Moderne Nomaden sind mit Wohnwagen besser bedient

Genauso sehe ich es auch, dass ein Tiny-House nicht zum ständigen Reisen gedacht ist. Wenn man so etwas plant, sollte man sich einen Wohnwagen zulegen, der ist dafür besser geeignet.

FB: Was war das bislang ungewöhnlichste Tiny-House, das Sie umgesetzt haben?

Bis jetzt gab es noch keine ungewöhnlichen Wünsche.

FB: In Sachen Aus- bzw. Neubau solcher Domizile – wohin geht der Trend? 

Innenraum Tiny House

Komfort auf kleinstem Raum – das zeichnet ein gutes Tiny House aus

Ich gehe davon aus, dass sich der Trend weiter entwickelt, vorausgesetzt, dass sich das Baurecht und die Einstellung der Gemeinden, im Bezug auf Tiny-House Dörfer oder Stellplätze flexibler gestaltet. Viele Gespräche mit unseren Kunden scheitern am Ende an den zuständigen Bauämtern oder Gemeindevertretern, die sich gegen eine Ansiedlung von Tiny-Houses sträuben.

In vielen Städten besteht einfach ein großer Mangel an bezahlbarem Wohnraum, den man mit möglichen Stellflächen etwas entschärfen könnte. So hätten junge oder auch ältere Menschen die Möglichkeit, eigenständig zu wohnen.

Im Tiny-House wohnen oder Mini-Domizil vermieten – vieles ist möglich

Eigenständig in einem Tiny-House wohnen, ein solches Domizil als flexible Platzreserve vorhalten oder eben gewinnbringend als Ferienunterkunft vermieten – die Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem attraktiven Mini-Haus sind vielfältig. Bleibt die Frage, wie man ein solches Projekt am besten finanzieren kann? Hier haben wir mit Finanzexpertin Corinna Lindenblatt gesprochen.

Die Fachberaterin für Finanzdienstleistungen widmet sich seit mehreren Jahren dem Schwerpunkt Baufinanzierung und betreut mit ihrem Unternehmen Bauherren und Immobilienkäufer im Bereich der Immobilienfinanzierung.

Nachfrage für Finanzierung der kleinen Domizile etabliert sich

Seit geraumer Zeit spielen auch Finanzierungen für Tiny-Houses eine Rolle. Hierzu haben wir die Fachfrau (im Bild) befragt.

Corinna Lindenblatt

Corinna Lindenblatt steht Interessenten und Käufern in Sachen Finanzierung Tiny House beratend zur Seite.

FB: Frau Lindenblatt, Tiny Houses sind im Moment in aller Munde, aber wie sieht es mit der Finanzierung aus? Immerhin sind die kleinen Domizile mit guter Ausstattung nicht billig – finanzieren sich das schon etliche Leute? 

Die Tiny Houses sind deswegen beliebt, weil sie multifunktional sind. Sie werden u.a. als Erst- oder Zweitwohnsitz genutzt, als Arbeitsplatz oder als Datscha. Verbreitet ist die Vorstellung: Kleine Immobilie, kleines Geld. Aber so einfach ist die Finanzierung aus Sicht der Banken nicht. Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung muss auch hier stimmen, weshalb man stets einen unabhängigen Finanzdienstleister hinzuziehen sollte. Und grundsätzlich gilt natürlich: Ohne ein belastbares und nachhaltiges Einkommen wird man bei der Finanzierung eines TH nicht weit kommen.

FB: Gibt es aktuell eine spezielle Tiny-House-Finanzierung?

Banken, die mit ökologischer oder ethischer Nachhaltigkeit werben, erwecken gern diesen Eindruck. Aber hinter den vermeintlich neuen Produkten steckt nicht mehr als ein normaler Ratenkredit (oder Konsumentenkredit). Wichtiger als die Modenamen ist der Sachverstand im Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten.

Vermeintlich neues Produkt ist meist Raten- oder Konsumkredit

Dazu ein paar Orientierungspunkte:

(1) Das Eigenheimmodell: Wird das TH fester Bestandteil des eigenen Grundstücks, machen die Banken typischerweise keinen Unterschied zwischen dieser und anderen Immobilien. Ein hierfür aufgenommener Kredit wird mittels einer Hypothek oder einer Grundschuld abgesichert. Der Wert des Hauses bzw. des Grundstücks dienen dabei als Sicherheit für das Darlehen. Typischerweise kann der Kunde aus einem breiten Angebot auswählen – und auch hier sollte man sich von einem unabhänigen Experten beraten lassen. 

(2) Das Parkmodell: Wenn das TH auf einem eigenen Grundstück nur dauerhaft „geparkt“, d.h. nicht fest mit dem Grundstück verbunden wird, kann man mitunter trotzdem ein Immobiliendarlehen und damit ein grundbuchlich abgesichertes Darlehen nutzen. Allerdings kommt das TH selbst nicht mehr als Sicherheit in Frage. In diesem Fall muss der Wert des Grundstücks allein als Sicherheit für die Finanzierung herhalten, damit diese Lösung realisiert werden kann. 

(3) Das Pachtmodell: Zusätzliche Belastungen treten dann auf, sofern der Wert des Grundstücks als Sicherheit für die Bank nicht ausreicht oder ein Grundstück gepachtet bzw. gemietet werden muss. Dann bleibt nur der Weg über einen normalen Raten- oder Konsumentenkredit. Da die Bank keine Sicherheit erhält, fällt der Zinssatz höher aus als bei einem Immobiliendarlehen. Zudem setzt ein solches Darlehen eine entsprechende Bonität des Kunden voraus.

(4) Das Wohnmobilmodell: Soll das Tiny House mobil bleiben, muss es für den Straßenverkehr zugelassen werden. Dafür bedarf es eines Fahrzeugbriefs. Zur Finanzierung kommt neben dem Ratenkredit hier auch die Leasing-Option ins Spiel. Diese Variante bietet sich vor allem dann an, sofern man das Objekt als Büroraum oder als Ferienwohnung nutzen möchte.

FB: Was empfehlen Sie Leuten, die sich ein Tiny-House kaufen und finanzieren wollen? Worauf sollte man achten?

Die Finanzierung von Immobilien ist ein bisschen wie Pokern: Man sollte den anderen Mitspielern nicht zu viele Informationen geben. Sich nach dem Trial-and-Error-Prinzip als Kunde von Bank zu Bank durchzufragen, schmälert schnell den eigenen Handlungsspielraum gegenüber den Banken; zumal jede Absage die Aussicht auf eine gute Finanzierung verringert.

Beratung von unabhängiger Seite macht sich bezahlt

Gerade auch beim Tiny House macht sich Beratung von unabhängiger Seite bezahlt, denn es geht um die Erstellung passförmiger Angebote, die in einer glaubwürdigen und gut dokumentierten Geschichte zusammen mit den Kunden erarbeitet und dann maßgeschneidert für den jeweiligen Kredit der Bank präsentiert werden sollten. So lässt sich Erfolg planen…so dass dem Umzug ins kleine Glück nichts mehr im Wege steht.

FB: Können Sie eine Beispiel-Rechnung für ein Tiny-House mit guter Ausstattung aufmachen?

Gern. Die folgenden zwei Beispielrechnungen sind hoffentlich geeignet, einen ersten Eindruck zu vermitteln. Die erste bezieht sich auf ein Immobiliendarlehen (A), die zweite auf einen Raten- bzw. Konsumentenkredit (B)

A)

Darlehens-und Auszahlungs-summe Zinssatz soll Zinssatz eff Rate monatlich Zins-

bindung 

Laufzeit  Gesamtkreditbetrag (Auszahlungssumme plus Zinsen
60.000 € 1,36% 1,41% 381,00 15 Jahre 15 Jahre 66.138 €

(Notar-und Grundschuldkosten kommen noch hinzu für die Sicherheitenstellung)

B)
Darlehens-und Auszahlungs-summe Zinssatz soll Zinssatz eff Rate 

monatlich

Zins-

bindung 

Laufzeit  Gesamtkreditbetrag (Auszahlungssumme plus Zinsen
60.000 € 3,48% 3,43% 804,48 84 Monate  84 Monate 67.576,24€

Wir bedanken uns bei Frau Lindenblatt, Herrn Pedersen und Herrn Angermann ganz herzlich für die umfassenden Informationen und freuen uns, wenn wir dem einen oder anderen Tiny-House-Begeisterten wertvolle Inputs geben konnten.

 

Bildnachweis:

Rolling Tiny House GmbH 2019, Baufinanzierung Wenzel

 

 

 

 

 

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Zufrieden sein

Mit wem muss ich schlafen, damit ich auch so ein Bett bekomme?“ Diese Frage stellte Paula, 47 Jahre alt, Mutter zweier entzückender Töchter, vor kurzem ihrem Mann, nachdem sie bei ihrer Freundin deren hübsches neues Prinzessinnen-Bett samt Baldachin neidisch begutachten durfte.

