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Hausboot auf Fahrt

Als prominenter Haudegen hat er das Leben auf einem Hausboot bis zu seinem Tod gelebt: Gunter Gabriel. Der leutselige Barde war damit lange seiner Zeit voraus und hat Jahrzehnte vor seinem Tod 2017 schon einem Lebensstil gefrönt, den heute viele gerne hätten. Denn: das Wohnen auf einem Hausboot wird immer beliebter. Immer mehr Menschen zieht es ans Wasser, in eine Umgebung, die für ein dauerhaftes Wohnen ihresgleichen sucht.

Doch ein aktuelles Beispiel, das der NDR in seiner Online-Ausgabe aus Niedersachsen veröffentlicht hat, zeigt, dass dieser Traum wohl für die meisten, die ihn träumen, genau das bleiben wird: ein Traum.

Den Traum vom eigenen Hausboot steht Platzknappheit entgegen

Auf der Homepage des Senders kommt ein Unternehmer zu Wort, der Hausboot vertreibt. Er macht wenig Hoffnung, denn die Nachfrage nach den individuellen Wohnsitzen ist sehr viel höher als das Angebot der Plätze, an denen diese schwimmenden Domizile liegen können. Auch neue Liegeplätze sind kaum in Sicht.

In dem Artikel wird auf Hausboote in Oldenburg eingegangen. Gerade mal zwei davon gibt es. Und um die Natur zu schützen, soll es laut der Aussage eines Verantwortlichen dabei auch bleiben. Außerdem hat Oldenburg nur wenig befahrbare Wasserfläche, was die Gestaltung von Hausboot-Projekten zusätzlich erschwert.  Problematisch ist bei dieser Art Häusern auch das behördliche Drum und Dran, das ja schon bei „normalen“ Häusern oftmals eine Odysee ist. So benötigen die schwimmenden Häusern auch eine Baugenehmigung, die man oft erst nach langer Zeit erhält.

Die andere Seite ist die Infrastruktur, die ja auch ein solch schwimmender Wohntraum benötigt. Wer möchte als individuell Wohnender schon auf Strom und frisches Wasser verzichten? Eben!

Hausboote zum Mieten bieten Alternative für den Urlaub

Wen es trotzdem nach dieser Art des Logierens gelüstet, der sollte als Alternative die Anmietung eines Hausbootes in Erwägung ziehen. Das ist in Deutschland durch viele Anbieter möglich und dank der wunderschönen Seen, die es hierzulande gibt, hat man eine vielfältige Auswahl, was die Routen betrifft. Unter anderem ist hier die mecklenburgische Seenplatte ein geeignetes Revier.

Die schwimmenden Ferienparadiese, die man anmieten kann, unterscheiden sich zudem kaum noch von einem feststehenden Ferienhaus und bieten jeglichen Komfort, den man (oder FRAU) sich auch ohne Bootsführerschein gönnen kann.

Bildnachweis: pixabay.com

Recherche-Nachweis: ndr.de

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Meißen Ausblick

Malerische Gassen, eine majestätische Burg, verträumte Cafés und einladende Restaurants – Meißen hat alles, was Verliebte oder die, die es noch werden wollen, für einen romantischen Ausflug brauchen.

Die malerische Stadt bei Dresden ist vor allem in den warmen Monaten eine Reise wert. Bekannt vor allem für das edle Porzellan wartet Meißen aber auch noch mit einem weiteren Alleinstellungsmerkmal auf. Die Albrechtsburg, die – 929 bis 931 errichtet – weithin zu sehen ist und erhaben auf einem Felsen thront, gilt als das älteste Schloss Deutschlands und sollte für einen Besuch unbedingt eingeplant werden. Ebenso der imposante Dom, der sich an direkt an die Albrechtsburg anschließt. Er wurde 1130 errichtet und ist eine Besichtigung auf jeden Fall wert.

Meißen – romantische Gemäuer und idyllische Gassen locken Verliebte

Die geschichtsträchtigen Bauwerke plant man am besten gleich zu Beginn des Meißen-Besuchs ein – ganz gleich, ob man die Innenräume besichtigt oder nicht. Vom Parkplatz, der ausgeschildert ist, gelangt man mit dem Lift zur Burg und zum Dom. Schöner ist es allerdings, durch die schmalen Gassen der Porzellanstadt zu bummeln und den Aufstieg zur Albrechtsburg zu Fuß zu wagen. Der Anstieg kann einen streckenweise ein wenig aus der Puste kommen lassen, ist aber dennoch moderat. Schritt für Schritt erschließt man sich die historische Stadt und kommt zudem an interessanten Gebäuden vorbei.

Wer sich Meißen für ein 1. Date aussucht, dürfte schon mal nicht in Schweigen verharren, denn die bezaubernde Umgebung und der tolle Blick über die Dächer des weltbekannten Ortes ist auf jeden Fall eine Menge Gesprächsstoff wert. Und je höher man in Richtung Burg geht, um so schöner eröffnet sich das Panorama auf Meißen und Umgebung.

Verliebte können (sollten!) sich zwischendurch einen Kaffee oder ein prickelndes Glas Champagner in einem der Cafés, die den Weg nach oben säumen, gönnen.

Meißen ist was für Verliebte – aber High-Heels bitte daheim lassen!

Wichtig: für den Meißen-Trip bloß keine High-Heels anziehen, das mittelalterliche Pflaster ist dafür definitiv nicht geeignet!

Vorplatz Dom und Burg Meißen

Meißen – Brunnen auf dem Vorplatz zu Burg und Dom

Oben angekommen, gelangt man, nachdem man eine historische Toreinfahrt passiert hat, auf einen großen Platz, der abermals von Restaurants und Cafés sowie von Häusern aus alten Zeiten gesäumt wird. Hier befinden sich die Zugänge zu Burg und Dom. Die beiden Gemäuer dominieren den Platz und geben der Örtlichkeit eine besondere Atmosphäre. Inmitten der Szenerie plätschert ein Brunnen, unter dem sich eine Zisterne aus dem 16. Jahrhundert befindet.

Flaches Schuhwerk in Meißen Pflicht

Die besondere Atmosphäre des Platzes setzt sich im Eingangsbereich des Doms, im Kreuzgang, fort. Die spezielle Magie des Ortes wird ganz sicher auch jene gefangen nehmen, die sich für sakrale Gemäuer eher nicht interessieren.

Gleich daneben bietet ein Aussichtsbereich einen faszinierenden Ausblick auf das Meißener Umland. Von dort aus führt eine Treppe zur Innenstadt zurück. Auch hier werden jene im Vorteil sein, die für den Meißen-Besuch flaches Schuhwerk gewählt haben, denn die Stufen sind nicht ohne!

