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Frau in Sportkleidung

Familie, Beruf, Haushalt, oft noch der Garten und vielleicht noch ein pflegebedürftiges Familienmitglied – der Alltag vieler Frauen hat es in sich. Zeit für die eigene Fitness bleibt da meist nicht viel. Die meisten Frauen stehen vor einem zeitlichen Dilemma, wenn sie sich entscheiden, wieder etwas für ihren Körper zu tun. Der Weg ins Fitness-Studio ist naheliegend, doch oftmals auf die Dauer nicht umsetzbar. Anfahrt, umziehen, trainieren, wieder umziehen, Rückfahrt – dieses Zeitfenster ist meistens nicht frei. Nicht wenige, die sich dennoch voller Enthusiasmus in einem Studio anmelden, enden als „Karteileiche“. Frust ist da vorprogrammiert – ganz klar! Es macht deshalb Sinn, sich als vielbeschäftigte Frau nach Alternativen in Sachen Sport und Bewegung umzuschauen.

Expertinnen, wie Tonia La Prova (im Bild) bieten solche Alternativen. Die sportbegeisterte Frau aus München geht als Personaltrainerin auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kundinnen ein und ist dann da, wenn es die Zeit der Klientin erlaubt. Wer auch diese Zeiteinheit im Alltag nicht einbauen kann, erhält durch die Expertin online Unterstützung. Mit einem abgestimmten Programm, das kaum Zeit oder gar Gerätschaften beansprucht und dann umgesetzt werden kann, wenn es der jeweiligen Kundin im Tagesplan passt. Mit simplen Übungen, die auch Anfängerinnen oder Nichtsportlichen leicht fallen.

Wir haben uns mit Tonia La Prova über ihre Erfahrungen als Personaltrainerin und die von ihr entwickelten Programme unterhalten. Zudem gibt sie wertvolle Tipps in Sachen Durchhalten. Denn dass einige Frauen, die fitter werden wollen, rasch wieder aufgeben, wenn sich der Erfolg nicht in einer bestimmten Zeit einstellt, ist eine Tatsache. Die aber nicht sein muss, wenn man mit der richtigen Einstellung an einen bewegungsorientierten Alltag herangeht. Welche das ist – und noch vieles mehr – verrät unsere erfahrene Interviewpartnerin im Gespräch.

FB: Tonia, Sie sind Personaltrainerin in München. Ein Beruf, der Ihr Hobby ist. Seit wann machen Sie das und wie kam es dazu?

(lacht) Ja, so ist es. Mein Hobby betreibe ich nun mehr seit über 20 Jahren auch als Beruf. Ich habe mich schon immer für Bewegung und Sport begeistert. Das ging mit 4 Jahren beim Bodenturnen los. Nahe dem Elternhaus gab es eine Kung Fu Schule, die ich besucht habe. Dann kamen mit 11 Jahren die ersten Kinderkurse zum Turnsport dazu, die ich im Fitnessstudio mitmachen durfte. Das waren Hip Hop und Jazz Dance Klassen ein- bis zweimal die Woche. Durch die 6 Jahre der Studiokurse habe ich manchmal die Erwachsenenkurse mit großen Augen beobachtet und als ich mit 16 endlich auch im Studio Mitglied werden durfte, habe ich – soweit es ging – jeden Kurs mitgemacht. Nach kurzer Zeit wurde ich von der Haupttrainerin angesprochen, ob das nicht auch was für mich wäre. Und so habe ich damals kurzerhand eine der ersten Aerobic und Fitness Ausbildungen genossen und mit 16 meine ersten klassischen Aerobic Kurse unterrichtet. Das war der Grundstein für alle anderen Ausbildungen, Fortbildungen und Studien und so weiter, die mich letztendlich zur Personal Trainerin haben werden lassen.

Personaltrainerin La Prova baute einst Damenbereich in Bodybilder-Studio auf

Nach und nach hat sich das dann so entwickelt, dass ich in einem der ersten Bodybuilder Studios in München (Klaus Aschober, dass es heute leider nicht mehr gibt) den Damenbereich auf- und ausbauen durfte. Sprich, sowohl mehr Kurse als auch die Damen an die Kraftgeräte zu bringen. Durch die Einzelgespräche mit den Damen hat sich das Personal Training herauskristallisiert.

Damals gab es einfach Unsicherheiten seitens der Damen zwischen den Bodybuildern alleine und eventuell dann auch noch falsch zu trainieren. Diese Unsicherheit konnte ich ihnen in den Trainings nach und nach nehmen, was auch andere Damen annimiert hat, es ebenfalls mit dem Kraft- und Personal Training zu probieren. Mir hat es einfach von Anfang an gefallen, Menschen zu begleiten, sie zu begeistern, gemeinsam ihre Hürden zu überwinden und sodann an ihren kleinen und großen Erfolgen teilhaben zu können (dürfen).

FB: Neben Ihrer Präsenz im realen Leben bauen Sie Ihren Service auch online immer stärker aus. Wie schaut das konkret aus?

Aktuell erstelle ich kurze knackige Tages-/ und Wochenprogramme, wie die Schöne Beine Challenge im Mai. Hier geht es darum, in 10 Tagen straffe Beine und einen knackigen Po zu erhalten. Mit täglichen Anregungen von mir per Video sollen die Damen die Tagesaufgaben angehen und in erster Linie mehr Bewegung in ihren Alltag bringen, Selbstfürsorge betreiben.

Zum Beispiel ist eine Aufgabe eine simple Beinübung, die sich Wall Sit nennt. Hier setzt sich frau mit dem Rücken angelehnt an eine Wand und behält die Position für 10 – 20 Sekunden. Die Übung kann sofort ausgeführt werden, ohne sich in Trainingskleidung zu werfen oder groß eine zeitliche Lücke in den Tag zu graben. Es wird lediglich eine Wand benötigt und maximal 2 Minuten. Der Mehrwert der Übung ist eine Anregung des Stoffwechsel (Kreislauf wird sanft aktiviert und das Körpersystem arbeitet hier auch nach der Übung noch nach) und zu den Bein- und Pomuskeln werden auch die Oberkörpermuskeln gezwungen mit zu halten (trainieren) und somit habe ich eine kurze knackige Ganzkörperübung.

Schon simple Übungen bringen mehr Wohlgefühl – auch als Online-Coaching

Eine andere Aufgabe ist beispielsweise eine Beinmassage anzuwenden, die helfen soll, die Durchblutung weiter anzuregen und die vorher austrainierten Stoffwechselschlacken aus dem Körper abzutransportieren. Durch den Kontakt mit mir selber und dem auseinandersetzen mit meinem Körper (oder manche nennen es lieber Problemzonen) entsteht ein doppelter Mehrwert. Die Damen kümmern sich aktiv und gut um sich selbst, lernen ihren Körper neu kennen, entwickeln mehr Wertschätzung für sich und ihren Körper, fühlen sich dadurch wohler, wodurch sich weitere positive Begegnungen und Erlebnisse im Leben ergeben.

Ein weiteres Programm das hinzukommt ist das Online-Bewegungs-Coaching. Hier können mich die Damen für ein 20 oder 50 minütiges Online-Coaching über meine Website buchen und ganz speziell auf sich zugeschnittene Bewegungs- und Trainingsempfehlungen (Pläne) erhalten. Zum Beispiel habe ich eine Kundin mit 5 Kindern, die sich gerade selbstständig ein Unternehmen aufbaut und zugleich trotzdem Bewegung und eine ausgewogene Ernährung in ihren umfangreichen Alltag integrieren möchte. Hier haben wir zusammen einen Stundenplan ausgearbeitet, wie sie was und wann integrieren kann. Das ist nur eine Lösungsempfehlung. Es geht hier wirklich um die Kundenwünsche, deren Ziele und auf einen für sie ganz persönlichen Lösungszuschnitt

FB: Ihr Credo lautet „Gesund, gelassen, glücklich“. Ziemlich simpel eigentlich – aber doch nicht immer einfach umzusetzen. Vor allem nicht für Frauen, die Familie, Job und Alltag händeln. Oder auch nur den Job, ihren Freundeskreis und ihr selbstbestimmtes Leben. Welches Konzept dürfen Frauen diesbezüglich von Ihnen erwarten?

Mein Konzept unterstützt Frauen, die mehr Bewegung und Gesundheit in ihr Leben bringen wollen, dabei, sich dauerhaft stolz, stark und vital zu fühlen. Jede möchte auf die eine oder andere Weise (wieder) mehr Sport treiben, weiß allerdings nicht, wie sie für sich – und dass auch noch alleine – am einfachsten hinbekommen soll. Daher ist mein Anliegen, für jede individuell Ideen/Pläne mitzugeben, wie sie mit Leichtigkeit Bewegung integrieren können, z. B. mit der Wall Sit Übung, die keinen großen Aufwand bedarf.

Denn es gibt schon viele Informationen im Internet und in sehr vielen Frauenzeitschriften, was am Besten gemacht werden sollte, doch die richtige Unterstützung für die Umsetzung, die fehlt einfach.

FB: Aktuell betreuen Sie eine Facebookgruppe. Worum geht es da und was erwarten die Frauen, die in der Gruppe sind? Erzählen Sie doch hierzu mal ein wenig!

