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Von der Bankkauffrau zur Feng Shui-Beraterin in Singapur und Deutschland: Diesen Berufsweg hat Christine Kronshage aus Taunusstein gemeistert. Erfolgreich! Dass sie sich professionell der Feng Shui-Lehre widmet, ist einem Auslandsaufenthalt zu verdanken, der gerade zu dem Zeitpunkt in ihr Leben kam, als sie eigentlich in den alten Beruf zurückkehren wollte. Es kam – wie so oft im Leben – alles anders und heute ist Christine als Feng Shui-Beraterin erfolgreich. Das Rüstzeug dafür hat sie sich in Singapur geholt – der asiatischen Region, in der ohne Feng Shui-Regeln gar nichts geht. Was dort zum Alltag gehört, wird hierzulande teilweise ins Esoterische transportiert oder als Lifestyle abgetan. Über beides kann Feng Shui-Profi Christine nur mit den Kopf schütteln. Im Interview gibt sie spannende Einblicke in die asiatische Harmonielehre und räumt zudem mit einigen Klischees auf, die ihr diesbezüglich immer wieder begegnen. Interessant ist es auch zu lesen, wie die dreifache Mutter in Asien den Grundstein für ihre heutige berufliche Existenz legte.

FB: Christine, was hast Du beruflich gemacht, bevor Du Dich auf Feng Shui fokussiert hast?

In meinem „ersten Leben“ habe ich als Bankkauffrau bei einer großen deutschen Bank gearbeitet. Zunächst in der Kundenberatung, später dann in Projekten zur Prozessoptimierung. Das war soweit auch alles ganz interessant. Bis ich Ende der 90er Jahre ein Schlüsselerlebnis hatte, als ich für diese Bank 15 Monate in Asien arbeitete. Damals kam ich durch die lokalen Kollegen zum ersten Mal mit Feng Shui in Berührung. 

Durch meiner Arbeitskollegen bekam ich kleine Einblicke in die für mich unbekannte Welt der Chinesischen Metaphysik und erfuhr, quasi am eigenen Leib, dass es möglich ist, die Raumenergie zu beeinflussen um meine Ziele schneller und leichter zu erreichen. Und damit war ich infiziert…

Auslandsaufenthalt war Glücksfall

FB: Mit Feng Shui – so sagst Du – begann ein zweites Leben für Dich. Wie kam das? 

Als wir in 2011 als Familie mit drei Kindern nach Singapur umzogen, hatte ich gerade neun Jahre Elternzeit hinter mir. Eigentlich wollte ich zurück in meinen alten Beruf, doch der Auslandsaufenthalt machte mir einen Strich durch die Rechnung. Heute sage ich: Zum Glück! In Singapur ergriff ich die Gelegenheit, als eine der wenigen Ausländer, das faszinierende Thema Feng Shui an der Universität zu studieren. Und stellte fest, dass es riesige Unterschiede gibt zwischen dem, was ich mir vorher in Deutschland aus Büchern angelesen hatte und dem echten, asiatischen Feng Shui. 

FB: Die chinesische Harmonielehre wird in Asien ganz anders angegangen als in Deutschland. Wie muss man sich das vorstellen? 

Die Grundlagen von Feng Shui sind in der Bevölkerung allgemein bekannt. Kaum eine Familie, die in ihrem Haus nicht auf die wichtigen Kompetenten für Gesundheit, Wohlstand und gute Beziehungen achtet. Feng Shui gehört zum Alltag, fließt bereits in die Stadtplanung ein. Schulen, Bürogebäude, Einkaufszentren, Museen und Konzerthallen – in fast allen Gebäude wird auf gutes Feng Shui geachtet. Umgekehrt wird bei Unglücksfällen oder Umsatzeinbußen schnell ein Feng Shui Master zu Rate gezogen, um durch geeignete Maßnahmen die Energie wieder zum Fliessen zu bringen.  

Fernöstliche Lehre machte glücklich

FB: Was hat Dich persönlich an dieser fernöstlichen Lehre so fasziniert? 

Ganz einfach: Sie hat mich glücklicher gemacht. Seit ich nach diesen Regeln lebe und unser Haus so ein- und ausgerichtet habe, bin ich achtsamer geworden, zufriedener, mein Leben verläuft viel häufiger so, wie ich es mir wünsche. Und das finde ich klasse!

FB: Wann hast Du die Entscheidung getroffen, Dich mit Feng Shui selbständig zu machen?

Eigentlich war das gar nicht meine Entscheidung, sondern die meines ersten Lehrers. „Geh raus und sammle Erfahrungen“ sagte er. „Das ist nicht nur gut für Dich, sondern so kannst Du Dein Wissen teilen und anderen helfen.“ Mit seinem Empfehlungsschreiben in der Hand und ziemlich weichen Knien, stand ich dann irgendwann tatsächlich bei der zuständigen Behörde und bat um die Erlaubnis, ein Geschäft als Feng Shui Beraterin anzumelden. Als Deutsche. In Singapur. Und sie wurde erteilt … und damit war ich „die deutsche Asiatin“ und durfte offiziell als Feng Shui Beraterin unterwegs sein. Und andere Menschen glücklicher machen.

Feng Shui funktioniert einfach – kein Glaube daran nötig

FB: Was ist das stärkste Argument für Feng Shui?  

Es funktioniert. Und man muß nicht daran glauben! Wie oft ich bei uns zu Hause testweise Möbel umgestellt oder Bilder ab- und umgehängt habe, lässt sich gar nicht mehr zählen. Meinen Söhnen und meinem Mann habe ich gewöhnlich nicht vorher erklärt, warum ich dies tue, sondern nur aufmerksam zugehört – oder beiläufig nachgefragt – wenn sie dann in den folgenden Tagen von positiven Ereignissen oder Erfolgen berichtet haben.

FB: Wie siehst Du die esoterische Komponente im Zusammenhang mit dieser Harmonielehre? 

Feng Shui hat nichts mit Esoterik zu tun, ist weder mystisch noch spirituell. Es ist wirklich schade, dass Feng Shui hier teilweise belächelt oder als Humbug abgetan wird. Feng Shui sei „nicht mehr modern“ wurde mir neulich in einer Buchhandlung mitgeteilt. Leider werden tatsächlich viele merkwürdige und teils absurde Praktiken und Formeln verbreitet, die auf Aberglauben oder falschen Übersetzungen basieren. Echt bedauerlich. Das klassische, traditionelle Feng Shui, das auch heute noch im modernen Singapur angewandt wird, hat nichts mit Esoterik zu tun. In Asien ist Feng Shui eine anerkannte Wissenschaft, die logisch aufgebaut ist und auf Natur-Beobachtungen beruht. 

Mehr Harmonie wird oft gewünscht – vor allem in Beziehungen

FB: Was wünschen sich Deine Kunden, für die Du Projekte umsetzt und wie gestaltest Du die Herausforderungen der Kundschaft?

Christine Kronshage

Feng Shui-Beraterin Kronshage

Meine Kundinnen wünschen sich mehr Harmonie, Gesundheit und ein liebevolleres Miteinander in ihrer Familie. Manchmal geht es auch um mehr Erfolg im Beruf oder (für ihre Kinder) in der Schule oder im Studium. Aber meist handelt es sich um Beziehungsprobleme.  Gleichzeitig hängt in vielen Köpfen immer noch der Vorbehalt, das sich durch eine Feng Shui Beratung der gesamte Einrichtungsstil ändern müsste. Dem ist nicht so. Die Prinzipien des Feng Shui lassen sich wirklich in jedem Stil umsetzen. Gutes Feng Shui sieht man nicht – aber man spürt es!

Ich beginne immer mit einem Gespräch und finde dabei heraus, was die Kundinnen sich wünschen. Bei der Wohnungsbesichtigung geht es mir zuerst um eine Balance von Yin und Yang. Bereits während ich die Räume mit meinem Kompass vermesse, fallen mir Unregelmäßigkeiten auf, die ich sofort anspreche. Manchmal entfernen wir spontan kleinere Gegenstände oder Bilder und spüren die Energieveränderung! 

Rasche Lösungen, die nicht zu teuer sind, kommen zum Einsatz

Viele Menschen haben Dekorationsobjekte, Lampen, Bilder oder andere Objekte in ihren Wohnungen, die sie überhaupt nicht mögen. Oder die schlicht und einfach am falschen Platz stehen / hängen. Mit solchen „Kleinigkeiten“ beginnt schon ein Prozeß. Mir ist es wichtig, dass meine Lösungen schnell umsetzbar und nicht allzu kostspielig sind. Vor allem in Mietwohnungen ist es oft nicht möglich, „mal eben“ eine Tür zu versetzen. Und auch neue Wandfarbe ist für manche Menschen mit viel Aufwand verbunden. 

FB: Was für Räumlichkeiten lässt Deine Klientel bevorzugt umgestalten und wo liegen bei Neubauten die Prioritäten in Sachen Feng Shui? 

Vielfach wird Feng Shui im gleichen Atemzug mit Innenarchitektur und Raumgestaltung genannt. Dabei geht es aber eigentlich eher um Optimierung der Energie innerhalb von Räumen. Wir spüren, dass es uns nicht gut geht, machen es allerdings nur selten an den Räumen fest. Ich werde nicht direkt zur Umgestaltung gerufen, sondern um Probleme zu lösen. Dafür schaue ich mir die Räume an. 

Eingangsbereich ist am wichtigsten

Aus Feng Shui Sicht ist der Eingangsbereich am wichtigsten, denn – und das wird leider oft vergessen – die gute Energie kommt von draußen ins Haus. Und die Haustür, die täglich mehrfach geöffnet wird, ist nun mal der Zugang der Energie. Daher sollte der Eingang bereits draußen so gestaltet sein, dass Besucher sich willkommen fühlen. Mülltonnen direkt neben der Eingangstür sind daher keine gute Idee. Eine schöne Fußmatte, eine der Jahreszeit entsprechend dekorierte Haustür, eine funktionierende Klingel, eine schöne Lampe, ein gut lesbares Namensschild, bzw. die Hausnummer, vielleicht sogar noch eine oder zwei schöne Kübelpflanzen und eine Bank – so heißt man die Energie willkommen. 

Negative Energien vermeiden

Auch bei Neubauten ist der Eingangsbereich sehr wichtig. Außerdem wird geschaut, dass der Grundriss so gestaltet wird, dass alle Bewohner ihre positiven Bereiche gut nutzen können. Man versucht, negative Energie weitestgehend zu vermeiden, indem man bei der Platzierung von Treppen, Türen und Fenstern auf die Einhaltung der Regeln des Feng Shui achtet. 

FB: Du arbeitest bundesweit – woran derzeit? 

Mein Fokus liegt auf Einzelberatungen. Im Rhein/Main Gebiet erarbeite ich individuelle Lösungen für meine Kunden vor Ort in ihren Räumen. Außerdem biete ich über die Landesgrenzen hinaus online Beratungen an. Momentan plane ich beispielsweise bei einem Neubau in Österreich mit. Das wunderschön gelegene Grundstück hat einen tollen Blick, ist durch seine Hanglage aber auch eine Herausforderung, der ich mich gern stelle. 