Hat man das altehrwürdige Treppenhaus passiert, erwartet einen ein romantischer Treppenabgang, der sich durch den terrassenartigen Burgberg schlängelt und an den Gartenbau längst vergangener Zeiten erinnert. Zudem schweift hier der Blick auch auf den einen oder anderen Weinstock. Längst hat sich in und um Meißen ein Weinbau von erstklassigem Ruf etabliert.

Wein aus Meißen hat erstklassigen Ruf

Gasse in Meißen

In Meißen locken verträumte Gassen

Die wohlschmeckenden Tropfen, die auch international einen sehr guten Ruf genießen, sollte man sich in einem der zahlreichen Restaurants, die unten in der Altstadt locken, schmecken lassen. Gemütlich auf einem Freisitz verweilend kann man bei einem Glas Wein das gemächliche Treiben der gepflegten Kreisstadt an sich vorüber ziehen lassen.

Hat man sich dann mit sächsischer Küche gestärkt, warten weitere idyllische Winkel und Plätze darauf, entdeckt zu werden. Genau das richtige, um mit dem Partner oder dem ersten Date italienisch anmutendes Flair zu genießen!

Und wer den Meißen-Trip auf zwei Tage oder ein ganzes Wochenende (inklusive vielleicht noch einem Dresden-Besuch) ausdehnen will: über die einschlägigen Buchungs-Portale lassen sich verschiedene Unterkünfte per Mausklick buchen, so dass das romantische Flair in einen Abend zu zweit übergehen und genossen werden kann!

Mehr Infos zu Meißen gibt es hier.

 

 

 

Bildnachweis: Frauenboulevard.de

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Puppe und Teddy

Tobende Kinder in Oberteilen und Strumpfhosen. Ein Raum voller Liegen, die man selbst auf- und abbauen musste, wenn der Mittagsschlaf angesagt war. Das Sammeln vor der großen Glastür, bevor die Kindergärtnerin die Rasselbande in den großen Garten ließ. Oder die kleinen Waschbecken im Waschraum ganz hinten. Meine Mutter, die mich in späteren Kindergartenjahren alleine in die Betreuungseinrichtung gehen ließ und mir beim ersten Mal, wo ich alleine zum Kindergarten ging, folgte. Noch heute habe ich das Bild vor mir, wie sie sich rasch in einen Hauseingang drückte. Denn natürlich hatte ich sie entdeckt. All das sind meine Erinnerungen an die Zeit im DDR-Kindergarten.

Erinnerungen an DDR-Kindergarten in mittelalterlichem Gemäuer der Burg Kriebstein

Dass sie ausgerechnet auf einer alten Burg wieder zum Leben erweckt werden sollen, freut mich. Denn mittelalterliche Gemäuer mag ich ebenso wie meine schönen Erinnerungen an meine Kindheit in der DDR.

Neben der Kinderkrippe, an die ich auch noch (sehr gute) Erinnerungen habe, hat mich auch die Zeit im Kindergarten sehr geprägt. Und weil das vielen Menschen so geht und die Kinderbetreuung der DDR ja oftmals ein Thema in der Gesellschaft ist, hat man deshalb wahrscheinlich explizit dazu eine Ausstellung geschaffen.

„Alltag im Kindergarten der DDR“ heißt die Schau, die auf der schönsten Ritterburg Sachsens – der Burg Kriebstein – gezeigt wird. Und sich auf angenehme Weise „nur“ auf die Alltagsgegenstände der Kindergärten damals fokussiert. Ohne zu hinterfragen, ob diese Art der Betreuung gut oder schlecht war, lässt die Ausstellung Raum für eigene Erinnerungen. Für den „Weißt-Du-noch“-Effekt, den man freilich nur mit jemandem teilen kann, der ebenso einen Kindergarten in der DDR besuchte.

Viele Exponate stammen aus DDR-Spielzeugmuseum

Die Kuratoren Ramona und Andreas Reißmann haben in Kriebstein eine schöne Vielfalt an Exponaten zusammengetragen, die den damaligen Alltag im DDR-Kindergarten sehr authentisch abbilden. Als Betreiber des DDR-Spielzeugmuseums im thüringischen Greiz haben die beiden viele Ausstellungsgegenstände aus ihrer eigenen Sammlung mit in die Burg-Schau integriert. Teddys, Puppen, Spielzeug-Kipper (wir haben damals „Dumper“ dazu gesagt), der seinerzeit heiß geliebte Brummkreisel – auf Kriebstein können Interessierte eine nostalgische Zeitreise machen, die vor dem geistigen Auge garantiert wieder die eine oder andere Kindergarten-Szene aus vergangenen Tagen aufleben lässt!

Auch die ortsansässige Kindertagesstätte hat didaktisches Spielzeug und einen Dia-Projektor für das Projekt beigesteuert. Denn die Schau ist für die ganze Familie gedacht – Kinder können vor Ort mit modernem Spielzeug in einer eigens eingerichteten Spielecke spielen.

Und wenn man schon mal vor Ort ist, sollte man den Besuch Kindergarten-Ausstellung unbedingt mit einer Besichtigung der Räume der imposanten Burg verbinden. Wer in Mitteldeutschland wohnt, für den sollte es im Rahmen eines Tagesausflugs kein Problem sein, das ritterliche Gemäuer anzusteuern. Die Burg liegt in Mitteldachsen, im Städtedreieck Dresden-Chemnitz-Leipzig. Erhaben thront sie auf einem steilen Felsen über dem Fluß Zschopau und lockt als geschlossener und vollständig erhaltender Baukomplex aus spätgotischen Zeiten Besucher aus nah und fern an. Apropos Ferne: wer einen sehr langen Anreiseweg zu bewältigen hat, findet im Umfeld von Kriebstein wunderschöne Unterkünfte und sollte den Trip mit einem Wochenende-Aufenthalt verbinden.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Oktober 2019 und ist für Kinder ab drei Jahren geeignet.

Anschrift: Burg Kriebstein, Kriebsteiner Straße 7, 09648 Kriebstein

Weitere Informationen hier.

 

Bildnachweis: Burg Kriebstein

Waldlandschaft Thüringen

Endlich Frühling! Nach dem langen Winter tut die Sonne so gut und man ist in Sachen Unternehmungen voller Tatendrang! Vorbei die Zeiten, an denen man sich von Freitag bis Sonntag wegen Schmuddelwetter oder/und Kälte nur innen aufhalten konnte.

Ich jedenfalls überlege in dieser Frühjahrszeit oftmals schon in der Wochenmitte, was man am Wochenende Schönes unternehmen könnte. Vor kurzem führte ein ebay-Kauf bei meiner Planung Regie, denn ich hatte mir einen raren Artikel in Thüringen ersteigert. Den galt es abzuholen, denn er war höchst zerbrechlich und konnte nicht via Post versandt werden. Und: was liegt da wohl näher, als die Abholung mit einem Wochenendausflug in den Thüringer Wald zu verbinden?! Eben.