Eigentlich hatte die gute Paula bis dahin schon alles: ein hübsches Haus, zwei gesunde Kinder, und einen Mann, der sich bei seiner Arbeit in der Nachtschicht und Haus- und Gartenpflege aufreibt, damit Paula ungestört ihrem Halbtagsjob im Einzelhandel nachgehen und sich nachmittags beim Shopping mit Freundinnen erholen kann. Waschen oder kochen tut sie nämlich auch nicht.

Letztes Jahr wurde eine neue prestigeträchtige Einbauküche gekauft und anschließend das Bad nach Paulas Vorstellungen renoviert. Ihr Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, den schnittigen blauen Kleinwagen hat sie vor sechs Monaten quasi beim Händler aus dem Schaufenster gefahren, gesponsert vom Gatten, der auch Steuern und Versicherung übernimmt. Alle vier Familienmitglieder sind kerngesund, finanzielle Sorgen existieren keine, und bis auf die normale Monotonie eines langjährigen Ehelebens hat niemand innerhalb der Familie nennenswerte Probleme.

Paulas Mundwinkel aber haben sich in den letzten 10 Jahren allerdings immer weiter nach unten gesenkt, und das letzte Mal habe ich sie ungefähr 1986 herzhaft lachen gehört. Sie ist unzufrieden mit ihrem Leben und hat sich in diesem Zustand eingerichtet wie in einem bequemen Sessel.

Man könnte meinen, sie müsste glücklich sein, so ganz ohne finanzielle oder gesundheitliche Sorgen, aber ihre Wunschliste ist sehr umfangreich und verlängert sich exponentiell mit jedem weiteren Schaufensterbummel. Weil Paula generell mit ihrem Leben hadert und das auch allen mehr oder weniger unverblümt mitteilt, wird sie oft zu Konzerten mit anschließender Übernachtung eingeladen, zum Essen in gute Lokale gebeten oder mit Geschenken überhäuft. Dieser Wahnsinn hat scheinbar Methode.

Einige Male war ich mit ihr einkaufen. Wühltische ziehen sie magisch an, das Haus quillt über von ungelesenen Hochglanz-Zeitschriften, Garage, Keller und Dachboden sind mittlerweile voll.
Aber das Loch in ihrem Herzen wird mit jedem Tag größer, denn je mehr Paula besitzt, um so mehr will sie haben.

Paula gibt es wirklich. Und ihre Unzufriedenheit ist dabei, sie nach und nach aufzufressen. Irgendwann werden von ihr nur noch die nach unten hängenden Mundwinkel übrig bleiben.

Sie ist in ihrer Erwartungshaltung mittlerweile erstarrt, und wenn sie sich in ihrem geräumigen, modern eingerichteten Haus umsieht, dann fallen ihr ausschließlich Dinge auf, die sie unbedingt noch braucht, um ihr Leben perfekt zu machen, nie alles, das sie schon besitzt.

„Ohne eine anständige Küchenmaschine wirkt die ganze Einrichtung doch dilettantisch“, erklärte sie mir neulich verdrossen. „Da gibt man 2000 € für einen Backofen aus, und dann habe ich nicht mal anständiges Arbeitsgerät wie eine Kitchenaid.“

So viel zu Paula.

Erinnern Sie sich vielleicht an die Firma „Louis London“ und ihren Werbeslogan: „Gestern Nacht träumte ich, ich hätte im Lotto gewonnen. Alle kleinen Wünsche waren weg, weil erfüllt. Schade“? Darüber habe ich früher oft nachgedacht und gedankenverloren genickt. Für mich wäre es schrecklich, keine Wünsche mehr zu haben.

Wenn alles zu besitzen und sich alles kaufen zu können so erstrebenswert ist, warum zieht dann Paris Hilton auf jedem Foto so ein gelangweiltes Gesicht? Wieso wirken wahre Superreiche immer irgendwie blasiert und angeödet? Das kann doch nicht nur vom Botox kommen.

Paula jedenfalls fällt täglich etwas anderes ein, das sie unbedingt noch benötigt, um ihr Leben zu vervollständigen. DANN ist sie aber bestimmt glücklich, meint sie. Ich habe mittlerweile den Kontakt zu ihr drastisch eingeschränkt, denn ihr permanentes Gejammer ging mir auf die Nerven.

Zufrieden ist sie nicht. Wird sie niemals werden.

Wenn Sie allerdings mit einem Mindestlohnjob Ihr Geld verdienen und abends in ihr Wohnklosett mit Kochnische heimkehren, den leeren Kühlschrank anstarren und dann frustriert die letzte Scheibe Knäckebrot mit Margarine bestreichen, haben Sie übrigens alles Recht der Welt, unzufrieden mit Ihrem Leben zu sein, wenn eine schwere Krankheit Sie erwischt hat, gegen die Sie ankämpfen müssen, gleichfalls.

Es gibt leider unzählige Menschen, denen sehr vieles fehlt, um auch nur menschenwürdig existieren zu können, das gebe ich zu. Um die dreht sich mein Beitrag aber nicht. Ihnen sei meine Hochachtung gewiss, weil Sie kämpfen, weil Sie sich durchschlagen, weil Sie nicht aufgeben, und ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass sich Ihr Leben zum Positiven ändert.
Diese Seite des Lebens kenne ich nämlich auch bis zum Überdruss, und manches Mal war ich drauf und dran, zu verzweifeln.

Ich meine diejenigen, die alles haben, und glauben, immer noch etwas mehr zu brauchen. Daran ist die Werbung nicht ganz unschuldig, die uns mit unterschwelligen Schlüsselreizen wie „Sex“ und „Tod“ perfide-manipulativ in die Zange nimmt, bis endlich im Flusensieb unseres Unterbewusstseins hängenbleibt, dass wir uns unbedingt etwas kaufen müssen, ohne das wir nicht mehr leben oder zumindest nicht mehr „in“ sein können.

Ein Bekannter von mir ließ sich, als er das Gewicht von 170 Kilogramm erreicht hatte, ein Magenband legen und schaffte es tatsächlich, mit diesem innerhalb eines Jahres nochmal 12 Kilo zuzunehmen. Er meinte, Reis oder Salatblätter seien so schlecht zu schlucken und stieg deshalb auf Schokolade und Eis um, die prima sofort bis in den Magen rutschten.

Übermäßiger Konsum ist genau wie Schokolade: schnell gegessen, voller leerer Kalorien, und muss letztendlich irgendwo gelagert werden. Ob das Ihr übervoller Keller oder die Hüften sind, mag jeder für sich selbst entscheiden. Sie werden trotzdem nie das Gefühl haben, wirklich satt zu sein.

Warum können wir nicht einfach zufrieden sein? Warum ist das so schwer?

Gestern Vormittag befand ich mich auf dem Heimweg von einer Besorgung auf einer gewundenen, herrlichen Landstraße und war wegen des Gegenverkehrs gezwungen, eine gefühlte Ewigkeit hinter einem älteren Herrn im silbernen Cabrio her zu schleichen, da es keinerlei Überholmöglichkeiten gab. Normalerweise fahre ich defensiv und poche nie auf meine Vorfahrt, aber allmählich begann ich, die Geduld zu verlieren, denn der Senior ließ sich vormittags um 11:00 Uhr alle Zeit der Welt und besichtigte die schöne Landschaft mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 65 Stundenkilometern, während sich hinter ihm der Verkehr staute, und sogar die LKW-Fahrer allmählich ungehalten wurden, wie ich an dem aufgebrachten Handzeichen des Truckers hinter mir erkennen konnte.

Ich wartete bis zu einer übersichtlichen Stelle, gab Gas und überholte ihn mit röhrendem Motor, während mir wegen der herabgelassenen Fenster die langen Haare um die Nase wehten.
Gerade lief „Video killed the radio star“ von den Buggles in meinem Radio, und als ich wieder auf der rechten Spur einscherte, jauchzte ich unvermittelt auf und schrie lauthals: „Ist das geil!“

Entschuldigung, ja, das schrie ich wirklich. Der Fahrtwind, die Musik, der strahlende Sonnenschein und die ganze Kraft meines Motors, als sich bei 3500 Umdrehungen der Turbo einschaltete, all das vermischte sich innerhalb einer Millisekunde zu einem berauschenden Gefühl von Eins-Sein mit dem gesamten Universum – sogar mit allen Leuten, die ich normalerweise nicht leiden kann.
Und schwupp – war es wieder vorbei. Leider. Man kann ja nicht ständig Cabrios überholen.