Richtig. Seit November 2018 habe ich eine Facebook-Gruppe, die ausschließlich für Frauen einen geschützten Raum bietet, die ihre Gesundheitswünsche, wie Abnehmen, Zunehmen, mehr Bewegung in den Alltag integrieren, mehr Sport treiben/vielleicht auch mal einen Halbmarathon oder so bestreiten zu können, oder sich nach einer Geburt wieder fit und gesund fühlen, bessere Ernährung umsetzen wollen etc und so weiter, zu äußern. Und mittels meiner Unterstützung und seitens der Community diese zu erreichen.

Teilerfolge motivieren zum Dranbleiben!

Sprich, es wird zu jeder Woche ein kleines Ziel festgelegt, das leicht umsetzbar und auch erreichbar ist, so dass zum Ende der Woche ein Erfolg in der Community geteilt werden kann. Diese Teilerfolge sind es, die es bewirken, das große Wunschziel z.B. 5 Kilo, 15 Kilo oder mehr abzunehmen, in die Realität zu bringen. Hier geht es auch dabei, erst einmal kleine neue Gewohnheiten in den bestehenden Alltag zu integrieren, denn nur dann habe ich die Möglichkeit weiter zu machen, dranzubleiben und vorallem dauerhaft einzuhalten.

Das Hauptproblem bei fehlender Zielerreichung ist, dass wir – und damit meine ich auch im speziellen wir Damen – uns immer zu viel und zu große Ziele auf einmal vornehmen, was das Scheitern schon vorprogrammiert. Mit kleinen Teilerfolgen kommen wir nach und nach in den sogenannten Flow und wollen weiter auf der Erfolgswolke fliegen.

Zu den Teilzielen bekommen die Damen im ganz speziellen leicht anwendbare Trainingstipps, wie sie sich von innen und außen besser versorgen können z. B. durch die Magnesiumzufuhr (ein Powerstoff für über 300 Stoffwechselvorgänge im Körper!) und auch Rezeptvorschläge. Hier ist es mir ganz wichtig, dass es leichte Rezepte sind, mit normalen Lebensmitteln, die soweit jeder meist zu Hause hat und dass das Rezept in maximal 4 Schritten fertig gestellt werden kann. Wichtig ist mir hier auch, dass das Rezept keine vorgesetzten kcal-Angaben oder ähnliches behält. Es geht wirklich um gesunde ausgewogene Ernährung, die wirklich jeder in seinen vollgestopften Alltag integrieren kann.

FB: Sie sind ein Fan des ganzheitlichen Ansatzes und da gehört natürlich die Gesundheit unbedingt dazu. Wie integrieren Sie dieses Thema in Ihr Konzept?

Getreu dem Motto von Jim Rohn: Kümmere dich um deinen Körper. Das ist der einzige Ort zum Leben, den du hast. Mein Konzept dreht sich daher, um die gesund Erhaltung unseres Körpers und natürlich unseres Geistes. Denn gesund ist, wer sich bewegt. Nur wer sich bewegt, bleibt gesund. In der Bewegung ist Körper, Geist und Seele miteinander verbunden.

Bewegung sollte von der tiefsten Körperzelle aus beginnen

Daher sollte die Bewegung von der tiefsten Körperzelle aus beginnen. Sprich, ernähre ich mich gesund, fühlt sich die Körperzelle wohl und kann dem Körper mehr Leistung bieten. Unterstütze ich sie zu dem mit Bewegung, aktiviert das alle weiteren Körpermechanismen, wie den Stoffwechsel, die Hormonausschüttung, den Muskelaufbau und -erhalt, die Konzentration und so weiter. Diese Kettenreaktion (dieser Kreislauf) ist es, dass alles enger und effektiver miteinander arbeitet und uns gesund leben lässt.

FB: In Ihrer Arbeit mit Kunden vor Ort schneiden Sie das Programm speziell auf die Klienten zu. Wie schaut das im Detail aus?

Abgesehen von körperlichen Einschränkungen, worauf ich bei meinen Personal Training-Kunden zum Beispiel acht gebe, geht es vielen Kunden in erster Linie, um Zeitersparnis und effektiven – schnell sichtbaren – Ergebnissen. Daher baue ich das körperliche und mentale Training und die Ernährung so in den jeweilig vorhandenen Alltag des Kunden ein. Als Beispiel: eine Kundin von mir hat 5 Kinder, einen Ehemann, ist selbstständig und will dennoch etwas für sich tun. Lobenswert oder nicht? Von außen betrachtet wirkt das erst einmal unmachbar.

Für mich aber genau die Herausforderung, die ich liebe. Ich habe ihr ein kurzes Workout für Zuhause erstellt, dass sie zum Beispiel während dem Kochen oder beim Zähneputzen machen kann. Die Ernährungsideen sind ebenfalls so konzipiert, dass alle Familienmitglieder damit einverstanden sind, sie leicht umsetzbar sind und es natürlich auch schmeckt.

FB: Sie kreieren auch eigene Rezepte. Was für Mahlzeiten sind das?

Meine Rezepte sind auch wieder in erster Linie leicht umsetzbar und bestehen maximal aus vier Arbeitsschritten. Zur ausgewogenen Ernährung gehört für mich auch Zeitersparnis als ein ganz wichtiger Faktor mit dazu. Denn wenn ich nur kurze Zeit in der Küche bin, habe ich auch Lust, mir vielleicht drei Mahlzeiten am Tag herzurichten oder zu kochen. Gerade für Mütter ist die Dauerbetreuung aller Familienmitglieder mit Nahrungsmitteln hier sehr umfangreich und dann fehlt die Zeit für Bewegung und Selbstfürsorge etc.

Auch Selbständige und Singles profitieren von den Rezepten

Doch auch Selbstständige oder Singles profitieren von den schnellen Rezepten, denn weiter ist es für mich wichtig, dass es sich um Lebensmittel handelt, die leicht käuflich erwerblich und in jedem normalen Haushalt zu finden sind. Da gehe ich auch gerne von mir aus. Ich mag es überhaupt nicht, mir irgendwelche exotischen Lebensmitteln aus irgendwelchen schwer auffindbaren Spezialläden organisieren zu müssen. Sowohl zeitlich, als auch aus organisatorischer Sicht.

FB: Wie schaffen Sie es selbst, so fit zu bleiben?

Inzwischen gehört Training bzw. Sport für mich wie das Atmen dazu. Daher habe ich für mich schon seit vielen Jahren einen Automatismus entwickelt, wie ich Bewegung im Alltag habe. Zudem kommt natürlich hinzu, dass ich in meinen Trainings auch immer in Bewegung bin und die Freude, die ich selber im Sport empfinde, auch automatisch durch die Bewegung/das Vorzeigen/Mitmachen, bei meinen Kunden dadurch auch leicht überspringt und mir diese auch wieder zurück gespiegelt wird.

Hinzukommt natürlich auch: wer will schon bei einem unfitten Fitness-Trainer Personal Training-Stunden nehmen? Hier spielt der Spiegelbildfaktor eine ganz große Rolle. Denn Kunden suchen sich – meist unbewusst – Trainer aus, die ihrem Ideal entsprechen bzw. die sie als Motivation sehen/betrachten können.

FB: Sie sind durch Ihren Beruf sicher sehr eingespannt. Wenn dann doch freie Zeit ist – wie verbringen Sie die, gibt es Hobbys?

(lacht) Auch mit Bewegung. Am allerliebsten gehe ich Salsa tanzen, zweimal die Woche ist für mich Minimum und eher essenziell für meine Freude. Das Tanzen erdet mich, ist eine ganz andere Bewegungsart, wie sonst im Alltag oder in meinen Trainings und die Salsa Musik erwärmt einfach mein Herz und lässt es Freude sprühen. Dennoch liebe ich auch ruhige Aktivitäten wie lesen, schlafen, essen, malen und Stricken. In dem Retreat, in dem ich im März in Barcelona war, haben wir die Puzzle-Leidenschaft auch wieder entdeckt. Das hatte ich ganz vergessen, wie entspannend das für das Gehirn sein kann. (lacht)

Als Personaltrainerin auch für Männer eine Gruppe initiieren

FB: Aktuell hält der Frühling im Land Einzug. Welche beruflichen Pläne haben Sie für die kommenden Monate?

Auf jeden Fall meine Facebook-Gruppe weiter ausbauen und dadurch mehr Menschen Unterstützung bieten, Gesundheit und Bewegung in ihren vollen Alltag zu integrieren. Zu dem werde ich noch eine Bauch Challenge rausbringen und im Anschluss daran, beide Challenges als eigenständige Emailserie anbieten. So dass hier jeder, wann er oder sie möchte, die jeweilige Challenge 10 Tage durchgehen kann.

Zudem möchte ich zum Ende des Jahres noch eine Facebook-Gruppe nur für Männer starten.

Weiterhin stehen ein paar Kooperationen und Projekte an, die mich schon voller Vorfreude erfüllen und meiner Community noch einmal mehr Unterstützung bieten werden.

Mehr Informationen zu Tonia La Prova und ihren Angeboten finden Sie hier.

Copyright: Tonia La Prova

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Getränkedose

Energy-Drinks – misstrauische Naturen sind wohl nie warm geworden mit diesen Getränken. Auch ich konnte mir nie vorstellen, dass das Zeug dem Körper so gar nicht zusetzen soll. Ganz abgesehen vom Geschmack. Ich habe in meinem Leben einmal einen Energy-Drink probiert. Nach zwei Schlückchen war Schluss, da mir das Zeug wie 100 000 flüssige Gummibären auf einmal schmeckte. Viel zu süß und irgendwie eklig.

Klebrig und süß – so schmecken viele Energy-Drinks

Mein „Nie wieder“ nach dem Kosten des Gesöffs hält seitdem an. Kein Wunder: ich bin `eh der Wasser- und Saft-Typ.