Digitaler Workshop für kleinen Teilnehmerkreis geplant

Um für alle Interessierten gut erreichbar zu sein und das Wissen über Feng Shui zu verbreiten, biete ich in Kürze einen Online-Tagesworkshop an. Bei diesem Workshop arbeite ich intensiv und exklusiv mit einem kleinen Teilnehmerkreis. So kann ich mich optimal auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen konzentrieren. Ziel des Workshops ist es, an nur einem Tag den Energiefluss und damit das Wohlbefinden des Teilnehmers spürbar zu verbessern. Besonders viel Freude habe ich auch bei der Produktion von Videos, die ich gern bei YouTube oder auf meinem Facebook Account veröffentliche.

Weitere Informationen zu Feng Shui und Christines Leistungsspektrum finden Interessierte auf ihrer Homepage.

Bildnachweis: Christine Kronshage

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Janine Harmjanz

Janine Harmjanz aus Hamburg hat als gelernte Erzieherin und Psychologin einen umfassenden Einblick in die aktuelle Betreuungssituation in Kindergärten bekommen. Schnell stellte sie fest, dass die individuelle Betreuung hier kaum möglich ist. Kurzerhand stieg sie aus und machte sich mit einer Kinderbetreuung für Privathaushalte selbständig. Schon kurz darauf konnte sie sich vor Aufträgen kaum retten, was die Kinderbetreuung Harmjanz – so der Name des Unternehmens – rasch wachsen ließ. Heute hat die engagierte Frau aus dem Norden eine Vielzahl an Kunden und agiert mit einem breit aufgestellten Team.

Janine hatte in Kita umfassenden Einblick in Betreuungssituation

Vom Unternehmer über den Prominenten bis hin zum eingespannten Arzt lassen beruflich engagierte Eltern den Nachwuchs von Janine und ihrem Team betreuen. Die Tendenz für diese Art Dienstleistung ist steigend: Janine arbeitet aktuell bereits mit 60 Leuten, um den Bedarf an privater Kinderbetreuung ihrer Kundschaft zu decken. Darüberhinaus hat sie sich auch auf die Betreuung der Kleinen auf Feierlichkeiten spezialisiert, was vor allem bei Anlässen wie Hochzeiten oder Jubiläen gut ankommt.

Wir haben mit der sympathischen Unternehmerin über ihr Business und die Belange ihrer Kunden gesprochen.

FB: Janine, Du bist von Hause aus gelernte Erzieherin, hast auch einen Kindergarten geleitet. Wie kam es dazu, selbst eine private Kinderbetreuung zu gründen?

Ich bin gelernte Erzieherin und Psychologin mit den Schwerpunkten Management, Personalwesen und Entwicklungspsychologie. Bevor ich die Kinderbetreuung Harmjanz gegründet habe, arbeitete ich als Kinderbetreuerin in Privathaushalten, im Personalmanagement bei einem renommierten Unternehmen in Hamburg und darauffolgend im Leitungsbereich einer Kita.

Viele Eltern sind mit Kitasystem unzufrieden

Die „Kinderbetreuung Harmjanz“ habe ich vor drei Jahren gegründet. Damals war ich neben dem Studium als Kinderbetreuerin in mehreren Familien tätig und merkte schnell, welch großer Unmut und Sorgen bei vielen Eltern vorherrschten. Eine Vielzahl dieser Eltern war mit dem Kitasystem sehr unzufrieden und wollte seinen Kindern eine individuelle und flexible Betreuung im gewohnten Umfeld ermöglichen.

Schon als ich in der Kita arbeitete, stellte ich fest, wie eingefahren das klassische Kitasystem ist und dass eine individuelle sowie interessen- und bedürfnisorientierte Betreuung einzelner Kinder kaum möglich ist. Daher stieg ich aus diesem System aus und machte mich selbstständig mit der Kinderbetreuung in Privathaushalten. Da ich mich rasch nicht mehr vor Aufträgen retten konnte und ich mich eigentlich noch im Studium befand, stellte ich daraufhin meine erste Mitarbeiterin ein. Sie unterstützt mich mittlerweile sogar in der Geschäftsführung und hat den Bereich Hochzeits- und Eventbetreuung komplett übernommen.

Aufträge kamen rasch – Businessplan und Gründung folgten

Es folgten rasch weitere Aufträge, so dass mehr Personal her musste. Ich schrieb einen Businessplan und die Gründung folgte umgehend.

FB: Was denkst Du, woran es liegt, dass Kindergarten-Einrichtungen oftmals nicht die Qualität bieten (können), die Eltern sich wünschen?

Das liegt an vielen Faktoren. Grundlegend ist es der Betreuungsschlüssel, der eine individuelle Betreuung schwer macht und zum Anderen das System der Inklusion in den Kitas. Ich finde es toll, dass Kinder mit einem höheren Förderbedarf in den normalen Kitas betreut werden sollen, doch es sollte dann zumindest eine weitere pädagogische Fachkraft eingesetzt werden und nicht alles, auf die eh schon überlasteten Erzieher abgewälzt werden.

FB: Konntest Du all das, was Dir an herkömmlichen Kindergärten nicht gefallen hat, in Dein privates Betreuungskonzept einfließen lassen? Wenn ja, nenn uns doch mal ein paar Beispiele!

Ja absolut. Da wir entsprechend der Bedürfnisse der Familie agieren, setzen wir passgenau eine Betreuerin ein, die langfristig den Kindern zur Seite steht und diese ganz individuell und kompetent fördert. Wir haben die Freiheit, die Kinder ganz ohne Vorbehalte kennenlernen zu dürfen und können so eine langfristige Bindung zu ihnen herstellen. Auf dieser Grundlage ist eine individuelle und kreative Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen viel tiefgreifender als wenn die Themen nur an der Oberfläche ankratzt werden können. Wir überlegen immer mit den Kindern gemeinsam, was bei der  zur jeweiligen Betreuungseinheit unternommen werden soll. Dadurch lernen die Kinder schnell, dass ihr Wort ernstgenommen wird und sie wertgeschätzt werden.

FB: Wie viele Leute hast Du zwischenzeitlich im Team?

Wir sind enorm gewachsen! 60 Mitarbeiter unterstützen nunmehr mein Team!

FB: Wie muss man sich euren Service vorstellen?

„Es beginnt mit einer detaillierten Bedarfsanalyse seitens des Kunden, geht dann über die Personalsuche und gegebenenfalls Einstellung geeigneter Kinderbetreuer(innen) und schließt mit dem Vorstellungsprozess ab. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Chemie zwischen den Kindern, den Eltern und dem/ der Betreuer(in) stimmt. Regelmäßige Feedback – und Entwicklungsgespräche mit den Eltern als auch Mitarbeitern stärken das Vertrauen und Offenheit. Qualifizierte Schulungen aller Mitarbeiter zu Themen wie „Erste-Hilfe am Kind“ oder “Wie fördere/fordere ich das Kind, ohne es zu überfordern“ bereiten uns hierbei besonders große Freude.

Auch Notfallservice wird vorgehalten

Somit bieten wir ein umfangreiches und individuelles Betreuungskonzept in Privathaushalten. Die Betreuung kann stundenweise , halb- oder ganztägig und auch über Nacht oder mehrere Tage am Stück gebucht werden.

Ebenso bieten wir einen Notfallservice an, wenn die Kinder beispielsweise erkrankt sind und nicht in die Kita gehen können. Urlaubsbegleitung, Nachhilfe sowie Hochzeits- & Eventbetreuung bereiten uns ebenfalls größten Spaß.“

FB: Was für Leute sind es, die bei euch ihre Kinder privat betreuen lassen?

Unsere Kunden sind meist Vollzeit berufstätig oder selbstständig. Ebenso haben wir viele Unternehmer, Berater, Ärzte, Führungskräfte, Prominente, Firmen, Hotels und angehende Eheleute als Kunden.

Einsatzbereit auch nachts und an Feiertagen

FB: Wie stellt ihr sicher, dass die Kinderbetreuung beim Kunden auch gewährleistet ist, wenn – zum Beispiel – die Betreuungsperson auf dem Weg zum Kunden eine Reifenpanne hat?

Wir haben mehrere Springer im Team, die im Notfall sofort einsatzbereit sind, so dass  wir die Betreuung immer gewährleisten können.

FB: Seid ihr nachts und an Feiertagen erreichbar? 

Selbstverständlich! Wir arbeiten auch an Feiertagen.

FB: Mit Deinem Unternehmen bist Du auch auf Festivitäten präsent – zum Beispiel auf Hochzeiten. Welche Argumente sprechen da für eine professionelle Kinderbetreuung? Und: Wird der Service gut angenommen oder sind Gastgeber, die Profis für die Beschäftigung Kleinen buchen noch die Ausnahme?

Man sollte sich die Frage stellen, ob man allen Gästen eine schöne Feier ermöglichen möchte. Es liegt nicht in der Natur der Kleinen, stundenlang leise zu sein und sich wenig zu bewegen. Kinder wollen alles erkunden und Spaß haben. Wir bieten Entertainment für Groß und Klein und hatten sogar schon die Eltern einiger Kinder bei uns am Tisch sitzen, weil diese auch geschminkt werden wollten.

Kinderschminken und Basteln, wenn die Großen feiern

Im Endeffekt können wir je nach Wetterlage viele Aktivitäten und Attraktionen anbieten. Dazu zählen unter anderem Kinderschminken, zahlreiche Bewegungsspiele, Experimente, Tischkickern, Torwandschießen, Bastelideen mit dem Ziel, für die Kinder ein schönes Andenken an die Hochzeit zu schaffen oder auch Riesendart. Unser Bällebad, die Hüpftiere, Bobbycars und den Krabbeltunnel nutzen wir gerne für einen spannenden Erlebnisparcours. Zur späteren Stunde bauen wir unsere Schlaflandschaft auf und ermöglichen somit auch eine Übernachtbetreuung.

FB: Gibt es Zukunftspläne für Dein Unternehmen? Wenn ja, welche sind das?

Absolut! Wir werden demnächst Filialen in anderen Städten in Deutschland eröffnen.

FB: Der Job, den Du machst, ist ja mit sehr viel Zeit, die investiert werden muss, verbunden. Wenn es trotzdem freie Stunden gibt: Was machst Du in der Freizeit? Gibt es Hobbys?

Freie Sekunden und Stunden verbringe ich mit meinem Hund und meinem Freund. Ansonsten bin ich sehr gerne in der Natur.

Mehr zu Janine und ihrem Unternehmen hier.

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Frau im Home Office

Von daheim aus arbeiten, sich die Arbeitszeit selbst einteilen können, flexibel sein. Das ist nicht nur ein Modell für Freiberufler und Selbständige, sondern auch für etliche Angestellte in mittleren und großen Unternehmen. Vor allem Frauen nutzen die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, rege und gern. Dass hiermit nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gegeben ist, ist in den letzten Jahren zu immer mehr Unternehmen vorgedrungen, die nun ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen.

Home-Office wird zumeist für bessere Vereinbarkeit von Familie und Job genutzt

Freilich sind diese Firmen noch immer in der Unterzahl, wird gesamtgesellschaftlich um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Job immer noch gerungen. Vor allem Familienverbände fordern, dass Unternehmen noch viel mehr von diesen Home-Office-Arbeitsplätzen zur Verfügung stellen sollen. Hier übertrifft die Nachfrage das Angebot aktuell um Längen.

