Sonntag, 2. Oktober, 2022

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„Zur Käsesommelière wurde ich durch meine Leidenschaft für Käse“ – Christa Diem im Interview

Weinsommelièrs kennt jeder, aber dass es diesen Beruf auch im Zusammenhang mit Käse gibt, ist manchen Leuten sicher neu. Umso interessanter klingt, was Käsesommelière Christa Diem aus ihrem Berufsalltag zu erzählen hat. Denn in dem dreht sich alles um die feine Spezialität, die weltweit mit der Schweiz in Verbindung gebracht wird: Den Käse.

Wer ihn mag, der kombiniert ihn mit Brot oder Trauben, belegt Pizzen und Aufläufe damit oder schmiert sich herzhafte Käsebrote für den Arbeitstag. Doch selbst bekennende Käse-Fans variieren meist nur zwischen bestimmten Sorten. Oft werden immer wieder dieselben Käsespezialitäten gekauft.

Als Käsesommelière den Blick auf Schweizer Käse-Vielfalt lenken

Dies zu ändern und die Vielfalt des Schweizer Käses so vielen Genießern wie möglich nahe zu bringen, hat sich die Käse-Expertin Christa Diem (im Bild) auf die Fahnen geschrieben und ist als Käsesommelière bei CHEEZY für das abwechslungsreiche Sortiment zuständig.

Im Onlineshop des Unternehmens können Genießer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in die leckere Schweizer Käsewelt eintauchen und sich Boxen mit den verschiedensten Sorten der herzhaften Speise schicken lassen. Das kommt gut an und gibt auch jenem Käse eine Bühne, der bislang noch nicht so im Fokus stand. Im Interview gewährt Christa Diem Einblicke in ihren spannenden Job.

FB: Frau Diem, Sie sind von Anfang an bei cheezy dabei – wie kam es dazu?

Bei der mooh Genossenschaft, welche die Milch von über 3000 Produzenten in der ganzen Schweiz vermarktet, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir noch mehr aus der Milch unserer Mitglieder machen können. So haben wir uns an dieses Projekt gemacht.

Über 700 Sorten Käse gibt es in der Schweiz

In umfangreichen Umfragen mit Endkonsumenten und Playern entlang der ganzen Wertschöpfungskette haben wir dann herausgefunden, dass die Verbraucher Käse lieben, aber die Vielfalt der Schweizer Käsesorten (noch) nicht kennen. Dann haben wir cheezy gegründet um genau auf dieses „Problem“ eine Antwort zu geben.

FB: Der Onlineshop bietet die Schweizer Käsevielfalt als Boxen an, die von den Kunden bestellt werden können. Verraten Sie uns doch etwas mehr über dieses Konzept!   

Wir haben uns gedacht, dass man im Alltag wohl immer die gleichen 3 bis 5 Käsesorten im Kühlschrank hat, die man kennt. Und das obwohl es in der Schweiz über 700 verschiedene Sorten gibt. Mit cheezy machen sich unsere Kunden auf eine Entdeckungsreise durch die Schweizer Käsewelt.

Es gibt jeden Monat vier neue Käsesorten in der Box aus allen Regionen der Schweiz. Die cheezy Boxen sind als Einzelbox, als Abo oder – bei uns aktuell sehr beliebt – als Geschenk für 3 bis 12 Monate erhältlich. Dabei wollen wir aber sehr flexibel bleiben, wenn also ein Abokunde einen Liefertermin verschieben möchte, reicht ein Telefon oder Email.

Durch CHEEZY wird Käsereien national und international eine Plattform geboten

Auf der anderen Seite bieten wir Schweizer Käsereien, welche wenig Möglichkeiten haben, ihre Spezialitäten national oder gar international zu präsentieren, eine Plattform, indem wir ihre neuen Kreationen für einen Monat in unseren cheezy Boxen den Endkunden verfügbar machen.

FB: Sie sind für das Unternehmen als Käsesommelière im Einsatz. Wie kommt man zu diesem außergewöhnlichen Beruf, welche Ausbildung ist hierfür nötig?

Zur Käsesommelière wurde ich sicherlich durch meine riesengrosse Leidenschaft für dieses wunderschöne Naturprodukt Käse und meine Offenheit, Neues auszuprobieren. In der Ausbildung haben wir besonderen Fokus auf die ganze Käseherstellung gelegt, von der qualitativ hochwertigen Milch über die hohen Hygieneanforderungen während des Käsens das Handwerk, welches unsere Käser an den Tag legen bis hin zum unvergleichlichen Geschmack von im Keller gereiftem Käse.

So haben wir in einer zweiwöchigen Weiterbildung mit Abschlussprüfung den Grundstein gelegt, dass wir als Sommeliers die Brücke zwischen Milch- und Käseproduzenten zu den Konsumenten schlagen können und als Botschafter den Käse vertreten dürfen.

Käse ganz bewusst schmecken gehört zum Job der Käsesommelière

Nach der Ausbildung beginnt aber erst die richtige Arbeit. Die sensorischen Fähigkeiten, welche in der Theorie gelernt wurden dürfen nun in die Praxis umgesetzt werden. So koste ich heute Käse viel bewusster mit Auge, Nase und erst als drittes im Gaumen. Da stösst man auf ganz neue Aromen und Kombinationen.

FB: Wie gestaltet sich Ihre Tätigkeit im Geschäftsalltag?