Wasser und Saft aber konsumierte eine 32jährige Frau aus Großbritannien wahrscheinlich eher weniger, denn sie war süchtig nach Energy-Drinks. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der BILD war die dreifache Mutter Samantha Sharpe süchtig nach Energy-Drinks.

Bis zu sechs Dosen trank die Frau täglich. „Stärker als die Sucht nach Heroin“ nannte die Schwester von Samantha Sharpe die Sucht nach den flüssigen Wachmachern. So ist es auf BILD.de zu lesen. Man ahnt schon beim Lesen, dass sowas nicht gutgehen kann und erfährt weiter, dass die junge Britin dann irgendwann unter Blackouts und Herz-Problemen litt. Folgenlos blieb das nicht und man implantierte der jungen Frau einen Herzschrittmacher.  Zudem stellten die Ärzte fest, dass der viele Zucker der Energy-Drinks Nierensteine und Diabetes verursacht hat.

Eine Diagnose, die mit 32 (und auch darüber hinaus) kein Mensch braucht!

Keine Energy-Getränke mehr, aber nach OP gleich ein Drink

Mit dem Herzschrittmacher kam der normale Herzschlag bei Samantha Sharpe zurück, doch ob die Frau wirklich geläutert ist? Auf BILD.de liest man in diesem Zusammenhang folgendes:

„Nach der OP gönnte sie sich noch einen Drink – keine gute Idee. „Ich konnte fühlen, wie mein Herz rast. Meine Nieren taten weh. Ich bekam Kopfschmerzen“, sagte Sharpe. Seitdem lässt sie die Finger von den stark koffeinhaltigen Getränken.“

Nun –  manche Leute brauchen wohl tatsächlich mehrere „Warnschüsse“, ehe sie erkennen, dass ihre Gesundheit das höchste Gut im eigenen Leben ist. Deshalb gilt: beim Konsum der klebrigen Energy-Drinks Zurückhaltung walten lassen oder das Zeug gleich ganz stehen lassen.

Eher ins Bett gehen, sich mal Zeit für einen Mittagsschlaf freischaufeln oder in der Natur neue Energie tanken sind definitiv die besseren Alternativen! Auch wenn`s altbacken klingt…!

Den Original-Artikel zu Samantha Sharpe finden Sie hier. 

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Nudeln

Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern. Der Sommer steht vor der Tür und freilich hat in dieser Jahreszeit kein Mensch Lust auf schwere Kost. Nudel-, Grün- und andere Salate haben wieder Hochkonjunktur. Zeit, Ihnen eines unserer Lieblingsrezepte zu präsentieren: einen sommerlich leichter Nudelsalat.

Dieses Gericht ist für das Abendessen mit der Familie ebenso geeignet, wie für den Treff mit Freunden. Klassisch angerichtet oder mit exotischen Zutaten versehen, ist diese Mahlzeit im Handumdrehen zubereitet und macht zudem stets satt.

Außerdem kann man zumeist noch am nächsten Tag davon essen und spart sich das lästige Kochen, das gerade an warmen Sommertagen so gar keinen Spaß macht.

Sie benötigen:

  • 250 g Nudeln (Penne, Spirelli)
  • 1 kleinen Becher Naturjoghurt (für Figurbewusste mit 0,1 %)
  • 1 Becher Frischkäse, normal oder fettreduziert
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 Essiggurken
  • Gurkenflüssigkeit
  • 2 Tomaten
  • 1/2 halber Apfel
  • 1/2 TL Senf

Zunächst die Nudeln kochen und abkühlen lassen. Dann den Joghurt mit dem Frischkäse mischen, dazu etwas Essig und Öl, geben, Salz und Pfeffer dazu, glattrühren (diese Mischung dient als Mayo-Ersatz!). Dies alles unter die Nudeln geben. Dann die Tomaten achteln und entkernen. Zwiebel, Gurken, Tomaten und den Apfel klein schneiden. Alles dazugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, durchziehen lassen, nach Belieben mit Kräutern garnieren und – genießen!

Guten Appetit!

Bildnachweis: pixabay.com

Erdbeeren und ein Teelöffel Zucker

Jeder weiß, Zucker ist ungesund. Also verzichtet man mal am Zucker im Kaffee oder Tee, man trinkt keine Cola mehr. Trotzdem nehmen wir weiterhin Zucker zu uns. Denn:
 auch die Industrie weiß, dass der Verbraucher darauf achtet, weniger Zucker zu sich zunehmen. 
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für einen Erwachsenen über den ganzen Tag verteilt, 25 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Das sind mal umgerechnet auf Würfelzucker 8 Stück, denn ein Würfelzucker hat ca. 3g Zucker.

Damit es schmeckt, wird an Zucker nicht gespart

Mit Lebensmitteln, die industriell hergestellt wurden, ist das kaum zu schaffen. Sollen diese Lebensmittel auch noch schmecken, muss da reichlich Zucker rein. Wie wir im ersten Teil gelesen haben, werden die Zutaten nach der Menge geordnet aufgeführt. Wenn nun auf der Zutatenliste Zucker an erster oder zweiter Stelle steht, dann werden die Verbraucher aufmerksam und entscheiden sich dagegen. 
Doch gibt es leider jede Menge Tricks, wie man Zucker im Lebensmittel verstecken kann. Manchmal ist Zucker doch scheinbar „notwendig“, je nach Rezeptur, damit man den Geschmack verbessern kann oder die Eigenschaft. Für den Verbraucher eine Zuckerfalle, die er schwer erkennen kann.

Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat Lebensmittel getestet. Da ist zum Beispiel ein Müsliriegel, der mit 30% weniger Fett wirbt. Er hat einen Fettgehalt, der reduziert ist. ABER:
 Es sind neun süßende Zutaten in dem Riegel enthalten. Damit ist der Gesamtzucker- und Kaloriengehalt genau so hoch, wie bei einem „normalen“ Müsliriegel. In dem Riegel sind 35 Stück Würfelzucker enthalten bei 500g. Wahnsinn. Der empfohlene Zuckerwert pro Tag fast das Fünffache drüber.

Hersteller tricksen beim Thema versteckter Zucker

Wenn nun der Hersteller ehrlich wäre, dann müsste er 105g Zucker auf 500g auf dem Müsliriegel angeben. Würde er es tun, stünde Zucker in der Zutatenliste ganz oben. Mal ehrlich, würden sie den dann kaufen? 
Daher nimmt er von allen süßen Zutaten immer nur ein bisschen. Damit stehen die Zutaten ganz hinten und der Verbraucher wird so getäuscht. 

Eine weitere Falle sind die fehlenden %-Angaben. Nehmen wir mal die Milchschnitte. Die kennt jeder, man sieht sie auch täglich in der Werbung. Abgesehen davon ist sie von Ferrero, die gehören zu Nestlé, und allein deswegen würde ich sie nicht kaufen.

Auf der Zutatenliste steht nun 40% Milch. Da ist eine Prozentangabe. Es folgen andere Zutaten ohne Prozente, wie Palmöl, Zucker, Weizenmehl, Magermilchpulver. Dann gibt es den Honig mit einer 5%-Angabe. Dem Kunden wird so suggeriert, die Milchschnitte besteht aus Milch und Honig. Also gesund. Jedoch sind in einer Milchschnitte 3 Stück Würfelzucker enthalten. Klingt wenig, ist aber trotzdem eine Zuckerfalle.

Eine weitere Methode ist, man versteckt den Zucker in der Fruchtsüße. Auf der Verpackung steht „natürliche Fruchtsüße“. Nur ist in den industriell hergestellten Lebensmitteln selten noch was natürlich. Für die angeblich gesunde „Fruchtsüße“ wurden auf keinen Fall Früchte verarbeitet. Meist ist es ein hochkonzentriertes, getrocknetes Pulver, dessen einziger Zweck es ist, zuckersüß zu sein. Ein Mischmasch aus Glucose und Fructose, dem man den normalen Haushaltszucker psychologisch „gleichsetzen“ kann. 
Und schon sind wir bei dem letzten Punkt angelangt. Man kann Zucker in so viele Worte kleiden, dass der Verbraucher den Zucker gar nicht erkennt. Bei Sirup weiß jeder sofort, das ist Zucker. Somit wird man auf der Zutatenliste niemals Ahornsirup finden.

Woran erkenne ich den Zucker in Lebensmitteln?

Stellen wir uns die Frage, woran kann ich Zucker erkennen? 
Da wären alle Dinge auf einer Zutatenliste, die mit -ose enden. Z.b. Glukose, Dextrose, Fructose, usw. Desweiteren sind die Dextrine zu nennen, wie Maltodextrin oder Weizendextrin. Malze sind versteckter Zucker, wie Maltose (endetet auch mit -ose) oder Malzextrakt, Gerstenmalz. Milchzucker oder Süßmolkepulver ist ebenfalls versteckter Zucker, genau wie Traubensüße. 
Auch bei dem Versprechen aus der Werbung, wie „weniger süß“, ist Vorsicht geboten. Die „Fruchtzwerge weniger süß“ enthalten trotzdem noch 10,6g Zucker auf 100g oder „Cappuccino ohne Zuckerersatz“ hat aber auf 100g noch 46,6g Zucker. Das ist fast die Hälfte nur Zucker!