Doch parallel zu dem Wunsch vieler (weiblicher) Arbeitnehmer, von daheim aus arbeiten zu können, wird häufig auch Kritik am Home-Office laut. Fundierte Kritik. Damit zielt man aber nicht auf den gemeinen Home-Worker ab, der ja doch zwischendurch die Waschmaschine befüllt und in schlapperiger Jogginghose ungeduscht am Schreibtisch sitzt – dieses Gerücht hält sich, solange es die Heimarbeitsplätze gibt. Nebenbei erwähnt: Diese Verlockungen werden in diversen Web-Gruppen, in denen sich Leute, die im Home-Office arbeiten, austauschen und vernetzen auch immer wieder thematisiert. So mancher gibt freimütig zu, dass er sehr wohl die Waschmaschine nebenher laufen lässt und sich bis Mittag erstmal nur im Bademantel beruflich betätigt. Andere wiederum berichten davon, dass sie es sehr diszipliniert halten, sich ordentlich angezogen und – als Frau – sogar geschminkt an den Heimarbeitsplatz setzen.

So weit, so gut.

Karriere-Expertin sieht im Home-Office etliche Nachteile

Ganz andere Gründe führt nun Petra Rohner von der PR Consulting GmbH ins Feld. Auf dem Karriere- und Vernetzungsportal XING veröffentlichte sie einen Beitrag unter der Überschrift:

„Frauen und New Work: das Homeoffice als Karrierefalle“

Ihre Gründe, die sie im Beitrag nennt, sind nachvollziehbar. So schreibt sie unter anderem:

„(…)Zu Hause arbeiten bedeutet jedoch auch, in vielen wichtigen Momenten in der Firma nicht dabei zu sein. Da Homeoffice noch immer besonders von Frauen beansprucht wird, ist genau dies einer der Schwachpunkte der sonst so guten Entwicklung. Wer zu Hause arbeitet, merkt mit der Zeit, dass viele Themen, die im Team in den Pausen oder über Mittag besprochen werden, an einem vorbeigehen. Von Beförderungen erfährt man oft erst, wenn sie offiziell mitgeteilt werden – sogar wenn man selbst Interesse an der Position gehabt hätte.(…)“

Da ist natürlich etwas dran und nicht erst seit gestern ist bekannt: Im Home-Office arbeiten kann ziemlich einsam sein. Fernab von Kollegen, der Firma und alles was sich in diesem Zusammenhang abspielt, kann es tatsächlich passieren, dass man etwas isoliert wird. Nicht beabsichtigt freilich, aber eben als sich ergebende Konsequenz.

Mancher kennt nur das von Zuhause aus arbeiten

Wobei man hier wahrscheinlich unterscheiden muss, zwischen Leuten, die neu ins Home-Office gehen und Menschen, die es gar nicht anders kennen. Leute, die zunächst in einem Unternehmen und inmitten eines Kollegenkreises, eines Teams, gearbeitet haben, tun sich im Home-Office eventuell tatsächlich schwer und vermissen mitunter die Atmosphäre zwischen Büroflur und Kantine.

Wieder andere, die von Anfang an alleine von zuhause aus arbeiten, kennen es nicht anders und werden wohl auch nichts vermissen. Vor allem viele Freiberufler, die schreiben, konzipieren oder anderweitig geistig tätig sind kennen kein anderes Arbeitsumfeld, als die eigenen vier Wände. Wahrscheinlich ist es auch eine Sache der Gewohnheit.

Für Menschen, die zwar sehr gern im Home-Office arbeiten, sich aber auf Dauer isoliert fühlen, eignet sich deshalb eine Aufteilung der Arbeit sehr gut. So kann beispielsweise von Montag bis Mittwoch in der Firma und Donnerstag und Freitag von zuhause aus gearbeitet werden. Oder umgekehrt. Immer vorausgesetzt, der Arbeitgeber macht mit – klar!

Durch ein solches Modell würde der Draht zu den Kollegen inhouse nicht ganz so arg gekappt und die von Expertin Petra Rohner ins Feld geführten Nachteile lassen sich so ein Stück weit umschiffen.

Home-Office immer auch eine Typ-Frage

Am Ende ist es wohl eine Typ-Frage: Den einen stört es nicht im Geringsten, aus einem Kollegenkreis gänzlich ins Home-Office zu wechseln, während der andere zu dem erwähnten Teilungs-Modell tendiert. Schon immer von Zuhause aus Arbeitenden wird sich die Frage sowieso nicht stellen. Siehe oben. Erfahrungsgemäß vernetzt sich diese Klientel ganz gut, zumeist online. Gerade für Frauen gibt es hierfür im Netz diverse Gruppen, vor allem auf Facebook. Von den Mompreneurs über die Frauen Business Lounge bis hin zu der She preneuer Community gibt es in dem sozialen Netzwerk interessante Gruppen und Communitys für Frauen, in denen auch viele Mitglieder dabei sind, die im Home-Office arbeiten. Hier wird sich untereinander geholfen, mit Tipps versorgt oder auch mal Luft gemacht. Zwar findet alles digital statt, aber nicht wenige Frauen vernetzen sich auch offline, gehen mal einen Kaffee trinken, sehen sich. Eine gute Alternative zu fehlenden Kollegen ist dies gerade für Leute, die es nicht anders kennen, als stets allein zu arbeiten, allemal.

Mann muss es wollen (und mögen)!

Insofern: Es gibt sicher nicht nur DIE negativen oder nur DIE positiven Seiten in Sachen Home-Office. Und es ist garantiert nicht jedermanns Sache, auch klar. Wie bei allem im Leben gilt: Man muss es mögen.

Wer den erwähnten Artikel von Petra Rohner im Original lesen will, hier ist er.

Bildnachweis: pixabay.com

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Tiny House

Ein kleines Tiny-House am Waldrand, idyllisch platziert zwischen Feldern und Tannen und bestmöglich noch flankiert von vorbeischauenden Rehen: So romantisch werden die Mini-Domizile medial meist dargestellt. „Das ist weltfremde Träumerei“, sagt dazu Peter L. Pedersen, der mit seiner Firma Rolling Tiny Houses die gefragten Unterkünfte professionell ausstattet. Als Profi in Sachen Tiny House und profunder Kenner einer wachsenden Mini-Haus-Szene mag er der oftmals mit den außergewöhnlichen Häusern in Verbindung gebrachten Romantik so gar nichts abgewinnen. Im Gegenteil: Peter L. Pedersen verweist darauf, dass es einst die Not war, aus der die heute so beliebten Tiny-Häuser entstanden. Und zwar in den USA, in den Zeiten der Finanzkrise. Damals  verloren bekanntlich unzählige Amerikaner ihr Haus. Kleine mobile Unterkünfte waren für viele Gebeutelte die Rettung in der Not, so dass man Trailerparks für die Tiny Houses schaffte. Als Notprogramm. „Viele der rollenden Unterkünfte in diesen Parks haben nicht einmal Wasser oder Strom“, führt Pedersen aus, der nicht wirklich etwas für das kitschige Tiny-House-Klischee übrig hat. 

Falsche Vorstellungen vom Tiny-House an der Tagesordnung

Nicht zuletzt, weil er es nur allzu oft erlebt, dass Menschen mit falschen Vorstellungen zu ihm kommen und erwarten, für wenig Geld und Aufwand ein solches Häuschen erwerben zu können. 

Meist ist diesen Leuten gar nicht bewusst, dass man für ein Tiny-House eine Baugenehmigung benötigt. „Die braucht man in Deutschland – egal, ob ein Haus Räder oder Kufen hat“, weiß Peter L. Pedersen, der mit dieser Information schon so manchen potentiellen Käufer überrascht hat. Dazu kommt der Preis, der für jene unerwartet hoch ausfällt, die sich ihr Tiny-House hundertprozentig ökologisch ausstatten lassen möchten. „Diese Version ist die teuerste“, spricht Pedersen aus Erfahrung und verweist auf einen Kunden, für dessen gewünschte Öko-Version für ein Tiny-House letztlich um die 120.000 Euro auf der Rechnung standen. Mal eben einen Bauwagen mit Mobiliar ausstatten und ihn zum Wald ziehen, ist also nicht drin. Zumal es hierzulande auch gar nicht erlaubt ist, sich in Wald und Flur häuslich niederzulassen. 

Tiny House Innenraum

Paßgenau geplant, bietet ein Tiny House genügend Platz.

Nichtsdestotrotz spricht natürlich auch vieles für den Erwerb eines Tiny-Houses. Vor allem zu Vermietungszwecken, denn Übernachtungen in den kleinen außergewöhnlichen Quartieren sind äußerst gefragt. „Buchungen für Tiny-Houses überholen derzeit Buchungen für Ferienhäuser um Längen“, weiß Experte Pedersen und gibt Tipps, wie man mit professioneller Tiny-House-Vermietung stabile Einnahmen generieren kann.

Tiny-House vermieten – ein lohnenswertes Modell

Interessant dürfte das vor allem für jene sein, die auf ihrem Grundstück Platz haben oder ihre Ferienimmobilie in idyllischer Natur um ein solches Quartier erweitern wollen.  Steuerrechtlich wird die trendige Unterkunft als „mobil“ eingeordnet – so wie der Firmenwagen auch.  

Mit einem Tiny-House ist man vorsteuerabzugsberechtigt und kann dann mit 7 Prozent des Gastgeberzuschlages vermieten. Eine AfA – Absetzung für Abnutzung – wird über circa 8 Jahre gewährt. Um die 8.000 Euro AfA pro Jahr sind nach Abzug der Kosten denn auch als steuerfreie Einnahme drin.
Ein Modell, das genauer zu betrachten sich also durchaus lohnt. Nicht zuletzt deshalb, weil eine Übernachtung im Tiny-House ab circa 90-100 € zu Buche schlägt. Billig-Tourismus ist woanders!

Das zeigt sich auch an Pedersens neuestem Projekt – ein Tiny-House-Dorf, das er gerade am Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern plant. In herrlicher Natur und mit eigener Marina können Interessierte hier ein Tiny-House erwerben, das sie selbst nutzen, aber auch vermieten können. Die Waldrandlage lädt zum Entspannen und „eins-sein-mit-der-Natur“ ein. Etwas, worauf jene, die mit einem Tiny-House liebäugeln, großen Wert legen. Die Eröffnung ist für 2020 angesetzt und noch können Grundstücke gepachtet werden. Steht dann ein komfortables Tiny-House drauf, dürften Urlauber, die sich für eine bestimmte Zeit in den charmanten Häusern einmieten, nicht lange auf sich warten lassen. Und wer weiß? Vielleicht sind das ja dann die Tiny-House-Käufer von morgen? 

Wer sich für Tiny-Houses begeistert, kommt meist nicht mehr los

Grünes Tiny House

Kompakt, komfortabel und im Grünen – so wünschen sich Tiny-House-Begeisterte ihr kleines Domizil.

Denn wer einmal Feuer und Flamme für diese Art der Unterkunft ist, wird vom Tiny-House nicht mehr loskommen. Auch davon weiß Pedersen zu berichten. Und er hat einen Tipp, für alle, die sich für ein Tiny-House begeistern: „Wie beim Autokauf die Probefahrt, so ist eine Probe-Übernachtung im Tiny-House unbedingt zu empfehlen.“ Er selbst bietet solche Übernachtungen schon seit geraumer Zeit an. Interessenten melden sich einfach über seine Homepage bei ihm. Unter dem Stichwort „Probewohnen“ sind dort zudem die wichtigsten Infos dazu zusammengefasst.