Familienhotel im Thüringer Wald nahe dem Rennsteig

Gesagt, getan! Im Internet schaute ich mich nach Unterkünften um und in Masserberg / Heubach wurden wir fündig. Mit einem Hotel, das eigens als Familienhotel aufgeführt war. Es heißt „Heubacher Höhe“. Wir waren zwar nicht zwingend auf ein Familienhotel aus, aber das besagte Haus bot das beste Preis-/Leistungsverhältnis für die eine Nacht von Sonnabend auf Sonntag.

Von Sachsen aus fuhren wir zwei Stunden in die Gegend um das Schwarzatal, in der wir zunächst mein ebay-Schnäppchen abholten. Danach vergingen nur noch 30 Minuten, bis wir in Masserberg/Heubach – in der Nähe des berühmten Rennsteigs – angekommen waren. Das Hotel „Heubacher Höhe“ machte – zugegeben – auf den Fotos im Internet einen anderen Eindruck. Wahrscheinlich hatte ich mich zu sehr von den geschickten Fotografien, die das Haus stets dezent hinter Blumen haben zurücktreten lassen, leiten lassen. In Wirklichkeit erinnerte die Unterkunft an vergangene DDR-Zeiten. Und nicht mal nur das: es war offenbar ein DDR-Bau. Aber: das muss ja nichts Schlechtes sein. Und siehe da: im Inneren war von DDR-Charme nicht mehr viel zu spüren. Es war zwar kein gehobenes Ambiente oder gar Luxus, aber okay.

Hotel wartete mit geräumigen Familienzimmern auf

Das Zimmer war geräumig und präsentierte sich eher als eine Art Appartment mit zwei Wohnbereichen. Ideal natürlich, wenn man mit Nachwuchs unterwegs ist.

Zum Haus gehörte auch ein Sportzentrum, in dem Sauna, Ballspielplätze und ein Pool untergebracht waren. Wir interessierten uns nur für Letzteren und genossen am Abend unserer Ankunft ein  Bad im Pool, den wir fast die gesamte Zeit über alleine hatten. Schön ist, dass es einen Gang vom Hotel zum Sport- und Wellnessbereich gibt, so dass man bei Regenwetter trockenen Fußes und generell im Warmen zum Pool und zurück gelangt. Toll vor allem auch im Winter.

Dies aber nur am Rande, denn schon bald machten wir das, wofür wir AUCH hergekommen waren: wandern. Gleich hinter dem Hotel schlängelten sich einige Wanderpfade entlang. Wir entschieden uns für einen sehr moderaten, denn mit einem Grundschul-Kind kann man es noch nicht sehr ausgedehnt angehen lassen, beim Wandern. Zumal wir als Eltern freilich auch keine Experten auf Schusters Rappen sind. Aber dennoch: es machte riesigen Spaß. Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Sonne schien und es war für das letzte März-Wochenende ein ausgesprochen milder Tag.

Wanderung Thüringer Wald

Wandern in Familie

Weit und breit war kein Mensch, so dass wir die Stille des Waldes beim Laufen ganz auf uns wirken lassen konnten. Stichwort Wald: im Thüringer Wald ist die Atmosphäre einzigartig! Man kann es gar nicht anders beschreiben. Obgleich wir auch in der Nähe unseres Zuhauses Wald haben, ist dieser heimische Wald nicht wirklich mit dem Thüringer Wald vergleichbar. Zumal der Thüringer Wald mit Bergen aufwartet – Stichwort: Rennsteig. Dürften die meisten schon mal gehört haben. Dieser beliebte Ort ist übrigens auch nur ein Katzensprung vom Hotel Heubacher Höhe entfernt!

Wandern im Thüringer Wald hat seinen eigenen Charme!

Wir also wanderten durch verwunschen anmutende Wälder, genossen herrliche Ausblicke auf Felder und Wiesen und taten uns an der reinen und frischen Luft eine Güte.

Natürlich hatten wir auch Proviant dabei, denn was wäre eine Wanderung ohne ein zünftiges Picknick? Hierfür stehen in ausreichender Anzahl Bänke bzw. Wanderrastplätze zur Verfügung. Da verweilt man gerne und an der frischen Luft schmeckt es sowieso nochmal so gut. Auf unserem Weg entdeckten wir übrigens einen ausgefallenen, rosé glitzernden Mineralstein. Da man aber aus solchen Naturgegenden nichts entwendet, ließen wir diesen freilich liegen. Das Thema Mineralsteine/Mineralien sollte uns im Museum der Bertholdsburg noch einmal begegnen, aber dazu gleich mehr.

Wir jedenfalls machten uns nach einem ausgiebigen Hinweg dann schon bald auf den Rückweg, denn es war Sonntag – der Tag unserer Abfahrt. Und weil wir so gestrickt sind, bei solchen Ausflügen so viel wie möglich an Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten mitzunehmen, hatten wir schon am Vorabend beschlossen, noch einen Abstecher nach Schleusingen zu machen.

Schloss Bertholdsburg lockt mit umfangreichen Ausstellungen

In die Bertholdsburg. Das alte Gemäuer heißt offiziell Schloss Bertholdsburg und ist der bedeutenste Profanbau im südthüringischen Raum. Entstanden zwischen 1226 und 1232 beherbergt die Burg heute ein sehr schönes Museum. Mit einer Ausstellung, die vielfältig gestaltet ist und sich auch an Kinder richtet.

Dino-Skelett

Nachbildung Dino-Skelett Schloss Bertholdsburg

Gezeigt werden außergewöhnliche Minerale aus Thüringen ebenso wie alte Gegenstände aus dem Leben unserer Vorfahren. Der Geschichte der Burg wird ebenso mit interessanten Ausstellungsinhalten Rechnung getragen. So kann man sich lebhaft vorstellen, wie man vor vielen hundert Jahren in so einer Immobilie gelebt hat.

Sehr schön gemacht ist auch die Sonderausstellung „300 Millionen Jahre Thüringen“, die einen Einblick in die damaligen Lebensräume von Tieren und Pflanzen gibt. Da durften natürlich nachgebildete Dinosaurier(Skelette) nicht fehlen…! Vor allem für Schulkinder ein sehr bereicherndes Erlebnis!

Auf jeden Fall war das ein wunderschöner Wochenendausflug, der mir nicht nur mein ebay-Schnäppchen bescherte, sondern bei dem wir aktiv auftanken und im Museum noch unser Wissen zur mitteldeutschen Geschichte erweitern konnten. Was will man mehr?