Noch ein Trick ist, die Zuckermenge gering reden. Manchmal kann man auf Verpackungen lesen, wie viel Prozent des Packungsinhalts den Tagesbedarf deckt. Mal ein Beispiel:
Auf einer Packung von Kellogg steht, dass 30g den Tagesbedarf decken. Wenn man nun 30g in eine Schüssel gibt, ist das wenig. So „viel“ isst kein Kind in Deutschland. Nehmen wir mal 50g als Portion und gehen wir von 37g Zucker in 100g Kellogg an, dann sind das schon 18,5g Zucker, also 6 Würfelzucker. Und das ohne die Milch mit gerechnet.

Nicht auf die Werbung hereinfallen!

Es lohnt sich, auf die Zutatenliste zu schauen und der Werbung keinen Glauben zu schenken. „Activia“ von Danone verspricht mit „avtiv“ und Cerealien gesund zu sein. Cerealien ist ein Reklamewort für Getreide. Nach Joghurt ist die zweite Zutat auf der Liste schon Zucker aus Joghurt und Apfel. Am Ende sind es 5,5 Würfelzucker in einem Becher. Die Cerealien sind nur sehr gering enthalten. 0,6% Weizen, 0,4% Gerste, 0,3% Hafer und 0,2% Weizenkleie. Meine Alternative dazu wäre eine Scheibe Vollkorn.

Ein fertiger Krautsalat aus der Frischetheke, das klingt doch gesund, oder? Gemüse mit einem leichten Dressing… Falsch! Es sind zum Beispiel in dem 400g Krautsalat von Nadler 17 Würfelzucker drin. Wenn ich mir einen Krautsalat mache, denke ich doch nicht daran, auch nur einen Zuckerwürfel dran zu machen, oder?

Mein Fazit: Beachten Sie die Zutatenliste auf der Verpackung, glauben Sie nicht der Werbung und machen Sie soviel wie möglich selber. „Industriel hergestellte Lebensmittel“ sind keine Lebensmitte, sondern Geldmittel.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Karsten Stockhecker

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Essen für bessere Schulergebnisse? Kulinarisches genießen, um mehr Leistung und Konzentration im Beruf zu erlangen? Mit adäquater Ernährung schon jetzt Krankheiten wie Alzheimer und Demenz aktiv entgegenwirken?

All das ist ein Thema, wenn am Sonntag, den 7. April 2019 das Hamburger Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg unter dem Motto ‚Brainfood – Iss Dich schlau & fit‘ zum Gesundheitstag einlädt.

Ab 13.00 Uhr erfahren Besucher des Zentrums, welche Lebensmittel gut für uns sind und wie diese unser Gehirn beeinflussen.

Beliebter TV- und Internet-Arzt Dr. Johannes Wimmer zu Gast

Der beliebte TV- und Internet-Arzt Dr. Johannes Wimmer (im Bild) ist an diesem Tag bis 18.00 Uhr der Stargast dieser Veranstaltung. Hintergrund des Aktionstages sind neue Studien, die belegen, dass wir sehr wohl etwas tun können, um unser Gedächtnis und unsere geistige Fitness zu schützen. Wie genau man hier vorgehen kann, wird Doktor Wimmer in einem Vortrag professionell und unterhaltsam erläutern.

Im Gepäck hat er die interessantesten, neuesten Food Facts für`s Genießen mit Köpfchen.

Bekannt ist der praktizierende Arzt durch seine Videos auf Facebook und Youtube, wo er – ohne medizinisches Fachchinesisch – Tipps und Neuigkeiten im Zusammenhang mit Gesundheitsthemen veröffentlicht. Zudem ist er vor allem im Norden der Republik sehr bekannt, da er in dieser Region eigene Sendungen, wie „Dr. Wimmer. Wissen ist die beste Medizin‘ oder „Dr. Wimmer auf Hausbesuch‘ hat.

Einkäufe vom Experten persönlich überprüfen lassen

Kundinnen und Kunden erhalten am Gesundheitstag im Alstertal-Einkaufszentrum außerdem ein tolles Goodie und können am 7. April 2019 ihre Einkäufe von Dr. Wimmer persönlich überprüfen lassen. Möglich macht das die einmalige Aktion „Check your Bag“. Konkret und individuell zeigt der Experte Interessierten auf, wo eventuell noch kleine Ergänzungen oder Änderungen zu einem besseren Lebensstil in Sachen kluger Ernährung getätigt werden können. Besucher, die ihre Einkaufstaschen öffnen, erhalten somit einfach umsetzbare Empfehlungen für den Alltag oder den nächsten Einkauf.

Und Fans, denen einfach nur an einem Selfie, Autogramm oder signierten Buch von Dr. Johannes Wimmer liegt, erhalten in Norddeutschlands größter Shoppingmall ebenfalls die Chance dazu.

Datum und Uhrzeit:

Sonntag, 7. April 2019, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Location: Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg 

Bildnachweis: Copyright: MedServation GmbH

Quelle:

SOCIETY RELATIONS & Communications
Press Work + Public Relations + VIP Guestmanagement + Events Relations und Communications, Hamburg

Mehr Interessantes zu gesunder Ernährung & Co. lesen Sie hier.

 

Frau im Supermarkt

Will man eine Zutatenliste auf einem Produkt lesen, braucht man zuerst einmal eine Lupe. Kann man dann lesen, was auf der Zutatenliste steht, ist sie für uns Normalverbraucher schwer zu verstehen.
 
Alle Lebensmittel, die verpackt sind, müssen eine Zutatenliste haben. Das ist eine Pflicht.

Zutaten von Zutaten und mehr: Zutatenliste ist oft „böhmisches Dorf“

Doch es gibt, wie sollte es anders sein, Ausnahmen. Von dieser Pflicht befreit sind Lebensmittel, die nur eine Zutat haben. Zucker z.B., oder Milch. Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 % Alkohol sind ebenfalls von der Pflicht befreit. Bei Bier allerdings gibt es eine Ausnahme von der Ausnahme. Bei Bier müssen die Zutaten aufgelistet sein.

 Auf dem Etikett sind die Zutaten nach der enthaltenen Menge sortiert. Die am meisten enthaltene Zutat steht an erster Stelle. 
Es müssen auch die Zutaten der Zutaten genannt werden. Nehmen wir einen Fruchtjoghurt. Dort müssen die Zutaten der Fruchtzubereitung stehen. Das können die verschiedensten Zuckerarten sein, Essenzen und Genusssäuren.

Auf der Zutatenliste

Fettgedrucktes ist für Allergiker besonders wichtig. Diese Zutaten können Unverträglichkeiten hervorrufen oder Allergien auslösen. Es sind 14 Stoffe, die zu den Allergenen gezählt werden. Dazu zählen glutenhaltiges Getreide, wie z.B. Weizen, Roggen, Gerste oder Hafer. Desweiteren Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte, z.B. Mandeln, Haselnüsse,, Walnüsse, u.v.m., Sellerie, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulphite (ab 10mg /Kg oder Liter), Lupinen und Weichtiere.

Die E-Nummern sind Zusatzstoffe, die eingesetzt werden, um dem Lebensmittel eine bestimmte Eigenschaft zu geben. Es wird haltbarer, der Geschmack verstärkt oder die Textur verbessert. Doch sind die E-Nummern bei uns Verbrauchern in Verruf geraten, Krebs, Neurodermitis, und anderes zu begünstigen. Deshalb haben die Hersteller reagiert und man findet sehr wenig bis gar keine E-Nummern mehr. Man schreibt nun den Namen der Zutat auf die Liste anstatt der E-Nummer. Der normale Verbraucher kann mit dem Namen ebenso wenig was anfangen wie mit der E-Nummer. 

Um den versteckten Zucker in Lebensmitteln zu entdecken, dazu werde ich einen eigenen Artikel schreiben.

Hinter mehr als 70 Namen und Stoffe kann sich Zucker verbergen

Nur soviel: Es gibt mehr als 70 Namen und Stoffe, hinter denen sich Zucker verstecken kann. 

Steht auf dem Label, z.B. Ihres Lieblingsjoghurts Erdbeer„Aroma“, wird der Erdbeergeschmack im Labor chemisch hergestellt. „Natürliches Aroma“ oder „natürlicher Aromastoff“ bedeutet, dass der Geschmack nach Erdbeeren zwar aus einem natürlichen Rohstoff stammt. Es muss aber nicht zwangsläufig aus einem Lebensmittel sein. Es kann aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen gewonnen werden, aus Mikroorganismen, wie z.B. Schimmelpilzen oder aus einem gentechnologischem Verfahren stammen. 
Das „natürliche Aroma“ muss mindestens zu 95% aus echten Erdbeeren stammen. Übrigens gilt das für alle anderen Früchte auch, nicht nur für Erdbeeren.

In einem weiteren Artikel werde ich auf die Nährwerttabelle eingehen. 

Mein Rat ist:
Kaufen Sie möglichst unverarbeitete Lebensmittel ein, die gar keine oder eine kurze Zutatenliste haben. Und vertrauen Sie auf keinen Fall den Werbeversprechen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Karsten Stockhecker

Sängerin Nena

Nanu – wer lächelt denn da aus dem PENNY-Prospekt? Das wird sich so mancher gefragt haben, der aktuell die Prospekte des Discounters durchblättert. Und dort auf niemanden geringeren stößt, als auf Nena. Die Ikone der Achtziger lächelt – in Lederjacke und rot-schwarzem Kleid – aus einem PENNY-Prospekt, der auf Angebote bis Ende dieser Woche hinweist.

Nena repräsentiert die Marke NATURGUT von PENNY

Und Nena (re)präsentiert darin die Marke NATURGUT. Die Produkte aus dieser Reihe sind laut den Erläuterungen in dem Angebotsheft natürlich und zu 100 Prozent Bio.

