Sonntag, 26. September, 2021

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Texterin Karina: „Als Angestellte war ich eine unbedeutende Person von vielen“

Mit dem Schreibtalent Geld verdienen – das wollen viele Menschen. Zumal in der heutigen Zeit, in der neben dem klassischen Schreiben auch das Posten in sozialen Netzwerken nicht unwichtig ist, um erfolgreich zu sein. Doch ist es wirklich so einfach, von einem Bürojob in das unabhängige Arbeiten an schönen Orten weltweit zu wechseln?

Digitale Arbeit ist für viele Menschen erstrebenswert

Karina Kawaletz (im Bild) hat genau dies gemacht und neben ihrer Tätigkeit als Angestellte ein Online-Business als Texterin aufgebaut, dem sie sich heute in Vollzeit widmet. Damit gehört sie zu jenen Frauen, die es geschafft haben, zeit- und ortsunabhängig zu arbeiten.

Ihr Weg in die digitale Karriere begann über die Tätigkeit einer virtuellen Assistentin.

Mit dieser Dienstleistung bahnte sie sich den Weg, um aus dem ungeliebten Angestelltendasein auszusteigen und so zu arbeiten, wie es ihren Vorstellungen entsprach.

Parallel dazu machte sie sich einen Namen als Reisebloggerin und kann so ihren Job oft auch an wunderschönen Orten ausüben.

Wie das abläuft und wie zielstrebig sie ihre Selbständigkeit aufgebaut hat, erzählt uns die sympathische Bayerin im Interview:

FB: Frau Kawaletz, wann haben Sie Ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckt?

Schon als Schulkind habe ich im Fach Deutsch besonders gerne Aufsätze geschrieben und die Rechtschreibung sehr gut beherrscht. Mitschüler haben mich aufgrund meiner guten Noten öfter ihre Aufsätze korrigieren lassen. Auch Geschichten habe ich als Kind gerne zuhause geschrieben.

FB: Ins Berufsleben sind Sie dann erst einmal mit einem klassischen Bürojob gestartet. Erzählen Sie doch mal!

Da ich in der Realschule den Wirtschaftszweig wählte (Kunst oder Mathe waren noch weniger geeignet), kam für mich die Ausbildung zur Industriekauffrau in Frage. Dafür bestand aber kein großes Interesse meinerseits. Ein Bürojob war einfach „normal“, um auch „gutes“ Geld zu verdienen.

Die klassische Ausbildung führte in die Sackgasse

Mehr aus meinem Schreibtalent zu machen, hatte ich damals noch gar nicht im Kopf. Also blieb ich nach meiner Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen und das für ganze 14 Jahre. Spaß hatte ich leider nicht an meiner Tätigkeit als Team-Assistentin. Es fühlte sich immer an, in einer Sackgasse festzustecken. Zudem war ich nur eine unbedeutende Person von vielen.

FB: Irgendwann haben Sie sich dem digitalen Arbeiten verschrieben. Was gab hier den Ausschlag und wie gestaltete sich der berufliche Wechsel?

Während einer Thailand-Reise haben mein Mann und ich verschiedene Auswanderer kennengelernt, die dort lebten. Das hatte mich sofort begeistert, denn reisen ist meine absolute Leidenschaft. Ich überlegte mir, wie auch ich im Ausland leben kann. Da ich aber noch nicht im Rentenalter bin, war auch ein geeignetes Business-Konzept wichtig.

Noch während der Reise nahm ich an einem Online-Kongress teil und habe dort zum ersten Mal vom Berufsbild der virtuellen Assistentin gehört. Das bedeutet, Unternehmern oder Selbstständigen verschiedene Arbeiten abzunehmen, ohne vor Ort zu sein. Die Zusammenarbeit findet nur online statt.

Virtuelle Assistentin im Nebengewerbe

Darüber hatte ich alle möglichen Details recherchiert. Ich fand, dieser Job wäre perfekt für mich geeignet. Ich könnte sämtliche Schreibarbeiten übernehmen. Schon 2 Monate später habe ich neben meinem Hauptjob ein Nebengewerbe als virtuelle Assistentin angemeldet.

Das war mein erster Schritt in die digitale Arbeitswelt.

FB: Wie kamen Sie online an die ersten Kunden und was boten Sie diesen an?

Meine ersten Kunden fand ich über Facebook. Hier habe ich mir einen Account erstellt und darüber mein Angebot beschrieben. Eine Website hatte ich zu Beginn noch nicht. Auf Facebook gibt es verschiedene Gruppen für virtuelle Assistenten, in denen nach Unterstützung für alle möglichen Bereiche gesucht wird.