Dieser eine Augenblick, in dem ich im wahrsten Sinne des Wortes juchzte – ich werde ihn für alle Zeiten in meinem Gedächtnis abspeichern. In dieser einen Sekunde des überbordenden Frohsinns passte alles zusammen: das Leben, das ich bis dahin gelebt hatte, die vielen Jahre, in denen ich mehr geweint als gelacht habe, all die winzigen kleinen Ereignisse, die dazu geführt hatten, dass ich mich genau in dieser Sekunde an genau diesem Ort befand und vor Freude schrie.

Es war das pure Glück. Solltest du mal ausprobieren, Paula. Aber du brauchst vermutlich mindestens einen Lamborghini dazu.

Glücklich sein wollen wir ja alle. Wir fordern es in Bekanntschafts-Anzeigen („Suche den Mann fürs Leben, mit dem ich glücklich werden kann“), spielen wöchentlich Lotto („Versuchen Sie Ihr Glück!“), und sind immer auf der Jagd nach diesem ominösen Bewusstseinszustand, den keiner von uns so genau beschreiben kann, außer den Menschen, die vielleicht an einer schweren Krankheit leiden und sich kein größeres Glück vorstellen können als eine Heilung. Sie sind von diesem Beitrag selbstverständlich ausgenommen.

Glück ist etwas Flüchtiges, wie ein geruchloses Gas. Manchmal hält es lediglich für die Länge eines Atemzuges oder Wimpernschlages vor. Und Sie haben es nicht mal bemerkt.
Die meisten von uns würden es nicht mal erkennen, wenn man es ihnen auf den Bauch bindet. Leider wahr.

Wie die Karotte vor der Nase des Esels hängt es durchscheinend als vager Umriss vor unserem Gesicht, und scheinbar müssen wir danach streben, in jeder freien Minute. Obwohl wir nicht wissen, wie es aussieht, wie es riecht… und wie es sich anfühlen sollte.

Es gibt eine herrliche Stelle in dem Film „City-Slickers“ aus dem Jahre 1991 mit Billy Cristal in der Hauptrolle. Frustrierte Großstädter verbringen einige Tage Urlaub auf einer Ranch und lernen dort einen alten Haudegen kennen, der sie total verunsichert, denn er ist ein rauer Bursche, der nicht viele Worte macht.

„Kennst du den Sinn des Lebens?“, fragt dieser Cowboy namens „Curly Washborn“, der von dem göttlichen Jack Palance verkörpert wird.

„Nein, was ist er?“, fragt der eingeschüchterte Billy Cristal zurück.

Curly deutet mit seinem knochigen Zeigefinger auf Billy und sagt: „Das. Und was das ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.“

Na, dann suchen wir eben weiter. Das wird aber schwierig vor lauter Tagesgeschäft, ständig klingelnden Telefonen, Terminen, Blockbustern, To-Do-Listen, gesellschaftlichen Verpflichtungen und Verabredungen mit Leuten, die wir nicht ausstehen können. Manchmal steht das Glück nämlich genau neben uns, aber wir kriegen es nicht mit, weil wir gerade auf unser Handy-Display starren und bei Google eingegeben haben: „Wie werde ich schnell reich ohne Arbeit?“

Glück in des Wortes reinster Definition ist ein punktueller Zustand, ein winziges, nur Nanobruchteile von Sekunden dauerndes Gefühl, das sich weder in einem Einmachglas konservieren noch auf der Festplatte speichern lässt. Zwar bemüht sich die Werbung nach Kräften, analog wie auch digital, Ihnen das einzureden, aber glauben Sie mir: Die lügen.
Sie werden nicht glücklicher sein mit dem roten Auto, der Waschmaschine mit Turbo-Schleudergang oder dem neuesten Fertiggericht. Auch zwei oder drei Flaschen von dem neuen angesagten alkoholischen Mixgetränk in der stylischen Flasche machen Sie nicht glücklicher, nur besoffen.

Glück ist deshalb so begehrt, weil es sich schwer definieren lässt, mit keinem Gerät weltweit gemessen werden kann und sofort verfliegt, sobald man bemerkt, dass man es hat. Wieder nichts.

Die meisten von uns sind ganz normale Menschen mit einem Durchschnitts-Einkommen und einem Durchschnitts-Leben und sehnen sich vielleicht nach finanziellem Wohlstand, wenn wieder einmal zu viel Monat am Ende des Geldes herrscht. „Es wäre doch schön, sich alles kaufen zu können, was man will“, denkt man dann vielleicht.

„Ach wissen Sie, die sitzen dann alle bei mir auf der Couch“, erklärte mir diesbezüglich mal eine Psychologin auf einer Party, als ich mich bei ihr darüber beklagte, nie genug Geld zu haben und mich über meinen reichen Nachbarn beschwerte, der alle mit seinen Monate dauernden, lautstarken Umbauarbeiten in den Wahnsinn trieb, denn rücksichtlos war er außerdem.

„Glauben Sie nicht, dass Sie reich glücklicher wären, oder dass diese Leute es sind“, versicherte mir die Psychologin. „Wirklich überall ist etwas, und Probleme haben die genauso.“
Daran erinnere ich mich oft, bei mir hat dieser Spruch tatsächlich ein Umdenken bewirkt. Wie schon meine Mutter immer sagte: „Unter jedem Dach ein Ach“. Dieses „Ach“, das Leid und der Schmerz, vielleicht werden sie bei der Geburt mitgeliefert und gehören zur Serienausstattung unserer Existenz. Jeder bekommt seinen Teil. Und nur manche dürfen den Kummer häppchenweise schlucken. Anderen wird alles auf einmal serviert, und sie gehen daran zugrunde.

Ich kenne ein paar Leute, die reich sind. So richtig reich. Einer davon ist gute hundert Millionen schwer und hat seit dem Tag seiner Geburt das nutz- und sinnloseste Leben geführt, das ich persönlich mir vorstellen kann.

Geboren als Kind äußerst wohlhabender Eltern, nie dazu gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen, hat er eigentlich die letzten Jahrzehnte nichts anderes getan, als Geld auszugeben, wenn auch widerwillig, denn was sollte man tun, wenn man Kohle hat ohne Ende, aber keine Freizeitbeschäftigung? Außerdem ist er extrem geizig. Ich habe selbst schon erlebt, wie er das Kerngehäuse eines Apfels, den jemand auf dem Tisch achtlos liegengelassen hatte, aufaß. Mit Stumpf und Stiel.

Seit vielen Jahrzehnten lebt er in permanenter Angst davor, finanziell ausgenutzt zu werden und wünscht sich – natürlich – aus Paritätsgründen eine Partnerin, die genauso reich ist. Da diese Sorte Damen aber mindestens genauso paranoid ist wie er und außerdem äußerst anspruchsvoll, ist dieser Mann nach wie vor einsam und hat seinen 60ten Geburtstag allein gefeiert.

Er lebt verbittert in einem heruntergekommenen Bungalow an der französischen Grenze (wird seit Jahren umgebaut, aber alle Handwerker bauen nur Mist laut seiner Aussage), kleidet sich wie ein Obdachloser, weil er fürchtet, jemand würde ihn anpumpen, sobald herauskommt, dass er Geld hat, und mag weder andere noch sich selbst. Im Grunde genommen ist es eine traurige Geschichte, und er ärmer dran als wir alle.

Glücklich ist er übrigens nicht und war er meines Wissens nach auch noch nie. Dazu reicht ein Blick auf seine herabhängenden Mundwinkel. Der kann sich gleich neben Paula stellen. Die beiden wären ein Dream-Team.

Aber zurück zum Thema. Glück ist keine Konserve, sondern eine scheue Gelegenheit, die sich selten blicken lässt, oftmals unansehnlich in alte Lumpen gekleidet und unscheinbar. Und wenn es bemerkt, dass man es nicht beachtet, dann dreht es sich um und geht. Und es kommt nicht wieder.

Anders verhält es sich mit der kleinen Schwester des Glücks, der Zufriedenheit. Zwar trägt sie meistens Grau und wirkt etwas langweilig, aber sie ist recht zuverlässig, nimmt selten was übel und ist sehr viel zugänglicher. Zufriedenheit lässt sich leicht mit einer positiven Grundeinstellung anlocken, und wenn sie es sich bei Ihnen gemütlich gemacht hat, dann bleibt sie Ihnen auch erhalten. Sie verlangt eigentlich nur, dass man ihr täglich Beachtung schenkt, mit einem guten Gedanken oder einem netten Wort, mehr nicht. Ich habe mich vor sehr langer Zeit für sie entschieden und bin mit „zufrieden“ mehr als zufrieden. Sollen andere versuchen, glücklich zu werden. Es wäre sogar gut möglich, dass ich es schon bin.