Das entsprechende Siegel, das diese Produkte ziert, steht für biologischen Landbau nach EU-Vorschriften und deren Kontrollen. Artgerechte Tierhaltung gehört nach Penny-Informationen ebenso dazu, wie natürlicher Pflanzenschutz und der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Die Kampagne mit Nena steht unter der Überschrift „Natürlich für alle“ und soll kommunizieren, dass eine natürlich Ernährung für alle da sind.

Doch was sind das für Produkte, die mit der „99-Luftballons“-Sängerin beworben werden? Der geneigte Verbraucher kann sich dazu auf natürlich-für-alle.de informieren, ein Portal von PENNY.

Von Zitronen bis hin zu Reiswaffeln – NATURGUT-Palette ist umfangreich

Hier kann man sich per Mausklick über Produkte der NATURGUT-Reihe informieren, als da zum Beispiel wären: Apfel-Birnen-Mark, Bio-Apfel-Mango-Mark oder auch Bananen, Zwiebeln, Reiswaffeln, Gemüsebrühe, Spaghetti. Alles versehen mit dem BIO-Siegel und dem Oberbegriff: NATURGUT.

Sieht alles sehr lecker und appetitlich aus, aber natürlich lohnt auch ein Blick zu den professionellen Prüfern, die Produkte, die mit BIO gekennzeichnet sind mit Expertenblick unter die Lupe nehmen.

So zum Beispiel das Greenpeace Magazin, das so mancher Frau sicher schon mal beim Googlen in Sachen Zusatzstoffe in Kosmetika untergekommen ist.

Dort hat man sich den NATURGUT-Produkten bereits mit einem ausführlichen Expertenbericht gewidmet – Interessiert finden ihn hier.

Und Nena? Wie steht sie im normalen Leben zu Bio und Nachhaltigkeit? Es scheint ihr Thema zu sein, wie man hier lesen kann.

Nena auch privat auf dem Nachhaltigkeits-Trip

Sie geht sogar soweit zu sagen, dass sie – der Nachhaltigkeit zuliebe – nicht einmal täglich duscht.

Nun – das ist freilich Ansichtssache. Aber Nena, um die es in letzter Zeit musikalisch etwas still geworden ist, scheint bei diesem Thema authentisch und mit Herzblut dabei zu sein.

Und – ganz klar – : das passt zu ihr! Deshalb nimmt man Nena das Engagement für die Bio-Marke auch tatsächlich ab. Im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Frauen, die beispielsweise für Billig-Klamotten werben, aber in der Öffentlichkeit dann doch im Top-Designer-Outfit daherkommen.

Insofern bleibt abzuwarten, ob PENNY mit dem 80iger-Jahre-Star einen Volltreffer landet!

Bildnachweis: picture alliance/Annette Riedl/dpa-Zentralbild/ZB

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Karsten Stockhecker

Gesunde Ernährung ist in aller Munde. Leider nicht wortwörtlich gesehen. Denn über gesundes Essen wird zwar eine Menge geschrieben und gesendet, doch ein Großteil der Leute spaziert für den Zutaten-Einkauf für`s Abend- oder Wochenend-Essen dann doch wieder in den Supermarkt.

Und hier lauert tatsächlich das eine oder andere Lebensmittel, das kritisch unter die Lupe genommen werden sollte. Doch – mal ehrlich – wer macht das schon? Zumal viele Menschen heutzutage in einen Alltag eingebunden sind, der viel zu wenig Luft lässt und deshalb nach dem Einkauf oft schon das Hausaufgaben machen mit den Kindern, der Haushalt oder halt der nächste Termin warten. Dennoch kann man schon mit wenigen Zutaten und ohne großartigen Aufwand einfache, leckere Gerichte selbst zubereiten – täglich. Der Meinung ist zumindest Karsten Stockhecker (im Bild). Der Koch, der das Internet-Magazin „Der Sex des alten Mannes“ betreibt, hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und ist ein Verfechter der frischen, regionalen Küche. Er verabscheut die Bezeichnung „Industriell hergestelltes Lebensmittel“ und gibt im nachfolgenden Interview Tipps, wie der ungeschulte Verbraucher fragwürdige Lebensmittel erkennt und die frische und saisonale Küche in seinen Alltag integrieren kann.

FB: Karsten, wie bist Du auf den schrägen Namen Deines Internet-Portals gekommen? 

KS: Daran ist meine Oma schuld. Sie hat immer gesagt, kochen lernen ist wichtig, denn später ist  Essen & Trinken der Sex der alten Menschen. Als ich dann meinen Blog angefangen habe, war ich auf der Suche nach einem Titel für die Seite. Dabei kamen mir die Worte meiner Oma wieder in den Sinn. Etwas abgewandelt, da ich „alt“ bin, den Blog schreibe und ein Mann bin, wurde daraus „Der Sex des alten Mannes“. 

In Sachen Lebensmittel werden Verbraucher oft getäuscht

FB: Rezepte, Warenkunde, News zu Lebensmitteln im Netz – Dein Themenspektrum ist vielfältig. Aus welcher Richtung kommst Du selbst? 

KS: Nun, vor 15 Jahren wurde bei mir Diabetes diagnostiziert. Ich habe Kurse belegt, um zu lernen, was darf ich essen und was nicht? Das war so interessant, dass ich bei dem Thema geblieben bin, sehr viel gelesen, gekocht und ausprobiert habe. Um das Ganze zu vertiefen, habe ich, am Anfang nur für mich, den Blog angefangen. 

FB: Was war Deine Motivation, mit einer eigenen Seite im Netz vertreten zu sein? 

KS: Es gibt sehr viele Blogs zu dem Thema im Netz. Doch alle sind irgendwie auf ein oder zwei Themen spezialisiert. Mein Interesse liegt aber weiter über den Tellerrand hinaus. Warenkunde ist wichtig, Was ist zum Beispiel Salz, welche Arten gibt es, wozu und wie verwende ich es? Für mich ist es wichtig zu wissen, wieso, weshalb, warum ich dieses oder jenes bei einem Rezept hinein gebe. Wie kann ich das Rezept verbessern oder abändern, sodass etwas anderes, in der Grundidee doch gleiches, heraus kommt? Meine Motivation ist es auch, die Menschen dazu zu bringen, mal darauf zu achten, was man da eigentlich isst, nicht einfach glauben, was einem da erzählt oder versprochen wird, sondern zweifeln. Es sollte wieder mehr selber gemacht werden, denn Kochen macht viel Spaß.

FB: Du setzt Dich ernsthaft mit der Thematik „Lebensmittel-Transparenz“ auseinander. Wie ist es um diese in Deutschland bestellt? 

KS: Meiner Meinung nach schlecht. Es gibt zu viele Lücken in den Gesetzen und Verordnungen. Das Geld verdienen steht an erster Stelle. Ein Beispiel:
Wenn auf der Packung von Champignons „Geerntet in Deutschland“ steht, heißt es noch lange nicht, dass sie in Deutschland angebaut wurden. Sie werden in Polen gezüchtet, weil dort die Arbeitskraft billiger ist. Kurz vor der Ernte packt man die Champignons in einen LKW, fährt über die Grenze nach Deutschland. Dann werden sie geerntet und danach wieder in Polen weiter verarbeitet.

Oder Schwarzwälder Schinken. Für mich muss ein Schwarzwälder Schinken komplett aus dem Schwarzwald sein. Damit meine ich das Fleisch, die Räucherware und dass er im Schwarzwald geräuchert wurde. Früher war das bestimmt auch so. Heute kommt das Fleisch z.B. aus China, die Räucherware aus Finnland, nur geräuchert wird es im Schwarzwald, denn sonst darf er nicht so heißen, sagt eine schwammige Verordnung. In meinen Augen ist alles nur Geldmacherei und der Verbraucher wird – Entschuldigung – verarscht.   

Gesunde Ernährung im Alltag will organisiert sein

FB:  Wie kann man es heutzutage überhaupt hinbekommen, sich gesund zu ernähren und Lebensmittel zu sich zu nehmen, die wirklich frei von Schadstoffen oder undefinierbaren Inhaltsstoffen sind? Zumal vor dem Hintergrund, dass die meisten Leute sowieso schon häufig im Alltag mit Job, Kinderbetreuung und Haushalt jonglieren müssen und kaum die Zeit haben, einen regionalen Erzeuger nach dem anderen anzusteuern….  

KS: Gute Frage. Es ist schwer. Beim Einkaufen sollte man auf die Zutaten achten. Sind mehr als fünf aufgelistet, nicht kaufen! Ist eine Zutat dabei, die man nicht aussprechen kann, Finger weg. Klar ist es heute schwer, alles selbst zu machen. Doch gerade beim Selbermachen hat man es in der Hand, was man isst. Wenn man regional und saisonal einkauft, ist man schon einen Schritt näher an der gesunden Ernährung. Erdbeeren im Dezember zum Beispiel können nicht gesund sein und nicht schmecken. Wurst aus den Supermarktregalen ist nicht gesund. Die Chemiewurst hat vielleicht mal ein Schwein gesehen, aber enthalten ist da keins und wenn, dann nur 10%. Der Metzger um die Ecke, der noch selber schlachtet, da ist in der Wurst auch wirklich Fleisch drin. Es kostet zwar ein paar Euros mehr, aber es ist Wurst und kein Chemiecocktail oder Abfall, wie Separatorenfleisch.