Ich bot hauptsächlich Schreibarbeiten an. Meine ersten Jobs waren die Korrektur einer Website und das Schreiben eines Briefes. Ohne die Auftraggeber persönlich zu kennen, tauschten wir die Dokumente online aus und ich wurde bezahlt. Davon war ich absolut begeistert, denn es ging so einfach.

Schon von Anfang an wurde ich von meinen Kunden an weitere Kunden empfohlen. Dadurch habe ich mir eine schöne Stammkundschaft aufgebaut und werde auch heute hauptsächlich noch weiterempfohlen.

Die Kündigung erwies sich als eine sehr gute Entscheidung

Nachdem ich etwa ein Jahr nebenberuflich als virtuelle Assistentin tätig war, habe ich mich als Texterin spezialisiert. Nach einem weiteren Jahr habe ich dann mein Angestelltenverhältnis gekündigt und damit eine der besten Entscheidungen in meinem Leben getroffen.

FB: Aus welchen Branchen kommen heute Ihre Kunden? 

Meine Kunden kommen aus verschiedenen Branchen. Hauptsächlich arbeite ich aber mit:

  • Coaches
  • Podcastern
  • Online-Marketern
  • Speakern

Teilweise sind darunter auch namhafte und bekannte Personen, worüber ich mich besonders freue. Ich bin nicht mehr eine von vielen, wie damals in meinem Angestelltenjob. Heute bin ich DIE Texterin, welche die Angebote ihrer Kunden durch ihre Texte besser verkauft. Wertschätzung und der Kontakt auf Augenhöhe sind in meiner Selbstständigkeit besonders schön.

FB: Ihre große Leidenschaft ist das Reisen. Das können Sie ja wunderbar mit Ihrer Arbeit verbinden – oder?

Richtig. Als Texterin benötige ich nur meinen Laptop und Internet. Texte kann ich somit von überall auf der Welt schreiben. Wenn ich mich nicht für meinen Urlaub abmelde, schreibe ich auch während der Reisen für meine Kunden. Das kann ich problemlos im Flugzeug, auf der Fähre, am Pool oder am Strand (solange es dort einen geschützten, schattigen Platz gibt).

FB: Gab Ihr Faible für ferne Länder auch den Ausschlag, als Influencerin in Sachen Reisen aktiv zu werden? Immerhin haben Sie sich mit einem Reiseblog eine beachtliche Community auf Instagram aufgebaut.

Auch das ist richtig. Mit meiner Selbstständigkeit habe ich auch gleichzeitig meinen Reiseblog www.awesome-places.de gegründet und mich bei Instagram angemeldet – www.instagram.com/karinas_awesome_places.

Eigener Reiseblog war schon länger ein Traum

Ein Reiseblog war schon immer mein Traum, um Tipps unserer vielen Reisen weiterzugeben. Auch meinen Instagram-Account habe ich als Reise-Account geplant.

Ich gehe immer nur etwas an, wenn ich damit ein bestimmtes Ziel verfolge. Das Ziel meiner Selbstständigkeit war das ortsunabhängige Arbeiten. Mein Ziel des Reiseblogs und des Instagram-Profils war es, Reisekooperationen mit Hotels zu generieren. Das heißt, ich werde mit meinem Mann in Hotels eingeladen und berichte über Instagram und meinen Reiseblog über den Aufenthalt. Mit dieser Werbung mache ich meine Community auf schöne Orte und Hotels aufmerksam.

Heute verdiene ich mit verschiedenen Reise- und Instagram-Kooperationen sogar Geld oder darf mich mit meinem Mann über „gratis“ Reisen freuen. Richtig kostenlos ist das allerdings auch nicht, da ich in meine professionelle Promotion viel Zeit und Aufwand stecke. Hinter einem Blogartikel, schönen Fotos und Videos steckt einiges an Arbeit.

FB: Wie schaut ein ganz normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

Einen strukturierten, sich täglich wiederholenden Arbeitstag gibt es bei mir nicht. Meine Tage variieren sehr.

Ich suche mir meist morgens mit meinem Laptop einen gemütlichen Platz und lasse mir einen frischen Ingwertee schmecken. Dann werfe ich einen Blick auf meine To-do-Liste. Dort notiere ich mir sämtliche Kundenprojekte und arbeite diese nacheinander ab. Hierbei helfe ich meinen Kunden mit Blogartikeln, Website-Texten, Newslettern, Flyern, Landingpages, Werbeanzeigen etc. dabei, ihre Dienstleistung oder ihr Produkt besser zu verkaufen.

Mit freier Zeiteinteilung zu mehr Lebensqualität

Zeitlich kann ich mir meine Arbeit völlig frei einteilen. Am produktivsten bin ich aber vormittags. Seit meiner Selbstständigkeit habe ich viel mehr Zeit für Familie und Freunde, was ich sehr gut ausnutze und mit meinem Job kombiniere.

Selbst, aber nicht ständig!