Und zur Zufriedenheit gehören diese „perfekten Momente“, von denen ich gestern einen erlebte.

In meinem eigenen Leben gibt es ein paar solcher wunderschöner Augenblicke, aus denen ich mir eine virtuelle Perlenkette gebastelt habe, die ich an besonders dunklen Tagen aus dem Versteck in meinem Gedächtnis hole, um sie wehmütig durch die Finger gleiten zu lassen. Ich tue das nicht allzu oft, denn sonst nutzt sie sich ab.

Das Leben ist eine bunte Mischung aus allem – Freude und auch Schmerz. Und wäre nicht das Leid, wie könnten wir das Schöne denn erkennen, das uns begegnet? Ohne die Dunkelheit würden Sie das Licht gar nicht bemerken. Vielleicht muss man wirklich erst gehörig vom Leben in die Mangel genommen worden sein, um kurze Verschnaufpausen schätzen zu lernen.

Der amerikanische Poet Ralph Waldo Emerson schrieb: „Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.“ Wie sieht wohl die Persönlichkeit von jemandem aus, der nie gegen irgendwelche Widrigkeiten zu kämpfen hatte? Der ein stromlinienförmiges Leben lebte, ohne Entbehrungen, ohne Schmerz oder Verluste? Ganz ehrlich: Ich möchte mit keinem von denen tauschen.

Glück. Alle wollen es haben, keiner weiß genau, wie es aussieht. Die meisten Lottogewinner haben ein paar Jahre nach ihrem Gewinn noch weniger als vorher und sind außerdem um die Erfahrung reicher, dass Geld mit Glück nichts zu tun hat. Und das ist keine Plattitüde.

Glück ist Definitionssache. Und die wenigsten von uns haben es wirklich nötig, glaube ich. Gesund zu werden bei schwerer Krankheit DAS nenne ich Glück. Aus einer ausweglosen Situation gerettet zu werden ebenfalls. Alles andere fällt unter die Sparte „Zufriedenheit“.

Und nicht mal das können wir wirklich.

Schon Goethe behauptete seinerzeit: „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.“ Der Gute hatte so was von recht. Weil wir Esel nämlich aufs Eis tappen, wenn es uns zu wohl wird – frei interpretiert. Narren sind wir, die Gemütlichkeit mit Langeweile verwechseln, denen unheimlich wird, wenn mal drei Tage nichts passiert.

Von Goethe stammt auch der Satz: „Wage es, glücklich zu sein.“ Und da der Geheimrat kein Narr war, was seine zeitlosen Werke beweisen, hatte er wohl seine Gründe. Man muss sich wirklich trauen, „glücklich“ oder zufrieden zu sein. Einfach ist es nicht, denn wir werden automatisch darauf warten, dass uns ein LKW überfährt.

Zufriedenheit ist die kleine Schwester des Glücks. Sie ist sehr viel zugänglicher und charmanter als ihre große Verwandte, und sie lässt sich auch häufiger sehen. Wir müssen nur hinschauen, aber wir sind gerade dabei, diese Fähigkeit zu verlernen. Wer 24 Stunden am Tag auf sein Handy-Display starrt, wird wohl die Gelegenheit verpassen, den „perfekten Moment“ zu erwischen. Er lauert nämlich nicht auf dem Home-Bildschirm, sondern steht draußen vor der Tür oder sitzt vielleicht lächelnd im Gras neben dem kleinen Teich, an dem Sie auf dem Weg zur Arbeit immer vorbeikommen.

Es gibt, wie gesagt, nicht viele solche perfekten Momente in meinem Leben. Einen erlebte ich, als mein alter Onkel im Sterben lag und meine Mutter nach tagelangem Bohren dazu überreden konnte, sich von ihm zu verabschieden. Die beiden waren seit Jahrzehnten zerstritten und hatten seit Ewigkeiten kein Wort mehr miteinander geredet.

Ich durfte dabei sein, als meine Mutter die von einem schweren Schlaganfall gezeichnete Hand ihres Bruders nahm, der versuchte, sie zu ergreifen und sie mit einem verbliebenen Auge anstarrte. „Alt sind wir geworden“, flüsterte meine Mutter liebevoll und streichelte meinem Onkel den Handrücken. Mir schossen damals Tränen in die Augen, als ich diese beiden gelebten Leben so nah beieinander sah, die durch belanglose Nichtigkeiten entzweit worden waren.

Rien ne va plus. Ihr Einsatz bitte. Nichts geht mehr…

Es war das Ergreifendste, das ich je gesehen habe. Ich werde es nie vergessen, weil ich glaube, DAS ist es, worauf es ankommt – diese Sekundenbruchteile, in denen wir eins sind mit dem, was wir eigentlich werden hätten sollen, dieses glitzernde, funkelnde kristallklare Reine, das in unserer Seele verschüttet liegt von dem Moment an, wo wir mit dem „wahren Leben“ beginnen und uns nicht mehr die Zeit und Mühe machen, um uns zu blicken und zu erkennen, dass wir nichts von alldem mitnehmen können, das wir jetzt anhäufen wie panische Eichhörnchen. Oder haben Sie schon mal einen Fichtensarg mit Anhängerkupplung gesehen?

So vieles entgeht uns, weil wir damit beschäftigt sind, durch die Jahre zu hecheln, weil wir verlernt haben, hinzuschauen und zuzuhören. Diese innere Stimme, die immer da ist in uns, die uns genau sagt, was eigentlich richtig und falsch wäre, sie kommt gegen den infernalischen Lärm, den unser Alltag verursacht, einfach nicht mehr an.

Wie gesagt – es gibt viele Situationen, in denen wir wahrhaftig von „Glück“ sprechen dürfen wie die Heilung von einer schweren Krankheit oder das Überleben eines grauenvollen Auto-Unfalles. Alles andere fällt in die Kategorie „Zufriedenheit“. Aber wie wir Menschen nun einmal sind: Mit der billigeren Kopie geben wir uns nie zufrieden. Es muss immer der Traumpartner sein, der Wunsch-Konto-Stand oder ein besseres Auto als der Nachbar, ein größeres Haus oder überhaupt eins und soviel Geld, wie man nur essen kann. Ich habe das jetzt mit Absicht geschrieben, um Ihnen zu verdeutlichen, wie sinnlos dieses Streben nach immer mehr und immer weiter eigentlich ist.

Perfekte Momente sind ein Geschenk. Zufriedenheit eine Entscheidung. Irgendwann wird der Croupier Sie auffordern, Ihr letztes Spiel zu machen. Bis dahin sollten Sie ausreichend gelächelt haben und sich an Schönes erinnern können.

Glauben Sie mir, ich kenne eine Menge Leute, die allen Grund zur Zufriedenheit hätten. Sie sind gut situiert, haben gesunde Kinder, keinerlei körperliche oder seelische Beschwerden, und ihr Leben scheint zu laufen wie ein gut funktionierendes Uhrwerk. Zufrieden sind sie aber nicht. Es scheint ihnen irgendetwas zu fehlen. Immer könnte es von allem etwas mehr sein: mehr Geld, mehr Freizeit, weniger Gewicht, weniger Falten und so weiter. Es reicht ganz einfach nie. So sind wir Menschen.

Ich bin in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen, und so gut wie alles, das ich bis zum Antritt meiner Ausbildung in die Finger bekam, war gebraucht oder ein Geschenk von fremden Leuten. Von jedem einzelnen Stück in meiner Wohnung kenne ich heute noch den Preis und weiß genau, wann und wo ich es erworben habe. Meine erste Schreibmaschine habe ich auf Raten gekauft und lange abbezahlt. Sie hatte nicht mal ein Korrekturband. Die liegt heute noch gut verpackt im Keller, denn ich musste für sie auf so vieles verzichten, das ich ebenfalls dringend gebraucht hätte. Die gebe ich nicht mehr her.

Heute nun geht es mir relativ gut, auch wenn mein Auto allmählich Rente beantragen könnte und der Kühlschrank verdächtig laut rattert an schlechten Tagen. Ich besitze alles, was ich brauche, auch wenn sich manche meiner Träume nie erfüllt haben, wie eine Reise nach Hawaii zum Beispiel oder eine eigene Immobilie.

Dann setze ich mich auf den Balkon, genieße die Sonne, schlürfe einen Kaffee, lasse meinen Blick über die weitläufige Landschaft schweifen und fühle mich so richtig reich.
Mehr brauche ich nicht. Es ist mir nicht mehr wichtig.

Wenn ich Kaffee möchte, mache ich mir einen. Wenn etwas kaputt ist, kann ich es ersetzen.