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildnachweis: privat

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Inmitten der herrlichen Natur der Dübener Heide gelegen, befindet sich das imposante Wasserschloss Reinharz. Eingebunden in das Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt zählt die Schlossanlage zu den schönsten Schlossanlagen in der Region. Dazu zählt auch der weiträumige – sich direkt an das Schloss anschließende – Park. Nur wenige Kilometer weiter liegt die verträumte Kurstadt Bad Schmiedeberg. Hier versprüht eine zauberhafte Kuranlage mondänes Flair – unweit von Leipzig und Wittenberg.

Erbaut wurde das Schloss Reinharz wurde zwischen 1690 und 1701. Erbauer und erster Besitzer war der sächsische Erbmarschall Heinrich von Löser. Dieser wollte den Erzählungen nach seinen stets einkehrenden Jagdgesellschaften eine stilvolle Unterkunft bieten. Somit schaffte er ein Domizil, das bis heute sowohl wehrhaft als auch prunkvoll anmutet.

Außenanlage von Schloss Reinharz mutet wehrhaft an

Wehrhaft deshalb, weil die Außenanlage von Schloss Reinharz an eine Burg erinnert. Die Innenräume jedoch wurden zur damaligen Zeit edel und barock ausgestaltet. Dazu trugen auch die diversen Besitzer bei, denn das Ensemble wechselte selbige im Laufe der Jahrhunderte mehrmals. In DDR-Zeiten diente Schloss Reinharz als Genesungsheim, stand nach der Wende lange ungenutzt leer, wurde Ende der 90iger Jahre privatisiert und wird bis heute schrittweise saniert. Mehr Informationen zu der außergewöhnlichen Schlossanlage finden sich hier.

Blick zum Wasserschloss Reinharz vom Schlosspark aus

Nähert man sich dem Schloss durch den Bad Schmiedeberger Ortsteil Reinharz fällt sofort der offenbar neu angelegte Spielplatz auf. Auf einer huckeligen Straße, auf der man sich in alten Zeiten berittene Adelige vorstellen kann, geht es direkt Richtung Schloss, vorbei an der Kirche. Fallen zu Beginn noch etwas morbide bzw. eingefallene Häuser auf, kommt man rechter Hand schnell an einem langgestreckten, hellen Gebäude vorbei, das modern anmutet. Dies ist die ehemalige Schlossgärtnerei, in der sich heute komfortable Ferienappartments befinden.

Geht man rechter Hand weiter, erreicht man den weitläufigen Schlosspark, der mit sehr alten Bäumen und so mancher Überraschung aufwartet.

Vor der Führung eine Runde im Schlosspark flanieren

Wer sich für eine Führung im Schloss entschieden hat, tut gut daran, im Vorfeld eine Runde durch den Schlosspark zu drehen. Dieser muss vor einigen Jahren noch eine Menge mehr Bäume besessen haben, man sieht, dass tüchtig gefällt wurde. Dennoch lässt sich hervorragend durch den Schlosspark spazieren, dessen Lage eine wohltuende Ruhe ausströmt. Linker Hand liegt ruhig der – seinerzeit künstlich angelegte – See und wenn man sich umdreht, bietet sich ein geheimnisvoller Blick auf das Schloss. Siehe Bild links.

Am Wegesrand entdeckt man zudem noch eine gewaltige Blutbuche, die wohl schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Ein kleines Schild weist auf eine Patenschaft für den Baum hin. Schade jedoch ist, dass keine weiteren Angaben zu dem uralten Gewächs ausgewiesen sind!

Geht man den an eine Allee erinnernden Weg weiter, entdeckt man irgendwann – fast schon am Ufer des Sees – ein imposantes Grabmal. Dessen Inschrift verweist auf einen einstigen Schlossbesitzer, der samt Hund und Pferd tödlich verunglückte.

Neben dem Grabmal findet sich ein verwitterter Stein, der nur noch mit Mühe als Grabstein identifiziert werden kann, ebenso wie dessen Inschrift.

Sophienquelle Wasserschloss Reinharz

Hier handelt es sich um den Grabstein für das verunglückte Pferd, wie man im Rahmen der Schlossführung auf freundliche Nachfrage hin erfährt. Allerdings sind diese Grabmale nicht die einzige Überraschung, die sich im Schlosspark bieten. Auf der anderen Seite des Weges liegt – fast ein wenig versteckt – eine kleine Quellanlage, die sich beim näheren Betrachten als „Sophienquelle“ herausstellt.

Den Rückweg dann am See entlang

Auch hier weist kein Schild nähere Informationen zu dieser Quelle aus (im Bild) und auch im Internet gibt es kaum Informationen darüber. Schade! Nichtsdestotrotz kann man seinen Rundgang dann am See entlang fortsetzen.

Ganz versteckt findet sich zuvor eine kaum wahrnehmbare Treppe, deren Stufen auf einen schmalen Weg, parallel zum See, führen.

Hier kann man ganz gemütlich zurückschlendern, in Erwartung der Schlossführung. Zwischendurch lässt sich das Treiben inmitten der Natur genießen. Vögel zwitschern, Schilf wiegt sich im Wind und auf dem See zieht ein Schwan vorbei. In der Ferne lassen sich sogar Störche beobachten. Herrlich! Schwan auf See Schlosspark Reinharz

Wieder am Schloss angekommen, betritt man durch ein Tor den weitläufigen Innenhof des Anwesens. Links vom Eingang – eher unauffällig – schmiegt sich ein flaches, etwas morbid anwirkendes Gebäude in das Ensemble ein: das Café „Graf Löser“. Tritt man ein, erwartet einen ein gemütlicher schmaler Raum, der von einem Kamin und einem Bewirtungstresen dominiert wird. Einige kleine und große Tische laden zum Verweilen ein. Man kann sich hier mit einem Imbiss versorgen oder aber von dem leckeren Kuchen kosten.

So gestärkt kann es dann zur Schlossführung gehen! Obgleich das Wort „Schlossführung“ etwas irreführend ist, denn genau genommen, ist nur ein winziger Teil von Schloss Reinharz für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eingangsbereich, die Diele und zwei saalartige Räume. Nichtsdestrotrotz erfährt man schon in der geräumigen Eingangshalle, in der man sich gut vorstellen kann, wie anheimelnd sie einst barock-rustikale Gemütlichkeit für die Jagd-Rückkehrer ausstrahlte, einige interessante Details aus vergangener Zeit.

Schloss birgt schaurig-dramatische Sage

So erzählt die Schlossführerin auch von der schaurig-traurigen Sage, die zum Schloss gehört. Einer der einstigen Schlossherrn nämlich soll seine Tochter, die sich in einen nicht standesgemäßen Jäger verliebt hatte, im Keller des barocken Anwesens eingemauert haben – lebendig! Ob es wirklich stimmt oder nicht, wer weiß das schon! Die Schlossführerin jedoch hat immer mal den Eindruck, dass sie nicht alleine im Gebäude ist, wenn sie – vor allem in den Abendstunden – noch auf Schloss Reinharz zu tun hat. Insofern hat diese traurig-bizarre Episode ein Stück weit ihr Gutes – sie erhält den geheimnisvollen Zauber des Schlosses mit aufrecht. Und ein wenig geheimnisvoll wirkt das Ensemble auf jeden Fall. Selbst in der Eingangshalle, von der mehrere Türen   abgehen, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind und von denen man sich vorstellen kann, dass sie weitere Geheimnisse bergen..!