Jeder achtet auf Qualität beim Auto, den Klamotten oder beim Handy. Aber bei dem, was man sich jeden Tag einverleibt, machen die meisten sich keinen Kopf. Die schlimmste Bezeichnung ist für mich „Industriell hergestelltes Lebensmittel“. 

FB: Aktuell erwarten wir den Frühling – was tut sich da auf Deinem Portal? Wird es spezielle Rezepte oder/und Projekte kulinarischer Natur geben? 

KS: Meine Rezepte werden das ganze Jahr regional und saisonal sein. Das ist mein Plan. Gerade im Frühling, wenn alles wieder sprießt und blüht, wird es auch wieder bunt auf den Tellern. Es wird Gemüsiger (gibt es das Wort überhaupt?).

Einiges ist in Planung. Am Besten, einfach mal überraschen lassen…! 

Lebensmittel aus der Region für japanischen Käsekuchen

FB: Du beschäftigst Dich auch mit exotischen Lebensmitteln. So zum Beispiel findet man auf Deiner Seite auch ein Rezept für einen japanischen Käsekuchen. Wo nimmst Du diese Rezepte her, wo und wie lässt Du Dich inspirieren? 

KS: Ich lese viel Rezeptbücher und -hefte. Und wie gesagt, ich schaue über den Tellerrand hinaus. Man kann beispielsweise einen japanischen Käsekuchen mit Lebensmitteln aus der Region machen, ebenso die georgische Küche. Ich finde es interessant, was und wie Menschen in anderen Ländern kochen und essen. Schon allein in Deutschland gibt es die unterschiedlichsten Küchen. Beim Lesen der Rezepte werde ich inspiriert. Etwas aus diesem und etwas aus jenem Rezept zu kombinieren und daraus entsteht etwas anderes, leckeres.   

FB: Was sind Deine persönlichen kulinarischen Highlights, die im Hause Stockhecker auf den Tisch kommen?

KS: Da gibt es zum Beispiel meine Hackfleisch-Gemüse-Pfanne. Rinderhack anbraten, Gemüse der Saison dazu und entweder mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis servieren.  Oder einen Lachs anbraten, Mangold mit Zwiebeln und bisschen Knoblauch anschwitzen und dann auf den Lachs geben, dazu Bratkartoffeln. Einfach, schnell und lecker. 

Gemeinsames Essen im Büro fördert die Gemeinschaft

FB: Welche Leistungen bietest Du Kunden und Interessierten offline an? 

KS: Ich biete Catering an, gebe Kochkurse für Kinder und auch für Erwachsene. Ich komme zu meinen Kunden nach Hause und koche dort beispielsweise für eine Geburtstagsfeier oder auch für ein romantisches Diner zu zweit. In manchen Firmen oder Büros gibt es oft eine Küche. Da jedoch keiner die Zeit hat, für alle zu kochen, weil man ja im Büro arbeiten muss, komme ich und koche für alle. Es fördert die Gemeinschaft in einem Büro, wenn alle gemeinsam essen und der Chef tut was Gutes für seine Belegschaft. Wer Interesse hat, einfach mal bei mir melden. 

Magazin „Der Sex des alten Mannes“: www.essen.stockhecker.de

Lesen Sie mit „Die Wetterküche“ einen weiteren Artikel zum Thema Lebensmittel, gesunde Ernährung und regionale Küche.

Copyright: Karsten Stockhecker

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Die Wetterküche

Was kommt dabei heraus, wenn eine Meterologin und ein Spitzenkoch ein gemeinsames Projekt angehen? Das kann doch eigentlich nur was Kulinarisches sein…! Als Michaela Koschak und Herbert Frauenberger miteinander in Kontakt kamen, ging es zunächst um ein anderes Projekt. Am Ende stand die Idee zu einem gemeinsamen Buch im Raum und herausgekommen ist: „Die Wetterküche“. Ein Rezeptband, der sich mit dem Einfluß der Jahreszeiten auf unsere Ernährung befasst.

Das außergewöhnliche Kochbuch lädt geradezu ein, die Autoren zu ihren Intentionen in Sachen „Wetterküche“ zu befragen. Wir haben sowohl Michaela Koschak als auch Herbert Frauenberger dazu interviewt.

Interview mit Michaela Koschak – Co-Autorin der „Wetterküche“

Ladies first – fangen wir mit Michaela Koschak (im Bild) an. Die Diplom-Meterologin ist vielen Menschen sicher aus dem MDR bekannt. Hier erscheint sie bei diversen Sendungen auf dem Bildschirm und moderiert das Wetter. Dass sie privat ein Faible für Kochen und Backen hat, verriet sie uns im Interview. Los gehts:

FB: Frau Koschak, welchen Bezug haben Sie zum Thema „Kochen“?

Ich koche sehr gern und auch täglich, denn jeden Abend wird bei uns warm gegessen. Allerdings experimentiere ich gern herum, somit schmeckt jedes Essen immer ein bisschen anders. Das ist manchmal schwierig, wenn wir Besuch haben und die Gäste gern das Rezept haben wollen, da ich eher nach dem Bauch, den vorhandenen Zutaten und nach Laune koche und sehr selten nach Rezept.

FB: Bleibt in Ihrem Alltag Zeit, wochentags frisch zu kochen? Wenn ja, welche Gerichte bevorzugen Sie?

Ja, das schaffen wir eigentlich immer, im Notfall greifen wir auf TK-Gemüse zurück, aber auch das ist ja quasi frisch, wenn auch eingefroren – die Vitamine bleiben ja zum Glück erhalten. Wir kochen sehr unterschiedlich, mit viel Gemüse, mindestens 1 mal die Woche Fisch und für die Kinder muss es mindestens einmal die Woche Nudeln geben, aber auch da sind die Soßen oft sehr unterschiedlich.

Mein Favorit ist gerade weißer Fisch mit einer Garnelen-Champions-Zwiebel-Soße und Reis dazu.

Keine Koch-Show, aber ein gemeinsames Buch

FB: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Herrn Frauenberger?

Ein Agent hat uns zusammengebracht, eigentlich wollte er mit uns beiden eine Wetter-Koch-Show konzipieren. Daraus ist leider nichts geworden, aber Herbert und ich fanden uns so sympathisch, dass wir in Kontakt geblieben sind. Durch den Verlag für die Frau konnten wir nun unser eigentliches Projekt in abgewandelter Form, nämlich als Buch doch umsetzen – darüber sind wir, glaub ich, beide froh, denn die Zusammenarbeit hat großen Spaß gemacht.

FB: Was hat sie speziell an einem Buchprojekt gereizt, das das Thema Wetter mit Ernährung verbindet?

Beide Themen beschäftigen uns alle tagtäglich: Wie wird heute das Wetter und was essen wir heute? Man ist erstaunt wieviel Berührungspunkte es zwischen beiden Themen gibt und das war sehr reizvoll zusammenzubringen. Zudem liegt mir das Thema Klimawandel sehr am Herzen und auch beim Thema Ernährung kann da jeder Einzelne eine Menge für tun – so sind wir auf die regionale und saisonale Küche gekommen. Außerdem war uns wichtig, dass wir mal wieder etwas bewusster in der heutigen hektischen Zeit ans Essen denken, dementsprechend Einkaufen und auch den Himmel und die Natur mal wieder beobachten, denn im Alltag macht das kaum jemand.

FB: Wonach hat sich die Auswahl der Rezepte gerichtet, die Sie gemeinsam mit Herrn Frankenberger veröffentlicht haben?

Ja, vor allem nach saisonaler und regionaler Kost. Wir haben das Buch in die Jahreszeiten aufgeteilt und jeweils versucht einfach nachzukochende, leckere, aber auch Rezepte zu finden, wo die Zutaten aus der Region zu bekommen sind und man nicht beispielsweise Kiwis aus Neuseeland benötigt.

Bauernregeln stimmen häufig

FB: In Sachen Wetter und Lebensmittel gibt es ja auch etliche Bauernregeln – im Buch wird das thematisiert. Inwiefern kann man diesen alten Weisheiten trauen?

So einige Bauernregeln sind wirklich gut und an die kann sich der Kleingärtner halten. Klar, durch den Klimawandel wird sich da in den nächsten Jahrzehnten das ein oder andere verändern. Aber bisher stimmen zum Beispiel die „Eisheiligen“ oder die „Siebenschläferregel“ sehr häufig. Die Bauern sind seit Jahrtausenden aufs Wetter angewiesen und haben da einen deutlich geschärfteren Blick als die meisten Städtler heutzutage.

FB: Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch?

Da ich nicht so gern Fleisch esse, sind meine Favoriten: Isländischer Honiglachs auf Blattspinat mit karamellisierten Kartöffelchen und die Spargelstangen in Bärlauch-Crêpes mit einer Tomaten-Frühlingszwiebel-Vinaigrette.

FB: Sie selbst haben als Diplom-Meterologin einen sehr interessanten Beruf und sind privat Mutter. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Alltag wird frisch eingekauft und vorgekocht

Da ich mir den Monat mit zwei Kollegen teile, arbeite ich im MDR nur 10 Tage. Bücher schreiben, Vorträge und andere Moderationsjobs kann ich mir dann ganz gut einteilen und zum Teil von zu Haus aus arbeiten. An den MDR-Tagen bin ich vormittags im Büro, mittags hab ich Zeit frisch einkaufen zu gehen und vorzukochen, sodass dann am Abend die Kinderfrau mit den Kindern warm essen kann. Am Nachmittag muss ich dann wieder in den Sender, mein Arbeitstag endet an diesen Tagen erst um 20:15 Uhr. Aber das ist zum Glück ja nicht jeden Tag so.