Manchmal bekomme ich von anderen zu hören: „Jaja, selbst und ständig eben!“ Diese Aussage trifft auf mich nicht zu. Nicht selbst, aber ständig läuft es in einem klassischen 9-to-5-Job ab. Die Zeit muss von morgens bis abends in der Firma verbracht werden. Es muss auf den Feierabend gewartet werden, auch wenn die Arbeit schon erledigt ist. Zudem muss mit Kollegen zusammengearbeitet werden, ob man möchte oder nicht.

Ich kann all diese Entscheidungen SELBST treffen und muss nicht mehr STÄNDIG Dinge tun, die mich nicht glücklich machen.

FB: Das digitale Arbeiten ist nicht erst seit der Corona-Krise, in der unzählige Arbeitnehmer ins Homeoffice wechselten, in aller Munde. Im Gegenteil: Seit es die sozialen Netzwerke gibt, wollen viele Leute als Influencer, Texter oder Youtuber arbeiten. Inzwischen gibt es im Netz unglaublich viele Leute, die „Anleitungen“ für ortsunabhängiges Arbeiten veröffentlichen. Oft suggerieren sie, dass es ein Kinderspiel sei, mit Laptop und W-Lan durch die Welt zu reisen und dazu noch (eine Menge) Geld zu verdienen. Ist das tatsächlich so leicht oder sind doch etliche dieser Offerten nicht seriös? Wie sehen Sie das?

Mir persönlich ist der Start in die Selbstständigkeit sehr leichtgefallen. Ich habe mich nicht gestresst, aber alles sehr ernstgenommen. Nach Feierabend und am Wochenende habe ich an meiner Selbstständigkeit gearbeitet. Dabei habe ich aber nicht auf mein Privatleben verzichtet, sondern eine angenehme Balance gefunden.

Planlos eine digitale Karriere starten? Keine gute Idee!

Heute kann ich mir alles frei einteilen, wann, wo oder mit wem ich arbeite. Auch mit meinem Laptop und Internet kann ich durch die Welt reisen und gutes Geld dabei verdienen.

Es ist aber unbedingt ein Plan nötig, um effektiv zu arbeiten und die eigenen Kosten zu decken. Deshalb habe ich auch einen Businessplan geschrieben, um genau zu wissen, was ich einnehmen muss.

Weitergebildet habe ich mich nur über Personen, deren Content und eigene Erfolge ich länger verfolgt habe. Vor allem mussten diese Personen das geschafft haben, was ich gerne erreichen möchte.

Die Tätigkeit einer Texterin würde ich jetzt aber nicht mit Influencern und YouTubern vergleichen. Schreiben kann durch gute Weiterbildungen und Übung relativ leicht gelernt werden. Etwas Talent dazu ist vielleicht auch von Vorteil. Schon innerhalb kurzer Zeit kann damit Geld verdient werden.

Als Internet-Star reich werden ist eine Illusion!

Bis eine große Reichweite auf den Social-Media-Kanälen aufgebaut ist, kann es oftmals aber Jahre dauern. Für mich ist es eine große Illusion, mit Leichtigkeit als Influencer oder YouTuber erfolgreich zu werden. Genau das wird aber häufig verkauft. Es war nie mein Ziel auf Instagram, ausschließlich davon leben zu können. Ich betreibe es als Hobby neben meiner Tätigkeit als Texterin.

Bis ich meine 16.000 Abonnenten hatte, hat es ca. 3 Jahre gedauert und davon kann ich noch nicht als Influencer leben. Vor allem: Was passiert denn, wenn der Instagram- oder YouTube-Kanal von heute auf morgen gelöscht wird? Dann wäre auf einmal die Haupteinnahmequelle weg.

Leider sind tatsächlich viele Angebote nicht seriös und werden sehr reißerisch ausgeschrieben. „Arbeiten in der Hängematte“ ist für eine kurze Zeit sicher gut möglich. Vor allem sollte aber auch die salzige und sandige Luft in Regionen am Meer nicht vergessen werden. Die kann dem Laptop und weiteren elektronischen Geräten auch schnell zusetzen.

In der Freizeit wird sich dem Reisen gewidmet

Es ist aber trotzdem möglich, an schönen Orten mit traumhafter Kulisse zu arbeiten und ich tu es ebenfalls. In einem klimatisierten Raum mit Tisch ist konzentriertes Arbeiten aber auch sehr angenehm.

FB: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht gerade texten? 

In meiner Freizeit reise ich leidenschaftlich gerne mit meinem Mann um die Welt. Meist planen wir mehrmals im Jahr Fernreisen. Zwischendurch sind wir auf Städtereisen unterwegs oder teilweise auch auf Wellness.

Zudem betreibe ich in meiner Freizeit meinen Instagram-Kanal und meinen Reiseblog.
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