Freitag, 3. Dezember, 2021

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Diagnose „Nichtalkoholische Fettleber“ – und nun? Gastbeitrag von Beata

Wenig bis gar keinen Sport, zu viele Süßigkeiten und eine viel zu fettige Ernährung: Das sind so die Attribute, die mich in den letzten zehn Jahren – nachdem ich zum ersten Mal Mutter wurde – begleiteten.

Wenn auch das schlechte Gewissen im Zusammenhang mit dem Wissen um den nicht optimalen Lebensstil ein ständiger Begleiter in diesen Jahren war, so gelang es mir nicht, aus dieser Lebensweise auszubrechen. Und wenn doch, so war nach wenigen Tagen alles wieder vorbei und die üblichen Ausreden auch bei mir ein Thema.

Die da lauteten: Für Sport habe ich keine Zeit, eine Ernährungsumstellung ist zu aufwändig und die Süßigkeiten am Abend hat FRAU sich nach einem anstrengenden Familien-Alltagstag ja wohl verdient…!

Nichtalkoholische Fettleber: Zu viel Fettes und Süßes sind zumeist der Auslöser

Logisch, dass das nicht lange gutgehen konnte! Und so kam es bei mir wie es kommen musste: Mein Körper hat das viele Naschen, den wenigen Sport und das reichhaltige Essen nicht verziehen und eine Fettleber angesetzt.

Diese Diagnose bekam ich dann beim Arzt, der einen Magen-Ultraschall bei mir machte. Vorausgegangen waren dieser Untersuchung meine kontinuierlichen Magenspiegelungen, die ich seit Jahren – weil erblich vorbelastet – als Vorsorge machen lasse. Dieses Mal wurde diese Vorsorge um einen Magenultraschall ergänzt und siehe da – auf einmal hatte ich die Diagnose „nichtalkoholische Fettleber“.

Was die behandelnde Ärztin im Fachsprech mit „leichtgradige Steatosis hepatis“ deklarierte und mich recht kurz und knapp mit „mehr Bewegung, weniger Zucker und Fett und besser ernähren“ abfertigte, bedeutet für mich in der Endkonsequenz die gesamte Umstellung meines Lebensstils.

Fettleber kann sogar schon bei Kindern auftreten

Zunächst einmal recherchierte ich, was eine nichtalkoholische Fettleber – die übrigens auch bei Kindern schon auftreten kann – überhaupt ist.

Kurz gesagt lautet die Definition dazu wie folgt – Zitat netdoktor.de:

„(…)Eine Fettleber (Steatosis hepatis) ist die häufigste chronische Lebererkrankung in Deutschland. Dabei lagern sich vermehrt Fette in der Leber ein. Obwohl eine Fettleber anfänglich kaum Beschwerden bereitet, hat sie teils gravierende Folgen.(…)“

Und genau diese Folgen sind es, die bei mir zu einem Umdenken geführt haben.

Denn lebt man mit einer (leichten) Fettleber so weiter wie bisher, vergrößert man das Risiko für lebensbedrohliche Faktoren, die dann auf einen zukommen könnten, immens.

Das besagte Portal netdoktor.de schreibt hierzu weiter:

„(…)Wenn die Fettleber-Ursache nicht behoben wird, kann sich nach einigen Jahren aufgrund der Fettleber auch eine Leberzirrhose ausbilden. Die Leberzirrhose ist die schwerwiegendste Komplikation einer Fettleber, da es sich um eine nicht umkehrbare, lebensbedrohliche Erkrankung handelt und die Leberzirrhose das Risiko für Leberkrebs enorm steigert.(…)“

Sowas hört natürlich niemand, der eine Fettleber hat, gerne. Und auch ich war ob der Folgen, die sich hier einstellen können wie elektrisiert. Deshalb recherchierte ich schon kurz nach der Diagnose im Internet alles was mir zu einer Ernährungs- und Lebensumstellung in Sachen Fettleber wichtig erschien.

Es gibt unglaublich viele Seiten, die die Diagnose seriös erklären oder eine umfassende Rezeptsammlung liefern.

Zudem sind im Netz viele Artikel zu finden, in denen es um den Zusammenhang zwischen täglicher immenser Müdigkeit und Antriebslosigkeit und Fettleber geht. Denn auch das war in den letzten Jahren ein Riesenproblem für mich:

Die fürchterliche Müdigkeit, die mich schon am frühen Nachmittag extrem belastete und die fehlende Energie, die mich von vielen Sachen, die ich eigentlich angehen wollte, abhielt. Seinerzeit tippte ich aufgrund dieser Symptome auf Schilddrüse, doch das bestätigte sich nach einer ärztlichen Untersuchung nicht.

Der belastenden Müdigkeit etwas entgegensetzen

Heute weiß ich: Die Fettleber ist bei mir ein Auslöser für die belastende Müdigkeit.

Diese Belastung wollte ich loswerden, genauso wie mein Übergewicht und die Fettleber sowieso. Letztere kann sich nämlich wieder gut erholen, wenn man seinen Lebensstil umstellt.