FB: Gibt es kulinarisch etwas, worauf Sie sich im kommenden Frühling freuen?

Auf alle Fälle wieder auf die Spargel- und Erdbeersaison. Ich bin gespannt wie dieses Jahr unsere eigenen Erdbeeren aus dem Garten werden. Und natürlich ist das erste Highlight im Frühling der selbstgeerntete Bärlauch aus dem wir Butter machen und sie mit frischem, selbstgebackenen Brot genießen.

Herbert Frauenberger: Spitzenkoch aus Thüringen im Interview

Weiter gehts mit dem Interview mit Herbert Frauenberger (im Bild). Der Privatkoch aus Thüringen, der zu den Spitzenköchen des Landes zählt und mit einer eigenen Kochschule sowie unzähligen Privatbuchungen von Freunden der gehobenen Küche gut beschäftigt ist, bewegte sich schon zu DDR-Zeiten in prominenten Kreisen.

Später präsentierte auch er sich dem Publikum des Mitteldeutschen Rundfunks im Fernsehen. Wir haben mit ihm über seine spannende Tätigkeit und über „Die Wetterküche“ gesprochen:

FB: Die gehobene Küche war von Anfang an ein berufliches Ziel von Ihnen, weshalb Sie sich bei der damaligen INTERHOTEL-Kette beworben hatten. Wiemuss man sich das heute vorstellen, auf welchem Niveau spielte sich dortalles rund um die Kulinarik ab?

Bekanntlich war die Warendecke in der ehemaligen DDR vergleichsweise zu heute sehr dünn „gestrickt“ und wenn dazu die Decke noch zu kurz ist, dann kann man sich nur überlegen, ob man lieber warme Füße oder einen warmen Kopf hat. So muss man sich die einstige Versorgung in Deutschlands Osten vorstellen.

Die DDR war auch immer bestrebt, internationales Ansehen zu genießen und so wurden seit 1965 Hotels unter dem Namen Interhotel aufgebaut, die internationalen Kriterien einer modernen Gästebetreuung Rechnung trugen. Mit zum Teil überdurchschnittlichem Engagement, mit Improvisation, Bündelung von sehr knappen Ressourcen, aber auch mit einigen Importen, die der Bevölkerung nicht oder nur zu einem verschwindend kleinen Teil in sogenannten Delikatgeschäften zugänglich waren, wurde versucht, mit internationalen Maßstäben Schritt zu halten. Insbesondere im Küchenbereich wurden durch die vergleichsweise guten Versorgungsbedingungen auch besonders engagierte und interessierte Fachleute angezogen, oder durch gute Ausbildung geschaffen.

Interhotel-Köche waren auf Sonnenseite des DDR-Alltags

Das soll zwar nicht heißen, dass es in anderen Versorgungseinrichtungen kein gutes Personal gab, aber bei der Vereinigung Interhotel arbeiteten insbesondere Köche auf der „Sonnenseite“ des DDR Alltages. Vom fachlichen Anspruch brauchte sich eine Vielzahl von Fachkollegen nicht hinter dem Niveau vergleichbarer Kollegen im westlichen Ausland zu verstecken. Das beweist auch deren Teilnahme an internationalen Koch-Wettbewerben, wo eine Vielzahl Edelmetall mit nach Hause gebracht wurde.

FB: Ihre beruflichen Stationen sind beachtlich. Heute betreiben Sie in Thüringen eine Kochschule und werden auch als Privatkoch gebucht. Wie schaut Ihr beruflicher Alltag aus?

Es macht mich heute nach einem erfüllten Berufsleben glücklich, dass ich immer noch als Koch tätig sein kann. Fast 50 Jahre trage ich die weiße Kochjacke- und zwar mit Stolz und meine Leidenschaft, diesen doch recht schweren Beruf auszuüben, ist noch immer hellwach. Mit viel Freude versuche ich, meine gesammelten Erfahrungen an interessierte Menschen weiterzugeben. In der Tat konnte ich mir in den fast fünf Jahrzehnten meiner Berufspraxis ganz viele Wünsche erfüllen und hoch gesteckte Ziele erreichen. Mitunter war der Weg ziemlich steinig und forderte persönliche Opfer. Mitunter kam da schon mal die Familie zu kurz und Freundschaften konnten zu wenig aufgebaut und gepflegt werden.

Kochshows im Fernsehen zeichnen mitunter falsches Bild

Das ist allerdings das Los ganz vieler Gastronomen und nicht umsonst sucht heute unsere Gastronomie Hände-ringend nach Nachwuchs. Junge Leute sind nur noch selten bereit, die ungünstigen Arbeitszeiten, den Verzicht auf freie Wochenenden und Feiertage, die schwere körperliche Arbeit und dazu noch vergleichsweise schlechte Bezahlung zu tolerieren. Mitunter wird auch im Fernsehen bei der Vielzahl von Kochshows ein falsches Bild vom Alltag eines Koches vermittelt. Wenn ich als Privatkoch bei meinen Gästen unterwegs bin, wird mitunter auch die Vorbereitung, die eigentlich bereits mit dem qualifizierten Einkauf beginnt, ausgeblendet und sogar bei der Rückkehr an heimischen Herd gibt es noch Nacharbeiten. Der Gast sollte das aber auch gar nicht spüren und sich nur am guten Essen erfreuen.

FB: Mit der MDR-Wetterexpertin Michaela Koschak haben Sie das Buch „Die Wetterküche“ geschrieben. Was hat Sie am Thema Wetter, in Verbindung mit Rezepten, gereizt? Wie kam es zu dem gemeinsamen Buchprojekt?

Seit Kindesbeinen bin ich nicht nur an der Zubereitung leckerer Speisen interessiert (Meine Großmutter hatte  daran als wirklich sehr gute Köchin einen großen Anteil)- mein Vater baute mir schon sehr zeitig auf Grund meines Interesses an der Gartenarbeit aus alten Fenstern und mit einigen Steinen ein Mistbeet, in dem ich Gemüse anbaute. Der Erfurter Sämereienkatalog von Chrestensen gehörte zu meiner beliebtesten Lektüre. Irgendwie war mir wahrscheinlich schon als Kind unterschwellig bewusst, dass beide Gebiete zusammengehören. Mein diesbezügliches Interesse hat sich auch bis heute so erhalten.

Wetter beeinflusst Arbeit in der Küche entscheidend

Es war eine glückliche Fügung, dass ich vor mehreren Jahren die Wetterexpertin Michaela Koschak kennenlernen konnte. Schnell stellte sich im Gespräch heraus, dass unsere Wissensgebiete ganz viele Schnittstellen und Berührungspunkte besitzen. Seit Menschen unseren Planeten bevölkern, beobachten sie das Wetter, um die richtigen Saat- und Pflanztermine, aber auch die passenden Erntetermine zu finden. In unseren Breiten bestimmen die Jahreszeiten ganz entscheidend unsere Ernährung und das Wetter beeinflusst damit ganz entscheidend die Arbeit in der Küche.

An heißen Sommertagen ist unser Appetit ganz anders ausgerichtet als an frostigen Wintertagen. Die Wettervorhersage gehört aus den unterschiedlichsten Beweggründen zu den begehrtesten Informationen in unserem Alltag und ist einsamer Spitzenreiter bei den Einschaltquoten in Funk- und Fernsehen. Das Interesse an der sprichwörtlichen Wetterküche reicht in beinahe alle Bereiche unseres Lebens hinein. In unserem Buch bringen wir ganz viele Beispiele dafür. Begünstigend für unser gemeinsames Buch war, dass wir beide einen sehr ähnlichen Schreibstil besitzen und auch bei Bewältigung des Stoffes ganz viel Übereinstimmung in der Herangehensweise fanden. Nicht zu vergessen auch der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des Anderen.

FB: wie sollten sich die Menschen die Jahreszeiten, in Bezug auf Lebensmittel, zunutze machen?

Früher musste man gar nicht nachdenken, da konnte  man nur die Produkte in der Küche verarbeiten, die in der jeweiligen Saison erntefähig waren oder durch Haltbarmachung eben zur Verfügung standen. Heute ist das ganz anders. Unsere Märkte unterscheiden sich im Sortiment nur ganz wenig nach den Jahreszeiten. Moderne Düsenjets und vollkommen neue Produktionsmethoden, Handel im nie dagewesenen Umfang ermöglichen nahezu uneingeschränkt, das schier unersättliche Kaufinteresse der Menschen zu stillen.

Unsere Supermärkte, Wochenmärkte und  Lager sind proppenvoll gestopft mit frischen und haltbar gemachten Lebensmitteln. Nur einen Bruchteil davon verbrauchen wir tatsächlich. Durch den mitunter sehr aufwändigen Transport belasten wir unsere Umwelt im unverträglichen Maße, denn wir alle wissen inzwischen, dass eigentlich der Termin zur notwendigen Mäßigung schon recht lange überschritten ist. Auch wenn das von weither „herangekarrten“ Obst und Gemüse optisch hervorragend aussieht- auch da kann mit Chemie,  Physik  und anderen Wissenschaften bestens nachgeholfen werden- auf dem Transportweg verlieren alle frischen Produkte wertvolle Inhaltstoffe.