Der Weg dahin war steinig, und manchmal hatte ich nicht mal Schuhe, rein metaphorisch gesehen. Diese Zufriedenheit – sie ist ein guter Platz zum Rasten. Es könnte alles so leicht sein, wenn wir nur die nörgelnde kleine Stimme in uns ausschalten, die und rund um die Uhr antreibt.

Die wichtigsten Dinge in meinem Leben konnte ich ohnehin nie käuflich erwerben, nicht mal auf Raten, denn sie hatten kein Preisschild. Ich bekam sie geschenkt. Und ich weiß sie sehr zu schätzen, gerade jetzt, wo manches etwas leichter geworden ist für mich.

Vielleicht hatte ich einfach nur Glück. Womit wir wieder beim Thema wären. Aber ich habe gelernt, hinzuschauen, damit ich es nie mehr übersehe.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche. Lächeln Sie. Sie haben es sich verdient.

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Höhle Feengrotten

Temperaturen von über 38 Grad hielten das Land in letzter Zeit in Atem und auch aktuell ist keine wirkliche Abkühlung in Sicht. Auch wenn 31 Grad zu fast 40 Grad schon fast wie eine Abkühlung anmuten! An solchen Tagen verbringt man seine Freizeit am liebsten im kühlen Nass, ganz klar. Doch was käme eigentlich an Unternehmungen noch so in Frage? An solchen Hundstagen? Vor allem an manchen Wochenenden, wenn die Frei- oder Strandbäder übervoll sind, fragt sich das die Singlefrau genau so wie die Familie. Nachfolgend deshalb ein paar Ausflugstipps, die als Anregung bei großer Hitze dienen sollen. Los gehts:

Ausflugstipps bei großer Hitze

Höhlen

Tief unter der Erde und ohne Tageslicht warten geheimnisvolle Welten auf die Besucher. Hitze ist hier ein Fremdwort – im Gegenteil! Herrliche Kühle umfängt den Besucher, der bei einem solchen Besuch zudem noch Spannendes und Interessantes erfährt. Denn der Besuch in einer der Höhlen in Deutschland ist stets mit einer Führung verbunden. Die unterirdischen Gesteinswelten sind auch mit Kindern ein ideales Ziel, um der Hitze an tropischen Tagen zu entfliehen. So zum Beispiel in den Saalfelder Feengrotten (im Bild), die zudem mit dem Feenweltchen eine umfangreiche Märchenwelt für die Kleinsten bereithalten. Während die Feengrotten in Thüringen liegen, warten mit den Rübeländer Tropfsteinhöhlen weitere Höhlen im Harz auf Besucher. In Hessen empfängt die Schauhöhle Herbstlabyrinth ihre Gäste und punktet sogar noch mit einem faszinierenden Lichtkonzept. Ausflugsziele dieser Art gibt es deutschlandweit, eine Übersicht über sämtliche Höhlen finden Interessierte hier.

Ab in den Wald – auf zur Nachtwanderung

Nachtwanderungen kennen die meisten von uns aus der Kinder- oder Jugendzeit. Vor allen in Ferienlagern wurden diese beliebten Wanderungen durchgeführt – Gruselfaktor stets inklusive. Warum nicht mal als Erwachsener oder/und in Familie zu so einem besonderen Spaziergang aufbrechen? Ein solches Erlebnis dürfte ab den Abendstunden nach einem Tag, an dem das Thermometer an der 40-Grad-Marke kratzte, das ultimative Durchatmen sein.

Tun Sie sich mit Freunden zusammen und sorgen Sie dafür, dass jemand mit von der Partie ist, der sich im nächstgelegenen Wald gut auskennt. Packen Sie etwas Proviant ein, ziehen Sie festes Schuhwerk an und gehen Sie am besten schon in der ersten Dämmerung los. Blaue Stunde im Wald – das hat doch was! Wenn es dann stockdunkel ist und man nur noch das Funkeln der Taschenlampen sieht, stellt sich garantiert der wohlige Gruselfaktor aus Kindertagen wieder ein!

Hitze bei über 35 Grad nervt meist – doch Alternativen gibt es viele

Besuch im Weinkeller

Wuchtige Weinfässer und eine urig-kühle Kelleratmosphäre – diese Attribute dürften den meisten zuerst einfallen, wenn sie an einen Weinkeller denken. Diese Locations eignen sich natürlich hervorragend für die Flucht aus der Hitze. Tipp: im Vorab schauen, welche Wein-Locations wann Führungen und Weinverkostungen in ihren Weinkellern durchführen. Anmelden, genießen und die „Demse“ hinter sich lassen – das tut gut! Zum Beispiel hier, in der Freyburger Weinregion.

Geschichtsträchtige Bunker empfangen mit Kühle

Bleiben wir unterirdisch. Denn es gibt weitere Locations, die bei Hitze eine gute Alternative zum Schwitzen bieten. So zum Beispiel historische Bunkeranlagen, die zu Museen umgestaltet wurden. Eine der bekanntesten und sehenswertesten dürfte die Bunkeranlage Kossa sein, die idyllisch im Wald der Dübener Heide liegt. Die Anlage ist nahezu eine kleine Stadt für sich und gibt Auskunft darüber, wie sich in Zeiten des kalten Krieges Politiker und ranghohe Militärs im Falle eines Militärschlages geschützt und aus der Unterwelt heraus agiert hätten. Eine Führung hier lohnt auf jeden Fall und die Hitze ist während der Begehung der unterirdischen Räumlichkeiten weit weg!

Kühle Temperaturen auch in Kino, Museum und Dayspa

Klimatisierte Gebäude

Wer die Hitze nicht gut verträgt oder einfach nur genervt von megahohen Temperaturen ist, kann sich auch kurzerhand einfach nur eine Location suchen, die klimatisiert ist und was bietet. Das kann ganz profan das Kino sein. Zum Beispiel. Aber auch Dayspas – ganz gleich ob in Luxushotels oder separat – warten zumeist mit angenehmen Temperaturen auf. Warum sich nicht eine Massage und die entspannende Gesichtsmaske an einem solchen Ort gönnen, während draußen die Hitze tobt?

Ebenso gut aufgehoben ist man an Hundstagen in Museen. Die meisten Häuser sind klimatisiert und im Sommer nicht unbedingt überfüllt. Wer sichergehen will, ob das Museum seiner Wahl tatsächlich auch klimatisiert ist, ruft am besten vorher an. Und wenn ja: Dann nichts wie ab in die wohl temperierten Räume. Zudem: irgendein Museum gibt es immer, in das man unbedingt (mal wieder) gehen wollte. Packen Sie die Gelegenheit deshalb am besten bei Hitze am Schopf. Und: irgendwann ist auch der heißeste Tag einmal vorbei. Gut, wenn Sie ihn angenehm temperiert verbracht haben!

Bildnachweis: picture alliance/imageBROKER

 

 

 

 

 

 

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Getränkedose

Energy-Drinks – misstrauische Naturen sind wohl nie warm geworden mit diesen Getränken. Auch ich konnte mir nie vorstellen, dass das Zeug dem Körper so gar nicht zusetzen soll. Ganz abgesehen vom Geschmack. Ich habe in meinem Leben einmal einen Energy-Drink probiert. Nach zwei Schlückchen war Schluss, da mir das Zeug wie 100 000 flüssige Gummibären auf einmal schmeckte. Viel zu süß und irgendwie eklig.

Klebrig und süß – so schmecken viele Energy-Drinks

Mein „Nie wieder“ nach dem Kosten des Gesöffs hält seitdem an. Kein Wunder: ich bin `eh der Wasser- und Saft-Typ.

Wasser und Saft aber konsumierte eine 32jährige Frau aus Großbritannien wahrscheinlich eher weniger, denn sie war süchtig nach Energy-Drinks. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der BILD war die dreifache Mutter Samantha Sharpe süchtig nach Energy-Drinks.

Bis zu sechs Dosen trank die Frau täglich. „Stärker als die Sucht nach Heroin“ nannte die Schwester von Samantha Sharpe die Sucht nach den flüssigen Wachmachern. So ist es auf BILD.de zu lesen. Man ahnt schon beim Lesen, dass sowas nicht gutgehen kann und erfährt weiter, dass die junge Britin dann irgendwann unter Blackouts und Herz-Problemen litt. Folgenlos blieb das nicht und man implantierte der jungen Frau einen Herzschrittmacher.  Zudem stellten die Ärzte fest, dass der viele Zucker der Energy-Drinks Nierensteine und Diabetes verursacht hat.

Eine Diagnose, die mit 32 (und auch darüber hinaus) kein Mensch braucht!