Dann führt die Schlossführerin in einen prachtvollen Raum, in dem sie ausführliche Erläuterungen zur Geschichte und den wechselnden Besitzern des Anwesens gibt. Höchst interessant! Auch, weil man erfährt, dass im hohen Turm des Schlosses einst eine Sternwarte eingerichtet war, die damals ihresgleichen suchte. Astrologische Geräte, die seinerzeit dort entwickelt wurden, sind heute noch im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden zu bestaunen.

Innenbereich Wasserschloß Reinharz

Apropos bestaunen: geht man in den nächsten, sich anschließenden Raum, kann man auch ganz schön in`s Staunen kommen, denn dem Betrachter präsentieren sich unzählige Fliesen, die kunstvoll an der Wand angebracht sind.

Die zugänglichen Räume präsentieren sich in voller Pracht

In dieser Räumlichkeit (siehe links) ist ebenso mit Pracht nicht gespart worden. Laut Auskunft der Schlossführerin finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Im Bild sind die blauen Fliesen etwas zu sehen, ebenso wie eines der prächtigen Gemälde, von denen im Nebenraum weitere hängen und die Bildnisse derer zeigen, die einst in dem Ensemble gelebt und gewirkt haben.

Wer neugierig geworden ist und an einer Schlossführung teilnehmen möchte – diese finden ganzjährig jeweils am Samstag 14:00 und 15:00 Uhr und Sonntags 14:00 und 15:00 Uhr bzw. nach Vereinbarung statt. Das Café „Graf Löser“ hat Samstag und Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildnachweis: Privataufnahmen

 

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See

Ehemalige Tagebaurestlöcher machen seit einigen Jahren in 
Mitteldeutschland von sich reden. Umgewandelt in reizvolle 
Naherholungsziele, können sich einstige „Mondlandschaften“ heutzutage 
mit namhaften Ferienorten messen. Eine spektakuläre Entwicklung, die mit 
der Renaturierung der Goitzsche bei Bitterfeld ihren Auftakt fand. 
Längst hat sich in dieser Region eine einzigartige Seenlandschaft 
entwickelt, mit Juwelen, fernab trubeliger Touristenorte.

Juwel am Rande der Dübener Heide: in Gröbern lockt das See- und Waldresort

Ein solches 
Juwel ist unbestritten das See- und Waldresort in Gröbern.

 Am Rande der Dübener Heide, nahe des Städtchens Gräfenhainichen, im 
Landkreis Wittenberg, gelegen, umfasst der Gröbener See die Fläche des 
ehemaligen Tagebaus Gröbern. Über 18,2 Millionen Tonnen Rohbraunkohle 
wurden hier zwischen Ende der 80iger bis Anfang der 90iger Jahre 
gefördert.

Elefant Wahrzeichen im See- und Waldresort Gröbern

Mädchen vor großer Elefant-Plastik in Gröbern

Heute lockt im ehemaligen Kohlerevier der 374 Hektar große Gröberner 
See, an dessen Ufer sich das charmante See- und Waldresort harmonisch 
einfügt, Erholungssuchende an. Besuchern fällt rasch der große Elefant im Auffahrtsbereich des 
Ressorts auf (im Bild links). Das Modell des mächtigen Tieres steht nicht ohne Grund 
dort.

Denn: 1987 wurde während der Baggerarbeiten das über 100 000 Jahre 
alte Skelett eines Elefanten im Tagebau Gröbern gefunden. Und so 
fungiert der als „Gröberner Waldelefant“ bekannt gewordene Urzeitriese 
als Wahrzeichen für das Erholungsgebiet. Und dieses bietet eine Menge! Sowohl für Tagesausflügler, als auch für 
Übernachtungsgäste. Vor allem aber: für Familien.

Faszinierende Heideregion bietet sich für einen (Kurz)Urlaub an

Wer die Region zwischen Wittenberg und Leipzig als Tourist erkunden 
will, findet im See- und Waldresort den perfekten Gegenpol zum 
quirligen Trubel in den nahen Städten.

Ruhig gelegen, mit einer 
fast verwunschenen Note, laden sowohl ein komfortables 4-Sterne-Hotel 
als auch moderne Ferienhäuser zum Verweilen am Rande der Dübener Heide 
ein. Auf mobile Urlauber wartet das ganzjährige geöffnete 
Wohnmobil-Camp. Wer hier ein Wochenende oder einen Urlaub verbringt, hat 
vielfältige Möglichkeiten, sich zu erholen. Ganz gleich, ob aktiv oder 
eher in Richtung „Seele baumeln lassen“.

Aktiv-Urlauber treffen mit See- und Waldresort erste Wahl!

Gröberner See in der AbenddämmerungFür erstere Urlaubstypen bietet das See- und Waldressort Gröbern 
verschiedene Wassersport-Aktivitäten an. Von Stand-up Paddling bis hin 
zum rudern im gemieteten Boot ist vieles möglich.

Wer gern wandert, 
angelt oder auf die Jagd geht, hat sich mit der Wahl des Ressorts am 
Gröbener See ebenfalls das perfekte Ziel ausgesucht. Fitnesskurse, Fuß-, 
Beach- oder Volleyball sowie Tischtennis runden das Angebot für 
Sportbegeisterte ab.

 Und nicht zuletzt dürfte an warmen Tagen das Schwimmen im See wohl DIE 
Aktivität schlechthin sein! Die Wasserqualität des Gröberner Sees ist 
gut und verzeichnet einen neutralen pH-Wert von 7,5.

Seele baumeln lassen am Rande der Dübener Heide

Wer lieber eine ruhigere Gangart bevorzugt, der findet im See- und 
Waldresort genug Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen. Sei es im 
attraktiven Sauna-Bereich, der mit einem Panoramablick auf den See lockt 
oder bei langen Spaziergängen auf den gepflegten Wegen des Resorts.

Steg am SeeSich am Nachmittag in ein gutes Buch zu vertiefen und beim Aufblicken 
den See mitsamt seiner ruhigen Atmosphäre zu genießen und später mit der 
Familie auf einem Floß auf dem Wasser ein zünftiges Abendessen 
einzunehmen, kann ebenso ein erholsamer Zeitvertreib sein.

Tagesausflug zum Gröberner See ein Higlight für Familien!

„Was unternehmen wir denn am Wochenende?“ – diese Frage stellen sich 
wohl allwöchentlich an Samstagen oder Sonntagen Familien in der Region 
und darüberhinaus.