Natürlich bin ich oft unterwegs in der ganzen Schweiz um neue Käsetrouvaillen aufzuspüren. Dabei bin ich im direkten Kontakt mit unseren Käsern, was ich sehr schätze. Danach geht es an die Sortimentsplanung, wo ich darauf achte, dass ich alle Schätze in unseren verschiedenen Boxen unterkriege und unseren Kunden ein abwechslungsreiche Entdeckungsreise ermöglichen kann.

Dann sind da auch noch die monatlichen Käsetastings, wo wir im Team alle Käse durchprobieren und prüfen, ob die Kombinationen auch wirklich passen. Da kriegt man dann schon mal etwas einen Käsebauch und der Gaumen wird ganz schön gefordert. Weiter geht es dann zu den Käsebestellungen und den Auslieferungen der cheezy Boxen, wo ich von meinem Team unterstützt werde.

FB: Käse von regionalen Erzeugern steht bei cheezy im Fokus. Wie sieht das im Einzelnen aus und aus welchen Schweizer Regionen kommen die Spezialitäten bislang?

Uns ist es wichtig, alle Regionen der Schweiz abzudecken und dabei insbesondere kleinere Produzenten von Dorfkäsereien zu berücksichtigen. Natürlich gibt es auch tolle Käsesorten  aus grösseren Käsereien, welche ebenso ihren Platz bei uns finden.

Die Käsewelt der Kantone kommt per Box

Tatsächlich decken wir alle 26 Kantone der Schweiz ab, was wir mit unserer Tour de Suisse Box auch zeigen, mit welcher wir jeden Monat in einem anderen Kanton unterwegs sind.

In diesem Sommer haben wir Runde zwei gestartet. Unser Anspruch bleibt es weiterhin, alle Regionen miteinzubeziehen, von den Bergen bis ins Tal und vom Bodensee bis zum Genfersee.

FB: Welche Käsesorten sind derzeit am beliebtesten?

In meinem Alltag spüre ich, dass Rahmkäse wieder beliebter sind als noch vor ein paar Jahren, als ein hoher Fettgehalt noch eher verpönt war. Heute schätzen unsere Kunden den Geschmacksträger, welcher den Käse noch intensiver macht und ein wahrer Genuss ist.

Bei uns geht es aber auch darum, die Käsevielfalt zu zeigen. Da kann schon mal ein Käse daherkommen, den man weniger mag und der dann auch nicht so beliebt ist. Aber jeder Käse hat seine Fans, es ist Geschmacksache, ob man lieber milden und cremigen Käse liebt oder doch eher die kräftig rezenten. Und dann ist das auch noch von der Tagesform unseres Gaumens abhängig.

Wertschätzung für die Akteure mit Herzblut ist wichtig

Ich esse schonmal einen Käse, den ich beim letzten Mal nicht so speziell fand, jetzt aber wunderbar schmeckt – vielleicht auch mit einer anderen Kombination von Beilagen wie Nüsse, Brot oder Früchte.

FB: Zu Ihren Kunden gehören Genussmenschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die hochwertigen Käse zu schätzen wissen. Haben Sie den Eindruck, dass die Zahl jener Verbraucher, die regionale Produkte bevorzugen und dafür auch einen höheren Preis akzeptieren, steigt?

Ich wünsche es mir sehr, dass Lebensmittel, welche mit so viel Herzblut von allen Akteuren in der Wertschöpfungskette behandelt werden, die Wertschätzung auch von den Kunden erhalten, welche sie geniessen.

Regionalität ist sicherlich wieder mehr Thema und auch das Bewusstsein wächst, was es für einen guten Käse alles braucht. Wenn damit auch die Zahlungsbereitschaft steigt und wir unsere Kunden glücklich machen können, haben wir unser Ziel erreicht.

FB: Die nationalen Milchproduzenten zu stärken ist Ihr Anspruch. Wie gestalten Sie diesen?

Tatsächlich ist es so, dass der gesamte Gewinn von cheezy vollumfänglich zurück zu unseren Mitgliedern geht. Sie profitieren also nebst einem möglichst guten Milchpreis zusätzlich von den Erlösen von cheezy. Aber auch gegenüber unseren Käsern ist es uns wichtig, faire Preise im Käseeinkauf zu bezahlen.

Vielfältiges Käsesortiment in der Schweiz auch zukünftig erhalten

So stärken wir neben unseren Milchproduzenten auch die gesamte Kette, welche es braucht, um auch in Zukunft diese grosse Vielfalt an Schweizer Käse erleben zu können.

FB: Ihr beruflicher Alltag bietet Abwechslung, Sie sind viel unterwegs. Wie verbringen Sie freie Stunden – gibt es Hobbys?

Nicht nur in meinem Beruf als Käsesommelière geniesse ich es Neues zu entdecken. Der Genussmensch in mir zeigt sich auch in der Freizeit. Am liebsten verbringe ich freie Stunden in meinem Garten, wo ich etwas Gemüse anbaue oder die Reben pflege, welche mir im Herbst die zuckersüssen Trauben liefern, die ich zum Käse geniesse.

Gerne schaue ich mich auch privat auf Käsemärkten um und mache neue Entdeckungen für cheezy. Es ist eben eine Herzensangelegenheit und lässt Beruf und Hobby verschmelzen.

Bilder: cheezy.ch

Dieser Artikel ist eine bezahlte Promotion

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