Hier bin ich gerade dabei und ich möchte aufzählen, was ich von jetzt auf gleich geändert habe – natürlich mit der Einstellung, dies für immer zu ändern. Die Diagnose Fettleber war eine Warnschuss und motiviert mich nun viel, viel mehr zu einem gesünderen und sportlicheren Lebensstil, als das beim Abnehmen, nur um wieder in schöne Klamotten zu passen, je der Fall war.

Was habe ich gemacht, welche Tipps bei Fettleber-Diagnose setzte ich um? Eigentlich reichen zwei fundamentale Änderungen im Lebensstil aus und zwar diese:

Sofortige Ernährungsumstellung

Die tägliche Tasse Kakao mit herkömmlichem Kakaopulver, das abendliche Naschen mit Chips und/oder Schokolade, das Kochen mit fettiger Sahne, und, und, und….All das strich ich sofort aus meinem Alltag oder besser gesagt: Aus dem Familienalltag. Denn getrennt kochen wollte und konnte ich nicht und so profitiert nun die ganze Familie von viel gesünderen Mahlzeiten.

Wichtig: Für diese Ernährungsumstellung ist eine professionelle Ernährungsberatung absolut angebracht! Suchen Sie sich hier unbedingt einen seriösen Experten – am besten über spezielle Leberzentren, die es in größeren Städten gibt oder erkundigen Sie sich, ob  bei der nächstgelegenen Uniklinik eine Fachabteilung mit der Spezifikation auf die Leber existiert. Hier wird man Ihnen gerne weiterhelfen.

Ein Blick ins Netz kann zwar auch hier nicht schaden, doch gilt es in diesem Zusammenhang Vorsicht walten zu lassen, da im Internet in Sachen Ernährung auch viele zwielichtige Gestalten unterwegs sind, die eher irgendwelche Produkte verkaufen denn professionell beraten wollen.

Ich empfehle deshalb den Gang zu einem seriösen Offline-Ernährungsberater, vorzugsweise, wie oben geschildert, aus dem ärztlichen Bereich.

Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Ja, das packen auch Sportmuffel! Denn Bewegung muss nicht gleich in Leistungssport ausarten, sondern kann auch leichte Fitness oder auch „nur“ ein Spaziergang bedeuten.

Ohne sie – also die Bewegung – geht allerdings bei einer Fettleber nichts, sie muss sein.

Für mich als Sportmuffel hieß das, meinen Aircrosser mal wieder von Staub und darüberhängenden Klamotten zu befreien (wie viele Hometrainer enden eigentlich als Ersatzgarderobe?) und drauf zu steigen. Wenn auch am Anfang nur für wenige Minuten.

Aber: Ist man erst mal wieder dabei, steigert man seine Zeit zumeist von Tag zu Tag. Mittlerweile betätige ich mich auf diesem Gerät geschmeidige 30 Minuten!

Außerdem: Viel Bewegung an der frischen Luft. Ich habe es mir seit der Diagnose Fettleber so eingerichtet, dass ich täglich mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft bin und straff spazieren gehe. Oftmals wird es sogar eine ganze Stunde und da ich direkt in der Natur lebe, fühle ich mich nach diesen Runden wie neugeboren.

Ich kann deshalb nur jedem, der ebenso eine Fettleber diagnostiziert bekommen hat, nur raten, seine Ernährung zeitnah umzustellen und sich in Sachen Bewegung zu betätigen.

Aller Anfang ist schwer…

Natürlich ist das alles am Anfang sehr, sehr anstrengend. Allein die Recherche, was man kochen soll, ist anfänglich zeitaufwändig, ebenso wie das Einkaufen, weil man ja doch das eine oder andere Lebensmittel akribisch unter die Lupe nehmen muss.

Alternativ ist es auch eine gute Möglichkeit, nur noch in Läden einzukaufen, die regionale respektive Bio-Produkte anbieten. Leider ist aber auch das nicht ganz ohne Zeitaufwand zu bewerkstelligen.

Widmet man sich aber all dem und stellt sein Leben diesbezüglich komplett um, so wird man nicht nur mit purzelnden Pfunden belohnt, sondern auch mit mehr Energie. Denn die kommt automatisch, sobald man sich nicht mehr mit viel Fettem und Süßem ernährt und schenkt dann wahrhaft neue Lebensfreude!

Und der größte Pluspunkt ist natürlich die Investition in die eigene Gesundheit: Das Wissen darum, dass man eine nichtalkoholische Fettleber mit einer gesunden Lebensweise regenerieren kann, ist eigentlich der größte Ansporn an der ganzen Sache.

Jedenfalls ist das mein Fazit. Finden Sie Ihren Weg und lassen Sie sich mit mehr Vitalität und guter Gesundheit belohnen!

Viel Erfolg!

Über die Autorin:

frauenboulevard.de-Leserin Beata ist 41 Jahre jung und kommt aus Flensburg

Quelle Zitate: netdoktor.de

Bild: stock.adobe.com / freebird7977
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