Experten beim Bau der kleinen Domizile zu Rate ziehen!

Wie wichtig es ist, einen Experten beim Bau der kleinen Domizile zu Rate zu ziehen, zeigt das Gespräch mit Jörg Angermann. Er ist mittlerweile darauf spezialisiert, Käufern der gefragten Domizile schon im Vorfeld als Experte zur Verfügung zu stehen. Als Zimmerer weiß er, worauf es beim Herstellen dieser Unterkünfte ankommt und geht die Konzeption des jeweilige Tiny-Houses mit seinem professionellen Know-How an. Im Gespräch gibt er einen Einblick in seinen beruflichen Alltag, in dem Tiny Houses mittlerweile eine große Rolle spielen.

FB: Herr Angermann – zum Thema Tiny-House hat Sie eigentlich Ihre Tochter gebracht. Wie kam es dazu?

Meine Tochter hat mir eines Tages ein Bild von einem ausgebauten Überseecontainer gezeigt und mich gebeten, ihr doch so etwas zu bauen. Der Container hatte ein Wohn- und Schlafbereich, Küche und einem kleinem Bad, sowie einer Holzterrasse über die gesammte Breite des Containers. Daraufhin habe ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Tiny-Houses beschäftigt. Da ich noch ein altes Wohnwagengestell hatte, haben wir dann darauf ein TinyHouse geplant. Doch als ich mich dann mit einem Architekten und Statiker darüber unterhalten habe, wurde mir schnell klar, dass ich so nicht das geforderte Baurecht erfüllen kann.

Der Zimmerer hat besseres Gefühl für Statik

FB: Warum ist es so wichtig, beim Bau oder der Ausgestaltung eines Tiny-Houses einen Zimmermann zu Rate zu ziehen?

Tiny House im Grünen

So ein Tiny-House lässt Fans die Herzen der Mini-Haus-Fans garantiert höher schlagen!

Der Zimmerer hat ein besseres Gefühl für die Anforderungen der Statik, weil das ein Thema in der Ausbildung ist. Aus eigener Erfahrung mit Tischlern ist das in den meisten Fällen nicht gegeben. Es besteht doch ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Bau von Möbeln und Dachstühlen.

FB: Wie läuft eine Beratung für potentielle Tiny-House-Kunden bei Ihnen ab?

Da ich zur Zeit ein Musterhaus von der Firma Rolling Tiny House bei mir auf meinem Grundstück stehen habe, lade ich alle Interessenten zu einer Besichtigung ein. So habe ich die Möglichkeit, ihnen unser Tiny-House im einzelnen vorzustellen. Da wir eine sehr umfangreiche Liste an Sonderausstattung haben, bitte ich sie, mir einmal per E-mail, ihre Wünsche aufzulisten, so dass ich dann ein individuelles Angebot für jeden Kunden erstellen kann. Welches dann in einem zweiten Termin persönlich besprochen wird.

FB: Wie gestaltet sich Ihre Zusammenarbeit mit Herrn Pedersen?

Herr Pedersen steht mir in der Beratung der Kunden zur Seite. Wir veranstalten zum Beispiel einmal im Monat gemeinsam einen Schautag in dem Musterhaus, das auf meinem Betriebsgelände steht.

FB: Gibt es bestimmte Vorhaben, die Leute gern für ihr Tiny-House umsetzen wollen, von denen Sie aber abraten würden? Wenn ja, was sind das für Pläne?

Ich bin der Meinung, dass ein Tiny-House, ein Singlehaus ist. Im Einzelfall spricht auch nichts gegen 2 Bewohner. Wenn aber einige Paare planen, ein Tiny-House mit ein oder zwei Kindern zu bewohnen, sehe ich das als problematisch an. Das mag ja alles noch funktionieren, wenn die Kinder klein sind, aber wenn sie dann älter werden, sollte auch genug Raum für die Kinder gegeben sein.

Moderne Nomaden sind mit Wohnwagen besser bedient

Genauso sehe ich es auch, dass ein Tiny-House nicht zum ständigen Reisen gedacht ist. Wenn man so etwas plant, sollte man sich einen Wohnwagen zulegen, der ist dafür besser geeignet.

FB: Was war das bislang ungewöhnlichste Tiny-House, das Sie umgesetzt haben?

Bis jetzt gab es noch keine ungewöhnlichen Wünsche.

FB: In Sachen Aus- bzw. Neubau solcher Domizile – wohin geht der Trend? 

Innenraum Tiny House

Komfort auf kleinstem Raum – das zeichnet ein gutes Tiny House aus

Ich gehe davon aus, dass sich der Trend weiter entwickelt, vorausgesetzt, dass sich das Baurecht und die Einstellung der Gemeinden, im Bezug auf Tiny-House Dörfer oder Stellplätze flexibler gestaltet. Viele Gespräche mit unseren Kunden scheitern am Ende an den zuständigen Bauämtern oder Gemeindevertretern, die sich gegen eine Ansiedlung von Tiny-Houses sträuben.

In vielen Städten besteht einfach ein großer Mangel an bezahlbarem Wohnraum, den man mit möglichen Stellflächen etwas entschärfen könnte. So hätten junge oder auch ältere Menschen die Möglichkeit, eigenständig zu wohnen.

Im Tiny-House wohnen oder Mini-Domizil vermieten – vieles ist möglich

Eigenständig in einem Tiny-House wohnen, ein solches Domizil als flexible Platzreserve vorhalten oder eben gewinnbringend als Ferienunterkunft vermieten – die Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem attraktiven Mini-Haus sind vielfältig. Bleibt die Frage, wie man ein solches Projekt am besten finanzieren kann? Hier haben wir mit Finanzexpertin Corinna Lindenblatt gesprochen.

Die Fachberaterin für Finanzdienstleistungen widmet sich seit mehreren Jahren dem Schwerpunkt Baufinanzierung und betreut mit ihrem Unternehmen Bauherren und Immobilienkäufer im Bereich der Immobilienfinanzierung.

Nachfrage für Finanzierung der kleinen Domizile etabliert sich

Seit geraumer Zeit spielen auch Finanzierungen für Tiny-Houses eine Rolle. Hierzu haben wir die Fachfrau (im Bild) befragt.

Corinna Lindenblatt

Corinna Lindenblatt steht Interessenten und Käufern in Sachen Finanzierung Tiny House beratend zur Seite.

FB: Frau Lindenblatt, Tiny Houses sind im Moment in aller Munde, aber wie sieht es mit der Finanzierung aus? Immerhin sind die kleinen Domizile mit guter Ausstattung nicht billig – finanzieren sich das schon etliche Leute? 

Die Tiny Houses sind deswegen beliebt, weil sie multifunktional sind. Sie werden u.a. als Erst- oder Zweitwohnsitz genutzt, als Arbeitsplatz oder als Datscha. Verbreitet ist die Vorstellung: Kleine Immobilie, kleines Geld. Aber so einfach ist die Finanzierung aus Sicht der Banken nicht. Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung muss auch hier stimmen, weshalb man stets einen unabhängigen Finanzdienstleister hinzuziehen sollte. Und grundsätzlich gilt natürlich: Ohne ein belastbares und nachhaltiges Einkommen wird man bei der Finanzierung eines TH nicht weit kommen.

FB: Gibt es aktuell eine spezielle Tiny-House-Finanzierung?

Banken, die mit ökologischer oder ethischer Nachhaltigkeit werben, erwecken gern diesen Eindruck. Aber hinter den vermeintlich neuen Produkten steckt nicht mehr als ein normaler Ratenkredit (oder Konsumentenkredit). Wichtiger als die Modenamen ist der Sachverstand im Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten.

Vermeintlich neues Produkt ist meist Raten- oder Konsumkredit

Dazu ein paar Orientierungspunkte:

(1) Das Eigenheimmodell: Wird das TH fester Bestandteil des eigenen Grundstücks, machen die Banken typischerweise keinen Unterschied zwischen dieser und anderen Immobilien. Ein hierfür aufgenommener Kredit wird mittels einer Hypothek oder einer Grundschuld abgesichert. Der Wert des Hauses bzw. des Grundstücks dienen dabei als Sicherheit für das Darlehen. Typischerweise kann der Kunde aus einem breiten Angebot auswählen – und auch hier sollte man sich von einem unabhänigen Experten beraten lassen. 

(2) Das Parkmodell: Wenn das TH auf einem eigenen Grundstück nur dauerhaft „geparkt“, d.h. nicht fest mit dem Grundstück verbunden wird, kann man mitunter trotzdem ein Immobiliendarlehen und damit ein grundbuchlich abgesichertes Darlehen nutzen. Allerdings kommt das TH selbst nicht mehr als Sicherheit in Frage. In diesem Fall muss der Wert des Grundstücks allein als Sicherheit für die Finanzierung herhalten, damit diese Lösung realisiert werden kann. 

(3) Das Pachtmodell: Zusätzliche Belastungen treten dann auf, sofern der Wert des Grundstücks als Sicherheit für die Bank nicht ausreicht oder ein Grundstück gepachtet bzw. gemietet werden muss. Dann bleibt nur der Weg über einen normalen Raten- oder Konsumentenkredit. Da die Bank keine Sicherheit erhält, fällt der Zinssatz höher aus als bei einem Immobiliendarlehen. Zudem setzt ein solches Darlehen eine entsprechende Bonität des Kunden voraus.

(4) Das Wohnmobilmodell: Soll das Tiny House mobil bleiben, muss es für den Straßenverkehr zugelassen werden. Dafür bedarf es eines Fahrzeugbriefs. Zur Finanzierung kommt neben dem Ratenkredit hier auch die Leasing-Option ins Spiel. Diese Variante bietet sich vor allem dann an, sofern man das Objekt als Büroraum oder als Ferienwohnung nutzen möchte.

FB: Was empfehlen Sie Leuten, die sich ein Tiny-House kaufen und finanzieren wollen? Worauf sollte man achten?

Die Finanzierung von Immobilien ist ein bisschen wie Pokern: Man sollte den anderen Mitspielern nicht zu viele Informationen geben. Sich nach dem Trial-and-Error-Prinzip als Kunde von Bank zu Bank durchzufragen, schmälert schnell den eigenen Handlungsspielraum gegenüber den Banken; zumal jede Absage die Aussicht auf eine gute Finanzierung verringert.

Beratung von unabhängiger Seite macht sich bezahlt

Gerade auch beim Tiny House macht sich Beratung von unabhängiger Seite bezahlt, denn es geht um die Erstellung passförmiger Angebote, die in einer glaubwürdigen und gut dokumentierten Geschichte zusammen mit den Kunden erarbeitet und dann maßgeschneidert für den jeweiligen Kredit der Bank präsentiert werden sollten. So lässt sich Erfolg planen…so dass dem Umzug ins kleine Glück nichts mehr im Wege steht.

FB: Können Sie eine Beispiel-Rechnung für ein Tiny-House mit guter Ausstattung aufmachen?