Keine Energy-Getränke mehr, aber nach OP gleich ein Drink

Mit dem Herzschrittmacher kam der normale Herzschlag bei Samantha Sharpe zurück, doch ob die Frau wirklich geläutert ist? Auf BILD.de liest man in diesem Zusammenhang folgendes:

„Nach der OP gönnte sie sich noch einen Drink – keine gute Idee. „Ich konnte fühlen, wie mein Herz rast. Meine Nieren taten weh. Ich bekam Kopfschmerzen“, sagte Sharpe. Seitdem lässt sie die Finger von den stark koffeinhaltigen Getränken.“

Nun –  manche Leute brauchen wohl tatsächlich mehrere „Warnschüsse“, ehe sie erkennen, dass ihre Gesundheit das höchste Gut im eigenen Leben ist. Deshalb gilt: beim Konsum der klebrigen Energy-Drinks Zurückhaltung walten lassen oder das Zeug gleich ganz stehen lassen.

Eher ins Bett gehen, sich mal Zeit für einen Mittagsschlaf freischaufeln oder in der Natur neue Energie tanken sind definitiv die besseren Alternativen! Auch wenn`s altbacken klingt…!

Den Original-Artikel zu Samantha Sharpe finden Sie hier. 

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Frau mit Schoko-Osterhase

Zwei Tafeln Schokolade am Abend waren für mich vor Monaten noch – in den dunklen Wintermonaten – kein Thema. Die schaffte ich locker. Und sie wurde zur Gewohnheit. Wenn auch nicht täglich zwei Schokoladen-Tafeln, so schaffte ich zumindest eine auf jeden Fall. Und das wirklich jeden Abend! Hätte ich damals gewusst, dass ich ein Schilddrüsen-Problem habe (Unterfunktion), mit dem ich sowieso schon recht rasch zunahm, so hätte ich mich wohl etwas zusammengerissen.

Allerdings: so ganz ohne schokoladiges wäre es wohl nicht gegangen und genau das ist mein Problem. Eines, mit dem ich auch heute noch ringe, obwohl ich seit vielen Wochen dabei bin, meine Ernährung umzustellen. Ich tue das, weil ich das gesundheitliche Problem mit der Schilddrüse habe und mir leider auch nichts mehr passt. Sämtliche Kleidung in meinem Schrank ist zu eng!

So allmählich bin ich von Konfektionsgröße 42, mit der ich mit stets wohlfühlte, auf die 46 geklettert, was kein Zustand mehr ist!

Ernährungsumstellung nach Punkten klappt auch ohne Weight Watchers

Also habe ich mich des Weight-Watchers-Konzeptes besonnen, mit dem vor langer Zeit mal eine übergewichtige Freundin abgenommen hat. Ich habe damals bei ihr das mit den Punkten mitbekommen und es als sehr leicht und einprägsam empfunden. Denn bei dieser Form der Gewichtsreduktion zählt man Punke – keine Kalorien. Orientierung geben spezielle Weight-Watchers-Bücher, in denen alle gängigen Lebensmittel, sowie Obst, Gemüse & Co. aufgeführt und mit Punkten versehen sind. Diese Punkte-Listen findet man allerdings auch zuhauf im Internet.

Obwohl ich mich nicht bei den Weight-Watchers angemeldet habe, komme ich mit dem Punktesystem und mit den verfügbaren Infos der WW`s im Netz gut klar. Seit einiger Zeit ernähre ich mich danach und es geht – wenn auch langsam – mit den Pfunden abwärts. Insgesamt habe ich in zwei Monaten fünf Kilo abgenommen.

Wie man ja weiß, ist das Konzept keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung. Eine ganz simple. Hat man`s einmal (wieder) verinnerlicht, geht es ganz leicht. Allerdings hatte ich in der gesamten Zeit zwei fiese Heißhungeranfälle auf Schokolade. Oder anders gesagt: Freßattacken. Ich habe ihnen nachgegeben und danach wieder ganz normal nach meinen Punkten gegessen.

Süßes verkneife ich mir dabei.

Allerdings merke ich schon, wie mir dann und wann ein Stück Schokolade fehlt und ich ahne, dass die nächste Heißhungerattacke nicht mehr weit sein dürfte. Allerdings muss es doch Alternativen geben! Zu den Heißhungerattacken und zum Schoki-Verzicht.  Zum Glück gibt es auf Facebook einige Gruppen, die sich mit dem Weight-Watchers-Konzept befassen, die meisten Mitglieder darin sind Frauen.

In Weight Watchers-Gruppen klagen Frauen ihr Schokoladen-Leid

In einer dieser Gruppen habe ich eine superinteressante Diskussion mitbekommen, es ging um Schokolade. So gut wie alle Frauen, die einen entsprechenden Beitrag zu dem Thema kommentierten (es waren fast an die sechzig Kommentare) gaben zu, jetzt nicht ein Leben lang auf Schokolade verzichten zu wollen. Und so wie mir ging es den meisten in dieser Gruppe auch: sie haben Unmengen an Süßigkeiten vernascht, bevor sie sich dem Punkte-Konzept von Weight-Watchers gewidmet haben.

Der Tenor der Diskussion war glasklar: ein Leben lang nun gar nicht mehr in eine Schokolade beißen zu dürfen, geht für keine einzige der Frauen! Spannend zu lesen war, welche persönlichen Strategien die „Pünktchen“, wie sich die Userinnen in der Gruppe (frei nach den WW-Punkten) nennen, fahren.

Ich gebe zu, dass ich an so gut wie jeder Strategie Gefallen fand.

Und vielleicht geht es Ihnen ja ebenso mit der verdammten Lust auf Schokolade und Sie fragen sich, wie Sie das – bei gleichzeitig gesunder Ernährung – wohl in den Griff bekommen können? Deshalb fasse ich die interessantesten Strategien aus dem Posting zu der Schokoladen-Diskussion nachfolgend einmal zusammen:

  • sich Schokolade/Süßes im Rahmen der Punkte zu gönnen, geht okay (wer kein Weight-Watchers macht, kann das im Rahmen seiner Kalorienzufuhr, die für die jeweilige Gewichtsreduktion/Gewichtserhaltung nötig ist, einbauen),
  • an einem Tag essen, wonach einem gelüstet, ist kein Problem (für mich persönlich schwierig, da dann meist alle Dämme brechen und der Körper auf die erhöhte Zufuhr von zuckerhaltigen Lebensmitteln oftmals mit Blähungen und Durchfall reagiert und oft Tage braucht, um wieder normal zu funktionieren),
  • sich von Vollmilchschokolade, Gummitieren & Co. gänzlich abwenden und auf qualitativ hochwertige dunkle Schokolade umsteigen, bringt was
  • innerhalb der Woche an einigen Tagen schon mal ab und zu ganz normale Schokolade essen, ist in Ordnung – aber dann nur sehr wenig (z. B. nur eine Reihe von einer Milka-Tafel)
  • die Zusatzpunkte im Weight-Watchers-System sollten durchaus für Süßes genutzt werden (Zusatzpunkte generiert man bei den Weight Watchers zum Beispiel durch Sport oder anderweitige kalorientötende Betätigungen)

Gut fand ich auch den Ratschlag einer Userin in Bezug auf Alkohol und Kuchen. Auch diesen Genüssen habe ich mich vor meiner Gewichtsreduktion ziemlich intensiv hingegeben. Natürlich habe ich nicht getrunken, wie ein Alkoholiker, aber an manchen Abenden der Woche ein, zwei Gläser Feierabendwein – das auf jeden Fall. Überflüssig, zu erwähnen, dass auch das die reinsten Kalorienbomben sind…!

Ebenso natürlich Torten und Kuchen. Hier lockt die Versuchung genau so wie bei Schokolade, Weingummi, Pralinen & Co. Zumal ich am Wochenende gern backe.

Genießen ja – aber mit Köpfchen!

Die besagte Frau riet in diesem Zusammenhang folgendes: am Wochenende sollte man sich ruhig sein Glas Sekt oder seinen Wein gönnen und auch den Sonntagskuchen unbedingt genießen. Allerdings nur ein Stück, statt zwei bis drei!

Ein simpler Rat, natürlich! Und bei weitem kein Geheimnis – auch klar. Allerdings kann es tatsächlich nur so gehen, wenn man sein Gewicht dauerhaft reduzieren und dann auch halten will. Das ist ja – im Gegensatz zu Diäten – der Sinn von Ernährungsumstellungen. Und nichts anderes ist ja am Ende die Weight-Watchers-Strategie.

Ich habe mich heute schon mal dran gemacht und von einer Milka-Tafel (soll keine Werbung sein, aber ich esse diese Sorte Schokolade nunmal so verdammt gern…!) zwei kleine Segmente abgebrochen und genascht. Mal schauen, ob ich – wenn ich das alle paar Tage mal mache – die fiesen Heißhungerattacken auf Süßes verhindern kann.

