Freitag, 31. März, 2023

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20 000 € durch Tinder verloren! Warum ging sie nicht einfach Kaffee mit ihm trinken?

Geld, Sachwerte, Schmuck und Krypto-Währung: Es ist Wahnsinn, was Frauen heutzutage noch immer an Betrüger im Internet verlieren. Obgleich die Heiratsschwindler- und Romancescammer-Masche schon seit vielen Jahren immer wieder thematisiert und davor gewarnt wird, lassen sich Frauen am laufenden Band mit windigen Internet-Typen ein.

Was bei solchen Geschichten, die am Ende auch das Herz extrem in Mitleidenschaft ziehen, oft auffällt, ist, dass die Frauen den digitalen Flirt nicht schnellstens auf die Real-Schiene heben. Sprich: Sie schreiben und schreiben und schreiben mit dem Mann, den sie für einen potentiellen Partner halten und lassen sich dadurch abzocken.

Wie einfach wären doch digitale Betrüger zu entlarven, wenn man (FRAU) spätestens am Tag 3 nach unzähligen Nachrichten und vielleicht auch Telefonaten (mittlerweile scheuen sich die Kriminellen ja nicht mal mehr, zu telefonieren…) ein reales Treffen vorschlägt? Einfach auf einen Kaffee?

Es begann ganz harmlos auf Tinder

Immerhin ist das reale Kennenlernen in Sachen Partnersuche das erste Ziel nach einer gelungenen Kontaktaufnahme. Umso mehr verwundert, dass unzählige Frauen sich mit süssholzraspelnden Dauernachrichten zufrieden geben. Und am Ende betrogen und abgezockt werden.

So wie eine Frau, die auf welt.de porträtiert und Emma genannt wird. Sie wurde durch einen Typen aus einem Tinder-Match extrem abgezockt.

Das Portal schreibt hierzu unter anderem:

“(…)Emma und Robert unterhalten sich über Hamburg, die Stadt, in der sie wohnt und in der er zu Besuch bei einer Tante ist, die er bei ihrer Scheidung unterstützt. Zumindest erzählt er das. Eigentlich komme er aus Serbien, schreibt er auch. Ihre Unterhaltungen führen sie auf Englisch. Belanglose, nette Gespräche.(…)”

Diese Gespräche ziehen sich lange hin, ein Treffen, nicht mal kurz auf einen Kaffee, vereinbaren die beiden nicht. Stattdessen findet sich Emma beim Investieren von Kryptowährung wieder.

Kein Kennenlernen, aber Geld investieren oder anlegen – da müssten doch eigentlich die Alarmglocken im Dauermodus schrillen!

Statt Romantik und Treffen nur manipulative Maschen!

Offenbar nicht bei der besagten Singlefrau, die sich von Robert weismachen lässt, dass er ein Profi im Trading ist und viele Gewinne macht, wie auf welt. de weiter zu lesen ist:

“(…)Sie tauschen sich aus, und Robert bietet ihr an, mitzuhandeln – natürlich nur, wenn sie Lust hat. „Das war, im Nachhinein betrachtet, das wirklich Manipulative: Er hat mir immer gesagt, dass ich nicht mitzumachen brauche und dass es meine Entscheidung ist. Aber unterschwellig hat er mir suggeriert, dass ich etwas verpasse.“ Er schlägt vor, sie könne erst mal mit einer kleinen Summe einsteigen. „Ich hatte das Gefühl, nichts Großes verlieren zu können“, erklärt sie.(…)”

Und:

“(…)„Ich hatte das noch nie gemacht und fand es spannend, jemanden mit Expertise an meiner Seite zu haben und mehr darüber zu erfahren“, sagt Emma. Sie handeln mit Bitcoin und Ethereum. Emma eröffnet einen eigenen sogenannten „Wallet“ auf der Webseite, quasi einen verschlüsselten Geldbeutel, zu dem nur sie Zugang hat. Das denkt sie jedenfalls. Tagelang handelt sie mit Robert zusammen.

Er meldet sich meist abends, schickt Screenshots und erklärt ihr genau, was passiert. Zwischenzeitlich verzeichnet ihr Konto auf der Webseite Gewinne im mittleren fünfstelligen Bereich. Deshalb investiert sie immer wieder Geld, auch solches, das sie eigentlich bald braucht. Sie glaubt, es jederzeit wiederbekommen zu können.(…)Nach einigen Trading-Tagen mit Robert hat sie genug. Die Summen, um die es geht, werden ihr zu hoch.

„Ich war schon zu weit aus meiner finanziellen Komfortzone herausgegangen“, erinnert sie sich. Robert versucht, sie zu weiteren Investments zu überreden. „Du verpasst die große Welle“, schreibt er und verspricht noch höhere Gewinne. Emma bleibt bei ihrem Nein.

Daraufhin erklärt Robert, dass sie noch die Einkommensteuer auf der Webseite entrichten müsse, bevor sie das Geld in ihren privates Krypto-Wallet zurücküberweisen könne. „In diesem Moment habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt“, erinnert sich die Hamburgerin. Emma weiß, dass die Einkommensteuer nie auf den Plattformen gezahlt werden muss. Sie versucht sofort, sich das Geld aus dem Wallet zu überweisen. Es funktioniert nicht.(…)”

Es kommt, wie es kommen muss:

“(…)Nachdem sie Anzeige erstattet hat, bleibt Emma sogar noch ein paar Tage mit Robert in Kontakt, weil die Ermittler sie darum bitten. „In der Zeit habe ich schlecht geschlafen. Ich habe von Verfolgungsjagden geträumt und mir ausgemalt, wie die Polizei ihn stellt“, erzählt sie. Irgendwann sagt ihr ein Beamter, sie könne den Kontakt abbrechen. Bei den Ermittlungen könne sie nicht helfen. Emma blockiert seine Nummer sofort, löscht die Dating-App. Die 20.000 Euro, die sie investiert hat, sind weg. Eine Versicherung greift in diesem Fall nicht. Einige Wochen später erhält sie einen Brief: Das Ermittlungsverfahren wird eingestellt.(…)”

Diese bittere Geschichte zeigt: Wird beim Onlinedating nicht in absehbarer Zeit ein Treffen vereinbart, kann man davon ausgehen, dass was faul ist. Denn: Jeder normale Dating-Kandidat, der online mit einer interessanten Frau zusammen kommt, setzt doch alles daran, sie rasch zu treffen – und wenn es in der Mittagspause auf einen Kaffee ist.

Und auch die meisten Singlefrauen sind abgetörnt vom ellenlangen Schreiben und Nachrichten austauschen mit Männern aus der Singlebörse, die alles thematisieren – bloß kein Treffen.

Ewiges Hin- und Herschreiben ohne Treffen bringt selten was

Das vorgenannte Beispiel zeigt deshalb einmal mehr, wie wichtig ein rasches Treffen – und sei es auch noch so kurz – ist!

Je mehr Zeit vergeht und man sich nicht sieht, desto negativer könnte die Geschichte ausgehen. Beispiele gibt es dafür doch nun wirklich genug.

Aber eben auch immer wieder unzählige Frauen, die genau das nicht machen und sich über lange Zeiträume einlullen lassen. Dass es dann schief geht, verwundert wirklich nicht!

Quelle: welt.de, 02.08.21

Bild (Symbolbild): stock.adobe.com / Pixel-Shot
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