Gern. Die folgenden zwei Beispielrechnungen sind hoffentlich geeignet, einen ersten Eindruck zu vermitteln. Die erste bezieht sich auf ein Immobiliendarlehen (A), die zweite auf einen Raten- bzw. Konsumentenkredit (B)

A)

Darlehens-und Auszahlungs-summe Zinssatz soll Zinssatz eff Rate monatlich Zins-

bindung 

Laufzeit  Gesamtkreditbetrag (Auszahlungssumme plus Zinsen
60.000 € 1,36% 1,41% 381,00 15 Jahre 15 Jahre 66.138 €

(Notar-und Grundschuldkosten kommen noch hinzu für die Sicherheitenstellung)

B)
Darlehens-und Auszahlungs-summe Zinssatz soll Zinssatz eff Rate 

monatlich

Zins-

bindung 

Laufzeit  Gesamtkreditbetrag (Auszahlungssumme plus Zinsen
60.000 € 3,48% 3,43% 804,48 84 Monate  84 Monate 67.576,24€

Wir bedanken uns bei Frau Lindenblatt, Herrn Pedersen und Herrn Angermann ganz herzlich für die umfassenden Informationen und freuen uns, wenn wir dem einen oder anderen Tiny-House-Begeisterten wertvolle Inputs geben konnten.

 

Bildnachweis:

Rolling Tiny House GmbH 2019, Baufinanzierung Wenzel

 

 

 

 

 

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Expertin für`s Finanzielle: Christine Aschauer

Haben Sie einen sehnlichen Wunsch, den Sie sich gerne erfüllen würden? Oder einen Kindheitstraum, der noch immer darauf wartet, Realität zu werden? Viele Frauen haben unerfüllte Träume und Ziele. Warum? Immer wieder stoße ich auf Frauen, die sich Ihre Träume schlichtweg nicht erfüllen können, weil das nötige Kleingeld fehlt. Gründe dafür gibt es so einige: familiäre Herkunft, Partnerabhängigkeit, Elternzeit,… – um nur ein paar davon zu nennen.

Fehlendes Geld wirkt sich negativ auf gesamtes Leben aus

Abgesehen davon, dass Sie ohne Geld Ihre Träume und Wünsche nicht finanzieren können, hat fehlendes Geld negative Auswirkungen auf Ihr gesamtes Leben, auf Ihre Entscheidungen und ihr persönliches Wachstum.

3 Gründe, warum ein Mangel an Geld negative Auswirkungen auf Ihr Leben hat

  1. Wachsende Existenzängste
    Was würde passieren, wenn Sie Ihren Job verlieren? Wie lange würden Sie mit Ihren momentanen Ersparnissen über die Runden kommen? Wie lange könnten Sie Ihre Miete oder den Kredit für Ihr Haus bezahlen?
    Haben Sie keinen entsprechenden Geldpolster für diese Themen hinterlegt, werden Sie früher oder später von Existenzängsten geplagt. Die Ausprägung kommt stark auf Ihre Persönlichkeit an. Aus Erfahrung weiß ich, dass im Grunde jeder von uns Existenzängste kennt – manchmal bewusst, manchmal weniger bewusst. Diese Ängste beeinflussen in unserem Unterbewusstsein all unsere Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen (Partner, Job, Karriere, Kinder,…).
  2. Steigende Abhängigkeit
    Haben Sie zu wenig Geld oder das Gefühl, dass Sie mit Geld nicht umgehen können, werden Sie abhängig von anderen Personen. Zuerst sind es Ihre Eltern, die Ihnen lange vorschreiben, wofür Sie Geld ausgeben dürfen und welche Wünsche Sie sich erfüllen dürfen. Später ist es häufig der Partner. Sollten Sie Kredit benötigen, werden Sie wiederum abhängig von Ihrer Bank. Dies führt dazu, dass Sie keine freien Entscheidungen treffen können. Sie werden eingeengt, können sich persönlich nicht entfalten und bleiben unter Ihren Möglichkeiten
  3. Behinderung von Wachstum & Persönlichkeit
    Wann haben Sie das letzte Mal einen Kurs, ein Seminar, einen Vortrag besucht oder in Fachbücher investiert?
    Investition in Ihr Wissen, in Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung ist das

Wichtigste und Beständigste in Ihrem Leben. Bildung kann Ihnen niemand wegnehmen. Vielmehr noch steigert es Ihren inneren und äußeren Wert und bestimmt Ihr künftiges Einkommen und langfristiges Vermögen. Um in Ihrem Leben voran zu kommen und die Karriere zu verfolgen, die Sie sich wünschen und vorstellen, benötigen Sie das nötige Kleingeld und die Möglichkeit sich persönlich weiterzuentwickeln.

Ganz egal, worin die Ursache liegt, warum Ihnen Geld fehlt – mit schnell umsetzbaren Schritten, können Sie bereits zum Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung haben.

Das Geld selbst in die Hand nehmen!

Nehmen Sie Ihr Geld selbst in die Hand! Ihre Existenzängste werden minimiert. Sie werden ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen und in Ihrer Persönlichkeit wachsen. Es werden sich neue Türen für Sie öffnen und ihre langersehnten Träume können dadurch Realität werden.

Ich verrate Ihnen heute ein paar Tipps, wie Sie Ihren Herzenswünschen um ein ganz schönes Stück näher kommen und anderen Frauen in diesem Thema 3 Schritte voraus sind.

Haben Sie Lust? Los geht’s:

6 Tipps, die Sie bereits Morgen umsetzen können:

  1. Ausgaben aufdecken – Werden Sie sich über Ihre laufenden Ausgaben bewusst. Häufig sind es die kleinen Dinge, die zusammengezählt am Monatsende einen großen Anteil an Ihren Ausgaben haben. Ein Haushaltsbuch ist hier empfehlenswert, weil es alle Ausgaben strukturiert aufzeigt. Es reicht, das Haushaltsbuch für 3 Monate zu führen. Sie werden nach dieser Zeit bereits ein gutes Gefühl für Ihre Ausgaben haben und wissen, wo Sie sparen können. Mein persönlicher Rat: Schätzen Sie vorab Ihre monatlichen Ausgaben. Sie werden überrascht sein, wie hoch sie tatsächlich sind. Mir ging es genauso. Bei meinem Haushaltsbuch hatte ich das geschätzte Budget für auswärts Essen bereits nach 2 Wochen aufgebraucht. Bei anderen Ausgaben war es ähnlich. Da war noch sehr viel Monat ohne geplantem Budget übrig.
  2. Ausgaben reduzieren – Wenn Sie einen guten Überblick über Ihre Ausgaben haben, ist es ein Leichtes über mögliche Einsparungen nachzudenken. Notieren Sie sich Ihre Einsparungspotenziale schriftlich, so erhalten Sie mehr Verbindlichkeit. Handys und unnötige Versicherungen – immer wieder sind wir „überversichert“ – sind Kostenpositionen, auf die Sie besonders Augenmerk legen sollten. Decken Sie dadurch Ausgaben auf, von denen Ihnen überhaupt nicht bewusst war, dass es sie gibt und eliminieren Sie diese. Achten Sie auch auf kleine Positionen, denn in Summe können diese einen wesentlichen Einfluss auf Ihr Vermögen haben.
  3. Spar-Rate festlegen – Sie kennen Ihre monatlichen Einkünfte und Sie wissen mittlerweile besser über Ihre Ausgaben und Sparpotenziale bescheid. Nun können Sie Ihre monatliche Sparrate festlegen. Diese zweigen Sie am besten bereits am Anfang des Monats ab und überweisen den Betrag auf ein eigenes Sparkonto. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Sie es schaffen werden, höhere Summen als bisher zu sparen. Werden Sie Ihre eigene Schatzmeisterin!
  4.  Bewusstsein schaffen – Werden Sie sich bewusst, wofür Sie Geld ausgeben möchten. Tun Sie es nicht aus Gewohnheit oder weil Ihr Umfeld sich gewisse Dinge leistet. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Gönnen Sie sich lieber jene Dinge, die Sie in Ihrem Leben vorwärts bringen, mehr Einkünfte schaffen oder die Sie sich sehnlich wünschen.
  5. Ziele festlegen – Setzen Sie sich Ziele, die Sie in Ihrem Leben erreichen möchten. Halten Sie diese schriftlich fest um Verbindlichkeit zu schaffen. Überlegen Sie sich anschließend, wieviel Geld Sie für die Erreichung Ihrer Ziele benötigen. Wichtig: nicht umgekehrt! Zuerst über Ihre Ziele nachdenken und erst im Anschluss über das notwendige Geld.
    Schränken Sie sich hier nicht durch Ihre aktuelle finanzielle Situation ein. Seien Sie kreativ und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Jetzt ist der beste Zeitpunkt über Ihre Zukunft nachzudenken und wie Sie diese gestalten möchten.
  6. Finanziell weiterbilden – Auf Sie warten interessante Blogs, Bücher und Veranstaltungen über Möglichkeiten zum Vermögensaufbau. Viele Frauen schreiben und halten Vorträge zu diesem Thema um Finanzen und Geld anderen Frauen zugänglicher zu machen. Haben Sie keine Scheu vor Börsen und Aktien. Halten Sie sich an gewisse Grundregeln und der Aktienmarkt wird positive Überraschungen für Sie bereit halten. Sie wären nicht die erste Person und insbesondere auch nicht die erste Frau, die vorher keine Ahnung über Finanzen und Vermögensaufbau hatte und nach kurzer Zeit fasziniert ist von diesem Thema.

Haben Sie Vertrauen – Leben Sie ein selbstbestimmtes Leben und Ihre Träume und Herzenswünsche werden Wirklichkeit!

Schauen Sie auf sich!

Zur Person:

Christine Aschauer hat sich ihr Know-How in mehr als 15 Jahren Organisationsentwicklung und im strategischen Management erfolgreicher, international tätiger Unternehmen erworben. Heute lässt sie ihr Wissen bei jungen, engagierten Selbständigen und Unternehmern einfließen und schöpft dabei aus einem vielfältigen Erfahrungsschatz, den sie sich bei Einblicken in unterschiedlichste Branchen angeeignet hat. Diesen weiterzugeben ist der engagierten Österreicherin ein Herzensanliegen.

Mehr zu Christine Aschauer finden Sie hier.

Bildnachweis: by Botagraph

Anwälte

Anwälte kennen die meisten Menschen nur als Helden aus dem Fernsehen. In der Wirklichkeit werden sie oftmals als nichtsnutzige Parasiten wahrgenommen, von denen es gar nicht so viele geben bräuchte.

Im Buch „Anwälte – Roman eines seltsamen Berufes“ (DIVA Verlag) will eine Studentin unbedingt wissen, welches Bild von Anwälten denn nun das richtige ist. Denn: Sie will selbst Anwältin werden. Während ihres Praktikums fragt sie einen Anwalt, der es wissen muss. Immerhin hat er schon namhafte Leute vertreten – vom Bankvorstand bis hin zum Spekulanten. Und nicht zuletzt natürlich auch Anwälte. 

Anwälte – eine seltsame Spezies!

Wer auf sensationelle Verbrechen mit Todesfolge gespannt ist, dem sei gesagt: Da hier kein Strafverteidiger erzählt, hält sich die Zahl Ermordeter in Grenzen. Aber nichtsdestotrotz geht es von Kapitel zu Kapitel turbulenter zu. Nicht ohne Opfer, denn von dem für jedermanns Wohlbefinden nötige Vertrauen in die Grundlagen unserer Gesellschaft bleibt so gut wie nichts mehr übrig….! 