 Hier ist das See- und Waldresort erste Wahl! Auch kulinarisch. Die 
“Gröberner Seekate“ lockt mit leckerem Fisch aus dem See für den 
gemütlichen Snack zwischendurch. Oder ist auch Anlaufstelle derer, die 
ihre Mittagsmahlzeit inmitten schöner Natur einnehmen wollen. 
Geschmackvolle Sitzmöglichkeiten laden vor der Seekate zum Genießen und 
Verweilen ein.

Holzhaus

Die Gröberner Seekate

Tiere und Spielplätze begeistern kleine Besucher

Im Anschluss daran bietet sich ein Spaziergang zu den Tiergehegen an. 
Woll- und Hängebauchschweine, Highlandrinder, Ponys, Enten und Hühner 
sind hier zuhause und für die kleinen Gäste ein absolutes Highlight! Ebenso wie der kleine Spielplatz, der in das Areal integriert ist.

 Größere Kinder können hier zudem toben und spielen, während die Eltern 
noch auf der Terrasse der Seekate (im Bild) verweilen. Den Nachwuchs haben sie 
dabei im Blick – entspannter gehts kaum!

 Weitere Spielplätze finden sich in unmittelbarer Nähe des Seehotels. Allesamt sind sie außergewöhnlich gestaltet und locken mit 
abenteuerlichen Spielgeräten.

 Größere Kinder – und ganz bestimmt auch die Eltern – wird der 
Findlingsgarten interessieren.

Auch er liegt in der Nähe des Hotels und 
wartet mit einem geologischen Lehrpfad auf. 60 imposante Findlinge aus 
dem Braunkohletagebau Gröbern sind zu sehen, inklusive einer lehrreichen 
Tafel, die Auskunft über die steinernen Naturprodukte gibt.

Mithilfe dieses Lehrpfades kann der Ausflug für Familien mit 
Schulkindern noch um einen Exkurs in Geographie bereichert werden. Was 
will man mehr an einem schönen Ausflugs- oder Urlaubstag?

 

Infos:

See- und Waldresort Gröbern

Alte Chausseestraße 1
06774 Muldestausee
Tel.: +49 34955 230 000
Fax: +49 34955 230 009 – Email:

Bildnachweise: Blausee GmbH, privat

 

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Wer das angekündigte schöne Wetter im Oktober für einen Wochenendausflug nutzen möchte, der sollte unbedingt Goslar in seine engere Wahl nehmen. Hier taucht man ein in pittoreskes Mittelalter-Flair und kann sich beim Bummel durch das zauberhafte Harzstädtchen wunderbar treiben lassen. Wer hier als Besucher kommt, der kann nachvollziehen, warum die Altstadt von Goslar zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO zählt!

Laut Wikipedia wurde das gepflegte Harz-Städtchen im Jahre 979 erstmals urkundlich erwähnt, was vor allem geschichtlich Interessierte aufhorchen lassen dürfte.

Und so ist denn auch an fast jeder Ecke der einstigen Residenzstadt, durch die idyllisch ein kleiner Bach –  Abzucht genannt – plätschert, Historisches vorzufinden.

Allein rund um den Markt (siehe Bild) finden sich diverse Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. So zum Beispiel der Marktbrunnen, das Rathaus mit Huldigungssaal, der Schuh-Hof und das Glocken- und Figurenspiel.

Historische Mühle in Goslar

Außergewöhnliche Einblicke in die Nutzung alter Techniken finden sich an Abzucht und Gose (ein Nebenfluss der Abzucht) an über vierzig Stellen, an denen innerhalb der letzten tausend Jahre das kostbare Nass für den Antrieb der damals üblichen Mühlrädern genutzt wurde. Geblieben ist davon nur noch eine Mühle. Erbaut im frühen 16. Jahrhundert beherbegte die Mühle am „Klapperhagen“ in ihrer letzten Phase des Betriebs eine Zement- und eine Lohmühle (siehe Bild).

Wer beim Eintauchen in längst vergangene Zeiten Hunger und Durst verspürt, der sollte seinen Rundgang für eine Einkehr in das Brauhaus Goslar unterbrechen. Hier gibt es köstliche regionale Spezialitäten (laut Homepage des Brauhauses beispielsweise „Hackus & Knieste“, „Warmen Linsensalat“ oder auch  „Goslarer Bierbraten mit dunkler Biersoße“) und so mancher Genießer von Gerstensaft schwört Stein und Bein, dass hier das beste Bier überhaupt ausgeschenkt wird.

Wer so gestärkt seinen Bummel durch die Altstadt fortsetzen mag, dem sei auch ein Besuch der historischen Kirchen empfohlen. Als steinerne Zeitzeugen präsentieren diese die spannende Geschichte der Stadt – sei es die Marktkirche, die Neuwerkkirche oder die Kirche St. Stephani.

Wer nach der Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zwischen bunten Fachwerkhäusern und geschichtsträchtigem Kopfsteinpflaster noch Lust auf Natur hat, der sollte einen Tag (oder zwei Tage) mehr einplanen, um in die schöne Harzregion einzutauchen.

Goslar ist umgeben von einer faszinierenden Harz-Landschaft, die mit einer wunderschönen Gebirgswelt aufwartet. Vor allem Natur- und Wanderliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

Um gestärkt und erholt einen Tag in der Natur anzugehen, sollte man sich in Goslar eine ansprechende Übernachtungsmöglichkeit suchen.

Im Zwinger kann sogar übernachtet werden

Und da an diesem Ort so ziemlich alles von Historie umgeben ist, kann man auch als Besucher sein Haupt stilecht betten – und zwar im Zwinger (siehe Bild). Dieser ist Teil der Befestigungsanlage von Goslar und wurde seinerzeit errichtet, um die Stadt vor feindlichen Angriffen zu schützen. Das imposante Bauwerk ist heute ein Erlebnisturm und beherbergt sogar außergewöhnliche Ferienwohnungen – siehe hier.

Da all das natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten, die man als Tourist in Goslar hat, ist, sollten sich Besucher vor Ort, in der Touristeninfo am Markt 7, oder im Vorab unter Goslar.de über die Stadt informieren.

Bildnachweis: GOSLAR marketing gmbh

Eine der schönsten Landschaften in Mitteldeutschland ist die Dübener Heide. Gelegen zwischen Elbe und Mulde bietet sich hier eine herrliche Natur, die zum Großteil aus Wald besteht. Ideal zum Wandern, Spaziergengehen, die Seele baumeln lassen. Vor allem für Ausflüge mit Kindern bietet diese herrliche Landschaft vielfältige Möglichkeiten. Eine davon ist, bei schönem Wetter nach Trossin, zu dem Anwesen Hachemühle zu fahren – ein Örtchen, das selbst viele Menschen aus der Region Dübener Heide gar nicht kennen.