Ein Bekannter von mir lässt sich übrigens von seiner Zuneigung zu Schokolade und Süßem generell überhaupt nicht in die Parade fahren und isst täglich etwas Süßes. Nicht allzuviel, aber er gönnt es sich. Allerdings treibt er auch sehr viel Sport, fährt mit dem Fahrrad mal eben 20 Kilometer oder joggt zig Runden im Wald. Dadurch – so sagt er – kann er sich die kulinarischen Schoki-Genüsse ohne Reue oder gar zusätzliche Kilos leisten.

So oder so: an Einschränkung führt bei einer dauerhaften Ernährungsumstellung kein Weg vorbei. Es sei denn, man betreibt mindestens dreimal in der Woche – oder täglich, wie der erwähnte Bekannte von mir – Sport. Am Ende muss jeder für sich entscheiden, womit er leben kann.

Tröstlich aber ist, dass es der Verzicht auf Schokolade jedenfalls nicht ist, womit man leben MUSS! Und dass es Alternativen gibt, mit denen sich durchaus leben (und genießen) lässt!

Wer sich zu den Weight Watchers informieren möchte: die Ernährungs-Profis haben ihr Image tüchtig aufgefrischt, schauen Sie einfach mal hier.

Bildnachweis: pixabay.com

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Es ist wohl in vielen Familien dasselbe: man möchte die Ernährung im Alltag gut gestalten und selbst kochen, aber aufwändige Festmahlzeiten sollen`s ja nun gerade nicht sein. Viele bemühen deshalb das Kochbuch oder Internet, um gute Alltagsgerichte, die sich auf die Schnelle zaubern lassen, zu finden.

Auch uns geht das so und – wie wohl bei vielen anderen Leuten auch – haben wir eine gewisse Anzahl an Gerichten, die wir immer wieder gern kochen und die definitiv in die Kategorie „schnelle Rezepte“ fallen.

Nachfolgend stellen wir Sie Ihnen vor. Jeweils für vier Personen.

Makkaroni auf Ossi-Art oder auch Makkaroni mit Tomatensauce – eines der Alltagsgerichte, das im Handumdrehen fertig ist!

Gut – zugegeben, die echten Makkaroni werden für dieses Rezept nicht verwendet (siehe unten, bei Zutaten). Trotzdem wurde dieses Mahl im Alltag der DDR, wo man es total oft kochte, „Makkaroni“ genannt. Bis heute ist das vor allem in den neuen Bundesländern so. Das aber nur am Rande. Wer mag, nimmt einfach echte Makkaroni – siehe Bild.

Sie benötigen:

  • 500 g Jagdwurst,
  • 500 g Nudeln (Sorte Penne oder Spirelli),
  • 1 Zwiebel,
  • 1 kleines Tetra-Pack passierte Tomaten,
  • Rapsöl für die Pfanne,
  • Pfeffer und Salz.

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzen, salzen und zum Kochen bringen. Die Jagdwurst und die Zwiebel klein schneiden (die Jagdwurst in Würfel). Wenn das Wasser kocht, die Nudeln reingeben und nach persönlicher Bissfestigkeit weich kochen. Parallel dazu das Öl in der Pfanne erhitzen und dann die Zwiebeln zuerst scharf anbraten, danach die Jagdwurst-Würfel beigeben und ebenfalls scharf anbraten.

Danach die Hitze auf „mittel“ stellen, weiter braten und nach ca. 10 Minuten die passierten Tomaten hinzugeben.

Rühren, nach Belieben würzen, die Nudeln abseihen und fertig ist ihr schnelles Pasta-Alltagsgericht, das übrigens deshalb „nach Ossi Art“ genannt wird, weil man dieses Rezept unglaublich oft in der DDR gekocht hat! Dort war es eines der absolut beliebtesten Alltagsgerichte! Bis heute dürfte es wohl vor allem in Familien mit Kindern großen Anklang finden!

Weiter geht es mit einem Rezept für eine schmackhafte Suppe, die sich ebenfalls auf die Schnelle zubereiten lässt:

eine Zucchini-Cremesuppe.  

Diese total leckere Suppe eignet sich vor allem in der aktuellen Jahreszeit sehr gut, um dem Körper mit einem Mal eine Menge an Vitaminen zuführen zu können. Immerhin ist das grüne Gemüse in diesem Zusammenhang ein echter Alleskönner.

In die Abteilung „Alltagsgerichte“ kommt die Suppe, weil man sie in etwas mehr als dreißig Minuten zubereitet hat.

Und hierfür benötigen Sie:

1 ½ Kilo Zucchini,

4 große Kartoffeln,

3 Esslöffel Instant-Gemüsebrühe,

100 ml Schlagsahne aus dem Becher,

1 bis 3 Knoblauchzehen (ganz nach Geschmack, die meisten nehmen zwei Zehen),

Salz und Pfeffer.

Und so bereiten Sie das gesunde Alltagsgericht zu:

Sowohl die Kartoffeln als auch die Zucchini in Würfel schneiden. In der Zwischenzeit 1,5 bis 2,0 Liter Wasser aufkochen, die Gemüsebrühe hinein rühren und dann die Kartoffel- und Zucchini-Würfel dazugeben. Den Knoblauch klein hacken und dazu geben. Nun die Suppe ca. 15 bis 20 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Dann nach Bedarf würzen und abschließend pürieren.

Wer mag, bestreut die Suppe noch mit Petersilie, aber meist ist das nur vonnöten, wenn man dieses Alltagsgericht als Vorsuppe für eine festliche Gäste- oder Familienmahlzeit reicht. Im Alltag bestreut ja kaum einer seine Suppe mit Kräutern – oder? Aber wer mag: klar, immerzu!

Zum Abschluss noch ein weiteres Gericht, das sich ebenfalls im Handumdrehen und auf die Schnelle zubereiten lässt und deshalb ein ganz klarer kulinarischer Alltags-Favorit ist:

Schweinegeschnetzeltes mit Erbsen und Ananas!   

Klingt erst mal exotisch und so gar nicht nach Alltagsgericht – ist aber eines.

Hierfür benötigen Sie:

700 g Schweinefilet,

1 Zwiebel,

2 Esslöffel Butter,

150 g TK-Erbsen,

150 g Ananas-Stücke aus der Dose,

Salz,

Pfeffer,

1 Esslöffel Currypulver,

125 ml Gemüsebrühe,

Rapsöl für die Pfanne,

100 ml Sahne.

Und so bereiten Sie dieses leckere Rezept zu:

Schweinefilet zuerst in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Derweil die Butter in einer Pfanne erhitzen. Danach die Fleischstreifen darin unter Rühren anbraten. Dann die Zwiebelringe hinzufügen und diese circa drei Minuten mitschmoren.

Danach werden die gefrorenen Erbsen und die Ananas-Stücke hinzugegeben. Mit Pfeffer, Salz und Curry würzen, dann die Gemühsebrühe mit der Sahne hinzugeben und alles etwa zehn Minuten schmoren lassen. Die Flüssigkeit sollte um 1/3 einkochen. Danach ist dieses kinderleichte Alltagsgericht servierbereit, am besten schmeckt dazu Reis, der sich parallel zubereiten lässt.

Dieses Rezept eignet sich übrigens das ganze Jahr über als eine Mahlzeit, die auf die Schnelle für die ganze Familie fertig ist!

Für alle hier genannten Gerichte wünschen wir viel Spaß beim Nachkochen und natürlich guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

 

 

 

 

 

Eierlikör in Gläsern

Eierlikör – wer kennt es nicht, das klebrige Getränk, das in Kindheitserinnerungen vor allem bei Familienfeiern gereicht wurde? Seinerzeit – und irgendwie auch bis heute – als Likörchen für Frauen serviert, gehörten stets Schokobecherchen zu diesem Tropfen. Eine leckere Sache! Genauso lecker ist Eierlikör aber auch als Zutat im Kuchen – dem beliebten Eierlikörkuchen.

Eierlikörkuchen – ein kulinarischer Renner!

Gerade im Frühjahr ein kulinarischer Renner, denn die meisten haben in dieser vorsommerlichen Zeit keine Lust auf zu schwere Sachen und ziehen den Blechkuchen meist einer allzu süßen Torte vor.

Deshalb hier für Sie unser mehrfach erprobtes Rezept für einen wirklich leckeren Eierlikörkuchen – streng genommen einen Kirsch-Eierlikör-Blechkuchen mit Schmand-Sahne. Wenn Ihnen schon jetzt das Wasser im Mund zusammen läuft, dann lesen Sie weiter – hier die Zutaten nebst Zubereitung:

Zutaten:

350 g weiche Margarine

350 g Zucker

300 g Mehl

6 Eier

½ Packung Backpulver

250 ml Eierlikör

100 g Schokoblättchen

2 Gläser saure Kirschen (entkernt)

800 ml Sahne

4 Päckchen Vanillinzucker

2 Packungen Sahnesteif

200 g Schmand

Fett für das Blech

Paniermehl – ebenso für das Blech.