Prädikat: „äußerst lesenswert“

Lesen Sie selbst – das Buch verdient das Prädikat „äußerst lesenswert“ 

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Bildnachweis: DIVA Verlag

Frau mit modischer Tasche

Hier ein tolles Posing, dort der coole Drink und da mal noch der Schnappschuss vom Luxushotel. Auf Instagram werden zum größten Teil sehr profane Dinge präsentiert. Essen, Getränke, Menschen und Mode. Der Hype um dieses soziale Netzwerk ist manchmal schwer zu verstehen, zumal die wenigen Text-Botschaften dort meist in einem Meer aus Hashtags untergehen. Aber dennoch: die Plattform hat sich vor allem bei ganz jungen Menschen etabliert. Vielleicht können „wir älteren“ (also ab 35 aufwärts….) das nicht so nachvollziehen, weil wir nicht wirklich etwas Wertiges darin sehen, wenn Nichtigkeiten in Szene gesetzt werden? Sei`s drum. Das Bilderparadies hat sich inzwischen einen Namen als Werbeplattform gemacht und es ist wohl vor allem Instagram zu verdanken, dass es für weibliche Instagram-User, die sehr erfolgreich mit ihrem Account sind, den Begriff Influencerin gibt. Solche – meist jungen – Userinnen warten oftmals mit einer riesigen Followerschar, gutem Aussehen und einem großen Hang zur Selbstdarstellung auf.

Manche Influencerin hat sprudelnde Werbeeinnahmen

Firmen nutzen das und so manche Influencerin kann sich über sprudelnde Werbeeinnahmen freuen. Prominenz hilft dabei ganz gut. Obwohl man keine alteingesessene Prominente sein muss. Nein – auf Instagram kann man bei Erfolg sogar in rasend kurzer Zeit selbst prominent werden. Viele Insta-VIP`s dürften im Offline-Leben den wenigsten Leuten bekannt sein, aber im digitalen Raum spielen sie eine berühmte Rolle.

Das dürfte auch auf die Influencerin Arii zutreffen. Die 18jährige ist eine Berühmtheit, die wohl nur kennt, wer regelmäßig zwischen den Instagram-Bildern und – hashtags umhersurft. Das Mädchen spielt allerdings digital in der Oberliga, denn sie hat über 2 Millionen Follower vorzuweisen. „Eine Menge Reichweite“ scheint sich da so mancher jetzt zu denken. Allerdings: ganz so einfach ist es nicht.

Denn die Influencerin hat jüngst einen ziemlichen Flop hingelegt. Trotz ihrer Millionen Fans. Was war passiert? Nun – wie so viele andere Insta-Sternchen wollte auch Arii ihre eigene Modekollektion herausbringen. Einem Bericht von WELT.de zufolge soll der Instagram-VIP für diese Idee auch einen Partner gefunden haben. Der aber wollte die Shirts, die die junge Frau produzieren lassen wollte, erst in die finale Produktion geben, wenn es der Influencerin gelingt, 36 T-Shirts über ihren Insta-Account zu verkaufen. 36 T-Shirts bei über 2 Millionen Followern sollten ja keine Hürde sein. Denkt man zuerst einmal.

Trotz hoher Reichweite gelang vorgegebener Produktverkauf nicht

Aber Pustekuchen! Falsch gedacht.

Denn: Arii bekam die geforderten 36 verkauften T-Shirts nicht zusammen. Dies berichtet WELT.de in dem erwähnten Beitrag auf der zu WELT.de gehörenden Publikation ICONIST.

Wortwörtlich heißt es da über den Flop der Influencerin:

„Wie es nun eben auch zum guten Ton bei siebenstelligen Fanzahlen gehört, startete Arii eine eigene Modelinie, „Era“. Damit die Kollektion regulär in Produktion geht, musste sie – so soll ihr Deal gewesen sein – 36 Shirts verkaufen. Und das hat nicht geklappt. Unter diesen vielen, vielen Menschen fanden sich keine 36, die wirklich Geld investieren wollten.“

Das beweist mal wieder, dass der alte Grundsatz, dass PR noch keine Produkte verkauft, auch in Zeiten von Facebook, Instagram & Co. gilt.

Fans und Follower sind noch keine Käufer

Natürlich werden viele Follower die Influencerin Arii gut finden, aber deshalb öffnen sie noch lange nicht ihre Geldbörse und geben Geld für Produkte ihres Insta-Stars aus.

Auf WELT.de heißt es in diesem Zusammenhang weiter:

„Zielgruppe und Produkt müssen genau zusammenpassen – und da muss die Community des Influencers auch gar nicht riesig sein. Ein Special-Interest-Account mit vielleicht vierstelligen Abonnentenzahlen kann mit der richtigen Ansprache in absoluten Zahlen mehr Käufe generieren als ein riesiger Account, der etwas völlig wahllos und unpassend unter die Menge bringen will. Luxusfirmen, die 18-jährige Social-Media-Phänomene mit teurem Schmuck ausstatten, merken schnell, dass Zigtausende minderjähriger Follower praktisch nichts wert sind.“

Genau so ist es! Unter den vielen Followern vieler sogenannter Insta-Stars sind oftmals sehr viele junge Leute, die nicht selten noch zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Dass die nun nicht gerade zur Zielgruppe für hochpreisige Produkte gehören und auch für preiswerte Artikel meist kein Geld haben, dürfte klar sein.

PR bringt selten sofort neue Kunden

Ebenso ist klar, dass – zum Beispiel – auch die Präsenz in einer großen Tageszeitung mit einem Riesenartikel über eine Person, die kommerzielle Produkte verkauft, keinen großartigen Verkaufsschub bringen muss.

All das ist und bleibt PR. Die bringt zwar Öffentlichkeit und Interesse, aber oft keine neuen (oder nur wenige neue) Kunden.

Das gilt für die Online- als auch für die Offline-Welt.

Der Originalartikel über die Influencerin Arii ist hier nachzulesen.

Mehr zum Thema.

Bildnachweis (Symbolfoto): pexels.com

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Sanduhr mit rotem Sand

Gestern besuchte ich einen ganz besonderen Ort – eine kleine Lichtung mitten im Wald, wo seit über 30 Jahren ein Einsiedler lebt. Er hat sich dort mit tausenden von der Sonne ausgebleichten Seidenblumen, die in angeschlagenen Plastiktöpfen schmale, mit verwitterten Steinplatten ausgelegte Wege säumen, und unbeholfen gezimmerten, dämmerigen Holzhütten voller vergilbter Heiligenbildchen, ein skurriles Refugium geschaffen. Fernab vom hektischen Treiben, allumfassender Konsumgier und der rasenden, uns immer mehr in ihren Strudel aus Verpflichtungen und Begehrlichkeiten hineinreißenden Geschwindigkeit unserer Welt.

Betritt man einen der verwinkelten Pfade, die durch ein unübersichtliches Labyrinth im dichten Nadelwald im Kreis führen, befindet man sich schlagartig in einer Welt der Stille, einem kleinen buntgemusterten Universum aus gelebter, zu Herzen gehender Frömmigkeit und innerer Einkehr. Alle Hektik fällt von einem ab, und man durchwandert selbstvergessen diese Enklave, den manifestierten Traum eines introvertierten Einzelgängers, der für sich selbst beschlossen hat, dass ihn das Treiben „dort draußen“ nicht mehr interessiert, weil er nicht dazugehören möchte.

Dieser Einsiedler verzichtet auf jede Art von Konsum seit mehr als drei Jahrzehnten, läuft fast immer barfuß und bezeichnet seine Eremitage selbst als einen heiligen Ort. Ab und zu besuche ich ihn und lausche in der flüsternden Kühle dieser aus der Welt gefallenen Insel der Seligen dem gequälten Wispern meiner gehetzten Seele, fernab von Trubel, Alltagssorgen, übervollen Terminkalendern und dem lästigen Vibrieren meines Mobiltelefons. Dieses Stück Wald ist ein wunderbarer Ort zur Einkehr, eine Herausforderung für uns „digitale“ Arbeitssklaven, eine kleine Flucht ins Unwirkliche.

Außerdem beeindrucken mich Konsequenz, Beharrlichkeit und der tiefe Glauben an eine übergeordnete Macht, mit denen dieser Mensch sein eigenes kleines Reich gestaltet hat, in dem er schon so lange ohne Strom oder fließendes Wasser (außer dem kleinen Bach, der an dem Grundstück vorbeifließt) lebt und jetzt bei allerbester Gesundheit bald seinen 80ten Geburtstag feiern darf.
Wobei ich mir nicht sicher bin, was „feiern“ bei ihm bedeutet.

Gestern nun, als ich mit einer Freundin die wispernde Ruhe des Waldes durchschritt, wie jedes Mal beeindruckt von der Frömmigkeit und Bescheidenheit, die dieser von Menschenhand geschaffene Ort ausstrahlt, sah ich den Eremiten stehen, der sich mit jemandem unterhielt. Bei ihm verweilte ein Ehepaar Mitte 50. Der Mann klammerte sich in grotesk verzerrter, gebückter Haltung an einen Rollstuhl und starrte mich mit einer Eindringlichkeit an, die bekommen machte. Er wirkte, als würde er sich an mich erinnern, oder sich zu erinnern versuchen, obwohl ich ihn nicht kannte. Man sah ihm an, dass er sich verzweifelt bemühte, nicht zusammenzusacken, als sei er gerade hingefallen und beim Aufstehen auf halber Höhe daran gehindert worden.

Meine Freundin und ich taten, was uns angemessen schien – wir grüßten höflich und gingen weiter. Aber das Bild des Mannes, der sich an diesen Stuhl klammert und aussieht, als würde er gleich in sich zusammenfallen, lässt mich seitdem nicht mehr los.

Ich bin ganz sicher, für diese beiden Menschen, ein dem Anschein nach altgedientes Ehepaar, hat sich die ganze Welt innerhalb von Sekundenbruchteilen für immer verändert. Vielleicht machten sie früher regelmäßig Radtouren, feierten ausgelassen mit Freunden auf der Terrasse ihres Hauses, zogen Kinder groß, gingen samstags zum Einkaufen und hatten alles durchgeplant bis zur Rente. Vielleicht stritten sie gelegentlich über die Freizeitgestaltung, probierten regelmäßig neue Diäten aus und überlegten, ob sie die Oma ins Pflegeheim bringen sollten. Manchmal hatten sie unter Umständen das Gefühl, das Geld reiche nicht und bekamen sich in die Wolle, weil er unbedingt ein neues Auto kaufen wollte, sie aber meinte, man müsse fürs Alter etwas sparen. Eventuell hatten sie Sorgen, weil eines ihrer Kinder über die Stränge schlug. Die Möglichkeiten sind unendlich.