Hier gibt es das gleichnamige Waldhotel, einen Spielplatz und eine kleine Ansammlung von Häusern, die teilweise so verwunschen aussehen, dass man sich unwillkürlich in einen Rosamunde-Pilcher-Roman versetzt fühlt (siehe Bild).

Rund um die kleine Häusersiedlung gibt es viel Wald – ideal also, um mit Kind und Kegel diese Gegend zu erkunden und bei dieser Gelegenheit einige Schätze aus Wald und Flur zu sammeln. Letzteres macht sich vor allem in den jetzigen Herbst-Tagen sehr gut, von der Eichel bis hin zu verschiedensten Blättern breitet die Natur ihr Angebot bereitwillig aus.

Von dem kleinen idyllischen Örtchen, das von dem „Waldhotel Hachemühle“ (im Bild) dominiert wird, gehen einige Wanderwege ab. Einer davon führt zu einem verwunschen wirkenden Feuchtgebiet, dem sich ein verträumt anmutender See anschließt. Fast hat man das Gefühl, in einer märchenhaften Feen-Welt gelandet zu sein!

Der Weg dahin ist gesäumt von kleinen Wochenendhäusern, die rechts und links eines Weges liegen, von dem man auch einen Blick auf die rückwärtige Sicht des Waldhotels hat.

Auch hier ist so mancher Naturschatz zu finden, wenn man nur ausgiebig danach sucht. So zum Beispiel schöne Steine oder auch Holzstücke, aus denen sich beispielsweise kleine Waldmännchen basteln lassen.

 

Der Hauptweg zum See (siehe Bild) selbst ist ein Naturlehrpfad, an dem sich auch eine Tafel mit Hinweisen auf die Bewohner und Pflanzen an diesem entrückt wirkenden Fleckchen Erde befindet.

Direkt gegenüber des Sees laden Bänke zum Verweilen ein, ganz in der Nähe wurde auch an einen überdachten Holzrastplatz für jene gedacht, die in dieser schönen Umgebung ein eigenes Picknick genießen möchten.

In dieser Gegend (wir waren schon häufiger dort) ist man manchmal fast für sich alleine und trifft auf nur wenige Menschen. Diejenigen, die des Weges kommen, sind Wanderer oder einfach Spaziergänger bzw. Familien mit Kindern.

Wer sich nach einer kleinen Erkundungstour durch dieses wunderschöne, geheimnisvolle Idyll (siehe Bild) stärken möchte, dem sei das Restaurant des „Waldhotels Hachemühle“  (Bild oben) ans Herz gelegt. Hier speist man auf gutbürgerliche Art und zu moderaten Preisen.

Zum Areal des Hauses gehört außerdem ein Biergarten, in dem es sich sommers sehr, sehr lauschig entspannen lässt und ein kleiner Spielplatz, auf dem Kinder – fernab von Hektik und Großstadtlärm – toben können.

Und: wer das  Ambiente des Anwesens Hachemühle mehr als nur für ein paar Stunden genießen will – der checkt am besten gleich im Waldhotel ein und gönnt sich einen längeren Aufenthalt in dieser wunderbaren Natur!

Ob zum Wandern (im Bild die verschiedenen Ziele, die man von Hachemühle aus ansteuern kann), für eine Entdeckungstour mit den Kindern oder vielleicht auch als (frisch) verliebtes Paar – ganz egal!

Hier hat man das Gefühl, dass die Zeit stehen bleibt und man eintaucht in eine verwunschene Traumwelt – logisch, dass der Entspannungseffekt an einem Ort wie diesem nicht lange auf sich warten lässt!

Die Anfahrt zur Hachemühle können Sie hier einsehen.

Alle Jahre wieder…begegnet uns im Fernsehen das Aschenbrödel. Und zwar in der Kultverfilmung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Die deutsch-tschechische Produktion aus dem Jahre 1973 gehört zu der Kategorie Film, die man jedes Jahr aufs Neue anschauen kann, obwohl man ja nun wirklich jede Szene in- und auswendig kennt.

Wahrscheinlich ist der Zauber, der dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ innewohnt, auch nicht wirklich mit logischen Argumenten zu erklären. Er zieht -zigtausende Menschen in seinen Bann, das ist eben so.

Vielleicht macht die Jahreszeit, zu der der Film alljährlich ausgestrahlt wird, etwas aus. Wenn es draußen kalt ist und die Advents- bzw. Weihnachtszeit mit ihrem besonderen Flair aufwartet, ist man wohl auch in der richtigen Stimmung für Märchenfilme. Ob der Filmklassiker auch so ein Dauerbrenner geworden wäre, wenn er in den letzten Jahrzehnten im Sommerprogamm der Fernsehsender gelaufen wäre, ist stark zu bezweifeln.

Und so heißt es eben Jahr für Jahr aufs Neue: in den Fernsehsessel oder aufs Sofa gekuschelt und sich dem romantischen Märchen vom armen Mädchen, das am Ende dann doch ihren Prinzen findet, hingegeben. Erfahrungsgemäßg läuft „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ alljährlich ab Mitte November bei den verschiedensten Sendern. Und über die Weihnachtsfeiertage sowieso.

Allerdings wird das Filmprogramm schon seit geraumer Zeit durch eine Ausstellung ergänzt, die an einem der Originaldrehorte – dem Schloss Moritzburg in Sachen – gezeigt wird.

Ist das Schloss alleine schon ein Traum und jede ferne Reise wert, so hat es einen besonderen Reiz, das historische Ensemble in Verbindung mit der dort befindlichen Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu besuchen. Seit 2017 wartet das Moritzburger Schloss mit der Aschenbrödel-Ausstellung auf und den Initiatoren ist mit diesem Projekt – in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern – ein wahrlich besonderer Coup gelungen!

Allein im vorigen Jahr pilgerten über Hunderttausend Märchen-Liebhaber in diese besondere Winterausstellung und ließen Neues, Altvertrautes und auch Verblüffendes rund um die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf sich wirken.

Was genau den Besucher in der Ausstellung, die in diesem Jahr am 17. November startet und bis 3. März 2019 läuft, erwartet, verraten die Macher bereits jetzt auf der Homepage von Schloss-Moritzburg.de – dort heißt es:

„Bei Anbruch der kalten Jahreszeit erobert Aschenbrödel das Schloss. In der deutsch-tschechischen Verfilmung von 1973 berührt es mit seiner selbstbewussten, gewitzten Art bis heute auf einzigartige Weise. Als Original-Drehort erzählt das Märchenschloss Moritzburg in seiner Winterausstellung einige Hintergrundgeschichten zum Film und zum Werdegang des Märchens. Liebevoll nachgebildete Filmszenen, Originalkostüme und multimediale Inszenierungen vermitteln die Magie des Films. Am Ende des Rundgangs lockt die Schlossküche mit leckerem Kaffee und Kuchen. Für große und kleine Fans hält der Museumsshop liebevolle Kleinigkeiten bereit.“

Wer also schon Vorfreude auf den kommenden Winter und die damit beginnende Märchenzeit verspürt und vielleicht sogar DER Aschenbrödel-Fan schlechthin ist, sollte es nicht versäumen, das Schloss Moritzburg zu besuchen. Zumal das gleichnamige Örtchen in der Nähe von Dresden immer einen Ausflug oder Kurztrip wert ist.