Besinnung auf erntefrische Produkte

Deshalb sollten wir uns wieder besinnen, dass erntefrische Produkte für unsere Ernährung einfach am wertvollsten sind. Mehr Disziplin beim Einkauf- nur die Mengen kaufen, die man wirklich benötigt und Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege benötigten, sollten immer den Vorrang haben. In unserem Buch „Die Wetterküche“ findet man eine Vielzahl interessanter Rezeptempfehlungen, was man gemäß der Jahreszeiten mit heimischen Produkten herstellen kann. Bei Alledem brauchen wir uns nicht fremdländischer oder gar exotischer Zutaten zu verschließen. Mitunter kann man sie auch perfekt mit unseren heimischen Produkten kombinieren.

FB: Sie sagen, dass heutzutage einige Lebensmittel in Vergessenheit geraten sind und Sie solche Lebensmittel in Ihr berufliches Tun einbeziehen. Welche sind das?

Aus meiner Sicht ist diese Aussage ganz wichtig. Durch unterschiedliche Ursachen ist so Einiges, was einst in unseren Breiten und unter unseren klimatischen Bedingungen angebaut und gezüchtet wurde, aber auch heute noch in unserer Natur vorkommt,  in Vergessenheit geraten und peu a peu von unserem Speisenzettel verschwunden.

Kinder kennen exotische Früchte oft besser, als einheimische Pflanzen

Dazu gehören beispielsweise Mangold , Pastinake, Knollenziest, Tobinambur, aber auch Wildfrüchte wie Hagebutte, Schlehe, Edeleberesche oder Sanddorn, um nur einige zu nennen. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch das Meiste davon und Wildfrüchte haben wir noch mit Freude reichlich gesammelt und verarbeitet. Einige der genannten Vertreter findet man beim Studium unserer „Wetterküche“ wieder. Wenn ich derartige Produkte verarbeite – auch in Verbindung mit hervorragend schmeckenden Wildkräutern oder Pilzen aus der Natur -, dann ernte ich meist große Bewunderung.

Unsere Kinder kennen eine exotische Kiwifrucht oder Mango besser, als einen Maipilz oder Sauerampferblätter.

FB: Worauf kommt es – Ihrer Meinung nach – in Sachen guter Ernährung im Alltag an?

Nach meiner Meinung kommt es heute darauf an, wieder zu einer ausgewogenen Ernährung zu finden. Wir Menschen neigen immer zu Extremen. Obwohl  wir mit dem kostbaren Gut der Intelligenz ausgestattet sind, nutzen wir diese insbesondere bei unserer Ernährung nur sehr unzureichend. Das können die Tiere viel besser und durch unser unkontrolliertes und schlechtes Verhalten verführen wir sogar Tiere zu schlechter Ernährung. Massentierhaltung oder das sorglose Wegwerfen von Lebensmitteln, was Wildtiere in unseren Lebensraum lockt, sind vielleicht ganz gute Beispiele dafür.

Mehr Eigendisziplin beim Umgang mit Lebensmitteln!

Unser schier unersättliches Profitstreben führt auch dazu, dass zum Beispiel viel mehr Tiere gezüchtet werden, als eigentlich notwendig wären. Nur die edelsten Fleischteile sind für uns von Wert. Im großen Stil sind wir eben sehr leichtfertig beim Wegschmeißen. Das war früher zu Zeiten der Mangelwirtschaft ganz anders.

Nun wünscht sich natürlich Keiner den Mangel und die Not zurück, aber mehr Eigendisziplin würde uns gut zu Gesicht stehen und unserem Fortbestand auf Mutter Erde gut tun. Jeder kann und sollte einen kleinen Beitrag leisten!

FB: Was raten Sie Leuten, die beruflich eingespannt sind, für die Familie aber dennoch abends was Selbstgekochtes servieren wollen?

Es dürfte erwiesen sein, dass das heutige, beinahe schon unübersichtliche Freizeitangebot die lebensnotwendigen Arbeiten im Haushalt immer unattraktiver machen – leider auch mitunter die Arbeit in der Küche. Umso erfreulicher, dass die Ausstattung und Gestaltung der Küchen in den letzten Jahren einen mächtigen Aufschwung erlebte, was die Wertigkeit der Küche beträchtlich erhöhte.

Offene Küchen fördern familiäre Kommunikation wieder mehr

Die Küche war einst der Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung und auch Ort der Kommunikation in der Familie. Diesen Status bekommt sie durch eine offene Gestaltung, zeitgemäße Wohnraumgestaltung sowie Materialien und natürlich durch moderne Technik mit Gelinggarantie wieder zurück. In den großzügigen Küchen der heutigen Zeit können meist mehrere Personen gleichzeitig arbeiten. So wird Kochen unbedingt zur Freude und keinem Familienmitglied zur Last. Man experimentiert gemeinsam und das „Meckern“  einzelner Familienmitglieder wird schwieriger. Auch Alltagsprobleme werden wieder besser miteinander besprochen – im Zeitalter der Smartphone besonders wichtig!

Wenn wirklich Zeitmangel existiert, dann gibt es eine Vielzahl von schmackhaften Speisen, die in weniger als einer halben Stunde mit frischen Zutaten zuzubereiten sind. Meine Angebote, derartige Gerichte in der Kochschule vorzustellen, sind immer heiß begehrt und die zur Verfügung stehenden Plätze sind schnell ausgebucht. Man sollte nicht meinen, wie viele pfiffige Gerichte es gibt, die dieses Kriterium der Zubereitungszeit erfüllen. Und:  Eine halbe Stunde der Tageszeit sollte uns unser und der Körper unserer Familienmitglieder unbedingt Wert sein!

FB: Welches ist Ihr Lieblingsrezept aus dem Buch „Die Wetterküche“?

Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht gerne ein Gericht besonders hervorheben. Alle Gerichte haben ihren Charme und natürlich spielt die jeweilige  Stimmung auch immer eine ganz wichtige Rolle. Ich liebe allerdings Suppen und auch bei uns zu Hause steht mindestens einmal in der Woche eine Suppe auf dem Speiseplan. Da kann man sich auch jahreszeitgemäß mit den Zutaten so richtig austoben!

FB: Was steht demnächst bei Ihnen an? Verraten Sie uns aktuelle Projekte?

Natürlich wünsche ich mir, dass ich mit meiner Frau gemeinsam gesund und körperlich fit bleibe. Meine Frau unterstützt mich, damit ich für meine Gäste „den Rücken frei habe“. So kann ich mit meinem Fachwissen und –können noch möglichst viele Gäste bei meinen Einsätzen erfreuen. Natürlich gibt es auch noch einige neue Ideen.

Thüringen hat kulinarisch viel zu bieten!

Sprichwörtlich „im Kasten“ befindet sich mein neues Buch „Die besten Rezepte aus Thüringen“, das am 20. März anlässlich der Leipziger Buchmesse erscheinen wird. Dass ich mit diesem Buchprojekt vom Leipziger Buchverlag für die Frau betraut wurde macht mich besonders stolz, denn schließlich bin ich aus Leib und Seele aber auch sehr gerne Thüringer. Thüringen hat kulinarisch eine Menge zu bieten- weit mehr als nur Bratwurst, Rostbrätel und Klöße! Über Neuigkeiten berichte ich regelmäßig auf meinem Internetportal www.privatkoch-frauenberger.de

Sie dürfen also weiterhin im positiven Sinne gespannt sein.

Tipp: am kommenden Donnerstag, 31. Januar, um 20.15 Uhr, sind beide zu Gast in Lehmanns Buchhandlung in Leipzig. Dort stellen sie das Buch vor & präsentieren ihre „Wetterkochshow“. Herr Frauenberger kocht live bis zu 5 Kostproben aus dem Buch. Interessierte können Karten buchen unter: https://www.lehmanns.de/page/leipzigveranstaltungen

Bezugsquelle: „Die Wetterküche“ hier.

Bildnachweise: Verlag für die Frau, Denise Seibt, Herbert Frauenberger

Essbare Blüten – in kulinarischen Kreisen oft Essblüten genannt – haben sich in den letzten Jahren bei Profi- und Hobbyköchen immer mehr etabliert. Vor allem optisch geben sie vielen Gerichten den letzten Schliff. Und dass man sie dann auch noch essen kann, ist doch wunderbar.

Oder etwa nicht? Nun – Skepsis ist angebracht, wie ein Artikel in dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL, Ausgabe 47 / 2018, zeigt.

Dort heißt es:

„Sind die Blüten (…) wirklich essbar? Das wollten Forscher des Lebensmittel-Instituts der Dänischen Technischen Universität wissen und haben sich in einer Übersichtsstudie 23 Pflanzen angesehen, die häufig Verwendung in der Küchen finden. 14 davon enthielten potenziell giftige Substanzen. So finden sich in den hübschen Borretschblüten oder Natternköpfen Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und krebserzeugend sind. Hohe Dosen an Scharfgarbe schädigten in Studien ds Hodengewebe von Ratten und Mäusen. Und – ebenfalls in höheren Dosen – geht auch das Waldmeisterkraut auf die Leber. Ein erwachsener Mensch solle nicht mehr als wenige Gramm der Blüten pro Tag verzehren. Für alle Blüten gilt: Die Dosis macht das Gift. Die im Salat beliebten Wilden Stiefmütterchen hat die European Medicines Agency 2010 schon als Heilkraut eingestuft, gleichzeitig aber davon abgeraten, sie Kindern und Jugendlichen zu servieren. Wer Zweifel hat, sollte die Blüten-Deko deshalb einfach als solche behandeln – und sie an den Tellerrand schieben“

Also: im Zweifel lieber aufs eigene Bauchgefühl hören!

Und dann: guten Appetit!

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com