Und dann… kam dieser Schicksalsschlag, der alles zunichte machte. Vielleicht ein Schlaganfall, vielleicht ein Verkehrsunfall oder eine gemeine Krankheit. Eine Millisekunde, die ihr künftiges Leben unter einer von Kummer eingetrübten Käseglocke für alle Zeiten konservierte, unter welcher sie seitdem zu existieren gezwungen sind. Dieser eine Moment, in dem unsere Wünsche, Hoffnungen und Träume, all unser Ärger um Kleinigkeiten, in sich zusammenfallen wie ein angestochener Helium-Ballon, er hängt über jeden einzelnen Schicksal wie ein Damokles-Schwert. Übrig bleibt dann nur noch die leere Hülle unserer vorherigen Existenz: unter Umständen ein nicht abbezahltes Haus, zu wenig Krankengeld und … Schmerz. Jede Menge Schmerz und die Frage: „Warum ausgerechnet ich?“

Wissen Sie, was ich am häufigsten von meinen Freunden höre, wenn ich vorschlage, mal wieder was zu unternehmen? „Ich habe keine Zeit.“

Durch die Bank sind sie gestresst, reiben sich zwischen Arbeit, Gartenpflege, Kindererziehung oder Hobbies auf, streamen gelegentlich zur Entspannung einen Film oder gönnen sich einen Kino-Besuch und denken, sie hätten alles im Griff, denn nichts ist wichtiger heutzutage, als gut durchorganisiert zu sein. Ihre Urlaube planen sie mindestens ein Jahr im Voraus wegen dem Frühbucher-Rabatt, sie zahlen pünktlich jeden Monat in ihre Altersvorsorge ein und sparen fleißig („Damit ich mir in der Rente was gönnen und auch mal eine Kreuzfahrt machen kann“). Sie verschwenden, außer auf Beerdigungen von alten Freunden, keinen Gedanken dran, dass ihr Lebensplan nicht in Stein gemeißelt sein könnte, wie sie das zu glauben scheinen. Glauben müssen, denn die Wahrheit ist einfach zu grausam.

Aber das Leben nimmt keine Kreditkarten und unterschreibt keine Verträge. Auch nicht, wenn man 17 verschiedene Versicherungen abgeschlossen hat, unter anderem gegen Asteroideneinschlag oder Poltergeister. „Willst du Gott amüsieren, dann mach’ einen Plan“, las ich neulich.

Wer oder was auch immer unsere Geschicke lenken sollte – es/er ist unberechenbar, manchmal boshaft … und sehr, sehr mächtig. „Unter jedem Dach ein Ach“, sagte meine Mutter immer, und heute – mit all meiner Lebenserfahrung – muss ich ihr leider zustimmen.

Bestimmt kennen auch Sie Geschichten von Leuten, die 40 Jahre gearbeitet haben und dann kurz vor Antritt der Rente todkrank wurden und verstarben. „Das mache ich später, jetzt geht es nicht“, versichern mir Freunde, wenn ich einen Ausflug vorschlage. Auf dem Balkon zu sitzen und versonnen den Mond zu betrachten oder die nackten Füße in einem Bach baumeln zu lassen ist unmodern geworden – seit es Netflix und Handys gibt.

Manchmal hat man den Eindruck, die meisten fürchten sich vor der Besinnlichkeit, die sie zwingen könnte, darüber nachzudenken, was morgen sein wird, und wir versuchen deshalb, „was ist“, bis ins Unendliche zu verlängern, denn „was sein wird“, könnte sich für uns als unerträglich herausstellen. Wir Menschen sind nicht allzu gut in Schicksalsschlägen, habe ich das Gefühl. Feiern können wir definitiv besser.

Es gibt ja auch die sogenannten Stoiker, die sich jeden Morgen ungefähr 10 Minuten lang alles Schlimme vorstellen, das ihnen im Laufe des Tages zustoßen könnte – die werden dann wenigstens immer nur angenehm überrascht. („Gottseidank ist mir heute kein Klavier auf den Kopf gefallen.“)

Alle anderen rennen wie kreischende, von Besessenheit getriebene Hamster im sich immer schneller drehenden Rad einem imaginären Ziel hinterher, bis sie aufgrund der Fliehkraft oder vor Erschöpfung herausfallen und liegenbleiben. Manche stehen nie wieder auf. Andere nehmen Anlauf, hechten erneut ins Hamsterrad und fangen von vorn an.
Meine Bewunderung sei ihnen gewiss.

Ein Freund von mir erlitt mit 26 Jahren beim Rasenmähen einen Schlaganfall. Er konnte sich davon restlos erholen und lebt heute beschwerdefrei seit vielen Jahrzehnten, allerdings sehr viel dankbarer als vorher. Der andere verstarb mit 47 an Krebs. Und erst kürzlich musste ich einen alten Bekannten beerdigen, der mit 53 Jahren einfach umgefallen ist, trotzdem er nie rauchte oder trank. Im Gegenteil: Ich kannte niemanden, der gesünder lebte als er. Dann steht man beklommen am offenen Grab und denkt: „Er hatte doch eigentlich gar nichts vom Leben – immer nur gearbeitet und sich um seine alten Eltern gekümmert.“

Unser eigener Kilometerzähler läuft kontinuierlich mit jedem Tag schneller, und dann drehen wir einfach unser Leben „lauter“, um das bedrohliche weiße Hintergrundrauschen der Unendlichkeit auszublenden.

Wäre das alles hier ein Computerspiel, dann säße an den Steuerungselementen ein frustrierter, unberechenbarer Spieler, der willkürlich die „Delete“-Taste drückt und uns scheinbar nach Belieben löscht. Es gibt da die wahre Geschichte einer früheren Nachbarin, die aus dem Supermarkt kam, ihre Einkäufe im Auto verstaute, und in dem Moment, als sie den Motor startete, mit dem Kopf aufs Lenkrad knallte und starb. Einfach so.

Mittlerweile denke ich: „Hätte schlimmer kommen können, wenigstens war sie gut drauf, weil sie vielleicht noch ein Sonderangebot erwischt hat und musste nicht jahrelang leiden.“

Auf einem Friedhof sah ich mal ein steinernes Herz auf dem Grab einer Frau, die mit gerade mal 40 Jahren gestorben war mit der Inschrift: „Wir haben sie von Herzen geliebt.“ Es tut weh, so etwas zu lesen.

Geliebt zu werden schützt einen nicht vor Unabwägbarkeiten. Versicherungen oder Vitaminpillen übrigens auch nicht. Jeden Moment des Lebens darauf gefasst zu sein, dass das Schicksal mit dem Hammer draufhaut, scheint mir sinnvoller. Wären 10minütige Achterbahnfahrten denn schöner, wenn sie Stunden oder Tage dauerten? Ich denke nicht.

Alles ist endlich. Das Glück und auch das Leid. Nur kommt‘s einem bei zweiterem länger vor.

„Ich habe keine Zeit.“ Von wegen. Sie „haben“ gar nichts, das ist das Problem. Die Zeit gehört nicht Ihnen, sie ist nur eine Art Cluster, ein virtuelles Schwimmbecken, innerhalb dessen Sie sich bewegen dürfen, trotzdem Sie sich bemühen, Ihre Existenz in kontrollierbare Strukturen zu packen, unterstützt von tickenden Uhren, vollgepackten Kalendern und eng gesetzten Terminen.

Wir haben nichts. Es bleibt immer nur der Augenblick.

Und genau das sollte uns eindringlich bewusst werden. Eine Sandburg aus Träumen „haben“ wir, eine im Mahlstrom der Ereignisse trudelnde Seifenblase, inmitten derer wir schweben und uns bemühen müssen, nicht deren Rand zu berühren, weil diese sonst platzt und wir unsanft auf dem Boden unserer eigenen Sterblichkeit landen. Unser Sein ist voller unabwägbarer Ereignisse, die einen urplötzlich und ohne jede Vorwarnung treffen und einem den Boden unter den Füßen wegziehen können.
Schrecklicher Gedanke, nicht wahr?

Was oder wer auch immer unsere Geschicke lenkt, er ist unbestechlich und macht uns vielleicht einen Strich durch Hoffnungen oder Vorstellungen, ehe wir „ab in den Urlaub“ sagen, geschweige denn die Koffer packen können. Und genau um das zu verdrängen, lenken wir uns ab auf Teufel komm raus, denn wir wollen nicht mit der hässlichen Tatsache konfrontiert werden, dass wir nichts sind und keinen Einfluss darauf haben, was das Schicksal demnächst mit uns plant.

Neulich machte ich einen Stadtbummel und wollte mir zum Abschluss noch eine Tasse Cappuccino in einem Straßencafé gönnen. Da alle Tische an den Rändern besetzt waren, musste ich in der Mitte des bunten Pulks Platz nehmen und wurde von allen Seiten unfreiwilliger Zeuge sämtlicher Gespräche.

„Nächstes Jahr fliegen wir wieder auf die Malediven. Das hat uns vor vier Jahren so gut gefallen.“

„Letzte Woche hat der … zu mir gesagt, er hält das nicht mehr lange aus. Das macht er jetzt seit Jahren.“

„Ich freue mich so auf nächste Woche, da kriegen wir endlich die neue Küche. Und Ende August lade ich euch alle zum Essen sein.“

Und so weiter und so fort. Keiner von all diesen Menschen war wirklich da. Anwesend. Präsent. „Gestern, heute, morgen, nächstes Jahr, letzten Monat …“. Wir sind wirklich nie zuhause. In unserem Leben, meine ich.

Ich wiederhole: Wir haben nichts. Alles, das uns ausmacht, kann von der einen zur nächsten Sekunde Vergangenheit sein. Und die schöne neue digitalisierte Welt hilft uns vortrefflich dabei, diesen Gedanken zu verdrängen.

Es gibt nichts Zerbrechlicheres als die menschliche Existenz, und nur, um dessen nicht gewahr zu werden, packen wir unser Leben voll mit Pflichten, Verbindlichkeiten und scheinbarer Zeitnot. Außerdem haben wir doch Netflix, Online-Medien, Bungee-Jumping und Yoga-Kurse. Wir werden das wohl hinkriegen, jede Minute des Tages mit „sinnvollen“ Aktivitäten zu füllen, so dass unser Hirn nicht zur Ruhe kommt. Denn wenn es zur Ruhe käme… Um Himmels Willen!

Erst kürzlich sagte mir eine liebe Nachbarin, die vor kurzem ihren 60ten Geburtstag gefeiert hat: „ich werde nichts mehr hinausschieben, aufs nächste Jahr oder nächsten Monat, wie zum Beispiel einen Urlaub oder ein Treffen mit netten Leuten, denn ich lebe jetzt. Und es ist mir neulich erst bewusst geworden, dass es vielleicht irgendwann keine Gelegenheit mehr zum Verschieben geben werden wird.“

Wissen Sie: DAS könnte der Grund sein, warum Rentner so viel und oft verreisen. Worauf sollen sie denn noch warten? Bis zu ihrem 90ten Geburtstag? DANN gönnen sie sich aber wirklich was?

Aber zurück zu gestern. Diese Frau und ihr bedauernswerter Ehemann, auch sie hatten mit Sicherheit ein ganz normales Leben und vielleicht fürs Alter gespart. Sie hatten Pläne für ihre Rentenzeit geschmiedet, sich eventuell auf ein Enkelkind gefreut oder vor kurzem ihr Badezimmer renoviert.