Vielleicht hat der eine oder andere auch mit dem Wetter Glück und die prächtige, barocke Kulisse des eindrucksvollen Schlosses zeigt sich von Schnee umsäumt.

Ein solches Ambiente dürfte für DIE romantische Märchenstimmung schlechthin sorgen und so manchem scheint es wohl in solchen Momenten fast physisch anwesend: das Aschenbrödel, wie es die geschwungene Außentreppe hinunter zu seinem Pferd eilt.

Einfach nur märchenhaft!

Alle Infos zur Ausstellung finden Sie hier.

Wer sich generell für alte Gemäuer begeistert, dem sei auch dieses schöne Schloss hier empfohlen.

Bildnachweis: SCHLÖSSERLAND SACHSEN

 

Knorrige Bäume am Ufer, sattes Grün, wohin das Auge blickt und mittendrin Wasser – so präsentieren sich Leipzigs herrliche Wasserstraßen, die den gemächlich auf einem Boot Dahingleitenden fast vergessen lassen, wo er ist. Wer hier auf Erkundungstour geht, wähnt sich in vielen Momenten eher in der Region Amazonas als inmitten der Messestadt Leipzig.

Und doch ist man mittendrin in der mitteldeutschen Boom-City, wenn man sich für eine Tour auf dem kühlen Nass entscheidet.

Um das beliebte „Klein-Paris“ einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen, sollte man unbedingt eine Bootstour ausprobieren – ganz gleich, ob mit dem kleineren Motorboot oder in Form einer Gruppen-Bootsfahrt. An Angeboten hierzu mangelt es in Leipzig nicht, es liegt allein an der persönlichen Vorliebe, für welche Art der Fortbewegung auf dem Wasser man sich entscheidet. Kanufahren ist beispielsweise ebenso möglich, wie das Dahingleiten auf dem Drachenboot.

Wir haben uns für eine geführte Tour mit dem Motorboot entschieden, am Leipziger Stadthafen beginnend (im Bild links), hinaus auf die Weiße Elster und den Karl-Heine-Kanal.

Unser Kapitän steuert das kleine, aber feine Boot nicht nur zuverlässig, sondern versorgt uns auch mit vielen interessanten Infos hinsichtlich der Leipziger Wasserlandschaften und das Leben am Ufer. Hier stehen etliche imposante Villen, die meisten davon sind in den 1800er Jahren entstanden, als Leipzig auch als Verlagsstadt boomte.

So beispielsweise die Baedeker-Villa. Das wunderschöne Ensemble, in dem heute ein Klinik untergebracht ist, wurde einst für die Familie, die man mit den bekannten Baedeker-Reiseführer in Verbindung bringt, gebaut und hat auch heute nichts von ihrem Glanz verloren.

Eine Augenweide (siehe Bild links) – so wie auch die vielen anderen schönen Immobilien aus alten Zeiten, die man während der gesamten Bootstour bestaunen kann. Eine seltene Ansicht, denn wann hat man schon mal den Blick vom Wasser aus?

Irgendwann ist dann per Boot das Palmengartenwehr erreicht und man gleitet gemächlich daran vorbei. Weiter geht es dann parallel zum großzügigen Clara-Zetkin-Park, der beliebten „Grünen Lunge“ der Stadt. Selbst, wenn man in Leipzig lebt, staunt man doch immer wieder, mit welchen verborgenen Schätzen die Stadt aufwartet – vom Wasser aus ist die Perspektive eine gänzlich andere. Man fühlt sich wie verreist!

Ein bisschen Amazonas, eine Prise Spreewald – auch das trifft zu.

Inzwischen geht es unter altehrwürdigen Brücken (Leipzig soll mehr davon haben als Venedig!) Richtung Plagwitz – einem Stadtteil, den der Unternehmer Karl Heine geprägt hat. Auch die Villa dieses Industriepioniers und Unternehmers befindet sich am Ufer der eindrucksvollen Leipziger Gewässer.

Nach den altehrwürdigen Häusern, an denen man per Boot entspannt vorbei schippert, taucht in dieser verwunschenen Szenerie auf einmal ein U-Boot-artiges Gebäude auf: die Riverboat-Location (siehe links im Bild). Lange Jahre wurde von hier aus die gleichnamige Talksendung des MDR ausgestrahlt, heute kann der außergewöhnliche Bau für Events gemietet werden.

Weitere Highlights der Tour offenbaren sich links und rechts des Ufers: zu Wohnungen umgestaltete ehemalige Industriegebäude. Wo einst vor vielen, vielen Jahren wuchtige Maschinen brummten, leben heute in modernen Lofts und Terrassenwohnungen urbane Städter, die hier die Symbiose aus städtischem Trubel und faszinierender Natur am Wasser ausgiebig genießen können. Freilich nicht zum Schnäppchen-Preis, aber das ist ein anderes Thema!

Zwischen den sanierten und auch neu gebauten Wohngebäuden dreht unser Skipper, wir nehmen wieder Kurs auf den Ausgangspunkt und lassen sowohl die Wohnsiedlungen in Wassernähe als auch die scheinbar unberührte Natur an uns vorbei ziehen – herrlich!

An manchen Stellen im überraschend klaren Wasser können wir Fische beobachten – eine Situation, die sich wohl im Leipzig der DDR-Jahre niemand je vorstellen konnte! Wo einst kaum einer nur die Hand reingehalten hätte, ist heute ein großartiges Refugium für Wasserpflanzen und -bewohner entstanden, mit einer Natur rundum, die ihresgleichen sucht.

Insofern ist eine solche Bootsfahrt auf vielerlei Weise toll: man entspannt, man erfährt und entdeckt Neues und man hat sich mit einer solchen Stunde auf dem Wasser DIE Quicki-Erholung schlechthin gegönnt – körperlich und mental.

Besser geht’s nicht und macht eine solche Bootstour wohl zum einer der attraktivsten Ausflugsideen, die man bei schönem Wetter in Leipzig umsetzen kann. Und unbedingt sollte!

Probieren Sie es aus – sämtliche Touren und Abfahrtsstellen Leipzigs sind im Web via Suchmaschine auf einen Klick verfügbar!

Viel Spaß!

Bildnachweise: privat