Zubereitung:

Den Backofen vorheizen (Ober-/Unternhitze: 175 Grad / Umluft: 150 Grad). Kirschen zunächst abtropfen lassen.

Margarine, Zucker und Salz mit einem Handrührgerät cremig rühren. Die Eier dann nach und nach zugeben und unterrühren. Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit den 250 ml Eierlikör unterrühren.

Dann die Schokoblättchen untermischen. Danach den Teig auf ein gefettetes und mit Paniermehl ausgestreutes Backblech geben und glatt streichen. Sodann die Kirschen darauf verteilen. In den heißen Backofen schieben und auf mittlerer Schiene um die 50 bis 55 Minuten backen.

Im Anschluss auskühlen lassen.

Kuchen kalt stellen – mindestens 2 Stunden!

Dann die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen. Den Schmand vorsichtig dazu geben. Diese Masse dann auf den Kuchen geben und glatt streichen. Wer mag, sprenkelt als Deko Eierlikör auf den Kuchen.

Schokoplättchen sollten auf jeden Fall drüber gestreut werden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Dann muss der Kuchen kaltgestellt werden. Vor Verzehr mindestens 2 Stunden kalt stellen, besser mehr. Gekühlt hält er sich zwei bis drei Tage.

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Ernährung

Endlich warme Temperaturen – wie herrlich! Im Garten liegen oder Sonne tanken im Park, leichte Bekleidung, traumhaft helle Abende und diese gewisse Leichtigkeit, die der Winter einfach nicht bietet. Allerdings muss sich der Mensch sommers wie winters ernähren und hier liegt der Hase in Sachen Ernährung oft im Pfeffer! Zumindest im Sommer.

Ernährung: allzu schwer im Sommer bitte nicht!

Hat man in der dunklen Jahreszeit herrlich reichhaltige Aufläufe gekocht, leckere, schwere Pastagerichte genossen und auch den einen oder anderen schweren Rotwein zur üppigen Mahlzeit getrunken, hat man, sobald das Quecksilber klettert, meist gar keinen Appetit auf allzu schwere Kost.

Zudem zieht es wohl die wenigsten an den heißen Herd, wenn sich das Thermometer gen 30-Grad-Marke bewegt!

Da aber auch in den warmen Monaten eine gesunde Kost in Sachen Hauptmahlzeit wichtig ist und ja vor allem Familien mit Kindern nicht nur auf abendliches Brote schmieren umsteigen können (und auch von dem herrlichen Sommer-Obst niemand auf Dauer wirklich richtig satt wird!), sollte man seinen Speiseplan im Sommer im Voraus planen.

Herzhafte Gerichte locken in warmen Monaten keinen…

Denn leichte und gesunde Kost an nahezu jedem Tag der Woche zuzubereiten, ist gar nicht mal so einfach. Zumal vor dem Hintergrund, dass man ja nicht täglich Salat essen kann und will – immerhin DER Sommerklassiker schlechthin!

In der kalten Jahreszeit ist der Einkauf selbst ohne Planung und Einkaufszettel relativ einfach. Hier ein reichhaltiger Gemüse-Kartoffel-Auflauf, dort ein leckerer Sauerbraten.

Aber – wie gesagt -: diese Gerichte rutschen bei warmem Wetter automatisch auf die hintersten Plätze.

Und die Zutaten für leicht-gesunde Sommergerichte sind längst nicht so im Vorbeigehen eingekauft, wie das halt von Oktober bis März für die jeweilige Familienmahlzeit der Fall ist.

Wie aber kommt man essenstechnisch trotzdem klar – und vor allen Dingen auch in Sachen gesunder Ernährung? Das Zauberwort heißt: Planung.

Planung ist das A und O

Planen, planen und nochmals planen!

Das muss nicht lange Wochen im Voraus sein, aber für die Hälfte der Woche – wenn nicht gar gleich für die gesamten sieben Tage – sollte man seine sommerlichen Speisen schon planen.

Am einfachsten geht das freilich mit Hilfe des Internets. Unter dem Stichwort „leichte Sommergerichte“ eröffnet sich in den Suchmaschinen eine schier unendliche Auswahl.

Beim Klicken auf die leckeren Rezepte aber wird rasch klar, dass eine Vorausplanung dieser Mahlzeiten tatsächlich sehr sinnvoll wäre. Denn für das eine oder andere gesunde Gericht bedarf es Zutaten, die man oft nicht per se im Haus hat. Im Gegensatz zu Schnitzel & Co, denn: wer hat schon keine Semmelbrösel daheim?

Gesunde Sommermahlzeiten beinhalten schon häufiger mal die eine  oder andere exotische Zutat, was wahrscheinlich daran liegt, dass sommerliche Gerichte sich von der Zusammensetzung eher an Speisen in warmen – und nicht selten fernen – Ländern orientieren.

Die Woche ernährungstechnisch planen

Wer also eine Familie zu bekochen oder auch für sich allein ein Faible für bewusste Ernährung hat, sollte sich in der warmen Jahreszeit am Wochenende oder Wochenanfang hinsetzen und aus den Rezeptvorschlägen – ganz gleich, ob via Internet oder dem Kochbuch im Küchenregal – eine Auswahl für die nächsten Tage treffen.

Mit diesen Zutaten auf der Einkaufsliste kommt man dann nämlich beim Einkaufen nicht in die Situation, aus der Gewohnheit heraus und weil man sich an dem Tag noch keine Gedanken über die Hauptmahlzeit gemacht hat, danach zu greifen, was schnell zuzubereiten geht.

Denn bekanntlich ist das dann meist eben nicht das Gesündeste – Bratkartoffeln, Fleisch oder gar Fertignahrung lassen grüßen! Nicht, dass das nicht auch mal auf dem Speisezettel stehen kann, klar! Aber: wirklich gesunde Mahlzeiten sollten im Sommer tatsächlich im Vorab geplant werden.

Satt, aber nicht vollgefuttert – so soll gute Ernährung sein!

Auszahlen tut sich`s dann mit der Zufriedenheit, sich nach dem Essen nicht total vollgefuttert, aber trotzdem satt zu fühlen und zudem noch sehr gesund gegessen zu haben.

Das ist ja bekanntlich gerade im Sommer nicht das Schlechteste – und zeigt sich nicht zuletzt in Form des eigenen Wohlfühlgewichts!

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Wer kennt es nicht von Kind an? Wurde daheim oder bei der Oma gebacken, war man früher ganz wild darauf, die Teigreste aus der Schüssel zu naschen. Das ging wohl den meisten Leuten so und – ganz ehrlich! – selbst der Großteil der Erwachsenen dürfte noch heute seinen Spaß daran haben, beim Backen – mit oder ohne Nachwuchs – den übrig gebliebenen Teig genussvoll aus der Schüssel zu essen.

Natürlich kennt man in diesem Zusammenhang sehr wohl auch das Argument: „das ist nicht gesund!“. Aber in Maßen dürften Teigreste bislang den wenigsten Menschen geschadet haben.

Im Gegenteil: diese Vorliebe dient auch als Vorlage für eine verrückte Geschäftsidee, sowohl in Deutschland als auch in Amerika.

Im Magazin SPIEGEL kam dazu kürzlich eine Frau zu Wort, die in Berlin rohen Keksteig im Becher für jedermann anbietet.

Gefragt danach, ob roher Keksteig der „neue Kuchen oder das neue Eis“ ist, antwortete sie:

„Eher das neue Eis – das könnte auch an der Kugelform und den Bechern liegen, in denen wir den Teig servieren“.

Diana Hildenbrand, so der Name der Frau, verkauft diese Köstlichkeit in ihrem eigenen Laden, im „Spooning Cookie Dough“ im quirligen Berliner Bezirk Prenzlauer Berg.

Und: die Geschäftsfrau, die damit einen Nerv beim internationalen Laufpublikum in der Hauptstadt getroffen hat, achtet nach eigener Aussage auch darauf, dass dieses keksige Vergnügen nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt.

Gegenüber dem SPIEGEL sagte sie dazu: „Da wir keine Eier verwenden, kann jeder so viel naschen, wie er will“. Na denn- rein ins Naschvergnügen dieser neuen und besonderen Art! Entweder man lebt in Berlin und schmeckt mal rein oder man nimmt sich die Keksteig-Verkostung als to do für den nächsten Berlin-Trip vor. So oder so: guten Appetit!

Und: nicht übertreiben, siehe hier

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