Jetzt schiebt die Frau den Rollstuhl des Mannes, der verzweifelt versucht, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, weil in seinem Gehirn vielleicht ein Rest von Autonomiebestreben erhalten blieb, vielleicht auch Scham darüber, dass er jede Minute des Tages auf jemanden angewiesen ist (Wir Menschen sind merkwürdige Wesen…). Vielleicht erinnert er sich daran, wie schön es war, zu laufen, zu schwimmen, Auto zu fahren oder den Rasen zu mähen.

Es hätte auch andersherum laufen können und seine Frau treffen. Es hätte auch gar nichts passieren können, und beide wären zusammen in gepflegter Langeweile alt geworden.

Ich hätte es ihnen so gegönnt.

„Wenn du schon etwas tun musst, dann tu es gern“, ermahnte mich während meiner Schulzeit ein Lehrer. Das habe ich bis heute beherzigt, denn unser ganzes Leben besteht unter anderem aus vielen ungeliebten Tätigkeiten wie bei mir zum Beispiel Putzen oder schwere Gartenarbeit, einem Job, den man nur ausübt, weil man die Kohle braucht oder pflegebedürftigen Eltern hat.

„Tu es gern“, verwandelt verhasste Aufgaben vielleicht in die Erkenntnis, dass auch das Hacken von Unkraut von unserer Lebenszeit abgezogen wird. Und diese Lebenszeit sollten wir nicht mit Groll im Herzen verbringen. Stellen Sie sich doch einfach vor, Sie hätten keine Möglichkeit mehr, all das zu tun, was Sie nicht mögen.

„So eine miese Bude, in der ich wohne, ausgerechnet im dritten Stock, und all diese Treppen.“ Und wenn man nicht mehr dazu imstande ist, ein paar Stufen zu nehmen, dann erinnert man sich wehmütig daran, wie schön es noch war, einen Fuß vor den anderen setzen zu können.

Das gilt übrigens für so gut wie alles, das einem sauer aufstößt. Uns fehlt nur das Bewusstsein und die Dankbarkeit dafür, dass wir überhaupt KÖNNEN. Die Chance steht täglich bei 50:50, dass das morgen schon ganz anders aussehen könnte, denn wie Friedrich Schiller mal so treffend sagte:

„Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ew’ger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.“

Wenn ich zum Beispiel putze (ich hasse es…), trage ich riesige geräuschunterdrückende Kopfhörer und singe lauthals alle bekannten Lieder mit. Gelegentlich spiele ich mit sogar dem Schrubber Luftgitarre und tue, als wäre ich Ozzy Osbourne. Weil ich Putzen nicht mag, es aber erledigt werden muss. Und weil auch Putzen von meiner kostbaren Lebenszeit abgeht. Wenn ich versuche, es gern zu tun, habe ich mehr davon. Versuchen Sie es einfach mal.

Denn unser aller Leben ist kurz und beschränkt. Vielleicht kommt eine Gelegenheit, bei der Sie sich mit Bedauern daran erinnern, wie Sie flott den Feudel geschwungen haben zu den Klängen von Jethro Tull. Ich wünsche das niemanden, aber es kann uns alle treffen.

Deshalb: Genießen Sie jede Minute Ihres Lebens, und sei sie noch so beschissen. Schlimmer geht schließlich immer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und eine gute Zeit!

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Zellweger

Was hat man sich amüsiert vor Jahren – über Renée Zellweger und ihre „Schokolade zum Frühstück“-Komödie! Auch die Anschluss-Movies waren allesamt Publikumsschlager, was natürlich in erster Linie an Hauptdarstellerin Zellweger lag.

Mit der von ihr verkörperten Singlefrau, die mit Übergewicht und für den Mann des Lebens kämpft, konnte man sich seinerzeit nur allzu gut identifizieren. Ging es einem doch selbst so oder ähnlich. Zellweger spielte sich vor allem wegen ihrer Unperfektheit in die Herzen der Zuschauer. Mit nettem Durchnittsgesicht und Bauch-weg-Slip wirkte sie wie die beste Freundin und war schon allein dadurch weit entfernt von der Optik der üblichen Verdächtigen aus Hollywood.

Renée Zellweger war eine von uns!

Sympathisch wirkte auch, dass die Aktrice offenbar kein Problem damit hatte, sich für ihre Rollen etwas Bauchspeck anzufuttern.

Jahrelang kannte man Renée Zellweger mit einem natürlich attraktiven Gesicht und mal mehr und mal weniger schlank. Alles bestens und sympathisch also.

Heute ist davon kaum mehr etwas übrig und wer sich ihre aktuelle Rolle in der Netflix-Serie „What/If“ anschaut, der wird vielleicht sogar erschrecken. Zunächst: im eng anliegenden weißen Kleid und superschlank sieht Zellweger eher aus wie Kim Basinger in Basic-Instinkt. Aber das ist es nicht, was einen erschrecken lässt, wenn man das Bild anschaut. Es ist das Gesicht von Renée Zellweger, das einer eingefrorenen Maske gleicht.

Klar, wir alle werden älter und kein Mensch erwartet, dass die einstige „Schokolade-zum-Frühstück“-Frau heute noch so ausschaut wie seinerzeit im Film an der Seite von Hugh Grant. Aber: jede Wette, dass Zellweger heute OHNE Botox oder chirurgische Eingriffe, die ganz bestimmt zum Einsatz gekommen sind, immer noch supergut ausschauen würde! Sympathisch und mit lebender Mimik.

Ihr Gesicht wirkt wie eine Maske

Davon scheint nichts mehr da. Im Gegenteil: ihr Gesicht wirkt wie eine eingefrorene Maske, die aufpolierte Optik verleiht der Schauspielerin etwas Kaltes und Abstoßendes. Und man fragt sich einmal mehr, warum Darstellerinnen dieses Formats nicht einfach mit dem was sie – ja sowieso schon im Überfluss – haben, zufrieden sind? Ein attraktives Äußeres, Geld, Erfolg – warum es nicht dabei belassen?

Ja klar, das Argument, dass Frauen „beim Film“ „sowas“ eben machen, kommt in solchen Fällen so gut wie immer. Aber warum wird das als normal angesehen? Und warum können die wenigsten erfolgreichen Schauspielerinnen ihr Leben mit ihrer naturgegebenen Optik genießen? Zumal vor dem Hintergrund, dass bereits mehrere Millionen eingespielt sind und FRAU doch auch ein Leben ganz ohne diesen Beauty-Wahn führen könnte? Warum tun die sich das an und lassen für vermeintlich attraktive Rollen ihr Äußeres so immens verunstalten?

Oder nehmen die das gar nicht als verunstaltet wahr? Weil um sie herum sowieso jeder gesichts- und körpertechnisch getunt ist?

Fragen über Fragen….!

Manche Otto-Normalo-Frau wäre froh über diese Optik!

Die wahrscheinlich nur für uns „Otto-Normalo“-Frauen nachvollziehbar sind. Ein Hollywood-Star stellt sich diese offenbar nicht. Geld und Erfolg sind für diese Leute wahrscheinlich so viel wichtiger, als der eigene Köper, das individuelle ICH. Man hat das kürzlich auch bei Sylvie Meis sehen können, die ja noch um einiges jünger ist als Zellweger, aber mit demselben Maskengesicht in der Öffentlichkeit auftauchte.

Schade, dass diese VIP-Frauen offenbar so wenig Selbstvertrauen haben, dass sie ihre naturgegebene Optik – die ja sowohl bei Zellweger als auch bei Meis top gewesen sind! – nicht zu schätzen wissen. So manche „Frau von nebenan“ wäre wohl begeistert, hätte sie das Original-Aussehen von einer der beiden.

Aber nun ja: „Frauen von nebenan“ und VIP-Ladys trennen nun mal Welten. Und Falten.

Bildnachweis: picture alliance/Everett Collection

 

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Gala Christoph Metzelder Stiftung

Seit nunmehr 12 Jahren unterstützt die Christoph Metzelder Stiftung bundesweit Projekte der offenen Kinder- und Jugendarbeit in prekären Stadtteilen, um für junge Menschen vor Ort da zu sein. Wer bis dato glaubte, dass in Deutschland dafür kein wirklich großer Bedarf besteht, irrt sich gewaltig. Denn auch in Deutschland ist die Zahl derer zu hoch, die wirtschaftlich, sozial und gesellschaftlich benachteiligt sind. Kurz gesagt: Die Christoph Metzelder Stiftung widmet sich der Förderung in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Integration sowie der Bekämpfung von Kinderarmut.

Christoph Metzelder Stiftung engagiert sich für Kinder und Jugendliche

Ich persönlich bin schon seit vielen Jahren ein Fan der Arbeit und des Engagements des Fußballers. Aus diesem Grund bin ichauch immer gern dabei, wenn es darum geht, diese Stiftung zu unterstützen. Sei es bei Aktionen mitzuwirken, um Geld einzunehmen oder wie kürzlich in Potsdam bei dem Christoph Metzelder Stiftung Galabend dabei zu sein.Wer jetzt überlegt „Wie kann ein Galaabend helfen?“ oder „Ihr macht doch nur Party?“, der irrt. Diese Abende sind dazu da, um zu sehen was bisher schon geleistet wurde. Prominente Persönlichkeiten sind ebenfalls stets geladen und ziehen so gut wie immer die Presse an und sorgen so für mehr Öffentlichkeitsarbeit und einen noch höheren Bekanntheitsgrad der Stiftung.

Gleichzeitig wurden an diesem Abend viele tolle Dinge versteigert. Fotografien von Carsten Sander oder eine Bronze Skulptur von Tina Heuter sind nur einige der hochwertigen Stücke, die auf großzügige Bieter warteten. Zusätzlich gab es eine grossartige Tombola mit hochwertigen Losen, die natürlich auch ihren Preis hatte. Vielen Gästen aber fiel es leicht, für eine so schöne Sache zu spenden. Die Preise hatten insgesamt einen Gesamtwert von über 30.000 €! Darunter auch ein Aufenthalt im The Grand Ahrenshoop.

Tombola mit hochwertigen Preisen

Jean Bork mit Christoph Metzelder

Christoph Metzelder – starker Mann, starkes Engagement!

Der Erlös aus Versteigerung und verkauften Tombola-Losen ging zu 100% in die Stiftung und erreichte allein an diesem Abend einen Wert von über € 92.000. Und spätestens jetzt versteht man, warum diese Abende wichtig sind, auch wenn sie auf den ersten Blick anders wirken. Ich habe diesen Abend sehr genossen und finde Christoph Metzelder als Gastgeber immer wieder sehr sympathisch. Zudem wundert es mich auch nicht, dass dieser Mann ein so großes Herz hat und seine ganze Liebe in seine Projekte steckt.

Der Abend in der Schinkelhalle in Potsdam war wundervoll. Das Highlight war unter anderem die Sängerin Ingrid Arthur von den Weather Girls mit einem grandiosen Auftritt, der damit endete, dass wir Frauen am Ende alle auf die Bühne gezogen wurden. So tanzte ich mit Blümchen und Fernanda Brandao zum Erfolgssong It’s Raining Men um die Wette. Ich muss sagen, beide Frauen sehen wirklich unglaublich sportlich aus. Kompliment an dieser Stelle von mir!

Alles in allem ein wirklich schöner Abend mit Herz und großer Zukunft für Jugendliche in Deutschland. Danke Christoph Metzelder für dein Engangement!

Bildnachweis: Jean Bork